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Sklaverei

Neue Videoaufnahmen zeigen Moment, als angekettete Sexsklavin aus Container befreit wird

in Kriminalität/Menschenrechte

Neu veröffentlichte Videoaufnahmen von Kala Browns Entführungsfall zeigen den Moment, als die junge Frau aus dem Schiffscontainer befreit wird, in dem sie zwei Monate lang gefangen gehalten wurde.

USA – Kala Brown (30) wurde von Todd Kohlhepp an Armen und Hals an die Wände des Containers gekettet. Während sie von dem Serienkiller Kohlhepp gefangen gehalten wurde, wurde Brown wiederholt vergewaltigt und missbraucht. Die Behörden fanden Brown auf Kohlhepps Grundstück in South Carolina, nachdem sie im November 2016 die Schreie einer Frau gehört hatten.

Beim Erreichen des Containers vernahmen die Inspektoren Browns Erklärung, dass sie angekettet sei: „Ich bin an die Wand angekettet und mein Hals ist an die Wand dort angekettet“, sagte sie. Die Aufnahmen, die Anfang des Monats von den Strafermittlern veröffentlicht wurden, zeigen die Polizei dabei, wie sie mit Hilfe von Bolzenschneidern den Container öffnet. Sie sind zu hören, wie sie Brown versichern: „Wir holen Sie hier raus“ und „Sie sind in Sicherheit, wir sind hier“.

Die Polizei fragte daraufhin Brown nach ihrem Freund Charlie Carver, der ebenfalls entführt wurde. Berichten zufolge war das Paar wegen Reinigungsarbeiten zu Kohlhepps Haus gegangen.

„Todd Kohlhepp schoss Charlie Carver dreimal in die Brust, wickelte ihn in eine blaue Plane ein, legte ihn auf die Schaufel eines Traktors und sperrte mich hier ein“, sagte sie gefasst. „Ich habe ihn nie wieder gesehen. Er sagt, er sei tot und begraben. Er sagt, dass hier draußen mehrere tote Körper begraben sind.“

Die Polizei führte eine Durchsuchung des Grundstücks durch und fand insgesamt drei Leichen, einschließlich der von Charlie Carver. Die Leichen von Meagan Leigh McCraw Coxie und Johnny Joe Coxie, einem Paar das ein Jahr zuvor als vermisst gemeldet wurde, wurden ebenfalls auf dem Grundstück gefunden.

Als Brown infolge ihrer Rettung ins Krankenhaus gebracht wurde, informierte sie die Polizei, dass Kohlhepp zu ihr gesagt habe, dass er vor 13 Jahren vier Leute beim Motorradgeschäft Spartanburg County getötet habe. In einem der veröffentlichten Bänder prahlt Kohlhepp herum, während er Handschuhe benutzt, um die verschiedenen Komponenten der Waffe in unterschiedlichen Mülltonnen zu entsorgen.

Kohlhepp bekannte sich in sieben Mordfällen schuldig, um der Todesstrafe zu entgehen. Er bekannte sich auch schuldig, Brown vergewaltigt zu haben. Er wurde zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Kohlhepp wird nicht berechtigt sein, in Berufung zu gehen, und er hat eingewilligt, das Urteil nicht anzufechten.

Obwohl sie sehr unter Kohlhepp zu leiden hatte, weigerte sich Brown, sich ihm zu fügen und blieb stark: „Ich sagte ihm [Kohlhepp] einfach, dass was  auch immer er mir antue, er mich nicht kleinkriegen könne“, sagte sie im Februar. „Er kann nicht zerstören, wer ich bin, und ich habe gewonnen. Er versuchte, meinen Willen zu brechen, aber ich bin nicht gebrochen.“

„Ich werde mich davon erholen. Ich werde immer Charlie vermissen“, sagte sie. „Ich frage mich immer, was aus unserem Leben geworden wäre, aber was das betrifft, was Todd mir angetan hat, werde ich nicht zulassen, dass es mein Leben zerstört.“

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/new-footage-shows-moment-chained-sex-slave-released-shipping-container/

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Dieses amerikanische Konzentrationslager ignorieren die meisten lieber

in Menschenrechte/Politik

Es gibt ein Stück vergessene und dunkle amerikanische Geschichte, das den Konzentrationslagern in Nazi-Deutschland erschreckend ähnelt. Die Rede ist von dem Ort Devil’s Punchbowl in Natchez, Mississippi. Unter anderem ist dort geschätzt eine Million Menschen zu Tode gekommen.

Dieser dunkle Abschnitt in der amerikanischen Geschichte wird oft vergessen; erinnert er doch an die Situation in den Konzentrationslagern in Nazi-Deutschland. Der Ort Devil’s Punchbowl (etwa: die Bowle des Teufels) in Natchez, Mississippi steht im Mittelpunkt umstrittener historischer Berichte des US-amerikanischen Bürgerkriegs, denen zufolge Tausende und Abertausende befreite Sklaven hinter Mauern eingesperrt und festgehalten wurden, die von verärgerten Union Army-Offizieren errichtet worden waren.

Die brutale, wenn nicht sogar höllische Landschaft war Mutter Naturs höchst eigenes Gefängnis – eine tiefe Schlucht in Form einer Schüssel, die von dicht mit Bäumen bewachsenen Klippen abgeschirmt war. Paula Westbrook, eine Expertin im Hinblick auf die Geschichte dieses Gebiets, beschrieb den Zustrom von befreiten Sklaven aus Plantagen in dieses Gebiet hinein – so dass die ortsansässige Bevölkerung über Nacht von 10.000 auf mehr als 120.000 anstieg.

Die verbitterten Soldaten hatten nach wie vor Probleme damit, die Befreiung der Sklaven als Ergebnis zu akzeptieren. Sie machten sich ans Werk und schlossen die gerade freigelassenen Menschen ein – unter heimtückischen und feuchten Bedingungen; und sie weigerten sich, die Menschen wieder herauszulassen. Frauen und Kinder musste ohne Nahrung und Wasser darben, starben langsame Tode, während die Männer zu einer neuen Form der Sklavenarbeit gezwungen wurden, da sie das umliegende Dickicht freimachen mussten.

„Also haben sie sich dafür entschieden, eine Art Lager für sie in Devil’s Punchbowl zu errichten, das sie abgeschottet haben und sie haben die da nicht wieder rausgelassen“, erklärte Don Estes, der ehemalige Leiter des Stadtfriedhofs von Natchez und ein ortsansässiger Historiker in einem Bericht von News Channel 12.

Das Gebiet ist heute unzugänglich; es ist schwer, sich darin zu orientieren und außerdem hausen dort Schlagen und Krokodile. Überreste von Skeletten werden bisweilen freigelegt in dem Bereich des Gebiets, das der Fluss Mississippi nach einer Flut schwemmt. Aufgrund der unerbittlichen natürlichen Verhältnisse ist es allerdings schwer, die Überreste zu datieren, wie News Channel 12 berichtet.

Das Konzentrationslager in Punchbowl war eines von vielen, die in der Zeit nach dem US-amerikanischen Bürgerkrieg errichtet worden waren. Geläufiger war die Bezeichnung ‚Contraband Camps‘ (etwa: Schmuggelware-Camp) – weil die befreiten Sklaven erneut zu einer Ware degradiert wurden; diesmal zum Nutzen der Truppen der Union; außerdem befanden sich die Camps oft in der Nähe von Union-Camps.

Massengräber verbleiben in „The Devil’s Punchbowl“ ES KOMMT WIEDER!

Um diesen vergessenen Part der Geschichte wird immer noch heftig gestritten. Grund dafür ist das Fehlen von Aufzeichnungen aus dieser Zeit. Hungerstod und Krankheiten dezimierten diejenigen, die dort gefangen gehalten wurden; und mehr als eine Million ‚befreite‘ Sklaven starben wohl insgesamt in diesen Camps.

„Krankheiten brachen unter ihnen aus, Hauptsächlich die Pocken“, sagte Estes über die Gefangenen des Konzentrationslagers in Punchbowl. „Und Tausende und Abertausende sind gestorben. Sie haben gefleht, dass man sie rauslässt. ‚Lasst mich frei und ich gehe nach Hause auf die Plantage! Überallhin, nur nicht hier.‘ Aber sie haben sie nicht rausgelassen.“

Der Kampf gegen die Sklaven in Punchbowl endete nicht mit ihrem Tod. Man weigerte sich, den Männern die Erlaubnis zur Bestattung ihrer Toten zu geben, gab ihnen Schaufeln und sagte, sie sollen sie „da begraben, wo sie umfallen“, sagt Westbrook.

Schätzungen zufolge wurden in Natchez alleine innerhalb eines Jahres mehr als 20.000 befreite Sklaven im Konzentrationslager von Punchbowl getötet. Das ist ein sehr dunkler Moment in der amerikanischen Geschichte, den viele lieber schnell vergessen würden. Vieles wird heruntergespielt: Die Scham und die Unmenschlichkeit, aufgrund der die Sklaven unter Bedingungen sterben mussten, die ihnen ihre ‚Befreiung‘ eingebracht hatte, weil die Armeeoffiziere verärgert waren, wird oft vergessen oder bestritten. Das trägt zu einem Phänomen bei, das die Anwohner als kollektiven Gedächtnisverlust bezeichnen.

Die Einwohner von Natchez haben darüber Rechenschaft abgelegen. So steht in einer Veröffentlichung aus dem Jahr 1863: „… die starke Union-Stimmung, die vorherrscht. Mindestens die Hälfte der Einwohner hält der alten Regierung gegenüber die Treue. Die reichsten Plantagenbesitzer und die größten Sklavenhalter sind die starrköpfigsten Union-Männer. Sie haben sich der Sezession von Beginn an entgegengesetzt; und viele von ihnen, obwohl sie bis zu einer halben Million Dollar durch die Rebellen verloren haben; und wenn man den Verlust an Sklaven mit einberechnet, dann würde es diese Summe noch verdreifachen…“ Der alte Bericht bestätigt, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung „sechstausend geflohene Neger im Schmuggelware-Camp in Natchez eingesammelt werden.“

Es ist unheimlich, dass die Anwohner heute über den ausladenden Hain mit wilden Pfirsichen sprechen, der jetzt in der Schlucht wächst und viele Früchte trägt. Allerdings traut sich niemand, die heruntergefallenen Früchte aufzuheben und zu essen – weil sie die dunkle Geschichte kennen, die im Boden unter der Erde in der Schlucht liegt und die Massengräber, die Dünger für die Früchte liefern.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

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Das letzte Land, das die USA von einem „bösen“ Diktator „befreiten“, handelt nun offen mit Sklaven

in Menschenrechte

Es ist weithin bekannt, dass die US-geführte NATO-Intervention zum Umsturz des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi 2011 in einem Machtvakuum resultierte, das es Terrorgruppen wie ISIS ermöglicht hat, in diesem Land Fuß zu fassen.

Trotz der zerstörerischen Konsequenzen der Invasion von 2011, verfolgt der Westen gegenwärtig hinsichtlich Syrien einen ähnlichen Kurs. Genau wie die Obama-Regierung Gaddafi 2011 verurteilte, indem sie Menschenrechtsverletzungen hervorhob und darauf beharrte, dass er entmachtet werden müsse, um das libysche Volk zu schützen, weist nun die Trump-Regierung auf die repressive Politik von Baschar al-Assad in Syrien hin, und kündigt an, dass seine Herrschaft bald zu einem Ende kommen werde – alles im Namen des Schutzes der syrischen Zivilisten.

Aber indem die USA und ihre Verbündeten es versäumten, ihren kürzlichen Luftangriff völkerrechtlich zu legitimieren – geschweige denn konkrete Beweise vorzulegen, um ihre Behauptungen zu stützen, dass Assad für einen kürzlichen tödlichen Angriff mit chemischen Waffen verantwortlich ist – tauchen weitere Risiken einer Invasion fremder Länder und der Beseitigung ihre Staatsoberhäupter auf.

Diese Woche enthüllten neue Funde eine weitere unbeabsichtigte Konsequenz „humanitärer Interventionen“: die Zunahme des Handels mit menschlichen Sklaven.

The Guardian berichtet, dass während „Gewalt, Erpressung und Sklavenarbeit“ für Menschen Realität geworden sind, die in der Vergangenheit durch Libyen geschleust wurden, hat sich der Sklavenhandel kürzlich ausgedehnt. Heute verkaufen die Menschen ganz offen andere menschliche Wesen.

„Die letzten Berichte von Sklavenmärkten für Migranten, können zu einer langen Liste an Skandalen [in Libyen] hinzugefügt werden“, sagte Mohammed Abdiker, Leiter für Einsätze und Notfälle beim International Office for Migration [IOM/Internationale Organisation für Migration], einer zwischenstaatlichen Organisation, die laut ihrer Internetseite „humane und geordnete Migration zum Vorteil aller“ fördert. „Die Situation sieht düster aus. Je mehr sich das IOM innerhalb Libyens engagiert, desto mehr erfahren wir, dass es ein Jammertal für allzu viele Migranten ist.“

Das nordafrikanische Land wird üblicherweise als ein Ausreisepunkt für Flüchtlinge benutzt, die aus anderen Teilen des Kontinents fliehen. Aber seit Gaddafi 2011 gestürzt wurde, „ist das riesige, spärlich besiedelte Land in einem gewaltsamen Chaos versunken und Migranten mit wenig Bargeld und üblicherweise ohne Ausweispapiere, sind besonders verwundbar“, erklärt The Guardian.

Ein Überlebender aus Senegal sagte, er habe mit einer Gruppe anderer Migranten, die aus ihren Heimatländern zu fliehen versuchten, Libyen von Niger aus durchquert. Sie hatten einen Schleuser bezahlt, um sie per Bus an die Küste zu transportieren, wo sie es riskierten, ein Boot nach Europa zu nehmen. Aber anstatt sie an die Küste zu bringen, brachte sie der Schleuser auf ein staubiges Stück Land in Sabha, Libyen. Laut Livia Manente, einem IOM-Beauftragten, der Überlebende befragt, „sagte ihr Fahrer plötzlich, dass Mittelsmänner nicht ihre Gebühren übergeben hätten, und gab seine Passagiere zum Verkauf frei“.

„Mehrere andere Migranten bestätigten seine Geschichte, indem sie unabhängig voneinander sowohl eine Art Sklavenmärkte beschrieben als auch ein Art Privatgefängnisse in ganz Libyen“, sagte sie, während sie hinzufügte, dass IOM Italien ähnliche Geschichten von anderen Migranten bestätigte, die in Süditalien landeten.

Der senegalesische Überlebende sagte, er sei in ein provisorisches Gefängnis gebracht worden, was The Guardian als in Libyen üblich bezeichnet.

„Diejenigen die darin festgehalten werden, werden zu Arbeit ohne Bezahlung gezwungen, oder zu kärglichen Rationen, und ihre Kidnapper rufen regelmäßig die Familie zuhause an, um Lösegeld zu verlangen. Seine Kidnapper verlangten 300.000 CFA-Francs BCEAO [ca. 457 Euro] und verkauften ihn dann an ein größeres Gefängnis, wo sie ohne Erklärung das Doppelte verlangten.“

Wenn Migranten zu lange festgehalten wurden, ohne dass für sie Lösegeld bezahlt wurde, wurden sie weggebracht und getötet. „Manche siechten auf mageren Rationen und unter unhygienischen Bedingungen dahin, indem sie an Hunger und Krankheit starben, aber die Gesamtzahlen sanken nie“, berichtete The Guardian.

„Wenn die Zahl der Migranten runter geht, weil jemand stirbt oder freigekauft wird, gehen die Kidnapper einfach auf den Markt und kaufen einen anderen“, sagte Manente.

Giuseppe Loprete, Missionschef von IOM Niger, bestätigte diese beunruhigenden Berichte. „Es ist ganz offensichtlich, dass sie sich selbst als Sklaven wahrnehmen“, sagte er. Er arrangierte allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Rückführung von 1.500 Migranten, und ist besorgt, dass mehr Geschichten und Vorfälle auftauchen werden, indem mehr Migranten aus Libyen zurückkehren.

„Und die Bedingungen in Libyen verschlimmern sich, daher denke ich, dass wir in den kommenden Monaten noch mehr erwarten können“, fügte er hinzu.

Indem die Regierung der Vereinigten Staaten damit fortfährt, einen Regimewechsel in Syrien als machbare Lösung für die vielen Krisen in diesem Land zu unterhalten, wird es immer offensichtlicher, dass Diktatoren zu stürzen – wie verabscheuungswürdig sie auch immer sein mögen – nicht effektiv ist. Die Entmachtung Saddam Husseins führte nicht nur zum Tod von Zivilisten und zur Radikalisierung innerhalb der Bevölkerung, sondern auch zum Aufstieg von ISIS.

Indem Libyen, einst ein Fanal der Stabilität in der Region, weiterhin in die negativen Auswirkungen der westlichen „humanitären“ Intervention hineinschlittert – und indem menschliche Wesen in den aufkommenden Sklavenhandel hineingezogen werden, während die Bevölkerung von Vergewaltigungen und Entführungen geplagt wird – ist es immer offensichtlicher, dass weitere Kriege nur noch mehr Leid auf unvorhergesehene Weise herbeiführen werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/last-country-liberated-evil-dictator-now-openly-trading-slaves/

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Diese 25 originellen Illustrationen enthüllen die Makel unserer Gesellschaft

in Politik/Wirtschaft

Konsum, Steuern, Fettleibigkeit, digitale Sucht, Sklaverei, Einsamkeit, Habgier, Terrorismus, Altersarmut, die Entwertung der Arbeit und der Arbeiter, religiöse Intoleranz: Das sind nur ein paar der Strömungen, die der Künstler John Holcroft aus Sheffield so brillant in seinen Bildern eingefangen hat. Schaut euch diese satirische Attacke auf die brennenden sozialen Probleme unserer Zeit und auf das moderne Verhalten genau an…

Wir werden alle magisch angezogen von den großen Firmen, die uns Wohlstand und ein gutes Leben versprechen… und uns dabei unserer Individualität berauben.

Soziale Medien sind die Sargnägel der Kultur.

Was die moderne Frau alles können, sein und leisten soll.

Statt Zigaretten könnte man auch gleich direkt Geld verbrennen.

Wenn nichts mehr zählt außer dem Smartphone.

Alles, was den modernen Menschen zu dem macht, was er heute ist.

Alles, was in England zählt: Fein säuberlich angerichtet liegen die Statussymbole der Briten auf dem Kaffeetisch.

Die Wälder werden weltweit abgeholzt, um immer noch mehr Geld zu scheffeln. Aber die Erde wird sich rächen.

Ist es nicht großartig, wie der Alkoholnebel den Blick in den Spiegel zur Selbstlüge werden lässt?

Wie die kleinen Ferkel an den Zitzen der großen Geldsau: Die Geldgier lässt sie nicht los.

Arbeiter zu Ihren Diensten: Einfach einstellen, ausnutzen und ausbrennen lassen.

Outsourcing ist das Schlagwort der Wirtschaft: Büroarbeiter einfach billig von anderswo mieten und jederzeit auswechseln, anstatt sich um die eigenen Angestellten zu kümmern.

Was ist schlimmer: das ungesunde Sitzen oder das tranceartige Fernsehen? Wer Wurzeln schlägt und sich einlullen lässt, der kann nicht mehr aufbegehren.

Das Spielzeug des 21. Jahrhunderts. Damit Baby gleich von Beginn an weiß, wie es der Welt zu begegnen hat.

Wehe dem, der individuell sein möchte. Auch über ihn schwappt die Welle des bürokratischen Systems hinweg.

Der Baukasten für eine glückliche Ehe: Gesundheit, Arbeit, Liebe, Freizeit und Geld. Klischees, Stereotype und Schubladendenken gibt’s gratis dazu.

Füttert euer Ego mit Facebook-Likes. Ganz ohne Nähr- und Nutzwerte.

Geld macht reich und satt, aber die unstillbare Gier nach noch mehr bläst uns auf.

Für eine ordentliche Diagnose bitte Geld einwerfen. Der Kapitalismus zerstört das Gesundheitssystem.

Wir hängen am Twitter-Tropf: Soziale Medien sind wie Elektrolyte, die uns aufputschen.

Rückzug ist eine Droge: So viele kapseln sich immer mehr von der Welt ab, weil die Welt sie nicht haben will.

In unserem Schulsystem läuft etwas gewaltig falsch – und das eigenständige Denkvermögen läuft davon.

SCREW YOU – GEH ZUM TEUFEL. Die Energiepreise steigen auch für die Alten, die ohnehin von der Gesellschaft vergessen werden.

VACANT – LEER. Es ist so viel einfacher, wenn man gar nicht mehr selbst denkt, richtig?

Links: So funktioniert Hierarchie – wer weiter oben ist, unterdrückt seine Untergebenen. Rechts: Jeder Arbeiter ist ersetzbar. Einfach ausschneiden und einen neuen einfügen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

 

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Vier überraschende Dinge, die eine Ex-Kindersklavin Sie über moderne Sklaverei wissen lassen möchte

in Menschenrechte

Die meisten von uns denken, dass Sklaverei der Vergangenheit angehört. Aber die Wahrheit ist, dass sich die Sklaverei der Vergangenheit in etwas anderes verwandelt hat, mit dem wir heute Tag für Tag konfrontiert sind.

Kinder sind besonders anfällig für diese moderne Art der Sklaverei. Kinder, die unglücklicherweise aus schwierigen Verhältnissen stammen, wozu eine Vernachlässigung durch die Eltern, arme Familienverhältnisse, zerrüttete Familien usw. gehören, werden von skrupellosen Menschen in die Ausbeutung gelockt.

Die Vereinten Nationen haben sich mit mehreren Nonprofit-Organisationen zusammengeschlossen, um diese unmenschliche Praxis einzudämmen.

Rani Hong, eine frühere Kindersklavin, die im Alter von sieben Jahren in Indien entführt wurde und in den Sklavenhandel verkauft wurde, ist nun zu einer der führenden Persönlichkeiten geworden, die mit den Vereinten Nationen zur Beendigung dieser Praxis zusammenarbeitet. Hong gründete die Tronie Foundation, eine Organisation, der es darum geht, auf das Problem des illegalen Menschenhandels hinzuweisen, und die mit dem Generalkonsulat der Vereinten Nationen zusammenarbeitet, indem Länder auf der ganzen Welt beraten werden, wie sie besser die moderne Form der Sklaverei abwehren können.

Gegenwärtig sind Hong und ihre Kollegen dabei, eine Spendensammelkampagne zu organisieren, in der Hoffnung, mehr als eine Million Dollar aufzubringen, um den Kinderhandel zu bekämpfen.

Aber bevor die Gruppe mit ihrer Spendensammelkampagne begann, sagte Hong in einem Interview zu TakePart, dass es vier Dinge gibt, die jeder über Kinderhandel wissen sollte, besonders diejenigen, die in den USA leben. Dies liegt einfach daran, dass viele der Kinder, besonders Mädchen aus armen Ländern, in reiche Länder verkauft werden. Die USA fungieren als perfekter Bestimmungsort für Schleuser auf dem amerikanischen Doppelkontinent.

Laut Hong kann jeder zu einem Opfer dieser Praxis werden. Obwohl wir gesagt haben, dass die Opfer dieser Praxis meistens aus armen Ländern stammen, glaubt Hong, dass sogar Kinder in reichen Ländern zu Opfern des illegalen Handels werden können, und daher die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung besteht, um diese Praxis zu beenden. Hong sagt, dass sie viele Vorfälle miterlebt hat, bei denen Kinder in den USA zu Opfern des illegalen Menschenhandels geworden sind. Sie legt offen, dass in den USA Kinder aller Rassen in die Prostitution gelockt werden, wobei das Durchschnittsalter solcher Kinder nur 13 Jahre beträgt.

„Sie haben Träume für ihre Zukunft, sie suchen nach ihrer nächsten Chance und ein Schleuser tritt auf den Plan und verspricht ihnen: ‚Ich werde dir einen Model-Job geben, oder du kannst in meinem Nagelstudio arbeiten'“, so Hong.

Zweitens sollten wir wissen, dass der Menschenhandel boomt. Es heißt zum Beispiel, dass in den USA jedes Jahr ungefähr 100.000 Kinder Opfer von illegalem Menschenhandel werden. Während Sexhandel in fast jedem Bundesstaat des Landes vorkommt, soll Kalifornien aufgrund seiner Nähe zu internationalen Grenzen eine „Brutstätte“ dieser illegalen Aktivitäten sein. Nachforschungen haben ergeben, dass zu anderen potenziellen Orten in den USA für Menschenhandel in größerem Maßstab Arizona, Texas und Washington D.C. gehören. Tatsächlich ist die Menschenhandelsindustrie eine der am schnellsten wachsenden Industrien der Welt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass sie jährlich mehr als 150 Milliarden Dollar [ca. 139,8 Milliarden Euro] Profit erzielt. Obwohl Sexhandel ein Begriff ist, mit dem viele Amerikaner vertraut sind, überlappt sich diese Beschreibung oft mit Kinderhandel und Sklaverei und ist damit austauschbar. Die Praxis des Handels mit Arbeitskräften beinhaltet auch sexuellen Missbrauch.

„Es fällt uns schwer zu glauben, dass Sklaverei immer noch existiert. Wir denken, dass sie zum 19. Jahrhundert gehört. Aber im Endeffekt ist es die Ausbeutung eines Kindes zum Zweck der Gewinnerzielung“, erklärt Hong.

Wir sollten ferner daran denken, dass Schleuser in allen möglichen Erscheinungsformen auftreten. Obwohl laut Hong einige Menschenhandelsringe Verbindungen zu Netzwerken organisierter Kriminalität unterhalten, scheinen viele Menschenjäger ganz normale Bürger zu sein. Hong macht deutlich dass Ihr Nachbar oder Lehrer, ein Anwalt oder ein Professor einer dieser Schleuser sein könnte. Sie sagt, dass oft auch Frauen bei Ringen von Kinderhändlern eingesetzt werden, weil sie weniger einschüchternd sind und mehr auf die Empfindsamkeit eines Kindes einwirken. Die weiblichen Schleuser bauen ein Verhältnis mit den Opfern auf und geben ihn ein gutes Gefühl, bevor sie hineingezogen werden und den Männern übergeben werden.

Auch möchte Hong, dass sich die Leute der Praxis bewusst werden, um sie dadurch einzudämmen und die Kinder zu schützen. Hong glaubt, dass eine der wirksamsten Möglichkeiten zur Bekämpfung des Kinderhandels darin besteht, den Leuten die verräterischen Anzeichen davon zu vermitteln. Indem sie die Leute dazu anstößt, sich mehr über die moderne Form der Sklaverei und ihrer Manifestationen bewusst zu werden, wird es wahrscheinlicher, dass sie sie erkennen und melden. Zu den Anzeichen, dass ein Kind zum Opfer des Kinderhandels geworden sein könnte, gehört, dass es übermäßig viele Stunden arbeitet, besonders eingeschüchtert oder verängstigt aussieht oder nicht viel über seinen Aufenthaltsort weiß. Es könnte sein, dass das Kind nur wenige persönliche Gegenstände besitzt, keine Kontrolle über sein Geld oder seine persönlichen Dokumente hat, und es könnte sein, dass es ihm nicht erlaubt ist, eigenständig über seine eigenen Angelegenheiten zu sprechen. Wann auch immer wir solche Anzeichen erkennen, solten wir nicht zögern, sie einer nahegelegenen Strafverfolgungsbehörde zu melden.

Verweis:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/4-surprising-things-ex-child-slave-wants-know-modern-slavery/

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Ihr dachtet also, die Sklaverei ist vorbei? Denkt nochmal nach.

in Menschenrechte/Wirtschaft

Beinahe 46 Millionen Menschen leben heute in einer Form der Sklaverei: So lautet das Fazit in einem neuen Bericht, der kürzlich dazu veröffentlicht wurde. Laut des dritten jährlichen Global Slavery Index (etwa: weltweiter Index der Sklaverei), der Umfrageergebnisse der von Gallup (ein US-amerikanisches Markt- und Meinungsforschungsinstitut) durchgeführten Befragungen sammelt und auswertet, ist die Anzahl der Menschen von 35,8 Millionen auf 45,8 Millionen seit 2014 angestiegen – eine Steigerung um rund 28 Prozent – die in einer der Formen der „modernen Sklaverei“ oder des „Menschenhandels, der Zwangsarbeit, der Schuldknechtschaft, der Zwangs- oder servilen Ehe oder der kommerziellen sexuellen Ausbeutung leben“.

Der Global Slavery Index ist ein Projekt von Walk Free (etwa: sich frei bewegen), einer australischen Menschenrechtsorganisation, die sich dem Ziel verschrieben hat, die moderne Sklaverei zu beenden. Forscher weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei nicht um die traditionelle Sklaverei handelt, in der „Menschen in Knechtschaft oder Leibeigenschaft als legaler Besitz festgehalten wurden“.

child-slavery[1]

Dieses Jahr analysierten die Forscher Umfrageergebnisse von 42.000 Befragten in 53 Sprachen und aus 167 Ländern für den Index. Sie stellten allerdings fest, dass die Zusammenstellung derartiger Informationen „ein äußerst schwieriges Unterfangen ist, da sich diese Verbrechen im Verborgenen abspielen und nur wenige der Opfer identifiziert werden können“.

Trotzdem vermutete Andrew Forrest, der Gründer von Walk Free, dass der Anstieg um 28 Prozent von 2014 bis 2016 „aus der besseren Datenlage resultierte, obwohl er befürchtete, dass die Situation sich mit den weltweiten Umsiedlungen und der Migration verschlechtert habe. Denn diese Phänomene erhöhen die Anfälligkeit für jegliche Art von Versklavung“, berichtete Reuters.

Die neue Analyse stellt die Beständigkeit der Sklaverei in den modernen Gesellschaften heraus. Dabei katalogisiert sie die schlimmsten Nationen und kommt zu dem Ergebnis, dass Sklaverei in allen der 167 untersuchten Länder stattfindet, die in die Studie mit aufgenommen worden waren.

Laut dem Bericht befanden sich 58 Prozent der Menschen, die in eine der Formen moderner Sklaverei gezwungen worden waren, in nur fünf Ländern: Indien, China, Pakistan, Bangladesch und Usbekistan. Diese Nationen verfügen über die höchste „absolute“ Anzahl von Sklaven – man fand heraus, dass sich in Indien über 18 Millionen Sklaven befinden und in China, das auf dem zweiten Platz landete, über 3 Millionen.

Der Bericht führte auch die Nationen auf, deren Anteil an Sklaven im Verhältnis zur Gesamtbevölkerungszahl am höchsten ist. Es sind: Nordkorea, Usbekistan, Kambodscha, Indien und Katar.

Mit mehr als 1,1 Millionen Sklaven in einem Land, das gerade einmal rund 25 Millionen Einwohner zählt, befindet sich die verhältnismäßig größte Anzahl der Opfer in Nordkorea. Dort leben 4,373 Prozent der Bevölkerung in Knechtschaft. In Summe heißt das, dass 1 von 20 nordkoreanischen Bürgern in die Sklaverei gezwungen wird. Wie der Bericht erläutert, gibt es in Korea „überzeugende Beweise dafür, dass von der Regierung sanktionierte Zwangsarbeit in einem weitreichenden System der Gefängnisarbeit existiert, während nordkoreanische Frauen in Zwangsehen gedrängt werden und in die kommerzielle sexuelle Ausbeutung in China und in anderen Nachbarstaaten.“

Der Index 2016 weist auch auf andere Vorkommnisse der staatlich finanzierten Sklaverei hin. Als die schlimmsten Täternationen werden Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Weißrussland (Belarus), China, Eritrea, Russland, Swasiland und Vietnam – und auch Korea genannt.

Der Bericht kritisiert ebenfalls die mangelnden Bemühungen der nachfolgenden Länder zur Bekämpfung der Sklaverei: Nordkorea, Iran, Eritrea, Äquatorialguinea, Hong Kong, die Zentralafrikanische Republik, Papua-Neuguinea, Guinea, die Demokratische Republik Kongo und den Südsudan.

Interessanterweise teilen sich die folgenden Nationen den sechsten Platz auf der Liste der unterdrückenden Nationen hinsichtlich des Anteils der Bevölkerung: Irak, Afghanistan, Jemen, Syrien, Somalia und Libyen – die allesamt von US-Militärinterventionen betroffen sind. Insgesamt leben in diesen Ländern mehrere Millionen moderne Sklaven. Aber die Forscher haben die Regierungen dieser Länder nicht mit in ihre Untersuchung einbezogen, als sie die Bemühungen zur Eindämmung der Sklaverei analysierten. Möglicherweise betonten sie dadurch unabsichtlich noch eine weitere unterdrückende Gewalt im zeitgenössischen menschlichen Leben:

„Aufgrund der andauernden Konflikte und der extremen Beeinträchtigung der Regierungstätigkeit“, so schreiben sie, „haben wir die Bewertungen für Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia, Syrien oder den Jemen nicht mit einbezogen.“

Kritiker des Reports fochten die statistischen Methoden an und wandten ein, dass die Analysten „eine fehlerhafte Methodologie [anwandten], indem sie Umfragen vor Ort in einigen Ländern hochrechneten, um die Zahlen für andere Länder zu schätzen.“ Reuters berichtete dazu jedoch: „Forrest sagte, dass ein Mangel an belastbaren Daten zur Sklaverei in der Vergangenheit die Bemühungen aufgehalten hat, dieses versteckte Verbrechen zu bekämpfen und es war wichtig, eine Messangabe ‚unterm Strich‘ zu machen, um Maßnahmen voranzutreiben.“ Er forderte die Kritiker dazu heraus, eine Alternative zur Verfügung zu stellen.

„Ohne die Messungen gibt es kein effektives Management und damit haben wir keine Möglichkeit, die Welt von der Sklaverei wegzuführen“, sagte er.

Der australische Bergbau-Milliardär Forrest erörterte die Optionen, wie die Formen der modernen Sklaverei ausgemerzt werden könnten. Dabei griff er insbesondere Unternehmen heraus, denen es nicht gelingt, die Versklavung ihrer Arbeiter im Produktionsprozess ihrer Produkte zu hinterfragen. „Unternehmen, die in ihrer Lieferkette nicht aktiv nach Zwangsarbeit suchen, bauen ihr Unternehmensfundament auf Sand. Wirtschaftsführer, die sich weigern, der Realität ihrer eigenen Lieferketten ins Auge zu sehen, sind fehlgeleitet und handeln verantwortungslos“, sagte er. Reuters berichtet, dass der „Index 2016 wieder ergab, dass Asien für zwei Drittel der Menschen in Sklaverei verantwortlich ist. Denn dort arbeiten die Menschen in Jobs mit geringer Qualifikationsvoraussetzung in weltweiten Lieferketten zur Produktion von Kleidung, Nahrungsmitteln und Technologie.“

In einem Aufruf an die Führungspersönlichkeiten in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft (und im Unternehmensbereich), härter daran zu arbeiten, dass die modernen Formen der Sklaverei ausgemerzt werden, zeigte sich Forrest letztlich optimistisch.

„Mit unserem verantwortungsbewussten Umgang mit Macht, Überzeugungskraft, Entschlossenheit und kollektiver Bereitschaft, können wir alle die Welt so weit bringen, dass die Sklaverei ein für alle Mal beendet wird“, sagte er.

Von Carey Wedler für theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Diese 20 abschreckenden Fotos zeigen euch schonungslos die dunkle Seite unserer Gesellschaft

in Welt

Diese 20 abschreckenden Fotos zwingen euch dazu, euch mit der dunkleren Seite unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Igor Morski ist ein polnischer Grafikdesigner, Illustrator und Bühnenbildausstatter. Er ist ebenfalls ein sehr bekannter Künstler, der den nicht gerade subtilen Horror der modernen Gesellschaft in seinen kontroversen Illustrationen erforscht. In der nachdenklich stimmenden, nachfolgend präsentierten Fotoserie System Failure (Systemfehler) bringt er uns zum Nachdenken: Ist die Erde ein Furcht erregender Ort, oder sind vielmehr wir zu gefährlich für den Planeten geworden? Bringt uns die Technologie näher zusammen, oder sind wir zu ’smart‘ geworden; also abhängig und deshalb einander ferner als je zuvor? Leben wir wirklich unsere Träume oder bringen wir uns selbst in dem Versuch um, die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen? Erliegen wir den Verlockungen äußerer Schönheit und Modeerscheinungen, anstatt auf den Ruf aus unserem Innersten zu hören und unserem Glauben zu folgen? Sind wir emotional mit einander verbunden, oder sind die heutigen Beziehungen allesamt Lügen? Sind wir noch Menschen, oder sind wir zu Dämonen geworden… ?

Bored Panda stellt fest:

„Ihre Betrachtung mag ein gewisses Unwohlsein hervorrufen, oder dieses seltsame Gefühl in der Magengrube erzeugen, aber ich würde behaupten, dass das wahrscheinlich eine gute Sache ist, dass es darauf hindeutet, dass die Bilder auf einer tieferen Ebene einen Nachhall erzeugen. Kunst soll etwas in uns berühren, uns erregen. Mit seiner kreativen Ausdrucksweise umreißt Morski Konzepte und Ideen in unserer modernen Gesellschaft, die wir vielleicht deshalb nicht durchschauen können, weil wir von ihnen so sehr ‚eingenommen‘ sind, ‚in ihnen stecken‘.“

Die Schönheit dieser Bilder liegt darin, dass sie für die Interpretation zugänglich sind. Ihr könnt sie so auslegen, wie ihr es wollt; und dann reflektieren sie eure Wahrheit. So würden wir diese Bilder interpretieren…

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Menschlicher Körper oder eine Müllhalde?

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Wovon du abhängig bist, das wird dich am Ende auch umbringen.

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Wenn die Gesellschaft darüber entscheidet, wer oder was du sein SOLLTEST, wenn du erwachsen wirst… und dabei deinen Körper, deinen Geist und deine Seele gefangen nimmt.

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Ein Mädchen in einer von Jungen dominierten Welt sein.

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Wir sind aus freien Stücken die Marionetten unserer eigenen Entscheidungen.

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Wir sind die Umwelt: Wir können sie entweder bewahren oder zerstören… Wir haben die Macht dazu.

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Der Beton-Dschungel, den wir unser Zuhause nennen: unattraktiv, harsch, grau und unsicher.

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Wir sind die Gefangenen unserer Gedanken.

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Wenn die Gefühle sterben und die Technologie das Steuer übernimmt.

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Wir haben viel zu viel Kontrolle über die Welt – und wir wissen nicht so ganz, was wir damit anfangen sollen.

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Es ist eine wahnsinnige, wahnsinnige, wahnsinnige Welt… und sie braucht dringend ein wenig Abkühlung.

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Wie Technologie unsere Welt durchdringt und in unser Leben eindringt…

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Eins werden mit der Natur.

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Frauen sind den Männern nicht gleich; sie sind ihnen überlegen. Aber zählt das?

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Wir bestehen aus Erde. Wenn wir sterben, dann kehren wir zur Erde zurück. Aber in der Zwischenzeit findet das Leben statt – als ein wahrlich wunderschöner Tanz.

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Die Zeit verrinnt schneller… Wir können sie nicht einholen.

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Ein unglaublich verwirrtes Gehirn… Wir arbeiten die ganze Zeit, aber es führt uns nirgendwohin.

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Sie wirft ihre Tage weg und denkt dabei, dass sie eines Tages auch ihr Gewicht wird abwerfen können… (Heute sind 80% der Frauen in den USA mit ihrem Äußeren unzufrieden).

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Wer verbrennt hier wen?

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Wenn Familien nur noch so tun als ob und daran zerbrechen… dann leiden die Kinder am meisten darunter.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Helft Kindersklaven, indem ihr diese Nestlé-Marken boykottiert

in Menschenrechte

Der aktuellen Kontroverse um Beschäftigungsverhältnisse in Sklavenarbeit bei Nestlé ging laut der Zeitung The Guardian eine mehrere Jahre dauernde Untersuchung voran. Nestlés Lieferkette (Supply Chain) in Thailand, die für das Katzenfutter der Marke Fancy Feast verantwortlich ist, wurde nachgesagt, in Sklaverei verwickelt zu sein, nachdem eine entsprechende Ermittlung durchgeführt worden war. Dies ist jedoch nicht das erste Mal, dass die Firma entlarvt wurde. Außerdem neigt die Firma dazu, einmal gemachte Versprechen nicht einzuhalten.

Obwohl Nestlé die Details der Nutzung von Sklavenarbeit eigenständig veröffentlichte, sind Beweise im so genannten Cocoa protocol (auch: Harkin-Engel Protocol) Beweise für die mangelhafte Beharrlichkeit des Unternehmens erkennbar. Nestlé hatte versprochen, Kinder-Sklavenarbeit in der eigenen Wertschöpfungskette selbst zu regulieren und zu beenden, das Abkommen wurde bereist 2001 unterzeichnet.

Das eher „leere“ Versprechen zu diesem Zeitpunkt folgt auf neuere Behauptungen der Firma, dass sie sich im Umgang mit den Kinder-Sklavenarbeitern nicht unmoralisch verhalten hätte. Nachdem weltweit über 2.000 unterschiedliche Marken existieren, wäre es ein Leichtes, durch Verzicht auf Nestlé-Produkte ein Zeichen zu setzen und diese Botschaft an das gigantische Unternehmen zu übermitteln: Ethisch korrektes Verhalten ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsführung im 21. Jahrhundert.

Einige der betroffenen Produkte findet ihr in der nachfolgenden Grafik.

 

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Übersetzt aus dem Englischen von Anonhq.com.

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Der wahre Grund der 40-Stunden-Woche und warum wir Sklaven der Wirtschaft sind

in Wirtschaft

Wirtschaftliche Ausbeutung oder auch Lohnsklaverei bezieht sich auf die völlige und unmittelbare Abhängigkeit des Einzelnen von seinem Lohn, um zu überleben.

Obwohl die Menschen immer schon arbeiten mussten, um ihr Auskommen zu sichern, leben wir heute in einer Kultur, die uns glauben machen will, dass wir wirtschaftliche Freiheit besitzen. In Wahrheit allerdings, was den meisten Bürgern nicht bekannt ist, sind wir in Sklaverei geknechtet. Wir akzeptieren eine 40-Stunden-Arbeitswoche mit geringem Stundenlohn automatisch als normal, obwohl viele Überstunden machen und trotzdem um das Überleben kämpfen. Es gibt auch solche, die genug verdienen, um komfortabel zu leben. Aber es gelingt ihnen nicht, weniger Stunden zu arbeiten – entweder arbeitet man 40 Stunden pro Woche, oder man bekommt gar keine Arbeit. Wir unterwerfen uns einer Kleiderordnung, Zeiten für Arbeitsbeginn und Feierabend, wann wir essen dürfen und sogar wann wir auf die Toilette gehen dürfen. Wie ist es dazu gekommen, dass wir all das zulassen?40 stunden sklaven

Die 40-Stunde-Woche entwickelte sich während der Industriellen Revolution in England, als die Arbeiter zwischen 10 und 16 Stunden pro Tag schufteten und eines Tages  zu protestieren begannen. Die Arbeitssituation für Amerikaner verschlechterte sich ebenfalls und ab 1836 verlangte die Arbeiterbewegung in ihren Veröffentlichungen ebenfalls eine 40-Stunden-Woche. Die Bürger waren in beiden Fällen so überarbeitet, dass ein Acht-Stunden-Tag nur zu gern akzeptiert wurde. Dieses System ist heute nicht mehr notwendig, wenn es das überhaupt jemals war, aber wir akzeptieren es immer noch aufgrund der Auswirkungen unserer kapitalistischen Gesellschaft.

Viele Faktoren trugen zur Entstehung unseres derzeitigen wirtschaftlichen Systems bei und zu unserer anhaltenden Akzeptanz der 40-Stunden-Woche, wobei die drei ausschlaggebenden Faktoren Konsumverhalten, Inflation und Schulden sind. Zunächst ist es wichtig, dass wir den Begriff Inflation genau verstehen, welche Auswirkungen sie hat und wie sie zu Schulden führt.

Inflation:

Inflation lässt sich ganz einfach erklären. Sagen wir, die US-Regierung braucht Geld für welchen Krieg auch immer sie dieses Jahr führen wollen. Sie bitten die US-Notenbank (Federal Reserve) um ein Darlehen und die Fed willigt ein, Staatsanleihen (Bonds, so ähnlich wie IOUs genannte Schuldscheine) von der Regierung in Höhe des angefragten Darlehens zu kaufen. Die US-Regierung druckt dann einen Haufen Papierschnipsel, die „Treasury Bond“ („Schatzobligation“) heißen, während die US-Notenbank gleichzeitig ein paar kleine bunte Zettel druckt, die wir unter dem Namen Geld kennen. Ein Handel findet zwischen der Regierung und der US-Notenbank statt – die Bonds gegen das Geld – und die US-Regierung deponiert dieses neu gedruckte Geld direkt in einer anderen Bank, die wiederum ihren Anteil und Zinsen davon abzieht. Voilà, so wird aus dem Nichts Geld hergestellt.

Obwohl dieser Prozess mittlerweile elektronisch stattfindet (nur 3% unseres Geldes liegen in physischer Form vor, die anderen 97% existieren nur auf dem Computer), bleibt das Problem weiterhin bestehen, dass der Wert des Dollars dadurch vermindert wird. In der Zeitgeschichte war die Währung einst Gold wert. Dadurch ergab sich der Welt des Geldes, aber heute wird der Wert des Geldes der US-Notenbank anvertraut, die keine moralischen Bedenken dagegen hat, den Wert dadurch zu reduzieren, dass sie mehr Geld druckt (das ist praktisch legale Fälschung). Für den Gegenwert der Druckkosten erschafft die US-Notenbank Geld, das die US-Regierung zurückzuzahlen versprochen hat – Geld, das zuvor nicht einmal existierte.

So funktioniert das auch mit den Darlehen, die Privatbanken an Bürger vergeben. Jedesmal, wenn eine derartige Transaktion geschieht, reduziert sie den Wert der echten Währung – und deshalb gibt es eine Inflation. Ein Dollar aus dem Jahr 1913 entsprach 2007 dem Wert von 21,60 Dollar. Das entspricht einer Wertminderung von 96% seit die US-Notenbank existiert. Wie aber führt dies zu wirtschaflicher Ausbeutung? Durch die Schulden, welche die Inflation verursacht hat.

Inf-Gra-2

(Geldmenge vs. Dollar-Kaufkraft)

Schulden:

Da Geld durch Darlehen erzeugt wird, bedeutet das, dass es durch Schulden erzeugt wird. Geld ist gleichbedeutend mit Schulden und Schulden sind gleichbedeutend mit Geld. Je mehr Geld es also gibt, desto mehr Schulden gibt es – und vice versa. Das heißt: Wenn es der Regierung und jedem verschuldeten Bürger irgendwie gelänge, diese Darlehen zurückzuzahlen, dann wäre kein einziger Dollar mehr in Umlauf.

Zinsen spielen in dieser Gleichung auch eine große Rolle. Wenn man ein Darlehen aufnimmt und die Bank einem Geld gibt, das rein technisch gar nicht existiert, dann erwarten sie von einem auch, dass man zusätzliche Zinsen dafür zahlt. Wenn das geliehene Geld von der US-Notenbank stammt, woher soll dann das Geld für die Zinsen kommen?

Die Antwort lautet: nirgendwoher.

Das heißt: Was auch immer geschieht, das Land wird niemals in der Lage dazu sein, sich von seinen Schulden zu befreien. Das ist exakt die Absicht dieses sorgfältig kalkulierten Systems. Wie beim Werfen einer Münze wird immer jemand irgendwo Bankrott anmelden müssen, um die Zinsen auszugleichen, die mit immer noch mehr Schulden beglichen werden. Während das Land so weiter in dieses Loch fällt und die Lebenshaltungskosten steigen, wird es immer schwieriger, in dieser Wirtschaft zu überleben. Dieser verzweifelte Versuch zu überleben, in Kombination mit der Erkenntnis, dass wir in dieses System hineingeboren wurden, ist letztendlich der Grund dafür, warum wir diese 40-Stunden-Woche ohne Bedenken akzeptieren.

Jetzt verstehen wir also, was uns in diese Zwickmühle zwingt. Aber wie profitieren Banken und Unternehmen von der 40-Stunden-Woche? Studien zufolge erledigt der durchschnittliche Büroarbeiter in einer achtstündigen Arbeitsschicht weniger als den Gegenwert von drei Stunden Arbeit – und das, obwohl Berichten zufolge der Profit von US-Unternehmen steigt, während die Löhne verringert werden. Zahlen des Bureau of Labor Statistics zufolge ist die Produktivität um 2,3 Prozent pro Jahr im dritten Quartal gestiegen, während die Stundenlöhne sich im dritten Quartal nur um 1,3 Prozent erhöht haben. Dieses Muster besteht bereits seit geraumer Zeit – das summiert sich nach einer Weile. Die Gewinne der Unternehmen sind so hoch wie seit mindestens 85 Jahren nicht mehr. Warum also zahlt man uns nicht mehr, lässt uns weniger arbeiten und schafft so zusätzliche Arbeitsplätze für jene, die sie brauchen? Das führt uns zum Konsumverhalten.

Konsumverhalten:

Das Merriam-Webster-Wörterbuch definiert Konsumverhalten wie folgt: Der Glaube, dass es gut ist für die Menschen, viel Geld für Güter und Dinstleistungen auszugeben. In der Vergangenheit mag dies einmal wahr gewesen sein, aber in unserem aktuellen kapitalistischen System und mit den derzeitigen Lebenshaltungskosten hat das Konsumverhalten mittlerweile negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, insbesondere dann, wenn man die Inflation und die steigenden Schulden in die Rechnung mit einbezieht. Je mehr wir kaufen, desto mehr füttern wir die Unternehmen und die Banken, die uns wiederum wirtschaftlich ausbeuten.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts und der Industriellen Revolution geben die „Verbraucher“ stetig mehr Geld für leichtfertige Käufe aus. Diese Willensschwäche wird von den Unternehmen befeuert und ausgenutzt, indem sie den Handelsgeist (Kommerz, oder die Haltung der Menschen, die zu stark von dem Wunsch beeinflusst sind, Geld zu verdienen um Güter zu kaufen anstelle von anderen Werten – siehe Merriam-Webster) als Hebel verwenden. Das Unterbewusstsein der Gesellschaft wird seit Generationen mit psychologischen Anspielungen beeinflusst, etwa mit an die Verbraucher gerichteter Werbung, die letztendlich zu bestimmten Gewohnheiten und Überzeugungen geführt hat. Einige Beispiele dafür lauten:

“Jetzt kaufen, später zahlen” –Die General Motors Acceptance Corporation (GMAC) pflanzte diesen Gedanken, als sie 1919 gegründet wurde und die Vergabe von Darlehen an Menschen bewarb, die Autos kaufen wollten. Die Amerikaner begannen dann damit, die neuen Kreditkarten für so gut wie alles zu verwenden.

“Mit der Jones-Familie mithalten” (Keeping up with the Joneses) – Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass dies der Beginn der amerikanischen Konsumkultur ist. Diese Denkweise setzte ein, als GM den jährlichen Autowechsel einführte. Die Menschen wollten jedes Jahr das neueste Modell fahren und bald verbreitete sich diese Idee. Die meisten unter uns, ob wir es nun zugeben wollen oder nicht, kennen diese Mentalität. Anstatt unseren alten Toaster zu behalten, der noch wunderbar funktioniert, möchten wir das neue Modell aus rostfreiem Stahl im Retro-Stil, weil der auf unserem Küchentresen so wahnsinnig modern aussieht.

“1929-1945 Wirtschaftskrise und Krieg” –Kurs nach der Wirtschaftskrise folgte der 2. Weltkrieg. In dieser Zeit versprachen die Werbeleute, dass die Produkte verfügbar sein würden, sobald Frieden einträte. Daraus ergab es sich, dass die Kunden (Konsumenten) nur allzu bereitwillig das Geldausgeben sofort nach Ende des Kriegs wieder aufzunehmen.

“Frieden” – Als der Krieg vorüber war, versüßten der Optimismus der Konsumenten und das Wirtschaftswachstum den Sieg.

“Bargeldlos zahlen!” (Charge it!) – Kreditkarten wurden zuerst vom Diners Club beworben — ein Kundenkarten-Anbieter für der wohlhabende und weitgereiste Personen auf der ganzen Welt. Andere Firmen folgten und bewarben Kreditkarten als „Zeitspar-Geräte“, anstatt als eine Möglichkeit, Geld auszugeben, das gar nicht existierte.

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“Größer ist besser” –In den 1970er Jahren verschickten Firmen massenweise Kreditkarten auch an all jene, die sie gar nicht bestellt hatten. Da die Amerikaner bereits von der Vorstellung vereinnahmt waren, dass größer auch besser ist, schlachtete der Kreditkarten-Boom diese Idee nun vollends aus. Mit einem Mal war es für die Menschen möglich, extravagante Gegenstände zu erwerben, die sie vorher nicht leisten konnten, obwohl viele unter ihnen dadurch in die Schuldenfalle rutschten. Der Kongress musste schon bald den Kreditkarten-Boom regeln und es verbieten, Karten an die Leute zu versenden, die sie nicht zuvor angefordert hatten.

Firmen aus allen möglichen Industriezweigen tragen ihren Anteil der Schuld an der Neigung der Menschen, mit ihrem Geld sorglos umzugehen und sie ermutigen die Angewohnheit, Geld beiläufig oder für Unwichtiges auszugeben. In der Dokumentation The Corporation erläutert beispielsweise ein Marketing-Psychologe eine Methode, die sie verwendet hat, um ihre Verkaufszahlen zu erhöhen. Dabei wurden Kinder zum Nörgeln ermutigt, damit ihre Eltern ihnen Spielzeug kauften. Die Studien zeigten, dass 20 bis 40% der Einkäufe dieser Art erfolgten, nachdem die Kinder bei ihren Eltern gequengelt hatten.

“Man kann die Wünsche der Konsumenten manipulieren und sie so dazu bringen, die Produkte zu kaufen. Das ist ein Spiel.”, sagt Lucy Hughes, Mit-Erfinderin des “The Nag Factor” (etwa:  „Nörgel-Faktor“; im Englischen auch bekannt als „Pester Power“).

Die 40-Stunden-Arbeitswoche ist das ultimative Werkzeug für Firmen, um diese Kultur des übermäßigen Geldausgebens aufrecht zu erhalten. Bei unseren derzeitigen Arbeitsbedingungen werden die Menschen dazu gezwungen, ihr Leben während der Abendstunden und an ihren freien Tagen zu leben. Wir stellen fest, dass wir mehr dazu geneigt sind, viel für Unterhaltung und Bequemlichkeit auszugeben, weil wir kaum Freizeit haben. Wenn wir dann einmal Zeit für uns selbst haben, dann vergeht sie viel zu schnell. Deshalb ignorieren wir die Aktivitäten, die kostenlos sind – Spazieren gehen, trainieren, lesen, meditieren, Sport, Hobbys etc., weil sie viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Während manche für mehr Geld auf Zeit für sich selbst verzichten, werden andere nicht nur ihrer persönlichen Freiheit beraubt, sondern müssen auch noch dazu darum kämpfen, um über die Runden zu kommen. Der „perfekte“ Kosument arbeitet in Vollzeit, verdient eine beträchtliche Geldsumme, gönnt sich viel in seiner Freizeit und hat am Ende des Monats gerade mal so eine schwarze Null auf dem Konto. Jedoch verschwenden auch Menschen, die nicht viel verdienen, ihr Geld manchmal schrittchenweise für unnötige Gegenstände aus den falschen Gründen – hier ein Kaffee bei Starbucks, dort ein Cheeseburger bei McDonald’s, und dann wären da noch diese wirklich coolen fusseligen Würfel, die vom Rückspiegel ihres 1993er Honda Civic hängen.

Aus welcher Perspektive man es auch betrachtet: Wir sind zu einer unglücklichen, hirnlosen und überarbeiteten Gesellschaft geworden. Wir kaufen idiotische Sachen, die uns ein paar Momente des Glücks versprechen, bevor wir wieder gelangweilt sind und weitermachen. Wir verspüren ein Bedürfnis, mit Modeerscheinungen Schritt zu halten, oder unsere Kindheitsvision dessen zu erfüllen, wie wir uns das Erwachsensein vorgestellt haben. Wir verstecken unsere Unsicherheit, vermeiden bestimmte Themen und ersetzen psychologische Bedürfnisse mit materiellen Gegenständen. Weil die freie Zeit in unserer Gesellschaft rar bleibt, geben wir mehr Geld für Komfort aus, für Belohnungen und für alle anderen Erleichterungen, die wir uns mit Geld kaufen können.

Amerikas Ungesundheit zu fördern ist für die großen Geschäftemacher extrem profitabel und bis jetzt haben sich ihre Bemühungen wunderbar ausgezahlt. Unsere Gesellschaft ist zu einer Industrie verkommen, die von Lohnsklaverei angetrieben wird. Unser Konsumverhalten ist ein Schlüsselelement in diesem korrupten System – eines, auf das die Menschen direkt Einfluss nehmen können. Die Konsumenten sind die Einzigen, die dem Konsum Einhalt gebieten können.

Quellen:

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

25 Geistreiche Illustrationen, Die Gnadenlos Die Fehler Unserer Gesellschaft Entlarven

in Welt

Konsumverhalten, Steuern, Fettleibigkeit, digitale Abhängigkeit, Sklaverei, Einsamkeit, Gier, Terrorismus, Alter, die Entwertung von Arbeitskraft und religiöse Intoleranz sind einige der Aspekte, die der brillante, in Sheffield lebenden Künstler John Holcroft in seinen wohl durchdachten Zeichnungen festhält. Seht euch seine satirische Interpretation dieser sozialen Probleme und modernen Verhaltensweisen an…

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Übersetzt aus dem Englischen von anonhq.com.

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