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Saudi-Arabien

US-Verbündeter Saudi-Arabien schloss gerade ein Drei-Milliarden-Dollar-Waffengeschäft mit „Freund“ Russland ab

in Geopolitik

Der saudische König Salman eröffnete seinen historischen viertägigen Besuch in Moskau mit der Unterzeichnung eines Waffengeschäftes über drei Milliarden Dollar [ca. 2,5 Milliarden Euro] und erklärte Russland zu „einem Freund“.

Zwischen Russland und Saudi-Arabien waren die Dinge nicht immer zum besten bestellt, da sich die Saudis lange Zeit im Einflussbereich der USA befanden. Jedoch im Zuge dessen, was der russische Außenminister Sergei Lawrow als einen „echten Wendepunkt“ bezeichnete, besuchte der saudische König Salman Russland und verließ das Land wieder mit dem Abschluss eines drei Milliarden Dollar schweren Waffengeschäfts.

Das Drei-Milliarden-Dollar-Waffengeschäft beinhaltet die Anschaffung von russischen S-400-Luftverteidigungssystemen, infolge der eigenen Anschaffung des Systems durch die Türkei. Diese Erwerbungen stellen somit ein zunehmendes Interesse unter US-Verbündeten am Ankauf von russischer Militärtechnologie dar.

Dies wird bei der Trump-Regierung vermutlich auf wenig Gegenliebe stoßen, welche ihrerseits versucht hatte, Waffenverkäufe in riesigem Umfang innerhalb des Nahen Ostens sicherzustellen. Dass sie nun bei zukünftigen Verkäufen mit Russland konkurrieren muss, stellt wahrscheinlich eine unwillkommene Nachricht dar.

Dass König Salman Russland zu einem „Freund“ erklärte, ist ebenfalls ein Faktor, der für zunehmende Komplikationen sorgen wird, indem die USA gegenüber Russland eine zunehmend feindselige Haltung eingenommen haben. Inzwischen scheint Russland erfolgreich neue Freunde und Geschäftspartner zu finden, was das Scheitern von US-Versuchen widerspiegelt, das Land zu isolieren.

Verweise:

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Sieben Dinge, die saudische Frauen immer noch nicht tun dürfen – trotz Aufhebung des Fahrverbots

in Menschenrechte/Welt

Durch eine am Dienstag erlassene Verordnung, legte der saudische König Salman fest, dass Frauen ab dem nächsten Jahr Auto fahren dürfen, ein Schritt, der den Status des Königreichs als einziges Land der Welt beenden wird, in dem dies verboten ist.

Die Nutzer sozialer Medien reagierten auf die Nachricht, indem sie auf die „rückschrittlichen“ Vormundschaftsgesetze des Königreiches hinwiesen, gegen die die Frauen in Saudi-Arabien immer noch zu kämpfen haben.

Das saudische Gesetz gegen weibliche Autofahrer ist eines von vielen kontroversen Bestimmungen, die ein Geflecht von Einschränkungen gegenüber Frauen darstellen.

Von saudischen Frauen wird für einige der wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens verlangt, eine Erlaubnis von einem männlichen Familienmitglied zu erhalten, manchmal sogar einem jüngeren Bruder.

Und während es ihnen innerhalb von ein paar Monaten erlaubt sein mag, Auto zu fahren, ist hier eine Liste von Dingen, die saudische Frauen immer noch nicht tun dürfen:

1. Frei in der Öffentlichkeit essen

Als Teil der Kleidervorschrift, wird von Frauen verlangt, einen Gesichtsschleier zu tragen. Dies bedeutet, solange es selektiv erzwungen wird, dass wo auch immer es ist, Frauen dann unter ihrem Gesichtsschleier essen müssen.

2. „Um der Schönheit willen“ anziehen

Sie müssen ihre Haare und ihren Körper bedecken. Die Kleidervorschriften des Königreiches verlangen von Frauen, einen „Abaya“ zu tragen, einen Kleid-ähnlichen, bis zum Boden reichenden, Umhang.

3. Frei mit nicht verwandten Männern Kontakt haben

Frauen ist es nicht freigestellt, mit Männern außerhalb ihrer unmittelbaren Familien Kontakt zu haben, und können sogar wegen eines solchen Vergehens ins Gefängnis kommen.

4. Heiraten, wen sie wollen

Es gibt Regelungen dagegen, dass saudische Frauen Nicht-Muslime, Schiiten oder atheistische Männer heiraten.

5. Reisen

Ohne die Erlaubnis eines männlichen Vormundes zu reisen, ist verboten.

6. Ein Bankkonto eröffnen

In Saudi-Arabien brauchen die Frauen immer noch die Erlaubnis ihres Ehemannes, bevor es ihnen gestattet ist, ein Bankkonto zu eröffnen.

7. Einen Job bekommen

Obwohl die Regierung nicht länger von einer Frau verlangt, die Erlaubnis des Vormundes zu haben, um arbeiten zu gehen, verlangen viele Angestellte immer noch die Erlaubnis, bevor sie sie anstellen.

Der Kampf um größere Frauenrechte im Königreich ist schwierig geworden, indem Aktivisten Verhaftungen drohen, wenn sie sich dem Fahrverbot widersetzen.

Saudische Frauen haben seit den 1990ern eine Kampagne für das Recht auf Autofahren geführt, wodurch viele Frauen im Gefängnis gelandet sind. Neben vielen anderen Frauen, wagte es auch Manal al-Sharif, eine damalige Aktivistin und Angestellte von Saudi Aramco im östlichen Saudi-Arabien mit Wajiha al-Howeider zu fahren, einer langjährigen Aktivistin, die den Vorfall zur Verbreitung auf sozialen Medien festhielt.

In den letzten Monaten wurde ein Model dafür verhaftet, weil es einen kurzen Rock trug.

Gelehrte versuchen, den Islam zur Rechtfertigung heranzuziehen

Islamische Gelehrte des Königreiches führen routinemäßig religiöse Begründungen an, um das Verbot zu rechtfertigen, indem sie jahrelang argumentierten, dass das Verbot in Übereinstimmung mit der Scharia gelte.

Als sich die Debatte über soziale Medien ausbreitete, teilten viele Nutzer alte Tweets von Gelehrten, die zuvor das Verbot verteidigt hatten, indem sie ihre Ansichten „schändlich“ nannten, und darum ersuchten, dass sie entfernt werden.

Einige Aktivisten durchstöbern nun die Twitter-Konten von Gelehrten, während sie Beweise dafür finden, als sie vorher argumentierten, dass es nach dem Islam ungesetzlich sei, dass Frauen Auto fahren, wie ein Twitter-Nutzer sagt. Aber sie sind in einem Wettlauf mit der Zeit mit den Gelehrten selbst, von denen einige Tweets löschen, bei denen sie sich gegen weibliche Autofahrer aussprachen.

Verweise:

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Russland und China erklären uneingeschränkten Krieg gegen US-Petrodollar – stellen Sie sich auf exklusiven Handel mit Gold ein

in Geopolitik/Wirtschaft

Die Bildung eines BRICS-Goldhandelsplatzes, der den US-Petrodollar bei bilateralen Handelsabschlüssen umgehen könnte, nimmt weiterhin Gestalt an, indem die größte Bank Russlands, die in staatlicher Hand befindliche Sberbank, diese Woche bekanntgab, dass ihre Schweizer Niederlassung damit begonnen habe, am Shanghai Gold Exchange mit Gold zu handeln.

Russische Regierungsvertreter haben wiederholt ihre Planungen signalisiert, Transaktionen mit China unter Verwendung von Gold durchzuführen, um dadurch die Macht des Dollars bei bilateralen Handelsabschlüssen zwischen den geopolitisch einflussreichen Nationen zu verdrängen. Bei diesem letzten Schritt handelt es sich schlichtweg um die Ausprägung eines größeren geopolitischen Spiels, das zwischen den großen Mächten im Gange ist.

Dazu erklärt ein von Reuters veröffentlichter Bericht:

Der Sberbank wurde im September letzten Jahres eine internationale Mitgliedschaft an der Schanghaier Börse gewährt und im Juli schloss sie eine Pilot-Transaktion mit 200 Kilogramm Goldbarren ab, die an lokale Finanzinstitutionen verkauft wurden, wie die Bank erklärte.

Die Sberbank plant, ihre Präsenz auf dem chinesischen Wertmetallmarkt auszudehnen und erwartet in den verbleibenden Monaten des Jahres 2017 eine Gesamtlieferung von 5-6 Tonnen Gold an China.

Die Goldbarren werden direkt an die offiziellen Importeure in China geliefert als auch über die Börse, wie die Sberbank sagte.

Russlands zweitgrößte Bank VTB ist ebenfalls Mitglied bei Shanghai Gold Exchange.

Derzeit ist unmissverständlicherweise eine revolutionäre Umgestaltung des gesamten weltweiten Geldsystems im Gange, die von einem fast perfekten Sturmangriff vorangetrieben wird. Die Auswirkungen dieser Umwandlung sind extrem tiefgreifend für die US-Politik im Nahen Osten, die für beinahe das letzte halbe Jahrhundert durch ihre strategische Beziehung mit Saudi-Arabien untermauert wurde.

DER AUFSTIEG UND FALL DES PETRODOLLAR

Der Dollar wurde 1944 im Rahmen des Bretton-Woods-Abkommens als globale Leitwährung eingeführt, das allgemein als Goldstandard bezeichnet wird. Die USA manövrierten sich selbst in diese Machtposition, indem sie die größten Goldreserven der Welt hielten. Der Dollar wurde auf 35 Dollar pro Unze festgesetzt – und als uneingeschränkt austauschbar gegen Gold.

In den 1960ern bedrohte ein durch Auslandshilfe, Militärausgaben und ausländische Investitionen verursachter Überschuss an US-Dollars dieses System, indem die USA nicht genug Gold zur Verfügung hatten, um die sich im weltweiten Umlauf befindliche Menge an Dollars zu einer Rate von 35 Dollar pro Unze zu decken; als Ergebnis davon war der Dollar überbewertet.

Amerika wandte sich 1971 zeitweise bereitwillig einem neuen Bezugssystem auf, indem der Dollar zum reinen Papiergeld wurde (d.h. abgekoppelt von irgendeiner physischen Einlagerung an Werten), bis 1973 das Petrodollar-Abkommen durch Präsident Nixon abgeschlossen wurde.

Das quid pro quo (lat. für „dies für das“) bestand darin, dass Saudi-Arabien alle Ölgeschäfte in US-Dollar auswies und im Gegenzug verpflichteten sich die USA, Saudi-Arabien militärisches Gerät zu verkaufen und die Verteidigung des Königreiches zu gewährleisten:

Springen wir zum März 2017; die russische Zentralbank eröffnete erstmals ihr erstes Auslandsbüro in Peking als anfänglichen Schritt bei der allmählichen Einführung eines goldgedeckten Handelsstandards. Dies sollte durch ein Abschließen der Ausgabe der ersten Bundesanleihen in die Tat umgesetzt werden, die in chinesischen Yuan angegebenen waren, und indem Goldimporte aus Russland zugelassen werden.

Die chinesische Regierung möchte den Yuan internationalisieren und Handelsabschlüsse in Yuan durchführen, wie sie dies bereits tut, und sie ist im Begriff, die Handelsbeziehungen mit Russland zu intensivieren. Sie haben diese Schritte bei bilateralen Handelsabschlüssen, einheimischen Handelssystemen usw. unternommen. Als sich jedoch Russland und China auf ihren 400 Milliarden Dollar umfassenden Pipeline-Deal einigten, wollte China für die Pipeline mit Yuan-Schatzanweisungen bezahlen, und tat dies auch, und wollte dann später russisches Öl in Yuan bezahlen.

Diese Umgehung der Vorherrschaft des auf dem US-Dollar basierenden Geldsystems und der beispiellose Gegenangriff darauf, nimmt viele Formen an, aber eine der bedrohlichsten ist, dass die Russen den chinesischen Yuan gegen Gold eintauschen. Die Russen bringen bereits chinesische Yuan, die aus den Verkäufen ihres Öls an China stammen, zurück zum Shanghai Gold Exchange, um dann Gold mit in Yuan angegebenen Gold-Terminkontrakten zu kaufen – was im Grunde genommen ein Tauschsystem oder einen Tauschhandel darstellt.

Die Chinesen hoffen, dass – indem sie damit anfangen, die Yuan-Terminkontrakte an Öl anzupassen, wodurch die Bezahlung von Öl in Yuan erleichtern wird, deren die Absicherung in Schanghai stattfindet – dies ihnen ermöglichen wird, dass der Yuan als Hauptwährung des Handels mit Öl wahrgenommen wird. Der weltweit größte Importeur (China) und Exporteur (Russland) unternehmen Schritte, um Bezahlungen in Gold umzuwandeln. Das ist bekannt. Also wer wäre der größte Vermögenswert, um ihn in den Handel von Öl gegen Yuan zu locken? Natürlich die Saudis.

Alles, was die Chinesen brauchen, ist, dass die Saudis China Öl im Austausch gegen Yuan verkaufen. Wenn das saudische Königshaus sich dazu entschließt, diesen Austausch zu verfolgen, werden die Petro-Monarchien vom Golf dem Beispiel folgen und dann Nigeria usw. Dies wird den Petrodollar in seinen Grundfesten erschüttern.

Laut eines Berichts durch Medien der russischen Regierung wurden bei der Förderung bilateraler Handelsabschlüsse in Yuan beträchtliche Fortschritte zwischen den beiden Nationen erzielt, wie der erste Schritt hin zu einem sogar noch ambitionierteren Plan zeigt – indem sie Gold zum Abschluss von Transaktionen benutzen:

Eine in Erwägung gezogene Maßnahme ist die beiderseitige Organisation des Handels in Gold. In den letzten Jahren waren China und Russland die aktivsten Käufer des wertvollen Metalls.

Bei einem letztjährigen Besuch in China sagte der stellvertretende Chef der russischen Zentralbank, Sergei Schwezow, dass die beiden Länder mehr Transaktionen in Gold zwischen den beiden Ländern begünstigen wollen.

Im April brachte die Sberbank ihr Interesse an der Finanzierung der Direktimporte von Gold nach Indien – ebenfalls ein BRICS-Mitglied – zum Ausdruck. Zweifeln Sie nicht daran, dass ein BRICS-Gold-Handelsplatz dazu benutzt werden könnte, um den Dollar bei bilateralen Handelsabschlüssen zu umgehen, und dadurch die hegemoniale Kontrolle zu untergraben, die sich des US-Petrodollar als globaler Leitwährung erfreut.

„2014 unterzeichneten Russland und China zwei 30 Jahre umfassende Mammutverträge über russische Gaslieferungen nach China. Die Verträge legten fest, dass der Austausch in Renminbi [Yuan] und russischen Rubeln abgewickelt wird, nicht in Dollar. Das war der Beginn eines sich beschleunigenden Prozesses der Ent-Dollarisierung, der heute im Gange ist“, wie der strategische Risikoberater F. William Engdahl erklärt.

Russland und China erschaffen nun ein neues Paradigma für die Weltwirtschaft und ebnen den Weg für eine globale Abkopplung vom Dollar.

„Eine russisch-chinesische Alternative zum Dollar in Form eines goldgestützten Rubels und goldgestützten Renminbi oder Yuan könnte einen lawinenartigen Ausstieg aus dem US-Dollar in Gang bringen, und damit einhergehend, einen schwerwiegenden Niedergang der Fähigkeit Amerikas, die Rolle des Dollar als Leitwährung für seine Kriege mit dem Geld anderer zu finanzieren“, lautet die Schlussfolgerung Engdahls.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/russia-china-declare-war-us-petrodollar-prepare-exclusive-trade-gold/

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Dieses 19-jährige Opfer einer Gruppenvergewaltigung in Saudi-Arabien erhielt 200 Peitschenhiebe und sechs Monate Gefängnis

in Menschenrechte

Eine saudi-arabische Frau muss zu jeder Zeit in der Öffentlichkeit von einem männlichen Beschützer begleitet werden – üblicherweise von einem Verwandten. Das Vergewaltigungsopfer hat gegen dieses Gesetz verstoßen, indem es sich mit einem Freund getroffen hat, um ein Bild zurückzubekommen.


Ein 19-jähriges Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde wegen des Vergehens der Anstößigkeit und des Sprechens mit der Presse zu 200 Peitschenhieben und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Saudi-Arabien verteidigte ein kontroverses Gerichtsurteil, wonach ein 19-jähriges Opfer einer Gruppenvergewaltigung 200 Peitschenhiebe und sechs Monate Gefängnis erhält. Die schiitische Muslimin wurde ursprünglich zu 90 Peitschenhieben verurteilt, nachdem sie für schuldig befunden wurde, gegen das strenge Scharia-Gesetz Saudi-Arabiens über die Trennung der Geschlechter verstoßen zu haben.

Durch das vom Saudi General Court gefällte Urteil von letzter Woche, wird ihre Strafe um mehr als das Doppelte erhöht. Das Gericht verdoppelte auch in etwa die Gefängnisstrafen für die sieben Männer, die sie vergewaltigt hatten, wie die saudischen Medien erklärten.

Die Aufrechterhaltung eines Urteils zur Bestrafung des Opfers löste international Empörung aus.

Kanada sagte, es würde bei saudischen Behörden gegen das Urteil Protest einlegen, das von Jose Verger, dem in Kanada für die Stellung der Frau zuständigen Minister, als „barbarisch“ bezeichnet wurde.

Die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sagte, dass von dem Urteilsspruch „nicht nur das Signal ausgehe, dass Opfer sexueller Gewalt keine Anklage erheben sollten, sondern auch den Übeltätern effektiv Schutz und Straffreiheit gewährt werde“.

Indem er das saudi-arabische Justizsystem nicht direkt kritisierte, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack: „Ich denke, dass wenn man sich das Vegehen betrachtet, und die Tatsache, dass nun das Opfer bestraft wird, dies für ein gründliches Maß an Überraschung und Erstaunen sorgt. Es liegt in der Macht der saudischen Regierung, sich das Urteil zu betrachten und es zu ändern.“

Jedoch hielt das saudische Justizsystem an seiner Entscheidung fest. „Das Justizministerium begrüßt konstruktive Kritik, die nicht auf Emotionen basiert“, sagte es in einer Erklärung.

In der Erklärung hieß es auch, dass „die Vorwürfe“ gegen die Frau „erwiesen seien“, wonach sie sich mit einem fremden Mann in einem Auto befunden habe, und sie wiederholte die Kritik an ihrem Anwalt, dass dieser „despektierlich“ über das Justizsystem gesprochen habe, während es hieß, dass dies „Ignoranz zu erkennen gegeben habe“.

Der Anwalt der Frau, Abdul Rahman al-Lahem, sprach mit den Medien. Das Gericht hat ihm seitdem verboten, die Frau weiterhin zu verteidigen, indem es seine Lizenz eingezogen hatte und zu einer Disziplinaranhörung Ende dieses Monats beorderte.

Das Justizministerium deutete an, dass die Bestrafung des Opfers erhöht wurde, weil es an die Presse gegangen sei: „Denn jedem, der gegen verkündete Urteile etwas einzuwenden, bietet das System die Möglichkeit, Berufung einzulegen, ohne sich an die Medien zu wenden“, hieß es in der Erklärung, die von der offiziellen saudischen Presseagentur herausgegeben wurde.

Die Vergewaltigung fand 2006 statt. Das Opfer sagte, sie habe sich ereignet, als sie versuchte, ihr Bild von einem männlichen Gymnasiasten wiederzubekommen, denn sie kannte.

Als sie mit dem Schüler im Auto war, kamen zwei Männer in das Fahrzeug und fuhren sie zu einem abgeschiedenen Ort. Sie sagte, sie sei dort von sieben Männern vergewaltigt worden, wobei drei von ihnen auch ihren Freund angegriffen hätten.

Der Fall wurde letzten Sommer von einem Berufungsgericht zurück an das ordentliche Gericht übergeben, nachdem der Anwalt der Frau das Urteil angefochten hatte, indem er sagte, dass es für die Vergewaltiger zu milde und ungerecht sei.

Editorische Anmerkung: Ich wurde gerade darauf aufmerksam gemacht, dass der männliche Freund der Frau bei diesem Vorkommnis ebenfalls vergewaltigt wurde und die gleiche Bestrafung erhielt wie sie.

Verweis : http://www.themirrorpost.com/2015/02/19-year-old-gang-rape-victim-to-receive.html

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/19-year-old-gang-rape-victim-received-200-lashes-6-months-jail-saudi-arabia/

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US-Versicherungen verklagen Saudis auf knapp vier Milliarden Euro wegen 9/11

in Kriminalität

Der letztjährige Justice Against Sponsors of Terrorism Act (JASTA), ein Gesetzentwurf, welcher es den Amerikanern erlaubt, Saudi-Arabien wegen seiner Beteiligung am 11. September 2001 in den USA vor Gericht zu bringen, hat einen weiteren wichtigen Gerichtsprozess hervorgebracht, bei dem es um eine Klage um 4,2 Milliarden US-Dollar (ca. 4 Milliarden Euro), geht die von über zwei Dutzend US-Versicherungen eingereicht wurde, die mit anhaltenden Verlusten wegen des Angriffs von 2001 in Zusammenhang stehen.

Das Gerichtsverfahren richtet sich gegen ein paar saudische Banken und einer Reihe von saudischen Unternehmen mit Verbindungen zur Familie bin Laden, indem sie verschiedener Aktivitäten zur Unterstützung von al-Qaida in den Jahren vor dem 11. September 2oo1 beschuldigt werden, und dass sie folglich den Angriff „unterstützt und angestiftet“ hätten.

Die größte Zielscheibe ist die Saudi National Commercial Bank, die hauptsächlich in staatlichem Besitz ist. Die saudische Regierung setzte letztes Jahr die Obama-Regierung stark unter Druck, um JASTA zu verhindern, indem sie damit drohte, den US-Finanzmarkt abstürzen zu lassen, wenn er zu Gerichtsverfahren führen wird, aber eine überwältigende Mehrheit des Kongresses sorgte dennoch dafür, dass er als Gesetz verabschiedet wurde.
Während in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe von Klagen im Zusammenhang mit JASTA eingereicht wurden, ist dies bei weitem die größte, und die meisten vorherigen Gerichtsverfahren sind immer noch in der Schwebe, da das Gericht und die Anwälte versuchen, sie zu verschiedenen Sammelklagen zusammenzufassen.

Bisher haben die US-amerikanischen Souveränitats- und Immunitätsgesetze Klagen gegen die saudische Regierung verhindert, die mit ausländischem Terrorismus zusammenhängen. Mit der Veröffentlichung von Teilen des 9/11-Berichts letztes Jahr, die in Verbindung mit Saudi-Arabien stehen, wurden solche Klagen jedoch unvermeidlich, und die US-Regierung konnte die Saudis nicht länger vor Rechtsstreitigkeiten schützen.

Verweis: http://www.reuters.com/article/us-usa-saudi-sept-idUSKBN17F2FX

Übersetzt aus dem Englischen von http://theantimedia.org/insurers-sue-saudis-4-billion-911/

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Die Medien schweigen, während Saudi-Arabien dabei ist, Jemen durch eine Hungersnot zugrunde zu richten

in Menschenrechte

Saudi-Arabien, ein Königreich, das seit 1933 mit den Vereinigten Staaten verbündet ist, ist direkt daran beteiligt, Jemen mit einer der schrecklichsten Hungersnöte des Landes zu überziehen. Aber das ist Ihnen vielleicht noch nicht bekannt, wenn Sie die Situation nur durch die Berichterstattung der Mainstream-Medien mitverfolgt haben – und es wurde sowieso überhaupt nicht viel darüber berichtet.

Nach jahrelangen Bombardements durch Saudi-Arabien, mit Unterstützung von anderen Golfstaaten und den USA, sind beinahe eine halbe Million jemenitischer Kinder nur Monate von einer Hungerkatastrophe entfernt. Die Situation wird durch die Tatsache verschlimmert, dass über 50 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt.

Die amerikanisch-saudische Allianz, die die Region in beinahe unvorstellbarer Weise verwüstet hat, wurde teilweise durch die Entschlossenheit der USA verstärkt, die politische Vorherrschaft über die Golfstaaten zu erhalten – oder genauer gesagt: ihre militärische Stärke. Laut des Bureau of Near Eastern Affairs des US-Außenministeriums ist „Saudi-Arabien ein starker Partner bei Bemühungen bezüglich der Sicherheit der Region und der Bekämpfung des Terrorismus, indem es militärische, diplomatische und finanzielle Kooperation bereitstellt. Es arbeitet eng mit dem US-Gesetzesvollzug zusammen, um die Sicherheitsinteressen beider Staaten zu gewährleisten“.

Die USA haben Saudi-Arabien ökonomische und militärische Unterstützung zur Verfügung gestellt, seitdem 1940 in vollem Umfang diplomatische Beziehungen eingeführt wurden. Im Februar 1943 gewährte US-Präsident Franklin D. Roosevelt Saudi-Arabien einen Anspruch auf Unterstützung nach dem Verleih- und Pachtgesetz, indem er das Königreich als „unentbehrlich“ bezeichnete. Das Verleih- und Pachtgesetz zwischen den USA und Saudi-Arabien bedeutete, dass es Franklin D. Roosevelt erlaubt war, „Waffen oder andere Verteidigungsmaterialien zu überführen“, für die der Kongress Gelder an „die Regierung irgendeines Landes“ bewilligte, „das der Präsident für die Verteidigung der Vereinigten Staaten als unentbehrlich erachtet“. Zwei Jahre später besuchte Roosevelt Ibn Saud, den ersten Monarchen und Gründer von Saudi-Arabien, und bekräftigte öffentlich das Bekenntnis zu diesem Land und seiner Monarchie. Der Grund für diese enorme Solidaritätsbekundung? Öl.

Laut des Entwurfs eines Memorandums, das 1945 veröffentlicht wurde, stellen die Ölreserven in Saudi-Arabien „eine gewaltige Quelle an strategischer Macht dar, und [sind] eine der größten materiellen Prämien in der Geschichte der Welt…“ Das Memo besagt weiterhin, dass diese „zweifellos den Vereinigten Staaten verloren gehen würden, wenn diese Regierung nicht dazu in der Lage ist, auf eine praktische Weise ihre Anerkennung dieses Zugeständnisses als von nationalem Interesse zu demonstrieren, indem solange den angemessenen Anliegen König Ibn Sauds zeitweilig Unterstützung bei seinen ökonomischen und finanziellen Schwierigkeiten gewährt wird, bis die Ausschöpfung des Zugeständnisses auf einer zweckmäßigen kommerziellen Grundlage Saudi-Arabien wesentliche Einkünfte einbringt.“

Eine Präsenz des US-Militärs im Golf wurde auf der Grundlage solcher Einkünfte fest etabliert, und während US-Regierungen gekommen und gegangen sind, sind die Beziehungen mit Saudi-Arabien jedoch nie ins Wanken geraten.

Das saudische Königreich mit seiner auf Öl basierenden Geldquelle, ist seitdem einer der einflussreichsten Golfstaaten in Washington geworden, und die USA sind bei ihrer Selbstverpflichtung gegenüber dem Königreich ebenso beständig geblieben. Selbst als saudische Bomben auf Krankenhäuser, Schulen und dicht besiedelte zivile Gebiete in Jemen gefallen sind, haben sich die USA nicht dazu hinreißen lassen, Saudi-Arabien zu rügen. Nachdem die Obama-Regierung öffentlich die militärische Bombardierung Jemens genehmigt hat, indem sie sie als eine „militärische Aktion zur Verteidigung der saudi-arabischen Grenze und zum Schutz der legitimen Regierung Jemens verteidigt hat…“, gewährte seine Regierung Saudi-Arabien Artillerie und ging sogar so weit, saudische Düsenflugzeuge wiederaufzutanken, die an den tobringenden Bombardierungseinsätzen teilgenommen hatten.

Während spezifische Daten bezüglich des Wiederauftankens fremder Flugzeuge durch die US-Luftstreitkräfte nicht veröffentlicht wurden, berichtete die Sprecherin des US-Zentralkommandos der Luftstreitkräfte, Capt. Kathleen Atanasoff, im Februar, dass US-Tanker an über 7.000 Wiederauftank-„Vorkommnissen“ beteiligt waren, bei denen „ungefähr 54 Millionen Pfund [ca. 25.000 Tonnen] Treibstoff zur Unterstützung saudischer Operationen in Jemen entladen wurden.“

Saudi-Arabien hat sich jedoch nicht allein mit militärischen Einsätzen beschäftigt. Der Staat hat sich auch der Verbreitung brutaler sektiererischer Mythologie verschrieben, der Hinrichtung von Männern und Frauen wegen „Hexerei“ und „Zauberei“, durch die Einführung einer zutiefst restriktiven patriarchialischen Politik und die Entsendung von Söldnern, um den Aufstand in Bahrain niederzuschlagen. Gleichzeitig hat Saudi-Arabien einen „Mädchenrat“ eingeführt, dem überhaupt keine Frauen angehören, und das Land genießt weiterhin das Privileg einer führenden Rolle durch die Mitgliedschaft beim UN-Menschenrechtsrat.

All das hinderte die Obama-Regierung nicht daran, mit dem Königreich Waffengeschäfte in Rekordumfang einzufädeln, während wenig bis nichts über die unverblümten Menschenrechtsverletzungen des Landes gesagt wurde. Nun wurden Waffengeschäfte, die von Obama wegen Bedenken über Menschenrechtsverletzungen auf Eis gelegt wurden, von Donald Trump wieder aufgewärmt, indem er die US-Beteiligung in Jemen weiter intensiviert.

Jemen leidet weiterhin unter den Beziehungen der USA mit Saudi-Arabien, und indem Verhungern, Wasserknappheit und ein Mangel an medizinischem Nachschub immer mehr Leben fordert, sind die ölgetränkten Ambitionen Saudi-Arabiens vollkommen unwidersprochen durch eine weitere US-Regierung, die es gänzlich darauf anlegt, die Region mit Hilfe der Monarchen vom Golf weiter im Würgegriff zu halten.

Verweise:

Übersetzung aus dem Englischen von http://anonhq.com/media-silent-saudi-arabia-devastates-yemen-famine/

 

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In Jemen versammeln sich Hunderttausende, um gegen den durch Saudi-Arabien geförderten Terror zu protestieren

in Welt

In der Hauptstadt Jemens gingen Hunderttausende auf die Straße, um gegen den anhaltenden militärischen Konflikt und die Bombardierung von Zivilisten zu protestieren.

Von Claire Bernish / The Free Thought Project

Sanaa, Jemen – Hunderttausende gingen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa auf die Straße, um am zweiten Jahrestag der Invasion sowohl gegen Saudi-Arabien als auch gegen die anhaltende militärische Offensive durch die US-unterstützte saudisch-geführte Koalition aus neun Nationen zu protestieren, die versucht, den Aufstand der schiitischen Huthi-Rebellen niederzuschlagen.

„Ich nahm an den Protesten gegen die Aggression (durch die saudisch-geführte Koalition) teil; vielleicht wird unsere Stimme in der Welt gehört, damit der Krieg beendet wird“, wurde der Protestierende Ahmed Mohsen von Associated Press zitiert, der zusammen mit anderen Kriegsmüden im Gedränge daran teilnahm, um zu versuchen, die Aufmerksamkeit auf den anderen großen Konflikt der USA zu lenken.

„Zwei Jahre der mutwilligen Gewalt und des Blutvergießens, Tausende Tote und Millionen von Leuten, die verzweifelt ihre Grundrechte auf Nahrung, Wasser, Gesundheit und Sicherheit in Anspruch nehmen wollen,“ schimpfte der UNO-Kommissar für Menschenrechte, Seid al-Hussein, „genug ist genug“.

Obwohl die offiziellen Teilnehmerzahlen noch nicht bestätigt worden sind, verstopften riesige Menschenmengen die Straßen der Hauptstadt, indem unterstützerische und direkte Aktionen durch das US-Militär unter der sich bildenden Trump-Regierung in den letzten Wochen beträchtlich erhöhten.

„Die Opferzahlen haben seit dem Beginn des Konflikts 10.200 überstiegen, wobei Berichten zufolge  40.000 Verletzte und mehr als drei Millionen Vertriebene hinzukommen“, wie das zugegebenermaßen staatlich geleitete RT berichtet: „Allein im letzten Monat wurden 106 Zivilisten bei Luftangriffen unter saudischer Führung getötet, erklärte die UNO in einer Presseveröffentlichung.“

Laut Associated Press riefen „die von schiitischen Huthi-Rebellen organisierten Proteste zur Unterstützung des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh und Huthi-Anführers Abdul-Malek al-Houthi zu einem Ende des Konflikts auf, der mehr als 10.000 Zivilisten getötet, über drei Millionen vertrieben und das verarmte Land an den Rand einer Hungerkatastrophe gebracht hat.“

Durch die saudische Invasion lastet ein Gesamtszenario aus sich verschlechternden Begleitumständen und heiklen politischen Handlungsweisen auf der geostrategisch äußerst wertvollen Nation, die an der Mündung zu der am meisten befahrenen kommerziellen Seeroute gelegen ist.

Tatsächlich hat die US-unterstützte Koalition für eine Blockade der Lieferungen gesorgt, um den verbleibenden Widerstand der international anerkannten Regierung von Abed Rabbo Mansour Hadi zu unterdrücken, was zu unerträglichen Konsequenzen geführt hat, die als Kriegsverbrechen eingestuft werden sollten.

Verhungern lassen.

Trotz einer fehlenden offiziellen Kriegserklärung und anhaltender Schlagzeilen aus dem gleichzeitig stattfindenden Syrien-Konflikt, hat sich die Situation zu einer schrecklichen humanitären Krise ausgeweitet.

„Überall wo man hingeht, sieht man die Leute in immer größerer Zahl in den Straßen betteln, man sieht, wie Leute den Müll durchwühlen, um zu überleben“, wird die humanitäre Koordinatorin der UNO für Jemen, Jamie McGoldrick, mit mahnenden Worten von der BBC zitiert.

Man hört katastrophale Geschichten darüber, dass Kinder sterben, weil sie keine medizinische Versorgung bekommen. Die Leute sterben an Mangelernährung, die Leute sterben an vermeidbaren Krankheiten. Es wird schlimmer, weil das Problem ist, dass sich die Wirtschaft in einer wirklich schlechten Verfassung befindet und der Bankensektor nicht funktioniert.

Erst letzten Monat berichtete das Welternährungsprogramm der UNO über das Ausmaß eines Problems, an dem sich die USA auf unentschuldbare Weise zum Komplizen gemacht haben, wie abc.net.au berichtet:

Jemen ist das am schlimmsten betroffene Land, indem es nach Beschreibungen der UNO „am Rande einer Hungersnot steht“. Mehr als 7,3 Millionen Leute brauchen dringend Nahrungsmittelhilfe und mehr als 460.000 Kinder leiden unter schwerer akuter Mangelernährung.

Wie Alex Emmons von The Intercept erklärt, „warnte die UNO letzte Woche, dass die Mehrheit der jemenitischen Bevölkerung leidet und am Rande einer Hungerkatastrophe steht. Der Unterstaatssekretär der UNO für humanitäre Angelegenheiten, Stephen O’Brien, kritisierte beide Seiten des Konflikts für die Einschränkung der Hilfslieferungen, sagte jedoch, dass die von den Saudis auferlegte Seeblockade teilweise verheerend für das Wüstenland sei, da es größtenteils auf den Import von Lebensmitteln angewiesen ist.

Die saudisch geführte Koalition hat auf unnachgiebige Weise Fischer angegriffen, die eine weitere Hauptnahrungsquelle in Jemen bereitstellen.

Die Situation hat sich verschlimmert, indem sich die saudisch unterstützten Kräfte darauf vorbereiten, die westliche Hafenstadt Hodeida zurückzuerobern, die einst die Zwischenstation von 70 Prozent der Nahrungsmittel und Hilfsimporte Jemens war. Zu Beginn des Krieges bombardierte Saudi-Arabien die Kräne, welche die Hafenarbeiter dazu benutzen, um die Schiffe zu entladen – wodurch das Arbeitstempo zu einem Schneckentempo verlangsamt wurde. Seitdem haben es die Luftangriffe durch die Koalition praktisch unmöglich gemacht, dass Hilfslieferungen den Hafen erreichen.

Für die USA dient Jemen als treibende Kraft hinter der Eskalation des Stellvertreterkrieges mit dem Iran, indem die Huthi-Rebellen – über die seit Langem Gerüchte kursieren, heimliche aber umfassende Unterstützung aus Teheran zu bekommen – offizielle Unterstützung in Form von Waffen, Finanzen und Logistik erhalten, um die saudische Koalition zu bekämpfen.

Reuters berichtet, dass ein ungenannter und unverifizierter leitender iranischer Regierungsbeamter behauptete, dass Generalmajor Qassem Soleimani von der al-Quds-Einheit angeblich letzten Monat eine Versammlung abhielt, durch die er nach Möglichkeiten suchte, um den Huthi-Aufstand zu unterstützen.

„Bei diesem Treffen kamen sie darin überein, den Umfang der Hilfe zu erhöhen, durch Training, Waffen und finanzielle Unterstützung“, sagte der anonyme Regierungsbeamte.

In Yemen findet der echte Stellvertreterkrieg statt und die Schlacht in Jemen zu gewinnen, wird dabei helfen, das Machtgleichgewicht im Nahen Osten zu definieren.

Indem für die Konfliktparteien soviel auf dem Spiel steht, hat es den Anschein, dass Jemen für die USA zum nächsten albtraumhaften Sumpf werden könnte, genau wie Afghanistan und Irak – gleichgültig, wie viele Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen, ihre Betroffenheit wegen des Krieges zum Ausdruck bringen, indem sie sich in ihrem Heimatland auf der Straße versammeln.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://www.trueactivist.com/hundreds-of-thousands-gather-in-yemen-to-protest-sponsored-saudi-terrorism/

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Hacker verfolgen ISIS-Twitter-Accounts zu ihren Internetadressen zurück und entdecken Überraschendes…

in Onlinewelt/Welt

Jugendliche Hacktivisten haben ein erstaunliches Netz aus unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehenden Interaktionen aufgedeckt. Darin bestehen Verbindungen zwischen Social Media-Accounts von ISIS und der britischen Regierung.

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@Newsweek: Wir wünschen einen verdammten Valentinstag, #MichelleObama! Wir beobachten dich, deine Mädchen und deinen Ehemann! #CyberCaliphate

(Im Februar 2015 wurde der Twitter-Account von Newsweek von ISIS gehackt)

Einer Gruppe von vier jungen Computerexperten zufolge die sich selbst VandaSec nennen, wird eine gewisse Anzahl von Social Media-Accounts, die Unterstützern des Islamischen Staat zugeordnet werden, von Internetadressen aus betrieben, die mit dem Department of Work and Pensions (etwa: Abteilung für Arbeit und Rente) in Verbindung stehen.

Der Mirror berichtet, das VandaSec Beweise dafür ausgegraben hat, die andeuten, dass mindestens drei ISIS unterstützende Accounts bis zum Londoner Büro des DWP zurückverfolgt werden können.

Falls ihr euch dessen nicht bewusst seid: Jeder Computer und jedes Mobiltelefon, das ihr dazu verwendet, um euch ins Internet einzuloggen, verwendet dafür eine IP-Adresse. Diese Adresse ist in gewisser Weise eine Identifikationsnummer, die dafür verwendet werden kann, um den Aufenthaltsort und den Verbleib von jemandem nachzuverfolgen – zu tracken.

VandaSec verfolgte die IP-Adressen, die von einem Trio aus unterschiedlichen digitalen Dschihadisten verwendet wurden, um auf ihre Twitter-Accounts zuzugreifen und darüber dann online zu rekrutieren und Propagana-Kampagnen zu streuen. Kurz darauf gaben sie ihre entscheidend wichtigen Erkenntnisse an Mirror Online weiter.

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Zunächst schien der Ursprung der IP-Adressen in Saudi-Arabien zu liegen. Aber als sie weiter nachforschten und dabei Spezialprogramme verwendeten, entdeckten sie, dass die IP-Adressen auf das Department of Work and Pensions in Großbritannien zurückverwiesen.

Einer der Hacker sagte dazu:

„Denkt ihr nicht auch, dass das seltsam ist? Wir haben diese Accounts bis nach London zurückverfolgt – der Hauptsitz des britischen Geheimdienstes.“

Die Erkenntnisse haben zu Gerüchten geführt, dass jemand innerhalb des DWP Accounts betreibt, die ISIS unterstützen. Natürlich besteht definitiv die Möglichkeit, dass das DWP diese Accounts verwendet, um Möchtegern-Dschidahisten aufzuspüren.

Aus diesem Grund wiederum verfolgte Mirror Online die IP-Adressen, die von den jugendlichen Hackern ermittelt worden waren und fand heraus, dass sie auf eine ganze Reihe von Transaktionen hindeuteten, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit zwischen Großbritannien und Saudi-Arabien stattgefunden hatten.

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Dabei wurde entdeckt, dass die britische Regierung Anfang dieses Jahres eine große Anzahl von IP-Adressen an zwei saudi-arabische Firmen verkauft hatte. Sobald der Handel abgeschlossen war, wurden die Adressen sodann von den Extremisten dafür verwendet, um ihre Nachrichten des Hasses weiterzuverbreiten.

Das DWP leugnete, diese IP-Adressen zu besitzen. Der Experte Jamie Turner von einer Firma namens PCA Predict entdecke allerdings auch eine Aufzeichnung des Verkaufs von IP-Adressen und fand heraus, dass eine große Anzahl im Oktober des Jahres 2015 nach Saudi-Arabien transferiert wurden. Ihm zufolge konnten die IP-Adressen deshalb immer noch bis zum DWP zurückverfolgt werden, weil die Einträge der Adressen noch nicht vollständig aktualisiert worden waren.

Dieser letztendlich zur Überführung ausreichende Beweis brachte das Cabinet Office dazu, den Verkauf von IP-Adressen an Saudi Telecom und an die in Saudi-Arabien ansässige Mobile Telecommunications Company Anfang des Jahres zuzugeben. Augenscheinlich wurde diese Transaktion als Teil eines größeren Projektes durchgeführt, „um eine große Anzahl der IP-Adressen des DWP loszuwerden.“

„Die Regierung besitzt Millionen von ungenutzten IP-Adressen, die wir verkaufen, um dabei viel für unsere hart arbeitenden Steuerzahler herauszuschlagen“, sagte ein offizieller Sprecher des Kabinetts. „Wir haben eine gewisse Zahl dieser Adressen an Telekommunikationsfirmen sowohl im Vereinigten Königreich als auch im internationalen Raum verkauft, so dass diese es ihren Kunden ermöglichen können, sich mit dem Internet zu verbinden. Wir erwägen mit großer Sorgfalt, welchen Firmen wir Adressen verkaufen, aber wie deren Kunden wiederum die Internetverbindung nutzen, unterliegt nicht mehr unserer Kontrolle.“

Es gibt keine Berichterstattung darüber, wie viel die Regierung mit dem Verkauf von IP-Adressen verdient hat, da diese Informationen als hochsensibel für den Handel eingestuft wurden.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass es hier einige Ungereimtheiten gibt, dann seid ihr mit diesem Eindruck nicht allein. Es gibt viele Hinweise darauf, dass die terroristische Organisation ISIS und die ‚Extremisten‘, die sie unterstützen, nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Lest euch dazu am besten einige weitere Artikel durch (insbesondere die letzten drei in den Quellen genannten Beiträge), um auch darüber noch mehr zu erfahren.

Was sagt ihr dazu? Teilt es uns in den Kommentaren mit und bitte teilt diese Nachricht!

Von Amanda Froelich für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

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Geleakte Dateien belegen, dass die USA beide Seiten des Kriegs in Jemen bewaffneten und trainierten

in Geopolitik

Direkt im Anschluss an die Veröffentlichung von mehr als 500 Dokumenten aus der US-Botschaft im jemenitischen Sanaa, erklärte WikiLeaks, warum speziell diese Enthüllung wichtig ist.

„Der Krieg in Jemen hat 3,15 Millionen intern vertriebene Personen hervorgebracht“, hieß es in einer Stellungnahme. „Obwohl die US-Regierung die meisten der Bomben zur Verfügung gestellt hat und tief in die Kriegsführung selbst verstrickt ist“, haben es westliche Nachrichtorganisationen nach Ansicht der Enthüllungsplattform versäumt, ihrer Aufgabe nachzukommen, die Öffentlichkeit umfassend über die amerikanische Beteiligung zu informieren.

Die Dokumente wurden sowohl unter Hillary Clinton als Außenministerin als auch während der ersten beiden Jahre von John Kerrys Amtszeit produziert und ausgetauscht und endeten just zu dem Zeitpunkt, als der Jemen-Krieg ausbrach.

Weil Jemen ein Gebiet des Nahen Ostens kontrolliert „durch das täglich 11 Prozent des täglichen Erdöls passieren“, berichtete WikiLeaks auf der ersten Seite der Jemen-Dateien, dass sich das Interesse Saudi-Arabiens auf das Arabische Meer konzentriere.

Indem der Iran und die USA ein Atomabkommen unterzeichnet haben – eine Entwicklung, die den Saudis nicht behagt – könnte die Rückkehr des Iran auf die globalen Ölmärkte bald Realität werden. Viele argumentieren, dass Saudi-Arabien aufgrund der engen Beziehungen des Iran zu Nachbarstaaten wie Syrien, Anlass zur Sorge über Konkurrenz durch die Präsenz des Iran hat.

Indem es über die zweitgrößten Ölreserven der Welt verfügt, bleibt das saudische Königreich weltweit ein wichtiger Öllieferant. Nichtsdestotrotz befindet sich sein Einfluss auf die globalen Ölmarkte im Niedergang, indem Länder wie Russland verstärkt mitmischen.

Als Iran auf den Plan trat, diente die Präsenz jemenitischer Huthi-Rebellen – einer schiitisch geführten, angeblich durch Iran unterstützten Miliz – als Rechtfertigung der saudischen Beteiligung. Indem sich die Gelegenheit zur Sicherstellung bietet, dass eine saudisch unterstützte Regierung über Jemen herrscht und der schiitische Einfluss aus der Region verdrängt wird, könnten die Saudis einen größeren Zugang zum Arabischen Meer bekommen, wo „weitere 20% des weltweiten Erdöls die Straße von Hormus passieren“. Andernfalls, fuhr WikiLeaks fort, könnte Iran letzten Endes „[Saudi-Arabiens] andere Öl-Lieferungspassage entlang des Roten Meeres“ behindern.

Während die Partnerschaft zwischen Saudi-Arabien und den USA in Jemen gut dokumentiert ist, wird ein direktes US-Engagement in Jemen oft vernachlässigt.

In einem der von WikiLeaks geleakten Dokumente sagte US-Oberst Randolph Rosin zu Generalmajor Ahmed Ali al-Ashwal – dem Generalstabschef der bewaffneten jemenitischen Truppen von April 2006 bis Dezember 2014 -, dass er „sich auf starke und fruchtbare Beziehungen zum gegenseitigen Nutzen freue“. Der Brief wurde im Februar 2014 geschrieben. Aber bereits lange davor, im Jahre 2010, gaben ebenfalls von WikiLeaks veröffentlichte Diplomaten-Depeschen zu erkennen, dass der Präsident Jemens zwischen 1990 und 2012, Ali Abdulla Saleh, „im Geheimen US-Truppen uneingeschränkten Zugang zu seinem Territorium [anbot], um unilaterale Angriffe gegen terroristische Ziele“ im Zusammenhang mit Al-Qaida auszuführen, was die enge Beziehung zwischen Saleh und der US-Regierung unterstreicht.

Später wurde Saleh auch beschuldigt, für die Bewaffnung von Huthi-Rebellen mitverantwortlich zu sein.

Außerdem zeigt ein Dokument des US-Zentralkommandos (USCENTCOM) vom November 2012, dass die Vorgehensweise der Behörde in Bezug auf die jemenitischen Waffen und den Trainingsplan – ein Abschnitt, der in ein Emergency Food Aid and Assess Security Assistance-Programm integriert ist – bei der Freigabe von Waffen zu einem frühen Zeitpunkt oder nach dem geplanten Datum, Pro und Contra abwägte, und dabei oft Bedenken zum Ausdruck brachte, die mit Maßnahmen in Zusammenhang stehen, die weitere Kontakte mit dem Kongress erfordern würden. Das in diesem Dokument aufgelistete militärische Material beinhaltet unter anderem Geländewagen, Maschinengewehre, Handfeuerwaffen, Granaten und Munition.

Während das Dokument zwar erst nach Salehs Rücktritt erschien, waren loyale Stammesangehörige Salehs und Regierungstruppen jedoch bereits zu der Zeit bekannt dafür, Teil des Huthi-Aufstands zu sein.

Die Enthüllungen bieten auch einen Einblick in die Verluste an militärischem Material, das Jemen von den USA zur Verfügung gestellt wurde, wozu Berichte von gestohlenen oder verlorenen Gütern gehören, einschließlich GPS-Positionsanzeigern, Batterien und ähnlichen Ausrüstungsgegenständen. Ein Bericht der zum US-Verteidigungsministerium gehörendenen Defense Security Cooperation Agency (DSCA) von Juli 2013, skizziert die US-Beteiligung, indem eine Liste von Trainings- und Bewaffnungsaktionen aufgelistet wird, die 2008 begannen und bis 2013 weitergingen – zwei Jahre, bevor in Jemen der Bürgerkrieg ausbrach.

Weiterhin erklärte Middle East Eye in einem Artikel von 2015, dass die Huthis nicht durch Iran bewaffnet worden sind. Stattdessen erwarb die Rebellengruppe „eine riesige Ansammlung von Waffen vom jemenitischen Schwarzmarkt“.

Neben den 40 bis 60 Millionen Waffen, die sich laut Schätzungen eines Berichts von UNO-Experten in Jemen im Umlauf befinden, erhielten die Huthis „zwischen 2004 und 2010 auch direkt von Befehlshabern des jemenitischen Militärs kontinuierlich Nachschub an modernen Waffen „.

Während derselben Periode, ergänzte Porter, „konnten die Huthis glücklicherweise einen weiteren Zustrom an Waffen organisieren, der im Laufe der vorangegangenen acht Jahre von den USA zur Verfügung gestellt wurde“, ein Programm, das später von Joseph Trevithick durch eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz enthüllt wurde.

Wie Porter hinzu fügte, hatte laut den Pentagon-Dokumenten, die Trevithick erhielt, „das Verteidigungsministerium von 2006 an ungefähr 500 Millionen Dollar an militärischer Ausrüstung an das jemenitische Militär geliefert“, einschließlich „in Russland hergestellten Hubschraubern, mehr als 100 Geländewagen mit den neuesten Panzerungen, Hunderten von Kleinlastern, raketengetriebenen Granaten, hochentwickelten Radios, Nachtsichtgeräten und Millionen Schuss Munition“.

In anderen Worten, ob sich die Regierung Barack Obamas dessen bewusst ist oder nicht, die gleiche Bewaffnung und das gleiche Training, das der jemenitischen Regierung im Laufe der Jahre zur Verfügung gestellt wurde, scheint in die Hände von Milizen gefallen zu sein, deren größter Feind ein enger US-Verbündeter ist: Saudi-Arabien.

Wenn die durch WikiLeaks veröffentlichten Jemen-Dateien irgendetwas beweisen, dann wieder einmal, dass die amerikanischen Interventionen im Nahen Osten bestenfalls im Namen ihrer „Verbündeten“ ausgeführt wurden. Schlimmstenfalls wurden sie von korrupten Regierungsbeamten mit Verbindungen zum saudischen Königshaus ausgeführt.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von TheAntiMedia.org

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Die Medien schweigen darüber, dass die USA und Saudi Arabien absichtlich 14 Millionen jemenitische Zivilisten verhungern lässt

in Menschenrechte

Während wiederholt Berichte in Bezug auf Saudi-Arabiens tödliche Aktionen in Jemen auftauchen, ignorieren die Medien weiterhin überwiegend die unverblümte und verheerende Aggression, die gegen die jemenitische Zivilbevölkerung von Seiten US-Verbündeter ausging. Stattdessen bauschen sie ständig die russischen Aktionen in Syrien auf.

Aber erst kürzlich, am 30. Oktober 2016, berichtete der Guardian, dass die US-amerikanisch und britisch unterstützte saudische Koalition einen Luftschlag auf einen Gefängniskomplex im westlichen Jemen ausführte, wodurch mindestens 58 Menschen getötet wurden. Die Opfer waren zumeist Gefangene, die Strafen für geringfügige Vergehen absaßen.

Gefangene mit hochentwickelten Waffen anzugreifen, ist eine der niederträchtigsten Formen von Barbarei, angesichts der Tatsache, dass Gefängnisinsassen in einer Falle festsitzen, ohne eine Möglichkeit zu entkommen.

Dieses Ereignis folgte einem kürzlichen saudischen Angriff auf eine jemenitische Beerdigung, durch den über 140 Zivilisten getötet und über 500 andere verletzt wurden, was passenderweise als „See aus Blut“ bezeichnet wurde.

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Für viele Teilnehmer der Trauerfeier im Jemen kam jede Hilfe zu spät. Über 140 Tote und über 500 Verletzte.

Die USA und ihre so genannten Verbündeten spielen ein gefährliches Spiel der Peinigung des jemenitischen Volkes. In den Fällen, in denen hochentwickelte Bomben (einschließlich verbotener Munition aus britischer Herstellung) versagen, durch die Zivilisten direkt angegriffen werden, hat die Koalition ausgedehnte Angriffe auf die grundlegenden Bedürfnisse der jemenitischen Zivilisten gestartet, die nun zu einer weit um sich greifenden Hungersnot geführt haben.

Laut Martha Mundy, einer emeritierten Professorin der London School of Economics, hat die saudische Koalition zu Militärschlägen gegen landwirtschaftlich genutzte Flächen ausgeholt. Angesichts dessen, dass nur 2,8 Prozent des jemenitischen Landes kultiviert sind, argumentierte sie, dass „man schon genau zielen müsse, um die kleine Menge an Ackerland zu treffen“.

Weiterhin wies sie darauf hin, dass die saudische Koalition „es absichtlich auf die Lebensmittelproduktion abgesehen hatte, und dies auch weiterhin tut, und nicht einfach nur auf die Landwirtschaft auf den Feldern“. Die Koalition hat sowohl die Transportwege angegriffen, welche die Hilfsorganisationen zum Transport von Nahrungsmitteln benutzen, als auch Märkte, Geschäfte, Fabriken und Lebensmitteltransporter.

Dieser direkte Angriff auf die Infrastruktur der Zivilbevölkerung in Zusammenhang mit einer Blockade, die durch Saudi-Arabien auferlegt wurde, hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Die UNO hat gewarnt, dass mindestens 14 Millionen jemenitische Zivilisten – über die Hälfte seiner Bevölkerung – am verhungern sind.

Und was haben die USA als Reaktion darauf unternommen? Sie haben ihrerseits Jemen direkt angegriffen. Vermutlich ist Obama sehr besorgt über die Menschenrechtssituation in Syrien, und er ist zurzeit deswegen in der Lage, ungestraft die Assad-Regierung zu kritisieren, weil die Verantwortung für den Krieg in Jemen weitgehend der saudisch geführten Koalition in die Schuhe geschoben wird. Jedoch sind die USA kein passiver Spieler im jemenitischen Konflikt. Viele Jemeniten glauben, dass die USA hinter dem derzeitigen Konflikt stecken, und die amerikanische Regierung hat der saudisch geführten Koalition allemöglichen Arten von Unterstützung gewährt, um ihre Angriffe auf das Land durchzuführen. Nichts davon berücksichtigt die Tatsache, dass Obama seit Jahren Jemen mit Drohnen bombardiert, was bereits Tausende von Zivilisten das Leben gekostet hat.

Die USA sind sich durchaus darüber bewusst, dass das derzeitige Vorgehen der Saudis, sogar mit amerikanischer und britischer Unterstützung absolut unzureichend ist, um Krankenverhäuser zu verschonen. Stattdessen sind sie erfahren im Umgang damit, den massenhaften Tod von Zivilisten zu verursachen – und die westlichen Mächte unterstützen weiterhin den Großangriff. Der Mangel an Mitgefühl mit dem jemenitischen Volk wurde auf brillante Weise durch den neu ernannten britischen Außenminister Boris Johnson – Großbritanniens Version von Donald Trump – zum Ausdruck gebracht, als er bemerkte, dass jemand anders an die Saudis „mit Freuden Waffen liefert“, wenn es die Briten nicht mehr tun würden.

Weiterhin sagt einem die Tatsache, dass die US-unterstützte saudische Koalition ein Land auf der arabischen Halbinsel angreift, in dem sowohl ISIS als auch Al Qaida beheimatet sind, aber innerhalb einer 19-monatigen Periode überhaupt nicht versucht hat, diese beiden Gruppen zu treffen, alles, was man über den verlogenen Krieg gegen den Terror wissen muss.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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