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Philippinen

Nordkorea: Trump „drängte auf Atomkrieg“ während Besuch der koreanischen Halbinsel

in Welt

Während Trump überall auf dem Kontinent auf Protestierende traf, sagte Nordkorea, er haben „sein wahres Wesen als Zerstörer des Weltfriedens und der Stabilität offenbart“.

Während die Asienreise von US-Präsident Donald Trump auf dem ganzen Kontinent von anhaltenden Protesten begleitet wird, nannte Nordkorea Trump am Samstag einen „Zerstörer des Weltfriedens und der Stabilität“, der während seines Besuchs in Südkorea Anfang der Woche „auf einen Atomkrieg gedrängt hat“.

„Während seines Besuchs offenbarte Trump sein wahres Wesen als Zerstörer des Weltfriedens und der Stabilität und drängte auf einen Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel“, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums in einer Erklärung gegenüber einer staatlichen Nachrichtenagentur. Reuters berichtet, der Sprecher habe auch gesagt, dass nichts Pjöngjang davon abhalten werde, sein Atomwaffenprogramm fortzusetzen.

Bei Trumps erster wichtiger Rede in Asien, bei der er sich am Mittwoch an die südkoreanische Nationalversammlung in Seoul wandte, griff er persönlich den nordkoreanischen Führer Kim Jong-un an, bei einem offensichtlichen Versuch, Kim dazu zu ermutigen, sein Streben nach Atomwaffen einzustellen.

„Die Waffen, die Sie sich aneignen, machen Sie nicht sicherer, sondern sie bringen Ihr Regime in ernsthafte Gefahr“, warnte Trump. „Jeder Schritt, den Sie auf diesem dunklen Weg unternehmen, erhöht die Gefahr, der Sie gegenüberstehen.“

„Dies ist eine ganz andere Regierung als diejenige, die die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit hatte“, sagte er. „Unterschätzen Sie uns nicht. Und stellen Sie uns nicht auf die Probe.“

„Nordkorea ist nicht das Paradies, das Ihr Großvater im Sinn hatte“, fügte Trump hinzu, mit Verweis auf das Regime, das von Kim Il-sung gegründet wurde. „Es ist eine Hölle, die kein Mensch verdient.“

Als Reaktion auf Trumps fortgesetzte Provokation des nordkoreanischen Führers, wurden dem US-Präsidenten in ganz Asien Proteste entgegengebracht. Wie Common Dreams Anfang dieser Woche berichtete, versammelten sich am Dienstag inmitten zunehmender „Befürchtungen eines Krieges auf der koreanischen Halbinsel“ tausende von Protestierenden vor der US-Botschaft in Seoul und hielten Schilder hoch, die eine unmissverständliche Botschaft vermittelten: „Halt den Mund und hau ab“.

Vor Trumps Besuch auf den Philippinen versammelten sich am Freitag Kritiker vor dem Trump Tower in Manila, um den Präsidenten dafür zu verurteilen, „die schlimmsten Erscheinungen des US-Imperialismus“ zu repräsentieren. Eine philippinische Koalition namens Bagong Alyansang Makabayan sagte in einem Interview mit Southeast Asia Globe, Trump „ist jetzt mit seinen Provokationen gegenüber Nordkorea die größte Bedrohung des Friedens in der Region.“

Verweise:

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Muslimischer Mann rettet auf den Philippinen 64 Christen vor Enthauptung durch militante Islamisten

in Welt

Er sagte, die Maute-Gruppe, die sich selbst als den Islamischen Staat von Lanao bezeichnet, würde nur über seine Leiche an seine Gäste herankommen…

Die Konzernmedien, korrupte Politiker und religiöse Fanatiker sind schnell dabei, Muslime an jedem einzelnen Terrorakt die Schuld zu geben, der auf westlichem Boden begangen wird. Sie verschleiern die Tatsache, dass Terrorismus keine Religion hat; dass es ihre blutigen Ideologien sind, die Extremismus porpagieren und dass Muslime helden seien. Es passt zu ihrer Agenda, es hilft dabei, ihre extremistische Propaganda zu verbreiten, und es baut ihr Ego auf.

Nur weil sie alle Muslime über einen Kamm scheren, heißt das aber noch lange nicht, dass alle Muslime Terroristen sind.

Im Dezember 2015 beschützte eine Gruppe von Muslimen christliche Reisende, als mutmaßliche militante Islamisten in Kenia einen Bus überfielen. Salah Farah, der sich zusammen mit anderen Reisenden weigerte, nach Religionszugehörigkeit aufzuteilen, schirmte die Christen ab, indem er die Gewehrkugeln der Militanten abbekam und an seinen Verletzungen starb. Berichten zufolge sagte er zu den Militanten: „Bringt uns alle um, oder lasst uns in Ruhe“.

Im Juli 2016 setzte Najih Shaker Al-Baldwai im Irak sein eigenes Leben auf’s Spiel und rettete dadurch  hunderten das Leben. Als ein ISIS-Selbstmordattentäter versuchte, den Sayyed-Mohammad-Schrein in Balad in die Luft zu sprengen, tat Shaker etwas, wozu die meisten Leute nicht fähig wären – er lief zum Selbstmordattentäter und umklammerte ihn, um die Explosion mit seinem Körper abzudämpfen.

Keine der heldenhaften Taten erhielt die Aufmerksamkeit, die sie verdienten. Die Jahreszahl änderte sich, aber nicht die Einstellung; auch nicht der Heldenmut.

Kürzlich versteckte ein Mann auf den Philippinen 64 Christen bei sich zuhause und rettete sie davor, durch militante Islamisten enthauptet zu werden, die von ISIS unterstützt werden.

Norodin Alonto Lucman, ein traditioneller Clan-Führer, nahm bei sich zuhause ungefähr 71 Menschen auf, einschließlich 64 Christen, als sie versuchten, einer Gruppe blindwütiger schwerbewaffneter Killer zu entkommen, die die Stadt Marawi stürmten und sich heftige Kämpfe mit der philippinischen Armee lieferten.

Ich durchlebte ein Martyrium, weil es einen Tag vor dem Angriff einige christliche Arbeiter gab, die in dem Haus waren und den kleinen Turm reparierten. In den folgenden Tagen nahmen andere christliche Arbeiter Zuflucht in meinem Haus. Es waren ungefähr 64 von ihnen in meiner Obhut und ich war sehr entschlossen, dass ihnen nichts geschah.

Als ISIS kam, erkannten sie mich und sie erwiesen ihren Respekt, indem sie einfach weggingen, als ich ihnen sagte, dass sie weggehen sollen. Sie wussten nicht, dass ich Christen versteckte. Wenn sie gewusst hätten, dass Christen in meinem Haus waren, wären sie alle geköpft und hingerichtet worden.

Er sagte, dass die Maute-Gruppe, die sich selbst als Islamischen Staat von Lamao bezeichnet, nur über seine Leiche an seine Gäste herangekommen wären. Und so flohen er und seine Gäste, indem sie weiße Flaggen hochhielten. Als sie angehalten und gefragt wurden, ob sie Christen seien, antworteten sie mit „Allahu akbar“ – einer muslimischen Parole – und es wurde ihnen erlaubt, weiterzugehen. „Als wir gingen, schlossen sich uns andere an“, erzählte er gegenüber Reportern. „Wir mussten an einer Menge [militanter] Scharfschützen vorbei.“

Haben Sie von seiner mutigen Tat aus den Medien erfahren? Bitte teilen Sie diese Nachricht und hinterlassen Sie Ihre Gedanken im Kommentarbereich weiter unten…

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/muslim-man-saves-64-christians-from-being-beheaded-by-islamic-militants-in-philippines/

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Der aufmüpfige philippinische Präsident hat die USA dazu herausgefordert, ihn von der CIA ermorden zu lassen

in Politik/Welt

Philippinen – Im Angesicht der ohnehin schon gespannten Beziehungen mit den Vereinigten Staaten hat der umstrittene philippinische Präsident Rodrigo Duterte im Oktober letzten Jahres sogar noch die C.I.A. dazu herausgefordert, ihn aus seinem Amt zu entfernen. Er sprach diese Herausforderung zu einem Zeitpunkt in seiner Heimatstadt aus, als er gerade die ersten 100 Tage in seinem Amt regiert hatte.

„Ihr wollt mich loswerden?“, fragte Duterte in der südlichen Stadt Davao, wie Channel News Asia berichtete. „Ihr wollt die CIA dafür benutzen? Macht nur.“

Der gewaltsame Feldzug gegen Drogenmissbrauch hatte zu erheblichen Ausbrüchen von Gewalt geführt. Als eine Folge der drastischen Maßnahmen sind bislang mehr als 1.500 Tote verzeichnet, die bei Polizeieinsätzen ums Leben gekommen sind, sowie knapp 2.000 Todesfälle unter ungeklärten Umständen.

Aber die Herausforderung galt nicht allein für die Vereinigten Staaten. Laut Channel NewsAsia, richtete sich Duterte damit auch an diejenigen in seinem eigenen Land, die mit dem Gedanken spielen, sich gegen seine Autorität aufzulehnen. „Tut euch keinen Zwang an. Mir ist das scheißegal“, behauptete er.

„Ich soll vertrieben werden? Gut. Es gehört zu meinem Schicksal (wenn das passiert). Das Schicksal umfasst so viele Dinge. Wenn ich sterbe, dann ist das Teil meines Schicksals. Präsidenten werden ermordet.“

Ganz deutlich wurde jedoch, dass die Kritiker aus dem Westen das erste Ziel der Attacke des Präsidenten waren. Belege dafür wurden in seinen Anmerkungen deutlich, in denen er Bezug auf die Intelligenz seiner Gegner nahm – oder vielmehr das Fehlen ebendieser. Er beschrieb, wie er darauf vorbereitet sein würde mit Gegenfragen zu kontern, sollt er jemals von westlichen Behörden verhört werden. In seiner üblichen aufwiegelnden Art sagte Duterte:

„Wenn sie nicht antworten können – Hurensohn, geh nach Hause, du Tier. Ich zertrete dich. Leg dich nicht mit mir an. Es kann nicht sein, dass sie intelligenter sind als ich, das könnt ihr mir glauben.“

Was die USA angeht: Es könnte letzten Endes nur eine marginale Rolle spielen, wie das Land die Praktiken des neuen philippinischen Präsidenten beurteilt; insbesondere, wenn man bedenkt, dass Duterte kurz zuvor den Wunsch signalisiert hatte, sich von der westlichen Abhängigkeit zu entfernen und die Beziehungen zu China weiter auszubauen.

An dem dieser Rede vorangegangenen Donnerstag hatte Reuters zudem von „der machtvollsten Zurschaustellung von Zustimmung mit Präsident Rodrigo Dutertes anti-amerikanischer Haltung durch einen Top-Regierungsbeamten“ berichtet. Dabei hatte der philippinische Sekretär für Auswärtige Angelegenheiten in einem Facebook-Post geschrieben, Duterte werde „alles daran setzen“ die Auslandspolitik seines Landes „neu zu ordnen“ und aus den „Fesseln der Abhängigkeit“ von den Vereinigten Staaten zu befreien.

„Es ist zwingend notwendig geworden, dass wir die Philippinen aus den Fesseln der Abhängigkeit befreien, um sowohl die inneren als auch die auswärtigen Bedrohungen der Sicherheit nachhaltig zu bekämpfen und die untergeordnete Stellung unserer Nation im Verhältnis zu den Interessen der Vereinigten Staaten zu beenden“, hatte der Sekretär für Auswärtige Angelegenheiten Perfecto Yasay geschrieben.

Mitte September hatte der Underground Reporter Kommentare von Präsident Duterte analysiert, in denen dieser behauptet hatte, dass obwohl er „kein Zerwürfnis mit Amerika“ wolle, dennoch alle US-amerikanischen Streitkräfte in der südlichen Region der Philippinen „weg müssen“.

In Reaktion auf diese Kommentare hatte der Analyst Dr. Joseph Chang spekuliert, dass Duterte nicht nur die philippinische Abhängigkeit von US-amerikanischer Hilfe reduzieren wolle. Vielmehr ging er davon aus, dass Duterte auch darauf abzielen könnte, „die Handelsverbindungen mit Beijing zu verbessern“ und sogar „ausländische Hilfe aus Beijing für die Philippinen anziehen“ könnte.

Seit diesem Zeitpunkt wird immer deutlicher, was genau Duterte sich vorstellt. Der Präsident möchte jetzt nicht nur Allianzen mit Russland und China eingehen. Er hat sogar vor, sein Land komplett von der militärischen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten loszulösen.

„Ich weise die Vereinigten Staaten darauf hin, dass dies die letzte Militärübung sein wird“, sagte der Präsident. „Die letzte gemeinsame der Philippinen und der Vereinigten Staaten.“

Der aufmüpfige philippinische Präsident hat die USA dazu herausgefordert, ihn von der CIA ermorden zu lassen. Von James Holbrooks für theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

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Nie dagewesener Fall: Mann wird in 346 Fällen des Kindesmissbrauchs angeklagt

in Kriminalität/Menschenrechte

Ein Mann aus Dänemark wurde angeklagt, weil er den sexuellen Missbrauch und die Vergewaltigung von hunderten philippinischer Kinder bestellt und gegen Bezahlung durchgeführt hat.

Im Verlauf der letzten Monate sind zahlreiche Erwachsene ihrer gerechten Straft dafür zugeführt worden, dass sie ungezügelt Kinder sexuell missbraucht haben. Dies ist gelungen, weil mehrere bedeutende Pädophilen-Ringe zerstört und aufgedeckt worden sind. Während die meisten Täter mit zahlreichen Fällen der Kindesvergewaltigung und des Kindesmissbrauchs überführt worden sind, hat ein dänischer Mann sie alle übertroffen: Er wurde am vergangenen Mittwoch dessen angeklagt, dass er in 346 Fällen sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigungen an Minderjährigen angeordnet und daran teilgenommen hat. Der 70-Jährige, dessen Name von den Behörden unter Verschluss gehalten wird, hatte „auf Abruf“ („On-Demand“) Kindesvergewaltigungen und sexuellen Missbrauch per Livestream bestellt, die er dann auf seinem Computer abgespeichert hat. Die Opfer, manche sogar erst drei Jahre alt, stammten größtenteils von den Philippinen. Der Mann hat für jeden Akt ungefähr 40 US-Dollar (etwa 37,68 Euro) oder weniger gezahlt, der dann per Livestream auf seinen Computer übertragen wurde.

Die Anklageschrift gegen den namenlosen Mann umfasst 119 Seiten. Darin wird die verstörende und verdorbene Art der Akte beschrieben, in die er den Beschuldigungen zufolge involviert war. In einem Fall wurde ein vier Jahre altes Mädchen von ihrer eigenen Mutter auf Wunsch des dänischen Mannes hin sexuell missbraucht. In einem anderen Beispiel wurde ein drei Jahre altes Mädchen dazu gezwungen, Oralsex an einem fünf Jahre alten Mädchen durchzuführen.

Der Online-Täter wurde bereits im Februar letzten Jahres in Brøndby verhaftet, ein Vorort von Kopenhagen. Die Verhaftung erfolgte, nachdem die Kopenhagener Vestegn-Polizei einen Hinweis von ausländischen Strafverfolgungsbehörden erhalten hatte. Aufgrund des gewaltigen Umfangs des Beweismaterials arbeiteten die Strafverfolger und auch die Polizei jedoch mehr als ein Jahr daran, all die Informationen durchzugehen und um offizielle Anklage erheben zu können – sie nennen es einen „Fall von historischem Ausmaß“. Flemming Kjærside vom Cyber Crime-Zentrum der dänischen Nationalpolizei kommentierte den gigantischen und nie dagewesenen Umfang des Falles. Er sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau: „Soweit ich weiß, hatten wir weltweit noch keinen einzigen Fall, in dem ein einzelner Mensch so vieler Übergriffe angeklagt wird.“

Obwohl der Fall tatsächlich aufgrund der schieren Anzahl der Vorwürfe historisch ist, die gegen den beschuldigten Sexualstraftäter erhoben werden, ist es nicht das erste Mal, dass Pädophile in Dänemark dabei ertappt werden, wie sie online sexuellen Missbrauch und damit in Verbindung stehende Verbrechen online bestellen. In einem Fall wurde 2014 ein Mann aus Nordjütland zu dreieinhalb Jahren Haft im Gefängnis verurteilt, weil er die Vergewaltigung von mehreren philippinischen Kindern angeordnet hatte. Ein Jahr später wurden dann zehn Menschen festgenommen, die in Verbindung mit einem ähnlichen Fall standen. Allerdings wurden neun von ihnen aus Mangel an Beweisen dann wieder entlassen. Es ist bei der Untersuchung solcher Verbrechen oft schwer, an Beweise heranzukommen, da viele Täter die Aufnahmen der Livestreams nicht auf ihren Computern abspeichern. Dieser aktuelle Fall soll am 28. Februar in der Stadt Glostrup vor Gericht gehen; ein Urteil wird im Juni erwartet.

Bildquelle des Titelbilds: Reuters. Übersetzt aus dem Englischen von trueactivist.com.

Quellen:

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Sie müssen weg: Präsident der Philippinen fordert, dass US-Truppen das Land verlassen

in Geopolitik

Philippinen — Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat am vergangenen Montag einen Kommentar veröffentlicht, in dem er fordert, das alle US-amerikanischen Truppen in der Region Mindanao im Süden des Landes „weg müssen“. Ein Analyst hat daraufhin vor kurzem den Schachzug des Präsidenten als einen Hinweis darauf gedeutet, dass die philippinische Bürgerschaft ein Verlangen danach hat, sich vom Westen zu entfernen und sich in Richtung China zu bewegen.

„Ein beachtlich großer Teil der Bevölkerung der Philippinen möchte keine ausländischen Truppen auf den Philippinen sehen, dazu gehören auch die US-amerikanischen Truppen“, erklärte Dr. Joseph Chang Radio Sputnik.

Changs Theorie zufolge liegt der Grund für die Entscheidung von Präsident Duterte hinsichtlich der Entfernung der US-amerikanischen Truppen aus den Philippinen hauptsächlich darin, dass er den Status als populistischer Führer innehat. Sein Wahlvolk zu beschwichtigen wird „seine Legitimation als ein nationalistischer Präsident stärken.“

Dr. Chang wies ebenfalls auf Dutertes Wunsch hin, „die Abhängigkeit der Philippinen auf die Vereinigten Staaten im Bereich der Sicherheit zu reduzieren“ und „die wirtschaftlichen Verbindungen mit Beijing zu verstärken“. Chang fügte des Weiteren hinzu, dass Duterte sogar darauf abzielen könnte, „ausländische Hilfe aus Beijing auf die Philippinen zu bringen.“

Am Montag setzte Duterte seinen verbalen Angriff gegen die Vereinigten Staaten fort – unter anderem bezeichnete er Präsident Obama kürzlich als einen „Hurensohn“ (Anmerkung: An Alle die jetzt aufschreien: Ja, Duerte hat Obama wirklich beleidigt, sonst hätte er sich logischerweise danach auch nicht entschuldigt) – indem er behauptete, dass viele der Probleme, die Philippiner mit den muslimischen Aufständischen in der südlichen Region Mindanao haben, eben mit der Präsenz des US-amerikanischen Militärs dort in Zusammenhang gebracht werden können.

„Ich möchte keinen Bruch mit Amerika erzeugen, aber sie müssen gehen“; sagte der Präsident – der ursprünglich aus der Region Mindanado stammt – während einer Rede in Manila. Dort zitierte er die blutige Historie des US-amerikanischen Militärs auf den Philippinen und die Feindseligkeit, die bei vielen Bürgern deshalb immer noch vorherrscht.

Diese Gefühlslage wurde ebenfalls vom Sprecher des Präsidenten Ernesto Abella in einer Stellungnahme aufgegriffen, die von der philippinischen Nachrichtenagentur Philippines News Agency herausgegeben wurde.

USA Today zitiert diese Stellungnahme und schreibt dazu:

„Abella wies ebenfalls auf das anhalende Ressentiment aufgrund der US-amerikanischen Militärkampagne im Jahr 1906 hin, die zur Abschlachtung von Hunderten Moslems in den südlichen Philippinen führte. Duterte hat die Vereinigten Staaten dafür kritisiert, dass es ihnen nicht gelungen ist, sich für dieses Blutbad zu entschuldigen.“

Zum Schluss sagte Abella in der Stellungnahme: „Deshalb ist unsere andauernde Verbindung in den Westen der wahre Grund für die ‚islamische‘ Bedrohung in Mindanao.“

Die Philippinen waren am Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Kolonie der Vereinigten Staaten geworden; dieser Status hielt bis in die späten 1940er Jahre an. Seit dieser Zeit sind die Vereinigten Staaten Alliierte des südostasiatischen Landes. Die Militärpräsenz in Mindanao, auf die sich Duterte bezog, wurde im Jahr 2002 beschlossen; der angebliche Grund dafür war die Bekämpfung der muslimischen Rebellentruppe Abu Sayyaf.

Der Wunsch der Philippinen, sich auf China zuzubewegen, wird in einer Zeit laut, in der die zwei Nationen versuchen, sich auf eine gemeinsame Basis in Bezug auf die Problematik der territorialen Ansprüche im südchinesischen Meer zu einigen. In einem von den Philippinen initiierten Verfahren verfügte ein Schiedsgericht in Den Haag im Juli, dass China in der Tat keinen hoheitlichen Anspruch auf den Großteil der Fläche dieser Gewässer besitzt.

In den vergangenen Wochen wurden zwar Fortschritte hin zu einer Kooperation erzielt. Jedoch scheint China mehr gewillt, mit den ASEAN-Staaten (Association of Southeast Asian Nations; Verband der südostasiatischen Staaten) zusammenzuarbeiten, zu denen auch die Philippinen gehören, wenn es um die Klärung der offenen Fragen zur geteilten Verantwortung über das südchinesische Meer geht.

China hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Einwirkung von äußeren Faktoren – so etwa auch die Beteiligung des US-amerikanischen Militärs an dem Disput – der Lösung einer eigentlich komplett regionalen Problematik nun im Wege steht.

In einem Artikel, der von der staatlich betriebenen Global Times veröffentlicht wurde, erschien ein Zitat des chinesischen Außenministers, in dem er sagte, das sowohl die ASEAN-Staaten als auch China „sich dessen bewusst sind, dass sie den Schlüssel in Händen halten zur Lösung der Problematik im südchinesischen Meer, wenn man bedenkt, dass die Situation immer komplizierter wird und das insbesondere mit der Einmischung von außenstehenden Akteuren.“

Übersetzt aus dem Englischen von Underground Reporter.

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Kampflinie gezogen: China zwingt Obama, Air Force One über Notausstieg zu verlassen – gereizte Stimmung beim G20-Gipfel

in Geopolitik

Im Monat August behandelten wir ausgiebig Entwicklungen im Fernen Osten, besonders in Südostasien, wo das Südchinesische Meer einen diplomatischen Streit auslöste.

Wir sagten vorher, dass der momentane politische Wettstreit zwischen den USA und China über das Südchinesische Meer eine bis dahin nie gekannte unschöne Entwicklung erreicht haben wird, was als Vorstadium des Dritten Weltkrieges angesehen werden kann. Negative Auswirkungen des Treffens der G20-Staaten in der ostchinesischen Stadt Hangzhou haben gezeigt, dass die Welt auf einer tickenden Zeitbombe sitzt. Der G20-Gipfel ist ein internationales Forum für die Regierungen und Zentralbankpräsidenten von 20 großen Wirtschaftssystemen. Er wurde 1999 mit dem Ziel der Besprechung und Förderung hochrangiger Diskussionen über politische Angelegenheiten gegründet, um Fortschritte bei der internationalen Finanzstabilität zu ermöglichen.

A man rides an electronic bike past a billboard for the upcoming G20 summit in Hangzhou, Zhejiang province, China, July 29, 2016. Picture taken July 29, 2016. REUTERS/Aly Song

Präsident Barack Obama kam am Samstag, dem 3. September 2016, in seinem Präsidentenflugzeug, der Air Force One, in Hangzhou an. Bei der Ankunft wartete er geduldig darauf, dass wie gewohnt die Gangway mit dem feierlichen roten Teppich mit dem Flugzeug verbunden wird, damit er von Bord gehen konnte. Jedoch, Obama wartete und wartete, aber die Gangway kam einfach nicht. Letztendlich entschied sein Sicherheitsteam, dass er die Fluchttür benutzen sollte, um das Flugzeug zu verlassen, und da er keine andere Wahl hatte, kam Obama schließlich über den Notausstieg heraus. Es heißt, dass diese Tür normalerweise nur für Hochsicherheitsreisen an Orte wie Afghanistan und Irak reserviert ist.

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Der Guardian berichtet, dass als Obama am roten Teppich auf der Rollbahn ankam, sein Sicherheitsteam, zusammen mit den ihn begleitenden Journalisten, einen erhitzten Austausch mit ihren chinesischen Gegenübern hatte. Die Szene war so unschön und chaotisch, dass ein auf Video aufgenommener chinesischer Beamter schrie: „Dies ist unser Land! Dies ist unser Flughafen!“

Laut Medienberichten, hatten chinesische Beamte zuvor den roten Teppich für andere Staatschefs ausgerollt, einschließlich des indischen Premierministers Narendra Modi, des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye, Brasiliens Präsident Michel Temer und der britischen Premierministerin Theresa May. US-Präsident Obama war der einzige, dem der rote Teppich versagt blieb.

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Die Medien in den USA haben seit dem Vorfall China vorgeworfen, ihren Präsidenten absichtlich brüskiert zu haben.

Die New York Times berichtete, wie „der Empfang, der Präsident Obama und seinem Stab zuteil wurde, als sie hier am Samstag Nachmittag ankamen, selbst gemessen an chinesischen Standards, zermürbend gewesen sei.“

Präsident Obama wurde von Journalisten dazu angehalten, den Vorfall zu kommentieren, als er in China war. Bei einer Pressekonferenz versuchte Obama die offensichtliche Spannung herunterzuspielen: „Wir haben eine Menge Flugzeuge, eine Menge Hubschrauber, eine Menge Autos und eine Menge Leute. Wenn man ein Gastgeberland ist, hat man manchmal das Gefühl, dass alles ein bisschen zuviel wird.“

Aber die nationale US-Sicherheitsberaterin, Susan Rice, gestand ein, dass sie von der Behandlung Obamas durch die Chinesen überrascht war. Sie sagte zu Reportern: „Sie taten unerwartete Dinge.“ Es wird gesagt, dass Rice extrem verärgert über die Behandlung Obamas war und sogar die Chinesen auf dem Rollfeld zur Rede gestellt hatte.

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Laut offiziellen Stellungnahmen, die sowohl von chinesischen als auch amerikanischen Regierungsvertretern herausgegeben wurden, hielten die beiden Länder am Rande des Gipfels bilaterale Gespräche ab.

Laut einer Erklärung des Weißen Hauses, sagte Obama zu Präsident Xi Jinping, dass Amerika damit fortfahren wird, die Menschenrechte im Nahen Osten zu stärken, einschließlich China.

Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass Xi gegenüber Obama antwortete, dass China es entschieden ablehne, dass sich irgendein Land – einschließlich der Vereinigten Staaten – im Namen der Menschenrechte in die inneren Angelegenheiten einmische.

CNN sagte, dass Obama China vor seinen Aktivitäten im Südchinesischen Meer gewarnt habe, aber Xi entgegnete sofort, dass sein Land alles tun werde, was in seiner Macht stehe, um seine Hoheitsgewässer zu schützen, einschließlich des Südchinesischen Meeres.

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Bildtext: Buchtitel von Robert D. Kaplan (auf Deutsch etwa: „Asiens Brutstätte – Das Südchinesische Meer und das Ende eines krisenfesten Pazifik“)

Die Washington Post gab zu, dass es um das Verhältnis zwischen China und den USA nicht zum besten bestellt sei und dass sich Frustration breitmache, was zu einer gefährlichen Situation für beide Länder führe.

Indem er die chinesische Weigerung, Obama den roten Teppich auszurollen kommentierte, sagte der frühere mexikanische Botschafter in China, Jorge Guajardo, in einem Interview gegenüber dem Guardian, dass er davon überzeugt sein, dass Obamas Behandlung Teil eines kalkulierten Affronts war:

„Diese Dinge passieren nicht zufällig. Nicht bei den Chinesen. Ich hatte sechs Jahre lang mit den Chinesen zu tun. Ich habe solche Besuche absolviert. Ich brachte Xi Jinping nach Mexiko. Ich empfing zwei mexikanische Präsidenten in China. Ich weiß genau, wie diese Dinge durchgeführt werden. Man kümmert sich um alles bis ins letzte Detail. Es ist kein Versehen. Das ist es nicht. Es ist eine Brüskierung. Es ist eine Art zu sagen: ‚Sie müssen wissen, dass Sie für uns nicht so besonders sind.‘ Es ist Teil der neuen chinesischen Arroganz. Es ist Teil davon, chinesischen Nationalismus heraufzubeschwören. Es ist Teil davon zu sagen: ‚China bietet der Supermacht Paroli.‘ Es ist Teil davon, zu sagen: ‚Und übrigens, Sie sind nur irgendjemand anders für uns.‘ Es kommt beim dortigen Publikum sehr gut an“, sagte er.

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Am 12. Juli 2016 entschied der Ständige Schiedshof in Den Haag, dass Chinas Anspruch von neun gestrichelten Linien im Südchinesischen Meer und seine Aktivitäten, um Territorialansprüche auf kleine Inseln zu erheben, ungültig und ungesetzlich seien. Die Philippinen brachten China wegen des Territorialstreits vor den Ständigen Schiedshof. Aber trotz der Entscheidung zugunsten der Philippinen, hat China gelobt, alles in seiner Macht stehende dafür zu tun, um seine Souveränität über das Gebiet zu schützen, indem es unumwunden erklärte, das Recht dazu zu haben, über dem Meer eine Flugüberwachungszone einzurichten.

Der chinesische Verteidigungsminister, Chang Wanquan, forderte kürzlich die Bürger seines Landes dazu auf, sich darauf vorzubereiten, was er als Seekrieg des Volkes umschrieb. Seitdem hat China seine Atomwaffen getestet und in Position gebracht.

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Andererseits verfolgen die USA Interessen im Südchinesischen Meer. Sie planen sogar ihre Alliierten in der Region dafür einzusetzen – einschließlich Japan, Südkorea und den Philippinen – um unter einem sogenannten „Freedom of Navigation“-Prinzip in den umstrittenen Gewässern zu segeln. Dies hat bei den Chinesen für Verärgerung gesorgt und weitere Spannungen erzeugt.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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