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Bayer und Syngenta durch eigenfinanzierte Studie beschämt, die bewies, dass ihre Pestizide Bienen töten

in Tierrechte/Umwelt

Die agrochemischen Giganten Bayer AG und Syngenta AG wurden bei einer dramatischen Situation ertappt, nachdem eine teilweise von ihnen finanzierte Studie bewiesen hatte, dass von Bauern eingesetzte Neonicotinoid-Pestizide für einen beträchtlichen Rückgang der Bienenpopulation verantwortlich sind. Bayer und Syngenta sind Hersteller von Neonicotinoid-Pestiziden. Neonicotinoide sind in Europa verboten.

Die allererste groß angelegte Arbeit zur Untersuchung der Auswirkungen auf Bienen, die die beiden agrochemischen Konzerne bloßgestellt hat, wurde an 33 Orten im Vereinigten Königreich, Deutschland und Ungarn durchgeführt. Bei vielen dieser Orte ergab die Studie, dass eine Belastung durch Neonicotinoide Stöcke von Honigbienen mit geringerer Wahrscheinlichkeit den Winter überleben ließ, während Hummeln und Solitärbienen weniger Königinnen hervorbrachten.

Bildtext: „Es ist kein Rätsel mehr. Wir wissen, was die Bienen tötet. Sie werden durch Neonicotinoid-Insektizide vergiftet. Sagen Sie der EPA, alle Neonicotinoid-Insektizide zu verbieten, bevor sie die US-Bienenpopulation vernichten.“

Autoren der Studie behaupten, dies sei das erste Experiment unter realen Bedingungen, das einen direkten Zusammenhang zwischen Neonicotinoiden und verringerten Populationen herstellt. Sie erheben den Anspruch, dass ihre Studie mit anderen vorhergehenden Ergebnissen hinsichtlich der Schädigung von Bienen und anderen nützlichen Insekten durch landwirtschaftliche Chemikalien stimmig sei, die durch die agrochemischen Unternehmen produziert werden.

Laut der Studie wurden negative Auswirkungen auf Hummeln und Solitärbienen – höhere Konzentrationen von Neonicotinoid-Rückstände bei Nestern resultierten in weniger Königinnen – in allen drei Ländern beobachtet. Im Vereinigten Königreich und Ungarn wurden schädliche Auswirkungen von Neonicotinoiden auf Honigbienen beobachtet. Die Studie beobachtete eine hohe Bienenstocksterblichkeit im Vereinigten Königreich, während eine 24-prozentige Abnahme bei Bienenkolonien in Ungarn beobachtet wurde.

Bildtext: „Einer von drei Bissen Nahrung, die Sie essen, ist abhängig von der Honigbiene.“

Der Hauptautor der Studie, Richard Pywell vom Centre for Ecology and Hydrology in Oxfordshire (England), mahnte, dass die Studie von Regierungen und politischen Entscheidungsträgern ernstgenommen werden sollte, da ein Versäumnis dies zu tun in näherer Zukunft zu Ernteausfällen beitragen würde. Dies würde selbstverständlich die bereits prekäre Nahrungssituation verschlimmern, der die Welt momentan gegenübersteht.

Unsere Ergebnisse geben Anlass zu ernsthafter Besorgnis. Wir haben zum ersten Mal die negativen Auswirkungen von mit Neonicotinoiden bedeckten Saatgutbeizen auf Honigbienen nachgewiesen und wir haben auch ähnliche negative Auswirkungen auf Wildbienen aufgezeigt. Dies ist wichtig, weil viele Feldfrüchte weltweit von Insekten bestäubt werden und ohne Bestäuber hätten wir Schwierigkeiten, einige Nahrungsmittel zu produzieren.

Die Ergebnisse der Studie werden als Teil einer im November anstehenden Begutachtung der Europäischen Union analysiert. Die BBC berichtet, dass die EU „an neuen Textentwürfen zur Ausdehnung des Verbots auf Neonicotinoide arbeitet“.

Bildtext: „Damit das klar ist: Bienen+Pestizide=keine Bestäubung=Ernteausfälle“

Bloomberg berichtet, dass sowohl Bayer als auch Syngenta nun infolge der Studienergebnisse durch offizielle EU-Vertreter unter Druck stehen. Indes behaupten Bayer und Syngenta trotz der überwältigenden Beweislage immer noch, dass ihre Produkte für Bienen sicher und die Resultate der Studie nicht beweiskräftig seien.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/bayer-syngenta-left-humiliated-study-funded-proved-pesticides-killing-bees/

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