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Wasser

Wissenschaftler fanden gerade Wasser auf dem Mars – dort, wo sie dessen Existenz nicht für möglich hielten

in Welt

Obwohl es eine gut untermauerte Tatsache ist, dass der Mars vor über einer Million Jahren über große Wasservorkommen verfügte, sind in den letzten Jahren nur Spuren von urzeitlichen Mars-Seen gefunden worden. Organisationen wie die NASA setzten Sonden und Landefähren ein, um daraus Rückschlüsse ziehen zu können, wo sich wahrscheinlich Wasser befindet – und wo wahrscheinlich nicht.

Nun haben Astronomen vom Applied Physics Laboratory (APL) an der Johns Hopkins University große Wasservorkommen gefunden, die sich als Permafrosteis erweisen könnten. Am wichtigsten dabei ist, dass sie sich genau dort befinden, wo die Wissenschaftler es nicht für möglich gehalten haben, dass dort überhaupt Wasser sein könne.

Futurism berichtet, dass das Eis in einem Gebiet entdeckt wurde, das Medusae Fossae genannt wird, und wobei es sich um ein Permafrostgebiet mit mehreren hundert Kilometern Durchmesser handelt. Weil es auf dem Mars-Äquator liegt, nahmen die Wissenschaftler an, dass die Lage zu warm sei, damit dort in der Nähe der Oberfläche Eis intakt bleiben könne.

2008 wurde bestätigt, dass der Mars an seinen Polregionen Permafrosteis aufweist. Diese Daten wurden durch das Neutronenspektrometer der Raumsonde 2001 Mars Odyssey bereitgestellt. Berichten zufolge nimmt das spezialisierte Spektrometer Neutronenstrahlung auf, die vom roten Planeten ausgestrahlt wird, wenn hochenergetische kosmische Strahlung aus dem Weltraum einfällt. Der auf Planeten spezialisierte Astronom Jack Wilson vom APL der Johns Hopkins University sagte zu Cosmos: „Diese interagieren mit dem obersten Meter des Bodens und stoßen Partikel ab, einschließlich Neutronen.“

Durch das Analysieren der Partikel können Wissenschaftler identifizieren, mit welchen Substanzen die kosmischen Strahlen interagierten – und dies weiterhin tun. Als Wilson und sein Team die Daten zum zweiten Mal überprüften, stellten sie fest, dass frühere Studien nur eine sehr geringe Auflösung von ungefähr 520 Kilometern hatten. Nachdem sie die Auflösung auf 290 Kilometer verbesserten, entdeckten sie hohe Konzentrationen an Wasser – ungefähr 40 Prozent der Region durch Gewicht.

„[Es ist] ähnlich mit einer Verringerung der Höhe der Raumsonde um 50%“, sagte Wilson. „Man bekommt einen besseren Blick darauf, was passiert.“ Die Ergebnisse des Teams wurden im Magazin Icarus veröffentlicht.

Diese Ergebnisse veranlassen Wissenschaftler zu der Überzeugung, dass Wasser auf dem Mars häufiger anzutreffen ist als einst gedacht. In einer Presseveröffentlichung des APL sagte Wilson: „Vielleicht könnte die Signatur mit Bezug auf ausgedehnte Ablagerungen hydrierter Salze erklärt werden, aber wie diese hydrierten Salze in die Formation gelangten, ist ebenfalls schwierig zu erklären. Daher bleibt die Signatur für den Moment ein Rätsel, das es sich weiter zu untersuchen lohnt, und der Mars hält für uns weiterhin Überraschungen bereit.“

Verweise:

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Pepsi gibt zu, dass sein Aquafina nur in Flaschen abgefülltes Leitungswasser ist – Coca-Colas Dasani ist als Nächstes dran

in Wirtschaft

Der Pepsi-Konzern gab endlich zu, dass sein in Flaschen abgefülltes Wasser Aquafina kein gereinigtes Wasser oder Quellwasser ist, sondern einfach nur altes Leitungswasser. Das Unternehmen wird nun dazu gezwungen, das Etikett der Marke zu ändern, um zu berücksichtigen, dass es sich nur um Leitungswasser handelt.

Viele informierte Kunden griffen zu Wasser aus der Flasche, weil sie wegen der Qualität von Leitungswasser besorgt sind, welches vielfach mit Fluroiden und Pharmazeutika versetzt ist. Leider erfahren wir nun, dass in vielen Fällen Wasser aus der Flasche eigentlich überhaupt nicht besser als Leitungswasser ist.

Über die Jahre hat eine Interessengruppe namens Corporate Accountability International den Inhalt von abgefülltem Wasser überprüft und übt Druck auf Unternehmen aus, um ihre falsche Werbung zu stoppen.

Aquafina ist eigentlich eine der am meisten gekauften Wassermarken der Welt und könnte als Ergebnis der neuen Erkenntnisse mit Umsatzeinbußen rechnen.

PepsiCo-Repräsentantin Michelle Naughton sagte in einer kürzlichen Stellungnahme, dass „Wenn dies hilft, zur Klärung der Tatsache beizutragen, dass das Wasser öffentlichen Ursprungs ist, dann ist es vernünftig, das zu tun.“

Die Gruppe, die sich für die Rechenschaftspflicht von Konzernen einsetzt, überprüft nun, ob bei Coca-Colas abgefülltem Wasser Dasani ebenfalls mit falschen Angaben geworben wird. Allerdings verleugnet Dasani, dass ihr Produkt lediglich Leitungswasser sei.

„Wir glauben nicht, dass die Konsumenten über die Herkunft von Dasani-Wasser im Unklaren gelassen wurde. Das Etikett besagt eindeutig, dass es sich um gereinigtes Wasser handelt“, sagte Coca-Cola-Sprecherin Diana Garza Ciarlante.

Wie Anfang des Jahres berichtet, gab der wichtige Wasserlieferant Niagara Bottling kürzlich bekannt, dass eine ihrer Quellen mit E-Coli kontaminiert sei, was viele führende Unternehmen, die abgefülltes Wasser verkaufen, dazu veranlasste, ihre Produkte zurückzurufen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Wasser als Waffe: Israel unterbricht Zugang der Palästiner zu ihren eigenen Wasservorräten

in Geopolitik/Welt

Laut eines erfahrenen Palästina-Reporters wurde der Zugang zu 50 Prozent des Wassers in einer Stadt mit 40.000 Einwohnern während des Ramadan unterbrochen. Ramadan ist eine Zeit, „in der die Menschen noch mehr als sonst Zugang zu Nahrung und Wasser benötigen.“

Seit je her verweigert Israel den Palästinensern den Zugang zum Wasser. Amnesty International z.B. schreibt im Oktober 2009:

„Während Israel in den Siedlungen Felder mit Sprinkleranlagen bewässert, Gartenlagen und Swimmingpools unterhält, verweigert es der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten das Recht auf Zugang zum Wasser.“

Da ist es schon regelrecht sarkastisch, dass die Welt Israel zum „Land des Wasserwunders“ erklärt und beschreibt, wie intensiv, innovativ und vorbildlich Israel Wassersparmaßnahmen einsetzt. Kein Wort aber über die Kappung des Wassers der Palästinenser.

Jerusalem Israel beschränkt den Zugang zu Wasser in Palästina. Das ist eine bereits jahrelang so angewandte Praktik, die während des heiligen Monats Ramadan nur noch intensiviert wird, wenn der Zugang zu Trinkwasser sogar noch wichtiger ist als sonst.

Die Unterbrechungen der Wasserversorgung treffen das besetzte Westjordanland besonders hart, wie Al-Jazeera am 23. Juni berichtete.

„Es gibt Berichte über Wassermangel und Unterbrechungen in der Wasserversorgung … die sich durch die nördlichen Gebiete Jenin und Nablus im Westjordanland ziehen. Das obwohl Israels Coordination of Government Acitivities in the Territories (COGAT, etwa: Koordination von Regierungsaktivitäten in den Gebieten), also die Behörde in Israel, die für das besetzte Westjordanland verantwortlich ist, abstreitet, dass die Wasserversorgung überhaupt unterbrochen oder reduziert worden ist“, schreibt Sheren Khalel.

Saleh Afaneh ist der Zuständige für Wasser und Abwasser in Salfit, eine Stadt im nördlichen Teil des Westjordanlandes. Er berichtete Khalel, dass seine Gemeinschaft nur 30 bis 40 Prozent des ihr zugesicherten Wassers aus Israel erhält.

„Am ersten Tag des Ramadan gab es 24 Stunden lang ohne Vorwarnung kein Wasser“, sagte Afaneh. „Seitdem kommt nur die Hälfte der verfügbaren Menge zu uns. Wir haben alles in unserer Macht stehende getan, damit sich die Bewohner wohl fühlen, aber das ist eine wahre Krisensituation.“

Die meisten Palästinenser sind Moslems. Das heißt, dass sie während des heiligen Monats Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrung oder Wasser verzichten.

Der Zugang zu Trinkwasser und zu Wasser, um das Essen während der Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang vorzubereiten, ist insbesondere während des heiligen Monats wichtig. Dadurch hat die Sperre ganz besonders verheerende Auswirkungen, berichtete Ramzy Baroud, Herausgeber des The Palestine Chronicle in einem Interview mit RT vom 17. Juni.

„Wegen Iftar, wegen des Fastenbrechens, brauchen die Menschen den Zugang zu Nahrung und Wasser jetzt mehr als zu jeder anderen Zeit des Jahres. Und jetzt verwehrt man ihnen diesen Zugang“, sagte Baroud.

Laut Baroud ist die Wasserversorgung in Jenin, eine Stadt mit ungefähr 40.000 Einwohnern, die ebenfalls im Westjordanland liegt, auf 50 Prozent der normalen Versorgungsmenge zurückgegangen.

Die Problematik des Zugangs zu Wasser ist immer noch ungelöst, merkte Baroud an.

„Im Verlauf der gesamten Geschichte des Konfliktes mit den Palästinensern hat Israel so viel dafür getan um zu verhindern, dass die Palästinenser Zugang zu Wasser haben – nicht nur als eine Form der kollektiven Bestrafung, sondern auch um sicherzustellen, dass die Palästinenser ihre eigene Wirtschaft nicht weiterentwickeln können. Denn diese hängt zu 14 bis 20 Prozent von der Landwirtschaft ab“, legte er dar.

Die Kontrolle der palästinensischen Landwirtschaft ermöglicht es Israel, sowohl von der Wasserversorgung an sich als auch von den wenigen Exporten zu profitieren, die für den Export in ausländische Märkte zugelassen sind. Nicht nur die menschliche Gesundheit und die Landwirtschaft leiden unter der Blockade. Sie hat auch die traditionelle Blumenzucht und viele andere Industriezweige in dem Land verkümmern lassen.

Laut Khalel empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass jeder Mensch Zugang zu ungefähr 100 Litern Wasser pro Tag zur Befriedigung aller Bedürfnisse haben sollte. Dazu gehört das Wasser zum Kochen ebenso wie das Wasser zum Waschen und das Trinkwasser. Israelis erhalten üblicherweise zwischen 240 und 300 Liter pro Tag, wohingegen Palästinenser im Durchschnitt nur rund 73 Liter pro Tag erhalten.

Israels Wasser-Krieg: Jedes Jahr wird die Wasserversorgung in palästinensische Städte und Dörfer im Westjordanland tagelang unterbrochen – wenn nicht wochenlang. Die nachfolgende Grafik zeigt, zu wie viel Wasser jeder Mensch im Westjordanland pro Tag Zugang hat.

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Zusätzlich sind 180 besonders verarmte Gemeinden innerhalb der Region „Area C“ des Gazastreifens nicht an die Versorgung mit fließendem Wasser angeschlossen und einige Palästinenser geben bis zu einem Fünftel ihres Einkommens für Wasser aus.

Aber Baroud zufolge ist Israel gar nicht berechtigt dazu, das Wasser zu verkaufen.

„Die schlimmste aller Tragödien besteht darin, dass das Wasser, welches die Israelis vor den Palästinensern zurückhalten, tatsächlich den Palästinensern gehört“, erklärte er gegenüber RT. „Es ist sehr wichtig, das im Kopf zu behalten. Israel klaut das Wasser der Palästinenser von den Grundwassersystemen des Westjordanlandes, verpackt es neu und verkauft das Wasser an sie zurück. Und jetzt unterbrechen sie die Versorgung von genau dem Wasser, das sie den Palästinensern überhaupt erst gestohlen haben.“

Wie hart ist der Ramadan in Palästina?

Von mintpress.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Diese acht Hauptstädte werden schneller unter Wassermangel leiden, als ihr euch vorstellen könnt [Bilder]

in Umwelt

Im März 2015 berichtete AnonHQ (hier unsere deutsche Übersetzung), dass laut aktuellen Vorhersagen mehr als 2,9 Milliarden Menschen in den nächsten 10 Jahren ohne Wasser sein werden. Diese Prognose ging aus dem letzten Bericht der Vereinten Nationen zum Wasser hervor, in dem festgestellt wurde, dass Menschen in ungefähr 48 Ländern weltweit mit akuter Wasserknappheit konfrontiert werden.

Aber laut Marc Herman, Autor von “Searching for El Dorado” (Auf der Suche nach El Dorado; bislang nicht auf Deutsch erschienen) und “Ein libyscher Sommer: Sechs Wochen unter Rebellen” wird die Wassersituation acht Städte härter treffen als die anderen. Herman hat den World Water Development Report (etwa: Bericht zur Entwicklung des Wassers weltweit – nur auf Englisch verfügbar) der Vereinten Nationen genau untersucht; er erläutert, wie den acht größten Städten der Welt das Wasser ausgeht und wie sie versuchen, es zu konservieren. Auf Platz eins seiner Liste landete die japanische Hauptstadt Tokio:

Tokio, Japan

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Laut Herman profitiert Tokio von einer durchschnittlichen Niederschlagsrate ähnlich der in Seattle oder London. Aber der gesamte Regen fällt in nur vier Monaten des Jahres und deshalb ist es eine große Herausforderung, so viel Wasser in einer so kurzen Zeit aufzufangen und zu speichern, noch dazu in einer so dicht besiedelten Stadt. Er sagte, dass 70 Prozent des 16.000 Meilen (etwa 25.749,5 Kilometer) langen Wasserleitungssystems von oberirdischen Gewässern abhängen (Flüsse, Seen und weit entfernte Schneedecken), die restlichen 30 Prozent stammen von unterirdischen Bewässerungssystemen und Brunnen. Abgesehen davon gibt es nicht genügen alternative Quellen für Wasser im Falle neuer zyklischer Dürreperioden. Herman sagt jedoch, dass die japanische Regierung sich bislang als vorausdenkend erwiesen hat, indem sie eines der weltweit offensivsten Programme zum Einfangen von Regenwasser. In Sumida, einem Distrikt von Tokio, der oftmals mit Wasserknappheit konfrontiert ist, wurde das 90.000 Quadratfuß (etwa 8361,27 Quadratmeter) messende Dach der Ryogoku Kokugikan-Arena so gestaltet, dass es die Niederschlagsmenge in einen Tank weiterleitet, von dem aus es in das Stadium eingespeist wird. Es wird dort für alles außer als Trinkwasser genutzt.

Miami, Florida (USA)

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Die nächste Stadt auf Hermans Radar ist Miami, Florida in den Vereinigten Staaten. Im Bericht der US Geological Survey (USGS – US-Behörde u.a. für die amtliche Kartografie) steht, dass das wichtige Biscayne-Bewässerungssystem, welches das Gebiet des Miami – Dade County mit Wasser versorgt, dem Eindringen von Salzwasser aus dem Atlantischen Ozean zum Opfer fällt. Trotz heftiger Regenfälle, die das Bewässerungssystem das ganze Jahr über wieder auffüllen, wird das gesamte Wasser unbenutzbar werden, wenn zu viel Salzwasser eindringt. Der Bericht besagt, dass das Problem bereits im frühen 20. Jahrhundert auftrat, nachdem die Sumpfgebiete um die Stadt herum ausgetrocknet worden waren. Osmose bewirkte im Wesentlichen einen gigantischen Saugeffekt, der den Atlantik in das Erdreich der Küstenregion zog. Das Meerwasser umgeht nun die eigens installierten Kontrollstrukturen und entweicht in das Bewässerungssystem. Die USGS hat Fortschritte bei der Kartierung der Verläufe des eindringenden Meerwassers gemacht, aber eine Verbesserung ist scheinbar noch lange nicht in Sicht. “Mit dem fortdauernden Anstieg des Meeresspiegels und dem steigenden Bedarf an Frischwasser könnten die Maßnahmen, die zur Verhinderung des Eindringens vonnöten sind, aufwändiger [zu implementieren] sind”, zitiert Herman die USGS.

London, England

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Hermans Meinung nach ist London mit einer schnell wachsenden Bevölkerung konfrontiert, die jeden letzten Tropfen aus den jahrhundertealten Rohren wringt. Er sagte, dass die Wasserverwaltung der Stadt festgestellt hatte, sie könne den Bedarf der Stadt das nächste Jahrzehnt lang decken, dass aber bis 2025 neue Quellen gefunden werden müssen. Nach den Erhebungen der Vereinten Nationen untersuchte man das Recycling des Wassers aus der Themse, Londons Wasserader. Wasser-Recycling erweist sich jedoch als problematisch und nicht nur aufgrund des ‚Ekel-Faktors‘, den das Trinken von aufbereitetem Abwasser erzeugt. Herman sagte: “Der Ekel-Faktor könnte ein Hindernis dafür sein, dass diese Lösung des Wasserproblems sich in London und anderswo ausbreitet.”

Kairo, Ägypten

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Die ägyptische Hauptstadt Kairo hängt stark vom Wasser des Nils ab. Laut Herman befindet sich Kairo flussabwärts unterhalb von mindestens 50 dürftig geregelten Fabriken, Landwirtschaftsabfällen und städtischen Abwassersystemen, die in den Nil entwässern. Er sagte, dass eine Studie von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, ergab, dass die ländlichen Gebiete südlich der Stadt, in denen mehr als die Hälfte der Ägypter leben, nicht nur für Bewässerung und Trinkwasser vom Nil abhängig sind, sondern auch zur Müllbeseitigung. Die enorme Größe des Flusses reichte bislang dafür aus, um die Abfalldichte bis auf ein ungefährliches Maß zu verdünnen. Doch nun steigt die Müllbelastung an, da mittlerweile 20 Millionen Menschen ihren Müll in den Nil entsorgen. Somit wird diese Art der Müllentsorgung nicht länger möglich sein. Die Afrikanische Entwicklungsbank finanzierte jüngst Pläne zum Chloren des Abfallwassers, bevor es in den Fluss gepumpt wird.

São Paolo, Brasilien

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In der brasilianischen Stadt São Paolo gilt das Cantareira-Reservoir als eines der wichtigsten Wasserreservoirs für die Stadt. Der Wasserpegel von Cantareira ist jedoch kürzlich auf sechs Prozent des gesamten Fassungsvermögens abgesunken. Herman schrieb dazu: “Nachdem die schlimmste Dürre des Jahrhunderts nun bereits das zweite Jahr andauert, sind die Reservoirs von São Paolo nur bei knapp einem Viertel ihres Fassungsvermögens. Vor einem Jahr betrug die Füllmenge noch 40 Prozent. Die Reservoirs außerhalb der Stadt sind oft verschmutzt und sogar bei optimaler Füllmenge zu klein, um die Metropolenregion mit ihren 20 Millionen Menschen zu versorgen. Der Asphalt, der die Böden der Stadt bedeckt und die schlechte Wasserableitung führen zu starker Überflutung der städtischen Straßen, selbst wenn der gemessene Niederschlagswert weniger als einen Zentimeter beträgt.”

Beijing, China 

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Man geht davon aus, dass das zweitgrößte Reservoir in der chinesischen Hauptstadt Beijing 1997 aufgrund von der Verschmutzung durch die umliegenden Fabriken und die Landwirtschaft geschlossen wurde. Seitdem ist es nicht wieder geöffnet worden. In China leben rund 21 Prozent der Weltbevölkerung, doch das Land verfügt nur über rund 6 Prozent des Süßwassers. Die Wasserreserven des Miyun-Reservoirs, das Beijing derzeit versorgt, wurden um beinahe zwei Drittel reduziert, da die Nachfrage der Landwirte nach Bewässerung gestiegen ist. Das Reservoir ist ebenfalls verschmutzt aufgrund von in den Wasserlauf eingespeisten Agrarabfällen.

Bangalore, Indien

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Man geht davon aus, dass in Bangalore (Indien) der Wohnbau immer schneller voranschreitet. Das heißt, dass auch immer mehr Wasser benötigt werden wird, aber das Wassersystem zerfällt. Berichten zufolge verliert der Süden der Stadt mehr als die Hälfte des Trinkwassers aufgrund der antiquierten Wasserleitungen. Ebenso wird berichtet, dass die Pläne zur Reparatur des bestehenden Systems und zur Rückgewinnung der fehlenden Hälfte des Süßwassers der Stadt noch nicht umgesetzt wurden. Einer Studie der weltweit agierenden Beratungsfirma McKinsey zufolge wird die Stadtbevölkerung in Indien bis zum Jahr 2030 von 340 Millionen auf 590 Millionen ansteigen. Um den Bedarf an sauberem Wasser all dieser neuen Stadtbewohner zu decken, wird die Regierung rund 196 Milliarden Dollar aufwenden müssen.

Mexiko Stadt, Mexiko

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Die Behörden in Mexiko Stadt haben ausgesagt, dass die Stadt bis zu 260 US-Gallonen (etwa 984 Liter) Wasser pro Sekunde aufgrund von undichten Rohren verliert. Mexiko Stadt liegt auf einer Höhe von mehr als 2130 Metern über dem Meeresspiegel und bezieht all sein Trinkwasser, indem es mühsam bergauf gepumpt wird – aus Grundwasserspeichern, die bis zu 150 Meilen (etwa 241 Kilometer) weit entfernt liegen. Die technische Herausforderung, so viel Wasser aufwärts zu pumpen, kommt erschwerend zu der Tatsache hinzu, dass mehr als 20 Millionen Einwohner mit Hilfe eines veralteten Systems versorgt werden müssen. Herman zitierte die Wasser-Kommission Mexikos, die sagt, dass zwischen 30 und 40 Prozent des Trinkwassers der Stadt aufgrund von Leckagen und Überläufen verloren gehen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Neueste Forschung: 4 Milliarden Menschen werden mit extremer Wasserknappheit konfrontiert

in Umwelt/Welt

Mindestens zwei Drittel der Weltbevölkerung — 4 Milliarden Menschen — leben mindestens 1 Monat pro Jahr unter Bedingungen akuter Wasserknappheit. Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse, die in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde.

Diese neuen Erkenntnisse übertreffen sogar die vorherigen Schätzungen, denen zufolge 1,7 bis 3 Milliarden Menschen betroffen sind. Die Studie offenbarte, dass der weltweite Wassermangel weitaus schwerwiegendere Ausmaße annimmt als bislang angenommen.

Der Analyse zufolge berücksichtigten frühere jährliche Einschätzungen der Wasserknappheit den schwankenden Bedarf nicht, der sich in Regenzeiten und Trockenperioden ändert. Dadurch hatten die vorherigen Analysen den Schweregrad der Problematik deutlich unterschätzt.

Die neue Studie ist die erste, die weltweiten Wassermangel auf monatlicher Basis und mit einer Auflösung von 31 Meilen (ca. 50km) oder weniger untersucht. In die Analyse flossen Daten aus den Jahren 1996 bis 2005 ein. Dabei kam heraus, dass einzelne Regionen doppelt so viel Wasser verbrauchen wie ihnen zur Verfügung steht.

Zusätzlich zu dieser verunsichernden Statistik hat die neueste Forschung auch enthüllt, dass eine halbe Milliarde Menschen das ganze Jahr über mit akuter Wasserknappheit konfrontiert sind. Überraschenderweise wurden die zentralen und westlichen Bundesstaaten der USA, Australien und die Stadt London (Vereinigtes Königreich) bei den vielen westlichen Ländern genannt, die von der Krise betroffen sind. Die Menschen in Indien und China — beinahe die Hälfte der in der Studie geschätzten 4 Milliarden — sollen mit am stärksten von der Krise betroffen sein.

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Karte der Wasserknappheit weltweit. Foto: Mekonnen et al

Wenig überraschend ist, dass die Forscher ihre aktuellen Erkenntnisse mit den fahrlässigen und unverantwortlichen Lebensentscheidungen unserer Spezies in Verbindung bringen. Der kontinuerliche Anstieg des Bedarfs — durch Bevölkerungswachstum, verbesserten Lebensstandard, verändertes Konsumverhalten und den steigenden Fleischkonsum — hat unsere Frischwasserressourcen deutlich dezimiert. Das Ergebnis: Die Frischwasserknappheit ist zu einer Bedrohung der nachhaltigen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft geworden.

Das Wasser wird aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen und aufgrund des ansteigenden Wasserbedarfs pro Person immer knapper werden”, sagte Arjen Hoekstra, ein führender Forscher und Wasserwirtschafts-Professor an der University of Twente (Enschede, Niederlande).

Zudem ist erwähnenswert, dass der Anstieg der globalen Temperatur und längere Trockenzeiten — die allesamt durch unseren rücksichtslosen Lebensstil verursacht wurden — die Grundwasservorräte weiterhin stetig dezimieren. Dabei trocknet das Land aus und die Situation verschlimmert sich letztendlich noch weiter.

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Bild: Brücke im Sioni Reservoir (Georgien). Flickr, Vladimer Shioshvili

Bevor ihre jetzt aber hektisch in Panik zuhause herumrennt und all eure Wasserhähne zudreht, sei euch gesagt: Die Analyse hat hervorgehoben, dass der Wasserverbrauch im Haushalt hier nicht das Problem ist. Stattdessen haben die Forscher festgestellt, dass die Herstellung von Fleischprodukten hauptsächlich für das düstere Szenario verantwortlich ist.

Ungefähr ein Drittel des weltweiten Wasserverbrauchs ist auf die Produktion tierischer Produkte zurückzuführen. Ihr Wasser-Fußabdruck ist größer als jener von pflanzlichen Erzeugnissen mit einem ähnlichen Nährwert”, sagte Hoekstra.

Der durchschnittliche Wasser-Fußabdruck pro Kalorie für Rindfleisch ist 20mal größer als der vonGetreide und stärkehaltigen Wurzeln”, sagte er. “Der Fleischverbrauch pro Person steigt weltweit immer noch an, also wird auch der Wasserbedarf deshalb schnell steigen.“

Im Januar wurden auf dem Weltwirtschaftsforum Wasserkrisen, Klimawandel und Massenmigration als die drei größten Risiken angeführt, die den Menschen und der Wirtschaft im nächsten Jahrzehnt schaden können. “Wenn man sich die Umweltprobleme, ist [Wasserknappheit] sicherlich das größte Problem”, sagte Hoekstra. “Ein Ort, an dem die Lage sehr, sehr akut ist, ist der Jemen.”

Berichten zufolge könnte dem Jemen in nur wenigen Jahren das Wasser ausgehen. Auch vielen anderen Ländern, so wie Pakistan, Iran, Mexiko und Saudi-Arabien, bleibt nur noch eine Gnadenfrist.

Die Studie kommt zu dem folgenden Schluss:

“Die folgenden Maßnahmen werden entscheidend dafür sein, um die Bedrohung für die Biodiversität und das menschliche Wohlergehen aufgrund der Wasserknappheit zu reduzieren: den Wasserverbrauch pro Flusseinzugsgebiet reduzieren, die Wassernutzungseffizienz steigern und die begrenzten Frischwasserresourcen besser teilen.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Die Flüsse im Amazonas tragen schwarzes Wasser nach mehreren Ölkatastrophen

in Umwelt

“Wo sind sie, die Verantwortlichen?” Die Wasserversorgung und das fragile Ökosystem sind nach einer Reihe von Ölkatastrophen im Amazonas verseucht.

(COMMONDREAMS) Eine verheerende Aneinanderreihung von Ölkatastrophen im peruanischen Amazonas ist den letzten Tagen schlimm und schlimmer geworden. Die Eingeborenenstämme werden mit der Aufgabe im Stich gelassen, die nun in aller Hast versuchen, das Chaos zu bereinigen, das die staatseigenen Ölkonzerne des Landes verursacht haben.

Die katastrophalen Risse in der nordperuanischen Ölleitung von PetroPeru ereigneten sich am 25. Januar und am 3. Februar und bedrohten die Wasserversorgung von beinahe 10.000 Eingeborenen, wie Amazon Watch berichtet.

Am Montag bestätigten Sprecher von PetroPeru gegenüber Reuters, dass das Öl in zwei wichtige Nebenflüsse des Amazonas übergelaufen ist, von deren Wasser acht Achuar-Stämme abhängig sind. Laut Aussagen der Nachrichtenagentur sind diese beiden Nebenflüsse des Amazonas, die Flüsse Chiriaco und Morona, nun mit 3.000 Fässern Öl verseucht.

Kritiker beklagen, dass sich die Leckagen weiter ausbreiten und weitaus schlimmeren Schaden verursachten, nachdem es dem verantwortlichen PetroPeru-Konzern nicht gelungen war, das aus den Rohrbrüchen herausgetretene Öl aufzufangen.

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Gerüchten zufolge ereignete sich ein dritter Riss in der Ölleitung am 19. Februar, wie Amazon Watch berichtet, aber der staatliche Ölkonzern nutzte Twitter, um diese Meldungen abzustreiten.

Die verheerenden Lecks ereigneten sich nur Monate nachdem indigene Aktivisten großangelegte Proteste gegen die Ölindustrie Perus im September durchgeführt hatten.

Am Wochenende veröffentlichte der lokale Aktivist Marco Arana Zegarra entsetzliche Bilder der Ausbreitung des Öls im Chrriaco-Nebenfluss:

“Wo sind sie, die Verantwortlichen?”, appellierte Zegarra.

Die Wasserstraßen sind verseucht mit schwarzem Schleim; Bäume und Blumen sind beinahe bis zur Unkenntlichkeit von einer dicken Ölschicht bedeckt, wie Videoaufnahmen von den Öl-Leckagen zeigen:

„Eine Ölmenge, die Tausende von Fässer umfasst, schwappen aus zwei Lecks in einer peruanischen Ölleitung und in die Wasserstraßen des Amazonas. Laut den örtlichen Nachrichtenquellen verursachte ein Erdrutsch das erste Austreten von Öl am 25. Januar. Zum zweiten Mal trat Öl am 3. Februar aus und die Ursache dafür wird noch ermittelt. PetroPeru, der Konzern, der für die Ölunfälle verantwortlich ist, arbeitet laut eigener Aussage am Auffangen des Öls.
Otoniel Danducho Akintui, Bürgermeister des Imaza-Distrikts: ‚Ich weiß, dass das Wasser verseucht ist und dass niemand es trinken kann. Das ist einer jener Schäden, die wir nicht kontrollieren können.‘
Rund 8.000 Menschen leben in dem betroffenen Gebiet und Berichten zufolge kontaminiert das Öl Kakaobäume flussabwärts. PetroPeru könnte mit einer Geldstrafe von nicht weniger als 17 Millionen Dollar belegt werden.“

“Diesmal zumindest”, beobachtete Zegarra, “hat PetroPero den Eingeborenen Anzüge zur Verfügung gestellt, die sie bei der Säuberung der mit Öl verseuchten Stellen tragen können.”

German Velasquez, der Präsident von PetroPeru, “stritt Berichte ab, denen zufolge die Firma Kinder dafür bezahlte, die vom Öl verschmutzen Stellen zu säubern,” berichtet der Guardian, aber dann fuhr er fort, vielleicht um andere zu belasten, dass “er in Erwägung zog, vier Beamte zu entlassen, unter anderem einen, der es möglicherweise Kindern erlaubt hat, das Rohöl einzusammeln.”

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“Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Lecks… keine Einzelfälle sind. Ähnliche Notfälle sind aufgrund von Defekten in weiteren Sektionen der Ölleitungen vorgekommen”, so die Aussage eines Vertreters staatlichen Umweltaufsichtsbehörde gemäß des Guardian.

Der Beamte “forderte PetroPero dazu auf, Teile der Ölleitung zu ersetzen und die Instandhaltung zu verbessern”, erklärt Reuters. Der Guardian berichtet, dass PetroPeru mit Gelstrafen von bis zu 17 Millionen Dollar belegt werden könnte, wenn bewiesen werden kann, dass die Öl-Lecks die Gesundheit der Anwohner beeinträchtigt haben.

“Diese Umweltkatastrophe ist nur das neueste Ereignis in einer langen Geschichte von Öl- und Gas-Leckagen in diesem Gebiet”, beklagt Survival International, die sich für die Rechte indigener Gruppen einsetzt. Beobachtungen zufolge wurden “[m]ehr als 70% des peruanischen Amazonas wurden von der Regierung an Ölkonzerne verpachtet.”

Die Gruppe übersetzt einen Aufruf zum Handeln von AIDESEP, eine Organisation, die für die indigenen Völker des peruanischen Amazonas kämpft. Darin plädiert die Organisation dafür, dass “die internationale öffentliche Meinung, die Medien, NROs und die Zivilbevölkerung diesem schwerwiegenden Ereignis ihre Aufmerksamkeit schenken, das die Leben von Tausenden von Menschen gefährdet, die in diesem Gebiet leben und seit jeher vernachlässigt wurden.”

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Mehr als 2,9 Milliarden Menschen werden in den nächsten 10 Jahren ohne Wasser sein

in Umwelt

Während die Welt sich mit einer Vielzahl von ökonomischen, sozialen und politischen Krisen konfrontiert sieht, liegt eine weitere Krise auf der Lauer; eine tickende Zeitbombe, die nur darauf wartet, uns in einem unachtsamen Moment heimzusuchen.

Ohne Wasser können wir nicht einen einzigen Tag auskommen. Jede Art von Gesellschaft braucht es in unterschiedlichen Bereichen, unter anderem für die Gesundheit, für Hygiene, landwirtschaftliche Produktion, Energie und die Industrie.

Aber laut des aktuellen Berichtes der Vereinten Nationen zum Thema Wasser, werden mehr als 2,9 Milliarden Menschen in 48 Ländern innerhalb der nächsten 10 Jahre mit Wassermangel konfrontiert sein. Wasserexperten sagen sogar, dass dieses Problem einige Länder destabilisieren und ihre Existenz somit aufs Spiel setzen könnte.

Bereits jetzt fehlt drei Vierteln einer Milliarde Menschen auf diesem Planeten Zugriff zu sauberem Wasser. Auf Wasser zurückführbare Krankheiten töten ungefähr 840.000 Menschen jedes Jahr. Man geht davon aus, dass Frauen und Kinder mehr als 140 Millionen Stunden pro Tag damit verbringen, Wasser für den täglichen Gebrauch zu beschaffen, das oftmals nicht aus sauberen Quellen stammt.

Was diesen Bericht noch weitaus alarmierender macht ist die Tatsache, dass es bis zum Jahr 2030 ein weltweites Wasserversorgungs-Defizit von 40% geben wird. Das könnte sogar weitaus bedrohlicher für die globale Sicherheit sein als der Terrorismus und andere, damit zusammenhängende Probleme.

Der Bericht besagte, dass die globale Erwärmung extreme Wetterlagen verursacht, die Probleme der Wasserversorgung weiter verschlimmern. Menschliche Aktivitäten, etwa illegaler Bergbau in verschiedenen Teilen der Welt, sind ein weiterer Faktor.

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“Den Menschen ist der Luxus nicht vergönnt, ohne Wasser überleben zu können. Wenn man sie mit einer Entscheidung auf Leben und Tod konfrontiert, tun die Menschen tendenziell alles, was getan werden muss, damit sie überleben. Ganz in diesem Sinne ist es wahrscheinlich, dass hydrologische Veränderungen neue Arten von Konflikten erzeugen werden. Es ist damit zu rechnen, dass sowohl Wasserknappheit als auch Überflutungen zu schwerwiegenden und grenzüberschreitenden Problemen in Zusammenhang mit Wasser werden”, ist in Zitaten aus dem Bericht nachzulesen.

Zu diesem Zeitpunkt beurteilen die Nachrichtendienste der Vereinigten Staaten die Aussicht auf Wassermangel als eine Bedrohung auf demselben Niveau wie Terrorismus und Massenvernichtungswaffen. Zu schade, dass das Wegbomben in diesem Fall nicht einmal annähernd als plausible Lösung des Problems in Erwägung gezogen werden kann, ansonsten würden wir bestimmt schon längst einen Krieg gegen das Wasser führen..

Janet Redman, die Leiterin für Klimapolitik am Institut für Politische Studien in Washington erklärte gegenüber dem Magazin Mic in einem Interview, dass die Problemlage mit dem Wasser auf dieser Welt daher kommt, dass sich die Natur aufgrund menschlicher Aktivitäten zunehmend unberechenbar verhält.

“Wie wir das Wasser brauchen und wie die Natur Wasser bereitstellt – das passt immer weniger zusammen, weil Faktoren wie der Klimawandel die Natur immer weniger berechenbar machen. Wir haben unsere Gesellschaft nach den folgenden Punkten aufgebaut: wann wir an Wasser herankommen, wann wir Nahrungsmittel anbauen können, wie wir unseren Wohnraum gestalten müssen – weil wir die Natur um uns herum verstehen, nachdem wir über hunderte von Generationen lang damit gelebt haben.”

“Jetzt haben wir das Problem, dass wir teilweise aufgrund des Klimawandels den Regenfall nicht mehr vorhersagen können, wann wo Wasser sein wird, wann Eis schmelzen wird, wie Fluten und Dürreperioden funktionieren. Wir laufen nicht mehr synchron mit der Natur, weil wir unsere Umwelt verändert haben,” sagte sie.

Zum besseren Verständnis der Knappheit geben wir euch ein paar weitere Zahlen aus den Statistiken. Es stimmt nicht ganz, dass der Welt das verwendbare Wasser ausgeht. Süßwasser macht nur einen sehr geringen Teil der gesamten Wasservorräte unseres Planeten aus. Experten sagen, dass der Anteil des Süßwassers nur rund 2,5% am gesamten Wasser beträgt – und nur 1% des Süßwassers ist leicht zugänglich.

Das Hauptproblem mit dem Wasser liegt also nicht an seinem Gesamtvolumen. Es geht um die Verteilung. Denn das Wasser ist nicht immer da, wo die Menschen es brauchen.

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Die Fähigkeit, die Verteilung so zu steuern, dass die Nachfrage gedeckt wird, ist größtenteils abhängig vom Reichtum. Reiche Länder sind im Allgemeinen dazu in der Lage, die Ressourcen dahingehend zu verwalten, dass die Nachfrage hinsichtlich des Verteilungsprozesses gedeckt ist. Aber in ärmeren Ländern fehlt häufig die Infrastruktur, um sauberes und sicher verwendbares Wasser zu liefern. Ihre Wirtschaftssysteme sind tendenziell auch unverhältnismäßig auf deregulierte und schmutzige Förderindustriezweige angewiesen, wie etwa der Kohlebergbau, der die ohnehin schon knappen Wasservorräte kontaminiert.

Der Wassermangel hat schon in zahlreichen Konflikten weltweit eine Rolle gespielt. Die Weltführer können diese sich anbahnende Katastrophe nicht aussitzen. Der New Yorker schrieb, dass  bis zum Jahr 2050 mindestens 50% mehr Wasser als heute benötigt wird, um den Planeten zu versorgen. Die globale Gemeinschaft kann Institutionen und Technologien entwickeln, die zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit in der Wasserverwaltung beitragen und die Aktivitäten reduzieren, die sich negativ auf die Umwelt auswirken. Einige Länder erproben derzeit Technologien, die salziges Seewasser destillieren können, um es trinkbar zu machen. Vielleicht können wir alle etwas daraus lernen.

Quelle: Policy.Mic. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Verschleiern die Zika-Geburtsfehler einen Monsanto-Skandal?

in Umwelt

Vor gar nicht allzu langer Zeit enthüllte unser Mediendienst bei Anonymous, dass die Verbindung zwischen dem von Moskitos übertragenen Zika-Virus und dem Geburtsfehler Mikrozephalie rein auf Indizien beruht (siehe unsere deutsche Übersetzung). Nun vermeldet eine Gruppe von Medizinern scheinbar Ähnliches.

Die argentinischen Ärzte, die sich unter dem Namen Physicians in the Crop-Sprayed Towns (etwa: Ärzte in den Städten, in denen das Getreide gespritzt wird) zusammengeschlossen haben, haben Bedenken darüber aufkommen lassen, ob der Geburtsfehler nicht vielmehr mit dem bewusst verunreinigten Wasser in den Städten in Zusammenhang stehen könnte, in denen Mikrozephalie ungewöhnlich häufig vorkommt.

Die Schuld daran trägt ihren Behauptungen zufolge ein ’strategischer Partner‘ von Monsato. Das Pendant zu Monsato ist die japanische Firma Sumitomo, die eine Chemikalie namens Pyriproxyfen herstellt, das im Jahr 2014 in die Trinkwasservorräte eingespeist wurde. Laut des Berichtes der Mediziner handelt es sich bei Pyriproxyfen um ein chemisches Larvizid, das entwickelt wurde, um den Brutzyklus der Moskitos zu beeinträchtigen. Die Auswirkungen, die dann die Moskitos im Zyklus ihrer verschiedenen Entwicklungsstadien als Larven, Puppen und ausgewachsene Insekten beeinträchtigen, ähneln den Geburtsfehlern, von denen nun ungeborene Babys betroffen sind.

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Die Störungen in der Entwicklung bei den Moskitos können von Missbildungen an Flügeln und Genitalien bis hin zu zum Tode führenden Behinderungen reichen.

„Missbildungen, die bei Tausenden Kindern schwangerer Frauen festgestellt wurden, die in den Gebieten leben, in denen der brasilianische Staat Pyriproxyfen in das Trinkwasser eingespeist hat, sind keine Zufälle; und das, obwohl das Gesundheitsministerium das Zika-Virus direkt für diese Schäden verantwortlich macht“, kommentierten die Physicians in the Crop-Sprayed Towns.

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„… insbesondere, da bei den 3.893 Fällen von Missbildungen, die bis zum 20. Januar 2016 bestätigt wurden, 49 Kinder ums Leben gekommen sind und nur bei fünf von ihnen wurde eine Zika-Infektion nachgewiesen(1).“ Quelle: Bericht der Physicians in the Crop-Sprayed Towns

Andere Berichte über Pyriproxyfen:

Laut der englischen Pestizid-Datenbank des Pestizid Aktions-Netzwerk sind Pestizide wie Pyriproxyfen hormonaktive (endokrine) Stoffe und können die Abläufe in tierischen und menschlichen Organismen „stören“. „Der Kontakt damit kann Sterilität oder einen Rückgang der Fruchtbarkeit verursachen, sowie die Entwicklung beeinträchtigen, Geburtsfehler bei den Fortpflanzungsorganen und Störungen des Stoffwechsels verursachen.“

Laut Berichten, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO in Auftrag gegeben wurden, wird für ebendiese Chemikalie immer noch ein „?“ in den Kategorien „toxisch für Entwicklung und Fortpflanzung“ und „hormonaktive Stoffe“ angegeben. Aber die folgende Aussage wird getroffen:

„Es ist bekannt, dass einige Pestizide Geburtsfehler verursachen oder die normale Entwicklung stören… Viele Pestizide, die das Hormonsystem stören, beeinträchtigen auch die Funktionen der Fortpflanzung und der Entwicklung. Zudem treten auch andere negative Effekte auf“, besagt einer der Berichte.

 

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Von den Quellen ist bislang nichts bestätigt, da weitere Studien in einem wissenschaftlichen Rahmen zunächst noch durchgeführt werden müssen, um negative Ergebnisse auszuschließen.

Laut einer Empfehlung für Tierärzte, die diese Substanz bei Haustieren zur Bekämpfung von Flöhen verwenden, ist festgelegt, dass auch für Pyriproxyfen zutrifft: „Weder veterinäre Antiparasitika noch jedwedes andere landwirtschaftlich genutzte Pestizid werden am Menschen getestet, um seine Giftigkeit für Menschen vor der Markteinführung zu bestimmen.“ Die Hauptseite rät schwangeren Frauen, die Substanz zu meiden, da eine „akute Intoxikation“ wahrscheinlich ist.

Die Verantwortlichen für das staatlich kontrollierte Programm zur Ausmerzung von Moskitos in Brasilien durch die Zugabe von Pyriproxyfen (auch als das weniger gebräuchliche Pyroproxyfen bekannt) in das Trinkwasser wurden von diesen Medizinern dringend dazu angehalten, weitere Studien durchzuführen, um ihre Hypothese „auszuschließen“.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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