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Contrapaganda - page 28

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Neuer Rekord: 95,1 Millionen US-Amerikaner sind arbeitslos

in Wirtschaft

Soviel zum lange erwarteten Wiederanstieg der Erwerbsquote.

Nachdem die Beschäftigungsquote Anfang des Jahres leicht zugelegt hat, indem sie im März mit 63% den höchsten Wert innerhalb eines Jahres geschafft hat, hat sich durch den stagnierenden Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung in den darauffolgenden Monaten wieder Enttäuschung breitgemacht, indem dieser zuletzt im November auf 62,7% gefallen ist – knapp über seinen Tiefpunkt seit 35 Jahren, der letzten Oktober mit 62,4% erreicht wurde. Dies lässt sich durch die Zunahme von Amerikanern feststellen, die nicht länger zur erwerbstätigen Bevölkerung gehören, und deren Anteil im November um 446.000 nach oben geschossen ist, indem er ein Allzeithoch von 95,1 Millionen erreichte.

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Grafiken: Erwerbsquote (rote Linie) und Arbeitslosenquote (schwarze Linie)

Deswegen schrumpfte die Erwerbsbevölkerung vor einem Monat von 159,71 Millionen auf 158.48 Millionen um 226.000, wodurch die Arbeitslosenquote auf 4,6% gesunken ist, den niedrigsten Wert seit August 2007.

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Grafik: US-Arbeitslosenquote

Addiert man die Zahl der Arbeitslosen zu den Personen hinzu, die nicht zur Erwerbsbevölkerung gehören, gibt es nun über 102,5 Millionen Amerikaner, die entweder arbeitslos oder nicht (länger) arbeitssuchend sind.

Verweis:

https://www.bloomberg.com/news/articles/2016-12-02/payrolls-in-u-s-rise-jobless-rate-falls-on-lower-participation

Übersetzt aus dem Englischen von TheAntiMedia.org

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Für alle sichtbar versteckt: Der enthüllte weltweite Pädophilie-Ring

in Kriminalität

Kürzliche Enthüllungen über einen Pädophilie-Ring, der durch und für die Reichen und Mächtigen betrieben wird, zeigen, dass es sich dabei nicht um isolierte Vorfälle handelt, sondern dass sie Teil eines systembedingten, weltweiten Problems sind, von dem insbesondere wehrlose Kinder betroffen sind.

Auf der ganzen Welt kommen kontinuierlich Jahr für Jahr Pädophilie-Skandale an die Öffentlichkeit, während es die Konzernmedien und Strafverfolgungsbehörden gleichermaßen versäumen, die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen als ein globales, systembedingtes Problem zu behandeln. Indem die Anzahl der Kindesmissbrauchsskandale unter Beteiligung der Reichen und Mächtigen ständig zunimmt, wird es unmöglich zu vertuschen, dass diese Vorfälle von Kindesmissbrauch und Ausbeutung weltweit organisiert sind und oft von genau denselben Leuten betrieben werden, die großen Einfluss auf die Gesellschaft und Politik ausüben. Es hat sich gezeigt, dass dabei vor allem die Unterhaltungsindustrie, politische Machtzentren und sogar die organisierte Religion im Mittelpunkt stehen, wo dieser schreckliche Missbrauch unter den „Eliten“ und anderen mächtigen Personen ermöglicht und weitgehend akzeptiert wurde, die diese Institutionen dominieren. Die Folge dvon sind mehrere Beispiele einer weit verbreiteten Verdorbenheit, die von einigen der einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt praktiziert wird.

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Links: Lady Gaga and Marina Abramovic (die für ihr „Spirit Cooking Dinner“ berühmt-berüchtigt ist) besuchen eine Benefizveranstaltung namens “Devil’s Heaven” („Teufelshimmel“), wo die Gäste an vorgetäuschtem Kannibalismus teilnahmen. Rechts: Lady Gaga posiert bei dem gleichen Ereignis mit einer „Freundin“. Warum besuchte ein unbeaufsichtigtes junges Kind dieses grauenhafte Ereignis? Quelle: „Vigilant Citizen“

„Anfang dieses Jahres sorgte der weltbekannte Schauspieler Elijah Wood, der seine Karriere als Kinderstar in Hollywood begann, für Aufsehen, als er in einem Interview mit der Sunday Times die „Giftschlangen“ in der Filmindustrie anprangerte, die sich junge Kinder „als Opfer aussuchen“. Woods Behauptungen spiegeln diejenigen von anderen früheren Kinderstars wider, einschließlich jenen von Corey Feldman, der bekanntermaßen zu ABC sagte: „Das größte Problem in Hollywood ist Pädophilie und wird es immer sein“. Eine andere frühere Kinderschauspielerin, Alison Arngrim, die eine Hauptrolle in der Kultserie Little House on the Prairie [Unsere kleine Farm] hatte, stützte ebenfalls diese Behauptungen, indem sie sagte: „Es gibt Eltern, die ihre Kinder praktisch zur Prostitution zwingen, in der Hoffnung, dass sie Geld verdienen und es sie weiterbringt. Es ist eine schreckliche Falle, in die die Kinder hineingeraten sind.“ Andere Eltern von Kinderschauspielern schweigen aus Angst, sogar noch nachdem sie herausgefunden haben, dass ihr Kind sexuell missbraucht worden ist. Fox News berichtete über die Entdeckung eines Mitglieds einer bekannten Band, das lieber anonym bleiben wollte, dass ihr Kind zum Opfer einer anderen erfolgreichen Persönlichkeit der Unterhaltungsindustrie wurde, die 30 Jahre älter war. Der Missbrauch wurde durch die Komplizenschaft der Eltern vertuscht, um den Ruf des Täters und den seiner Kollegen nicht zu ruinieren.

Es ist keine Frage, dass in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie etwas Düsteres vor sich geht. Eines der offensichtlichen Beispiele ist, wie die Musikindustrie offen sexualisierte Lieder, Videos und Texte für Kinder vermarktet, während sie sich auch Popstars wie Miley Cyrus bedient, um Kinder und sogar Babys zu sexualisieren. In ihrem Video für ihr Lied BB Talk singt Cyrus, die ebenfalls ihre Karriere als Kinderstar begann, die Worte „f**k mich“, während sie einen Strampelanzug trägt:

Später posiert sie provokativ in einem Kinderbett mit einer Babyflasche, während sie dabei eine Windel und eine Babymütze trägt. War es Cyrus‘ persönliche Entscheidung, dies in ihr Video zu integrieren, oder wurde die Wahl im Namen einer krankhaften Industrie getroffen, die versucht, ihr Verhalten als normal darzustellen, indem sie solche Bilder populär macht? Rihanna und Katy Perry sind andere Popstars, deren Videos und Lieder trotz ihrer sexuellen Anspielungen oft direkt für Kinder vermarktet werden. Angesichts dessen, dass zahlreiche Psychologen herausgefunden haben, dass „Musikvideos junge Leute sozialisieren, indem Vorstellungen über erwartetes Verhalten, Beziehungen sowie das männliche und weibliche Rollenverhalten kommuniziert werden“, legt dies nahe, dass sowohl diese Massenvermarktung von Sex für Kinder als auch die Vermarktung von Musikvideos, die eine kindliche Bildersprache mit Wollust beinhalten, ein Anzeichen der pädophilen Obsession in der Unterhaltungsindustrie sind und dazu dienen, diese Art der Verkommenheit als normal darzustellen.

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Pädophilie ist auch unter der politischen Elite der USA verbreitet, indem in den letzten Jahrzehnten Skandal um Skandal aufgetaucht ist. Ausnahmslos ist dabei jedes Mal alles vertuscht worden, um die Bloßstellung von Amerikas Reichen und Mächtigen zu verhindern. Der bekannteste von ihnen, die sogenannte Franklin-Vertuschung, war wohl der größte Pädophilie-Skandal in der US-Geschichte und sogar das Weiße Haus war davon betroffen. Zwei Insider der republikanischen Partei sowie Lobbyisten aus Washington DC, Craig Spence und Lawrence E. King Jr., wurden angeklagt, homosexuelle Pädophilie-Ringe organisiert zu haben, von denen minderjährige Jungen im Alter von 15 Jahren und jünger betroffen waren.

Spence, der zu dieser Zeit unglaublich einflussreich war, arrangierte in den 1980ern mindestens vier „Mitternachtstouren“ im Weißen Haus, wo er von kleinen Jungen begleitet wurde, die er fälschlicherweise als seine eigenen Kinder ausgegeben hatte. Als die Nachricht über den Skandal bekannt wurde, beging Spence „Selbstmord“, und viele seiner Geschäftspartner kamen für ihre Beteiligung ins Gefängnis. Jedoch wurde nicht über Spence’s Verbindungen mit dem Weißen Haus unter Reagan oder mit anderen US-Spitzenpolitikern ermittelt, und weitergehende Ermittlungsversuche wurden unterbunden.

In den 1990ern, wurden dann Bill Clintons sexuelle Eskapaden weithin bekannt und führten fast zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen ihn wegen Meineides. Clinton wurde auch mit dem verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht, indem er häufig mit Epsteins Flugzeug voller minderjähriger Mädchen mitflog – dem sogenannten „Lolita Express“, und er besuchte mehrmals Epsteins private Residenz, die als „Orgieninsel“ bekannt ist. Mehrere Angehörige des US-Kongresses wurden ebenfalls im Laufe der Jahre in Pädophilie-Skandale verwickelt, wie etwa Mark Foley, ein früherer Abgeordneter aus Florida, der 2003 dabei ertappt wurde, wie er sexuell anzügliche Botschaften an minderjährige Jungen verschickt hatte.

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Der wahrscheinlich bekannteste Kindesmissbrauchsskandal von allen, der bereits seit mehreren Jahrzehnten andauert und möglicherweise lange davor begann, betrifft die römisch-katholische Kirche. Allerdings erhält der grassierende sexuelle Missbrauch Minderjähriger durch katholische Priester erst seit den 1980ern eine merkliche Medienaufmerksamkeit. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat die Zahl der Anschuldigungen bis heute immer weiter zugenommen. Von 2001 bis 2010 untersuchte der Heilige Stuhl, das zentrale Führungsgremium der Kirche, sexuelle Missbrauchsvorwürfe, von denen über 3.000 Priester betroffen waren.

Obwohl manche Studien behauptet haben, dass die Zahl der Missbrauchsfälle durch Priester gesunken ist, seitdem sie vor etwa 20 Jahren zu einem internationalen Skandal führten, ist es nicht zu leugnen, dass es sich um ein systembedingtes Problem handelt, das in der ganzen Institution um sich greift, und was es besonders erschwert, es aus der Welt zu schaffen. Es ist auch nicht hilfreich, dass die Kirche häufig ihre Bischöfe und Priester angewiesen hat, Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs zu vertuschen, während angesichts des enormen Ausmaßes der Anschuldigungen gleichzeitig relativ wenige Priester von Disziplinarmaßnahmen betroffen sind.

Ein aus den 1960er Jahren stammendes Dokument, das 2003 ans Licht kam, zeigt, dass der Vatikan katholische Bischöfe ausdrücklich anwies, weltweit sexuelle Missbrauchsfälle zu vertuschen, indem diejenigen, die es wagten, über den systematischen Missbrauch den Mund aufzumachen, mit der Exkommunikation bedroht wurden. Daran hat sich wenig geändert, indem der Vatikan Anfang des Jahres seinen Geistlichen erklärte, dass es „nicht notwendigerweise“ zu den Pflichten der Priester gehöre, Missbrauchsfälle aus ihren eigenen Reihen zu melden. Zusätzlich wurde kürzlich bekannt, dass der Vatikan seit 1950 mittlerweile beinahe 4 Milliarden Dollar ausgegeben hat, um das Schweigen der Missbrauchten zu erkaufen und den Ruf der Kirche zu schützen, wovon der meiste Teil aus den Abgaben loyaler Katholiken stammt.

Schlussfolgerung

Traurigerweise gibt es viele, viele weitere Beispiele. Zum Beispiel hält sich Pädophilie hartnäckig unter den Reichen und Mächtigen in England, indem auch Mitglieder des Königshauses, britische Spitzenpolitiker und sogar frühere Premierminister Fälle von Fällen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger betroffen sind, die ebenso gut dokumentiert sind wie die Vertuschungen und das mysteriöse „Verschwinden“ von Beweisen. Viele von denen, die gegen Kindesmissbrauch durch die Eliten aussagen, wurden als „verrückt“ oder als „Verschwörungstheoretiker“ abgestempelt, bis nachgewiesen war, dass sie recht hatten, so wie im berühmten Fall des BBC-Fernsehmoderators und Pädophilen Jimmy Savile. Aufgrund ihrer einflussreichen Verbindungen ist es diesen mächtigen Personen gelungen, ihre Opfer zum Schweigen zu bringen und ihre abscheulichen Verbrechen zu vertuschen, da sie kaum Konsequenzen davontragen müssen. Und dennoch, indem immer weniger Leute den Lügen der vergangenen Jahrzehnte Glauben schenken und mit jedem neu auftauchenden Beweis für die weit verbreitete Pädophilie, ist es fraglich, ob sie auch weiterhin in der Lage sein werden, der Öffentlichkeit weiter etwas vorzumachen.

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Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Richter sagen, dass ein Sechsjähriger zu sexuellem Missbrauch eingeladen habe

in Kriminalität

Buenos Aires, Argentinen – Die Richter Horacio Piombo und Ramón Sal Llargués vom Kassationsgericht in Buenos Aires setzten die Welt in Erstaunen, als sie das Urteil eines Kinderschänders herabsetzten, weil das Kind „eine homosexuelle Orientierung erkennen gelassen habe und daran gewöhnt gewesen sei, sexuell missbraucht zu werden“.

Mario Tolosa war der Fußballtrainer des Kindes, als er es vergewaltigte. Er wurde zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, aber die Richter verkürzten das Urteil fast um die Hälfte, weil Tolosa nicht für „die auf die schiefe Bahn geratene sexuelle Entwicklung des minderjährigen Kindes“ verantwortlich gemacht werden könne. Der Sechsjährige wurde von den Richtern als Transvestit bezeichnet, bevor sie erklärten:

Es ist klar, dass die sexuelle Orientierung des Kindes – trotz seines jungen Alters und in Anbetracht der aussagekräftigen Zeugenaussagen der ihm Nahestehenden – bereits getroffen worden ist.

Der mit dem Fall betraute Staatsanwalt legte beim obersten Gericht der Provinz Buenos Aires Berufung ein.

Es ist anzumerken, dass es sich hierbei um dieselben ehrenwerten Richter handelt, die das Urteil gegen einen Priester verringerten, der ein 14-jähriges und ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigte, weil die Mädchen „aus einer sozialen Klasse waren, in der bereits in jungen Jahren sexuelle Freizügigkeit akzeptiert ist“.

Offensichtlich billigen die Richter damit sexuelle Handlungen mit Minderjährigen, aber ihre neueste Entscheidung und Begründung öffnet denjenigen Tür und Tor, die sich an solche Kinder heranmachen, die irgendeine Art von Verhalten erkennen gelassen haben, das gegen die Normen der traditionellen, konservativen Gesellschaft verstößt. LGBT-Gruppen des Landes sind daher (zurecht) außer sich vor Wut.

Selbst der für die Region zuständige Pflichtverteidiger äußerte ernsthafte Bedenken über das Urteil der Richter. Er bezeichnete das Urteil als „diskriminierend“ und „homophob“.

Buenos Aires ist bereits für Sextouristen und Sexhandel bekannt. Nun ist zu erwarten, dass die Gegend zu einem Sammelbecken für Leute wird, die Kinder ausnutzen wollen. Diese Richter haben durch ihre Urteile insgesamt grundsätzlich den Eindruck erweckt, dass Missbrauch einfach etwas ist, womit Kinder rechnen müssen, solange die Opfer aus Familien mit geringem Einkommen stammen und nach Ansicht des Gerichts irgendwie schwul erscheinen. Dadurch laden sie geradezu dazu ein.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von TheAntiMedia.org

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Die unbekannten Opfer illegaler Abholzung: 2015 wurden 185 Umwelt- und Landaktivisten ermordet

in Umwelt

„Überall auf der Welt, schützen geheime Absprachen zwischen staatlichen Interessen und Konzerninteressen die Verantwortlichen für die Tötung [von Aktivisten].“

Wenn wir an Aktivisten denken, konzentrieren sich unsere Gedanken vor allem auf die zahllosen denkwürdigen Errungenschaften des Aktivismus, die Geschichte geschrieben haben – Frauenrechte, Rassendiskriminierung und die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, nur um einige der berühmtesten Beispiele zu nennen.

Leider erlangen in den meisten Fällen Kämpfe gegen sozialen Wandel kaum die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Dadurch kann es einzelnen Aktivisten leicht passieren, dass sie von dem System aufgerieben werden, das sie unermüdlich zu verändern versuchen.

Angeblich wurde 2015 eine Gesamtzahl von 185 Aktivisten getötet – eine Zunahme um 59 Prozent – was einen neuen Jahreshöchststand markiert. Insbesondere Aktivisten, die versuchen, die illegale Abholzung für große Rinderfarmen aufzuhalten, sollen in erster Linie solcher Gewalt zum Opfer gefallen sein.

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Bild: Flickr, PRODaniel Beilinson (CC BY-SA 2.0)

Während für viele diese Statistik eine Überraschung darstellen könnte, liegt der Blutzoll in Wirklichkeit wahrscheinlich viel höher, wie ein Bericht der in London ansässigen Interessenvertretung Global Witness mit dem Titel On Dangerous Ground [Auf gefährlichem Gelände] enthüllte. Viele der Opfer stammen aus indigenen Gemeinschaften – ungefähr 40 Prozent – die oft in Gebieten beheimatet sind, die reich an natürlichen Ressourcen sind, so wie etwa der Regenwald. Daher können viele der Morde nicht verifiziert werden, oder sie werden schlicht und einfach gar nicht erst berichtet.

Laut des Berichts „erfuhren die Amazonas-Bundesstaaten 2015 ein nie dagewesenes Ausmaß der Gewalt, wo Viehfarmen und landwirtschaftliche Anbauflächen oder Banden illegaler Holzfäller in die Gemeinschaften eindringen. Der Regenwald hat Platz gemacht für Tausende illegaler Abholzungscamps, während die Grenze der landwirtschaftlich genutzten Fläche immer weiter in vorher unberührte Gebiete indigener Reservate verschoben wird. Es wird geschätzt, dass 80% des brasilianischen Nutzholzes illegal sind, und dass es einen Anteil von 25% des illegalen Holzes auf den Weltmärkten bildet. Ein Großteil davon gelangt an Käufer in den USA, Europa und China.“

Unterdessen ist die Hoffnung, dass die Verbrechen gesühnt werden, in vielen gut dokumentierten Fällen kaum mehr als ein Wunschtraum. In einem dieser Fälle, wurden sowohl der Vater als auch der Großvater der philippinischen Aktivistin Michelle Campos öffentlich hingerichtet, nachdem sie versucht haben, das Land ihrer Vorfahren gegen den Abbau von Rohstoffen zu verteidigen. Die Mörder, die von vielen Zeugen identifiziert wurden, wurden jedoch nie vor Gericht gestellt.

„Überall auf der Welt“, fährt der Bericht fort, „schützen geheime Absprachen zwischen staatlichen und Konzerninteressen viele der Verantwortlichen für die Tötungen. Wir fanden bei gut dokumentierten Fällen heraus, dass 16 im Zusammenhang mit paramilitärischen Gruppen standen, 13 mit der Armee, 11 mit der Polizei, und weitere 11 mit privaten Sicherheitsdiensten – was stark auf Verbindungen der Tötungen mit Konzerninteressen hindeutet. Es gab kaum Anzeichen dafür, dass die Autoritäten entweder ernsthaft die Verbrechen untersuchten, oder Maßnahmen ergriffen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.“

Diese Art von Korruption kann auch in westlichen Nationen festgestellt werden: So wurde letztes Jahr enthüllt, dass das FBI auf seinen Terrorlisten Umweltaktivisten eine hohe Priorität eingeräumt hat.

„Regierungen und Konzerne benutzen eine aufrührerische Sprache, um Aktivisten zu verleumden und sie öffentlich als ‚anti-fortschrittlich‘ zu brandmarken. Zur gleichen Zeit drücken sie gegenüber der Korruption, Gesetzesverstößen und Umweltzerstörung ein Auge zu. Viele Fälle gehen straffrei aus, und gegen die mutmaßlichen Täter – die für die Gewalt verantwortlich sind, die mit mit Konzern- und Staatsinteressen in Zusammenhang steht – wird nicht ermittelt.“

Seit 2002 hat Global Witness 1176 Fälle von von Land- und Umweltschützern dokumentiert. Die dramatische Zunahme der Fälle im letzten Jahr, ist ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass die Regierungen und Konzerne die Gewalt und Korruption verleugnen, welche für die Zerstörung der Gebiete der Erde mit der größten Biodiversität verantwortlich ist sowie für den Tod der Leute, die für deren Schutz ihr Leben auf’s Spiel gesetzt haben.

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Bild: Flickr, crustmania (CC BY 2.0)

Die höchste Tötungsrate wurde in Brasilien verzeichnet (50 Tote), den Philippinen (33 Tote), Kolumbien (26 Tote), Peru (12 Tote), Nicaragua (12 Tote) sowie der Demokratischen Republik Kongo (11 Tote). Die Druckausübung in Bezug auf die Eigentümerschaft, Kontrolle oder die Nutzung von Land wurde als zugrundeliegender Faktor hinter all den Tötungen angeführt.

„Die Tötungen sind politisch akzeptabler geworden, um die ökonomischen Ziele zu erreichen…Während der vergangenen zehn Jahre, in denen ich im Amazonas gearbeitet habe, habe ich nie eine so schlimme Situation erlebt“, sagte dazu der brasilianische Umweltschützer Felipe Milanez.

Zusätzlich zur Gewalt, benutzen in vielen Fällen Regierungen und Konzerne „legale Maßnahmen, um Aktivisten anzugreifen und ihre legitime Verteidgung von Land- und Umweltrechten zu verhindern“. Um dieses drohende Problem zu überwinden, müssen nationale Regierungen Schritte einleiten, um die Rechte von Umweltschützern zu stärken, Maßnahmen gegen die illegale Ausbeutung natürlicher Ressourcen eine hohe Priorität einräumen und sicherstellen, dass geeignete Gesetze angewandt werden, um die Aktivisten vor Gewalt zu schützen.

Image: Flickr, Jesse Clockwork (CC BY-SA 2.0)

Verweis:

https://www.globalwitness.org/documents/18482/On_Dangerous_Ground.pdf

Übersetzt aus dem Englischenn von AnonHQ.com

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Homöopathische Medikamente werden künftig mit Warnung versehen, dass sie nicht wirksam sind

in Gesundheit

Professionelle Mediziner sind seit Langem besorgt über die kontroverse Rolle der Homöopathie innerhalb des Gesundheitssystems, indem viele befürchten, dass Patienten keine geeignete Betreuung aufsuchen, um ernsthafte und chronische medizinische Beschwerden wirksam zu behandeln.

Die US-Bundeshandelskommission (FTC) hat eine Richtlinie herausgegeben, die sicherstellen wird, dass alle rezeptfreien homöopathischen Medikamente ab sofort mit einer Aufschrift versehen werden, welche besagt, dass es „keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass das Produkt wirksam ist“.

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Bildtext: „Homöopathie ist keine Medizin – Nur zu Unterhaltungszwecken“

In den USA erfreuen sich homöopathische Heilmittel vor allem bei denjenigen großer Beliebtheit, die sich für alternativmedizinische Behandlungen interessieren. 2007 wurde geschätzt, dass die US-Amerikaner mehr als drei Milliarden Dollar für homöopathische Medikamente ausgegeben haben.

Homöopathie ist eine Behandlung, die 1796 durch Samuel Hahnemann erfunden wurde, die auf der Verwendung von stark verdünnten Substanzen basiert und dazu eingesetzt wird, um ein großes Spektrum an Gesundheitsbeschwerden zu behandeln, einschließlich psychischen Störungen, Asthma und Arthritis.

„Die praktizierende Ärzte glauben, dass je mehr eine Substanz auf diese Art verdünnt wird, umso größer ihre Heilkraft ist, um Symptome zu behandeln. Viele homöpathische Heilmittel bestehen aus Substanzen, die viele Male in Wasser verdünnt wurden, bis nichts oder fast nichts mehr von der ursprünglichen Substanz übrig ist“, erklärt der nationale britische Gesundheitsdienst (NHS).

Im letzten Jahrzehnt haben jedoch eine Reihe von Studien nachgewiesen, dass Homöopathie unwirksam ist, wenn sie zur Behandlung von medizinischen Leiden eingesetzt wird. Trotz dieser erdrückenden Beweise erhoffen sich viele Leute immer noch Hilfe durch diese kontroverse alternativmedizinische Behandlungsmethode.

2016 fanden Forscher im Rahmen einer systematischen Studie heraus, dass homöopathische Behandlungen nicht wirksamer sind als Placebo-Medikamente. Nach einer Überprüfung im Rahmen von insgesamt 176 Versuchen – die sich auf 68 verschiedene Gesundheitsprobleme konzentrierten – kamen die Forscher zu der Schlussfolgerung, dass kein Beweis dafür erbracht worden sei, der Anlass zur Vermutung gebe, dass es sich bei Homöopathie um eine wirksame Behandlungsmethode für irgendeine der Krankheiten darstelle.

„Die Homöopathie, die auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurückgeht, basiert auf der Ansicht, dass diese Symptome durch minimale Dosen von Substanzen behandelt werden können, die ähnliche Symptome produzieren, wenn sie gesunden Personen in größeren Dosen verabreicht werden“, erklärte die US-Bundeshandelskommission (FTC).

1972 verkündete die FTC eine Regelung, die von allen Behauptungen einer Wirksamkeit einen Nachweis erforderte, jedoch wurde diese Regelung bis vor Kurzem nicht effektiv durchgesetzt. Berichten zufolge wurde die Richtlinie infolge eines Arbeitskreises verkündet, dessen Augenmerk sich vor allem darauf richtete, wie diese Produkte gegenüber den Konsumenten vermarktet werden.

Als Reaktion auf den Arbeitskreis entschied die FTC, dass alle rezeptfreien homöopathischen Medikamente mit einer Aufschrift gekennzeichnet werden müssen, „dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass das Produkt wirksam ist, und [dass] die Behauptungen über das Produkt nur auf Theorien der Homöopathie aus dem 18. Jahrhundert basieren, die von den meisten modernen medizinischen Experten nicht geteilt werden“.

Professionelle Mediziner sind bereits seit Langem über die Rolle der kontroversen Behandlungsmethode innerhalb des Gesundheitssystems besorgt, wobei viele befürchten, dass die Patienten keine geeignete Betreuung aufsuchen, um ernste und chronische medizinische Leiden wirksam zu behandeln.

Man erhofft sich durch die Kennzeichnung der alternativen Behandlung mit der angemessen Warnung, dass die Produkte nicht länger mit für die Konsumenten irreführenden Methoden vermarktet werden. In einer kürzlichen Presseerklärung formulierte die FTC:

Ein rezeptfreies homöopathisches Medikament, das nicht durch kompetente und verlässliche wissenschaftliche Beweise gestützt wird, könnte unter Umständen nicht irreführend sein, wenn die Werbung oder die Aufschrift, durch die Wirksamkeit suggeriert wird, zuverlässig mitteilt, dass es 1.) keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass das Produkt wirkt und 2.) dass die Behauptungen über das Produkt auf Theorien aus dem 18. Jahrhundert basieren, die von den meisten modernen medizinischen Experten nicht geteilt werden.

Bild: FlickrRichard Craig (CC BY 2.0)

Verweise:

http://www.iflscience.com/health-and-medicine/england-wales-could-blacklist-homeopathy/

http://www.independent.co.uk/news/science/homeopathy-treatments-must-be-labelled-to-say-they-do-not-work-us-government-orders-a7429776.html

http://www.nhs.uk/conditions/homeopathy/Pages/Introduction.aspx

http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-families/health-news/homeopathy-therapeutic-dead-end-systematic-review-no-evidence-it-works-a6884356.html

http://www.iflscience.com/health-and-medicine/us-government-says-all-homeopathic-products-now-have-admit-dont-work/

http://www.iflscience.com/health-and-medicine/england-wales-could-blacklist-homeopathy/

https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2016/11/ftc-issues-enforcement-policy-statement-regarding-marketing

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Globale Kommission über Drogenpolitik ruft zur Legalisierung ALLER Drogen auf

in Kriminalität

Unter den Führungspersönlichkeiten der Welt finden immer mehr Gespräche über die Legalisierung statt, um Ungerechtigkeiten gegenüber den Menschenrechten einzudämmen.

Laut des letzten von der Global Commission on Drug Policy herausgegeben Jahresberichts, müssen sowohl zivil- als auch strafrechtliche Verfolgungen für den Gebrauch sowie Besitz von Drogen beendet werden.

„Aufbauend auf den derzeitigen Modellen einer teilweise stattfindenden Entkriminalisierung, die dabei geholfen haben, effektivere Drogenrichtlinien und positivere Resultate zu erzielen, indem größerer Wert auf Gerechtigkeit, Würde und Menschenrechte gelegt wird, befürwortet dieser Bericht die Beendigung aller Sanktionen – sowohl zivil- als auch strafrechtlicher Art – gegenüber Menschen, die Drogen benutzen. Indem er die zerstörerischen und schädlichen Konsequenzen einer strafenden Drogenpolitik sowie die Notwendigkeit erörtert, diese zu überdenken, ruft der Bericht zur Einführung von Alternativen zur Bestrafung aller geringfügigen, gewaltfreien Akteure des Drogenhandels auf, und dazu, eine Marktregulierung als nächsten logischen Schritt in Betracht zu ziehen“, lauten die Anfangszeilen des Berichts.

Der Krieg gegen Drogen hat versagt, indem die Anzahl der Drogenkonsumenten Berichten zufolge mittlerweile bei 246 Millionen Leuten liegt, so der Bericht. Es ist gegen internationale Gesetze verstoßen worden, indem hierdurch mehr Inhaftierungen und Hinrichtungen stattfinden, als durch die direkten Folgen der Drogen. Der Bericht geht sogar soweit zu erklären, dass der Krieg gegen Drogen effektiv zu Menschenrechtsverletzungen beigetragen hat.

Die frühere Bundespräsidentin der Schweiz und Vorsitzende der Global Commission on Drug Policy, Ruth Dreifuss, erklärte, dass Drogenverbote einfach nicht funktionieren:

Nach Jahren der Verurteilung der dramatischen Auswirkungen des Verbots und der Kriminalisierung von Personen, die der Gesellschaft als Ganzes keinen Schaden zufügen, indem sie selbst Drogen konsumieren, ist es an der Zeit, die Vorteile einer gut ausgearbeiteten und gut angewandten Drogenpolitik hervorzuheben, in deren Mittelpunkt die Menschen stehen.

Diese innovativen Richtlinien können nicht existieren, solange wir nicht ernsthaft über die wichtigsten Fehler diskutieren, die in der Vergangenheit begangen wurden, nämlich die Kriminalisierung des persönlichen Konsums oder der Besitz psychoaktiver Substanzen, die aufgrund nationaler Gesetze illegal sind.

Verweis:

http://www.globalcommissionondrugs.org/wp-content/uploads/2016/11/GCDP-Report-2016_GER.pdf

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Äußerst besorgniserregend: Darum sollten Sie niemandem erlauben, Ihr Kind auf die Lippen zu küssen

in Gesundheit

Herpes-Infektionen werden in erster Linie durch Kontakt mit infiziertem Speichel übertragen, in den meisten Fällen, wenn ein Erwachsener aus Zuneigung ein Kind küsst.

Küssen Sie oder Ihre Freunde oder Verwandte Ihr Kind auf die Lippen? Wenn ja, müssen Sie sofort damit aufhören. Nicht deswegen, weil einige den natürlichen Ausdruck der Zuwendung als eine unangebrachte Verfehlung oder sexuell unangemessen betrachten, sondern weil diese Art des vollkommen akzeptablen Ausdrucks der Intimität zwischen einem Erwachsenen und einem Kind für letzteres lebensbedrohlich sein kann.

Der zehnjährigen Briony Klingberg wurde dies in ihrem Zuhause in den Adelaide Hills zum Verhängnis. Ihre Mutter, Bridget Klingberg, brachte sie letzten Januar zu ihrem Hausarzt, Dr. Christopher Heinrich, nachdem sie sich Sorgen zu machen begann. Briony musste sich übergeben, hatte Probleme mit dem Schlucken und Fieber, das fast eine Woche lang andauerte. Dr. Heinrich verschrieb am 13. Januar ein Antibiotikum, da sie Geschwüre in ihrem Mund hatte, vergrößerte Drüsen und eine Rachenentzündung. Bluttests schienen aufgrund einer abnormalen Leberfunktion zu bestätigen, dass sie Pfeiffersches Drüsenfieber hatte.

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Abgesehen von Dr. Heinrich, war Briony über einen Zeitraum von fünf Tagen bei bei fünf Ärzten, einschließlich des Hausarztes Dr. Christopher Say, der am 15. Januar Geschwüre auf ihren Mandeln entdeckte, aber zu keiner Zeit den Verdacht hatte, dass sie an einem Herpes-simplex-Virus litt. Als sich allerdings ihr Zustand verschlechterte, wurde Briony ins Frauen- und Kinderkrankenhaus in Adelaide gebracht. Leider war es zu spät für das Kind; es erlitt auf dem Parkplatz einen Anfall, kam auf die kinderärztliche Intensivstation, wo es jedoch in den frühen Morgenstunden des 18. Januar starb, nachdem seine lebenserhaltenden Maßnahmen abgestellt wurden. Seine Krankheit blieb undiagnostiziert, bis eine Autopsie ergab, dass die Todesursache ein Multiorganversagen aufgrund einer Herpes-simplex-Infektion war.

Obwohl das Mädchen nach Ansicht einer Assistenzärtin, Dr. Alice Rogers, die Briony am Frauen- und Kinderkrankenhaus untersuchte, eine Kehlkopfentzündung hatte, dehydriert war, ungewöhnliche Geschwüre in ihrem Hals hatte und vom Chefarzt Davinder Gill untersucht werden sollte, hielt dieser das Kind für gesund genug, um nach Hause zu gehen. Eine tief traurige Bridget mit gebrochenem Herzen sagte zu ABC News:

Wir gingen nie mit einer Diagnose nach Hause, es war alles nur eine Vermutung. Jeder schickte uns nach Hause, und so dachten wir, dass sie nicht so krank sein könne. Ich hatte das Gefühl, sie nicht zurück [ins Krankenhaus] bringen zu können, außer wenn es ihr schlechter gehe; für uns sah es nicht unbedingt so aus, dass es schlimmer wurde, aber es ging ihr auch nicht besser. Wir konnten die Schmerzen nicht lindern, wir konnten das Fieber nicht beenden. Aber ich wollte nicht mit den gleichen Anzeichen zurückgehen, wegen denen sie uns nach Hause geschickt hatten. Ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich nicht zurückgehen konnte, weil sie sagten, dass ich sie erst zurückbringen soll, wenn es ihr schlechter geht.

brionyBildtext: „Du kannst mir einen Kuss geben, aber nicht auf die Lippen! Beschützen Sie ihre Kinder vor Herpes. Lassen Sie Freunde oder Verwandte nicht die Lippen Ihres Babys küssen.“

Wie ist Briony mit dem Herpes-simplex-Virus angesteckt worden?

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO, handelt es sich beim Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) um eine hoch ansteckende Infektion. Eine orale Herpes-Infektion verläuft meistens ohne Symptome und die Mehrheit der Leute mit einer HSV-1-Infektion sind sich nicht darüber bewusst, dass sie überhaupt infiziert sind. Experten warnen, dass die meisten HSV-1-Infektionen während der Kindheit auftreten und in erster Linie durch Kontakt mit infiziertem Speichel übertragen werden, in den meisten Fällen, wenn ein Erwachsener aus Zuneigung ein Kind küsst.

Es ist gut möglich, dass Briony ebenfalls die tödliche Infektion von einer Person aus ihrem Bekanntenkreis erhielt, und da die Herpes-Symptome (einschließlich schmerzvoller Blasen oder Geschwüre an der infizierten Stelle) unerkannt geblieben sind, konnten weder ihre Familie noch die Ärzte rechtzeitig die richtige Diagnose stellen, um ihr Leben zu retten.

Verweise:

http://www.abc.net.au/news/2016-06-06/briony-caitlin-klinberg-misdiagnosed-with-glandular-fever/7482474

http://www.news.com.au/national/south-australia/health-on-kensington-gp-dr-christopher-heinrich-tells-inquest-herpes-simplex-virus-was-not-a-diagnosis-one-would-consider-in-briony-klingbergs-case/news-story/ba6c85d93f04ca7ed453907d8eaf70e7

http://www.abc.net.au/news/2016-06-01/doctors-sent-briony-caitlin-klingberg-home-twice-before-she-died/7467158

http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs400/en/

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Stadt geht geschlossen gegen Monsanto vor und erzwingt Abriss von Fabrik für GVO-Saatgut

in Wirtschaft

Argentinien – Die Einwohner einer argentinischen Stadt haben den Abriss einer zur Hälfte fertiggestellten Fabrik von Monsanto für gentechnisch verändertes Saatgut erzwungen. Die Aktivisten sind drei Jahre lang zur Regierung und zu Monsanto marschiert, haben Petitionen eingereicht und Gespräche geführt, damit die letzte Erweiterung des Konzerns nicht genehmigt wird – eine mehrere Millionen Dollar teuere Fabrik für gentechnisch verändertes Saatgut im argentinischen Malvinas.

Bei einer Werbung um Unterstützung vor Ort, sagte Monsanto einst:

„Die Cordobeses (Einwohner von Córdoba) werden stolz darauf sein, eine der wichtigsten [Saatgut produzierenden] Fabriken der Welt zu haben…Die mehr als Eintausend Monsanto-Mitarbeiter in Argentinien sind stolz und dankbar, Teil der Gemeinde von Malvinas, Argentinien, zu sein.“

Doch eine überwältigende Zahl der Einwohner von Malvinas teilte diese Sicht der Dinge nicht. Vor dem Erfolg dieser Graswurzelbewegung blockierten Tausende Angehörige der Gemeinde Malvinas das Baugrundstück von Monsanto. Ein Monsanto-Sprecher sagte, die Fabrik sei so angelegt, um eine Fläche von 3,5 Millionen Hektar mit Mais zu versorgen. Er argumentierte, dass tatsächlich jedoch nur auf 2,5 Millionen Hektar ausgesät wurde, und dass dies der Grund dafür sei, warum sich Monsanto aus dem Projekt zurückziehe.

Die Argentinier wurden gerichtlich angewiesen, sich von Monsantos geplantem GVO-Saatgut-Standort zu entfernen, aber anstatt aufzugeben, wurde sogar noch zusätzliche Unterstützung dorthin gebracht, um die Blockade zu verstärken. Monsanto setzte den Kampf vor Gericht fort, aber es sieht ganz danach aus, als ob diese Versuche, ihre Pläne weiterzuverfolgen, mittlerweile gescheitert sind.

Es gibt anhaltende Gerichtsverfahren über die Auswirkungen der Baustelle auf die Umwelt.

Die Argentinier sind auch mit vielen anderen Aspekten Monsantos vertraut. Der multinationale Konzern hat dort Chemikalien wie Agent Orange, giftige Kunststoffe und gentechnisch verändertes Soja hergestellt. Monsanto ist auch bekannt dafür, die Ernährungsbasis der Rinder des Landes von Gras auf gentechnisch verändertes Getreide umzustellen.

Die Nachricht Monsantos, dass ihre Absicht, die Produktion von GVO-Saatgut auszudehnen, in mindestens einer argentinischen Stadt zurückgenommen werde, ist angesichts dessen, wie lange Angehörige der Gemeinde und Aktivisten gegen gentechnisch verändertes Saatgut versucht haben, sich Gehör zu verschaffen, ein großer Erfolg.

Sofia Gatica, eine der Organisatorinnen der Blockade auf Monsantos Baugrundstück, sagte zu Inf’OGM, dass es „fast drei Jahre sind, dass Monsanto nicht in der Lage war, einen Ziegelstein oder einen Draht an der Baustelle anzubringen…Der Konzern räumt das Feld, aber er gibt seine Niederlage in dieser Schlacht noch nicht zu. Wir sprachen mit denjenigen, die die Hinterlassenschaften abreißen müssen. Wir bleiben wachsam und setzen die Blockade fort, um abzuwarten, was passieren wird. Wir wollen, dass das Gelände nun für biologische und nachhaltige Landwirtschaft genutzt wird“.

Verweise:

www.monsanto.com/global/ar/nuestros-compromisos/pages/planta-malvinas-argentinas.aspx

http://www.gmwatch.org/news/latest-news/16674-monsanto-blockade-in-malvinas-argentina-enters-third-year

http://sustainablepulse.com/2016/08/07/local-residents-force-monsanto-to-tear-down-gmo-seed-plant-in-argentina/#.V6vQwo4VhSF

http://www.dailykos.com/story/2013/10/23/1249978/-Monsanto-Poisoning-Argentina-The-World

http://www.infogm.org/5989-argentine-ogm-monsanto-projet-abandonne?lang=fr

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Zwei Drittel der Patienten, die Antidepressiva nehmen…sind gar nicht depressiv

in Gesundheit

Zwei von drei Patienten, die Antidepressiva bekommen, erfüllen laut einer neuen Studie nicht die Kriterien einer Depression. Die Enthüllung, die im Journal of Clinical Psychiatry veröffentlicht wurde, besagt, was bereits lange vermutet wurde: dass Patienten bei klinischen Leiden wie schweren depressiven Störungen und Zwangsneurosen falsch diagnostiziert werden.

„Es ist möglich, dass viele Personen, die Antidepressiva verschrieben bekommen, überhaupt nicht die Voraussetzungen für geistige Störungen erfüllen. Wir alle durchleben Phasen von Stress, Phasen von Trauer und Phasen von Selbstzweifeln. Dadurch sind wir noch nicht geisteskrank, sondern das sind Dinge, die uns menschlich machen…Unsere Daten deuten darauf hin, dass Antidepressiva üblicherweise auf der Grundlage des Fehlens von klaren, auf Beweise gestützten, Anzeichen angewandt werden.“ [1]

screenshot-101Cartoon: „Ist das das neue Buch über geistige Störungen?“ – „Ja, es ist gerade rausgekommen, aber sieh dir das an…Wir sind jetzt alle krank.“ – „Wir haben keine Kontrolle über unsere Handlungen…Warum ist dein Bild da drin?“ – „Du bist auch drin, alle sind jetzt hier drin. Alle unsere persönlichen Eigenschaften sind offiziell zu Störungen erklärt worden. Willst Du etwas Nagellackentferner trinken?“ – „Ich besorge das Feuerwerk!“

Das DSM-V (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders/dt.: diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungen) ist in seinen Ansichten über klinische Depression sehr weit gefasst. „In den USA besagen offizielle Richtlinien, dass klinische Depression diagnostiziert werden sollte, wenn eine Person fünf oder mehr Symptome einer Depression über einen Zeitraum von zwei Wochen aufweist, und zwar während der meisten Zeit des Tages und fast jeden Tag.“ [2] Bei Schüchternheit, Unruhe und anderen menschlichen Eigenschaften sowie Widerstand gegen Autoritäten (oppositionelles Trotzverhalten), handelt es sich laut des DSM-V ebenfalls um Störungen.

Dies spiegelt das heutige Profitstreben wider, das durch die [US-Gesundheitsbehörde] FDA unterstützt wird. Der tatkräftige Lobbyismus, den die Pharmariesen in Bezug auf die Ärzteschaft ausüben, und die Entscheidungen, die aufgrund schlechter Informiertheit zustandekommen und im Namen von ansonsten gesunden Patienten getroffen werden, unterstreichen die Ernsthaftigkeit des Problems.

Verweise:

[1] Takayanagi, Y, MD, PhD; Spira, A P, PhD; Bienvenu, O J, MD, PhD; Hock, R S, PhD; Carras, M C, BA; Eaton, W W, PhD; and Mojtabai, R, MD, PhD, MPH (2015). Antidepressant Use and Lifetime History of Mental Disorders in a Community Sample: Results From the Baltimore Epidemiologic Catchment Area Study. [The Journal of Clinical Psychiatry], siehe: http://www.psychiatrist.com/jcp/article/Pages/2015/v76n01/v76n0106.aspx

[2] Depression (major depressive disorder), siehe: http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/depression/expert-answers/clinical-depression/faq-20057770

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Die Erde hat in den letzten 40 Jahren die Hälfte ihres Wildtierbestandes verloren und der Rest könnte bald ausgerottet sein

in Tierrechte

Die moderne Form des Menschen, Homo sapiens genannt, wandelt erst seit lediglich 200.000 Jahren auf der Welt umher. Während dieser Zeit haben Menschen jeden Kontinent besiedelt und einen zivilisierten Lebensstil angenommen, der uns beständig auf einen zerstörerischen Weg gebracht hat, indem er durch Gier angetrieben wird.

Die Zivilisation, so wie wir sie kennen, begann vor ungefähr 6.000 Jahren. Viele der frühen Zivilisationen entstanden in Flusstälern einschließlich der Kulturen des Alten Ägypten, Mesopotamiens und des Industals. Das fruchtbare Land und die nahegelegenen Wasserquellen brachten für die Menschen ideale Bedingungen der Kultivierung mit sich, wodurch Ackerbau leichter und berechenbarer war. Zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte waren die Völker in der Lage, sich aufgrund eines Überschusses an Nahrung zu vergrößern.

Jedoch dauerte es noch bis zur industriellen Revolution, die im 19. Jahrhundert einsetzte, bis die Welt wirklich begann, unter den Auswirkungen des Menschen zu leiden. Vor der industriellen Revolution betätigten sich ungefähr 80 Prozent der Menschen zur Ernährung der Weltbevölkerung in der Landwirtschaft. Heute sind nach offiziellen Angaben nur noch weniger als ein Prozent der US-Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Diese Statistik verdeutlicht das wahre Ausmaß der industriellen Revolution. Die Industrialisierung hat fast jeden Aspekt unseres alltäglichen Lebens ermöglicht – wozu unter anderem moderne Transportmittel, Technologie, Medizin und die Herstellung von Waren gehören.

Machen wir einen Sprung in die heutige Zeit: Die Weltbevölkerung beträgt derzeit ungefähr 7,5 Milliarden, die natürlichen Ressourcen versiegen, die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen unser Überleben und ganze Spezies und Lebensräume wurden im Namen der Gier zerstört.

Und so stellt sich die Frage, wieviele Spezies und natürliche Lebensräume als Resultat des menschlichen Verlangens nach Fortschritt und Profit bereits verloren gegangen sind? Laut einer Analyse des WWF sind allein in den letzten 40 Jahren bereits ungefähr 50 Prozent der Spezies an Land sowie in den Flüssen und Meeren als ein Ergebnis von Lebensraumverlust und nicht-nachhaltiger Jagd verlorengegangen. Da jedoch noch nicht einmal alle Spezies, die die Erde bewohnen, überhaupt entdeckt worden sind, geht man davon aus, dass die Gesamtzahl der verlorengegangen Spezies eigentlich viel größer ist. Tatsächlich schätzen Experten den rapiden Verlust an Spezies zwischen 1.000 und 10.000 Mal höher ein als die natürliche Aussterberate.

In einem Versuch, die Ernsthaftigkeit der Situation zu erfassen, haben wir eine dreiteilige Serie zusammengestellt, die sich der Erforschung der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf alle Lebensbereiche der Erde widmet – Land, Flüsse und Meere. Der erste Teil dieser Serie wird sich auf die auf dem Land lebenden Spezies konzentrieren, indem die Fälle einzelner Spezies erforscht werden, die von nicht-nachhaltigem Handel, Lebensraumverlust und Klimwandel betroffen sind.

Nicht-nachhaltiger Handel und Wilderei

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Menschliche Aktivitäten – die zu Lebensraumverlust, Klimawandel, Umweltverschmutzung, nicht-nachhaltigen Handel, Beifang und Konflikten zwischen Menschen und Tieren führen – haben in vielen Fällen die Ausrottung von Spezies bewirkt – oder werden dies noch tun. Unter den vom Aussterben bedrohten Tieren, befinden sich auch solche mit dem höchsten Symbolcharakter.

So werden etwa Elefanten und Nashörner von Wilderern auf nicht-nachhaltige Weise aufgrund ihres wertvollen Elfenbeins bzw. ihrer Hörner gejagt. Tatsächlich töteten Wilderer zwischen 2007 und 2014 30 Prozent der Elefanten der afrikanischen Savanne – ungefähr 144.000 Tiere – wie aus neuen Daten hervorgeht. Mittlerweile ist die Population in Tansania innerhalb von fünf Jahren um 60 Prozent gesunken, und im gleichen Zeitraum in Mosambik um 53 Prozent. Viele dieser Tiere leben in streng geschützten Nationalparks; allerdings leiden viele der Parks unter knappen Ressourcen, weshalb der Schutz der Tiere eine nahezu unlösbare Aufgabe geworden ist.

Im Bestreben, den Fortbestand der Spezies sicherzustellen, arbeiten Tierschutzorganisationen mit Gemeinschaften und Schulen vor Ort der Nationalparks zusammen. Man erhofft sich dadurch, dass die Bildungsmaßnahmen von Kindern und lokalen Gemeinschaften über die langfristigen Vorteile der Bewahrung von Wildtieren und Umwelt, ein geringerer Anteil der lokalen Anwohner von der Gelegenheit von der Wilderei angelockt wird, die ihnen ein geringes Risiko und hohe Gewinne verspricht.

Verlust des Lebensraums

Während jedoch nicht-nachhaltiger Handel den Bestand einzelner Spezies bedroht, gefährdet der Verlust von Lebensraum weltweit eine große Anzahl von pflanzlichen und tierischen Spezies. Tatsächlich geht man davon aus, dass Lebensraumverlust heute die größte Bedrohung für den Fortbestand des Lebens auf diesem Planeten darstellt.

Die sich im Wachstum befindliche Palmölindustrie zum Beispiel, bedroht die Biodiversität und Ökosysteme in den Ländern, in denen sie tätig ist. Bei Palmöl handelt es sich um eine Art Pflanzenöl, das zum menschlichen Verzehr geeignet ist und aus der Palmfrucht gewonnen wird, die überall in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika angebaut wird, wobei 85% des gesamten Palmöls von Indonesien und Malaysia produziert und exportiert werden.

Um Palmöl zu produzieren, müssen große Waldgebiete für die Entstehung von Palmölplantagen gerodet werden. Laut Angaben des World Wildlife Fund (WWF) [der laut der Dokumentation Der Pakt mit dem Panda übrigens daran mitschuldig ist], wird jede Stunde ein Stück Regenwald von der Größe von 300 Fußballfeldern gerodet, um Platz für die Palmölproduktion zu machen. In Indonesien gilt aufgrund der nicht-nachhaltigen Entwicklung der Palmölindustrie der Fortbestand eines Drittels aller Säugetierarten als gefährdet. Wenn sich daran nichts ändert, könnten freilebende Orang Utans laut Untersuchungsergebnissen innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre ausgerottet sein, und die Tiger auf Sumatra in weniger als drei Jahren.

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Palmöl, das am meisten konsumierte Pflanzenöl der Welt, ist in ungefähr der Hälfte aller abgepackten Produkte enthalten, die im Supermarkt verkauft werden. Im Endeffekt unterstützen die Verbraucher dadurch unbewusst eine Industrie, die rücksichtslos die Biodiversität zerstört und zum Klimawandel beiträgt. Zu den Produkten, die üblicherweise Palmöl beinhalten, gehören Lippenstifte, Eiscreme, Reinigungsmittel, abgepacktes Brot, Shampoo und Biodiesel.

Indem sich die Produzenten vor der Verantwortung drücken, auf nachhaltige Quellen umzustellen, liegt es an den Verbrauchern, die Flut an Palmöl im Supermarkt einzudämmen. Unmask Palm Oil ist eine Kampagne, die den Verbrauch von zertifiziertem nachhaltigem Palmöl (CSPO) unterstützt, was den Verbrauchern helfen wird, eine besser informierte Entscheidung zu treffen, wenn sie Palmölprodukte kaufen, die aus nachhaltigen Quellen enthalten.

„Indem wir auf CSPO drängen und klare Angaben verlangen, können wir sicherstellen, dass das Problem nicht auf andere Teile der Welt verlagert wird, oder auf Öle, die weniger produktiv sind als Palmöl, und darum sogar noch mehr Land beanspruchen würden“, sagt der Gründer von Unmask Palm Oil, Ben Dowdle.

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Mit der Einführung einer gut umgesetzten Regulierung und einem ordentlichen Management, um die Entwaldung zu stoppen, kann die Palmölproduktion sowohl nachhaltig als auch umweltfreundlich sein. Palmöl beansprucht nur einen Anteil von fünf Prozent der Gesamtfläche, die für die Produktion von Pflanzenöl gebraucht wird, aber es liefert 38 Prozent des globalen Nachschubs an pflanzlichem Öl. Gegenwärtig beträgt der durchschnittliche Ertrag von Palmölplantagen 2-4 Tonnen pro Hektar; jedoch glauben Wissenschaftler, dass diese Menge mit der Einführung verbesserter Methoden des Plantagenmamagements und der Pflanzenauswahl schließlich auf 50 Tonnen pro Hektar erhöht werden könnte.

Von den Herstellern aus den USA, der EU und Kanada wird verlangt, dass sie die Öle speziell kennzeichnen. In den sechs Monaten, die zur Einführung einer klareren Kennzeichung in der EU führen, stieg die Nachfrage nach CSPO um 67 Prozent, woraus hervorgeht, dass eine Kennzeichnungsrichtlinie eine Veränderung bewirken könnte. Unmask Palm Oil arbeitet nun daran, dass sowohl in Australien als auch in Neuseeland ähnliche Vorgaben umgesetzt werden.

Klimawandel und Lebensraumverlust an Land

Weltweit lassen sich Beispiele für den Verlust von Lebensräumen finden, die durch den Klimawandel ausgelöst werden. Eisbären in der Arktis zum Beispiel, sind bei der Jagd auf vereiste Meere angewiesen. Indem jedoch weltweit die Temperatur ansteigt, ist in der Arktis eine Tendenz festzustellen, dass das Eis der Meere immer dünner wird und weiter schmilzt, was es für die Eisbären zunehmend schwierig macht, zu jagen und zu überleben. Dieses Thema wird beim zweiten Teil der Serie Vitality of Wildlife in the Anthropocene Epoch weiter untersucht.

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Während die Notlage der Eisbären im zurückliegenden Jahrzehnt regelmäßig dokumentiert wurde, scheint es, dass der Klimawandel für einige Spezies besonders verheerende Konsequenzen hatte. Die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte ist ein Nagetier mit einem langen Schwanz und Tasthaaren, das auf einem winzigen Aufschluss im Great Barrier Reef lebte.

Das Nagetier, das man für das einzige endemische Säugetier des Great Barrier Reef hielt, gilt als erste aufgrund des durch Menschen verursachten Klimwandels ausgerottete Säugetierart. Das Säugetier lebte auf Bramble Cay, einem 3,6 Hektar großen, mit Gras bedecktem Inselchen, das zum australischen Great Barrier Reef gehört, aber aufgrund des ansteigenden Meeresspiegels sein Zuhause verlor, wodurch die Spezies ausgerottet wurde.

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Jeden Tag werden Dutzende verschiedener Spezies – sowohl tierische als auch pflanzliche – als Ergebnis menschlicher Aktivitäten ausgerottet. Laut Berichten sind Amphibien am stärksten bedroht, indem eines von drei Amphibien derzeit von der Ausrottung gefährdet ist. Mittlerweile werden 1.851 Fischarten für bedroht gehalten – was nach einer Einschätzung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) von 2010, 21 Prozent aller Fischarten entspricht -, und wozu auch mehr als ein Drittel aller Haie und Rochen gehören. Indem wir damit beginnen, das Ausmaß der Bedrohung anderer Arten von Spezies zu erforschen, enthüllen die Zahlen eine ernüchternde Wahrheit im Hinblick auf die Biodiversität und den Fortbestand des Wiltierbestandes auf unserem Planeten.

Im nächsten Teil unserer Anthropozän-Serie werden wir uns näher mit den Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Ausrottung und Bedrohung von Meeresspezies befassen. Außerdem werden wir uns auch gegenwärtige und zukünftige Lösungsansätze zur Erhaltung der Biodiversität der Erde betrachten.

Bild: Flickr, Megan Coughlin (CC BY-ND 2.0)

Verweise:

http://www.bbc.com/news/science-environment-29418983

http://wwf.panda.org/about_our_earth/biodiversity/biodiversity/

https://peerj.com/articles/2354/

https://www.savetherhino.org/africa_programmes/north_luangwa_conservation_programme_zambia/conservation_education_programme

http://wwf.panda.org/about_our_earth/species/problems/habitat_loss_degradation/

http://www.saynotopalmoil.com/Whats_the_issue.php

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Pakt_mit_dem_Panda

http://www.worldwildlife.org/pages/which-everyday-products-contain-palm-oil

https://www.theguardian.com/environment/2009/nov/15/lucy-siegle-sustainable-palm-oil

http://www.newshub.co.nz/nznews/zoos-join-the-fight-against-unsustainable-palm-oil-2016081506

http://www.livescience.com/55947-arctic-sea-ice-melt-new-normal.html

http://www.nytimes.com/topic/subject/global-warming-climate-change?inline=nyt-classifier

https://www.theguardian.com/environment/radical-conservation/2016/jun/29/bramble-cay-melomys-australia-extinction-climate-change-great-barrier-reef

http://www.endangeredspeciesinternational.org/amphibians4.html

http://www.biologicaldiversity.org/programs/biodiversity/elements_of_biodiversity/extinction_crisis/

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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