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Deutschland droht USA Sanktionen an, wenn sie Russland mit neuen Sanktionen belegen

in Geopolitik/Wirtschaft

Die europäisch-amerikanische Allianz sieht zurzeit sehr instabil aus. Insbesondere in den USA gibt es verschiedene widerstreitende Interessen in Bezug auf die Regierung des Landes.

Vor nicht langer Zeit zog US-Präsident Trump die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurück, das weitgehend von europäischen Nationen vertreten wurde. Der Schritt hat sowohl in den USA als auch in Europa Kritik auf sich gezogen und in den USA gibt es einige Politiker, die sich vehement der Trump-Regierung widersetzen. Diese Leute betrachten die Regierung als unrechtmäßig.

Für viele Demokraten und manche Republikaner hat sich Russland in die Wahl des Landes eingemischt, was Trump zum Gewinn der Präsidentschaft verholfen habe. Trump hat diese Behauptung zurückgewiesen, indem er es ein totales Hirngespinst von verwirrten Demokraten nannte, die die Niederlage einfach nicht eingestehen wollen.

Am 15. Juni verabschiedete der Senat einen Gesetzentwurf, um Russland wegen seiner angeblichen Einmischung in die US-Wahl neue Sanktionen aufzuerlegen. Interessant an diesem Gesetzentwurf ist, dass er fast mit einem einstimmigen Votum beschlossen wurde, obwohl der Senat von den Republikanern kontrolliert wird. Das bedeutet, dass es auch viele Republikaner gibt, die glauben, dass sich Russland in die Wahlen eingemischt habe, um Trumps Agenda zu unterstützen.

Trump versprach während des Wahlkampfes, die Beziehungen der Vereinigten Staaten mit Russland zu verbessern. Der neue Gesetzentwurf des Senats wird, wenn er vom Weißen Haus verabschiedet wird, Trump zur Ratifizierung vorgelegt. Trump wird selbstverständlich nicht bereitwillig eine Maßnahme gutheißen, die danach strebt, die Beziehungen mit Russland zu verschlechtern.

Ebenso wie sich der neue Gesetzwurf für die Trump-Regierung zu einem Albtraum entwickelt hat, beunruhigt er auch die engsten Verbündeten Amerikas in Europa. Der Gesetzentwurf, wenn er denn zum Gesetz wird, wird große europäische Unternehmen beeinflussen, die Geschäfte mit Russland machen. Dies macht viele europäische Staaten innerhalb einer bereits instabilen globalen Wirtschaft zusätzlich nervös.

Gegenwärtig stellen Deutschland, Österreich und eine Menge anderer europäischer Unternehmen technische Unterstützung für den Bau des Nord Stream-Projektes bereit, eine Offshore-Erdgaspipeline von Vyborg in der Russischen Föderation durch die Ostsee nach Greifswald in Deutschland.

Bildtext: „Senat stimmt neuen russischen Sanktionen als Bestrafung für Manipulation der Wahl von 2016 zu“

Die europäischen Staaten, die an diesem Mega-Projekt beteiligt sind, sind besorgt, dass wenn der Gesetzentwurf des Senats vom Weißen Haus verabschiedet wird, die Sanktionen den Weg für Geldstrafen gegen ihre Unternehmen ebnen werden, die am Nord Stream-Projekt beteiligt sind.

Die Europäer haben darum den Gesetzentwurf scharf kritisiert, indem sie die USA beschuldigen, anderweitige Interessen zu verfolgen, indem sie eine Energieblockade durchsetzen, was ihnen zufolge einen Versuch darstellt, den Zulieferern von amerikanischem Erdgas auf Kosten ihrer Wirtschaft und russischer Konkurrenten zu helfen.

Die von Deutschland angeführten Länder haben gewarnt, dass die durch den US-Gesetzentwurf drohende Bestrafung europäischer Staaten, die am Nord Stream-Projekt beteiligt sind, „eine komplett neue, sehr negative Dimension in die europäisch-amerikanischen Beziehungen einführt“.

Laut Reuters unternimmt Deutschland weitreichende Maßnahmen gegen den Gesetzentwurf. Das Land hat als Vergeltung mit Sanktionen gegen die USA gedroht, wenn die neuen Sanktionen gegen Russland in einer Bestrafung deutscher Firmen resultieren.

Der Sprecher für Kanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur, dass der Gesetzentwurf des Senats, der beabsichtige, Russland wegen seiner angeblichen Einmischung in die US-Wahl zu bestrafen, auch Strafen gegen europäische Unternehmen nach sich ziehen könne. Er sagte, dass dies nicht geschehen dürfe, da es wahrscheinlich die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA gefährden würde.

Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries fügte auch hinzu: „Berlin würde über Gegenmaßnahmen nachdenken müssen. Wenn er es tut [d.h., dass Trump den Gesetzentwurf unterstützt], werden wir darüber nachdenken, was wir dagegen tun werden.“

Kommentatoren sagen, demnach zu urteilen, wie die jüngste Reaktion Deutschlands auf die USA aussieht, wird dies Europa in die Hände Russlands treiben, wenn die USA Russland neue Sanktionen auferlegen. Dies, so sagen sie, wird den Russen einen entscheidenden geopolitischen Sieg über die Vereinigten Staaten von Amerika verschaffen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/germany-threatens-sanction-u-s-imposes-new-sanctions-russia/


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3 Comments

  1. Vor 2 Tagen hat die EU zusammen mit Merkel selbst die Verlängerung der Sanktionen der EU gegen Russland beschlossen !?!?

    Die Alte hat also eine gewaltige Macke !!!!

  2. Was steckt hinter der Russland-Hetze der USA?

    https://www.contra-magazin.com/2017/06/was-steckt-hinter-der-russland-hetze-der-usa/#comment-284581

    Wenn es um Russland geht, werden amerikanische Politiker hysterisch. Egal, was auf der Welt geschieht – es gibt kaum eine negative Meldung, deren Ursache nicht umgehend Russland oder dem russischen Präsidenten zugeschrieben wird. Ob es sich um einen Flugzeugabsturz in der Ukraine, die Manipulation der Präsidentenwahl in den USA oder Massendoping bei internationalen Sportereignissen handelt – US-Politiker und US-Medien deuten sofort mit dem Finger auf Russland.

    Ein Gastartikel von Ernst Wolff

    Diese permanente Schuldzuweisung ist nicht neu: Gleich nachdem sie das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit der Sowjetunion besiegt hatten, änderten die USA den Kurs gegenüber dem Verbündeten und eröffneten die jahrzehntelange Phase des „Kalten Krieges“. Wer immer in den USA auch nur ein positives Wort über die Sowjetunion fallen ließ, wurde in der „McCarthy-Ära“ der Fünfziger Jahre als „Kommunistenfreund“ verfolgt. Wer sich dem staatlichen Diktat nicht beugte, verlor – wie u.a. Charlie Chaplin – die US-Staatsbürgerschaft oder wanderte ins Gefängnis.
    Warum? Wieso wurde aus dem Verbündeten im Zweiten Weltkrieg plötzlich der Staatsfeind Nr. 1? Und wieso wird heute wieder solche Hetze gegen Russland betrieben?

    Gegenwärtiges Ziel der USA: Das Ende der Dollar-Ära abwenden….ALLES LESEN !!!

    Richard kommentiert

    Die USA dämonisieren jeden Staat, der diese Welt multipolar macht.

    Vor diesem Hintergrund ist auch der Erste Weltkrieg einzuordnen. Damals war Deutschland ein aufblühender Industriestaat, der den USA bzgl. technologischer Entwicklung und damit auf dem Weltmarkt den Rang ablief.

    Es gab kein Land der Welt, dass so viele erstklassige Patente anmeldete, so viele Erfindungen machte und damit wirtschaftlich so aufblühte.

    Die Dämonisierung Rußlands, die wir heute sehen, gab es vor über 100 Jahren in ähnlicher Form schon einmal gegen Deutschland. Der Erste Weltkrieg diente der Zerschlagung Deutschlands als Gegenpol zur angelsächischen Weltdominanz.

    Blick in die Zukunft kommentiert

    Der Zenit der US-Dominanz scheint überschritten. Rußland und China werden im Verhältnis zur US-Wirtschaft und dem US-Militär immer stärker.

    Die USA können Rußland und China militärisch nicht angreifen und sie schaffen es nicht, sie wirtschaftlich in die Knie zu zwingen.

    Zeitgleich gehen die USA wirtschaftlich und finanziell den Bach herunter. Der Freihandel ruiniert die US-Binnenwirtschaft. Trump versucht zwar zaghaft gegen zu steuern, doch ein durchgreifendes Konzept scheint er nicht umzusetzen. So kommt die US-Wirtschaft nicht richtig auf die Beine. Die internen Widerstände gegen eine solche Änderung der Wirtschaftspolitik sind wohl auch recht groß. Die Wallstreet will ihre Profite sichern.

    In schätzungsweise 50 Jahren ist die USA durch ihre schwache Wirtschaft nur noch ein Schatten ihrer heutigen Weltmacht, China hingegen ist die größte Wirtschaftsmacht, mit der militärische Macht einher geht.

    Die Weltherrschaftsphantasien der USA dürften ausgeträumt sein. Die Zeit läuft gegen die USA.

    Dirk kommentiert

    Schlimm ist nur, dass die europäischen Vasallen nicht so klug und emanzipiert sind und diesem Treiben keinen Einhalt bieten, sondern durch erneute Russland Sanktionen noch verschärfen.

    Wir brauchen Frieden und Sicherheit und gute politische und wirtschaftliche Kontakte mit allen europäischen Staaten einschließlich Russland, keine falschen transatlantischen Freunde, die zu ihrem eigenen Vorteil andere Länder mit in den Sumpf ziehen.

  3. Fachleute verwirrt: Russlands Wirtschaft wächst je mehr Sanktionen kommen

    https://www.newskritik.ch/news.php?id=270931&title=Fachleute+verwirrt%3A+Russlands+Wirtschaft+wächst+je+mehr+Sanktionen+kommen

    Fachleute verwirrt: Russlands Wirtschaft wächst je mehr Sanktionen kommen. Eine Wende an den Finanzmärkten: Nach dem ökonomischen Niedergang gelingt Russland das Kunststück, wieder internationale Investoren zu finden. Dieser große Erfolg ist ein Ärgernis für die westliche Politik.

    Wahrscheinlich kann Wladimir Putin sein Glück kaum fassen. Der russische Präsident hat gerade einen großen Sieg errungen. Einen Sieg, den ihm noch vor Kurzem kaum jemand zugetraut hatte. Zwar hatte Russlands Anführer die außenpolitische Bühne in den vergangenen Jahren zurückerobert. Doch wirtschaftlich war sein Reich in der jüngsten Vergangenheit immer angeschlagen.

    Mit dem Ausbruch der Krim-Krise und dem Absturz des Ölpreises ging auch der ökonomische Niedergang einher. Denn während die Einnahmen aus dem Verkauf des Rohstoffes einbrachen, wurde es für den Kreml beinahe unmöglich, sich an den internationalen Kapitalmärkten frisches Geld zu besorgen. Russland sammelt Milliarden ein Doch das ändert sich gerade. Putin gelingt das Kunststück, wieder Investoren zu finden.

    Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus einen Tiefpunkt nach dem Ende des Kalten Krieges erreicht haben, geben ihm westliche Anleger wieder bereitwillig Geld. Spielend hat der Kreml mal eben drei Milliarden Dollar an den Finanzmärkten eingesackt. Und er hätte auch noch deutlich mehr verkaufen können. Globale Investoren hatten Orders über 6,6 Milliarden Dollar abgegeben. Symbolträchtiger hätte die Machtdemonstration der Russen nicht ausfallen können.

    Da hatten die Amerikaner am Dienstag gerade die Sanktionen gegen Russland verschärft, und keine zwei Stunden später platzierte der Kreml die Anleihen an den Märkten. Und der Verkauf wurde auch nicht von irgendeiner Bank durchgeführt. Ausgerechnet die staatseigene VTB Capital, die auf den Sanktionslisten beiderseits des Atlantiks steht, arrangierte die Bond-Platzierung. Entsprechend feierten die Russen den Erfolg…..ALLES LESEN !!!!!

    Falk kommentiert

    Die Idioten in USA und Europa werden Russland nicht klein kriegen !!!

    Der Russe hat auch prima neue ÜBERSCHALLKAMPFBOMBER …….Jeder bekommt das was er verdient ! Wenn der Ami so weitermacht ……gibt’s was !

    DAS DUMME ist Deutschland und Europa liegen dazwischen !

    Und Murksin unsere polnische Halbjüdin ist im besetzten Deutschland die Verwalterin. ! Ein Friedensvertrag könnte uns allen helfen !

    Die dreckigen Amis sind irre ! Ausserdem ist die USA PLEITE mit 20 Billionen Dollar !

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