Category archive

Welt

Die Mammon-Meile – Der Sieg von Macht und Profit in der City of London

in Welt
Codex Humanus

Titelbild: Der Drache, der mit weit offenem Rachen den Zugang zur berüchtigten „Square Mile“ bewacht, hält in seinen Krallen den Schild des Sankt Georg, Englands Schutzheiliger. Wer herrscht?

Das Wappen der “City of London”, auch Mammon Meile geheissen, ist ein hervorragendes Beispiel für die bodenlose Verachtung, welche die Herren des Mammons und ihre Vasallen unseren christlich-europäischen Werten entgegenbringen.

Kaum jemand weiß, dass die City of London – grösster Finanzhandelsplatz der Welt – exterritoriales Gebiet ist und nicht zu Großbritannien gehört.  Nachzulesen hier.

Das Wappen der “City of London” , auch Mammon Meile geheissen, ist ein hervorragendes Beispiel für die bodenlose Verachtung, welche die Herren des Mammons und ihre Vasallen unseren  christlich-europäischen Werten entgegenbringen.

Hier wird uns ganz unverfroren am hellichten Tage der absolute Sieg des Bösen über das Gute symbolisch vorgeführt. Denn der Drache, der da mit weit offenem Rachen den Zugang zur berüchtigten „Square Mile“ bewacht, hält in seinen Krallen den Schild des Sankt Georg, Englands Schutzheiliger. Welcher in logischer Schlussfolgerung das Untier also nicht überwand, sondern selbst vernichtet und so seines Schwertes und Schutzschildes beraubt wurde.

In diesem Sinne kann der Gott im Wappenspruch „Domine dirige nos“ (Der Herr führe uns) daher auch nur als Herr der Finsternis verstanden werden.

Lloyd Blankfein, Vorstandsvorsitzender von Goldmann Sachs, hat dies so ungemein treffend ausgedrückt:

„Ich bin ein Banker, der Gottes Werk verrichtet.“

Falls dieser irrwitzige und grenzenlos zynische Spruch überhaupt in Sphären ausserhalb unserer bekannten Dimensionen wahrgenommen wurde, dann vermutlich nur vom Herrn der Finsternis selbst. Und dem mag die Aussage so sehr gefallen haben, dass er sich vornahm, diesen speziellen Werkverrichter am Tage seiner Ankunft mit ganz besonders infernalischen Ehren zu empfangen.

Der Wille zur Macht ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Jederzeit gab es einzigartig aggressive und hinterlistige Individuen, denen es gelang, mit unverhohlenem persönlichen Vorsatz oder im Namen einer geeigneten Ideologie ihre eigenen Völker und solche in nächster Reichweite zu unterwerfen.

Was die letzteren betraf, so wurden die Überfälle meist mit einem Maximum an Plünderungen, Vergewaltigungen und Morden verbrämt, um die Überwältigten zumindest für eine Weile von schädlichen Ideen wie Freiheit oder Gerechtigkeitabzuhalten.

Unter diesen frühen Eroberern fanden sich gelegentlich auch gutartige Krieger-Könige, die, nachdem der Staub sich gelegt hatte und das Reich befriedet war, ihre täglichen Staatsgeschäfte mit einem Quantum philosophischer Spekulation anreicherten.

Indiens Kaiser Asoka gehörte zu jener seltenen Kategorie.

Florierend vor mehr als zwei Jahrtausenden, erwog er das Mysterium Leben mit einer unvoreingenommenen aber mitfühlenden Gemütsverfassung und liess seine Schlussfolgerungen in Steintafeln meisseln, die noch immer am Rande alter Strassen zu finden sind.

Lesen wir sie heute mit einer gewissen Bestürzung, drängt sich die Frage auf, warum in Gottes Namen wir nicht in der Lage waren, die Menschheitsgeschichte wenigstens annähernd in den Griff zu bekommen.

Alle Menschen sind meine Kinder. Was ich für meine eigenen Kinder wünsche, und ich wünsche ihnen Wohlergehen und Glück in dieser Welt und in der nächsten, das wünsche ich für alle Menschen.

Eine Auffassung, die wahrscheinlich auch bei seinen Untertanen Anklang fand, egal ob bescheiden oder hochgestellt, und die sich erheblich unterschied von dem selbstherrlichen oder grössenwahnsinnigen Gehabe mancher Rädelsführer, die in späteren Jahrhunderten unsere heilige Erde verunsicherten.

Letztere mögen allerdings ein Hinweis darauf sein, dass in Gottes Bauplan für Seine komplizierteste Erfindung deren unbegrenzte Entscheidungsbefugnis in allen Dingen des Lebens rein technisch unvereinbar war mit einem sofortigen makellosen Ambiente.

Anders gesagt, die Menschheit benötigte einen tieferen Einblick in die komplexen Mechanismen des Universums, einschliesslich einer nur ihr gegebenen Fähigkeit, Gutes oder Böses nach eigenem Ermessen zu gestalten.

So mag es also geplant sein, dass persönliche Erfahrung, freudvoll oder schrecklich, aus erster Hand oder auch nur vom Hörensagen, sich langsam verdichtet und die Stimmung eines ganzen Volkes prägt, während seine Reflexionen und deren Nachhall als winzige Nuklei eingebettet werden in die genetische Konfiguration zukünftiger Generation, dabei in aller Ruhe die Modellierung eines kollektiven Bewusstseins betreibend, das eines Tages und nach vielen Sommern in jenem Utopia kulminiert, von dem wir manchmal als Jugendliche geträumt haben.

Ein vorläufiger Rückblick beschert uns allerdings die Erkenntnis, dass die Asokas dieser Welt eher dünn gesät sind.

Zwar wurden unsere Angelegenheiten oft genug von einem umsichtigen Herzog, zivilisierten König oder pragmatischen Kaiser verwaltet, aber es gab auch reichlich Gelegenheiten, in denen adelige Schwachköpfe oder plebejische Emporkömmlinge die Bürger und Bauern mit erdrückenden Steuern belegten, um so in Saus und Braus zu leben oder aber die angesammelte Beute für eine Prise Landraub zu verwenden. Einer, der oft genug falsch kalkuliert war und das Land ruinierte.

Dies änderte sich, nachdem der Dreissigjährige Krieg grosse Teile Europas verwüstet hatte und seine wichtigsten Protagonisten erkannten, dass ein gross angelegtes Massaker nicht zu den erwarteten Reichtümern führte, sondern nur Not und Elend für alle Beteiligten erbrachten. Der Westfälische Friede war das Ergebnis, und während der nächsten Jahrhunderte fanden nur einige wenige lokale Scharmützel statt.

Bis Napoleon versuchte, ganz Europa auf einmal zu schlucken. Nach seinem unrühmlichen Abgang begann die Alte Welt, sich auf vorrangige Aufgaben zu besinnen, und wissenschaftlicher Fortschritt ging Hand in Hand ging mit einer langsamen aber spürbaren Verbesserung der Lebensumstände aller Klassen, die Ärmsten mit eingeschlossen.

Der Temple Bar Dragon markiert die Grenze zwischen der City of London and der City of Westminster.

Diese friedvolle Epoche endete abrupt und entsetzlich mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, ein christlicher Brudermord so gigantisch, dass er alle bisherigen Konfrontationen weit in den Schatten stellte. Angeblich waren es eine Vielzahl von Beistandsverträgen zwischen den verschiedenen europäischen Mächten, die zu seiner Eruption führten.

Aber die wirklich Eingeweihten wussten nur zu genau, dass Deutschland, dessen Kaiser Wilhelm II bis zum allerletzten Moment versuchte, das Massaker zu verhindern, für ein weltumspannendes Britisches Imperium und seine wirklichen Eigentümer zu einflussreich geworden war.

Drei Jahre lang wüteten Tod und Zerstörung in Europa. Aber jene riesigen Armeen, die sich da gegenüberstanden, waren praktisch gleich stark, und so konnte ein endgültiger Sieger in absehbarer Zeit nicht ausgemacht werden. Versuche, einen Waffenstillstand zu arrangieren oder gar das schreckliche Gemetzel gänzlich zu beenden, machten die Runde, verliefen aber immer wieder im Sande.

Dies, weil Grossbritannien und Frankreich längst hofften, die Vereinigten Staaten von Amerika auf Seite der Alliierten in den Krieg zu ziehen, und bis das passierte, durften ihre Armeen weder zum Angriff noch zum Rückzug blasen. Die abscheuliche Rechnung ging auf, denn Bernard Baruch und seine Wall-Street Bankiers hatten eine zu jener Zeit unvorstellbare Summe von insgesamt

 7.000.000.000,00 US $

an die Alliierten ausgeliehen, letztere inzwischen alle völlig erschöpft und praktisch bankrott. Es bestand also die akute Gefahr, diese ungeheure Menge Geldes zu verlieren und die ebenso astronomischen Zinserträge obendrein. Was also tun?

Weiterlesen auf epochtimes.de

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Anstieg von Flüchtlingszahlen im westlichen und östlichen Mittelmeer-Raum

in Welt
Codex Humanus

Titelbild: Flüchtlinge mit Plakat (engl.): „Wir sind keine Terroristen – Also zerstört nicht unsere Heimat“

 

Die Zahl der Flüchtlinge auf der westlichen und östlichen Mittelmeer-Route ist nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex seit dem Jahr 2017 deutlich gestiegen.

Viele Menschen versuchen wieder, über die Türkei und Griechenland sowie über Spanien nach Europa zu kommen. Die zentrale Mittelmeer-Route nach Italien habe wegen der Kooperation mit der libyschen Küstenwache deutlich an Attraktivität für Migranten verloren, sagte der Frontex-Vizechef Berndt Körner auf einer Tagung in Österreich.

Nun gehe es aus Sicht von Frontex darum, in der Mittelmeer-Region einen „gemeinsamen operativen Raum“ zu etablieren, sagte Berndt Körner am Samstag im Stift Göttweig. Dazu zählten länderübergreifende Einsätze und Datenaustausch. Der Frontex-Vizechef zog eine Bilanz der Organisationsaktivität 2017. Demnach seien bei 341 Flügen rund 14.000 Migranten in mindestens zwölf Länder Afrikas und Asiens zurückgebracht worden. Zudem habe Frontex die Daten von 90.000 Personen an Interpol übermittelt. Fast 140 Tonnen Rauschgift seien beschlagnahmt worden. Die Schmuggelware sei auf das Siebenfache gestiegen. Berndt Körner zufolge soll die Zahl der bei See- und Landeinsätzen tätigen Frontex-Mitarbeiter bis zum Jahr 2021 von 590 auf 1.250 aufgestockt werden. (dpa)

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Israelischer Abgeordneter: Jüdische Rasse ist das auserwählte, das klügste und herausragendste Volk

in Welt
Codex Humanus

Die „jüdische Rasse“ sei die klügste der Welt und besitze das größte menschliche Kapital. Genau deshalb seien die Israelis besonders skeptisch gegenüber den aktuellen Korruptionsermittlungen gegen Benjamin Netanjahu, sagte ein israelischer Parlamentarier.

„Ich kann Ihnen etwas sehr Grundlegendes sagen“, äußerte der Abgeordnete der nationalistischen Likud-Partei Miki Zohar während einer Radio-Debatte am Mittwoch. Laut dem Nachrichtenportal Times of Israel fügte er hinzu:

Man kann die Juden nicht täuschen, egal was die Medien schreiben. Die Öffentlichkeit in Israel ist eine Öffentlichkeit, die zur jüdischen Rasse gehört, und die gesamte jüdische Rasse besitzt das größte menschliche Kapital, das klügste, das umfassendste.

Unter Berufung auf Meinungsumfragen, die trotz zahlreicher Skandale eine anhaltend breite Unterstützung für Netanjahu in der Bevölkerung abbilden sollen, behauptete Zohar, Statistiken zeigten, dass die „jüdische Rasse“ zu schlau sei, um sich von der Medienberichterstattung über die zahlreichen Korruptionsermittlungen täuschen zu lassen. Der fragwürdige Versuch, den israelischen Premierminister zu verteidigen, brachte das Mitglied der Regierungspartei wenig später in Erklärungsnot.

Die großspurige Aussage über die jüdische Vorherrschaft traf einen Nerv bei Ahmad Tibi, einem arabisch-muslimischen israelischen Politiker und Führer der Partei „Arabische Bewegung für den Wandel“, der auf Twitter seinen israelischen Parlamentskollegen beschuldigte, eine Rassentheorie verbreitet zu haben. „Ein gewählter Beamter im ‚jüdischen Staat‘ präsentiert eine Rassentheorie“, kritisierte der arabische Politiker auf dem Micro-Bloggingdienst.

Der arabische Politiker setzte mit einem Tweet von Amos Elons Buch „Die Schande des Ganzen: Ein Porträt der deutsch-jüdischen Epoche, 1743-1933“ nach. Er veröffentlichte ein Bild von sich, wie er dieses Buch liest. Die Lektüre umreißt, wie eine kleine Minderheit seinerzeit als tödliche Bedrohung der deutschen nationalen Integrität wahrgenommen wurde.

Zohar schlug mit einem eigenen Tweet zurück. Er sagte: „Und auf der Rückseite ist ein Foto von Albert Einstein, einem anderen Juden, der der Welt große Neuerungen brachte.“ Der arabische Abgeordnete reagierte mit der Antwort: „Was ist die Verbindung zwischen dir und Einstein? Es ist nicht einmal eine relative Beziehung.“

Um die wachsende Kritik abzuwehren, gab Zohar dem Fernsehsender Hadashot TV ein Interview. Doch das Interview trug offenbar nicht zur Glättung der Wogen bei. Im Gegenteil, Zoran leugnete kurzerhand, dass er von der Vorherrschaft der jüdischen Rasse gesprochen habe. Als er mit einer Aufnahme der Radiodebatte konfrontiert wird, wiederholte er:

Das jüdische Volk und die jüdische Rasse sind das höchste menschliche Kapital, das es gibt. Was können Sie tun? Wir wurden von Gott gesegnet …. Ich muss mich nicht schämen, dass das jüdische Volk das auserwählte Volk ist, das klügste und herausragendste Volk der Welt.

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Polizist schießt in Koblenz auf flüchtenden 27-jährigen Syrer

in Welt
Codex Humanus

Bei einem Einsatz wegen einer Ruhestörung soll ein Syrer in Koblenz mit einem Messer in Richtung eines Polizisten gestochen haben.

Bei einem Einsatz wegen einer Ruhestörung soll ein Mann in Koblenz in Rheinland-Pfalz nach ersten Erkenntnissen mit einem Messer in Richtung eines Polizisten gestochen haben.

Der 27-Jährige sei daraufhin von dem Beamten angeschossen und schwer verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Ermittlungen zu dem Geschehen liefen, weitere Einzelheiten seien zunächst unklar.

Nach Angaben der Koblenzer Ermittlungsbehörde soll der 27-jährige Syrer am Donnerstagabend in einer Asylbewerberunterkunft zunächst Beamte des Ordnungsamts mit einem Messer bedroht haben, als diese ihn wegen des Verdachts einer Ruhestörung aufsuchten. Sie setzten sich mit Pfefferspray zur Wehr, daraufhin flüchtete der Bewohner.

Zwei inzwischen eingetroffene Polizisten verfolgten diesen, dabei soll der Flüchtende nach den bislang bei der Staatsanwaltschaft vorliegenden Informationen plötzlich angehalten und „in Richtung des Kopfbereichs eines Polizeibeamten“ gestochen haben. Dieser schoss zweimal auf die Beine des Manns. Ein Schuss ging daneben, der andere traf den Angreifer demnach im Bereich des Unterbauchs.

Der 27-Jährige liege seit der Nacht in einem Krankenhaus und sei nicht vernehmungsfähig. Er wurde vorläufig festgenommen, gegen ihn wird wegen Totschlagsverdachts ermittelt. Gegen den 31-jährigen Beamten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Dadurch soll geklärt werden, ob er in Notwehr handelte.

Die Staatsanwaltschaft betonte, dass sie rechtlich zur Aufnahme von Ermittlung verpflichtet sei, sofern „Hinweise auf verfolgbare Straftaten“ bekannt werden. Der Schritt bedeute nicht, dass der Beschuldigte sich tatsächlich einer Straftat schuldig gemacht habe oder eine spätere Verurteilung durch Gerichte wahrscheinlich sei. (afp)

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

ARD Deutschlandtrend: Mehrheit für härtere Asylpolitik

in Welt
Codex Humanus

Titelbild: Ein Ausweis der Bundesrepublik Deutschland eines Asylbewerbers mit Duldungsvermerk© Patrick Pleul/dpa

Laut einer Umfrage sind fast zwei Drittel der Deutschen dafür, Flüchtlinge ohne Papiere an der Grenze abzuweisen. 86 Prozent befürworten konsequente Abschiebungen.

Laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend ist eine breite Mehrheit der Bundesbürger für eine harte Linie in der Asylpolitik. In der Umfrage sprachen sich 86 Prozent der Befragten für eine konsequente Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern aus. Dass Flüchtlinge ohne Papiere nicht nach Deutschland einreisen dürfen, finden 62 Prozent der Befragten richtig. Zur Einrichtung sogenannter Ankerzentrenzur Erstaufnahme von Flüchtlingen gab es 61 Prozent Zustimmung.

Die Befragung fand vor der Zuspitzung des Unionsstreits über die Asylpolitik am Donnerstag statt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will Asylbewerber, die bereits in anderen EU-Ländern registriert sind, schon an der deutschen Grenze abweisen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt das ab. Sie ist gegen nationale Alleingänge und setzt auf gesamteuropäische Lösungen. Wegen des Streits der Unionsparteien unterbrach der Bundestag am Donnerstag seine Plenarsitzung für getrennte Sondersitzungen der Fraktionen.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Deutschland hat in der Nacht davor gewarnt, bereits in anderen EU-Ländern registrierte Schutzsuchende an der Grenze abzuweisen. Deutschland sei verpflichtet, bei Schutzsuchenden, die an der Grenze um Asyl nachsuchen, zu prüfen, welches Land zuständig sei, sagte Dominik Bartsch, der Leiter des UNHCR in Deutschland, der Tageszeitung Die Welt. Zumindest für die Dauer dieser Prüfung müsse die betreffende Person auch bleiben dürfen, fügte er an. Eine Zurückweisung wäre „europarechtswidrig“; ein Problem, das viele Staaten betreffe, könne nur gemeinsam gelöst werden.

Seehofer verliert an Beliebtheit

Mit der Arbeit der Bundesregierung insgesamt sind laut „Deutschlandtrend“ 37 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Das sind drei Punkte mehr als vor einem Monat. 63 Prozent äußerten sich weiterhin weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden.

In der Liste der beliebtesten Politiker erreicht Kanzlerin Merkel mit 50 Prozent Zustimmung einen Punkt weniger als noch Ende Mai. Mit der politischen Arbeit von Außenminister Heiko Maas (SPD) sind 46 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden – ein Plus von drei Prozentpunkten. Seehofer verliert vier Punkte und erreicht 43 Prozent Zustimmung. Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) verliert sechs Punkte und kommt auf 40 Prozent Zustimmung.

Asylstreit – Merkel will auf deutsche Alleingänge verzichtenIm Unionsstreit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den sogenannten Masterplan von Horst Seehofer reagiert. Deutschland solle nicht unabgestimmt handeln.

Weiterlesen auf zeit.de

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Hier sind die „Tesla-Schiffe“, die ersten 100% grünen Schiffe die den Transport auf den Meeren revoutionieren

in Welt
Codex Humanus

Die holländische Firma Port-Liner kündigt auf ihrer Webseite an dass bis Herbst 2018 komplett elektrische Containerschiffe in Umlauf gehen werden.

Der Sprecher verkündet dass fünfzehn Öko-Kähne gebaut werden und dass schon viele Menschen Interesse an ihrem Einsatz und an Langzeitverträgen angemeldet haben. Dank der Vorteile die sie versprechen. Auch die Welt des Wassertransports scheint bei einer Wende angekommen zu sein, die die Umweltverschmutzung verringert.

Der Beginn der Revolution des Seetransports?

Ab August 2018 kann man in den Häfen von Amsterdam, Antwerpen und Rotterdam die ersten Exemplare des „Tesla-Schiffes“ (wie der neue Kahn Port-Liner auch genannt wird) bewundern auch dank der Investitionen der europäischen Union.

Die Modelle haben verschiedene Größen: Die kleinsten werden 52 Meter lang und 6,7 Meter breit sein, die größten werden doppelt so lang sein (110 Meter) und eine variable Breite von 11,45 bis 14,2 Metern haben. Ihre Ladekapazität beträgt 24-280 Container.

Um nur ein Beispiel zu machen: Die die Route De Kempen-Antwerp befahren könnten den Verkehr auf der Straße von 23 tausend LKWs pro Jahr ersetzen. Die Kähne werden batteriebetrieben und durch Sonnen- und Windenergie wieder aufgeladen. Dank der Verträge mit Firmen die nahe der Häfen operieren können sie dort überall geladen werden.

Wirklich eine gute Nachricht für die Welt des Handels!

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Südafrikas weiße Farmer lassen sich von israelischem Special Forces Kämpfer in Selbstverteidigung ausbilden

in Welt
Codex Humanus

Die Spirale der Gewalt dreht sich immer schneller in Südafrika. Weiße Farmer fürchten um ihr Leben.

Die Stimmung zwischen schwarzen und weißen Südafrikanern ist aufgeheizt, speziell, was die weißen Farmer angeht. Die Pläne der Regierung, die weißen Farmer, denen zur Zeit etwa 70 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche in Südafrika gehören, entschädigungslos zu enteignen, nehmen immer konkretere Formen an. Derweil sehen sich durch dieses Vorhaben sowohl kriminelle, als auch gewalttätige politische Banden im Lande dadurch legitimiert, die Farmen weißer Mitbürger zu überfallen und deren Bewohner auszurauben, zu foltern oder zu töten.

Auswandern oder zur Wehr setzen?

Die weißen Farmer scheinen derzeit nur zwei Alternativen zu haben, entweder sie geben auf und versuchen vom Asylangebot Australiens Gebrauch zu machen, oder sie bleiben und versuchen sich irgendwie zur Wehr zu setzen.

Nach unbestätigten Angaben haben bis jetzt schon etwas über 200 Personen einen Asylantrag für Australien gestellt.

Andere die nicht aufgeben wollen, oder wenigstens abwarten wollen, ob sie denn wirklich enteignet werden, suchen nach Möglichkeiten, sich auf ihren Farmen verteidigen zu können.

Idan Abolnik ehemaliges Kämpfer bei den israelischen Special Forces gibt jetzt Unterricht in „Krav Mag“ einer speziellen, sehr effektiven, Form der Selbstverteidigung, die für das israelische Militär entwickelt wurde. Außerdem erteilt er Unterricht im Umgang mit Feuerwaffen. Das Programm kostet ca. 1300 Euro pro Person und wird inzwischen von vielen weißen Südafrikanern genutzt.

Hier zu sehen in einem Twittervideo:

Weiterlesen auf epochtimes.de

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Rothschild verkauft seine Immobilien und Kraftwerke in Österreich

in Welt
Codex Humanus

Titelbild: Auch ein Jagdschloss gehörte zum Rothschild-Besitz. – (c) Klaus Bischof

5.412 Hektar Forst, ein Jagdschloss, 15 Immobilien und zwei Kraftwerke – das ist der Besitz, den die Dynastie Rothschild in Österreich versilbert. Der Käufer ist auch kein Unbekannter.

Die Dynastie Rothschild, genauer gesagt das der Dynastie entstammende und in den USA lebende Geschwisterpaar Nancy Clarice Tilghman und Geoffrey R. Hoguet, haben die über ihre Trusts gehaltenen Besitzungen in Niederösterreich verkauft. Dies geht aus einer Aussendung der mit der Transaktion beauftragten Immobilienvermittlers Bischof hervor. Konkret ging es um einen 5.412 ha großen Forstbesitz, der etwa 15 Immobilien, zwei Kraftwerke und ein „wunderschönes Jagdschloss“ umfasste.

Interessiert haben sich in den vergangenen Wochen gleich mehrere Kunden. Den Zuschlag erhielt am Ende der Bestbieter, Cord Prinzhorn mit Familie. Zuvor hatte der „Trend“ von einer kolportierten Kaufsumme in der Höhe von 90 Millionen Euro geschrieben.

Prinzhorn ist Chef der Firma Prinzhorn Holding, welche marktführend im Bereich der Recycling-, Papier- und Verpackungsindustrie ist. Er möchte die Liegenschaft langfristig im Familienbesitz behalten.

Verwandte Artikel:

Jacob Rothschild bekennt, dass seine Familie an der Schaffung von Israel beteiligt war

Ungarn verbannt als erstes europäisches Land Rothschild-Banken

Komplette Liste von Banken im Besitz und unter Kontrolle der Rothschilds

Russisches Fernsehen stellt die Rothschild-Familie bloß und fängt an, seine Bürger über deren globale Macht aufzuklären

Rothschild verdoppelt Goldbestände, während der Bankenkollaps beginnt – Deutsche sollen Vorrat an Nahrungsmitteln und Wasser anlegen

Cheney, Rothschild und Murdoch, der Besitzer von Fox News, werden nach Öl bohren in Syrien, unter Verletzung Internationalen Rechts

Rothschild macht pessimistisches Eingeständnis – seine finanzielle Weltordnung ist nun „bedroht“

Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz geleakt – Rothschild, Soros, Rockefeller mit dabei

Syrische Rebellen geben zu, heimlich monatliches Gehalt aus Israel zu erhalten, um Öl von Rothschild und Murdoch zu schützen

Rothschild zur Geldpolitik: Wir erleben das größte Experiment der Geschichte

Fotos von einer Rothschild-Dinnerparty anno 1972

Ex-Kanzler Schröder hört als Berater bei Rothschild auf

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Moscheen Schließung in Österreich: Imame werden des Landes verwiesen

in Politik/Welt
Codex Humanus

Die Regierung holt zum Schlag „gegen den Extremismus aus“. Sieben Moscheen sollen geschlossen, zahlreiche Imame des Landes verwiesen werden.

Die Arabische Kultusgemeinde Österreich äußerte sich am Freitagabend zu den angekündigten Maßnahmen der Regierung („heute.at“ berichtete) und will vorab betonen, sich „zu den Werten der österreichischen Gesellschaft und zur österreichischen Verfassung“ zu bekennen.

„In den Moscheen der Arabischen Kultusgemeinde wurden – im Gegensatz zu den Moscheen des ATIB – niemals Schlachten mit Kindern nachgespielt. Dennoch werden die im Rahmen der Pressekonferenz der Bundesregierung vorgestellten Maßnahmen mit der Berichterstattung und Bildern von uniformierten Kindern in Moscheen des ATIB begründet. Die Arabische Kultusgemeinde hat keinerlei Berührungspunkte mit ATIB. Auch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft hat mehrfach bestätigt, dass die Arabische Kultusgemeinde in diese Causa nicht verwickelt ist“, so eine Klarstellung.

Außerdem kündigte die Kulturgemeinde an, im Falle der Ausstellung eines Auflösungsbescheids alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen zu wollen.

Kritik an Vorgehensweise

Abgesehen davon bekrittelt die Arabische Kultusgemeinde die Vorgehensweise der Regierung. „Die Auflösung der Arabischen Kultusgemeinde im Rahmen einer Pressekonferenz als Faktum darzustellen, ist aus unserer Sicht sehr fragwürdig, weil noch nicht einmal ein Bescheid vorliegt“, heißt es in der Aussendung. In diesem Zusammenhang wirft die Kultusgemeinde der Regierung auch eine Verletzung des Amtsgeheimnisses vor.

„Des Weiteren haben wir starke Zweifel, ob die Minister über die Faktenlage richtig informiert sind.“ So sei in der Pressekonferenz mehrfach behauptet worden, dass die Arabische Kultusgemeinde über sechs Moscheen verfüge. Tatsächlich sind es aber zehn Moscheeeinrichtungen.

Auch ATIB weist Vorwürfe zurück

Schon zu Mittag bestätigte ATIB-Sprecher Yasar Ersoy im Ö1-Journal zwar, dass Imame in Österreich aus dem Ausland finanziert wurden. Er begründete die Vorgehensweise aber als notwendig, da es in Österreich „keine adäquate Ausbildung“ gebe.

Radikalisierungsvorwürfe weist Ersoy aber vehement zurück. So seien in ATIB-Einrichtungen keine türkische Propaganda oder islamistische Inhalte gepredigt worden. „Die Regierung soll mir bitte eine Moschee zeigen, vor der Radikalisierung ausgeht.“ Man sei an einer gemeinsamen Lösung interessiert, die Regierung solle ATIB als „starken Partner“ gewinnen.

Was war passiert?

Die Regierung hat am Freitag angekündigt, im Kampf gegen den radikalen Islamismus erstmals das Islamgesetz aus dem Jahr 2015 anzuwenden und sieben Moscheen in Österreich zuzusperren. Zudem sollen zahlreiche Imame des Landes verwiesen werden.

Eine Moschee wird geschlossen, weil sie illegal betrieben wurde. Die anderen sechs, alle der arabischen Kultusgemeinde zuzuordnen, verstoßen laut Erhebungen des Kultusamtes (Minister Gernot Blümel, ÖVP) gegen das Islamgesetz („positive Grundeinstellung gegenüber Gesellschaft und Staat“).

Die Imame werden wegen des Verdachts aus illegale Auslandsfinanzierung überprüft. So sich der Verdacht erhärtet, wird ihr Aufenthaltstitel in Österreich aufgehoben und sie müssen ausreisen.

Weiterlesen auf heute.at

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

Kanada auf dem Weg zur Legalisierung von Cannabis

in Welt
Codex Humanus

Von: Sensiseeds.com

Als Justin Trudeau die Wahlen in Kanada überraschend klar gewonnen hatte, war für Marc Emery sofort klar, dass „ Gras jetzt ist in ganz Kanada legal ist“. Auch der Rest von Kanadas Aktiven feierte den Sieg der Liberalen Partei fast schon, als ob Cannabis ab sofort nicht mehr verboten wäre. Mehr zum Stand der Dinge in Kanada hier.

Ein innenpolitisches Top-Thema wird international kaum wahrgenommen

Als Justin Trudeau die Wahlen in Kanada überraschend klar gewonnen hatte, war für Marc Emery sofort klar, dass „ Gras jetzt ist in ganz Kanada legal ist“. Auch der Rest von Kanadas Aktiven feierte den Sieg der Liberalen Partei fast schon, als ob Cannabis ab sofort nicht mehr verboten wäre. So weit ist es zwar lange noch nicht, doch der neue Premier hat die Re-Legalisierung nicht auf der vorletzten Seite eines kaum wahrgenommenen Wahlprogramms seiner Partei entdeckt, sondern hatte Cannabis bereits im Wahlkampf zu einem seiner Top-Themen gemacht. Wer in Kanada Trudeau gewählt hat, wusste buchstäblich, was den Wählerinnen und Wählern im Falle seines Sieges blühen wird: Legale Hanfpflanzen in einem G7-Staat.

Trudeau, der die Regulierung von Cannabis als einen der wichtigsten Punkte seiner neuen Politik genannt hatte, machte sich kurz nach der Wahl an die konkrete Umsetzung seines Versprechens. Bereits wenige Wochen nach Amtsantritt fordert er das Justizministerium auf, alles Notwendige zur Regulierung von Cannabis in die Wege zu leiten. In einem Offenen Brief erläutert Trudeau seinem Kabinett die Umsetzung einer Reihe von Wahlversprechen mit höchster Priorität, die er seinen Wählerinnen und Wählern im Wahlkampf gemacht hatte. In Zusammenarbeit mit den Ministerien für Öffentliche Sicherheit und dem Gesundheitsministerium ist ein Prozess in die Wege zu leiten, der die Legalisierung und Regulierung von Cannabis auf Bundes-, Landes-, und Lokalebene zum Ziel hat“, schreibt der neue Regierungschef dort zu Cannabis. Drei Wochen später bekräftigte Generalgouverneur David Lloyd Johnston, dass die neue Regierung ein Gesetz plane, das „Marihuana legalisiert, reguliert und den Zugang beschränkt.“

Vancouver als Vorreiter

In Vancouver könnte man jetzt schon fast glauben, Cannabis sei legal. Die Stadtverwaltung unter Bürgermeister Gregor Robertson lässt Hanfapotheken, die in Kanada eigentlich illegal sind, schon eine ganze Weile gewähren. Der Stadtrat ist sogar aktiv an der Aufstellung von Regeln für diese „Medical Dispensarys “ beteiligt, die nach Bundesrecht sogar illegal sind. Seit Juni 2015 können sich Hanfapotheken um eine Lizenz bewerben, von denen die ersten acht bald vergeben sein sollen. Insgesamt hatten sich 176 Shops beworben, von denen die meisten an der strengen Abstandsregel von 300 Meter zur Schulen gescheitert sind. Die abgelehnten Bewerber haben jetzt sechs Monate Zeit, ein geeignetes Objekt zu suchen, um erneut eine Lizenz zu beantragen. Die Duldung in B.C.s Hauptstadt führte bis vor kurzem noch zu heftigen Konflikten mit der konservativen Ex-Regierung von Premier Steven Harper. Die hatte im Laufe ihrer langen Amtszeit die Cannabis-Gesetzgebung peu à peu verschärft und selbst den Patienten den ehemals legalen Eigenanbau verboten. Natürlich wollten die Konservativen auch bis zum Schluss ihrer Amtszeit 2015 alle Dispensarys in Vancouver schließen lassen, weil solche Abgabestellen gegen kanadisches Bundesrecht verstoßen. Die neue Regierung jedoch betrachtet Vancouver eher als eine Art Modellprojekt für ein reguliertes Modell auf Bundesebene denn als Bedrohung. So haben sich in den letzten Wochen und Monaten gleich in mehreren Städten und Gemeinden in Britisch Kolumbien für ähnliche Regelungen entschieden. Derzeit fragt sich nicht nur Polizei von Victoria, wie und ob sie die neuen Shops überhaupt ins Visier nehmen oder darf.

Vapo-Lounges bleiben vorerst illegal

Neben den Dispensarys, die nur an anerkannte Patienten abgeben, haben sich in Vancouver auch so genannte Vapo Lounges etabliert. Gegen eine monatliche Mitgliedsgebühr können Patienten und auch Genusskonsumenten Cannabis in einem Coffeeshop ähnlichen Umfeld vaporisieren. Einige dieser Lounges sind den Hanfapotheken direkt angeschlossen, andere agieren seperat. Gras wird dort nicht verkauft, in den Vape-Lounges gilt „BYOB“ (Bring your own Bud). Obwohl die Lounges nicht verkaufen, sollen sie dem Willen der Stadtoberen Vancouvers zufolge keine Lizenzen erhalten und auf Dauer geschlossen werden. Aber noch agieren zahlreiche dieser Etablissements, die der Einschätzung des kanadischen Kriminologen Professor Neil Boyd zufolge kein großes Problem sind. Boyd forscht und publiziert seit vielen Jahren an der Simon Fraser Universität in Britisch Kolumbien zu den Auswirkungen aller Art von Drogen auf die kanadische Gesellschaft. Er hält solche Lounges für weniger gefährlich als Kneipen. „Ich habe mal mit einem ranghohe Polizisten gesprochen, der mir sagte, ohne die Existenz Alkohol hätte er wohl nur halb so viel zu tun. Von Cannabis kann man so etwas nicht behaupten. Cannabis verursacht nicht den sozialen Verfall wie Alkoholmissbrauch“, so Boyd gegenüber „The Globe and The Mail“ aus Vancouver.

Die UN-Single Convention als Gradmesser

Während die Re-Legalisierung in „B.C.“ schneller als jede Gesetzesänderung zu sein scheint, wird sich die Bundesregierung unter Premier Trudeau noch eine Weile ganz schön anstrengen müssen, bis Cannabis im ganzen Land legal verkauft werden kann. Denn neben den notwendigen Regelungen zu Jugendschutz, Prävention, Besteuerung, Eigenanbau und Konsumentensicherheit muss es Kanada als G7-Staat auch auf Internationaler Ebene schaffen, seine Partner auf dem Internationalen Parkett zu beschwichtigen. Anders als Uruguay handelt es sich eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Als das kleine Land zwischen Argentinien und Brasilien 2013 legalisiert hat, gab es bereits Kritik sowie Drohungen der UNO, die allerdings bis heute folgenlos geblieben sind. Doch Uruguay hat es bislang auch nicht geschafft, ein Verkaufssystem zu etablieren, das kritisiert oder gar sanktioniert werden könnte. Kanada hingegen wird nicht wie Uruguay legalisieren, ohne vorab die Details geklärt zu haben. Dort gibt es bereits 27 Produzenten von medizinischen Cannabis, die nur auf eine Lizenz zur Produktion von „recreational“, als Cannabis zu Entspannungszwecken, warten. Auch die Ankündigung der neuen Regierung, die Ausarbeitung des erforderlichen Gesetzes könne bis zu zwei Jahren dauern, klingt durchdacht. Denn anders als Uruguay oder die Niederlande hat man sich bereits Gedanken gemacht, wie Kanada legales Cannabis und das UN-Einheitsabkommen über Betäubungsmittel (Single Convention on Narcotic Drugs) unter einen Hut bringen kann:

„Ein Teil des Vorgangs zur Legalisierung des Cannabis-Besitzes und der Produktion wird sein, dass, Kanada herausfinden muss, wie es die Internationale Gemeinschaft informiert und welche Schritte notwendig sind, um die Verpflichtungen Internationaler Verträge unter diesen Voraussetzungen zu erfüllen“, kündigte Trudeau im Januar 2016 an.

Das ist genau der Punkt, der bislang von allen Legalisierungs willigen Politikern geschickt umschifft wurde, weil sich die UN wenig kompromissbereit gezeigt hat. Doch auch bei den ehemaligen Hardlinern der UN-Drogenehörde UNODC scheint man sich ganz langsam umzuorientieren. Sir Richard Branson, Mit-Begründer der Global Commission on Drug Policy, hat ein internes UN-Papier veröffentlicht, das die UNO kurz vor seiner Veröffentlichung aufgrund des Vetos mindestens eines Mitgliedsstaats in letzter Sekunde zurückgezogen hatte:

“Internationale Abkommen zur Drogenpolitik verpflichten die Mitgliedsstaaten nicht dazu, Drogenkonsum und den Besitz für den persönlichen Gebrauch zu kriminalisieren. Die Mitgliedsstaaten sollten die Einführung von Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung und gegen die Überbelegung von Haftanstalten in Betracht ziehen, inklusive der Entkriminalisierung geringer Mengen Drogen für den eigenen Bedarf. […]. In Wissenschaft, Forschung und die Wahrung der Menschenrechte müssen mehr Mittel investiert werden, die Präventionsprogramme, die Behandlung Abhängiger sowie andere schadensmindernde Maßnahmen beinhalten,“ heißt es dort.

Noch konnte der Status Quo gegen die Empfehlung der UN eigenen Experten auf Druck eines oder mehrerer unbekannter Mitgliedsstaaten(en) gewahrt werden. Doch angesichts der Legalisierungsbestrebungen vieler US-Bundesstaaten und Kanadas sowie zahlreicher mittel- und südamerikanischer Länder scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die hauseigenen Experten der UNODC auch in der offiziellen Haltung der Staatengemeinschaft Gehör finden. Sollte Trudeau zudem einen Weg finden, Cannabis an der UN-Single Convention vorbei zu regulieren, wird das wegweisend für die, die Kanada auf dem Weg der Regulierung folgen wollen.

 

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...
1 2 3 112
Gehe zu Top