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Wissenschaftler fanden gerade Wasser auf dem Mars – dort, wo sie dessen Existenz nicht für möglich hielten

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Obwohl es eine gut untermauerte Tatsache ist, dass der Mars vor über einer Million Jahren über große Wasservorkommen verfügte, sind in den letzten Jahren nur Spuren von urzeitlichen Mars-Seen gefunden worden. Organisationen wie die NASA setzten Sonden und Landefähren ein, um daraus Rückschlüsse ziehen zu können, wo sich wahrscheinlich Wasser befindet – und wo wahrscheinlich nicht.

Nun haben Astronomen vom Applied Physics Laboratory (APL) an der Johns Hopkins University große Wasservorkommen gefunden, die sich als Permafrosteis erweisen könnten. Am wichtigsten dabei ist, dass sie sich genau dort befinden, wo die Wissenschaftler es nicht für möglich gehalten haben, dass dort überhaupt Wasser sein könne.

Futurism berichtet, dass das Eis in einem Gebiet entdeckt wurde, das Medusae Fossae genannt wird, und wobei es sich um ein Permafrostgebiet mit mehreren hundert Kilometern Durchmesser handelt. Weil es auf dem Mars-Äquator liegt, nahmen die Wissenschaftler an, dass die Lage zu warm sei, damit dort in der Nähe der Oberfläche Eis intakt bleiben könne.

2008 wurde bestätigt, dass der Mars an seinen Polregionen Permafrosteis aufweist. Diese Daten wurden durch das Neutronenspektrometer der Raumsonde 2001 Mars Odyssey bereitgestellt. Berichten zufolge nimmt das spezialisierte Spektrometer Neutronenstrahlung auf, die vom roten Planeten ausgestrahlt wird, wenn hochenergetische kosmische Strahlung aus dem Weltraum einfällt. Der auf Planeten spezialisierte Astronom Jack Wilson vom APL der Johns Hopkins University sagte zu Cosmos: „Diese interagieren mit dem obersten Meter des Bodens und stoßen Partikel ab, einschließlich Neutronen.“

Durch das Analysieren der Partikel können Wissenschaftler identifizieren, mit welchen Substanzen die kosmischen Strahlen interagierten – und dies weiterhin tun. Als Wilson und sein Team die Daten zum zweiten Mal überprüften, stellten sie fest, dass frühere Studien nur eine sehr geringe Auflösung von ungefähr 520 Kilometern hatten. Nachdem sie die Auflösung auf 290 Kilometer verbesserten, entdeckten sie hohe Konzentrationen an Wasser – ungefähr 40 Prozent der Region durch Gewicht.

„[Es ist] ähnlich mit einer Verringerung der Höhe der Raumsonde um 50%“, sagte Wilson. „Man bekommt einen besseren Blick darauf, was passiert.“ Die Ergebnisse des Teams wurden im Magazin Icarus veröffentlicht.

Diese Ergebnisse veranlassen Wissenschaftler zu der Überzeugung, dass Wasser auf dem Mars häufiger anzutreffen ist als einst gedacht. In einer Presseveröffentlichung des APL sagte Wilson: „Vielleicht könnte die Signatur mit Bezug auf ausgedehnte Ablagerungen hydrierter Salze erklärt werden, aber wie diese hydrierten Salze in die Formation gelangten, ist ebenfalls schwierig zu erklären. Daher bleibt die Signatur für den Moment ein Rätsel, das es sich weiter zu untersuchen lohnt, und der Mars hält für uns weiterhin Überraschungen bereit.“

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