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China drängt USA, nachzugeben und Nordkorea entgegenzukommen, da sie sonst einen Krieg riskieren

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Die pragmatische Herangehensweise durch chinesische Regierungsbeamte ist ein Versuch, beide Seiten zu beruhigen, um zu verhindern, dass in der Region ein umfassender Krieg ausbricht.

Die Wirtschaftsmacht China hat vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region darum ersucht, dass die gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas eingestellt werden. Jedoch haben südkoreanische Regierungsbeamte die Bitte zurückgewiesen, wie Nachrichtenagentur Yonhap berichtet.

Es wurde an der Linie festgehalten, dass die jährlichen Militärmanöver „rein defensiv“ seien. Der Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums Moon Sang-gyun erklärte auch, dass die gemeinsamen militärischen „Übungen ohne Unterbrechung fortgesetzt werden“.

Die gemeinsamen militärischen Übungen begannen am 1. März und werden für zwei Monate andauern. Die Übungen werden Luft- und Seestreitkräfte, computersimulierte Übungen und die Beteiligung des Flugzeugträger USS Carl Vinson beinhalten, der Ende nächster Woche erwartet wird.

Das Raketenabwehrsystem THAAD, ein Knackpunkt des Streits mit China und Nordkorea, soll innerhalb des Monats in Betrieb genommen werden, als Reaktion auf Nordkoreas anhaltende Raketentests, bei denen in den letzten Wochen manche auf die japanische Küstenlinie gezielt wurden.

Admiral Harry Harris, das Oberhaupt des U.S. Pacific Command, bekräftigte diese Woche die Notwendigkeit des Einsatzes von THAAD in dieser Region: „Anhaltende provokative Handlungen durch Nordkorea, zu denen auch die gestrigen Starts mehrerer Raketen gehören, bestätigen nur die Besonnenheit der Entscheidung unserer Allianz vom letzten Jahr, THAAD in Südkorea einzusetzen.“

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, widerspricht, indem er Chinas entschlossene Ablehnung dieses Einsatzes erklärt, und dass THAAD dessen eigene nationale Sicherheit gefährdet.

„Wir werden definitiv notwendige Maßnahmen ergreifen, um unsere eigenen Sicherheitsinteressen zu gewährleisten. Alle daraus sich ergebenden Konsequenzen werden [von Südkorea und den Vereinigten Staaten] getragen“, sagte Shuang.Die Boulevardzeitung der kommunistischen Partei Global Times, veröffentlichte laut military.com in ihrem Leitartikel Chinas Tadel von Kim Jong-uns Handlungen und THAAD.

„Indem diesmal vier Raketen auf einmal abgefeuert wurden, hat sich die militärische Konfrontation zwischen Pyöngyang, Seoul und Washington zugespitzt.“ Aber die Global Times schrieb, dass die chinesische Verärgerung über „Pyöngyangs Atomprogramm“ nur „der Vorwand sei, damit Seoul THAAD einsetzen könne“.

China übt zu einem Zeitpunkt politischer Unbeständigkeit weiterhin Druck auf Südkorea aus. Das südkoreanische Verfassungsgericht hat nach einer Reihe von Korruptionsskandalen geurteilt, die angeklagte Präsidentin Park Geun-hye des Amtes zu entheben. Dies vergrößert zusätzlich Südkoreas Sorgen über seine Sicherheit, einer Nation, die bereits durch tiefgreifende politische Turbulenzen gespalten ist, die durch die mittlerweile frühere Präsidentin verursacht wurden.

China warnte vor einem „Frontalzusammenstoß“ zwischen der US-amerikanisch-südkoreanischen Allianz und den anhaltenden nordkoreanischen Raketentests, indem es dazu aufrief, die militärischen Übungen für eine „Atempause“ aufzuschieben, und damit beide Parteien an den „Verhandlungstisch“ zurückkehren.“Die beiden Seiten sind wie zwei beschleunigende Züge, die sich einander nähern, wobei keine der beiden Seiten willens ist, Platz zu machen“, sagte Außenminister Wang Yi in Peking. „Die Frage ist: Sind beide Seiten wirklich bereit für einen Frontalzusammenstoß?“, sagte Wang. „Unsere Priorität ist nun, die Ampel auf rot zu stellen und beide Züge zum Bremsen zu bringen.“Die pragmatische Herangehensweise von Seiten chinesischer Regierungsbeamter, stellt einen Versuch dar, beide Seiten zu beruhigen. „Wir müssen zweigleisig fahren, was bedeutet, dass wir nicht nur Sanktionen beschließen, sondern auch die Gespräche wieder aufnehmen“, sagte Außenminister Wang Yi.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/china-urges-us-to-back-down-and-meet-north-korea-half-way-or-risk-war/

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