Investigativ & Unabhängig – Mit der Kraft des Internets

Category archive

Welt - page 40

Warum ist Marihuana verboten? Die wahren Gründe sind schlimmer als man denkt

in Gesundheit von

Überall auf der Welt fragen immer mehr Leute: Warum ist Marihuana verboten? Warum kommen immer noch Leute für seinen Gebrauch oder Verkauf ins Gefängnis?

Die meisten von uns nehmen an, dass es daran liegt, weil sich irgendjemand, irgendwo an einen wissenschaftlichen Beweis gemacht und herausgefunden hat, dass Cannabis schädlicher ist als andere Drogen, die wir die ganze Zeit nutzen – wie Alkohol und Zigaretten.

Irgendjemand hat es zu unserem Besten herausgefunden

Aber als ich damit begann, mich durch die offiziellen Archive zu wühlen – während ich für mein Buch Chasing The Scream: The First and Last Days of the War on Drugs recherchierte – um herauszufinden, warum Cannabis in den 1930ern verboten wurde, entdeckte ich, dass das nicht passiert ist.

Ganz und gar nicht.

1929 wurde ein Mann namens Harry Anslinger vom Department of Prohibition in Washington DC angeklagt. Aber das Alkoholverbot war ein Desaster. Die Gangster hatten ganze Stadtviertel unter ihre Kontrolle gebracht. Alkohol wurde – von Kriminellen kontrolliert – sogar noch schädlicher.

Und so endete schließlich das Alkoholverbot – und Harry Anslinger war besorgt. Denn er war für eine riesige Regierungsabteilung verantwortlich, die nichts zu tun hatte. Bis dahin hatte er gesagt, dass Cannabis kein Problem sei. Es schadet den Leuten nicht, erklärte er, und “es gibt keinen absurderen Denkfehler”, als die Idee, dass es die Leute gewalttätig mache.

Aber dann verkündete er plötzlich – als seine Abteilung eine neue Aufgabe brauchte -, dass er seine Meinung geändert habe.

Er erklärte der Öffentlichkeit, was passiert, wenn man Cannabis raucht.

Erstens wird man in einen “delirierenden Wahnsinn” geraten. Dann wird man von “Träumen…von einer erotischen Art” erfasst. Anschließend wird man “die Fähigkeit zusammenhängenden Denkens verlieren”. Schließlich wird man den unausweichlichen Endpunkt erreichen: “Geistesstörung”.

Marihuana verwandelt einen Menschen in eine wilde Bestie. Anslinger warnte, dass wenn Marihuana auf der Treppe Frankensteins Monster begegnet, das Monster vor Schreck tot umfallen würde.

licata

Bildtext: “Das abscheulichste Verbrechen von 1933: Victor Licata, Tampa, Florida, ermordete am 17. Oktober 1933 unter dem Einfluss von Marihuana seine Mutter, seinen Vater, seine Schwester und zwei Brüder während sie schliefen MIT EINER AXT .”

Harry Anslinger wurde besonders von einem Fall geradezu besessen. In Florida erschlug ein Junge namens Victor Licata seine Familie mit einer Axt. Anslinger erklärte gegenüber Amerika: Das passiert, wenn man “das dämonische Kraut” raucht. Der Fall wurde allgemein bekannt. Die Eltern in den USA waren entsetzt.

Aber welchen Beweis hatte Harry Anslinger? Es stellt sich heraus, dass er zu dieser Zeit an die 30 führende Wissenschaftler zu diesem Thema anschrieb, indem er fragte, ob Cannabis gefährlich sei und ob es verboten werden sollte.

29 schrieben zurück und sagten “nein”.

Anslinger griff den einzigen heraus, der “ja” sagte und präsentierte ihn der Welt. Die Presse – die von Victor Licatas Axt besessen war – feuerte sie an.

In einer Panik, die von Amerika Besitz ergriff, wurde Marihuana verboten. Die USA sagten zu anderen Ländern, dass sie dasselbe tun müssten. Viele Länder sagten, dass es eine dumme Idee sei und weigerten sich, es zu tun. Zum Beispiel entschied Mexiko, dass ihre Drogenpolitik von Ärzten geleitet werden sollte.

Ihr medizinischer Rat war, dass Cannabis diese Probleme nicht auslöste und sie weigerten sich, es zu verbieten. Die USA tobten. Anslinger wies sie an, dass sie der vorgegebenen Linie Folge zu leisten hätten. Die Mexikaner hielten zunächst durch – bis die USA letztendlich den Nachschub aller legalen Schmerzmittel nach Mexiko unterbrachen. Die Leute begannen in ihren Krankenhäusern qualvoll zu sterben. Und so entließ Mexiko mit Bedauern seine Ärzte – und startete seinen eigenen Drogenkrieg.

Aber zuhause wurden Fragen gestellt. Ein führender amerikanischer Arzt namens Michael Ball schrieb verwirrt an Harry Anslinger. Er erklärte, er hätte als Medizinstudent Cannabis benutzt, und es hätte ihn nur schläfrig gemacht. Vielleicht treibt Cannabis eine kleine Anzahl von Leuten in den Wahnsinn, sagte er – aber wir müssen einige wissenschaftliche Studien finanzieren, um es herauszufinden.

Anslinger schrieb standhaft zurück: “Das Marihuana-Übel kann nicht länger aufgeschoben werden”, erklärte er, und er würde keine unabhängige Wissenschaft finanzieren. Weder jetzt noch zu einem anderen Zeitpunkt.

Jahrelang kamen Ärzte auf ihn mit Beweisen zu, dass er falsch lag, und er begann sie anzublaffen, indem er zu ihnen sagte, sie würden “ein gefährliches Terrain betreten” und sie sollten ihre Zunge im Zaum halten.

Heute lebt der größte Teil der Welt immer noch unter dem Cannabis-Verbot, das Harry Anslinger im Zuge der landesweiten Panik eingführt hat, die Victor Licatas Blutrausch gefolgt ist.

Aber die Sache hat einen Haken. Jahre später schaute sich jemand die psychiatrischen Akten von Victor Licata an.

Es stellte sich heraus, dass es keine Beweis dafür gibt, dass er je Cannabis genommen hatte.

Es gab in seiner Familie eine Menge Geisteskrankheiten. Es wurde ihnen ein Jahr vorher gesagt, dass er in eine Anstalt eingewiesen werden müsse – aber sie weigerten sich. Seine Psychiater erwähnten in Zusammenhang mit ihm nie Marihuana.

Also macht Cannabis die Leute verrückt?

Der frühere Chefberater in Drogenangelegenheiten der britischen Regierung, David Nutt, erklärt – wenn Cannabis auf direktem Weg Psychosen verursachen würde, dann würde es sich leicht feststellen lassen.

Wenn der Cannabis-Konsum steigt, würden auch Psychosen zunehmen. Und wenn der Cannabis-Gebrauch sinkt, dann würden Psychosen abnehmen.

Ist das also passiert? Wir haben eine Menge Daten aus vielen Ländern. Und es zeigt sich, dass das nicht der Fall ist. Zum Beispiel hat in Großbritannien der Cannabis-Gebrauch seit den 1960ern um den Faktor 40 zugenommen. Und die Psychose-Raten? Sie sind stabil geblieben.

Tatsächlich legt der wissenschaftliche Beweis nahe, dass Cannabis sicherer als Alkohol ist. Alkohol tötet jedes Jahr 40.000 Menschen in den USA. Cannabis bringt niemanden um – obwohl Willie Nelson sagt, dass einer seiner Freunde starb, als ein Cannabis-Bündel auf seinen Kopf fiel.

Darum forderte 2006 ein junger Mann in Colorado namens Mason Tvert den damaligen Bürgermeister von Denver und späteren Gouverneur, John Hickenlooper, heraus. Hickenlooper besaß eine Kleinbrauerei mit Schenke, die im ganzen Staat Alkohol verkaufte, und sie machte ihn reich. Aber er sagte, Cannabis sei gefährlich und müsse verboten werden. Und so forderte Mason ihn heraus – zu einem Duell. “Du bringst einen Kasten Bier mit. Ich bringe eine Packung Joints mit. Für jedes Bier, das Du trinkst, rauche ich einen Joint. Wir werden sehen, wer zuerst stirbt.”

Es war das ultimative High Noon

Mason machte sich daran, in seinem Staat eine Kampagne zur Legalisierung von Cannabis zu führen. Seine Mitbürger stimmten mit 55% dafür. Nun können Erwachsene in zugelassenen Geschäften legal Cannabis kaufen, wo sie besteuert werden – und das Geld wird dafür benutzt, um Schulen zu bauen. Nach eineinhalb Jahren, seitdem sein System umgesetzt wurde, stieg die Zustimmung für die Legalisierung auf 69%. Und sogar Gouverneur Hickenlooper hat damit begonnen, es als “gesunden Menschenverstand” zu bezeichnen.

Oh – und Colorado war bis jetzt nicht voll von Leuten, die ihre Familien totschlagen.

Ist es nicht an der Zeit, dass wir auf die Wissenschaft hören – und endlich Victor Licatas Axt beiseite legen?

Über den Autor

Johann Hari ist ein britischer Journalist und Autor. Dieser Artikel ist adaptiert von seinem New York Times-Bestseller Chasing The Scream: The First and Last Days of the War on Drugs. Klicken Sie hier, um herauszufinden, warum Glenn Greenwald, Noam Chomsky, Bill Maher, Naomi Klein und Elton John es gelobt haben.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

Forscher benennen neuen Parasiten nach Barack Obama

in Welt von

Politiker und Parasiten: Gibt es einen Unterschied?

Es scheint, dass einige Wissenschaftler keine Unterscheidung machen. In ihren weißen Laborkitteln, versteckt in ihrem Elfenbeinturm, haben einige unserer höher Gebildeten anscheinend etwas zu lachen (obwohl sie sagen, dass das nicht stimmt). Und das zurecht. Präsident Obama hat nun ein neues Anrecht, mit etwas zu prahlen – schließlich wurde er offiziell ein dokumentierter Parasit.

5_232016_aptopix-obama-vietn8201_c0-23-1200-722_s885x516

Als “Baracktrema obamai” dokumentiert, wurde einem parasitären Plattwurm präsidiale Ehre zuteil. Obwohl er im Blut von Schildkröten lebt, was zugegebenermaßen nicht gerade ein Weißes Haus ist, sondern wahrscheinlich so schmutzig wie der Krieg gegen den Terror – ist Baracktrema obamai ein hauchdünner “Wurm” von ungefähr 2 Zoll (5 Zentimeter) Länge. Thomas Platt, ein emeritierter Biologieprofessor vom Saint Mary’s College in Indiana, nannte den Pärchenegel nach dem derzeitigen Präsidenten aus Ehrerbietung – und nicht etwa Ehrverletzung. Offensichtlich.

“[Die Baracktrema obamai] sind phänomenale, unglaublich widerstandsfähige Organismen”, sagt Platt als Begründung für die Benennung des neu entdeckten Parasiten. Er erinnerte ihn an den Präsidenten. “Er ist lang. Er ist dünn. Und er ist verdammt cool.”

Das ist eine Möglichkeit, einen Präsidenten zu beschreiben, auf dessen Konto eine Menge von Militärinterventionen und Blutsaugen gehen. Widerstandsfähig? Ganz bestimmt. Der Präsident mit den zwei Amtszeiten weiß, wie man unter die Haut geht, sich darin festhält, an der Macht bleibt.

1ninetymiles8k2bp1tax84vo1_500

Bildtext: “Kenne deine Parasiten: Zecke, Floh, Blutegel, Mosquito, Hillary (Clinton), (Barack) Obama”

In der Forschungsarbeit, die in The Journal of Parasitology veröffentlicht wurde, wird der Baracktrema obamai als eine Metamorphose von vorherigen Parasiten bestimmt, die sich weigerten auszusterben (Bushorchis und GeorgiasJunior Vasotrma – okay, die habe ich erfunden) und sich stattdessen in den derzeitigen entwickelte, der gerade entdeckt wurde und auf einer weiteren Infektion besteht, um sein Anliegen zu verlängern.

Wie bei allen Würmern und Parasiten, weiß der Wirt kaum etwas von ihrer Gegenwart – bis es zu spät ist. Politiker und Parasiten stehen anscheinend in einem Verwandtschaftsverhältnis zueinander.

Ich bezweifle, dass wir die akutellen Wahlen in der Lunge einer südostasiatischen Dosenschildkröte beherbergt vorfinden, aber es riecht sicherlich nach den Wahlen des 8. November, wenn sich aufs Neue die Grip-hobilharzia-Clintonaecum- oder Trumprema Donnie-Parasiten entwickeln werden.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

Russland verabschiedet vollständiges Verbot für Produktion und Import von GMOs

in Gesundheit/Umwelt von

Nach monatelangen hitzigen Debatten hat Russland sich dafür entschieden, den gesamten Anbau von GMO-Saatgut (genetically modified organisms; genetisch veränderte Organismen) und die GMO-Tierzucht in der Russischen Föderation zu verbieten. Am 24. Juni hat die russische Duma die dritte und finale Version eines Gesetzesentwurfes verabschiedet, der den Import und die Produktion von genetisch modifizierten Organismen verbietet.

Im Jahr 2015 hat der stellvertretende Premierminister Arkady Dvorkovich die Entscheidung verkündet, dass GMOs verboten werden sollen. Bis vor kurzem jedoch gab es in der Russischen Föderation keinerlei legale Strafen für die Produktion oder den Import von GMO-Saatgut zur Pflanzenzucht und entsprechend zur GMO-Tierzucht.

Nach dem neuen Recht hat die russische Regierung auch die Möglichkeit, jeglichen Import von GMO zu verbieten, von denen sie glaubt, dass sie einen negativen Einfluss auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt haben werden.

 

8843619930_c52de232c9_z1

Bildquelle: Flickr, Donna Cleveland

“Das Landwirtschaftsministerium spricht sich eindeutig gegen GMOs aus; die russischen Produkte werden sauber bleiben.” Das erzählte der Landwirtschaftsminister Alexander Tkachev der Presse.

Wie in dem neuen Gesetz beschlossen wurde, stärkt die Gesetzgebung “Maßnahmen, die darauf abzielen, sämtliche Arten der Aktivitäten zu überwachen, die mit GMOs in Verbindung stehen. Es beugt der Freisetzung von GMOs in die Umwelt vor und verbessert die Konsequenzen, falls eine solche Freisetzung durchgeführt wird.”

Befürwortern des Verbots zufolge wird das neue Gesetz Russland dabei unterstützen, die saubersten landwirtschaftlichen Produkte weltweit zu erzeugen. Gleichzeitig glauben Gegner des Verbots, dass das Verbot der derzeitigen russische Landwirtschafts-Lobby zugutekommt. Es ist bekannt, dass diese die Konkurrenz auf den Weltmärkten fürchtet und selbst nicht in die Entwicklung neuer Technologien involviert sein möchte.

Die Entscheidung ist trotz des steigenden Drucks durch das westliche GMO-Kartell auf individuelle Mitglieder der Duma und auf die russischen Wissenschaftler gefällt worden.

Wenig überraschend startete die Pro-GMO-Lobby einen Versuch, die Verabschiedung des Verbots zu verhinden, nachdem der erste Entwurf des GMO-Gesetzes diskutiert und für mögliche Revisionen verschickt worden war. Nach der Veröffentlichung eines neuen Berichtes, der von sich selbst behauptet, ein vollständiger Prüfungsbericht vergangener Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen und der Lebensmittelsicherheit von GMOs zu sein, verbreitete sich die Geschichte im ganzen Land.

Nach einer genaueren Betrachtung des besagten Artikels wurde jedoch enthüllt, dass die Wissenschaftler, die an dieser Studie beteiligt waren, keine geringeren waren als Alexander Y. Panchin vom Institut für Informations-Transmissions-Probleme (IITP, Institute for Information Transmission Problems) der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAS, Russian Academy of Science) und Alexander Tuzhikov, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bascom-Palmer-Augeninstitut (Bascom Palmer Eye Institute) von der University of Miami, der sich auf Informatik und Bioinformatik spezialisiert hat.

Zusätzlich zu den mangelnd qualifizierten Wissenschaftlern, unter deren Anleitung die Studie durchgeführt worden war, wurde ebenfalls aufgedeckt, dass der Bericht lediglich sieben veröffentlichte wissenschaftliche Artikel untersuchte – viele davon waren von Monsanto oder anderen GMO-Firmen beeinflusst worden.

9538976647_72370be8b2_z1

Bildquelle: Flickr, erdquadrat

“Wir haben eine statistische Neuanalyse durchgeführt und die experimentellen Daten einer Prüfung unterzogen, die in einigen dieser Studien vorgelegt werden. Wir haben herausgefunden, dass die Daten ziemlich oft im Widerspruch zu den Schlussfolgerungen der Autoren tatsächlich schwache Beweise für Schaden liefern, der nicht vom Zufall differenziert werden kann”, schrieben Panchin und Tuzhikov in ihrem Abstract.

Nach der Veröffentlichung des Berichts traf sich Vladimir Fortov, der Präsident der Russischen Akademie der Wissenschaften, mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin. Das Treffen stellte einen Versuch dar, Putin von all den Vorzügen der GMOs zu überzeugen. Wie die Sachlage schon andeutet, ging das Treffen für den Forscher alles andere als erfolgreich aus.

In Reaktion auf die Behauptungen, die im Bericht von Panchin und Tuzhikov erhoben wurden, haben Forscher von der Nationalen Assoziation für genetische Sicherheit (OAGB, All-National Association for Genetic Safety), die aus einer Gruppe führender Forschender im Bereich der GMO besteht, hervorgehoben, dass die Methodologie, die für den Bericht angewandt wurde, fehlerbehaftet war.

“Die statistische Analyse wurde unter Verwendung der Bonferroni-Methode durchgeführt, die (…) die Abwesenheit eines Effekts anzeigen kann, der in Wirklichkeit vorhanden ist (…) Diese Methode ermöglicht es nicht, die toxischen Effekte der Objekte zu identifizieren, sondern diese Methode verbirgt stattdessen sogar die toxischen Effekte.”

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der wissenschaftlichen Beweise stetig angestiegen, welche die Theorie unterstützen, dass GMOs weder sicher für den menschlichen Verzehr sind noch für die Umwelt und für die einheimischen Tiere (insbesondere nicht für die bestäubenden Insekten). Letztes Jahr entschied sich mehr als die Hälfte der 28 Länder in der Europäischen Union (EU) dafür, den Anbau von GMO-Feldfrüchten zu verbieten.

Bild: Flickr, U.S. Department of Agriculture. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

Fotos von einer Rothschild-Dinnerparty anno 1972

in Welt von

Vor etwas mehr als 40 Jahren veranstaltete Marie-Hélène de Rothschild regelmäßig Partys in der wuchtigen, schlossartigen Villa ihrer Familie, die den Namen Château de Ferrières (Schloss Ferrières) trägt. Auf diesen Festen tummelten sich Gäste in surrealistischen Kostümen, die auch heute noch sowohl faszinierend als auch bizarr anmuten. Diese Fotos von einer Party sind irgendwie in das Internet gelangt, obwohl derartige Veranstaltungen unter höchster Geheimhaltung abliefen. Wenn ihr diese Fotos seht, dann werdet ihr nicht glauben, was sich hinter den verschlossenen Türen tatsächlich so zugetragen hat.

Wenn eine Party im Château de Ferrières sich dem Ende zuneigte, wurde das Anwesen in hellem Orange erleuchtet. Es sah so aus, als würde das Haus in Flammen stehen.

Im Inneren säumte eine Reihe Diener in Katzenkostümen die Treppe. Die Katzen wurden in bestimmten Positionen so arrangiert, so dass es aussah, als würden sie schlafen. Unglaublich schöne Tisch-Dekoration hier…

Das alte Himmelsgesicht und die Lamettakönigin.

Solche Hüte können für den Nacken gar nicht gesund sein, oder?

Guy und Marie-Hélène wurden von der surrealistischen Kunst stark beeinflusst. Das zeigt sich im Dekor des Anwesens ebenso wie in den Kostümen ihrer Gäste.

Die sehen so aus wie die Leute auf David Bowies Liste der Notfallkontakte.

Die Gehilfen der Rothschilds trugen im Vergleich dazu ausgesprochen normale Kleidung; das sieht fast schon nach einer verpassten Gelegenheit aus.

Eine Hommage in Kostümform an das berühmte surrealistische Gemälde Der Sohn des Mannes (Le Fils de L’homme, 1964) von René Magritte.

Ich habe keine Ahnung, was man von diesem Ding eigentlich essen soll, aber ich würde euch empfehlen, es nicht zu tun. (Die Lippen sind eine Hommage an das Canapé Boca, von Salvador Dalí; der mit Fell überzogene Teller erinnert an das Werk von Méret Oppenheim (Le Déjeuner en fourrure)

Dieses Werk nennt sich “Zwei Schildkröten, die sich in Kacke umarmen”, oder so ähnlich.

Jetzt wird aufgelegt.

Ich weiß nicht, ob das ein Hut ist oder, ob diese Frau einfach nur einen Unfall im Garten hatte?

Hier sehen wir den berühmten surrealistischen Künstler Salvador Dalí. Die Rothschild-Partys zogen viele Berühmtheiten an, darunter auch Brigitte Bardot, Grace Kelly und Audrey Hepburn.

Guy de Rothschilds facettenreicher Hut erregte die Aufmerksamkeit von allen auf der Party.

Hier seht ihr die Einladung zu den Festivitäten dieser Nacht. Die Gäste mussten einen Spiegel verwenden, um den Text entziffern zu können.

In dieser Einladung werden die Gäste dazu aufgefordert, sich dem Dresscode “Smoking und langes Kleid” entsprechend in Schale zu werfen… mit surrealistischen Hüten. Es ist angerichtet!

Marie-Hélènes übergroßer Hirschkopf hatte Augen aus zu weinenden Augen stilisierten Diamanten.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

SCHOCK: Zuckerindustrie besticht Harvard-Wissenschaftler, damit sie Fett anstatt Zucker mit Herzkrankheiten verbinden

in Gesundheit von

Im Jahr 2009 hat eine Meta-Analyse von 21 einzigartigen Studien, in denen insgesamt ungefähr 350.000 Menschen im Durchschnitt 14 Jahre lang untersucht worden sind, ergeben, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von gesättigten Fettsäuren und der Häufigkeit des Auftretens von Herzkrankheiten oder Infarkten gibt. Der Fachbereich für Ernährungswissenschaft an der Harvard School of Public Health hat jedoch diese Ergebnisse schnell als in bedenklichem Maße irreführend verworfen.

Jetzt wissen wir auch, warum.

Mehr als fünf Jahrzehnte lang sind wir düpiert und einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Wir sollten glauben, dass gesättigte Fettsäuren Herzkrankheiten verursachen. Nun, der größere Übeltäter ist tatsächlich der Zucker.

Dokumente aus den 1950er und 1960er Jahren, die kürzlich von einem Forscher an der University of California, San Francisco (UCSF) wiederentdeckt worden sind enthüllen, dass eine Handelsgruppe namens Sugar Research Foundation (eine Zucker-Forschungsgemeinschaft; heute bekannt als Sugar Association, also Zuckerverband) im Jahr 1967 Geld an drei berühmte Wissenschaftler der Universität Harvard bezahlt hat – darunter der mittlerweile verstorbene Dr. Fredrick Stare und Mark Hegsted. Die Summe entspricht dem damaligen Äquivalent von mehr als 48.000 US-Dollar im Jahr 2016 und wurde dafür entrichtet, dass sie nicht nur den Einfluss des Zuckers auf die Herzgesundheit in ihrem zweiteiligen Prüfungsbericht herunterspielen, sondern auch die Schuld rein den gesättigten Fettsäuren zuschieben, indem sie zu dem Schluss kommen, dass eine fettarme und zuckerreiche Ernährungsweise koronaren Herzkrankheiten vorbeugen könnte (CHD, coronary heart disease). Dieser Bericht wurde im New England Journal of Medicine publiziert.

Verursacht Zucker Herzkrankheiten? — Die Ärzte

Bloomberg berichtet:

“Um ihr Argument zu stützen, fanden die Forscher aus Harvard Fehler in jeder einzelnen Studie, die Zucker mit koronaren Herzkrankheiten in Verbindung brachte, anstatt sich auf die Übereinstimmung der Erkenntnisse aus ihnen allen zu fokussieren. Eine Studie, so ihre Aussage, sollte deshalb unberücksichtigt gelassen werden, weil sie als Bezugsquelle eine größere Dosis Saccharose verwendete als auf dem typischen Speiseplan eines Amerikaners vorkommt. Eine andere hatte ergeben, dass die Substitution von Zucker durch Hülsenfrüchte zu erheblichen Verbesserungen der Serum-Cholesterin-Werte führte — aber die Harvard-Wissenschaftler argumentierten, dass eine solche Umstellung nicht möglich sei. Sie ließen Studien außer Acht, weil sie Fruktose oder Glukose statt Saccharose (Haushaltszucker) verwendeten, oder weil sie Versuche mit Ratten anstatt am Menschen machten. Andererseits standen sie Studien weitaus weniger kritisch gegenüber, die Herzkrankheiten mit anderen ernährungsbezogenen Faktoren in Verbindung brachten.”

Indem sie so vorgingen, konnte die Zuckerindustrie die negative Aufmerksamkeit weg vom Zucker hin zu Nahrungsfett und Cholesterol lenken, die bis in die 1980er Jahre als die hauptsächlich Schuld tragenden Faktoren für kardiovaskulare Krankheiten betrachtet wurden. Jahrzehnte nach der von der Industrie finanzierten Überprüfung konzentrierten sich Wissenschaftler und Ernährungsratgeber darauf, gesättigte Fettsäuren in der Ernährung zu reduzieren; das war die primäre Strategie zur Prävention von CHD.

Der Autor der Studie Stanton Glantz ist entgeistert:

“Was mich besonders getroffen hat, war: Ich dachte, die Beweise, welche die Forscher in ihrem Bericht zusammengefasst hatten, stärker und eindeutig zusammenhängender auf den Effekt von Zucker [auf koronare Herzerkrankungen] hindeutete als auf den Effekt von Fett. Wie stichhaltig die Beweise auch gewesen sein mochten, die Zucker mit Herzkrankheiten in Verbindung brachten, immer war daran etwas falsch. Für Fett jedoch war die Beweislage eindeutig. Sie haben eine falsche Dichotomie aufgesetzt. Das war eine sehr ausgeklügelte Strategie, um die Interessen der Wirtschaft schon so früh zu schützen. Es ist überwältigend, wenn man die unterschiedlichen Wege entwirrt, wie die Industrie diese Debatte beeinflusst hat. Der Umfang der Manipulation ist wahrscheinlich noch viel größer als wir uns das vorstellen können.”

Warum aber haben die Forscher an der UCSF einen alten ‘Fall’ fünfzig Jahre später noch einmal aufgerollt? Weil der Effekt heute immer noch nachhallt; weil die Limonadenhersteller immer noch die Risiken herunterspielen, die eine zuckerreiche Ernährung mit sich bringt; weil Peer-Review-Studien, die uns dazu drängen, unseren Zuckerkonsum so weit wie möglich einzustellen, immer noch als fehlerhaft gebrandmarkt werden; weil die kürzlich veröffentlichten aktuellsten Zuckerrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO den Schwerpunkt immer noch darauf legen, dass wir unseren Zuckerkonsum wegen der Rolle des Zuckers für Übergewicht und Zahngesundheit reduzieren sollen – aber nicht wegen des Risikos für unser Herz; und weil die Sugar Association weiterhin die Verbindung zwischen Zuckerkonsum und Herzkrankheiten zurückdrängt.

Die zuckersüße Wahrheit

Die Nahrungsmittelpolitik-Professorin Marion Nestle von der New York University schreibt dazu in einem begleitenden Leitartikel im Journal of the American Medical Association:

“Dieser Vorfall von vor 50 Jahren mag sich wie eine alte Geschichte anfühlen, aber das Problem ist höchst relevant; nicht zuletzt deshalb, weil es einige Fragen beantwortet, die für die heutige Zeit von Belang sind. Ist es wirklich wahr, dass die Lebensmittelfirmen es sich absichtlich zum Ziel gesetzt haben, die Forschung zu ihren Gunsten zu manipulieren?  Ja, das ist es; und sie machen es auch weiterhin.”

So hat beispielsweise letztes Jahr die New York Times enthüllt, dass Coca-Cola, der weltweit größte Produzent von zuckerhaltigen Getränken, Millionen Dollar für die Finanzierung von Forschungsprojekten bereitgestellt hat, welche die Verbindung der zuckerhaltigen Getränke mit und als Verursacher von Fettleibigkeit herunterspielen. Im Juni diesen Jahres hat die Presseagentur Associated Press berichtet, dass Süßigkeitenhersteller Studien finanzieren, die aufzeigen sollen, dass Kinder, die Süßigkeiten essen, ein gesünderes Körpergewicht haben als jene, die keine Süßigkeiten zu sich nehmen. Im August bezeichnete die Sugar Association die Erklärung der American Heart Association (AHA, Amerikanische Herz-Vereinigung) zum Zuckerkonsum bei Kindern als “verwirrend”; denn die Empfehlung der AHA, dass Kinder nicht mehr als 6 Teelöffel Zucker pro Tag essen sollen, sei wissenschaftlich nicht erwiesen.

In einer Reaktion auf die umfangreiche Bekanntgabe veröffentlichte die Sugar Association selbst eine Erklärung, in der sie erläutert, dass die von der Industrie finanziell geförderte Forschung aus dem Jahr 1967 auf unfaire Weise kritisert worden sei:

“Allgemein gesagt ist es nicht nur unglücklich, sondern auch ein Bärendienst, dass von der Industrie finanzierte Forschung als schmutzig gebrandmarkt wird… Am meisten Sorge bereitet dabei die steigende Verwendung von mit Schlagzeilen ködernden Artikeln, die qualitativ hochwertige wissenschaftliche Forschung ausstechen – es enttäuscht uns sehr zu sehen, dass ein ranghohes Journal wie das JAMA in diesen Trend mit hineingezogen wird.”

Quellen: The New York Times, The Daily Mail, Arstechnica, Stat News. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

Das Netz für Tiere: Soziale Medien jagen vier Hundequäler

in Tierrechte/Welt von

Dieses Video stammt aus Chandigarh in Indien und wurde online geteilt. Darin schleudert ein Mann gewaltsam einen Hund herum, während er ihn an den Füßen festhält.

Ein kürzlich veröffentlichtes Video aus Indien zeigt eine Gruppe Männer, die einen Hund missbrauchen. Das Video ist wirklich herzzerreißend. Für all jene unter uns, die das Video lieber nicht ansehen wollen, reichen allein die Beschreibung und das Bild schon aus.

 

 

Über die sozialen Medien ist eine Jagd entbrannt, um die vier Männer zu finden, die einen Hund im Norden von Indien gequält haben. Ein Video ist aufgetaucht, in dem vier junge Männer einen Hund herumschwingen, während sie seine Hinterläufe festhalten. Sie schlagen das Tier wiederholte Male. Der Vorfall hat sich so in Chandigarh ereignet.

Innerhalb von wenigen Tagen wurde das Video mehr als eine Million Mal angesehen (vom 7. bis zum 21. September insgesamt schon mehr als 8 Millionen Mal) und die Menschen sind verständlicherweise entsetzt vor Wut.


Ekel erregend.


Diese grausamen Monster sollten eingesperrt und bestraft werden. Sie sind keine Menschen, sondern Teufel. Sie sollten auf die gleiche Weise herumgeschwungen werden.

Das sich mittlerweile viral verbreitende Video enthüllt zwar nicht die Identitäten der Männer, aber einige Kommentatoren glauben zu wissen, wo der Vorfall stattgefunden hat.


Ich richte meinen Appell an die Polizei, an die SPCA (Society for the Prevention of Cruelty to Animals, etwa: Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeit gegenüber Tieren), an die Allgemeinheit und an alle, die ein Herz haben. Findet diese Männer und lasst sie bezahlen. Ich habe einen Hund. Er ist mein Leben. Niemand darf so etwas tun, bloß weil er stärker ist und höher in der Nahrungskette angesiedelt ist. Sperrt sie zusammen mit einem Tiger ein und sagt ihnen, dass sie dasselbe noch einmal machen sollen. Bitte findet sie. Es heißt, dass das in Chandigarh passiert ist.

Chandigarh und Grausamkeit gegen Tiere

Diese Situation erinnert uns an einen anderen Fall der Tierquälerei aus dem letzten Jahr. Dabei hingen vier Männer einen Hund an den Hinterläufen auf und verprügelten ihn mit Stöcken. Danach wurde der Hund in einen Sack gepackt und in der Nähe von Aerocity weggeworfen.

Kinder, die in der näheren Umgebung gespielt haben, nahmen ein Video von dem Hund auf, während er an einem Baum aufgehängt wurde und verbreiteten es in den sozialen Medien, woraufhin eine Ermittlung erfolgte. Rechtliche Schritte wurden gegen die Männer eingeleitet und eine Untersuchung wurde durchgeführt. Die Männer wurden festgenommen und am 26. Januar 2016 gegen Kaution freigelassen.

Was haltet ihr davon? Bitte kommentiert diesen Post und teilt die Nachricht!

Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

Oxforder Wissenschaftler bestätigt, dass Arbeits- und Schulbeginn vor 10 Uhr eine Qual ist

in Gesundheit von

Dr. Paul Kelley, ein ehrenamtlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der klinischen Forschung am Sleep and Circadian Neuroscience Institute der Universität Oxford und einer der führenden Schlafexperten Großbritanniens, sagt, dass es für Erwachsene und Heranwachsende einer Qual gleichkomme, sie vor 10 Uhr morgens dazu zu zwingen, mit der Arbeit zu beginnen, denn Schlafentzug führt zu körperlicher Erschöpfung und mentalem Stress.

Dr. Kelley, der davon überzeugt ist, dass Arbeits- und Schultage zu früh (um 9 Uhr) beginnen, unterstreicht daher die Notwendigkeit, den Beginn von Arbeit und Schule den natürlichen Biorhythmen von Erwachsenen und Heranwachsenden anzupassen, wie er beim jährlichen britischen Wissenschaftsfestival in Bradford gegenüber dem Publikum erklärte:

Ihre Leber und Ihr Herz haben verschiedene Verhaltensmuster, die nach einer zwei- bis dreistündigen Zeitverschiebung verlangen. Wir können unsere 24-Stunden-Rhythmen nicht verändern. Man kann nicht lernen, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen. Ihr Körper ist auf Sonnenlicht eingestellt und Sie sind sich dessen nicht bewusst, weil er vom Hypothalamus gesteuert wird, und nicht vom Sehvermögen.

Dies ist ein Thema von enormem gesellschaftlichem Ausmaß; das Personal sollte um 10 Uhr mit der Arbeit beginnen. Man kommt nicht vor 55 Jahren zum [9 Uhr-]Ausgangspunkt zurück. Das Personal leidet normalerweise unter Schlafentzug. Wir haben es mit einer unter Schlafentzug leidenden Gesellschaft zu tun. Es ist ausgesprochen schädlich für die Körperfunktionen, weil man die physikalischen, emotionalen und performativen Systeme des Körpers beeinträchtigt.

Dies gilt bei umfassenderer Betrachtung auch für Gefängnisse und Krankenhäuser. Sie wecken die Leute auf und geben ihnen zu essen, was sie nicht wollen. Man ist gehorsamer, weil man überhaupt nicht bei der Sache ist. Schlafentzug ist eine Qual. Dies ist ein internationales Problem. Jeder leidet darunter, dabei gibt es gar keine Notwendigkeit dafür.

kelley

Dr. Kelley sagt, dass Schüler in Großbritannien pro Woche ungefähr 10 Stunden Schlaf verlieren, weil sie dazu gezwungen sind, zu früh aufzustehen. Und so ruft er zu einem Ende eines frühen Beginns an Schulen, Hochschulen und Universitäten auf, um “die Lebensqualität ganzer Generationen von Kindern zu verbessern”.

Im Alter von 10 steht man auf, um in die Schule zu gehen und es passt zu unserem “Neun-bis-fünf-Lebensstil”. Wenn man ungefähr 55 ist, gewöhnt man sich an dasselbe Muster. Aber dazwischen ändert es sich beträchtlich, und abhängig vom Alter, braucht man einen ungefähr drei Stunden späteren Beginn, was vollkommen natürlich bedingt ist.

Während seiner Arbeitszeiten im Jahre 2009 als Schulleiter an der Monkseaton Middle School in North Tyneside, verlegte Dr. Kelley den Schulbeginn von 8:30 Uhr auf 10 Uhr und fand heraus, dass sich durch den um eine Stunde späteren Beginn, die Noten in Kernfächern um 19% verbesserten. Da sein früheres Experiment ein Erfolg war, betont er, dass Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren um 8:30 oder später mit der Schule beginnen sollten, 16-Jährige um 10 Uhr und 18-Jährige um 11 Uhr.

Wenn Schulen überall in Großbritannien die neuen Schulbeginnzeiten übernehmen würden, um sie der natürlichen inneren Uhr des Körpers anzupassen, fügt er hinzu, würde die General Certificate of Secondary Education (GCSE)-Leistung um ungefähr 10% steigen. Um zu sehen, ob später beginnende Unterrichtsstunden die Prüfungsergebnisse verbessern können, nehmen bereits ungefähr 30.000 GCSE-Schüler von über 100 Schulen aus ganz England an einem vierjährigen Experiment der Universität Oxford teil. Die Ergebnisse werden für 2018 erwartet.

Professor Colin Epsie, der die Schlafstudie leitet, sagte zu The Telegraph:

Ihre Eltern denken, es liegt daran, dass Sie faul und starrsinnig sind und, dass alles in Ordnung wäre, wenn Sie früher schlafen gingen. Aber die Wissenschaft sagt uns, dass Teenager morgens mehr schlafen müssen. Die gesellschaftlich vorgegebene Rahmen für das Lernen heißt Schule, aber das Gehirn ist auf Schlaf programmiert. Und so erforschen wir die Möglichkeit, dass wenn man die Startzeit der Schule bis 10 Uhr verschiebt, dies die Lernleistung verbessern könnte.

Für das akademische Jahr 2016-2017 leiten Dr. Kelley, sein Kollege von der Universität Oxford, Dr. Russell Foster sowie Professor Steven Lockley von der Harvard Medical School eine Forschungsstudie mit dem Titel Teensleep in ungefähr 100 GCSE-Schulen, um zu vergleichen, wie es den Schülern mit Beginn um 9 Uhr im Unterschied zu einem Beginn um 10 Uhr ergeht.

Die Wissenschaft sagt dazu, dass sie besser abschneiden werden. Sie werden mehr schlafen, sie werden weniger Stress und Missstimmung haben, sowie eine geringere Menge an Medikamenten (bzw. Drogen) einnehmen – sowohl legale als auch illegale. Ich kann nicht vorhersagen, um wieviel es ihre GCSE-Ergebnisse verbessern wird, aber ich würde darauf wetten, dass es eine statistisch auffällige Veränderung zum Positiven gibt.

workplace1

Ein ähnlicher Schritt könnte auch erwachsenen Arbeitern helfen, findet Dr. Kelley, weil “der Biorhythmus von Erwachsenen vor dem Erreichen eines Alters von 55 Jahren den normalen Arbeitszeiten von neun bis fünf vollkommen zuwiderläuft, was eine ernsthafte Beeinträchtigung für die Leistung, Stimmung und geistige Gesundheit darstellt”.

Die derzeit üblichen [Schlaf-]Muster erhöhen das Risiko für Diabetes und Schizophrenie. Es ist kein Zufall, dass 70% der Geisteskrankheiten im Alter zwischen 11 und 24 auftreten. Ein gesellschaftlicher Wandel könnte zu einer Verbesserung der Noten bei Schülern sowie zu einem Gesundheits- und Leistungsschub von Angestellten führen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

Deutschland gegen Freihandel: 320.000 demonstrieren gegen TTIP und CETA

in Welt von

Von rtnews

Bei der Hauptkundgebung in Berlin waren laut Polizei kurz vor dem Start des Demonstrationszuges ungefähr 30 000 Menschen zusammengekommen.

In sieben Städten demonstrierten heute bis zu 320.000 Menschen gegen die geplanten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada. Die Organisatoren fürchten schlechtere Standards bei sozialen Rechten und Umweltschutz. RT Deutsch begleitete die Demonstration in Berlin.

Am Nachmittag überraschte die Polizei mit sehr niedrigen Teilnehmerangaben. “Weniger Menschen als erwartet” hätten gegen die umkämpften Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada, TTIP und CETA, demonstriert, berichteten die Mainstreammedien.

In der Innenstadt von Berlin konnten die Demonstranten jedoch ein anderes Gefühl bekommen. Vom Alexanderplatz bis zum Frankfurter Tor hatte sich die breite Karl-Marx-Alle mit Menschen gefüllt. Trotz anfänglich schlechten Wetters: Alleine in Berlin sollen nach Angaben von Veranstaltern und Polizei etwa 70.000 Menschen protestiert haben.

Am Ende werden es erneut, wie schon im vergangenen Jahr, die größten Proteste in der Geschichte der Bundesrepublik. 70.000 in Berlin – Hamburg 65.000 – Köln 55.000 – Frankfurt am Main 50.000 – Leipzig 15.000 – Stuttgart 40.000 – München 25.000.

Besonders bewegt die Teilnehmer der am Montag bevorstehende Konvent der SPD. Deren aktueller Vorsitzender Sigmar Gabriel liefert der Öffentlichkeit seit Wochen eine Wackeltour. Gegen TTIP müsse man protestieren, aber CETA sei in Ordnung, so der deutsche Wirtschaftsminister.

Diese Haltung wird auf zahlreichen selbst gemalten Plakaten und Transparenten veralbert. Ein Konsens unter den Anwesenden scheint zu sein, dass die Freihandelsregeln nur die weltweit agierenden Konzerne stärken. Nationale Regierungen, aber auch kleine und mittlere Unternehmen sollen entmachtet werden. Diese Befürchtung äußert in Berlin der Vorsitzende des Verbandes der Kleinen und Mittleren Unternehmen.

Das Bündnis fordert, die Verhandlungen zu TTIP offiziell zu beenden und CETA weder zu ratifizieren, noch anzuwenden. Das Abkommen mit Kanada dürfe in keinem Fall vorläufig angewendet werden, bevor die nationalen Parlamente darüber abgestimmt haben.

“Beide Abkommen schaffen eine konzernfreundliche Paralleljustiz, beide sind eine Gefahr für die Demokratie, für Sozial- und Umweltstandards und die öffentliche Daseinsvorsorge, beide müssen gestoppt werden. CETA bedeutet TTIP durch die Hintertür. Die Bürgerinnen und Bürger wissen das.”

57dd7dc8c3618852778b468e

57dd7dc8c3618852778b4690

57dd7dc9c3618852778b4694

57dd7dc8c3618852778b4691

57dd7dc8c3618852778b4692

57dd7dc9c3618852778b4693

57dd7dc9c3618852778b4695

57dd7dc9c3618852778b4696


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

EILMELDUNG: Bombenexplosion in NYC, Terrorangriff mit 26 Verletzten

in Welt von

Bei einer Explosion an der Ecke West 23rd Street und 6th Avenue in Manhattan wurden mehrere Menschen verletzt. Ersten Vermutungen zufolge handelt es sich bei dem Angriff um eine Terrorattacke. Die Explosion wurde von einer „Bombe in einem Mülleimer“ ausgelöst. Sie hat sich am 17. September ungefähr um 20:30 Ortszeit ereignet.

Mehrere Berichterstatter haben die Zahl der Opfer auf zwischen 14 und 26 Verletzte angesetzt, aber zur genauen Anzahl gibt es bislang keine Angaben von offizieller Seite. Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass gegenwärtig alle Informationen, die nach außen dringen, hauptsächlich über Twitter kommen und noch nicht bestätigt wurden. Allerdings ist das Bombenentschärfungskommando der New Yorker Polizei NYPD vor Ort und untersucht den Vorfall, der laut New York City Alert – via Twitter – als eine „IED-Explosion“ bezeichnet wird.

(IED steht für improvised explosive device, etwa improvisierter Explosions-Vorrichtung; auf Deutsch spricht man von einer unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung).

@NYCityAlerts Manhattan: Box 615, Ecke 23. Straße & 6. Avenue. U/D; IED-Explosion mit Verletzten. Gebiet geräumt. Bild via (…)

@NYCityAlerts Manhattan: Box 615, Ecke 23. Straße & 6. Avenue. U/D; IED-Explosion. Berichten zufolge aktuell mindestens 14 Verletzte. NYPD ruft eine Level-2-Mobilisierung ab.

Die Anti-Terror-Einheit, das FBI und Homeland Security wurden auch vor Ort gesichtet; einige Berichte beschreiben ihre Präsenz als einen Hinweis auf eine „Reaktion auf einen schweren Notfall“.

Keine der Verletzungen scheint lebensgefährlich zu sein.

@dailysellout: Bild von der Szene der Bombenexplosion in NYC

Da mehrere Metro-Linien betroffen sind, werden Pendler dazu aufgefordert, alternative Transportmittel zu verwenden, während die Polizei in der Gegend nach weiteren Bomben sucht.

Diese Berichte folgen auf die Explosion einer Rohrbombe im Seaside Park, New Jersey, die sich kurz vor dem Wohltätigkeitslauf über 5 Kilometer dort ereignete – bei dem tausende Läufer erwartet wurden.

Es gibt ebenfalls Berichte über eine Explosion in Charlottesville, Virginia in dem dortigen Einkaufszentrum in der Innenstadt zwischen der 3. Straße und der Water Straße. Die Feuerwehr von Charlottesville untersucht die Gegend, doch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels liegen keine Berichte über Verletzte, Feuer odre Rauch vor.

Updates folgen.

Quellen: Heavy, Daily News, Inquisitir. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...

Russland und China bereiten Krieg auf US-Territorium vor

in Welt von

Von Anonymousnews

 

Russland und China werden den drohenden militärischen Konflikt mit Washington womöglich auf US-Territorium austragen. Darauf deuten die militärischen Aktivitäten beider Länder in den letzten Wochen und Monaten hin. Erste militärische Großverbände wurden bereits in Schlagweite zu den US-amerikanischen Landesgrenzen positioniert.

von Niki Vogt

Die russische Föderation hatte vom 5-10 September eine der größten jemals durchgeführten Militär-Übungen, „Caucasus 2016“ angesetzt. In diese Wehrübung waren 120.000 Soldaten und zivile Offizielle eingebunden. Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS fand das Ganze in direkter Nachbarschaft zur Halbinsel Krim statt. Es seien nie mehr als 12.500 Personen zur selben Zeit an der Übung beteiligt gewesen, teilte der Chef des Russischen Generalstabs, Valery Gerasimov, am Freitag mit. Es waren auch Ministerialbeamte und Angehörige der russischen Zentralbank mit einbezogen. Gerasimov beschrieb die Übungen als „intensives, militärisches Training“. Es sei ein harter Test Test für Kommandeure aller Ränge gewesen, habe auch die militärischen Kontroll-Organisationen einer harten Prüfung unterzogen und ihre Fähigkeiten getestet, Operationen der Vereinigten Streitkräfte untereinander zu koordinieren.

Schon die schiere Größe der Übung und die gewählte Region kann, ohne daß das explizit betont wurde, als eine deutliche Warnung an den Westen gewertet werden, die Frage der „Annexion der Krim“ und die Geduld Rußlands im Donbass nicht über Gebühr zu strapazieren. Gleichzeitig ist zu erfahren, daß bis 2018 eine Küstenverteidigung am äußersten Ostzipfel Rußlands aufgebaut werden soll. Eine Woche vor Beginn der Übung „Caucasus 2016“ mit gewaltigem Material- und Personalaufwand, bestätigte der russische Verteidigungsminister Shoigu die Pläne für einen Aufbau einer speziellen Truppeneinheit in der Region Chukotka. Die Entscheidung dazu datiert aus 2015 und ist „Teil eines Plans zur Einrichtung eines vereinheitlichten Systems der Küstenverteidigung von der Arktis im Norden bis zum Premorja-Territorium im Süden“. Dies soll sowohl die Kurilen und die Beringsee sichern als auch die Routen der Flotten im Pazifik abdecken und somit auch die Kampfkraft der nuklear-strategischen Seestreitkräfte erhöhen. Die neuen Divisionen sollen die Verteidigung der nur äußerst dünn besiedelten Regionen der Ostküste der Russischen Föderation sicherstellen.

Mehr wird in der Verlautbarung dazu nicht gesagt. Wirkliche interessant ist an diesen beiden Nachrichten im Zusammenhang, daß die Russische Föderation eine ganz klare Botschaft an Washington sendet. Bisher hatte Rußland keine einzige Küsten-Verteidigungsdivision. Rußlands Westgrenzen liegen auf dem europäischen Kontinent und im menschenleeren Osten war keine Notwendigkeit gegeben, die Küsten gegen das gegenüberliegende, ebenfalls fast menschenleere Alaska zu verteidigen. Es gibt also noch nicht einmal einen Anhaltspunkt, wie eine Küstenverteidigung im Osten aussehen soll und welchen Umfang und welche Bewaffnung vorgesehen ist. Bisher haben – aus Sowjetzeiten – Marinekräfte in der Ostsee, im arktischen Eismeer, im schwarzen Meer und im Pazifik die Verteidigung russischer Gestade wahrgenommen. Warum sollen jetzt ganze Divisionen auf dem Festland entlang der Küsten errichtet werden?

Eine Division ist ein Großverband von Landstreitkräften und in der Lage, ein Gefecht der „verbundenen Waffen“ zu führen. Das bedeutet: Infantrie, Pioniere, ABC-Abwehr, Panzer, Sanität, Raketenartillerie und Rohrartillerie … kurz, alles was man benötigt, um richtig „Zirkus“ zu machen. Nun sollen also entlang der Ostküste mehrere Divisionen aufgestellt werden.

 Chukotka, nordöstlichste Provinz Rußlands – direkt gegenüber von Alaska (Bild: Wikimedia Commons, TUBS)
Chukotka, nordöstlichste Provinz Rußlands – direkt gegenüber von Alaska (Bild: Wikimedia Commons, TUBS)

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, daß der äußerste Nordosten Rußlands nur durch die Beringstraße von der USA getrennt ist. An seiner engsten Stelle sind die beiden Supermächte nicht einmal 90 Kilometer voneinander gtrennt. Alaska ist nur einen Steinwurf weit weg. Aber was ist in Alaska, außer Elchen, Wölfen, Bären, Rentieren und ein paar Siedlungen?

Es gibt schon ein paar nicht ganz unwichtige US-Militärbasen wie die Elmendorf Air Force Base bei Anchorage. Dort sind nicht nur die neuesten F-22 Raptor Kampfjets stationiert, die von dort aus aufsteigen können und die russischen, strategischen Bomber abfangen, sondern dort sitzt das NORAD für die Zone Alaska, das „Command of the 11th Air Army und Fort Richardson mit dem 4th Brigade Combat Team (Fallschirmjäger) der 25. Infanterie-Division.

Wie oben erwähnt, könnten die Divisionen auch mit Raketenartillerie verschiedenster Art ausgestattet werden. Der Militäranalyst Sergej Ischenko hat in einer Analyse angemerkt, daß, sollte Rußland entlang der Ostküste mobile Abschußrampen für das ballistische Kurzstrecken-Raketensystem Iskander aufstellen, die F22-Raptors der Amerikaner kaum noch die Zeit dazu haben würden aufzusteigen, und die russischen Bomber abzufangen. Wie wir ja aus den Vorfällen mit der „Donald Cook“ und anderen Demonstrationen der Russen wissen, können diese die US-amerikanische Militär-Elektronik komplett lahmlegen, und so würden wahrscheinlich auch in Alaska die Beobachtungs- und Warnposten einfach dunkel werden. „Die Besatzungen in den Militärbasen Elmendorf und Fort Richardson werden mit einem unguten Gefühl abends zu Bett gehen, so, wie in den Tagen des kalten Krieges.“ resümiert Ischenko.

Rußland macht jetzt offensichtlich genau das mit den USA, was es selbst in den letzten Jahren hinnehmen mußte: Die Militärbasen und Truppen des gegnerischen Machtblocks rücken auf die Grenzen der USA zu. Dazu gehört auch, was der Chinesische Präsident Xi Jinping auf dem G20 Gipfel in Hangzhou klarstellte: China werde seine Interessen im Südchinesischen Meer souverän und selbstbewußt verfolgen. Das Südchinesische Meer schließt sich unterhalb der Ostküste Rußlands an. Das sieht nicht allzu gut aus für die USA.

Es bleibt aber nicht bei den Küstenverteidigungs-Divisionen in Chukotka und den Küsten hinunter bis China. Die russische Luftwaffe hat zehn Luftwaffenstützpunkte in der Arktisgebaut. Die Russische Organisation für Spezialkonstuktionen (Spetsstroy) entwickelt zur Zeit die Einrichtungen für die Infrastruktur dieser Luftwaffenbasen im Hohen Norden, äußersten Osten und Sibirien für 20.000 Militärangehörige, deren Familien und Zivilangestellte des Verteidigungsministeriums.

Die Kampfjets der 10 Luftwaffenstützpunkte werden laut einem Bericht der Webseite „The National Interest“ mit der gefürchteten Vympel R-37 (Luft-Luft-Rakete) ausgestattet, die eine sehr hohe Reichweite hat und in der Lage ist, die AWACS und C4-ISTAR-Flugzeuge der Amerikaner zielgenau abzuschießen, und sich dabei in so großer Entfernung zu bewegen, daß sie für die amerikanischen Kampfjets, die die AWACS und C4-ISTARs schützen soll(t)en, unerreichbar sind. Die russischen Kampfjets können damit außerdem treffsicher auch die Auftank-Flugzeuge der Amerikaner abschießen, was bei der hochexplosiven Kerosinladung ein Entkommen der Besatzung per Schleudersitz obsolet macht. Ein Treffer verwandelt das fliegende Kerosinlager sofort in einen Feuerball.

Dazu kommen noch die Nivator KS-17 Luft-Luft-Raketen, die schon den Namen AWACS-Killer bei den Amerikanern haben, und auf eine Reichweite von 400 Kilometern sicher ihr Ziel finden. Es sind die schwersten und zerstörerischsten Luft-Luft-Raketen, die jemals gebaut wurden. Die indische Luftwaffe besitzt sie als Bewaffnung ihrer russischen SU-30MKI-Fighterjets.

Es bleibt aber nicht beim Aufrüsten gegenüber Amerikas nordwestlicher Grenze. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete am 6. September, daß die Russische Föderation 1.500 Elitesoldaten, so genannte Spetsnaz, mit sofortiger Wirkung nach Bolivien entsandt hat. Dies wurde in einer Vereinbarung über militärische Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und Bolivien unterschrieben. Und unverzüglich umgesetzt. Auch hier rückt eine Vorhut – denn bei 1.500 Mann wird es nicht bleiben – näher an die Grenzen der USA. Bolivien sehe in Rußland ein verbrüdertes Land, mit dem man excellente Beziehungen pflege, ließ der bolivianische Verteidigungsminister wissen. Rußland sehe seinerseits in Bolivien einen vielversprechenden Partner, erwiderte der russische Verteidigungsminister Shoigu die Freundlichkeiten.

Hintergrund für die Bereitschaft Boliviens zur Zusammenarbeit mit Rußland ist auch die Besorgnis, Bolivien könnte das nächste Land nach Venezuela und Brasilien sein, in dem die USA Unruhen und Umstürze anzetteln wird. In Brasilien, wo Washington hinter der Entmachtung der Präsidentin Dilma Rousseff stand, kam mit dem Nachfolger Michel Temer ein Mann ins Präsidentenamt, der nach Informationen von Wikileaks über lange Jahre als Informant der US-Geheimdienste gegen sein eigenes Land arbeitete. Der Artikel führt weiterhin aus, daß Temer jetzt Goldman Sachs und den IWF ernennen wird, die brasilianische Wirtschaft zu verwalten und zu managen.

 


Unterstützt wurde Temer bei seinem Sturz der Präsidentin Rousseff von Senator Aloysio Nunes, der Ihre Absetzung betrieb. Nach gelungenem Unsturz reiste Nunes für drei Tage in die USA, um dort US-Regierungsvertreter zu treffen. Darunter waren auch Mitlieder des US-Senate Foreign Relations Committee, die Albright Stonebridge Group (Vorsitzende Madeleine Albright), und der ehemaligen US-Botschafter in Brasilien, Thomas Shannon. Weiter ist die jetzige US-Botschafterin in Brasilien, Liliana Ayalde, eine Frau, die laut WikiLeaks bereits in den Sturz der Regierung von Paraguay verwickelt war.

Als Grund für die massive Verstärkung seiner militärischen Anstrengungen, die offensichtlich gegen die USA gerichtet sind, führte Rußland an, das geschehe, weil die USA in der letzten Woche eines ihrer Spionageflugzeuge P8-Poseidon habe über’s Schwarze Meer fliegen lassen, das mit ausgeschaltetem Transponder einen Versucht gemacht habe, in den Luftraum der Russischen Föderation einzudringen. Es wurde von einer russischen SU-27 abgefangen. Das Pentagon beschwerte sich daraufhin sogar noch, daß der russische Fighterjet gefährliche Manöver geflogen sei und der amerikanischen Maschine bis auf 10 Fuß nahekam. Der Versuch, in den russischen Luftraum einzudringen, sei gegen alle internationalen Regeln und überdies eine Fortsetzung der unprovozierten US-Aggressionen vom 1. August, als die USA mehrere nuklearwaffenfähige, strategische Bomber entlang der russischen Nordgrenzefliegen ließ.

Kalkuliert man nun noch den Fakt mit ein, daß, wie bereits erwähnt, China offen seine Bereitschaft gezeigt hat, es mit den Amerikanern aufzunehmen, und berücksichtigt man die Bewaffnung, die China entwickelt hat, ergibt sich ein neues Bild der Weltlage.

China hat mit seiner PL-15 Missile in den Führungsetagen der US-Militärs für Ratlosigkeit gesorgt. Die Jahrzehnte alten AIM-120 AMRAAM der US-Kampfjets können nicht mehr mithalten. „Was haben wir dagegen aufzubieten und was können wir dieser Bedrohung entgegenstellen?“ fragte Air Combat Command commander General Herbert Carlisle. Und er forderte: „Die PL-15 und die Reichweite dieser Rakete … wir müssen einfach fähig sein, diese Rakete (missile) zu übertreffen.“

Dazu kommt, daß die Chinesen mit der Chengdu J-20einen hochmodernen, leistungsfähigen Kampfjet entwickelt haben, der über Tarnkappeneigenschaften verfügt. Die Chinesen halten die Daten zwar sehr zurück, aber den US-Militärs ist klar, daß sie es mit einem auf hohe Geschwindigkeiten optimierten Flugzeug mit sehr großer Reichweite zu tun haben. Werden diese Kampfjets mit den PL-15 Missiles bewaffnet, können die Chinesen damit sowohl amerikanische Auftank-Flugzeuge und auch Kriegsschiffe zerstören. Um aber Luftoperationen der amerikanischen F-22-Fighterjets auf dem Meer zu ermöglichen, müssen nach einem RAND-Briefing drei bis vier Auftankflugzeuge pro Stunde aufsteigen, um 2,6 Millionen Gallonen Kerosin an die Kampfjets zu liefern. Das sei auch Peking bekannt. Die Chengdu J-20 Jets brauchen nur aus sicherer Entfernung die schweren und unbeholfenen Tankflugzeuge mit der weitreichenden PL-15 wie Tontauben aus der Luft zu schießen, um die US-Luftwaffe in den Gewässern um Chinas und Rußlands Ostküsten lahmzulegen.

Würde Rußland noch seine Fähigkeit addieren, das hochgezüchtete, elektronische AEGIS-System der US-Streitkräfte einfach auszuschalten, kann sich die USA auf absehbare Zeit keinen Showdown mit China und Rußland in diser Region leisten. Ein Eindringen von Bombern tief nach China und Rußland hinein, um große Städte und wichtige Zentren durch Bombenangriffe zu zerstören, wird den Amerikanern nicht möglich sein, nicht einmal Scharmützel in den Küstengewässern vor China und Rußland. Amerika verliert gerade seine Lufthoheit über das enorm wichtige Südchinesische Meer mit seinen Welthandelsrouten. Und seinen Einfluß auf die Anrainerstaaten, die zusehen, wie der bisherige Platzhirsch gestellt und herausgefordert wird.

Umgekehrt stehen die Chancen für Rußland und China, die Amerikaner entlang ihrer Westküste auf eigenem Boden mit Luftangriffen äußerst schmerzhaft zu treffen, sehr gut. Ohne ihre elektronischen Warnsysteme, die Rußland abschalten kann, sind die Möglichkeiten der Luftabwehr eingeschränkt. Im Luftkampf sind die weitreichenden russischen und chinesischen Missiles den amerikanischen überlegen. Die Amerikaner müssen sich darauf einstellen, diesmal den Krieg im eigenen Land zu haben. Die gesamte Westküste bis weit ins Hinterland wäre betroffen. Sollte die USA die nukleare Karte ziehen, würde die direkte Antwort in mindestens einer Atombombe auf eine amerikanische Großstadt an der Westküste erfolgen. Die hier aufgezeigte Entwicklung zeigt deutlich, daß China und Rußland genau das den Amerikanern klar aufzeigen wollen und auch entschlossen sind, es durchzuführen. Die amerikanische Bevölkerung ist jedoch psychologisch auf solche grauenhaften Szenarien überhaupt nicht eingestellt. Panik würde ausbrechen und ein Sturm gegen die Regierung losgetreten. Die USA wären nicht in der Lage, so einen Krieg länger als zwei Wochen zu führen.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

Loading...
Gehe zu Top