China entnimmt tausenden politischen Gefangenen Organe, während sie noch leben

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Öffentliche Empörung hagelt auf die chinesische Regierung nieder, da neue Vorwürfe laut werden, dass die Behörden routinemäßig die Organe von politischen Gefangenen illegal und gewaltsam entfernen ließen.

Laut einem Bericht von Newsweek sind sich renommierte Ermittler aus der ganzen Welt einig: tausenden Menschen wurden Organe ohne Betäubungsmittel unter Anwendung von Gewalt entfernt, während sie in chinesischen Gefängnissen festgehalten wurden. Viele der Opfer gehörten zu einer unterdrückten religiösen Gruppe namens Falun Gong; dabei handelt es sich um eine verbotene, aber friedliche chinesische Religion, wo es hauptsächlich um meditativ-sportliche Bewegungen geht, die wie eine Mischung aus Kung-Fu und Yoga aussehen. Falun Gong wurde im Jahr 1992 gegründet. Die Mitglieder werden nach wie vor im Land diskriminiert. Hintergrund dazu ist, dass die Falung Gong- Anhängerschaft und Bewegung zu groß wurde und die etablierten politischen Parteien sich durch diese neue und vor allem sehr friedliche Bewegung politisch bedroht fühlten, und ihren Machteinfluss in Gefahr sahen.

Eine Falung Gong Übung
Eine Falung Gong Übung

Religiöse Verfolgung stellt für viele Menschen in China eine ernsthafte Bedrohung dar – und das trotz der Tatsache, dass die kommunistische Regierung keine offizielle Staatsreligion unterstützt.

Im Laufe der Jahre hat genau diese Regierung Mitglieder unterschiedlicher regimekritischer oder anders denkender Gruppen eingesperrt. Dazu gehören auch Tibetaner und Christen. Eingesperrte Mitglieder dieser Gruppen haben schwere Missbrauchsvorwürfe erhoben, darunter auch die illegale Entnahme von Organen (“Organernte”). Die protokollierten Misshandlungen und unter Zwang durchgeführten Prozeduren reichen zurück bis in die 1990er Jahre. Unter anderem geht es um die Entnahme der Leber, der Kornea und der Nieren.

Die Forscherin Katrina Bramstedt sagte gegenüber der Newsweek dazu:

“Es ist bekannt, dass chinesische Chirurgen die Behandlung zur Entfernung [an politischen Gefangenen] durchführen und manchmal war der ‘Spender’ während dieser Prozedur noch am Leben – die Entnahme der Organe ist es dann, die sie tatsächlich umbringt.”

Die chinesische Regierung streitet diese Vorwürfe ab. Die Regierungsvertreter bestehen auf ihrer Aussage, dass sie niemals Organe von Gefangenen gegen deren Willen entnommen haben – und dass all die “Spenden” auf freiwilliger Basis erfolgt sind.

In einer vor kurzem ausgestrahlten Dokumentation von SBS Dateline über diese Praktik sagte ein Medizinstudent, dass er sich daran erinnerte, wie Blut aus einem lebendigen Patienten floss, als sie seinen Körper aufschnitten. Er sagte, dass er die Leber und die zwei Nieren des Gefangenen entnommen hatte. Er fügte hinzu, dass die Operationen an Insassen ungewöhnlich schnell und schlampig durchgeführt worden seien.

Die Dokumentation enthüllte, wie Patienten heimlich in Verbrennungsanlagen in den Heizungskellern der Krankenhäuser gesteckt werden, während sie noch am Leben sind – und nachdem die Organe aus ihren Körpern entfernt wurden.

Unter dem Titel Human Harvest: China’s Organ Trafficking (etwa: Menschenernte: Chinas Organhandel) stellt sich in dem Exposé heraus, dass die chinesische Regierung während des acht Jahre umfassenden Untersuchungszeitraums 11.000 Organe von politischen Gefangenen ohne Betäubung pro Jahr entnommen hatte.

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Einer der im Film interviewten Chirurgen sagte, dass er die Korneas von 2.000 Menschen entfernt hatte, während diese noch am Leben waren.

In einer im Jahr 2008 veröffentlichten Untersuchung der Vereinten Nationen heißt es:

“Berichten zufolge haben Angestellte in mehreren Transplantations-Zentren [in China] angedeutet, dass sie Organe von lebenden Falun Gong-Anhängern als Transplantate verwendet haben.”

China gehört zu den Nationen, die weltweit am meisten Organe entnehmen, aber es gibt dort erwiesenermaßen kein Organspende-Programm. Das heißt, dass es keine offiziellen Aufzeichnungen davon gibt, wo diese Organe herkommen.

Im nachfolgend verlinkten Video deuten die Forscher an, dass es einen massiven finanziellen Anreiz für die chinesische Regierung darstellt, dass sie ihre Gefangenen exekutieren, so dass ihre Organe als teure Transplantate weiterverwendet werden können.

Wie Newsweek feststellt, lag der Verkaufspreis für Organe im Jahr 2006 in astronomischer Höhe: Eine Leber konnte 98.000 bis 130.000 US-Dollar einbringen und der Preis einer Lunge belief sich auf 150.000 bis 170.000 US-Dollar.

Sie wurden für ihre Organe getötet: Chinas geheimes staatliches Transplantations-Geschäft

(Für dieses Video sind deutsche Untertitel verfügbar)

Von John Vibes für theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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