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Welt - page 109

Macht lernen dumm?

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Der Philosoph und Publizist Richard David Precht behandelt in seiner ZDF Sendung ‘Precht’ das Thema ‘Skandal Schule – Macht lernen dumm?’ den Sinn und Unsinn des deutschen (Schul-) Bildungssystems. Mit der mutigen Behauptung “Kinder die heute eingeschult werden gehen im Jahr 2070 in Rente – weit in der Zukunft. Wir aber überhäufen sie mit einem Wissen das aus der Vergangenheit stammt. An unseren Schulen werden die Kinder von den falschen Leuten, nach den falschen Methoden in den falschen Dingen unterrichtet.” startet er eine interessante Diskussion, die er auf Fakten zurückführt. Obwohl die Sendung aus dem Jahre 2012 stammt, hat sich seitdem leider wenig bis gar nichts an dem deutschen Schulsystem geändert, welches es immer noch aktuell erscheinen lässt.  Hier ein Kernaussschnitt aus der Sendung: 

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und hier die komplette Sendung:

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Atomare Aufrüstung in Deutschland – Ist es wieder soweit?

in Politik/Welt
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In letzter Zeit driftet die veröffentlichte Meinung immer mehr in den Tenor ab, dass sich Ost und West wieder auf einen neuen Kalten Krieg zubewegen. Manche bezeichnen die aktuelle Lage bereits als diesen. Andere, wie beispielsweise der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, verneinen dies. Offene oder schwelende Konflikte wie Syrien und die Ukraine werden als Stellvertreterkriege bezeichnet. Russland stockt seine Interkontinentalraketen auf. Die NATO bereitet sich auf einen Krieg im Baltikum vor. Das typische Zeigen mit dem Finger auf den anderen hat wieder begonnen. So behauptet jede Seite, dass die andere offensiv handelt, man selbst aber stets nur defensiv und reaktiv. (…) Man rufe sich an dieser Stelle die Weisung Gustav Heinemanns ins Gedächtnis: “Wer mit dem Zeigefinger auf andere Leute zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen”. Wenn aber schon die politische (und vor allem militärische!) Führungsschicht keinen kühlen Kopf bewahren kann, so sollte dies doch in jedem Fall die Bevölkerung versuchen.

Sonderlich beruhigend wirkt da die Meldung, dass nun auch in Deutschland Atomwaffen aufgerüstet bzw. “erneuert” werden sollen, nicht. Als Begründung wird wie schon im Kalten Krieg die Gegenseite ins Feld geführt. So absurd kann das Verweisen auf “die Anderen” sein:

Bekanntlich ist Reden ja Silber und Handeln Gold. Warum warnt Herr Dr. Schäfer im Hinblick auf die militärische und auch atomare Aufrüstung Russlands dann davor, in eine beschleunigte Eskalationsspirale einzutreten, befürwortet auf der anderen Seite aber die Aufstockung und Modernisierung der Atomwaffen in Deutschland? Bezeichnet das russische Verhalten als politisch, das eigene als technisch? Letztlich bewirkte ja eben diese Praxis das stetig wachsende Aufrüsten und Verhärten der Fronten im Kalten Krieg.

Die Atomwaffen, von denen die Rede ist, lagern momentan im Fliegerhorst Büchel, Rheinland-Pfalz. Bisher waren dort etwa 20 Atombomben vom Typ B-61 gelagert worden. Dabei ist die Sprengkraft jeder einzelnen so hoch wie die von etwa 13 Hiroshima Bomben. Im Rahmen der “Nuklearen Teilhabe” sollen deutsche Tornado-Piloten im Ernstfall diese Atomsprengkörper in vorgegebene Ziele befördern. Dies wird bisher mit Attrappen geübt. Allerdings scheint dies in Widerspruch mit dem deutschen Atomwaffensperrvertrag und der Dienstanweisung für deutsche Soldaten zu stehen, in denen festgeschrieben ist, dass jene nicht mit atomaren Waffen zu agieren haben.

Bereits 2009 hielten CDU und FDP im Koalitionsvertrag fest, dass die Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden sollten. Allerdings scheint sich dieses Versprechen, wie in der Politik so oft, in Luft aufgelöst zu haben. So stellte Merkel erst kürzlich klar, dass sie gegen eine atomare Abrüstung Deutschlands sei.

Meine Haltung im Koalitionsvertrag 2009 war immer schon so, dass wir aufpassen müssen, was an Folgewirkungen ist. Denn wir müssen gucken, wenn an anderer Stelle dann Atomwaffen stationiert werden und in Deutschland keine mehr sind – muss man sich fragen: Ist dann eigentlich der Balance und der Sicherheit mehr gedient?

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Das Novum, dass zuletzt medial für Furore sorgte ist, dass die bereits vorhandenen B-61 Bomben um eine verbesserte Variante aufgestockt werden sollen – die B-61-12. Wesentlicher Unterschied ist, dass diese über eine wesentlich genauere Zielerfassung verfügen sollen , wodurch man sie sie nun präzise ins Ziel lenken könne. Militärisch gesehen wird so die Grenze zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen verwischt. Gerade dies beinhaltet in Anbetracht mit der sich zuspitzenden Beziehung zu Russland reichlich außenpolitischen Zündstoff. Fraglich bleibt, inwiefern auf eine verdeckte atomare Aufrüstung in Deutschland seitens Russlands reagiert werden könnte. Die Befürchtung liegt nahe, dass ein erneutes atomares Aufrüsten, ganz im Stile des “ersten” kalten Kriegs provoziert werden kann.

b-61-12


Doch was kann man als Individuum in den aktuellen Geschehnissen, einer erneuten Zeit des “Säbelrasselns”, unternehmen? In einer Zeit, in der das Farbspektrum der Medien und Politiker sich auf Schwarz und Weiß begrenzt? In einer Zeit, in der wirtschaftlicher Egoismus und Neoliberalismus als alternativlos kommuniziert werden? In einer Zeit, in der Zweifel und Kritik an der veröffentlichten Meinung wieder drohen, als unpatriotisch, opportunistisch oder feige bezeichnet zu werden? Nichts? Weit gefehlt.

Informiert euch tiefgreifend und breitgefächert. Ein medienkritisches Bewusstsein zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man nur die Nachrichten konsumiert und zitiert, die die eigene Meinung wiederspiegeln. Das ist eher das Gegenteil. Medienkritik bedeutet, möglichst viele Perspektiven und Meinungen  zu sichten, reflektieren und daraufhin selbst zu urteilen. Hinterfragt – nicht nur nach dem Grundsatz “Cui bono” (Wem nützt es?), sondern auch nach “Wem nützt es nichts?”, oder “Was verfolgt der Autor?”. Vertauscht die Perspektiven und Rollen – projeziert die Geschehnisse im Nahen Osten auf Europa oder die USA. Versucht, die “andere Seite” zu verstehen. Befasst euch nicht nur mit gemäßigter, sondern auch mit linker und rechter Presse. Beschränkt euch nicht auf Deutschland, sondern erforscht, wie über Themen wie  Ukraine, Syrien oder TTIP und TiSA in den USA, Russland, China oder gar in Indien, der Schweiz oder Afrika berichtet wird.

Und nachdem ihr euch einen breiten Überblick verschafft habt, tretet in Dialoge, Diskussionen – Redet! Streitet! Startet Unterhaltungen im Kreis der Kollegen, Mitschüler, Nachbarn oder Freunde. Legt eure Meinungen dar, lasst euch die Meinungen der anderen darlegen. Informiert und ergänzt euch gegenseitig. Bleibt sachlich und respektvoll.

Zeigt auch Präsenz auf der Straße – macht von eurem Demonstrationsrecht Gebrauch und verschafft euch durch gewaltlose und objektive (!) Kundgebungen Gehör. Zieht die Aufmerksamkeit der Politiker und der Öffentlichkeit auf Themen, die eurer Meinung nach zu wenig Berücksichtigung erfahren. Lasst euch dabei aber nicht durch euer Bauchgefühl leiten, sondern durch reflektierte Fakten. Hütet euch vor Fremdenfeindlichkeit. Xenophobe und rechtslastige Bewegungen wie Pegida sind nicht die Lösung, sondern nur Indiz für eine fehlgeschlagene Informationsgesellschaft, die die Schuld lieber im Fremden, statt bei sich selbst sucht. Bedenkt: Die Freiheit des Einzelnen hört dort auf, wo die des Anderen beginnt!

Haltet euch immer vor Augen – zum Triumph des Bösen genügt es, dass das Gute schweigt und untätig bleibt. Fördert das politische Bewusstsein eures Umfeldes – stellt klar, dass Gewalt nie eine Lösung ist – Appelliert an Vernunft und Gewaltlosigkeit. Denn am Ende des Tages spielt es keine Rolle, welcher Nationalität, Religion, Hautfarbe, Weltanschauung oder sozialer Herkunft wir sind – wir alle sind nur Gäste dieser Erde. Und nach einem globalen atomaren Konflikt spielt es keine Rolle mehr, wer zuerst den Knopf gedrückt hat, wer offensiv, wer defensiv war, wer die besseren Ansichten hatte – was bleibt ist die Zerstörung und Unbewohnbarkeit unseres Planeten. Wir alle haben eine Verantwortung – fangen wir an, politisch mündig zu werden und Politik, Wirtschaft und dem Militär zu signalisieren, dass diese Welt von Konsenz, nicht von Konkurrenz geprägt sein soll – durch das Miteinander, nicht Gegeneinander.


Feature Image (C) John D. Clare – “OK Mr. President, Let’s Talk”

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RFID Chips – ‘Gechippte’ Menschheit?

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Spätestens seit der NSA „Späh-Affäre“ sollte sich jeder Gedanken über häusliche bzw. Überwachung von Einzelpersonen gemacht haben. Dabei sind die individuellen Reaktionen und Verhaltensweisen mannigfaltig. Während die einen dazu neigen, paranoid zu werden, beruhigen sich andere mit dem Gedanken, bei einer flächendeckenden Überwachung so oder so nicht von Bedeutung zu sein, geschweige denn aufzufallen. Versuchen die einen per VPN- oder Proxy-Verbindung ihre digitalen Spuren zu verwischen, findet bei anderen die Schere nicht mehr nur im Kopf, sondern auch im Gespräch und an der Tastatur statt.

1984 – Der Roman George Orwells wird immer öfter im Zusammenhang mit den heutigen Sicherheits- bzw. Überwachungsmaßnahmen genannt. Seit Edward Snowdens Enthüllungen wurden bereits viele Ähnlichkeiten zwischen der Realität des Romans und der heutigen aufgezeigt – dabei sind diese aber Interpretationssache. Möchte man sicher sein, nicht ungewollt belauscht oder geortet zu werden, solle es meistens reichen, Snowdens Ratschlägen Folge zu leisten: Handy aus, Akku entnehmen oder ins Kühlfach legen (…) Spätestens wenn man sich im Freien befindet und keine technischen Geräte bei sich trägt sollte sich ein Ausspähen also schwierig gestalten. Bis jetzt – gegen die folgende Maßnahme nützen all diese Praktiken nichts.

Werden Orwell zynisch oft prophetische Fähigkeiten nachgesagt, taucht das folgende nicht in seinem Werk auf – höchstwahrscheinlich aus dem Grunde, dass es seinerzeit schlichtweg technisch undenkbar gewesen ist.

Wie so vieles ist auch der technische Fortschritt bei RFID-Chips ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite steht das Positive: Eine weitreichende Erleichterung alltäglicher Abläufe. So wäre u.A. das kontaktlose Bezahlen noch einfacher, medizinische Informationen wären immer parat. Besorgte Eltern könnten ihre Kinder orten, wenn sie sich in der Schule befinden oder unterwegs sind. Schlüssel für Haus, Auto usw. wären überflüssig. In den folgenden Videos sind einige, teils bereits alte Spots zu sehen.

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Auf der anderen Seite steht vor allem ein Risiko: Der Verlust der informationellen Selbstbestimmung. Da RFID-Chips durch ihre Größe nicht immer wahrnehmbar sind, kann es schnell zu einer unfreiwilligen „Überwachung“ kommen. So erhielten bereits die Deutsche Bahn und die Metro AG den „Big Brother Award“ (nach dem Großen Bruder in Orwells Roman) dafür, dass sie ohne Ankündigung RFID-Chips in Kundenkarten anbrachten. Das angeführte Beispiel, seine Kinder orten zu können, sorgte auch in den USA für Aufsehen, nachdem die Chips von Schülern zu „Marktforschungszwecken“ von Unternehmen missbraucht worden waren. Neben anderem wurden die Aufenthaltsorte (Restaurants, Spielhallen) aufgezeichnet und analysiert. Abhängig von der Güte des Sicherheitsschutzes sind auch Zahlungsmittel oder Schlüssel vor fremden Eingriffen nicht sicher.

 

Letzten Endes liegt die Befürwortung oder Ablehnung der Chips (noch) beim Anwender. Die Nutzung sollte in jedem Fall reichlich überlegt sein.

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ISIS-Kämpfer fliehen vor Luftangriffen in Syrien – als Frauen verkleidet?

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ISIS forces prepare for battle in Iraq. Islamic State militants in Iraq Iraq_ISIS_Abu_Wahe_2941936b.jpg
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Es scheint kurios und grotestk zugleich: Schenkt man den Aufnahmen der Journalistin Hala Jaber, oder den russischen Medien (!) Glauben, sollen sich ISIS-Kämpfer aus Syrien den Bart abrasiert haben. Warum?

Zuerst einmal sollte zum Verständnis der Bedeutung dieser Rasur, die für uns Bewohner des Okzidents ja nichts außergewöhnliches darstellt, eines erwähnt sein: Nach der streng interpretierten Scharia-Lehre ist das Rasieren nämlich “haram”, also untersagt.

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Die angeblich von IS-Kämpfern abrasierten Bärte

Grund dafür sollen unter anderem die immer stärker zunehmenden Luftangriffe auf IS-Stellungen sein, an denen sich nun neben der NATO auch Russland beteiligt. Den Ausschlag für die Flucht in die Türkei soll nun die Offensive syrischer Truppen, unterstützt von iranischen und russischen, auf Alleppo, Homs und Hama gegeben haben. So seien es mittlerweile laut dem russischen Verteidigungsministerium etwa hundert Kämpfer pro Nacht, die als Flüchtlinge, laut anderer Quellen sogar als Frauen verkleidet, die Grenze überqueren. Wodurch nun zwischen einem “normalen” und einem “ISIS”-Flüchtling unterschieden werden kann wird nicht erörtert (…)

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Laut einem Hisbollah Kommandeur verfolge man nun das Vorhaben, die ISIS-Kämpfer, deren Vorherrschaft durch die starke russische und iranische Präsenz nun bedroht sei, in Richtung der irakischen Grenze zu treiben, um sie dort aufzureiben. Angst sei aber nicht der einzige Grund für die Flucht der Kämpfer – die Präsenz in Lybien solle aufgestockt werden. Auch dort “erleide” die militante Gruppe Rückschläge.

Wie schon am Anfang des Artikels  angedeutet, sollte man diese Neuigkeiten eher distanziert sehen. Stammen die Infos doch unter anderem auch aus russischen Medien. Und wer würde schon in den eigenen Medien kundgeben, dass der Einsatz seiner Luftwaffe keine Wirkung zeigt? Drastisch formuliert – potentielle Propaganda.


Feature Image (C) Dailymail

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Schulverweis nach geäußerter Kritik an Bundeswehr

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Stünde in der Überschrift nicht „Bundeswehr“ – so sollte man doch meinen, diese Schlagzeile stamme aus Nordkorea. Doch dem ist nicht so – der Vorfall ereignete sich im Februar in Bayern – in Bamberg um genau zu sein.

Wer kennt es nicht: Zur beruflichen Beratung kommt jedes Jahr die Bundeswehr an die eigene Schule, oder die des Kindes. Pünktlich, um noch unentschlossenen Schulabsolventen eine „gute Perspektive“ bei der Bundeswehr aufzuzeigen. Gängige Praxis? Ja. Umstritten? Auf jeden Fall.

Dass sich der Unmut in Protest statt heißer Luft äußert ist allerdings seltener – vor allem seitens eines Schülers. Genau dies ereignete sich allerdings Anfang des Jahres an einer Wirtschaftsschule in Bamberg. Der 17-jährige Schüler Niklas H. sah die Werbeveranstaltung der Bundeswehr im Rahmen eines Berufswahlseminars weitaus kritischer als mancher Mitschüler.

Die relativ einseitigen Lobpreisungen der utopischen Zustände im „Arbeitsalltag“ beim Bund seitens des anwesenden Werbeoffiziers, oder gar grenzwertig undifferenzierte Äußerungen zum Luftangriff der Bundeswehr in Kundus 2009, empfand der Schüler als dreiste, einseitige Informationen. Im Anschluss an den Vortrag des Werbeoffiziers besuchte er einen Stand der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“, zu deren Mitgliedern auch er zählt. Als er darauffolgend wieder das Schulgebäude betreten wollte, wurde er durch zwei Hausmeister, von denen zumindest einer bereits durch rechtsanrüchige Äußerungen und Verhaltensweisen (bspw. durch Assoziierung des Schultores mit „Reichsgrenze“ oder das partielle Tragen von Militärkleidung) auffällig geworden waren, nicht nur am Betreten des Komplexes gehindert, er sollte sich sogar einer Leibesvisitation unterziehen – als Begründung wurde das vermutete Mitführen von Aufklebern und damit verbundener Vandalismus angeführt. Auf die Verweigerung seitens des Schülers Niklas H. folgte neben Hausverbot auch ein „verschärfter Verweis“ seitens des Direktors.

Nachdem der Schüler, da er seine „zweifelhaft linksorientierte Gesinnung“ auch weiterhin vertrat, von der Polizei abgeführt wurde, musste er am folgenden Tag Stellung zu seinem Verhalten vor der Schulleitung beziehen. Nicht nur, dass seitens seiner Klassenlehrerin geäußert worden sein soll, dass sie auf jedwede Art verhindern werde, dass Niklas H. Mitschülern seine Meinung darlege; der Schuldirektor führte als Begründung für den Beweis an, Lehrer und Schüler würden sich aufgrund der Äußerungen als „politisch und persönlich bedrängt“ sehen.

So stehen an dieser Stelle die Aussagen der Schülers Niklas H. und des Direktors Mattausch gegenüber. Sieht der eine die an den Werbeoffizier gestellten Fragen als „kritisch“, interpretiert der andere sie als „Störung“.

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Verständlich, dass nach diesen Geschehnissen, nicht zuletzt wegen steigender medialer Aufmerksamkeit, der Tenor der Bevölkerung Bambergs nach einer Klärung des Vorfalls stetig lauter wurde. In einem offenen Brief bekundete die Schülervertretung eines naheliegenden Gymnasiums sogar ihre Solidarität mit dem Schüler. „Die Tatsache, dass an einer Bamberger Schule engagierte Schüler allein ihrer politischen Einstellung wegen derart hart und restriktiv bestraft werden“ mache jenes notwendig. Letztlich wurde der „verschärfte Verweis“, wohl vor allem wegen des öffentlichen Protests, zurückgenommen. Der Schüler Niklas H. sei schwierig, aber „begabt“. Man wolle keine unnötigen Steine in seine weitere Laufbahn legen – so Direktor Mattausch. Er müsse in Zukunft allerdings „Äußerungen bezüglich seiner extremistischen politischen Meinung [zu] unterlassen“. Dass der Verweis aber so oder so rechtsungültig war – er entsprach nicht den Richtlinien für disziplinarische Maßnahmen Bayerns – sei an dieser Stelle nur erwähnt.

So habe die gesamte Angelegenheit laut Niklas H. doch ein Positives: Der öffentliche Aufruhr habe zu einer Diskussion unter den Schülern über das Thema geführt – zumindest ansatzweise. Es sei wichtig, die Vermittlung von Geschichts- und Moralvorstellungen nicht dem Militär zu überlassen. Er wies aber auch darauf hin, dass ein solcher Protest gegen die Präsenz der Bundeswehr an Schulen sich nicht auf Bamberg begrenzen dürfe, sondern in ganz Deutschland wichtig sei. Immerhin geschehe die Militarisierung der Bildungsstätten oft ohne Einbeziehung der Eltern und Schüler – so der Vorsitzende der Bamberger „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“.

Quellen:

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2015/02/25/a0047&cHash=ab7081af59cab6a39bde6ec41793721e

http://www.attac-netzwerk.de/cottbus/aktuell/detailansicht/news/schueler-aeussert-sich-gegen-die-bundeswehr-auf-einer-werbeveranstaltung-der-armee-in-seiner-schule/?tx_ttnews[year]=2015&tx_ttnews[month]=03&tx_ttnews[day]=12&cHash=b429f54cc6b75f4edd1723feb108e2c3

http://heilbronn.vvn-bda.de/2015/03/16/bamberger-schule-muss-nach-kritischen-medienberichten-verweis-gegen-jungen-antimilitaristen-zuruecknehmen/

http://nuernberg.vvn-bda.de/wp-content/uploads/sites/18/2015/02/Bamberger-Gym-Verweis-f%C3%BCr-linksradikales-Denken.pdf

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Dieser Frau wurden unwillentlich “Dick Pics” zugesendet. Sie erteile ihm darauf eine unvergessliche Lektion.

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Verfasst von Vandita auf AnonHQ.com

Übersetzt ins Deutsche von Murphy


Vielen Frauen gleich tritt ein Mädchen „Let´s Date“, einer Dating App, bei, die anhand des Facebook Profils den „perfekten Partner“ ermittelt. Ihr Ziel war es, ihren Traummann kennenzulernen – was sie allerdings stattdessen erhielt war ein unsympathischer Kerl, der nur an pornografischen Inhalten interessiert war.

Eines schönen Abends schickte ihr ein User namens Trevor ein Nackt-Selfie, verbunden mit der Frage, wie ihr Tag bisher laufe. Das stocksaure Mädchen machte seine „Vorzüge“ allerdings direkt lächerlich und entgegnete, dass sein Verhalten respektlos sei. Dies zeigte jedoch wenig Wirkung – die Dreistigkeit des belästigenden Mannes wuchs weiter an. Schließlich entschied sich die Frau, dem Theater ein Ende zu setzen.

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So schaffte es die Frau Trevors Facebook Profil zu finden, und davon ausgehend schließlich das seiner Mutter. Daraufhin drohte sie ihm damit, ihren Chatverlauf seiner Mutter zu senden. Bevor Trevor wusste wie ihm geschah, oder gar bevor er einschreiten konnte, war der Schaden angerichtet – sie hatte Screenshots des gesamten Chatverlaufs, das Dick Pic eingeschlossen, seiner Mutter gesendet. Eine Lektion, die Trevor wahrscheinlich wohl nie vergessen wird und ihn hoffentlich davon abhalten wird, jemals wieder (zumindest unaufgefordert) Nacktbilder zu verschicken.

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