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Geopolitik

UK-Parlament kritisiert Zahlung von 200 Mio. Pfund an syrische Opposition: „Geld geht an Islamisten“

in Geopolitik/Welt

Von rt.com

Im britischen Parlament hat es eine hitzige Diskussion darüber gegeben, was mit den 200 Millionen Pfund geschieht, welche jährlich an die sogenannte syrische Opposition fließen. RT sprach dazu mit der britischen Politikerin Caroline Cox.

 

Laut ihrer Einschätzung geht das Geld an gewaltbereit Islamisten, da es de facto keine moderate Opposition in Syrien gibt. Cox bereiste in den letzten Jahren mehrmals als Abgeordnete des britischen Parlaments Syrien.

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Kurdisches Bündnis nimmt Syriens größtes Erdölfeld unter eigene Kontrolle

in Geopolitik/Welt

Von rt.com

Ein kurdisch geführtes Bündnis hat eigenen Angaben zufolge das größte Ölfeld Syriens im Nordosten des Landes erobert. Wenige Tage nach der Einnahme der ehemaligen IS-Hochburg Rakka vertrieben die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) die Dschihadisten am Sonntag auch vom Al-Omar Ölfeld im Gouvernement Provinz Deir ez-Zor.

Auch Syriens Regierungstruppen rücken in der Region gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ vor. Im vergangenen Monat haben die SDF bereits das größte Gasfeld von den Terroristen befreit. Am Dienstag verkündeten sie die Befreiung Rakkas. Dem Bündnis gehören neben den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG auch arabische Kämpfer an. Die SDF werden von der Internationalen Anti-IS-Koalition unter Führung der USA unterstützt. (dpa)

 

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Fox-News-Moderator lässt die mediale „Bombe“ platzen: „Putin kontrolliert amerikanische Atombomben“

in Geopolitik

Von rt.com

Der Fox-News-Moderator und Trump-Anhänger Sean Hannity hatte für Dienstag eine große Enthüllung angekündigt. Die mediale Bombe bezog sich auf einen Bericht von The Hill, wonach die russische Industrie 2009 Einfluss auf den US-Uranmarkt erlangt habe.

 

Einen Tag vor der „Enthüllung“ twitterte der Fox-News-Moderator Sean Hannity:

Tick-tack, morgen macht es bumm.

Als es so weit war, nahm Hannity auf Fox News Bezug auf einen Bericht von The Hill mit dem Titel: „FBI deckte russische Bestechungsaffäre auf, bevor Obama-Administration kontroverse Nuklearabkommen mit Moskau absegnete“. Nutznießer der Geschäfte zwischen Moskau und Washington sollen der ehemalige Präsident Bill Clinton und dessen Frau mit ihrer Stiftung gewesen sein.

Bezug nahm Hannity auch auf das Buch von Peter Schweizer, der sich in „Clinton Cash“ mit den Praktiken zur Vermögensakkumulation vonseiten der Clintons befasst hatte. Hannity äußerte bereits in einem früheren Statement bei Fox News:

Hillary Clinton und ihr Mann verkauften Amerika an die Russen. […] Clinton gab Wladimir Putin die Kontrolle über amerikanisches Uran.

Haben sich die Clintons auf Kosten der US-amerikanischen Sicherheit bereichert?

Reaktionen in den sozialen Medien folgten sogleich und bezogen sich vornehmlich auf die Transaktionen aufseiten der Clintons:

https://twitter.com/SusanStormXO/status/920471456655577088?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59226-hannity-laesst-mediale-bombe-platzen%2F

https://twitter.com/sandywebtx/status/920468245190270981?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59226-hannity-laesst-mediale-bombe-platzen%2F

Durch das Geschäft habe Clinton ein massives „Sicherheitsrisiko für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in den USA geschaffen“. Hannity ließ es klingen, als bedrohe Russlands Präsident Wladimir Putin amerikanische Kinder.

Im Jahr 2010 segnete die Obama-Regierung einen Deal mit Moskau ab, durch welchen Russland Kontrolle über große Teile amerikanischen Urans erlangte, so The Hill. Das FBI hätte zuvor erhebliche Beweise dafür gefunden, dass russische Vertreter der Nuklearindustrie in Bestechung, Schmiergeldflüsse und Geldwäsche involviert gewesen seien. Ziel soll es gewesen sein, Wladimir Putins Geschäft mit der Nuklearenergie in den Vereinigten Staaten auszubauen.

V-Mann als Quelle des FBI

Als Quelle für das FBI habe ein V-Mann der Amerikaner gedient, der in der russischen Nuklearindustrie tätig war. Dieser habe heimlich Aufnahmen erstellt und E-Mails abgefangen, die belegt haben sollen, dass Moskau eine amerikanische Firma zum Zwecke der Uranlieferung bestochen habe. Von US-amerikanischer Seite wurde bis dato nichts gegen die Darstellung unternommen.

Der Artikel von The Hill kritisiert den Verkauf der kanadischen Bergbaufirma Uranium One an die russische Firma Rosatom, die dazu geführt hätte, dass Moskau sich 20 Prozent des US-amerikanischen Uranangebots angeeignet habe. Im Jahr 2011 erhielt die Tochtergesellschaft Rosatoms „Tenex“ unter der Obama-Regierung die Erlaubnis, kommerzielles Uran an US-Nukleranlagen in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Enrichment Corp. zu verkaufen.

Trump-Ermittlungen unter dem Motto „Haltet den Dieb“

Hannity hebt in seinem Videobericht zum Artikel heraus, dass die Obama-Regierung trotz ihres Wissens um diese Geschäfte zwischen Moskau und Washington nicht agiert habe. Obama habe Geschäfte mit Moskau vorangetrieben, die Russland geholfen und die US-amerikanische Sicherheit bedroht hätten.

Fünf Jahre lang habe die amerikanische Gesellschaft hiervon nichts gewusst. Hannity schlägt eine Brücke zu den derzeitigen Ermittlungen über angebliche Verbindungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russland, wodurch nur amerikanische Gelder verschwendet würden. Bis jetzt gab es keine Beweise für eine solche Zusammenarbeit. Nun gäbe es aber den Beweis, dass Hillary Clinton die USA in Gefahr gebracht hat. Und hierauf, so Hannity, sollten sich die Medien konzentrieren.

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Hillary Clinton: WikiLeaks ist eine Filiale des russischen Geheimdienstes – Assange kontert

in Geopolitik

Von rt.com

Schon oft hatte Hillary Cllinton für ihre Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr Russland verantwortlich gemacht. Nun erklärt sie, die Enthüllungsplattform WikiLeaks sei eine Außenstelle des russischen Geheimdienstes. Deren Gründer Julian Assange kontert.

 

In einem am Montag ausgestrahlten Interview mit dem australischen Fernsehsender ABC TV machte die gescheiterte US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton erneut Russland und WikiLeaks für ihre Niederlage verantwortlich. Dieses Mal ging sie sogar so weit, die Enthüllungsplattform als Filiale des russischen Geheimdienstes zu bezeichnen:

WikiLeaks ist jetzt leider praktisch eine hundertprozentige Tochter des russischen Geheimdienstes.

WikiLeaks Gründer Julian Assange sei ein „nihilistischer Opportunist“, der das „Geschäft eines Diktators“ betreibe – Clinton meint damit den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

WikiLeaks hatte während des laufenden Wahlkampfs E-Mails aus den Reihen der Demokraten veröffentlicht, die deren Präsidentschaftskandidatin in einem ungünstigen Licht erschienen ließen. Nach Ansicht von US-Geheimdiensten gelangten die E-Mails über russische Hacker, die in die Rechner der Parteizentrale der Demokraten („DNC-Hack“) eingedrungen waren, an die Enthüllungsplattform. Dabei handelte es sich um die Korrespondenz von Clintons Wahlkampfleiter John Podesta.

Für diese Behauptung, die Spiegel-Online am Sonntag als „Tatsache“ bezeichnete, wurden bislang keinerlei Beweise vorgelegt. Forensische Untersuchungen sowie Zeugenaussagen sprechen hingegen dafür, dass die E-Mails von einem Insider an WikiLeaks weitergegeben wurden.

„Teuflische Operation“ von Moskau und WikiLeaks

Von allen Fakten unbeirrt macht Hillary Clinton weiterhin Russland und WikiLeaks für ihr desaströses Wahlergebnis verantwortlich. Bereits innerhalb von 24 Stunden nach ihrer überraschenden Niederlage hatte sie ihr Team auf eine einheitliche Argumentationslinie eingeschworen: Schuld für das Wahldesaster tragen Moskau beziehungsweise die vom Kreml befehligten Hackerangriffe auf Rechner der Demokraten.

Besonders verdächtig findet Clinton den Zeitpunkt der von WikiLeaks veröffentlichten E-Mails: Nur Stunden zuvor wurde eine heimlich angefertigte Tonaufnahme in den Medien veröffentlicht, in der Donald Trump zu hören ist, wie er sich sexistisch über Frauen äußert („Grab them by the pussy“).

Mit der Veröffentlichung der Podesta-E-Mails habe WikiLeaks von dem skandalösen Trump-Tape ablenken wollen, so Clinton gegenüber ABC TV. Sie sprach dabei von einer „äußerst cleveren“ und „teuflischen“ Maßnahme, bei der es sich um eine „konzertierte Operation“ von Moskau und WikiLeaks gehandelt habe. Über Assange sagte die ehemalige First Lady:

Wenn er so ein Vorkämpfer der Meinungsfreiheit ist, warum veröffentlicht WikiLeaks dann nie etwas, was aus Russland kommt? Man findet keine schädlichen, negativen Informationen über den Kreml auf WikiLeaks.

„Notorische Lügnerin“ – Julian Assange kontert 

Daraufhin erinnerte der Gescholtene auf Twitter daran, dass die Enthüllungsplattform erst vor drei Wochen geleakte Dokumente veröffentlicht hat, die die mutmaßliche Kooperation des russischen Geheimdienstes FSB mit einem privaten Telekommunikationsanbieter zum Inhalt haben.

https://twitter.com/JulianAssange/status/919666829873897472?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59108-hillary-clinton-wikileaks-ist-filiale-des-russischen-geheimdiensts%2F

Zu der von ihm als „Verschwörungstheorie“ bezeichneten Behauptung Clintons, der Zeitpunkt der E-Mail-Publikation sei bewusst gewählt worden, um von Trumps Sexismus-Skandal abzulenken, sagte Assange:

Es war bereits seit Tagen überall in den Medien ein Thema, dass eine Veröffentlichung unsererseits über die bevorstehenden Wahlen ansteht. Wir wollten damit am besagten Morgen beginnen. Es war das Trump-Tape, dessen Veröffentlichung von Montag auf Freitag vorverlegt wurde.

Der gebürtige Australier verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Inhalt der inkriminierenden Trump-Aufnahme den Verantwortlichen beim Sender NBC schon lange bekannt war. Sie wählten demnach den Zeitpunkt der Veröffentlichung bewusst so, um einen möglichst großen Einfluss auf das Rennen um die Präsidentschaft nehmen zu können.

Zuvor hatte der Gründer der Enthüllungsplattform Clinton in einem Tweet als „notorische Lügnerin“ bezeichnet. Assange machte zudem darauf aufmerksam, dass im Gegensatz zu ihr sowohl der scheidende US-Präsident Barack Obama, als auch Ex-FBI-Chef James Comey sowie der ehemalige Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper öffentlich erklärten, es gebe keine direkten Verbindung zwischen Russland und WikiLeaks.

https://twitter.com/JulianAssange/status/919674648152993793?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59108-hillary-clinton-wikileaks-ist-filiale-des-russischen-geheimdiensts%2F

Für Spekulation sorgte eine langkettige Zahlenfolge, die Assange zeitgleich in einem Tweet veröffentliche. In ihren Kommentaren zeigten sich viele Nutzer des Kurznachrichtendienstes davon überzeugt, es handele sich dabei um einen Verschlüsselungscode. Manche sehen darin ein Indiz für eine bevorstehende Offenlegung weiterer Machenschaften von Hillary Clinton.

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Nordkoreanische Hacker entwenden US-amerikanisch-südkoreanische Pläne zur Ermordung Kim Jong-uns

in Geopolitik/Onlinewelt/Welt

Hacker aus Nordkorea haben Berichten zufolge ein großes Cache geheimer Militärdokumente von Südkorea entwendet, einschließlich detaillierter Einsatzpläne in Kriegszeiten unter Beteiligung der Vereinigten Staaten und Plänen zur Ermordung des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong-un.

Rhee Cheol-hee, ein Abgeordneter der südkoreanischen Regierungspartei, sagt, die Hacker seien im September 2016 in das Defense Integrated Data Centre in Seoul eingedrungen und hätten sich Zugang zu 235 Gigabyte an sensiblen Daten verschafft. Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat sich bisher geweigert, die Behauptung zu kommentieren.

 

Obwohl Rhee sagte, dass 80% der durchgesickerten Dokumente noch identifiziert werden müssten, bestätigte er, dass das Notfallkonzept für die südkoreanischen Einsatzkräfte, Einzelheiten über gemeinsame Militärübungen mit den USA sowie Informationen über wichtige militärische Einrichtungen und Kraftwerke gestohlen wurden.

Unter den Dateien befand sich auch der Einsatzplan 5015, der sich auf „den jüngsten Seoul-Washington-Plan zur Bewältigung eines uneingeschränkten Krieges mit Pjöngjang“ bezieht, „der Berichten zufolge detaillierte Vorgehensweisen zur ‚Enthauptung‘ der nordkoreanischen Staatsführung“ beinhaltet, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Im Mai erhob Südkorea Vorwürfe gegenüber Nordkorea, einen Cyberangriff im Schilde zu führen und eine große Menge an Daten zu stehlen. Obwohl man davon ausgeht, dass Nordkorea über speziell ausgebildete Hacker im Ausland verfügt, einschließlich in China, bestreitet das Land, es auf Internetseiten und Einrichtungen der südkoreanischen Regierung abgesehen zu haben und beschuldigt stattdessen Südkorea, die Behauptungen „zu erfinden“, um einen neuen Krieg anzuzuetteln.

 

Verweise:

 

 

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Nach angeblichem Beschuss: Israelische Kampfflugzeuge greifen Syriens Luftabwehr an

in Geopolitik/Welt

Von rt.com – Bild: Reuters

Israelische Kampfflugzeuge haben angeblich eine syrische Flugabwehrbatterie angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das israelische Militär. Laut israelischem Militär beschoss die syrische Armee einen Jet, während dieser einen „Routineflug“ über dem Libanon unternahm.

Die Flugabwehrbatterie wurde Berichten zufolge 50 Kilometer östlich von Damaskus angegriffen. Die Flugzeuge, von denen das israelische Militär sagte, sie wurden zuvor beschossen, während sie sich auf einer sogenannten Aufklärungsmission befanden, wurden nicht beschädigt.

Der Pressesprecher der israelischen Armee twitterte am Vormittag:

Heute früh wurde von Syrien aus eine Flugabwehrrakete in Richtung IDF-Flugzeug während eines Routineflugs über den Libanon abgeschossen. Keine Treffer bestätigt.

Israel wandte sich unverzüglich mit dem Vorfall an Russland und beschuldigte die Regierung in Damaskus einer „klaren Provokation“, erklärte das israelische Militär laut dem Nachrichtenportal Haaretz. Allerdings ist alleine ein „Routineflug über dem Libanon“ durch einen israelischen Kampfjet ein Bruch des Völkerrechts und der Souveränität des Libanons.

„Das syrische Regime ist für jeden Schuss von seinem Territorium aus verantwortlich. Wir sehen diesen Vorfall als klare Provokation und werden ihn nicht zulassen“, zitierte Haaretz den israelischen Armeesprecher weiter.

Haaretz berichtete, dass die syrische Luftabwehr eine Abwehrrakete vom sowjetischen Bautyp S-200 abfeuerte. Die israelische Luftwaffe reagierte mit der Zerstörung der syrischen Batterie. Isrealischen Angaben nach feuerten die Kampfjets vier Raketen ab.

Abschließend betonte das israelische Militär:

Die Beibehaltung der relativen Stabilität ist im gemeinsamen Interesse. Wir haben kein Interesse, die Situation zu destabilisieren.

 

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Götterdämmerung in Paris – Macron und der Ausverkauf Frankreichs

in Geopolitik/Welt

Von rt.com – Bild: Reuters © Francois Mori

Selten wurde ein junger Politiker so über den grünen Klee gelobt, wie der französische Präsident Emmanuel Macron. Doch das war bevor er zum Präsidenten gewählt wurde. Mittlerweile befinden sich seine Umfragewerte im freien Fall. Auf den Straßen Frankreich gärt es wieder.

von Pierre Lévy, Paris

Noch ist man von einer Revolution in Frankreich weit entfernt. Aber Emmanuel Macron schaut beunruhigt auf die immer häufigeren Zeichen sozialer Mobilisierung. Am 10. Oktober waren die Beamten zum Streik aufgerufen und gingen im ganzen Land auf die Straße. Die Polizei berichtete von insgesamt 209.000 Demonstranten, die französische Gewerkschaft CGT von 400.000.

Es ist zehn Jahre her, dass ein solches Niveau zuletzt erreicht wurde. Im Übrigen haben die neun Gewerkschaften, bei denen Beamte des öffentlichen Dienstes organisiert sind, seit zehn Jahren nicht zusammen demonstriert. Ein Zeichen. Die Unzufriedenheit währt schon lange, hat sich aber in letzter Zeit verstärkt. Der Präsident hat nicht verschwiegen, dass er in den nächsten fünf Jahren 120.000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen will.

Die Demonstranten jedoch wissen bereits jetzt von dramatischen Situationen in Krankenhäusern, Schulen und Gerichten zu berichten, in denen manchmal selbst elementare Mittel fehlen. Die Kaufkraft lässt immer mehr nach; für viele wird das unerträglich. Außerdem wurden verschiedene Maßnahmen wie die Erhöhung des CSG (allgemeiner Sozialbeitrag) angekündigt.

Auf der Gehaltsabrechnung dürfte sie sich als Verringerung des Nettoeinkommens bemerkbar machen. Es ist ebenfalls vorgesehen, Restriktionen für krankheitsbedingte Fehlzeiten aufzuerlegen. Ende Oktober könnte sich die Bewegung wieder bemerkbar machen. Sie reiht sich unter anderem in die vielen Demonstrationen gegen die „Verordnungen“ ein. Dabei handelt es sich um direkt von der Exekutive verfasste Gesetzestexte, die sich in diesem Fall auf das französische Arbeitsrecht beziehen.

Es ist wohl nicht übertrieben anzumerken, dass die in hundert Jahren Arbeiterkampf von den Arbeitnehmern errungenen Garantien auf dem besten Weg sind, einfach so zerschmettert zu werden. Es stimmt schon, dass die Bewegung bereits unter der Regierung von François Hollande und sogar davor begonnen hatte. Doch der gegenwärtige Herr im Elysée-Palast will die Arbeit zu Ende bringen. Auf dem Programm stehen: „Auflockerung“ des Kündigungsschutzes; Erleichterungen für die Arbeitgeber, wenn es darum geht, Vergütung und Arbeitszeit nach unten zu korrigieren; Verringerung der Arbeitnehmervertretungsinstanzen in den Unternehmen.

Zudem hat Emmanuel Macron bereits angekündigt, dass bald auch die soziale Absicherung (Renten, Arbeitslosengeld) und die Berufsausbildung „reformiert“ werden sollen. Der ehemalige Rothschild-Bankier greift aber nicht nur auf sozialer Front ein. Vor einer Woche hat er bereits abgesegnet, dass der Siemens-Konzern das Aushängeschild der französischen Eisenbahnbranche, Alstom, übernimmt. 2014 war er als Wirtschaftsminister bereits daran beteiligt, als Alstom-Energie an den amerikanischen Riesenkonzern General Electric verschachert wurde.

Die großen französischen Werften werden unter die Kontrolle der italienischen Unternehmensgruppe Fincantieri gelangen. Monopoly-Spielzüge in der Verteidigungsindustrie dürften noch folgen. Diese Maßnahmen haben ausnahmslos direkt mit der europäischen Integration zu tun. Sowohl beim Arbeitsrecht als auch bei den Sparmaßnahmen ist es die Kommission, die vergleichbare Gesetze in allen Mitgliedsstaaten der EU organisiert, wie noch vor Kurzem in Italien der Fall war, in Spanien und morgen in den Niederlanden, so verkündete es die am 10. Oktober neu gegründete Koalition.

Natürlich lassen sich weder Emmanuel Macron noch seine Kollegen aus den anderen Ländern lang bitten. Sie setzen sehr wohl ihre Orientierung zugunsten der europäischen Oligarchien in die Tat um. Sollten aber neue Mehrheiten oder neue Regierungschefs das Abenteuer wagen wollen, eine andere Richtung einzuschlagen, würden die europäischen Verträge und Mechanismen sie sofort daran hindern.

Dieser zwingende Rahmen ist kein Mangel der Europäischen Union, sondern deren Daseinsberechtigung: Jedem Volk die Freiheit entziehen, eine andere Orientierung haben zu wollen als die der „Schicksalsgemeinschaft“. Seit ihrer Gründung im Jahre 1958 war der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Arbeit und Kapital ein erklärter und existenzieller Grundstein der EWG.

Es wäre müßig, an eine Veränderung der EU von innen heraus zu glauben. Da könnte man auch davon träumen, die Mafia in eine humanitäre Organisation zu verwandeln, indem man einfach Paten an deren Spitze setzt, denen das soziale Wohlergeben etwas mehr am Herzen liegt. Die französischen Demonstranten gehen also auch – zwar nicht alle, aber schon viele bewusst – gegen die Logik der europäischen Integration auf die Straße. Das wird dem französischen Präsidenten kaum gefallen, nachdem er versucht hatte, sich den Anschein eines Jupiters zu geben, um in Athen die „europäische Ambition“ zu preisen.

Könnte sein, dass er schnell von seiner Wolke herunterklettern muss.

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Wahl in Österreich: Vom Globalen zum Nationalen – Kurz wird zu Merkel-Gegner

in Geopolitik/Welt

Von rt.com

Österreich rückt nach rechts, auch weil die dortigen Bürgerlichen dies taten. Was verhalf der ÖVP von Sebastian Kurz zum Sieg? Laut Experten perfekter Wahlkampf und politisches Gespür gleichermaßen. Das Wahlergebnis wird auch für Berlin folgenschwer sein.

Der Sieg des 31-jährigen Sebastian Kurz bei der vorgezogenen Nationalratswahl in Österreich wird nach Ansicht eines Experten die Debatte über die künftige Aufstellung der bürgerlich-konservativen Parteien in Europa befeuern.

Kurz: Perfekter Wahlkampfauftritt

Da gibt es jetzt einen interessanten Gegenentwurf zu Merkel und der CDU“, sagte der Salzburger Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch der dpa.

Kurz habe in großer strategischer Perfektion das Zuwanderungsthema aufgegriffen, indem er die bürgerlich-konservative ÖVP weiter rechts positioniert habe. „Außerdem hat er die Wendestimmung im Land am besten eingefangen.“

Die Übertragbarkeit des Vorgehens sei allerdings schwierig. In für Konservative bisher ungewohnter Weise habe Kurz auch unter jungen Wählern viel Zustimmung erfahren.

Die Person Kurz war das perfekte Paket“, sagte Heinisch

AfD als künftige FPÖ?

Wenn es eine Partei in Europa gibt, die auch für die deutsche AfD als Vorbild dienen kann, ist es die Freiheitliche Partei Österreichs mit Heinz-Christian Strache (48) an der Spitze. Die FPÖ habe „eine gewisse Verbindung zur AfD“, so Alexander Gauland zur dpa nach der Wahl. Im Vergleich zur AfD sei die FPÖ aber zumindest im Ton viel moderater, meint derPolitikwissenschafter Heinisch.

Beide Parteien sind in ganz anderen Lebenszyklen“, sagte er.

Die FPÖ ist eine der ersten nationalkonservativen Parteien, die es nach 1945 in einem nicht autoritär regierten Staat Europas in eine Regierung geschafft haben. Sie prägt seit Jahrzehnten die Politik in Österreich mit und hat sich bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1956 als dritte Kraft etabliert. In den Jahren 1983 bis 1986 – damals als eher liberale Partei – sowie 2000 bis 2005 war sie Teil einer Regierungskoalition. Nach einer langen Phase in der Opposition kann sie nun wieder zum Koalitionspartner der ÖVP auf Bundesebene werden.

Die Schnittmengen zwischen den beiden Parteien sind mehr als deutlich. Die Reaktion der AfD auf das Wahlergebnis in Österreich ist hier beispielhaft: Auch Kurz habe als Außenminister durch Entscheidungen in der Migrationsfrage deutlich gemacht, dass Österreich „ein Bollwerk gegen eine Masseninvasion fremder Menschen ist“, sagte Alexander Gauland.

Mit seiner eigenen, betont migrations- und islamkritischen Agenda hat Sebastian Kurz möglicherweise sogar einen noch größeren Erfolg der FPÖ verhindert. So forderte er nicht nur einen kompletten Stopp der illegalen Migration, sondern auch die Schließung aller muslimischen Kindergärten in Österreich. In den Großstädten hat der FPÖ zudem der Antritt der linkspopulistischen Grünen-Abspaltung des langjährigen Abgeordneten Peter Pilz geschadet, der – ähnlich wie Jean-Luc Mélenchon in Frankreich – progressive Gesellschaftspolitik mit scharfen Anti-Islam-Tönen verband.

Auch als Vize-Partner kann die Koalition mit der ÖVP für die FPÖ komfortabel sein. Dennoch wollen sich die Rechtsnationalen noch nicht festlegen. Generalsekretär Herbert Kickl sagte am Wahlabend, es sei für die FPÖ weniger interessant, ob sie an der Regierung oder in der Opposition sei, entscheidend wäre vielmehr, wo sie den stärkeren Druck ausüben könne.

SPÖ: Respektables Ergebnis trotz widriger Umstände

Angesichts des dominierenden Themas Zuwanderung und zur Unzeit aufgedeckter Skandale wie jenes um den Ex-Berater Tal Silberstein haben die Sozialdemokraten unter Kanzler Christian Kern nach Ansicht von Heinisch noch ein einigermaßen „respektables Ergebnis“ eingefahren. Kern treffe aber eine erhebliche Verantwortung, dass die in Österreich in den 1970er Jahren sogar noch mit absoluter Mehrheit regierende SPÖ nun auch Platz eins in der Wählergunst verloren hat.

Er hat den Kanzlerbonus durch misslungene Auftritte und widersprüchliche Aussagen verspielt“, meinte Heinisch.

Die SPÖ hätte viel früher konsequent sozialdemokratische Themen wie soziale Gerechtigkeit bespielen müssen.

Die Grünen wiederum, die sogar um den Einzug ins Parlament bangen müssen, haben nach den Worten von Heinisch fast alles falsch gemacht. Die Warnung der Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek vor einer ÖVP-FPÖ-Regierung habe die Klientel der Grünen in hohem Maß veranlasst, genau deshalb die SPÖ zu wählen. Zudem hat die Partei in den Großstädten an die Liste Pilz verloren und auf dem Land gingen einige grüne Stimmen zurück an die ÖVP. Auch bürgerlich-liberale Kreise innerhalb der ländlichen Bevölkerung scheinen die Positionen der Grünen unter Lunacek als zu extrem wahrgenommen zu haben.

Willi Wimmer zur Wahl: Zeitenwende

Der ehemalige Sicherheitspolitiker der CDU und Merkel-Kritiker Willi Wimmer sieht in dem Wahlergebnis in Österreich „nicht mehr und nicht weniger als eine Zeitenwende“.

Wien wird mit diesem Ergebnis der deutsche Rivale für das abgehobene und menschenferne Berlin. In Deutschland werden sich die Gewichte verschieben, denn die politische Signalwirkung aus Österreich wird weit nach Deutschland abstrahlen und hineinwirken. Die Themen, die in Österreich offen und freimütig diskutiert worden sind, treiben auch Deutschland um“, sagte er gegenüber Sputnik.

Künftige Russlandpolitik: Skepsis gegenüber Sanktionen

Niemals seien die ÖVP und die FPÖ so gleich stark aufgetreten, schreibt RIA-Nowosti, früher habe das starke Ergebnis der einen Partei immer den Stimmenverlust der anderen bedeutet – sogar 1999, als der damalige VP-Spitzenkandidat Wolfgang Schüssel als Dritter in der Wählergunst mithilfe der FPÖ Kanzler wurde. Das habe nicht nur allein mit Migrationsfrage zu tun. Das zeige den gesamteuropäischen Trend weg vom Globalen zum Nationalen, so die Analyse von radiovesti.ru.

Was das Verhältnis der neuen Koalition zu Russland betrifft, so ist weiterhin ein behutsamer Umgang mit der Sanktionsfrage zu erwarten. Österreich hatte bereits zu Sowjetzeiten vor allem auf dem Wege der verstaatlichten Industrie bedeutende Wirtschaftsbeziehungen mit Russland unterhalten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gehörte auch der österreichische Mittelstand zu den ersten ausländischen Investoren, die ihre Geschäftschance in Russland sahen. Eines sei jedenfalls sicher: Eine Unterstützung der neuen US-Sanktionen gegen Russland wird es in Österreich nicht geben.

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„Erste politische Gefangene“: Madrid lässt katalanische Politiker verhaften [Video]

in Geopolitik

Von rt.com

Zwei wichtige Mitglieder der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung sind auf Befehl Madrids verhaftet worden. Der katalanische Präsident hat den Schritt verurteilt. Es sei bedauerlich, dass die Organisatoren friedlicher Kundgebungen inhaftiert werden.

Auch WikiLeaks Gründer Julian Assange meldet sich zu Wort und nennt die Politiker, „die ersten hochrangigen politischen Gefangenen“ im Zuge des Referendums. Der Politik-Kommentator John Wight denkt, Madrid habe einen schweren Fehler gemacht.

 

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Journalistin reist nach Nordkorea und bringt Fotos mit zurück, die sehr anders sind als die in den Massenmedien

in Geopolitik/Welt

Während die Vereinigten Staaten weiterhin um Unterstützung für eine mögliche militärische Intervention in Nordkorea werben, haben sich auch die Propagandaangriffe der etablierten Medien gegen die isolierte asiatische Nation verschärft.

Von den halb legitimen bis hin zu den lächerlich absurden, haben die Medienkonzerne eine Kampagne der Beleidigungen gestartet, die nur durch ihre „Widerstandsbewegung“ gegen Donald Trump ausgeglichen wird. In diesem Fall jedoch hat Trump die seltene Unterstützung der Medienkonzerne, wenn auch nur insofern als die Medien für den Krieg härter und schneller jubeln, als Trump selbst dazu vielleicht bereit ist.

Die Medien insgesamt stellen Nordkorea als einen Staat dar, in dem kein unabhängiges Denken erlaubt ist, der Hunger grassiert, Haarschnitte vorgeschrieben sind und die Bevölkerung des Landes im Wesentlichen in einem massiven Gefangenenlager gehalten wird, in dem Nachrichten von Gehirnwäsche in jeden Haushalt geleitet werden.

Doch inmitten all der Propaganda und des Kriegsgeredes reiste die Journalistin Eva Bartlett tatsächlich nach Nordkorea, um sich einen Eindruck zu verschaffen und sich vor Ort ein Bild von dem zu machen, was Nordkorea ist, ein Gefühl für die Kultur zu bekommen und verstehen, was in den Köpfen der Nordkoreaner vor sich geht. Die Bilder, Videos und Geschichten, die sie mitbrachte, erzählen eine ganz andere Geschichte als das, was auf den Bildschirmen der westlichen Medien dargestellt wird.

Während diese Autorin nicht versucht, Nordkorea etwa als ein utopisches Land des Überflusses und der persönlichen Freiheit zu malen, können Präsentationen des Landes, die alternativ zur Darstellung in den Medien stehen, nicht ignoriert werden. Schließlich haben die westlichen Medien immer wieder Nation über Nation dämonisiert und über sie gelogen, die auf der Liste für westliche Invasion und Zerstörung stehen. Von Saddams angeblichenInkubatorbabys, Ghaddafis Viagra-Dschihad und Assads Tötung seines eigenen Volkes, hat Lüge über Lüge die leichtgläubige amerikanische Öffentlichkeit in den Krieg geführt. Leider sind die Lügen erst nach der Tat massiv aufgedeckt worden.

Am 24. August begaben sich Eva Bartlett und eine Handvoll anderer Aktivisten und Journalisten als Delegation nach Nordkorea, um von den Nordkoreanern zu hören, was sie über ihr Land, ihre Kultur und die ständige Kriegsdrohung der Vereinigten Staaten zu sagen haben. Sie hielten sich vom 24. bis zum 31. August in Nordkorea auf.

Die Fotos, mit denen Bartlett zurückkehrte, zeigen eine eindrucksvolle Infrastruktur, die durchgängig mit den Vereinigten Staaten mithalten kann, und moderne Städte mit relativ zufriedenen Einwohnern. Das Niveau, in dem Pyöngyang nach einem Krieg, in dem die ganze Stadt zerstört und fast zwanzig Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung getötet wurde, wiederaufgebaut und entwickelt worden ist, steht im wahrsten Sinne des Wortes in Kontrast zur Darstellung durch das US-Außenministerium und seine Medien-Sprachrohre.

Unsere geschätzten Leser seien ermutigt, Bartletts Artikel „Photos From A Week In The DPRK“ („Fotos von einer Woche in der Demokratischen Volksrepublik Korea“) – siehe den untenstehenden Link unter ‚Verweise‘ – durchzusehen, in dem sie eine Sammlung von Fotografien ihrer Reise nach Nordkorea sowie eine Reihe von Videos veröffentlicht hat.

Bartlett hat auch eine Reihe von Fotos und Videos gepostet, welche die Straßen von Pyöngyang voller Menschen zeigen, im Gegensatz zur westlichen Propaganda, wonach in der Stadt nie irgendwelche Zivilisten zu sehen sein sollen.

Während die Medien wiederverwertetes geschmuggeltes Material über nordkoreanische Ghettos, verhungernde Waisen, hungernde Menschen und andere düstere Aspekte verwendet haben, konnte Eva Bartlett Bilder von einem Land mit ausgezeichneter Infrastruktur, reichlich Nahrung, Gesundheitsfürsorge und einem Volk mitbringen, das in ihren Worten in keiner Weise „eingeschüchtert“ war. Bartlett lobte das Bildungsniveau der Kinder in den Schulen, die sie besuchte, welches über dem der Vereinigten Staaten oder Kanadas liege und konnte sogar einige Fahrten auf der Achterbahn im Vergnügungspark in Pyöngyang erleben.

Bartlett beschreibt ein Land voller Menschen, die Frieden mit den Vereinigten Staaten wollen, aber keine Angst vor den USA haben und sich auch nicht fürchten, sich selbst zu verteidigen, sollte dieser Krieg kommen.

Entgegen einer Flut von Propaganda, die eine düstere Zukunft zeichnen soll, ist Nordkorea ein pulsierendes Land, das von echten Menschen bevölkert ist. Eva Bartletts Reise in die Demokratische Volksrepublik wirft Licht auf ein Land, das von unserer eigenen Ignoranz verdunkelt ist.

Nordkorea ist eindeutig autoritär und kann nach vernünftigen Maßstäben nicht als freies Land betrachtet werden. Die Frage der großangelegten Gefangenenlager, der Arbeitslager und der Niederschlagung abweichender politischer Meinung bleibt bestehen. Das Experiment des Landes mit dem Sozialismus hat zu einer Beschneidung vieler Rechte geführt. Doch wie viele Länder könnten 2017 als wirklich frei angesehen werden? Die Vereinigten Staaten mit der größten Häftlingspopulation der Welt? Frankreich und Deutschland mit ihrer Meinungsdeliktgesetzgebung? China mit seiner Sklavenarbeit und seinen gifthaltigen Böden? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Nordkorea hat es jedoch geschafft, sich vom westlichen Zentralbankwesen und den Diktaten des anglo-europäischen Finanziersystems fernzuhalten und befindet sich deshalb im Fadenkreuz des westlichen Imperialismus.

Letztendlich ist es aber egal, ob die Propaganda um Nordkorea stimmt oder nicht. Entscheidend ist, ob die Vereinigten Staaten auf das törichte Abenteuer des Imperialismus und auf ihre derzeitige Arbeit als Werkzeug des westlichen Bankwesens verzichten. Aus der Sicht der Vereinigten Staaten sollte Nordkoreas innere Frage der Freiheit und der Demokratie irrelevant sein. Nordkoreas interne Fragen sind genau das – interne Angelegeneheiten – und diese sollten von den nordkoreanischen Menschen entschieden werden.

Ungeachtet der Frage, ob Nordkorea wirklich eine freie Gesellschaft ist oder nicht, hat Eva Bartletts jüngste Reise einen großen Teil der intensiven Propaganda widerlegt, die das Land im Vorfeld des Krieges umgibt und tritt der ständigen Gewohnheit entgegen, Nordkorea als Instrument für die Strategie der Spannung zu benutzen.

 

Verweise:

 

Verwandter Artikel:

Die 10 befremdlichsten Fakten über Nordkorea, die Sie wahrscheinlich noch nicht kannten

http://derwaechter.net/die-10-befremdlichsten-fakten-uber-nordkorea-die-sie-wahrscheinlich-noch-nicht-kannten

 

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