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fossile Brennstoffe

Wichtiger Schritt: Weltbank stoppt Finanzierung von Öl- und Gasprojekten

in Umwelt/Wirtschaft

Während die Weltbank bereits Richtlinien hat, die ihre Investitionen in Kohlekraftwerke und Kohlebergbau einschränken, hat der Präsident der Weltbank, Jim Yong Kim, bekanntgegeben, dass die Organisation den größten Teil ihrer Finanzierung von Öl- und Gaserschließungsprojekten nach 2019 beenden wird.

Die Weltbank wird jedoch damit fortfahren, die Finanzierung unter „außergewöhnlichen Umständen“ zu erlauben und „es wird in Erwägung gezogen, die Erschließung von Gas in den ärmsten Ländern zu finanzieren, wo es einen eindeutigen Vorteil für die Armen in Bezug auf den Zugang zu Energie gibt und das Projekt mit den Vereinbarungen des Landes im Rahmen des Pariser Übereinkommens übereinstimmt.“

Kim bemerkte beim One Planet Summit in Paris, dass der Plan „sich an die Unterstützung der Länder anpasst, um ihre Pariser Ziele zu erreichen“.

„Jeden Tag wird der Klimawandel zu einer dringenderen ökonomischen, sozialen und existenziellen Bedrohung für alle Länder und alle Menschen“, sagte er.

„Die Weltbank…hat ein verurteilendes Signal des Misstrauens gegenüber der Zukunft der fossilen Brennstoffindustrie ausgesandt. Die Finanzinstitutionen der Welt müssen nun davon Notiz nehmen und entscheiden, ob ihre Finanzierung Teil des Problems oder der Lösung wird. Das Ende der Öl- und Gasindustrie ist eindeutig abzusehen, indem sich das Tempo der Veränderungen beschleunigt“, fügte der Klimaaktivist von Greenpeace International, Gyorgy Dallos, hinzu.

Trotz Verpflichtungen zur Prävention des Klimawandels, geben Regierungen der Finanzierung der Entwicklung fossiler Brennstoffe gegenüber sauberer Energie weiterhin den Vorzug – etwa 71,8 Milliarden Dollar [ca. 60,8 Milliarden Euro] werden von Regierungen in fossile Brennstoffe investiert, während saubere Energie nur 18,7 Milliarden Dollar [15,8 Milliarden Euro] erhält.

Alex Doukas, Programmdirektor bei Oil Change International, sagte: „Diese Verpflichtung der Weltbank demonstriert wahre Klimawandel-Führerschaft. Dies sendet ein klares Signal an die Welt aus, dass die Ära fossiler Brensstoffe endet, und dass Regierungsgelder nicht länger dafür benutzt werden können, um die Produktion von Öl, Gas und Kohle zu stützen.

„Angesichts dessen, was wir über die Klimakrise wissen, ist die Beendigung der Finanzierung fossiler Brennstoffe einfach das rationale und moralische Gebot der Stunde. Andere Finanzinstitutionen müssen nun der Führung der Weltbank folgen und sich bewegen, um die Finanzierung fossiler Brennstoffe zu beenden.“

„Es ist wichtig, festzuhalten, dass Transport und Lagerung sowie Verarbeitung und Reinigung von Öl und Gas ebenfalls wichtige Beiträge zum Klimawandel leisten, und angegangen werden müssen, um innerhalb der Einschränkungen zu bleiben, die durch das Pariser Übereinkommen etabliert wurden.“

Es sollte festgehalten werden, dass indem die Investitionen der Weltbank in fossile Brennstoffe zurückgehen, zumindest theoretisch mehr Finanzmittel in die Entwicklung von Technologien zur Erzeugung sauberer Energie fließen könnten.

Jedoch würde das einzige garantierte Ergebnis zu diesem Zeitpunkt in höheren Ölpreisen bestehen, indem die Ölpreise seit ihrem Allzeithoch 2008 von 150 Dollar [ca. 127 Euro] pro Barrel Rohöl stark gesunken sind, sind weniger Investitionen in konkurrierende Ölraffinerien für etablierte, große Ölkonzerne gleichbedeutend mit weniger Wettbewerb.

Verweise:

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Bis 2025 wird Norwegen den Verkauf von Diesel und Benzin VERBIETEN

in Umwelt

Alle Autos, die nach 2025 in Norwegen verkauft werden, werden laut eines neuen Energieplans, den die vier wichtigsten politischen Parteien des Landes unterzeichnet haben, emissionsfrei sein.

Laut der Überschrift der norwegischen Tageszeitung Dagens Næringsliv haben die vier wichtigsten politischen Parteien des Landes einen energiepolitischen Plan unterzeichnet, der bis zum Jahr 2025 Diesel und Benzin verbieten wird. Der Entwurf des nationalen Transportplans des Landes von 2018-2029 schreibt vor, dass alle neuen Autos, die nach 2025 verkauft werden, emissionsfrei sein müssen. Gegen Abgase schwererer Fahrzeuge wird bis 2030 streng vorgegangen.

Selbstverständlich wurde die Richtlinie nicht formell verkündet, darum könnte sie noch Veränderungen unterworfen werden. Aber Umweltschützer – einschließlich des Unternehmers Elon Musk – sind optimistisch, dass das Land, das ungefähr 150.000 Autos pro Jahr verkauft, den Plan weiterverfolgen wird.

Der Tesla-Gründer twitterte:

Tweet: „Hörte gerade, dass Norwegen 2025 neue Verkäufe von treibstoffbetriebenen Autos verbieten wird. Was für ein wahnsinng beeindruckendes Land. Leute, ihr seid großartig!!“

Norwegen ist derzeit dabei, ein ehrgeiziges Klimaziel zu verfolgen, indem die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40% reduziert werden sollen. Das ist beträchtlich, angesichts dessen, dass das Land momentan einer der größten Ölexporteure ist. Der Kraftakt wird schwer zu stemmen sein – aber nicht unmöglich. Und das Verkaufsverbot von Diesel und Benzin innerhalb des nächsten Jahrzehnts wird dem Land zweifellos dabei helfen, sein Ziel zu erreichen.

Wie Newsy berichtet, besteht für das Land eine andere Möglichkeit, „grün zu werden“ darin, Anreize für seine Bürger zu schaffen, in umweltfreundliche Fahrzeuge zu investieren, indem ihre Verkäufe subventioniert werden und die Einwohner von hohen Kfz-Steuern befreit werden.

Berichten zufolge ist der Plan aufgegangen. Letztes Jahr belief sich der Anteil von elektrischen Fahrzeugen am Verkauf neuer Autos auf 18% – ein steiler Anstieg gegenüber früheren Jahren.

Es ist so aus, dass Norwegens Initiative die erste sein könnte, die es in weniger als einem Jahrzehnt bis zum Gesetz bringt, und für den Verkauf innerhalb des Landes nur Fahrzeuge ohne Abgase erlauben wird.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/2025-norway-will-ban-sale-diesel-gas/

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Fußballspieler gibt biochemisches Unternehmen bekannt, das eine Substanz in handelsüblicher Menge produzieren könnte, um fossile Brennstoffe zu ersetzen

in Wirtschaft

Ein Fußballspieler der englischen Premier League hat enthüllt, dass er ein biochemisches Unternehmen mitgegründet hat, das damit begonnen hat, eine Substanz namens Lävulinsäure zu produzieren – einen Stoff, der die Fähigkeit besitzt, fossile Brennstoffe zu ersetzen.

In einem exklusiven Interview mit Sun sagte Mathieu Flamini, ein Spieler von FC Arsenal, dass er seine Investion vor seiner Familie, Freunden und Mannschaftskollegen bisher geheimgehalten habe, nun aber entschieden habe, sie öffentlich zu machen, weil das Unternehmen bald damit beginnen werde, die Substanz in handelsüblicher Menge zu verkaufen.

Flamini wurde in Marseille (Frankreich) geboren. Er spielte für den Verein seiner Heimatstadt, bevor er 2004 zum Club im nördlichen London [Arsenal] wechselte. Jedoch verließ er Arsenal 2008, um sich dem italienischen Fußballgiganten AC Mailand anzuschließen, wo er fünf Jahre lang blieb, bevor nach Arsenal zurückkehrte.

In Mailand traf er Pasquale Granata, einen Diplom-Volkswirt mit einem starken Interesse an Umweltthemen. Sie freundeten sich darauhin an und beschlossen, ein unternehmerisches Vorhaben in die Tat umzusetzen, um die Abhängigkeit der Welt von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Laut des 31-jährigen zentralen Mittelfeldspieler heißt ihre Firma GF biochemicals. Das „GF“ leitet sich aus den Anfangsbuchstaben von Granata und Flamini her. Das Unternehmen ist in der italienischen Stadt Caserta ansässig. Die Stadt ist ein wichtiger landwirtschaftlicher, kommerzieller und industrieller Knotenpunkt.

Das Unternehmen beschäftigt ungefähr 400 Menschen. Flamini gab zu, dass es ihnen Millionensummen, jahrelange Forschungsarbeit, Versuche und mehrere größere wissenschaftliche Durchbrüche abverlangte, bevor sie dazu in der Lage waren, die Lävulinsäure in industriellem Maßstab herstellen zu können. Es handelt sich dabei um die weltweit erste Firma, die dies tut.

„Ja, wir haben eine Menge Geld hineingesteckt. Es war ein großes Risio. Aber um erfolgreich zu sein, muss man eben Risiken eingehen. Wir beschäftigen ungefähr 80 Leute in der Fabrik und wir geben insgesamt ungefähr 400 Leuten Arbeit. Wir sind das weltweit erste und einzige Unternehmen, das Lävulinsäure in industriellem Maßstab herstellt. Wir begannen diesen Sommer mit der Produktion. Sie stammt aus Holz- oder Getreideabfällen“, sagte Flamini.

Forscher haben erklärt, dass der Markt für Lävulinsäure mehr als 30 Milliarden US-Dollar wert sei. Von Bio-Treibstoffen bis hin zu Arzneimitteln, Kosmetik, Plastik, Nahrungsmittelkonservierung und zahllosen anderen Anwendungen, könnte die Säure die beiden Herren sehr reich machen.

Jedoch sagte Flamini, dass es nicht das Geld sei, das sie dazu motiviert habe, sich an dieses ehrgeizige Projekt heranzuwagen. Ihr Hauptziel bestehe darin, einen Beitrag zur Lösung der gegenwärtigen globalen Klimakrise zu leisten.

„Am Anfang wollten wir das Unternehmen ‚Green Futures‘ [dt. etwa: Grüne Zukunft] nennen. Sieben Jahre lang habe ich mit niemandem darüber gesprochen. Als ich 2008 nach Mailand gezogen bin, habe ich Pasquale getroffen, der ein enger Freund von mir geworden ist, und wir hatten immer im Sinn, etwas zusammen zu unternehmen. Ich war immer der Natur eng verbunden und über Umweltfragen, Klimwandel und globale Erwärmung besorgt. Er war auf der selben Wellenlänge. Wir sahen uns danach um, wie wir einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten können“, fügte er hinzu.

Die Geschichte der relativ ungiftigen Substanz geht auf das Jahr 1840 zurück, als der holländische Professor G.J. Mulder sie zum ersten Mal erwähnte. Er synthetisierte sie durch eine Erhitzung von Fruktose mit Chlorhydrat. Der frühere Begriff „Lävulose“ für Fruktose gab der Lävulinsäure ihren Namen. Obwohl der Stoff seit den 1870ern gut bekannt ist, wurde nie die Herstellung einer handelsübliche Menge erreicht.

Laut Historikern begann der erste Versuch für eine kommerzielle Produktion der Substanz in den 1940ern mithilfe eines chargenweisen Prozesses in einem Dampfkochtopf durch A.E. Statley. 1953 entwickelte das US-Unternehmen Quaker Oats ebenfalls Berichten zufolge einen kontinuierlichen Prozess für die Produktion der Substanz. Und 1956 wurde der Stoff als eine Plattformchemikalie mit hohem Potenzial bestimmt.

Der letzte Durchbruch kam 2004, als das US-Energieministerium es durch eine Untersuchung von 300 Substanzen identifizierte. Das Ministerium kündigte daraufhin an, dass sie eine der 12 potenziellen Plattformchemikalien sei, die dazu in der Lage sei, fossile Brennstoffe zu ersetzen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/player-reveals-biochemical-company-produce-substance-commercial-quantity-replace-fossil-fuels/

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Vergesst die 7 Planeten der NASA: 8. Kontinent der Erde vor der Küste Australiens entdeckt

in Welt

Ein neuer Kontinent würde vielgestaltige politischen und wirtschaftliche Folgen mit sich bringen: Eine sechsjährige Studie des GNS Science Research Institute in Neuseeland hat ergeben, dass sich fossile Brennstoffe im Wert von mehreren Milliarden Dollar in der Region befinden könnten, die der Küste vorgelagert ist.

Ein Team bestehend aus 11 Geologen aus Neuseeland und Australien hat den 8. Kontinent unseres Planeten entdeckt. 94% davon liegen unter Wasser im südwestlichen Areal des Pazifischen Ozeans. Mit seinen rund 4,9 Millionen Quadratkilometern Landmasse ist der kleinste Kontinent der Welt – der den Spitznamen Seeland (Englisch: Zealand) trägt – der jüngste und dünnste Kontinent und außerdem derjenige, dessen verhältnismäßig größter Anteil versunken ist. Seine Kruste ist zwischen 10 Kilometer und 30 Kilometer dick; auf bis zu 40 Kilometer verdickt sie sich unter Teilen der südlichen Insel von Neuseeland.

Den Forschungsergebnissen zufolge, die im Journal GSA Today der Geological Society of America (etwa: Geologische Gesellschaft von Amerika) veröffentlicht wurden, umfasst Seeland insgesamt ungefähr zwei Drittel des benachbarten Australiens. Damit ist es der siebtgrößte geologische Kontinent. Augenscheinlich war Seeland, das ungefähr dieselbe Fläche hat wie Indien, früher einmal Teil des Superkontinents Gondwana (wie auch Indien, Australien, die Antarktis, Afrika und Südamerika), der vor 100 Millionen Jahren versunken ist.

@TravelLeisure: Wissenschaftler geben bekannt, dass es einen neuen 8. Kontinent gibt – er heißt: Seeland (…)

Zuvor hatten die Forscher Seeland für eine zusammengewürfelte Collage aus Fragmenten der kontinentalen Kruste gehalten. Andere, darunter auch der National Geographic, bezeichneten Seeland als einen Mikrokontinent: eine gut definierte Landmasse, das die geologischen Kriterien aufgrund der kontinentalen Kruste erfüllt, aber geologisch gesehen vom nächstgelegenen Kontinent abgetrennt ist – in diesem Fall von Australien. Aber der führende Autor Nick Mortimer, der einem Team aus acht Geologen am GNS Science (GNS steht für Geological and Nuclear Sciences – Geowissenschaften und Nuklearwissenschaften) vorsteht, ist anderer Ansicht:

„Da es >1 Mkm2 – größer als eine Milliarde Quadratkilometer – ist und von gut definierten geologischen und geografischen Grenzen umgeben ist, ist Seeland nach unserer Definition groß genug, um als Kontinent bezeichnet zu werden. Mit seinen 4,9 Mkm2 ist Seeland in erheblichem Maße größer als alle anderen Formationen, die als Mikrokontinente und kontinentale Fragmente bezeichnet werden. Seeland ist ~12x so groß wie Mauritius und ~6x so groß wie Madagaskar. Es ist außerdem in wesentlichem Maße größer als das Gebiet der größten intraozeanischen magmatischen Großprovinz (Large Igneous Province), das Ontong Java-Plateau (1,9 Mkm2).“

Die Geologen, die daraus schlossen, dass Neuseeland und Neukaledonien nicht einfach nur Inselketten sind, sondern Teile einer 4,9 Millionen Quadratkilometer großen Region, die von Australien getrennt ist, hatten verschiedene geologische und geophysische Beweisketten untersucht, um Argumente für Seeland zu finden – dass es nämlich nicht eine Ansammlung von teilweise untergegangenen Kontinentalfragmenten ist, sondern ein kohärenter, 4,9 Mkm2 großer Kontinent – und das insgesamt über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg.

Markierung der räumlichen Grenzen von Seeland. Fotoquelle: geosociety.org

Der Name Seeland ist eine Erfindung des Geophysikers Bruce Luyendyk aus dem Jahr 1995. Seeland ist eine Sammelbeschreibung für Neuseeland, für den Chatham Rise, für das Campbell Plateau und für den Lord Howe Rise. Mortimer nennt Seeland eine „Realisierung“ und nicht eine „Entdeckung“. Denn Neuseeland wird bereits seit Jahren von Experten aus dem Bereich als eigener Kontinent in Betracht gezogen. In seinem Paper mit dem Titel Seeland: der versteckte Kontinent der Erde (Zealand: Earth’s Hidden Continent) schreibt Mortimer:

„Es handelt sich hierbei nicht um eine plötzliche Entdeckung, sondern um eine graduelle Realisierung; noch bis vor 10 Jahren hätten wir nicht genug Daten oder das Vertrauen in unsere Interpretation gehabt, um dieses Paper zu verfassen. Seit der Name zum ersten Mal von Luyendyk (1995) vorgeschlagen wurde, hat die Verwendung des Namens Seeland für einen Kontinent im südwestlichen Teil des Pazifischen Ozeans einen moderaten Aufschwung erfahren.“

„Der wissenschaftliche Wert davon, dass Seeland als Kontinent klassifiziert wird, besteht in weitaus mehr als nur einem Extranamen auf der Liste. Dass ein Kontinent so untergetaucht und trotzdem zusammenhängend sein kann, macht aus ihm ein nützliches und Denkanstöße lieferndes geodynamisches Endstück bei der Erforschung der Kohäsion und Zersplitterung der kontinentalen Kruste.“

Eine vereinfachte Karte zur Darstellung der tektonischen Platten und Kontinente der Erde, darunter auch Seeland. Fotoquelle: geosociety.org.

Es gibt keine öffentliche Institution, die neue Kontinente anerkennen könnte. Die Geologen glauben jedoch, dass Seeland all die Schlüsselattribute besitzt (Erhebung, Geologie, Struktur der Kruste, sowie Grenzen und Bereich der Kruste), die dafür notwendig sind, dass es als Kontinent anerkannt werden könnte. Die vier Attribute, die es besitzt und in denen es den sieben bekannten Kontinenten (Afrika, Antarktis, Australien, Nordamerika, Südamerika, Europa und Asien) ähnelt und mit denen wir vertraut sind, lauten wie folgt:

  1. Hohe Erhebungen relativ gesehen zu den Regionen, die von der ozeanischen Kruste geplättet wurden;
  2. Breites Spektrum an kieseligen magmatischen, metamorphen und sedimentären Steinen;
  3. Dickere Kruste und geringere Struktur der seismischen Geschwindigkeit als in den ozeanischen Krustenregionen; und
  4. Gut definierte Begrenzungen um ein Gebiet herum, das groß genug ist, um als ein Kontinent zu gelten, anstatt als ein Mikrokontinent oder als ein kontinentales Fragment.

Was aber bedeutet die Entdeckung eines über lange Zeit versteckten Kontinents für die Menschen, die oben auf der Spitze von Seeland leben? Der Sydney Morning Herald stellt dazu diese Beobachtung an:

„Die politischen und wirtschaftlichen Folgen eines neuen Kontinents wären unterschiedlicher Art. Die Frage danach, wie genau definiert werden kann, was zu Neuseeland und was zu Australien gehört, sticht insbesondere hervor angesichts des Abbaus von Rohstoffen in küstennahen Bereichen (Offshore) in diesem Gebiet. Eine sechsjährige Studie des GNS Science Research Institute aus Neuseeland hat ergeben, dass fossile Brennstoffe im Wert von mehreren Milliarden Dollar in dieser Region in Küstennähe verborgen liegen könnten.“

@newscientist: Willkommen auf Seeland. Innerhalb der Umzäunung befindet sich eine altertümliche Welt, in der die zerstörten Spezies von Neuseeland wieder aufblühen können (…)

Der Ko-Autor der Studie Vaughan Stagpoole, seines Zeichens Geophysiker und Vorsitzender der Abteilung für marine Geowissenschaften am GNS Science (das Institut wird von Neuseeland finanziert), merkte an:

„Seeland einen Kontinent zu nennen ist mehr eine Formalität und größtenteils von wissenschaftlichem Interesse. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Vorteile wie Mineralien, Öl und Gas wurde das bereits vor einer Weile festgestellt. Für den Moment ist es eine technische Angelegenheit und eine, die die Macht des Volkes betrifft. Das ist eine extreme Grenze.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

 

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„Die Mutter aller Risiken“: Versicherungsgiganten ersuchen G20, die Finanzierung fossiler Brennstoffe einzustellen

in Umwelt/Welt

Multinationale Konzerne, die 1,2 Billionen Dollar an Vermögenswerten verwalten, bezeichnen Fördermittel für Kohle, Öl und Gas als „einfach untragbar“.

Indem sie warnen, dass der Klimawandel zur „Mutter aller Risiken“ avanciert, fordern drei der weltgrößten Versicherungsunternehmen diese Woche dazu auf, dass die G20-Länder damit aufhören, die fossile Brennstoffindustrie zu finanzieren.

Die multinationalen Versicherungsgiganten Aviva, Aegon und Amlin, die zusammen 1,2 Billionen Dollar an Vermögenswerten verwalten, veröffentlichten am Dienstag eine Erklärung, in der sie die Führer der weltgrößten Unternehmen dazu aufriefen, innerhalb von vier Jahren Subventionen für Kohle, Öl und Gas einzustellen.

„Besonders der Klimawandel stellt das größte aller Risiken dar — sowohl für Unternehmen als auch die Gesellschaft als Ganzes. Und dieses Risiko wird durch die Art und Weise vergrößert, wie die Subventionen für fossile Brennstoffe den Energiemarkt verzerren“, sagte Aviva-Geschäftsführer Mark Wilson. „Diese Subventionen sind einfach untragbar.“

Laut eines kürzlichen Berichts des Internationalen Währungsfonds (IWF), erhalten Unternehmen im Bereich fossiler Brennstoffe jährlich weltweit Subventionen von geschätzten 5,3 Billionen Dollar , eine Summe, die nach Aussage des IWF die „realen Kosten“ beinhalte — in Form von Schäden an der Umwelt und menschlichen Gesundheit —, und die der Bevölkerung aufgezwungen werden, nicht aber den eigentlichen Verschmutzern.

Die Erklärung wurde am Dienstag herausgegeben, als sich die Staatschefs darauf vorbereiten, sich für den 11. G20-Gipfel zu versammeln, der im chinesischen Hangzhou vom 4.-5. September unter dem Thema „Hin zu einer innovativen, gestärkten, vernetzten und offenen Weltwirtschaft“ stattfand.

„Wir rufen die Regierungen dazu auf, diese Kohlenstoff-Krücken wegzustoßen, die wahren Auswirkungen fossiler Brennstoffe für die Gesellschaft offenzulegen und den Preis berücksichtigen, den wir in der Zukunft dafür bezahlen werden, wenn wir uns weiter auf sie verlassen“, fügte Wilson hinzu.

Tatsächlich schultern Versicherungsunternehmen zunehmend viele der Kosten, die mit der Erderwärmung in Verbindung gebracht werden, gleichgültig, ob es sich um Schäden durch extreme Wetterbedingungen handelt, oder um Entschädigungen von Bauern für verlorengegangene Ernten.

Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2016 haben Naturkatastrophen 70 Milliarden Dollar an Verlusten verursacht, von denen laut eines Gutachtens der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft 27 Milliarden versichert waren — darunter Ereignisse von besonderer Bedeutung, wie mit dem Klima in Zusammenhang stehende „Stürme in den USA und Europa, massive Waldbrände in Kanada und das komplette Ausbleiben von Taifunen im Nordwestpazifik.“

Und das Wohnungsbau-Datenbank-Unternehmen Zillow veröffentlichte kürzlich eine Analyse, die ergab, dass bis 2100 ganze 1,9 Millionen Wohnungen des Landes unter Wasser stehen könnten, wenn die Meere in dem Maße ansteigen, wie Klimawissenschaftler dies vorhersagen, und wodurch der Schaden an Wohneigentum in die Hunderte von Milliarden Dollar geht.

US-Präsident Barack Obama und Präsident Xi Jinping haben Berichten zufolge geplant, gemeinsam ihre Ratifizierung des bahnbrechenden Pariser Klimaschutzabkommens Ende der Woche auf dem globalen Gipfeltreffen anzukündigen. Und während das Ziel der Pariser UN-Klimakonferenz, die globale Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen, löblich ist, warnen Beobachter, dass es nicht erreicht werden wird, wenn die Staaten weiterhin Milliarden von Dollar in Energiequellen mit hohem Kohlenstoffanteil stecken.

2009 einigten sich die G20-Staatschefs darauf, „über die mittelfristig ineffizienten Subventionen für fossile Brennstoffe zu beraten, die zu verschwenderischem Verbrauch einladen, um diese schrittweise einzustellen“.

Fünf Jahre später klingt dieses Ziel für Shelagh Whitley, „bedeutungslos“, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Overseas Development Institute (ODI), das schätzt, dass sich solche Hilfestellungen auf ungefähr 444 Milliarden Dollar jährlich belaufen.

„Diese Subventionen befeuern gefährlich den Klimawandel“, sagt Whitley. Wenn wir irgendeine Chance haben sollen, das beim Pariser Klimagipfel gesetzte 2°C-Ziel zu erreichen, dann müssen die Regierungen ein Programm schneller Kohlenstoffreduktion auf den Weg bringen. Der Finanzsektor erkennt die Wichtigkeit, von fossilen Brennstoffen wegzukommen, und die Regierungen müssen erkennen, dass sie die letzten sein könnten, die sich noch bewegen müssen“.

In diesem Sinne startete der Sierra Club kürzlich seine Fossil Free Finance-Kampagne, um die G20-Regierungen dazu zu ermutigen, kein weiteres öffentliches Geld „in die Taschen von großen Kohle-, Öl- und Gaskonzernen zu schütten, was eine Verschlimmerung der Klimakrise zur Folge hat, indem Luft und Wasser verschmutzt werden und neue Reserven fossiler Brennstoffe zugänglich gemacht werden, wodurch unseren Familien und Kommunen Schaden zugefügt wird“.

In den letzten sieben Jahren sind wir Zeuge historischer Klimaveränderungen überall in den USA und auf der ganzen Welt geworden“, sagte der geschäftsführende Direktor des Sierra Club, Michael Brune. „Aber während sich die Welt auf eine zu 100 Prozent saubere Energiewirtschaft zubewegt, sind die G20-Anführer stehengeblieben, während die Welt auf die Erfüllung leerer Versprechungen wartet“.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Rockefeller Stiftung verkauft Anteile an Ölfirmen, die sie märchenhaft reich gemacht hatten

in Wirtschaft

Nichts ist wohl mehr mit der amerikanischen Ölindustrie gleichzusetzen als der Name John D. Rockefeller, der 1870 Standard Oil gründete (womit er ein Monopol in der Ölindustrie erschuf und 90 % der US-amerikanischen Raffinerien und Pipelines kontrollierte) und eines der reichsten, wenn nicht der reichste Mann seiner Zeit wurde.

(Wegen Verstoßes gegen das Kartellrecht ordnete 1911 der Supreme Court, der oberste Gerichtshof der USA, die Zerschlagung Standard Oils an, aber der Wert seiner Anteile an den daraus entstandenen Firmen schoss derart in die Höhe, dass er zum reichsten Mann der Welt wurde. Exxon und Mobil waren beide Nachfolgefirmen von Standard Oil, bevor sie zu Exxon Mobil fusionierten.)

Es scheint jedoch, dass die Rockefeller Familie nicht mehr mit den fossilen Brennstoffen in Verbindung gebracht werden möchte. Der Rockefeller Family Fund, eine Stiftung ca. 130 Mio. US Dollars wert, verkauft nun seine Anteile an Firmen, die mit fossilen Brennstoffen handeln, einschließlich Firmen wie Exxon Mobil und Firmen, die mit Fracking Öl herstellen.

„Während die globale Gemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen vorantreibt, macht es weder finanziell noch ethisch Sinn, weiter in diese Unternehmen zu investieren“, erklärte die Stiftung in der vergangenen Woche. „Es gibt keine vernünftigen Gründe für Firmen, nach weiteren Quellen von Kohlenwasserstoffen zu suchen.“

Es ist nicht die erste Rockefeller Stiftung, die ihre Anteile an Ölfirmen abstößt. Im Jahr 2014 hatte der Rockefeller Brothers Fund 7 % seines ungefähren 860 Millionen US Dollar Vermögens aus Firmen, die mit fossilen Brennstoffen handeln, verkauft. „Dieser Schritt ist symbolisch, aber wichtig.“, sagte der Stiftungspräsident Stephen Heintz damals. „Dies ist eine Frage der Moral, aber auch immer mehr eine wirtschaftliche.“

Zu der Zeit wollte der Brothers Fund seine Anteile an Exxon Mobil demonstrativ nicht verkaufen und konnte so „die Öl- und Gasfirmen dazu drängen, sich für ihre Kohleanteile zu verantworten.“ Ein Beispiel, wie man mit gespaltener Zunge spricht. Die Stiftung hat erst kürzlich ihre Exxon Mobil Anteile verkauft.

Anzufügen ist, dass in beiden Fällen der Verkauf ihrer Anteile an fossilen Brennstoffen zugegebenermaßen wirtschaftliche Gründe hatte, und dass die genannten moralischen Gründe wohl eher wenig Einfluss auf die Entscheidung der Stiftung hatten. Schließlich verschwinden Kohlefirmen nicht einfach, wenn eine Stiftung ihren Anteil an ihnen an andere verkauft. Außerdem sind die Ölpreise auf einem historischen Tief, was wohl in naher Zukunft auch so bleiben wird.

Der Rockefeller Family Fund prangert Exxon Mobil für sein „moralisch verwerfliches Verhalten“ an und erklärt, dass es „Beweise gebe, die nahelegen, dass die Firma seit 1980 die Öffentlichkeit über den Fortschritt des Klimawandels täuschte und gleichzeitig Millionen dafür ausgebe, sich gegen die zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen und nach neuen Quellen in der schmelzenden Arktis forsche.“

„Es ist nicht überraschend, dass sie sich vom Unternehmen zurückziehen, da sie eine Verschwörung gegen uns finanzieren.“, so der Exxon-Sprecher Alan Jefferson in einer Email an CBC Money Watch. Jeffers führte an, dass der Family Fund eine neue Organisation namens InsideClimate News finanziere, die einen vernichtenden Report schrieb, in dem behauptet wurde, dass Exxon die Öffentlichkeit über seine eigenen Forschungen zum Klimawandel irreführe.

Weiterhin behauptete Jeffers, dass InsideClimate „ungenaue und gezielt irreführende Geschichten“ über Exxons Klimaforschung veröffentliche. „Die Geschichten geben den falschen Eindruck, dass wir Jahrzehnte vor den Experten in aller Welt und als die Klimaforschung noch in den Anfängen steckte, Aufschlüsse über die Klimagefahren gehabt hätten“, sagte er. „Exxon Mobil erkennt die Risiken des Klimawandels an und wird ihn garantiert bekämpfen.“

Sources: CBS News, CCTV, History, Bloomberg View, Wall Street Journal

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