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Geopolitik - page 3

Rüstungsgeschäfte auf Eis: Keine Panzer für die Türkei

in Geopolitik/Politik/Wirtschaft

Von shortnews.de

Das abgekühlte Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei erschwert Rüstungsgeschäfte zwischen den Ländern. 

Mehrere Projekte zögen sich hin und würden von den Regierungen derzeit nicht entschieden, sagte der Chef von Deutschlands größtem Rüstungskonzern Rheinmetall, Armin Papperger.

Betroffen ist davon auch das Großprojekt der türkischen Regierung für den Bau von 1.000 Kampfpanzern. Der politische Spielraum für Exportgenehmigung ist auf deutscher Seite sehr gering, so Papperger.

Quelle: n-tv.de

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Das Dritte Reich erneut besiegen: Warum ist Geschichtsrevisionismus in Europa wieder in Mode?

in Geopolitik/Politik

Von rt.com – Bild: Reichskanzler Adolf Hitler beim Unterschreiben des Münchner Abkommens am 30. September 1938 mit dem britischen Premierminister Neville Chamberlain (2. von links) und dem Ministerpräsidenten Italiens, Benito Mussolini (3. von links).
 
Politiker aus Polen und den postsowjetischen Staaten der EU ließen im Sommer und Herbst 2017 mit umstrittenen Aussagen aufhorchen. Ihnen zufolge soll Deutschland wegen des im Laufe des Zweiten Weltkrieges verursachten Schadens Reparationen an Polen zahlen.
 

von Max Maksimow

Im Sommer und Herbst 2017 kam es zu einigen überraschenden bis verstörenden Aussagen von Politikern aus Polen und den postsowjetischen Staaten der EU, die man nach so vielen Jahren seit der Osterweiterung in dieser Form nicht erwartet hätte. Sie alle untermauern eine zunehmend wieder populär werdende Forderung: Deutschland solle wegen der im Laufe des Zweiten Weltkrieges verursachten Schäden Reparationen an Polen zahlen.

Zuerst behandelte man diese Ideen auch in Polen weithin als Kuriosität und Populismus. Jedoch kamen diese Statements mittlerweile nicht mehr nur von politischen Randpersonen, sondern vom Vorsitzenden der regierenden polnischen Partei „Recht und Gerechtigkeit“, Jarosław Kaczyński, dem Verteidigungsminister Polens, Antoni Macierewicz, und von Premierministerin Beata Szydło. Sie alle betonten, dass Polen das Recht auf Kriegsentschädigungen habe. Kaczyński zufolge diskutierten der jetzige polnische Präsident Andrzej Duda und sein deutscher Kollege Frank-Walter Steinmeier jüngst ebenfalls dieses Problem.

Wer stellt welche Ansprüche an wen?

Laut den Berechnungen des Sejms, des polnischen Parlaments, schuldet Berlin Warschau fast 50 Milliarden US-Dollar. Die Bundesregierung konnte derartige Ansprüche nicht ignorieren und hat sie dementsprechend offiziell abgelehnt. Die Begründung war, dass Berlin alle möglichen Reparationszahlungen bereits geleistet habe und Polen keine Rechtsgrundlagen für solche Forderungen vorweisen könne. In Warschau denkt man nun sogar daran, ein Verfahren vor einem internationalen Schiedsgericht einzuleiten.

Es wäre aber seltsam gewesen, hätten sich die Ansprüche Polens ausschließlich auf Deutschland beschränkt, bedenkt man, dass es sich um den Zweiten Weltkrieg handelt. Polen gibt die Schuld an dessen Ausbruch nicht nur dem Dritten Reich, sondern auch der UdSSR. Die Abgeordneten des Sejms entschieden sich entsprechend dazu, sich nicht auf die Forderungen gegenüber Deutschland zu beschränken, sondern nun auch Reparationen von Russland zu fordern. In diesem Zusammenhang spielte auch die Forderung nach einer Rückzahlung von angeblich 30 Millionen Rubel in Gold eine Rolle, die seit dem Abschluss des sowjetisch-polnischen Friedensvertrags im Jahr 1922 nie ausgezahlt worden seien. Zum anderen handelt es sich um Reparationsforderungen für die Eingliederung der westlichen Regionen der Ukraine und Weißrusslands in die UdSSR im Jahr 1939. Der polnische Außenminister Witold Waszczykowski kommentierte diese Ideen wie folgt:

Aus moralischer Sicht ist es klar, dass wir keine Entschädigung erhalten haben für die Schäden, die sowohl durch den deutschen Angriff auf Polen als auch durch den sowjetischen, russischen Krieg verursacht wurden.

Erwartungsgemäßes Kopfschütteln in Russland

Der erste stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Staatsduma, Dmitri Nowikow, stellte in einem Interview mit RT den Realismus hinter den polnischen Forderungen in Frage:

Polnische Politiker sollten sich daran erinnern, dass die Existenz von Polen in den heutigen Grenzen unter anderem die unmittelbare Folge der Konferenzen von Jalta und Potsdam ist, wo die Sowjetunion die Interessen Polens verteidigte. Deshalb sollten sie sich nicht nur an 1921, sondern auch an 1945 erinnern.

An dieser Stelle muss man sagen, dass dies bei weitem nicht der erste und nicht der letzte internationale Konflikt ist, der in einen Versuch der Revision der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs mündet. Die Entwicklung erregte nur deswegen allgemeine Aufmerksamkeit, weil ein Teil der Konfliktparteien der Europäischen Union angehört. Gerade das verleiht diesem Fall einen Anstrich von skandalöser Würze.

Das Thema der Revision einer scheinbar vollständigen Geschichte ist auch im postsowjetischen Raum verbreitet: Hier agiert die Ukraine als der Trendsetter hinsichtlich dieser seltsamen und gefährlichen „Mode“. Vor allem deswegen, weil sie versucht, die Russische Föderation für die Folgen des Staatsstreichs von 2014, der die Abspaltung eines Landesteils, einen Bürgerkrieg und einen Krieg in der Ukraine zur Folge hatte, verantwortlich zu machen. Aber die Ursachen der ukrainischen „Mode“, Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs zu revidieren, liegen tiefer. Der Staatsstreich brachte rechtsextreme Nationalisten und auch diejenigen an die Macht, die davon profitieren, sich deren Sicht auf die Geschichte anzueignen. In dieser Frage sind ihre Vorwürfe an die Russischen Föderation viel breiter.

Ukraine greift historisch sogar noch weiter zurück

Ukrainische Nationalisten gehen im Parlament sogar noch weiter zurück als ihre polnische Kollegen. Sie versinken in den Tiefen der Geschichte. Sie werfen Moskau die „Besetzung“ der Ukraine während des Bürgerkriegs Anfang des 20. Jahrhunderts vor und sogar jene, die im 17. Jahrhundert stattfand, nach dem Bürgerkrieg in der Rzeczpospolita Polska, zu Deutsch: der Königlichen Republik Polen. Aber in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg waren sich die Abgeordneten des polnischen Sejms und der ukrainischen Rada als Partner einig.

Vor genau einem Jahr, im Oktober 2016, verabschiedete die Rada die gemeinsame ukrainisch-polnische Erklärung Nr. 1704-VIII unter dem Titel „Erinnerung und Solidarität“. In dieser wurden der Molotow-Ribbentrop-Pakt verurteilt und die UdSSR sowie das Dritte Reich als die Auslöser des Zweiten Weltkriegs benannt. Es ist bemerkenswert, dass sich ursprünglich auch Litauen dieser Erklärung anschließen wollte. Im letzten Moment aber verzichtete der litauische Sejm auf diesen Schritt. Genaue Gründe dafür waren anfangs nicht bekannt. Der älteste Abgeordnete der Rada lüftete jedoch den Schleier, Jurij Schuchewytsch, seines Zeichen der Sohn eines berühmten Nazi-Protagonisten und Bandera-Anhängers, Roman Schuchewytsch.

Von der Rednerbühne des ukrainischen Parlaments aus warf er seinen Kollegen Schimpfworte an den Kopf und nannte sie „dumm“. Es hatte sich herausgestellt, dass Rada-Abgeordnete nicht die Autoren der Erklärung waren und sie diese nicht einmal gelesen hatten, bevor sie sie verabschiedeten. Desweiteren wurde die Erklärung im polnischen Sejm geschrieben, wo die Wiedervereinigung der Westukraine und Weißrusslands immer noch für eine Annexion der polnischen Territorien gehalten wird. In Warschau hat die Verurteilung des Molotow-Ribbentrop-Paktes nicht die gleiche Bedeutung wie in der Ukraine. Polen glaubt immer noch, dass die UdSSR polnische Territorien gestohlen hatte. Aber die ukrainischen Abgeordneten sind nicht so sehr am Inhalt von Gesetzen interessiert, dass sie auf diese gefährlichen Einzelheiten eingehen würden.

Aus wahrscheinlich gerade diesem Grund lehnte es Litauen ab, die Erklärung zu unterzeichnen. Tatsache ist, dass nicht nur das Dritte Reich, sondern auch die UdSSR an der Teilung Polens im Jahre 1939 teilnahm. Ein Teil des Territoriums der zweiten Rzeczpospolita ging darüber hinaus an die Slowakei und Litauen. Zudem war Litauen 1939 noch kein Teil der UdSSR. Dies sollte erst im Jahre 1940 der Fall sein. Die jetzige Hauptstadt Litauens, die Stadt Vilnius, war von der Annexion 1922 und dem Nichtangriffspakt Teil Polens. Dadurch, dass sie den Molotow-Ribbentrop-Pakt verurteilen, hätten litauische Abgeordnete Vilnius als besetztes Territorium anerkannt, Polen das Recht darauf zugesprochen und somit Litauen selbst zum Mitverursacher des Zweiten Weltkriegs erklärt. Vielleicht sagte deshalb der litauische Sejm im letzten Moment seine Teilnahme an der politischen Intrige ab, die in Warschau geplant worden war.

Titelbild nach der Unterzeichnung des Münchner Abkommens.

Ukrainische Abgeordnete konnten mangels Fachkompetenz offenbar nicht auf diesen einfachen Gedanken kommen. Natürlich erhebt Polen auch einen Anspruch in der Frage der Angliederung von Vilnius an Litauen. Immerhin stellten Polen 1939 sogar noch die Bevölkerungsmehrheit in der Stadt. Dies klingt zwar in der allgemeinen Diskussion nicht an, aber am Rande des polnischen Sejm wird nicht selten und nicht ungern daran gedacht. Niemand könnte die Diskussion solcher Themen in der Presse oder im Internet verbieten – insbesondere nicht in der heutigen Ukraine, wo man offen über territoriale Ansprüche gegenüber Russland, Weißrussland und eben auch Polen spricht.

Münchner Abkommen von 1938 wird gerne vergessen

Wenn man sich aller Umstände des Zweiten Weltkriegs erinnert, wird man gezwungen sein, sich auch sehr unangenehmer Episoden zu erinnern – und man muss dazu nicht einmal bis zum Versagen der westlichen Siegermächte nach 1918 im Zusammenhang mit den folgenschweren Verträgen von Versailles, St. Germain und Trianon oder im Nahen Osten zurückgehen, ohne das es vielleicht zu manchen fatalen Entwicklungen in den Jahren und Jahrzehnten darauf gar nicht erst gekommen wäre.

Man braucht sich nur des Münchner Vertrags zu erinnern, in dem Großbritannien, Frankreich, das Dritte Reich und Italien ohne Beteiligung der Delegation aus der Tschechoslowakei die Übergabe des Sudetenlandes an das Dritte Reich vereinbarten. Dieser Vertrag wird heute von keinem Menschen als solcher betrachtet, und letztendlich hat er zum Beginn der Expansion des Dritten Reiches geführt. Niemand bezeichnet diesen Vertrag als „Hitler-Chamberlain-Daladier-Mussolini-Pakt“. Im Westen erinnert man sich nicht gerne daran. Besonders stoßen auch heutigen Staatenlenkern Fotos sauer auf, auf denen die Flaggen des Dritten Reiches, Frankreichs und Großbritanniens einträchtig nebeneinander in München flattern.

Stalin neu denken?

Im Unterschied zum britischen Premierminister saß Sowjetführer Josef Stalin selbst nie an einem Tisch mit Hitler. Im Gegenteil: Stalin wurde für den Molotow-Ribbentrop-Pakt im Jahr 1939 von der amerikanischen Zeitschrift Time zum „Mann des Jahres“ gemacht. Im begleitenden Leitartikel dazu heißt es:

Josef Stalin hat in einer August-Nacht das Machtverhältnis in Europa dramatisch verändert. Das machte Josef Stalin zum Mann des Jahres 1939. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatte Adolf Hitler der ganzen Welt bereits gezeigt, dass seine Tasche der politischen Tricks nicht bodenlos war. Winston Churchill, der erste Lord der Admiralität, tauchte mit großer Energie wieder in europäischen Angelegenheiten auf, aber er war  kein Chef der Regierung. Nach sieben Jahren von Franklin Roosevelt sind die Vereinigten Staaten immer noch in der Depression und können kein Vorbild für den Rest der Welt darstellen. Dagegen waren die Handlungen von Josef Stalin im Jahr 1939 positiv, überraschend und schockierend für die Welt. Die Unterzeichnung des nazistisch-kommunistischen Nichtangriffspakts im Moskauer Kreml in der Nacht vom 23. auf den 24. August war eine diplomatische Demarche, die im wahrsten Sinne des Wortes die Welt erschütterte.

Wie man sieht, betrachtete damals niemand Stalin als Aggressor und umso weniger als einen Verursacher des Zweiten Weltkriegs – im Gegenteil. Das ist die Meinung der damaligen Presse. Heute müssen diejenigen, die die Ergebnisse des größten Krieges der menschlichen Geschichte überprüfen wollen, erst einmal verstehen, wie gefährlich ein solches Ansinnen ist. Denn dann wird man sie auch an andere Fakten erinnern müssen, über welche in Polen und in der Ukraine sowie anderen Ländern gerne geschwiegen wird.

Worüber man gerne schweigt

So schweigt man zum Beispiel lieber über die Tatsache, dass es Polen erlaubt wurde, einen erheblichen Teil der von Deutschen besiedelten Territorien zu annektieren. Zu diesen Geländen gehören das südliche Ostpreußen, ein Teil von Brandenburg, Pommern und Schlesien. Man wird sich auch daran erinnern, dass die Deutschen von dort zwangsweise und ohne jegliche Entschädigung abgeschoben wurden, Millionen Menschen überlebten die Vertreibung nicht, in Internierungslagern wie Lamsdorf soll eine mindestens vierstellige Anzahl von Zivilisten gequält und getötet worden sein. Das könnte man nach unseren heutigen Maßstäben durchaus in einen Bereich einordnen, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn nicht gar einem Völkermord nahekommt.

Die Vertreibung der Deutschen wurde von den Behörden Polens, Litauens, der Tschechoslowakei und der Ukraine durchgeführt. Obwohl diese Länder ein Teil der UdSSR waren, wäre es nicht nur nach der nun von Polen und der Ukraine bemühten Logik ungerecht, historische Verantwortlichkeit nicht zu teilen. Ich habe noch nie gehört, dass in den betroffenen Ländern und unter den gegenwärtigen Politikern jemand das Thema einer Entschädigung für die Abschiebung der Deutschen behandelt hätte.

Die Gründe des heutigen Revisionismus

Warum befassen sich polnische und ukrainische Politiker aber mit solch einem gefährlichen Geschäft wie der Revision der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges? Diese Versuche könnten pragmatische Gründe haben: Vor allem den Wunsch, einfaches Geld aus dem Nichts zu machen. Dies ließe sich sogar zu einem Präzedenzfall umwandeln. Zudem hat nicht Polen selbst diese Herangehensweise erfunden, um Geld zu verdienen. Als erstes Land hat Griechenland, das damals unter der Schuldenkrise litt, von Deutschland ernsthaft 279 Milliarden Euro gefordert. Die EU hat damals solch gefährliche Präzedenzfälle jedoch nicht zugelassen. Künftig wird sie es auch nicht dulden. Aber diese gefährlichen Diskussionen werden sich weiter fortsetzen.

Zugegeben: Das arrogante Auftreten heutiger deutscher Politiker gegenüber anderen Nationen, wie es nicht nur Russland, sondern auch Griechenland, Polen und viele andere Länder kennenlernen durften, trägt ohne Zweifel seinen Teil dazu bei, Begehrlichkeiten dieser Art zu wecken. Man sollte ihnen dennoch nicht nachgeben. Die Büchse der Pandora sollte geschlossen bleiben.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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„Es ist okay, in Israel rassistisch zu sein“: Israelische Aktivistin spricht es aus

in Geopolitik/Welt

Den israelischen Bürgern wird gesagt, dass die Bevölkerung ihrer Gesellschaft streng kontrolliert werden müsse, um den Staat um jeden Preis zu schützen. Laut Sahar Vardi bedeutet das, andere Rassen als Feinde zu behandeln, was nur durch Rassismus erreicht werden kann.

Unterstützer eines israelischen Soldaten namens Elor Azaria, wegen Totschlags angeklagt, nachdem er in Hebron 2016 einen verwundeten auf dem Boden liegenden palästinensischen angeblichen Angreifer erschossen hatte [Reuters]

 

Ein Aktivistin aus Israel namens Sahar Vardi (27) sprach vor ein paar Monaten mit Al Jazeera, um zu erklären, wie die israelische Regierung ihre Bürger für ihre Aktivitäten wohlgefällig hält. Vardi erklärt, dass israelische Juden durch eine Mischung aus Unterdrückung und Angst dazu gebracht werden, andere Rassen als Bedrohung zu betrachten. Rassismus ist im Staat der jüdischen Mehrheit alltäglich geworden.

Es ist okay, heutzutage in Israel rassistisch zu sein. Es ist okay zu sagen: ‚Ja, die Juden sind besser.‘ Es ist in Ordnung zu denken: „Ja, wenn wir an Sicherheit denken, ist die Sicherheit der Juden wichtiger als die Sicherheit der Araber“ – das steht außer Frage.“

In Israel ist es für israelische Bürger obligatorisch, im Militär zu dienen, aber einige Bürger weigern sich. Gründe sind unter andserem der Widerstand gegen die Politik der Armee und ihre Besetzung der palästinensischen Gebiete.

Sahar Vardi ist eine Israelin, die aufgrund ihrer Ansichten über die palästinensische Besetzung den Militärdienst verweigerte. Obwohl sie verschiedene, einfachere Optionen hatte, wenn es darum ging, um das Militär herumzukommen, entschied sie sich, ehrlich zu bleiben und ihre politische Oppositionshaltung zu benennen.

Ein Militärkomitee bewertet Fälle, in denen sich Bürger zu dienen weigern. Wenn jemand dabei das Wort „Besetzung“ verwendet, führt das automatisch zur Ablehung der Eingabe. Wenn Sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht zum Dienst melden, werden Sie in einem Militärgericht verurteilt und ins Gefängnis gebracht.

Sie müssen sich nach der Entlassung erneut zum Dienst melden. Wenn Sie dies nicht tun, wird der Prozess von vorne beginnen und Sie werden ins Gefängnis zurückgeschickt. Dies geht so weiter für unbestimmte Zeitdauer.

Ich ging zum Ausschuss für Kriegsdienstverweigerung, entschied aber im Voraus, dass ich den wahren Grund sagen werde, warum ich nicht im Militär sein wollte, dass ich und in meiner Erklärung das Wort „Besetzung“ benutzen wollte. Und ich habe den Test des Ausschusses nicht bestanden.“

Für mich war es eine Möglichkeit, meinen politischen Standpunkt klarzumachen. Ich wusste, dass ich jedenfalls auf irgendeine Weise herauskommen könnte – ich hätte dem Ausschuss die richtigen Dinge sagen können. Ich kenne die Antworten, die sie hören wollten. Aber für mich war es eine Gelegenheit ist, über die Besetzung zu sprechen. “

Obwohl die meisten Bürger beim Militär gedient haben, sind die viele von ihnen noch immer nicht über die Gründe für die Besetzung palästinensischen Landes informiert. Einige weigern sich, es als Besetzung zu bezeichnen „weil sie sich gerne hinter dem juristischen Diskurs verstecken, dass es ein umstrittenes Gebiet sei. “

Foto von israelischen Soldaten (Quelle: Global News)

Das Militär lehrt Bürger, Palästinenser zu entmenschlichen. Diese Fähigkeit, andere Menschen zu entmenschlichen, trägt zur Akzeptanz von Rassismus in der Gesellschaft bei. Vardi stellt fest:

Du entmenschlichtest sie nur, damit Du an einem Kontrollpunkt Nein sagen kannst. Aber wenn Du das nächste Mal in einer Situation bist, in der Du sie schubsen musst, wird Dir das leicht genug fallen. Und wenn du sie erschießen musst, wird es Dir auch leicht genug fallen, sie zu erschießen.“

Es ist wichtig, das „Rückkehrrecht“ zu erwähnen, ein Artikel, der in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hineingeschrieben wurde. Im Jahr 1948 verkündeten die Vereinten Nationen das Rückkehrrecht als „universales Recht, das nach internationalem Recht bindend ist und von jedem Volk genossen wird, unabhängig davon, woher es kommt.“ (Quelle). Unter dem Recht zur Rückkehr, „hat jedermann das Recht, jedes Land einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.“

Israelische Bürger ignorieren dieses Gesetz weitgehend, und die Regierung ignoriert es vollständig. Es zu akzeptieren bedeutet, das Recht der Palästinenser auf ihr Territorium anzuerkennen. Die zionistische Denkweise ermöglicht den Bürgern, dieses internationale Gesetz zu ignorieren. Viele sind mit der Vorstellung geboren, dass ein streng jüdischer Staat notwendig ist, um sich selbst zu schützen.

Zionismus ist höchst umstritten und wird seit Jahren mit Rassismus gleichgesetzt. Tatsächlich verabschiedeten die Vereinten Nationen 1975 eine Resolution, die zu dem Ergebnis gekommen war „Der Zionismus ist eine Form von Rassismus und Rassendiskriminierung“. Basierend auf der Definition von Rassismus im Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeglicher Form von Rassendiskriminierung beschreibt die Resolution Diskriminierung folgendermaßen:

Jede Unterscheidung, Ausgrenzung, Einschränkung oder Präferenz aufgrund der Rasse, der Hautfarbe, der Abstammung oder der nationalen oder ethnischen Herkunft, die dazu dient, die Anerkennung, den Genuss oder die Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder einem anderen Gebiet des öffentlichen Lebens zu beseitigen oder behindern.“(Quelle).

Die Resolution der UNO wurde 1991 aufgehoben, nachdem US-Präsident George H.W. Bush sie verurteilte, aber viele halten die zionistische Ideologie weiterhin für rassistisch. Den israelischen Bürgern wird beim Militär gesagt, dass die Bevölkerung ihrer Gesellschaft streng kontrolliert werden müsse, um den Staat um jeden Preis zu schützen. Das bedeutet, andere Rassen als Feinde zu behandeln, was laut Vardi nur durch Rassismus erreicht werden kann.

Quelle: YouTube / David Sheen und Max Blumenthal

Unterdrückung spielt ebenfalls eine Rolle. Wie die Vereinigten Staaten, hat Israel eine der größten Lücken zwischen Reich und Arm. Diejenigen, die ums Überleben kämpfen, haben keine Zeit, sich um die Not anderer zu sorgen. Vardi stellt fest:

Ich denke, eines der Dinge, die Israel sehr gut gemacht hat, ist, ein gewisses Niveau der Unterdrückung aufrechtzuerhalten, was bedeutet, dass Sie sich immer mit bestimmten Problemen auseinandersetzen müssen, aber Sie haben gleichzeitig auch noch etwas zu verlieren, denn wenn Menschen nichts zu verlieren hätten, würden sie revoltieren.“

Verweise:

 

Verwandte Artikel:

 

Netanjahu will Begnadigung für Soldat der Israelischen Armee, der wehrlosen Palästinenser per Kopfschuss tötete

http://derwaechter.net/netanjahu-will-begnadigung-fur-soldat-der-israelischen-armee-der-wehrlosen-palastinenser-per-kopfschuss-totete

 

UN-Spitzenbeamtin tritt zurück, nachdem die Organisation versehentlich die Wahrheit über Israel sagte

http://derwaechter.net/un-spitzenbeamtin-tritt-zuruck-nachdem-die-organisation-versehentlich-die-wahrheit-uber-israel-sagte

 

30 Tage Gefängnis für den israelischen Sniper, der “13 Gaza-Kinder an einem Tag tötete”, um Palästinenser zu terrorisieren

http://derwaechter.net/wip-30-tage-gefaengnis-fuer-den-israelischen-sniper-der-13-gaza-kinder-an-einem-tag-toetete-um-palaestinenser-zu-terrorisieren

 

Wasser als Waffe: Israel unterbricht Zugang der Palästiner zu ihren eigenen Wasservorräten

http://derwaechter.net/wip-wasser-als-waffe-israel-unterbricht-zugang-der-palaestiner-zu-ihren-eigenen-wasservorraeten

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UK-Parlament kritisiert Zahlung von 200 Mio. Pfund an syrische Opposition: „Geld geht an Islamisten“

in Geopolitik/Welt

Von rt.com

Im britischen Parlament hat es eine hitzige Diskussion darüber gegeben, was mit den 200 Millionen Pfund geschieht, welche jährlich an die sogenannte syrische Opposition fließen. RT sprach dazu mit der britischen Politikerin Caroline Cox.

 

Laut ihrer Einschätzung geht das Geld an gewaltbereit Islamisten, da es de facto keine moderate Opposition in Syrien gibt. Cox bereiste in den letzten Jahren mehrmals als Abgeordnete des britischen Parlaments Syrien.

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Kurdisches Bündnis nimmt Syriens größtes Erdölfeld unter eigene Kontrolle

in Geopolitik/Welt

Von rt.com

Ein kurdisch geführtes Bündnis hat eigenen Angaben zufolge das größte Ölfeld Syriens im Nordosten des Landes erobert. Wenige Tage nach der Einnahme der ehemaligen IS-Hochburg Rakka vertrieben die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) die Dschihadisten am Sonntag auch vom Al-Omar Ölfeld im Gouvernement Provinz Deir ez-Zor.

Auch Syriens Regierungstruppen rücken in der Region gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ vor. Im vergangenen Monat haben die SDF bereits das größte Gasfeld von den Terroristen befreit. Am Dienstag verkündeten sie die Befreiung Rakkas. Dem Bündnis gehören neben den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG auch arabische Kämpfer an. Die SDF werden von der Internationalen Anti-IS-Koalition unter Führung der USA unterstützt. (dpa)

 

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Fox-News-Moderator lässt die mediale „Bombe“ platzen: „Putin kontrolliert amerikanische Atombomben“

in Geopolitik

Von rt.com

Der Fox-News-Moderator und Trump-Anhänger Sean Hannity hatte für Dienstag eine große Enthüllung angekündigt. Die mediale Bombe bezog sich auf einen Bericht von The Hill, wonach die russische Industrie 2009 Einfluss auf den US-Uranmarkt erlangt habe.

 

Einen Tag vor der „Enthüllung“ twitterte der Fox-News-Moderator Sean Hannity:

Tick-tack, morgen macht es bumm.

Als es so weit war, nahm Hannity auf Fox News Bezug auf einen Bericht von The Hill mit dem Titel: „FBI deckte russische Bestechungsaffäre auf, bevor Obama-Administration kontroverse Nuklearabkommen mit Moskau absegnete“. Nutznießer der Geschäfte zwischen Moskau und Washington sollen der ehemalige Präsident Bill Clinton und dessen Frau mit ihrer Stiftung gewesen sein.

Bezug nahm Hannity auch auf das Buch von Peter Schweizer, der sich in „Clinton Cash“ mit den Praktiken zur Vermögensakkumulation vonseiten der Clintons befasst hatte. Hannity äußerte bereits in einem früheren Statement bei Fox News:

Hillary Clinton und ihr Mann verkauften Amerika an die Russen. […] Clinton gab Wladimir Putin die Kontrolle über amerikanisches Uran.

Haben sich die Clintons auf Kosten der US-amerikanischen Sicherheit bereichert?

Reaktionen in den sozialen Medien folgten sogleich und bezogen sich vornehmlich auf die Transaktionen aufseiten der Clintons:

https://twitter.com/SusanStormXO/status/920471456655577088?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59226-hannity-laesst-mediale-bombe-platzen%2F

https://twitter.com/sandywebtx/status/920468245190270981?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59226-hannity-laesst-mediale-bombe-platzen%2F

Durch das Geschäft habe Clinton ein massives „Sicherheitsrisiko für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in den USA geschaffen“. Hannity ließ es klingen, als bedrohe Russlands Präsident Wladimir Putin amerikanische Kinder.

Im Jahr 2010 segnete die Obama-Regierung einen Deal mit Moskau ab, durch welchen Russland Kontrolle über große Teile amerikanischen Urans erlangte, so The Hill. Das FBI hätte zuvor erhebliche Beweise dafür gefunden, dass russische Vertreter der Nuklearindustrie in Bestechung, Schmiergeldflüsse und Geldwäsche involviert gewesen seien. Ziel soll es gewesen sein, Wladimir Putins Geschäft mit der Nuklearenergie in den Vereinigten Staaten auszubauen.

V-Mann als Quelle des FBI

Als Quelle für das FBI habe ein V-Mann der Amerikaner gedient, der in der russischen Nuklearindustrie tätig war. Dieser habe heimlich Aufnahmen erstellt und E-Mails abgefangen, die belegt haben sollen, dass Moskau eine amerikanische Firma zum Zwecke der Uranlieferung bestochen habe. Von US-amerikanischer Seite wurde bis dato nichts gegen die Darstellung unternommen.

Der Artikel von The Hill kritisiert den Verkauf der kanadischen Bergbaufirma Uranium One an die russische Firma Rosatom, die dazu geführt hätte, dass Moskau sich 20 Prozent des US-amerikanischen Uranangebots angeeignet habe. Im Jahr 2011 erhielt die Tochtergesellschaft Rosatoms „Tenex“ unter der Obama-Regierung die Erlaubnis, kommerzielles Uran an US-Nukleranlagen in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Enrichment Corp. zu verkaufen.

Trump-Ermittlungen unter dem Motto „Haltet den Dieb“

Hannity hebt in seinem Videobericht zum Artikel heraus, dass die Obama-Regierung trotz ihres Wissens um diese Geschäfte zwischen Moskau und Washington nicht agiert habe. Obama habe Geschäfte mit Moskau vorangetrieben, die Russland geholfen und die US-amerikanische Sicherheit bedroht hätten.

Fünf Jahre lang habe die amerikanische Gesellschaft hiervon nichts gewusst. Hannity schlägt eine Brücke zu den derzeitigen Ermittlungen über angebliche Verbindungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russland, wodurch nur amerikanische Gelder verschwendet würden. Bis jetzt gab es keine Beweise für eine solche Zusammenarbeit. Nun gäbe es aber den Beweis, dass Hillary Clinton die USA in Gefahr gebracht hat. Und hierauf, so Hannity, sollten sich die Medien konzentrieren.

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Hillary Clinton: WikiLeaks ist eine Filiale des russischen Geheimdienstes – Assange kontert

in Geopolitik

Von rt.com

Schon oft hatte Hillary Cllinton für ihre Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr Russland verantwortlich gemacht. Nun erklärt sie, die Enthüllungsplattform WikiLeaks sei eine Außenstelle des russischen Geheimdienstes. Deren Gründer Julian Assange kontert.

 

In einem am Montag ausgestrahlten Interview mit dem australischen Fernsehsender ABC TV machte die gescheiterte US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton erneut Russland und WikiLeaks für ihre Niederlage verantwortlich. Dieses Mal ging sie sogar so weit, die Enthüllungsplattform als Filiale des russischen Geheimdienstes zu bezeichnen:

WikiLeaks ist jetzt leider praktisch eine hundertprozentige Tochter des russischen Geheimdienstes.

WikiLeaks Gründer Julian Assange sei ein „nihilistischer Opportunist“, der das „Geschäft eines Diktators“ betreibe – Clinton meint damit den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

WikiLeaks hatte während des laufenden Wahlkampfs E-Mails aus den Reihen der Demokraten veröffentlicht, die deren Präsidentschaftskandidatin in einem ungünstigen Licht erschienen ließen. Nach Ansicht von US-Geheimdiensten gelangten die E-Mails über russische Hacker, die in die Rechner der Parteizentrale der Demokraten („DNC-Hack“) eingedrungen waren, an die Enthüllungsplattform. Dabei handelte es sich um die Korrespondenz von Clintons Wahlkampfleiter John Podesta.

Für diese Behauptung, die Spiegel-Online am Sonntag als „Tatsache“ bezeichnete, wurden bislang keinerlei Beweise vorgelegt. Forensische Untersuchungen sowie Zeugenaussagen sprechen hingegen dafür, dass die E-Mails von einem Insider an WikiLeaks weitergegeben wurden.

„Teuflische Operation“ von Moskau und WikiLeaks

Von allen Fakten unbeirrt macht Hillary Clinton weiterhin Russland und WikiLeaks für ihr desaströses Wahlergebnis verantwortlich. Bereits innerhalb von 24 Stunden nach ihrer überraschenden Niederlage hatte sie ihr Team auf eine einheitliche Argumentationslinie eingeschworen: Schuld für das Wahldesaster tragen Moskau beziehungsweise die vom Kreml befehligten Hackerangriffe auf Rechner der Demokraten.

Besonders verdächtig findet Clinton den Zeitpunkt der von WikiLeaks veröffentlichten E-Mails: Nur Stunden zuvor wurde eine heimlich angefertigte Tonaufnahme in den Medien veröffentlicht, in der Donald Trump zu hören ist, wie er sich sexistisch über Frauen äußert („Grab them by the pussy“).

Mit der Veröffentlichung der Podesta-E-Mails habe WikiLeaks von dem skandalösen Trump-Tape ablenken wollen, so Clinton gegenüber ABC TV. Sie sprach dabei von einer „äußerst cleveren“ und „teuflischen“ Maßnahme, bei der es sich um eine „konzertierte Operation“ von Moskau und WikiLeaks gehandelt habe. Über Assange sagte die ehemalige First Lady:

Wenn er so ein Vorkämpfer der Meinungsfreiheit ist, warum veröffentlicht WikiLeaks dann nie etwas, was aus Russland kommt? Man findet keine schädlichen, negativen Informationen über den Kreml auf WikiLeaks.

„Notorische Lügnerin“ – Julian Assange kontert 

Daraufhin erinnerte der Gescholtene auf Twitter daran, dass die Enthüllungsplattform erst vor drei Wochen geleakte Dokumente veröffentlicht hat, die die mutmaßliche Kooperation des russischen Geheimdienstes FSB mit einem privaten Telekommunikationsanbieter zum Inhalt haben.

https://twitter.com/JulianAssange/status/919666829873897472?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59108-hillary-clinton-wikileaks-ist-filiale-des-russischen-geheimdiensts%2F

Zu der von ihm als „Verschwörungstheorie“ bezeichneten Behauptung Clintons, der Zeitpunkt der E-Mail-Publikation sei bewusst gewählt worden, um von Trumps Sexismus-Skandal abzulenken, sagte Assange:

Es war bereits seit Tagen überall in den Medien ein Thema, dass eine Veröffentlichung unsererseits über die bevorstehenden Wahlen ansteht. Wir wollten damit am besagten Morgen beginnen. Es war das Trump-Tape, dessen Veröffentlichung von Montag auf Freitag vorverlegt wurde.

Der gebürtige Australier verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Inhalt der inkriminierenden Trump-Aufnahme den Verantwortlichen beim Sender NBC schon lange bekannt war. Sie wählten demnach den Zeitpunkt der Veröffentlichung bewusst so, um einen möglichst großen Einfluss auf das Rennen um die Präsidentschaft nehmen zu können.

Zuvor hatte der Gründer der Enthüllungsplattform Clinton in einem Tweet als „notorische Lügnerin“ bezeichnet. Assange machte zudem darauf aufmerksam, dass im Gegensatz zu ihr sowohl der scheidende US-Präsident Barack Obama, als auch Ex-FBI-Chef James Comey sowie der ehemalige Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper öffentlich erklärten, es gebe keine direkten Verbindung zwischen Russland und WikiLeaks.

https://twitter.com/JulianAssange/status/919674648152993793?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Fnordamerika%2F59108-hillary-clinton-wikileaks-ist-filiale-des-russischen-geheimdiensts%2F

Für Spekulation sorgte eine langkettige Zahlenfolge, die Assange zeitgleich in einem Tweet veröffentliche. In ihren Kommentaren zeigten sich viele Nutzer des Kurznachrichtendienstes davon überzeugt, es handele sich dabei um einen Verschlüsselungscode. Manche sehen darin ein Indiz für eine bevorstehende Offenlegung weiterer Machenschaften von Hillary Clinton.

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Nordkoreanische Hacker entwenden US-amerikanisch-südkoreanische Pläne zur Ermordung Kim Jong-uns

in Geopolitik/Onlinewelt/Welt

Hacker aus Nordkorea haben Berichten zufolge ein großes Cache geheimer Militärdokumente von Südkorea entwendet, einschließlich detaillierter Einsatzpläne in Kriegszeiten unter Beteiligung der Vereinigten Staaten und Plänen zur Ermordung des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong-un.

Rhee Cheol-hee, ein Abgeordneter der südkoreanischen Regierungspartei, sagt, die Hacker seien im September 2016 in das Defense Integrated Data Centre in Seoul eingedrungen und hätten sich Zugang zu 235 Gigabyte an sensiblen Daten verschafft. Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat sich bisher geweigert, die Behauptung zu kommentieren.

 

Obwohl Rhee sagte, dass 80% der durchgesickerten Dokumente noch identifiziert werden müssten, bestätigte er, dass das Notfallkonzept für die südkoreanischen Einsatzkräfte, Einzelheiten über gemeinsame Militärübungen mit den USA sowie Informationen über wichtige militärische Einrichtungen und Kraftwerke gestohlen wurden.

Unter den Dateien befand sich auch der Einsatzplan 5015, der sich auf „den jüngsten Seoul-Washington-Plan zur Bewältigung eines uneingeschränkten Krieges mit Pjöngjang“ bezieht, „der Berichten zufolge detaillierte Vorgehensweisen zur ‚Enthauptung‘ der nordkoreanischen Staatsführung“ beinhaltet, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Im Mai erhob Südkorea Vorwürfe gegenüber Nordkorea, einen Cyberangriff im Schilde zu führen und eine große Menge an Daten zu stehlen. Obwohl man davon ausgeht, dass Nordkorea über speziell ausgebildete Hacker im Ausland verfügt, einschließlich in China, bestreitet das Land, es auf Internetseiten und Einrichtungen der südkoreanischen Regierung abgesehen zu haben und beschuldigt stattdessen Südkorea, die Behauptungen „zu erfinden“, um einen neuen Krieg anzuzuetteln.

 

Verweise:

 

 

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Nach angeblichem Beschuss: Israelische Kampfflugzeuge greifen Syriens Luftabwehr an

in Geopolitik/Welt

Von rt.com – Bild: Reuters

Israelische Kampfflugzeuge haben angeblich eine syrische Flugabwehrbatterie angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das israelische Militär. Laut israelischem Militär beschoss die syrische Armee einen Jet, während dieser einen „Routineflug“ über dem Libanon unternahm.

Die Flugabwehrbatterie wurde Berichten zufolge 50 Kilometer östlich von Damaskus angegriffen. Die Flugzeuge, von denen das israelische Militär sagte, sie wurden zuvor beschossen, während sie sich auf einer sogenannten Aufklärungsmission befanden, wurden nicht beschädigt.

Der Pressesprecher der israelischen Armee twitterte am Vormittag:

Heute früh wurde von Syrien aus eine Flugabwehrrakete in Richtung IDF-Flugzeug während eines Routineflugs über den Libanon abgeschossen. Keine Treffer bestätigt.

Israel wandte sich unverzüglich mit dem Vorfall an Russland und beschuldigte die Regierung in Damaskus einer „klaren Provokation“, erklärte das israelische Militär laut dem Nachrichtenportal Haaretz. Allerdings ist alleine ein „Routineflug über dem Libanon“ durch einen israelischen Kampfjet ein Bruch des Völkerrechts und der Souveränität des Libanons.

„Das syrische Regime ist für jeden Schuss von seinem Territorium aus verantwortlich. Wir sehen diesen Vorfall als klare Provokation und werden ihn nicht zulassen“, zitierte Haaretz den israelischen Armeesprecher weiter.

Haaretz berichtete, dass die syrische Luftabwehr eine Abwehrrakete vom sowjetischen Bautyp S-200 abfeuerte. Die israelische Luftwaffe reagierte mit der Zerstörung der syrischen Batterie. Isrealischen Angaben nach feuerten die Kampfjets vier Raketen ab.

Abschließend betonte das israelische Militär:

Die Beibehaltung der relativen Stabilität ist im gemeinsamen Interesse. Wir haben kein Interesse, die Situation zu destabilisieren.

 

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Götterdämmerung in Paris – Macron und der Ausverkauf Frankreichs

in Geopolitik/Welt

Von rt.com – Bild: Reuters © Francois Mori

Selten wurde ein junger Politiker so über den grünen Klee gelobt, wie der französische Präsident Emmanuel Macron. Doch das war bevor er zum Präsidenten gewählt wurde. Mittlerweile befinden sich seine Umfragewerte im freien Fall. Auf den Straßen Frankreich gärt es wieder.

von Pierre Lévy, Paris

Noch ist man von einer Revolution in Frankreich weit entfernt. Aber Emmanuel Macron schaut beunruhigt auf die immer häufigeren Zeichen sozialer Mobilisierung. Am 10. Oktober waren die Beamten zum Streik aufgerufen und gingen im ganzen Land auf die Straße. Die Polizei berichtete von insgesamt 209.000 Demonstranten, die französische Gewerkschaft CGT von 400.000.

Es ist zehn Jahre her, dass ein solches Niveau zuletzt erreicht wurde. Im Übrigen haben die neun Gewerkschaften, bei denen Beamte des öffentlichen Dienstes organisiert sind, seit zehn Jahren nicht zusammen demonstriert. Ein Zeichen. Die Unzufriedenheit währt schon lange, hat sich aber in letzter Zeit verstärkt. Der Präsident hat nicht verschwiegen, dass er in den nächsten fünf Jahren 120.000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen will.

Die Demonstranten jedoch wissen bereits jetzt von dramatischen Situationen in Krankenhäusern, Schulen und Gerichten zu berichten, in denen manchmal selbst elementare Mittel fehlen. Die Kaufkraft lässt immer mehr nach; für viele wird das unerträglich. Außerdem wurden verschiedene Maßnahmen wie die Erhöhung des CSG (allgemeiner Sozialbeitrag) angekündigt.

Auf der Gehaltsabrechnung dürfte sie sich als Verringerung des Nettoeinkommens bemerkbar machen. Es ist ebenfalls vorgesehen, Restriktionen für krankheitsbedingte Fehlzeiten aufzuerlegen. Ende Oktober könnte sich die Bewegung wieder bemerkbar machen. Sie reiht sich unter anderem in die vielen Demonstrationen gegen die „Verordnungen“ ein. Dabei handelt es sich um direkt von der Exekutive verfasste Gesetzestexte, die sich in diesem Fall auf das französische Arbeitsrecht beziehen.

Es ist wohl nicht übertrieben anzumerken, dass die in hundert Jahren Arbeiterkampf von den Arbeitnehmern errungenen Garantien auf dem besten Weg sind, einfach so zerschmettert zu werden. Es stimmt schon, dass die Bewegung bereits unter der Regierung von François Hollande und sogar davor begonnen hatte. Doch der gegenwärtige Herr im Elysée-Palast will die Arbeit zu Ende bringen. Auf dem Programm stehen: „Auflockerung“ des Kündigungsschutzes; Erleichterungen für die Arbeitgeber, wenn es darum geht, Vergütung und Arbeitszeit nach unten zu korrigieren; Verringerung der Arbeitnehmervertretungsinstanzen in den Unternehmen.

Zudem hat Emmanuel Macron bereits angekündigt, dass bald auch die soziale Absicherung (Renten, Arbeitslosengeld) und die Berufsausbildung „reformiert“ werden sollen. Der ehemalige Rothschild-Bankier greift aber nicht nur auf sozialer Front ein. Vor einer Woche hat er bereits abgesegnet, dass der Siemens-Konzern das Aushängeschild der französischen Eisenbahnbranche, Alstom, übernimmt. 2014 war er als Wirtschaftsminister bereits daran beteiligt, als Alstom-Energie an den amerikanischen Riesenkonzern General Electric verschachert wurde.

Die großen französischen Werften werden unter die Kontrolle der italienischen Unternehmensgruppe Fincantieri gelangen. Monopoly-Spielzüge in der Verteidigungsindustrie dürften noch folgen. Diese Maßnahmen haben ausnahmslos direkt mit der europäischen Integration zu tun. Sowohl beim Arbeitsrecht als auch bei den Sparmaßnahmen ist es die Kommission, die vergleichbare Gesetze in allen Mitgliedsstaaten der EU organisiert, wie noch vor Kurzem in Italien der Fall war, in Spanien und morgen in den Niederlanden, so verkündete es die am 10. Oktober neu gegründete Koalition.

Natürlich lassen sich weder Emmanuel Macron noch seine Kollegen aus den anderen Ländern lang bitten. Sie setzen sehr wohl ihre Orientierung zugunsten der europäischen Oligarchien in die Tat um. Sollten aber neue Mehrheiten oder neue Regierungschefs das Abenteuer wagen wollen, eine andere Richtung einzuschlagen, würden die europäischen Verträge und Mechanismen sie sofort daran hindern.

Dieser zwingende Rahmen ist kein Mangel der Europäischen Union, sondern deren Daseinsberechtigung: Jedem Volk die Freiheit entziehen, eine andere Orientierung haben zu wollen als die der „Schicksalsgemeinschaft“. Seit ihrer Gründung im Jahre 1958 war der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Arbeit und Kapital ein erklärter und existenzieller Grundstein der EWG.

Es wäre müßig, an eine Veränderung der EU von innen heraus zu glauben. Da könnte man auch davon träumen, die Mafia in eine humanitäre Organisation zu verwandeln, indem man einfach Paten an deren Spitze setzt, denen das soziale Wohlergeben etwas mehr am Herzen liegt. Die französischen Demonstranten gehen also auch – zwar nicht alle, aber schon viele bewusst – gegen die Logik der europäischen Integration auf die Straße. Das wird dem französischen Präsidenten kaum gefallen, nachdem er versucht hatte, sich den Anschein eines Jupiters zu geben, um in Athen die „europäische Ambition“ zu preisen.

Könnte sein, dass er schnell von seiner Wolke herunterklettern muss.

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