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WikiLeaks: Bombardierter Tunnel in Afghanistan zuvor “von der CIA errichtet”

in Geopolitik/Welt von

WikiLeaks postete seinen “von der CIA errichtet”-Tweet am 14. April, nachdem das Militär der Vereinigten Staaten die “Mutter aller Bomben” (‘MOAB’) auf einem Netzwerk von Tunnels und einem unteririschen Höhlen-Komplex in Afghanistan abgeworfen hatte.

“Die Tunnel, welche die USA in Afghanistan bombardieren? Sie wurden von der CIA errichtet.”

WikiLeaks postete seinen “von der CIA errichtet”-Tweet am 14. April, nachdem das Militär der Vereinigten Staaten die “Mutter aller Bomben” (‘MOAB’) auf einem Netzwerk von Tunnels und einem unteririschen Höhlen-Komplex in Afghanistan abgeworfen hatte.

Diese größte und leistungsfähigste jemals vom US-Militär eingesetzte nicht-nukleare Bombe kostet anscheinend 170.000 Dollar pro MOAB-Einheit, im Gegensatz zu den ersten Berichten, in denen von (weitgehend bestrittenen) 16 Millionen Dollar die Rede war – jedoch bedürfen jegliche Zahlen immer noch der Bestätigung durch die US Air Force. Das Ergebnis des Bombenabwurfs – welcher etwa 600 bis 800 Terroristen in der Anlage galt – ist laut dem afghanischen Verteidigungsministeriums der Tod von 90 bis 100 ISIS-Kämpfern.

Jenseits der Zahlen, ist die Ironie der Bombardierung eines “durch die CIA errichteten Tunnels” jedenfalls WikiLeaks oder Edward Snowden nicht entgangen. NSA Whistleblower Snowden tweeted “Diese Mujahedeen Tunnel-Netzwerke, die wir in Afghanistan bombardieren? Wir haben sie bezahlt. ”

 

Der im Tweet enthaltene Link zu einem Artikel der New York Times von September 2005 enthält die ausführliche Beschreibung eines ähnlichen Höhlenkomplexes. Bei dem “Tora Bora”-Komplex handelte es sich um “Meilen von Tunneln, Bunkern und Basislagern, die tief in die steilen Felswände hinein gegraben worden waren.” Die “befestigten Höhlen” waren von der CIA “für die Mujahedeen” errichtet und finanziert sowie mit Hilfe von Osama Bin Ladens Familie gebaut worden

“Bin Laden hatte Dutzende von Bulldozern und anderes schweres Gerät aus dem Baufirmen-Imperium seines Vaters eingeflogen, der saudischen Binladin-Gruppe, eine der florierendsten Baufirmen in Saudi-Arabien und im ganzen Persischen Golf”, berichtete der New York Times-Artikel.

Der US-Geheimdienst hatte den Mudschaheddin diesen sicherer Zufluchtsort verschafft. Als ihr Hauptquartier eingerichtet, bekämpften und besiegten die afghanischen Rebellen von dort aus die Russen im Afghanistan-Krieg. Bis zum Jahr 2001 war der Tora Bora Höhlenkomplex gar mit einer eigenen Lüftungsanlage und Wasserkraft-Generatoren ausgestattet worden. Osama bin Laden, so berichtete die New York Times, hatte das Höhlensystem verfeinert und bis zu “350 Yards in den Granitberg hinein” erweitert.

Nach den Attentaten des 11. September hatte Osama bin Laden Unterschlupf in Tora Bora genommen. Zu dieser Zeit, befehligte Brigadegeneral James Mattis 4.000 Marinesoldaten in Afghanistan – mittlerweile ist er US-Verteidigungsminister – und forderte die Erlaubnis zum Angreifen, der Höhlen an. “Mattis, zusammen mit einem anderen Offizier, mit dem die New York Times sprach, war überzeugt, dass er mit diesem Aufgebot Bin Ladens Versteck umgeben und abriegeln konnte,” so berichtet die Zeitung, “[Mattis] sprach sich stark dafür aus, dass er Befugnis erhalten sollte, zu den Höhlen von Tora Bora vorzurücken,” aber sein Antrag wurde eine Woche später abgelehnt.

Die Ablehnung dieses Antrags war ein großer Fehler seitens der Bush-Administration. Es war ein Ort, von dem man wusste, dass Bin Laden sich dort aufhielt, der Ende 2001 aus den Höhlen entkam.

“Ein amerikanischer Geheimdienstbeamter sagte gegenüber der Zeitung, die Bush-Regierung sei später selbst zu dem Schluss gekommen, dass die Ablehnung des miltärischen Zentralkommandos, die Soldaten zu entsenden – zusammen mit ihrem Versagen, überhaupt US-Bodenstreitkräfte in Afghanistan einzusetzen – der schwerste Fehler dieses Krieges war.”

Die WikiLeaks / Snowden Tweets zeigen die ganze Ironie und rufen der Öffentlichkeit in Erinnerung, was US-Geheimdienste alles finanzieren, das Chaos, welches sie hinterlassen und dann andere bereinigen müssen, und die Rolle des militärisch-industriellen Komplexes. Obwohl es sich bei den unlängst bombardierten Höhlen möglichwerweise nicht um das vom CIA errichtete Tora Bora-Tunnelsystem handelt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit diesen verbunden sind, doch äußerst hoch.

Die MOAB traf vielleicht nicht den Tora Bora-Komplex. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass mehreren Medienunternehmen zufolge das getroffene Ziel einige Meilen von dem berüchtigten Höhlenkomplex entfernt liegt. Laut dem Guardian war das Ziel der MOAB im Achin Bezirk der Nangarhar Provinz, etwa 12 Meilen von Tora Bora entfernt.

Die Einheimischen, die in dem nahe gelegenen Dorf namens Shadel wohnen, sagen, dass Achin auch nach der MOAB-Bombardierung immer noch nicht sicher ist. Ein 30-jähriger Krieg bringt weiterhin Verwüstung in die Gegend und über die dort lebenden Einheimischen. Ein Kommandierender sagte gegenüber dem Guardian  dass die Aufständischen immer noch die Herrschaft innehaben.

“Jeder, der noch hier ist und nicht zu ISIS gehört, ist Taliban.”

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von   AnonHQ.com  http://anonhq.com/wikileaks-bombed-afghanistan-tunnels-built-by-the-cia/


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CIA ist wild entschlossen, Syrien wegen Öl-Interessen zu zerstören – freigegebenes Dokument verrät es

in Geopolitik/Welt von

Ein mittlerweile freigegebenes CIA-Dokument von 1983 zeigt die wirklichen Gründe für die Destabilisierung von Syrien, und wie “die USA den Druck gegen Assad stark eskalieren sollten, indem sie verdeckt gleichzeitige militärische Bedrohungen gegen Syrien von drei angrenzenden Syrien feindlich gesinnten Staaten aus organisieren: Irak, Israel und die Türkei.

Am 11. April hat das saudische Regime sich wieder durch fortgesetzten Einsatz von Chemiewaffen gegen Zivilisten hervorgetan – mit Unterstützung der von den USA geführten Koalition. > (Achtung: unseren Artikel zitieren)  Im Kontext des Angriffes auf Syrien wurde ein jahrzehntealtes Komplott zum Sturz der syrischen Regierung durch Krieg unlängst enthüllt, nachdem WikiLeaks die Aufmerksamkeit auf ein freigegebenes CIA-Dokument aus dem Jahre 1983 gelenkt hat.

Während Saudi-Arabien eine lange Geschichte von Menschenrechtsverletzungen aufweist und die USA eine unerschütterliche Fähigkeit haben, vor den Gräueltaten der Saudis die Augen zu verschließen, scheint das Assad-Regime – obschon eine Verbindung zu jüngsten Chemiewaffenangriffen nicht bewiesen ist – das Ziel eines US-Militärangriffs zu sein.

Ein Tatort auf internationaler Verbrechensbene, der untersucht werden sollte – um die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen -, ist sehr schnell durch Tomahawk-Raketen zerstört worden. Was von dem Lager übrig geblieben war, das angeblich Chemikalien wie Sarin enthielt, wurde bei den vom US-Militär angezettelten Bränden und Explosionen völlig vernichtet. Dies macht eine schlüssige Untersuchung nahezu unmöglich.

Die CIA-Dokumente von 1983, verfasst vom ehemaligen CIA-Offizier Graham Fuller, betonen den anhaltenden Angriff gegen das Assad-Regime. In den 1970er Jahren, als der Vater des gegenwärtigen syrischen Präsidenten Bashir al-Assad das Amt innehielt, begann die CIA damit, plausible Möglichkeiten zu untersuchen, um die syrische Regierung zu stürzen. Die CIA skizzierte mögliche Verbündete – darunter Saddam Hussein und Iran -, um im Nahen Osten Spannungen wegen geopolitischer Pipelines zu schaffen.

Im zusammenfassenden Überblick des Berichts auf Seite 1 skizziert die CIA die Notwendigkeit, Krieg zu etablieren im “Interesse der USA” in der Region. Die Diskussion weist auf die Pipeline hin, die durch den Irak läuft, und wie Syrien eine Herausforderung für “die US-Interessen im Libanon und im Golf” darstellt. In der Zusammenfassung des Dokuments heißt es ganz offen:

“Die USA sollten erwägen, den Druck gegen Assad stark zu eskalieren, indem sie verdeckt gleichzeitige militärische Bedrohungen gegen Syrien von drei angrenzenden Syrien feindlich gesinnten Staaten aus organisieren: Irak, Israel und die Türkei.”

Die Argumentation hinter einem solchen “Arrangement” war nach den eigenen Worten der CIA das “alleinige Ziel der Öffnung der Pipeline.”

Von diesem Punkt aus fährt das Dokument damit fort, zu behandlen, wie man eine solche Tätigkeit anlegt, und die Vorteile den Konsequenzen und möglichen Reaktionen der Nationen, die am Konflikt teilnehmen sollten, gegenüberzustellen

“Saddam Hussein”, so heißt es in dem Dokument, “kämpft um sein Überleben. Es ist nur die irakische Furcht vor einem zermürbenden Wirtschaftskrieg, der den Irak dazu veranlaßt hat, die äußerst riskante Möglichkeit der Internationalisierung des Krieges im Golf in Betracht zu ziehen, was möglicherweise zu einem Ende der Schifffahrt dort führt.”

Die Freigabe des Dokuments mit dem Titel ‘Wirkliche Muskeln zeigen gegenüber Syrien‘ zeigt die Arroganz einer Abteilung, die sich nicht scheut, auch mit dem Teufel zusammenzugehen. Nach der fortgesetzten antisyrischen Propaganda über drei Jahrzehnte hinweg scheinen die USA endlich – zumindest – einen kleinen Teil der Schlacht gewonnen zu haben.

Nach der Rhetorik des Dokuments zwischen den Zeilen war ein Mittel, um die Region zu destabilisieren, Israel zu schützen, eine stark dastehende Nation (Syrien) zu stürzen, und dem Westen seine Gelüste nach fossilen Brennstoffen zu erfüllen:

“Syrien steht weiterhin zwei der wichtigsten US-Interessen im Nahen Osten im Wege.

  • Die syrische Weigerung, seine Truppen aus dem Libanon zurückzuziehen, stellt die israelische Besetzung im Süden sicher.
  • Die syrische Schließung der irakischen Pipeline war ein wichtiger Faktor, um den Irak finanziell auf die Knie zu bringen und ihn in eine gefährliche Internationalisierung des Krieges im Golf zu treiben.”

Das Dokument beschreibt, wie diplomatische Anstrengungen mit dem Assad-Regime sehr wenig ergeben haben. Und wie das Imperium der Vereinigten Staaten seine Geduld verlor.

Fuller legte dar, dass der praktischste Schritt vorwärts sei, Syrien als eine böse Nation darzustellen und Assad in die Ecke zu zwingen, indem man den Groll benachbarter Länder manipuliere:

“Israel würde gleichzeitig die Spannungen an Syriens Libanon-Front erhöhen, ohne tatsächlich einen Krieg zu beginnen. Die Türkei, die über die syrische Unterstützung für den armenischen Terrorismus verärgert war, sowie für die irakischen Kurden in den Grenzgebieten der Türkei und für die türkischen Terroristen, die aus Nord-Syrien heraus operierten, hatte zuvor bereits oftmals einseitige militärische Operationen gegen Terroristenlager im Norden Syriens in Erwägung gezogen. Nahezu alle arabischen Staaten würden Sympathie für den Irak aufbringen. Konfrontiert mit drei kriegführenden Fronten, würde Assad wahrscheinlich gezwungen sein, seine Politik der Schließung der Pipeline aufgeben.”

Nur wenige Monate nach dem Bericht von Fuller, am 23. Oktober 1983, verursachte ein Selbstmord-Lkw mit Sprengstoffen den Tod von 241 US-Militärbediensteten in einer Marine-Kaserne am Beirut-Flughafen im neutralen Libanon. Ein gleichzeitiger Angriff in einigen Kilometern Entfernung tötete 58 französische Soldaten, und zwei Wochen später tötete ein Angriff gegen das israelische Militärhauptquartier in Tyre 60 Menschen.

Im Jahr 2012 schrieb der Politikwissenschaftler Micah Zenko ‘When America Attacked Syria’ (‘Als Amerika Syrien angriff’). Er erinnert sich an die Explosionen als Vorläufer für öffentliche Beschuldigung Syriens. Zenko schrieb:

“Laut einer Pentagon-Kommission, welche den Angriff untersuchen sollte, “kam es einem kriegerischen Akt gleich, das Medium des Terrorismus zu verwenden”. Innerhalb von Wochen stellte die CIA fest, dass “die Bombenanschläge … auf Hauptquartiere der Vereinigten Staaten und Frankreichs von Shia-Radikalen verübt worden seien, die von Syrien und Iran bewaffnet, geschult und geleitet wurden.”

Ähnlich wurden in den vergangenen Wochen chemische Angriffe mit Syriens Assad in Verbindung gebracht – ohne jegliche Untersuchung, und lediglich auf “Glauben” basierend. Ein öffentlicher Aufschrei folgte sogleich dem Hype der Massenmedien, obschon Syrien und Russland heftig in Abrede stellten, dass der Angriff etwa von der syrischen Regierung autorisiert worden sei.

Für Assad wäre es nicht logisch, einen Chemiewaffeneinsatz anzuordnen, da es eine Art von Selbst-Sabotage für ihn wäre. Um eine “solch geringe” Zahl an Menschen zu töten wie bei dem Agriff ums Leben gekommen sind, hätte Assad nur Bodentruppen-Soldaten gebraucht.

Es drängt sich auch die Frage auf, weshalb Assad einen Chemiewaffen-Angriff ausführen würde, nachdem Trump angekündigt hatte, er werde Assad dann fallenlassen. Warum sollte er eine US-Intervention riskieren?

Wie der Bericht von 1983 zeigt, haben die Vereinigten Staaten es seit mehr als drei Jahrzehnten auf Syrien abgesehen. Im Jahr 2013 erklärte die UNO, dass es genügend Hinweise darauf gebe, dass die syrischen Rebellen (mit Unterstützung der USA) für den Chemiewaffen-Angriff verantwortlich seien. Der Beweis wurde nun in diesem Jahr zerstört, bevor eine Untersuchung durchgeführt wurde. Diese Politik setzt sich anscheinend unvermindert fort, und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass sich die aktuelle Situation von den früheren unterscheidet.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/cia-hell-bent-destroying-syria-oil-declassified-document-reveals/

 

Verwandter Artikel:

Wieso erwähnt eigentlich keiner die von den USA unterstützten Chemiewaffen-Angriffe des saudischen Regimes

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Historikerin entdeckt Hinweis auf menschliche Überreste von über 800 Babys in Massengrab eines katholischen Entbindungsheims in Irland

in Kriminalität/Welt von

Es ist erfrischend zu wissen, dass es immer noch gute Leute da draußen gibt, die großartige Dinge tun. Dieser schreckliche Vorfall wäre gewiss weiterhin vertuscht geblieben, gäbe es da nicht die Beharrlichkeit der Historikerin Catherine Corless, welche die Wahrheit ausfindig gemacht hat.

Ermittler in der Republik Irland haben ein Massengrab mit den Überresten von mehr als 800 Babys auf dem Gelände eines ehemaligen von der katholischen Kirche betriebenen Entbindungsheims entdeckt. Die Entdeckung hat viele Anwohner geschockt.

Die Entdeckung wurde in der Stadt Tuam, Grafschaft Galway, im März 2017 gemacht. Berichten zufolge war das ‘Bon Secours Mutter und Baby Haus’  einstmals ein Entbindungshaus und Heim für unverheiratete Mütter und ihre Kinder. Es war in der Stadt zwischen 1925 und 1961 in Betrieb. Das Haus gehörte zu einem katholischen religiösen Nonnen-Orden.

Quellen besagen, dass als das Haus im Jahr 1925 seinen Betrieb begann, unverheiratete alleinstehende Frauen, die schwanger wurden, mit Gewalt dorthin geschickt wurden, um in der Einrichtung zu gebären. Ihnen wurde demnach verweigert, ins Krankenhaus zu gehen oder zu Hause zu gebären. Man sagte, dass die Nonnen in dem Heim ausgebildete Krankenschwestern und Hebammen waren, die sich um diese Mütter kümmerten, die von der sozialen Stigmatisierung in dieser Zeit betroffen waren.

Im Jahre 1927 wurde der Einrichtung eine Mutterschaftsstation hinzugefügt, damit die Mütter von den öffentlichen Stationen getrennt werden konnten. Mütter, die in Haus aufgenommen wurden, mussten für mindestens ein Jahr bleiben, um unbezahlte Arbeit für die Nonnen zu leisten. Dies war wahrscheinlich, um die Kosten für ihren Unterhalt auszugleichen. Diese Mütter wurden auch von ihren Kindern getrennt. Die Babys blieben getrennt im Haus und wurden von den Nonnen aufgezogen, bis sie adoptiert werden konnten. Die Adoptionen wurden ohne Zustimmung der Mütter arrangiert.

Eine Untersuchung im Jahre 2015 durch die Tageszeitung Irish Examiner ergab, dass die irische Gesundheitsbehörde bereits im Jahr 2012 Bedenken dahingehend geäußert hatte, dass insgesamt bis zu tausend Kinder aus dem Heim heraus in die Vereinigten “gehandelt” worden sein könnten. Das Medienunternehmen enthüllte, dass die Gesundheitsbehörde empfohlen hatte, den damaligen Gesundheitsminister zu informieren, so dass eine vollumfängliche forensische Untersuchung und staatliche Ermittlungen gestartet werden könnten.

Aber noch bevor der Examiner seine Untersuchung über das Heim begann, hatte die Historikerin Catherine Corless bereits früher festgestellt, dass viele Babys und Kinder dort gestorben und wahllos in einem Massengrab begraben worden sein. Catherine soll das entdeckt haben, nachdem sie Todeszertifikate für über 800 Kindern gefunden hatte, die in der Einrichtung Einwohner waren, aber Beerdigungsaufzeichnungen nur für zwei von ihnen. Catherine war also überzeugt, dass während der Betriebszeit des Hauses etwas Unrechtes geschehen war.

Im Rahmen des geltenden irischen Gesetzes zur Informationsfreiheit beantragte Catherine, die Aufzeichnungen der Verwaltung der Grafschaft Galway über das Heim von 1925 bis 1961 einzusehen. Das wurde abgelehnt. Man gab ihr vielmehr Dokumente aus den 1970er Jahren, mit einem offiziellen Plan des Heims. Mit Hilfe der Karte führte Catherine ein Team von Ermittlern, um das Grundstück zu untersuchen und es für Ausgrabungsarbeiten vorzubereiten. Der Beweis war überwältigend.

Die irische Regierung bildete im Jahr 2014 eine Kommission, um die Ausgrabungen auf dem Grundstück zu handhaben. Das Ausgrabunngsprojekt enthüllte eine unterirdische Struktur, die in 20 Kammern unterteilt war, welche zahlreiche menschliche Überreste enthielten.

Nach Angaben der für die Ausgrabung verantwortlicen Kommission zeigte die Analyse einiger ausgewählter Überreste, dass das jeweilige Alter der Verstorbenen zwischen 35 Wochen bis zu drei Jahren lag. Die Kommission zeigte auf, dass die Leichen überwiegend in den 1950er Jahren überwiegend begraben worden waren, kurz bevor das Haus 1961 geschlossen wurde.

Nach dieser vernichtenden Enthüllung sagte Catharine, dass nach ihrer Ansicht die Aufseher des Heims wohl nichts Falsches in ihrem Handeln gesehen hatten. Sie holte auch gegen die Regierung aus, weil diese ihr nicht die nötige Hilfe gab, als sie anfing, den Vorfall zu untersuchen.

“Sie haben offensichtlich nicht die Wichtigkeit erkannt. Da ist ein Bereich, der quer über die Karte hinweg als ‘Gräberfeld’ gekennzeichnet ist. Zuerst wurden die Häuser gebaut, um diesen Bereich herum. Schließlich wurde ein Spielplatz auf einem Teil des Gräberfeldes selbst gebaut”, sagte sie.

Der Kommissar der Regierung für Kinder, Katherine Zappone, sagte, die Entdeckungen seien traurig und beunruhigend, und sie versprach, dass man sich mit den Familien der Kinder über die Bereitstellung von ordentlichen Bestattungen und anderen Denkmälern beraten werde, um sie zu ehren.

“Wir werden ihr Gedächtnis ehren und dafür sorgen, dass wir jetzt die richtigen Maßnahmen  ergreifen, um ihre Überreste angemessen zu behandeln”, sagte Zappone.

Die Untersuchung der Kommission über das Thema ist noch nicht abgeschlossen. Die Bewohner erhoben die Frage, warum die Sterblichkeitsrate bei Kindern so hoch sein könnte. Manche vermuten inkorrekte oder gar ungesetzliche Machenschaften in den 1950er Jahren.

Die Bewohner von Tuam wollen unbedingt die Wahrheit erfahren. Sie haben eine Untersuchung des Grove Hospital der Stadt gefordert, das ebenfalls durch den Bon Secours Orden geführt wurde. Eine Reihe von Leuten behaupten, dass ihre Kinder oder Geschwister auf dem Gelände begraben wurden seit den 1950er Jahren bis in die späten 1970er Jahre hinein.

Der Verwaltung der Grafschaft Galway hat positiv auf das Verlangen reagiert. Sie hat festgelegt, dass ein Archäologe die Aushubarbeiten auf dem Gelände überwachen muss, um etwaige Überreste zu bewahren, die dort begraben sein können. Beobachter sagen, dass wahrscheinlich noch mehr Körper entdeckt werden, was zu einer weiteren Untersuchung führen würde, um die ganze Wahrheit über dieses schreckliche Geheimnis herauszufinden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com http://anonhq.com/historian-pushes-discover-800-remains-babies-mass-grave-catholic-maternity-home-ireland/


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TTIP ist zurück: US-Regierung will Freihandel mit der EU

in Welt von

Von deutsche-wirtschafts-nachrichten

Die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP stehen möglicherweise vor ihrer Wiederaufnahme: Der Sprecher der Republikaner im US-Kongress, Paul Ryan, sagte in einem Vortrag beim Think Tank Policy Exchange, dass die US-Regierung Freihandelsabkommen nicht ablehnt:

„Wir wollen nicht, dass China die Regeln der Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts schreibt. Wir wollen das übernehmen. Wir wollen faire Bedingungen für unsere Geschäfte. Und ja, wir wollen Freihandelsdeals. Aber sie müssen intelligente Handelsgeschäfte sein. Sie müssen den Arbeitnehmern helfen und die Löhne erhöhen. Sie müssen hochbezahlte, nachhaltige Arbeitsplätze schaffen. Die gute Nachricht ist, dass diese genau die Art von Arbeitsplätzen sind, die Sie von klaren Freihandelsabkommen erhalten. Und wir müssen die Instrumente weiter schärfen, um unfaire Handelspraktiken zu bekämpfen.“

Im Hinblick auf den EU-Austritt der Briten sagte Ryan:

„Nach der Auslösung von Artikel 50 werden das Vereinigte Königreich und die EU im Laufe der Verhandlungen den besten Weg finden. Wir wollen, dass die Parteien zusammenkommen und eine dauerhafte Vereinbarung treffen. Eine starke britische EU-Beziehung ist in allen unseren besten Interessen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump am 17.03.2017 in Washington im Weißen Haus. (Foto: dpa)

Zum TTIP sagte Ryan:

„In diesem Zusammenhang werden die Vereinigten Staaten weiterhin eng mit unseren EU-Freunden zusammenarbeiten und einen Weg vorwärts auf TTIP-Verhandlungen entwerfen. In meiner früheren Aufgabe als Vorsitzender des Ways and Means Ausschusses war dies immer meine oberste Priorität. Gleichzeitig fühlen wir uns verpflichtet, mit Präsident Trump und Ihrer Regierung zusammenzuarbeiten, um ein bilaterales Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien zu erreichen.

Das ist eine der überparteiliche Botschaften, die ich mitgebracht habe – von Demokraten und Republikanern – , dass die Vereinigten Staaten bereit sind, so bald wie möglich ein neues Handelsabkommen mit Großbritannien zu schließen, damit wir das große Potential zwischen unseren Leuten weiter erschließen können.“

Die Times of London schriebt, dass Ryan damit den „bisher deutlichsten Hinweis gegeben habe, dass TTIP eine Auferstehung erleben könnte“. Ryans Wort hat Gewicht, weil US-Präsident Donald Trump allein nicht starkt genug sein dürfte, um sich einem Freihandelsabkommen mit der EU zu verweigern – wenn es die Republikaner wirklich wollen. Wie bei Großbritannien ist auch beim TTIP zu erwartet, dass die Republikaner die Unterstützung von einigen Demokraten bekommen werden. Zahlreiche Abgeordnete aus beiden Parteien sind vor allem Lobbyisten und als solche jenen verpflichtet, die Handelsinteressen haben.

Die Times berichtet außerdem, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel US-Präsident Donald Trump überzeugt habe, dem TTTIP zuzustimmen. Allerdings ist hier bei den Quellen der Times eine gewisse Vorsicht angebracht. Die Times-Erzählung ist byzantinisch ausgeschmückt, dass man sie nur schwer glauben kann. Reuters übernimmt den Bericht und referiert aus der Times:

„Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Trump davon überzeugt, dass ein Abkommen mit der EU leichter zu erreichen sei, als dieser bislang angenommen habe.
Trump habe Merkel zehn Mal gefragt, ob die USA ein bilaterales Handelsabkommen mit Deutschland schließen könnten, zitierte die Zeitung einen nicht näher genannten ranghohen deutschen Politiker. Jedes Mal habe Merkel geantwortet, ein solches Handelsabkommen könne nur mit der EU vereinbart werden. ,Bei der elften Ablehnung hat Trump schließlich kapiert: ,Oh, dann machen wir eben mit Europa einen Vertrag‘‘, wird der Politiker zitiert.“

Die Times berichtet, dass EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in der kommenden Woche US-Handelssekretär Wilbur Ross und andere Offizielle der US-Regierung besuchen werde. Die Times spekuliert, dass die EU den Eindruck verhindern will, besonders heiß auf das Abkommen zu sein. Dies würde die Verhandlungsposition der EU schwächen. Allerdings soll die „wirtschaftliche und strategische Grundlage“ für einen Deal diskutiert werden, wenn die Amerikaner dazu bereit sind.

Die Times:

„Vor der Präsidentschaftswahl des vergangenen Jahres hatten die EU und die USA mit dem TTIP-Deal Fortschritte gemacht, aber die Absicht von Trump, multilaterale Abkommen zu verwerfen, schien das Ende von TTIP zu signalisieren. Allerdings haben sechs derzeitige und ehemalige Handelsbeamte aus den USA, Großbritannien und der EU gesondert gesagt, dass das Weiße Haus seine Position bei der Ablehnung eines Freihandelsabkommens mit der EU gemildert habe, seit Trump das Amt übernommen hat. Von den sechs glaubte allerdings nur einer, dass die TTIP-Gespräche wieder aufgenommen würden, während fünf unsicher waren, ob der Deal wieder aufgenommen oder ein neuer vorgeschlagen würde.“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte bei einem Treffen der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländern in Washington, er sehe Anzeichen für eine Entspannung im Streit mit der neuen US-Regierung über Abschottung und Freihandel. In der Tendenz hätten sich die Fronten gegenüber dem letzten Treffen der G20-Gruppe gelockert, sagte Schäuble am Freitag in Washington. Er glaube daher, dass man das Problem beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg „einer unkonfrontativen Lösung“ zuführen könne.

Die bisherige politische Praxis der Trump-Regierung würde dafür sprechen, dass die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Denn Trump hat in den wichtigsten politischen Positionen seine Meinung stets geändert. Im Fall des TTIP wäre eine solche taktische Kehrtwende durchaus nachvollziehbar, weil sich die Amerikaner davon eine stärkere Verhandlungsposition erhoffen.

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Der aufmüpfige philippinische Präsident hat die USA dazu herausgefordert, ihn von der CIA ermorden zu lassen

in Politik/Welt von

Philippinen – Im Angesicht der ohnehin schon gespannten Beziehungen mit den Vereinigten Staaten hat der umstrittene philippinische Präsident Rodrigo Duterte im Oktober letzten Jahres sogar noch die C.I.A. dazu herausgefordert, ihn aus seinem Amt zu entfernen. Er sprach diese Herausforderung zu einem Zeitpunkt in seiner Heimatstadt aus, als er gerade die ersten 100 Tage in seinem Amt regiert hatte.

„Ihr wollt mich loswerden?“, fragte Duterte in der südlichen Stadt Davao, wie Channel News Asia berichtete. „Ihr wollt die CIA dafür benutzen? Macht nur.“

Der gewaltsame Feldzug gegen Drogenmissbrauch hatte zu erheblichen Ausbrüchen von Gewalt geführt. Als eine Folge der drastischen Maßnahmen sind bislang mehr als 1.500 Tote verzeichnet, die bei Polizeieinsätzen ums Leben gekommen sind, sowie knapp 2.000 Todesfälle unter ungeklärten Umständen.

Aber die Herausforderung galt nicht allein für die Vereinigten Staaten. Laut Channel NewsAsia, richtete sich Duterte damit auch an diejenigen in seinem eigenen Land, die mit dem Gedanken spielen, sich gegen seine Autorität aufzulehnen. „Tut euch keinen Zwang an. Mir ist das scheißegal“, behauptete er.

„Ich soll vertrieben werden? Gut. Es gehört zu meinem Schicksal (wenn das passiert). Das Schicksal umfasst so viele Dinge. Wenn ich sterbe, dann ist das Teil meines Schicksals. Präsidenten werden ermordet.“

Ganz deutlich wurde jedoch, dass die Kritiker aus dem Westen das erste Ziel der Attacke des Präsidenten waren. Belege dafür wurden in seinen Anmerkungen deutlich, in denen er Bezug auf die Intelligenz seiner Gegner nahm – oder vielmehr das Fehlen ebendieser. Er beschrieb, wie er darauf vorbereitet sein würde mit Gegenfragen zu kontern, sollt er jemals von westlichen Behörden verhört werden. In seiner üblichen aufwiegelnden Art sagte Duterte:

„Wenn sie nicht antworten können – Hurensohn, geh nach Hause, du Tier. Ich zertrete dich. Leg dich nicht mit mir an. Es kann nicht sein, dass sie intelligenter sind als ich, das könnt ihr mir glauben.“

Was die USA angeht: Es könnte letzten Endes nur eine marginale Rolle spielen, wie das Land die Praktiken des neuen philippinischen Präsidenten beurteilt; insbesondere, wenn man bedenkt, dass Duterte kurz zuvor den Wunsch signalisiert hatte, sich von der westlichen Abhängigkeit zu entfernen und die Beziehungen zu China weiter auszubauen.

An dem dieser Rede vorangegangenen Donnerstag hatte Reuters zudem von „der machtvollsten Zurschaustellung von Zustimmung mit Präsident Rodrigo Dutertes anti-amerikanischer Haltung durch einen Top-Regierungsbeamten“ berichtet. Dabei hatte der philippinische Sekretär für Auswärtige Angelegenheiten in einem Facebook-Post geschrieben, Duterte werde „alles daran setzen“ die Auslandspolitik seines Landes „neu zu ordnen“ und aus den „Fesseln der Abhängigkeit“ von den Vereinigten Staaten zu befreien.

„Es ist zwingend notwendig geworden, dass wir die Philippinen aus den Fesseln der Abhängigkeit befreien, um sowohl die inneren als auch die auswärtigen Bedrohungen der Sicherheit nachhaltig zu bekämpfen und die untergeordnete Stellung unserer Nation im Verhältnis zu den Interessen der Vereinigten Staaten zu beenden“, hatte der Sekretär für Auswärtige Angelegenheiten Perfecto Yasay geschrieben.

Mitte September hatte der Underground Reporter Kommentare von Präsident Duterte analysiert, in denen dieser behauptet hatte, dass obwohl er „kein Zerwürfnis mit Amerika“ wolle, dennoch alle US-amerikanischen Streitkräfte in der südlichen Region der Philippinen „weg müssen“.

In Reaktion auf diese Kommentare hatte der Analyst Dr. Joseph Chang spekuliert, dass Duterte nicht nur die philippinische Abhängigkeit von US-amerikanischer Hilfe reduzieren wolle. Vielmehr ging er davon aus, dass Duterte auch darauf abzielen könnte, „die Handelsverbindungen mit Beijing zu verbessern“ und sogar „ausländische Hilfe aus Beijing für die Philippinen anziehen“ könnte.

Seit diesem Zeitpunkt wird immer deutlicher, was genau Duterte sich vorstellt. Der Präsident möchte jetzt nicht nur Allianzen mit Russland und China eingehen. Er hat sogar vor, sein Land komplett von der militärischen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten loszulösen.

„Ich weise die Vereinigten Staaten darauf hin, dass dies die letzte Militärübung sein wird“, sagte der Präsident. „Die letzte gemeinsame der Philippinen und der Vereinigten Staaten.“

Der aufmüpfige philippinische Präsident hat die USA dazu herausgefordert, ihn von der CIA ermorden zu lassen. Von James Holbrooks für theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Vatikan von Anschuldigungen über Sexorgien, Prostitution und Homosexuellenpornos angeschlagen

in Welt von

Sexuelles Fehlverhalten hochrangiger Priester der Römisch-katholischen Kirche ist keine Neuerscheinung. Es ist eine lange Tradition innerhalb der Kirche, die eine Reihe aufeinander folgender Päpste zu bekämpfen versucht haben, aber ohne Erfolg.

In Italien, wo sich der Sitz des Vatikan befindet, wurde die Kirche von neuen belastenden Anschuldigungen getroffen. Die Anschuldigungen habe ein derartiges Ausmaß erreicht, dass Papst Franziskus interveniert ist, um Disziplinarmaßnahmen gegen die Schuldigen zu ergreifen.

Viele katholische Priester im ganzen Land wurden beschuldigt, bei Sexorgien, Homosexuellenpornos und Prostitution beteiligt gewesen zu sein. Laut Beobachtern, die mit dem Vatikan in engem Kontakt stehen, haben die Anschuldigungen die ganze Kirche erschüttert. Papst Franziskus soll über das Verhalten der Priester sehr beunruhigt sein.

Anfang März wurde ein Priester namens Mario D’Orlando von der Pfarrei Santa Maria degli Angeli in der südlichen Stadt Neapel suspendiert. Die Suspendierung erfolgte aufgrund von Behauptungen, dass er Homosexuellenorgien abhielt und Internetseiten benutzte, um potenzielle Partner zu rekrutieren, die er für Sex bezahlte.

Es heißt, dass eine anonyme Person in Santa Maria gegenüber Behörden enthüllte, was D’Orlando getan hatte. Als er dazu befragt wurde, hatte er anfangs die Behauptungen abgestritten. Jedoch gab er sie zu, nachdem ihm überwältigende Beweise gegen ihn vorgelegt wurden. Obwohl er suspendiert wurde, droht D’Orlando auch eine formelle Untersuchung, die von lokalen Kirchenvertretern durchgeführt wird.

Einem 48-jähriger Priester, Andrea Contin, der in der nördlichen Stadt Padua seinen Dienst in der Pfarrei San Lazzaro versieht, droht ebenfalls sowohl ein Verstoß aus dem Priesteramt als auch ein Gerichtsverfahren. Contin wurde beschuldigt, bis zu 30 Geliebte zu haben, einschließlich Männern und Frauen. Er soll sogar einige Geliebte mit in Urlaub nach Frankreich genommen haben, wo er mit ihnen wilde Sexorgien durchführte.

Im Dezember 2016 wandten sich drei Frauen an Kirchenvertreter, um Contins schmutzige Geheimnisse zu enthüllen. Eine Frau, die behauptete, drei Jahre lang Contins Geliebte gewesen zu sein, erzählte den Beamten, dass der Priester Sexspielzeug und Fesselspielausrüstung für Sexpartys mit vielen Frauen benutzte. Sie sagte, dass Contin manchmal auch andere Priester und Prostituierte einlud, um an den Sexpartys teilzunehmen. Die Beamten stellen auch Nachforschungen über die Priester an, die Contin angeblich zu seinen Sexpartys eingeladen haben soll.

Der vorsitzende Bischof in dem Gebiet, Claudio Cipolla, war auf einem Besuch in Südamerika, als die Frauen die Anschuldigungen erhoben. Er verkürzte seinen Besuch, um nach Padua zurückzukehren und sich mit dem Skandal zu befassen. Contin wurde seitdem suspendiert.

“Ich bin angesichts der Anschuldigungen ungläubig und schmerzerfüllt. Dies ist ein inakzeptbales Verhalten für einen Priester, einen Christen und sogar für einen Mann. Selbst wenn es letzten Endes bei dieser Affäre keine gesetzlichen Konsequenzen gibt, haben wird aufgrund des Kirchenrechts eine Verpflichtung, Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen”, sagte Bischof Cipolla während einer Pressekonferenz mit Verweis auf den Skandal.

Bischof Cipolla enthüllte, dass Papst Franziskus ihn persönlich anrief, um seinem Schock über das Ausmaß des Skandals Ausdruck zu verleihen, indem er ihn dringend ersuchte, standhaft zu bleiben. Er fügte hinzu, dass die Kirche entschlossen ist, alle verdorbenen Priester aus ihren Positionen zu entfernen.

Seit Papst Franziskus die Führung des Vatikans übernommen hat, ist er in Bezug auf das ethische Verhalten von Priestern in der Kirche als streng in Erscheinung getreten. Er hat bei vielen Gelegenheiten die Priester an ihre Schwächen und Makel erinnert, und an die Notwendigkeit, kontinuierlich den Glauben an Gott zu suchen.

2014 tauchten ähnliche Sexskandale, in die Priester involviert waren, in der italienischen Diözese Albenga-Imperia in der nördlichen Region Ligurien auf. Damals hieß es, dass viele Priester in dem Gebiet Nacktfotos von sich auf Homosexuellen-Websites gepostet hatten. Sie wurden auch beschuldigt, Minderjährige sexuell bedrängt und Kirchengelder gestohlen zu haben. Papst Franziskus schickte einen speziellen Gesandten, um den Skandal zu untersuchen. Nach der Untersuchung im Jahre 2016, ersetzte Papst Franzsikus den Leiter der Diözese in der Region, Bischof Mario Oliver.

Aufgrund der grassierenden sexuellen Anschuldigungen gegen Priester in der Katholischen Kirche, sagte Alberto Melloni, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Modena und Reggio Emilia, diese aktuellen Skandale seien nicht überraschend. Er sagte, dass gleichgültig wie streng die Kirche mit Priestern umgehe, diese sich weiterhin an solchen Skandalen beteiligen werden.

“Es gibt keine Sünde, die ein Kleriker nicht begeht. Skandale erscheinen mir ziemlich normal. Und ich denke, die Illusion, die Skandale durch eine bessere Auswahl des Personals zu beenden, ist nicht sehr vielversprechend und hat kaum nennenswerte Ergebnisse erzielt”, sagte er.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von anonhq.com/vatican-hit-new-widespread-sex-orgies-prostitution-gay-porn-allegations-italy/


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Texas-Gesetzenwurf will Gold und Silber als gesetzliches Zahlungsmittel etablieren – schwerer Schlag gegen die US-Notenbank

in Welt von

Falls es zur Verabschiedung kommt, würde diese neue Gesetzgebung Gold- und Silbermünzen im US-Staat Texas zum offiziellen Zahlungsmittel machen, in direkter Herausforderung zum Monopol der Notenbank, Geld herauszugeben.

Von: Claire Bernish / The Free Thought Project   Ein vor kurzem in Texas eingebrachter Gesetzentwurf versucht, das vielfach beklagte Monopol der Notenbank durch die Festlegung von Gold und Silber als gesetzlichem Zahlungsmittel zu beenden – aber die bahnbrechende Gesetzgebung, wenn sie beschlossen würde, sähe auch vor, eine Beschlagnahme dieser Edelmetalle durch staatliche Behörden zu untersagen.

Durch dieses Gesetz würden die Texaner Stabilität sichern, indem sie ihre Kaufkraft zurückerlangen – ohne den Launen der Notenbank ausgeliefert zu sein – eine Institution, die viele Beobachter als einen hinterhältigen Manipulator von Währungen und Märkten betrachten.

Senator Bob Hall legte im vergangenen Monat den Gesetzentwurf vor, der “ausdrücklich erklärt, dass bestimmte Gold- und Silbermünzen gesetzliches Zahlungsmittel sind, und jede Steuer, Gebühr, Bewertung oder Strafzahlung auf jeglichen Austausch von Währung der Notenbank (Dollar) gegen Gold oder Silber verbietet. Das vorgeschlagenen Gesetz autorisiert die Zahlung von Steuern und Gebühren in Gold und Silber unter bestimmten Umständen. Es würde auch die Beschlagnahme von Gold oder Silber durch staatliche Behörden verbieten.”

Diese Gesetzgebung würde verhindern, dass Verträge, die ausdrücklich in Silber oder Gold bezahlt werden sollen, stattdessen mit Noten der US-Notenbank bezahlt werden – wenn Sie sich damit einverstanden erklärt haben, in kostbaren Münzen zu bezahlen, können Sie dann nicht mehr die Zahlung in Dollar anbieten.

Die rechtliche Durchsetzung solcher Verträge würde ihre Verbreitung fördern – und das der Gold- und Silberprägung.

Der Währungsexperte William Greene erklärte:

“Im Laufe der Zeit, während die Bewohner des Staates sowohl Noten der Notenbank als auch Silber- und Goldmünzen verwenden, wird die Tatsache, dass die Münzen ihren Wert besser halten als Dollar der Notenbank, dazu führen, dass gutes Geld (Gold- und Silbermünzen) schlechtes Geld (nämlich dasjenige der Notenbank) verdrängen. Während dies geschieht, kann eine ganze Reihe von Ereignissen einsetzen, einschließlich reichhaltiger Einnahmen für die Staatskasse, ein Zustrom von Bankgeschäften von außerhalb des Staates – da die Menschen in anderen Staaten den Wunsch hegen, Bankgeschäfte mit “gesundem Geld” auszuführen – und ein eventueller Widerstand gegen die zwangsweise Verwendung von Geld der Notenbank für alle Transaktionen. “

Das Gesetz von Texas schreibt derzeit vor, dass alle Schulden und Steuern in Noten und Münzen der Notenbank, ausgestellt von der Schatzkammer, zu bezahlen sind – ironischerweise, unter Berücksichtigung von Artikel I, stellt Abschnitt 10 der US-Verfassung fest:

“Kein Staat soll … irgendetwas anderes als Gold- und Silbermünzen zum Zahlungsmittel zur Begleichung von Schulden machen.”

Erst im Jahre 1913, mit der Verabschiedung des Federal Reserve Act (dem Bundesgesetz über die US-Notenbank) – das erst nach einer konzertierten, verdeckten Kampagne auf das Betreiben von US-Bankmagnaten hin zustandegekommen ist – , hat das vorherige lose Hybrid-System massive Geldkontrolle in die Hände der Großbanken gegeben, bei nur geringer Aufsicht durch die Regierung. Jedoch hat das ‘Zentralbank’-System es nicht geschafft, weitere Finanzkrisen zu verhindern – und wurde zum Ausgleich sogar noch mit größerer “Würgegriff”-Kapazität und erhöhter Autorität ausgestattet.

Zudem ist deren sogenanntes Fiat-Geld (ungedecktes Geld ohne besonderen eigenen oder inneren Wert) zu einem Riesen-Problem geworden – sobald Gold den US-Dollar ab 1971 nicht mehr unterstützte, verfielfachten sich die Rechtfertigungen dafür, einfach mehr Geld zu drucken.

Wo die Öffentlichkeit keinen Einfluss auf die Wertbestimmung des Notenbank-Geldes hat, können Texaner – und alle Staaten, die ihrer Führung folgen – theoretisch die Verwendung von Dollar insgesamt meiden und stattdessen der Zahlung in Gold- und Silbermünzen den Vorzug geben.

Derzeit treffen die Beamten der US-Notenbank- eine private Institution – Entscheidungen hinter verschlossenen Türen, wo die Meinung sich leicht durch Absprachen und Korruption von dem wohlverstandenen Interesse der Öffentlichkeit, wenn nicht gar der Welt, wegbewegt.

Bemerkenswerterweise ist der wirksamste Aufpasser gegen solche Praktiken in jeder Branche – eine unabhängige Revision – noch nie von der Notenbank gefordert worden.

“Die Entwertung der Währung ist das Ergebnis der Bundespolitik und von Banker-Absprachen, und die Wirkung ist breit und tief,” erklärt die  unabhängige “Denkfabrik” ‘ Tenth Amendment Center’. “Während über Reformen oder zumindest ein Prüfung der Notenbank viele geredet wurde, ist es praktisch gewiss, dass die Bundesregierung die Macht, welche sie durch die Kontrolle des Geldsystems genießt, niemals aufgeben wird.  Das vorausgeschickt, gibt es indes praktische Schritte, die auf der staatlichen Ebene unternommen werden können, um den Gebrauch und die Akzeptanz von “gesundem Geld” zu fördern und das Währungsmonopol der US-Notenbank zu untergraben.”

Falls das Gesetz verabschiedet wird, würde Texas sich dem Kreis der Staaten hinzugesellen, die eine “gesunde” Geldpolitik einführen, indem sie Gold und Silber wieder den Status als legitime Währung verleihen, so wie diese Metalle durch die Geschichte hinweg bereits genossen haben.

Im vergangenen Juni ebnete Texas den Weg für dieses neue Gesetz durch das Einrichten eines ersten Goldlagers auf staatlicher Ebene, wo ein “Kontoinhaber einen Teil des Saldos seines Depotkontos per Scheck, Wechsel oder digitaler elektronischer Anweisung an einen anderen Depotinhaber oder an eine Person überweisen kann, die zum Zeitpunkt des Übertragungsvorganges selbst kein Depotkontoinhaber ist.”

Sollten die Gesetzgeber sich auf die Seite der finanziellen Interessen der Texaner stellen und diesen Gesetzentwurf verabschieden, würde Texas es dem Staat Utah gleichtun, wo bereits seit dem Jahr 2011 von den Vereinigten Staaten ausgegebene Gold- und Silbermünzen als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://www.trueactivist.com/texas-bill-will-establish-gold-silver-as-legal-tender-dealing-major-blow-to-federal-reserve/

 

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Machen Sie sich bereit für ein auf Gold gestützes komplottfreies globales Finanzsystem

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Erschreckende neue Studie zeigt, Menschen sind bereit, völlig Fremde zu verletzen, nur um Autorität zu gehorchen

in Welt von

Ein Staat muss, um Krieg veranstalten zu können, seine Bevölkerung davon überzeugen, dass das Töten anderer Menschen gerecht und notwendig sei. Viele verschiedene Begründungen haben sich über die Jahrtausende hinweg aufgebaut – von der Kontrolle über Ressourcen und der Ausrottung von Rassen bis hin zu “Terrorismusbekämpfung” – aber die Ermordung von Fremden erfordert einen besonderen Gehorsam gegenüber der Autorität.

Vor fünfzig Jahren führte der Psychologe Stanley Milgram das nach ihm benannte sogenannte Milgram-Experiment durch zur Messung der Bereitschaft der Studienteilnehmer, andere im Interesse des Gehorsams gegenüber der Autorität zu verletzen, und zwar auch, wenn es mit ihrem persönlichen Gewissen in Konflikt steht. Die Ergebnisse, die 1963 veröffentlicht wurden, zeigten, dass ein sehr hoher Prozentsatz der Teilnehmer bereit war, Befehle zu befolgen und schwere Verletzungen für andere zu verursachen.

Man würde denken, dass 50 Jahre später – nach den Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg, dem Schrecken von Vietnam, der plumpen Torheit der Irak-Invasion und der langen Liste brutaler Militärkreuzzüge – die Menschheit eigentlich eine größere Abneigung dagegen haben sollte, anderen auf Geheiß der Autorität Schaden zuzufügen. Aber eine Replikation des Milgram-Experiments zeigt, dass die Menschen so willig sind wie jemals zuvor, der Autorität dahingehend zu folgen, dass sie ihre Mitmenschen verletzen.

“Die Frage ist direkt, ‘Würden Sie einen Elektroschock im Jahr 2015 anwenden?’, und die Antwort ist laut den Ergebnissen dieser Replikationsstudie ‘Ja’. Sozialpsychologen der SWPS-Universität für Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften in Polen replizierten eine moderne Version des Milgram-Experiments und fanden Ergebnisse ähnlich wie bei Studien 50 Jahre zuvor…

Die Forscher rekrutierten für die Studie 80 Teilnehmer (40 Männer und 40 Frauen) im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die Teilnehmer hatten bis zu 10 Tasten zu drücken, jede für eine höhere “Schock”-Ebene. Die Ergebnisse zeigen, dass der Grad der Folgsamkeit der Teilnehmer ähnlich hoch ist wie derjenige bei der ursprünglichen Milgram-Studie.

 Sie fanden, dass 90% der Menschen bereit waren, auf das höchste Niveau in dem Experiment zu gehen.

Der Co-Autor der Studie, Tomasz Grzyb, stellte fest, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen zunächst beteuert hatten, sie würden sich “niemals so verhalten”, wie die ursprünglichen Milgram-Experimente seinerzeit gezeigt hatten, aber dennoch veranschaulicht ihre Studie “die enorme Macht der Situation, mit der die Teilnehmer konfrontiert werden und wie leicht sie etwas zustimmen, was sie eigentlich unangenehm finden.”

Gryzb kommt zu dem Schluss, dass sich die Dinge nicht wirklich verändert haben, und “eine auffällige Mehrheit der Teilnehmer ist immer noch bereit, Elektroschock gegen ein hilfloses Individuum anzuwenden.

Ergebnisse wie diese sind nicht gut für eine Welt, in der die Kriegsführung zu einem unermesslich rentablen Unternehmen geworden ist, trotz der damaligen Warnung Eisenhower’s vor einem Aufstieg des militärisch-industriellen Komplexes. Um den Fluss der Bomben und Kugeln – sowie der Gewinne – aufrechtzuerhalten, muss der Staat die Angst vor einem Feindbild pflegen. Der “Krieg gegen den Terror” ist heutzutage die Entschuldigung, um Fremde massenweise zu ermorden, des “Folgens von Befehlen” willen.

Angst vor dem Unbekannten und Aggression gegenüber Randgruppen (Rassengruppen, Minderheiten, usw.) können die Neigung zu Autoritarismus sehr stark fördern. Leider sehen wir das Potential dafür in den USA. Anderen Schaden zuzufügen, selbst wenn man dabei mit dem persönlichen Gewissen in Konflikt gerät, kann rationalisiert werden, wenn es darum geht, der Autorität zu gehorchen.

Einige der Studienteilnehmer im ersten Milgram-Experiment waren wirklich in Konflikt geraten und zeigten Anzeichen wie “Schwitzen, Zittern, Stottern, Beissen ihrer Lippen, Stöhnen, Graben ihrer Fingernägel in ihre Haut”, während sie an “schreienden Opfern” anwandten, was sie für zunehmend starke wirkliche Elektroschocks hielten.

An diesem Tag schrieb Milgram:

“Die extreme Bereitschaft der Erwachsenen, auf Befehl einer Autorität fast beliebig weit zu gehen, stellt die wesentliche Erkenntnis der Studie dar und zugleich die Tatsache, welche dringend nach einer Erklärung verlangt.

 Gewöhnliche Leute, die einfach ihrer Arbeit nachgehen und keinerlei besondere Feindseligkeit hegen, können zu Agenten in einem schrecklichen zerstörerischen Prozess werden. Darüber hinaus, selbst als die zerstörerischen Auswirkungen ihres Handelns klar werden, und man sie auffordert, Maßnahmen durchzuführen, die mit grundlegenden Standards der Moral unvereinbar sind, haben nur relativ wenige Menschen die notwendige Kraft, der Autorität zu widerstehen.

Er hat in diesem Zusammenhang zwei Theorien aufgestellt, eine des Konformismus und eine andere des ‘Staatsagenten’, wo Milgram sagte, “das Wesen des Gehorsams besteht darin, daß ein Mensch sich selbst als Instrument zur Durchführung der Wünsche eines anderen ansieht, und sich deshalb nicht mehr als verantwortlich für sein Handeln sieht. Sobald diese kritische Verschiebung der Sichtweise in einer Person aufgetreten ist, folgen alle wesentlichen Merkmale des Gehorsams.”

Jetzt, mehr denn je, müssen wir erkennen, dass die Befolgung von Befehlen keine Rechtfertigung für die Durchführung von Massenmord ist. Wir müssen die offenen und verdeckten Machenschaften des Staates in Frage stellen, namentlich in dessen Strategie, eine konforme Denkweise in der Bevölkerung zu unterhalten, wonach es gut und notwendig sei, anderen Schaden zuzufügen, um der Autorität zu gehorchen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://thefreethoughtproject.com/horrifying-study-shows-people-willing-to-hurt-complete-strangers-if-an-authority-figure-tells-them-to/

 


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Heutige Sklaven-Märkte handeln mit Flüchtlingen in Libyen

in Menschenrechte/Welt von

Was würde eine Person beim “Verkauf” auf dem Sex-Markt oder Zwangsarbeitsmarkt “erzielen”? Etwa 500 US-Dollar, laut Zentrale der Vereinten Nationen.

Al Jazeera hat über die heutigen Sklavenmärkte berichtet, wo Hunderte von Flüchtlingen und Migranten durch Libyen geschleust werden. Diese afrikanischen Flüchtlinge und Migranten werden zur Erzielung von Lösegeld oder zur Ausbeutung in den Zwangsarbeitsmärkten festgehalten.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) sagte, dass Interviews, die sie mit westafrikanischen Migranten führten, die Geschäftspraktiken und Menschen-Schmuggelzentren in Sabha, einer Stadt im Süden von Libyen, offenbart hätten. Flüchtlinge und Migranten werden anscheinend wie Waren von Parkplätzen und Garagen aus zu Preisen zwischen 200 und 500 Dollar pro Person gehandelt, je nach ihren individuellen Fähigkeiten.

“Der Verkauf von Menschen wird zu einem Trend unter den Schmugglern, da die Schmuggelnetze in Libyen immer stärker und stärker werden”, sagte Othman Belbeisi, Leiter der Libyen-Mission von IOM.

Die meisten Flüchtlinge werden auf ihrer Route nach Italien gefangen, während sie auf Boote gehen oder wenn sie nach Norden in Richtung der libyschen Mittelmeerküste ziehen.

“Was Frauen anbetrifft, so haben wir viel über schlechte Behandlung gehört, Vergewaltigung und Zwang in die Prostitution”, sagte Belbeisi. Andere, die in der Landwirtschaft und am Bau eingesetzt werden, erhalten vereinzelt Bezahlung, aber die meisten werden zur Arbeit gezwungen.

Diejenigen, die ihre Fänger nicht bezahlen können, lässt man oftmals verhungern, oder sie werden geschlagen und getötet.

Mohammed Abdiker, IOM’s Verwaltungdirektor und auch für Notfälle zuständig, bezeichnete die Situation als entsetzlich. “Was wir wissen, ist, dass Migranten, die in die Hände von Schmugglern fallen, systematischer Unterernährung, sexuellem Missbrauch und sogar Mord ausgesetzt sind”, sagte er. “Im vergangenen Jahr haben wir erfahren, dass 14 Migranten in einem einzigen Monat an einem dieser Orte gestorben sind, nur aus Krankheit und Unterernährung. Wir hören über Massengräber in der Wüste.”

Belbeisi erläuterte der BBC, dass die “Preise” für Flüchtlinge, die in die Sklaverei gezwungen wurden, nach deren Fähigkeiten festgesetzt werden. “Offenkundig haben sie kein Geld, und ihre Familien können das Lösegeld nicht bezahlen, also werden sie verkauft, um wenigstens einen minimalen Nutzen durch sie zu erzielen”, sagte er. “Der Preis ist definitiv unterschiedlich je nach ihrer Qualifikationen, zum Beispiel, wenn sie Anstreichen, Fliesen legen, oder eine spezialisierte Arbeit ausführen können, dann geht der Preis nach oben.”

UNICEF veröffentlichte im Februar einen ausführlichen Bericht zur Dokumentation des sexuellen Missbrauchs und der Sklaverei von gefährdeten Kindern, die von Libyen nach Italien reisen. Der Bericht stellte fest, dass fast 26.000 Kinder das Mittelmeer im Jahr 2016 überquerten, von denen eine erhebliche Anzahl Missbrauch erleidet. Eine tödliche Reise für Kinder: Die Migrationsroute von Nordafrika zu den Staaten Europas:

“Das Mittelmeer von Nordafrika nach Europa gehört zu den tödlichsten und gefährlichsten Flüchtlingsrouten der Welt für Kinder und Frauen”, sagte Afshan Khan, UNICEF Regionaldirektor und Sonderkoordinator für die Flüchtlings- und Reaktionskrisen in Europa. “Die Strecke wird überwiegend von Schmugglern, Menschenhändlern und anderen Menschen kontrolliert, die Jagd auf verzweifelte Kinder und Frauen machen, die einfach nur Zuflucht suchen oder ein besseres Leben. Wir brauchen sichere und legale Wege, und Maßnahmen zum Schutz von Migrationskindern, auf denen sie sicher sind und Räuber in Schach gehalten werden.”

IOM-Mitarbeiter versuchen, Flüchtlinge, die planen, diese Route für Ihre Wanderung zu nutzen, über die drohenden Gefahren aufzuklären. IOM Chef-Sprecher Leonard Doyle sagte, dass die Aufnahme von Zeugnissen von denen, die das bereits durchlaufen haben, und die Ausstrahlung über lokale FM-Radiostationen und Sozial Medien, ein Mittel sind, von dem er sich erhofft, dass die Botschaft von künftigen Flüchtlingen verstanden wird.

“Migranten, die nach Libyen gehen, während sie versuchen, nach Europa zu kommen, haben keine Ahnung, welches Folter-Szenario sie direkt hinter der Grenze erwartet”, sagte Doyle. “Dort werden sie zu Waren, die gekauft, verkauft und entsorgt werden, wenn sie keinen Wert mehr haben.”

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/modern-day-slave-markets-trade-refugees-libya/


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Attentat in Frankreich

in Welt von

Von Zeit Online

 

Wer war der Mann, der auf den Champs-Elysees in Paris mutmaßlich einen Anschlag verübt hat? Noch ist unklar, ob es sich um eine islamistische Tat handelt – aber die Spuren zum mutmaßlichen Täter verdichten sich.

Der Anschlag in Paris trifft Frankreich nur drei Tage vor der ersten Runde der Präsidentenwahl ins Mark. Der Terror ist zurück in der französischen Hauptstadt, nachdem er im Wahlkampf zuletzt etwas in den Hintergrund getreten war. Doch jetzt, durch die schreckliche Tat auf den Champs-Elysées, steht dem Land kurz vor dem Wahlgang eine neue Debatte über die innere Sicherheit ins Haus, die vor allem Marine Le Pen, die Kandidatin des rechtsextremen Front National, für sich zu nutzen versuchen dürfte.

Was wissen wir bislang über den Angreifer?

Ein Mann fährt am Donnerstagabend gegen 21 Uhr auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées nur wenige Meter vom Arc de Triomphe entfernt mit einem Auto vor. Er steigt aus und eröffnet mit einer automatischen Waffe unvermittelt das Feuer auf einen geparkten Mannschaftswagen der Polizei. Dabei tötet er einen Polizisten und verletzt zwei weitere sowie einen Touristen. Die Polizei erschießt daraufhin den Angreifer. Kurz darauf riegeln die Sicherheitskräfte die Champs-Elysées weiträumig ab, sperren mehrere Metro-Stationen und rufen die Bevölkerung auf, den Bereich zu meiden. Über dem Boulevard kreist ein Hubschrauber. Wenig später reklamiert Amaq, das Sprachrohr des „Islamischen Staats“ (IS), die Tat für sich. Auch Frankreichs Präsident François Hollande spricht schnell davon, es spreche einiges für einen Terrorakt.

Über die Identität des Schützen gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Nach Angaben von Amaq soll der Attentäter den Namen Abu Yousif al-Belgiki tragen. Nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft gibt es bislang aber keine Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Täter belgischer Staatsangehöriger ist. Frankreichs Generalstaatsanwalt Francois Molins sagte nach Angaben der Zeitung „Le Monde“ hingegen, die Identität des Angreifers sei bekannt und bestätigt. Demnach soll es sich um den 39 Jahre alten Karim C. aus dem französischen Livry-Gargan handeln. Der belgische Innenminister Jan Jambon sagte dem Sender VRT, es handele sich um einen französischen Staatsbürger. Er war der Polizei offenbar bereits wegen einer Gewalttat gegen Polizisten im Jahr 2001 bekannt. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus Ermittlerkreisen, dass der Angreifer wegen zweier Angriffen mit Schusswaffen auf zwei Polizisten und einen dritten Mann 2005 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war. Die Haftstrafe saß er nicht vollständig ab. Im Februar wurde er den Angaben zufolge abermals festgenommen wegen des Verdachts, dass er Polizisten ermorden wolle. Aus Mangel an Beweisen kam er allerdings wieder frei.

Nach Informationen von „Le Monde“ soll die Polizei am Donnerstagabend im mutmaßlichen Wohnhaus von C. im Département Seine-et-Marne eine Razzia durchgeführt haben. Die Ermittler sollen auf die Adresse durch die Zulassungspapiere des Autos gestoßen sein, das der Angreifer auf den Champs-Elysées benutzt hatte.

Unklar ist, ob der Attentäter tatsächlich ein Einzeltäter war oder Mittäter hatte. Nach ersten Aussagen der französischen Staatsanwaltschaft soll er den Anschlag alleine durchgeführt haben. Die französische Polizei gab am Freitagmorgen aber bekannt, dass sie nach einem weiteren Verdächtigen fahndet. Der Mann sei von belgischen Behörden identifiziert worden, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, dem Sender Europe 1. Unklar ist aber, ob es sich dabei schon um jenen Mann handelt, der am Freitagmorgen bei der Polizei in der belgischen Stadt Anvers vorstellig wurde, wie ein Sprecher des Innenministeriums erklärte.

Am Vormittag meldete die Nachrichtenagentur AFP zudem, drei Männer aus dem Umfeld des mutmaßlichen Attentäters würden derzeit von den Sicherheitsbehörden verhört. Die Polizei soll sie bei der Razzia am Donnerstagabend in Seine-et-Marne festgenommen haben, berichtete die Zeitung „Le Figaro“. Nicht bestätigten Meldungen aus Justizkreisen zufolge soll es sich dabei um drei Familienangehörige des Attentäters handeln.

Quelle: oge./AFP


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