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Brasilien

In Brasilien hat gerade „der größte Angriff auf den Amazonas innerhalb von 50 Jahren“ begonnen

in Umwelt

Beim größten Angriff auf den Amazonas innerhalb von 50 Jahren, hat Brasilien gerade ein riesiges Regenwaldgebiet für Bergbauminen freigegeben. Ein zuvor geschütztes nationales Reservat von der doppelten Größe New Jerseys, in dem mehrere indigene Stämme beheimatet sind, wurde offiziell abgeschafft und Bergbauinteressen übergeben.

Leider wurde die Entscheidung noch nicht einmal von einem demokratischen Gremium oder auf der Grundlage einer sachkundigen Entscheidung getroffen, indem praktisch ein geschützes Gebiet abgeschafft wird, das als National Reserve of Copper and Associates (Renca) bekannt ist. Die Amtszeit des brasilianischen Präsidenten Michel Temer ist von Skandalen und Korruption gekennzeichnet, vor allem für die Vergabe von Konzessionen an Konzerninteressen im Austausch für Geld und Wahlstimmen.

Was kostet es, als Präsident an der Macht zu bleiben? In Brasilien bezahlte Michel Temer durch Maßnahmen im Wert von 13,2 Milliarden Real (3,5 Milliarden Euro) – Erlasse und Gesetzesänderungen, die darauf abzielen, genügend Stimmen im Unterhaus des Kongresses zu sichern, um ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren durch den obersten Gerichtshof über die mutmaßliche Korruption des Präsidenten zu verhindern. Die Abstimmung im Abgeordnetenhaus vom 2. August ermöglichte es Temer, seine Position bis jetzt zu halten.

Dieser Erlass wird von vielen als politisch motiviert angesehen, sowohl als eine Maßregelung von Temers politischen Gegnern als auch als eine Bestechung aufgrund starker industrieller Interessen in der Region.

Leider ist Entwaldung als Folge von Gold-, Kupfer-, Eisen- und anderen Minen, in denen wertvolle Metallen und Mineralien abgebaut werden, unglaublich zerstörerisch und schädlich für die Wildtiere. Indem jedoch immer mehr Zeit verstreicht, drohen sowohl illegale als auch von der Regierung genehmigte Bergbauprojekte zu einer noch größeren Zerstörung für die kostbarste Ressource der Erde zu führen.

Peru hat kürzlich erklärt, dass der Bergbau fortgesetzt wird, trotz Bemühungen, hart gegen illegalie Minen vorzugehen, und das Problem verschlimmert sich überall auf dem Kontinent.

Ein Team von Wissenschaftlern von der Carnegie Institution for Science fand heraus, dass die Ausbreitung von Goldminen die Region zwischen 1999 und 2016 jedes Jahr 4.437 Hektar (44,37 Quadratkilometer) Verlust an Waldland gekostet hat. Minenarbeiter arbeiteten 2016 in einem Gebiet, das um 40 Prozent größer war als 2012.

Mit dem neuen Schritt der Temer-Regierung, ist die Gefahr für größere Konflikte zwischen der eingeborenen Bevölkerung und Kolonisten, die bei Bergbauprojekten arbeiten, beträchtlich gestiegen. Viele in Brasilien sind auch besorgt darüber, dass ein Goldrausch in diese Amazonasregion gebracht wird, wovon man nur allzu gut weiß, dass dies zur Vernichtung lokaler Kulturen führt.

Die Tatsache, dass diese Anordnung per Dekret erlassen wurde und nicht durch eine Art von Abstimmung, obwohl so viele unterschiedliche Interessen beteiligt sind, ist eine beunruhigende Erinnerung daran, dass es der Regierung nicht zugetraut werden kann, sich um Umweltbelange zu kümmern.

Wenn die Regierung darauf beharrt, diese Gebiete für Bergbauminen zu öffnen, ohne dabei Sicherheitsmaßnahmen für die Umwelt zu erörtern, wird sie es mit einem internationalen Aufschrei zu tun bekommen.

Das folgende Video, das 2013 in Peru aufgenommen wird, zeigt aus der Vogelperspektive, was Bergbauminen im Amazonasgebiet anrichten.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/the-biggest-attack-on-the-amazon-in-50-years-has-just-begun-in-brazil/

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Entlarvt: Baby-Straußenvögel werden für Louis Vuitton-Luxustaschen abgeschlachtet

in Tierrechte/Wirtschaft

PETA-Ermittler sind nach Südafrika gereist, um noch nie gesehenes Material in den weltweit größten Schlachthöfen für Straußenvögel zu filmen.

Die Ermittler wurden Zeugen davon, wie Arbeiter verängstigte Straußenvögel in so genannte stun boxes (Boxen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit vor dem Tötungsvorgang) getrieben haben. Dabei sind viele der Vögel ausgerutscht und hingefallen – und dann wurde ihnen die Kehlen aufgeschlitzt.

Als die Straußenvögel über einen zusammengebrochenen Artgenossen stolperten, witzelte ein Werksdirektor: „Ich rufe jetzt den Zuständigen von der Tierwohlfahrt an.“

Diese Schlachthäuser liefern Straußenledre an Hermès, Prada, Louis Vuitton und andere hochpreisige europäische Luxus-Modehäuser. Die Federn, die den teilweise noch bei vollem Bewusstsein lebenden Straußenvögeln aus der Haut gerupft werden, werden in Kostümen für das Moulin Rouge in Paris oder für den Karneval in Rio in Brasilien verwendet – und auch in Staubwedeln, Federboas und weiteren Accessoires.

WARNUNG: Dieses Video enthält grafisch explizite Inhalte, die einige Zuschauer als verstörend empfinden könnten.

Straußenvögel werden für Hermès- und Prada-Taschen getötet

Text von DominicBertolami. Übersetzt aus dem Englischen von Minds.com.

Quellen:

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Drei Teelöffel Wasser in Rio sind genug, um jeden ernsthaft krank zu machen

in Umwelt

Titelbild: Time

Eine neue Studie ergab, dass die Konzentration an Viren im Wasser von Rio de Janeiro 1,7 MILLIONEN Mal höher liegt, als das, was in Europa oder in den USA als „besorgniserregend“ angesehen wird.

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) hatten die Ärzte die Athleten gewarnt, ihren Mund geschlossen zu halten, während sie sich im Wasser aufhalten. Der Grund? Nun, eine 16-monatige Studie ergab, dass die Konzentration an Viren im Wasser von Rio de Janeiro 1,7 MILLIONEN Mal höher liegt, als das, was in Europa oder in den USA als „besorgniserregend“ angesehen wird.

Die verblüffende Realität ist das Ergebnis davon, dass ungeklärtes Abwasser direkt in das Wasser gepumpt wird. Tatsächlich wird geschätzt, dass die Aufnahme von nur drei Teelöffeln des Wassers genug sind, um jeden ernsthaft krank zu machen.

Die Nachricht war besonders bedenklich für die Athleten, die an Wassersportarten wie Rudern und Segeln teilnahmen. Distractify gibt bekannt, dass Lagoa Rodrigo de Freitas und Gloria Marina zu den kontaminiertesten Orten in diesem Gebiet gehören. Bei der Lagune, wo Rudern abgehalten wurde, fanden die Wissenschaftler 1,73 Milliarden Adenoviren pro Liter. Man vergleiche das mit einem Ort wie Kalifornien – einem US-Bundestaat, der so ziemlich das am meisten verschmutzte Wasser des Landes aufweist – und dessen Virenmesswerte jedoch nur bis in die Tausende gehen.

Zu den Auswirkungen des Verschluckens von giftigem Wasser können Magen- und Atemwegserkrankungen gehören. Zusätzlich gehören auch Herz- und Gehirnentzündungen zu den beunruhigenden Möglichkeiten. Der furchteinflößendste Aspekt dieser Nachricht ist die Tatsache, dass Antibiotika gegen diese Viren nutzlos wären.

Laut Dr. Valerie Harwood von der Fakultät für integrative Biologie an der Universität von Südflorida, ergaben 16 Monate eifrig durchgeführter Tests, dass 90% aller Örtlichkeiten hohe Virenkonzentrationen aufwiesen.

Die Physikerin bemerkt dazu:

„Das ist eine sehr, sehr hohe Prozentzahl. Angesichts dessen, dass dieser Grad an krankheitserregenden Viren von Menschen in den Oberflächengewässern in den USA weitgehend unbekannt ist. Man würde diesen Grad niemals vorfinden, weil wir unser Abwasser klären. Man würde es einfach nicht finden können.“

Quelle: latimes.com

Offensichtlich ist dies nicht nur eine Gefahr für Olympia-Athleten. Laut Dr. Harwood sind auch viele der Strände kontaminiert. Ihr Ratschlag für die halbe Million Touristen, die in Scharen in die Stadt strömen? Vermeiden Sie es, Ihren Kopf unter Wasser zu tauchen. Schwimmer, die das Wasser aufnehmen, werden „heftig krank“.

Leider wird noch nicht einmal der Sand für sicher gehalten. Harwood rät Eltern dazu, ihre Kinder davon abzuhalten, im Sand zu spielen, weil Sandproben von Stränden an der Copacabana und Ipanema Viren offenbarten, die ein Risiko für die Gesundheit von Babys und Kleinkindern darstellen könnten.

„Beide von ihnen weisen einen ziemlich hohen Grad an ansteckenden Adenoviren auf. Sie wissen, wie schnell ein Kleinkind dehydrieren kann und ins Krankenhaus gebracht werden muss. Das ist für mich am erschreckendsten, „sagte Dr. Harwood.

Olympiafunktionäre beharrten zwar darauf, dass das Wasser sicher sei, aber diese neueste Entdeckung durch Associated Press sagt etwas anderes. Hoffentlich dient dies als ein Warnsignal für den Rest des Planeten, damit nachhaltigere Gewohnheiten übernommen werden, bevor Wasserstraßen giftig und verschmutzt sind.

Verweise:

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Brasilien schließt sich der zunehmenden Zahl von Ländern an, die sich weigern, GVOs aus den USA zu importieren

in Wirtschaft

Ein weiterer Rückschlag für Monsanto: 38 Länder auf der ganzen Welt haben nun genveränderte Agrarprodukte verboten, indem sich Brasilien weigert, GVO-Getreide aus den USA zu importieren – trotz des Rückgangs seiner eigenen Produktion um 10 Prozent.

Es ist noch nicht so lange her, als [in den USA] ein neues Gesetzes durchgebracht wurde, welches für die Dauer von zwei Jahren die Kennzeichnung für GVO-Produkte verbietet. Die Verhandlungen über das GVO-Gesetz fanden gleichzeitig statt, während wir damit beschäftigt waren, zuzuschauen, wie sich durch das Wahlergebnis immer deutlicher eine Trump-Präsidentschaft abzeichnete und während der ganzen Zeit, als der Brexit seine politischen Schockwellen über die Welt ausbreitete.

Die Übereinkunft ordnete an, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel für mindestens zwei Jahre nicht gekennzeichnet werden, und dass sämtliche Lebensmittel, deren biotechnologisch hergestellter Inhalt weniger als 50% beträgt, als nicht-gentechnisch verändert eingestuft werden. Im Prinzip haben sie dies direkt vor unserer Nase durchgebracht, damit sie uns auf diese Weise GVO-Lebensmittel aufzwingen können.

Machen wir nun einen Sprung in die Zukunft um wenige Wochen, vielleicht einen Monat, während der Kampf weiter geht. Aber anstatt dass er diesmal in den USA geführt wird, ist nun Brasilien im Wirbel um GVOs aufgewacht und hat ein Importverbot für Monsantos gentechnisch veränderte Agrarprodukte beschlossen, obwohl das Land selbst einen zehnprozentigen Rückgang seiner eigenen Produktion zur Fütterung seines Nutzviehs zu verzeichnen hat.

Brasilien schließt sich nun einer immer länger werdenden Reihe von Ländern an, die das Gleiche tun. Russland nahm letztes Jahr den Kampf auf, indem es gelobte, seinen Bürgern niemals gentechnische veränderte Lebensmittel aufzutischen; und es ist, gelinde gesagt, äußerst schwer, solche Produkte in Frankreich zu finden. In Neuseeland existieren sie schlichtweg nicht.

In den USA und auch in Australien ist der Einkauf im Supermarkt gleichbedeutend mit dem Kauf von GV-Lebensmitteln. Bei mindestens 80 Prozent der Lebensmittelpackungen, die man auf diesen Regalen findet, handelt es sich um GV-Produkte. Und obwohl Brasilien der zweitgrößte Produzent von GV-Mais ist, wollen die Bauern aufgrund der strengen GV-Gesetze für Importe und der Getreideknappheit in Brasilien ihr Vieh nicht länger auf der Basis dieses Maises füttern.

Es ist zweifellos ein Rückschlag für Monsanto. Die Zunahme der Proteste gegen GVOs wird noch weiter steigen, indem sich die Bauern in Brasilien dadurch an dem Kampf beteiligen, dass sie nicht länger ein Teil des großen Agrarkonglomerats sein wollen. Einige haben erklärt, dass es etwas damit zu tun hat, dass sich GVO-Mais nicht mehr so leicht nach Amerika an Monsanto verkaufen lässt, und was noch wahrscheinlicher ist, dass es selbst nach einer Aufhebung von brasilianischen Importzöllen 2016 immer noch keine Exporte gab.

„In den letzten Jahren haben sich einige der größten Einzelhandelsunternehmen geweigert, Bauern bestimmte GVO-Agrarprodukte abzunehmen, weil das Saatgut keine weltweite Zulassung erhalten hatte, was zu Verzögerungen in Häfen oder sogar der Abweisung von ganzen Ladungen führen kann“, wie Bloomberg berichtet.

38 Länder auf der ganzen Welt haben nun aus Umwelt- und Gesundheitsgründen GVO-Agrarprodukte verboten (19 in der EU). Andere Länder, wie Brasilien, haben strenge Regulierungen für Importe eingeführt, um ihre eigenen Agrarprodukte, aber auch die Umwelt zu schützen, und mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verhindern.

Eine Seralini-Studie über GVOs ergab, dass das langfristige Füttern mit den ersten GV-Pflanzen, die zur Tierfütterung vermarktet wurden, für Kühe gesundheitssschädlich war. Professor Gilles-Eric Séralini hat vor diesem Hintergrund zu umfangreichen Forschungen aufgerufen, die über allemöglichen Aspekte der GV-Produktion durchgeführt werden sollen, und dass die Ergebnisse davon öffentlich gemacht werden sollen.

So notierte Séralini über die ursprünglichen GVOs von 1996: „…teilweise Lähmung (Parese), begleitet von großer Müdigkeit und Problemen mit den Nieren und Schleimhäuten bei Tieren, gefolgt vom Eintritt des Todes in 10% der Fälle“.

Monsanto scheute keine Mühen, um den Professor zu verunglimpfen und ihm nachzustellen, aber im September dieses Jahres entschied ein Gericht zugunsten des Professors, während der GVO-Befürworter und mittlerweile zum Fälscher erkärte Marc Fellous den Fall verlor, dessen Urteil Anfang 2017 verkündet wird.

Monsantos Bollwerk beginnt zu bröckeln, aber nur die Zeit wird zeigen, wie lange es standhalten kann.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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EILMELDUNG: Amtsenthebung von Dilma Rousseff in Brasilien; Venezuela reagiert mit Abbruch diplomatischer Beziehungen

in Welt

EILMELDUNG: Dilma Rousseff ist in Brasilien ihres Amtes enthoben worden nach einer Abstimmung zur Anklage wegen Amtsmissbrauchs; Venezuela antwortet darauf mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Die bislang nur suspendierte Präsidentin Dilma Rousseff ist nun dauerhaft aus dem Dienst entlassen worden. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung im Senat des Landes im Rahmen eines Amtsenthebungsverfahrens am Mittwoch, den 31. August 2016.

Rousseff war im Mai 2016 suspendiert worden, nachdem der Senat darüber abgestimmt hatte, das Amtsenthebungsverfahren durchzuführen. Rousseff wurde beschuldigt, sie habe den ökonomischen Status des Landes manipuliert, indem sie Finanzmittel zwischen den Budgets der Regierung umgeschichtet hatte. Sie soll das getan haben, um 2014 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt zu werden. Die Medien berichteten darüber, dass Rousseff die Anschuldigungen fortwährend zurückwies: Sie argumentierte, dass ihre rechtsstehenden politischen Rivalen versuchten, sie ihres Amtes zu entheben – und zwar schon seit sie wiedergewählt worden war.

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Nachdem sie ihr die Möglichkeit eingeräumt hatten, sich selbst während des Verfahrens zu verteidigen, stimmten die Senatoren mit überwältigender Mehrheit, nämlich mit dem Ergebnis von 61-20 Stimmen gegen sie; damit wurde Rousseff dauerhaft aus dem Dienst entfernt und ihres Amtes als Präsidentin des Landes enthoben. Bis zu ihrer Suspendierung und schlussendlichen Entfernung war sie die erste Präsidentin des großen südamerikanischen Landes gewesen, von dem Ökonomen sagen, dass es sich jetzt in einer Rezession befinde.

Einige Senatoren hatten darauf gedrängt, dass Rousseff zusätzlich zur Enthebung aus dem Amt vom Bekleiden eines öffentlichen Amtes für die nächsten acht Jahre ausgeschlossen werden sollte. Diese Abstimmung schlug jedoch fehl; das bedeutet, dass sie bei Interesse theoretisch immer noch in das politische Geschehen des Landes zurückkehren könnte. Eine allgemeine Wahl soll in dem Land im Jahr 2018 stattfinden.

Michel Temer, der als Interimspräsident seit Rousseffs Suspendierung im Mai gedient hatte, wurde nun offiziell als der Präsident des Landes vereidigt. Er wird jetzt die verbleibende Amtszeit von Rousseff übernehmen. Temer war Rousseffs Vizepräsident. Gerüchten zufolge hatte Temer für die Central Intelligence Agency (CIA) der Vereinigten Staaten gearbeitet; und WikiLeaks hat vor kurzem die Spekulationen über seinen CIA-Einsatz bestätigt. Einige linksgerichtete Kommentatoren vermuten auch, dass die Vereinigten Staaten bei der Amtsenthebung von Rousseff eine geheime Rolle gespielt hatten.

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Rousseff wurde für die brasilianische Arbeiterpartei Partido dos Trabalhadores gewählt; eine extrem linksgerichtete politische Partei mit stark sozialistischen Ansichten. Aufgrund der Differenz der politischen Ideologien distanziert sich Brasilien unter der Führung der Arbeiterpartei von den Vereinigten Staaten. Vor der Amtsenthebung Rousseffs hatte die Partei Brasilien 13 Jahre lang regiert.

Nachdem ihre Entfernung aus dem Amt angekündigt worden war, erklärte Rousseff ihren Unterstützern gegenüber, dass sie gegen ihre Anklage vorgehen wird – aus dem einfachen Grund, weil sie unschuldig ist. „Ich werde jetzt noch nicht meinen Abschied verkünden. Ich bin mir sicher, dass ich sagen kann: ‚Bis bald‘. Sie haben eine unschuldige Person verurteilt und einen Staatsstreich durchgeführt“, sagte Rousseff in ihrer Rede.

Es ist bereits das zweite Mal, dass Brasilien einen aktuell dienenden Präsidenten des Amtes enthebt. Der vorherige Präsident Fernando Affonso Collor de Mello legte sein Amt nieder, als es ihm 1992 nicht gelungen war, sein Amtsenthebungsverfahren zu stoppen, das vom Senat eingeleitet worden war. Nach seinem Rücktritt vom Amt des Präsidenten wurde das Verfahren auf Basis einer Anklage wegen Korruption weitergeführt. Collor de Mello wurde vom Senat für schuldig befunden und zum Ausschluss verurteilt – er durfte acht Jahre lang kein Amt bekleiden, in das er hätte gewählt werden können.

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In der Zwischenzeit hat die linksgerichtete Regierung Venezuelas aus Solidarität mit der brasilianischen Arbeiterpartei verkündet, es habe die diplomatischen Beziehungen zu Brasilien aufgrund der Amtsenthebung von Rousseff gekündigt. Die Regierung hat verkündet, dass sie ihren Botschafter aus Brasilia zurückgerufen hat.

In einer Stellungnahme aus Caracas, die vom Präsidenten des Landes Nicolas Maduro autorisiert worden ist, wurde Rousseffs Anklage und Amtsenthebung als ein Staatsstreich des Parlaments bezeichnet; darin wird erklärt, dass der Rückzug des Botschafters endgültig ist.

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In der Stellungnahme heißt es weiterhin, dass der politische Prozess gegen Rousseff gegen die Regeln der Demokratie verstößt und gegen die brasilianische Verfassung. Die venezolanische Regierung wiederholte den Vorwurf, dass die Amtsenthebung im Geheimen von den Vereinigten Staaten orchestriert worden war; als Maßnahme im Rahmen des Vorgehens gegen die linksgerichteten Bewegungen in Lateinamerika.

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Venezuela und Brasilien sind beide Teile einer Gruppe verbündeter, in den letzten Jahren von linksgerichteten Akteuren geführter Länder in der Region. Venezuela hat auch mit ernstzunehmenden wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen. Die Regierung hat den Westen offen beschuldigt, insbesondere die Vereinigten Staaten, dass sie hinter den wirschaftlichen Schwierigkeiten stecken, mit denen sich das Land derzeit konfrontiert sieht.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Fotos verlassener olympischer Austragungsorte zeigen, warum die Spiele eine tragische Geldverschwendung sind

in Umwelt/Welt/Wirtschaft

Die Steuerzahler in Brasilien werden über 3,8 Milliarden £ (derzeit etwa 4,4 Milliarden €) dafür bezahlen, dass sie dieses Jahr Gastgeber der Olympischen Spiele sind. Gleichzeitig werden viele der Einwohner der Stadt Rio de Janeiro bei den Ereignissen von ihren Dächern aus mitfiebern müssen, weil sie sich den Eintritt nicht leisten können.

Die Olympischen Spiele sind in vollem Gange in Rio de Janeiro, Brasilien. Was allerdings nur wenige weltweit wissen, ist dass die Mehrzahl der Bürger in diesem üppigen Land es sich nicht einmal leisten können, an dem Event teilzuhaben, dass die Steuerzahler rund 4,4 Milliarden € kostet.

Tatsächlich verdient der durchschnittliche Brasilianer nur rund 460 € pro Monat und kann guten Gewissens nicht ca. 27 € für ein Ticket ausgeben. Deshalb sehen sich viele die Spiele von den Dächern der Slums aus an und die Fotos, die Künstler von ihnen dabei machen, zeichnen ein sehr genaues Bild davon, wozu der sinnentleerte Konsumerismus in dieser Welt beigetragen hat.

Wenn ihr noch mehr visuelle Beweise dafür braucht, wie verschwenderisch die Olympischen Spiele sind – und es auch in der Vergangenheit bereits waren – dann werden euch die nachfolgenden Fotos in klarer Deutlichkeit bestätigen, dass das in diese Tradition investierte Geld wahrscheinlich für viel bessere Zwecke verwendet werden könnte.

Obwohl die Olympischen Spiele alle vier Jahre an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt seit 1896 stattgefunden haben, sind viele der Austragungsorte verlassen und/oder von der Öffentlichkeit vergessen worden. Von Beijing nach Berlin, von Athen bis Atlanta: Es gibt eine ganze Reihe an Orten, die nach den Spielen wiederverwendet oder einem neuen Einsatzzweck zugeführt hätten werden können.

Das regt uns zu der Frage an: „Wenn die Einheimischen in Brasilien gerade eine der schlimmsten Krisen seit Jahrzehnten durchmachen und Millionen immer noch in Armut leben: Wie kann es dann gerechtfertigt werden, dass Millionen für die Spiele ausgegeben werden?“

Während ihr euch auf die Suche nach einer Antwort für diese Frage begebt, solltet ihr euch die nachfolgenden Bilder zu 20 Austragungsorten ansehen, die von Bored Panda zusammengetragen und betitelt wurden. Sie zeigen auf, was mit den Austragungsstätten der vergangenen Spiele geschehen ist, die einst Millionen bei den Olympischen Spielen begeistert hatten.

#1 Bobschlitten-Bahn, Sarajevo, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1984

Die stillgelegte Bobschlitten-Bahn von den Olympischen Winterspielen in Sarajevo 1984; aufgenommen am Trebević-Berg in der Nähe von Sarajavo am 19. September 2013. Die meisten Austragungsstätten der Olympischen Winterspiele aus dem Jahr 1984 in Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien, wurden sowohl durch Vernachlässigung als auch durch den Konflikt der 1990er Jahre in Schutt und Asche gelegt, der das ehemalige Jugoslawien auseinandergerissen hat.

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Quelle: Dado Ruvic

#2 Rodelbahn, Sarajevo, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1984

Die Rodel- und Schlittenbahn am Trebević-Berg, die Skisprung-Strecke am Igman-Berg und die dazugehörige Infrastruktur zerbröckeln immer mehr mit jedem weiteren Jahr, das vergeht. Aber Adrenalin, Angst und Rausch sind auf die Rodelbahn zurückgekehrt, weil die Downhill-Biker Kemal Mulic, Tarik Hadzic und Kamer Kolar auf dem mit Graffiti übersäten Beton trainieren.

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Quelle: Dado Ruvic

#3 Olympisches Dorf, Athen, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004

Ein verlassenes Schwimmbecken, das als Trainingsort der Sportler im Olympischen Dorf ausgedient hat.

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Quelle: Thanassis Stavrakis/AP

#4 Skisprung-Schanze, Cortina D’ampezzo, Italien, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1956

Ein interessanter Fakt zu diesen Skisprung-Türmen: Der schweizerische Skispringer Andreas Dascher hat einen neuen Sprung-Stil eingeführt, der kurz danach schon als die Dascher-Technik bekannt geworden ist. Vor diesen Spielen haben die Springer ihre Arme nach vorne über ihren Kopf hinaus gehalten. Dascher argumentierte, dass ein Sportler weiter fliegen würde, wenn er seine Arme stattdessen an den Seiten seines Körpers hielt. Anhänger dieser neuen Technik dominierten das Feld in dem Wettbewerb.

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Quelle: Fabio Gregoroni

#5 Schwimmbecken, Berlin, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1936

Eine Ansicht des Schwimmbeckens, das im Olympischen Dorf im Elstal 1936 westlich von Berlin verwendet wurde. Das Dorf, das während der berüchtigten Olympischen Spiele in Berlin im Jahr 1936 mehr als 4.000 Sportler beherbergte, damals zu Zeiten des Nazi-Regimes, wurde kurz danach als Kaserne für die deutsche Armee verwendet und nach 1945 als Kaserne für die russischen Offiziere, bis sich die russische Armee letztendlich im Jahr 1992 zurückzog.

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Quelle: Peter Bromley

#6 Skisprung-Schanze, Grenoble, Frankreich, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1968

Ein verlassener Zeitzeuge und ein wunderschöner Ausblick.

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Quelle: Maxime B

#7 Olympische Anlage, Sarajevo, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1984

Ein Friedhof wurde dort errichtet, wo einst ein Teil der olympischen Sportanlage in Sarajevo für die Olympischen Winterspiele im Jahr 1984 errichtet worden war.

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Quelle: Michael J. Haggerty

#8 Kajak- und Kanu-Veranstaltungsstätte, Athen, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004

Eine ehemalige Veranstaltungsstätte für Kajak- und Kanu-Wettbewerbe in Athen, die für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2004 verwendet wurde.

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Quelle: Ioanna Sakellaraki

#9 Olympisches Kanu- und Kajak-Slalom-Zentrum, Athen, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004

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Quelle: Milos Bicansk

#10 Beachvolleyball-Veranstaltungsstätte, Beijing, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2008

Der Austragungsort für diesen Wettbewerb bei den Olympischen Spielen in Beijing im Jahr 2008 liegt verlassen und ungepflegt mitten in Beijing. Die Aufnahme stammt vom 2. April 2012.

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Quelle: David Gray/Reuters

#11 Zentrales Schwimmbecken, Athen, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004

Die Sitzplätze für die Reporter sind im Jahr 2014 verlassen und verfallen.

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Quelle: Kyodo News/ Newscom

#12 Olympische Maskottchen werden nicht länger gebraucht und verrotten, Beijing, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2008

Nini (links) und Yingying waren zwei der fünf Maskottchen von den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2008. Man sieht, wie sie inmitten von Bäumen hinter einer verlassenen, niemals fertiggestellten Einkaufspassage in Beijing liegen. Die gefallenen Maskottchen erinnern uns an die immensen Kosten, die für den Gastgeber des Events anfielen. Dass sie so heruntergekommen sind, spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen sich China konfrontiert sah, als es versuchte, einen neuen Nutzen für die Investitionen zu finden, die es für Olympia getätigt hatte. Viele der Spielstätten verwahrlosen und einige Bauprojekte sind unfertig belassen worden.

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Quelle: Greg Baker/AFP/Getty Images

#13 Olympisches Dorf, Berlin, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1936

Verlassene Häuser für die Athleten im ehemaligen Olympischen Dorf der Olympischen Spiele in Berlin im Jahr 1936.

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Quelle: Martin Sachse/Getty Images

#14 Olympische Flaggenmasten, Athen, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004

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Quelle: N/A

#15 Barrikaden außerhalb des Stadions, Athen, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004

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Quelle: Арыстан Аубакир

#16 Sowjetische Veranstaltungsstätte, Tallinn, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele Moskaus 1980

Die alte sowjetische Spielstätte wurde für die Moskauer Olympiade in den 1980er Jahren erbaut. Sie befindet sich in Tallinn in Estland.

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Quelle: Oh Brezhnev

#17 Brunnen im olympischen Dorf, Athen, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004

Die Überreste eines Brunnens, der mit den olympischen Ringen dekoriert war und durch Graffitis entstellte Marmorblöcke, die den griechischen Medaillengewinnern bei Olympia gewidmet worden waren. So sahen sie dann im Jahr 2012 aus.

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Quelle: Thanassis Stavrakis/ AP

#18 Olympisches Dorf, Berlin, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1936

Das erste permanente Olympische Dorf. Die Athleten waren beeindruckt – jedes Haus verfügte über einen eigenen Verwalter und zuvor hatte es in einem olympischen Dorf auch noch nie ein Schwimmbad gegeben.

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Quelle: N/A

#19 Skisprung-Schanze, Sarajevo, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1984

Ein Anblick der nicht mehr verwendeten Skisprung-Schanze von den Olympischen Winterspielen in Sarajevo, die 1984 am Igman-Berg in der Nähe von Sarajevo als Wettkampfort diente. Die Aufnahme ist vom 19. September 2013. Sie ist verwahrlost und zerfällt sich selbst überlassen zu Staub und Asche. So ergeht es den meisten olympischen Stätten in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo.

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Quelle: Dado Ruvic/Reuters

#20 Tennisplatz, Atlanta, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1996

Das verfallene Netz und die verrottete Punktetafel im Hintergrund auf einem Tennisplatz befinden sich im Stone Mountain Tennis-Center, wo die Tennis-Events der Olympischen Sommerspiele 1996 in Stone Mountain, Georgia, ausgetragen wurden. Das Foto stammt vom 19. Juli 2016. Die dauerhaft errichtete Tennisanlage wurde in einer Ecke des Stone Mountain-Parks errichtet und wurde schnell zu einem Verlustgeschäft. Jetzt tut sich dort gar nichts mehr, Unkraut wächst im Außenbereich der Plätze und die Punktetafel müsste längst repariert werden.

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Quelle: David Goldman/AP Photo

für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Präsidentin Dilma Roussef wegen Korruption suspendiert; Amtsenthebungsverfahren innerhalb von 180 Tagen

in Politik

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wurde aufgrund von Korruptionsvorwürfen von ihrem Amt suspendiert und wird sich innerhalb von 180 Tagen einem Amtsenthebungsverfahren stellen müssen.

 

Der Brasilianische Bundessenat hat dafür gestimmt, Dilma Rousseff, die erste Präsidentin des Landes, zu suspendieren, weil sie den Vorstand über eine korrupte Regierung führte.

Am 17. April stimmte das Unterhaus  des Kongresses vor dem Senat (Oberhaus des Parlaments) mit einer überwältigenden Mehrheit für ein Amtsenthebungsverfahren von Präsidentin Rousseff.

Das Oberhaus debattierte die Eröffnung des Verfahrens gegen Rousseff und stimmte dann am 12. Mai dafür, das Verfahren gegen sie einzuleiten. Gemäß der brasilianischen Konstitution wird der/die Präsident/in automatisch suspendiert, wenn er/sie sich in einem Amtsenthebungsverfahren durch den Senat befindet. Sie wird sich innerhalb von 180 Tagen vor dem Senat verantworten müssen. Nach dem Verfahren wird der Senat erneut darüber abstimmen um zu entscheiden, ob sie dauerhaft ihres Amtes enthoben werden sollte oder nicht. Wenn zwei Drittel der 81 Senatoren aus dem Bundessenat für ihre Amtsenthebung stimmen, wird die suspendierte Präsidentin Rousseff permanent ihres Amtes enthoben werden.

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Laut den Ergebnissen der derzeitigen Abstimmung stimmten 55 Senatoren dafür, dass Rousseff der Prozess gemacht werden soll. 22 stimmten dagegen. Vier Senatoren waren abwesend.

Der Vizepräsident Michel Temer wird nun die Präsidentschaft übernehmen während Rousseffs Gerichtsverfahren noch läuft. Brasilianische Medienkanäle berichten, dass Rousseff eine allerletzte Bitte an den Obersten Gerichtshof richtete, um das weitere Verfahren beim Senat aufzuhalten, aber dieser Bitte wurde nicht statt gegeben.

Die BBC berichtet, dass die Suspension von Rousseff der insgesamt 13 Jahre andauernden Herrschaft der Arbeiterpartei in Brasilien ein Ende setzt.

Rousseff war unter Druck gesetzt worden zurückzutreten, nachdem bekannt geworden war, dass sie vorsätzlich die Bilanzen der Regierung manipuliert hatte, um das Land wirtschaftlich gut dastehen zu lassen, obwohl die Wirtschaft sich eigentlich gerade in einer Krise befindet. Es wird davon ausgegangen, dass die Manipulation der Bilanzen viele Menschen bei ihrer Wiederwahl zur Präsidentin im Jahr 2014 getäuscht hat.

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Mitglieder der Opposition und Aktivisten, die gegen die Korruption vorgehen, haben Rousseff ebenfalls beschuldigt, den Vorsitz über eine korrupte Regierung zu führen. Hochrangige Akteure in der regierenden Arbeiterpartei, darunter der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, hatten ihre Finger bei einem massiven Korruptionsskandal um den Mineralöl-Giganten Petrobas im Spiel.

Rousseff hat indes fortwährend jegliches Fehlverhalten abgestritten. Sie sagte, dass das Amtsenthebungsverfahren, das gegen ihre Person eingeleitet wird, einem Staatsstreich gleichkommt.

Reporter, die die Abstimmung in den Ortschaften und Städten in ganz Brasilien überwachten, berichten, dass die Reaktionen auf die Entscheidung des Senats gemischt waren. Diejenigen, die sich gegen das Amtsenthebungsverfahren aussprachen, sagen es sei ungesetzlich, während die Befürworter des Prozesses die Senatoren lobten.

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Der Generalstaatsanwalt des Landes Jose Eduardo Cardozo sagte, dass die Anfrage für ein Amtsenthebungsverfahren auf keiner Rechtsgrundlage basierte und dass die Opposition eine demokratisch gewählte Präsidentin völlig grundlos entfernen wollte. Er fügte hinzu, dass die Senatoren eine „unschuldige Frau“ verurteilten und dass das Amtsenthebungsverfahren einer historischen Ungerechtigkeit gleichkäme.

Brasilien leidet derzeit unter der schlimmsten Rezession seit 10 Jahren; die Arbeitslosenquote erreichte ungefähr 9% im Jahr 2015. Auch die Inflationsrate in dem Land ist hoch.

„Populistische Regierungen handeln stets steuerlich unverantwortlich und wenn sie scheitern, dann berufen sie sich auf das alte ‚wir gegen die‘-Argument“, erzählte Senator Aecio Neves, der die Präsidentschaftswahl gegen Rousseff im Jahr 2014 verlor den Reportern nach der entscheidenden Abstimmung im Senat.

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„Das Amtsenthebungsverfahren ist eine Tragödie für das Land. Es ist eine bittere, aber notwendige Medizin. Aber es wäre noch schlimmer, wenn man die Rousseff-Regierung einfach weitermachen ließe. Die Situation in Brasilien würde unerträglich werden“, sagte Jose Serra, Senator der Opposition und ein Kandidat für das Amt des Außenministers unter Temer.

Der ehemalige berühmte Fußballspieler und jetziger Senator Romario sagte, dass sein Land sich derzeit in einer sehr schwerwiegenden Krise befände und dass er sich nach langen Überlegungen dafür entschieden hätte, das Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff zu unterstützen.

Grafik: Wie das Amtsenthebungsverfahren in Brasilien funktioniert

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Politische Kommentatoren in Brasilien sagen, dass Rousseff die Privatwirtschaft des Landes entmachtet hat und dem Kongress gegenüber arrogant aufgetreten ist. Ihre Wirtschaftspolitik war deshalb nichts Besonderes und findet nun ihren Höhepunkt in der derzeitigen wirtschaftlichen Rezession Brasiliens. Diese Faktoren haben dafür gesorgt, dass ihre Beliebtheit rapide geschwunden ist seitdem das Amtsenthebungsverfahren im Unterhaus begonnen hat.

Wir beobachten die Ereignisse in Brasilien sehr genau. Wir werden euch über die aktuellen Geschehnisse informieren, wenn der Prozess zum Amtsenthebungsverfahren beginnt. Behaltet unsere Seite im Blick.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Brasilien hat eben den reichsten Banker der Welt wegen Steuerhinterziehung festgenommen

in Wirtschaft

Joseph Safra wurde kürzlich festgenommen und angeklagt. Er soll Beamte bestochen haben, um Steuerzahlungen zu umgehen.

Mit Geld kann man vieles kaufen, aber nicht das Gewissen erleichtern – besonders nicht, wenn man bei Korruption erwischt wird.

Am Donnerstag nahm die brasilianische Regierung den milliardenschweren Banker Joseph Safra fest. Er wird angeklagt, Schmiergelder an Regierungsbeamte gezahlt zu haben als Gegenleistung für erlassene Steuerschulden.

Der „reichste Banker der Welt” hatte Kenntnis von einem Plan aus dem Jahre 2014, wonach Manager seiner Bank Banco Safra SA 15,3 Millionen Real (umgerechnet ca. 3,9 Millionen Euro) an Schmiergeldern an staatliche Steuerprüfer gezahlt haben sollen. Gemäß einer Erklärung war nur ein abgehörtes Telefongespräch nötig, um sein schmutziges kleines Geheimnis auffliegen zu lassen.

Reuters berichtet, dass Safra, zusammen mit seiner Familie, die Banco Safra SA und eine Reihe von privaten Geldinstituten gehören. Zwar war er nicht direkt an den Verhandlungen zum Schmiergeldplan beteiligt; die Unterhaltungen belegen aber, dass sein Manager João Inácio Puga ihn über die Gespräche zum Schmiergeld unterrichtete. Aus diesem Grund wird er für seine Rolle in dem Skandal verantwortlich gemacht.

Die Safra Group erklärte, dass kein Vertreter der Safra Group “je einen Anreiz Staatsbeamten angeboten habe, und dass die Gruppe keine Vorteile aus den richterlichen Entscheidungen gezogen habe.“

Nichtsdestotrotz wird der Konzernchef streng für den Versuch gemaßregelt werden, sich aus dem Gesetz zu kaufen.

Die erhobenen Anklagepunkte sind die Fortsetzung einer größeren polizeilichen Untersuchung unter dem Namen „Operation Zealots“. Justizbehörden decken Schmiergelder von Firmen durch Lobbyisten auf, und mindestens ein Dutzend weitere brasilianische Unternehmen werden derzeit überprüft.

Quelle: Trueactivist

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Diese acht Hauptstädte werden schneller unter Wassermangel leiden, als ihr euch vorstellen könnt [Bilder]

in Umwelt

Im März 2015 berichtete AnonHQ (hier unsere deutsche Übersetzung), dass laut aktuellen Vorhersagen mehr als 2,9 Milliarden Menschen in den nächsten 10 Jahren ohne Wasser sein werden. Diese Prognose ging aus dem letzten Bericht der Vereinten Nationen zum Wasser hervor, in dem festgestellt wurde, dass Menschen in ungefähr 48 Ländern weltweit mit akuter Wasserknappheit konfrontiert werden.

Aber laut Marc Herman, Autor von “Searching for El Dorado” (Auf der Suche nach El Dorado; bislang nicht auf Deutsch erschienen) und “Ein libyscher Sommer: Sechs Wochen unter Rebellen” wird die Wassersituation acht Städte härter treffen als die anderen. Herman hat den World Water Development Report (etwa: Bericht zur Entwicklung des Wassers weltweit – nur auf Englisch verfügbar) der Vereinten Nationen genau untersucht; er erläutert, wie den acht größten Städten der Welt das Wasser ausgeht und wie sie versuchen, es zu konservieren. Auf Platz eins seiner Liste landete die japanische Hauptstadt Tokio:

Tokio, Japan

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Laut Herman profitiert Tokio von einer durchschnittlichen Niederschlagsrate ähnlich der in Seattle oder London. Aber der gesamte Regen fällt in nur vier Monaten des Jahres und deshalb ist es eine große Herausforderung, so viel Wasser in einer so kurzen Zeit aufzufangen und zu speichern, noch dazu in einer so dicht besiedelten Stadt. Er sagte, dass 70 Prozent des 16.000 Meilen (etwa 25.749,5 Kilometer) langen Wasserleitungssystems von oberirdischen Gewässern abhängen (Flüsse, Seen und weit entfernte Schneedecken), die restlichen 30 Prozent stammen von unterirdischen Bewässerungssystemen und Brunnen. Abgesehen davon gibt es nicht genügen alternative Quellen für Wasser im Falle neuer zyklischer Dürreperioden. Herman sagt jedoch, dass die japanische Regierung sich bislang als vorausdenkend erwiesen hat, indem sie eines der weltweit offensivsten Programme zum Einfangen von Regenwasser. In Sumida, einem Distrikt von Tokio, der oftmals mit Wasserknappheit konfrontiert ist, wurde das 90.000 Quadratfuß (etwa 8361,27 Quadratmeter) messende Dach der Ryogoku Kokugikan-Arena so gestaltet, dass es die Niederschlagsmenge in einen Tank weiterleitet, von dem aus es in das Stadium eingespeist wird. Es wird dort für alles außer als Trinkwasser genutzt.

Miami, Florida (USA)

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Die nächste Stadt auf Hermans Radar ist Miami, Florida in den Vereinigten Staaten. Im Bericht der US Geological Survey (USGS – US-Behörde u.a. für die amtliche Kartografie) steht, dass das wichtige Biscayne-Bewässerungssystem, welches das Gebiet des Miami – Dade County mit Wasser versorgt, dem Eindringen von Salzwasser aus dem Atlantischen Ozean zum Opfer fällt. Trotz heftiger Regenfälle, die das Bewässerungssystem das ganze Jahr über wieder auffüllen, wird das gesamte Wasser unbenutzbar werden, wenn zu viel Salzwasser eindringt. Der Bericht besagt, dass das Problem bereits im frühen 20. Jahrhundert auftrat, nachdem die Sumpfgebiete um die Stadt herum ausgetrocknet worden waren. Osmose bewirkte im Wesentlichen einen gigantischen Saugeffekt, der den Atlantik in das Erdreich der Küstenregion zog. Das Meerwasser umgeht nun die eigens installierten Kontrollstrukturen und entweicht in das Bewässerungssystem. Die USGS hat Fortschritte bei der Kartierung der Verläufe des eindringenden Meerwassers gemacht, aber eine Verbesserung ist scheinbar noch lange nicht in Sicht. “Mit dem fortdauernden Anstieg des Meeresspiegels und dem steigenden Bedarf an Frischwasser könnten die Maßnahmen, die zur Verhinderung des Eindringens vonnöten sind, aufwändiger [zu implementieren] sind”, zitiert Herman die USGS.

London, England

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Hermans Meinung nach ist London mit einer schnell wachsenden Bevölkerung konfrontiert, die jeden letzten Tropfen aus den jahrhundertealten Rohren wringt. Er sagte, dass die Wasserverwaltung der Stadt festgestellt hatte, sie könne den Bedarf der Stadt das nächste Jahrzehnt lang decken, dass aber bis 2025 neue Quellen gefunden werden müssen. Nach den Erhebungen der Vereinten Nationen untersuchte man das Recycling des Wassers aus der Themse, Londons Wasserader. Wasser-Recycling erweist sich jedoch als problematisch und nicht nur aufgrund des ‚Ekel-Faktors‘, den das Trinken von aufbereitetem Abwasser erzeugt. Herman sagte: “Der Ekel-Faktor könnte ein Hindernis dafür sein, dass diese Lösung des Wasserproblems sich in London und anderswo ausbreitet.”

Kairo, Ägypten

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Die ägyptische Hauptstadt Kairo hängt stark vom Wasser des Nils ab. Laut Herman befindet sich Kairo flussabwärts unterhalb von mindestens 50 dürftig geregelten Fabriken, Landwirtschaftsabfällen und städtischen Abwassersystemen, die in den Nil entwässern. Er sagte, dass eine Studie von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, ergab, dass die ländlichen Gebiete südlich der Stadt, in denen mehr als die Hälfte der Ägypter leben, nicht nur für Bewässerung und Trinkwasser vom Nil abhängig sind, sondern auch zur Müllbeseitigung. Die enorme Größe des Flusses reichte bislang dafür aus, um die Abfalldichte bis auf ein ungefährliches Maß zu verdünnen. Doch nun steigt die Müllbelastung an, da mittlerweile 20 Millionen Menschen ihren Müll in den Nil entsorgen. Somit wird diese Art der Müllentsorgung nicht länger möglich sein. Die Afrikanische Entwicklungsbank finanzierte jüngst Pläne zum Chloren des Abfallwassers, bevor es in den Fluss gepumpt wird.

São Paolo, Brasilien

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In der brasilianischen Stadt São Paolo gilt das Cantareira-Reservoir als eines der wichtigsten Wasserreservoirs für die Stadt. Der Wasserpegel von Cantareira ist jedoch kürzlich auf sechs Prozent des gesamten Fassungsvermögens abgesunken. Herman schrieb dazu: “Nachdem die schlimmste Dürre des Jahrhunderts nun bereits das zweite Jahr andauert, sind die Reservoirs von São Paolo nur bei knapp einem Viertel ihres Fassungsvermögens. Vor einem Jahr betrug die Füllmenge noch 40 Prozent. Die Reservoirs außerhalb der Stadt sind oft verschmutzt und sogar bei optimaler Füllmenge zu klein, um die Metropolenregion mit ihren 20 Millionen Menschen zu versorgen. Der Asphalt, der die Böden der Stadt bedeckt und die schlechte Wasserableitung führen zu starker Überflutung der städtischen Straßen, selbst wenn der gemessene Niederschlagswert weniger als einen Zentimeter beträgt.”

Beijing, China 

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Man geht davon aus, dass das zweitgrößte Reservoir in der chinesischen Hauptstadt Beijing 1997 aufgrund von der Verschmutzung durch die umliegenden Fabriken und die Landwirtschaft geschlossen wurde. Seitdem ist es nicht wieder geöffnet worden. In China leben rund 21 Prozent der Weltbevölkerung, doch das Land verfügt nur über rund 6 Prozent des Süßwassers. Die Wasserreserven des Miyun-Reservoirs, das Beijing derzeit versorgt, wurden um beinahe zwei Drittel reduziert, da die Nachfrage der Landwirte nach Bewässerung gestiegen ist. Das Reservoir ist ebenfalls verschmutzt aufgrund von in den Wasserlauf eingespeisten Agrarabfällen.

Bangalore, Indien

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Man geht davon aus, dass in Bangalore (Indien) der Wohnbau immer schneller voranschreitet. Das heißt, dass auch immer mehr Wasser benötigt werden wird, aber das Wassersystem zerfällt. Berichten zufolge verliert der Süden der Stadt mehr als die Hälfte des Trinkwassers aufgrund der antiquierten Wasserleitungen. Ebenso wird berichtet, dass die Pläne zur Reparatur des bestehenden Systems und zur Rückgewinnung der fehlenden Hälfte des Süßwassers der Stadt noch nicht umgesetzt wurden. Einer Studie der weltweit agierenden Beratungsfirma McKinsey zufolge wird die Stadtbevölkerung in Indien bis zum Jahr 2030 von 340 Millionen auf 590 Millionen ansteigen. Um den Bedarf an sauberem Wasser all dieser neuen Stadtbewohner zu decken, wird die Regierung rund 196 Milliarden Dollar aufwenden müssen.

Mexiko Stadt, Mexiko

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Die Behörden in Mexiko Stadt haben ausgesagt, dass die Stadt bis zu 260 US-Gallonen (etwa 984 Liter) Wasser pro Sekunde aufgrund von undichten Rohren verliert. Mexiko Stadt liegt auf einer Höhe von mehr als 2130 Metern über dem Meeresspiegel und bezieht all sein Trinkwasser, indem es mühsam bergauf gepumpt wird – aus Grundwasserspeichern, die bis zu 150 Meilen (etwa 241 Kilometer) weit entfernt liegen. Die technische Herausforderung, so viel Wasser aufwärts zu pumpen, kommt erschwerend zu der Tatsache hinzu, dass mehr als 20 Millionen Einwohner mit Hilfe eines veralteten Systems versorgt werden müssen. Herman zitierte die Wasser-Kommission Mexikos, die sagt, dass zwischen 30 und 40 Prozent des Trinkwassers der Stadt aufgrund von Leckagen und Überläufen verloren gehen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Verschleiern die Zika-Geburtsfehler einen Monsanto-Skandal?

in Umwelt

Vor gar nicht allzu langer Zeit enthüllte unser Mediendienst bei Anonymous, dass die Verbindung zwischen dem von Moskitos übertragenen Zika-Virus und dem Geburtsfehler Mikrozephalie rein auf Indizien beruht (siehe unsere deutsche Übersetzung). Nun vermeldet eine Gruppe von Medizinern scheinbar Ähnliches.

Die argentinischen Ärzte, die sich unter dem Namen Physicians in the Crop-Sprayed Towns (etwa: Ärzte in den Städten, in denen das Getreide gespritzt wird) zusammengeschlossen haben, haben Bedenken darüber aufkommen lassen, ob der Geburtsfehler nicht vielmehr mit dem bewusst verunreinigten Wasser in den Städten in Zusammenhang stehen könnte, in denen Mikrozephalie ungewöhnlich häufig vorkommt.

Die Schuld daran trägt ihren Behauptungen zufolge ein ’strategischer Partner‘ von Monsato. Das Pendant zu Monsato ist die japanische Firma Sumitomo, die eine Chemikalie namens Pyriproxyfen herstellt, das im Jahr 2014 in die Trinkwasservorräte eingespeist wurde. Laut des Berichtes der Mediziner handelt es sich bei Pyriproxyfen um ein chemisches Larvizid, das entwickelt wurde, um den Brutzyklus der Moskitos zu beeinträchtigen. Die Auswirkungen, die dann die Moskitos im Zyklus ihrer verschiedenen Entwicklungsstadien als Larven, Puppen und ausgewachsene Insekten beeinträchtigen, ähneln den Geburtsfehlern, von denen nun ungeborene Babys betroffen sind.

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Die Störungen in der Entwicklung bei den Moskitos können von Missbildungen an Flügeln und Genitalien bis hin zu zum Tode führenden Behinderungen reichen.

„Missbildungen, die bei Tausenden Kindern schwangerer Frauen festgestellt wurden, die in den Gebieten leben, in denen der brasilianische Staat Pyriproxyfen in das Trinkwasser eingespeist hat, sind keine Zufälle; und das, obwohl das Gesundheitsministerium das Zika-Virus direkt für diese Schäden verantwortlich macht“, kommentierten die Physicians in the Crop-Sprayed Towns.

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„… insbesondere, da bei den 3.893 Fällen von Missbildungen, die bis zum 20. Januar 2016 bestätigt wurden, 49 Kinder ums Leben gekommen sind und nur bei fünf von ihnen wurde eine Zika-Infektion nachgewiesen(1).“ Quelle: Bericht der Physicians in the Crop-Sprayed Towns

Andere Berichte über Pyriproxyfen:

Laut der englischen Pestizid-Datenbank des Pestizid Aktions-Netzwerk sind Pestizide wie Pyriproxyfen hormonaktive (endokrine) Stoffe und können die Abläufe in tierischen und menschlichen Organismen „stören“. „Der Kontakt damit kann Sterilität oder einen Rückgang der Fruchtbarkeit verursachen, sowie die Entwicklung beeinträchtigen, Geburtsfehler bei den Fortpflanzungsorganen und Störungen des Stoffwechsels verursachen.“

Laut Berichten, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO in Auftrag gegeben wurden, wird für ebendiese Chemikalie immer noch ein „?“ in den Kategorien „toxisch für Entwicklung und Fortpflanzung“ und „hormonaktive Stoffe“ angegeben. Aber die folgende Aussage wird getroffen:

„Es ist bekannt, dass einige Pestizide Geburtsfehler verursachen oder die normale Entwicklung stören… Viele Pestizide, die das Hormonsystem stören, beeinträchtigen auch die Funktionen der Fortpflanzung und der Entwicklung. Zudem treten auch andere negative Effekte auf“, besagt einer der Berichte.

 

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Von den Quellen ist bislang nichts bestätigt, da weitere Studien in einem wissenschaftlichen Rahmen zunächst noch durchgeführt werden müssen, um negative Ergebnisse auszuschließen.

Laut einer Empfehlung für Tierärzte, die diese Substanz bei Haustieren zur Bekämpfung von Flöhen verwenden, ist festgelegt, dass auch für Pyriproxyfen zutrifft: „Weder veterinäre Antiparasitika noch jedwedes andere landwirtschaftlich genutzte Pestizid werden am Menschen getestet, um seine Giftigkeit für Menschen vor der Markteinführung zu bestimmen.“ Die Hauptseite rät schwangeren Frauen, die Substanz zu meiden, da eine „akute Intoxikation“ wahrscheinlich ist.

Die Verantwortlichen für das staatlich kontrollierte Programm zur Ausmerzung von Moskitos in Brasilien durch die Zugabe von Pyriproxyfen (auch als das weniger gebräuchliche Pyroproxyfen bekannt) in das Trinkwasser wurden von diesen Medizinern dringend dazu angehalten, weitere Studien durchzuführen, um ihre Hypothese „auszuschließen“.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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