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Sowjetunion setzte Atombombe ein, um einen Stausee zu erschaffen, bildete jedoch stattdessen einen atomaren See

in Umwelt

Wussten Sie, dass die Sowjetunion 1965 eine Atombombe einsetzte, um einen Wasserspeicher zu erschaffen, aber letzten Endes einen radioaktiv verseuchten Wasservorrat hatte, der als „Atomsee“ bekannt ist?

Nun vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichtes Filmmaterial zeigt einen riesigen Atompilz, nachdem der unterirdische sowjetische Atomsprengkopf in Schagan detonierte, am Rande des Testgeländes Semipalatinsk in Kasachstan.

Der Videoausschnitt zeigt, wie die 140 Kilotonnen-Apparatur in ein 178 Meter tiefes Loch im ausgetrockneten Bett des Flusses Schagan eingelassen wird, und wie die Explosion einen 400 Meter breiten und 100 Meter tiefen Krater mit einer Randhöhe von 20 bis 38 Metern erschuf, bevor ein Kanal hindurch verlegt wurde, um zu ermöglichen, dass ein nahegelegener Fluss das Reservoir auffüllt.

Daily Mail erklärt, dass der See Schagan noch heute existiert, aber radioaktiv verseucht sei und auf den Namen „Atomsee“ getauft wurde:

Die Detonation war dazu angelegt, um die Eignung von Atomexplosionen zur Erzeugung von Wasserspeichern zu testen. Sie wurde unter dem Banner „Atomexplosionen für die nationale Wirtschaft“ durchgeführt, indem man darauf abzielte, eine friedliche Nutzung von Atomsprengköpfen zu finden. Es war zugleich auch die größte je durchgeführte Detonation.

Die Sowjets waren zur Zeit seiner Erschaffung stolz auf den See Schagan und der Minister für Mittleren Maschinenbau ist sogar dabei zu sehen, wie er gegen Ende des Videomaterials in den See eintaucht. Das Wasser wurde auch dazu verwendet, um das Vieh in der Region zu tränken.

Der See Schagan war der erste Test, aber die Sowjetunion setzte diese Politik noch bis 1989 fort, als bis dahin mindestens 156 atomare Tests durchgeführt worden waren.

Verweise:

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