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Diese Fünfjährige wurde von ihrer Mutter verlassen. Jetzt kümmert sie sich alleine um ihre Großmütter

in Welt von

Während die meisten Kinder im Alter von fünf Jahren ihre Zeit damit verbringen, mit Spielzeug und Freunden zu spielen, sind Menschen auf dieses fünfjährige Mädchen angewiesen – dass sie kocht, saubermacht und sich um ihre Großmütter kümmert.

Normal aufwachsende Kinder im Alter von fünf Jahren beschäftigen sich üblicherweise mit Spielsachen und Gleichaltrigen aus ihrem Umfeld. Selten müssen sie Aufgaben wie die Zubereitung von Mahlzeiten oder den Haushalt erledigen. Das aber ist genau das, was ein kleines Mädchen namens Anna Wang jeden Tag macht, um sicherzustellen, dass ihre Großmütter (die Älteste ist stolze 92 Jahre alt) gut versorgt sind.

Die Daily Mail meldet, dass die Fünfjährige in den Bergen von Zuyin im Südwesten Chinas mit ihren Großmüttern zusammenlebt. Jeden Tag stehen für sie Arbeiten wie das Saubermachen oder das Kochen an; außerdem hilft sie ihren älteren Verwandten beim Gang ins Bad. So sieht ihre Lebenswirklichkeit aus, denn ihr Vater wurde auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis geschickt, als sie erst drei Monate alt war. Nicht lange danach hat ihre Mutter erneut geheiratet und das kleine Mädchen zurückgelassen.

Eine ihrer Großmütter leidet an schwerer Arthritis; und ihre Urgroßmutter ist nicht mehr weit davon entfernt, ein ganzes Jahrhundert alt zu werden, weshalb sie nicht mehr so mobil ist, wie sie es einst gewesen ist. Ein großzügiger Nachbar unterstützt Wang, der es dem kleinen Mädchen erlaubt, Gemüse von seinem Bauernhof zu ernten. Berichten zufolge lässt der Nachbar das zu, weil sie es selbst so will; außerdem wünscht sie sich nichts als „gute Gesundheit“ für ihre Familie.

Das ist nicht die Art von Leben, das eine Fünfjährige bestreiten sollte – und doch kennt Anna Wang nichts Anderes. Ein positiver Aspekt könnte sein, dass das Mädchen so viel darüber lernt, wie wichtig es ist, anderen schon früh im Leben zu helfen und sie zu respektieren. Wenn sie jedoch so sehr damit beschäftigt ist, ihren Großmüttern zu helfen, dann verpasst sie das Spielerische und die Freiheit, in der die meisten Kinder aufwachsen. Die nachfolgenden Fotos zeigen euch, wie das tagtägliche Leben des Trios aussieht.

Anna Wang ist 5 Jahre alt und kümmert sich alleine um ihre kranke Großmutter und um ihre 92 Jahre alte Urgroßmutter

Während die meisten kleinen Kinder herumtoben und sich mit Spielzeug vergnügen, kocht Anna stattdessen und macht sauber

Sie hilft den alten Damen beim Baden, die auch auf sie angewiesen sind, um auf die Toilette zu gehen

Die Familie lebt in einem bescheidenen Haus im Südwesten von China

Hang muss sie allerdings erst selbst ernten

Sie übernimmt viele verschiedene Aufgaben

… aber es ist ihr schon klar, dass ihr eine ‚normale‘ Kindheit gestohlen worden ist

Ein Foto von ihrem Vater ist das einzige Erinnerungsstück an ihre Eltern, das sie besitzt…

Was sagt ihr dazu? Bitte kommentiert den Artikel und teilt ihn in eurem Umfeld!

Von  für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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US Spezialeinheiten bereiten den Sturz von Kim Jong-un vor

in Geopolitik/Welt von

Südkorea – Wie asiatische Medien am Montag berichteten, werden Spezialeinheiten des US-Militärs erstmalig an laufenden und jährlichen gemeinsamen Übungen mit Südkorea teilnehmen. Und das erklärte Ziel ihres Trainings ist es, die nordkoreanischen Führer in einem potentiellen Regimewechsel-Szenario auszumustern.

Von Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap:

“US-Spezialkräfte, einschließlich der Einheit, die seinerzeit Osama Bin Laden getötet hat, werden an gemeinsamen militärischen Übungen mit Südkorea teilnehmen, um zu trainieren, wie man die nordkoreanische Führung im Konfliktfall außer Gefecht setzt.”

“Das US-Navy SEAL Team Six wird sich zum ersten Mal den jährlichen ‘Foal Eagle’ und ‘Key Resolve’ Übungsmanövern zwischen den beiden Verbündeten anschließen, gemeinsam mit den Rangers der Armee, der Delta Force und den Green Berets.”

Während sie Nordkoreas Herrscher direkt nannte, und unter Berufung auf einen ungenannten Beamten in Südkoreas Verteidigungsministerium, schrieb die Zeitung Joon Gang Daily am Montag, dass die Elite-Einheiten dort sind, um “an einer Übung teilzunehmen, welche die Beseitigung des nordkoreanischen Führers Kim Jong-un simuliert.”

Die Zeitung beschäftigte sich näher mit dem Team, das Bin Laden unschädlich gemacht hatte und wies desweiteren darauf hin, dass die japanischen Medien über die Ankunft der Spezialeinheiten berichtet haben:

“Die Japan Times berichtet, dass die amerikanische Einheit am vergangenen Freitag an Bord der USS Carl Vinson gegangen sei, ein Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, und derzeit in südkoreanischen Gewässern trainiere. Der Träger wird laut der japanischen Zeitung am Mittwoch im Hafen von Busan eintreffen.”

Eine weiterer ungenannte Militärbeamter, soll Yonhap zufolge gesagt haben, dass die Übungen auch der nordkoreanischen Kriegsmaschinerie gelten,

“Eine größere Anzahl verschiedener US Spezialeinheiten werden sich an den diesjährigen Foal Eagle und Key Resolve Übungen beteiligen, um Missionen zur Infiltrierung von Korea’s Norden zu üben, die militärische Führung abzusetzen und die wichtigsten militärischen Einrichtungen zu zerstören”, sagte der Beamte.

Joon Gang Daily zitierte einen Beamten des Ministeriums für Nationale Verteidigung, nach dessen Darstellung dieser Schritt eine Reaktion ist auf Nordkorea’s unangenehme Angewohnheit, “mit dem Säbel zu rasseln”.

“Es wird eine sehr starke Botschaft in Richtung Nordkorea senden, das sich ständig in militärischen Provokationen ergibt”, sagte der Beamte.

Wie Anti-Media in der vergangenen Woche berichtete , sind die Spannungen in der Region nun recht hoch. Nordkorea, das sich durch die militärische Zusammenarbeit zwischen dem Süden und den Vereinigten Staaten als dessen Verbündetem bedroht fühlt, feuerte Raketen ab, die unmittelbar vor der Küste von Japan landeten, einem anderen Verbündeten der USA. Nordkoreanischen Staatsmedien bestätigten wenig später, dass es eine direkte Reaktion auf die militärischen Übungen war.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von   http://anonhq.com/u-s-special-forces-preparing-topple-kim-jong-un/


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Forscher finden Möglichkeiten, um 3D-Anzeige aus Star Wars zum Leben zu erwecken

in Welt von

Die weltweit erste holografische Desktop-Anzeige zeichnet mithilfe von Laser-Technologie Objekte in kontrollierter Luft.

Ein Enthusiast und Forscher, der sich auf Laser-Technologie spezialisert, hat sich eine erstaunliche Idee einfallen lassen, um 3D-Objekte mithilfe von eingebauten Lasern praktisch aus dem Nichts zu erschaffen.

Jaime Ruiz aus Austin (Texas) ist wie viele von uns ein Fan von Star Wars. Avila sagt, seine Inspiration stamme aus der Szene, als Luke Skywalker R2D2s holografisches Bild von Prinzessin Leia sieht und um Obi Wan Kenobis Hilfe bittet. Dadurch sei ihm seine Idee für eine bildschirmlose Projektion in den Sinn gekommen.

Die Maschine ist ein volumetrischer visueller Apparat, der auf einem Laser basiert. Sie kann einfach auf einem Tisch befestigt werden und den 3D-Drucker ergänzen – indem die Ergebnisse in der Realität angezeigt werden, damit man keine 3D-Tinte verschwenden muss. Sie kann auch für Bildungszwecke benutzt werden und als ein einfaches Vermarktungsgerät, um die Aufmerksamkeit von Konsumenten auf sich zu ziehen.

Tweet: Holovect-Anzeige, etwas, das direkt aus Star Wars stammt”

Das Gerät, das auf den Namen Holovect MK II getauft wurde, ist einzigartig und das einzige kommerziell erhältliche Gerät, das in der Lage ist, 3D-Vektoren mit Hilfe von Licht in der Luft zu zeichnen.

Wie die Magie funktioniert

Die Möglichkeiten, damit Bilder darzustellen, sind einmalig. Die dargestellten Bilder sind keine Hologramme, sondern vielmehr gemessene Lichtstrahlen, die in einen modifizierten Raum oder Luft hineinprojiziert werden. Wenn Sie denken, dass Hologramme nicht auf diese Weise funktionieren, dann stellen Sie sich dieses Hologramm als eine Aufnahme der Muster auf Film oder Quellen wie Glasplatten vor, die aus 3D-Informationen über jeden Winkel bestehen, der den abgebildeten Gegenstand betrifft.

Bildquelle: Kick Starter – Ein Bild, das Holovect dabei zeigt, wie es Raumschiff Enterprise darstellt.

Avila erklärt, dass das, was Holovect MK II von anderer ähnlicher Technologie unterscheidet, darin besteht, dass es sich die gleichen Prinzipien von Licht zunutze macht, die stattfinden, wenn eine Fata Morgana auftritt. Wenn Lichtstrahlen aus einem Medium in ein anderes eindringen, dann sieht man – normalerweise – bis zu einem gewissen Maße drei verschiedene Arten von Effekten: Diffusion (Streuung), Refraktion (Lichtbrechung), und in einigen wenigen Fällen auch einen unterschiedlichen Lichtanteil, der einen unterschiedlichen Brechungsindex besitzt wie das Material selbst. Wenn sich Lichtpartikel durch verschiedene Lichtabschnitte bewegen, die einen unterschiedlichen Brechungsindex aufweisen, hat eine Person einen unterschiedlichen Seheindruck, weil der Druck und die Temperatur dieses besonderen Bereichs sich von seiner Umgebung unterscheidet.

Bildquelle: Google Image – Ein Bild, das eine Fata Morgana auf einer heißen Straße zeigt; “falsches Wasser” auf der Straße ist das üblichste Beispiel einer Luftspiegelung in Bodennähe

Das Holovect MK II besteht aus einem Apparat, der die Luft um seinen Bereich so kontrollieren kann, dass er den Brechungsindex eines besonderen Bereichs verändern kann, dass ein einfacher Laser-Strahl ihn zur Darstellung verschiedener Figuren verformen kann. Und so werden mithilfe von Software die Luftsäulen kontrolliert und diese können überall in einem Luftraum die Lichtpartikel in die gewünschten Vektoren modifizieren.

Avila sagte weiterhin, dass die durch den Vektor-Laser dargestellten Objekte Datensätze seien, die eigens für Holovect MK II entwickelt worden seien. Diese Datensätze sind eine Liste von Koordinaten, die die Linien führen, um das 3D-Vektorbild zum Leben zu erwecken. Die Hardware besteht aus Schaltern, die den 3D-Vektor innerhalb des kontrollierten Raums drehen oder von einem Punkt zu einem anderen bewegen können.

Bildquelle: Kick Starter – Holovect MK II stellte einen aus einer einzelnen Ebene bestehenden 3D-Vektor über einem Modul dar, das die Luftpartikel kontrolliert, damit das Bild erzeugt werden kann.

Holovect MK II ist nicht zum visuellen Vergnügen gedacht; es kann dazu benutzt werden, um rechnergestütztes Konstruieren (CAD) auf Holovect anschaulicher zu machen, bevor es in Form von 3D-Druck zur Anwendung gebracht wird. Sein Entwickler sagte auch, dass Holovect neben seiner Verwendung zur Visualisierung von 3D-Daten auch für 3D-Werbung, wie etwa Markententwicklung, eingesetzt werden könne.

Avila stellte auch sicher, dass Spieler von Computerspielen Holovect zusammen mit Software benutzen können, die mit Zeichnen, Kunst oder allgemeinen Gestaltungswerkzeugen in Verbindung steht, indem er sagt, dass diese Anpassungen bald verfügbar sein werden. Die Maschine wird auch eine Technologie zur Erfassung und Gestaltung von 3D-Bildern beinhalten.

Also wenn Sie dazu angeregt worden sind, ihr eigenes Star-Wars-Display zu bekommen, können Sie ihren Holovect MK II mit Frühbucherrabatt für 750 US-Dollar [knapp 700 Euro] bestellen. Die Internetseite bietet verschiedene Optionen an, die bei 750 bis 1800 US-Dollar [ca. 1.677 Euro] beginnen, wobei das Produkt an jeden Ort der Welt geliefert werden kann.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/researchers-find-ways-to-bring-the-star-wars-3d-display-to-life/


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NSA und CIA können auf alle internetfähigen Geräte zugreifen – Auch auf Smart-TV und Auto-Bremsen + Video

in Onlinewelt/Welt von

Von  von epochtimes.de

 

Alle internetfähigen Geräte sind von NSA und CIA weltweit infiltrierbar – von Microsoft und Apple wurde durch Wikileaks bekannt, dass sie durch die Geheimdienste bezahlt werden. Selbst in Auto-Bremssysteme kann eingegriffen werden.

 

NSA und CIA können weltweit alle internetfähigen Geräte abhören. Wie durch Enthüllungen von WikiLeaks bekannt wurde, sind große Konzerne wie Microsoft und Apple korrumpiert worden.

Dadurch ist es den Geheimdiensten NSA und CIA nun möglich, auf sämtliche internetfähigen Geräte dieser Hersteller – die von Behörden und Bürgern weltweit benutzt werden – zuzugreifen. Somit ist ein großer Teil der vernetzten Welt abhörbar und von Spionage betroffen.

Kontrolle moderner Autos bis zum Bremssystem

WikiLeaks zufolge können auch Smart-TV-Geräte abgehört werden, wenn sie an das Internet angeschlossen werden. Mit einer Kamera ausgestattet, kann der Besitzer sogar beobachtet werden. Selbst in Auto-Bremssysteme, die ans Netz angeschlossen sind, kann eingegriffen werden.

Auch im Deep-Web gibt es keine absolute Sicherheit: Das Abtauchen in das tiefe Internet ist unsicher, weil auch dort Bildschirmfotos und Videos mitgeschnitten werden können. Eine im Deep-Web angebotene spezielle Software soll für mehr Anonymität sorgen.

Medienecho minimal, trotz riesiger Sensation

Die Informationen über die weitreichenden Ausspähmethoden der Geheimdienste fanden in den Medien keine große Beachtung – seien aber einen Aufschrei wert, sagt Dirk Müller in seinem Tagesausblick vom Mittwoch. Dem deutschen Börsenmakler zufolge wurde von den WikiLeaks-Informationen bislang nur ein Bruchteil offengelegt.


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Leitender britischer Kinderschutz-Polizist sagt, Pädophile sollten für das Ansehen von Kinderpornografie nicht ins Gefängnis müssen

in Kriminalität/Welt von

Großbritanniens ranghöchster Kinderschutz-Polizist hat seinen erschreckenden Vorschlag gerechtfertigt, indem er sagte, das Polizeisystem habe aufgrund der stetig steigenden Zahl der Meldungen über Kindesmissbrauch einen “Sättigungspunkt” erreicht.

Simon Bailey, Polizeichef der Norfolk Constabulary und Leiter des Bereichs Kinder-und Jugenschutz im Rat der Polizeipräsidenten hat Empörung ausgelöst mit seiner Anregung, dass Pädophile, die pornografische Bilder von Kindern ansehen, strafrechtlich nicht belangt werden sollten, es sei denn, sie stellten eine konkrete physische Bedrohung für Kinder dar.

In einem Interview mit der Times hat Großbritanniens ranghöchster Kinderschutz-Polizist seinen erschreckenden Vorschlag gerechtfertigt, indem er sagte, das Polizeisystem habe aufgrund der stetig steigenden Zahl der Meldungen über Kindesmissbrauch einen “Sättigungspunkt” erreicht.

“Die Polizei muss sich in einem noch nie da gewesenen Umfang mit Meldungen über ältere Fälle von Missbrauch, laufendem Missbrauch, online-Missbrauch, und Missbrauch in Netzwerken befassen. Die Zahlen steigen weiterhin. Wir haben den Sättigungspunkt erreicht. Die Polizei hat auf die Bedrohung reagiert, aber wir sind mittlerweile an dem Punkt angekommen, wo wir versuchen müssen, das Blatt zu wenden. Wir müssen nach Alternativen suchen.”

Da die Polizei überlastet sei, unterstrich Bailey, Fälle von geringer krimineller Energie sollten entkriminalisiert und durch Beratung und Rehabilitation beantwortet werden, so dass die Polizei ihre “begrenzten Ressourcen” darauf konzentrieren könne, die gefährlichsten Straftäter mit Zugang zu Kindern zu fassen.

“Um hier ganz klar und deutlich zu sein: jemand, der im Internet mit seiner Kreditkarte den Missbrauch eines Kindes auf den Philippinen arrangiert, sollte grundsätzlich eingesperrt werden. Derjenige, der nicht in Kontakt mit Kindern ist und keine Gefahr für Kinder darstellt und sich relativ “harmlose” Bilder anschaut …

wenn man sich anschaut, was sonst so alles vor sich geht, und welche Gefahr von Kontakt zu Kindern ausgeht…  dann sollten wir uns für diese Personen ewas anderes überlegen. Haben die Staatsanwaltschaft, die Gerichte und die Polizei die Kapazitäten, um sie innerhalb des Justizsystems zu handhaben?”

Simon Bailey, Leiter der Operation Hydrant – die sich mit landesweiter Untersuchung über zurückliegende Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern beschäftigt – fügte hinzu, dass die Polizei mit Arbeit überschüttet sei und jenseits ihrer Kapazitätsgrenze operiere. Laut Bailey, hätten Meldungen über Kindesmissbrauch (mit einem Anstieg von 80% allein innerhalb der letzten drei Jahre) ein alarmierendes Ausmaß im Lande erreicht. Die Polizei erhält demnach mehr als 70.000 Beschwerden über sexuellen Missbrauch von Kindern in jedem Jahr und verhaftet monatlich mehr als 400 Pädophile wegen des Betrachtens von Bildmaterial kinderpornografischen Inhalts.

“Wie soll die Polizei mit all dem fertig werden können, solange wir uns immer noch mit denen zu beschäftigen haben, die ich als Straftäter mit sehr, sehr niedrigem Gefahrenpotential beschreiben möchte, von denen nach einer gewissenhaften Risikoeinschätzung eigentlich nur eine geringe, wenn nicht gar keine, tatsächliche Gefahr sexuellen Missbrauchs in Kontakt mit einem Kind ausgeht? Diejenigen Personen, von denen Sie mit einer gewissen Sicherheit sagen können, dass sie eigentlich keine physische Bedrohung darstellen – dort scheint mir eine vernünftige Linie zu liegen [für einen alternativen Ansatz]”.

Im vergangenen Jahr warnte die britische Nationale Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeiten gegen Kinder (NSPCC), dass mehr als eine halbe Million Menschen in Großbritannien Bilder über sexuellem Missbrauch von Kindern im Internet angesehen oder miteinander geteilt hätten. Die Hilfsorganisation fügte hinzu, das Problem sei so umfänglich, dass man es als “gesellschaftlichen Ausnahmezustand” betrachten könne. Ein Sprecher der NSPCC stimmte mit Bailey scheinbar darin überein, dass die Polizei eine riesige Anzahl von Fällen zu untersuchen habe, oftmals mit begrenzten Ressourcen angesichts unterschiedlicher Stufen krimineller Energie in den angezeigten Sexualdelikten gegenüber Kindern, und er merkte an:

“Gefängnisstrafen dienen einer wichtigen Aufgabe, indem sie die Schwere des Verbrechens widerspiegelm, die Öffentlichkeit schützen, abschreckend wirken und dem Opfer vermitteln, dass sein Täter verdientermaßen der Gerechtigkeit zugeführt wurde. Aber können wir uns aus der Situation nicht durch Verhaftungen befreien – wenn wir diese Flut einzudämmen und mehr Kinder schützen wollen, müssen wir Prävention und Rehabilitation zu einer Priorität machen. Mit der richtigen Unterstützung können wir die Täter von Missbrauch abhalten und ihnen dabei helfen, ihr Verhalten zu ändern.”

Allerdings sind nicht alle von Bailey’s Vorschlag überzeugt. Peter Saunders, Gründer und Sprecher der Nationalen Vereinigung für Menschen, die in Ihrer Kindheit missbraucht wurden, meinte, dass man dadurch Tätern grünes Licht gebe. “Jegliches Signal, das potenziellen Missbrauchern oder Verführern den Einduck vermittelt, dass sie davonkommen könnten, schadet der Sache des Kinderschutzes.”

Während er auf BBC Radio 4 Today am 28. Februar sprach, bestätigte Bailey, dass seine Anregung eine Menge Leute nervös mache, doch verteidigte er seinen Vorschlag, der nach “einer ausgewogenen und angemessenen Antwort” strebe.

“Ich habe Gespräche mit Kollegen quer durch das ganze Justizsystem geführt, und natürlich gibt es da einige allgemeine Nervosität. Ich kann verstehen, dass das einige wirklich schwierige Schlagzeilen nach sich ziehen wird, aber ich denke, dass ich meine Dienstpflicht nicht gut erfüllen würde, wenn ich nicht auf die Tatsache aufmerksam machte, dass wir als eine Serviceorganisation mehr tun, als wir jemals vorher getan haben.”

Kann Bailey’s  Vorschlag als gefährlich interpretiert werden, und als eine Verwässerung der Kinderschutzgesetze? Bitte lassen Sie uns Ihre Meinung als Kommentar unten wissen, und geben Sie diese Informationen weiter…

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/uks-top-child-protection-cop-says-pedophiles-shouldnt-face-jail-for-watching-child-porn/

Verwandte Artikel:

Britische Polizei kündigt an, dass Pädophile nicht mehr verhaftet werden, da es zu viele sind  –   http://derwaechter.net/britische-polizei-kundigt-an-dass-padophile-nicht-mehr-verhaftet-werden-da-es-zu-viele-sind

Britische Regierung verschleiert Kindervergewaltigungen eines ehemaligen Premierministers von GB  –   http://derwaechter.net/britische-regierung-verschleiert-kindervergewaltigungen-eines-ehemaligen-premierministers-von-gb

 


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Diese kurdischen Hipster nutzen die Mode, um soziopolitische Änderungen im Irak zu bewirken

in Politik/Welt von

Die Mitglieder von Mr. Erbil nutzen die Ästhetik, um die Wahrnehmung des nördlichen Irak nach außen zu verändern. Indem sie eine Mischung aus moderner Ästhetik mit dem traditionellen kurdischen Erbe verschmelzen, haben sich die Mitglieder des ersten Gentleman-Clubs im Irak der Mission angenommen, die Welt zu einem schöneren Ort zu machen.

Unter der Herrschaft von Saddam Hussein war der Irak ein sichereres und reicheres Land; der Irak wurde zu einem alles andere als lebenswerten Ort nach der von Amerika angeführten Invasion aus dem Jahr 2003, mit dem danach folgenden Krieg gegen den Terror und dem Aufstieg des Islamischen Staates. Während die meisten Iraker ihrer eigenen Art zu leben überdrüssig sind – und keine Wahl haben als tatenlos zuzusehen, wie Amerika sie vor dem „rettet“, was Amerika überhaupt erst angerichtet hat, versucht eine Gruppe junger und modebewusster irakischer Kurden den Blick zu verändern, mit dem die Außenwelt den Irak wahrnimmt. Sie bewegen sich weg von der Vorstellung einer Region, die von dauerhaften Konflikten zerrüttet ist, von Militanz, Bürgerkrieg, Terrorismus und ISIS. Stattdessen wollen sie soziale Veränderungen bewirken, indem sie die Geschichte ihres Landes mit Hilfe der Mode feiern.

Mr. Erbil, wie sich die 30 Mitgliedre starke Gruppe selbst nennt, ist ein Zusammentreffen kurdischer Männer, die gemeinhin als der erste Gentleman-Club im Irak bezeichnet werden. Die Mitglieder bieten Etikette-Workshops an, Unterricht in Fotografie, und eine Modelagentur im Norden des Irak. Die BBC berichtet:

„Es geht ihnen aber nicht nur um Mode – das Unterfangen hat auch eine ernsthafte, fast politische Seite. Die Mitglieder von Mr. Erbil verstehen sich selbst als etwas im Sinne einer Bewegung, die junge irakische Kurden repräsentiert, die auf der Suche sind nach einem besseren Leben und die kurdische Kultur in der Welt bekanntmachen wollen. Die Gruppe hofft, dass sie soziale Veränderungen erwirken kann und traditionelle Haltungen anfechten kann – insbesondere hinsichtlich der Rechte von Frauen.“

<iframe src=”https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Faljazeera%2Fvideos%2F10155191836398690%2F&show_text=1&width=560″ width=”560″ height=”439″ style=”border:none;overflow:hidden” scrolling=”no” frameborder=”0″ allowTransparency=”true”></iframe>

„Der erste Gentleman-Club im Irak. Trefft die adretten Männer hinter Mr. Erbil, dem ersten Gentleman-Club im Irak. Mit ihren maßgeschneiderten Anzügen und exquisiten Bärten fordern sie sozialen Wandel im irakischen Kurdistan.“

Die Mitglieder haben nicht nur die traditionelle kurdische Kleidung mit Baggy-Hosen und Tuniken abgelegt und sie stattdessen durch knackige Dreiteiler-Anzügen ersetzt, auffälligen Uhren, Fahrhandschuhe, engen Hosen, perfekt getrimmte Bärte und klar konturierte Frisuren. Darüber hinaus schaffen sie auch ein Bewusstsein für die soziopolitischen Probleme im Irak. Sie helfen Geflüchteten, eröffnen neue Bibliotheken und unterrichten weiblichen Überlebenden des Extremismus in Workshops – und das sind nur einige der Beispiele dafür, welche Probleme sie wie angehen.

Goran Pshtiwan, einer der Mitgründer von Mr. Erbil, sagte:

„Als wir angefangen haben, befanden wir uns in einer schlimmen Situation mit einer Wirtschaftskrise und dann dem erwarteten Krieg gegen ISIS, also hatte sich alles eingenistet, es gab keine, absolut gar keine geschäftlichen Aktivitäten und solche Sachen, also haben wir mit der Idee angefangen, dass wir uns versammeln und etwas machen wollen, und zwar ganz anders und einzigartig, und dann können die Leute davon profitieren und wir können das Äußere der Menschen verändern und die Art, wie sie denken.“

Auf den Instagram- und Facebook-Accounts von Mr. Erbil finden sich häufig Bilder und Gedanken zu den Problemen der Frauen in Kurdistan, im Irak und auf der ganzen Welt. Jeden Donnerstag schreiben die Männer von Mr. Erbil einen Post zur „Frauen-Inspiration“, in dem sie die Frauen darin bestärken, im Namen ihrer Gemeinschaft zu arbeiten. Mr. Erbil wurde nach der alten Stadt Erbil Kurdistan im Norden des Iraks benannt, die direkt an der Frontlinie des Kampfes gegen ISIS lag. Die Mitglieder erinnern daran:

„Heute vor einem Jahr haben sich drei Männer aus einer der ältesten Städte der Welt in Erbil Kurdistan versammelt. Sie hatten es sich zum Ziel gesetzt, einen Gentleman-Club zu gründen; ihre Vision war es, den jungen Menschen in ihrem Land zu zeigen, dass es einen nicht zum Mann macht, wenn man die aktuell angesagten Designer-Anzüge trägt – sondern dass es der Charakter ist, der einen als Mann definiert.“

„Wir wollten die Aufmerksamkeit nicht nur darauf lenken, wie notwendig Frauenrechte sind, oder der Umweltschutz und das Beschützen unserer scheiternden Wirtschaft. Sondern wir wollten auch Wege finden, wie wir diese Probleme innerhalb unserer Region lösen können. Während dieser Zeit haben wir viele Hürden überwunden – wie eben unsere zusammenbrechende Wirtschaft und die politischen Probleme, die sich daraus ergeben haben. Trotz fehlender Ressourcen waren wir dazu entschlossen, unsere Ideen in die Realität umzusetzen.“

Als Inspiration für Mr. Erbil diente Pitti Uomo, wie Vocativ schreibt. Dabei handelt es sich um ein zweimal jährlich stattfindendes Modetreffen für Männer in Florenz in Italien. Der Stil mag westlich sein, berichtet die BBC, aber die Mitglieder von Mr. Erbil betonen, dass sie „Modernität“ und kulturelles Erbe vermischen, indem sie auf den Lebensstil der traditionellen kurdischen Landbesitzerklasse – die Effendi – Rückbezug nehmen.

„Früher gab es die kurdischen ‚Effendi‘ oder ‚Lords‘. Sie waren gebildete oder überaus respektierte Männer. Sie warfen sich in Schale, um an Salons in örtlichen Chaikhanas oder Teestuben teilzunehmen. Wir als die Jugend versuchen, das wieder zurückzubringen.“

Das erste Fotoshooting von Iraks erstem Gentleman-Club fand im Februar in der alten Zitadelle der Stadt statt, die eine UN-Stätte des Weltkulturerbes ist. Mit dem Untertitel „Gentlemen’s Gatherings“ („Versammlungen der Gentlemen“) schlug es schnell große Wellen auf Instagram (mit mehr als 68.000 Followern) und auf Facebook (mit mehr als 50.000 Fans).

„Es geht um mehr als nur um Kleidung und um das Fotografieren. Wir möchten der Welt zeigen, dass wir als Kurden existieren, dass wir unser Volk haben, unsere Kultur, unser Land und unsere Flagge. Es ist eine gute Möglichkeit, um die Menschen so damit bekannt zu machen. Jetzt, da die Menschen uns kennen, versuchen wir daran zu arbeiten, die alltäglichen Probleme hier zu lösen.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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“Töte diesen Hund” – Saudische Prinzessin lässt Pariser Innenausstatter von Bodyguard verprügeln

in Welt von

Von rt.com – Bild: © rootsweb

Eine äußerst unangenehme Erfahrung musste ein Pariser Handwerker mit saudischen Umgangsformen machen. Wegen einer Meinungsverschiedenheit mit seiner Auftraggeberin, einer saudischen Prinzessin, ließ diese ihn von ihren Bodygards verprügeln. Rechtliche Konsequenzen muss sie nicht fürchten: Angehörige des saudischen Königshauses genießen in Frankreich Immunität.


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Berliner Konferenz dokumentiert „Vergessene Kriegsverbrechen im Jemen“

in Welt von

Vom Schiller-Institut

Kriegsverbrechen im Jemen – Stoppt den Völkermord!

Unter dem obigen Titel veranstaltete eine Initiative jemenitischer Bürger am Samstag, den 25. Februar 2017 in Berlin eine Konferenz, die die schauerliche Tatsache eines fortdauernden Völkermordes im Jemen demonstrieren und diesen beenden helfen sollte. Elke Fimmen und Stefan Tolksdorf waren als Vertreter des internationalen Schiller-Institutes eingeladen. Der erste Beitrag ist eine Zusammenfassung der Konferenz.

Detailaufnahme der Schäden durch die Luftangriffe auf den großen Staudamm von Marib. – Bild: Paul Bonnefant

Nachdem die Gäste die Nationalhymne Jemens und eine wunderbare Rezitation aus dem Koran gehört hatten, erklärte Abdullatif Elwashali in seiner Einführung, daß der Jemen unter einer völligen Blockade des Landes durch die Koalition unter saudischer Führung leidet; die Nahrungsmittelversorgung im Land ist vollkommen unzureichend, Schulen und Krankenhäuser werden durch moderne Kampfjets mit Präzisionswaffensystemen bombardiert; auch die lebenswichtigen Häfen des Landes sind betroffen. Die Zivilbevölkerung leidet, während die Welt schweigt, weshalb der Krieg auch „der vergessene Krieg” genannt wird. Die Konferenz solle dazu dienen, das zu verändern. Die Teilnehmer und die Welt sollten an die Opfer dieses Krieges erinnert werden.

Als erster Redner trat Dr. Werner Daum auf, ein ehemaliger deutscher Diplomat, der inzwischen im Ruhestand ist. „Kein Volk hat mich so berührt, wie das jemenitische: Offenheit, Stolz auf das eigene Land ohne Überheblichkeit, sicheres Ruhen in sich selbst”, sagte Daum, der sechs Jahre lang im Jemen gelebt hat.

„Was die Zeit des Nationalsozialismus angeht, kann sich ein Jemenit kaum vorstellen, was das bedeutete. Im Jahre 1945 begannen die Nürnberger Prozesse gegen die Hauptverantwortlichen für die Verbrechen des Nationalsozialismus”, so Daum. Es ging um den „Tatbestand des Angriffskrieges”. Er fuhr fort: „Seit 1945 gilt ein nicht gerechtfertigter Angriffskrieg als Kriegsverbrechen, das mit dem Tode zu bestrafen ist. Das gilt auch heute im Jemen: dieser Krieg ist nicht gerechtfertigt; die Verantwortlichen in Saudi-Arabien und den Emiraten sind Kriegsverbrecher.”

Er betonte, daß die furchtbare humanitäre Situation im Jemen schlimm sei; noch schlimmer aber sei die Zerstörung des Kulturerbes im Jemen: „Kulturerbe, das zerstört wird, kann nicht wieder ersetzt werden. Wenn der Damm von Marib von den Saudis zerstört wird, werden 3.000 Jahre Geschichte schlicht und einfach vernichtet.”

Daum kam auch auf die Berichterstattung zu sprechen: „Wir hören immer, es ginge um einen Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran; doch dafür gibt es keinen einzigen Beweis… Wenn nicht über die Wirklichkeit berichtet wird, dann hat das seine Gründe. Weltweit ist die Pressefreiheit nicht mehr gewährleistet, doch nicht, weil diktatorische Regierungen sie nicht mehr gewährleisten, sondern weil ein Klima herrscht, in der nur noch eine einzige Wahrheit existieren darf.”

Dann griff er den Historiker Francis Fukuyama direkt an, der vom „Ende der Geschichte” geschrieben hat, an dem sich das Reich einer säkularen Religion auf der Welt etabliert habe, das nie wieder in Frage gestellt werden dürfe. Daum schloß mit den Worten: „Auch wenn diese Konferenz keinerlei Medienwirkung haben wird, hoffe ich, daß wir diesem Versuch den Schleier entreißen können.”

Als nächstes waren Elke Fimmen und Stefan Tolksdorf eingeladen, ein Grußwort der Präsidentin des Schiller-Institutes, Helga Zepp-LaRouche, vorzutragen und den Konferenzteilnehmern die optimistische Zukunftsperspektive und die Aktivitäten des Schiller-Institutes zu präsentieren. Frau Fimmen bestätigte in ihrem Vortrag, daß der Jemen gerade Schreckliches erleidet, gab aber auch einen wichtigen Einblick in die Auseinandersetzung in den USA vor allem den Kampf um die Veröffentlichung der 28 Seiten des 9/11-Berichtes und das JASTA-Gesetz im vergangenen Jahr – beide haben schließlich direkt mit der Rolle Saudi-Arabiens zu tun.

Sie zeigte aber auch, welche Rolle der Jemen in der Neuen Seidenstraße als Brücke zwischen Asien und Afrika spielen wird. Dazu zeigte sie einige Folien und Grafiken, die von Ulf Sandmark und Hussein Askary vorbereitet worden waren, und präsentierte die Resolution, die durch Fouad Al-Ghaffaris Arbeit im Jemen inspiriert und bei der Konferenz des Schiller-Institutes in Berlin im Juni 2016 angenommen wurde.

Im Anschluß zeigten die Organisatoren der Konferenz Ausschnitte aus Filmmaterial über die Lage im Jemen, das sie den Teilnehmern auch in Form einer DVD mit dem Titel Crimes of the Forgotten War zur Verfügung stellten. (Die Filmdokumentationen sind auch in Youtube eingestellt, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=wxk7O2bU3M4) Nach den herzzerreißenden und verstörenden Bildern betonte Herr Elwashali, diese Verbrechen müßten umgehend gestoppt werden.

„Ein wenig Hoffnung” war der Titel von Hussain Sharafs Präsentation. Er erzählte die Geschichte von Amal, einem jungen jemenitischen Mädchen, das Flugzeuge liebte und davon träumte, eines Tages um die Welt zu reisen und alle Menschen zu grüßen. Als sie, wie auch sonst so oft, wieder einmal auf die Straße gelaufen war, um die Flugzeuge zu sehen, die sie gehört hatte, wurde ihr Haus von einer Bombe getroffen. Ihr Vater war sofort tot; ihre Mutter und ihr kleiner Bruder starben nur wenig später in einem Krankenhaus ohne Medikamente und ohne elektrischen Strom. „Das letzte Licht in ihrem Leben war erloschen. Das Mädchen hatte eine sehr große Zukunft vor sich. Sie hatte große Liebe in sich. Doch ihr Körper, ihre Familie, ihre Seele, ihre Würde und ihr Recht auf Leben wurden verletzt”, sagte Sharaf und fuhr fort: „Ein Teil von Amal lebt noch und will gerettet werden. Amal bedeutet Hoffnung; Hoffnung, die noch lebt. Alle Kinder im Jemen sind Amal.”

Über die Auswirkungen des Krieges auf die Wasserversorgung sprach als nächstes Dr. Taha Al-Washali, Research Fellow für Wasserversorgungstechnik am UNESCO-Institut für Wasser-Ausbildung in Delft. 15,4 Mio. der 27,8 Mio. Einwohner Jemens, der „ärmsten, bevölkerungsreichsten und jüngsten Nation der arabischen Halbinsel”, haben derzeit keinen Zugang zu Wasser oder sanitären Einrichtungen, 7 Mio. brauchen dringend Nahrung. Nach Statistiken der UN haben in diesem Krieg bis November 2016 10.000 Menschen ihr Leben verloren, 60% davon durch Luftschläge; 75 werden jeden Tag getötet oder verletzt. Als Folge des Zusammenbruchs der Wasserversorgung kam es zu einem Cholera-Ausbruch, der mittlerweile bereits 12.700 Menschen erfaßt hat.

Dr. Al-Washali verwies auf Forschungsergebnisse von Martha Mandy (GB), wonach die Kampagne Saudi-Arabiens gegen Jemen auch darauf ausgerichtet ist, die landwirtschaftliche Existenzgrundlage zu zerstören. Bereits vor dem Krieg mußte der Jemen 90% des Weizens und 100% des benötigten Reises importieren. Durch die Blockade des Landes sind die Preise stark angestiegen, während die Löhne im Land seit September 2015 massiv gekürzt wurden. Dr. Al-Washali stellte schließlich fest, der Schaden im Jemen sei weitreichend, langfristig und schwer zu reparieren; alle großen Städte seien betroffen.

Über die Auswirkungen der wirtschaftlichen Blockade auf die Menschen sprach als nächstes Engeline Kramer, Trainerin für Interkulturelle Kommunikation und Konfliktlösung. Frau Kramer hob zunächst die Gastfreundschaft, Freundlichkeit und Wärme der Jemeniten hervor und fragte dann: „Was will man im Jemen eigentlich noch kaputt machen?” Kriegsverbrecher wie George W. Bush und Tony Blair sollten in Den Haag vor Gericht gestellt werden. Die USA, Großbritannien und Deutschland könnten und müßten den Wirtschaftsboykott gegen den Jemen sofort beenden. Jeder müsse jetzt Anstrengungen für Frieden im Jemen unterstützen. Sie schloß mit dem optimistischen Sprichwort: „Wenn viele Menschen viele Schritte machen, kann man das Gesicht der Welt verändern.”

Anschließend sprach Dr. R.S. Karim, Mitbegründer von Mona Relief (Jemenitische Organisation für humanitäre Hilfe und Entwicklung, London). Mona ist eine der wenigen Hilfsorganisation, die direkt im Jemen aktiv ist. Den Jemen nannte Dr. Karim ein „narbenbedecktes Land; eine offene Wunde; einen Schatten seines früheren Selbst”. Saudische Beamte hätten „den Jemen von der Welt abgeschnitten. Das Land ist eingeschlossen. Das ist Genozid.” Wenn vor dem Krieg bereits 90% wichtiger Nahrungsmittel importiert werden mußten, wie solle man jetzt 90% der Bevölkerung mit den verbleibenden 10% ernähren? Jedes Mal, wenn es Kind stirbt, wurde es von jemandem ermordet. Dr. Karim erzählte dem entsetzten Konferenzpublikum von Totgeburten wegen Unterernährung. Er sprach von Vätern, die verzweifelt an Selbstmord denken, weil sie ihre Familien nicht schützen können. „Solches Elend befleckt die Seele.”

„Der Jemen ist ein humanitäres schwarzes Loch. Dem Land wurde seine Würde genommen.” Vor allem aber würden die Jemeniten „den Gestank des Verrates wittern.”

Dr. Karim schloß: „Wenn eine Militärmacht absichtlich das Leben von Kindern zerstört, dann kann man nur noch eines tun: Kämpfen. Jeder Vater wird kämpfen. Jede Mutter wird zur Tigerin. Der Jemen darf nicht zu einer weiteren vergessenen Krise werden. Der Krieg im Jemen ist nicht der vergessene Krieg dieses Jahrzehnts; er ist die Schande unserer Generation.”

Als letzte Rednerin sprach Hassna, eine angehende Studentin, über die Kriegsverbrechen und das Leiden der Frauen und Kinder. Sie zeigte viele Bilder, die noch einmal an all die Schrecken im Jemen erinnerten. Die Konferenzen endete nach einem Schlußwort auf Arabisch und einer weiteren kurzen Rezitation aus dem Koran mit der jemenitischen Nationalhymne.

Das Schweigen über die Grausamkeiten im Jemen war während der Konferenz wiederholt Gegenstand der Diskussion und wurde noch durch die beschämende Tatsache unterstrichen, daß außer EIR und der Neuen Solidarität keine Vertreter von Presse und Medien anwesend waren – und das, obwohl die Veranstaltung in einem Konferenzsaal im Gebäude der Zeitung Neues Deutschland stattfand.

Dennoch war die Konferenz ein voller Erfolg. Sie demonstrierte und verurteilte klar die Greuel, unter denen die Jemeniten leiden. Der Wille, angesichts dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit Widerstand zu leisten, war spürbar. Noch wichtiger jedoch: Die Konferenzteilnehmer erfuhren mehr über das übergeordnete Problem des britischen Empires und lernten die großartige Perspektive der zukünftigen Rollen Jemens in einem Neuen Paradigma der Win-Win-Zusammenarbeit kennen.

Stefan Tolksdorf

 


 

Stoppt den Völkermord im Jemen –
Frieden durch Entwicklung!

Von Elke Fimmen,
Schiller-Institut, Vereinigung für Staatskunst e.V., Berlin

Elke Fimmen vom Schiller-Institut hielt bei der Berliner Konferenz „Vergessene Kriegsverbrechen im Jemen“ am 25. Februar 2017 den folgenden Vortrag:

Vielen Dank für die Einladung zu Ihrer sehr wichtigen Konferenz „Vergessene Kriegsverbrechen im Jemen“.

Es ist eine absolute Schande, daß der nun schon fast zwei Jahre andauernde Völkermord durch die amerikanisch-britisch-saudische Allianz gegen die Bevölkerung Jemens im Westen und auch in Deutschland so systematisch und im wahren Sinne des Wortes totgeschwiegen wird – obwohl die schockierenden Fakten seit langem bekannt sind, ebenso wie die Tatsache, daß es sich um einen illegalen Aggressionskrieg von außen und keinen Bürgerkrieg handelt.

Ein Beispiel: Der jährliche Bericht des UN-Generalsekretärs über Kinder als Opfer bewaffneter Konflikte, der am 2. Juni 2016 erscheinen sollte, listete die „saudisch geführte Koalition“ im Jemen unter den kriminellen Parteien auf, die in bewaffneten Konflikten Kinder als Soldaten rekrutieren, mißbrauchen, töten oder mißhandeln. Die Koalition sei verantwortlich für 60% der zivilen Todesopfer in Jemen, davon fast ein Drittel Kinder. Allein 2015 wurden 785 Kinder getötet, 1168 verletzt – soweit die offiziellen Zahlen. Bei Angriffen auf Schulen und Krankenhäuser wurden 90% teilweise oder komplett zerstört. Laut diesem Bericht von Mitte 2016 wurden 57% der Angriffe auf Schulen und 48% aller Angriffe insgesamt von Koalitionskräften ausgeführt.

Riad drohte daraufhin, die Zahlungen für sämtliche UN-Hilfsprogramme einzustellen, wenn es nicht von der Liste genommen würde, und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gab nach. In einer Pressekonferenz am 9. Juni sagte er, er habe es tun „müssen“, um andere Millionen Kinder zu schützen.

In dem UN-Bericht wurde nicht erwähnt, daß der Massenmord der „saudisch geführten Koalition“ von einer Einsatzzentrale geleitet wird, in der britische und US-Beamte ständig Nachrichtendienstinformationen zur Auswahl der Angriffsziele beitragen und die Anglo-Amerikaner auch andere wesentliche Unterstützung wie Luftbetankung liefern. Das britische Verteidigungsministerium behauptete, seine Berater hielten alle Vorschriften des Kriegsrechts ein, aber die britische Wohlfahrtsgruppe Reprieve erklärt das Gegenteil. Der britische Außenminister Philip Hammond behauptete, der saudische Krieg im Jemen verstoße nicht gegen das humanitäre Völkerrecht, obwohl u.a. der Ausschuß des Unterhauses für Internationale Entwicklung in einem Anfang Mai 2016 veröffentlichten Bericht das Gegenteil bewies.

Am 6. Juni 2016 bestätigte ein Sprecher des US-Pentagon, US-Soldaten seien im Jemen und leisteten dort Beratung und nachrichtendienstliche Unterstützung.

Was ist die Lage heute, 2017?

Der völkerrechtswidrige Bombenkrieg richtet sich nach wie vor illegal gegen zivile Ziele wie Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen, Märkte, Versammlungen, die Nahrungsmittelversorgung, Lebensmittelimporte, Straßen und Brücken, Treibstoff, Agrarerzeugung, Lagerhäuser für Lebensmittel, Dämme, selbst Felder werden mit Streubomben übersät. Das kulturelle Erbe, nationale Museen, historische Stätten und die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Städte Sanaa, Zabid und Schibam werden systematisch zerstört.

Das UN-Amt für Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) beschrieb in seinem Bericht an den UN-Sicherheitsrat, der sich am 26.1.2017 erstmals seit dem letzten Oktober wieder mit Jemen beschäftigte, die Lage als die gegenwärtig größte humanitäre Krise auf der Welt.

Der Hunger fordert mittlerweile viel mehr Todesopfer als die unmittelbaren Kriegshandlungen. Im November 2016 wurde nach 600 Tagen saudischer Bombenangriffe die Zahl der zivilen Todesopfer im Krieg offiziell mit 11.403 angegeben. Ende Januar berichtete UNICEF, daß im Jahr 2016 im Jemen 63.000 Kinder an Mangelernährung starben, für Erwachsene wurde keine Zahl angegeben. Fast eine halbe Million Kinder leiden jetzt an „schwerer akuter Mangelernährung“, also sind kurz davor, zu verhungern.

Seit Anfang 2016 haben 80% der Jemeniten keine geregelte Nahrungsmittelversorgung und 14 Millionen Menschen, also die Hälfte der Bevölkerung, sind unterernährt. 3,3 Mio. Jemeniten, davon 2,2 Mio. Kinder, leiden unter akuter Mangelernährung.

Durch die Wirtschaftsblockade sind die Einfuhren von Nahrungsmitteln, Brennstoffen und Medikamenten massiv reduziert, gleichzeitig wird die Infrastruktur systematisch zerstört, Krankenhäuser, Schulen und Märkte weiter bombardiert. 20.000 Menschen warten auf eine Möglichkeit, sich im Ausland medizinisch behandeln zu lassen. Der Flughafen von Sanaa ist geschlossen, seit er bombardiert wurde; der Hafen von Houdaida steht unter Seeblockade und die Saudis haben dort die Ladekräne bombardiert. Dies ist der einzige Hafen, über den die Mehrheit der Bevölkerung in Jemen versorgt werden kann. Dazu kommt, daß die Einfuhren der lebenswichtigen Güter von der Hadi-Regierung im saudischen Riad genehmigt werden müssen, was diese regelmäßig ablehnt.

Die Hilfsorganisation Oxfam forderte im Dezember 2016 die vollständige Öffnung der Häfen und die Aufhebung der Importbeschränkungen für Nahrungsmittel, Treibstoffe und Medikamente. Im August 2016 forderten zwölf internationale Hilfsorganisationen, den von den Saudis kontrollierten zivilen Luftverkehr nach Jemen wieder freizugeben.

Es muß aber vor allem endlich festgestellt werden, daß der gesamte amerikanisch-britisch-saudische Bombenkrieg ein schwerer Völkerrechtsbruch ist, der sich in keiner Weise auf die UN-Sicherheitsratsresolution 2216 stützen kann. Diese autorisiert keine Gewaltanwendung, wie der gerade überraschend verstorbene russische UN-Botschafter Witalij Tschurkin bereits klar und deutlich festgestellt hatte. Außerdem hatte und hat die von Saudi-Arabien unterstützte Hadi-Regierung, die sich vorwiegend in Saudi-Arabien aufhält, keine wirksame Kontrolle über das Territorium Jemens, einschließlich der Hauptstadt, und war schon von daher gar nicht befugt, eine Militärintervention von außen anzufordern, wie u.a. der pakistanische Experte Sikander Ahmed Shah darlegte.

Das alles ist aber bekannt und klar und muß nicht debattiert werden. Es ist eine Frage des politischen Willens, diesen Angriffskrieg zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Es stellt sich die Frage: Was und wo sind die gerade jetzt immer wieder beschworenen westlichen Werte angesichts dieser Situation? Warum liefern wir weiter Waffen an Saudi-Arabien, warum tolerieren wir, daß unsere „Alliierten“ dies im großen Maßstab tun und damit Völkermord begehen?

Dasselbe saudische Regime war nachgewiesenermaßen in die Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA verwickelt, wie in den unter Bush und Obama klassifizierten 28 Seiten des entsprechenden US-Kongreßberichtes zu lesen ist, der nach über 15 Jahren letztes Jahr endlich freigegeben wurde! Das war übrigens ein wichtiger politischer Sieg gegen die Kriegspartei, ebenso wie die Tatsache, daß der US-Kongreß letzten Herbst gegen das Veto von Präsident Obama das JASTA-Gesetz durchsetzte, wonach für Terrorismus verantwortliche ausländische Regierungen in den USA legal zur Rechenschaft gezogen werden können. Das ermöglicht erstmals den Opferfamilien von 9/11, gegen Saudi-Arabien zu klagen, das vorher Immunität in den USA genoß.

Für ein Ende der Kämpfe und eine dauerhafte Befriedung ist ebenso erforderlich, die neu gegründete jemenitische „Regierung der Nationalen Rettung“ (GNS), der das Parlament in Sanaa das Vertrauen ausgesprochen hat, als entscheidenden Ansprechpartner vor Ort und wesentlichen Faktor für erfolgreiche Friedensverhandlungen zu betrachten.

Frieden durch Entwicklung

Die Chancen für ein Ende der geopolitischen Stellvertreter- und Regimewechselkriege im Nahen Osten und der Konfrontation gegen Rußland und China sind mit der neuen Administration in den USA gewachsen – auch wenn es offensichtlich erbitterte Anstrengungen gibt, genau eine solche positive globale Änderung zu verhindern.

Vor allem aber macht das Konzept der BRICS-Staaten und vor allem der Neuen Seidenstraße von Chinas Präsident Xi Jinping große Fortschritte dabei, eine neue Weltordnung für gegenseitige wirtschaftliche und soziale Kooperation zu schaffen, ein „Win-Win“-Konzept – Frieden durch reale Entwicklung.

Im Mai wird dazu eine große Konferenz in China stattfinden, zu der bereits mehr als 20 Staatsführer ihre Teilnahme zugesagt haben, darunter Präsident Putin. Auch der amerikanische Präsident Trump ist eingeladen.

Jemen ist in besonderer Weise dazu prädestiniert, bei der Verwirklichung der großen Infrastrukturentwicklungsprogramme der Neuen Seidenstraße eine wichtige Rolle zu spielen, als eine der wichtigsten arabischen Nationen – historisch, kulturell und geographisch. Der Jemen hat die Kontrolle über den Handelsstrom zwischen Asien und Europa durch die Meerenge von Bab Al-Mandab. Er kann eine Landbrücke zwischen Asien und Afrika werden, über die Verbindung vom Iran über die Straße von Hormus nach Oman, durch Jemen und über den Bab Al-Mandab nach Dschibuti in Afrika.

Das Schiller-Institut hat in seiner arabischen Version des Berichtes „Die Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke“ u.a. verschiedene Projekte definiert, mit denen die arabischen Länder im Rahmen der Seidenstraße durch Schnellstraßen und Eisenbahnen verbunden werden können, für die Jemen sehr wichtig werden wird. Es gibt auch eine von der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) finanzierte Machbarkeitsstudie für ein Eisenbahnnetz in Oman, das als wichtige Verbindung für die Region dienen kann.

Der Jemen genoß, wie wenige im Westen wissen, ja bereits einmal eine erstaunliche wirtschaftliche und kulturelle Blüte, als er in der Zeit des Königsreiches Saba vom Ende des zweiten vorchristlichen Jahrtausends an in die florierende alte Seidenstraße vom Mittelmeer zum Indischen Ozean und nach China eingebunden war. Das Königreich Saba erstreckte sich vom heutigen Jemen an der Küste des Roten Meeres nach Saudi-Arabien und bis nach Äthiopien, Eritrea und Dschibuti. Das erstaunliche technische Bauwerk dieser Ära, der große Staudamm von Marib, der bezeichnenderweise jetzt im Krieg auch bombardiert wurde, konnte mit Hilfe hochentwickelter Bewässerungsanlagen die Wüste in fruchtbares, üppiges Land verwandeln und diese größte künstliche Oase der antiken Welt mehr als tausend Jahre erhalten.

In Jemen wird das Konzept der BRICS und der Neuen Seidenstraße als Perspektive der Zukunft bereits sehr intensiv diskutiert. Das Beratende Komitee für die Koordinierung mit den BRICS-Staaten von Herrn Fouad Al Ghaffari hat eine permanente Studiengruppe mit Beteiligung führender Intellektueller eingerichtet, die jede Woche den Weltlandbrückenbericht des Schiller-Instituts intensiv studiert und Pläne für die Zukunft und den Wiederaufbau Jemens ausarbeitet. Wir hatten Herrn Ghaffari und andere Mitarbeiter zu unserer internationalen Konferenz nach Berlin im letzten Juni eingeladen, aber trotz intensivster Bemühungen von unserer und seiner Seite konnte er leider nicht persönlich teilnehmen. Er schickte aber ein sehr bewegendes und optimistisches Video aus Sanaa, das Sie auf unserer Webseite finden können, in dem er die BRICS-Perspektive und die Bedeutung der Neuen Seidenstraße ausführlich darlegte.1 Die etwa 300 internationalen Teilnehmer der Konferenz verabschiedeten daraufhin eine Resolution, in der sie versprachen, alles zu tun, um die Souveränität Jemens und den Wiederaufbau zu unterstützen:

„Die Konferenz des Schiller-Instituts in Berlin am 25.-26. Juni 2016 übermittelt der großen jemenitischen Nation und der Studiengruppe um Fouad Al-Ghaffari ihre herzlichsten Grüße. Ihre mutige intellektuelle Führung, buchstäblich unter dem Bombardement satanischer Kräfte, ist eine Inspiration für Tausende von Menschen in den Vereinigten Staaten, Lateinamerika und Europa. Wir verpflichten uns feierlich, für die Erweiterung der Neuen Seidenstraße zum Wiederaufbau des Jemen zu kämpfen, damit das Leben so vieler ermordeter Männer, Frauen und Kinder in einer Renaissance des Jemen gewürdigt wird, die seine wunderschönen alten Städte und Architekturen wieder aufbauen wird. Der Jemen muß und wird schon bald wieder eine Perle unter den Nationen Südwestasiens und der Welt sein!“

In diesem Geiste unterstützen wir auch Ihre heutige Konferenz und werden alles uns mögliche tun, diese Ziele zu verwirklichen.

Vielen Dank!


Anmerkung

1. Siehe: http://newparadigm.schillerinstitute.com/de/media/fouad-al-ghaffari-message-to-the-schiller-institute-conference-from-the-yemeni-advisory-office-for-coordination-with-the-brics/

 


 

Vergessene Kriegsverbrechen im Jemen

Helga Zepp-LaRouche übermittelte der Berliner Konferenz „Vergessene Kriegsverbrechen im Jemen“ die folgende Grußbotschaft.

Der von der saudiarabisch angeführten Koalition und von den USA vielfältig unterstützte Krieg gegen Jemen hat in den vergangenen zwei Jahren Zehntausende Menschen getötet und bedroht jetzt das Leben von mehr als zwölf Millionen Menschen, die aufgrund der systematischen Bombardierung der landwirtschaftlichen Infrastruktur und der Luft- und Seeblockade von der Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischen Mitteln völlig abgeschnitten sind. Dieser Krieg ist ein Völkermord nach der offiziellen Definition der Vereinten Nationen.

Es gibt keinen anderen Fall, der die unerträgliche Scheinheiligkeit des sogenannten „freien Westens“ besser demonstriert, als die Nichtberichterstattung über die Kriegsverbrechen, die täglich seit zwei Jahren gegen die Bevölkerung des Jemen begangen werden. Wo sind alle die Anhänger der „humanitären Interventionen“, die unter dem Vorwand der Verteidigung von Menschenrechten einen Krieg nach dem anderen angezettelt haben, der in Wirklichkeit auf Lügen aufgebaut war? Wo ist die Berichterstattung über Bombardierungen von Trauerfeiern und Krankenhäusern, den Einsatz von völkerrechtlich geächteten Streubomben, den Tod von über tausend Kindern pro Woche, die an vermeidbaren Krankheiten sterben? Wo ist der Aufschrei über die systematische Zerstörung eines großartigen Kulturerbes der Menschheit?

Im Zeitalter des Internet und NSA-Überwachung kann niemand behaupten, daß die Greueltaten gegenüber der jemenitischen Bevölkerung nicht allen Regierungen und Massenmedien bekannt sind. Die Entscheidung, darüber de facto Stillschweigen zu wahren, nur weil es sich um Taten seitens der „Verbündeten“ handelt, macht sie zu Mitschuldigen an diesen Verbrechen.

Es ist gut, daß der neue amerikanische Außenminister Tillerson die Notwendigkeit für die „uneingeschränkte Versorgung mit humanitärer Hilfe für den gesamten Jemen“ versprochen hat. Aber es muß umgehend der internationale Druck erzeugt werden, den Krieg gegen Jemen sofort zu beenden, das Land wieder aufzubauen und nach Möglichkeit die zerstörten Kulturgüter zu restaurieren.

Es kann für die Menschen im Jemen ein Trost und eine Hoffnung sein, daß die Existenz der BRICS-Staaten und die Initiative der Neuen Seidenstraße Chinas die Perspektive für Verwirklichung dieser Forderungen ermöglicht. Die hoffnungsvollen Anzeichen, daß immer mehr Staaten die Vorteile einer Win-Win-Kooperation erkennen und bereit sind, die Geopolitik hinter sich zu lassen, bedeuten auch, daß sich die strategischen Rahmenbedingungen für den Jemen bald verbessern können.

In der Zwischenzeit sind alle Menschen aufgerufen, den Appell des jemenitischen Volkes für die Beendigung des Kriegs zu unterstützen und die Aufmerksamkeit der Welt auf dieses so wichtige und kulturell reiche Land zu lenken!

Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts

 


 

Die Auswirkung des Krieges auf die Zivilbevölkerung

Taha Al-Washali, PhD Research Fellow am Institut für hydrologische Ausbildung der UNESCO in Delft in den Niederlanden, gab bei der Berliner Konferenz „Vergessene Kriegsverbrechen im Jemen“ einen Überblick über die katastrophalen Folgen des Krieges im Jemen für die Zivilbevölkerung, die in verschiedenen von ihm zitierten Studien dokumentiert sind.

Bild: UNICEF 2016


Die Trinkwasserversorgung im Jemen ist weitgehend zusammengebrochen.

Der Jemen sei mit 27,8 Mio. Einwohnern und einem Durchschnittsalter von 19 Jahren „die ärmste, bevölkerungsreichste und jüngste Nation auf der Arabischen Halbinsel“. 46% der Bevölkerung seien jünger als 15 Jahre. Die Arbeitslosigkeit sei von 37% vor dem Krieg auf jetzt 52% angestiegen, 85% der Menschen leben unter der Armutsgrenze, vor dem Krieg waren es 54%.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bis November 2016 mindestens 10.000 Menschen im Jemen getötet, 60% davon durch Luftangriffe. Täglich würden 75 Menschen verletzt oder getötet. Nach Zahlen des Legal Center for Rights and Development vom Januar 2017 wurden in dem Krieg bisher 11.929 Menschen getötet und 19.885 verletzt. Ganz oder teilweise zerstört wurden 401.831 Häuser, 15 Flughäfen, 14 Häfen, 1489 Straßen und Brücken, 269 Krankenhäuser und Gesundheitszentren, 751 Schulen, 205 archäologische Stätten, 528 Märkte und 267 Fabriken.

Nach Einschätzung des Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) der Vereinten Nationen (2017) brauchen 18,8 Mio. Menschen im Jemen humanitäre Hilfe, 14,8 Mio. Menschen haben keine medizinische Versorgung, 14,5 Mio. mangelt es an Wasserversorgung und sanitären Anlagen. 8,2 Mio. Menschen benötigen dringend Wasser und sanitäre Versorgung, 7 Mio. Menschen benötigen dringend Nahrungsmittelhilfe. 2,2 Mio. Menschen sind Binnenflüchtlinge.

Besonders besorgniserregend sei der Mangel an sauberem Trinkwasser, da die Wasserversorgung durch die Kriegseinwirkung und die Blockade der Treibstoffeinfuhr zusammengebrochen sei. Bereits 12.700 Menschen seien an Cholera erkrankt.

Durch die saudischen Luftangriffe und die Seeblockade ist das Land von Nahrungsmittel- und Treibstoffimporten abgeschnitten. Nach dem Zusammenbruch der Wasserversorgung vervielfachte sich der Preis auf dem privaten Markt und stieg auf 12 $/m3 Trinkwasser, aber 50% der Bevölkerung müssen von weniger als 2 $ am Tag leben. Die Menschen fingen an, Wasser wieder mit der Hand zu schöpfen, örtliche Initiativen verteilten auf den Straßen Wasser aus Tankwagen.

Inzwischen arbeite die Wasserversorgung von Sanaa mit begrenzter Unterstützung durch UNICEF wieder mit etwa 25% ihrer Kapazität. Aus der öffentlichen Wasserversorgung erhalten die Menschen nur wenig Wasser für 0,5 $/m3, das Wasser der privaten Händler sei mit 3,5 $/m3 für die meisten unerschwinglich, das kostenlos verteilte Wasser aus den Wassertanks an den Straßen sei hygienisch unsicher.

Infolgedessen ist in Sanaa die Cholera ausgebrochen. Am 6. Oktober 2016 wurden 11 Fälle von Cholera in Sanaa bestätigt, inzwischen habe sich die Seuche mit 12.700 Erkrankungsfällen auf zwölf weitere Gouvernements verbreitet, darunter Taiz, Aden, Al-Hadaida und Ibb, und bedrohe das Leben von Millionen Menschen. 181.389 Menschen leiden an Erkrankungen der Atemwege.

Laut einer Untersuchung von Martha Mandy (Großbritannien) deutet vieles daraufhin, daß der saudische Feldzug im Jemen auch bewußt darauf abzielt, die Lebensgrundlage der ländlichen Bevölkerung zu zerstören. Im Jemen sind nur 2,8% des Landes landwirtschaftlich bebaut. Trotzdem richteten sich 357 Bombenangriffe gegen Bauernhöfe, Lebensmittelgeschäfte und -transportfahrzeuge etc. Auch Verwaltungsgebäude zur technischen Unterstützung der Landwirtschaft wurden zerstört, die Entwicklungsbehörde für die Tihama-Region an der Küste des Roten Meeres wurde stark bombardiert.

Der Jemen ist stark abhängig von Nahrungsmitteleinfuhren, 90% des Weizens und 100% des Reis werden importiert. Trotzdem leben immer noch mehr als 50% der Bevölkerung von der Landwirtschaft und Tierhaltung. Nach einer Studie von James Firebrace (Großbritannien) hat der Nahrungsmittelmangel zu Preissteigerungen um 25% bei Getreide geführt, während die Einkommen stark zurückgegangen sind, in vier Gouvernements um mehr als 50%.

Auch der Transport von Lebensmitteln zu den Märkten ist schwieriger geworden. Ein weiteres Problem ist der Mangel an harten Devisen zur Finanzierung der Nahrungsmittelimporte, weil die Zentralbank des Landes von Sanaa nach Aden verlegt wurde. Die Devisenreserven des Landes schwinden, es werden keine Bankbürgschaften für die Nahrungsmittelimporte ausgestellt.

Es sei dringend notwendig, daß die internationale Gemeinschaft eingreife, um diese Zustände zu beenden.


Ausführlichere Dokumentationen der Kriegsverbrechen an der jemenitischen Zivilbevölkerung finden Sie auf der Internetseite des Legal Center for Rights and Development (http://lcrdye.org/Eng/Default.aspx) und auf der Facebook-Seite internationaler Aktivisten gegen den Krieg im Jemen (https://www.facebook.com/StopTheWarOnYemen/).


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Obama tötete einen amerikanischen Jugendlichen im Jemen – Trump tötete soeben seine 8-jährige Schwester

in Geopolitik/Welt von

Nach Informationen der Vereinten Nationen sind in Jemen mittlerweile über 10.000 Todesopfer zu beklagen.

Vor sieben Jahren erteilte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten der Central Intelligence Agency (CIA) den Befehl, einen amerikanischen Bürger namens Anwar al-Awlaki. zu ermorden. Präsident Barack Obama wusste, dass Anwar niemals wegen “irgendeines” Verbrechens angeklagt worden war, aber die CIA führte den Auftrag aus und tötete den Mann tatsächlich im Jahr 2011 mittels Drohnen-Technologie. Der Drohnenangriff löste eine weit verbreitete Debatte über die Machtausübung des Präsidenten aus, während kurz darauf bereits ein weiterer Drohnenangriff folgte, der wichtiger war, jedoch nicht die Aufmerksamkeit bakam, die er verdient hätte.

 

Fast einen halben Monat nach der Ermordung von Anwar al-Awlaki tötete ein weiterer Drohnenangriff in der gleichen Region einen sechzehn Jahre alten Jugendlichen – Anwar al-Awlaki’s in Amerika geborenen Sohn, Abdul Rehman. Rehman wurde mit seinem siebzehnjährigen Cousin und zusammen mit vielen weiteren unschuldigen Jemeniten getötet, die alle am falschen Ort zur falschen Zeit waren. Nachdem der Fall Aufmerksamkeit erregt hatte, erklärte die Regierung der Vereinigten Staaten, dass der Junge ein “Kollateralschaden” sei, und dass sie ihn “nicht mit Absicht” getötet hätten.

Einige Ereignisse, wie das oben beschriebene, zeigen Obama’s wahres Gesicht. Der Tag, als er seinen Friedensnobelpreis erhielt, war derselbe Tag, an dem Obama Streubomben im Jemen einsetzte, die mehr als dreißig Frauen und Kinder töteten.

Jemen wurde durch den Krieg und die US-Beteiligung verwüstet. Der Krieg wurde im Laufe der Jahre unter der Führung des seinerzeitigen Präsidenten immer stärker und färbte zusammen mit seinen Verbündeten den Jemen in rot mit dem Blut, das durch ihre Bombardierungen vergossen wurde. Jemen sieht sich nun einer weit ausgedehnten Hungersnot ausgesetzt, die im Namen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten ausgelöst wurde, während sie dem Terrorismus “ein Ende setzen”.

Bildquelle: Al Jazeera – Die UNO stuft den Konflikt im Jemen als eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt ein.

In einem weiteren Akt, der die Nation vom Terrorismus befreien sollte, forderte das amerikanische Militär das Leben eines weiteren unschuldigen Mitglieds der al-Awlaki Familie, Nassar, der eine seiner Enkelinnen verlor.

Präsident Trump betonte den Tod der amerikanischen Männer und Frauen, die vor kurzem Opfer geworden waren, aber er versäumte es, die Zivilisten zu erwähnen, die ermordet wurden. Das Militär stellt auch in Abrede, dass es Todesopfer unter Zivilisten gegeben habe, was nachfolgend (in der üblichen Tradition der Massenmedien) von einem CNN-Bericht abgerundet wurde, der erwähnte, dass keine Zivilisten zu Schaden gekommen seien.

Allerdings machten Nachrichten aus dem Jemen schnell Schlagzeilen, die berichteten, dass mehr als 25 Menschen getötet worden seien, unter ihnen Frauen und kleine Kinder, und dass die achtjährige Enkelin von Nasser al-Awlaki, die Tochter von Anwar al-Awlaki, ebenfalls um Leben gekommen war.

Das Bild auf Twitter betrachten

Jeremy Scahill, Schriftsteller und Mitglied am National Institute, befragte Familienmitglieder, die sagten, dass der Enkelin in den Hals geschossen sei, woraufhin sie über zwei qualvolle Stunden hinweg verblutet sei.

Nach Angaben der New York Times hatten Armeeoffiziere die Razzia während der Obama-Amtszeit schon lange geplant. Allerdings war es Präsident Trump, der nun grünes Licht für den Angriff gab, nur ein paar Wochen nach seinem Amtsantritt.

Bildquelle: The Intercept – Ein jemenitischer Mann von Al Joob hebt die Thobe, ein traditionelles Gewand, um einen Granatsplitter an einem Jungen aus dem Dorf  zu zeigen. Die Krankenhäuser sind ohnehin bereits mit Patienten überfüllt, die an allgemeinen Krankheiten und Unterernährung leiden aufgrund verschmutzten Wassers und fehlender Elektrizität.

Darüber hinaus wurde der Angriff mit dem Hinweis verteidigt, dass man das Gebäude zerstören wollte, da Terroristen in ihm Computer mit zukünftigen Terrorplänen untergebracht hätten. Lokale Untersuchungen fanden später heraus, dass mindestens zehn Frauen und sechs Kinder im Alter zwischen 3 und 13 Jahren bei der Operation getötet worden waren, die auch zur Zerstörung öffentlicher Gebäude, eines Gotteshauses, eines Krankenhauses und einer Schule geführt hatte.

Dem Artikel in The Intercept zufolge, sagte der Enthüllungsjournalist Matthew Cole Journalist, das Navy Seal Team sei für “Rache-Operationen” berüchtigt. Außerdem hatte der derzeitige Präsident während seiner Wahlkampagne versichert, nicht nur auf Terroristen abzuzielen, sondern auch ihre Familienangehörigen.

Bildquelle: The Intercept – jemenitische Männer besuchen den neuen Friedhof in Al Joob, der speziell für die 30 Männer, Frauen und Kinder angelegt wurde, die bei den beiden Angriffen auf einem öffentlichen Markt und entlang einer Straße getötet worden waren.

Schreckliche und traurige Wahrheit ist die Tatsache, dass al-Qaida sehr wenig Präsenz im Jemen hatte, bevor Obama mit Bombardierungen begann.

Nach Ansicht eines jungen jemenitischen Schriftstellers, Ibrahim Mothana, tun die Vereinigten Staaten sich mit den Drohnen-Bombardierungen selbst keinen Gefallen, vielmehr bekräftigten die Bombenanschläge die Notwendigkeit für die Bürger des Jemen, sich gegen die sogenannte Alliierte Front zu verteidigen.

Er erklärte weiter, dass während der Regierung von Präsident Bush eine enorme Wut aufgekommen war, jedoch sei Obama’s Regierung in vielerlei Hinsicht über die Politik von Bush gar hinausgegangen.

Mothana erklärte, dass Menschen, die Menschenrechte verstehen, sich gegen das stellen müssten, was im Jemen geschieht, denn es beende den Terrorismus nicht, sondern trage zu seiner Verschärfung bei.

Bildquelle: The Intercept – jemenitische Kinder stehen außerhalb des Huwaiti Hauses, für eine Mutter, die ihre beiden Söhne im Alter von 14 und 17 verlor.

Wenn man all das berücksichtigt, darf der Jemen-Missbrauch nicht übersehen werden. Die aktuelle US-Regierung und ihre Nachfolgerinnen dürfen in Ihrem Willen, seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit fortzusetzen, nicht weiter geduldet werden. Es gibt laufende Mißbräuche, an deren Teilnahme sich Donald Trump bereits schuldig gemacht hat, und die Lobby mit ihrer alten Geisteshaltung und ihrem System der Geschäftemacherei mit Krieg und Gier wird in der Tat falls erforderlich jeden und alles beugen.

Die traurige Ironie will es, dass während Trump Jemeniten den Erhalt von Visa verwehrt und Flüchtlinge an der Einreise in die USA hindern will, die Vereinigten Staaten die ganze Zeit über die Menschen im Jemen. direkt und über ihre Verbündeten, weiterhin bombardieren und töten.

Bildquelle: The Intercept – Hani al Ahnooni, 12 Jahre alt, liegt verletzt in einem Krankenhaus in Amran, Jemen im vergangenen Jahr.. Er war auf der Seite der Straße in Al Joob um Tomaten zu verkaufen, als ein Luftangriff dort neun Kinder tötete. Sein rechter Arm wurde zerschmettert, und Granatsplitter bleiben in seinem Kopf und der linken Hand.

Letztendlich ist es nicht nur Präsident Trump, sondern die Haltung derer, die vom Krieg profitieren wollen. Die Mentalität muss geändert werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/former-president-obama-killed-an-american-teenager-in-yemen-while-president-trump-had-his-8-year-old-sister-killed/

 

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Millionen Menschen in Europa gegen Glyphosat – und Monsantos Lobby-Macht

in Gesundheit/Umwelt von

Von  con campact

Dieses Jahr will die EU-Kommission endgültig über das wahrscheinlich krebserregende Pestizid Glyphosat entscheiden. Die Agrar-Lobby will das Gift unbedingt: Studien werden indirekt bezahlt, unbequeme Wissenschaftler öffentlich verleumdet. Doch Europas Bürger/innen wehren sich – und starten eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) für ein Glyphosat-Verbot. Zum Auftakt demonstrieren Aktive in Berlin.

Eine Millionen Menschen für ein Glyphosat-Verbot europaweit, das ist unser Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, starten wir gemeinsam mit mehr als 25 europäischen Partnern eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) – dabei sind unter anderem der BUND und Greenpeace International. Zum Startschuss versammelten sich am Mittwoch rund 15 Campact-Aktive und doppelt so viele Pressevertreter vor der Vertretung der EU-Kommission in Berlin. Mit überdimensionalen Schmetterlingen und einer riesigen Glyphosat-Flasche im Hintergrund wir deutlich: Die Bürger/innen in der EU wollen kein Glyphosat im Essen!

Glyphosat: Giftiger Kassenschlager der Agrar-Konzerne

Seit den 1970ern beschert das Ackergift erst Monsanto und mittlerweile vielen großen Agrarkonzernen Milliardengewinne. Glyphosat schädigt Erbut, bedroht die Artenvielfalt und ist giftig für Mensch und Tier. Noch in diesem Jahr will die EU-Kommission endgültig entscheiden, ob das Gift weiter auf europäische Äcker gespritzt werden darf. Die Lobbydrähte der Agrarindustrie in die EU laufen schon jetzt heiß, denn Monsanto und Co. wollen mit aller Macht eine weitere Zulassung des Gifts erreichen.

Letztes Jahr sollte Glyphosat in der EU für 15 Jahre zugelassen werden. Doch dieses Vorhaben scheiterte – und zwar an uns. Im EU-Ministerrat fehlte die nötige Mehrheit, auch da Deutschland sich wegen der Proteste Hunderttausender enthielt. So blieb der EU-Kommission nur, Glyphosat lediglich für eineinhalb Jahre zuzulassen. Dieser Erfolg zeigt: Es geht! Wir können Glyphosat vom Tisch bekommen.

Europaweiter Protest gegen das wahrscheinlich krebserregende Ackergift

Doch wir sorgen dafür, dass die EU-Kommission unsere geballte Bürgermacht nicht ignorieren kann. Zeitgleich in Brüssel, Paris, Rom, Madrid und Wien gab es Aktionen zum Start der Europäischen Bürgerinitiative. Unser Ziel: Eine Millionen Menschen gegen Glyphosat. Wenn wir das schaffen, bestimmen wir die öffentliche Debatte und die Kommission ist verpflichtet sich unseren Argumenten zu stellen.

„Es gibt so viele Hinweise, dass Glyphosat gesundheitsschädlich ist. Trotzdem wird nichts getan – das regt mich auf!“  Julia war heute bei der Aktion in Berlin dabei

Hilf mit Monsanto unsere geballte Bürgermacht entgegenzusetzen – unterzeichne hier die EBI:


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