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Indien

Warum mehr als eine Million Händler in Indien Coca-Cola und Pepsi boykottieren

in Welt/Wirtschaft

Handelsorganisationen im indischen Staat Tamil Nadu boykottieren Coca-Cola und Pepsi aufgrund von Bedenken, dass die beiden Konzerne übermäßige Wassermengen benutzen, um ihre Produkte herzustellen. Guardian berichtet, dass nun „mehr als eine Million Händler in Indien“ die Getränke boykottieren.

„Diese ausländischen Konzerne brauchen die knappen Wasserressourcen des Staates auf“, sagte einem Bericht des Guardian zufolge K Mohan, Sekretär von Vanigar Sangam, einer der Vereinigungen, die den Boykott unterstützt. Diese Bedenken sind besonders relevant vor dem Hintergrund geringer Regenfälle in der Region während des letzten Monsuns. Im Januar „erklärte der vorläufige Ministerpräsident O Panneerselvam den Staat für ‚von einer Trockenheit heimgesucht‘ und bat die Zentralregierung um Finanzmittel, um den Bauern zu helfen.“

Wie die englischsprachigen indischen Nachrichtenkanäle Daily News und Analysis berichteten, „ist der Staat mit einer der schlimmsten Trockenheiten in den letzten Jahrzehnten konfrontiert, indem über 200 Bauern Berichten zufolge aufgrund mehrfacher Missernten Selbstmord begangen haben“.

Vikrama Raja, der Präsident von Vanigar Sangam, äußerte ähnliche Gedanken, indem er Pepsi und Coca-Cola für ihre Rolle in dem Dilemma herausgriff. „[Ausländische Konzerne] beuten die Gewässer des Staates aus, um kohlensäurehaltige Getränke herzustellen, während die Bauern mit einer schweren Dürre konfrontiert waren“, sagte er.

Amit Srivastava, Direktor der Nichtregierungsorganisation India Resource Center führte diese Bedenken weiter aus. Laut Guardian schätzt das India Resource Center, „dass man 1,9 Liter Wasser braucht, um eine kleine Flasche Coca-Cola herzustellen“.

Srivastava „sagt, dass die Nachfrage der Limonadenhersteller in Indien nach Zucker ebenfalls äußerst problematisch ist“.

„Rohrzucker ist eine Frucht, für die viel Wasser verschwendet wird. Es ist die falsche Frucht für Indien“, sagte er und fügte hinzu: „Laut unseren Nachforschungen ist Coca-Cola die Nummer 1 unter den Abnehmern von Rohrzucker in Indien und Pepsi ist die Nummer 3. Wenn man das Wasser berücksichtigt, das für Rohrzucker benutzt wird, dann braucht man 400 Liter Wasser, um eine Flasche Cola herzustellen.“

Zusätzlich äußerte Vikrama Raja eine ablehnende Haltung, nicht nur wegen der Auswirkungen von Pepsi und Coca-Cola auf die Umwelt, sondern auch wegen seiner Auswirkungen auf die Gesundheit. „[Erfrischungsgetränke] verursachen beim Körper mehr Schaden als Nutzen. Erst kürzlich gab eine der Marken die Tatsache zu, dass sie nicht für Kinder geeignet ist, und dass sie bestimmte schädliche Chemikalien beinhaltet“, wie er einem Bericht zufolge sagte.

Laut Business Standard, „sagte A M Vikrama Raja, der Präsident von Tamil Nadu Vanigar Sangham und der Tamil Nadu Traders Federation, dass alle Einzelhändler und Ladenbesitzer des Staates damit begonnen haben“, Pepsi und Coca-Cola „zu boykottieren“, obwohl „viele der Restaurants und Supermärkte den Verkauf fortsetzen und versuchen, Zeit zu gewinnen“. Manche Händler sind fest entschlossen, den Boykott zu ignorieren und mit dem Verkauf der Produkte weiterzumachen.

Nichtsdestotrotz, wenn der Boykott erfolgreich ist, wird er dafür sorgen, dass lokale Hersteller von Erfrischungsgetränken davon profitieren. „Wir erwarten eine 100%ige Zunahme unserer Verkäufe, wenn der Boykott umgesetzt wird“, sagte S. Karthigaikani, Geschäftsführer der seit 118 Jahren bestehenden Sri Mappillai Vinayagar Soda Company„, berichteten Daily News und Analysis.

Wie Quartz aufzeigt, stellt sich die aktuelle Situation folgendermaßen dar:

„Ausländische Konzerne wie PepsiCo und die Coca-Cola Company beherrschen zurzeit beinahe 90% des Getränkemarktes innerhalb des Staates. Solche Anordnungen, wenn sie von den Händlern befolgt werden, könnten die beiden großen Cola-Hersteller ernsthaft treffen, die innerhalb des Staates fünf Abfüllanlagen unterhalten.“

Die Indian Beverage Association (IBA), die sowohl Pepsi als auch Coca-Cola repräsentiert, äußerte wenig überraschend ihre Enttäuschung über den Boykott:

„Coca-Cola und PepsiCo India sorgen für eine direkte Beschäftigung von 2.000 Familien in Tamil Nadu und indirekt für mehr als 5.000 Familien … Die IBA hofft, dass sich praktische Vernunft durchsetzen wird, und dass die Verbraucher in Tamil Nadu weiterhin das Recht haben werden, ihre eigene Entscheidung zu treffen“, sagten sie.

Coca-Cola und Pepsi sind nicht die einzigen Unternehmen, die wegen des Wasserverbrauchs und der Gesundheitsrisiken ihrer Produkte Gegenwind zu spüren bekommen. Nestlé zum Beispiel kam sowohl wegen seiner Abfüllung von öffentlichen Wasserressourcen im von Trockenheit heimgesuchten Kalifornien unter Beschuss als auch wegen unappetitlicher Inhaltsstoffe in einigen seiner Produkte in Indien. Indem sich Handelsorganisationen und lokale Regierungen gegen diese Praktiken auf der ganzen Welt zur Wehr setzen, ist es zweifelhaft, dass das Tauziehen um kommerziellen Zugang zu Ressourcen in absehbarer Zeit nachlassen wird.

Bild: Sean Loyless

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://theantimedia.org/trade-boycott-coca-cola-pepsi-india/


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Dieser Nationalpark hat beschlossen, Wilderer an Ort und Stelle zu erschießen, und hat bislang 50 getötet

in Tierrechte

Die Wächter sind dazu ausgebildet, um auf Wilderer zu schießen und sie zu töten, welches der Grund dafür ist, warum Tausende indischer Einhorn-Nashörner immer noch im Park leben.

Wenn es Menschen versäumen, ihre Verhaltensweisen zu ändern und nachhaltigere Lebensgewohnheiten anzunehmen, werden wunderbare Spezies unwiederbringlich ausgerottet werden. Tatsächlich wird erwartet, dass der afrikanische Elefant aufgrund zunehmender Aktivitäten von Wilderern das nächste Jahrzehnt nicht überdauern wird. Es liegt an dieser ernüchternden Realität und der zunehmenden Nachfrage nach Elfenbein, dass ein Nationalpark in Indien zuerst schießt und dann erst Fragen stellt.

Die BBC berichtet, dass der Kaziranga-Nationalpark eine ziemlich erfolgreiche Bilanz beim Schutz von Nashörnern vor Wilderern vorweisen kann. Jedoch wird von den Wildhütern eine kontroverse Taktik eingesetzt: Schießen bei Sichtkontakt. Bisher hat der Park 50 Leute getötet.

Berichten zufolge war jede getötete Person hinter dem Horn eines Nashorns her. Das Horn eines Nashorns kann für bis zu 6.000 Dollar [5.651,85 Euro] je 100 Gramm verkauft werden und daher ist es deutlich wertvoller als Gold. Seine sagenhaften „magischen Eigenschaften“ jedoch sind stark übertrieben. Das Horn von Nashörnern besteht weitgehend aus Keratin, demselben Material wie unsere Fingernägel. In anderen Worten, es ist es nicht wert, dafür ein Nashorn zu töten, um es zu bekommen.

Als der Park vor ungefähr einem Jahrhundert gegründet wurde, wurden nur eine handvoll indischer Einhorn-Nashörner geschützt. Nun beheimaten die Parks mehr als 2.400, was zwei Drittel der weltweiten Population entspricht. Was aber nur wenige Leute zur Kenntnis nehmen, ist, dass 2015 mehr Leute durch die Parkwächter erschossen wurden als Nashörner von Wilderern.

Quelle: BBC

Während Tierrechtsaktivisten in Erwägung ziehen könnten, dass es etwas zu feiern gibt, ist nicht jeder von der zunehmenden Zahl an Leichen begeistert – vor allem nicht bei den Anwohnern. Es stimmt zwar, dass alle Getöteten Wilderer waren, aber es wurden auch einige Anwohner (besonders Ureinwohner) verwundet. In einem Fall wurde ein behinderter Junge erschossen, der Kühe gehütet hatte.

Die Wächter sind dazu trainiert, rücksichtslos auf jeden zu schießen und ihn zu töten, der versuchen könnte, ein indisches Nashorn wegen seines Horns zu töten. Avdesh, der als Parkwächter arbeitet, sagte gegenüber der BBC:

„Die Anweisung ist, dass wir jedes Mal zur Waffe greifen und Jagd auf sie machen sollen, wenn wir Wilderer oder Jäger sehen.“

„Wir sind ohne Einschränkung angewiesen, sie zu erschießen. Wann immer man die Wilderer sieht oder irgendwelche Leute während der Nacht, sind wir angewiesen, sie zu erschießen“, ergänzte er.

Avdesh hat in den vier Jahren, in denen er auf Patrouille geht, nie jemanden getötet, aber er weiß, dass er kaum irgendwelche Konsequenzen zu befürchten hatte, wenn er es tun würde.

Quelle: Pinterest

Der Direktor des Parks, Dr. Satyendra Singh, sagt dazu, das sei zu schwarz-weiß. Er sagte:

„Zuerst warnen wir sie: wer bist Du? Aber wenn sie anfangen zu schießen, müssen wir sie umbringen. Zuerst versuchen wir sie in Gewahrsam zu nehmen, damit wir die Informationen bekommen, welche Verbindungen es gibt und wer noch zur Bande gehört.“

Mit „Bande“ bezeichnet er örtliche Dorfbewohner, die den Männern dabei helfen, Waffen aus Nachbarstaaten in den Park zu schaffen. Bis zu 300 Anwohner sind in die Wilderei verwickelt, so glaubt er, aufgrund der Verlockung, mit dem Horn eines Nashorns Geschäfte zu machen.

Es ist unbestritten, dass diese Methode zum Schutz der Nashörner effektiv ist, aber geht sie zu weit, um die bedrohte Spezies zu bewahren? Bitte hinterlasst unten eure Kommentare und teilt diese Nachricht!

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/national-park-opted-shoot-poachers-site-killed-50-far/


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10 schockierende Fotos: So zerstören eure Smartphones und Laptops den Planeten

in Umwelt

US-Amerikaner ersetzen ihre Smartphones im Schnitt alle 22 Monate; im Jahr 2010 haben sie ungefähr 150 Millionen alte Telefone in den Müll geworfen. Als das iPhone zum ersten Mal auf dem Markt erschien, landeten 10 Millionen Geräte auf den Mülldeponien, die PCB, Eisen, Quecksilber, Nickel, Kadmium, Phthalate und Chlor enthielten. Im Jahr 2016 besaßen 2 Milliarden Menschen weltweit Smartphones. Wir überlassen es an dieser Stelle euch, die tödlichen Zahlen auszurechnen.

In Entwicklungsländern häufen Kinder elektronische Abfälle zu gigantischen Bergen an und verbrennen diese, so dass sie Kupferdrähte, Gold- und Silberfäden herausfischen können und damit ein paar Dollar verdienen, indem sie die Metalle an Händler zur Wiederverwertung verkaufen. Jungen zertrümmern Computerbatterien mit Schlägern, um an das Kadmium heranzukommen – giftige Flecken davon bedecken ihre Hände und Füße, während sie arbeiten. Sie inhalieren den Rauch, der von den verbrannten Telefongehäusen aufsteigt, während sie die verschiedenen Arten von Plastik für die Wiederverwertung identifizieren und separieren.

Die Gegenwart und die Zukunft sehen so düster aus wie die Vergangenheit. Solltet ihr euch Sorgen machen? Ja. Denn DAS ist es, was eure Smartphones und Laptops dem Planeten antun – von ihrer Herstellung über ihren Vertrieb und bis hin zu ihrer Entsorgung…

In Ghana verbrennen Arbeiter Plastik, um Drähte für USB-Ladegeräte und Smartphones zu ergattern

In der Bingham Canyon Mine in Utah in den USA – die tiefste Tagebau-Mine der Welt – suchen die Minenarbeiter laufend nach noch mehr Kupfer für Smartphone-USB-Kabel und Laptops.

Arbeiter im Kongo graben nach Gold für die Platinen in Smartphones und Laptops.

Das ist Berkeley Pit, eine Kupfermine außerhalb von Butte, Montana in den Vereinigten Staaten. Hier wurden Kupfer, Gold, Silber und andere wertvolle Metalle abgebaut. In Kombination mit den Metallen und den Chemikalien, die für den Abbau verwendet wurden, ist die Mine zu einem gigantischen und giftigen See geworden.

Diese gigantische Gold- und Kupfermine in Indonesien liefert Metalle für Telefonhersteller. Sie gehört der Newmont Mining Corp.; das ist das weltweit zweitgrößte Goldbergbauunternehmen. Das Unternehmen wird beschuldigt, gefährliche chemische Substanzen von seinen Minenarbeiten in die Buyat Bay von Indonesien eingeleitet zu haben.

Im Longjiang-Fluss in China verdünnen Feuerwehrleute Wasser, das mit Kadmium verseucht worden ist. Kadmium ist ein Mineral, das für die Herstellung von Smartphone-Batterien verwendet wird.

Der elektronische Müll wird Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2017 auf 60 Millionen Tonnen angestiegen sein.

Bei E-Parisara – eine Firme, die Elektromüll in Dobbspet in Indien recycelt – sammeln sich die Teile von elektronischen Geräten schneller an als sie recycelt werden können. Deshalb formen sich große Haufen von schädlichem Technikmüll in der Mitte der Straße.

Dieses Mädchen in Guiyu zerlegt Laufwerke von Computern, um an die Materialien heranzukommen, die darin verarbeitet wurden.

Seit den 1980er Jahren landet elektronischer Müll von anderen Ländern am Ende in China. Die Teile werden in der Stadt Guiyu zerlegt; das ist eine Region mit 21 Dörfern, in der mehr als 5.500 von Familien geführte Geschäfte den Müll abwickeln.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Mann pflanzt 37 Jahre lang jeden Tag Bäume an derselben Stelle. 37 Jahre später ist er überwältigt von seinem Werk

in Umwelt/Welt

„Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug weiterpflanzen.“

Seitdem er im Jahr 1979 damit begonnen hat, hat Jadav Payeng es ganz alleine geschafft, einen Wald anzupflanzen, der heute größer ist als der Central Park in New York City im Staat New York. Diesem entschlossenen Baumpfleger ist es zu verdanken, dass eine sterbende Ödnis heute zu einem tropischen Paradies geworden ist. Phänomenal ist außerdem, dass 115 Elefanten, Nashörner, Rotwild und Tiger diesen 550 Hektar großen Wald heute ihr Zuhause nennen.

Payeng hat einen Traum: Er will in seiner Heimat, auf der Flussinsel Majuli im Nordosten Indiens, sowie auf der Nachbarinsel Jorhat die wunderschönen Wälder wiederherstellen, die sie einst bedeckt haben.

Landwirtschaftliche Entwicklungen und der Einfluss der Menschen haben die natürliche Schönheit seiner Heimat zerstört. Aber Payeng trägt seinen Teil dazu bei, um das einstige Ökosystem wieder zum Leben zu erwecken. Er ist ein Mann mit einer Mission und er beweist, dass kleine Taten jeden Tag sich zu gewaltigen Änderungen im Laufe der Zeit addieren können!

Payeng sagt: „Diese Bäume zu fällen wird nichts ausrichten! Ihr müsst zuerst mich fällen, bevor ihr meine Bäume fällt!“

Schaut euch hier im Nachfolgenden Payengs wunderschöne Geschichte an:

<iframe src=“https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fnatgeo%2Fvideos%2F10153621205673951%2F&show_text=0&width=560″ width=“560″ height=“315″ style=“border:none;overflow:hidden“ scrolling=“no“ frameborder=“0″ allowTransparency=“true“ allowFullScreen=“true“></iframe>

„Trefft den Mann, der einen Wald gepflanzt hat.“

Wenn euch dieser Artikel gefallen hat oder ihr darin etwas Neues gelernt habt, dann vergesst bitte nicht, ihn auch mit anderen zu teilen, so dass diese ebenso eine Chance darauf haben, diese kostenlos verfügbaren Informationen zu erhalten. Dieser Artikel ist Open Source und ihr könnt ihn umsonst rebloggen oder verwenden, wenn ihr einen direkten Link zurück auf die ursprüngliche URL des Artikels setzt. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt und eine Open Source-Initiative unterstützt. Wir glauben, dass alle Informationen frei und für alle verfügbar sein sollten. Euch noch einen schönen Tag und hoffentlich sehen wir uns bald wieder!

Übersetzt aus dem Englischen von amazyble.com.

Quellen:


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10-jähriges Schulmädchen wehrt sich gegen Gruppenvergewaltigung, wird angezündet und in einen trockenen Brunnen geworfen

in Kriminalität/Menschenrechte

Das arme Kind erlitt Verbrennungen von 60% ihres Körpers und kämpft in einem städtischen Krankenhaus um ihr Leben. Die Männer, die versucht haben es zu vergewaltigen, sind immer noch auf der Flucht…

Es ist ein wirklich grauenhafter Vorfall: Zwei Männer im ostindischen Distrikt Seraikela-Kharsawan haben einem 10 Jahre altes Schulmädchen gewaltsam die Kleider vom Leib gerissen, es mit Kerosin überschüttet, es angezündet und es in einen ausgetrockneten Brunnen geworfen – weil es sich gegen eine Massenvergewaltigung gewehrt hat und die Flucht zu ergreifen versucht hat. Das arme Kind erlitt Verbrennungen an 60% ihres Körpers und kämpft im Tata Main Hospital-Krankenhaus in Jamshedpur um ihr Leben.

Laut der Zeitung The Hindustan Times, hatte die Schülerin der vierten Klasse draußen vor ihrem Zuhause im Ort Kandra im Distrikt Seraikela-Kharsawan gespielt, als zwei Männer versucht hatten, es mit Süßigkeiten anzulocken. Als das Mädchen ablehnte, entführten sie es und brachten es zu einem nahegelegenen Steinbruch, wo sie versuchten es zu vergewaltigen.

Als das Mädchen sich wehrte und zu fliehen versuchte, fingen die zwei Männer es wieder ein, übergossen es mit Kerosin und steckten es in Brand, um es anschließend in einen verlassenen und ausgetrockneten Brunnen zu werfen – ein Versuch, das Mädchen umzubringen. Danach verließen sie rasch den Ort des Geschehens. Erst als ein Passant das Mädchen rufen hörte, konnte sie von den Dorfbewohnern herausgezogen werden und mit schweren Verbrennungen in ein Pflegeheim gebracht werden.

Die örtliche Polizei von Jharkhand hat den Tatbestand der versuchten Vergewaltigung und des versuchten Mordes aufgenommen und erlebt Anklage gegen die zwei nicht identifizierten Männer, die immer noch gefunden werden müssen. Obwohl die Polizei berichtet, sie habe einen Kanister, Streichhölzer und verbrannte Kleider am Ort des Verbrechens gefunden, die dem Mädchen gehören, haben die Beamten Schwierigkeiten Zeugen zu finden, obwohl der Übergriff am frühen Morgen stattgefunden hat.

Sumeet Kumar ist Polizeioffizier der Unterabteilung im Distrikt Seraikela-Kharsawan. Er erklärte gegenüber dem The Indian Express:

„Das Opfer hat eine Aussage bei der Polizei gemacht. Wir haben einen Fall aufgenommen. Das Mädchen hat ausgesagt, es könne die Männer identifizieren, aber es kenne ihre Namen nicht. Wir haben sieben Verdächtige festgenommen. Vorläufige Untersuchungen haben ergeben, dass das Paar Eheprobleme hatte. Die Frau hatte auch zwei andere Kinder, die bei den Eltern lebten. Aber sie werden vermisst.“

„Genauere Untersuchungen werden benötigt, um die Behauptungen verifizieren zu können. Der Ablauf der Ereignisse muss noch rekonstruiert werden. Niemand scheint den Vorfall bemerkt zu haben, obwohl es am helllichten Tag geschah und obwohl der Ort nicht abgelegen ist. Der Ehemann und seine Ehefrau hatten zuvor heftig gestritten, was zu einer Beschwerde bei der Polizeistation geführt hatte. Wir gehen der Sache auf den Grund.“

Der Zuständige Arvind Kumar Singh von der Polizeistation in Kandra sagte jedoch: Nachdem die Familie des Mädchens erst vor zwei Jahren von Westbengalen nach Kandra umgezogen war, geht die Polizei auch der Möglichkeit nach, ob eine Bekanntschaft in den brutalen Angriff verwickelt sein könnte.

JUGENDSTRAFRECHT IN INDIEN VERSCHÄRFT

Es wird davon ausgegangen, dass in Indien die größte Anzahl sexuell missbrauchter Kinder weltweit lebt. Das Land verzeichnete einen Anstieg der Kindesvergewaltigungen um 151% zwischen 2009 (5.484) und 2014 (13.766). Die Daten des nationalen Büros zur Erfassung der Kriminalfälle (National Crime Record Bureau) zeigen, dass statistisch gesehen alle 30 Minuten eine minderjährige Person in Indien missbraucht wird.

Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Laut einer Studie zum Kindesmissbrauch vom Ministerium für Frauen und Kindesentwicklung, melden die meisten Kinder die Vorfälle nicht, weil damit ein ihnen lebenslang anhaftendes Stigma verbunden ist.

In Reaktion auf die Gruppenvergewaltigung von zwei minderjährigen Kindern in Indiens Hauptstadt Neu Delhi im Oktober 2015 empfahl der oberste Gerichtshof von Madras die Kastration als eine Form der Bestrafung für all jene, die Kinder vergewaltigen – mit dem Ziel, dass potenzielle Täter von solchen sexuellen Übergriffen auf Minderjährige abgeschreckt werden sollten.

Richter N Kirubakaran hatte festgestellt, dass mehrere Länder – darunter die Vereinigten Staaten, Polen, Russland und Südkorea – Kastration als eine Möglichkeit eingeführt hatten, um mit Sexualstraftätern umzugehen, die sich an Kindern vergehen. Der Richter schlug eine Verfügung vor, die in Verbindung mit dem Fall eines britischen Nationalbürgers erlassen wurde, der beschuldigt wurde, einen indischen Jungen im Teenageralter im Jahr 2011 sexuell missbraucht zu haben:

„Die traditionellen Gesetze sind nicht strikt genug, um den gewünschten positiven Effekt zu erzielen. Obwohl die Vorstellung der Kastration barbarisch klingen mag, sollten barbarische Verbrechen dennoch definitiv barbarische Maßnahmen zur Bestrafung mit sich bringen – allein der Gedanke an die Bestrafung sollte potenzielle Täter davon abschrecken, die Straftat zu begehen. Dieses Gericht ist sich sicher, dass die zusätzliche Bestrafung von Kindervergewaltigern mit einer Kastration magische Ergebnisse erzielen würde bei der Vorbeugung und bei der Eindämmung von Kindesmissbrauch.“

„Wenn das Gesetz ineffektiv ist und nicht in der Lage ist, die Bedrohung anzugehen, kann dieses Gericht die Hände nicht gefaltet im Schoß liegen lassen und ein stiller Beobachter bleiben, unbewegt und ohne Notiz von den aktuellen Geschehnissen zu nehmen: furchtbare, markerschütternde Gruppenvergewaltigungen von Kindern in verschiedenen Teilen Indiens. Es wäre nicht nur eine Ungerechtigkeit gegenüber den kindlichen Opfern des Missbrauchs, sondern es würde auch einer Verletzung des Eides gleichkommen, der von diesem Gericht abgelegt wurde.“

Kann Kastrierung die sozialen Grundlagen für Kindesvergewaltigung behandeln? Bitte teilt eure Gedanken zu diesem Thema mit uns unten in der Kommentarsektion…

Vergewaltigung & Strafe: Sollten Vergewaltiger kastriert werden?

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Dieses fremdenfeindliche Inselvolk kämpft ums Überleben und tötet jeden Fremden Besucher

in Umwelt/Welt

Die Insel North Sentinel Island ist die westlichste Insel der Inselgruppe der Andamanen im indischen Ozean. Sie liegt im Golf von Bengalen östlich der Küste Indiens und gehört zu Indien. Die Insel ist seit mehr als 60.000 Jahren die Heimat des Stammes der Sentinelesen. Während dieser gesamten Zeit hatten sie nur wenig Kontakt mit der Außenwelt und zeigten sich gewalttätig und feindselig gegenüber Außenseitern. Das Ergebnis dieser Erfahrungen war, dass die indische Regierung beschlossen hat, jegliche weitere Versuche der Kontaktaufnahme mit den Inselbewohnern zu beenden; die Regierung hat eine drei Meilen (ca. 4,8 Kilometer) umfassende Sperrzone erwirkt.

Die Insel mag wie ein exotisches Paradies erscheinen, wie wenig auch über die mysteriöse Insel und über ihre geschätzte Bevölkerung von 400 – 500 Menschen bekannt sein mag.

Die Insel ist ungefähr so groß wie der New Yorker Stadtteil Manhattan (ca. 60 Quadratkilomete) und besteht hauptsächlich aus einer waldähnlichen Landschaft.

Der Stamm hat gezeigt, dass er kein Interesse an der modernen Welt hat, indem er sich ungastlich gegenüber Außenstehenden zeigte. Im Jahr 2006 töteten die Sentinelesen zwei Männer, die in der Nähe der Insel auf Fischfang unterwegs waren.

Es ist sogar überliefert, dass sie Steine werden und Pfeile abschießen auf Flugzeuge und auf Helikopter; das hat bislang jeden davon abgehalten, jedwede Art von qualitativ hochwertigen Fotos von den Inselbewohnern zu schießen.

Viele wagen sich immer noch entweder auf oder in die Nähe von North Sentinel Island – sogar dann noch, als es für illegal erklärt worden war, die drei Meilen umfassende Sperrzone zu betreten.

Der Organisation Survival International zufolge, dringen sowohl Menschenrechtsaktivisten, die sich für die Rechte von Stammesgruppen einsetzen, als auch ortsansässige Fischer häufig in den Bereich der Insel ein; einer wurde sogar von den Behörden verhaftet, weil er die Insel betreten hatte.

Aus einer Vielzahl von Gründen, unter anderem Gewalt und Krankheiten, sind damit die Sicherheit und sogar das Überleben des Stammes gefährdet.

Stephen Corry ist der Leiter von Survival International. Er sagte: „Die Andamaner, die in mehrere Ethnien geteilte Urbevölkerung der als Andamanen bekannten indischen Inseln, wurden von Krankheiten dahingerafft, als die Briten die Inseln in den 1800er Jahren kolonialisierten.“

„Der letztbekannte, vollständig ausgerottete Stamm war der Stamm der Bo, dessen letztes Mitglied erst vor vier Jahren verstorben ist.“

„Die einzige Möglichkeit, wie die Behörden der Andamanen die Annihilierung eines weiteren Stammes verhindern kann, ist sicherzustellen, dass North Sentinel Island vollständig vor Außenstehenden geschützt wird.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Frau wegen Widerstand gegen sexuelle Belästigung von Angreifern brutal mit Stock geschlagen

in Menschenrechte

Auch der Ehemann der Frau wurde geschlagen, während ihre kleine Tochter den schrecklichen Vorfall heulend mitansehen musste.

Bei einem schockierenden Vorfall versuchten zwei Schlägertypen eine Mutter von zwei Kindern zu begrabschen, als sie inmitten eines belebten Marktes in einer Kleinstadt in ostindischen Bezirk Mainpuri nach dem Weg fragte. Als sie sich dem sexuellen Übergriff widersetzte, wurde die Frau am hellichten Tage wiederholt rücksichtslos auf ihren Kopf, den Rücken und die Schultern geschlagen. Auch der Ehemann der Frau wurde geschlagen, während ihre kleine Tochter den schrecklichen Vorfall heulend mitansehen musste, als es passierte.

„Ich fragte ein paar Leute nach Ajays Geschäft, aber sie sagten, dass ich mit reinkommen soll, sie würden es mir sagen. Ich bat ihn, respektvoll zu sprechen. Aber er fing an, uns zu beleidigen und mit uns zu streiten. Die Person benutzte einen Stock, um meinen Ehemann zu schlagen, aber stattdessen schlug er mich“, sagte das Opfer – das damit drohte, sich zu erschießen, wenn die Schuldigen nicht verhaftet werden – zu Asian News International.

Einer der Angreifer wurde verhaftet und eine Untersuchung in die Wege geleitet, um zwei weitere Angreifer zu finden, die mit dem anscheulichen Vorfall in Verbindung stehen. Polizeiinspektor Sunil Saxena erklärte gegenüber den Medien:

„Wir haben als Vorbeugungsmaßnahme die Beschuldigten in Gewahrsam genommen. Der Beschuldigte wurde innerhalb weniger Stunden nach dem Vorfall verhaftet und danach wurde eine Sondereinheit gebildet, um die verbleibenden Täter zu festzunehmen. Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet, zu dem ein Überwachungsteam und Sub-Inspektoren gehören. Ich beaufsichtige das; wir werden bald die verbleibenden Verfahren abgeschlossen haben.“

Virale Videos, die aus dem Heimatgebiet des Ministerpräsidenten von Uttar Pradesh, Akhilesh Yadavs Vater Mulayam Singh Yadav stammen, zeigen die Frau bei einem Handgemenge mit einer Gruppe junger Männer, als sich ein anderer Mann mit einem großen Stock nähert und sie damit schlägt.

Einer der Angreifer, der als Anand Yadav identifiziert wurde, beleidigte auch die Frau (die Berichten zufolge schwere Kopfverletzungen erlitten haben soll), nachdem er gewaltsam ihre Kopfbedeckung entfernt hatte. Man sieht, wie die Frau blutet; ironischerweise waren die Schaulustigen damit beschäftigt, den Angriff aufzunehmen, aber niemand versuchte, dem Paar zu helfen.

Uttar Pradesh steuert auf eine in weniger als drei Wochen stattfindende Wahl zu; die Videos wurden von Oppositionsparteien für sich vereinnahmt, als Beweis dafür, dass weder die Regierungspartei (unter Führung des Vaters des Ministerpräsidenten) noch der Ministerpräsident genug dafür tun, um die kriminellen Elemente zu bekämpfen, die in dem Staat frei schalten und walten können.

„Es gibt einen kompletten Zusammenbruch von Recht und Ordnung. Der Ministerpräsident kann soviele neue Pläne schmieden wie er will, aber da die Polizei und die Leute von den ungebändigten Elementen eingeschüchtert sind, die von staatlicher Seite geschützt werden, wird nichts fruchten“, sagte Vijay Bahadur Pathak, ein ranghohes BJP-Führungsmitglied.

Tweet: „Indien, ein Land, das Kühe verehrt, aber Frauen vergewaltigt und in der Öffentlichkeit schlägt. Ich schäme mich dafür, ein Inder genannt zu werden. – Albert Arul Prakash“

Anfang Dezember erlitt ein 10-jähriges Mädchen, das vor ihrem Zuhause im ostindischen Bezirk Seraikela-Kharsawan spielte, an 60% ihres Körpers Verbrennungen, nachdem zwei unbekannte Männer sie mit Kerosin übergossen, anzündeten und in einen ausgetrockneten Brunnen warfen, weil sie sich gegen ihre Vergewaltigung wehrte und zu fliehen versuchte.

Trotz öffentlicher Empörung und Gesetzesänderungen ist sexuelle Belästigung gegen Frauen in Indien weiterhin ein Grund zur Besorgnis. Obwohl die Zahlen das wahre Ausmaß der Krise nur unzureichend wiedergeben, wurden 2015 in ganz Indien mindestens 34.651 Fälle von Vergewaltigung und 4.437 Fälle von versuchter Vergewaltigung gemeldet.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


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Das Netz für Tiere: Soziale Medien jagen vier Hundequäler

in Tierrechte/Welt

Dieses Video stammt aus Chandigarh in Indien und wurde online geteilt. Darin schleudert ein Mann gewaltsam einen Hund herum, während er ihn an den Füßen festhält.

Ein kürzlich veröffentlichtes Video aus Indien zeigt eine Gruppe Männer, die einen Hund missbrauchen. Das Video ist wirklich herzzerreißend. Für all jene unter uns, die das Video lieber nicht ansehen wollen, reichen allein die Beschreibung und das Bild schon aus.

 

 

Über die sozialen Medien ist eine Jagd entbrannt, um die vier Männer zu finden, die einen Hund im Norden von Indien gequält haben. Ein Video ist aufgetaucht, in dem vier junge Männer einen Hund herumschwingen, während sie seine Hinterläufe festhalten. Sie schlagen das Tier wiederholte Male. Der Vorfall hat sich so in Chandigarh ereignet.

Innerhalb von wenigen Tagen wurde das Video mehr als eine Million Mal angesehen (vom 7. bis zum 21. September insgesamt schon mehr als 8 Millionen Mal) und die Menschen sind verständlicherweise entsetzt vor Wut.


Ekel erregend.


Diese grausamen Monster sollten eingesperrt und bestraft werden. Sie sind keine Menschen, sondern Teufel. Sie sollten auf die gleiche Weise herumgeschwungen werden.

Das sich mittlerweile viral verbreitende Video enthüllt zwar nicht die Identitäten der Männer, aber einige Kommentatoren glauben zu wissen, wo der Vorfall stattgefunden hat.


Ich richte meinen Appell an die Polizei, an die SPCA (Society for the Prevention of Cruelty to Animals, etwa: Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeit gegenüber Tieren), an die Allgemeinheit und an alle, die ein Herz haben. Findet diese Männer und lasst sie bezahlen. Ich habe einen Hund. Er ist mein Leben. Niemand darf so etwas tun, bloß weil er stärker ist und höher in der Nahrungskette angesiedelt ist. Sperrt sie zusammen mit einem Tiger ein und sagt ihnen, dass sie dasselbe noch einmal machen sollen. Bitte findet sie. Es heißt, dass das in Chandigarh passiert ist.

Chandigarh und Grausamkeit gegen Tiere

Diese Situation erinnert uns an einen anderen Fall der Tierquälerei aus dem letzten Jahr. Dabei hingen vier Männer einen Hund an den Hinterläufen auf und verprügelten ihn mit Stöcken. Danach wurde der Hund in einen Sack gepackt und in der Nähe von Aerocity weggeworfen.

Kinder, die in der näheren Umgebung gespielt haben, nahmen ein Video von dem Hund auf, während er an einem Baum aufgehängt wurde und verbreiteten es in den sozialen Medien, woraufhin eine Ermittlung erfolgte. Rechtliche Schritte wurden gegen die Männer eingeleitet und eine Untersuchung wurde durchgeführt. Die Männer wurden festgenommen und am 26. Januar 2016 gegen Kaution freigelassen.

Was haltet ihr davon? Bitte kommentiert diesen Post und teilt die Nachricht!

Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com.


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Indien: Mann erfindet essbare Löffel, um die Welt vor Plastikmüll zu verschonen

in Umwelt

Man kann es einen neuen Meilenstein der Nachhaltigkeit nennen, oder einfach nur eine köstliche Alternative zu Plastikbesteck: Der Gründer von Bakey’s, Narayana Peesapaty, erfand 2011 zu 100% aus natürlichem Material bestehende, essbare Löffel — die man zum essen benutzen und danach selber essen kann — als eine umweltfreundliche und nahrhafte Art, um Essen zu konsumieren. Seit 2011 hat er es geschafft, in Indien jedes Jahr 1,5 Millionen Löffel zu verkaufen. Sie werden aus dem Mehl von Reis, Weizen und Sorghumhirse in acht süßen und herzhaften Geschmacksrichtungen hergestellt: Zucker, Ingwer-Zimt, Ingwer-Knoblauch, Sellerie, schwarzer Pfeffer, Kreuzkümmel, Pfefferminz-Ingwer und Karotte-Rote Beete.

Im April startete Bakey’s eine Crowd Funding-Kampagne auf Kickstarter, um die Mittel aufzutreiben, die benötigt werden, um über den Bereich essbarer Löffel hinauszugehen und eine Besteckrevolution auf der ganzen Welt in Gang zu bringen. Ihre Absicht ist es, verzehrbare Essstäbchen, Dessertlöffel, Gabeln, Tassen, Teller und viel weiteres traditionelles Einweggeschirr bereitzustellen. 9.293 Unterstützer stellten dafür 278.847 Dollar zur Verfügung — 14mal mehr als das ursprüngliche 20.000-Dollar-Ziel — um Bakey’s dabei zu helfen, die sich derzeit auf dem Markt befindlichen Wegwerfutensilien zu ersetzen.

Ein Bakey’s-Löffel überdauert 20 Minuten in heißer Flüssigkeit und kann zwei bis drei Jahre gelagert werden. Wenn man ihn nicht essen will, kann man ihn einfach wegwerfen, er zersetzt sich innerhalb von fünf Tagen. Man muss sich vorstellen, dass allein in den USA jedes Jahr ungefähr 40 Milliarden Stück wiederverwendbares Plastikbesteck weggeworfen werden und dass es bis zu 1.000 Jahren dauern kann, bis dieser Plastikmüll abgebaut ist. Peesapaty sagte zu The Economic Times:

Ungefähr 120 Milliarden Stück Einwegbesteck werden jedes Jahr in Indien weggeworfen. Plastik beinhaltet Chemikalien, die in die Nahrung oder Getränke gelangen und Krebs verursachen können. Mein Ziel ist daher, Plastik komplett von unseren Nahrungsmitteln fernzuhalten.

Bevor er Hersteller von essbaren Löffeln wurde, war Peesapaty Forscher am International Crop Research Institute for Semi Arid Tropics (ICRISAT) in der indischen Stadt Hyderabad. Wann immer er reiste, fühlte sich Peesapaty schrecklich schuldig, Plastikbesteck zu benutzen und dachte oft darüber nach, eine Alternative zu erschaffen. In dem folgenden TEDx-Vortrag erklärt er, warum Plastik, insbesondere Plastikbesteck, aus unserem Leben verbannt werden sollte:

Die Idee, wie man essbare Löffel herstellen kann, kam ihm während eines Flugs im Jahre 2004, als er einen Passagier sah, der ein Stück Khakra — dünne indische Cracker, die aus Mattenbohnen, Weizenmehl und Öl gemacht werden — als Löffel benutzte, um seinen Nachtisch zu essen. Nach vielen Nachforschungen und persönlichen Investitionen (es kostete ihn über 6 Millionen indische Rupien, um die Prototypen zu entwickeln und eine Vorserie zu realisieren), gab Peesapathy seinen Job auf und stellte die erste Ladung er, hauptsächlich, indem er Hirse und einige allgemein verfügbare Gewürze verwendete. An Gemüse wurden Spinatbrei, Rote Beete und Karotten benutzt, um Farbe hinzuzufügen.

Außer den Gebrauch von Plastik einzudämmen, wollte ich verstehen, wie Sorghumhirse als eine Alternative zu Reis gefördert werden kann, der mehr natürliche Ressourcen wie Wasser beansprucht. Im Vergleich dazu, verbraucht die Sorghumhirse nur ein Viertel des Wassers, das für den Reisanbau gebraucht wird, ist einfach anzubauen und hat einen guten Nährwert. Dies brachte mich dazu, an einem organischen Löffel zu arbeiten, gleichzeitig einen Markt für Hirse zu fördern und Farmer zu motivieren vom Reis wegzukommen.

bakeys

Vor fünf Jahren begann Bakey’s damit, 50.000 essbare Löffel monatlich zu verkaufen; heute bekommen sie Bestellungen für über 30 Millionen Löffel. „Als wir mit Bakey’s begannen, war die allgemeine Auffassung, dass es nicht funktionieren würde; dass wir darum kämpfen müssten, Bestellungen für das Produkt zu bekommen. Nun stehen wir einzig und allein vor der Herausforderung, mit der Zahl der Bestellungen Schritt zu halten und sie alle abzuwickeln“, fügte er hinzu.

Die Fertigungseinheit von Bakey’s ist ein reines Frauenunternehmen, und abgesehen davon, Plastik zu vermeiden, bietet Bakey’s Frauen mehr Job-Möglichkeiten, wodurch sie in die Lage versetzt werden, unabhängiger zu werden und dadurch auch für die Haushaltsausgaben aufzukommen. Das komplett aus Frauen bestehende Team arbeitet nicht nur gerne bei Bakey’s, sondern sie kümmern sich auch um das Anliegen.

„Wir mischen zuerst die Gewürze und das Mehl und verkneten sie zusammen mit Wasser. Der Teig wird dann durch eine Walzmaschine geschickt, von wo sie gesammelt und in einem Ofen gebacken werden. Es dauert 3-5 Minuten, um einen Satz von 100 bis 500 Löffeln zu machen“, sagt die 29-jährige Sarita, eine der 13 Frauen, die zurzeit bei der Produktionsanlage beschäftigt sind. „Jeder bei der Anlage benutzt diese Löffel. Es geht schon ein paar Jahre, aber wir hatten keine Probleme mit dem Produkt.“

Bakey’s strebt sowohl eine tägliche Produktion von 800.000 Löffeln und/oder anderen Utensilien an, als auch eine Minimalisierung der Kosten der Löffel, um ein Maximum an Leuten zu erreichen. Peesapathy schreibt auf Kickstarter:

Der Wandel ist unaufhaltsam. Bevor uns dieser Wandel überraschen und überwältigen kann, sollten wir die Instrumente dieses Wandels sein. Ich erschuf dieses Geschäft, um die allgemein bekannte Tatsache zu widerlegen, dass sich Umweltschutz und soziale Verantwortung kaum mit einer gesunden Geschäftsentwicklung vereinbaren lassen. Für Bakey’s sind umweltbezogene und soziale Verbesserungen das Geschäft.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

Fotograf erzählt die tragische Geschichte indischer Lesben in 30 herzzerreißenden Bildern

in Medien/Menschenrechte

In Sektion 377 des indischen Strafgesetzbuches – das vor mehr als 150 Jahren in Kraft getreten ist – heißt es. Wer auch immer freiwillig körperlichen Verkehr gegen die Ordnung der Natur mit egal welchem Mann, egal welcher Frau oder egal welchem Tier hat, der soll mit einer Freiheitsstrafe auf Lebenszeit oder mit einer Freiheitsstrafe belegt werden, die mehr als zehn Jahre betragen kann; außerdem kann die Person mit einer Geldbuße belangt werden. Mit anderen Worten: Homosexuellen wird die Luft zum Atmen abgeschnürt in der größten Demokratie der Welt.

Letzten Monat gab die indische Regierung einen Gesetzesentwurf frei, in dem die kommerzielle Leihmutterschaft verboten wird. Ziel dieses Gesetzesentwurfes ist es, Ausländern, Menschen mit indischer Herkunft, Paaren mit Kindern, Lebensgefährten, alleinerziehenden Eltern und Homosexuellen die Möglichkeit zu verwehren, Kinder über eine Leihmutter zu bekommen. Nach der Verkündung der Entscheidung erklärte der indische Außenminister Sushma Swaraj den Reportern: „Wir erkennen Homosexuelle oder Lebenspartnerschaften nicht an, deshalb ist es ihnen nicht erlaubt, Babys über eine Leihmutterschaft in Auftrag zu geben. Das geht gegen unser Ethos.“

Aber wie ist es nun wirklich, in Indien homosexuell zu sein? Nachdem das Gesetz des Landes Homosexuelle als Kriminelle stigmatisiert, müssen sie ihre sexuellen Vorlieben geheim halten („remain in the closet“; wörtlich: im Schrank bleiben). Es ist schwer, die emotionale Pein zu ermessen, die Schwule, Lesben und Bisexuelle erleiden müssen – ob sie nun im Geheimen lieben oder es wagen, sich zu outen. Vor kurzer Zeit schrieb Anamika Pareek, eine „stolze Lesbe“ dazu auf Quora:

„Der Grund, warum wir uns verstecken müssen und uns die ganze Zeit verstellen müssen ist, dass die Gesellschaft uns hassen würde. Der einzige Grund, warum wir meistens depressiv sind und Selbstmordgedanken haben ist der, dass wir niemandem davon erzählen können und nicht jeder ist so mutig und offenbart sich und stellt sich den Problemen… Neulich wollte meine Freundin mich küssen. Ich habe ihr gesagt, dass sie noch ungefähr jahrelang damit warten muss, bis wir zusammenleben, weil wir ins Gefängnis kommen, wenn uns irgendjemand sieht. Obwohl ich sie getröstet habe, ist ein ‚Zusammenleben‘ hier eher ein nahezu unerreichbarer Traum, weil meine Eltern sich Gedanken darüber machen, wie sie mich verheiraten können (natürlich mit einem Mann).“

Trotzdem hat der Fotograf Arjun Kamath die Probleme der Homosexuellen in Indien in einer Fotoserie thematisiert, die den treffenden Titel Coming out trägt. Die erfundene Geschichte handelt von zwei Frauen, die sich der Welt offenbaren – vom ersten Moment der Liebe und de Mutes an. Erzählt wird die Geschichte durch die Figur Maitreyi, die ihre Freundin Alpana in einen Wald hinausführt, bis sie ein schreckliches Ende nimmt (Fotos & Untertitel: Arjun Kamath).

Wir leben in einer freien Welt.

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Maitreyi hat die Tür zum ersten Mal geöffnet.

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Ein kalter Wind blies erbarmungslos und ließ Alpana bis ins Mark erzittern, als sie die knarzende Schranktür öffnete. Blitze in der Ferne flößten der ohnehin schon nervösen Alpana noch mehr Angst ein, so dass sie erst gar nicht aus dem Schrank heraustreten wollte.

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Die Zweige knackten unter Alpanas Füßen, als sie aus dem Schrank herausstolperte; nur die Ruhe in Maitreyis Präsenz gab ihr die Hoffnung, dass der Wald ein sicherer Ort sein könnte.

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Die Wildnis hielt den Atem an, als Alpana ihre Freundin Maitreyi umarmte; die jungen Frauen waren schon seit einer solch langen Zeit in einander verliebt. Endlich waren sie aus dem Schrank herausgetreten – und nun führte kein Weg mehr zurück.

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Während Maitreyi und Alpana das Wohlgefühl aus der Umarmung genossen, begann die glühende Sonne mit ihrem glühenden Antlitz inmitten der gefährlichen Wolken hervorzubrechen.

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Die Liebe zwischen Maitreyi und Alpana überstrahlte und veränderte die Stimmung in dem Wald.

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Sie spazierten Hand in Hand, beobachteten die krächzenden Schwalben, während sie die flirrenden Libellen in einem Tanz zwischen Leben und Tod jagten. Die goldene Sonne hatte die Furcht in ihren Herzen verbrannt und sie stattdessen mit Hoffnung erfüllt.

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Die jungen Frauen lächelten im Wohlgefühl ihrer neugefundenen Behaglichkeit. Sie beschlossen, Verstecken zu spielen.

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Alana flüsterte: „Jetzt kann ich machen, was immer ich will.“ Maitreyi lächelte und antwortete: „Ich habe dich noch nie aufgehalten.“

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Alpana zog den Knoten ein letztes Mal fest. „Viel Glück, Mai“, flüsterte sie.

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Maitreyi und Alpana waren noch nie so glücklich gewesen.

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Maitreyi ließ sich auf das sanfte Knirschen ihrer Füße auf den Steinen ein, die ihren Weg säumten. Der feine Hauch des Windes rauschte über ihr Gesicht, als sie im Wald herumlief und versuchte, Alpana zu fangen.

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Plötzlich fiel Maitreyi während des Spiels zu Boden. Sie krümmte sich vor Schmerz und setzte sich in das feuchte Gras, umklammerte dabei ihren Fuß. Ein fieser Dorn hatte sich in ihr Bein gebohrt und sie hatte große Schmerzen.

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Als sie sah, dass Maitreyi Schmerzen hatte, breitete sich ein Gefühl der Melancholie in Alpanas Brust aus. Alpana fasste sich jedoch ein Herz, um Maitreyi zu trösten und zog den Dorn aus ihrer Haut.

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Maitreyi streichelte mit dem Daumen sanft Alpanas Ohrläppchen, während ihre Finger die Rückseite ihres Kopfes hielten als sie sich bestimmt, aber doch verführerisch nach vorne lehnte und mit ihren Lippen Alpanas Nase liebkoste. „Es ist nicht deine Schuld…“, flüsterte Maitreyi.

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Ganz ähnlich wie Maitreyi und Alpana hatte auch Parivala ein paar Tage zuvor die Freiheit in jenem Wald gefunden. Als sie sah, dass wie die Mädchen einander umarmten, ging ihr das Herz vor Freude auf. Sie war glücklich, dass die Mädchen sich für einander und nach außen geöffnet hatten.

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Parivala segnete die jungen Frauen und ging von dannen.

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Ein neuer Tag war indes angebrochen und der Hoffnungsschimmer wurde mit jeder Minute stärker, die verging.

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Das glückliche Lachen von Maitreyi und Alpana hallte durch den Wald. Aber irgendwo weit entfernt hörten sie, wie sich etwas bewegte.

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Die Rakshasas (Monster in der hinduistischen Mythologie) des Waldes hatten das Lachen von Maitreyi und Alpana gehört.

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Die einzig erlaubte Liebe war die zwischen Mann und Frau.

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Maitreyi und Alpana würden für ihre Sünde bestraft werden: denn sie liebten einander, keinen Mann.

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Gnadenlos wurden Maitreyi und Alpana durch den Wald geschleift.

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Die Liebe, die sie zusammengebracht hatte, war auch die Liebe, die sie auseinanderreißen würde.

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Maitreyi und Alpana wurden zurück in den Schrank gedrängt.

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Maitreyi umklammerte Alpanas Hand fest, als sich die Türen hinter ihnen verschlossen.

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Schwer hing die Stille in der Luft, so als wäre der Wald seiner Seele beraubt worden, während Maitreyi und Alpana einander ein letztes Mal umarmten, bevor sie in Flammen aufgingen.

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Schwarzer, dichter Rauch füllte den Schrank und die sengende Hitze machte das Atmen langsam unmöglich.

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Gott weinte lautlosen Regen, als Parivala schrie und schluchzte… Aber es war bereits zu spät. Sie hatte die jungen Frauen vor ein paar Tagen erst gesegnet und nun waren sie für immer fort.

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Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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