Island will den Banken das Recht zur Geldschöpfung entziehen

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Aus forschung-und-wissen.de; Titelbild: Symbolbild – In Island sollen Banken das Recht auf Geldschöpfung verlieren.

 

Ein System, bei dem nur noch die Notenbanken das Geld schöpfen dürfen. Die isländische Regierung macht sich zu dieser Idee gerade ihre Gedanken. Die Anhänger des sogenannten Vollgeldsystems trommeln in der Schweiz ebenfalls alle Anhänger für einen Volksentscheid zusammen. Der Vorschlag hat selbst für Deutschland seinen Charme.

(Island). Zur Zeit zeichnet sich in Island eine Revolution ab. Eine Kommission hat im Auftrag des Ministerpräsidenten Davíð Gunnlaugsson einenReformvorschlag eingereicht, bei dem es um das isländische Bank- und Geldwesen ging. Die Grundidee ist, dass die Banken das Recht für eine Geldschöpfung erhalten und diese nur der Notenbank übertragen. Im englischen nennt man ein derartiges Verfahren “Sovereign Money” (Vollgeld).

Ein Abgeordneter der regierenden Fortschrittspartei hat den Bericht mit dem Titel “Ein besseres Geldsystem für Island” verfasst. Der isländische Ministerpräsident hält diese Ergebnisse für einen wichtigen Beitrag für die noch bevorstehenden Gespräche.

Bisher können Banken beliebig viel Geld herstellen. Sollte ein Kunde einen Kredit in Anspruch nehmen, dann leiht ihm die Bank nicht das vorhandene Guthaben von sparenden Kunden aus, sondern es schreibt ihm das Geld einfach auf dem Konto gut. Dadurch steigt die Geldmenge in der Volkswirtschaft. Ein Bruchteil des Geldes, welches im Umlauf ist, stammt von der Notenbank. Hierbei handelt es sich um die EZB oder die Federal Reserve der USA. Ein großer Teil wird im Rahmen der Kreditgewährung von den Banken geschaffen.

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Nachdem in den 70er Jahren die Bindung des Geldes an Gold aufgehoben wurde, haben sich die Geldschöpfung und die Kreditschöpfung von der realwirtschaftlichen Entwicklung distanziert. In dieser Zeit wurde im Bericht des IWF (Internationalen Währungsfonds) in 114 Ländern insgesamt 147 folgenschwere Bankenkrisen gezählt. Eine Studie von McKinsey zeigt, dass der Kreditwachstum um ein Vielfaches höher liegt, als das Wachstum der Wirtschaft.

Ein Problem der EZB: Die Menge des Geldes steigt nicht

Beeinflusst werden kann der Prozess der Geldschaffung nur durch einen Ankauf von Wertpapieren. Hier steckt auch das große Problem der EZB. Die Geldmenge bzw. Kreditmenge kann trotz Bemühungen nicht gesteigert werden. Wegen der schwachen Bilanzen oder weil die Banken es nicht wollen, kann die EZB nicht wirklich etwas tun. Sie haben nur die Möglichkeit, die schlechten Akitva abzukaufen und haben somit Spielraum für neue Kredite. Die Eigenkapitalquote dient hierbei als Bremse.

Wenn ein Großteil des eigenen Kapitals aufgebraucht ist, dann können Kredite nicht mehr bedient werden. Nicht ohne Grund werden alternative Instrumente der Geldpolitik aktiv diskutiert. Das Programm für den Aufkauf von Staatsanleihen kann hierbei nicht helfen. Für Staatsanleihen wird kein Eigenkapital benötigt, wodurch die Möglichkeit, die Kredite zu geben nicht unbedingt gestärkt wird. Wenn die Banken und die EZB der Wirtschaft nicht helfen können, dann wird sie nicht um den Ankauf von Assets nicht herumkommen.

Das System der Banken wird nicht hinterfragt

Alle aktuellen Maßnahmen sollen dazu dienen, die Banken vor weiteren Krisen zu schützen. Somit sind sie in der Lage, das heutige System beizubehalten. Die Regulierung stößt hier an ihre Grenzen. Die Bankenregulierung wurde 1930 in den USA verschärft. Für den Glass-Steagal-Act wurden 37 Seiten benötigt, für die heutige Regulieren wurden 848 Seiten verwendet. Hierdurch soll das Bankenrisiko begrenzt werden. Mit den Ausführungsbestimmungen wird die Regulierung auf 30.000 Seiten geschätzt.

Eine wirkungsvolle Regulierung setzt voraus, dass die Banken bei einem Fehlmanagement Pleite gehen können. Wenn das nicht eintritt, dann profitieren sie vor allem durch die Garantie des Staates, der im Zweifel einspringt. Es scheint richtig zu sein, einen geordneten Abwicklungsprozess für Banken in Europa zu schaffen. Bei den drei Billionen Euro Schulden muss trotzdem immer damit gerechnet werden, dass die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden.

In der Vergangenheit führe eine Überschuldungssituation schon häufiger zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten. 1936 kamen die Professoren Irving Fisher und Henry Simons auf die Idee, eine Geldschaffung durch Banken zu verbieten. Banken dürfen nur noch Geld verleihen, die sich als Einlagen in den Büchern befinden.

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4 Comments

  1. …this is what I’m telling everybody I know since years! Might be that I already posted something similar somewhere else years ago? The only way for a state / country / government to become and stay free ( of debts ) is to print its own money ( Lincoln & Kennedy already tried ; ) in balance to the economic power… ( this could be also superviewed by others to prevent that a government prints more money than it would be adequat ). It can and must not be any longer that private institutions like the FED is printing money and the governments / citizen have to pay for being provided with this bank notes ( this is theft / disseizement / fraud = a snowball system ), while the one who owns that money printing company makes profit out of this pervert situation and enslaves this way the government and its people ( example: The FED prints 1.000.000$ and for this service the government needs to pay back 100.000 = to be debt free it now needs to pay back 1.100.000€… so it has to order new and more money to be able to pay back and to keep the money for its and the people needs… in the end the mint / printer will get it all back incl. additional debts in form of posessing / property… That’s a vicious circle which is disseizeing almost every government and all the people of the world. By this system one or a few ones are getting almost all posesings and growing power over governments and authorities because this way they control the money system and can corrupt almost everyone and anything! This unfair and cheating system has to end if mankind ever wants to solve its problems and to live in peace. Otherwise this system will lead and end up in self destruction… )…

    …das hier erzähle ich allen die ich kenne schon seit Jahren! Könnte sein das ich ähnliches schon vor Jahren irgendwo geposted hab? Der einzige Weg für einen Staat / ein Land / eine Regierung ( schulden- ) frei zu werden und zu bleiben ist eigenes Geld zu drucken ( Lincoln & Kennedy haben es bereits versucht ; ) im Einklang mit der Wirtschaftsleistung… ( dies könnte auch von anderen überwacht werden, um zu verhindern das eine Regierung mehr Geld druckt als angebracht wäre ). Es kann und darf nicht länger sein, dass private Institutionen wie die FED Geld drucken, und die Regierungen / Bevölkerungen dafür bezahlen müssen, dass ihnen diese Banknoten zur Verfügung gestellt werden ( das ist Diebstahl / Enteignung / Betrug = ein Schneeballsystem ), während derjeniger der die Notendruckerei besitzt aus dieser perversen Situation Profit macht und auf diese Art die Regierung und die Leute versklavt ( Beispiel: Die FED druckt 1.000.000$ und für diese Dienstleistung muss sie 100.00$ bezahlen = um schuldenfrei zu sein muss sie nun 1.100.000$ zurückbezahlen… somit muss sie neues und mehr Geld bestellen um das Geld für ihre und der Leute Bedürfnisse zu behalten… am Ende wird die Notenbank / der Besitzer alles bekommen, inkl. zusätzlicher Schulden in Form von Besitz / Eigentum… Dies ist ein Teufelskreislauf, welcher nahezu sämtliche Regierungen und Menschen der Welt enteignet. Mit diesem System bekommt einer oder ein paar wenige nahezu alle Besitztümer und erlangen wachsende Macht über Regierungen und Behörden, weil sie auf diese Weise das Geldsystem kontrollieren und nahezu jeden und alles korrumoieren können! Dieses unfaire und betrügerische System hat zu enden, wenn die Menschheit jemals ihre Probleme lösen und in Frieden leben will. Ansonsten wird dieses System zur Selbstzerstörung führen und in solcher enden… )…

    • Nicht wenn der Staat bestimmt wieviel Geld gedruckt wird. Konstante Geldmenge bei steigender Befölkerung würde dazu führen dass immer weniger Geldsummen pro Kopf verfügbar sind und die zunehmende Schaffung und Umschlag Werthaltiger Produkte sich die gleiche Geldsumme teilen müssten. Dabei würde dann eine Geldeinheit an Wert gewinnen ohne dass z.b. bei einen Kredit Zinsen benötigt währen. Das sehe ich als erstrebenswert jedoch lässt sich so nicht die Allgemeinheit in eine Schuldengefangeschaft bringen.

  2. Die Deutschen haben doch ihr eigenes Geld gedruckt, die Deutsche Mark, mit eigener Bundesbank als Notenbank. Bis ein Oberdepp dieses System abschaffte und die Nachfolgedeppen so weiter machen. Also neu ist das nicht.

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