Investigativ & Unabhängig – Mit der Kraft des Internets

Tag archive

Umwelt

Neue Polizeieinheit in China soll Luftverschmutzung bekämpfen

in Gesundheit/Umwelt von

Eine neue Polizeieinheit wurde von den chinesischen Behörden installiert. Die Offiziellen hoffen, dass dies dabei helfen wird, die Krise mit dem toxischen Smog zu bekämpfen, die Beijing und die umliegenden Städte erstickt.

Eine neue Polizeieinheit ist mit der Aufgabe betraut worden, die alarmierend hohe Luftverschmutzung einzudämmen, die für Unterbrechungen und Panik in Beijing gesorgt hat. Der amtierende Bürgermeister der Stadt Cai Qi hat dies am vergangenen Wochenende angekündigt. Die Verkündung erfolgte unmittelbar nachdem die Stadt zunächst von einem toxischen Smog eingehüllt worden war, der viele Städte in Nordchina verdeckte.

Im vergangenen Monat waren Bürger, die vor dem braunen Nebel fliehen wollten, in der Stadt gefangen, nachdem Flüge aus der Region annulliert und Beschränkungen auf der Autobahn eingeführt worden waren, um die Leute am Verlassen der Stadt zu hindern. Berichten zufolge hatten rund 150.000 Menschen versucht, aus der Stadt zu fliehen. Während dieser Zeit erreichte die Masse an feinen Partikeln bzw. Feinstaub („PM 2,5“) innerhalb der Hauptstadt den Wert von 408 und war damit lebensbedrohlich für die 22 Millionen Bewohner der Stadt.

Luftverschmutzung

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Gesundheit eines Menschen dann gefährdet, wenn mehr als 10 Mikrogramm (10 µg/m3) des PM 2,5 pro Kubikmeter Luft nachgewiesen werden können. Langfristige gesundheitliche Einschränkungen, etwa Asthma und chronische Lungenkrankheiten, können von PM 2,5-Konzentrationen verursacht werden, die diesen Grenzwert überschreiten.

Anfang des Monats wurde „Alarmstufe Rot“ in knapp 24 Städten der Region ausgerufen. Dabei handelt es sich um die höchste Stufe eines vierstufigen Warnsystems, das in Festlandchina verwendet wird. In Reaktion darauf ergriffen die chinesischen Behörden Maßnahmen, um die am Smog Schuld tragenden zur Verantwortung zu ziehen.

Mehr als 500 chinesische Firmen und rund 10.000 Autobesitzer wurden vom Ministerium für Umweltschutz für die angeblichen Verstöße bestraft, wie Xinhua berichtet. Es wird davon ausgegangen, dass die neue Umweltpolizei-Einheit die neueste Maßnahme in einem umfassenderen Plan ist, mit dem die tödliche Luftverschmutzung in der Stadt bekämpft werden soll.

Einwohner von Beijing und der umliegenden Städte machen sich immer größere Sorgen um die gesundheitlichen Auswirkungen des allgegenwärtigen Smogs. Anfang des Monats haben die Schulbehörden in Beijing zugestimmt, dass Luftreinigungssysteme in Schulen als Teil eines Pilotprogramms installiert werden sollen. Das Programm wird von der Regierung finanziert, nachdem Eltern wiederholte Male ihre Sorge hinsichtlich der Sicherheit ihrer Kinder ausgedrückt hatten.

„Wie viele von uns bin ich es gewohnt, morgens zuerst das Wetter und den Index der Luftqualität (AQI) in Beijing zu prüfen. Ich kann die Sorgen der Öffentlichkeit und die Beschwerden zur Luftverschmutzung absolut nachvollziehen“, erklärte Cai laut Xinhua den Reportern.

Obwohl die Details zum Zeitpunkt, wann genau die neue Umweltpolizei-Einheit den Dienst antreten wird, noch nicht bekannt sind, ergaben Berichte, dass die Quellen der Luftverschmutzung das Hauptziel der Einheit sein werden.

„Obwohl wir einige Fortschritte gemacht haben, ist die Luftverschmutzung im Winter immer noch schwerwiegend“, verkündete Cai. „Grillen an der frischen Luft, das Anzünden von Müll, das Verbrennen von Biomasse, Staub von den Straßen – diese Handlungen und somit die Nichteinhaltung der Regeln sind tatsächlich das Ergebnis lascher Überwachung und schwacher Strafverfolgung.“

In der Zwischenzeit fordert das chinesische Volk die Regierung weiter dazu auf, mehr zu tun, um die Hauptursachen der Luftverschmutzung zu bekämpfen. Dazu gehört der Beginn eines Übergangs hin zu saubereren Energiequellen. Momentan sind Kohlekraftwerke die Hauptquelle für Elektrizität in dem Land.

Bildquelle (Chinesin mit Maske): Nicolò Lazzati (Flickr, lizenziert unter Creative Commons Attribution 2.0 Generic) Titelbild-Quelle: FunnyOrDie YouTube-Kanal. Artikel übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Verschmutzung in China: 20 schockierende Fotos

in Umwelt von

Vom Himmel, der von schmierigen Schlieren des grauen Smogs verschleiert ist, bis hin zu der mit Müll übersäten Chinesischen Mauer, oder zu Flüssen, in denen Öl und Müll herumschwimmen: China zahlt einen hohen Preis dafür, dass es der weltweit größte Warenlieferant ist. Denn Millionen Einwohner Chinas müssen deshalb Schutz hinter chirurgischen Masken suchen, wenn sie sich im Freien aufhalten.

Laut einem Bericht, der von der Global Burden of Disease Study (etwa: die globale Last von Krankheiten) veröffentlicht wurde, war die Luftverschmutzung in China einer der relevanten Faktoren für rund 1,2 Millionen frühzeitiger Todesfälle im Jahr 2010 – fast 40% der Gesamtanzahl weltweit! Im Jahr 2013 war allein in Beijing (Peking) die Konzentration der gefährlichen Partikel mit weniger als 2,5 Mikrometern Länge – die auch als PM2.5 bekannt sind – in der Luft 22-mal so hoch wie die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als sicher bezeichnete Menge.

China musste ‚der Verschmutzung den Krieg erklären‘, als das Niveau der Umwelttoxizität die Gefahrenschwelle überschritten hatte – die Behörden haben Notfallmaßnahmen ergriffen, um den Verkehr auszudünnen und die verschmutzenden Industriebereiche stillzulegen. Der Staatsrat hat 10 Anti-Verschmutzungs-Maßnahmen genehmigt, die darauf abzielen, die Emissionen von den Industriezweigen zu reduzieren, die zum erstaunlichen Wirtschaftswachstum des Landes beigetragen haben.

Die Emissionen pro Einheit des BIP in Schlüsselindustrien um mindestens 30% bis 2017 zu senken ist eines der Hauptziele. Ein weiteres Ziel ist die Eindämmung des Anstiegs von immer höherem Energieverbrauch. Um bei der Bewältigung der Gefahren für die Umwelt zu helfen, hat Peking auch versprochen, den Fokus mehr auf Solarenergie zu setzen.

Trotz dieser Maßnahmen schreitet die Verschmutzung in China in weiten Teilen immer noch voran. Das Ergebnis ist, dass es in China die mit schmutzigste Luft weltweit gibt, dass sich verschmutzte und deshalb unbrauchbare Wasserwege durch das Land ziehen, ebenso wie ganze Landstriche, die mit Müll verseucht sind. Diese schockierenden Fotos decken auf, wie schlimm das Problem mit der Umweltverschmutzung in China wirklich geworden ist…

1. Eine fingierte Skyline von Hongkong für die Touristen.

2. Ein Mann beobachtet einen kontaminierten Fluss im Kreis Cangnan der bezirksfreien Stadt Wenzhou in der Provinz Zhejiang.

3. DAS ist DIE Chinesische Mauer.

4. Kinder aus Dalad spielen in Sandhaufen in der Nähe der kohlebetriebenen, Elektrizität generierenden Sendemasten von Dalad.

5. Der Tian’anmen-Platz versinkt im Smog.

6. Ein Anwohner geht entlang des Ufers eines verschmutzten Flusses spazieren, der mit dort abgeladenem Müll verschmutzt ist.

7. Ein Kind trinkt Wasser in der Nähe eines Stroms in der Provinz Fuyuan.

8. Ein stark verschmutzter Fluss: der Zhugao in der Provinz Sichuan.

9. Ein verschmutzter Fluss in Wenzhou in der Provinz Zhejiang.

10. Ein Kind springt über Müll in einem Dorf in Jiaxing.

11. Plastikflaschen liegen am Ufer eines Flusses, der mit einem rötlichen Färbemittel verunreinigt ist.

12. Eine Fabrik in Yutian, 100km östlich von Peking, entlässt toxische Chemikalien in die Luft.

13. Peking ist umgeben von Smog.

14. Ein Kind schwimmt in einem verschmutzten Fluss, der mit Müll verseucht ist.

15. Noch einmal die Chinesische Mauer…

16. Abwasser wird in den Yangtze-Fluss eingeführt.

17. Eine Frau, die eine Maske trägt, läuft durch eine Straße in Harbin im nördlichen Teil Chinas. Die Straße ist in dichten Smog gehüllt.

18. Fischer waten durch das verschlammte Bett eines Kanals im Zentrum von Peking.

19. Mehr als 300 Schweine wurden aus dem Fluss Huangpu herausgefischt.

20. Ein Morgen in Peking.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Solarenergie-Straßen sollen 2017 auf vier Kontinenten verlegt werden

in Umwelt/Welt von

Die Solarstraßen wurden so designt, dass sie sowohl den Elementen als auch dem Gewicht eines 18-Räder-LKWs standhalten können.

Im Laufe dieses Jahres könnten texturierte Straßen in einer Stadt in eurer Nähe verlegt werden. Diese Straßen können die Sonnenenergie in Energieversorgungsnetze einspeisen. Bloomberg berichtet, dass die COLAS SA, eine Tochtergesellschaft der französischen Bouygues Group, Solarpaneele entwickelt hat, die in Straßenoberflächen eingelassen werden können. Sie sind nicht nur in gewisser Hinsicht ästhetisch ansprechend, sondern können auch das Gewicht eines 18-Räder-LKWs aushalten. Derzeit werden die robusten Solarpaneele auf einigen Straßenoberflächen in Frankreich eingebaut. Innerhalb des Jahres 2017 wollen die Ingenieure Testläufe mit der Technologie auf insgesamt vier Kontinenten starten.

Fünf Jahre haben die Erforschung und die Labortests insgesamt gedauert, um die texturierten Solarstraßen zu entwickeln. Trotzdem sind noch weitere Planungsdurchgänge und Tests nötig. Im Jahr 2017 will die Firma die Tests fortführen, indem sie 100 Testgeländestellen im Freien auf der Welt verteilt errichtet.

Philippe Harelle, der Cheftechnologe (CTO) der Wattway-Einheit von COLAS SA sagte:

„Wir wollten der Straße ein zweites Leben schenken. Solarenergiefarmen nutzen Land, das ansonsten für die Landwirtschaft genutzt werden könnte, wohingegen die Straßen frei sind.“

© Joachim Bertrand / COLAS

Wie Google vor nicht allzu langer Zeit bestätigte, werden die erneuerbaren Energien laufend erschwinglicher. Aus diesem Grunde investieren sowohl Privatpersonen als auch Firmen in Solar- und Windtechnologie. Tesla Motors Inc. enthüllte beispielsweise im Jahr 2016 die Erfindung von Dachschindeln, die gleichzeitig als Solarpaneele dienen können.

Wie aber halten die robusten Paneele das Gewicht von schweren Kraftfahrzeugen aus? Berichten zufolge sind mehrere Arten von Plastik schichtweise in die Paneele eingearbeitet, um ein durchsichtiges und widerstandsfähiges Gehäuse zu bilden. Darunter befindet sich ein ganz normales Modell, ähnlich der Solarpaneele auf Hausdächern. Die elektrischen Leitungen sind geschützt, weil sie in die Straße eingearbeitet sind. Zuletzt wird die Innovation mit einer Schicht aus zersplittertem Glas überdeckt, um eine rutschsichere Oberfläche zu erzeugen.

Auf einem Gelände von 2.800 Quadratmetern geht man davon aus, dass eine Palette aus Solarpaneelen ungefähr 280 Kilowatt Energie bei bestmöglicher Auslastung generieren kann. Wattaway sagt, dass das genug Energie ist, um die Beleuchtung in der Öffentlichkeit in einer Stadt mit bis zu 5.000 Einwohnern ein ganzes Jahr lang in Gang zu halten.

2017 werden die texturierten Solarstraßen wahrscheinlich in Calgary in Kanada, in Georgia in den USA, in mehreren Regionen der Europäischen Union, in Afrika und in Asien getestet werden. Wenn alles gut läuft, wird das Produkt schon 2018 für die kommerzielle Nutzung bereit sein.

COLAS – Wattway – route solaire @ Magny-Les-Hameaux (78) – © Joachim Bertrand / COLAS

Es gibt einige Bedenken, dass die Paneele einem Schneepflug nicht werden standhalten können. Allerdings werden erst die Tests dies ein für alle Mal im Jahr 2017 be- oder widerlegen können. Was sagt ihr dazu? Bitte kommentiert und teilt diesen Artikel!

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com. Titelbild-Quelle: COLAS

Quellen:


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

New York Times enthüllt explosive Daten/Beweise GEGEN Einsatz von Gentechnik

in Gesundheit/Umwelt von

Gentechnisch veränderte Organismen. Wir haben alle davon gehört, die meisten von uns verabscheuen den Gedanken daran, und einige von uns zucken dabei einfach mit den Schultern. Ungeachtet dessen, was man von den gentechnisch veränderten Produkten in unseren Supermarkt-Regalen hält (insbesondere, wenn man in den USA oder Australien lebt), kann man mit Gewissheit sagen, dass der Anti-Gentechnik-Bewegung von Seiten der Mainstream-Medien üblicherweise ungerechtfertigte Kritik entgegenschlägt – sofern überhaupt darüber berichtet wird.

Die New York Times hat bei diesem Thema jedoch endlich einen Blick über den Tellerrand gewagt. Die Berichte Broken Promises of Genetically Modified Crops und GMOs Were Supposed to Increase Crop Yields setzen sich gründlich damit auseinander, was es mit der Industrie auf sich hat, indem die Gentechnik-Diskussion kritisch unter die Lupe genommen wird.

In einem verwandten Artikel der Serie, Doubts About the Promised Bounty of Genetically Modified Crops, werden die Konsumenten mit Fragen über zunehmende Ernteerträge und einer Reduktion von Pestiziden konfrontiert, wie sie von den Organisationen zugesichert wurden, und wie beides auf erschütternde Weise gescheitert ist.

“Eine Analyse durch die Times unter Bezugnahme auf Daten der Vereinten Nationen ergab, dass die USA und Kanada keinen erkennbaren Vorteil bei den Erträgen – food per acre [Nahrungsmittel pro Morgen Land] – erzielt haben, wenn sie an West-Europa gemessen werden, einer Region mit vergleichbar modernisierten landwirtschaftlichen Produzenten wie Frankreich und Deutschland”, bemerkte die New York Times, als sie US-amerikanische und kanadische Feldfrüchte mit denen in Europa verglich, die nicht gentechnisch verändert sind.

Sie weist weiterhin darauf hin, dass die Zunahme des Einsatzes von Pestiziden (um 21 Prozent) – der letztendlich nicht nur unserer Gesundheit schadet, sondern aufgrund des übermäßigen Einsatzes von [Monsantos Pestizid] Roundup die Feldfrüchte dagegen resistent macht – verglichen werden muss mit der Abnahme von Herbiziden, der allein in Frankreich ganze 36 Prozent beträgt. Der Einsatz von Insektiziden und Fungiziden ist in Frankreich sogar um sage und schreibe 65 Prozent zurückgegangen.

Das Argument ist an dieser Stelle, dass obwohl uns der wissenschaftliche Beweis dafür fehlt, dass uns gentechnisch veränderte Lebensmittel Schaden zufügen, es eine überwältigende Vielzahl an wissenschaftlicher Literatur gibt, die uns vor dem Zusammenhang von Pestiziden mit schlechter Gesundheit, mentalen Schädigungungen und Krebs warnt.

Einer der belastenden Beweise, die in diesem New York Times-Artikel enthüllt wurden, beinhaltete:

  • Gentechnisch nicht veränderter Mais in West-Europa hat mit gentechnisch veränderten Erträgen in den USA der letzten drei Jahrzehnte Schritt gehalten, so wie unten dargestellt.

screenshot-14

Grafik: Vergleich der Raps-Erträge in West-Europa (nicht gentechnisch verändert/gelb) zu USA (gentechnisch verändert/blau)

aaa

Grafik: Vergleich der Mais-Erträge in West-Europa (nicht gentechnisch verändert/gelb) zu USA (gentechnisch verändert/blau)

Die obigen Grafiken stellen die Notwendigkeit gentechnisch veränderter Pflanzen in den USA in Frage, wenn zum Vergleich die gesündere Alternative mit ihnen gleichzieht, wenn sie nicht gar leicht darüber liegt.

Und bezüglich des Einsatzes von Pestiziden/Herbiziden, hat des den Anschein, dass mit zunehmendem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auch die Notwendigkeit des Einsatzes dieser Giftstoffe für unsere Nahrungsmittelquellen exponenziell zunimmt, wie man anhand der blauen Darstellung (USA) im Vergleich zum Einsatz der Chemikalien in der EU (gelb) sehen kann.

screenshot-17

Grafik: Pestizid-Einsatz in Frankreich.

screenshot-18

Grafik: Pestizid-Einsatz in den USA.

Es ist eine Win-Win-Situation an der amerikanischen Front. Die gentechnisch veränderten Organismen und die Chemikalien, die dazu benutzt werden, um unsere Pflanzen mit einem “wahrscheinlich krebserregenden Stoff” zu besprühen, werden von denselben Konzernen hergestellt. Nur wenn der Anbau der Feldfrüchte gänzlich scheitert, wird irgendwann der Tag der Abrechnung kommen, und genau aus diesem Grund müssen wir wachsam sein und es allen weitersagen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Die Wildnis wird weltweit bis 2100 verschwunden sein, behauptet eine neue Studie

in Umwelt von

Eine Studie, die in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass der heutige Umgang mit der Natur die restliche Wildnis auf der Welt in weniger als 85 Jahren vernichtet haben wird, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Die Wildnis, das unbebaute Land und die Wälder auf unserer Welt, die sich der Bestrebungen der Zähmung durch die Zivilisation widersetzt haben, laufen Gefahr, vollständig zu verschwinden. Eine neue Studie, die in Current Biology veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Versuche zum Schutz der verbliebenen Wildnislächen wenig erreicht haben, um die Effekte des Verlustes von Wildnis auszugleichen – denn die Wildnis verschwindet fast doppelt so schnell, wie sie beschützt wird. Aus weniger als zwei Dekaden umfasst die Fläche der verloren gegangenen Wildnis: 3,3 Millionen Kilometer; eine Fläche, die doppelt so groß ist wie Alaska und ein Zehntel des gesamten, nicht kultivierten Landes der Welt ausmacht.

burnedamazon-400x2251
Ein Teil des brasilianischen Amazonas wird niedergebrannt, um Raum für mehr Nutztiere zu schaffen. Quelle – Motley News

Die Studie macht Holzeinschlagfirmen und Holzunternehmen dafür verantwortlich, außerdem das Weidevieh, Ausbeutung durch Konzerne, industrielle Verschmutzung, konventionelle Landwirtschaft, unverantwortliche Baufeldfreimachung und andere schädigende Praktiken, die unvermindert fortdauern, obwohl sie immensen Schaden an unserem Planeten anrichten. Dieser nie dagewesene Verlust von Wildnis stellt ein Risiko für das Leben auf dem gesamten Planeten dar und ist eine größere Bedrohung als der Klimawandel. Gebiete der Wildnis sind Zufluchtsorte für wichtige ökologische und evolutionäre Prozesse, die ohne menschliche Intervention funktionieren können. Sie sind Hochburgen für die gefährdete biologische Vielfalt, Puffer zur Regulierung des örtlichen Klimas, Produzenten für den Sauerstoff auf der Welt und die Lebensader für viele indigene Stämme der Welt. Der Verlust von Wildnis steht für die wohl größte Bedrohung des Lebens auf diesem Planeten: Die ökologischen Funktionen der Wildnis sind essenziell für sämtliches Leben und Schaden an der Wildnis wird üblicherweise als irreversibel eingestuft.

Der Großteil der 3,3 Millionen Kilometer, die in den letzten 20 Jahren komplett verschwunden sind, besteht aus Regenwald. 30% des gesamten Verlustes von unberührter Wildnis ereigneten sich im Amazonas-Regenwald statt; 14% fanden zusätzlich in den Regenwäldern von Zentralafrika statt. Obwohl Regenwälder insgesamt nur 7% der Erdoberfläche bedecken sind sie die Brutstätte für mehr als die Hälfte des weltweiten Artenreichtums. Dazu gehören auch zahlreiche vom Aussterben bedrohte Spezies.

Wie euch jeder Ökologe sagen kann, ist Vielfalt einer der Eckpfeiler eines gesunden und funktionierenden Ökosystems. Ihr Verlust kann das gesamte Ökosystem in Gefahr bis an den Rand eines Kollapses bringen. Eine Konsequenz des Verlustes von unberührter Wildnis ist das Aussterben von mehr als 70.000 Arten pro Jahr. Das bedeutet, dass jeden Tag 200 Arten aussterben – oder 8 Arten pro Stunde. Obwohl die Studie davon ausgeht, dass sämtliche Wildnis bis 2100 verschwunden sein wird, könnte sich ein Kollaps des weltweiten Ökosystems bereits viel früher ereignen, wenn nichts dafür getan wird, dass die Ausbeutung und die Zerstörung der wenigen Gegenden mit unberührter Wildnis gestoppt wird, die uns noch verbleiben.

americanprogress-400x2961Dieses Gemälde aus dem 19. Jahrhundert trägt den Namen „Amerikanischer Fortschritt“. Es verbildlicht die westliche Geisteshaltung, dass die Wildnis gezähmt und „zivilisiert“ werden muss; und ebenso die „Wilden“, die dort leben.

Obwohl die Menschen die Umwelt seit Jahrtausenden verändert haben, nimmt die Zerstörung der Wildnis seit der Industriellen Revolution in der Menschheitsgeschichte noch nie dagewesene Ausmaße an. Die Wildnis wurde als „unzivilisiert“ dargestellt; als etwas, das es zu erobern galt anstatt als etwas, das schützens- und schätzenswert war. Die Selbstüberhebung von einigen wenigen erzeugte das Bedürfnis, die Natur zu dominieren – und auch all jene, die die Natur beschützen wollten. Denn die Wildnis ist weitaus mehr als ein bloßer Ort, der für die Gesundheit des Ökosystems und für die Artenvielfalt des Planeten essenziell ist.

Es ist die Wildheit des Wesens, die sich in jedem von uns verbirgt; dieser Teil des Menschseins, der sich weigert, sich unter dem gnadenlosen Druck durch die Hand der Autoritäten auf der Schulter zu beugen oder den Forderungen nach Gehorsam eines Systems Folge zu leisten, das uns zerstören wird. Obwohl sie in vielen von uns wohl eher schlummert, ist die Wildheit trotzdem in uns da. Das Wilde ist manifest in jedem Protestierenden, der sich gegen die Rodung eines Waldes stellt, gegen den Bau einer Pipeline und gegen die Kontamination eines Flusses. Sie ist auch manifest in jedem, der seine Stimme gegen das Unrecht erhebt und in all jenen, die danach streben, Unrecht wiedergutzumachen.

Unsere Evolution hat in der Wildnis stattgefunden. Sie zu verlieren bedeutet, dass wir das verlieren, was das Menschsein bedeutet. Der Kampf zur Rettung der Wildnis ist mehr als ein Kampf zur Rettung des Planeten. Es ist auch ein Kampf zur Rettung der Essenz unserer Existenz – wer und was wir sind.

Was sagt ihr zu dieser Prognose? Bitte teilt und kommentiert diesen Artikel!

Titelbild: Wildnis in Oregon (USA). Übersetzt aus dem Englischen von Trueactivist.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Fluss färbt sich blutrot, Angst erfasst die russischen Anwohner

in Umwelt von

Anwohner der russischen Stadt Norilsk in der weitläufigen Provinz Sibirien haben in sozialen Netzwerken Bilder gepostet, die zeigen, wie ein Fluss seine Farbe verändert und blutrot wird.

Berichten zufolge hat sich der Vorfall am 6. September am Daldykan-Flus ereignet, der sich oberhalb des Polarkreises befindet. Die Anwohner zeigten sich schockiert; allerdings erwähnten sie, dass der Fluss nicht zum ersten Mal die Farbe wechselte.

Die russischen Behörden in Sibieren sagten, dass sie immer noch festzustellen versuchen, warum der Fluss eine andere Farbe angenommen hat; dabei bewerten sie verschiedene mögliche Umweltschäden.

 

s-1-161

Laut CBC hat das russische Ministerium für natürliche Ressourcen und die Umwelt eine Stellungnahme abgegeben, in der es darauf hinweist, dass eine Untersuchung bereits angestoßen wurde. Das Ministerium vermutet, dass ein möglicher Zusammenbruch einer Industrieanlage in den Produktionsanlagen der Minenbaugesellschaft Norilsk Nickel für die Katastrophe verantwortlich sein könnte. Es heißt, dass Norilsk Nickel der weltweit größte Nickel-Produzent ist.

Greenpeace Russland hat die Situation ebenfalls genau beobachtet und Bilder des seltsamen, blutrot gefärbten Flusses im Internet geteilt. Der Leiter des Energieprogramms der Organisation Vladimir Chuprov sagte, dass Norilsk Nickel für die Verschmutzung des Flusses verantwortlich ist. Er deckte auf, dass Norilsk Nickel von dem Industriemagnaten des Landes Vladimir Potanin kontrolliert wird; und dass die Firma erheblichen Schaden für die Umwelt und für die Bevölkerung in dieser Gegend verursacht hat. Chuprov beklagt das Ausmaß der industriellen Rücksichtslosigkeit und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung in dieser Gegend.

s-4-14-e14734353294341

“Im Grunde genommen werden der Fluss und die Leute, die dort leben, von diesem Monopol kontrolliert. Dabei gehen die folgenden Dinge verloren aus dem Ökosystem der Lokalbevölkerung vor Ort und aus dem Wirtschaftssystem des Landes: erstens die Fischbestände; und zweitens das Trinkwasser, das nicht länger trinkbar ist, wenn wir darüber sprechen, wie es die Menschen betrifft, die dort leben”, sagte er.

In einer scharfen Gegendarstellung veröffentlichte Norilsk Nickel jedoch eine Erklärung, in der die Firma jegliche Verantwortung abstreitet. Laut eigener Aussage überwacht die Firma die Situation ebenfalls und soll seine Stelle für Umweltprüfung damit beauftragt haben, Tests am Fluss vorzunehmen, um die möglichen Ursachen dafür zu ermitteln, wie ein Fluss sich blutrot färben kann.

s-2-e14734353629881

Sprecher der Stadt Norilsk haben der staatlich geleiteten Nachrichtenagentur Sputnik gegenüber ausgesagt, dass der Fluss keine Verbindung zum öffentlichen System der Wasserversorgung in der Stadt hat und, dass der Vorfall keine unmittelbare Gefahr für die Anwohner der Stadt darstellt.

Laut Aussagen der örtlichen Berichterstatter in der sibirischen Provinz befinden sich in der Region große Vorkommen von Nickel, Kupfer und Palladium. Diese Mineralien ziehen sowohl große als auch kleine Bergbauunternehmen an, die sich dort niederlassen. Die Sprecher der Stadt Norilsk wiesen auch darauf hin, dass Norilsk Nickel nicht als einzige Firma bei diesem Vorfall unter Verdacht gestellt werden sollte, sondern dass auch andere kleine Firmen untersucht werden sollten, die in dem Gebiet ansässig sind.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

“Die Mutter aller Risiken”: Versicherungsgiganten ersuchen G20, die Finanzierung fossiler Brennstoffe einzustellen

in Umwelt/Welt von

Multinationale Konzerne, die 1,2 Billionen Dollar an Vermögenswerten verwalten, bezeichnen Fördermittel für Kohle, Öl und Gas als “einfach untragbar”.

Indem sie warnen, dass der Klimawandel zur “Mutter aller Risiken” avanciert, fordern drei der weltgrößten Versicherungsunternehmen diese Woche dazu auf, dass die G20-Länder damit aufhören, die fossile Brennstoffindustrie zu finanzieren.

Die multinationalen Versicherungsgiganten Aviva, Aegon und Amlin, die zusammen 1,2 Billionen Dollar an Vermögenswerten verwalten, veröffentlichten am Dienstag eine Erklärung, in der sie die Führer der weltgrößten Unternehmen dazu aufriefen, innerhalb von vier Jahren Subventionen für Kohle, Öl und Gas einzustellen.

“Besonders der Klimawandel stellt das größte aller Risiken dar — sowohl für Unternehmen als auch die Gesellschaft als Ganzes. Und dieses Risiko wird durch die Art und Weise vergrößert, wie die Subventionen für fossile Brennstoffe den Energiemarkt verzerren”, sagte Aviva-Geschäftsführer Mark Wilson. “Diese Subventionen sind einfach untragbar.”

Laut eines kürzlichen Berichts des Internationalen Währungsfonds (IWF), erhalten Unternehmen im Bereich fossiler Brennstoffe jährlich weltweit Subventionen von geschätzten 5,3 Billionen Dollar , eine Summe, die nach Aussage des IWF die “realen Kosten” beinhalte — in Form von Schäden an der Umwelt und menschlichen Gesundheit —, und die der Bevölkerung aufgezwungen werden, nicht aber den eigentlichen Verschmutzern.

Die Erklärung wurde am Dienstag herausgegeben, als sich die Staatschefs darauf vorbereiten, sich für den 11. G20-Gipfel zu versammeln, der im chinesischen Hangzhou vom 4.-5. September unter dem Thema “Hin zu einer innovativen, gestärkten, vernetzten und offenen Weltwirtschaft” stattfand.

“Wir rufen die Regierungen dazu auf, diese Kohlenstoff-Krücken wegzustoßen, die wahren Auswirkungen fossiler Brennstoffe für die Gesellschaft offenzulegen und den Preis berücksichtigen, den wir in der Zukunft dafür bezahlen werden, wenn wir uns weiter auf sie verlassen”, fügte Wilson hinzu.

Tatsächlich schultern Versicherungsunternehmen zunehmend viele der Kosten, die mit der Erderwärmung in Verbindung gebracht werden, gleichgültig, ob es sich um Schäden durch extreme Wetterbedingungen handelt, oder um Entschädigungen von Bauern für verlorengegangene Ernten.

Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2016 haben Naturkatastrophen 70 Milliarden Dollar an Verlusten verursacht, von denen laut eines Gutachtens der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft 27 Milliarden versichert waren — darunter Ereignisse von besonderer Bedeutung, wie mit dem Klima in Zusammenhang stehende “Stürme in den USA und Europa, massive Waldbrände in Kanada und das komplette Ausbleiben von Taifunen im Nordwestpazifik.”

Und das Wohnungsbau-Datenbank-Unternehmen Zillow veröffentlichte kürzlich eine Analyse, die ergab, dass bis 2100 ganze 1,9 Millionen Wohnungen des Landes unter Wasser stehen könnten, wenn die Meere in dem Maße ansteigen, wie Klimawissenschaftler dies vorhersagen, und wodurch der Schaden an Wohneigentum in die Hunderte von Milliarden Dollar geht.

US-Präsident Barack Obama und Präsident Xi Jinping haben Berichten zufolge geplant, gemeinsam ihre Ratifizierung des bahnbrechenden Pariser Klimaschutzabkommens Ende der Woche auf dem globalen Gipfeltreffen anzukündigen. Und während das Ziel der Pariser UN-Klimakonferenz, die globale Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen, löblich ist, warnen Beobachter, dass es nicht erreicht werden wird, wenn die Staaten weiterhin Milliarden von Dollar in Energiequellen mit hohem Kohlenstoffanteil stecken.

2009 einigten sich die G20-Staatschefs darauf, “über die mittelfristig ineffizienten Subventionen für fossile Brennstoffe zu beraten, die zu verschwenderischem Verbrauch einladen, um diese schrittweise einzustellen”.

Fünf Jahre später klingt dieses Ziel für Shelagh Whitley, “bedeutungslos”, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Overseas Development Institute (ODI), das schätzt, dass sich solche Hilfestellungen auf ungefähr 444 Milliarden Dollar jährlich belaufen.

“Diese Subventionen befeuern gefährlich den Klimawandel”, sagt Whitley. Wenn wir irgendeine Chance haben sollen, das beim Pariser Klimagipfel gesetzte 2°C-Ziel zu erreichen, dann müssen die Regierungen ein Programm schneller Kohlenstoffreduktion auf den Weg bringen. Der Finanzsektor erkennt die Wichtigkeit, von fossilen Brennstoffen wegzukommen, und die Regierungen müssen erkennen, dass sie die letzten sein könnten, die sich noch bewegen müssen”.

In diesem Sinne startete der Sierra Club kürzlich seine Fossil Free Finance-Kampagne, um die G20-Regierungen dazu zu ermutigen, kein weiteres öffentliches Geld “in die Taschen von großen Kohle-, Öl- und Gaskonzernen zu schütten, was eine Verschlimmerung der Klimakrise zur Folge hat, indem Luft und Wasser verschmutzt werden und neue Reserven fossiler Brennstoffe zugänglich gemacht werden, wodurch unseren Familien und Kommunen Schaden zugefügt wird”.

In den letzten sieben Jahren sind wir Zeuge historischer Klimaveränderungen überall in den USA und auf der ganzen Welt geworden”, sagte der geschäftsführende Direktor des Sierra Club, Michael Brune. “Aber während sich die Welt auf eine zu 100 Prozent saubere Energiewirtschaft zubewegt, sind die G20-Anführer stehengeblieben, während die Welt auf die Erfüllung leerer Versprechungen wartet”.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Schottland Fracking gerade womöglich für immer verboten

in Welt von

Das schottische Parlament hat am Mittwoch darüber abgestimmt, das Fracking im ganzen Land zu verbieten. Damit wird das Moratorium, mit der diese kontroverse Technik belegt war, zum Dauerzustand erklärt.

frackfreescotland_750[1]

Bildquelle: EcoWatch

Claire Bernish / The Anti-Media

Schottland — Auf einen Schlag hat Schottland das Fracking permanent verboten: Die Abstimmung im Parlament ergab eine knappe Mehrheit dafür, dass das zeitweilige Moratorium, der die kontroverse Praktik unterlag, nun in Stein gemeißelt ist.

Die ursprüngliche Absicht Schottlands war es, eine vollständige Beurteilung der gesundheitlichen und umweltbezogenen Auswirkungen vorzunehmen, bevor sämtliche unkonventionellen Förderungsmöglichkeiten für Öl und Gas weitergeführt würden; darunter fällt auch das Fracking. Deshalb hatte Schottland all diesen Praktiken im Januar 2015 zeitweise Einhalt geboten.

Mitglieder der regierenden Schottischen Nationalpartei (Scottish National Party, SNP) waren der Abstimmung ferngeblieben, die mit 32 zu 29 Stimmen erfolgreich war, obwohl Paul Wheelhouse, der Energieminister der SNP, behauptet, dass auch die Regierung dem Fracking gegenüber weiterhin “zutiefst skeptisch” gegenübersteht und, dass es niemandem erlaubt sein würde, damit weiterzumachen, wenn nicht deutliche Beweise dafür erbracht würden, dass die Praktik “keinen Schaden verursacht”, wie der Guardian berichtete.

Claudia Beamish, die Sprecherin der Schottischen Arbeitspartei (Scottish Labor Party, SLP) für Umweltfragen, sagte nach der Abstimmung: “Die SNP-Regierung muss jetzt klarstellen, ob sie den Willen des Parlaments respektiert oder nicht und ein komplettes Verbot für Fracking aussprechen. Es wäre ein Skandal, wenn diese wichtige Abstimmung ignoriert würde.”

Während es potenziell zu einer ernsthaften Zweiteilung führen könnte, wenn der Wille der Gesetzgeber ignoriert würde – der Guardian merkt hierzu an, dass das auch eine “bedeutende Niederlage” für das Parlament darstellen würde – ist die SNP dennoch nicht explizit dazu verpflichtet, der unverbindlichen Abstimmung Folge zu leisten.

“An der Sachlage der Wissenschaft besteht kein Zweifel”, fuhr Beamish fort. “Um unsere Klimawandel-Ziele zu erreichen und unsere Umwelt zu schützen, müssen wir kohlenstoffarme Energiequellen finden und uns nicht auf einen weiteren fossilen Brennstoff stürzen. Die Position der SLP ist klar: kein wenn und kein aber – kein Fracking.”

fracking2[1]

Bildquelle: euractiv.com

Mitglieder der Opposition aus der Schottischen Konservativen Partei (Scottish Conservative Party) äußerten ihre Frustration aufgrund der Fracking-Niederlage aus, da die unkonventionelle Fördermethode den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft des Landes befeuern könnte.

In scharfem Kontrast zur Abstimmung in Schottland hat der Kreistag der Grafschaft von North Yorkshire im Vereinigten Königreich kürzlich die Einwilligung dafür gegeben, die Bohrproben für Schiefergas wiederaufzunehmen – nachdem fünf Jahre lang kein Fracking durchgeführt wurde – obwohl es deutliche Proteste dagegen gab.

Ein Planungsbeauftragter des Kreistags behauptete, dass 36 Briefe verfasst worden waren, die den Neustart des Frankings unterstützten – wohingegen 4.375 sich dagegen ausgesprochen hatten.

Die Organisationen Friends of the Earth (etwa: Freunde der Erde) und Frack Free Ryedale (etwa: Ryedale ohne Fracking) haben eine gemeinsame “Erklärung des Volkes” herausgegeben, in der sie die Entscheidung verurteilen. In Auszügen heißt es darin:

“Wir als das vereinigte Volk von Yorkshire und ganz Britannien erklären, dass wir uns weiterhin gegen das Fracking in Yorkshire, in Britannien und auf der ganzen Welt aussprechen. Wir wissen, dass Fracking den lokal ansässigen Menschen ernsthaften Schaden zufügt, unserer Gesundheit, unserem Wasser, unserer Tierwelt; und dass es zum Klimawandel beiträgt.”

“Wir sind extrem enttäuscht, dass der Kreistag der Grafschaft von North Yorkshire den überwältigenden Wünschen der örtlich gewählten Repräsentanten von Ryedale und der lokal ansässigen Menschen kein Gehör geschenkt hat und den Antrag von Third Energy genehmigt hat, unser Land zu fracken.”

“Diese Entscheidung erfolgt nicht in unserem Namen.”

Nach der Abstimmung in Schottland führte Andy Wightman, ein schottische Parlamentsmitglied aus Lothian und Landreform-Sprecher der Schottischen Grünen Partei (Scottish Greens), erfolgreich einen Zusatz ein, der eine “radikale und andauernde Reform zur Demokratisierung des Landes” fordert.

Nach der Abstimmung sagte er: “Mit der nennenswerten Ausnahme der Tories (die Schottische Konservative Partei) besteht in dieser parlamentarischen Runde eindeutig ein großes Interesse an einer radikalen Landreform. Die heutige Abstimmung setzt die Regierung unter Druck, dieser Erwartung nun gerecht zu werden”, berichtete der Guardian.

“Aktivisten innerhalb der SNP, die für mutigere Aktionen zur Landreform agitieren, sollten die Entscheidung ihrer Partei in der Kammer heute hinterfragen.”

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Monsanto vor internationalem Gericht wegen Verbrechen gegen die Menschheit und gegen die Umwelt

in Menschenrechte/Umwelt von

Monsanto wird endlich vor Gericht dafür belangt werden, dass der Konzern Umwelt und Menschenleben zerstört hat.

Ein internationales Gericht soll den Fall in Den Haag in den Niederlanden vom 12. bis zum 16. Oktober 2016 verhandeln.

“Das Tribunal wird sich auf die ‘Guiding Principles on Business and Human Rights’ (etwa: Leitlinien für unternehmerische Aktivitäten und Menschenrechte) beziehen, die 2011 von den Vereinten Nationen verabschiedet worden waren. Es wird auch eine mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeit auf Basis des Statuts von Rom überprüfen, das den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag im Jahr 2002 ins Leben gerufen hat. Das Tribunal wird auch erörtern, ob eine Reform des internationalen Strafrechts gewährleistet, dass Verbrechen gegen die Umwelt oder Ökozid (Umweltzerstörung) dort ebenfalls als strafbare Tatbestände belangt werden können, so dass natürliche Personen strafrechtlich haftbar sind”, sagte das Tribunal in einem Statement.

 

Bildtext (englisch) übersetzt: “EILMELDUNG! Monsanto wird sich vor einem bürgerlichen Strafgericht für seine Verbrechen gegen die Natur und Menschheit und für Ökozid verantworten müssen. Das ist eine Chance für die Bürger der Welt, Monsanto dafür zur Verantwortung zu ziehen, dass das Unternehmen unsere Böden, unsere Nahrungsmittel, unsere Kinder und unsere Zukunft vergiftet hat. Es ist an der Zeit.

“EILMELDUNG: @MonsantoCo muss sich endlich vor Gericht verantworten! (…)”

“Es ist schon längst an der Zeit, dass ein Gericht aus Weltbürgern Monsanto für ihre Verbrechen gegen die Menschheit und die Umwelt anklagt. Wir sind diesen Monat in Paris, um uns mit der schlimmsten Gefahr auseinanderzusetzen, die die Menschheit jemals in unserer 100.000-200.000 Jahre dauernden Evolution bedroht hat – die globale Erwärmung und die Veränderungen des Klimas”, sagte Ronnie Cummins, der Präsident der Organic Consumers Association (etwa: Verband für Konsumenten organischer Lebensmittel), bei einer Pressekonferenz.

Wie TrueActivist bereits früher dieses Jahr berichtet hat, hat ein französisches Gericht auch kürzlich entschieden, dass Monsanto die Schuld daran trägt, dass die Umwelt und die allgemeine Bevölkerung mit Chemikalien vergiftet worden sind.

Die Gruppe, die Monsanto nächstes Jahr vor Gericht zu bringen hofft, wird eine eine einzigartige Strategie verfolgen, mit der sie Monsanto zur Verantwortung ziehen will und sie daran hindern will, der Umwelt in Zukunft noch weiter zu schaden. Nächstes Jahr wird die Gruppe während des Prozesses fordern, dass Monsanto für Verbrechen gegen die Umwelt zur Rechenschaft gezogen wird. Das wäre ein nie dagewesener Schachzug.

“Ökozid als ein Verbrechen anzuerkennen ist die einzige Möglichkeit, um das Recht der Menschen auf eine gesunde Umgebung zu gewährleisten und das Recht der Natur, beschützt zu werden”, heißt es auf der Website des International Monsanto Tribunal (hier auf Deutsch: Website des Internationalen Monsanto-Tribunals).

Für all jene unter euch, die es nicht wissen: Monsanto ist einer der reichsten multinationalen Konzerne auf der Welt und gleichzeitig eines der skrupellosesten Unternehmen. Hinter dem falschen Schein der Unschuld, der von ihren Anwälten und Pressesprechern konstruiert wurde, ist die Firma so böse, wie eine Firma nur sein kann. Tausende Klagen sind gegen diesen Konzerngiganten weltweit bereits eingegangen, doch aufgrund ihres unglaublichen Reichtums ist Monsanto üblicherweise dazu in der Lage, die Streitigkeiten für große Summen außergerichtlich beizulegen und die Medien zu schmieren, so dass ihre Verbrechen nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Monsanto hat eine sehr schmutzige Geschichte. Bevor sie ins Nahrungsmittelgeschäft einstiegen, handelten sie hauptsächlich mit Chemikalien. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren sie für die Herstellung verschiedener toxischer Chemikalien zuständig. Dazu zählen unterschiedliche Substanzen wie Koffein oder Waffen wie Agent Orange oder Weißes Phosphor. Sie stellten ebenfalls weitere gefährliche Pestizide und Herbizide her.

Monsanto hat sogar dabei geholfen, Uran für die Atombombe des Manhattan-Projekts anzureichern. Ihre Chemikalie Roundup ist bekannt dafür, dass sie Dutzende Pflanzenkrankheiten verursacht und dem Ökosystem Schaden unbekannten Ausmaßes zufügt, genauso wie es die anderen Pestizide auch tun.

Von John Vibes für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Mehr als 40 Vulkaneruptionen finden gerade statt – und die Erde verändert sich

in Umwelt von

Jetzt gerade finden mehr als 40 Vulkaneruptionen statt, während die Erde sich massiv verändert.

Unser Planet hat damit begonnen hat, zu erzittern und zu beben. Innerhalb der letzten Tage konnten wir massive vulkanische Eruptionen in Costa Rica und in Indonesien beobachten. Laut der Website Volcano Discovery brechen jetzt gerade rund 40 Vulkane weltweit aus, während ihr diesen Artikel lest. Zur selben Zeit erschüttern Erdbeben mit alarmierender Regelmäßigkeit die Erde. Erst letzte Woche wurde Ecuador von einem Erdbeben der Stärke 6,7 und nur kurz danach von einem Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert. Insgesamt wurden weltweit innerhalb des letzten Monats mehr als 3.000 Erdbeben der Stärke 1,5 oder höher verzeichnet. Also ja, ich schreibe die ganze Zeit über die sich immer schneller beschleunigende Zerstörung unsers Finanzsystems, aber bei dem bevorstehenden “Kollaps” geht es um weitaus mehr als nur um Geld. Ich bin davon überzeugt, dass wir von einem “perfekten Sturm” erfasst werden, in dem das Zusammentreffen von mehreren Faktoren die Gesellschaft komplett lahmlegen wird und derartige Änderungen bewirken wird, die wir uns nicht einmal vorzustellen wagen.

Sehen wir uns also einmal die Vulkanausbrüche an, die wir in der letzten Zeit beobachten konnten. Die Eruption drüben in Costa Rica traf die Behörden völlig überraschend. Eine dicke Schicht aus Staub und Asche liegt über den Fahrzeugen und den Gebäuden, die sich 30 Meilen entfernt in der Hauptstadt San José befinden

Ein Vulkan ist im Zentrum von Costa Rica ausgebrochen, der Rauch und Asche bis zu 3.000 Meter (9.840 Fuß) hoch in die Luft aufgewirbelt hat.

Hunderte Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil sie über Atemnot und Probleme mit ihrer Haut geklagt haben.

Einige Schulen mussten geschlossen werden und einige Flüge in das Land wurden annulliert oder umgeleitet.

Bewohner der Hauptstadt San José, die sich etwa 45 Kilometer (30 Meilen) westlich des Vulkans Turrialba befindet, sagten, dass Schichten von Asche Gebäude und Autos überlagert hatten. Außerdem berichteten sie von einem scharfen Schwefelgeruch.

Im Vorfeld dieses Ausbruchs gab es “scharenweise kleine Erdbeben” in der näheren Umgebung des Vulkans. Die Wissenschaftler hatten der Öffentlichkeit allerdings glaubhaft versichert, diese Häufung kleinerer Erdbeben sei “kein Hinweis auf eine bevorstehende Eruption“.

Behaltet das im Hinterkopf, denn im Laufe dieses Artikels werde ich euch etwas aufzeigen.

Aber lasst uns zuerst über den anderen massiven Vulkanausbruch sprechen, der gerade passiert. Drüben in Indonesien ist der Gunung Sinabung-Vulkan heftig ausgebrochen – und das sorgt für jede Menge Chaos

Die Zahl der Todesopfer aufgrund eines Vulkanausbruchs in Westindonesien ist mittlerweile auf sechs angestiegen. Das berichtete ein Sprecher am vergangenen Sonntag; es wird zudem befürchtet, dass weitere Opfer von der heißen Asche eingeschlossen sein könnten.

Drei Menschen schweben auch in Lebensgefahr, nachdem der Gunung Sinabung, ein äußerst aktiver Vulkan auf der Insel Sumatra, am vergangenen Samstagnachmittag wieder mehrfach ausgebrochen ist, berichtete Sutopo Purwo Nugroho, ein Sprecher der Katastrophen-Agentur.

“Neun Menschen wurden von den heißen Wolken getroffen. Sechs sind dabei ums Leben gekommen und drei weitere schweben aufgrund der Verbrennungen noch in Lebensgefahr”, sagte er und fügte hinzu, dass die Verletzen in ein Krankenhaus gebracht worden waren.

Einem Bericht zufolge strömen “Schwälle von Lava” aus dem Vulkan; dabei ist das nur ein Beispiel dafür, wie Vulkane, die einst für “inaktiv” erklärt wurden, auf der ganzen Welt zum Leben erwachen. Tatsächlich war der Gunung Sinabung zuvor ungefähr 400 Jahre lang nicht ausgebrochen.

Inzwischen wird bei Islands äußerst gefährlichem Vulkan Baroabunga eine “noch nie dagewesene” Aktivität gemessen. Dieser Vulkan ist zwar noch nicht richtig ausgebrochen, aber wir sollten ihn auf jeden Fall im Blick behalten, weil ein massiver Ausbruch schwerwiegende Folgen für Europa hätte.

Um diesen Artikel abzurunden, möchte ich euch ein Update zu einem Stück geben, das ich letzte Woche zum Ende des Amerikanischen Traumes geschrieben habe. Ganz kurz vor dem Ausbruch des Turrialba-Vulkans in Costa Rica ereignete sich in der Umgebung des Vulkans eine Vielzahl an Erdbeben. Tja, genau dasselbe passiert im Moment in der Nähe von drei großen Vulkanen in den Vereinigten Staaten.

Ich möchte euch hier noch drei Bilder zeigen, die von Google Earth über das Pacific Northwest Seismic Network (etwa: Seismisches Netzwerk im Pazifischen Nordwesten) stammen. Dieses erste Bild zeigt die Erdbeben-Aktivitäten, die sich während der letzten Tage in der Gegend um den Mount St. Helens herum ereignet haben. Im Verlauf der letzten Monate wurden dort 95 Erdbeben in der Region verzeichnet. Die meisten dieser Erdbeben konzentrieren sich genau um den Bereich rund um das Zentrum des Vulkans.

volcanoes-1[1]

Dieses nächste Bild zeigt, was am Mount Rainier geschehen ist und geschieht. Wer meine Arbeit verfolgt, der weiß bereits, dass dieser Berg meiner Ansicht nach der gefährlichste Berg in ganz Amerika ist und dass ich glaube, dass ein massiver Ausbruch dieses Vulkans in nicht allzu ferner Zukunft bevorsteht. Im Verlauf des letzten Monats gab es 36 Erdbeben am Mount Rainier. Wiederum haben sich die meisten davon genau entlang des Vulkan-Zentrums ereignet…

volcanoes-2[1]

Mount Hood ist ebenfalls ein sehr gefährlicher Vulkan. In der näheren Umgebung von Mount Hood gab es in den letzten Tagen 126 Erdbeben. Auf diesem Bild könnt ihr sehen, dass sich die Erdbeben sehr dicht rund um einen Punkt an der Südseite des Berges konzentrieren. Das ist alarmierend, weil es ebenfalls die Südseite von Mount St. Helens war, die damals in den 1980er Jahren so heftig ausgebrochen ist…

volcanoes-3[1]

Wenn sich massive Vulkanausbrüche oder massive Erdbeben in anderen Teilen der Welt ereignen, dann scheinen sich viele Amerikaner dafür nicht so sehr zu interessieren, weil sie nicht denken, dass dieser Anstieg der globalen seismischen Aktivitäten sie in irgendeiner Weise persönlich betreffen oder bedrohen könnte.

Die Wahrheit ist jedoch, dass die gesamte Westküste der Vereinigten Staaten entlang des Pazifischen Feuerrings liegt. Momenten ist wirklich jeder andere Abschnitt des Feuerrings dabei, mit Grollen zum Leben zu erwachen.

Zu einem gewissen Zeitpunkt wird es also denkwürdige Erdbeben an der Westküste geben.

Zu einem gewissen Zeitpunkt wird es ergo auch denkwürdige Vulkanausbrüche an der Westküste geben.

Die Wissenschaftler versichern uns, dass diese Ereignisse unausweichlich sind.

Also lasst uns einfach das Beste hoffen. Es wird uns bei der Lösung der Probleme allerdings nicht im Geringsten helfen, unsere Köpfe in den Sand zu stecken und so zu tun, als würden diese Gefahren nicht existieren.

Bereitet euch darauf vor, solange ihr es noch tun könnt, denn an einem gewissen Punkt ist die Zeit auch abgelaufen.

Von undergroundreporter.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Gehe zu Top