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Palästina

Jüdische Krankenschwester stillt palästinensisches Baby, während die Mutter im Krankenhaus ist

in Welt

Obwohl Fehden aufrgund religiöser Differenzen zu vielen Kriegen geführt haben, ließ es eine jüdische Krankenschwester nicht zu, dass ihre eigenen Glaubensvorstellungen sie daran hindern, das Leben eines Säuglingsjungen zu retten. Letzte Woche war eine palästinensische Familie in Jerusalem in eine frontale Autokollision verwickelt. Der Vater wurde sofort getötet, aber der Junge, Yaman Abu Ramila, wurde wegen seiner leichteren Verletzungen von Sanitätern ins Hadassah Ein Kerem Hospital gebracht.

Nachdem die Tanten des neun Monate alten Babys aufgetaucht waren, schrie er für mehrere Stunden und weigerte sich, sich mit der Flasche füttern zu lassen. Verzweifelt wandten sie sich an das Krankenhauspersonal um Hilfe. Daraufhin informierte sie eine jüdische Krankenschwester namens Ula Ostrowski-Zak, das sie stille und ihn säugen würde.

Ula hat selbst ein 18 Monate altes Kind, und sie sagte zu den Frauen, dass es sich anfühle, als ob sie „ihren eigenen Sohn stille“. Die Tanten des Kleinkindes waren erstaunt, aber dankbar, dass sie hilfsbereit war, wie YNet News berichtet.

„Ich habe ihn fünfmal gefüttert“, sagte Ula. „Seine Tanten umarmten mich und dankten mir. Sie waren wirklich überrascht und sagten zu mir, dass keine jüdischen Frauen bereit sein würden, ein palästinensisches Baby zu stillen, das sie nicht kennen“.

Die Krankenschwester ging noch einen Schritt weiter, indem sie über Facebook eine andere Frau suchte, die den Jungen stillen könne, wenn er entlassen werde. Der Beitrag erhielt 1.000 Antworten und es gab einen Zustrom an Hilfsangeboten. Letztendlich erklärte sich eine andere Tante Yamans dazu bereit, ihn zu stillen.

„Innerhalb von zwei Stunden erhielt ich über eintausend Likes und Reaktionen von Frauen, die freiwillig helfen wollten, Frauen, die bereit waren, sogar aus Haifa anzureisen, um ihn zu stillen. Zwischendurch versuchte ich weiterhin dem Kind die Flasche zu geben, aber ohne Erfolg“, erklärte Ula.

Weil Yamans Mutter immer noch im Krankenhaus ist, wird er weiterhin bei seinen Großeltern in Hebron bleiben, bis er vollständig geheilt ist. Bitte teilt diese positive Nachricht und hinterlasst unten eure Kommentare!

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/jewish-nurse-feeds-palestinian-baby-mother-hospital/

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UNO-Sicherheitsrat beschließt mit überwältigender Mehrheit, dass Israel alle illegalen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet aufgeben muss

in Politik

Seit langer Zeit haben viele Länder und Menschenrechtsaktivisten offen den israelischen Staat wegen des illegalen Siedlungsbaus auf dem Territorium verurteilt, das zu den Palästinensergebieten gehört.

Zurzeit leben etwa 430.000 israelische Siedler im Westjordanland und weitere 200.000 Israelis leben in Ostjerusalem, das die Palästinenser als die Hauptstadt ihres zukünftigen Staates betrachten.

Bildtext: „Boykottiert die israelische Apartheid“

Aber trotz der Verurteilungen hat Israel mit Unterstützung der Vereinigten Staaten in eklatanter Weise alle Forderungen nach einem Stopp des Siedlungsbaus zugunsten des palästinensischen Volkes abgelehnt.

Am 23. Dezember setzten Neuseeland, Malaysia, Venezuela und Senegal das Thema auf die Tagesordnung zur Abstimmung beim Sicherheitsrat, indem sie von Israel verlangen, seinem illegalen Siedlungsbau auf den Palästinensergebieten Einhalt zu gebieten. Ägypen war ursprünglich teil der Nationen, die Israel dazu drängen, den Siedlungsbau zu beenden, aber es wird gesagt, dass dieses Land von Israel und dem [mittlerweile] zum US-Präsidenten gewählten Donald Trump unter Druck gesetzt wurde, sich nicht an der Abstimmung zu beteiligen. Trump hatte die Vereinigten Staaten dazu aufgefordert, ein Veto gegen die Resolution einzulegen, aber die Obama-Regierung lehnte dies ab.

Die Vereinigten Staaten, ein permanentes Mitglied des Sicherheitsrates, enthielten sich bei der Abstimmung, wodurch es anderen Mitgliedern des Sicherheitsrates ermöglichte, die Resolution zu verabschieden. Aufgrund der Bestimmungen der Vereinten Nationen hätte irgendeiner der ständigen Mitgliedsstaaten [des Sicherheitsrats] – also die Vereinigten Staaten, Russland, China, Frankreich oder Großbritannien – sein Veto gegen die Resolution einlegen können.

Bildtext: „Besetzung + Apartheid + Kolonisierung + Frieden => passen niemals zusammen“

Die Weigerung der Vereinigten Staaten, gegen die Resolution ihr Veto einzulegen, hat unter den extremistischen Zionisten sowohl in den USA als auch in Israel für Empörung gesorgt. Diese Extremisten haben immer wieder gesagt, dass es keine Möglichkeit gebe, dass ein palästinensischer Staat Seite an Seite mit Israel existieren könne. Diese Leute befürworten extreme Gewalt gegen die Palästinenser.

Jedoch wurde die Abstimmung, die hohe Wellen geschlagen hat, von vielen Palästinensern begrüßt, die sagen, dass die internationale Staatengemeinschaft sich nun der Realität der israelischen Aggression gegen ihre Territorien bewusst werde.

Der oberste palästinensische Verhandlungsführer, Saeb Erekat, sagte nach dem Votum gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Dies ist ein Tag des Triumphs für internationale Gesetze, ein Triumph für einen zivilisierten Umgang und Verhandlungen und eine totale Zurückweisung extremistischer Kräfte in Israel. Die internationale Staatengemeinschaft hat dem israelischen Volk zu verstehen gegeben, dass der Weg zu Sicherheit und Frieden nicht durch Besetzung erreicht werden kann…sondern vielmehr durch Frieden, indem die Besetzung beendet wird und ein palästinensischer Staat gegründet wird, der Seite an Seite mit dem Staat Israel in den Grenzen von 1967 existiert.“

Bildtext: „Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen – Zehn nicht dauerhafte Mitglieder, die für eine Frist von zwei Jahren gewählt werden, wobei jährlich fünf neue Mitglieder gewählt werden (von links nach rechts): Nigeria, Litauen, Jordanien, Chile, Tschad, Großbritannein, USA, China, Russland, Frankreich, Neuseeland, Venezuela, Angola, Spanien, Malaysia.“

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen – fünf ständigen Mitgliedern und zehn nicht dauerhaften Mitgliedern, die für die Dauer von zwei Jahren durch die Vollversammlung gewählt werden. Die Resolution wurde von 14 Mitgliedern angenommen, außer den Vereinigten Staaten. Die Bekanntgabe der Resolution wurde mit großem Applaus der 14 Mitglieder aufgenommen. Aljazeera berichtet, dass dies die erste Resolution über Israel und die Palästinenser innerhalb von beinahe acht Jahren ist, die der Sicherheitsrat angenommen hat.

Die Resolution machte deutlich, dass die israelischen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet seit 1967, einschließlich Ostjerusalem, keine gesetzliche Gültigkeit haben. Sie verlangte ein Ende aller israelischer Siedlungsaktivitäten. Die Vereinten Nationen glauben, dass wenn der Siedlungsbau zum Erliegen kommt, dies die Gespräche für eine Zweistaatenlösung zwischen Israel und Palästina stärken würde.

In Israel äußerten extremistische Zionisten und politische Führer ihren Unmut über die Resolution. Sogar der Premierminister, Benjamin Netanjahu, der eigentlich auf Frieden drängen sollte, beschimpfte wütend über die Integrität des UNO-Sicherheitsrates. Nachdem die Resolution angenommen wurde, gab er eine Presseerklärung heraus, in der er sagte, dass „Israel diese schändliche anti-israelische Resolution der UNO zurückweise und ihren Bestimmungen nicht Folge leisten werde.“

Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, sagte auch, dass seine Regierung ein Veto der Vereinigten Staaten gegen „diese skandalöse Resolution“ erwartet habe. Er forderte die neue Trump-Regierung und den neuen UNO-Generalsekretär, António Guterres, dazu auf, in Bezug auf Israels Verhältnis zu den Vereinten Nationen neu Stellung zu beziehen.

Auf der ganzen Welt werden die israelischen Siedlungen als großer Stolperstein für die Friedensbemühungen angesehen. Die Siedlungen werden auf dem Land gebaut, das die Palästinenser als Teil ihres künftigen Staates betrachten. Die Vereinten Nationen halten daran fest, dass diese Siedlungen illegal sind.

Bildtext: „Stoppt den Handel mit illegalen Siedlungen“

Im Laufe der letzten Monate haben die Vereinten Nationen berichtet, dass es eine Welle des Baus von israelischen Gebäuden auf einigen dieser Gebiete gegeben hat, die den Palästinensern gehören.

Laut internationalen politischen Beobachtern ändert die Verabschiedung der Resolution nichts am Territorium das zu Israel bzw. den Palästinensern gehört. Jedoch schrieb die Resolution formell die Ablehnung der internationalen Staatengemeinschaft gegen den israelischen Siedlungsbau fest, und dies könnte zu weiteren Schritten gegen Israel auf internationalem Parkett anspornen, so die Beobachter.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/un-security-council-overwhelmingly-rules-israel-end-illegal-settlements-palestinian-lands/

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Juden und Araber küssen sich aus Protest gegen Extremismus – Sehen Sie, was dann passiert…

in Welt

Israelische Juden und Araber küssen sich, um Hass durch Liebe zu überwinden.

Jahrhundertelang existierten politische Spannungen zwischen dem jüdischen und dem palästinensischen Volk. Für diejenigen, die mit dem Konflikt vertraut sind, gibt es eine stillschweigende Übereinkunft, dass sich Juden und Araber gegenseitig aus dem Weg gehen: Es gibt keine Freundschaft und erst rechte keine intimen Beziehungen zwischen ihnen.

Der Hass, der zwischen Einzelpersonen beider religiösen Konfessionen existiert, ist für eine Menge Blutvergießen verantwortlich, und der Grund dafür, warum Aktivisten beider Glaubensrichtungen für einen brillanten Vorsatz zusammengekommen sind. In dem nachfolgenden Video, Time Out Israel, wird extremer Hass mit extremer Liebe bekämpft, indem Juden und Araber einander aus Protest küssen.

Die Idee erhielt Auftrieb, als das Buch Wir sehen uns am Meer von Dorit Rabinyan durch die israelische Regierung verboten wurde. Die fiktive Geschichte beschreibt die Liebesbeziehung zwischen einer israelischen Übersetzerin und einem palästinensischen Künstler. Berichten zufolge dachte das Bildungsministerium, dass sie das Verständnis jünger Menschen bedrohen könne, was Assimilation bedeutet. Demnach gehören israelische Araber und Juden grundsätzlich nicht zusammen.

Offensichtlich ist das eine falsche Vorstellung. Schließlich hassen nicht alle israelischen Juden Araber und nicht alle israelischen Araber hassen Juden, wie Global Citizen aufzeigt. Aber wie bringt man die Mehrheit einer Bevölkerung dazu, ihre Ur-Ängste zu überwinden und sich gegenseitig zu akzeptieren? Vielleicht, indem man ein mutiges Zeichen setzt, wie es Aktivisten in dem nachfolgenden Video getan haben.

Einige der Teilnehmer kannten sich, andere nicht. Zuerst wirkt das Videomaterial peinlich. Doch dann passiert etwas Schönes…

Dieses Video ist eine Provokation für alle Arten von Extremismus. Wie Joe McCarthy von Global Citizen schreibt:

Es stellt die Idee in Frage, dass nur weil man in ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Religion hineingeboren wurde, dies gleichbedeutend damit ist, dass man ein anderes Land oder eine andere Religion verachtet. Und schließlich wird diese Herausforderung siegen. Weil Hass nie natürlich ist. Er kann immer durch Liebe besiegt werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Brisante Aufnahme: Hillary Clinton dabei ertappt, wie sie die USA ermutigt, die Wahl in Palästina zu manipulieren

in Politik

Die Präsidentschaftswahl in den USA wird vielleicht als die Wahl in die Geschichtsbücher eingehen, in der die schmutzigen Geheimnisse so genannter politischer Führungskräfte des Landes massenhaft öffentlich entlarvt wurden.

Für lange Zeit haben viele Beobachter gesagt, dass sowohl das ökonomische als auch das politische System der USA zugunsten von nur einem Prozent des Landes manipuliert werden. Kritiker dieser Zuschreibung haben immer geantwortet, dass es keine Beweise dafür gebe, um dies zu bestätigen, und dass es sich dabei nur um reine Spekulationen und Verdächtigungen handele.

Aber nun hören und sehen wir die Beweise dafür von den gleichen Leuten, die das Land regieren, oder es tun wollen. In diesem Wahlkampf hat der Kandidat der Republikanischen Partei, Donald Trump, das Wort „rigged“ [manipuliert] zum Teil seiner Wahlkampfbotschaft gemacht. Trump hat während dieses Wahlkampfs viele Male gesagt, dass das Land von Pseudo-Individuen beherrscht wird, und dass er befürchtet, dass die Wahl manipuliert wird. Trumps Aussage hat bei vielen Leuten Besorgnis ausgelöst, sowohl in als auch außerhalb der USA.

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In einer neuen Audio-Aufnahme, die durch Observer veröffentlicht wurde, wurde die Kandidatin der Demokratischen Partei, Hillary Clinton, dabei ertappt, wie sie sagt, dass die USA die in Palästina abgehaltenen Wahlen manipulieren sollten.

Clinton machte die verstörende Aussage 2006, als sie für eine Wiederwahl als New Yorker Senatorin kandidierte. Zu der Zeit tourte sie für ihren Wahlkampf durch New York City. Sie landete in Brooklyn, um die Unterstützung der Redaktionsleitung der pro-israelischen Zeitung Jewish Press zu bekommen. Das genaue Datum war der 5. September 2006.

Während des Treffens sagte Clinton, dass die USA nicht auf eine Wahl in den Palästinensergebieten hätten drängen sollen, womit sie auf die Wahl des zweiten Palästinensischen Legislativrats (der gesetzgebenden Gewalt der Palästinensischen Autonomiebehörde) anspielte, bei der die Hamas einen überwältigenden Sieg zu verzeichnen hatte, indem sie 74 Sitze gewonnen hatte, gegen die durch die USA unterstützte Fatah-Partei, die nur auf 45 Sitze kam.

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Hamas und Fatah sind die zwei konkurrierenden politischen Kräfte in den Palästinensergebieten. Die Hamas-Anhänger setzen allemöglichen Mittel ein, einschließlich Gewalt, um Paälstina von der Aggression durch Israel zu befreien. Die Fatah andererseits, steht für einen liberaleren Ansatz, indem sie die beiden Lager gegeneinander aufbringt. Jedoch konnte die Fatah aufgrund ihrer halbherzigen Haltung bei der Frage der Unabhängigkeit der Gebiete die Unterstützung der USA erlangen. Die USA haben die Hamas als Terrororganisation verurteilt. Bis zu diesem Tag ist die Hamas immer noch auf der Liste der ausländischen Terrororganisation des US-Außenministeriums.

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Ich denke nicht, dass wir auf die Durchführung der Wahlen in Palästina hätten drängen sollen. Ich denke, das war ein großer Fehler. Und wenn wir schon darauf drängen, hätten wir sicherstellen sollen, dass wir etwas unternehmen, um die Entscheidung darüber herbeizuführen, wer gewinnt,

sagte die damalige Senatorin schamlos gegenüber den bei dem Treffen Anwesenden.

Bei dem Treffen anwesend war auch Eli Chomsky, der damals als Redakteur und angestellter Journalist für die Zeitung tätig war. Er nahm Clintons Worte auf seiner Audio-Kassette alter Schule auf. Chomsky sagte gegenüber dem Observer, er habe gewusst, dass das was Clinton gesagt hat skandalös sei, und er habe daher beschlossen, die Aufnahme aufzuheben, um sie zum richtigen Zeitpunkt zu veröffentlichen.

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Das ganze Tonband ist 45 Minuten lang. In einigen Teilen hört man, wie Clinton die Israelis drängt, ihre Aggression gegen die Palästinenser fortzusetzen, besonders die Hamas.

Chomsky gab zu, dass er schockiert war, diese Worte aus dem Mund Clintons zu hören. Er sagte: „Ich war verdutzt, dass irgendjemand diese durch eine nationale politische Führungspersönlichkeit vorgetragene Idee unterstützen könnte, und genauso darüber, dass es die Angelegenheit der USA sein sollte, ausländische Wahlen zu manipulieren.“ Laut einer auf der Website von Jewish Press erhältlichen Biographie verließ Chomsky die Zeitung 2014.

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Bildtext: „Clinton: Israel hat ein Recht, sich selbst zu verteidigen.“

Chomsky könnte die Aufnahme aus politischen Gründen öffentlich gemacht haben. Allerdings, gleichgültig ob Chomsky eine Präsidentschaft Trumps unterstützt oder nicht, ist das nicht unsere Angelegenheit. Unsere Angelegenheit ist es, dass Chomskys Enthüllung bestätigt hat, dass die USA Wahlen manipuliert haben, sowohl im eigenen Land als auch im Ausland. Zumindest hat Clinton dies auf dem Band selbst bestätigt. Das ist sehr erschreckend. Die USA spielen sich überall in der Welt als Fürsprecher und Verteidiger der Demokratie auf. Wir hatten keine Ahnung, dass diese Selbsternennung nichts weiter als ein totaler Schwindel ist.

Das nächste Mal, wenn Euer Land eine Wahl abhält, passt auf. Es kann gut sein, dass die USA Einfluss darauf nehmen, wer das Rennen macht.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Israel ruft zum Genozid an Palästinensern auf – und die Mainstream-Medien ignorieren es

in Medien/Menschenrechte

Es ist schier unglaublich: Die sozialen Medien und die Mainstream-Medien ignorieren den Aufruf Israels zum Genozid an Palästinensern. Massive Proteste und Facebook-Kampagnen, die zum Genozid an Palästinensern aufrufen, werden von den westlichen Mainstream-Medien und von Facebook selbst ignoriert – und das, obwohl es große Bedenken und Zusammenarbeit mit dem Ziel gibt, solche „Aufrufe zur Gewalt“ zu stoppen.

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Dieses auf Facebook hochgeladene Bild zeigt einen Israeli, der eine Waffe auf den Betrachter richtet. Der Text lautet: „Mäht sie nieder“. Bildquelle: Facebook-Seite von „Das Volk Israels verlangt Rache“.

Seit Oktober letzten Jahres hat die israelische Regierung Palästinenser und ihre Verbündeten dessen beschuldigt, dass sie gegen Israelis „zur Gewalt anstacheln“; völlig ungeachtet der Tatsache, dass seitdem 34 Israelis zu Tode gekommen sind – im Vergleich zu 230 Palästinensern. Die Erhöhung der Gewaltakte wird auf einen international scharf verurteilten israelischen Übergriff auf palästinensische Ländereien im Westjordanland zurückgeführt. Die Bedenken der israelischen Regierung hinsichtlich der jüngsten Gewalttaten hat dazu geführt, dass Palästinenser dafür verhaftet wurden, dass sie Inhalte in sozialen Medien geteilt haben, die möglicherweise zu Verbrechen führen könnten. Bislang wurden dieses Jahr 145 Palästinenser für „Vorstufen von Verbrechen (pre-crime)“ durch „Anstachelung“ in sozialen Medien verhaftet. Diese Vorgehensweise führte letztendlich zu einer Kollaboration zwischen Facebook und der israelischen Regierung. Deren gemeinsame Bestrebungen zur Eindämmung der „Anstachelung“ in sozialen Medien haben dazu geführt, dass mehrere Facebook-Accounts von palästinensischen Journalisten und Nachrichtenagenturen gesperrt wurden (darüber hat derwaechter.net hier auf Deutsch berichtet).

Jedoch haben es die sozialen Medien und die westlichen Mainstream-Medien bislang versäumt, die „Anstachelung“ der Israelis gegen die Palästinenser zu verurteilen. Derartige Gewaltaufrufe treten nämlich überraschenderweise sehr häufig auf – wenn man bedenkt, dass sie wenig bis gar keine Aufmerksamkeit erregen. Diese anti-palästinensischen Posts, Bilder und Proteste strotzen oft nur so vor Aufrufen zum Genozid. Dazu gehören Parolen wie „Tod der gesamten arabischen Nation“ oder „Tötet sie alle“, die verblüffend häufig auftauchen.

Sogar die Times of Israel veröffentlichte eine so genannten „Op-Ed“-Zeitungskolumne zum Thema „Wann Genozid zulässig ist“ und bezog sich darin auf die Art, wie Israel die Palästinenser behandelt. Obwohl der Post letztendlich wieder heruntergenommen wurde, deutet er auf eine allzu übliche und gefährliche Mentalität hin, die von den sozialen Medien, von der israelischen Regierung und von den westlichen Medien „aus Bequemlichkeit“ ignoriert wird. Eine israelische Nachrichtenagentur führte sogar einen Test in Bezug auf die damals nur mutmaßliche Vorzugsbehandlung durch: Sie fand heraus, dass Facebook und die israelischen Autoritäten mit den Forderungen nach Rache der Palästinenser und der Israelis sehr unterschiedlich umgingen.

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Ein auf Facebook gepostetes Bild zeigt zwei junge Frauen, die ein Schild hochhalten, auf dem steht: „Araber zu hassen ist nicht Rassismus; es ist Moral.“ Bildquelle: Facebook-Seite von „Das Volk Israels verlangt Rache“.

Sogar massive Proteste, die zum Genozid an den Palästinensern aufrufen, wurden vollständig von den sozialen Medien und den Presseunternehmen ignoriert. Im April dieses Jahres fand ein massiver anti-palästinensischer Protest in Tel Aviv statt. Dort forderten Tausende den Tod aller Araber. Der Protest war organisiert worden, um einen israelischen Soldaten zu unterstützen, der einen bereits verwundeten Palästinenser getötet hatte, indem er ihm in Exekutionsmanier in den Kopf schoss. Der Soldat namens Elor Azaria wurde für diesen Mord des Totschlags angeklagt. Der Vorfall hatte sich inmitten des palästinensischen Hoheitsgebiets in der Stadt Hebron ereignet. In Hebron befindet sich eine illegale jüdische Siedlung, die trotz ihrer unrechtmäßigen Existenz von den israelischen Verteidigungskräften (IDF) verteidigt wird. Das hat zu häufigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern in dem Gebiet geführt.

An dem Protest in Tel Aviv nahmen ungefähr 2.000 Menschen teil und mehrere israelische Popikonen sorgten für die Unterhaltung der Teilnehmer. Dazu gehörten die Sänger Moshik Afia und Amos Elgali, sowie der Rapper Subliminal. Gesänge wie „Elor [der Soldat] ist ein Held“ und die Forderung nach der Freilassung des Soldaten waren regelmäßig zu hören. Eine Frau wurde mit einem Schild fotografiert, auf dem stand: „Tötet sie alle“. Ein jüdischer Reporter vor Ort merkte an, dass die Aktion „mehr ein Freudenfest des Mordes zu sein schien als alles andere“. Trotz der offensichtlichen Feindlichkeit und der Anstachelung, die bei dem Protest deutlich sichtbar waren, ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie die Reaktion gewesen wäre, wenn es ein pro-palästinensischer Protest gewesen wäre, in dem nach dem Tod der Juden verlangt wird. Der deutliche Unterschied zwischen dem, was den Palästinensern erlaubt ist und was den Israelis erlaubt ist, sollte uns alle beunruhigen. Denn die weitverbreitete Voreingenommenheit der sozialen Medien, der Presse und vieler Regierungen drohen uns blind zu machen für die Realitäten des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Von Whitney Webb für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Islands Hauptstadt beschließt, alle israelischen Produkte zu boykottieren

in Wirtschaft

Der Stadtrat von Islands Hauptstadt Reykjavik hat dafür gestimmt, aus Protest gegen die anhaltende „Besetzung von Palästinensergebieten“ und Israels „Apartheidpolitik“ gegen die Palästinenser, alle in Israel hergestellten Waren zu verbannen. Bedenken hinsichtlich Israels Politik gegenüber den Palästinensern wurden nach Israels Ankündigung im Juli erneuert, dass im umkämpften Westjordanland israelische Häuser gebaut würden, welche von gewalttätigen Protesten begleitet wurde.

Die meisten Länder betrachten diese neuen Siedlungen, wie auch die vorhergehenden, als illegal, und sogar das US-Außenministerium hat seine Bedenken über die Ausdehnung der israelischen Siedlungspolitik zum Ausdruck gebracht. In der Vergangenheit hat der Stadtrat von Reykjavik bereits eine kritische Position gegenüber Israel vertreten und hat zuvor Resolutionen verabschiedet, die Palästinas Rechte auf Unabhängigkeit und als eine souveräne Nation anerkennen. Laut des isländischen Außenministeriums kaufte das kleine Inselvolk israelische Importe im Wert von 6 Millionen Dollar auf, davon die meisten in Form von Obst und Gemüse, technischen Geräten und Maschinen.

Die nationale Regierung Islands sagte, dass sich der Boykott nur auf die Hauptstadt des Landes beschränkt, und hat versucht, sich von der Maßnahme des Reykjaviker Stadtrats zu distanzieren. Jedoch wird die Entscheidung Reykjaviks, Israel zu boykottieren, wahrscheinlich einige ökonomische Auswirkungen haben, da in der größten Stadt Islands rund die Hälfte seiner Bevölkerung lebt, obwohl es schwer zu sagen, ist, ob dies von größerer Bedeutung sein wird. Israels Exporte beliefen sich 2014 auf insgesamt 53,7 Milliarden Dollar, was bedeutet, dass seine Exporte nach Island lediglich mageren 1,1% seiner jährlichen Exporte entsprechen.

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Israel hat in seiner 70-jährigen Geschichte einen beträchtlichen Anteil des palästinensischen Gebietes für sich beansprucht.

Insgesamt scheint es, dass Israel vielmehr aufgrund der symbolischen Bedeutung des Boykotts beunruhigt ist, im Unterschied zu seinen wirtschaftlichen Auswirkungen, da das Land in letzter Zeit aktiv gegen verschiedene internationale Boykotte, als Reaktion auf Israels Behandlung des palästinensischen Volkes, vorgegangen ist, insbesondere gegen die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctionsdt.: Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen).

Bedenken über an Anwachsen der Boykott-Bewegungen haben Israel dazu veranlasst, eine Gesetzgebung zu verabschieden, welche es erlaubt, ausländische Aktivisten abzuschieben, BDS-Unterstützer mit dem Leben zu bedrohen, und in anderen Ländern für eine Gesetzgebung Lobbyarbeit zu betreiben, die künftige Boykotte verhindern soll. Es hat sich sogar mit Facebook verbündet, um zu versuchen, Kritik an Israel auf sozialen Medien zu verhindern.

Die israelische Regierung reagierte auf den Boykott Reykjaviks mit harscher Kritik. Der israelische Außenminister, Emmanuel Nahshon, antwortete, indem er sagte:

Ein Vulkan des Hasses bricht auf das Gebäude des Stadtrats in Reykjavik aus. Ohne irgendeinen Grund oder eine Rechtfertigung als reinen Hass, hören wir von Aufrufen, Israel zu boykottieren. Wir hoffen, dass irgendjemand in Island zur Vernunft kommt und die Blindheit und Einseitigkeit beendet, die sich gegen Israel richtet, der einzigen Demokratie im Nahen Osten.

Einige Isländer übten ebenfalls Kritik am Boykott, einschließlich eines ansässigen Anwalts, der sagte, dass das Verbot israelischer Güter gegen die isländische Verfassung verstoße. Es bleibt abzuwarten, ob Israel aufgrund des Boykotts Gegenmaßnahmen gegen Island ergreifen wird.

Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com

 

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Facebook sperrt Accounts palästinensischer Journalisten und Nachrichtenagenturen

in Medien/Welt

Nach der offiziellen Ankündigung der gemeinsamen Bemühungen von Israel und Facebook zur Zensur von Inhalten aus sozialen Medien, die gegenüber Israelis „zu Gewalt anstiften“, wurden nun die Accounts von mehreren palästinensischen Journalisten und Nachrichtenagenturen blockiert.

Nur wenige Wochen nach der offiziellen Ankündigung der Kollaboration mit Israel wurde Facebook dabei ertappt, dass es die Accounts von palästinensischen Journalisten gesperrt hat. Redakteure von zwei palästinensischen Nachrichtenmedien, die im Westjordanland angesiedelt sind, haben berichtet, dass ihre Facebook-Accounts gesperrt wurden. Zunächst wurde kein Grund für die abrupte Sperrung angegeben. Das lässt darauf schließen, dass ihre Accounts aufgrund der gemeinsamen Bemühungen von Facebook und Israel gesperrt wurden, die Inhalte in sozialen Medien eindämmen wollen, die angeblich gegen Israelis „zu Gewalt anstiften“.

Letzte Woche gelang es vier Nachrichtenredakteuren von der Shehab News Agency und drei Führungskräften vom Quds News Network ebenfalls nicht, auf ihre persönlichen Accounts zuzugreifen. Beide Agenturen, die von tagesaktuellen Nachrichten über die besetzten palästinensischen Gebiete berichten, haben Millionen von „Gefällt mir“-Angaben (Likes) auf Facebook – nämlich 6,3 Millionen und 5,1 Millionen. Als Facebook zu einem Kommentar gedrängt wurde, warum die Accounts blockiert worden waren, gab der Social-Media-Gigant zur Antwort, dass die Accounts „versehentlich“ gesperrt worden waren. In einer Erklärung gaben sie bekannt: „Unser Team verarbeitet jede Woche Millionen von Meldungen und manchmal unterläuft uns ein Fehler.“ Alle bis auf einer der gesperrten Accounts wurden ein paar Tage später wiederhergestellt, aber die neuesten Sperrungen sind immer noch wirksam.

Bislang hat das israelische Militär (Israel Defense Forces, IDF) dieses Jahr mehr als 145 Palästinenser wegen „Anstiftung“ über soziale Medien angeklagt. Bei dieser Vorgehensweise, über die auf der Website The Intercept im Juni öffentlich berichtet wurde, überprüfen israelische Beauftragte aktiv die Inhalte von palästinensischen Facebook-Posts. Danach leiten sie die Anträge zur Zensur an Facebook weiter, denen dort in 95% der Fälle stattgegeben wird. Daraufhin folgen oft Festnahmen derjenigen, die „zur Gewalt anstiften“. Obwohl dies immer häufiger geschieht, gibt es derzeit in Israel keinen rechtlichen Präzedenzfall dafür, dass jemand aufgrund von Online-Inhalten angeklagt wird.

Israel beschäftigt sich mit der Anstachelung in sozialen Medien seit sich in dem Land im vergangenen Jahr zunehmend Gewaltausbrüche ereignet haben. Laut der Nachrichtenagentur AFP sind 230 Palästinenser und 34 Israelis seit vergangenem Oktober getötet worden. Facebook hat sich seinerseits Israel angebiedert, nachdem 20.000 Israelis im letzten Jahr Facebook wegen der „Missachtung“ von palästinensischen „Aufrufen zur Gewalt“ angeklagt hatten. Im vergangenen Sommer hat nun eine israelische Anwaltschaft mit Verbindung zum Mossad Facebook auf eine Milliarde US-Dollar verklagt, weil es den US-amerikanischen Anti-Terrorismus-Akt verletzt hat, indem es Palästinensern dabei geholfen hat, „Terroristen zu rekrutieren, zu radikalisieren und zu unterweisen.

Aufgrund des Drucks lenkte Facebook im Juni dieses Jahres ein und stellte Jordana Cutler ein, die lange Zeit Beraterin von Netanyahu und ehemalige Stabschefin in der US-israelischen Botschaft gewesen war. Sie bekleidet nun die Position als Abteilungsleiterin für Richtlinien und Kommunikation von Facebook Israel. Da die Zusammenarbeit zwischen Facebook und Israel in den kommenden Monaten wahrscheinlich eher noch intensiver wird, ist zu erwarten, dass in naher Zukunft weitere „Störungen“ auftreten, die zur Folge haben, dass die palästinensischen Aktivisten und ihre Verbündeten in den sozialen Medien weiter zensiert werden.

Was sagt ihr zu dieser Neuigkeit? Bitte teilt diesen Artikel und sagt uns eure Meinung dazu in den Kommentaren!

Bildquelle des Titelbilds: middleeastmonitor.com. Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com.

 

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Facebook und Israel kündigen offiziell Zusammenarbeit zur Zensur von Inhalten sozialer Medien an

in Medien/Onlinewelt

In Folge einer Kontroverse über Facebooks Zensur einer weltberühmten Fotografie des Vietnamkriegs, hat Facebook zugestimmt, mit der israelischen Regierung „zusammenzuarbeiten“, um Inhalte zu zensieren, die israelische Regierungsmitarbeiter für unangemessen halten. Facebook hat offiziell die „kooperative“ Vereinbarung angekündigt, nachdem am 11. September ein Treffen zwischen Ministern der israelischen Regierung und hochrangigen Facebook-Mitarbeitern stattgefunden hat. Der wildentschlossene Vorstoß der israelischen Regierung, Facebook-Inhalte zu überwachen und zu zensieren, die sie für unangemessen hält, folgt dem viralen Hit von BDS, oder Boycott, Divest, Sanctions (dt. Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen), einer globalen, gewaltfreien Bewegung, die daran arbeitet, israelische Menschenrechtsverletzungen zu enthüllen.

Der Erfolg von BDS hat einen Nerv Israels getroffen, indem seine Regierung dadurch veranlasst wurde, ein Gesetz zu verabschieden, das ihr erlaubt, ausländische Aktivisten auszuspionieren und abzuschieben, die innerhalb Israels und Palästinas tätig sind. Israel bedrohte auch das Leben von BDS-Unterstützern und hat für gesetzliche Maßnahmen gegen BDS auf der ganzen Welt Lobbyarbeit betrieben. Sie versuchen nun, jegliche weiteren BDS-Erfolge einzudämmen, indem sie direkt den Inhalt von Facebook-Nutzern kontrollieren.

Jedoch ist Facebooks formales Zugeständnis seiner Beziehung zur israelischen Regierung nur der letzte Schritt einer Übereinkunft, die seit Monaten vorbereitet wurde. Im Juni dieses Jahres heuerte Facebooks israelisches Büro Jordana Cutler als Leiterin für Richtlinien und Kommunikation an. Cutler ist eine langjährige Beraterin für Netanyahu und war, vor ihrer kürzlichen Anstellung bei Facebook, Stabschefin der israelischen Botschaft in Washington DC. Es ist möglich, dass Facebook durch Gilad Erdan – den israelischen Minister für öffentliche Sicherheit, strategische Angelegenheiten und Information – eingeschüchtert wurde, der damit drohte, in Israel und im Ausland eine Gesetzgebung zu erlassen, die Facebook für Angriffe verantwortlich machen würde, die durch seine sozialen Medieninhalte „angestiftet“ wurden. Erdan hat zuvor bereits gesagt, dass Facebook „eine Verantwortung dafür hat, seine Plattform zu überwachen und Inhalte zu entfernen“.

Wie The Intercept im Juni berichtete, überwacht Israel zusätzlich aktiv den Inhalt palästinensicher Facebook-Posts und hat sogar einige Palästinenser wegen Posts auf der Social Media-Seite verhaftet. Sie leiten dann die Zensuraufforderungen an Facebook weiter, das die Aufforderungen in 95% aller Fälle akzeptiert.

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Ein israelischer Soldat, der sich „Rache“ quer über seine Brust geschrieben hat, nutzte Facebook, um zur Vergeltung an den Palästinensern aufzurufen, nachdem drei israelische Jugendliche getötet wurden. Sein Post wurde nicht durch Facebook zensiert und von der Times of Israel gelobt.

Trotz der Tatsache, dass Facebook-Posts, die zu Gewalt gegen Palästinenser aufrufen, eine offensichtliche und beunruhigende Ungleichheit darstellen, kommen sie überraschend häufig vor und diese Posts werden selten von Facebook zensiert. Laut des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Journalisten Glenn Greenwald, unterstreicht diese Ungleichheit „die ernsten Gefahren, wenn unsere öffentlichen Diskurse von einer winzigen Anzahl an unverantwortlichen Technikgiganten übernommen, reguliert und kontrolliert werden“.

Indem Facebook wohl als die dominanteste Macht des Journalismus fungiert, ist seine Kontrolle über den Informationsfluss von großer Bedeutung. Die Tatsache, dass ein privates Unternehmen mit solch einem enormen Einfluss eine Partnerschaft mit einer Regierung eingegangen ist, um ihre Gegner zu zensieren, ist ein unleugbarer Schritt in Richtung Social Media-Faschismus. Obwohl soziale Medien einst als revolutionäre Möglichkeit angepriesen wurden, um es normalen Leuten zu ermöglichen, weltweit Informationen zu verbreiten und sich als Graswurzelbewegung politisch zu organisieren, droht die Erlaubnis, dass Regierungen ihre Opposition kontrollieren, dafür zu sorgen, dass sie sich zu etwas vollkommen anderem umwandeln.

Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com

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Israel will für 5 Milliarden US-Dollar eine Insel vor der Gaza-Küste errichten

in Geopolitik

(MEE) Israel erwägt derzeit die Möglichkeit, für 5 Milliarden US-$ eine Insel vor der Küste des Gaza-Streifen zu errichten. Einem offiziellen Sprecher zufolge würde das dabei helfen, den Streifen wieder mit dem Rest der Welt zu verbinden.

Berichten zufolge, die Ende Juni veröffentlicht wurden, würde das bis zu 8 Quadratkilometer große Eiland – das ist ungefähr ein Fünftel der Größe des Gebiets von Gaza Stadt – einen Seehafen beherbergen und hätte letztlich sogar genug Platz für einen Flughafen. Hotels und ein kleinerer Hafen für Yachten würden dort ebenfalls errichtet.

Israels Nachrichtendienst- und Verkehrsminister Katz, der als enger Verbündeter des Premierministers Benjamin Netanjahu gilt, erklärte der Washington Post gegenüber vor kurzem, dass der Plan für die Insel zwar bereits seit Jahren existiert, aber erst jetzt einen Aufschwung erlebt.

 „Ich denke nicht, dass es richtig ist, zwei Millionen Menschen ohne jegliche Verbindung zum Rest der Welt einzusperren“, so lautet seine Aussage. „Israel hat kein Interesse daran, das Leben für die dortige Bevölkerung zu erschweren. Aber aufgrund der Sicherheitsbedenken können wir keinen Flughafen oder Seehafen auf dem Gazastreifen errichten.“

Ein ‚zweifelhafter, politisch motivierter’ Plan

Husam Zumlot jedoch, ein Unterstützer des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas, zerriss den Vorschlag. Er nannte ihn „zweifelhaft“ und „politisch motiviert“.

Das wäre die „endgültige Abtrennung des Gaza-Streifens vom Rest des besetzten Gebietes des Staates Palästina“, sagte er.

Die Nachricht, dass möglicherweise eine Insel errichtet würde, verbreitete sich, als Berichte in den türkischen Medien auftauchten, die darauf hinweisen, dass Israel und die Türkei ihre Beziehungen sogar schon zum 26. Juni hin normalisieren könnten.

Unter der Bedingung anonym zu bleiben, erklärten Quellen gegenüber der türkischen Tageszeitung Hürriyet, dass ein Kompromiss geschlossen worden war. Dessen Inhalt bestand darin, dass Israel die Einwände gegen den Bau eines Krankenhauses zurücknimmt und zulässt, dass die Türkei das Krankenhaus sowohl mit Personal als auch mit Medikamenten versorgt.

Den Quellen zufolge würden die Türkei und Deutschland auch gemeinsam ein Kraftwerk im Gaza-Streifen errichten und die Türkei würde eine Meerwasseraufbereitungsanlage bauen. Diese Bedingungen sind jedoch weit vom ursprünglichen Beharren der Türkei entfernt, dass die Verbindung nur dann wiederhergestellt würde, wenn die fast schon ein Jahrzehnt andauernde Blockierung des Gaza-Streifens durch Israel aufgehoben würde.

Das Verhältnis zwischen der Türkei und Israel hatte im Jahr 2010 erheblichen Schaden genommen. Damals stürmten israelische Truppen die Flottille Mavi Marmara, die sich auf der Reise in den Gaza-Streifen befunden hatte. Dabei wurden 10 Aktivisten getötet, die meisten davon türkischer Herkunft. Das Verhältnis hatte sich jedoch letztes Jahr zu bessern begonnen, weil beide Seiten angedeutet hatten, dass sie das Kriegsbeil nur zu gerne begraben würden

Das vorgeschlagene Eiland würde sich in internationalen Gewässern befinden, aber die Sicherheit würde unter israelische Kontrolle fallen. Das heißt, dass Israel das Gelände ohne weiteres dichtmachen könnte, das sich etwa fünf Kilometer vor der Küste von Gaza befinden würde und nur durch eine einzige Brücke mit dem Festland verbunden wäre.

Bislang sind keine Informationen darüber bekannt, woher das Geld kommen würde oder wer bei der Errichtung des Eilands helfen würde. Katz deutete jedoch an, dass chinesische oder möglicherweise saudi-arabische Firmen den Bau vorantreiben würden.

Katz fügte hinzu, dass der Plan bei den israelischen Sicherheitseinrichtungen auf breite Zustimmung gestoßen war. Er gab jedoch zu, dass weder die Hamas noch die Fatah – die zwei wichtigsten palästinensischen politischen Gruppen – dazu befragt worden waren.

Übersetzt aus dem Englischen von theAntiMedia.org.

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Wasser als Waffe: Israel unterbricht Zugang der Palästiner zu ihren eigenen Wasservorräten

in Geopolitik/Welt

Laut eines erfahrenen Palästina-Reporters wurde der Zugang zu 50 Prozent des Wassers in einer Stadt mit 40.000 Einwohnern während des Ramadan unterbrochen. Ramadan ist eine Zeit, „in der die Menschen noch mehr als sonst Zugang zu Nahrung und Wasser benötigen.“

Seit je her verweigert Israel den Palästinensern den Zugang zum Wasser. Amnesty International z.B. schreibt im Oktober 2009:

„Während Israel in den Siedlungen Felder mit Sprinkleranlagen bewässert, Gartenlagen und Swimmingpools unterhält, verweigert es der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten das Recht auf Zugang zum Wasser.“

Da ist es schon regelrecht sarkastisch, dass die Welt Israel zum „Land des Wasserwunders“ erklärt und beschreibt, wie intensiv, innovativ und vorbildlich Israel Wassersparmaßnahmen einsetzt. Kein Wort aber über die Kappung des Wassers der Palästinenser.

Jerusalem Israel beschränkt den Zugang zu Wasser in Palästina. Das ist eine bereits jahrelang so angewandte Praktik, die während des heiligen Monats Ramadan nur noch intensiviert wird, wenn der Zugang zu Trinkwasser sogar noch wichtiger ist als sonst.

Die Unterbrechungen der Wasserversorgung treffen das besetzte Westjordanland besonders hart, wie Al-Jazeera am 23. Juni berichtete.

„Es gibt Berichte über Wassermangel und Unterbrechungen in der Wasserversorgung … die sich durch die nördlichen Gebiete Jenin und Nablus im Westjordanland ziehen. Das obwohl Israels Coordination of Government Acitivities in the Territories (COGAT, etwa: Koordination von Regierungsaktivitäten in den Gebieten), also die Behörde in Israel, die für das besetzte Westjordanland verantwortlich ist, abstreitet, dass die Wasserversorgung überhaupt unterbrochen oder reduziert worden ist“, schreibt Sheren Khalel.

Saleh Afaneh ist der Zuständige für Wasser und Abwasser in Salfit, eine Stadt im nördlichen Teil des Westjordanlandes. Er berichtete Khalel, dass seine Gemeinschaft nur 30 bis 40 Prozent des ihr zugesicherten Wassers aus Israel erhält.

„Am ersten Tag des Ramadan gab es 24 Stunden lang ohne Vorwarnung kein Wasser“, sagte Afaneh. „Seitdem kommt nur die Hälfte der verfügbaren Menge zu uns. Wir haben alles in unserer Macht stehende getan, damit sich die Bewohner wohl fühlen, aber das ist eine wahre Krisensituation.“

Die meisten Palästinenser sind Moslems. Das heißt, dass sie während des heiligen Monats Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrung oder Wasser verzichten.

Der Zugang zu Trinkwasser und zu Wasser, um das Essen während der Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang vorzubereiten, ist insbesondere während des heiligen Monats wichtig. Dadurch hat die Sperre ganz besonders verheerende Auswirkungen, berichtete Ramzy Baroud, Herausgeber des The Palestine Chronicle in einem Interview mit RT vom 17. Juni.

„Wegen Iftar, wegen des Fastenbrechens, brauchen die Menschen den Zugang zu Nahrung und Wasser jetzt mehr als zu jeder anderen Zeit des Jahres. Und jetzt verwehrt man ihnen diesen Zugang“, sagte Baroud.

Laut Baroud ist die Wasserversorgung in Jenin, eine Stadt mit ungefähr 40.000 Einwohnern, die ebenfalls im Westjordanland liegt, auf 50 Prozent der normalen Versorgungsmenge zurückgegangen.

Die Problematik des Zugangs zu Wasser ist immer noch ungelöst, merkte Baroud an.

„Im Verlauf der gesamten Geschichte des Konfliktes mit den Palästinensern hat Israel so viel dafür getan um zu verhindern, dass die Palästinenser Zugang zu Wasser haben – nicht nur als eine Form der kollektiven Bestrafung, sondern auch um sicherzustellen, dass die Palästinenser ihre eigene Wirtschaft nicht weiterentwickeln können. Denn diese hängt zu 14 bis 20 Prozent von der Landwirtschaft ab“, legte er dar.

Die Kontrolle der palästinensischen Landwirtschaft ermöglicht es Israel, sowohl von der Wasserversorgung an sich als auch von den wenigen Exporten zu profitieren, die für den Export in ausländische Märkte zugelassen sind. Nicht nur die menschliche Gesundheit und die Landwirtschaft leiden unter der Blockade. Sie hat auch die traditionelle Blumenzucht und viele andere Industriezweige in dem Land verkümmern lassen.

Laut Khalel empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass jeder Mensch Zugang zu ungefähr 100 Litern Wasser pro Tag zur Befriedigung aller Bedürfnisse haben sollte. Dazu gehört das Wasser zum Kochen ebenso wie das Wasser zum Waschen und das Trinkwasser. Israelis erhalten üblicherweise zwischen 240 und 300 Liter pro Tag, wohingegen Palästinenser im Durchschnitt nur rund 73 Liter pro Tag erhalten.

Israels Wasser-Krieg: Jedes Jahr wird die Wasserversorgung in palästinensische Städte und Dörfer im Westjordanland tagelang unterbrochen – wenn nicht wochenlang. Die nachfolgende Grafik zeigt, zu wie viel Wasser jeder Mensch im Westjordanland pro Tag Zugang hat.

water-palestine[1]

Zusätzlich sind 180 besonders verarmte Gemeinden innerhalb der Region „Area C“ des Gazastreifens nicht an die Versorgung mit fließendem Wasser angeschlossen und einige Palästinenser geben bis zu einem Fünftel ihres Einkommens für Wasser aus.

Aber Baroud zufolge ist Israel gar nicht berechtigt dazu, das Wasser zu verkaufen.

„Die schlimmste aller Tragödien besteht darin, dass das Wasser, welches die Israelis vor den Palästinensern zurückhalten, tatsächlich den Palästinensern gehört“, erklärte er gegenüber RT. „Es ist sehr wichtig, das im Kopf zu behalten. Israel klaut das Wasser der Palästinenser von den Grundwassersystemen des Westjordanlandes, verpackt es neu und verkauft das Wasser an sie zurück. Und jetzt unterbrechen sie die Versorgung von genau dem Wasser, das sie den Palästinensern überhaupt erst gestohlen haben.“

Wie hart ist der Ramadan in Palästina?

Von mintpress.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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