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Menschenrechte

UN-Friedenssoldaten haben afrikanische Kinder sexuell missbraucht und werden dafür NICHT angeklagt

in Kriminalität/Menschenrechte von

Französische Soldaten, die einst Teil einer internationalen Mission zur „Friedenssicherung“ in der Zentralafrikanischen Republik waren, werden sich nicht vor Gericht dafür rechtfertigen müssen, dass sie schrecklichen sexuellen Missbrauch an Kindern begangen haben.

Update: Für diejenigen unter euch die es interessiert, gibt es eine Petition auf Change.org, die darauf abzielt, dass die Straffreiheit für die französischen Soldaten beendet wird, die der sexuellen Gewalt beschuldigt werden. Klickt unten auf den Link zu Change.org, um sie zu unterzeichnen.

Anfang des Jahres 2013 brach in der Zentralafrikanischen Republik (Central African Republic, CAR) das Chaos aus, als Kämpfe zwischen den muslimischen Seleka-Rebellen und den anti-Balaka christlichen Milizen ausbrachen. Die brutalen Kämpfe vertrieben rasend schnell Tausende aus ihrer Heimat und verwandelten die Nation – eine der weltweit ärmsten überhaupt – in ein Kriegsgebiet. Die Krise veranlasste die Vereinten Nationen zu einer Reaktion, die darin bestand, dass sie Tausende von UN-„Friedenssoldaten“ in die Region entsandten, um vordergründig die traumatisierte Bevölkerung zu beschützen. Fortlaufende Anschuldigungen jedoch haben zusammen mit internen UN-Berichten gezeigt, dass diese Friedenswächter nur noch mehr zum immensen Leid der Zivilbevölkerung in der umkämpften Nation beigetragen haben.

Vorwürfe gegen die UN-Friedenssoldaten, insbesondere gegen solche, die aus Frankreich und aus der Europäischen Union eingeflogen wurden, kamen zum ersten Mal fast zum selben Zeitpunkt auf, als die Soldaten selbst dort überhaupt erst angekommen waren. Obwohl die ersten Berichte des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zunächst Einzelfälle zu sein schienen, begannen dann Beweise dafür aufzutauchen, die darauf hindeuteten, dass viel mehr Fälle des Missbrauchs vorgefallen waren als zuerst angenommen – höchstwahrscheinlich hunderte einzelne und getrennte Vorfälle. Anfang des Jahres 2015 brach dann ein hochrangiger UN-Entwicklungshelfer sein Schweigen und berichtet von den ungezügelten Übergriffen des sexuellen Missbrauchs an Kindern durch die UN-Truppen. Ander Kompass, damals der Leiter der Feldoperationen für die Friedensmission, leakte einen internen UN-Report, der Details zu den grausamen Kindesmissbrauchsfällen von Soldaten für die französischen Behörden beschrieb. Kompass argumentierte, dass er das Dokument aufgrund des Versagens der UN geleakt hatte, die dem Missbrauch nicht Einhalt gebieten konnten. Und tatsächlich: Nachdem Kompass die Verbrechen der Friedenssoldaten offiziell angeprangert hatte, wurde er von seiner Position suspendiert. Das unterstreicht die Bemühungen der UN, diese ungeheuerlichen Verbrechen vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Nach der Veröffentlichung ihres internen Berichtes konnte die UN jedoch wenig tun, um den Lauf der Dinge – die Welle der Anschuldigungen – gegen ihre Truppen aufzuhalten, die in der CAR stationiert waren. NROs, CAR-Zivilbürger und andere Angestellte der UN begannen damit, grausige Zeugenaussagen über den systematischen Missbrauch an den am meisten verletzlichen Bewohnern der CAR zu veröffentlichen. Man fand heraus, dass Kinder, die erst 7 Jahre alt waren, von UN-Truppen dazu gezwungen worden waren, an grauenhaften sexuellen Akten teilzunehmen. Die UN-Truppen „bezahlten“ ihre Opfer oft mit Nahrung oder mit kleinen Geldsummen, um sie zum Schweigen zu bringen. Einer der ersten dokumentierten Berichte über den Missbrauch ist eine Aufzeichnung davon, wie zahlreiche männliche Jugendliche dazu gezwungen werden, sexuelle Handlungen an französischen Soldaten durchzuführen – im Tausch für Lebensmittel. Andere Berichte beschreiben, wie junge Mädchen von den Straßen eingesammelt wurden, um dann in Lager oder gepanzerte Vehikel gebracht und vergewaltigt zu werden. Man fand heraus, dass viele der Opfer den Soldaten vertraut hatten; das sagt ein Angestellter der NRO Yamcuir. „Ich kenne Kinder, die sich bei den französischen Truppen aufgehalten haben, weil diese mit ihnen Fußball und Volleyball gespielt haben. Dabei sind auch die meisten Vergewaltigungen passiert“, erzählte der Beamte Sputnik News.

Trotz der überwältigenden Beweise gegen die französischen Soldaten und trotz der „Null-Toleranz“-Richtlinie der französischen Regierung bei solchen Verbrechen, ist noch kein einziger Soldat dafür rechtlich belangt worden. Im Jahr 2015 wurden fünf befragt und gerügt, aber keine signifikante Form der Bestrafung wurde durchgeführt. Eine jahrelange Untersuchung der UN, um den Anschuldigungen auf den Grund zu gehen, ist in ähnlicher Weise daran gescheitert, zu aussagekräftigen Ergebnissen zu führen – abgesehen von der Entlassung einer Handvoll Angestellter. Bekannte Bewegungen, etwa Petitionen, die fordern, dass alle französischen Truppen aus der CAR entfernt werden, haben sich letztendlich auch als nicht erfolgreich erwiesen.

Leider haben sich sämtliche Hoffnungen, dass diesen jungen, ungehörten Opfern Gerechtigkeit widerfährt, indem ihre Folterer rechtlich belangt werden, erst vor einigen Tagen komplett zerstört. Denn am 4. Januar entschied ein Gremium französischer Richter, dass keine Anklage gegen eine Gruppe von sechs französischen Soldaten erhoben werden würde, die dessen beschuldigt worden waren, Minderjährige in der CAR zwischen Dezember 2013 und Juni 2014 sexuell missbraucht zu haben. Laut Quellen aus dem französischen Justizsystem entschied der das Gremium anführende Richter, dass es „nicht ausreichend viele Beweise“ gäbe, um eine Strafverfolgung zu rechtfertigen. Obwohl die Ankläger drei Monate Zeit haben, um mehr Beweise hervorzubringen, die eine neue Untersuchung rechtfertigen würden: Wenn die Beweise von den CAR-Zivilbürgern, den NROs und der UN selbst allesamt als nicht ausreichend bezeichnet wurden, so scheint es, dass jetzt nur wenig dafür getan werden kann, dass sich das Blatt doch noch wendet. Wenn überhaupt, dann wird diese aktuelle Ablehnung der Gerechtigkeit für die Opfer von sexueller Gewalt die UN-Operationen in der afrikanischen Nation nur noch weiter diskreditieren und wahrscheinlich Ärger schüren, der sich gegen die fortdauernde Präsenz der UN richtet, da die UN-Truppen als eine Besatzungsmacht angesehen werden. Erst vor ein paar Monaten, im Oktober des Jahres 2016, wurden vier Zivilbürger von UN-Friedenssoldaten getötet, als in der Nation Proteste gegen die Anwesenheit der UN ausbrachen und schnell in Gewalt umschlugen. Da weder die UN noch die schuldigen Soldaten wahrscheinlich dafür zur Verantwortung gezogen werden, scheint es, dass die bereits verzweifelte Situation in der CAR sich weiter zum Schlechten entwickeln wird – größtenteils aufgrund eben genau der Kräfte, die jene verletzliche Zivilbürger ausbeuten, die sie eigentlich beschützen sollten.

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Von Whitney Webb für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Die unbekannten Opfer illegaler Abholzung: 2015 wurden 185 Umwelt- und Landaktivisten ermordet

in Umwelt von

“Überall auf der Welt, schützen geheime Absprachen zwischen staatlichen Interessen und Konzerninteressen die Verantwortlichen für die Tötung [von Aktivisten].”

Wenn wir an Aktivisten denken, konzentrieren sich unsere Gedanken vor allem auf die zahllosen denkwürdigen Errungenschaften des Aktivismus, die Geschichte geschrieben haben – Frauenrechte, Rassendiskriminierung und die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, nur um einige der berühmtesten Beispiele zu nennen.

Leider erlangen in den meisten Fällen Kämpfe gegen sozialen Wandel kaum die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Dadurch kann es einzelnen Aktivisten leicht passieren, dass sie von dem System aufgerieben werden, das sie unermüdlich zu verändern versuchen.

Angeblich wurde 2015 eine Gesamtzahl von 185 Aktivisten getötet – eine Zunahme um 59 Prozent – was einen neuen Jahreshöchststand markiert. Insbesondere Aktivisten, die versuchen, die illegale Abholzung für große Rinderfarmen aufzuhalten, sollen in erster Linie solcher Gewalt zum Opfer gefallen sein.

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Bild: Flickr, PRODaniel Beilinson (CC BY-SA 2.0)

Während für viele diese Statistik eine Überraschung darstellen könnte, liegt der Blutzoll in Wirklichkeit wahrscheinlich viel höher, wie ein Bericht der in London ansässigen Interessenvertretung Global Witness mit dem Titel On Dangerous Ground [Auf gefährlichem Gelände] enthüllte. Viele der Opfer stammen aus indigenen Gemeinschaften – ungefähr 40 Prozent – die oft in Gebieten beheimatet sind, die reich an natürlichen Ressourcen sind, so wie etwa der Regenwald. Daher können viele der Morde nicht verifiziert werden, oder sie werden schlicht und einfach gar nicht erst berichtet.

Laut des Berichts “erfuhren die Amazonas-Bundesstaaten 2015 ein nie dagewesenes Ausmaß der Gewalt, wo Viehfarmen und landwirtschaftliche Anbauflächen oder Banden illegaler Holzfäller in die Gemeinschaften eindringen. Der Regenwald hat Platz gemacht für Tausende illegaler Abholzungscamps, während die Grenze der landwirtschaftlich genutzten Fläche immer weiter in vorher unberührte Gebiete indigener Reservate verschoben wird. Es wird geschätzt, dass 80% des brasilianischen Nutzholzes illegal sind, und dass es einen Anteil von 25% des illegalen Holzes auf den Weltmärkten bildet. Ein Großteil davon gelangt an Käufer in den USA, Europa und China.”

Unterdessen ist die Hoffnung, dass die Verbrechen gesühnt werden, in vielen gut dokumentierten Fällen kaum mehr als ein Wunschtraum. In einem dieser Fälle, wurden sowohl der Vater als auch der Großvater der philippinischen Aktivistin Michelle Campos öffentlich hingerichtet, nachdem sie versucht haben, das Land ihrer Vorfahren gegen den Abbau von Rohstoffen zu verteidigen. Die Mörder, die von vielen Zeugen identifiziert wurden, wurden jedoch nie vor Gericht gestellt.

“Überall auf der Welt”, fährt der Bericht fort, “schützen geheime Absprachen zwischen staatlichen und Konzerninteressen viele der Verantwortlichen für die Tötungen. Wir fanden bei gut dokumentierten Fällen heraus, dass 16 im Zusammenhang mit paramilitärischen Gruppen standen, 13 mit der Armee, 11 mit der Polizei, und weitere 11 mit privaten Sicherheitsdiensten – was stark auf Verbindungen der Tötungen mit Konzerninteressen hindeutet. Es gab kaum Anzeichen dafür, dass die Autoritäten entweder ernsthaft die Verbrechen untersuchten, oder Maßnahmen ergriffen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.”

Diese Art von Korruption kann auch in westlichen Nationen festgestellt werden: So wurde letztes Jahr enthüllt, dass das FBI auf seinen Terrorlisten Umweltaktivisten eine hohe Priorität eingeräumt hat.

“Regierungen und Konzerne benutzen eine aufrührerische Sprache, um Aktivisten zu verleumden und sie öffentlich als ‘anti-fortschrittlich’ zu brandmarken. Zur gleichen Zeit drücken sie gegenüber der Korruption, Gesetzesverstößen und Umweltzerstörung ein Auge zu. Viele Fälle gehen straffrei aus, und gegen die mutmaßlichen Täter – die für die Gewalt verantwortlich sind, die mit mit Konzern- und Staatsinteressen in Zusammenhang steht – wird nicht ermittelt.”

Seit 2002 hat Global Witness 1176 Fälle von von Land- und Umweltschützern dokumentiert. Die dramatische Zunahme der Fälle im letzten Jahr, ist ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass die Regierungen und Konzerne die Gewalt und Korruption verleugnen, welche für die Zerstörung der Gebiete der Erde mit der größten Biodiversität verantwortlich ist sowie für den Tod der Leute, die für deren Schutz ihr Leben auf’s Spiel gesetzt haben.

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Bild: Flickr, crustmania (CC BY 2.0)

Die höchste Tötungsrate wurde in Brasilien verzeichnet (50 Tote), den Philippinen (33 Tote), Kolumbien (26 Tote), Peru (12 Tote), Nicaragua (12 Tote) sowie der Demokratischen Republik Kongo (11 Tote). Die Druckausübung in Bezug auf die Eigentümerschaft, Kontrolle oder die Nutzung von Land wurde als zugrundeliegender Faktor hinter all den Tötungen angeführt.

“Die Tötungen sind politisch akzeptabler geworden, um die ökonomischen Ziele zu erreichen…Während der vergangenen zehn Jahre, in denen ich im Amazonas gearbeitet habe, habe ich nie eine so schlimme Situation erlebt”, sagte dazu der brasilianische Umweltschützer Felipe Milanez.

Zusätzlich zur Gewalt, benutzen in vielen Fällen Regierungen und Konzerne “legale Maßnahmen, um Aktivisten anzugreifen und ihre legitime Verteidgung von Land- und Umweltrechten zu verhindern”. Um dieses drohende Problem zu überwinden, müssen nationale Regierungen Schritte einleiten, um die Rechte von Umweltschützern zu stärken, Maßnahmen gegen die illegale Ausbeutung natürlicher Ressourcen eine hohe Priorität einräumen und sicherstellen, dass geeignete Gesetze angewandt werden, um die Aktivisten vor Gewalt zu schützen.

Image: Flickr, Jesse Clockwork (CC BY-SA 2.0)

Verweis:

https://www.globalwitness.org/documents/18482/On_Dangerous_Ground.pdf

Übersetzt aus dem Englischenn von AnonHQ.com


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EU arbeitet an der Verbannung von Kriegmineralien aus Wertschöpfungsketten

in Menschenrechte/Welt/Wirtschaft von

Die EU hat ein Gesetz verabschiedet, das es den in der EU ansässigen Firmen erschwert, Kriegsmineralien zu kaufen. Dadurch wird der Handel von Mineralien für Waffen eingedämmt.

Wenn ihr noch nie etwas von Kriegsmineralien oder Konfliktressourcen gehört habt, dann lasst uns euch kurz erklären, worum es dabei geht.

Zu diesen Konfliktressourcen gehören Rohstoffe wie etwa Bauholz, Öl, Diamanten, Gold, Kobalt und so weiter, die durch Ausbeutung und Terror während oder nach einem Konflikt abgebaut werden. Tatsächlich sind diese Ressourcen die hauptsächlichen Antriebskräfte für einen solchen Konflikt. Denn sie können bewaffnete Milizen direkt finanzieren oder unterstützen, die im Konkurrenzkampf um die Macht stehen oder für gewaltsame Herrschaft.

Ein Beispiel: Die so genannten islamischen Staaten im Irak und in Syrien (ISIS) können ihre Position im Irak und in Syrien teilweise deshalb aufrechterhalten, weil sie Gelder aus dem Verkauf von „Konfliktöl“ beziehen. Die Terroristen stehlen Öl von den Kampfplätzen und verkaufen es auf dem Schwarzmarkt.

Firmen, die elektronische Geräte herstellen; aufgelistet nach ihren Bemühungen, Kriegsmineralien im Herstellungsprozess und in der Wertschöpfungskette zu vermeiden:

s-4-e14800069243031(Die heller eingefärbten Balkenbereiche in der Anzeige stellen die Werte aus dem Jahr 2010 dar, insofern sie vorliegen.)

Lange Zeit haben führende Menschenrechtsorganisationen wie Global Witness und Amnesty International westliche Firmen beschuldigt, die mit Mineralien Handel treiben, dass sie ihre Geschäfte in Konfliktgebieten wie Afrika abwickeln und dass dadurch die Rebellen in diesen Gebieten Finanzmittel erhalten, mit denen sie Waffen kaufen können, um weiterhin Terror auf die unschuldige Bevölkerung auszuüben.

Es heißt sogar, dass einige dieser Firmen direkt Tauschgeschäfte mit den Rebellen betreiben, indem Waffen gegen Mineralien getauscht werden. In Afrika stehen zum Beispiel die so genannten „Blutdiamanten“ synonym für das Vorgehen unter anderem in Ländern wie Sierra Leone, Liberia, Äthiopien und die Demokratische Republik Kongo. In der Demokratischen Republik Kongo kontrollieren Rebellen immer noch Teile der abgelegenen Bereiche des Landes, in denen viele Diamanten und andere Mineralien vorkommen. Sie zwingen die Zivilbürger – und auch die Kinder – dazu, ihr Leben zu riskieren, um die Diamanten abzubauen, so dass diese gegen Geld verkauft werden können. Mit dem Geld kaufen sie weitere Waffen und befeuern damit wiederum den Konflikt.

Anteil der Nachfrage nach Kriegsmineralien in der Industrie für elektronische Güter

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Menschenrechtsaktivisten glauben: Wenn die westlichen Firmen, die diese Ressourcen kaufen, dieses Vorgehen einstellen könnten, dann könnte der Geldhahn, der die bewaffneten Konflikte in solchen Gebieten unterstützt, zugedreht werden. Den Rebellengruppen würden dann die Kapazitäten fehlen, um ihren Aufstand fortzuführen.

In den Vereinigten Staaten gelang es Menschenrechtsaktivisten beispielsweise, dass Kriegsmineralien aus der Demokratischen Republik Kongo untersucht wurden. Das geschah im Zuge der berühmten Dodd-Frank Wall Street Reform und im Rahmen des Consumer Protection Act (Gesetzt zum Verbraucherschutz), das im Jahr 2010 vom Kongress verabschiedet wurde. Obwohl Kritiker gesagt haben, dass es dem Gesetz nicht gelungen ist, das Problem nachhaltig anzugehen, hat es zumindest ein wenig Licht auf die Situation geworfen und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregt.

Die Europäische Union (EU) ergreift nun auch Maßnahmen, um Firmen innerhalb ihres juristischen Geltungsbereichs davon abzuhalten, Handel mit Mineralien zu treiben, die aus Konfliktzonen stammen. Die EU hat ein Gesetz verabschiedet, das es Firmen erschwert, Kriegsmineralien zu erwerben. Obwohl die Menschenrechtsaktivisten sagen, dass es in dem Gesetz Schlupflöcher gibt, hat das Gesetz dennoch dazu beigetragen, dass mehr auf Integrität im globalen Mineralienhandel geachtet wird.

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Das Gesetz verbietet es Firmen in der EU ausdrücklich, Mineralien direkt von Händlern zu kaufen, die mit Kriegsmineralien handeln. Die Schwäche des Gesetzes besteht jedoch darin, dass es nicht auf Firmen anwendbar ist, die fertige Produkte kaufen, in denen Kriegsmineralien verarbeitet wurden bzw. in deren Herstellung Kriegsmineralien involviert sind. Kritiker sagen, dass dieser Umstand es Firmen ermöglichen würde, die Spuren von Kriegsmineralien in einer komplexen Versorgungskette zu verwischen.

Michael Gibb von Global Witness begrüßte das neue Gesetz. Gleichzeitig drängte er die Gesetzmacher sicherzustellen, dass es auch angewandt wird, damit es seinen Zweck erfüllen kann.

„Diese Regulierung stellt einen willkommenen Schritt nach vorne dar. Aber während die EU ein starkes Signal an eine kleine Gruppe von Firmen gesendet hat, glaubt sie gleichzeitig daran, dass viele andere sich weiterhin selbst regulieren werden. Es ist jetzt an diesen Firmen zu zeigen, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt und wohl verdient ist; und wir erwarten, dass unsere Gesetzmacher jetzt handeln, wenn dem nicht so sein sollte“, sagte Gibb in einer Pressemitteilung.

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Global Witness sagte, dass das Gesetz trotz seiner offensichtlichen Mängel trotzdem einen Sieg für die Verfechter des fairen Handels von Mineralien darstellt. Tatsächlich ist das Gesetz das erste globale seiner Art, das den direkten Kauf von Kriegsmineralien verbietet.

Am weltweiten Handel mit Mineralien sind riesengroße transnationale Korporationen beteiligt, die ausgeklügelte Versorgungsketten konstruieren. Das lässt ihnen genug Raum, um jedwede Verbindung zu Mineralien abzustreiten, die aus Konfliktregionen stammen.

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Viele der Kriegsmineralien werden auf dem Schwarzmarkt verkauft. Ein weitaus größerer Anteil landet letzten Endes in den Produkten, die wir tagtäglich verwenden. Wenn ihr ein Smartphone von Samsung oder Apple besitzt, dann ist darin mit großer Wahrscheinlichkeit Kobalt verarbeitet, das in Konfliktzonen in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut wurde.

Die Demokratische Republik Kongo stellt die größte Quelle für Kriegsmineralien dar. Fast alle Kriegsmineralien kommen aus diesem Land und aus den angrenzenden Ländern.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Israel ruft zum Genozid an Palästinensern auf – und die Mainstream-Medien ignorieren es

in Medien/Menschenrechte von

Es ist schier unglaublich: Die sozialen Medien und die Mainstream-Medien ignorieren den Aufruf Israels zum Genozid an Palästinensern. Massive Proteste und Facebook-Kampagnen, die zum Genozid an Palästinensern aufrufen, werden von den westlichen Mainstream-Medien und von Facebook selbst ignoriert – und das, obwohl es große Bedenken und Zusammenarbeit mit dem Ziel gibt, solche „Aufrufe zur Gewalt“ zu stoppen.

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Dieses auf Facebook hochgeladene Bild zeigt einen Israeli, der eine Waffe auf den Betrachter richtet. Der Text lautet: „Mäht sie nieder“. Bildquelle: Facebook-Seite von „Das Volk Israels verlangt Rache“.

Seit Oktober letzten Jahres hat die israelische Regierung Palästinenser und ihre Verbündeten dessen beschuldigt, dass sie gegen Israelis „zur Gewalt anstacheln“; völlig ungeachtet der Tatsache, dass seitdem 34 Israelis zu Tode gekommen sind – im Vergleich zu 230 Palästinensern. Die Erhöhung der Gewaltakte wird auf einen international scharf verurteilten israelischen Übergriff auf palästinensische Ländereien im Westjordanland zurückgeführt. Die Bedenken der israelischen Regierung hinsichtlich der jüngsten Gewalttaten hat dazu geführt, dass Palästinenser dafür verhaftet wurden, dass sie Inhalte in sozialen Medien geteilt haben, die möglicherweise zu Verbrechen führen könnten. Bislang wurden dieses Jahr 145 Palästinenser für „Vorstufen von Verbrechen (pre-crime)“ durch „Anstachelung“ in sozialen Medien verhaftet. Diese Vorgehensweise führte letztendlich zu einer Kollaboration zwischen Facebook und der israelischen Regierung. Deren gemeinsame Bestrebungen zur Eindämmung der „Anstachelung“ in sozialen Medien haben dazu geführt, dass mehrere Facebook-Accounts von palästinensischen Journalisten und Nachrichtenagenturen gesperrt wurden (darüber hat derwaechter.net hier auf Deutsch berichtet).

Jedoch haben es die sozialen Medien und die westlichen Mainstream-Medien bislang versäumt, die „Anstachelung“ der Israelis gegen die Palästinenser zu verurteilen. Derartige Gewaltaufrufe treten nämlich überraschenderweise sehr häufig auf – wenn man bedenkt, dass sie wenig bis gar keine Aufmerksamkeit erregen. Diese anti-palästinensischen Posts, Bilder und Proteste strotzen oft nur so vor Aufrufen zum Genozid. Dazu gehören Parolen wie „Tod der gesamten arabischen Nation“ oder „Tötet sie alle“, die verblüffend häufig auftauchen.

Sogar die Times of Israel veröffentlichte eine so genannten „Op-Ed“-Zeitungskolumne zum Thema „Wann Genozid zulässig ist“ und bezog sich darin auf die Art, wie Israel die Palästinenser behandelt. Obwohl der Post letztendlich wieder heruntergenommen wurde, deutet er auf eine allzu übliche und gefährliche Mentalität hin, die von den sozialen Medien, von der israelischen Regierung und von den westlichen Medien „aus Bequemlichkeit“ ignoriert wird. Eine israelische Nachrichtenagentur führte sogar einen Test in Bezug auf die damals nur mutmaßliche Vorzugsbehandlung durch: Sie fand heraus, dass Facebook und die israelischen Autoritäten mit den Forderungen nach Rache der Palästinenser und der Israelis sehr unterschiedlich umgingen.

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Ein auf Facebook gepostetes Bild zeigt zwei junge Frauen, die ein Schild hochhalten, auf dem steht: „Araber zu hassen ist nicht Rassismus; es ist Moral.“ Bildquelle: Facebook-Seite von „Das Volk Israels verlangt Rache“.

Sogar massive Proteste, die zum Genozid an den Palästinensern aufrufen, wurden vollständig von den sozialen Medien und den Presseunternehmen ignoriert. Im April dieses Jahres fand ein massiver anti-palästinensischer Protest in Tel Aviv statt. Dort forderten Tausende den Tod aller Araber. Der Protest war organisiert worden, um einen israelischen Soldaten zu unterstützen, der einen bereits verwundeten Palästinenser getötet hatte, indem er ihm in Exekutionsmanier in den Kopf schoss. Der Soldat namens Elor Azaria wurde für diesen Mord des Totschlags angeklagt. Der Vorfall hatte sich inmitten des palästinensischen Hoheitsgebiets in der Stadt Hebron ereignet. In Hebron befindet sich eine illegale jüdische Siedlung, die trotz ihrer unrechtmäßigen Existenz von den israelischen Verteidigungskräften (IDF) verteidigt wird. Das hat zu häufigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern in dem Gebiet geführt.

An dem Protest in Tel Aviv nahmen ungefähr 2.000 Menschen teil und mehrere israelische Popikonen sorgten für die Unterhaltung der Teilnehmer. Dazu gehörten die Sänger Moshik Afia und Amos Elgali, sowie der Rapper Subliminal. Gesänge wie „Elor [der Soldat] ist ein Held“ und die Forderung nach der Freilassung des Soldaten waren regelmäßig zu hören. Eine Frau wurde mit einem Schild fotografiert, auf dem stand: „Tötet sie alle“. Ein jüdischer Reporter vor Ort merkte an, dass die Aktion „mehr ein Freudenfest des Mordes zu sein schien als alles andere“. Trotz der offensichtlichen Feindlichkeit und der Anstachelung, die bei dem Protest deutlich sichtbar waren, ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie die Reaktion gewesen wäre, wenn es ein pro-palästinensischer Protest gewesen wäre, in dem nach dem Tod der Juden verlangt wird. Der deutliche Unterschied zwischen dem, was den Palästinensern erlaubt ist und was den Israelis erlaubt ist, sollte uns alle beunruhigen. Denn die weitverbreitete Voreingenommenheit der sozialen Medien, der Presse und vieler Regierungen drohen uns blind zu machen für die Realitäten des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Von Whitney Webb für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


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London: Erschütternde Kunstausstellung zeigt die brutale Realität weiblicher Genitalverstümmelung

in Menschenrechte von

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO haben mehr als 200 Millionen der heute lebenden Mädchen und Frauen weltweit eine Frauenbeschneidung (female genital mutilation, FGM) über sich ergehen lassen müssen; dabei wurden auch ihre Menschenrechte beschnitten. Aber bevor ihr jetzt davon ausgeht, dass sich diese erschütternde Praktik auf die Länder in Afrika, dem Nahen Osten und Asien beschränkt, sei euch gesagt: Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) schätzen, dass alleine 513.000 Frauen und Mädchen, die in den Vereinigten Staaten leben, Gefahr laufen einer Frauenbeschneidung zum Opfer zu fallen. Das Vereinigte Königreich bleibt auch nicht verschont: Medizinkonzerne, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass es derzeit in England und Wales 66.000 Opfer der unmenschlichen Prozedur gibt.

Obwohl die Daten für sich sprechen und ziemlich schockierend sind, sorgt die Kultur des Schweigens und der Scham dafür, dass Frauenbeschneidung als Tabuthema gilt. Deshalb gelingt es nicht, Kinder und junge Erwachsene vor der vermeidbaren Tragödie zu bewahren und deshalb haben Frauen nicht die Möglichkeit, Beratung zu erhalten, sexuelle Fragen zu klären, Untersuchungen vornehmen zu lassen und Behandlungen zur Umkehrung.

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Deshalb hat die Künstlerin Aida Silvestri aus London eine eindringliche Bilderserie mit skulpturalen Fotoarbeiten erschaffen — sie trägt den Titel Unsterile Clinic (unsterile Klinik) — und um Licht auf sowohl die physischen als auch die psychischen Traumata zu werfen, die Kinder und Frauen erleben, wenn ihnen das gesunde und normale Genitalgewebe entfernt wird oder verändert wird, nur um die Jungfräulichkeit vor ihrer Heirat zu gewährleisten und die Treue danach. Silvestri, die sich dieser Prozedur als Kind in Eritrea unterziehen musste, schreibt dazu auf ihrer Website:

“Inspiriert von meinen eigenen Erfahrungen begann ich eine ausführliche Recherche über die Frauenbeschneidung, indem ich Interviews mit ostafrikanischen Frauen in London führte, die von dieser grausamen Prozedur betroffen waren. Nachdem ich die Geschichten von Eritrea, Äthiopien, aus dem Sudan, aus Somalia, Kenia und Djibouti verglichen hatte, mein eigenen Erfahrungen reflektiert hatte und weiter nachgeforscht hatte, entdeckte ich, dass die meisten Fälle von FGM im Vereinigten Königreich während einer Schwangerschaft oder bei der Geburt diagnostiziert werden, wenngleich einige erst beim zweiten oder dritten Kind entdeckt werden, da bei den vorherigen Schwangerschaften aus ungeklärten Gründen Kaiserschnitte vorgenommen worden waren.

Ziel dieses Projektes ist es, die Aufmerksamkeit auf diese Prozedur in der Hoffnung zu lenken, dass Frauen, junge Mädchen und Kinder, die sich der Auswirkungen noch nicht bewusst sind oder nicht wissen, welche Art der FGM an ihnen vorgenommen wurde, zu ermutigen, sich früh darauf untersuchen zu lassen, bevor deshalb ein Notfall eintritt. Ich hoffe auch, dass dieses Projekt medizinisches Personal dazu ermutigt, dass sie Mut zeigen und mit den Frauen, die von FGM betroffen sind, während einer Untersuchung offen mit ihnen darüber sprechen.”

 

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Die Ausstellung wird von Autograph ABP kuratiert, eine Hilfsorganisation aus dem Vereinigten Königreich, die schwarze Künstler fördert und sich für die Inklusion von historisch marginalisierten Gemeinschaften in der Kunst einsetzt; die Ausstellung gastiert seit Anfang Juli im Rivington Place Art Centre in London. Jedes Kunstwerk, so schreibt Mashable, besteht aus der schwarzen Silhouette einer Frauenbüste, wobei ein intrinsisches Lederstück (das eine Vulva darstellt) auf den Mund des Figur genäht wurde. Jedes Lederstück wurde von Hand angefertigt und ist einzigartig, schreibt Autograph APB. Jedes Stück steht für die spezifische Art der FGM, welche die dargestellte Frau erleiden musste. Zu jedem Portrait gibt es ein Gedicht; der Text wurde aus der jeweiligen bewegenden Geschichte der Frau erstellt.

Um mittels der Kunst ein Bewusstsein für die weibliche Genitalverstümmelung oder Frauenbeschneidung zu schaffen, hat Silvestri Interviews mit den weiblichen Überlebenden geführt und mit ihnen zusammengearbeitet um zu bestimmen, welche der vier Arten der FGM an ihnen vorgenommen wurden, da sich die Praktiken in den verschiedenen Kulturkreisen unterscheiden. Silvestri erzählte dazu TakePart:

“Aufgrund des Schweigens wird aus FGM ein Thema gemacht, das oftmals als ‘religiöses Problem’ oder als ein ‘afrikanisches Problem’ bezeichnet wird. [Aber] FGM wird Frauen aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen und aus allen Teilen der Welt angetan – dazu gehören Südostasien, der Nahe Osten und einige lateinamerikanische Länder – aber auch Industrienationen mit einem erhöhten Aufkommen an Einwanderungen. Ich denke, dass es sich dabei hauptsächlich um ein kulturelles Thema handelt. In einigen Gemeinschaften spricht man wirklich einfach nicht darüber, wenn der Familie irgendetwas zustößt.”

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Die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert die Formen der weiblichen Genitalverstümmelung oder Frauenbeschneidung (FGM) nach vier Hauptkategorien:

Typ 1: Die teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris und in sehr seltenen Fällen nur die Entfernung der klitoralen Vorhaut.

Typ 2: Die teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris und der inneren Schamlippen, mit oder ohne Entfernung der äußeren Schamlippen.

Typ 3: Die Verengung der Vaginalöffnung durch die Anfertigung eines Siegels, das hergestellt wird, indem die inneren oder die äußeren Schamlippen zurechtgeschnitten und neu positioniert werden, manchmal durch Zusammennhähen, mit oder ohne Entfernung der Klitoris.

Typ 4: Alle anderen schädlichen Verfahren und Veränderungen der weiblichen Genitalien ohne medizinische Indikation; dazu gehören etwa das Stechen, das Durchbohren, das Einschneiden, das Ausschaben und das Verätzen des Schambereichs.

Allerdings hat Silvestri ein eigenes Set von Subkategorien für Unsterile Clinic erstellt.

Im Jahr 2012 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Beschluss mit dem Ziel der Eliminierung von Frauenbeschneidung. Trotzdem werden geschätzt 3 Millionen Mädchen jedes Jahr von Männern verstümmelt, die dadurch Macht über die Sexualität und den Körper der Frauen ausüben. Nichtsdestotrotz hoffen die Organisatoren, dass die Ausstellung mehr Frauen und auch Männer dazu ermutigt, sich gegen die verschiedenen und sich stets verändernden barbarischen Praktiken aufzubegehren. Renée Mussai ist die Kuratorin der Ausstellung; sie erzählte TakePart:

“Für uns ist FGM eine Form des Missbrauchs. Wir hoffen, dass wir durch die Präsentation dieser Ausstellung dazu beitragen, mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu gewinnen und die Gewalt der Praxis für ein Publikum aufzudecken, das mit dieser Grausamkeit mit großer Wahrscheinlichkeit zuvor noch nicht konfrontiert worden ist.”

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Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


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Batman besucht ein Flüchtlingscamp: Dieses Video soll auf Hilfe für Kinder aufmerksam machen

in Menschenrechte von

Batman besucht ein Flüchtlingscamp: Dieses Video soll auf Hilfe für Kinder aufmerksam machen: Die niederländische Organisation “War Child Holland” (“Kriegskind”) hat ein Video veröffentlicht, in dem zu sehen ist, wie der Dark Knight ein Flüchtlingscamp besucht und dort mit einem kleinen Jungen spielt. Das Video wurde produziert, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen und um Gelder zu sammeln – für Kinder, deren Leben durch Krieg zerstört wird. Seit seiner Veröffentlichung hat es sich online rasend viral verbreitet.

Es gibt momentan weltweit mehr als 4,8 Millionen syrische Flüchtlinge; und 2,4 Millionen davon sind laut den Vereinten Nationen Kinder. Insgesamt wachsen jedoch bis zu 250 Millionen Kinder in Konfliktzonen auf, in denen sie oft in bitterer Armut leben.

Die Stimmen der Kinder im Krieg

War Child ist eine Nichtregierungsorganisation. Sie arbeitet dafür, jene Kinder zu beschützen, sie auszubilden und für ihre Rechte einzustehen, deren Leben von einem Krieg überschattet wird. Das Video, in dem Batman mit einem jungen Flüchtling spielt, ist der erste von drei Filmen, die für die Organisation produziert werden. Es handelt sich dabei um den Versucht, unser Bewusstsein dafür zu schärfen und die Öffentlichkeit an das schreckliche Kriegsgeschehen zu erinnern, dem Millionen von Kindern gewzungenermaßen ausgesetzt sind.

“Das Ziel des War Child-Films ist es im Grunde genommen, auf die Situation aufmerksam zu machen, in der sich Kinder befinden, die von einem Krieg betroffen sind”, sagte der Sprecher Peter Schouten. “Die Welt kann den Kindern alles wegnehmen. Etwa ihre Spielsachen, ihre Schule, ihre Familie. Aber die Welt kann ihnen niemals ihre Fantasie und Vorstellungskraft wegnehmen.”

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


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Dieser Künstler zeigt mit satirischen Illustrationen, wie politische Führer weltweit mit Gerechtigkeit umgehen

in Menschenrechte/Politik von

Unbequeme Wahrheiten haben die Macht, Veränderungen anzuregen. Das ist der Grund dafür, warum viele Künstler gesellschaftliche Missstände auf so lebhafte und deutliche Weise in ihren Bildern anprangern. Dieser Künstler zeigt uns mit seinen satirischen Illustrationen zum Beispiel, wie politische Führer weltweit mit Gerechtigkeit umgehen.

Der Wunsch nach Veränderung brodelt unter der Oberfläche. So geht das schon eine ganze Weile lang. Aber seit dem Anbruch des Internet-Zeitalters und den scheinbar unendlichen Möglichkeiten für die Menschen, ihre Meinung auszusprechen, geschieht etwas völlig Neues.

Aktivisten behelfen sich zunehmend der Kunst als Mittel zur Abbildung von Wahrheiten aus der harten Realität. Illustrationen wie solche, die wir in der nachfolgenden Galerie für euch zusammengestellt haben, sind aufwühlend und verwirrend – sie wecken unterschiedliche Empfindungen in uns.

Die üblen Geschehnisse auf der ganzen Welt verdienen es, dass man über sie spricht. Denn solange sie nicht als wirkmächtig, wenngleich bedauerliche Wahrheiten anerkannt werden, wird sich an diesen Zuständen nichts ändern.

Aus diesem Grund spielen die Cartoons, die der Künstler Gunduz Agayev gezeichnet hat, eine wichtige Rolle dabei, dass die Massen endlich aufgeweckt werden.

Agayev hat in der Vergangenheit bereits mehrere Serien mit Illustrationen gezeichnet. Dazu gehören “Heiliges Selfie“, “Globale Polizei” und “Einfach nur Diktatoren“. Seine aktuelle Serie greift das Thema der allgemeinen Menschenrechte und der Gerechtigkeit auf. Dabei portraitiert er Femida (Justitia oder die griechische Göttin Themis als ein Teil des Prinzips der Gerechtigkeit) in verschiedenen Ländern.

“Für diese Serie habe ich 15-16 Tage gebraucht. Ich habe gezeichnet, während ich über die Situationen in diesen Ländern nachgedacht und darüber gelesen habe. Diese Illustrationen stellen die echten Lebensbedingungen in diesen Ländern dar.”

Kontrovers, schockierend und irgendwie harsch: So portraitiert Agayev in den nachfolgenden Bildern den Umgang mit der Gerechtigkeit an verschiedenen Orten auf der Welt:

Russland

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Quelle: Gunduz Agayev

Deutschland

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Quelle: Gunduz Agayev

Iran

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Quelle: Gunduz Agayev

Griechenland

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Quelle: Gunduz Agayev

China

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Quelle: Gunduz Agayev

Nordkorea

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Quelle: Gunduz Agayev

Syrien

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Quelle: Gunduz Agayev

USA

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Quelle: Gunduz Agayev

Großbritannien

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Quelle: Gunduz Agayev

Türkei

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Quelle: Gunduz Agayev

Brasilien

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Quelle: Gunduz Agayev

Frankreich

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Quelle: Gunduz Agayev

Aserbaidschan

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Quelle: Gunduz Agayev

Pinguinlandia

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Quelle: Gunduz Agayev

Was haltet ihr davon, was denkt ihr? Bitte teilt diesen Artikel und sagt uns in den Kommentaren, wie ihr zu diesen Denkanstößen steht.

Titelbild-Quelle: © Gunduz Agayev. Artikel von . Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.


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Ernüchternd: Diese Foto-Serie deckt auf, warum Frauen so oft für ihre eigene Vergewaltigung beschuldigt werden

in Menschenrechte von

Diese Aktivistin war entsetzt von dem milden Urteil, mit dem Brock Turner bestraft wurde. Deshalb fotografierte sie eine eindrucksvolle Serie, die einige der Gründe entlarvt, warum Frauen beschuldigt werden, wenn sie selbst Opfer sexuellen Missbrauchs werden.

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“Mein Rock war zu kurz.”

 

Was würdet ihr tun, wenn ihr euch am Morgen nach einer Party in einer misslichen Lage der Bloßstellung befindet – wenn ihr neben einem nackten, bewusstlosen Menschen liegt? Zuerst seht ihr euch vielleicht in eurer unmittelbaren Umgebung um. Dann werdet ihr wahrscheinlich euren eigenen Körper untersuchen.

Würdet ihr nicht auch in Panik verfallen, wenn ihr ebenfalls nackt wäret und vielleicht ein bisschen wund? Die meisten Menschen würden. Leider ist die Wahrscheinlichkeit, als Frau in den Vereinigten Staaten vergewaltigt zu werden, erschreckend hoch – um genau zu sein, liegt die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Übergriff überhaupt gemeldet wird, bei 1 zu 5.

Nur 46% der Vergewaltigungsfälle werden überhaupt zur Anzeige gebracht; und sogar dann kann es zermürbend, erschöpfend und emotional belastend sein, um die Strafverfolgung zu kämpfen. Das wurde am kürzlich verhandelten Vergewaltigungsfall um Brock Turner deutlich, in dem ein ehemaliger Schwimmer aus Stanford eine Frau hinter einem Müllcontainer vergewaltigte und eine lächerliche Strafe dafür erhielt.

Verständlicherweise war die Mehrzahl der Mitbürger wütend wegen der milden Strafe. Eine Aktivistin, die ganz besonders entsetzt war über den Turner-Fall, ist Yana Mazurkevich.

Derzeit lebt sie in den Vereinigten Staaten und sagte der The Daily Mail: Sie sei dazu inspiriert worden, eine Fotoserie zu schießen, die Aufmerksamkeit auf die vielen Gründe lenkt, warum Frauen dafür beschuldigt werden, dass sie vergewaltigt werden. Sie fühlte sich dazu veranlasst, nachdem sie den Brief des Opfers an Brock Turner gelesen hatte.

Die ernüchternden Bilder in der nachfolgenden Serie zeigen Frauen, die Sätze präsentieren, die sich wie ein Echo der Art von Stimmen anhören, die Opfer von sexuellem Missbrauch oft hören; und zwar normalerweise in dem Versuch, die furchtbare Erfahrung herabzuspielen.

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“Ich kann zu meinem festen Freund doch nicht NEIN sagen.”

 
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“Ich war zu freundlich.”

 
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“Es war meine Schuld, ich war betrunken.”

 
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“Ich sollte wissen, wie ich mich selbst schützen kann.”

 
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“Ich hätte nicht alleine spazieren gehen sollen.”

 
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“Ich hätte mein Getränk nicht abstellen sollen.”

 

Übersetzt aus dem Englischen von True Activist.


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Neue Studie behauptet: China entnimmt politischen Gefangenen immer noch Organe

in Menschenrechte/Welt von

In einer neuen Studie wird behauptet, dass China immer noch politische Gefangene hinrichtet und ihnen Organe entnimmt.

Menschenrechtsaktivisten aus westlichen Staaten haben eine neue Studie veröffentlicht. Darin wird die Volksrepublik China beschuldigt, dass sie immer noch ein geheimes Staatsprogramm betreibt, in dessen Rahmen Bürger, die als politische Gefangene inhaftiert worden sind, hingerichtet werden, wobei ihre Organe entnommen und zur Transplantation weitergegeben werden.

Die Forscher haben bekanntgegeben, dass sie die Fälle von zehntausenden politischer Gefangener dokumentiert haben, deren Organe für Transplantationen ohne ihr Einverständnis verwendet wurden. Die Studie wurde von drei Experten durchgeführt: David Kilgour, ein ehemaliger kanadischer Gesetzmacher; David Matas, ein kanadischer Menschenrechtsanwalt; und Ethan Gutmann, ein amerikanischer investigativer Journalist.

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Die Behauptungen, dass China Organe “erntet”, sind nicht neu. Gutmann hat bereits im Jahr 2006 damit begonnen, über diese Praxis in dem kommunistischen Land zu berichten. Im Jahr 2012 leitete Gutmann die Veröffentlichung des Buches “Staats-Organe” (Transplantations-Missbrauch in China). Das Werk basiert auf Interviews mit sechs chinesischen medizinischen Fachkräften. Gutmann enthüllte, dass die chinesische kommunistische Regierung spirituell orientierte Organisationen verfolgte; unter anderem Falun Gong, Uiguren, Tibetaner und ausgewählte christliche Häuser. Er schätzt dann, dass die Anzahl der Gefangenen, die wegen ihrer Organe umgebracht wurden, sich zwischen 2000 und 2008 auf etwa 100.000 belief.

Im Jahr 2014 veröffentlichte Gutmann ein Buch mit dem Titel “The Slaughter (Das Abschlachten): Massenmorde, Organraub und Chinas geheime Lösung für sein Dissidentenproblem“. Das Buch gibt detaillierte Auskunft über und Einblicke in die Vorgänge in Chinas Organtransplantations-Geschäfte und deren Verbindung zu Internierungslagern und Tötungsstätten für verhaftete Dissidenten, insbesondere Anhänger des Falun Gong. Das Buch basiert auf Interviews mit hochrangigen Polizeibeamten, ehemaligen politischen Häftlingen und chinesischen Ärzten, die angeblich Häftlinge auf dem OP-Tisch getötet haben.

Gutmann hat in der Vergangenheit bereits vor dem Kongress der Vereinigten Staaten als Zeuge ausgesagt, vor dem außenpolitischen Ausschuss des US-Senats, vor dem europäischen Parlament und vor den Vereinten Nationen. Dort berichtete er von den angeblichen Verbrechen, die von der chinesischen kommunistischen Regierung begangen worden waren.

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Kilgour und Matas haben in der Vergangenheit auch ähnliche Anschuldigungen hinsichtlich Verbrechen untersucht, die von der chinesischen Regierung begangen worden sein sollen. In dieser neuen Studie wurden die Daten aktualisiert, die in vorherigen Arbeiten erhoben wurden, in denen die chinesische Regierung dieser Abscheulichkeiten beschuldigt wurde. Die aktualisierte Version verglich die Anzahl der Organtransplantationen in den offiziellen Aufzeichnungen der chinesischen Regierung mit der Anzahl, die in den Aufzeichnungen der örtlichen Krankenhäuser dokumentiert ist. Dabei werden zahlreiche Erfahrungsberichte von Menschen zitiert, die diese Praktik aus eigenen Erfahrungen kennen oder befürchten, dass ihre Verwandten diesen Praktiken zum Opfer gefallen sein könnten.

Es heißt, dass die chinesische Regierung keine Informationen zu den Registern mit Organspendern veröffentlicht. Das würde bestätigen, dass entweder alle Transplantationen auf Basis von freiwilligen Spendern erfolgen, oder dass Gefangene dafür missbraucht werden. Die Forscher behaupten auch, dass die Statistiken der chinesischen Regierung zum Transplantationsvolumen nicht vertrauenswürdig sind. Den Forschern zufolge machten diese Faktoren es nötig, die Gesamtzahl herauszufinden, indem sie die verfügbaren Zahlen zu bereits durchgeführten Transplantationen verwendeten.

Den Zahlen der chinesischen Regierung zufolge beläuft sich die Gesamtzahl der legalen Transplantationen in dem Land auf ungefähr 10.000 pro Jahr. Aber die Forscher sagen, dass diese Zahl äußerst ungenau ist. In der Studie wird behauptet, dass ungefähr 60.000 bis 100.000 Organe jedes Jahr in chinesischen Krankenhäusern transplantiert werden.

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Die Forscher schreiben: “Eine Anstrengung, die unternommen werden musste und die wir endlich unternommen haben, war unsere eigene Erhebung der Daten, wie groß das Transplantationsvolumen in China ist… Wir haben das gemacht, indem wir die Daten von den einzelnen Krankenhäusern untersucht und kumuliert haben, in denen Transplantationen durchgeführt werden. Einige Krankenhäuser geben ihr Transplantationsvolumen an. Bei allen, die das nicht gemacht haben, können wir eigene Schlüsse über das Transplantationsvolumen schließen. Das machen wir auf Basis der Anzahl der Betten, der Personalmenge, der potenziellen Patientengruppen, der Wachstumsrate, der technologische Entwicklungen, der wissenschaftlichen Veröffentlichungen und der Medienberichterstattung.”

Die Forscher deckten auf, dass 612 der besuchten Krankenhäuser Transplantationen durchführten. Diese Krankenhäuser stehen jedoch nicht auf der Liste der Regierung, die alle Einrichtungen umfasst, welche die Genehmigung dafür haben.

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Es heißt, dass die neue Studie zuerst dem Abgeordnetenhaus der Vereinigten Staaten vorgestellt wurde. Sie sorgte dafür, dass das Abgeordnetenhaus einen Beschluss verabschiedet hat, der das Außenministerium dazu aufruft, Visums-Einschränkungen für chinesische Staatsbürger zu verhängen, die der Beteiligung an diesen Praktiken verdächtigt werden.

Die chinesische Regierung hat jedoch diese Aktion des Ministeriums verurteilt. Die Regierung hat ebenso alle Vorwürfe abgestritten. CNN zitierte Hua Chunying, die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, wie folgt: “Solche Geschichten über die gewaltsame Entnahme von Organen in China sind reine Fantasie und haltlos. Sie basieren auf keinen tatsächlich nachweisbaren Daten.”

Beitragsbild: AFP/Getty Images. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Menschenrechts-Krise in Kolumbien: Was euch die Medien nicht erzählen

in Medien/Menschenrechte von

Über Kolumbien sprechen die Medien: Das Land hat Peru in einem spannenden Elfmeterschießen besiegt und ist damit zum ersten Mal seit 2004 wieder in das Halbfinale des Copa América-Fußballturniers vorgerückt. Wenn ihr Kolumbien googelt, dann werden euch die Mainstream-Medien den Eindruck vermitteln, dass das lateinamerikanische Land feiert. Aber dem ist nicht so.

Die Wahrheit ist: Kolumbien steht seit 70 Jahren im Bann von Konflikten; dabei sind 220.000 Kolumbianer umgekommen und 7 Millionen wurden vertrieben. Aber wahrscheinlich seid ihr jetzt genauso verwirrt wie wir es waren, denn wir haben keinen einzigen Bericht über den Konflikt auf den Plattformen der Mainstream-Medien gefunden.

“@guardian Warum schweigen die Medien, während 100k Protestierende in Kolumbien mit Regierungsgewalt konfrontiert werden, 3 Tote & 100 Verletzte? #MingaNacional”

Vergesst den jahrzehntealten Konflikt. Die Mainstream-Medien haben nicht ein einziges Mal über den aktuellen und größten Anti-Regierungs-Protest in Kolumbien berichtet. Dieser fand am 30. Mai statt und Millionen Kolumbianer gingen dabei auf die Straße und blockierten die Autobahnen. Sie protestierten unter dem Titel ‘Die agrarische, ethnische, ländliche und völkische Minka‘ (englisch: Minga); ihr Protest richtete sich gegen den nationalen Plan des Landes für die Entwicklung, der eine Gefahr für ihre Existenz darstellt, Großunternehmen bevorzugt und auf Ausbeutung abzielt anstatt ein ökologisches Gleichgewicht anzustreben.

Eine offizielle Stellungnahme, die von den zivilgesellschaftlichen Gruppen herausgegeben wurde, die an der landesweiten Mobilisierung beteiligt sind, liest sich wie folgt:

“Heute werden wir uns gegen die schädlichen Ausbeutungsregelungen stellen, die unsere natürlichen Ressourcen, unsere staatliche Souveränität, sowie unser körperliches und kulturelles Überleben gefährden… Die agrarische, ethnische und völkische Versammlung stellt sich zusammen mit mehreren sozialen und volksnahen Sektoren (dazu gehören Umweltaktivisten, Transportmitarbeiter, Gewerkschaften, Frauen, Pädagogen, sowie städtische und ländliche Organisationen) gegen die politischen Richtlinien der Regierung, die im nationalen Plan für die Entwicklung (PND) skizziert werden. Diese Richtlinien bieten strategische Ressourcen der Nation zum Verkauf an; dazu gehören staatliche Unternehmen, Energieressourcen, Wasser und die ungerechte Verteilung von Land. Damit wird der Gewinn der Reichen gesteigert und Millionen Bürger werden vom Wahrnehmen ihrer Rechte abgehalten, ihres Territoriums beraubt und damit wird die Anzahl der Opfer erhöht.”

Die Forderungen waren bescheiden: grundlegende Gesundheitsversorgung, Bildung, das Recht auf Land und auf den Zugriff darauf, ein Moratorium für ausbeuterische Projekte und Sicherheit vor paramilitärischen Einheiten. Aber den Forderungen wurde brutale Gewalt entgegengesetzt.

https://twitter.com/ONIC_Colombia/status/737860372716216320

Open Democracy hat die blutigen Details dazu veröffentlicht:

Einige wurden geschlagen. Anderen wurden die Kleider vom Leib gerissen und sie wurden dazu gezwungen, die Eiseskälte zu ertragen. Vielen wurden die Mobiltelefone und das Geld weggenommen. Ein Protestler erinnerte sich: “Sie haben mich von hinten getreten und dann hat ein Polizeibeamter mit seinem Schlagstock auf mich eingeprügelt. Ich habe die Hände erhoben, um mich dagegen zu verteidigen, aber sie haben mich auf den Boden geworfen und haben mir in den Nacken getreten. Sie sagten, zu sterben sei die einzige Sache, die ich verdient hätte.”

Die 15 Tage andauernde Minka umfasste ebenfalls die Blockade von mindestens 8 Autobahnen – darunter auch die größte namens Panamericana – sowie Demonstrationen, Vorträge und kulturelle Ereignisse an 100 Veranstaltungsorten im ganzen Land. Aber die Mainstream-Medien haben das nicht bemerkt.

“#Kolumbien 3 tot, 200 verletzt und mehr als 100 gefangengenommen im Rahmen von Protesten auf dem Land”

Mit Besorgnis berichtet War on Want über die Ereignisse:

Eine Menschenrechts-Krise entfaltet sich gerade in Kolumbien. Wir stehen der Bevölkerung von Kolumbien bei, die ihr Leben dabei riskiert, dass sie für einen gerechten und lang andauernden Frieden kämpft. Es sind dieselben Gemeinschaften, welche die volle Wucht des Konflikts tragen mussten; dieselben Gemeinschaften, die historisch gesehen ausgeschlossen und benachteiligt wurden. Wir fordern Präsident Santos und den kolumbianischen Staat dazu auf, sich für den Frieden zu entscheiden, jeglicher Gewalt im Umgang mit den Protestierenden Einhalt zu gebieten und auf die konkreten und legal gerechtfertigten Forderungen einzugehen, die von den Protestierenden gestellt wurden.”

“YourAnonGlobal: Kolumbien stoppt Bergbauprojekte nach Protesten von Bauern”

Die zwei Wochen andauernden landesweiten ländlichen und völkischen Streiks von Kleinbauern, LKW-Fahrern, Studenten, eingeborenen und afrokolumbianischen Minderheiten wurden beendet, nachdem die Regierung sich darauf eingelassen hatte, die Protestierenden in den Entscheidungsprozess mit einzubeziehen, wenn es um die Themen Bergbau und andere ökonomische und ökologische Entscheidungen geht, welche die ländlichen Gebiete betreffen. Die Regierung hat ebenfalls gelobt, die Gemeinschaften in die fortdauernden Bemühungen mit einzubeziehen, Frieden mit der linksorientierten Rebellengruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia, Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) zu schließen. Die Gemeinschaften sollen ebenfalls mit einbezogen werden in die noch ausstehenden politischen Richtlinien nach dem Konflikt und in die allgemeine Friedenspolitik.

Wird die kolumbianische Regierung im Jahr 2016 ihr Wort halten, das auf Versprechungen basiert, die im Jahr 2013 gemacht wurden, um einen ähnlichen nationalen Streik zu beenden, in dessen Zuge Dutzende ihr Leben gelassen hatten? Zweifelhaft. Werden die Mainstream-Medien über eine schwerwiegende Menschenrechts-Krise berichten, die fast schon einem Bürgerkrieg gleichkommt, bevor sich daraus via Schneeball-Effekt etwas Größeres und Schwerwiegenderes entwickelt? Auch das ist zweifelhaft.

“Zwei Wochen andauernde Proteste zwingen #Kolumbien zum offenen Dialog über die Rechte der #IndigenenBevölkerung…”

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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