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Billigfleisch in Massen? Stoppt Mercosur!

in Gesundheit

Von campact.de

Der Mercosur-Handelsvertrag mit Brasilien und Argentinien steht kurz vor Abschluss. Mit ihm kommen Massen an Billigfleisch in die EU. Dagegen können unsere Bäuerinnen und Bauern nicht konkurrieren. Viele müssten ihren Betrieb schließen. Statt Fleisch vom Bauernhof aus der Region gäbe es immer mehr Ware von der globalen Agrarindustrie.

Unterzeichnen Sie unseren Appell, mit dem wir Mercosur stoppen wollen.

Der Mercosur-Handelsvertrag zwischen der EU und Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay soll Agrarimporte nach Europa massiv steigern. Bei diesem Preisdruck kann die bäuerliche Landwirtschaft bei uns nicht mithalten, das Sterben der Bauernhöfe beschleunigt sich. Nur industrielle Betriebe mit Massentierhaltung können dagegen bestehen.

Wir fordern von Ihnen, den Mercosur-Vertrag zu stoppen – damit die bäuerliche und ökologische Landwirtschaft in Europa weiter eine Chance hat!

5-Minuten-Info Mercosur

Was ist der EU-Mercosur-Vertrag?

EU-Mercosur ist ein Handelsabkommen zwischen der EU und Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Es soll Zölle senken und Einfuhrquoten erhöhen, die derzeit noch für viele Produkte gelten. Heißt also: Es dürfte deutlich mehr in die EU geliefert werden als bislang.
Das Abkommen wird seit 19 Jahren verhandelt. Der Prozess war jahrelang ins Stocken geraten. Nachdem neoliberal gesinnte Regierungen in Brasilien und Argentinien die Macht übernommen haben, soll EU-Mercosur jetzt schnell abgeschlossen werden: Die EU-Kommission will die Verhandlungen unbedingt vor den Wahlen in Brasilien im Herbst 2018 zu Ende bringen.

Warum gefährdet das Handelsabkommen mit Lateinamerika die bäuerliche Landwirtschaft?

Wenn der Vertrag in Kraft tritt, wird Europa in großem Stil Fleisch, Zucker und andere Agrarprodukte aus den Mercosur-Staaten importieren. Die Bäuerinnen und Bauern in der EU hätten keine Chance, gegen die günstigen Produkte zu konkurrieren. Sie müssten einer skrupellosen Agrarindustrie weichen: Sie produziert auf gerodeten Regenwaldflächen, setzt in der EU verbotene Hormone ein und beutet Landarbeiter/innen aus.
Um noch mehr Platz für die Monokulturen der Agrarindustrie zu schaffen, würden in den Mercosur-Staaten vermehrt Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Indigene vertrieben.

Was bedeutet der EU-Mercosur-Vertrag für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Codex Humanus

Jürgen Knirsch, Handelsexperte von Greenpeace, befürchtet: „Die Standards, die wir in Europa haben, sollen abgesenkt werden, damit die Mercosur-Länder im Gegenzug unsere Importe akzeptieren.“
In Brasilien gab es 2017 einen großen Fleischskandal: Es wurde massenhaft verdorbenes Fleisch von bestochenen Lebensmittelkontrolleuren als unbedenklich deklariert. Mit dem EU-Mercosur-Abkommen will sich die EU künftig weitgehend auf die brasilianischen und argentinischen Fleischkontrollen verlassen. Das Mercosur-Abkommen untergräbt so das europäische Vorsorgeprinzip, mit dem im Umwelt- und Lebensmittelrecht Produkte auch auf Verdacht aus dem Verkehr gezogen werden können.

Schafft der EU-Mercosur-Vertrag Wohlstand und Beschäftigung?

Die EU-Kommission prognostiziert stark steigende Exporte, macht aber keine Aussage, wie viele Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen werden. Sicher gehen auch Arbeitsplätze hier verloren, vor allem in der Landwirtschaft. 
In den Mercosur-Staaten sind Arbeitsplätze in der Industrie durch die europäische Konkurrenz bedroht. Die industrielle Entwicklung dieser Länder könnte einen empfindlichen Rückschlag erleiden: Sie würden noch stärker abhängig von Agrarexporten. Auf den Zuckerrohr- und Sojaplantagen werden Menschen bereits jetzt ausgebeutet. Gewerkschafter/innen in Lateinamerika werden getötet. Für die Plantagen werden Indigene und Kleinbäuer/innen vertrieben – das könnte durch den EU-Mercosur zunehmen.
Der EU-Mercosur-Vertrag würde auch das Patentrecht für Arzneimittel verschärfen. Die Medikamente in den Mercosur-Staaten würden teurer und die Gesundheitsversorgung gefährdet.

Was bedeutet der EU-Mercosur-Vertrag für die Umwelt?

Die EU-Kommission will mit dem EU-Mercosur-Abkommen die Einfuhr von Rindfleisch, Geflügel und Zucker aus Südamerika stark erhöhen. Eine Ausweitung der Fleischproduktion würde zu verstärkter Abholzung des Regenwalds, höheren Treibhausgasemissionen und Grundwasserverschmutzung führen.
In Europa müsste die Fleischproduktion noch stärker auf Agrarfabriken mit Megaställen setzen, um mit der Billigkonkurrenz aus den Mercosur-Staaten mithalten zu können. Das belastet auch in Deutschland Böden und Trinkwasser.

Schottet sich die EU ab?

Uns geht es nicht um eine Abschottung der Märkte, sondern um fairen Handel, der zu besseren Produktionsbedingungen für Mensch und Tier führt und der die Umwelt schützt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft hat dafür das Konzept des qualifizierten Marktzugangs entwickelt.

Wie kann die EU-Agrarpolitik den Marktzugang verbessern?

Das Konzept des qualifizierten Marktzugangs sieht vor, dass die EU das Recht hätte, bei Importen von Agrarprodukten Qualitäten einzufordern. Bei Rindfleisch aus den Mercosur-Staaten kann das bedeuten, dass bei der Erzeugung auf die Wahrung der Menschenrechte und eine artgerechte Tierhaltung geachtet wird. Weidehaltung hätte Vorrang, und die Erzeugung dürfte nicht zur Entwaldung oder Vertreibung von Menschen führen. Halten die Exporteur/innen diese Standards nicht ein, könnte die EU den Import ablehnen oder Abgaben erheben. Damit könnte eine Förderung der bäuerlichen Strukturen in den Mercosur-Ländern finanziert werden.

Mehr Informationen

„EU-Staaten peilen Freihandelsabkommen mit Mercosur bis März an“, Zeit Online, 27. Februar 2018„Mehr Exporte, weniger Wald“, Weltsichten, 8. Januar 2018„Liebe auf den zweiten Blick: EU und Mercosur nähern sich an“, Deutsche Welle, 2. Februar 2018„Fleischskandal könnte auch EU betreffen“, Tagesspiegel, 20. März 2017„Der nächste große Deal“, Süddeutsche Zeitung, 30. Januar 2018„EU-Mercosur Association Agreement“, European Commission, Dezember 2017„EU-Bauern lehnen erneut angehobene Importquote für Mercosur-Rindfleisch ab“, Topagrar.com, 31. Januar 2018„Die gefährlichste Region der Welt“, Frankfurter Rundschau, 8. März 2018„EU macht Weg für Hormonfleisch frei“, TAZ, 28. Februar 2018„Neuorientierung der EU-Agrarpolitik“, Positionspapier deutscher Organisationen aus Entwicklungspolitik und Tier-, Umwelt- sowie Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, März 2016

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Dr. Daniele Ganser über False Flags Und Inszenierten Terrorismus in Europa

in Welt

Am 26. Juli 2014 hielt Dr. phil. Daniele Ganser auf der AZK(Anti Zensur Konferenz) by Ivo Sasek (Herausgeber von Stimme und Gegenstimme) einen aussergewöhnlichen Vortrag zum Thema Strategy of Tension und False Flag Operations in der Globalen politischen Geschichte seit 1945.

Er ist der Autor des Buches NATO – Geheimarmeen in Europa,worin er das Thema Gladio und Stay Behind Netzwerke[inszenierter Terrorismus in Europa] behandelt. Er verfasste auch das Buch Reckless Gamble – Die Sabotage der Vereinten Nationen während des Kuba Konfliktes und der Raketen Krise 1962(auch bekannt als Invasion in der Schweine Bucht bzw. Operation Northwoods). Jedoch möchte ich es bei diesen Informationen zu seinem Background und seinen Publikationen belassen.Wikipedia kann dazu mehr anbieten, der Vortrag ist hier eigentlich die Hauptsache…

Codex Humanus

Hier ein Mitschnitt seines aussergewöhnlichen Auftritts:

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Terroranschlag in Münster: Jens R. rast mit Kleinlastwagen in Menschenmenge – 4 Tote, 20 Verletzte

in Welt

In der westfälischen Stadt Münster ist ein Kleinlastwagen in eine Menschengruppe gefahren. Die Polizei geht derzeit von einem Anschlag aus. Bei dem Vorfall sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach jetzigem Informationsstand drei Menschen gestorben. Der Fahrer soll sich selber erschossen haben.

Nach mittlerweile bestätigten Berichten sollen drei Menschen ums Leben gekommen und mindestens 30 weitere verletzt worden sein.

Hier ein Augenzeugenvideo, wie ein Tatverdächtiger festgenommen wird:

Alle Informationen und weiteren Entwicklungen im Live-Ticker:

  • 20:56 Uhr

    NRW-Innenminister Reul korrigiert die Zahl der Todesopfer: Nach seinen Angaben tötete der Angreifer zwei Menschen, bevor er sich im Tatfahrzeug selbst erschoss.

  • 20:13 Uhr

    Bisheriger Informationsstand:

    Die Ermittler gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Bei dem Mann am Steuer des Kleintransporters, der am Samstag in Münster in eine Menschenmenge gerast war, soll es sich um einem psychisch labilen Einzeltäter gehandelt haben.

    Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung ist der Mann Jahrgang 1969 und Deutscher ohne Migrationshintergrund. Er soll in der Vergangenheit psychisch auffällig gewesen sein, Hinweise auf Islamismus gebe es nicht.

    Diese Informationen wurde allerdings bisher noch nicht offiziell bestätigt.

  • 20:02 Uhr

    Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nun über ihre Sprecherin zu Wort gemeldet:

     

  • Codex Humanus

    19:43 Uhr

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeierhat sich zu Wort gemeldet und von einer „schweren Gewalttat“ gesprochen. Zudem erklärte er sein Mitgefühl:

    Die Meldungen, die uns aus Münster erreichen, sind entsetzlich. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern und den Angehörigen – mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die einen geliebten Menschen verloren haben und in tiefer Sorge sind.

  • 19:38 Uhr

    Laut Informationen des ZDFs soll der Transporter auf den Täter zugelassen sein. Zuvor gab es Mutmassungen, dass der Transporter geklaut gewesen sei. Zudem soll der Mann vor Kurzem einen Selbstmordversuch unternommen haben. Weitere Details gibt es bisher in diesem Kontext nicht.

  • 19:31 Uhr

    Der Name des mutmaßlichen Täter wird mit Jens R. angegeben. Er soll 1969 geboren und in den Jahren 2014 und 2016 psychisch auffällig geworden sein.

  • 19:09 Uhr

    Täter war nach neusten Informationen angeblich Deutscher mit psychischen Problemen. Laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ soll er ein psychisch auffälliger Mann gewesen sein. Sein Alter wird mit 48 angegeben.

    Vor der Wohnung des Mannes, der drei Menschen getötet und sich anschließend selbst erschossen hatte, bezieht derzeit das SEK Stellung, um diese auf Sprengstoff zu durchsuchen.

  • 19:03 Uhr
  • 19:00 Uhr

    Doch weitere Täter? Laut Polizeiangaben gibt es nach dem Vorfall in Münster Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden, sagte ein Polizei-Sprecher

  • 18:57 Uhr

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich bestürzt über den Vorfall in Münster mit Toten und Verletzten geäußert:

    Ein trauriger, ein schrecklicher Tag für unser Land! Meine Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen der Toten und den Schwerverletzten in Münster.

    Laschet dankte den Rettungskräften und der Polizei. Ein Sprecher der Landesregierung in NRW teilte zudem mit, Laschet habe auch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) telefoniert und sie über den Stand der Ereignisse informiert.


    Bei dem Vorfall in Münster starben laut Bundesinnenministerium nach jetzigem Informationsstand vier Menschen. Darunter war den Angaben zufolge auch der mutmaßliche Täter, der einen Kleintransporter in eine Menschenmenge in der historischen Altstadt gelenkt und sich dann erschossen haben soll.

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Deutsche Pflegeheime am Limit | 451 Grad

in Gesundheit

Von rt.com

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn soll richten, was so lange versäumt wurde – Thema Altenpflege. Die Bertelsmann-Stiftung prognostizierte 2012 eine Personallücke von 500.000 Vollzeitstellen in der Langzeitpflege bis 2030.

Codex Humanus

Das heißt: Keine ausreichende Pflege für alte Menschen, weil Fachkräfte fehlen. Im „Geschwätz von gestern“ hat 451 Grad die Situation der Altenpflege in Deutschland für euch unter die Lupe genommen.

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Kindervergewaltiger vergewaltigt, Wunden zugenäht und von 20 Gefangenen erneut vergewaltigt

in Welt

In Taguatinga, Brasilien, wurde der Jujitsu-Meister Daryell Dickson Menenzes Xavier inhaftiert, nachdem er sich mit Hilfe seines Rechtsbeistandes wegen der schrecklichen und falschen Vergewaltigung seines eigenen 1-jährigen Sohnes selbst gesucht hatte.

Er wurde von einer Gruppe von 20 Mitgefangenen genauso brutal vergewaltigt. Dies geschah während seiner ersten 30-tägigen Inhaftierung, als er auf die Anhörung vor einem Vorsitzenden Richter wartete.

Während seiner Inhaftierung wurde Daryell zum Mittelpunkt der gesamten örtlichen Wohnbevölkerung. Dieser Fall von verrückter Selbstjustiz wird von vielen als er „so, wie verdient“ gesehen. Sein Sohn verletzt, „warum also nicht auch Daryell?“ sagen viele.

Eine Bande von insgesamt 20 Insassen „besuchte“ Daryell. Nachdem der erste Angriff verübt worden war, verarztete das medizinische Personal des Gefängnisses Daryell mit einer großen Anzahl von Nähten, die seinen gesamten Rücken und sein Anus bedeckten. Nachdem er erneut im Gefängnis eingesetzt wurde, wurde er wieder vergewaltigt und anderweitig für eine zweite Runde misshandelt. Verletzungen wurden über seinen ganzen Körper und besonders auf die Region seines Rückens gemacht. Blutige Flecken auf dem Sitz seiner Uniform zeugten von dieser »Selbstjustiz«, die er jetzt schon zweimal erlebt hatte.

Codex Humanus

Einige Außenseiter rufen, die Aktionen der Insassen als „unzivilisiert“ und extrem zu bezeichnen. Die meisten in seiner Heimatgemeinde sanktionieren die Ereignisse als scheinbar karmische Natur. Die meiste Seite mit den Bürgerwehren.

Die Öffentlichkeit ist alarmiert, doch kaum jemand protestiert lautstark. Daryell ist ein markierter Mann, wo immer er ins Gefängnissystem des Landes gehen muss.

 

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Bürgermeister unter Druck: London erstmals mehr Morde pro Monat als New York

in Welt

Die Zahl der Morde in London hat erstmals diejenige in der US-Metropole New York übertroffen. Im Februar wurden in der britischen Hauptstadt offenbar 15 Menschen getötet, in New York gab es hingegen 14 Mordopfer.

Erstmals hat London die US-Metropole New York bei der Zahl der Morde übertroffen: Wie aus am Montag veröffentlichten Polizeistatistiken hervorging, wurden im Februar in der britischen Hauptstadt 15 Menschen getötet, in New York gab es 14 Mordopfer.

Im März wurden in London 22 Morde gezählt und damit wiederum einer mehr als in New York.

Im bisherigen Jahresschnitt hat allerdings die US-Metropole mehr Morde zu verzeichnen als London. Von der Londoner Polizei hieß es, von den bisher 46 Mordfällen dieses Jahres seien 31 auf Angriffe mit Stichwaffen zurückzuführen.

Codex Humanus

In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Morde in London um 40 Prozent gestiegen. New York, einst berüchtigt für Gewaltverbrechen, konnte die Zahl der Morde seit 1990 um 87 Prozent senken.

Laut Londoner Polizei sind für die tödlichen Angriffe vor allem Einzeltäter und nicht so sehr die organisierte Kriminalität verantwortlich.

Die Täter seien zunehmend minderjährig, immer mehr Jugendliche trügen ein Messer bei sich. Londons Polizeichefin Cressida Dick hatte am Samstag in der Zeitung „The Times“ den sozialen Medien eine Mitschuld gegeben. Sie verharmlosten Gewalt bei Jugendlichen, sagte sie.

Die Boulevard-Zeitung „Daily Express“ forderte am Montag den Londoner muslimischen Bürgermeister Sadiq Khan zu Maßnahmen gegen die grassierende Gewalt auf. „Sadiq, handele jetzt!“, lautete die Überschrift. (afp)

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Grüne kritisieren Pläne für beschränkten Familiennachzug

in Welt

Innenminister Seehofer will Flüchtlingen, die Sozialleistungen beziehen, den Familiennachzug verwehren. Die Grünen sehen darin einen Verstoß gegen Kinderrechte.

Die Grünen haben die Pläne von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zum Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus kritisiert. „Seehofers Kriterien sind ein erneuter Bruch mit der UN-Kinderrechtskonvention“, sagte Parteichefin Annalena Baerbock dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Seehofer will laut RND den Familiennachzug an strenge Kriterien knüpfen: So soll etwa Empfängern von Sozialleistungen wie Hartz IV verboten werden, Familienmitglieder nach Deutschland zu holen.

„Der im Koalitionsvertrag ohnehin schon geschredderte Familiennachzug wäre mit dem Ausschluss von Empfängern von Sozialleistungen komplett tot“, sagte Baerbock. Wenn die Bemühungen des Koalitionspartners SPD um eine humane Flüchtlingspolitik ernst gemeint gewesen sei, müssten die Sozialdemokraten unverzüglich einschreiten: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) müsse klarstellen, „dass das gar nicht geht“.

Codex Humanus

Der Familiennachzug ist für Flüchtlinge mit dem eingeschränkten subsidiären Schutz seit zwei Jahren ausgesetzt. Er soll ab August für monatlich 1.000 Angehörige sowie Härtefälle wieder ermöglicht werden. Das haben Union und SPD vereinbart. Bundesrat und Bundestag hatten dem zugestimmt.

Das geplante Gesetz soll regeln, nach welchen Kriterien diese 1.000 Menschen ausgewählt werden. Dem RND-Bericht zufolge sollen Ehepartner, Eltern minderjähriger Kinder und minderjährige unverheiratete Flüchtlinge nachzugsberechtigt sein. Ausgenommen vom Nachzug sollen Menschen bleiben, deren Ehen nicht im Herkunftsland geschlossen wurden.

Lindner lobt Seehofers Pläne

Kritik kam auch aus der SPD: Der innenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, lehnte strengere Regeln beim Familiennachzug ab. Er verwies im Gespräch mit der Rheinischen Post auf die „klare Vereinbarung“ im Koalitionsvertrag zwischen der SPD und der Union. „Der Bundesinnenminister ist daher gut beraten, keine Vorschläge zu machen, die über diese Vereinbarung hinausgehen und weitere Personengruppen vom Familiennachzug ausschließen“, sagte Lischka. Ausschlaggebend für einen Nachzug sollten humanitäre Gründe sein, nicht der Geldbeutel der betroffenen Familien.

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Britisches Institut: Wir können nicht bestimmen woher das Skripal Gift herkommt

in Welt

Wissenschaftler des britischen Verteidigungsministeriums können nicht sicher sagen, ob das Gift im Fall Skripal aus Russland stammte. Die Quelle sei nicht bestimmbar.
 
Das Forschungszentrum des britischen Verteidigungsministeriums hat nach eigenen Angaben „keine präzise Quelle“ für das Gift gefunden, mit dem der russische Ex-Agent Sergej Skripal angegriffen wurde. Die Wissenschaftler hätten aber festgestellt, dass es sich um die chemische Verbindung Nowitschok gehandelt habe, ein zur militärischen Verwendung gedachtes Nervengift, sagte der Chef des zuständigen Porton Down Labors, Gary Aitkenhead, dem Sender Sky News.

Die wissenschaftlichen Informationen seien an die britische Regierung gegangen, die dann mithilfe anderer Hinweise – darunter auch Geheimdienstinformationen – ihre Rückschlüsse gezogen habe, sagte Aitkenhead weiter. Die gefundene Substanz sei sehr kompliziert herzustellen, das könne wahrscheinlich nur mit den „Kapazitäten eines staatlichen Akteurs“ geschehen.

Die britische Regierung von Theresa May vermutet Russland hinter dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julija. Die beiden waren am 4. März im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Die Polizei vermutet, dass die beiden an der Eingangstür von Skripals Haus mit dem Nervengift in Berührung kamen. Dort sei die höchste Konzentration des Giftes festgestellt worden.

Unabhängige Experten der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) untersuchen das Gift ebenfalls. Am Mittwoch wird sich außerdem der OPCW-Exekutivrat in einer Sondersitzung in Den Haag mit dem Fall Skripal beschäftigen. Russland hatte die Sondersitzung des Leitungsgremiums der OPCW beantragt. Das britische Außenministerium spricht von einer russischen Ablenkungstaktik, um die OPCW-Ermittlungen zu dem Giftanschlag zu untergraben.

Russland lenkt Verdacht auf Großbritannien

Codex Humanus

Russland bestreitet, etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Außenminister Sergej Lawrow sagte zu Beginn der Woche, Russland habe kein Motiv für den Angriff. Großbritannien und den USA warf er vor, „Lügen und Desinformation“ zu verbreiten. Zeitgleich mutmaßte er, britische Geheimdienstbehörden könnten etwas mit der Vergiftung zu tun haben. Der Fall habe geholfen, öffentliche Aufmerksamkeit von den schwierigen Brexit-Verhandlungen der britischen Regierung abzulenken, sagte Lawrow.

Das Labor Porton Down, in dem das Gift untersucht worden war, liegt in der Nähe von Salisbury. Russland sieht darin einen Anhaltspunkt dafür, dass die britischen Behörden in den Fall Skripal involviert sein könnten. Der Institutschef Aitkenhead wollte sich gegenüber Sky News nicht dazu äußern, ob in seinem Labor Einheiten des Gifts Nowitschok lagerten oder noch lagern. Es sei jedoch ausgeschlossen, dass Skripal mit einem Gift in Berührung gekommen sei, das aus Porton Down stammte, sagte Aitkenhead.

Sein Labor stehe in Kontakt mit dem Krankenhaus, in dem die Skripals behandelt werden, sagte Aitkenhead weiter. Man habe sich mit den Ärzten beraten, jedoch gebe es für Nowitschok kein einfaches Gegenmittel.

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EILMELDUNG: TERRORANSCHLAG im YouTube Hauptquartier, weiblicher Schütze tot

in Welt

Laut Polizeiaussagen hat eine Frau in der Zentrale von YouTube in Nordkalifornien drei Menschen angeschossen und verletzt, bevor sie sich selbst getötet hat.

Mindestens vier Menschen wurden im YouTube-Hauptquartier in San Bruno erschossen, teilte ein Polizeisprecher mit. Drei Opfer wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Eine vierte Person starb am Tatort, offenbar wegen einer selbst zugefügten Schusswunde, teilte die Polizei während einer Pressekonferenz Dienstag Nachmittag, US-Amerikanischer Zeit, mit. Unter den Opfern befanden sich ein 36-jähriger Mann in kritischem Zustand, eine 32-jährige Frau in ernstem Zustand und eine 27-jährige Frau in gutem Zustand, so der Sprecher des Zuckerberg San Francisco General Hospital Brent Andrew.

Eine andere Frau, die bei der Schießerei anwesend war, wurde wegen eines verdrehten Knöchels im Kaiser Permanente San Francisco Medical Center behandelt, sagte ein Sprecher. Der Verdächtige war eine Frau, sagte San Bruno Polizeichef Ed Barberini. Mehrere hundert Mitarbeiter wurden am Dienstagnachmittag nach den Schießereien evakuiert.

„Mit großer Trauer sage ich Ihnen, dass – basierend auf den neuesten Informationen – bei diesem schrecklichen Akt der Gewalt vier Menschen verletzt wurden“, sagte Google-Chef Sundar Pichai in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. „Wir tun alles, um sie und ihre Familien in dieser Zeit zu unterstützen.“ Vadim Lavrusik, Produktmanager bei der Firma, twitterte, dass es einen aktiven Shooter auf dem Campus gibt. Die San Bruno Polizeiabteilung wies die Leute an, sich von der 901 Cherry Avenue fernzuhalten, wo sich das Unternehmen befindet. Laut einem Bericht des lokalen Nachrichtensenders KRON wurden mehrere Notrufe aus dem Gebäude empfangen.

„Wir reagieren auf einen aktiven Schützen. Bitte bleiben Sie weg von Cherry Ave & Bay Hill Drive.“

Im YouTube-Hauptquartier arbeiten rund 1.700 Menschen.

Bilder, die in lokalen Fernsehstationen ausgestrahlt wurden, zeigten, dass Mitarbeiter mit erhobenen Händen das Gebäude verließen. Anderes Filmmaterial zeigte Evakuierte, die eine Schlange bildeten, bevor sie einzeln von der Polizei durchsucht wurden. Ein Video, das von einem Hubschrauber in der Nähe aufgenommen worden war, zeigte eine Glastür, die in der Mitte zerbrochen war. Glassplitter waren auf dem Boden verstreut. Die drei Verwundeten wurden in das Allgemeine Krankenhaus von Zuckerberg San Francisco gebracht. Beamte sagten, dass der Zustand der 32-jährigen Frau ernst und der Zustand des 27-Jährigen stabil sei.

YouTube-Produktmanager Todd Sherman twitterte, dass die Leute in Panik aus dem Gebäude flohen, als sich das Schießen entfaltete.

Ein anderer Mitarbeiter, Vadim Lavrusik, twitterte, dass er in einem Raum mit anderen Mitarbeitern verbarrikadiert sei. Er sagte später, er sei evakuiert worden.

Präsident Trump sagte, er sei über den Vorfall informiert worden.

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Gesundheitsminister Spahn: Pflegekräfte sollen Aufgaben von Ärzten übernehmen

in Gesundheit/Politik

Von aerzteblatt.de

Berlin – Der neue Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass Pflegekräfte bestimmte Aufgaben von Ärzten übernehmen. Auch die Ärzte hätten mehr davon, wenn eine gut qualifizierte Pflegekraft Aufgaben übernehmen könne, für die Ärzte keine Zeit mehr hätten, sagte Spahn gestern bei der Eröffnung des 5. Deutschen Pflegetags in Berlin.

Die Pflege werde eines der „ganz großen Themen“ sein, die er in dieser Legislatur­periode angehen wolle, sagte der Minister. Dabei gehe es darum, den Pflegeberuf attraktiver zu machen. „Wir müssen die Zahl der Ausbildungsplätze im Zweifel erhöhen“, betonte er. „In vielen Regionen gibt es heute mehr Bewerber als verfügbare Kapazitäten. Wenn junge Menschen es wollen und können, müssen wir es ihnen ermöglichen, zeitnah eine Ausbildung zu beginnen.“ Zudem betonte Spahn, dass er ein Verfechter von Pflegekammern sei.

Nicht alles zu Tode dokumentieren

Codex Humanus

Zu den Pflegepersonaluntergrenzen, die Krankenhäuser ab dem kommenden Jahr einhalten müssen, sagte er: „Ich möchte schon, dass die Träger in der betriebs­wirtschaftlichen Verantwortung bleiben, die Dinge selbst zu organisieren, sowohl im Krankenhaus als auch in der Altenpflege.“ Gleichzeitig müsse aber vermieden werden, dass Geld, das eigentlich für Pflegekräfte vorgesehen sei, am Ende nicht für die Pflege genutzt werde. Dass das Geld bei der Pflege ankomme, müsse das Ziel sein.

Spahn sprach auch das Thema Entbürokratisierung in der Pflege an: „Wir müssen schauen, ob wir nicht ein paar Verfahren haben, wo der Aufwand und der Ertrag nicht in einem angemessenen Verhältnis stehen.“ Dazu gehöre der Mut, sich von einer vollumfänglichen Dokumentation zu verabschieden. „Dann müssen wir aber gemeinsam aushalten, dass es bestimmte Freiräume gibt, die in der Verantwortung der Mitarbeiter liegen“, sagte Spahn. „Ich glaube schon: Man sollte mit mehr Grund­vertrauen arbeiten und nicht alles zu Tode dokumentieren.“

Der Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), Franz Wagner, betonte, dass die Arbeitsüberlastung der Pflegekräfte schnell spürbar verringert werden müsse. Zu wenige Pflegekräfte seien heute in den stationären Einrichtungen für zu viele Bewohner zuständig. Die Folge sei eine chronische Überlastung der Pflegekräfte, die körperlich und seelisch krank mache und viele Pflegekräfte aus ihrem Beruf aussteigen lasse.

Sowohl in der Altenpflege als auch in der Krankenpflege würden jeweils 50.000 Pflegekräfte mehr benötigt als heute, meinte Wagner „Wenn wir es nicht schaffen, ein Signal zu geben, dass wir eine Wende einleiten wollen, werden noch mehr Pflegekräfte aus ihrer Arbeit aussteigen, und es werden keine mehr nachkommen“, so der DPR-Präsident. „Wenn wir nicht handeln, werden wir die pflegerische Versorgung in Deutschland nicht mehr aufrechterhalten können.“

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