Fußballspieler gibt biochemisches Unternehmen bekannt, das eine Substanz in handelsüblicher Menge produzieren könnte, um fossile Brennstoffe zu ersetzen

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Ein Fußballspieler der englischen Premier League hat enthüllt, dass er ein biochemisches Unternehmen mitgegründet hat, das damit begonnen hat, eine Substanz namens Lävulinsäure zu produzieren – einen Stoff, der die Fähigkeit besitzt, fossile Brennstoffe zu ersetzen.

In einem exklusiven Interview mit Sun sagte Mathieu Flamini, ein Spieler von FC Arsenal, dass er seine Investion vor seiner Familie, Freunden und Mannschaftskollegen bisher geheimgehalten habe, nun aber entschieden habe, sie öffentlich zu machen, weil das Unternehmen bald damit beginnen werde, die Substanz in handelsüblicher Menge zu verkaufen.

Flamini wurde in Marseille (Frankreich) geboren. Er spielte für den Verein seiner Heimatstadt, bevor er 2004 zum Club im nördlichen London [Arsenal] wechselte. Jedoch verließ er Arsenal 2008, um sich dem italienischen Fußballgiganten AC Mailand anzuschließen, wo er fünf Jahre lang blieb, bevor nach Arsenal zurückkehrte.

In Mailand traf er Pasquale Granata, einen Diplom-Volkswirt mit einem starken Interesse an Umweltthemen. Sie freundeten sich darauhin an und beschlossen, ein unternehmerisches Vorhaben in die Tat umzusetzen, um die Abhängigkeit der Welt von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Laut des 31-jährigen zentralen Mittelfeldspieler heißt ihre Firma GF biochemicals. Das “GF” leitet sich aus den Anfangsbuchstaben von Granata und Flamini her. Das Unternehmen ist in der italienischen Stadt Caserta ansässig. Die Stadt ist ein wichtiger landwirtschaftlicher, kommerzieller und industrieller Knotenpunkt.

Das Unternehmen beschäftigt ungefähr 400 Menschen. Flamini gab zu, dass es ihnen Millionensummen, jahrelange Forschungsarbeit, Versuche und mehrere größere wissenschaftliche Durchbrüche abverlangte, bevor sie dazu in der Lage waren, die Lävulinsäure in industriellem Maßstab herstellen zu können. Es handelt sich dabei um die weltweit erste Firma, die dies tut.

“Ja, wir haben eine Menge Geld hineingesteckt. Es war ein großes Risio. Aber um erfolgreich zu sein, muss man eben Risiken eingehen. Wir beschäftigen ungefähr 80 Leute in der Fabrik und wir geben insgesamt ungefähr 400 Leuten Arbeit. Wir sind das weltweit erste und einzige Unternehmen, das Lävulinsäure in industriellem Maßstab herstellt. Wir begannen diesen Sommer mit der Produktion. Sie stammt aus Holz- oder Getreideabfällen”, sagte Flamini.

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Forscher haben erklärt, dass der Markt für Lävulinsäure mehr als 30 Milliarden US-Dollar wert sei. Von Bio-Treibstoffen bis hin zu Arzneimitteln, Kosmetik, Plastik, Nahrungsmittelkonservierung und zahllosen anderen Anwendungen, könnte die Säure die beiden Herren sehr reich machen.

Jedoch sagte Flamini, dass es nicht das Geld sei, das sie dazu motiviert habe, sich an dieses ehrgeizige Projekt heranzuwagen. Ihr Hauptziel bestehe darin, einen Beitrag zur Lösung der gegenwärtigen globalen Klimakrise zu leisten.

“Am Anfang wollten wir das Unternehmen ‘Green Futures’ [dt. etwa: Grüne Zukunft] nennen. Sieben Jahre lang habe ich mit niemandem darüber gesprochen. Als ich 2008 nach Mailand gezogen bin, habe ich Pasquale getroffen, der ein enger Freund von mir geworden ist, und wir hatten immer im Sinn, etwas zusammen zu unternehmen. Ich war immer der Natur eng verbunden und über Umweltfragen, Klimwandel und globale Erwärmung besorgt. Er war auf der selben Wellenlänge. Wir sahen uns danach um, wie wir einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten können”, fügte er hinzu.

Die Geschichte der relativ ungiftigen Substanz geht auf das Jahr 1840 zurück, als der holländische Professor G.J. Mulder sie zum ersten Mal erwähnte. Er synthetisierte sie durch eine Erhitzung von Fruktose mit Chlorhydrat. Der frühere Begriff “Lävulose” für Fruktose gab der Lävulinsäure ihren Namen. Obwohl der Stoff seit den 1870ern gut bekannt ist, wurde nie die Herstellung einer handelsübliche Menge erreicht.

Laut Historikern begann der erste Versuch für eine kommerzielle Produktion der Substanz in den 1940ern mithilfe eines chargenweisen Prozesses in einem Dampfkochtopf durch A.E. Statley. 1953 entwickelte das US-Unternehmen Quaker Oats ebenfalls Berichten zufolge einen kontinuierlichen Prozess für die Produktion der Substanz. Und 1956 wurde der Stoff als eine Plattformchemikalie mit hohem Potenzial bestimmt.

Der letzte Durchbruch kam 2004, als das US-Energieministerium es durch eine Untersuchung von 300 Substanzen identifizierte. Das Ministerium kündigte daraufhin an, dass sie eine der 12 potenziellen Plattformchemikalien sei, die dazu in der Lage sei, fossile Brennstoffe zu ersetzen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/player-reveals-biochemical-company-produce-substance-commercial-quantity-replace-fossil-fuels/

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