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Dieser Nationalpark hat beschlossen, Wilderer an Ort und Stelle zu erschießen, und hat bislang 50 getötet

in Tierrechte

Die Wächter sind dazu ausgebildet, um auf Wilderer zu schießen und sie zu töten, welches der Grund dafür ist, warum Tausende indischer Einhorn-Nashörner immer noch im Park leben.

Wenn es Menschen versäumen, ihre Verhaltensweisen zu ändern und nachhaltigere Lebensgewohnheiten anzunehmen, werden wunderbare Spezies unwiederbringlich ausgerottet werden. Tatsächlich wird erwartet, dass der afrikanische Elefant aufgrund zunehmender Aktivitäten von Wilderern das nächste Jahrzehnt nicht überdauern wird. Es liegt an dieser ernüchternden Realität und der zunehmenden Nachfrage nach Elfenbein, dass ein Nationalpark in Indien zuerst schießt und dann erst Fragen stellt.

Die BBC berichtet, dass der Kaziranga-Nationalpark eine ziemlich erfolgreiche Bilanz beim Schutz von Nashörnern vor Wilderern vorweisen kann. Jedoch wird von den Wildhütern eine kontroverse Taktik eingesetzt: Schießen bei Sichtkontakt. Bisher hat der Park 50 Leute getötet.

Berichten zufolge war jede getötete Person hinter dem Horn eines Nashorns her. Das Horn eines Nashorns kann für bis zu 6.000 Dollar [5.651,85 Euro] je 100 Gramm verkauft werden und daher ist es deutlich wertvoller als Gold. Seine sagenhaften „magischen Eigenschaften“ jedoch sind stark übertrieben. Das Horn von Nashörnern besteht weitgehend aus Keratin, demselben Material wie unsere Fingernägel. In anderen Worten, es ist es nicht wert, dafür ein Nashorn zu töten, um es zu bekommen.

Als der Park vor ungefähr einem Jahrhundert gegründet wurde, wurden nur eine handvoll indischer Einhorn-Nashörner geschützt. Nun beheimaten die Parks mehr als 2.400, was zwei Drittel der weltweiten Population entspricht. Was aber nur wenige Leute zur Kenntnis nehmen, ist, dass 2015 mehr Leute durch die Parkwächter erschossen wurden als Nashörner von Wilderern.

Quelle: BBC

Während Tierrechtsaktivisten in Erwägung ziehen könnten, dass es etwas zu feiern gibt, ist nicht jeder von der zunehmenden Zahl an Leichen begeistert – vor allem nicht bei den Anwohnern. Es stimmt zwar, dass alle Getöteten Wilderer waren, aber es wurden auch einige Anwohner (besonders Ureinwohner) verwundet. In einem Fall wurde ein behinderter Junge erschossen, der Kühe gehütet hatte.

Die Wächter sind dazu trainiert, rücksichtslos auf jeden zu schießen und ihn zu töten, der versuchen könnte, ein indisches Nashorn wegen seines Horns zu töten. Avdesh, der als Parkwächter arbeitet, sagte gegenüber der BBC:

„Die Anweisung ist, dass wir jedes Mal zur Waffe greifen und Jagd auf sie machen sollen, wenn wir Wilderer oder Jäger sehen.“

„Wir sind ohne Einschränkung angewiesen, sie zu erschießen. Wann immer man die Wilderer sieht oder irgendwelche Leute während der Nacht, sind wir angewiesen, sie zu erschießen“, ergänzte er.

Avdesh hat in den vier Jahren, in denen er auf Patrouille geht, nie jemanden getötet, aber er weiß, dass er kaum irgendwelche Konsequenzen zu befürchten hatte, wenn er es tun würde.

Quelle: Pinterest

Der Direktor des Parks, Dr. Satyendra Singh, sagt dazu, das sei zu schwarz-weiß. Er sagte:

„Zuerst warnen wir sie: wer bist Du? Aber wenn sie anfangen zu schießen, müssen wir sie umbringen. Zuerst versuchen wir sie in Gewahrsam zu nehmen, damit wir die Informationen bekommen, welche Verbindungen es gibt und wer noch zur Bande gehört.“

Mit „Bande“ bezeichnet er örtliche Dorfbewohner, die den Männern dabei helfen, Waffen aus Nachbarstaaten in den Park zu schaffen. Bis zu 300 Anwohner sind in die Wilderei verwickelt, so glaubt er, aufgrund der Verlockung, mit dem Horn eines Nashorns Geschäfte zu machen.

Es ist unbestritten, dass diese Methode zum Schutz der Nashörner effektiv ist, aber geht sie zu weit, um die bedrohte Spezies zu bewahren? Bitte hinterlasst unten eure Kommentare und teilt diese Nachricht!

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/national-park-opted-shoot-poachers-site-killed-50-far/

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28 Comments

  1. Nicht richtig so. Mal abgesehen davon, dass ein Mörder ein Mörder und es somit denkbar bescheuert ist, Mord mit Mord zu „vergelten“, bringt das einen Scheiß. Das schreckt die Wilderer auch nicht ab, wie wir wissen. Schließlich gibt es solche Strafen schon lange genug und auch ohne „Todesstrafe“ wären die Strafen da im Busch nicht ohne. Es interessiert keinen. Erschießen sie einen Wilderer, kommen trotzdem zwei neue. Weil sie arm sind und nicht ihre Familien verhungern lassen wollen und die Amerikaner, Europäer, Australier und Asiaten eine Scheißladung Geld zahlen, um so ein totes Tier mit nach Hause zu nehmen. Und diese eigentlichen Verursacher werden aber witziger Weise nicht abgeknallt, sondern legen zu Hause ihre Füße gemütlich aufs Löwenfell. Dafür werden dann aber kompett Unbeteiligte und sogar Kinder in Mitleidenschaft gezogen und sogar auch ermordet. Ich denke, es geht den Parks dabei einfach nur ums Image. Der einzige Effekt sind mehr Tote. Die Menschen stehen auf solche einfach gestrickten schwarz weiß Handlungen, wo die Helden noch am Rumballern sind für so edle Motive wie Artenschutz, also bekommen sie dann auch so was aufgetischt. Mit Menschenrechten geschweige denn Tierrechten hat das rein gar nichts zu tun. Strafen sind denkbar primitiv und der Weg ist immer, die Menschen so lieb zu haben und sich so gut um sie zu kümmern, dass sie gar nicht erst solche Störungen entwickeln können. Dass Wilderer zur Verantwortung gezogen und aufgeklärt werden müssen, steht außer Frage, aber dann hat man ihnen gefälligst auch bessere Aussichten und Konditionen zu bieten Und in dem unvorstellbar abstrakten Szenario, in dem eine Strafe doch sinnvoll wäre, müsste man in jedem Fall damit anfangen, den Kauf und Besitz solcher Trophäen / Buschfleisch unter höhere Strafen zu stellen und nicht bei den Handlangern, die einfach nur im Auftrag eine Drecksarbeit ausführen. Hätte man dort die über 50 wohlhabenden Weißen erschossen, die wie gesagt mindestens ebenso verantwortlich für die Wilderei sind, hätte wohl keiner mehr Lust dort auf die Jagd zu gehen. Das wäre dann sogar auf so ne vormittelalterliche Bullshit Art „ausgeglichen“, töten oder getötet werden. Würde sich aber keiner mehr trauen. Die Einwohner sind wiederum einfach nur Zahlen in der Statistik, ein politischer Body Count. Für deren Leben interessiert sich keiner, schließlich bringen sie keinen Profit. Und deshalb sind die Nashörner usw bedroht. Weil es alles ein Spiel ist, eine reine Show. Ich als Tierrechtler finde das einfach nur kontraproduktiv.

    • Vegan Pablicjty (übrigens falsch geschrieben) keine Ahnung wo du diese interessante These her hast, aber wenn du einen von diesen Schweinen erschießt, kommen keine zwei neuen sondern ein Wichser weniger lebt auf dieser Welt und ein Nashorn dafür mehr. Und das schreckt wohl ab, denn das Leben ist dem einen anderen vielleicht doch wichtiger anstatt so ein Nashorn. Behalt deine schwachsinnige Meinung lieber für dich. Aus meiner Sicht ist ein Menschenleben nicht mehr wert als ein Tier Leben. Leben ist Leben. Und ein Mensch der ein solches Lebewesen wegen Geld Jagd und tötet ist ohnehin nicht menschlich. Somit hat er auch kein Mitgefühl verdient.

    • Falsche Sichtweise – die Wildhüter haben Erfolg und das zählt. Natürlich haben Sie Recht mit dem, was die Verantwortlichen betrifft. Aber an die kommt man leider nicht so leicht heran. … und wenn es keine Elefanten mehr gibt, ist es zu spät – Punkt.
      Das Thema ist im Grundsatz dasselbe wie mit den Börsenspekulanten, welche mit Lebensmitteln spekulieren und das dadurch Hunderttausende Menschen hungern und sogar sterben.

    • Ich glaube nicht, dass die Politik des Kaziranga-Nationalparks richtig ist, auch wenn ich das Verhalten der Parkwaechter nicht genau analysiert habe. Man sollte die wirtschaftlichen Fundamente des Wilderns bekaempfen.

  2. Nur so geht´s ! Bei uns hier wenn man jemanden erwischt beim Einbrechen in dein eigenes Heim, darfst du Ihn nicht einmal erschrecken , er könnte dich sonst sofort verklagen. ( KEIN SCHERZ! )

  3. Ich finde es grausam, dass so viele wundervolle Geschöpfe aus Profit oder, s. Löwe Cecil etc., wg. der Minderwertigkeitskomplexe degenerierter Kerle abgeschlachtet werden, um sich damit zu ‚brüsten‘, was man doch für ein toller Hecht ist. Daher war mein erster Impuls ‚richtig so !!‘. Letztlich kann man aber den Menschen vor Ort, die oft kaum eine Möglichkeit haben, ihre Familien zu ernähren, keinen Vorwurf machen. Das Übel ist der Käufer dieser Produkte. Die Menschen, denen unsere Mitgeschöpfe völlig egal sind, und die nur darauf bedacht sind, ihr Ego zu kraulen (wie auch immer man das schaffen will, wenn man z. B. eine Giraffe abknallt, und sich dann um ihren Hals drapiert ablichten lässt).
    Ist klar, die ‚Krone der Schöpfung‘ ! Ich denke, wir sind eher ein Virus, dessen sich die Erde schleunigst entledigen sollte…..und zwar BEVOR wir alles zerstört haben.

  4. Was würden Menschen mit einem Rhino tun, welches in ihren Lebensraum, (Dorf, Haus) oder dergleichen eindringt?
    Na was wohl?
    Völlig richtig diese Verbrecher zu erschießen. Was haben ihnen diese Tiere getan?
    Außerdem sollte dort bekannt sein, was Ihnen passieren wird, wenn man sie erwischt.
    Warum lassen sich solche Leute von einigen hirnlosen Menschen, welche glauben, das Pulver des Horns steigert ihre Potenz, dazu verleiten, ihr Leben aufs Spiel zu setzen?
    Wegen bedrucktem Papier!

  5. Eine harte Massnahme ,rechtlich ist das Notwehr wenn sie warten bis der Wilderer schiesst..und als Gegenwehr gilt das wohl überall wo die Wildhüter bewaffnet sind .Das bis jetzt schon 50 Erschossen wurden zeigt das es nicht funktioniert,offenbar ist die Angst erwischt zu werden noch kleiner als der Anreiz des Geldes.Also entweder noch mehr „Notwehrsituationen“ ,irgendwann wird das rigorose Vorgehen Erfolg haben wenn die Justiz so lange mitspielt..oder versuchen den Zwischenhandel auszurotten..mit der gleichen Gründlichkeit.

  6. Derlei Verbrechen wird man anders nicht Herr. Bisher gab es keinen Erfolg anders diese Netzwerke zu zerschlagen. Wenn das eigene Überleben daran hängt wird es wohl irgendwann immer weniger Wildert geben. Ausrotten wird man die Wilderei nicht, Da bekanntlich bestimmte Menschen ALLES für Geld tun. Aber es rettet Tiere die vorm Aussterben stehen. Manche Tiere sind in meinen Augen wertvoller als so manche Menschen.

  7. Auch wenn es schöner wäre, die Auftraggeber der Morde an den Nashörnern zu erschießen, so ist das Erschießen der Mörder zumindest die zweitbeste Lösung. Die Darstellung, dass die Schlächter ja ganz arme Menschen sind, um damit um Verständnis für sie zu werben, ist keinerlei Rechtfertigung für Mord, insbesondere dann, wenn sich die Menschheit auf 8 Milliarden zubewegt, wärend alle Nashornrassen kurz vor dem Aussterben stehen, weil impotente Wundermittelgläubige und Trophäenjäger ihre widerwärtige Befriedigung aus dem rücksichtslosen und grausamen Ausrotten einer wunderbaren Spezies beziehen.

    • Richtig so, wie ein Herr geschrieben hat: Tiere zu töten ist auch Mord und nicht geringer zu bestrafen. Allerdings wäre ich dafür, auch die „Antreiber“ sprich die Käufer nicht einfach so davon kommen zu lassen. Solange es eine Nachfrage gibt, solange wird es auch Wilderer geben, weil für viele die enormen Summen zu verlockend sind. Demnach müsste man verdeckte Ermittler einschleusen, die Käufer mit fingierten Angeboten eine Falle stellen und die Strafe einer existenzzerstörenden Geldsumme gleichkommt, die individuell nach Vermögen und Einkommen berechnet wird. Und dieses Geld kommt dann wiederum solchen Parks zu Gute. Gefängnis bringt nämlich auch nichts, das berappen doch wieder nur die Steuerzahler.

  8. Ich bin für die Verteidigung der Tiere. Notfalls auch mit Waffengewalt und tödlichen Schüssen.

    Die Eltern des geröteten Jungen tun mir allerdings leid.

  9. ich habe den Bericht gelesen und finde es grundsätzlich gut..
    weg mit dem Dreckspack…

    allerdings wurde auch erwähnt das ein Junge der Kühe gehütet hatte auch als Wilderer erschossen wurde… das geht natürlich gar nicht !

    man darf nicht jedem Deppen eine Knarre in die Hand drücken um Rambo für die Tiere zu spielen…
    etwas Hirn sollten die schon haben um Wilderer von „normalen“ Menschen zu unterscheiden

    • naja, was hat der junge im wildpark mit seinen kühen zu suchen? selber schuld sag ich mal… wenn du in der gegend wohnst weisst du das dort der park ist und die wachen jeden abknallen der da rumrennt!

  10. Grundsätzlich kann man nicht dafür sein, Menschen ohne ordentlichen Gerichtsprozess zu erschießen.
    Aber es gibt nunmal Situationen, in denen man nur diese Wahl hat:
    Die Rasse(n) Nashorn/Elefant/Pangolin/… aussterben lassen oder die Wilderer an Ort und Stelle mit allen nötigen Mitteln stoppen.

    Es ist bedauerlich, dass es Menschen gibt, die so viel Geld haben, dass sie sich so einen Schrott leisten können, also vermutlich Bildung haben und trotzdem nur Mist damit machen.

  11. Ich war schon in diesem Nationalpark und bin mit den Parkrangers draussen gewesen. Trotz wiederholter Aufforderung sich von den Tieren fern zu halten sind viele dieser dort lebenden Adivasi ( Ureinwohner ) den Tieren dort in die Quere gekommen. Man kann erklären und reden soviel man will- es interiessert nicht und es wird gejagt, weil es Geld bringt. Es entspricht natürlich nicht unserer Rechtsauffassung von der Verhältnismässigkeit der Mittel, aber ein Menschenleben ist dort auch nicht soviel wert, daß es zum Aufstand kommt, weil mit einer Entschädigung für die betroffene Familie ist vieles wieder- na ja sagen wir mal in Ordnung gebracht.

  12. Wo kann man sich als Wildhüter bewerben. Mit dem allergrößten Vergnügen erschieße ich jeden Wilderer….die Jagd, aus welchem Grund auch immer, ist eine funktionelle Störung des Gehirns…diese Spezies muss weg…ohne Skrupel…diese Idioten haben ja auch keine….

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