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Menschenrechte

Was haben Klimawandel, Kinderarbeit und die Ausrottung von Tierarten miteinander zu tun? Palmölproduktion

in Umwelt

Titelbild: Ein Arbeiter hält am 11. Dezember 2010 in Serba Jadi, Ost-Aceh, eine handvoll Palmölsamen in der Hand. Zügellose Entwaldung, die Platz schafft für die Palmölproduktion und Akazienplantagen, macht Indonesien laut manchen Schätzungen zum Land mit dem drittgrößten Treibhausgasausstoß. Laut Greenpeace werden in Indonesien – das zusammen mit Malaysia 80 Prozent des weltweiten Palmöls produziert, das unter anderem für Kosmetik, Nahrungsmittel und Treibstoff benutzt wird – jede Stunde Wälder von einer Größe beseitigt, die 300 Fußballfeldern entspricht. – (SUTANTA ADITYA/AFP/Getty Images)

Palmöl ist ein Bestandteil in tausenden von alltäglichen Produkten, die auf den Regalen von Supermärkten zu finden sind. Weltweit ist es einer der größten Verkaufsschlager. Shampoo, Kosmetik, Fastfood, Treibstoff und viele der Produkte in unserem Haushalt wurden auf irgendeine Weise verarbeitet, die mit Palmöl in Zusammenhang steht. Leider ist die Palmölproduktion allzuoft gleichbedeutend mit der Zerstörung tropischer Regenwälder und Torflandschaften, was verheerende Auswirkungen für den Wildtierbestand, die einheimische Wirtschaft und unseren Planeten hat.

Zwar ist der schlechte Ruf der Palmölindustrie durchaus bekannt, aber über Konsequenzen davon, was passiert, wenn man diese Industrie weiter gewähren lässt, kann dies möglicherweise anders aussehen. Eine Gruppe ungewöhnlicher Wissenschaftler hat sich zusammengeschlossen, um die Union of Concerned Scientists [UCS/Vereinigung besorger Wissenschaftler] zu bilden. Ihre Statistiken und Forschungen sind alarmierend. 50 Millionen metrische Tonnen an Palmöl wurden 2012 pro Jahr produziert, was eine Verdopplung seit 2000 darstellt. Es ist eine ständige Zunahme zu verzeichnen, indem mehr als ein Drittel des gesamten pflanzlichen Öls weltweit aus Palmöl gewonnen werden.

Es ist keine Überraschung, dass die Produktion von Palmöl weiter zunimmt. Es ist gesünder, arm an Transfetten und das Potenzial für Biodieseltreibstoff dehnt sich immer mehr aus. Der Anbau der Pflanze ist laut UCS sehr ertragreich, indem pro Hektar die fünf- bis achtfache Menge im Vergleich zu anderen konkurrierenden Feldfrüchten zur Ölproduktion erzielt wird. Die Arbeitskosten sind generell niedrig und es ist insgesamt ein kostengünstiges Öl. All dies sind Argumente für die Fortsetzung der Produktion.

Eine Palmölplantage. Es war einmal ein Regenwald.

Allerdings können die geringen Produktionskosten generell auf Zwangs- und Kinderarbeit zurückgeführt werden. Die hohen Erträge pro Hektar löschen schnell den Regenwald und die Ökosysteme aus, die für die einheimischen Bauern und gefährdete Tierarten wie den Sumatra-Orang-Utan, Zwergelefanten und Tiger von essenzieller Bedeutung sind. Weltweit handelt es sich um eine Gesamtmenge von 40,6 Millionen Morgen [16,4 Millionen Hektar]. Von dieser Zahl werden 85 Prozent in Indonesien und Malaysia angebaut.

Die „kohlenstoffreichen“ Regenwälder und Torfgebiete, die für die Palmölproduktion ausgelöscht werden, sind „nirgendwo sonst auf der Welt zu finden“, wie UCS erklärt. Nicht nur steht dies auf dem Spiel, sondern auch die Klimaerwärmung wird nun mit der Zerstörung und Rodung dieses Landes in Verbindung gebracht.

Was können wir tun?

Nachhaltiges Palmöl ist eine Realität, aber bislang sind die Bemühungen unzureichend, um ein Gleichgewicht herzustellen.

UCS hat Lösungen für eine Produktion ohne Umweltzerstörung angeboten, die von der Ausbildung für die Entwickler zur Erhöhung der Erträge durch den Anbau auf erodiertem Land bis hin zu Regierungsvorgaben zur Erarbeitung von Richtlinien reichen, die dringlich umgesetzt werden – und am wichtigsten: dass die Konsumenten „ihren Einfluss ausüben“.

Tabelle: „Warum wird Palmöl bei den meisten Produkten nicht als Inhaltsstoff aufgelistet? Nur wenige Hersteller – meistens in der Bio-Branche – kennzeichnen ihre Produkte so, dass sie Palmöl und Palmfett beinhalten. Die meisten Unternehmen verschleiern es, indem es es als „pflanzliche Öle und Fette“ bezeichnen. [Linke Spalte:] Englische und lateinische Namen für Palmöl. [Rechte Spalte:] Wahrscheinlich handelt es sich um Palmöl…“

Wenn wir jetzt nichts dagegen unternehmen, können wir darauf wetten, dass der Sumatra-Tiger innerhalb von drei Jahren ausgerottet sein wird, und der Orang-Utan in fünf bis zehn Jahren. Auf Borneo und Sumatra wurden bereits über 90% des Lebensraums dieser Tiere zerstört. Die Ökosysteme werden weniger Einheimische ernähren und die Zwangsarbeit wird zunehmen. Die Umweltverschmutzung wird beträchtlich zunehmen, wobei die landwirtschaftlichen Gebiete zu den weltweit am meisten verschmutzten gezählt werden.

Wir nehmen nicht nur stillschweigend die Zerstörung unserer Wälder, Tiere und des Klimas hin, sondern wir unterstützen damit jedesmal Sklaven- und Kinderarbeit, wenn ein wir ein Palmölprodukt kaufen. Wir unterstützen damit, dass Kinder zu genau dieser Zerstörung beitragen, weil es alles ist, was sie zum Überleben tun können…es gibt keinen Lebensunterhalt mehr für einheimische Bauern.

Es kann nachhaltig sein, also warum kämpfen wir nicht dafür?

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/48781-2/


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Dieses amerikanische Konzentrationslager ignorieren die meisten lieber

in Menschenrechte/Politik

Es gibt ein Stück vergessene und dunkle amerikanische Geschichte, das den Konzentrationslagern in Nazi-Deutschland erschreckend ähnelt. Die Rede ist von dem Ort Devil’s Punchbowl in Natchez, Mississippi. Unter anderem ist dort geschätzt eine Million Menschen zu Tode gekommen.

Dieser dunkle Abschnitt in der amerikanischen Geschichte wird oft vergessen; erinnert er doch an die Situation in den Konzentrationslagern in Nazi-Deutschland. Der Ort Devil’s Punchbowl (etwa: die Bowle des Teufels) in Natchez, Mississippi steht im Mittelpunkt umstrittener historischer Berichte des US-amerikanischen Bürgerkriegs, denen zufolge Tausende und Abertausende befreite Sklaven hinter Mauern eingesperrt und festgehalten wurden, die von verärgerten Union Army-Offizieren errichtet worden waren.

Die brutale, wenn nicht sogar höllische Landschaft war Mutter Naturs höchst eigenes Gefängnis – eine tiefe Schlucht in Form einer Schüssel, die von dicht mit Bäumen bewachsenen Klippen abgeschirmt war. Paula Westbrook, eine Expertin im Hinblick auf die Geschichte dieses Gebiets, beschrieb den Zustrom von befreiten Sklaven aus Plantagen in dieses Gebiet hinein – so dass die ortsansässige Bevölkerung über Nacht von 10.000 auf mehr als 120.000 anstieg.

Die verbitterten Soldaten hatten nach wie vor Probleme damit, die Befreiung der Sklaven als Ergebnis zu akzeptieren. Sie machten sich ans Werk und schlossen die gerade freigelassenen Menschen ein – unter heimtückischen und feuchten Bedingungen; und sie weigerten sich, die Menschen wieder herauszulassen. Frauen und Kinder musste ohne Nahrung und Wasser darben, starben langsame Tode, während die Männer zu einer neuen Form der Sklavenarbeit gezwungen wurden, da sie das umliegende Dickicht freimachen mussten.

„Also haben sie sich dafür entschieden, eine Art Lager für sie in Devil’s Punchbowl zu errichten, das sie abgeschottet haben und sie haben die da nicht wieder rausgelassen“, erklärte Don Estes, der ehemalige Leiter des Stadtfriedhofs von Natchez und ein ortsansässiger Historiker in einem Bericht von News Channel 12.

Das Gebiet ist heute unzugänglich; es ist schwer, sich darin zu orientieren und außerdem hausen dort Schlagen und Krokodile. Überreste von Skeletten werden bisweilen freigelegt in dem Bereich des Gebiets, das der Fluss Mississippi nach einer Flut schwemmt. Aufgrund der unerbittlichen natürlichen Verhältnisse ist es allerdings schwer, die Überreste zu datieren, wie News Channel 12 berichtet.

Das Konzentrationslager in Punchbowl war eines von vielen, die in der Zeit nach dem US-amerikanischen Bürgerkrieg errichtet worden waren. Geläufiger war die Bezeichnung ‚Contraband Camps‘ (etwa: Schmuggelware-Camp) – weil die befreiten Sklaven erneut zu einer Ware degradiert wurden; diesmal zum Nutzen der Truppen der Union; außerdem befanden sich die Camps oft in der Nähe von Union-Camps.

Massengräber verbleiben in „The Devil’s Punchbowl“ ES KOMMT WIEDER!

Um diesen vergessenen Part der Geschichte wird immer noch heftig gestritten. Grund dafür ist das Fehlen von Aufzeichnungen aus dieser Zeit. Hungerstod und Krankheiten dezimierten diejenigen, die dort gefangen gehalten wurden; und mehr als eine Million ‚befreite‘ Sklaven starben wohl insgesamt in diesen Camps.

„Krankheiten brachen unter ihnen aus, Hauptsächlich die Pocken“, sagte Estes über die Gefangenen des Konzentrationslagers in Punchbowl. „Und Tausende und Abertausende sind gestorben. Sie haben gefleht, dass man sie rauslässt. ‚Lasst mich frei und ich gehe nach Hause auf die Plantage! Überallhin, nur nicht hier.‘ Aber sie haben sie nicht rausgelassen.“

Der Kampf gegen die Sklaven in Punchbowl endete nicht mit ihrem Tod. Man weigerte sich, den Männern die Erlaubnis zur Bestattung ihrer Toten zu geben, gab ihnen Schaufeln und sagte, sie sollen sie „da begraben, wo sie umfallen“, sagt Westbrook.

Schätzungen zufolge wurden in Natchez alleine innerhalb eines Jahres mehr als 20.000 befreite Sklaven im Konzentrationslager von Punchbowl getötet. Das ist ein sehr dunkler Moment in der amerikanischen Geschichte, den viele lieber schnell vergessen würden. Vieles wird heruntergespielt: Die Scham und die Unmenschlichkeit, aufgrund der die Sklaven unter Bedingungen sterben mussten, die ihnen ihre ‚Befreiung‘ eingebracht hatte, weil die Armeeoffiziere verärgert waren, wird oft vergessen oder bestritten. Das trägt zu einem Phänomen bei, das die Anwohner als kollektiven Gedächtnisverlust bezeichnen.

Die Einwohner von Natchez haben darüber Rechenschaft abgelegen. So steht in einer Veröffentlichung aus dem Jahr 1863: „… die starke Union-Stimmung, die vorherrscht. Mindestens die Hälfte der Einwohner hält der alten Regierung gegenüber die Treue. Die reichsten Plantagenbesitzer und die größten Sklavenhalter sind die starrköpfigsten Union-Männer. Sie haben sich der Sezession von Beginn an entgegengesetzt; und viele von ihnen, obwohl sie bis zu einer halben Million Dollar durch die Rebellen verloren haben; und wenn man den Verlust an Sklaven mit einberechnet, dann würde es diese Summe noch verdreifachen…“ Der alte Bericht bestätigt, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung „sechstausend geflohene Neger im Schmuggelware-Camp in Natchez eingesammelt werden.“

Es ist unheimlich, dass die Anwohner heute über den ausladenden Hain mit wilden Pfirsichen sprechen, der jetzt in der Schlucht wächst und viele Früchte trägt. Allerdings traut sich niemand, die heruntergefallenen Früchte aufzuheben und zu essen – weil sie die dunkle Geschichte kennen, die im Boden unter der Erde in der Schlucht liegt und die Massengräber, die Dünger für die Früchte liefern.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Das letzte Land, das die USA von einem „bösen“ Diktator „befreiten“, handelt nun offen mit Sklaven

in Menschenrechte

Es ist weithin bekannt, dass die US-geführte NATO-Intervention zum Umsturz des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi 2011 in einem Machtvakuum resultierte, das es Terrorgruppen wie ISIS ermöglicht hat, in diesem Land Fuß zu fassen.

Trotz der zerstörerischen Konsequenzen der Invasion von 2011, verfolgt der Westen gegenwärtig hinsichtlich Syrien einen ähnlichen Kurs. Genau wie die Obama-Regierung Gaddafi 2011 verurteilte, indem sie Menschenrechtsverletzungen hervorhob und darauf beharrte, dass er entmachtet werden müsse, um das libysche Volk zu schützen, weist nun die Trump-Regierung auf die repressive Politik von Baschar al-Assad in Syrien hin, und kündigt an, dass seine Herrschaft bald zu einem Ende kommen werde – alles im Namen des Schutzes der syrischen Zivilisten.

Aber indem die USA und ihre Verbündeten es versäumten, ihren kürzlichen Luftangriff völkerrechtlich zu legitimieren – geschweige denn konkrete Beweise vorzulegen, um ihre Behauptungen zu stützen, dass Assad für einen kürzlichen tödlichen Angriff mit chemischen Waffen verantwortlich ist – tauchen weitere Risiken einer Invasion fremder Länder und der Beseitigung ihre Staatsoberhäupter auf.

Diese Woche enthüllten neue Funde eine weitere unbeabsichtigte Konsequenz „humanitärer Interventionen“: die Zunahme des Handels mit menschlichen Sklaven.

The Guardian berichtet, dass während „Gewalt, Erpressung und Sklavenarbeit“ für Menschen Realität geworden sind, die in der Vergangenheit durch Libyen geschleust wurden, hat sich der Sklavenhandel kürzlich ausgedehnt. Heute verkaufen die Menschen ganz offen andere menschliche Wesen.

„Die letzten Berichte von Sklavenmärkten für Migranten, können zu einer langen Liste an Skandalen [in Libyen] hinzugefügt werden“, sagte Mohammed Abdiker, Leiter für Einsätze und Notfälle beim International Office for Migration [IOM/Internationale Organisation für Migration], einer zwischenstaatlichen Organisation, die laut ihrer Internetseite „humane und geordnete Migration zum Vorteil aller“ fördert. „Die Situation sieht düster aus. Je mehr sich das IOM innerhalb Libyens engagiert, desto mehr erfahren wir, dass es ein Jammertal für allzu viele Migranten ist.“

Das nordafrikanische Land wird üblicherweise als ein Ausreisepunkt für Flüchtlinge benutzt, die aus anderen Teilen des Kontinents fliehen. Aber seit Gaddafi 2011 gestürzt wurde, „ist das riesige, spärlich besiedelte Land in einem gewaltsamen Chaos versunken und Migranten mit wenig Bargeld und üblicherweise ohne Ausweispapiere, sind besonders verwundbar“, erklärt The Guardian.

Ein Überlebender aus Senegal sagte, er habe mit einer Gruppe anderer Migranten, die aus ihren Heimatländern zu fliehen versuchten, Libyen von Niger aus durchquert. Sie hatten einen Schleuser bezahlt, um sie per Bus an die Küste zu transportieren, wo sie es riskierten, ein Boot nach Europa zu nehmen. Aber anstatt sie an die Küste zu bringen, brachte sie der Schleuser auf ein staubiges Stück Land in Sabha, Libyen. Laut Livia Manente, einem IOM-Beauftragten, der Überlebende befragt, „sagte ihr Fahrer plötzlich, dass Mittelsmänner nicht ihre Gebühren übergeben hätten, und gab seine Passagiere zum Verkauf frei“.

„Mehrere andere Migranten bestätigten seine Geschichte, indem sie unabhängig voneinander sowohl eine Art Sklavenmärkte beschrieben als auch ein Art Privatgefängnisse in ganz Libyen“, sagte sie, während sie hinzufügte, dass IOM Italien ähnliche Geschichten von anderen Migranten bestätigte, die in Süditalien landeten.

Der senegalesische Überlebende sagte, er sei in ein provisorisches Gefängnis gebracht worden, was The Guardian als in Libyen üblich bezeichnet.

„Diejenigen die darin festgehalten werden, werden zu Arbeit ohne Bezahlung gezwungen, oder zu kärglichen Rationen, und ihre Kidnapper rufen regelmäßig die Familie zuhause an, um Lösegeld zu verlangen. Seine Kidnapper verlangten 300.000 CFA-Francs BCEAO [ca. 457 Euro] und verkauften ihn dann an ein größeres Gefängnis, wo sie ohne Erklärung das Doppelte verlangten.“

Wenn Migranten zu lange festgehalten wurden, ohne dass für sie Lösegeld bezahlt wurde, wurden sie weggebracht und getötet. „Manche siechten auf mageren Rationen und unter unhygienischen Bedingungen dahin, indem sie an Hunger und Krankheit starben, aber die Gesamtzahlen sanken nie“, berichtete The Guardian.

„Wenn die Zahl der Migranten runter geht, weil jemand stirbt oder freigekauft wird, gehen die Kidnapper einfach auf den Markt und kaufen einen anderen“, sagte Manente.

Giuseppe Loprete, Missionschef von IOM Niger, bestätigte diese beunruhigenden Berichte. „Es ist ganz offensichtlich, dass sie sich selbst als Sklaven wahrnehmen“, sagte er. Er arrangierte allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Rückführung von 1.500 Migranten, und ist besorgt, dass mehr Geschichten und Vorfälle auftauchen werden, indem mehr Migranten aus Libyen zurückkehren.

„Und die Bedingungen in Libyen verschlimmern sich, daher denke ich, dass wir in den kommenden Monaten noch mehr erwarten können“, fügte er hinzu.

Indem die Regierung der Vereinigten Staaten damit fortfährt, einen Regimewechsel in Syrien als machbare Lösung für die vielen Krisen in diesem Land zu unterhalten, wird es immer offensichtlicher, dass Diktatoren zu stürzen – wie verabscheuungswürdig sie auch immer sein mögen – nicht effektiv ist. Die Entmachtung Saddam Husseins führte nicht nur zum Tod von Zivilisten und zur Radikalisierung innerhalb der Bevölkerung, sondern auch zum Aufstieg von ISIS.

Indem Libyen, einst ein Fanal der Stabilität in der Region, weiterhin in die negativen Auswirkungen der westlichen „humanitären“ Intervention hineinschlittert – und indem menschliche Wesen in den aufkommenden Sklavenhandel hineingezogen werden, während die Bevölkerung von Vergewaltigungen und Entführungen geplagt wird – ist es immer offensichtlicher, dass weitere Kriege nur noch mehr Leid auf unvorhergesehene Weise herbeiführen werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/last-country-liberated-evil-dictator-now-openly-trading-slaves/


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Dieser Autist wurde als ‚dumm‘ bezeichnet, also studierte er Jura, verklagte das Fitnessstudio und GEWANN

in Menschenrechte/Welt

Es gibt keine Entschuldigung für Diskriminierung jedweder Art – egal ob offenkundig oder unterschwellig.

Eines Tages bat der 30 Jahre alte Ketan Aggarwal einen Instruktor einer Spinning-Unterrichtsstunde im örtlichen Virgin Active-Fitnessstudio, dieser möge die Musik ändern. Nachdem der Angestellte des Fitnessstudios ihn dafür mehrfach ausgelacht und als ‚dumm‘ bezeichnet hatte, entschied sich der Londoner dafür, eine offizielle Beschwerde einzureichen. Leider wurde Aggarwal ignoriert. Aufgrund des Vorfalls im Mai 2015 war Aggarwal so verärgert, dass er sich dazu entschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Zwei Jahre lang studierte der Mann sämtliche Jurabücher, die ihn für den Moment vorbereiteten, in dem er Anzeige erstatten würde. Vor kurzem sprach er bei Gericht vor und ging siegreich aus der Verhandlung hervor. Aggarval erhielt nicht nur 1.390 £ (etwa 1.650 EUR), sondern auch eine schriftliche Entschuldigung von Virgin Active. Zudem wurde der Instruktor von seiner Position entfernt, wie der The Telegraph berichtet. Aggarwal kommentierte diese Belastung in einem öffentlichen Statement:

„Wenn jemand einen anderen mit einer geistigen Besonderheit diskriminiert, dann denkt der Beleidigende nicht daran, dass der Beleidigte sich mit dem Recht auseinandersetzt,  Anklage erhebt und dann erfolgreich vor einem Gericht seinen Fall darstellt. Es fühlte sich großartig an, zu gewinnen.

Und das ist Ketan Aggarwal, der 30 Jahre alte Autist, der von einem Fitnesstrainer als ‚dumm‘ bezeichnet wurde:

Bildquelle: Ketan Aggarwal

Eine offizielle Beschwerde des Londoners bei dem Fitnessstudio wurde ignoriert. Also hat er die Sache in die eigene Hand genommen.

Bildquelle: Ketan Aggarwal

Aggarwal hat zwei Jahre lang Jura studiert und dann Anklage erhoben.

Als er sich und seinen Fall selbst vor Gericht repräsentierte, konnte er beweisen, dass er diskriminiert worden war – und gewann!

Virgin Active musste ihm insgesamt 1.390 £ (etwa 1.650 EUR) als Entschädigung zahlen…

… und der aggressive Angestellte des Fitnessstudios wurde gefeuert.

Zum Schluss erhielt Aggarwal noch die schriftliche Entschuldigung, die er verlangt hatte.

Was haltet ihr davon? Bitte hinterlasst einen Kommentar und teilt diesen Artikel.

Dieser Autist wurde als ‚dumm‘ bezeichnet, also studierte er Jura, verklagte das Gym und SIEGTE. Von Amanda Froelich für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Nordkoreas Kim will nicht, dass ihr diese 20 Fotos seht

in Menschenrechte/Welt

Der Fotograf Eric Lafforgue hat die andere Seite von Nordkorea eingefangen – das schockierende Ausmaß der Entbehrungen, welche die Einheimischen erleiden müssen – und der Fotograf hat auch einen Preis dafür gezahlt. Nordkoreas Anführer Kim Jong-Un war entschieden dagegen, dass irgendjemand diese Fotos zu Gesicht bekommt. Also hat er Eric angewiesen, die ‚anstößigen‘ Bilder zu löschen, die die Realität des Lebens in dem Land enthüllen – das brutale Leben, das zu führen die Menschen gezwungen werden, die isolierten Städte und die weit verbreitete Armut sowie Unterernährung. Als Eric sich weigerte und die Fotos veröffentlichte, die auch die menschliche Seite der Nordkoreaner zeigen, sowie das autokratische Wesen des kommunistischen Staates, wurde er mit einem lebenslangen Einreiseverbot in das Land belegt. Schaut euch hier einige der mit am meisten ‚anstößigen‘ Bilder an:

Eine Frau steht inmitten einer Menge von Soldaten. Dieses Bild hätte nie geschossen werden sollen, da die Behörden keine Fotos von der Armee erlauben.

„Die nordkoreanischen Behörden hassen es, wenn man diese Art von Foto schießt. Auch als ich ihnen erklärte, das diese Art von Armut überall auf der Welt existiert – und auch in meinem eigenen Heimatland – haben sie es mir verboten, Bilder von den Armen zu schießen.“

Wenn harte Zeiten anbrechen (wie es dort üblicherweise Normalzustand ist), sieht man Kinder, die für die kollektiven Farmgemeinschaften arbeiten.

Eine lange Zeit wurden Verbote von Verkäufen auf dem Schwarzmarkt rigoros durchgesetzt. Verkäufer auf dem Graumarkt sind weitaus üblicher. Sie verdienen ein kleines bisschen Geld damit, dass sie Zigaretten oder Süßigkeiten verkaufen.

„Es ist verboten, die Armut zu zeigen – aber das Zurschaustellen von Reichtum ist auch ein großes Tabu in Nordkorea. In einem Parkt habe ich an einem Sonntagnachmittag dieses Auto gefunden, das zu einem der Mitglieder der Elite von Pjöngjang gehört. Die Besitzer haben dort gegrillt.“

Es ist verboten, Bilder von Soldaten zu schießen, die sich gerade entspannen.

Das ist kein Zirkus – sondern das sind Arbeiter in einem Land mit niedrigen Sicherheitsstandards.

Die Paranoia ist im nordkoreanischen Denken fest verhaftet. Ich habe dieses Bild auf einem Volksfest aufgenommen, es zeigt eine erschöpfte Mutter und ein Kind, die sich auf einer Bank ausruhen. Ich wurde darum gebeten, dieses Bild zu löschen, da die Wächter sich dessen sicher waren, ich würde von diesem Bild sagen, dass darauf Obdachlose abgebildet seien.

Das ist etwas, das eigentlich nie passieren darf: Ein Besen steht am Fuß der Statue von Kim Il Sung in Mansudae in Pjöngjang.

Wenn man Familien besucht, dann lieben es die Wächter, wenn man Bilder schießt, die der Welt zeigen sollen, dass die Kids Zugriff auf Computer haben. Aber wenn sie sehen, dass es keinen Strom gibt, dann fordern sie einen dazu auf, die Bilder zu löschen.

„Im Kunstzentrum von Pjöngjang erlebten wir einen Stromausfall, ein tägliches Ereignis, das zu zeigen die Nordkoreaner hassen. Wenn es passiert, dann erzählen sie dir, es sei wegen des amerikanischen Embargos.“

Es heißt, dass die nordkoreanische Armee eine der wichtigsten Armeen der Welt sei. Aber wenn man dorthin fährt, dann sieht man oft, dass die Soldaten niedrige Arbeiten durchführen, wie etwa den Bauern helfen.

Außerhalb der städtischen Gebiete sind solche Szenen ziemlich alltäglich.

„Das U-Bahn-System von Pjöngjang ist das tiefste der Welt, da es auch als Luftschutzbunkeranlage dient. Jemand hat gesehen, wie ich dieses Bild gemacht habe und hat mir gesagt, ich soll es löschen, da es auch den Tunnel mit abbildet.“

Ein Besuch in einem Haus auf dem Land. Diese Häuser und die Familien, die darin leben, werden sorgfältig von der Regierung ausgewählt. Aber manchmal zeigen Details, wie etwa hier die Nutzung des Badezimmers als Zisterne, dass die Zeiten hart sind.

Öffentliche Verkehrsmittel, die die großen Städte mit einander verbinden, existieren praktisch nicht. Bürger benötigen die Erlaubnis, um von einem Ort zum nächsten zu reisen. Auf den Autobahnen kann man Soldaten sehen, die per Anhalter fahren.

Es ist auch verboten, die Unterernährung bildlich zu dokumentieren.

Wenn man das Delfinarium in Pjöngjang besucht, dann darf man die Tiere fotografieren – nicht aber die Soldaten, die 99 Prozent des Publikums ausmachen.

In einer christlichen Kirche ist dieser Beamte auf einer Bank eingenickt. Man darf die Beamten niemals in einem schlechten Licht zeigen.

„Dieser Soldat hat auf einem Feld geschlafen. Dieses Bild hat wirklich dazu beigetragen, dass ich aus dem Land verbannt wurde.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Nie dagewesener Fall: Mann wird in 346 Fällen des Kindesmissbrauchs angeklagt

in Kriminalität/Menschenrechte

Ein Mann aus Dänemark wurde angeklagt, weil er den sexuellen Missbrauch und die Vergewaltigung von hunderten philippinischer Kinder bestellt und gegen Bezahlung durchgeführt hat.

Im Verlauf der letzten Monate sind zahlreiche Erwachsene ihrer gerechten Straft dafür zugeführt worden, dass sie ungezügelt Kinder sexuell missbraucht haben. Dies ist gelungen, weil mehrere bedeutende Pädophilen-Ringe zerstört und aufgedeckt worden sind. Während die meisten Täter mit zahlreichen Fällen der Kindesvergewaltigung und des Kindesmissbrauchs überführt worden sind, hat ein dänischer Mann sie alle übertroffen: Er wurde am vergangenen Mittwoch dessen angeklagt, dass er in 346 Fällen sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigungen an Minderjährigen angeordnet und daran teilgenommen hat. Der 70-Jährige, dessen Name von den Behörden unter Verschluss gehalten wird, hatte „auf Abruf“ („On-Demand“) Kindesvergewaltigungen und sexuellen Missbrauch per Livestream bestellt, die er dann auf seinem Computer abgespeichert hat. Die Opfer, manche sogar erst drei Jahre alt, stammten größtenteils von den Philippinen. Der Mann hat für jeden Akt ungefähr 40 US-Dollar (etwa 37,68 Euro) oder weniger gezahlt, der dann per Livestream auf seinen Computer übertragen wurde.

Die Anklageschrift gegen den namenlosen Mann umfasst 119 Seiten. Darin wird die verstörende und verdorbene Art der Akte beschrieben, in die er den Beschuldigungen zufolge involviert war. In einem Fall wurde ein vier Jahre altes Mädchen von ihrer eigenen Mutter auf Wunsch des dänischen Mannes hin sexuell missbraucht. In einem anderen Beispiel wurde ein drei Jahre altes Mädchen dazu gezwungen, Oralsex an einem fünf Jahre alten Mädchen durchzuführen.

Der Online-Täter wurde bereits im Februar letzten Jahres in Brøndby verhaftet, ein Vorort von Kopenhagen. Die Verhaftung erfolgte, nachdem die Kopenhagener Vestegn-Polizei einen Hinweis von ausländischen Strafverfolgungsbehörden erhalten hatte. Aufgrund des gewaltigen Umfangs des Beweismaterials arbeiteten die Strafverfolger und auch die Polizei jedoch mehr als ein Jahr daran, all die Informationen durchzugehen und um offizielle Anklage erheben zu können – sie nennen es einen „Fall von historischem Ausmaß“. Flemming Kjærside vom Cyber Crime-Zentrum der dänischen Nationalpolizei kommentierte den gigantischen und nie dagewesenen Umfang des Falles. Er sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau: „Soweit ich weiß, hatten wir weltweit noch keinen einzigen Fall, in dem ein einzelner Mensch so vieler Übergriffe angeklagt wird.“

Obwohl der Fall tatsächlich aufgrund der schieren Anzahl der Vorwürfe historisch ist, die gegen den beschuldigten Sexualstraftäter erhoben werden, ist es nicht das erste Mal, dass Pädophile in Dänemark dabei ertappt werden, wie sie online sexuellen Missbrauch und damit in Verbindung stehende Verbrechen online bestellen. In einem Fall wurde 2014 ein Mann aus Nordjütland zu dreieinhalb Jahren Haft im Gefängnis verurteilt, weil er die Vergewaltigung von mehreren philippinischen Kindern angeordnet hatte. Ein Jahr später wurden dann zehn Menschen festgenommen, die in Verbindung mit einem ähnlichen Fall standen. Allerdings wurden neun von ihnen aus Mangel an Beweisen dann wieder entlassen. Es ist bei der Untersuchung solcher Verbrechen oft schwer, an Beweise heranzukommen, da viele Täter die Aufnahmen der Livestreams nicht auf ihren Computern abspeichern. Dieser aktuelle Fall soll am 28. Februar in der Stadt Glostrup vor Gericht gehen; ein Urteil wird im Juni erwartet.

Bildquelle des Titelbilds: Reuters. Übersetzt aus dem Englischen von trueactivist.com.

Quellen:


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7 berühmte Marken, die mit Kindersklaven eure Schokolade herstellen

in Menschenrechte/Wirtschaft

Kinder, die nicht einmal 15 Jahre alt sind – manche sind sogar erst 5 Jahre alt – arbeiten von 6 Uhr morgens bis zum Abend in Westafrika auf Kakaoplantagen, die in Verbindung stehen mit den Firmen Nestlé, Hershey, Mars, Kraft, ADM Cocoa, Godiva und Fowler’s Chocolate. Sie müssen dort knechten, um eure Lieblingsschokolade zu produzieren. Dazu gehören zum Beispiel Reese’s, KitKat, M&M’s, MilkyWay und Butterfinger.

Im September des Jahres 2015 wurden im Staat Kalifornien drei Sammelklagen eingereicht. Darin wurden Nestlé, Hershey und Mars dessen beschuldigt, dass sie ein Auge zudrücken bei den Menschenrechtsverletzungen durch Kakaolieferanten in Westafrika. Gleichzeitig stellen sich die Firmen selbst fälschlicherweise als sozial und ethisch verantwortungsbewusst dar. Nestlé, Cargill und ADM sind gleichzeitig mit einer weiteren Klage konfrontiert, die im Jahr 2005 von drei ehemaligen malischen Kindersklaven eingereicht wurde. Darin klagen sie die Firmen an, Kindersklaverei auf dem Kakaomarkt der Elfenbeinküste zu befördern und zu begünstigen.

Die schockierende Doku aus dem Jahr 2000 mit dem Titel Sklaverei. Eine weltweite Recherche (Originaltitel: Slavery: A Global Investigation) bringt die tiefgehende und dunkle Verbindung der Schokoladenindustrie zu Kakao, der von Kindersklaven geerntet wird. Der Vormund von 19 Kindern, die von den ivorischen Behörden aus der Kindersklaverei befreit wurden erzählte den Machern, wie sie vom Morgengrauen bis zur Abendröte jeden Tag arbeiten mussten, wie sie in der Nacht in einer Hütte eingeschlossen wurden, wo man ihnen einen Zinnbecher gab, in den sie hineinpinkeln mussten, wo sie bis auf die nackte Haut entkleidet wurden, regelmäßig gefesselt und verprügelt wurden. Und wie Tausende Kinder, die aus Ländern stammen wie Mali, Burkina Faso und Togo, von ihren Eltern für einen Hungerlohn weggekauft wurden, oder in manchen Fällen sogar regelrecht entführt wurden, um sie dann an die Elfenbeinküste zu schicken, wo sie auf den Kakaoplantagen versklavt wurden.

Sklaverei. Eine weltweite Recherche von Brian Woods und Kate Blewett

Um euch dabei zu helfen, wie ihr aktiv die Unterstützung von Sklavenarbeit verhindern könnt, zeigen wir euch hier die 7 berühmten Schokoladenmarken, die Kindersklaven ausbeuten und von den Früchten der Kinderarbeit profitieren…

Nestlé

Obwohl der Verhaltenskodex von Nestlé die Einbindung von Kinderarbeit in der Versorgungskette verbietet, haben Forschende von der Fair Labor Association (etwa: Assoziation für faire Arbeit) Beweise für die Zwangsarbeit gefunden und dafür, dass Kinder 14 Stunden lang unter gefährdenden Bedingungen arbeiten. Dabei führen sie gefährliche Aufgaben durch wie die Verwendung von Macheten und den Transport von schweren Gütern. Ein Sprecher von Nestlé erklärte gegenüber dem The Guardian:

„Bis heute haben wir 3.933 Kinder identifiziert, die auf den Farmen ihrer Familien arbeiten (ungefähr 10% der befragten Kinder), die dabei in gefährdende Tätigkeiten involviert waren, die zur Kinderarbeit zählen. Wir haben die Hälfte von ihnen in unser Child Labor Monitoring and Remediation System (etwa: System zur Überwachung und Behebung von Kinderarbeit) aufgenommen. Das System sieht die Bereitstellung von Schulpaketen vor, die Erstellung von Geburtsurkunden und die Entwicklung von einkommensgenerierenden Aktivitäten für die Familien der 312 identifizierten Kinder. Unglücklicherweise ist dieses Problem so groß und komplex, dass keine der Firmen, die Kakao von der Elfenbeinküste beziehen garantieren kann, dass sie das Risiko der Kinderarbeit vollständig aus ihrer Versorgungskette hätte eliminieren können.“

Nestlé hat im Jahr 2014 91,6 Milliarden Schweizer Franken (CHF) – also ca. 86 Milliarden Euro – Umsatz mit dem Verkauf von Schokolade gemacht.

Hershey

Der größte Schokoladenproduzent in den Vereinigten Staaten kauft die wichtigste Zutat für seine Produkte von der Elfenbeinküste. Diese Region ist berüchtigt für die schlimmsten Formen der Zwangsarbeit, für Menschenhandel, Kinderarbeit und Kindersklaverei. Im Jahr 2012 hat eine Pensionskasse aus Louisiana die Frage aufgeworfen, ob die Manager bei Hershey wissen, wie viel von dem Kakao der Firma, der in Westafrika produziert wird, wohl von Kindersklaven produziert worden sein könnte. Jeff Beckmann, der leitende Direktor der Firmenkommunikation bei Hershey, räumte die Missbrauchspraxis ein und erklärte Confectionerynews.com:

„Die Anschuldigungen aus der Klage sind nicht neu und stehen für langfristige Herausforderungen für die Länder, in denen Kakao angepflanzt wird. Viele der Beteiligten, darunter NROs, Firmen in der Kakaolieferkette und die US-amerikanische Regierung, arbeiten bereits seit vielen Jahren fleißig zusammen, um diese Herausforderungen zu meistern.“

Hershey hat einen Nettogewinn von 847 Millionen US-Dollar – knapp 798 Millionen Euro – im Jahr 2014 erwirtschaftet.

Mars

Im Jahr 2009 hat sich Mars dazu verpflichtet, bis 2020 nur zertifizierten Kakao als Produktquelle zu verwenden. Als der Examiner Mars allerdings fragte, warum es bis 2020 dauern würde, um sicherzustellen, dass die Schokolade ohne Kindersklaverei hergestellt wird, sagte die Firma: „Eine sehr geringe Anzahl von Kindern wird geschleust oder gezwungen, um auf Kakaoplantagen zu arbeiten“; und „es ist eine schwierige Aufgabe, jeden Einzelnen der Millionen Kakaobauern in Westafrika zu erreichen“; und dass es „komplex“ sei, sicherzustellen, dass die Schokolade ohne Kindersklaverei hergestellt würde; und dass sie glauben, „zehn Jahre sind ein realistischer Zeitrahmen“, um die Nachhaltigkeit zu garantieren.

Das Harkin-Engel-Protokoll ist ein die gesamte Kakaoindustrie umfassendes Übereinkommen. Es wurde im Jahr 2001 unterzeichnet, um die Kindersklaverei in der Schokoladenerzeugung zu regulieren und bis 2005 zu beenden. Diese Frist wurde dann bis 2008 verlängert und dann noch einmal bis 2010. Jetzt schreiben wir das Jahr 2017 [2016 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des englischen Artikels] und es gibt immer noch Schokoladenhersteller, die schwören, dass sie die Kinderarbeit beenden werden, während sie mit der Missbrauchspraxis Millionen von Dollar Profit erwirtschaften.

In der Zwischenzeit hat ein Bericht aus dem Jahr 2015 ergeben, dass die Anzahl der Kinder, die in der Kakaoindustrie arbeiten, von 2009 bis 2014 um 51% angestiegen ist – und jetzt handelt es sich insgesamt um 1,4 Millionen Kinder. Die Anzahl derjenigen unter ihnen, die in sklavenähnlichen Verhältnissen leben, hat sich um 10% seit 2009 erhöht – insgesamt sind es jetzt 1,1 Millionen.

Habt ein Herz. Stellt sicher, dass eure vegane Valentinstags-Schokolade nicht mit einer der schlimmsten Formen von Kinderarbeit hergestellt wurde. Verwendet die Liste und kostenlose App von F.E.P.!

@FoodIsPower: Habt ein Herz! Kauft keine Schokolade aus Gebieten, in denen die schlimmste Form von Kinderarbeit & Sklaverei praktiziert wird!

ADM, Kraft, Godiva und Fowler’s Chocolate

Im Jahr 2005 reichten drei malische Staatsangehörige, die dazu gezwungen worden waren auf Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste zu arbeiten, eine Sammelklage bei einem Bundesgericht in Kalifornien ein. Sie behauptete, dass ADM, Cargill (im Jahr 2015 kaufte Cargill das weltweite Schokoladengeschäft von ADM auf – im Wert von 440 Millionen US-Dollar, etwa 414 Millionen Euro) und Nestlé – durch den Kauf von Kakao, der von Kinderarbeitern geerntet worden ist – Sklaverei, Kinderarbeit und Folter „begünstigt und befördert“ haben.

Während der bereits ein Jahrzehnt andauernde Prozess gegen ADM weitergeht, verkaufte einer der weltweit größten Verarbeiter von Kakaolikör, Kakaopuder und Kakaobutter sein Kakaogeschäft für 1,3 Milliarden US-Dollar (1,22 Milliarden Euro) an Olam International Ltd., eine Firma aus der Agrarindustrie in Singapur.

Im Jahr 2012 erklärte Mondelez International, der Eigentümer von Cadbury und Kraft Foods, 400 Millionen US-Dollar (376,84 Millionen Euro) zu investieren, um die Leben der Kakaobauern zu verbessern und um eine nachhaltige Kakaowirtschaft zu unterstützen. Aber die Bemühungen der Firma, die jahrelang damit gekämpft hat, die Zwangsarbeit aus ihrer Versorgungskette auszumerzen, sind bislang ohne Effekt geblieben.

Mehr als 60% des Kakaos weltweit – darunter auch der von Godiva verwendete – stammt aus Westafrika. Anders als andere große Schokoladenfabrikanten hat sich Godiva noch nicht dazu verpflichtet, seine Kakaolieferkette zu überwachen und mit Ortsansässigen zusammenzuarbeiten, damit sichergestellt werden kann, dass der Kakao nicht mit Kinderarbeit geerntet wird. Obwohl die Firma angekündigt hat, dass sie sich bis zum Jahr 2020 dazu verpflichtet, 100% ihres Kakaovorrats mittels nachhaltiger Ressourcengewinnung zu produzieren, ist noch unklar, welche konkreten Schritte die Firma unternimmt, um faire Bezahlung, sichere Arbeitsumgebung und die Vermeidung von Kinderarbeit zu garantieren.

Obwohl Fowler’s Chocolate Kindersklaverei verurteilt, nutzt die Firma weiterhin Kakao von der Elfenbeinküste und kann ihren Kunden nicht garantieren, dass die Schokoladenprodukte ohne Sklaverei erzeugt wurden.

Eine BBC-Investigation aus dem Jahr 2010 zur Versorgungskette, aus der ein großer Teil der Schokolade stammt, die im Vereinigten Königreich verkauft wird, hat nicht nur Beweise für Menschenhandel und Kindersklavenarbeit gefunden. Die Untersuchung ergab außerdem, dass es keine Garantie dafür gibt – trotz der Schutzmaßnahmen und auch wenn die Schokolade als Fairtrade-Produkt gekennzeichnet ist – dass im Verlauf der Lieferkette keine Kinderarbeit eingesetzt wurde.

Schokoladen-Sammelklage wegen des Vorwurfs der Kinderarbeit

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Titelbild-Text: Die wirklich dunkle Seite der Schokolade. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Der Genozid, den die Welt ignoriert

in Menschenrechte/Welt

Wenn ihr noch Beweise dafür braucht, dass Politiker und die Mainstream-Medien sich genau aussuchen, welche unterdrückerischen Konflikte sie herauspicken und darüber berichten, um geopolitische Ambitionen zu unterstützen, dann müsst ihr einfach nur „West Papua“ (oder „Papua Barat“ bzw. „Westpapua“) googlen.

Habt ihr davon schon einmal etwas gehört? Ist es euch je passiert, als ihr zuhause gesessen habt und die Nachrichten im Fernsehen verfolgt habt, dass der Nachrichtensprecher Westpapua erwähnt hat?

Es ist seltsam, dass auf die Unterdrückung dort wenig bis gar keine Medienaufmerksamkeit gerichtet ist – wenn man bedenkt, dass es in dem Bericht einer kürzlich durchgeführten Erkundungsmission von der katholischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Erzdiözese von Brisbane in Australien (Brisbane Archdiocese’s Catholic Justice and Peace Commission) heißt, dass Westpapua einen „Völkermord in Zeitlupe“ durchmacht. Der Bericht warnte davor, dass die indigene Bevölkerung von Westpapua Gefahr läuft, zu einem „anthropologischen und musealen Ausstellungsstück einer vergangenen Kultur“ zu werden.

Wenn ihr erfahrt, was den Konflikt in Westpapua anheizt, wird schnell klar, warum dieses Thema kaum Aufmerksamkeit von unseren friedliebenden Politikern und den Medienunternehmen erhält.

Westpapua beherbergt eine der größten Goldminen der Welt (und die drittgrößte Kupfermine), die unter dem Namen Grasberg Mine bekannt ist. Das amerikanische Bergbauunternehmen Freeport McMoRan hält die meisten Anteile an Grasberg. Das Unternehmen besitzt Kapitalrücklagen im Wert von geschätzt 100 Milliarden US-Dollar (ca. 93,8 Milliarden Euro) und die Firma ist Indonesiens größter Steuerzahler.

Geld und Geopolitik triumphieren meistens über Menschenrechte. Seitdem die Suharto-Diktatur in Indonesien Westpapua im Jahr 1969 im Rahmen eines UN-Referendums annektiert hat – das größtenteils als Landnahme aufgefasst wurde – wurden ungefähr 500.000 Einwohner Westpapuas getötet, die für die Unabhängigkeit gekämpft haben.

Dem Unternehmen Freeport McMoRan wurden die Rechte an der Grasberg-Goldmine übergeben, als die indonesische Regierung im Jahr 1967 die Berechtigung unterzeichnete, dass Mineralreichtum von der Stätte abgebaut werden darf. Um diese ziemlich sprichwörtliche Goldmine zu erhalten, geht das indonesische Militär mit roher Gewalt gegen die ortsansässige einheimische Bevölkerung vor. Benny Wenda, ein gebürtiger Einwohner Papuas, der sich sein ganzes Leben lang schon für die Unabhängigkeit einsetzt, beschreibt die Erfahrungen, die Bewohner vor Ort aufgrund der Anwesenheit des indonesischen Militärs durchmachen mussten:

„Jetzt werden Benny und seine Mutter und Tanten jeden Morgen auf dem Weg zu ihren Gärten angehalten und von indonesischen Soldaten durchsucht. Oft zwingen die Soldaten die Frauen dazu, sich im Fluss zu waschen, bevor sie sie auf brutale Weise vor den Augen ihrer Kinder vergewaltigen. Viele junge Frauen, darunter auch drei von Bennys Tanten, sind im Dschungel aufgrund des Traumas und der Verletzungen gestorben, die ihnen während dieser Übergriffe zugefügt wurden – oftmals geschieht dabei auch Genitalverstümmelung. Jeden Tag mussten sich Papua-Frauen am Militärposten melden, um Lebensmittel aus ihren Gärten zu liefern, sauberzumachen und für die Soldaten zu kochen. Gewalt, Rassismus und erzwungene Unterwürfigkeit wurden zum Teil der täglichen Routine.“ [Fettung hinzugefügt]

Australien ist ein Land mit einer engen, wenngleich verwirrenden Beziehung zu Indonesien – und spielt eine Rolle dabei, dass jedwede ordentliche Diskussion zu diesem schrecklichen Thema zunichtegemacht wird. Im November des vergangenen Jahres hat die indonesische Regierung Australien darum gebeten, Druck auf die pazifischen Nationen auszuüben, die damit begonnen haben, ihre Unterstützung für die Bemühungen der Unabhängigkeit von Westpapua auszudrücken. Damit wurden diese kleinen Inseln effektiv daran gehindert, sich in Indonesiens Angelegenheiten „einzumischen“. Australien hat sich bis jetzt als mitschuldig in dieser Angelegenheit erwiesen und hat sogar das indonesische Militär mit der notwendigen Ausrüstung beliefert, um unter der ortsansässigen Bevölkerung verheerenden Schaden anzurichten.

In letzter Zeit wurden jedoch einige Fortschritte gemacht. Die zwei Länder haben ihre militärischen Verbindungen ausgesetzt, nachdem ein indonesischer Militärbeamte „anstößiges“ Material auf einer australischen Militärbasis gefunden hat; darunter Dokumente, die suggerieren, dass Westpapua ein Teil von Melanesien ist und deshalb unabhängig sein sollte.

Ungeachtet dessen hat Papua die höchste Armutsquote in Indonesien: fast dreimal so hoch wie der nationale Durchschnitt. Die Region hat auch die höchsten Sterblichkeitsraten bei Säuglingen, Kindern und Müttern in Indonesien; darüber hinaus auch die schlechtesten Gesundheitsindikatoren und die niedrigste Alphabetisierungsrate.

Stellt euch vor, wie sehr die Einwohner von Westpapua ihren Lebensstandard verbessern könnten, wenn man es ihnen erlauben würde, dass sie ihre eigenen Ressourcen selbst kontrollieren – ohne dass das indonesische Militär mit aller Gewalt ihr Leben zerstört.

In der Zwischenzeit macht ein amerikanisches Minenunternehmen weiterhin hunderte Milliarden Dollar auf Kosten von unschuldigen Eingeborenen.

Von Darius Shahtahmasebi für theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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UN-Friedenssoldaten haben afrikanische Kinder sexuell missbraucht und werden dafür NICHT angeklagt

in Kriminalität/Menschenrechte

Französische Soldaten, die einst Teil einer internationalen Mission zur „Friedenssicherung“ in der Zentralafrikanischen Republik waren, werden sich nicht vor Gericht dafür rechtfertigen müssen, dass sie schrecklichen sexuellen Missbrauch an Kindern begangen haben.

Update: Für diejenigen unter euch die es interessiert, gibt es eine Petition auf Change.org, die darauf abzielt, dass die Straffreiheit für die französischen Soldaten beendet wird, die der sexuellen Gewalt beschuldigt werden. Klickt unten auf den Link zu Change.org, um sie zu unterzeichnen.

Anfang des Jahres 2013 brach in der Zentralafrikanischen Republik (Central African Republic, CAR) das Chaos aus, als Kämpfe zwischen den muslimischen Seleka-Rebellen und den anti-Balaka christlichen Milizen ausbrachen. Die brutalen Kämpfe vertrieben rasend schnell Tausende aus ihrer Heimat und verwandelten die Nation – eine der weltweit ärmsten überhaupt – in ein Kriegsgebiet. Die Krise veranlasste die Vereinten Nationen zu einer Reaktion, die darin bestand, dass sie Tausende von UN-„Friedenssoldaten“ in die Region entsandten, um vordergründig die traumatisierte Bevölkerung zu beschützen. Fortlaufende Anschuldigungen jedoch haben zusammen mit internen UN-Berichten gezeigt, dass diese Friedenswächter nur noch mehr zum immensen Leid der Zivilbevölkerung in der umkämpften Nation beigetragen haben.

Vorwürfe gegen die UN-Friedenssoldaten, insbesondere gegen solche, die aus Frankreich und aus der Europäischen Union eingeflogen wurden, kamen zum ersten Mal fast zum selben Zeitpunkt auf, als die Soldaten selbst dort überhaupt erst angekommen waren. Obwohl die ersten Berichte des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zunächst Einzelfälle zu sein schienen, begannen dann Beweise dafür aufzutauchen, die darauf hindeuteten, dass viel mehr Fälle des Missbrauchs vorgefallen waren als zuerst angenommen – höchstwahrscheinlich hunderte einzelne und getrennte Vorfälle. Anfang des Jahres 2015 brach dann ein hochrangiger UN-Entwicklungshelfer sein Schweigen und berichtet von den ungezügelten Übergriffen des sexuellen Missbrauchs an Kindern durch die UN-Truppen. Ander Kompass, damals der Leiter der Feldoperationen für die Friedensmission, leakte einen internen UN-Report, der Details zu den grausamen Kindesmissbrauchsfällen von Soldaten für die französischen Behörden beschrieb. Kompass argumentierte, dass er das Dokument aufgrund des Versagens der UN geleakt hatte, die dem Missbrauch nicht Einhalt gebieten konnten. Und tatsächlich: Nachdem Kompass die Verbrechen der Friedenssoldaten offiziell angeprangert hatte, wurde er von seiner Position suspendiert. Das unterstreicht die Bemühungen der UN, diese ungeheuerlichen Verbrechen vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Nach der Veröffentlichung ihres internen Berichtes konnte die UN jedoch wenig tun, um den Lauf der Dinge – die Welle der Anschuldigungen – gegen ihre Truppen aufzuhalten, die in der CAR stationiert waren. NROs, CAR-Zivilbürger und andere Angestellte der UN begannen damit, grausige Zeugenaussagen über den systematischen Missbrauch an den am meisten verletzlichen Bewohnern der CAR zu veröffentlichen. Man fand heraus, dass Kinder, die erst 7 Jahre alt waren, von UN-Truppen dazu gezwungen worden waren, an grauenhaften sexuellen Akten teilzunehmen. Die UN-Truppen „bezahlten“ ihre Opfer oft mit Nahrung oder mit kleinen Geldsummen, um sie zum Schweigen zu bringen. Einer der ersten dokumentierten Berichte über den Missbrauch ist eine Aufzeichnung davon, wie zahlreiche männliche Jugendliche dazu gezwungen werden, sexuelle Handlungen an französischen Soldaten durchzuführen – im Tausch für Lebensmittel. Andere Berichte beschreiben, wie junge Mädchen von den Straßen eingesammelt wurden, um dann in Lager oder gepanzerte Vehikel gebracht und vergewaltigt zu werden. Man fand heraus, dass viele der Opfer den Soldaten vertraut hatten; das sagt ein Angestellter der NRO Yamcuir. „Ich kenne Kinder, die sich bei den französischen Truppen aufgehalten haben, weil diese mit ihnen Fußball und Volleyball gespielt haben. Dabei sind auch die meisten Vergewaltigungen passiert“, erzählte der Beamte Sputnik News.

Trotz der überwältigenden Beweise gegen die französischen Soldaten und trotz der „Null-Toleranz“-Richtlinie der französischen Regierung bei solchen Verbrechen, ist noch kein einziger Soldat dafür rechtlich belangt worden. Im Jahr 2015 wurden fünf befragt und gerügt, aber keine signifikante Form der Bestrafung wurde durchgeführt. Eine jahrelange Untersuchung der UN, um den Anschuldigungen auf den Grund zu gehen, ist in ähnlicher Weise daran gescheitert, zu aussagekräftigen Ergebnissen zu führen – abgesehen von der Entlassung einer Handvoll Angestellter. Bekannte Bewegungen, etwa Petitionen, die fordern, dass alle französischen Truppen aus der CAR entfernt werden, haben sich letztendlich auch als nicht erfolgreich erwiesen.

Leider haben sich sämtliche Hoffnungen, dass diesen jungen, ungehörten Opfern Gerechtigkeit widerfährt, indem ihre Folterer rechtlich belangt werden, erst vor einigen Tagen komplett zerstört. Denn am 4. Januar entschied ein Gremium französischer Richter, dass keine Anklage gegen eine Gruppe von sechs französischen Soldaten erhoben werden würde, die dessen beschuldigt worden waren, Minderjährige in der CAR zwischen Dezember 2013 und Juni 2014 sexuell missbraucht zu haben. Laut Quellen aus dem französischen Justizsystem entschied der das Gremium anführende Richter, dass es „nicht ausreichend viele Beweise“ gäbe, um eine Strafverfolgung zu rechtfertigen. Obwohl die Ankläger drei Monate Zeit haben, um mehr Beweise hervorzubringen, die eine neue Untersuchung rechtfertigen würden: Wenn die Beweise von den CAR-Zivilbürgern, den NROs und der UN selbst allesamt als nicht ausreichend bezeichnet wurden, so scheint es, dass jetzt nur wenig dafür getan werden kann, dass sich das Blatt doch noch wendet. Wenn überhaupt, dann wird diese aktuelle Ablehnung der Gerechtigkeit für die Opfer von sexueller Gewalt die UN-Operationen in der afrikanischen Nation nur noch weiter diskreditieren und wahrscheinlich Ärger schüren, der sich gegen die fortdauernde Präsenz der UN richtet, da die UN-Truppen als eine Besatzungsmacht angesehen werden. Erst vor ein paar Monaten, im Oktober des Jahres 2016, wurden vier Zivilbürger von UN-Friedenssoldaten getötet, als in der Nation Proteste gegen die Anwesenheit der UN ausbrachen und schnell in Gewalt umschlugen. Da weder die UN noch die schuldigen Soldaten wahrscheinlich dafür zur Verantwortung gezogen werden, scheint es, dass die bereits verzweifelte Situation in der CAR sich weiter zum Schlechten entwickeln wird – größtenteils aufgrund eben genau der Kräfte, die jene verletzliche Zivilbürger ausbeuten, die sie eigentlich beschützen sollten.

Was haltet ihr davon? Bitte kommentiert den Artikel und teilt diese Nachricht!

Von Whitney Webb für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Die unbekannten Opfer illegaler Abholzung: 2015 wurden 185 Umwelt- und Landaktivisten ermordet

in Umwelt

„Überall auf der Welt, schützen geheime Absprachen zwischen staatlichen Interessen und Konzerninteressen die Verantwortlichen für die Tötung [von Aktivisten].“

Wenn wir an Aktivisten denken, konzentrieren sich unsere Gedanken vor allem auf die zahllosen denkwürdigen Errungenschaften des Aktivismus, die Geschichte geschrieben haben – Frauenrechte, Rassendiskriminierung und die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, nur um einige der berühmtesten Beispiele zu nennen.

Leider erlangen in den meisten Fällen Kämpfe gegen sozialen Wandel kaum die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Dadurch kann es einzelnen Aktivisten leicht passieren, dass sie von dem System aufgerieben werden, das sie unermüdlich zu verändern versuchen.

Angeblich wurde 2015 eine Gesamtzahl von 185 Aktivisten getötet – eine Zunahme um 59 Prozent – was einen neuen Jahreshöchststand markiert. Insbesondere Aktivisten, die versuchen, die illegale Abholzung für große Rinderfarmen aufzuhalten, sollen in erster Linie solcher Gewalt zum Opfer gefallen sein.

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Bild: Flickr, PRODaniel Beilinson (CC BY-SA 2.0)

Während für viele diese Statistik eine Überraschung darstellen könnte, liegt der Blutzoll in Wirklichkeit wahrscheinlich viel höher, wie ein Bericht der in London ansässigen Interessenvertretung Global Witness mit dem Titel On Dangerous Ground [Auf gefährlichem Gelände] enthüllte. Viele der Opfer stammen aus indigenen Gemeinschaften – ungefähr 40 Prozent – die oft in Gebieten beheimatet sind, die reich an natürlichen Ressourcen sind, so wie etwa der Regenwald. Daher können viele der Morde nicht verifiziert werden, oder sie werden schlicht und einfach gar nicht erst berichtet.

Laut des Berichts „erfuhren die Amazonas-Bundesstaaten 2015 ein nie dagewesenes Ausmaß der Gewalt, wo Viehfarmen und landwirtschaftliche Anbauflächen oder Banden illegaler Holzfäller in die Gemeinschaften eindringen. Der Regenwald hat Platz gemacht für Tausende illegaler Abholzungscamps, während die Grenze der landwirtschaftlich genutzten Fläche immer weiter in vorher unberührte Gebiete indigener Reservate verschoben wird. Es wird geschätzt, dass 80% des brasilianischen Nutzholzes illegal sind, und dass es einen Anteil von 25% des illegalen Holzes auf den Weltmärkten bildet. Ein Großteil davon gelangt an Käufer in den USA, Europa und China.“

Unterdessen ist die Hoffnung, dass die Verbrechen gesühnt werden, in vielen gut dokumentierten Fällen kaum mehr als ein Wunschtraum. In einem dieser Fälle, wurden sowohl der Vater als auch der Großvater der philippinischen Aktivistin Michelle Campos öffentlich hingerichtet, nachdem sie versucht haben, das Land ihrer Vorfahren gegen den Abbau von Rohstoffen zu verteidigen. Die Mörder, die von vielen Zeugen identifiziert wurden, wurden jedoch nie vor Gericht gestellt.

„Überall auf der Welt“, fährt der Bericht fort, „schützen geheime Absprachen zwischen staatlichen und Konzerninteressen viele der Verantwortlichen für die Tötungen. Wir fanden bei gut dokumentierten Fällen heraus, dass 16 im Zusammenhang mit paramilitärischen Gruppen standen, 13 mit der Armee, 11 mit der Polizei, und weitere 11 mit privaten Sicherheitsdiensten – was stark auf Verbindungen der Tötungen mit Konzerninteressen hindeutet. Es gab kaum Anzeichen dafür, dass die Autoritäten entweder ernsthaft die Verbrechen untersuchten, oder Maßnahmen ergriffen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.“

Diese Art von Korruption kann auch in westlichen Nationen festgestellt werden: So wurde letztes Jahr enthüllt, dass das FBI auf seinen Terrorlisten Umweltaktivisten eine hohe Priorität eingeräumt hat.

„Regierungen und Konzerne benutzen eine aufrührerische Sprache, um Aktivisten zu verleumden und sie öffentlich als ‚anti-fortschrittlich‘ zu brandmarken. Zur gleichen Zeit drücken sie gegenüber der Korruption, Gesetzesverstößen und Umweltzerstörung ein Auge zu. Viele Fälle gehen straffrei aus, und gegen die mutmaßlichen Täter – die für die Gewalt verantwortlich sind, die mit mit Konzern- und Staatsinteressen in Zusammenhang steht – wird nicht ermittelt.“

Seit 2002 hat Global Witness 1176 Fälle von von Land- und Umweltschützern dokumentiert. Die dramatische Zunahme der Fälle im letzten Jahr, ist ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass die Regierungen und Konzerne die Gewalt und Korruption verleugnen, welche für die Zerstörung der Gebiete der Erde mit der größten Biodiversität verantwortlich ist sowie für den Tod der Leute, die für deren Schutz ihr Leben auf’s Spiel gesetzt haben.

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Bild: Flickr, crustmania (CC BY 2.0)

Die höchste Tötungsrate wurde in Brasilien verzeichnet (50 Tote), den Philippinen (33 Tote), Kolumbien (26 Tote), Peru (12 Tote), Nicaragua (12 Tote) sowie der Demokratischen Republik Kongo (11 Tote). Die Druckausübung in Bezug auf die Eigentümerschaft, Kontrolle oder die Nutzung von Land wurde als zugrundeliegender Faktor hinter all den Tötungen angeführt.

„Die Tötungen sind politisch akzeptabler geworden, um die ökonomischen Ziele zu erreichen…Während der vergangenen zehn Jahre, in denen ich im Amazonas gearbeitet habe, habe ich nie eine so schlimme Situation erlebt“, sagte dazu der brasilianische Umweltschützer Felipe Milanez.

Zusätzlich zur Gewalt, benutzen in vielen Fällen Regierungen und Konzerne „legale Maßnahmen, um Aktivisten anzugreifen und ihre legitime Verteidgung von Land- und Umweltrechten zu verhindern“. Um dieses drohende Problem zu überwinden, müssen nationale Regierungen Schritte einleiten, um die Rechte von Umweltschützern zu stärken, Maßnahmen gegen die illegale Ausbeutung natürlicher Ressourcen eine hohe Priorität einräumen und sicherstellen, dass geeignete Gesetze angewandt werden, um die Aktivisten vor Gewalt zu schützen.

Image: Flickr, Jesse Clockwork (CC BY-SA 2.0)

Verweis:

https://www.globalwitness.org/documents/18482/On_Dangerous_Ground.pdf

Übersetzt aus dem Englischenn von AnonHQ.com

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