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„Schlechte Hygiene“: Warum Assange die ecuadorianische Botschaft wirklich verlassen soll

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Von rt.com

Jüngst verlieh Ecuador dem seit über fünf Jahren in dessen Londoner Botschaft festsitzenden WikiLeaks-Gründers Julian Assange die Staatsbürgerschaft. Grund sei aber nicht die Politik, sondern Assanges mangelnde Hygiene gewesen. Dies behauptet die Times.

Seit über fünf Jahren genießt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London Asyl. Vergangene Woche verlieh das lateinamerikanische Land dem WikiLeaks-Gründer sogar die Staatsbürgerschaft. Dennoch kann Assange das Botschaftsgebäude nicht verlassen. Denn London lehnte den Antrag Ecuadors ab, dem gebürtigen Australier diplomatische Immunität zu verleihen.

Ohne diese droht Assange jedoch nach wie vor die Festnahme durch die britische Polizei, sollte er das Gelände der diplomatischen Vertretung verlassen. Im schlimmsten Fall könnte er dann in die USA ausgeliefert werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats droht.

Die Staatsbürgerschaft erstunken?

Die Entscheidung, den prominenten Botschaftsflüchtling einzubürgern und damit Bewegung in die verfahrene Angelegenheit zu bringen, sei aber in erster Linie nicht aus politischen Erwägungen erfolgt, berichtete die Times am Wochenende.

Demnach habe die mangelnde Körperpflege des unfreiwilligen Dauerbewohners den Ausschlag gegeben. Die britische Zeitung zitiert eine namentlich nicht genannte „wohl platzierte Quelle“ mit den Worten: „Es scheint, als wäscht er sich nicht richtig.“ Mehrmals hätten sich Mitarbeiter der Botschaft über die „mangelnde Sauberkeit“ des 46-Jährigen beschwert. Dessen (Nicht-)Waschverhalten sei keine neue Erscheinung.

Die Times rief in diesem Zusammenhang eine Aussage von Jérémie Zimmermann in Erinnerung, Co-Autor des Ende 2012 von Assange herausgegebenen Buches „Cypherpunks: Unsere Freiheit und die Zukunft des Internets“. Zimmermann sagte im selben Jahr über Assange: „Wenn Leute aus seinem Umfeld ihn nicht zum Duschen zwingen, dann wechselt er möglicherweise tagelang nicht seine Wäsche.“

Keine neuen Vorwürfe

Ähnlich hatte sich auch der einstige WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg geäußert, der sich Ende 2010 mit der Enthüllungsplattform und ihrem Gründer überworfen hatte. In seinem im darauffolgenden Jahr erschienenen Buch „Inside Wikileaks“ rechnete er mit dem vermeintlich autoritären Führungsstil des Australiers ab. Zur mangelnden Reinlichkeit seines ehemaligen Mitstreiters schrieb Domscheit-Berg:

Julian aß alles mit den Händen und wischte sich immer die Finger an der Hose ab. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Hose gesehen, die so fettig ist wie seine.

Laut der Quelle der Times, deren Bericht breiten Widerhall in den angloamerikanischen Medien fand, habe Assanges mangelndes Hygieneverhalten wahrscheinlich den Ausschlag für den nun erfolgten Vorstoß der ecuadorianischen Behörden gegeben.

Die Botschaftsmitarbeiter werden allerdings wohl noch eine ganze Weile die Gegenwart ihres angeblich ungepflegten Mitbewohners ertragen müssen. Denn Ecuador will London nicht weiter drängen, dem WikiLeaks-Gründer diplomatische Immunität zu gewähren. Man wolle die „guten Beziehungen zum Vereinigten Königreich“ nicht weiter belasten, so die ecuadorianische Außenministerin María Fernanda Espinosa.

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Christen-Verfolgung in China „nach Taliban-IS-Art“: Behörden reißen Kirche ab – Gläubige inhaftiert

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Im Norden Chinas haben die Behörden eine riesige christliche Kirche abgerissen. Das Gotteshaus wurde in die Luft gesprengt. Zudem wurden mehrere Gläubige verhaftet. In China kommt es immer wieder zur Christen-Verfolgung.

Im Norden Chinas haben die Behörden eine riesige christliche Kirche abgerissen, deren Bau bereits 2009 kurz vor der Vollendung gestoppt worden war.

Die Zerstörung des Gotteshauses in Linfen in der Provinz Shanxi begann am Dienstag, wie die Zeitung „Global Times“ unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtete. Nach dem Baustopp seien mehrere Mitglieder der protestantischen Jindengtai-Kirche inhaftiert worden.

Der Präsident der in den USA ansässigen ChinaAid Association, Bob Fu, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, es handele sich um eine „Verfolgung einer friedlichen Kirche nach Taliban-IS-Art“.

Militärpolizisten hätten die Kirche mit großen Mengen an Sprengstoff zerstört, sagte der Chef der Organisation, die sich für Religionsfreiheit einsetzt.

Die protestantische Kirche sei hauptsächlich abgerissen worden, weil sie sich geweigert habe, sich bei den „kommunistischen Behörden registrieren zu lassen“, sagte Fu. Seinen Angaben zufolge hat die Gemeinde 50.000 Mitglieder.

Christentum erlaubt – aber nur das vom Regime zensierte

In dem kommunistisch regierten Land gebe es zwar „seit einigen Jahrzehnten eine Öffnungspolitik gegenüber dem Christentum, aber der christliche Glaube muss sich dem Staat unterordnen – und vorauseilenden Gehorsam leisten“, sagt der Berliner Professors Christian Meyer .

„Man kann in Peking durch die Stadt gehen und christliche Kirchen sehen“, so der Sinologe. Allerdings würden neben den christlichen Symbolen kommunistische Flaggen hängen, um dem Staat seine Treue zu versichern.

Meyer, der neben Chinawissenschaften auch Theologie studiert hat und an der Freien Universität Berlin lehrt, erzählte in einem Vortrag Mitte Dezember: er habe Professoren-Freunde in China, die ihre Kinder nicht taufen lassen würden, um ihre Karrieren nicht zu gefährden.

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„Spiegel“: Griechenland erfüllt weniger als die Hälfte seiner Reformzusagen

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Griechenland hinkt einem Medienbericht zufolge bei der Umsetzung seiner Reformversprechen massiv hinterher. Von 110 vordringlichen Maßnahmen sind erst 51 verabschiedet.

Wie der „Spiegel“ am Freitag vorab berichtete, sind von 110 sogenannten vordringlichen Maßnahmen, zu denen sich die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras verpflichtet hat, erst 51 verabschiedet. Das geht dem Bericht zufolge aus der dritten Überprüfung des aktuellen Hilfsprogramms hervor, das die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) erarbeitet haben.

„Die übrigen 59 Maßnahmen sind als unerledigt anzusehen, die griechischen Behörden haben sie noch nicht vollständig umgesetzt“, zitierte der „Spiegel“ aus dem Bericht. Dazu zählten beispielsweise Teile einer Steuerreform.

Das hoch verschuldete Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Um der Staatspleite zu entgehen, hat das Euro-Land bis Ende September mehr als 221 Milliarden Euro an Hilfszahlungen von den europäischen Institutionen und weitere 11,5 Milliarden Euro vom IWF bekommen. Dafür muss es strenge Reform- und Budgetvorgaben der Gläubiger erfüllen. Die Freigabe der Zahlungen ist jeweils an Bedingungen geknüpft.

Anfang Dezember hatten die griechische Regierung und Vertreter der Geldgeber eine vorläufige Einigung zur Auszahlung der nächsten Tranche in Höhe von rund sieben Milliarden Euro erzielt. Die endgültige Entscheidung sollen die Euro-Finanzminister am 22. Januar treffen. Bis dahin muss Athen seine Zusagen erfüllen.

Die Geldgeber hatten die Freigabe der nächsten Hilfsmittel davon abhängig gemacht, dass Griechenland dutzende Zusagen erfüllt – unter anderem Reformen im öffentlichen Dienst und im Sozialwesen, eine Beschleunigung von Privatisierungen und eine Liberalisierung des Energiesektors. Das dritte Hilfsprogramm, das Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro hat, soll Ende August auslaufen. (afp)

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Verfassungsschutz: Zahl der Reichsbürger auf 15.600 gestiegen – Sie planen Armee und bereiten sich auf Tag X vor

in Welt

Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf die Verfassungsschutzämter der Länder berichtet, ist die Zahl der Reichsbürger und Selbstverwalter binnen Jahresfrist um mehr als 50 Prozent gestiegen – auf nunmehr 15.600 im Januar 2018.

Die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Deutschland hat sich deutlich erhöht.

Bis Januar dieses Jahres stieg die Zahl auf etwa 15.600, das ist ein Zuwachs um mehr als 50 Prozent binnen einem Jahr, wie das Magazin „Focus“ am Freitag vorab unter Berufung auf die Verfassungsschutzämter der Bundesländer berichtete.

Anfang 2017 gingen die Sicherheitsbehörden noch von bundesweit zehntausend Reichsbürgern und Selbstverwaltern aus.

Die größte Szene gibt es demnach in Bayern, wo die Behörden 3500 Reichsbürger und Selbstverwalter zählen. Es folgen Baden-Württemberg mit 2500, Nordrhein-Westfalen mit 2200, Niedersachsen mit 1400 und Sachsen mit 1300 Reichsbürgern.

Wie der „Focus“ weiter unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, befassten sich Reichsbürger aus mehreren Bundesländern bei einem „konspirativen Treffen“ mit dem Aufbau einer militärischen Organisation. Entsprechende Bestrebungen registrierten Verfassungsschutzämter demnach in Ostdeutschland.

Die bereiten sich eigenen Angaben zufolge auf den Tag X vor“, wird ein ranghoher Beamter zitiert.

Staatsschützer sehen mit Sorge, dass die Szene über eine große Zahl an legalen und illegalen Waffen verfügt. Mehr als tausend Reichsbürger besitzen eine oder mehrere waffenrechtliche Erlaubnisse.

Die Reichsbürger sind eine in Kleingruppen zersplitterte Szene. Sie erkennen die Bundesrepublik, ihre Institutionen und Gesetze nicht an. Die Reichsbürger stehen bereits seit einiger Zeit verstärkt unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden. (afp)

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Dänische Forscher: Schmerzmittel für Männer besonders gefährlich

in Gesundheit

Von rt.com

Dänische Forscher an der Universität Kopenhagen haben festgestellt, dass das Schmerzmittel Ibuprofen die Unfruchtbarkeit bei Männern fördert. Für ihre Studie haben sie 31 männliche Testpersonen im Alter von 18 bis 35 Jahren untersucht. Einer Hälfte der Männer wurden innerhalb von sechs Wochen zwei mal täglich 600 mg Ibuprofen, was so viel ist wie drei Tabletten, verabreicht. Die zweite Hälfte nahm Placebo-Tabletten.

Bei der ersten Gruppe kam es innerhalb von zwei Wochen zu einer Produktionserhöhung des luteinisierenden Hormons. Dieses wird im Gehirn von der Hypophyse erzeugt und reguliert die Funktion der Fortpflanzungsorgane. Ist davon im Körper zu viel vorhanden, sinkt die Produktion von Testosteron, was unter bestimmten Umständen zu männlicher Unfruchtbarkeit führen kann. Andere Nebenwirkungen eines Testosteronmangels sind fehlende Libido, eine Reduktion der Muskelmasse, chronische Übermüdung und Depressionen. Die Forscher unterstreichen, dass eine kurze Einnahmedauer von Ibuprofen nur zu schwach ausgeprägten Nebenwirkungen führe. Sollte man allerdings wie Profisportler das Schmerzmittel eine längere Zeit einnehmen, kann sich die Tätigkeit der Fortpflanzungsorgane deutlich verschlechtern.

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Berliner Lehrer suspendiert: Er soll rechte Verschwörungstheorien verbreiten

in Welt

Von rt.com

Die Senats-Bildungsverwaltung hat gegen den umstrittenen Berliner Grundschullehrer Nikolai N. Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung gestellt. Der Pädagoge soll auf seinem Youtube-Kanal rechtsextremes Gedankengut und Verschwörungstheorien verbreiten.

Vineta-Grundschule in Gesundbrunnen: In dieser Berliner Bildungseinrichtung unterrichtet Nikolai N. seit zwei Jahren Musik, Sport und Englisch. Seit Montag ist er freigestellt. Der Grund dafür liegt in den Videos, die der 37-Jährige im Internet verbreitet. „Gegen die Lehrkraft hat die Schulaufsicht eine Anzeige erstellt“, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gegenüber RT.

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, bestehe der Verdacht, dass Teile von Videos, die er im Internet veröffentlicht habe, volksverhetzende Inhalte umfassten. Dies müsse nun geprüft werden, teilte eine Sprecherin gegenüber der Berliner Tageszeitung.

Unter dem Namen „Volkslehrer“ betreibt der Pädagoge seit einigen Monaten einen YouTube-Kanal. Der Berliner Tagesspiegel hatte am Wochenende berichtet, dass der Mann dort Verschwörungstheorien und möglicherweise rechtsextremes Gedankengut verbreitete. „Ich habe mich nach den Presseberichten entschlossen, N. vom Unterricht vorerst freizustellen bis eine Klärung des Sachverhaltes erfolgt“, teilteSchulrätin Antonia Pienkny, verantwortlich für die Schulaufsicht an Grundschulen, am Montag der Berliner Tageszeitung B.Z. mit.

Die Behörden gehen in dem Zusammenhang auch dem Verdacht nach, dass der 37-Jährige den sogenannten „Reichsbürgern“ nahesteht, berichtet der Tagespiegel. Die Gruppierung erkennt die Bundesrepublik sowie deren Behörden und Gesetze nicht an, sie wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.

Der kommissarische Schulleiter der Vineta-Grundschule wusste von den Aktivitäten des Lehrers im Netz. „Er hat sich dienstlich nichts zu schulden kommen lassen und das politische Neutralitätsgebot nicht missachtet“, sagte Harry Könnecke dem Tagesspiegel. Beschwerden von Eltern oder Schülern habe es ebenfalls nicht gegeben. Die Eltern würden nun in einem Brief über den Fall informiert werden. Die Videos von N. mit Tafel im Hintergrund seien definitiv nicht in der Vineta-Grundschule aufgenommen worden.

Mehr zum Thema – Tweet über Muslime: Hunderte von Anzeigen gegen AfD-Fraktionsvize von Storch

Der Berliner Chef der Lehrergewerkschaft GEW, Tom Erdmann, sagte im Tagesspiegel-Bericht am Wochenende, dass die Entfernung von N. aus dem Schuldienst schwierig sei. Bislang habe es noch keine Beschwerden der Grundschule gegen N. gegeben. Es gelte die freie Meinungsäußerung, solange diese nicht gegen geltendes Recht verstoße. Dienstrechtlich könne er für seine Äußerungen nur dann belangt werden, wenn er sie im Klassenzimmer wiederholt.

In seinem neuesten Video auf YouTube bestätigt der Pädagoge, dass er vom Dienst freigestellt wurde. Er bedankte sich bei den Medien über die Berichterstattung, denn die würde seine Abonnentenzahlen (derzeit rund 2.500) und die Klicks auf seine Beiträge in die Höhe treiben. Und er beruft sich auf den Artikel 5. des Grundgesetzes – freie Meinungsäußerung. Im Klassenzimmer würde er aber seine Äußerungen nicht wiederholen.

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Experte: Goldreserven von Russland und China könnten US-Dominanz der Weltwirtschaft erschüttern

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Von rt.com

Die gesammelten Goldreserven beider Staaten könnten darauf abzielen, die Dominanz des US-Dollars im internationalen Handel zu brechen. Dies erklärte der singapurische Edelmetallexperte Ronan Manly. Stehen uns dramatische Veränderungen bevor?

Im RT-Exklusiv-Interview sagte der Experte, dass China und Russland zum Goldstandard zurückkehren könnten. Dadurch würden sie sich von der globalen Dominanz des US-Dollars befreien. Seit Anfang der 1970er Jahre ist der Dollar nicht mehr durch Goldreserven gedeckt.

„Sowohl China als auch Russland haben ihre Goldreserven in den letzten 10 bis 15 Jahren aggressiv angehäuft“, erläutert Manly und betont, dass noch vor einem Jahrzehnt beide Staaten 400 Tonnen Gold oder weniger besaßen. „Aber jetzt besitzen diese beiden Nationen zusammen 3.670 Tonnen Gold.“

Abschließend verweist Manly auf die unterschiedlichen strategischen Einschätzungen hinsichtlich der Relevanz von Gold:

Interessanterweise veröffentlichen und fördern sowohl Russland als auch China ihre Anhäufungen von Gold und verweisen öffentlich auf Gold als strategisches Geldvermögen. Sie machen kein Geheimnis daraus. Aber auf der anderen Seite tun die USA das Gegenteil und spielen die strategische Rolle des Goldes ständig herunter.

Laut Manly ist Gold für Russland und China der einzige strategische Geldwert, der die Unabhängigkeit vom US-Dollar gewährleisten könnte.

Der Goldexperte erklärte, dass Russland und China möglicherweise viel mehr Gold besitzen könnten, als sie in ihren offiziellen Statistiken deklarieren, aufgrund der vielen Kanäle, über die sie das Edelmetall kaufen können.

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Trump will schnelleren Einsatz von Atomwaffen möglich machen – Moskau warnt vor Konsequenzen

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US-Präsident Donald Trump will den flexibleren Einsatz von Atomwaffen ermöglichen und das Arsenal erneuern – wegen der Bedrohung durch Nordkorea und eines möglichen Konflikts zwischen Russland und der NATO.

Im Februar will die US-Regierung den neuen „Nuclear Posture Review“ (NPR) veröffentlichen. Seit dem Ende des so Kalten Krieges hat es drei Überarbeitungen davon gegeben. Der neueste Update soll „sicherstellen, dass das US-Arsenal an Atomwaffen „modern, robust und flexibel“ und „auf die Bedrohungen des 21. Jahrhunderts zugeschnitten“ ist. Auch ist eine technische Überholung der ballistischen Raketenabwehrsysteme geplant.

Es ist zu erwarten, dass US-Präsident Donald Trump am 30. Januar im Zuge einer Rede zu seinen Präferenzen im Bereich der nationalen Sicherheit Stellung bezieht. Ohne eine Budget-Aufstockung, so das Pentagon, wird es nicht möglich sein, die Bestände an Atomwaffen zu modernisieren. Zu den Kosten gibt es bisher nur Schätzungen.

Abmilderung gegenüber erstem Konzept

Gegenüber dem Guardian beschreibt Jon Wolfsthal, ein ehemaliger Assistent des Trump-Vorgängers Barack Obama für Waffenkontrolle und Nichtverbreitung von Atomwaffen, den Inhalt des Dokuments als aus seiner Sicht zwar immer noch schlimm, aber nicht so schlimm wie im Zuge der ersten Änderungen vonseiten der neuen US-Regierung:

Meinem Verständnis nach ist es eine Rücknahme von Extremen, wie sie zu Beginn [der Überarbeitung] enthalten waren. Es beinhaltet nicht so viele furchtbare Dinge wie zuvor. Es ist aber immer noch schlimm.

Eine der Hauptänderungen ist die Ausweitung der Fälle, in welchen Atomangriffe in Erwägung gezogen werden könnten. Dem neuen NPR zufolge würde ein konventioneller Angriff, der Massen an Opfern fordert und auf kritische Infrastrukturen abzielt, einen nuklearen Angriff der USA nach sich ziehen. Auch neue Arten von Nuklearwaffen sollen unter der Trump-Regierung entwickelt werden, die kleinformatiger sind. Wolfsthal sieht die Entwicklung neuer kleiner Atomwaffensprengköpfe für die Amerikaner als unsinnig an, da diese bereits über solche in Form der B61-Bomben verfügen, von denen einige auch in Europa gelagert werden.

Der leichtere Weg zu einem US-Angriff mit Atomwaffen stützt sich auch auf die gewagte These, es könnte zu einem Konflikt zwischen Russland und einem NATO-Mitglied kommen. Sobald sich Russland in einen Konflikt mit einem NATO-Mitglied in Osteuropa begibt, würde es nach diesem Szenario seine taktischen Nuklearwaffen einsetzen in der Hoffnung, dass die USA nicht mit ihren Atomwaffen antworten, da sie eine Eskalation fürchten. Daher müsse Trump sein Arsenal erneuern.

Moskauer Experte warnt vor Mainstreaming der nuklearen Option

Tatsächlich würde Russland aber nur dann einen Angriff mit Atomwaffen durchführen, wenn zuvor ein Angriff mit Massenvernichtungswaffen, nuklearer oder nicht-nuklearer Art, auf Russland stattgefunden hätte, oder ein Angriff, der die Existenz Russlands als eigenständiger Staat bedroht. Sicherer werden die USA durch die geplanten Änderungen nicht, so Adlan Margoew, Experte für die Nichtverbreitung von Atomwaffen am Moskauer Think-Tank für weltweite Sicherheit:

Die Nutzung von Nuklearwaffen wurde von der Öffentlichkeit lange als etwas Undenkbares bewertet, weder russische noch amerikanische Regierungen sahen einen Nuklearangriff mit einem einzelnen Sprengkopf als eine Option. Die Menschen, die den eingeschränkten Einsatz von Nuklearwaffen propagieren, beseitigen die Angst vor Nuklearwaffen und der weltweiten Zerstörung, die diese verursachen könnten.

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Deutsche Verkehrspolizei stoppt US-Panzertransport auf A4

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Von rt.com

Am Dienstagabend hat die Verkehrspolizei auf der A4 im sächsischen Bautzen einen US-Panzertransport gestoppt. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine polnische Spedition, die im Auftrag der US-Armee sechs Haubitzen vom Typ M109 nach Deutschland transportieren sollte.

Im Zuge einer Kontrolle bei der Rastanlage Oberlausitz-Nord hat sich herausgestellt, dass die erforderlichen Dokumente und Ausnahmegenehmigungen nicht vorhanden waren. Außerdem hat die Spedition die Beförderungsrichtlinien nicht eingehalten: Die Ladung war zu breit und zu schwer.

Ebenso haben die Fahrer gegen gesetzliche Bestimmungen zur Lenk- und Ruhezeit verstoßen. Der Polizei zufolge müssen die Spedition und die Fahrer nun mit einer Strafe rechnen.

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„Totaler Verlust“ – Milliardenteurer US-Spionagesatellit Zuma vermutlich mit SpaceX-Rakete verbrannt

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Von rt.com

Der als geheim und extrem teuer eingeschätzte US-Spionagesatellit, der mit einer SpaceX Falcon 9-Rakete von Cape Canaveral aus ins All geschossen wurde, ist laut Medienberichten abgestürzt. SpaceX kommentiert die offenbar gescheiterte Mission bisher nicht.

Trotz des geheimnisumwitterten Starts schien die SpaceX am Sonntag von der Cape Canaveral Air-Force-Station in Florida erfolgreich einen mysteriösen und milliardenteuren Regierungssatelliten getragen zu haben. SpaceX gelang es, die erste Stufe des Boosters zu landen, während die zweite Stufe die geheimnisvolle Zuma-Nutzlast im niedrigen Erdorbit näher an ihr Ziel brachte.

Das Unternehmen SpaceX hat bis jetzt insgesamt 21 Mal Falcon 9-Booster gelandet. Allerdings hat SpaceX den Erfolg der Mission nie offiziell bestätigt.

Am Montag wurden Politiker darüber  informiert, dass die Mission „ein totaler Verlust“ war und die Nutzlast zurück in die Atmosphäre stürzte, da sie sich nicht von der Rakete lösen konnte, erklärten Eingeweihte demWall Street Journal.

Während offiziell die Details weiterhin unbekannt sind, wird in Berichten behauptet, dass sich die Nutzlast nicht richtig von der zweiten Stufe lösen konnte. Der Zuma-Satellit wurde an der zweiten Stufe der Falcon 9-Rakete befestigt, die darauf ausgelegt ist, zur Erde zurückzufallen und beim Wiedereintritt zu verbrennen.

Auch interessant:  Erster Flug im neuen Jahr: SpaceX bringt Geheimsatelliten auf Umlaufbahn

Quellen wie TechCrunch und Ars Technica berichteten, dass die Nutzlast, die an der zweiten Stufe des Falcon 9 befestigt war, auf die Erde zurückfiel.

Am Montag zitierte Peter de Selding, der Herausgeber des Space Intel Report, Quellen, die ihm sagten, dass der Satellit „tot im Orbit sein könnte“, nachdem er sich von der SpaceX-Rakete getrennt hat.

Das Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen Northrop Grumman wurde von der Regierung beauftragt, den Satelliten zu bauen, der laut des Wall Street Journals Milliarden Dollar wert ist. Northrop Grumman entschied sich dann für SpaceX als Start- bzw. Transportanbieter.

Auf die Frage nach dem gemeldeten Misserfolg antwortete ein Sprecher von Northrop Grumman dem Wall Street Journal, dass sie „geheime Missionen“ nicht kommentieren könnten.

Ein SpaceX-Sprecher sagte gegenüber Selding auch, dass eine Überprüfung der Daten darauf hindeutet, dass der Falcon 9 „nominell durchgeführt“ wurde. Die Terminologie bedeutet in der Regel, dass die Triebwerke und Navigationssysteme der Rakete störungsfrei arbeiten, was darauf hindeutet, dass der Satellit nach der Trennung von der zweiten Stufe versagt hat. Es gibt jedoch keine offizielle Bestätigung, dass der Start überhaupt fehlgeschlagen ist.

Selding fügte hinzu, dass es eine „lange Geschichte“ von Startanbietern und Satellitenbauern gibt, die sich darüber streiten, wer während der Trennung einen Fehler verursacht hat.

Der Start von Zuma war ursprünglich für Mitte November geplant, aber SpaceX hat den Starttermin verschoben, damit das Unternehmen Daten aus einem früheren Nutzlasttest, den es für einen anderen Partner durchgeführt hat, studieren konnte.

SpaceX hat in der Vergangenheit zwei Starts durchgeführt, die die „nationale Sicherheit“ betreffen. Im Mai 2017 entsandte sie einen Satelliten vom Nationalen Aufklärungsbüro und im September startete sie ein robotergestütztes Raumflugzeug X-37B für die US-Luftwaffe. Zuma wurde von einem unbekannten Zweig der US-Regierung finanziert und seine Nutzlast ist geheim.

Die gescheiterte Mission könnte verheerend für SpaceX sein, das im Wettbewerb um Regierungsstarts von United Launch Alliance steht, einem bestehenden Startanbieter, der gemeinsam von Boeing und Lockheed Martin betrieben wird.

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