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Gewalt

Mutter und vier Kinder bauen zusammen ein Haus nach YouTube-Anleitung

in Welt
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Nachdem sie sich aus zwei Ehen mit häuslichem Missbrauch herausgekämpft hatte, beschloss diese Mutter von vier Kindern, mit deren Hilfe ein Haus von Grund auf in Eigenregie zu bauen. Da sie sich zuvor noch nie damit beschäftigt hatte, wie man so eine Aufgabe bewältigt, suchte sie Rat auf YouTube…

Bildquelle: Cara Brookins

Ob ihr es glaubt oder nicht: Auf YouTube gibt es so viel mehr als nur Katzenvideos. Genauer gesagt hat eine Mutter mit ihren vier Kindern, die allesamt häuslicher Gewalt entkommen waren und sich dazu entschlossen hatten, noch einmal ‚neu anzufangen‘, die bekannte Videoplattform dafür genutzt, um von Grund auf ein Haus damit zu bauen.

BuzzFeed berichtet, dass für die in Arkansas, USA, wohnende Cara Brookins das Maß voll war. „Genug ist genug“, war ihr Leitspruch, nachdem sie sich aus zwei Ehen freigekämpft hatte, in denen es zu häuslicher Gewalt gekommen war; und nachdem sie sich von einem Stalker mit einer geistigen Störung befreit hatte. Als sie und ihre Kinder sich dazu entschlossen hatten ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen, hatten sie alle einen Schub für ihr Selbstbewusstsein nötig.

„Meine Kinder und ich mussten etwas schaffen“, erklärte Cara. „Ich habe mich geschämt und ich machte mir Sorgen, dass sie kein Selbstwertgefühl und kein Selbstvertrauen hatten.“

Eine große Hürde bestand darin, dass sich die alleinerziehende Single-Mutter kein eigenes Haus leisten konnte. Aus diesem Grund hatte sie sich dafür entschieden, selbst eines zu bauen – ohne jegliche Erfahrung und ohne Vorwissen über den Prozess des Hausbaus. Während die meisten Leute davon ausgegangen wären, dass dieses Ziel unmöglich zu erreichen ist, wusste Cara, dass sich die dafür notwendigen Werkzeuge in greifbarer Nähe befanden.

Nachdem sie ein Stück Land ausgemacht hatte, auf dem sich ein Fundament für ein Haus befand (das dort zuvor errichtete Gebäude war durch einen Tornado zerstört worden), nahm Cara einen Kredit über 150.000 $ (etwa 137.500 €) auf, um die Materialien zu erwerben. Sie sah sich dann haufenweise YouTube-Video-Tutorials an und spannte ihre Kinder zur Unterstützung des Vorhabens ein. Cara erinnert sich heute an den Moment im Jahr 2007, als sie darüber nachdachte, das Stück Land zu kaufen und ein Haus zu bauen. Sie beschreibt ihn so:

„Es hat mich zum Nachdenken gebracht; ‚was wäre, wenn wir ein paar Bretter und Rigipsplatten kaufen und die zusammenstecken? Wie würde unser Traumhaus aussehen? Würden wir es bauen wollen?“

Bildquelle: Cara Brookins

Zusammen hat die Familie ein Fundament gegossen, ein Gerüst für das Haus gebaut und am Ende ein insgesamt ca. 325 Quadratmeter großes Domizil errichtet. Das Haus mit fünf Schlafzimmern hat auch eine Garage für drei Fahrzeuge, einen großen Hobbyraum, ein Baumhaus mit zwei Stockwerken, eine ansprechende Küche und eine gemütliche Leseecke samt Bibliothek. Die Familie nennt das Wohnhaus ‚Inkwell Manor‘ (‚Landgut Tintenfass‘) – und lebt dort nun schon seit acht Jahren.

Die vierfache Mutter erzählte, dass das Hausbau-Projekt ihr Leben veränderte; und auch das ihrer Kinder. Denn heute fühlen sie sich alle stark genug, um das ‚Unmögliche‘ zu schaffen. In ihren eigenen Worten sagt sie, dass ihre Kinder heute „sich an alles heranwagen. Es gibt nichts, das man ihnen vorschlägt von dem sie sagen, dass sie es nicht schaffen können. Das ist schier unglaublich.“, sagte sie.

Eine wichtige Erkenntnis aus dieser Geschichte ist: Wenn jemand sich etwas Großes vornimmt, dann kann man es mit größerer Wahrscheinlichkeit auch schaffen. Wichtig dabei ist, dass man an sich selbst glaubt und all die kostenlosen Ressourcen nutzt, die einem zur Verfügung stehen – so wie etwa YouTube.

Wenn ihr mehr über Cara Brookins und ihre Geschichte wissen wollt, dann könnt ihr auf Amazon ihr Buch mit dem englischen Titel ‚Rise‘ bestellen (Link siehe unten in den Quellen).

Das sind Cara Brookins und ihre Kinder Roman, Jada, Hope und Drew.

Bildquelle: Cara Brookins
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Nachdem sie sich aus zwei Ehen mit häuslicher Gewalt freigekämpft hatte, beschloss Cara, mit ihrer Familie noch einmal ‚neu anzufangen‘.

Bildquelle: Cara Brookins

Das Problem war, dass sie nicht genug Geld besaß, um ein Haus zu kaufen.

Bildquelle: Cara Brookins

Also beschloss sie, selbst eines zu bauen – mit der Hilfe ihrer Kinder!

Bildquelle: Cara Brookins

Nachdem sie ein passendes Stück Land gefunden hatte, nahm sie einen Kredit über 150.000 $ (etwa 137.500 Euro) auf, um die Materialien zu kaufen.

Bildquelle: Cara Brookins

Cara und ihre Kinder haben sich dann Hunderte YouTube-Tutorial-Videos angeschaut.

Bildquelle: Cara Brookins

Sie haben gelernt, wie man ein Fundament gießt…

Bildquelle: Cara Brookins
Bildquelle: Cara Brookins

Wie man den Rahmen für ein Haus baut…

Bildquelle: Cara Brookins
Bildquelle: Cara Brookins

Und am allerwichtigsten: wie man zusammenarbeitet.

Bildquelle: Cara Brookins
Bildquelle: Cara Brookins

Es sind nun schon acht Jahre vergangen, seitdem die Familie ‚Inkwell Manor‘ (‚Landgut Tintenfass‘) erbaut hat…

Bildquelle: Cara Brookins
Bildquelle: Cara Brookins

Und die Familie könnte nicht glücklicher sein!

Bildquelle: Cara Brookins

Was haltet ihr davon? Bitte hinterlasst einen Kommentar und teilt diesen Artikel!

Mutter und vier Kinder bauen zusammen ein Haus nach YouTube-Tutorials. Von Amanda Froelich, übersetzt aus dem Englischen von True Activist. Quelle des Titelbilds: Cara Brookins.

Quellen:

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Brasilien versinkt in Anarchie und Chaos als Polizei und Militär streikt

in Kriminalität
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Die derzeitige Situation in Brasilien ist so schlimm, dass es mit dem Film The Purge – Die Säuberung verglichen wurde, bei dem in einer perfekten Gesellschaft jedes Jahr zwölf Stunden pro Jahr totale Anarchie herrscht, in denen man alles machen kann was man will.

Im Staat Espírito Santo in Südostbrasilien herrscht das totale Chaos nachdem die Militärpolizei in Streik getreten ist. Sie fing an zu streiken aufgrund der schlechten Bedingungen unter denen sie arbeiten musste und es ist immer aberwitziger geworden. Plünderungen, Vergewaltigungen und wahllose Gewalttaten wurden gemeldet, indem Leichen und Buschmesser die Straßen säumen.

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Die Ausschreitungen brachen kurz nachdem aus, als die Militärpolizei am Samstag anfing zu streiken. Gerade rechtzeitig zum Wochenende, wenn die Leute nicht zur Arbeit gehen.

Die Leute verkriechen sich drinnen und wagen sich nicht nach draußen, weil es zu gefährlich ist. Fußballspiele wurden abgesagt und Schulen geschlossen, weil sie die Schüler nicht schützen können. Die Leute plündern Geschäfte und Verbrecher greifen jeden an, der ihnen in die Quere kommt.

Die Regierung ist nicht glücklich über den Streik – sie sagt, dass es illegal sei und dass sie dagegen klagen wird.

Der Staatssekretär für Polizeisicherheit, André Garcia, sagte zu Globo: “Der erste von der Regierung eingeleitete Schritt, um diese Maßnahme zu vereiteln, war das Einreichen einer Klage, um die Illegalität der Maßnahme zu verfügen.

Wir sind immer verhandlungsbereit, aber diese Verhandlungen müssen auf der Grundlage gegenseitigen Respekts erfolgen, und für die Bedingungen unter denen die Polizei in den Straßen auf Streife geht und die Anrufe der Bürger von Capixabas beantwortet.”

Die Regierung ist wirklich darüber aufgebracht, dass die Polizei es soweit kommen lässt. Sie sagte, dass die Polizisten ihren Lohn bekommen werden, wenn sie zurück an die Arbeit gehen  – aber wer weiß, wann das sein wird?

Der Gouverneur der Stadt Vitoria hat um die sofortige Entsendung von Bundestruppen gebeten, da sich die Lage mittlerweile dermaßen zugespitzt hat.

Die Polizei hat seit ihrem Streikbeginn am Samstag die Polizeidiensstellen abgeriegelt, um gegen ausstehende Gehälter zu protestieren.

Verweis:

Übersetzt aus dem Englischen von http://www.theearthchild.co.za/breaking-real-life-purge-in-brazil-as-police-go-on-strike/

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10-jähriges Schulmädchen wehrt sich gegen Gruppenvergewaltigung, wird angezündet und in einen trockenen Brunnen geworfen

in Kriminalität/Menschenrechte
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Das arme Kind erlitt Verbrennungen von 60% ihres Körpers und kämpft in einem städtischen Krankenhaus um ihr Leben. Die Männer, die versucht haben es zu vergewaltigen, sind immer noch auf der Flucht…

Es ist ein wirklich grauenhafter Vorfall: Zwei Männer im ostindischen Distrikt Seraikela-Kharsawan haben einem 10 Jahre altes Schulmädchen gewaltsam die Kleider vom Leib gerissen, es mit Kerosin überschüttet, es angezündet und es in einen ausgetrockneten Brunnen geworfen – weil es sich gegen eine Massenvergewaltigung gewehrt hat und die Flucht zu ergreifen versucht hat. Das arme Kind erlitt Verbrennungen an 60% ihres Körpers und kämpft im Tata Main Hospital-Krankenhaus in Jamshedpur um ihr Leben.

Laut der Zeitung The Hindustan Times, hatte die Schülerin der vierten Klasse draußen vor ihrem Zuhause im Ort Kandra im Distrikt Seraikela-Kharsawan gespielt, als zwei Männer versucht hatten, es mit Süßigkeiten anzulocken. Als das Mädchen ablehnte, entführten sie es und brachten es zu einem nahegelegenen Steinbruch, wo sie versuchten es zu vergewaltigen.

Als das Mädchen sich wehrte und zu fliehen versuchte, fingen die zwei Männer es wieder ein, übergossen es mit Kerosin und steckten es in Brand, um es anschließend in einen verlassenen und ausgetrockneten Brunnen zu werfen – ein Versuch, das Mädchen umzubringen. Danach verließen sie rasch den Ort des Geschehens. Erst als ein Passant das Mädchen rufen hörte, konnte sie von den Dorfbewohnern herausgezogen werden und mit schweren Verbrennungen in ein Pflegeheim gebracht werden.

Die örtliche Polizei von Jharkhand hat den Tatbestand der versuchten Vergewaltigung und des versuchten Mordes aufgenommen und erlebt Anklage gegen die zwei nicht identifizierten Männer, die immer noch gefunden werden müssen. Obwohl die Polizei berichtet, sie habe einen Kanister, Streichhölzer und verbrannte Kleider am Ort des Verbrechens gefunden, die dem Mädchen gehören, haben die Beamten Schwierigkeiten Zeugen zu finden, obwohl der Übergriff am frühen Morgen stattgefunden hat.

Sumeet Kumar ist Polizeioffizier der Unterabteilung im Distrikt Seraikela-Kharsawan. Er erklärte gegenüber dem The Indian Express:

„Das Opfer hat eine Aussage bei der Polizei gemacht. Wir haben einen Fall aufgenommen. Das Mädchen hat ausgesagt, es könne die Männer identifizieren, aber es kenne ihre Namen nicht. Wir haben sieben Verdächtige festgenommen. Vorläufige Untersuchungen haben ergeben, dass das Paar Eheprobleme hatte. Die Frau hatte auch zwei andere Kinder, die bei den Eltern lebten. Aber sie werden vermisst.“

„Genauere Untersuchungen werden benötigt, um die Behauptungen verifizieren zu können. Der Ablauf der Ereignisse muss noch rekonstruiert werden. Niemand scheint den Vorfall bemerkt zu haben, obwohl es am helllichten Tag geschah und obwohl der Ort nicht abgelegen ist. Der Ehemann und seine Ehefrau hatten zuvor heftig gestritten, was zu einer Beschwerde bei der Polizeistation geführt hatte. Wir gehen der Sache auf den Grund.“

Der Zuständige Arvind Kumar Singh von der Polizeistation in Kandra sagte jedoch: Nachdem die Familie des Mädchens erst vor zwei Jahren von Westbengalen nach Kandra umgezogen war, geht die Polizei auch der Möglichkeit nach, ob eine Bekanntschaft in den brutalen Angriff verwickelt sein könnte.

JUGENDSTRAFRECHT IN INDIEN VERSCHÄRFT

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Es wird davon ausgegangen, dass in Indien die größte Anzahl sexuell missbrauchter Kinder weltweit lebt. Das Land verzeichnete einen Anstieg der Kindesvergewaltigungen um 151% zwischen 2009 (5.484) und 2014 (13.766). Die Daten des nationalen Büros zur Erfassung der Kriminalfälle (National Crime Record Bureau) zeigen, dass statistisch gesehen alle 30 Minuten eine minderjährige Person in Indien missbraucht wird.

Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Laut einer Studie zum Kindesmissbrauch vom Ministerium für Frauen und Kindesentwicklung, melden die meisten Kinder die Vorfälle nicht, weil damit ein ihnen lebenslang anhaftendes Stigma verbunden ist.

In Reaktion auf die Gruppenvergewaltigung von zwei minderjährigen Kindern in Indiens Hauptstadt Neu Delhi im Oktober 2015 empfahl der oberste Gerichtshof von Madras die Kastration als eine Form der Bestrafung für all jene, die Kinder vergewaltigen – mit dem Ziel, dass potenzielle Täter von solchen sexuellen Übergriffen auf Minderjährige abgeschreckt werden sollten.

Richter N Kirubakaran hatte festgestellt, dass mehrere Länder – darunter die Vereinigten Staaten, Polen, Russland und Südkorea – Kastration als eine Möglichkeit eingeführt hatten, um mit Sexualstraftätern umzugehen, die sich an Kindern vergehen. Der Richter schlug eine Verfügung vor, die in Verbindung mit dem Fall eines britischen Nationalbürgers erlassen wurde, der beschuldigt wurde, einen indischen Jungen im Teenageralter im Jahr 2011 sexuell missbraucht zu haben:

„Die traditionellen Gesetze sind nicht strikt genug, um den gewünschten positiven Effekt zu erzielen. Obwohl die Vorstellung der Kastration barbarisch klingen mag, sollten barbarische Verbrechen dennoch definitiv barbarische Maßnahmen zur Bestrafung mit sich bringen – allein der Gedanke an die Bestrafung sollte potenzielle Täter davon abschrecken, die Straftat zu begehen. Dieses Gericht ist sich sicher, dass die zusätzliche Bestrafung von Kindervergewaltigern mit einer Kastration magische Ergebnisse erzielen würde bei der Vorbeugung und bei der Eindämmung von Kindesmissbrauch.“

„Wenn das Gesetz ineffektiv ist und nicht in der Lage ist, die Bedrohung anzugehen, kann dieses Gericht die Hände nicht gefaltet im Schoß liegen lassen und ein stiller Beobachter bleiben, unbewegt und ohne Notiz von den aktuellen Geschehnissen zu nehmen: furchtbare, markerschütternde Gruppenvergewaltigungen von Kindern in verschiedenen Teilen Indiens. Es wäre nicht nur eine Ungerechtigkeit gegenüber den kindlichen Opfern des Missbrauchs, sondern es würde auch einer Verletzung des Eides gleichkommen, der von diesem Gericht abgelegt wurde.“

Kann Kastrierung die sozialen Grundlagen für Kindesvergewaltigung behandeln? Bitte teilt eure Gedanken zu diesem Thema mit uns unten in der Kommentarsektion…

Vergewaltigung & Strafe: Sollten Vergewaltiger kastriert werden?

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

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Facebook sperrt Accounts palästinensischer Journalisten und Nachrichtenagenturen

in Medien/Welt
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Nach der offiziellen Ankündigung der gemeinsamen Bemühungen von Israel und Facebook zur Zensur von Inhalten aus sozialen Medien, die gegenüber Israelis „zu Gewalt anstiften“, wurden nun die Accounts von mehreren palästinensischen Journalisten und Nachrichtenagenturen blockiert.

Nur wenige Wochen nach der offiziellen Ankündigung der Kollaboration mit Israel wurde Facebook dabei ertappt, dass es die Accounts von palästinensischen Journalisten gesperrt hat. Redakteure von zwei palästinensischen Nachrichtenmedien, die im Westjordanland angesiedelt sind, haben berichtet, dass ihre Facebook-Accounts gesperrt wurden. Zunächst wurde kein Grund für die abrupte Sperrung angegeben. Das lässt darauf schließen, dass ihre Accounts aufgrund der gemeinsamen Bemühungen von Facebook und Israel gesperrt wurden, die Inhalte in sozialen Medien eindämmen wollen, die angeblich gegen Israelis „zu Gewalt anstiften“.

Letzte Woche gelang es vier Nachrichtenredakteuren von der Shehab News Agency und drei Führungskräften vom Quds News Network ebenfalls nicht, auf ihre persönlichen Accounts zuzugreifen. Beide Agenturen, die von tagesaktuellen Nachrichten über die besetzten palästinensischen Gebiete berichten, haben Millionen von „Gefällt mir“-Angaben (Likes) auf Facebook – nämlich 6,3 Millionen und 5,1 Millionen. Als Facebook zu einem Kommentar gedrängt wurde, warum die Accounts blockiert worden waren, gab der Social-Media-Gigant zur Antwort, dass die Accounts „versehentlich“ gesperrt worden waren. In einer Erklärung gaben sie bekannt: „Unser Team verarbeitet jede Woche Millionen von Meldungen und manchmal unterläuft uns ein Fehler.“ Alle bis auf einer der gesperrten Accounts wurden ein paar Tage später wiederhergestellt, aber die neuesten Sperrungen sind immer noch wirksam.

Bislang hat das israelische Militär (Israel Defense Forces, IDF) dieses Jahr mehr als 145 Palästinenser wegen „Anstiftung“ über soziale Medien angeklagt. Bei dieser Vorgehensweise, über die auf der Website The Intercept im Juni öffentlich berichtet wurde, überprüfen israelische Beauftragte aktiv die Inhalte von palästinensischen Facebook-Posts. Danach leiten sie die Anträge zur Zensur an Facebook weiter, denen dort in 95% der Fälle stattgegeben wird. Daraufhin folgen oft Festnahmen derjenigen, die „zur Gewalt anstiften“. Obwohl dies immer häufiger geschieht, gibt es derzeit in Israel keinen rechtlichen Präzedenzfall dafür, dass jemand aufgrund von Online-Inhalten angeklagt wird.

Israel beschäftigt sich mit der Anstachelung in sozialen Medien seit sich in dem Land im vergangenen Jahr zunehmend Gewaltausbrüche ereignet haben. Laut der Nachrichtenagentur AFP sind 230 Palästinenser und 34 Israelis seit vergangenem Oktober getötet worden. Facebook hat sich seinerseits Israel angebiedert, nachdem 20.000 Israelis im letzten Jahr Facebook wegen der „Missachtung“ von palästinensischen „Aufrufen zur Gewalt“ angeklagt hatten. Im vergangenen Sommer hat nun eine israelische Anwaltschaft mit Verbindung zum Mossad Facebook auf eine Milliarde US-Dollar verklagt, weil es den US-amerikanischen Anti-Terrorismus-Akt verletzt hat, indem es Palästinensern dabei geholfen hat, „Terroristen zu rekrutieren, zu radikalisieren und zu unterweisen.

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Aufgrund des Drucks lenkte Facebook im Juni dieses Jahres ein und stellte Jordana Cutler ein, die lange Zeit Beraterin von Netanyahu und ehemalige Stabschefin in der US-israelischen Botschaft gewesen war. Sie bekleidet nun die Position als Abteilungsleiterin für Richtlinien und Kommunikation von Facebook Israel. Da die Zusammenarbeit zwischen Facebook und Israel in den kommenden Monaten wahrscheinlich eher noch intensiver wird, ist zu erwarten, dass in naher Zukunft weitere „Störungen“ auftreten, die zur Folge haben, dass die palästinensischen Aktivisten und ihre Verbündeten in den sozialen Medien weiter zensiert werden.

Was sagt ihr zu dieser Neuigkeit? Bitte teilt diesen Artikel und sagt uns eure Meinung dazu in den Kommentaren!

Bildquelle des Titelbilds: middleeastmonitor.com. Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com.

 

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London: Erschütternde Kunstausstellung zeigt die brutale Realität weiblicher Genitalverstümmelung

in Menschenrechte
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Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO haben mehr als 200 Millionen der heute lebenden Mädchen und Frauen weltweit eine Frauenbeschneidung (female genital mutilation, FGM) über sich ergehen lassen müssen; dabei wurden auch ihre Menschenrechte beschnitten. Aber bevor ihr jetzt davon ausgeht, dass sich diese erschütternde Praktik auf die Länder in Afrika, dem Nahen Osten und Asien beschränkt, sei euch gesagt: Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) schätzen, dass alleine 513.000 Frauen und Mädchen, die in den Vereinigten Staaten leben, Gefahr laufen einer Frauenbeschneidung zum Opfer zu fallen. Das Vereinigte Königreich bleibt auch nicht verschont: Medizinkonzerne, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass es derzeit in England und Wales 66.000 Opfer der unmenschlichen Prozedur gibt.

Obwohl die Daten für sich sprechen und ziemlich schockierend sind, sorgt die Kultur des Schweigens und der Scham dafür, dass Frauenbeschneidung als Tabuthema gilt. Deshalb gelingt es nicht, Kinder und junge Erwachsene vor der vermeidbaren Tragödie zu bewahren und deshalb haben Frauen nicht die Möglichkeit, Beratung zu erhalten, sexuelle Fragen zu klären, Untersuchungen vornehmen zu lassen und Behandlungen zur Umkehrung.

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Deshalb hat die Künstlerin Aida Silvestri aus London eine eindringliche Bilderserie mit skulpturalen Fotoarbeiten erschaffen — sie trägt den Titel Unsterile Clinic (unsterile Klinik) — und um Licht auf sowohl die physischen als auch die psychischen Traumata zu werfen, die Kinder und Frauen erleben, wenn ihnen das gesunde und normale Genitalgewebe entfernt wird oder verändert wird, nur um die Jungfräulichkeit vor ihrer Heirat zu gewährleisten und die Treue danach. Silvestri, die sich dieser Prozedur als Kind in Eritrea unterziehen musste, schreibt dazu auf ihrer Website:

“Inspiriert von meinen eigenen Erfahrungen begann ich eine ausführliche Recherche über die Frauenbeschneidung, indem ich Interviews mit ostafrikanischen Frauen in London führte, die von dieser grausamen Prozedur betroffen waren. Nachdem ich die Geschichten von Eritrea, Äthiopien, aus dem Sudan, aus Somalia, Kenia und Djibouti verglichen hatte, mein eigenen Erfahrungen reflektiert hatte und weiter nachgeforscht hatte, entdeckte ich, dass die meisten Fälle von FGM im Vereinigten Königreich während einer Schwangerschaft oder bei der Geburt diagnostiziert werden, wenngleich einige erst beim zweiten oder dritten Kind entdeckt werden, da bei den vorherigen Schwangerschaften aus ungeklärten Gründen Kaiserschnitte vorgenommen worden waren.

Ziel dieses Projektes ist es, die Aufmerksamkeit auf diese Prozedur in der Hoffnung zu lenken, dass Frauen, junge Mädchen und Kinder, die sich der Auswirkungen noch nicht bewusst sind oder nicht wissen, welche Art der FGM an ihnen vorgenommen wurde, zu ermutigen, sich früh darauf untersuchen zu lassen, bevor deshalb ein Notfall eintritt. Ich hoffe auch, dass dieses Projekt medizinisches Personal dazu ermutigt, dass sie Mut zeigen und mit den Frauen, die von FGM betroffen sind, während einer Untersuchung offen mit ihnen darüber sprechen.”

 

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Die Ausstellung wird von Autograph ABP kuratiert, eine Hilfsorganisation aus dem Vereinigten Königreich, die schwarze Künstler fördert und sich für die Inklusion von historisch marginalisierten Gemeinschaften in der Kunst einsetzt; die Ausstellung gastiert seit Anfang Juli im Rivington Place Art Centre in London. Jedes Kunstwerk, so schreibt Mashable, besteht aus der schwarzen Silhouette einer Frauenbüste, wobei ein intrinsisches Lederstück (das eine Vulva darstellt) auf den Mund des Figur genäht wurde. Jedes Lederstück wurde von Hand angefertigt und ist einzigartig, schreibt Autograph APB. Jedes Stück steht für die spezifische Art der FGM, welche die dargestellte Frau erleiden musste. Zu jedem Portrait gibt es ein Gedicht; der Text wurde aus der jeweiligen bewegenden Geschichte der Frau erstellt.

Um mittels der Kunst ein Bewusstsein für die weibliche Genitalverstümmelung oder Frauenbeschneidung zu schaffen, hat Silvestri Interviews mit den weiblichen Überlebenden geführt und mit ihnen zusammengearbeitet um zu bestimmen, welche der vier Arten der FGM an ihnen vorgenommen wurden, da sich die Praktiken in den verschiedenen Kulturkreisen unterscheiden. Silvestri erzählte dazu TakePart:

“Aufgrund des Schweigens wird aus FGM ein Thema gemacht, das oftmals als ‘religiöses Problem’ oder als ein ‘afrikanisches Problem’ bezeichnet wird. [Aber] FGM wird Frauen aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen und aus allen Teilen der Welt angetan – dazu gehören Südostasien, der Nahe Osten und einige lateinamerikanische Länder – aber auch Industrienationen mit einem erhöhten Aufkommen an Einwanderungen. Ich denke, dass es sich dabei hauptsächlich um ein kulturelles Thema handelt. In einigen Gemeinschaften spricht man wirklich einfach nicht darüber, wenn der Familie irgendetwas zustößt.”

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Die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert die Formen der weiblichen Genitalverstümmelung oder Frauenbeschneidung (FGM) nach vier Hauptkategorien:

Typ 1: Die teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris und in sehr seltenen Fällen nur die Entfernung der klitoralen Vorhaut.

Typ 2: Die teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris und der inneren Schamlippen, mit oder ohne Entfernung der äußeren Schamlippen.

Typ 3: Die Verengung der Vaginalöffnung durch die Anfertigung eines Siegels, das hergestellt wird, indem die inneren oder die äußeren Schamlippen zurechtgeschnitten und neu positioniert werden, manchmal durch Zusammennhähen, mit oder ohne Entfernung der Klitoris.

Typ 4: Alle anderen schädlichen Verfahren und Veränderungen der weiblichen Genitalien ohne medizinische Indikation; dazu gehören etwa das Stechen, das Durchbohren, das Einschneiden, das Ausschaben und das Verätzen des Schambereichs.

Allerdings hat Silvestri ein eigenes Set von Subkategorien für Unsterile Clinic erstellt.

Im Jahr 2012 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Beschluss mit dem Ziel der Eliminierung von Frauenbeschneidung. Trotzdem werden geschätzt 3 Millionen Mädchen jedes Jahr von Männern verstümmelt, die dadurch Macht über die Sexualität und den Körper der Frauen ausüben. Nichtsdestotrotz hoffen die Organisatoren, dass die Ausstellung mehr Frauen und auch Männer dazu ermutigt, sich gegen die verschiedenen und sich stets verändernden barbarischen Praktiken aufzubegehren. Renée Mussai ist die Kuratorin der Ausstellung; sie erzählte TakePart:

“Für uns ist FGM eine Form des Missbrauchs. Wir hoffen, dass wir durch die Präsentation dieser Ausstellung dazu beitragen, mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu gewinnen und die Gewalt der Praxis für ein Publikum aufzudecken, das mit dieser Grausamkeit mit großer Wahrscheinlichkeit zuvor noch nicht konfrontiert worden ist.”

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Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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[Must-See] Diese 10 Bilder zeigen die erschütternde Realität des Krieges

in Politik/Welt
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Von Amanda Froelich auf trueactivist.com

 

Gunduz Agayev hat eine weitere Kunstreihe veröffentlicht, die einige unangenehmen Wahrheiten ans Licht bringt. Diesmal lenkt er unsere Aufmerksamkeit auf die harte Realität des Krieges.

© Gunduz Agayev

Der Künstler und Aktivist Gunduz Agayev hat erneut eine Serie eindrucksvoller und nachdenklich stimmender Bilder als Denkanstoß für die Massen veröffentlicht.

Der für seine Werk “Imagine” (“Vorstellung”) und “Satirical World Leaders” (“Satirische Weltpolitiker”) bekannte Agayev postete seine neueste Serie auf Facebook, in der er die grauenhafte Realität des Krieges einfängt.

Agayev teilte auf Facebook mit:

In der Vergangenheit erschuf die Menschheit einen Gott des Krieges und beschuldigte mythische Gottheiten für die Kriege. In der gesamten Geschichte waren jedoch nur die Menschen für all das Blutvergießen verantwortlich. Leider verstehen viele von uns das immer noch nicht und wollen sich der Verantwortung entziehen.

Krieg bedeutet Tod, Selbstmord. Nationen massakrieren einander und die gesamte Menschheit. Trotzdem kann die Menschheit diese Seuche unterdrücken. Zum Glück erfand die Menschheit auch den Frieden. Er ist eine Möglichkeit, sich gegen den Krieg zu wehren. Es muss die Pflicht von allen gegenüber der gesamten Menschheit sein, diese Bemühungen fortzuführen.

Die folgenden Portraits zeigen auf künstlerische Weise eine Reihe schmerzhafter – und trotzdem notwendiger – Wahrheiten.

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© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

© Gunduz Agayev

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Übersetzt aus dem Englischen von anonhq.com.

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