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Russisches Militär gibt zu, dass Syrien ein Testgelände für russische Waffen ist

in Geopolitik

Als Bestätigung dessen, was viele Konzernmedien seit Jahren gesagt haben, hat das russische Militär kürzlich zugegeben, dass Syrien ein Testgelände für die militärischen Fähigkeiten Russlands ist, wie die im Besitz Russlands befindliche Nachrichtenagentur TASS berichtet.

„Während der Spezialoperation [in Syrien] wurden mehr als 200 Waffen getestet, was eine hohe kämpferische Effektivität demonstrierte und sich als missionstauglich erwies“, sagte der Vorsitzende des militärischen Wissenschaftskomitees der bewaffneten russischen Streitkräfte und stellvertretende Generalstabs-Generalleutnant, Igor Makushev, letzten Freitag während einer Diskussionsrunde beim internationalen militärischen Technikforum Army-2017  über die Erfahrungen mit Syrien.

„Die Aufmerksamkeit richtet sich speziell auf neue Waffenmodelle, einschließlich derjenigen, die staatlichen Tests unterliegen, um frühzeitig mögliche Verarbeitungs- und Konstruktionsfehler zu entdecken und schnell zu beseitigen“, fügte Makushev hinzu.

Wie die von Katar finanzierte Al-Araby notiert, haben es die Tests des russischen Waffenarsenals direkt ermöglicht, einige lukrative Waffengeschäfte mit vielen Diktaturen in der Region abzuschließen.

Russland wird in den alternativen Medien oft als eine Macht dargestellt, die 2015 in Syrien intervenierte, um Syrien vor dem totalen Zusammenbruch und einer kompletten Übernahme durch Dschihadisten zu „retten“. Während dies zwar zum großen Teil wahr ist, ist das russische Militär aber wohl auch für weit verbreitete Leiden unter der Zivilbevölkerung verantwortlich. Wie wir nun wissen, betrachtet das russische Militär das syrische Gebiet als ein Testgelände für seine Waffen, damit Russland abschätzen kann, 1.) wie effektiv es derzeit seine Technologie einsetzen kann, um aufkommende Bedrohungen für seine eigene Sicherheit abzuschrecken und ihnen zu begegnen, und 2.) ob ein lukrativer Markt für russische Waffensysteme zu finden ist, nachdem diese Waffen nun [im Einsatz] getestet worden sind.

Während Russland eindeutig in Syrien intervenierte, um die Regierung Assads zu schützen, hatte sein strategischer Verbündeter höchstwahrscheinlich andere Motive, dies zu tun. Man darf nicht vergessen, dass Kommentatoren regelmäßig genau diese Behauptung in Bezug auf den israelischen Angriff auf Gaza verwenden, indem sie argumentieren, dass Israel Gaza als Testgelände für seine eigenen Waffen benutze, die es dann an Diktatoren verkauft, die Menschenrechte verletzen.

In beiden Fällen scheint es, dass die zuvor erwähnten Schauplätze selbst in solchen Gebieten als Testgelände genutzt werden, die dicht von Zivilisten besiedelt sind. Die Tatsache, dass mehr als 200 Waffen in Syrien getestet wurden, legt nahe, dass obwohl die russische Intervention zwar politisch Sinn macht und sicherlich dabei geholfen hat, den syrischen Staat davor zu schützen, von einer Reihe gewalttätiger radikaler Terrorgruppen gestürzt zu werden, seine Mission sehr wenig mit Menschenrechten oder humanitären Bedenken zu tun – falls überhaupt.

Verweise:

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1 Comment

  1. Jeder Krieg ist ein Testgelände für neue Waffen. Warum sollte es in Syrien anders sein? Der Russe hat nur dort Gelegenheit seine Waffen zu testen. Der Amit tat es in fast 60 Kriegen, die er nach 1945 weltweit anzettelte.

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