Island demütigt FBI-Agenten, die planten, Assange einzukreisen, und fordert sie zum sofortigen Verlassen des Landes auf

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Die US-Regierung schickte ein Flugzeug voll mit FBI-Agenten, jedoch als Computer-Profis getarnt. Die Aufgabe der Agenten war einfach: Julian Assange in Island einzukreisen, so dass er möglicherweise in Island angeklagt werden könnte.

Island ist ein kleines Land in Nordeuropa, mit einer Bevölkerung von nur etwas mehr als 300.000 Menschen. Aber trotz der geringen Größe und Bevölkerung des Landes, steht es stark da. Das Land hat, allen Widrigkeiten zum Trotz, die Tricks und Manipulationen der sogenannten Supermächte abgelehnt.

In Reaktion auf die Finanzkrise von 2008 und den Zusammenbruch in den Vereinigten Staaten, wurden die Banken seinerzeit von der Regierung gerettet. Hingegen hat in Island die Regierung beschlossen, dass, da die Banken spekuliert und unvernünftige Darlehen vergeben hatten, es ist nicht in der Verantwortung der Steuerzahler liege, unverantwortliche Banken für deren Idiotie zu retten, und so entschied man sich, die Banken abstürzen zu lassen. Zudem wurden einige der Banker wegen ihrer Rolle in der Krise ins Gefängnis gebracht.

Der Chef-Editor von WikiLeaks, Julian Assange, lebt seit 2012 in der Botschaft von Ecuador in Großbritannien im Asyl. Assange drohen Verhaftung und Auslieferung nach Schweden, wo er mit einer Anklage wegen sexueller Übergriffe rechnen muss. Außerdem könnte er in den USA wegen angeblicher Spionage belangt werden.

Nachdem WikiLeaks die von Chelsea Manning zugespielten sog. Drahtberichte, also geheime diplomatische Nachrichten, der USA veröffentlicht hatte, begannen die Behörden, gegen Assange zu ermitteln, um ihn womöglich nach dem Spionagegesetz von 1917 anzuklagen. Im November 2010 sagte der damalige US Generalstaatsanwalt Eric Holder, es gebe “aktive laufende strafrechtliche Ermittlungen” gegen WikiLeaks und Assange. Selbst ein im Jahr 2012 bekannt gewordenes Dokument ergab, dass eine Grand Jury in Alexandria, im Bundesstaat Virginia, Assange heimlich angeklagt hatte. Obwohl die US-Regierung nachfolgend versicherte, der an die Öffentlichkeit gelangte Brief sei nicht authentisch, und dass Assange keiner Anklage ausgesetzt sei, hat Edward Snowden die Lügen der Regierung aufgedeckt, als auch er brisante Informationen ans Licht brachte.

Die im Jahr 2014 veröffentlichten Materialien von Snowdon wiesen auf, dass die US Regierung Assange auf die “Verbrecherjagdliste für 2010” gesetzt hatte. Im gleichen Zeitraum forderte die US-Regierung ihre Verbündeten auf, strafrechtliche Ermittlungen gegen Assange zu eröffnen.

In die verdeckten Aktivitäten der Regierung der Vereinigten Staaten, Assange hinter Gitter zu bringen, hat der frühere Innenminister von Island Ögmundur Jonasson kürzlich in einem Interview einiges Licht gebracht.

Jonasson erklärte gegenüber der Zeitung Katoikos, dass die Obama-Regierung der isländischen Regierung im Juni 2011 fälschlicherweise gesagt habe, dass aktive Hacker die Software-Systeme in Island zerstören wollten. Die US-Regierung bot an, Island dabei zu helfen, die Aktivitäten dieser sogenannten Hacker zu vereiteln.

Laut Jonasson stimmte Island dem zu. Die US-Regierung schickte ein Flugzeug voll mit FBI-Agenten, jedoch als Computer-Profis getarnt. Die Aufgabe der Agenten war einfach: Julian Assange in Island einzukreisen, so dass er möglicherweise in Island angeklagt werden könnte.

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Jonasson beschrieb, wie er sogleich “stutzig” wurde angesichts der vorgeblich guten Absichten der USA, Island dabei zu helfen, mit den Hackern fertigzuwerden.

Jonasson verfügte in seiner Eigenschaft als damaliger Innenminister über alle wichtigen Informationen. Er konfrontierte die Vereinigten Staaten mit der Frage. Die Behörden der Vereinigten Staaten räumten daraufhin offenbar beschämt ein, dass die vermeintlichen Computer-Profis in Island eigentlich FBI-Agenten waren, welche die Kooperation des Landes für das Vorhaben, Assange einzukreisen, suchten. Jonasson, sagte, dass habe ihn wütend gemacht, und er habe die Agenten angewiesen, das Land unverzüglich zu verlassen.

Er erklärte: “Da sie nicht von den isländischen Behörden autorisiert worden waren, irgendwelche Polizeiarbeit in Island durchzuführen, und da ein Durchgreifen auf WikiLeaks nicht auf meiner Agenda stand, um es gelinde auszudrücken, erklärte ich jede etwaige Zusammenarbeit für mit sofortiger Wirkung beendet und machte zugleich deutlich, dass sie alle Aktivitäten in Island unverzüglich einzustellen hatten. “

Jonasson sagte, wenn er im Fall Assange hätte Stellung beziehen müssen, hätte er in jedem Falle Assange unterstützt, anstatt ihn für die Vereinigten Staaten festzusetzen.

“Wenn ich mich für die Seite von entweder WikiLeaks einerseits, oder von FBI oder CIA andererseits, hätte entschließen müssen, wäre mir die nicht schwer gefallen: Ich wäre auf der Seite von WikiLeaks”, sagte er.

Jonasson erwähnte auch, dass in Island, trotz seiner NATO-Mitgliedschaft, der Gesetzgeber sich überlege, ob man Snowdon Staatsbürgerschaft gewähren solle.. Er sagte, Island sei sich bewusst, dass das die Vereinigten Staaten wütend machen würde, aber wenn ein Konsens erreicht sei und der Gesetzgeber zustimme, werde das Land nicht zögern, dem Informanten die Staatsbürgerschaft zu gewähren. Jonasson: “Island ist Teil der NATO, und eine solche Entscheidung würde von den USA vehement abgelehnt werden.”

Snowden wurde im Jahr 2013 Asyl in Russland gewährt, wo er sich immer noch an einem unbekannten Ort aufhält.

 

Übersetzt aus dem Englischen von    AnonHQ.com.  http://anonhq.com/iceland-humiliates-united-states-plane-loaded-fbi-agents-frame-assange-told-leave-immediately/

 

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