Investigativ & Unabhängig – Mit der Kraft des Internets

Die Träne: „Ein Geschenk des russischen Volkes an die USA“ – und warum man nichts darüber erfährt

in Welt

Ich muss zugeben – ich wusste nicht einmal, dass dieses Mahnmal überhaupt existiert. Allerdings brauchte ich nur zwei Sekunden, um zu begreifen, warum – es wurde ihm überhaupt keine öffentliche Aufmerksamkeit entgegengebracht. Nun, wie kommt man darauf? Warum haben die Medien nicht ihrer Dankbarkeit Ausdruck verliehen? Können Sie mir ein anderes Land nennen, das mehr getan hat? Dies ist ein erstaunliches Mahnmal, das alles in den Schatten stellt, gleichgültig, was die wahren Terror-Schwerverbrecher an Ground Zero anzustellen versuchen. Der bloße Gedanke daran, dass Larry Silverstein und Frank Lowy irgendetwas mit dem Mahnmal für die Opfer des 11. September zu tun haben, ist regelrecht herzzerreißend!

Ungefähr 50 Millionen Leute besuchen jedes Jahr New York und mehr als acht Millionen leben dort, aber niemand scheint von der Träne gehört zu haben…trotz der Tatsache, dass es ein 30 Meter hohes, 175 Tonnen schweres Mahnmal für diejenigen ist, die am schwärzesten Tag der Stadt ihr Leben verloren.

Codex Humanus

Das größte Täuschungsmanöver, zu dem ein Feind fähig ist, besteht darin, jeden glauben zu machen, dass alle anderen seine Feinde seien!

Die zionistisch kontrollierten US-Medien breiten über das großartige Mahnmal, das von Putin eingeweiht wurde, vollständig den Mantel des Schweigens aus. Das Monument ist kaum bekannt, selbst bei den Anwohnern in Bayonne [New Jersey]!

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/tear-drop-gift-people-russia-usa-werent-told/

Du willst uns unterstützen? Klick HIER

Loading...

7 Comments

  1. Es geht noch widerwärtiger …

    >>> Auserwählter Standort dafür sollte Jersey City werden. Doch dort tat der Stadtrat, was die New Yorker seinerzeit im Falle der Freiheitsstatue nicht gewagt hatten. Er sagte zu dem überdimensionalen Kitsch: Danke, aber nein danke.

    >>> Das Außenpolitik-Magazin „Foreign Policy“ würdigte das Kunstwerk als „eine der hässlichsten Statuen der Welt“.

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/die-groessten-geschenke-der-welt-fotostrecke-132284-20.html

  2. There was, however, plenty of press coverage, at the time. CNN had a live broadcast of the dedication ceremony, at which former-president Bill Clinton made the keynote. Vladimir Putin was on scene there himself for photos, which can be found at the 9-11 Memorial website. US country-music artist LeAnn Rimes was at the dedication and sang Amazing Grace.

  3. Eine Träne inmitten einer klaffenden Wunde, die durch vergangene Ereignisse gerissen wurde. Deren silberner Schimmer steht ebenso für die Heilung, wie auch die erfüllende Klarheit, die sich aus der Erkenntnis der Geschehnisse ergeben wird. Als hässlich wird das Unmenschliche erscheinen, was zu Leid und vielen Verlusten führte. Ein Zeichen von Mitgefühl, menschlicher Größe und Zuversicht, das hier vom russischen Volk geschenkt wurde. Wird dies verachtet, kann es lediglich eine niedere Geisteshaltung des Betrachters widerspiegeln.

  4. Herrje, Tseretelis Werke bekommen heute weit mehr Aufmerksamkeit, als sie angesichts ihrer Qualität verdienen. Von einem „Mantel des Schweigens“, den die „zionistisch kontrollierten US-Medien“ angeblich über die „Träne“ ausbreiten, wie in diesem mieserabel recherchierten Artikel behauptet, kann keine Rede sein.

    Hier ein paar Hintergründe, warum Putin und Tsereteli die Träne gestiftet haben:

    Der Künstler Zurab Konstantinovich Tsereteli (*1934) war früher als Chefkünstler des sowjetischen Außenministeriums tätig. Im Stadtzentrum direkt neben der Moskauer Kunstakademie präsentiert sich das offiziell wirkende Tsereteli-Museum staunenden Touristen und Einheimischen. Der Bildhauer hatte zu Sowjetzeiten die Moskauer Olympiade künstlerisch begleitet, unzählige Botschaftsgebäude der Sowjetunion mit seinen Werken dekoriert und so ein Vermögen gemacht.

    Auch in der postsowjetischen Ära konnte er seine Karriere fortsetzen, ohne große stilistische Änderungen des Werks. Der langjährige Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow war ein wichtiger Förderer Tseretelis und ermöglichte ihm fortwährend große Projekte, wie etwa das umstrittene Moskauer Denkmal für Peter den Großen, das mit 96 Metern Höhe schon fast Wolkenkratzerniveau erreicht und seither die Skyline des Moskauer Zentrums dominiert. Ursprünglich stellte die Skulptur Christoph Columbus dar. Doch weder die Dominikanische Republik, noch Venezuela oder Brasilien wollten das Denkmal zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas haben. Da setzte Tsereteli einfach einen neuen Kopf darauf und schenkte das Denkmal seinem Freund Luschkow. Dem ehemaligen Staatspräsidenten Wladimir Putin biederte sich der Bildhauer mit einer Bronzeplastik an, die das Staatsoberhaupt als virilen Judo-Kämpfer zeigt und – kaum überraschend – sogar menschlicher wirkt als das Original.

    Jede neue Schöpfung Tseretelis provozierte in den vergangenen Jahren eine Welle der Empörung gegen den Künstler. Intellektuelle fordern bislang erfolglos die „Detseretelisierung“ Moskaus. Pläne des Bildhauers, in St. Petersburg Denkmäler aus eigener Produktion aufzustellen, brachte die intellektuelle Elite auf die Barrikaden. Um die Ausdauer und Arbeitswut Tseretelis ranken sich Legenden, die schon in der Sowjetära entstanden. So schlafe der agile Künstler nie mehr als fünf Stunden am Tag und male sogar während der Sitzungen der russischen Akademie der Künste, deren Präsident er ist (neben einigen weiteren Ämtern).

    Von einer zehntägigen Reise durch den russischen Norden brachte er angeblich einmal mehr als 30 Bilder mit, die er in den Pausen zwischen Treffen, Verhandlungen, Gesprächen und Saufgelagen gemalt hatte. Als er der Stadt Moskau 2005 ein weiteres Denkmal schenken wollte, rührte sich massiver Protest von allen Seiten, was Tseretelis Neigung, seine Werke weltweit zu verschenken, noch verstärkte.

    New York lehnte sein 150 Tonnen schweres und 36 Meter hohes Mahnmal für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September 2001 entsetzt ab, doch Tsereteli fand die Kleinstadt Bayonne im nahen New Jersey, die sich mit seiner Kunst beglücken ließ. Kleine Gemeinden zählen zu seinen beliebtesten Opfern, sie können sich gegen seine Gaben am schlechtesten wehren. Seit 2006 steht sein 9/11-Mahnmal, eine aufgerissene Bronzestele mit fallender Träne, immerhin am anderen Ufer des Hudsons, Manhattan und die Freiheitsstatue (einst ein Geschenk Frankreichs) direkt im Blick. Die Inspiration zu dem monströsen Werk kam dem Künstler angeblich gleich am Tag der Anschläge: „Die Träne, die aus meinem Auge kam und herab fiel, gab mir die Idee zu diesem Monument.“

    Kritiker spotteten, das zwölf Millionen Dollar teure Objekt sehe aus der Ferne aus wie ein gigantisches Stück Tee-Gebäck (New Yorker 25.6.2007). Putin kam persönlich zur Einweihung und sprach vor 300 Bewohnern des Städtchens. Ganz auf eigene Faust schien Tsereteli seine Monument-Mission also doch nicht durchgeführt zu haben. Der hochglanzpolierte Stahl kam beispielsweise aus einer russischen Militärfabrik, eine Inschrift am Sockel des Werks verrät: „Ein Geschenk des Russischen Volkes – Wladimir Putin“. Woher die Mittel für das Monument stammten, blieb vage.

    Aber die Erde dreht sich weiter und Tsereteli, nach dem bereits ein kleiner 1970 entdeckter Planet des Sonnensystems benannt wurde, auch. Deshalb steht nun auch in Sevilla eine weitere Version seines Christoph Columbus, nachdem New York wieder mal abgelehnt hatte. In der spanischen Stadt ragt er nun 45 Meter in den Himmel. Der kleinen Gemeinde Ploermel in der Bretagne schenkte Tsereteli eine neun Meter hohe Plastik von Papst Johannes Paul II. Nur den Sockel mussten die Franzosen selber gießen. Eine Bürgerinitiative protestierte gegen diese Zweckentfremdung von Steuergeldern für eine katholische Kultstätte. Vergebens – der Bürgermeister hofft auf eine Imageverbesserung des Ortes und auf Touristen.

    Der Bildhauer Tsereteli bietet heute das paradoxe Beispiel eines reich gewordenen Staatskünstlers, dem der totalitäre Auftraggeber abhanden gekommen ist, und der seine Stein- und Bronzegebirge nun verschenken muss, damit sie in die Welt kommen. Seine Monumente stehen inzwischen in vierzehn Ländern.

    Vorschlag zur Güte: Tzsereteli sollte sich von Trump ins Weiße Haus einladen lassen und einen Katalog mitbringen. Vielleicht bestellt Trump ein Werk für Washington D.C., denn in der amerikanischen Hauptstadt grassiert bekanntlich die Gigantomanie im Denkmalbau. Nicht nur riesenhafte Ex-Präsidenten in antikisierten Tempeln bevölkern die Parks seit Jahr und Tag, auch neuere Kriegerdenkmäler im totalitären Stil lassen die US-Intellektuellen aufstöhnen. Aber Tsereteli muss sich beeilen. Er ist alt und Trump hoffentlich nicht mehr lange im Amt …

  5. Herrje, Tseretelis Werke bekommen heute weit mehr Aufmerksamkeit, als sie angesichts ihrer Qualität verdienen. Von einem „Mantel des Schweigens“, den die „zionistisch kontrollierten US-Medien“ angeblich über die „Träne“ ausbreiten, wie in diesem mieserabel recherchierten Artikel behauptet, kann keine Rede sein.

    Hier ein paar Hintergründe, warum Putin und Tsereteli die Träne gestiftet haben:

    Der Künstler Zurab Konstantinovich Tsereteli (*1934) war früher als Chefkünstler des sowjetischen Außenministeriums tätig. Im Stadtzentrum direkt neben der Moskauer Kunstakademie präsentiert sich das offiziell wirkende Tsereteli-Museum staunenden Touristen und Einheimischen. Der Bildhauer hatte zu Sowjetzeiten die Moskauer Olympiade künstlerisch begleitet, unzählige Botschaftsgebäude der Sowjetunion mit seinen Werken dekoriert und so ein Vermögen gemacht.

    Auch in der postsowjetischen Ära konnte er seine Karriere fortsetzen, ohne große stilistische Änderungen des Werks. Der langjährige Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow war ein wichtiger Förderer Tseretelis und ermöglichte ihm fortwährend große Projekte, wie etwa das umstrittene Moskauer Denkmal für Peter den Großen, das mit 96 Metern Höhe schon fast Wolkenkratzerniveau erreicht und seither die Skyline des Moskauer Zentrums dominiert. Ursprünglich stellte die Skulptur Christoph Columbus dar. Doch weder die Dominikanische Republik, noch Venezuela oder Brasilien wollten das Denkmal zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas haben. Da setzte Tsereteli einfach einen neuen Kopf darauf und schenkte das Denkmal seinem Freund Luschkow. Dem Staatspräsidenten Wladimir Putin biederte sich der Bildhauer mit einer Bronzeplastik an, die das Staatsoberhaupt als virilen Judo-Kämpfer zeigt und – kaum überraschend – sogar menschlicher wirkt als das Original.

    Jede neue Schöpfung Tseretelis provozierte in den vergangenen Jahren eine Welle der Empörung gegen den Künstler. Intellektuelle fordern bislang erfolglos die „Detseretelisierung“ Moskaus. Pläne des Bildhauers, in St. Petersburg Denkmäler aus eigener Produktion aufzustellen, brachte die intellektuelle Elite auf die Barrikaden. Um die Ausdauer und Arbeitswut Tseretelis ranken sich Legenden, die schon in der Sowjetära entstanden. So schlafe der agile Künstler nie mehr als fünf Stunden am Tag und male sogar während der Sitzungen der russischen Akademie der Künste, deren Präsident er ist (neben einigen weiteren Ämtern).

    Von einer zehntägigen Reise durch den russischen Norden brachte er angeblich einmal mehr als 30 Bilder mit, die er in den Pausen zwischen Treffen, Verhandlungen, Gesprächen und Saufgelagen gemalt hatte. Als er der Stadt Moskau 2005 ein weiteres Denkmal schenken wollte, rührte sich massiver Protest von allen Seiten, was Tseretelis Neigung, seine Werke weltweit zu verschenken, noch verstärkte.

    New York lehnte sein 150 Tonnen schweres und 36 Meter hohes Mahnmal für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September 2001 entsetzt ab, doch Tsereteli fand die Kleinstadt Bayonne im nahen New Jersey, die sich mit seiner Kunst beglücken ließ. Kleine Gemeinden zählen zu seinen beliebtesten Opfern, sie können sich gegen seine Gaben am schlechtesten wehren. Seit 2006 steht sein 9/11-Mahnmal, eine aufgerissene Bronzestele mit fallender Träne, immerhin am anderen Ufer des Hudsons, Manhattan und die Freiheitsstatue (einst ein Geschenk Frankreichs) direkt im Blick. Die Inspiration zu dem monströsen Werk kam dem Künstler angeblich gleich am Tag der Anschläge: „Die Träne, die aus meinem Auge kam und herab fiel, gab mir die Idee zu diesem Monument.“

    Kritiker spotteten, das zwölf Millionen Dollar teure Objekt sehe aus der Ferne aus wie ein gigantisches Stück Tee-Gebäck (New Yorker 25.6.2007). Putin kam persönlich zur Einweihung und sprach vor 300 Bewohnern des Städtchens. Ganz auf eigene Faust schien Tsereteli seine Monument-Mission also doch nicht durchgeführt zu haben. Der hochglanzpolierte Stahl kam beispielsweise aus einer russischen Militärfabrik, eine Inschrift am Sockel des Werks verrät: „Ein Geschenk des Russischen Volkes – Wladimir Putin“. Woher die Mittel für das Monument stammten, blieb vage.

    Aber die Erde dreht sich weiter und Tsereteli, nach dem bereits ein kleiner 1970 entdeckter Planet des Sonnensystems benannt wurde, auch. Deshalb steht nun auch in Sevilla eine weitere Version seines Christoph Columbus, nachdem New York wieder mal abgelehnt hatte. In der spanischen Stadt ragt er nun 45 Meter in den Himmel. Der kleinen Gemeinde Ploermel in der Bretagne schenkte Tsereteli eine neun Meter hohe Plastik von Papst Johannes Paul II. Nur den Sockel mussten die Franzosen selber gießen. Eine Bürgerinitiative protestierte gegen diese Zweckentfremdung von Steuergeldern für eine katholische Kultstätte. Vergebens – der Bürgermeister hofft auf eine Imageverbesserung des Ortes und auf Touristen.

    Der Bildhauer Tsereteli bietet heute das paradoxe Beispiel eines reich gewordenen Staatskünstlers, dem der totalitäre Auftraggeber abhanden gekommen ist, und der seine Stein- und Bronzegebirge nun verschenken muss, damit sie in die Welt kommen. Seine Monumente stehen inzwischen in vierzehn Ländern.

    Vorschlag zur Güte: Tsereteli sollte sich von Trump ins Weiße Haus einladen lassen und einen Katalog mitbringen. Vielleicht bestellt Trump ein Werk für Washington D.C., denn in der amerikanischen Hauptstadt grassiert bekanntlich die Gigantomanie im Denkmalbau. Nicht nur riesenhafte Ex-Präsidenten in antikisierten Tempeln bevölkern die Parks seit Jahr und Tag, auch neuere Kriegerdenkmäler im totalitären Stil lassen die US-Intellektuellen aufstöhnen. Aber Tsereteli muss sich beeilen. Er ist alt und Trump hoffentlich nicht mehr lange im Amt …

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Die Neuesten von Welt

Gehe zu Top