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Irak

Was passiert nach dem Untergang von ISIS? Hier steht das, was Ihnen sonst nicht gesagt wird

in Geopolitik

Amerikas Feldzug, um ISIS in Irak und Syrien zu bezwingen, nähert sich langsam dem Ende. ISIS wurde aus seinen wichtigsten irakischen Hochburgen vertrieben, während manchen Schätzungen zufolge in der Stadt Mossul noch 300 Kämpfer verblieben sind. Berichten zufolge sind sie innerhalb eines 500 Quadratmeter großen Gebietes versteckt. In Syrien wird letztendlich bald dasselbe über ar-Raqqa erzählt werden, welches de facto die Hauptstadt von ISIS in Syrien ist.

Obwohl manche Leute diese Entwicklungen mit Begeisterung aufnehmen, wird wenig beachtet, was auf die Niederlage von ISIS in Irak und Syrien folgt. Tatsächlich hat die Washington Post gerade die Frage gestellt: „ISIS wird Mossul und ar-Raqqa verlieren. Was passiert dann?“ – was nach einem Schritt in die richtige Richtung aussieht.

Bevor wir uns jedoch überhaupt über dieses Thema Gedanken machen können, lohnt es sich einmal, die Auswirkungen dieses von Amerika angeführten Feldzuges in Irak und Syrien auf genau die Leute zu analysieren, die das amerikanische Militär vermutlich befreien wird. In ar-Raqqa, einem Ort, den die Vereinigten Staaten zunächst einmal überhaupt nicht zu bombardieren berechtigt sind, werden zahllose Zivilisten in Stücke gerissen und in den Straßen verrotten gelassen.

Ein Syrer namens Abu Ahmad (jawohl, sie haben Namen), sagte gegenüber Reuters, dass er am Morgen nach einer Nacht schwerer Luftangriffe mehrere seiner Nachbarn tot auf der Straße liegen sah:

„Ich ging am nächsten morgen raus, nur um es mir anzusehen“, sagte er. „Ich schwöre bei Gott, dass Katzen die Leichen gefressen hatten.“

Es ist wichtig, die Realität des Konflikts auf dem Boden festzuhalten, weil dieser verheerende Horror unweigerlich das maßgeblich prägen wird, was danach kommt. Man löscht Terrorismus nicht aus, indem man tausende von Zivilisten ermordet; tatsächlich verschlimmert man ihn dadurch umso mehr. Man verewigt ihn dadurch. Man liefert Terrorismus eine Daseinsberechtigung und zahllose grimmig dreinblickende frische Rekruten.

Wir wollen nicht vergessen, dass ISIS weitgehend deswegen existiert, weil die USA einmarschiert sind und Saddam Hussein gestürzt haben, einen Mann, der sich dieser Art von islamistischen Bewegungen entgegenstellte. Das Machtvakuum, das nach seiner Entfernung entstand, ebnete den Weg dafür, dass Al-Qaida in dem Land Fuß fassen konnte, was wiederum Al-Qaida in Irak (AQI) den Weg ebnete, welche sich in ISIS verwandelte. Ein weiterer entscheidender Fehler war die rücksichtslose Entscheidung Amerikas, ungefähr 400.000 Soldaten zu feuern, und zwar nur deswegen, weil sie Saddam Husseins Baath-Partei angehörten. Diese Soldaten hatten keine Jobs mehr, und viele von ihnen gingen dazu über, leitende Positionen innerhalb den Reihen von ISIS zu besetzen.

„Wie ein leitender US-Regierungsbeamter zur damaligen Zeit sagte, war es der Tag, an dem wir im Irak eine Viertelmillion Feinde erschufen“, sagte der investigative Journalist Jeremy Scahill gegenüber Democracy Now!, als ISIS 2014 zum ersten Mal Schlagzeilen machte.

AQI und ISIS wurden als direkte Reaktion auf die US-Besetzung des Irak formiert. Also was ist diesmal die Reaktion der Koalition, um mit ISIS umzugehen?

Noch mehr Besetzung. Zum Beispiel hat selbst Kanada angekündigt, mindestens bis März 2019 im Irak zu bleiben. Generalleutnant Stephen Townsend hat ebenfalls dazu aufgerufen, dass US-Truppen lange Zeit weiterbleiben sollen, nachdem ISIS geschlagen wurde, ohne einen genauen Stichtag zu nennen.

Es wurde bereits berichtet, dass obwohl Gebiete des Irak von US-unterstützten Truppen befreit wurden, immer noch ISIS-Zellen existieren und in der Lage sind, Angriffe zu starten. Es spielt keine Rolle, wie lange die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten Irak besetzt halten – so lange sie zu tausenden Zivilisten unter die Erde bringen und fragwürdige Milizen auf dem Boden unterstützen, werden sich diese Art von Widerstandsbewegungen weiter ausdehnen. Ohne dass amerikanisch unterstützte Truppen ein spezifisches Territorium angreifen, werden sie nun noch schwerer zu besiegen sein.

Dadurch wird ein endloser Krieg perfekt. Leider ist ISIS noch unsere geringste Sorge, indem sich ein regionales Pulverfass zu entzünden droht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat offen erklärt, dass die Türkei dazu bereit sei, in Nordsyrien einzumarschieren, um die kurdischen Kämpfer anzugreifen, die zurzeit durch die USA unterstützt werden.

Bei dieser bevorstehenden Schlacht stehen sich ein NATO-Verbündeter und das größte NATO-Mitglied gegenüber. Die Türkei hat sich bei den letzten regionalen Streitigkeiten zwischen den Golfstaaten offenbar auch auf die Seite von Katar geschlagen, was diese beiden widerspenstigen Staaten direkt in die offenen Arme des Iran treibt.

Iran ist ebenfalls stark in Irak und Syrien verwickelt und ist drauf und dran, als einer der größten Sieger aus diesen beiden aufs Engste miteinander verknüpften Schlachtfeldern hervorzugehen. Jedoch kann die US-Regierung dies nicht zulassen, da Iran ihr größter Widersacher in der Region ist.

Obwohl die Medien versucht haben, diese bevorstehende Schlacht als ein zufälliges Missgeschick darzustellen – eines, durch das die USA in einen größeren regionalen Krieg mit Syrien stolpern, an dem es sich nicht beteiligen wollte – ist es die Realität, dass diese Entwicklungen seit langer Zeit geplant wurden und dass diese Pläne bis zum heutigen Tag formuliert werden.

Als er vor der Washingtoner Denkfabrik Center for a New American Security sprach, bestätigte Donald Trumps nationaler Sicherheitsberater General H.R. McMaster diese Tatsache:

„Iran schürt diesen Teufelskreis eines sektiererischen Konflikts, um die arabische Welt dauerhaft zu schwächen“, sagte McMaster einem Bericht der Los Angeles Times zufolge. McMaster deutete an, dass sich die US-Politik in Bezug auf Syrien und Irak nach der Niederlage von ISIS darauf konzentrieren werde, Teheran zu isolieren und die Ausdehnung seines Einflusses zu verhindern.

McMaster ist der Kriegstreiber, der Anfang des Jahres Michael Flynn ersetzte und Steven Bannon vom National Security Council ausbootete, bevor er Donald Trump Vorschläge für Angriffe auf das syrische Militär im April dieses Jahres unterbreitete. Eine dieser Angriffsoptionen beinhaltete laut einer Untersuchung des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Journalisten Seymour Hersh einen uneingeschränkten Angriff auf die Paläste des syrischen Präsidenten, bis er getötet worden wäre.

Weiterhin wird, wie Anti-Media zuvor berichtete, das letzte Gefecht von ISIS in Syrien in einer ölreichen Region Syriens stattfinden und dazu führen, dass Russland, Iran und Syrien auf das US-Militär und die kurdischen Kämpfer auf dem Boden stoßen, indem beide Parteien um die Kontrolle des Gebietes kämpfen. Wenn man die türkische Drohung einer Intervention, Israels ununterbrochene Luftangriffe, die regimetreuen Truppen und die Infrastruktur unter Beschuss nehmen, sowie die Feindseligkeit Saudi-Arabiens gegenüber Iran und die gegenwärtige Katar-Krise berücksichtigt, braucht man kein Genie zu sein, um zu erkennen, dass dieser Konflikt das Potenzial dazu hat, komplett außer Kontrolle zu geraten.

Der Fall einer Gruppierung, die so eine Brutalität an den Tag legt wie ISIS, wäre unter normalen Umständen ein Grund zum Feiern, wenn es nicht um den Fahrplan ginge, dem wir gerade jetzt folgen. Es ist ganz klar, dass die USA und ihre Verbündeten keine Ideologie besiegen können, indem sie dieselbe Taktik anwenden, welche sie hervorgebracht hat. Weiterhin hat ein neuer Bericht ergeben, dass Saudi-Arabien eine „klare Verbindung“ zum Extremismus innerhalb des Vereinigten Königreichs unterhält, jedoch ist Saudi-Arabien weiterhin einer der wichtigsten Partner der US-geführten Koalition.

ISIS ist in Jemen, Libye, den Philippinen, Indonesien und Afghanistan präsent – um nur einige Länder zu benennen. Die Gruppierung ist dazu in der Lage, Angriffe in ganz Europa und sogar in der Islamischen Republik Iran anzustiften, einer mehrheitlich schiitischen Nation (ISIS stammt aus der sunnitischen Sektion des Islam). Ihr Kalifat in Irak und Syrien mag zwar in sich zusammenfallen, aber wir könnten miterleben, wie der Grundstein zu einem globalen Phänomen gelegt wird.

Diesbezüglich planen Elemente innerhalb der Trump-Regierung noch mehr Konfrontationen, um dem Iran und dessen Ambitionen in der Region entgegenzuwirken, was mit größter Wahrscheinlichkeit auch zu einer direkten kriegerischen Auseinandersetzung mit Russland führen wird.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/whats-going-happen-fall-isis-arent-told/


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ISIS kochte angeblich Kleinkind und überlistete Mutter, sein Fleisch mit Reis zu essen

in Menschenrechte

Im ägyptischen Fernsehen behauptet eine Jesidin, dass ISIS-Soldaten den einjährigen Sohn einer Sexsklavin gekocht haben und ihn seiner ahnungslosen Mutter serviert haben sollen, nachdem sie sie fast verhungern ließen. Jedoch gibt es keinerlei Beweise für diese Behauptung. Bekannt ist aber, dass jesidische Frauen, die größten Opfer des ISIS sind. Sie werden als Sexsklavinnen gehalten, gefoltert und ermordet. Jesiden sind für die ISIS das, was die Juden damals für die Nazis waren.

Die Terrororganisation ISIS wird mit Videoaufnahmen von Enthauptungen gleichgesetzt. Aber mit ihrer neuesten Schandtat haben die Terroristen alle Grenzen der Brutalität und Barbarei überschritten.

Eine jesidische Sexsklavin wurde überlistet, ihren eigenen einjährigen Sohn zu essen, wie die irakische Abgeordnete Vian Dakhill berichtet.

Die Frau, die eine Angehörige der jesidischen Gemeinde ist – was bedeutet, dass sie weder Araberin noch Muslimin ist – und als Teufelsanbeterin behandelt worden ist, wurde drei Tage lang ohne etwas zu essen oder Wasser gefangengehalten. Nachdem sie sie beinahe verhungern und verdursten ließen, sagten die ISIS-Wachen zu ihr, dass sie etwas essen müsse, wenn sie ihren Sohn wiedersehen wolle.

Der ahnungslosen Mutter wurde daraufhin von ihren barbarischen Geiselnehmern ein Gericht aus Fleisch und Reis serviert. Die üblen Milizen warteten, bis sie alles aufgegessen hatte, bevor sie sie darüber informierten, dass sie gerade die verstümmelten Überreste ihres einjährigen Sohnes gegessen habe. Wenn Sie die Courage dazu aufbringen, sehen Sie sich dieses einminütige Video an:

Während eines emotionalen Interviews mit dem ägyptischen Fernsehsender Extra News – Einzelheiten der Abscheulichkeiten waren so erschütternd, dass der Fernsehinterviewer seine Tränen abwischen musste – enthüllte Dakhill den unvorstellbaren Schmerz der Mutter:

Eine der Frauen, die wir von ISIS aufspüren konnten, sagte, dass sie drei Tage lang in einem Keller ohne etwas zu essen oder Wasser gefangengehalten wurde. Später brachten sie ihr einen Teller mit Reis und Fleisch. Sie aß das Essen, weil sie sehr hungrig war. Als sie fertig war, sagten sie zu ihr: „Wir haben deinen einjährigen Sohn gekocht, den wir bei dir gefunden haben, und das ist es, was du gerade gegessen hast.

Als das Interview andauerte, enthüllte Dakhill – die einzige Jesidin im irakischen Parlament – weitere widerliche Abscheulichkeiten, die von den ISIS-Schlächtern begangen wurden:

Eines der Mädchen sagte, dass sie sechs ihrer Schwestern mitgenommen hatten. Ihre jüngere Schwester, ein zehnjähriges Mädchen, wurde vor den Augen ihres Vaters und ihrer Schwestern zu Tode vergewaltigt. Sie war erst zehn Jahre alt. Die Frage, die wir uns stellen, ist: Warum – warum haben diese Barbaren uns das angetan?

Sie sagte auch, dass die Jesiden dazu gezwungen wurden, ihre eigenen Frauen und Mädchen von den ISIS-Monstern zurückzukaufen:

Es kann sein, dass einer (der ISIS-Terroristen) anruft und sagt, dass er ein bestimmtes Mädchen gefangen hält und es verkaufen will. Sie rufen die Familie des Mädchens an und wir kaufen sie. Ich entschuldige mich dafür, dieses Wort zu benutzen. Wir die Jesiden kaufen im 21. Jahrhundert unsere Töchter und Frauen.

ISIS war verantwortlich dafür, tausende von Jesiden zu töten und viele Frauen und Kinder als Sexsklaven gefangenzuhalten. Da sie die Jesiden als Teufelsanbeter betrachten, glauben sie, dass sie das Recht dazu haben, jesidische Frauen zu vergewaltigen, zu missbrauchen, zu foltern und zu ermorden oder oder schreckliche Greueltaten gegen die irakische Minderheit zu verüben.

2014 nahm ISIS etwa 10.000 jesidische Frauen gefangen und machte sie zu Sexsklaven, um sie innerhalb ihres selbsternannten „Kalifats“ zu verkaufen und auszutauschen. Man geht davon aus, dass ungefähr 3.000 von ihnen in Gefangenschaft geblieben sind. Eine Reihe von jesidischen Massengräbern wurden 2015 entdeckt.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von: http://anonymous-news.com/isis-cooks-toddler-tricks-starving-mother-into-eating-his-meat-with-rice/


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Folter-Vertuschung: US-Soldaten vergewaltigten kleine Jungen vor ihren Müttern

in Welt

Dies ist ein Thema, über das wir bereits vorher berichtet haben, das jedoch noch nicht erschöpfend behandelt worden ist: Zu den vielen Abscheulichkeiten, welche die US-Regierung vor dem Folterbericht verheimlicht, gehört ein verstörendes Video, das nie öffentlich zugänglich gemacht wurde, und das US-Soldaten dabei zeigt, wie sie kleine Jungen vor ihren Müttern vergewaltigen. Laut vielen respektierten Journalisten, zu denen auch der investigative Reporter für Associated Press, Seymour Hersh, gehört, wurde das Video in Abu Ghuraib aufgenommen, dem berüchtigten US-Folterkerker in Irak.

Hersh sagt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das Video öffentlich gemacht werde. In dieser Stellungnahme, die er 2014 bei der Amerikanischen Bürgerrechtsunion (ACLU) abgab, vermittelt er einige Einblicke in das geheime Videoband des Pentagons:

Darüber debattieren, ähmmm…Manche der schlimmsten Dinge, die passiert sind, sind solche, von denen man nichts weiß, okay? Videos, ähm, es gibt Frauen dort. Einige von Ihnen haben vielleicht gelesen, dass sie Briefe nach draußen weitergegeben haben, Mitteilungen an ihre Männer. Das ist in Abu Ghuraib…Die Frauen gaben Nachrichten weiter, in denen sie sagten: „Bitte kommt und bringt mich um, wegen dem was passiert ist“, und das was im Grunde genommen passiert ist, ist, dass diese Frauen in den dokumentierten Fällen zusammen mit kleinen Jungen, Kindern, gefangen gehalten worden sind. Die Jungen wurden vor laufender Kamera sodomisiert. Und das Schlimmste daran ist die Tonspur der aufschreienden Jungen, die Ihre Regierung hat. Sie sind vollkommen terrorisiert. Es wird ans Licht kommen.

Es ist unmöglich, sich selbst die Antwort auf die Frage zu geben, wie wir an diesen Punkt gelangt sind? Wer sind wir? Wer sind diese Leute, die uns dorthin geschickt haben? Als ich mich um [die Aufklärung des Massakers von] My Lai gekümmert hatte, war ich sehr beunruhigt darüber, was passiert war, genau wie jeder, der klar bei Verstand ist. Letztendlich schrieb ich etwas, als ich sagte, dass die Leute, die die Tötungen ausführten, genauso Opfer waren wie diejenigen, die getötet wurden, wegen der Narben, die sie hatten. Ich kann Ihnen manche der persönlichen Geschichten von einigen der Leute erzählen, die den Einheiten angehörten, die Zeuge davon wurden. Ich kann Ihnen auch von schriftlichen Beschwerden erzählen, die an die hochrangigsten Offiziere gerichtet waren, und daher haben wir es mit einer enormen, massiven Menge an kriminellem Fehlverhalten zu tun, das auf der höchsten Ebene der Befehlskette und noch weiter oben vertuscht wurde, und wir müssen dorthin kommen, und wir werden es auch. Wir werden es. Wissen Sie, es gibt genug da draußen, sie können nicht (Applaus). …Daher wird es ein interessantes Wahljahr.“

Bei einer späteren Rede, die Hersh an der University of Chicago hielt, sagte er:

Sie haben noch nicht begonnen, das Böse zu sehen…schreckliche Dinge, die Kindern von weiblichen Gefängenen angetan wurden, während die Kameras liefen.

Hier ist auch eine übersetzte Zeugenaussage, die von der Gefangenen Kasim Mehaddi Hilas stammt: http://www.washingtonpost.com/wp-srv/world/iraq/abughraib/151108.pdf. In dieser Zeugenaussage erklärt Hilas (Achtung, diese Zeugenaussage ist expliziter Natur):

Ich sah, wie [Name geschwärzt] ein Kind fickte, es war ungefähr 15-18 Jahre alt. Es tat dem Kind sehr weh und sie deckten alle Türen mit Tüchern ab. Dann, als ich die Schreie hörte, kletterte ich an der Tür hoch, weil sie oben nicht abgedeckt war, und ich sah [geschwärzt], der eine Militäruniform trug, wie er seinen Penis in den Arsch des kleinen Kindes steckte. Ich konnte nicht das Gesicht des Kindes sehen, weil sein Gesicht nicht vor der Tür war. Und die weibliche Soldatin machte Bilder davon.

Es war nicht einfach, diesen Bericht zu schreiben, und das Thema ist noch schwerer zur Kenntnis zu nehmen und darüber zu diskutieren, aber es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir genau verstehen, wozu die US-Regierung in der Lage ist. Nun, da der Folterbericht veröffentlicht worden ist, können wir uns nicht länger den Luxus leisten, die Wahrheit zu ignorieren.

Wie John Vibes von Anti-Media erwähnte, ist es nun wichtiger denn je, Druck auf das Verteidigungsministerium auszuüben, das immer noch alles in seiner Macht stehende versucht, damit über all dies nicht Stillschweigen gewahrt wird. In diesem Sinne werden wir daher damit weitermachen, die Öffentlichkeit über die wahren Abgründe der Verkommenheit aufzuklären, zu denen die USA fähig sind.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/torture-report-cover-up-u-s-soldiers-raped-young-boys-in-front-of-their-mothers/


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Der zweitmächtigste Mann bei ISIS wurde getötet

in Welt

Erbil, Region Kurdistan – Wie die militärische Informationsabteilung des Irak am Samstag verkündete, wurde der zweitwichtigste Mann bei ISIS getötet.

Der stellvertretende Befehlshaber und Kriegsminister der extremistischen Gruppierung, Ayad Jumaili, bekannt als Abu Yahiya, wurde am Samstag in al-Qa’im, in der irakischen Provinz al-Anbar an der Grenze zu Syrien durch die irakischen Luftstreitkräfte getötet.

Basierend auf präzisen Informationen, die durch die Geheimdienstabteilung der Luftstreitkräfte beschafft wurden, wurden zwei ISIS-Basen in al-Qa’im lokalisiert und angegriffen, wie in der Erklärung der militärischen Informationsabteilung näher erläutert wird.

Zwei andere hochrangige Funktionäre wurden ebenfalls getötet. Ihre Namen wurden angegeben als Turki Jamal al-Delaimi, Chef der militärischen Angelegenheiten von al-Qa’im, und Salim Muthdafar al-Ajami, bekannt als Abu Khatab, von der Verwaltungsabteilung von ISIS.

Sie starben nur wenige Tage nachdem ein ISIS-Propaganda-Funktionär und vier seiner Mitarbeiter durch einen Luftangriff der Koalition getötet wurden.

Ibrahim al-Ansari und vier weitere wurden am 25. März in al-Qa’im in der irakischen Provinz al-Anbar an der Grenze zu Syrien getötet.

Ansari war verantwortlich für die Produktion und Verbreitung von Propaganda und er leitete und unterstützte internationale Terrorangriffe. „Seine Propaganda ermutigte ISIS-Anhänger dazu, Angriffe mit Messern, Fahrzeugen und durch Brandstiftung gegen Amerikaner und andere westlicher Bürger auszuführen“, sagte Oberst Joseph Scrocca, Direktor für öffentliche Angelegenheiten der Koalition, indem er während einer Pressekonferenz am Donnerstag seinen Tod bestätigte.

„Dieser Angriff wird ISIS‘ Fährigkeit behindern, Propaganda herzustellen – Propaganda, um sowohl zu Terror in der Region als auch in unserem Heimatland anzustiften, und er hat auch die Kommunikation zwischen anderen ISIS-Mitgliedern getroffen“, fügte er hinzu.

Die ISIS-Führung, die aus ihren Hochburgen ar-Raqqa und Mossul vertrieben wurde, hatte sich im Talgebiet des Flusses Euphrat zwischen Deir ez-Zor, Syrien und al-Qa’im konzentriert. „Das ist wahrscheinlich ihre größte Konzentration an Streitkräften“, bestätigte das Pressebüro der Koalition gegenüber Rudaw Mitte März.

„Wir nutzen jede Gelegenheit, die sich uns bietet, um die ISIS-Führungsriege vom Schlachtfeld zu entfernen“, sagte der Sprecher der Koalition, Oberst John Dorrian, im Februar.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf rudaw.net (http://www.rudaw.net/english/kurdistan/010420173)

Quellen:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/erbil-kurdistan-region-second-powerful-man-isis-killed-iraqs-military-intelligence-department-announced-saturday/


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Trump erweitert Kriegsterror und tötet in einem Monat über 1.000 syrische und irakische Zivilisten

in Geopolitik

Der Krieg gegen den Terror wird hässlich und blutig. Als Präsident Donald Trump das Amt übernahm, versprach er, schonungslos mit Terroristen zu verfahren, besonders mit Angehörigen von ISIS.

Dies bedeutet, dass Trump bereit war, das bekannte Erbe seiner Vorgänger fortzusetzen – Scheinterrorismus zu bekämpfen. Obwohl er erst weniger als 90 Tage im Amt ist, beweist Trump, dass er gewillt ist, sämtliche zur Verfügung stehenden Kräfte einzusetzen, um sein Ziel zu erreichen.

Jedoch existiert Trumps Ziel nicht. Es ist eine Tatsache, dass Terrorismus von der Central Intelligence Agency (CIA) produziert wird und durch die den Eliten gehörenden Mainstream-Medien verbreitet wird, um in der Öffentlichkeit Angst zu verbreiten. Das Ziel besteht darin, weiter Krieg zu führen und etwas anzugreifen, das nicht wirklich existiert. Indem sie das tun, festigen sie weiterhin ihre Führungsposition. Mehr Steuerzahlergeld wird für Verteidigung ausgegeben. Dadurch blühen die Rüstungsunternehmen auf, deren Anteisleigner und Nutznießer die Eliten sind. Sie plündern auch die Ressourcen der Ländern, in den sie den fingierten Krieg führen.

Der Krieg gegen den Terror ist angetrieben von Gier und Selbstsüchtigkeit. Kostbare Menschenleben werden für die Reichen geopfert. Diese Tat der Vereinigten Staaten ist gleichbedeutend mit rituellem Blutgeld, einer Praxis, bei der ein Ritualist menschliche Opfer fordert, damit das vergossene Blut mehr Geld generiert.

Beim vom Trump geführten Krieg gegen den Terror im Nahen Osten, setzte sich zuletzt das Töten unschuldiger Zivilisten fort. Gegenwärtig sind die Hände des US-Militärs mit dem Blut unschuldiger Zivilisten in Irak, Jemen und Syrien befleckt. Es ist entsetzlich und verabscheuungswürdig. Das Blutvergießen, das durch die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten des Westens und Nahen Ostens in diesen Ländern forgesetzt wird, ist unbeschreiblich.

Bildtext: „Produzierter Terrorisms – Justizministerium/FBI“

Es ist bekannt geworden, dass alleine im Monat März in Syrien und Irak über 1.000 Zivilisten getötet wurde. Ja, über 1.000 kostbare Menschenleben innerhalb von nur einem Monat in Syrien und Irak, und alle verursacht durch Aktionen der Vereinigten Staaten. Bei dieser Zahl ist Jemen noch nicht inbegriffen. Vergessen Sie nicht, dass die Vereinigten Staaten einen Feldzug unter saudischer Führung gegen Rebellen unterstützen, um die gegenwärtige Regierung Jemens zu stürzen. Die Zahl ziviler Opfer in Jemen ist ebenfalls angestiegen.

In Syrien und Irak stellen sich die Vereinigten Staaten ISIS entgegen. Die Stadt Raqqa in Syrien ist die selbsternannte Hauptstadt von ISIS. 2012 lebten über 220.000 Leute in der Stadt. All diese Leute leben unter der Kontrolle von ISIS.

Obwohl ein offizieller Einsatz zur Rückeroberung der Stadt von ISIS noch nicht begonnen hat, hat Präsident Trump ohne das Einverständnis von Präsident Assad Truppen nach Syrien beordert. Die Truppen haben damit begonnen, die ganze Zeit ohne Genehmigung durch die syrische Regierung in Syrien Drohnenangriffe auszuführen, und daher ist die nationale Souveränität des Landes bedroht.

Am 16. März feuerte eine US-Drohne Raketen ab und warf eine 500-Pfund schwere Bombe außerhalb der Stadt Aleppo in Syrien ab. Wie üblich sagte das Pentagon, dass der Angriff Al Qaida-Milizen gegolten habe und dass viele von ihnen getötet worden seien.

Aber Aktivisten sagen, dass der Angriff überhaupt keine Milizen getroffen habe. Laut den Aktivisten wurden die Bomben auf Zivilisten geworfen, die sich bei einer örtlichen Moschee in Jinah zu einer religiösen Handlung versammelt hatten. Über 49 Zivilisten starben bei dem Angriff. Dies ist nur ein Besipiel für solche Angriffe. Viele Angriffe sind nicht entdeckt oder berichtet worden. Bei diesen Angriffen bleiben Milizen am Leben, während Zivilisten sterben.

In Irak richtet sich die Aufmerksamkeit auf Mossul. Die Vereinigten Staaten sagen, dass sie das irakische Militär mit Luftschlägen unterstützen, um die Region wieder von ISIS zurückzugewinnen. Auch hier treffen die Luftangriffe Zivilisten. In Wahrheit ist die Situation in Mossul viel schlimmer als in Syrien.

Das Pentagon kündigte kürzlich an, dass die Operation zur Rückeroberung des westlichen Teil Mossuls von ISIS ausgesetzt wurde. Die Pause ist ein Ergebnis von Luftangriffen, die von der US-geführten Koalition ausgeführt wurden, bei denen ein Gebäude getroffen wurde, das Vertriebene untergebracht hatte, von denen am 17. März über 200 getötet wurden. Laut den Beobachtern gehört dieser Angriff auf Zivilisten zu den verheerendsten US-Luftangriffen im Nahen Osten seit der Invasion des Irak im Jahre 2003. Unzählige haben von dem Angriff Verletzungen davongetragen. Laut Berichten wird vermutet, dass die Luftangriffe medizinische Einrichtungen zerstört haben, was dafür sorgt, dass sich weiterhin in der Stadt eine humanitäre Katastrophe ausbreitet.

Der irakische Vizepräsident, Osama al-Nujaifi, der den Schauplatz des Angriffs in Mossul besuchte, sagte, dass das Militär und die durch die Vereinigten Staaten geführte Koalition exzessive Gewalt einsetzen, ohne dem Schutz des Lebens von Zivilisten Priorität einzuräumen. Dies ist auch nur eine der zahlreichen Tötungen von Zivilisten, die durch die US-geführte Koalition in Irak ausgeführt wurde.

Was bei all diesen Angriffen in Syrien und Irak erschwerend hinzukommt: Wir haben es mit mehr als 120 Ereignissen der US-geführten Koalition im Monat März zu tun, bei denen zivile Opfer zu beklagen sind. Diese Angriffe haben zum Tod von ungefähr 1.200 Zivilisten geführt.

Der hohe Blutzoll an Zivilisten führt zu der Frage, ob das Militär der Vereinigten Staaten die Einssatzregeln gelockert hat, die darauf abzielen, die Zahl ziviler Opfer einzudämmen. Das Pentagon behauptet zwar, die Regeln hätten sich nicht geändert, aber tagtäglich sterben immer mehr Zivilisten.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/trump-expands-war-terror-kills-1000-civilians-syria-iraq-just-single-month-video/


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Diese kurdischen Hipster nutzen die Mode, um soziopolitische Änderungen im Irak zu bewirken

in Politik/Welt

Die Mitglieder von Mr. Erbil nutzen die Ästhetik, um die Wahrnehmung des nördlichen Irak nach außen zu verändern. Indem sie eine Mischung aus moderner Ästhetik mit dem traditionellen kurdischen Erbe verschmelzen, haben sich die Mitglieder des ersten Gentleman-Clubs im Irak der Mission angenommen, die Welt zu einem schöneren Ort zu machen.

Unter der Herrschaft von Saddam Hussein war der Irak ein sichereres und reicheres Land; der Irak wurde zu einem alles andere als lebenswerten Ort nach der von Amerika angeführten Invasion aus dem Jahr 2003, mit dem danach folgenden Krieg gegen den Terror und dem Aufstieg des Islamischen Staates. Während die meisten Iraker ihrer eigenen Art zu leben überdrüssig sind – und keine Wahl haben als tatenlos zuzusehen, wie Amerika sie vor dem „rettet“, was Amerika überhaupt erst angerichtet hat, versucht eine Gruppe junger und modebewusster irakischer Kurden den Blick zu verändern, mit dem die Außenwelt den Irak wahrnimmt. Sie bewegen sich weg von der Vorstellung einer Region, die von dauerhaften Konflikten zerrüttet ist, von Militanz, Bürgerkrieg, Terrorismus und ISIS. Stattdessen wollen sie soziale Veränderungen bewirken, indem sie die Geschichte ihres Landes mit Hilfe der Mode feiern.

Mr. Erbil, wie sich die 30 Mitgliedre starke Gruppe selbst nennt, ist ein Zusammentreffen kurdischer Männer, die gemeinhin als der erste Gentleman-Club im Irak bezeichnet werden. Die Mitglieder bieten Etikette-Workshops an, Unterricht in Fotografie, und eine Modelagentur im Norden des Irak. Die BBC berichtet:

„Es geht ihnen aber nicht nur um Mode – das Unterfangen hat auch eine ernsthafte, fast politische Seite. Die Mitglieder von Mr. Erbil verstehen sich selbst als etwas im Sinne einer Bewegung, die junge irakische Kurden repräsentiert, die auf der Suche sind nach einem besseren Leben und die kurdische Kultur in der Welt bekanntmachen wollen. Die Gruppe hofft, dass sie soziale Veränderungen erwirken kann und traditionelle Haltungen anfechten kann – insbesondere hinsichtlich der Rechte von Frauen.“

<iframe src=“https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Faljazeera%2Fvideos%2F10155191836398690%2F&show_text=1&width=560″ width=“560″ height=“439″ style=“border:none;overflow:hidden“ scrolling=“no“ frameborder=“0″ allowTransparency=“true“></iframe>

„Der erste Gentleman-Club im Irak. Trefft die adretten Männer hinter Mr. Erbil, dem ersten Gentleman-Club im Irak. Mit ihren maßgeschneiderten Anzügen und exquisiten Bärten fordern sie sozialen Wandel im irakischen Kurdistan.“

Die Mitglieder haben nicht nur die traditionelle kurdische Kleidung mit Baggy-Hosen und Tuniken abgelegt und sie stattdessen durch knackige Dreiteiler-Anzügen ersetzt, auffälligen Uhren, Fahrhandschuhe, engen Hosen, perfekt getrimmte Bärte und klar konturierte Frisuren. Darüber hinaus schaffen sie auch ein Bewusstsein für die soziopolitischen Probleme im Irak. Sie helfen Geflüchteten, eröffnen neue Bibliotheken und unterrichten weiblichen Überlebenden des Extremismus in Workshops – und das sind nur einige der Beispiele dafür, welche Probleme sie wie angehen.

Goran Pshtiwan, einer der Mitgründer von Mr. Erbil, sagte:

„Als wir angefangen haben, befanden wir uns in einer schlimmen Situation mit einer Wirtschaftskrise und dann dem erwarteten Krieg gegen ISIS, also hatte sich alles eingenistet, es gab keine, absolut gar keine geschäftlichen Aktivitäten und solche Sachen, also haben wir mit der Idee angefangen, dass wir uns versammeln und etwas machen wollen, und zwar ganz anders und einzigartig, und dann können die Leute davon profitieren und wir können das Äußere der Menschen verändern und die Art, wie sie denken.“

Auf den Instagram- und Facebook-Accounts von Mr. Erbil finden sich häufig Bilder und Gedanken zu den Problemen der Frauen in Kurdistan, im Irak und auf der ganzen Welt. Jeden Donnerstag schreiben die Männer von Mr. Erbil einen Post zur „Frauen-Inspiration“, in dem sie die Frauen darin bestärken, im Namen ihrer Gemeinschaft zu arbeiten. Mr. Erbil wurde nach der alten Stadt Erbil Kurdistan im Norden des Iraks benannt, die direkt an der Frontlinie des Kampfes gegen ISIS lag. Die Mitglieder erinnern daran:

„Heute vor einem Jahr haben sich drei Männer aus einer der ältesten Städte der Welt in Erbil Kurdistan versammelt. Sie hatten es sich zum Ziel gesetzt, einen Gentleman-Club zu gründen; ihre Vision war es, den jungen Menschen in ihrem Land zu zeigen, dass es einen nicht zum Mann macht, wenn man die aktuell angesagten Designer-Anzüge trägt – sondern dass es der Charakter ist, der einen als Mann definiert.“

„Wir wollten die Aufmerksamkeit nicht nur darauf lenken, wie notwendig Frauenrechte sind, oder der Umweltschutz und das Beschützen unserer scheiternden Wirtschaft. Sondern wir wollten auch Wege finden, wie wir diese Probleme innerhalb unserer Region lösen können. Während dieser Zeit haben wir viele Hürden überwunden – wie eben unsere zusammenbrechende Wirtschaft und die politischen Probleme, die sich daraus ergeben haben. Trotz fehlender Ressourcen waren wir dazu entschlossen, unsere Ideen in die Realität umzusetzen.“

Als Inspiration für Mr. Erbil diente Pitti Uomo, wie Vocativ schreibt. Dabei handelt es sich um ein zweimal jährlich stattfindendes Modetreffen für Männer in Florenz in Italien. Der Stil mag westlich sein, berichtet die BBC, aber die Mitglieder von Mr. Erbil betonen, dass sie „Modernität“ und kulturelles Erbe vermischen, indem sie auf den Lebensstil der traditionellen kurdischen Landbesitzerklasse – die Effendi – Rückbezug nehmen.

„Früher gab es die kurdischen ‚Effendi‘ oder ‚Lords‘. Sie waren gebildete oder überaus respektierte Männer. Sie warfen sich in Schale, um an Salons in örtlichen Chaikhanas oder Teestuben teilzunehmen. Wir als die Jugend versuchen, das wieder zurückzubringen.“

Das erste Fotoshooting von Iraks erstem Gentleman-Club fand im Februar in der alten Zitadelle der Stadt statt, die eine UN-Stätte des Weltkulturerbes ist. Mit dem Untertitel „Gentlemen’s Gatherings“ („Versammlungen der Gentlemen“) schlug es schnell große Wellen auf Instagram (mit mehr als 68.000 Followern) und auf Facebook (mit mehr als 50.000 Fans).

„Es geht um mehr als nur um Kleidung und um das Fotografieren. Wir möchten der Welt zeigen, dass wir als Kurden existieren, dass wir unser Volk haben, unsere Kultur, unser Land und unsere Flagge. Es ist eine gute Möglichkeit, um die Menschen so damit bekannt zu machen. Jetzt, da die Menschen uns kennen, versuchen wir daran zu arbeiten, die alltäglichen Probleme hier zu lösen.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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EU arbeitet an der Verbannung von Kriegmineralien aus Wertschöpfungsketten

in Menschenrechte/Welt/Wirtschaft

Die EU hat ein Gesetz verabschiedet, das es den in der EU ansässigen Firmen erschwert, Kriegsmineralien zu kaufen. Dadurch wird der Handel von Mineralien für Waffen eingedämmt.

Wenn ihr noch nie etwas von Kriegsmineralien oder Konfliktressourcen gehört habt, dann lasst uns euch kurz erklären, worum es dabei geht.

Zu diesen Konfliktressourcen gehören Rohstoffe wie etwa Bauholz, Öl, Diamanten, Gold, Kobalt und so weiter, die durch Ausbeutung und Terror während oder nach einem Konflikt abgebaut werden. Tatsächlich sind diese Ressourcen die hauptsächlichen Antriebskräfte für einen solchen Konflikt. Denn sie können bewaffnete Milizen direkt finanzieren oder unterstützen, die im Konkurrenzkampf um die Macht stehen oder für gewaltsame Herrschaft.

Ein Beispiel: Die so genannten islamischen Staaten im Irak und in Syrien (ISIS) können ihre Position im Irak und in Syrien teilweise deshalb aufrechterhalten, weil sie Gelder aus dem Verkauf von „Konfliktöl“ beziehen. Die Terroristen stehlen Öl von den Kampfplätzen und verkaufen es auf dem Schwarzmarkt.

Firmen, die elektronische Geräte herstellen; aufgelistet nach ihren Bemühungen, Kriegsmineralien im Herstellungsprozess und in der Wertschöpfungskette zu vermeiden:

s-4-e14800069243031(Die heller eingefärbten Balkenbereiche in der Anzeige stellen die Werte aus dem Jahr 2010 dar, insofern sie vorliegen.)

Lange Zeit haben führende Menschenrechtsorganisationen wie Global Witness und Amnesty International westliche Firmen beschuldigt, die mit Mineralien Handel treiben, dass sie ihre Geschäfte in Konfliktgebieten wie Afrika abwickeln und dass dadurch die Rebellen in diesen Gebieten Finanzmittel erhalten, mit denen sie Waffen kaufen können, um weiterhin Terror auf die unschuldige Bevölkerung auszuüben.

Es heißt sogar, dass einige dieser Firmen direkt Tauschgeschäfte mit den Rebellen betreiben, indem Waffen gegen Mineralien getauscht werden. In Afrika stehen zum Beispiel die so genannten „Blutdiamanten“ synonym für das Vorgehen unter anderem in Ländern wie Sierra Leone, Liberia, Äthiopien und die Demokratische Republik Kongo. In der Demokratischen Republik Kongo kontrollieren Rebellen immer noch Teile der abgelegenen Bereiche des Landes, in denen viele Diamanten und andere Mineralien vorkommen. Sie zwingen die Zivilbürger – und auch die Kinder – dazu, ihr Leben zu riskieren, um die Diamanten abzubauen, so dass diese gegen Geld verkauft werden können. Mit dem Geld kaufen sie weitere Waffen und befeuern damit wiederum den Konflikt.

Anteil der Nachfrage nach Kriegsmineralien in der Industrie für elektronische Güter

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Menschenrechtsaktivisten glauben: Wenn die westlichen Firmen, die diese Ressourcen kaufen, dieses Vorgehen einstellen könnten, dann könnte der Geldhahn, der die bewaffneten Konflikte in solchen Gebieten unterstützt, zugedreht werden. Den Rebellengruppen würden dann die Kapazitäten fehlen, um ihren Aufstand fortzuführen.

In den Vereinigten Staaten gelang es Menschenrechtsaktivisten beispielsweise, dass Kriegsmineralien aus der Demokratischen Republik Kongo untersucht wurden. Das geschah im Zuge der berühmten Dodd-Frank Wall Street Reform und im Rahmen des Consumer Protection Act (Gesetzt zum Verbraucherschutz), das im Jahr 2010 vom Kongress verabschiedet wurde. Obwohl Kritiker gesagt haben, dass es dem Gesetz nicht gelungen ist, das Problem nachhaltig anzugehen, hat es zumindest ein wenig Licht auf die Situation geworfen und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregt.

Die Europäische Union (EU) ergreift nun auch Maßnahmen, um Firmen innerhalb ihres juristischen Geltungsbereichs davon abzuhalten, Handel mit Mineralien zu treiben, die aus Konfliktzonen stammen. Die EU hat ein Gesetz verabschiedet, das es Firmen erschwert, Kriegsmineralien zu erwerben. Obwohl die Menschenrechtsaktivisten sagen, dass es in dem Gesetz Schlupflöcher gibt, hat das Gesetz dennoch dazu beigetragen, dass mehr auf Integrität im globalen Mineralienhandel geachtet wird.

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Das Gesetz verbietet es Firmen in der EU ausdrücklich, Mineralien direkt von Händlern zu kaufen, die mit Kriegsmineralien handeln. Die Schwäche des Gesetzes besteht jedoch darin, dass es nicht auf Firmen anwendbar ist, die fertige Produkte kaufen, in denen Kriegsmineralien verarbeitet wurden bzw. in deren Herstellung Kriegsmineralien involviert sind. Kritiker sagen, dass dieser Umstand es Firmen ermöglichen würde, die Spuren von Kriegsmineralien in einer komplexen Versorgungskette zu verwischen.

Michael Gibb von Global Witness begrüßte das neue Gesetz. Gleichzeitig drängte er die Gesetzmacher sicherzustellen, dass es auch angewandt wird, damit es seinen Zweck erfüllen kann.

„Diese Regulierung stellt einen willkommenen Schritt nach vorne dar. Aber während die EU ein starkes Signal an eine kleine Gruppe von Firmen gesendet hat, glaubt sie gleichzeitig daran, dass viele andere sich weiterhin selbst regulieren werden. Es ist jetzt an diesen Firmen zu zeigen, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt und wohl verdient ist; und wir erwarten, dass unsere Gesetzmacher jetzt handeln, wenn dem nicht so sein sollte“, sagte Gibb in einer Pressemitteilung.

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Global Witness sagte, dass das Gesetz trotz seiner offensichtlichen Mängel trotzdem einen Sieg für die Verfechter des fairen Handels von Mineralien darstellt. Tatsächlich ist das Gesetz das erste globale seiner Art, das den direkten Kauf von Kriegsmineralien verbietet.

Am weltweiten Handel mit Mineralien sind riesengroße transnationale Korporationen beteiligt, die ausgeklügelte Versorgungsketten konstruieren. Das lässt ihnen genug Raum, um jedwede Verbindung zu Mineralien abzustreiten, die aus Konfliktregionen stammen.

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Viele der Kriegsmineralien werden auf dem Schwarzmarkt verkauft. Ein weitaus größerer Anteil landet letzten Endes in den Produkten, die wir tagtäglich verwenden. Wenn ihr ein Smartphone von Samsung oder Apple besitzt, dann ist darin mit großer Wahrscheinlichkeit Kobalt verarbeitet, das in Konfliktzonen in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut wurde.

Die Demokratische Republik Kongo stellt die größte Quelle für Kriegsmineralien dar. Fast alle Kriegsmineralien kommen aus diesem Land und aus den angrenzenden Ländern.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Britische PR-Firma erhielt 540 Millionen Dollar, um gefälschte Terror-Propaganda zu verbreiten

in Geopolitik/Medien

Die kontroverse britische PR-Firma Bell Pottinger erfüllte einen lukrativen Vertrag des Pentagons (US-Verteidigungsministerium), indem sie gefälschte Videos über Al Qaida fabrizierte, von denen einige bei Durchsuchungsaktionen des US-Militärs in unschuldige irakische Haushalte eingeschleust wurden.

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Laut des Bureau of Investigative Journalism (BIT) erhielt eine Public Relations-Firma mit Sitz in Großbritannien vom Pentagon eine Bezahlung in Höhe von einer halben Milliarde Dollar, um gefälschte Terrorvideos im Irak anzufertigen. Die PR-Firma Bell Pottinger ist, was Kontroversen angeht, kein unbeschriebenes Blatt, indem sie auch eine Vielzahl fragwürdiger Klienten vertritt, zu denen auch die saudische Regierung und die „wohltätige“ Stiftung des chilenischen Diktators Augusto Pinochet gehören. Bell Pottinger übernahm das Projekt kurz nach der US-Invasion des Irak und wurde urspünglich dafür bezahlt, Videos zu produzieren, die für „demokratische Wahlen“ warben, wobei dies später zu lukrativeren Videos führte, die mit Operationen psychologischer und informativer Natur in Zusammenhang stehen.

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Ein früherer Angestellter der Firma, Martin Wells, erzählte BIT, dass er nach Bagdad geschickt wurde, kurz nachdem er von Bell Pottinger als Videoeditor eingestellt wurde. Er begann daraufhin zusammen mit anderen Bell Pottinger-Mitarbeitern im zum US-Militär gehörenden Camp Victory Inhalte für geheime „psychologische Operationen“ zu editieren, während sie in Hochsicherheitsbereichen arbeiten, wo sie direkt der CIA, dem National Security Council und dem Pentagon unterstellt waren. Das Weiße Haus unter Führung Bushs als auch General David Petraeus genehmigten die produzierten Inhalte. Die PR-Firma arbeitete sowohl unter der Information Operations Task Force (IOTF) als auch der Joint Psychological Operations Task Force (JPOTF), was vom Pentagon bestätigt wurde – obwohl es ablehnte, die Arbeit der Firma für die JPOTF zu kommentieren.

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Die meisten der Videos richteten sich an irakische Zivilisten. Die Filme wurden so editiert, dass sie aussahen, als ob sie direkt aus arabischen Nachrichtenquellen stammen, während es sich bei anderen Videos um Imagefilme handelte, die Al Qaida in ein negatives Licht rückten. Viele Videos wurden fälschlicherweise anderen Gruppierungen oder Individuen zugeschrieben, oder verschleierten ihren anglo-amerikanischen Ursprung. Zum Beispiel wurde ein Bombenangriff mit niedriger Videoqualität gefilmt, was daraufhin so editiert wurde, dass es wie Filmmaterial aus den Nachrichten aussah. Dieses wurde daraufhin lokalen Fernsehsendern übergeben und als unvoreingenommene Nachricht präsentiert. Viele dieser Videos gelangten anschließend in die US-amerikanischen und britischen Nachrichten, was als „Beweis“ für die Existenz Al Qaidas in Irak diente, welche nur durch ausländisches Militär beseitigt werden könne.

Laut Wells hatten die Videos sehr spezielle Anweisungen, einschließlich des Stils, der Länge, Dateiformats und Art der Archivaufnahmen. Die Videos wurden daraufhin nur durch Real Player lesbar gemacht, damit sie nicht ohne aktive Internet-Verbindung aufrufbar waren. Die CDs, auf denen sich die Videos befanden, beinhalteten auch einen Google Analytics-Code, der es dem Militär ermöglichte, IP-Adressen jedes Computers nachzuverfolgen, der die Videos abspielte. Die meisten der Videos wurden im Iran, in Syrien und den USA aufgeschnappt. Wells sagte: „Wenn eines 48 Stunden oder eine Woche später in einem anderen Teil der Welt auftauchte, war es von größerem Interesse. Und das ist es, was sie dazu bringt, nach mehr Ausschau zu halten, weil sie das auf eine Spur bringt.“ Auf diese Weise wurden die Videos „geheimdienstlich wertvoll“.

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Tim Bell und James Henderson von der PR-Firma „Bell Pottinger“ – Quelle: „The Guardian“

Allerdings hatten einige der Filme letzten Endes sogar einen noch schlimmeren Zweck. Bell Pottinger wurde auch dafür bezahlt, gefälschte Al Qaida-Propagandavideos zu machen, die daraufhin durch das US-Militär in Wohnungen unschuldiger Familien eingeschleust wurden, wenn ihr Haus durchsucht wurde. Das Vorhandensein der Videos an Ort und Stelle wurde dann als Rechtfertigung für die Durchsuchungen ausgegeben und wahrscheinlich auch für Verletzungen oder Todesfälle bei Zivilisten, die daraus resultierten. Ungeachtet dessen sagte Bell Pottingers Vorsitzender zur Zeit des Vertragsverhältnisses, Tim Bell, dass er „stolz“ auf die Arbeit der Firma sei, die sie im Irak erledigt habe, indem er sagte: „Wir taten eine Menge dafür, um die Situation zu entschärfen“. Bell Pottinger war allerdings nicht alleine daran beteiligt, die massive Propagandamaschinerie des US-Militärs im Irak zu erschaffen und am Laufen zu halten. Die amerikanische PR-Firma Lincoln Group wurde dabei ertappt, Artikel in irakischen Zeitungen zu platzieren, die heimlich vom US-Militär verfasst wurden. Zusätzlich beauftragte das Pentagon auch die Rendon Group, eine weitere kontroverse PR-Firma, welche die Reportagen von Journalisten überwachte, die im Irak in das US-Militär eingebettet waren, um sicherzustellen, dass ihre Berichte der militärischen Mission „positiv“ waren. Nun, da Propanda auf legale Weise als Instrument gegen die US-Bevölkerung eingesetzt werden kann, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, wie viele PR-Firmen inzwischen an inländischen und globalen Konflikten beteiligt sind.

Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com


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Hochrangiger CIA-Mann aus der Bush-Ära bestätigt: Der Irakkrieg wurde auf Basis von Lügen geführt

in Politik

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush, Vizepräsident Dick Cheney und ihre Oberleutnants haben das amerikanische Volk bezüglich der Bedrohung durch die tatsächlich nichtexistenten Massenvernichtungswaffen (WMD, Weapons of Mass Destruction) belogen; eine Bedrohung, die angeblich vom irakischen Präsidenten Saddam Hussein ausgegangen sein soll und die neben seinen Verbindungen zu Al Qaida den Irakkrieg gerechtfertigt hat. Michael Morell, der ehemalige stellvertretende Direktor des CIA, hat in einem Interview mit Chris Matthews bei Hardball auf MSNBC eingeräumt, dass die Regierung unter Bush öffentlich Erkenntnisse falsch dargestellt hat, die in Verbindung standen mit dem angeblichen irakischen WMD-Programm und Saddams mutmaßlichen Verbindungen zu Al Qaida. Morell war an der Vorbereitung der täglichen Informations-Briefings für Bush beteiligt gewesen, die der US-amerikanischen Invasion im Irak vorangingen.

Morell sagte, dass Cheney Falschinformationen herausgegeben habe, die sowohl die Verbindung zwischen Saddam Husseins Regierung und Al Qaida als auch die irakischen Bestrebungen der Beschaffung von Atomwaffen betrafen. Tatsächlich war Bashar Assad aus Syrien, direkt neben dem Irak geglegen, im Besitz von chemischen Waffen; dort jedoch fand keine Invastion statt. War also der Krieg im Irak kein Fehler, sondern ein Verbrechen? In der Tat war Bush versessen darauf, sich an Saddam Hussein zu rächen, wie aus seiner Erklärung einen Monat vor dem Bericht ersichtlich wird: „Schließlich ist er der Typ, der versucht hat, meinen Vater umzubringen.“

Matthews spielte einen Clip ab, auf dem Cheney zu sehen ist, wie er im März des Jahres 2003 bei Meet the Press („Treffen Sie die Presse“) auf NBC spricht: „Wir wissen, [Saddam Hussein] hat sich komplett dem Versuch verschrieben, Atomwaffen zu erwerben. Und wir glauben, dass er in der Tat Atomwaffen wiederhergestellt hat.“ Das ist die Konversation, die Matthews mit Morell daraufhin geführt hat:

MATTHEWS: Sie sind der Informant des Präsidenten für Geheimdienstinformationen. Sie sind die wichtigste Person, die zu ihm geht und ihm erzählt, was los ist. Sie bekommen mit, wie Cheney diesen Vorwurf erhebt, dass er eine Atombombe hat und dann beschuldigen sie ihn danach noch weiter, dass er weiß, wie er sie verwenden kann … Und niemand hebt die Hand uns sagt: „Nein, das ist nicht das, was wir ihm gesagt haben.“

MORELL: Chris, Chris Chris, hier geht es darum, was meine Aufgabe war, richtig? Meine Aufgabe —

MATTHEWS: Die Wahrheit zu sagen.

MORELL: Meine Aufgabe — nein, als der Informant? Als der Informant?

MATTHEWS: OK, sprechen Sie weiter.

MORELL: Als Informant ist es meine Aufgabe, die besten Informationen des CIA und die besten Analysen an den Präsidenten der Vereinigten Staaten weiterzugeben und sicherzustellen, dass er sie versteht. Mein Job ist es nicht, mir anzusehen, was sie im TV sagen und —

MATTHEWS: Willst du damit sagen, dass du denkst, das TV ist ein Witz?

MORELL: Was?

MATTHEWS: Denkst du, es ist ein Scherz, dass Cheney das gesagt hat?

MORELL: Das ist nicht mein Job. Das ist nicht mein Job.

MATTHEWS: Hast du gewusst, dass er das getan hat?

MORELL: Nein, darauf habe ich nicht aufgepasst, ich habe jeden Morgen das gelesen, was auf meinem Tisch lag.

MATTHEWS: Du briefst also den Präsidenten zu den Gründen für einen Krieg, sie verkaufen uns den Krieg als notwendig, verwenden dein Zeug, sagen du hast das so dargestellt, obwohl du es nicht gemacht hast. Also verwenden sie deine Glaubwürdigkeit, um den Krieg auf unehrliche Weise zu begründen, wie du gerade zugegeben hast.

MORELL: Schau, ich erzähle dir doch nur —

MATTHEWS: Du hast es doch gerade zugegeben.

MORELL: Ich erzähle dir doch nur, was wir gesagt haben —

MATTHEWS: Sie haben das, was du ihnen gesagt hast, falsch wiedergegeben.

MORELL: Einige Aspekte davon. Einige Aspekte davon.

Matthews befragte Morell später dann zu den Folgerungen der Bush-Administration, dass der Irak eine Verbindung zu Al Qaida hatte:

MORELL:Was sie über die Verbindung zwischen dem Irak und Al Qaida öffentlich gesagt haben, war nicht das, was der Geheimdienst —

MATTHEWS: Warum haben sie das getan?

MORELL: Das weiß ich nicht, das musst du sie selbst fragen.

MATTHEWS: Aber was denkst du ist der Grund dafür, muss ich dir den Grund etwa sagen? Um uns in den verdammten Krieg zu führen!

MORELL: Ich glaube, sie wollten einen besseren Grund für den Krieg haben.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Bericht: Der globale Krieg gegen den Terror hat über 4 Millionen Moslems getötet

in Menschenrechte/Politik

Washington, DC —Eine Studie, die letztes Jahr veröffentlicht wurde, enthüllte die schockierende Zahl der Todesopfer, die der „Krieg gegen den Terror“ der Vereinigten Staaten seit den Anschlägen vom 11. September gefordert hat, aber die Dunkelziffer könnte sogar noch höher sein.

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TAL AFAR, IRAK – 18. Januar 2015: Irakische Kinder weinen, nachdem ihre Eltern getötet wurden, als US-Soldaten aus dem 1. Bataillon, 5. Infanterie Stryker Brigade-Einsatztruppe der 25. Infanterie-Division aus Fort Lewis, Washington, Schüsse auf ihr Auto abgefeuert hatte. Dieses hatte nicht angehalten und war auf die Soldaten trotz deren Warnschüsse zugefahren. Der Vorfall ereignete sich während einer Patrouille in der Dämmerung des 18. Januar 2015 in Tal Afar, Irak. Mit dem Auto fuhr eine irakische Familie; Mutter und Vater wurden getötet. Laut der US-Armee überlebten sechs Kinder in dem Auto, eines davon mit einer nicht lebensbedrohlichen Fleischwunde. Das US-Militär kündigte an, es werde den Zwischenfall untersuchen. (Foto von Chris Hondros/Getty Images)

Die Studie wurde im März 2015 von ‚Ärzte für Soziale Verantwortung‘ (PSR, Physicians for Social Responsibility) veröffentlicht. Sie wurde von einem Team durchgeführt, das unter anderem aus Nobelpreisträgern besteht. In der Studie wird festgestellt, dass mindestens 1,3 Millionen Menschen aufgrund der Kriege seit dem 11. September 2001 umgekommen sind, aber die Dunkelziffer könnte sich auf rund zwei Millionen belaufen. Die Studie stellt den Versuch dar, in der bisherigen Forschung die „Lücken zu füllen“, die unter anderem Studien wie den Iraq Body Count (etwa: Anzahl der Todesopfer in Irak) umfasst, in der die Anzahl der gewaltsamen Todesfälle in diesem Land bei ungefähr 219.000 seit 2003 liegt. Diese Zahl basiert auf Mediengerichten aus dem entsprechenden Zeitraum.

Der Enthüllungsjournalist Nafeez Ahmed schrieb darüber im April 2015 für Middle East Eye und erklärte, warum die vorherigen Zahlen an einigen Stellen laut der Untersuchungen der Ärzte zu niedrig angesetzt sind:

“Ein Beispiel: Obwohl 40.000 Leichname in Najaf seit Beginn des Krieges begraben wurden, zählte IBC [Iraq Body Count] nur 1.354 Todesfälle in Najaf für denselben Zeitraum. Dieses Beispiel zeigt, wie groß die Kluft zwischen der Zahl von IBC und der tatsächlichen Zahl der Todesfälle ist in diesem Fall unterscheiden sich die Zahlen um das mehr als Dreißigfache.

Solche Lücken ziehen sich durch die gesamte IBC-Datenbank. In einem anderen Fall verzeichnete IBC nur drei Luftangriffe während eines Zeitraums im Jahr 2005, wohingegen sich die tatsächliche Zahl der Luftangriffe von 25 auf 120 in diesem Jahr erhöht hatte. Wieder sind die Zahlen unterschiedlich – in diesem Fall sind sie in Wirklichkeit sogar vierzigmal so hoch.”

Die Ärzte hinter dieser Studie lobten auch einen kontroversen Bericht des medizinischen Journals The Lancet, in dem die angegebene Anzahl der Todesopfer weitaus höher war als die des Iraq Body Count; sie lag bei nahezu einer Million Toten. Zusätzlich zu den Opfern des Irak-Kriegs zählte die PSR-Studie auch zusätzliche Opfer aus anderen Ländern hinzu, in denen die Vereinigten Staaten Krieg geführt haben:

“Die PSR-Studie verzeichnet mindestens 220.000 zusätzliche Tote in Afghanistan und 80.000 in Pakistan, die in direkter oder indirekter Konsequenz eines US-geführten Krieges ihr Leben lassen mussten: die ‚vorsichtige‘ Hochrechnung beläuft sich auf 1,3 Millionen. Die Dunkelziffer könnte aber ohne Weiteres ‚mehr als 2 Millionen‘ lauten.“

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Ein US-Soldat erschießt 16 Zivilisten in Afghanistan.

Trotzdem könnten diese Zahlen für die echte Anzahl der Todesopfer immer noch zu niedrig angesetzt sein, sagt Ahmed. Diese Studien beziehen sich nur auf die Opfer gewalttätiger Auseinandersetzungen, aber nicht auf all diejenigen, die in Folge der Schäden sterben, die der Krieg der lebenswichtigen Infrastruktur zufügt, etwa Straßen, Bauernhöfen oder Krankenhäusern – und nicht zu vergessen die verheerenden Sanktionen, wie solche, die dem Irak nach dem ersten Golfkrieg 1991 auferlegt wurden. Er fügt hinzu:

“Unumstrittene UN-Zahlen zeigen, dass 1,7 Millionen irakische Zivilisten aufgrund der harten Sanktionsregelungen des Westens. Rund die Hälfte davon waren Kinder.

Das Massensterben war anscheinend beabsichtigt. Zu den Gegenständen, die aufgrund der UN-Sanktionen verboten wurden, gehörten Chemikalien und Ausrüstung, die für das irakische nationale Wasseraufbereitungssystem von essenzieller Bedeutung sind. Professor Thomas Nagy von der School of Business an der George Washington University fand ein geheimes Dokument der US Defence Intelligence Agency (DIA – US-Verteidigungsnachrichtendienst), das laut seiner Aussage ‚einer frühen Blaupause für den Genozid am irakischen Volk‘ gleichkam.”

Er berichtet, dass ähnliche Kennziffern für Afghanistan die Gesamtzahl auf vier Millionen oder sogar mehr ansteigen lassen könnten.

Wie Ahmed in seinem Artikel betont, sind die meisten Todesopfer und Leidtragende in diesen Kriegen statistisch gesehen Moslems – ein deutlicher Gegensatz zur allgemeinen Annahme, dass die radikalen muslimischen Terroristen die tödlichste Kraft im Mittleren Osten sind. Es scheint vielmehr, dass die schlimmsten Mörder zum amerikanischen Militär gehören und dass die Zahl der Opfer einem religiösen Genozid gleichkommt. Im Jahr 2009 schrieb Stephen M. Walt, ein Professor für Internationale Beziehungen in Harvard, in der Zeitschrift Foreign Policy:

“Wie viele Moslems haben die Vereinigten Staaten in den letzten dreißig Jahren getötet – und wie viele Amerikaner wurden von Moslems getötet? Eine exakte Antwort auf diese Frage zu geben ist vermutlich unmöglich, aber das ist auch nicht nötig, weil allein schon die ungefähren Zahlen ein eindeutiges Ungleichgewicht bezeugen.”

Oder, wie Ben Affleck bei Bill Maher letztes Jahr witzelte: “Wir haben eine Unmenge mehr Moslems getötet als die uns getötet haben.”

Von MintPress News Desk. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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