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Geopolitik - page 2

Starjournalist Seymour Hersh: „Das Weiße Haus hat über den Tod von Osama Bin Laden gelogen“

in Geopolitik/Welt

Von rt.com
 
Seymour Hersh, einer der bekanntesten investigativen Journalisten der USA, hat in einer neuen umfassenden Recherche nachgewiesen, dass das Weiße Haus über den Tod des Al-Kaida Anführers Osama Bin Laden massiv die Öffentlichkeit belogen hat. Hersh hatte zuvor sowohl das US-Massaker von My Lai im Vietnamkrieg als auch den Folter-Skandal der US-Armee im irakischen Abu-Ghuraib-Gefängnis aufgedeckt.

Die Eliminierung des Al-Kaida-Chefs durch US-amerikanische Navy Seals galt als einer der größten außenpolitischen Erfolge von US-Präsident Barack Obama. Doch diese Erfolgsgeschichte ist nach den neuesten investigativen Veröffentlichungen im London Review of Books des Publitzer-Preisträgers Hersh so nicht mehr zu halten. Der US Präsident hat die Öffentlichkeit angelogen.

Laut den Recherchen von Hersh, bei denen er sich auf hochrangige Quellen im US-Geheimdienst, aus dem Beraterumfeld von US-Spezialeinheiten sowie eine Quelle des pakistanischen Geheimdienstes beruft, ist die de facto Version der Todesumstände von Bin Laden eine ganz andere, als die offiziell präsentierte.

Die offizielle Version der USA, die so auch in dem bekannten Hollywoodfilm „Zero Dark Thirty“ umgesetzt wurde, lautete bisher, der Al-Kaida Führer sei mittels der Aufspürung und Überwachung seines lokalen Kuriers des Vertrauens lokalisiert und im Verlauf eines Feuergefechtes durch US-Spezialeinheiten getötet worden. Dies, so das US-Narrativ weiter,  sei alles ohne Wissen und Zutun des pakistanischen Geheimdienstes geschehen.

Tatsächlich war Osama jedoch, wie Hersh darlegt, bereits seit 2006 Gefangener des pakistanischen Geheimdienstes ISI. Dieser nutzte ihn als Druckmittel bei Verhandlungen mit den Taliban und Al-Kaida.

Ein ehemaliger pakistanischer Geheimdienstoffizier soll diese Information, in Hoffnung auf die ausgesetzte Belohnung in Höhe von 25 Millionen US-Dollar, an die USA verkauft haben.

Auch die Erklärung des Weißen Hauses, Bin Laden sei in einem Feuergefecht gestorben, ist laut Hersh aus dem einfachen Grund erlogen, dass es gar kein Gefecht gegeben habe, da sich die Wachmänner des pakistanischen Geheimdienstes vor dem Zugriff der US-Navy Seals von ihren Posten und dem Grundstück zurückgezogen hatten. Hersh weißt in diesem Zusammenhang auch daraufhin, dass die US-Spezialkräfte deswegen auch die Möglichkeit gehabt hätten, Bin Laden lebendig zu fassen.

Doch damit nicht genug. Auch die Darstellung von US-Präsident Obama, die Leiche sei nach islamischen Regeln auf einem US-Flugzeugträger auf See bestattet und versenkt worden, stimmt laut Hersh so nicht. Er zitiert in seinem Artikel eine Quelle aus dem Umfeld der Navy Seals:

„Die sterblichen Überreste, darunter auch der Kopf, wurden in einem Leichensack verstaut und während des Hubschrauberflugs zurück nach Dschalalabad über dem Hindukusch abgeworfen – jedenfalls haben die Seals das behauptet.“

Das Weiße Haus hat bisher zu den Vorwürfen keine Stellung genommen.

Wenn Hershs Recherchen zutreffen, was betrachtet die US-Führungsspitze dann wirklich auf dem Bildschirm? Quelle: White House

Bis heute konnte zudem noch nicht geklärt werden, inwieweit Bin Laden wirklich für die Anschläge von 9/11 verantwortlich war. Vergessen bei allen von Bin Laden ausgestrahlten Propagandabotschaften wurde seine unmittelbare Reaktion nach den Anschlägen: Er dementierte damals die Verantwortlichkeit von Al-Kaida.

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„Das moderate Gesicht von Al-Kaida in Syrien“: US-Magazin Foreign Affairs wäscht Terrorbande rein

in Geopolitik

Von rt.com – Bild: Kämpfer der Al-Nusra Front Members versammeln sich in der Stadt Ariha vor einer Offensive gegen die SAA, 28. Mai 2015

Sowohl in Syrien als auch im Irak sind die Tage der Terror-Organisation IS gezählt. CIA und Pentagon träumen trotzdem noch von Regimewechsel in Syrien. Die Medien schwören die US-Öffentlichkeit deshalb auf einen Kuschelkurs mit der dortigen Al-Kaida ein.

von Rainer Rupp

Die Anstrengungen Washingtons, die islamistische Terror-Organisation Al-Kaida in Syrien – besser bekannt unter ihrem Aliasnamen Al-Nusra – zu verharmlosen, sind nicht neu. Damit soll die direkte und offene Militärunterstützung der dschihadistischen Kopfabschneider durch die US-Streitkräfte politisch ermöglicht und gegenüber der eigenen Öffentlichkeit der Eindruck erweckt werden, so etwas wäre zu rechtfertigen.

Ein vorläufiger Höhepunkt des medialen Weißwaschprograms samt Weichspüler für Al-Nusra ist ein Artikel in der international renommierten US-Zeitschrift für Politik, Foreign Affairs; mit dem Titel: „Das moderate Gesicht von Al-Kaida“.

Der Verfasser, Colin P. Clarke, arbeitet als vermeintlicher Terrorismusexperte in der RAND-Denkfabrik, die der US Air Force gehört. Daher ist davon auszugehen, dass Colin nicht naiv handelt, wenn er schreibt, dass es Al-Kaida in Syrien gelungen ist, „sich als moderate Alternative zu extremeren, in Syrien operierenden Gruppen zu positionieren“. Nicht zuletzt hätten dabei ihre wiederholten Namensänderungen seit Juli 2016 geholfen, von ursprünglich Jabhat al-Nusra (Al-Nusra Front) zu Jabhat Fateh al-Sham („Front für die Eroberung der Levante“) bis aktuell Hayat Tahrir al-Sham („Versammlung für die Befreiung der Levante“). Der Begriff Levante umfasst die beiden Länder Syrien und Libanon.

In seinem Artikel für Foreign Affairs benutzt der Verfasser Colin geschickt einen alten psychologischen Trick, um Menschen, die an der Richtigkeit einer Darstellung zweifeln, schnell zu überzeugen. So zeigt sich auch Colin zuerst als scharfer Gegner des Syrienablegers von Al-Kaida, was er in früheren Artikeln zum Thema bewiesen habe. Aber dann – mit einigem Händeringen – lenkt er ein und beginnt ein freundlicheres Bild von den Kopfabschneidern zu zeichnen. Al-Kaida in Syrien habe sich „nicht nur als die weniger extreme Alternative zum IS herausgestellt“, sondern auch „ein Talent für Pragmatismus gezeigt“.

Zwischen dem Kopfabschneiden auch mal einen Wasserhahn reparieren

Dieser Pragmatismus äußere sich z. B. darin, dass es Al-Kaida in Syrien inzwischen gelungen sei, ihr Marken-Image durch die Bereitstellung lokaler Dienstleistungen in den von ihr besetzten Gebieten zu verbessern, von der Versorgung mit Wasser und Strom über das Betreiben lokaler Bäckereien bis hin zur Kontrolle der Marktpreise für Grundnahrungsmittel. Zugleich habe Al-Kaida bzw. Al-Nusra immer wieder ihre Bereitschaft gezeigt, „mit anderen (Terror-)Gruppen zusammenzuarbeiten“. So setzte Al-Nusra z. B. in den von ihr eroberten und regierten Gebieten in der Regel lokal ansässige Terroristen in die zivilen Führungspositionen der Kommunen. Für sich selbst begnüge sich die Gruppe „mit der Kontrolle weniger, aber wichtiger Schlüsselpositionen“ in den lokalen oder regionalen Hierarchien, so der Autor Colin.

Dann aber kommt der RAND-Terrorismus-Experte Colin zu den Punkten, die – auch wenn er das nicht explizit sagt – eine militärische und politische Zusammenarbeit der USA mit Al-Kaida in Syrien so besonders attraktiv erscheinen lassen, vor allem angesichts der Verfolgung des gemeinsamen Ziels, nämlich des Regimewechsels in Damaskus.

Al-Kaida in Syrien hat sich in einer sorgfältig kalkulierten Entscheidung von ihrer Mutterorganisation distanziert. Die Gruppe hat sogar öffentlich erklärt, dass sie den Westen nicht angreifen wird, um nicht ins Visier der amerikanischen Terrorismusbekämpfung zu kommen. Ihre begrenzten Ressourcen will die Gruppe auf den Sturz des Assad-Regimes konzentrieren“, was angeblich „die oberste Priorität der syrischen Sunniten“ sei, heißt es in dem Colin-Artikel.

Gleiche religiöse und weltliche Ziele wie „lokale Rebellengruppen“

Außerdem seien die Al-Kaida-Kämpfer lokal bestens integriert, denn sie beklagten „die gleichen Missstände wie die lokalen Rebellengruppen“ und sie würden sich für „die gleichen religiösen und weltlichen Ziele einsetzen“. Damit sei es Al-Kaida in Syrien gelungen, sich als eine legitime, fähige und unabhängige Kraft im laufenden syrischen Bürgerkrieg darzustellen. Zugleich sei der – hauptsächlich aus ausländischen Dschihadisten bestehenden – Al-Kaida in Syrien daran gelegen, zu beweisen, dass sie „den Syrern bei ihrem Kampf helfen will“. Und dann kommt Autor Colin zum Kern seines Anliegens, wenn er schreibt, dass das Al-Kaida-Bekenntnis, den lokalen Syrern beim Sturz Assads helfen zu wollen, „den Weg für ausländische Militärhilfe für ihre einstweiligen (lokalen) Verbündeten ebnen soll“.

Colin zeichnet Al-Nusra also in einem weicheren, gefälligeren Licht. Zugleich hebt er deren vermeintlichen Pragmatismus hervor, ihre Bereitschaft zu Kooperation und ihre Fähigkeit, politisch zu führen. „Die Vorliebe von Al-Kaida für Zusammenarbeit“ habe sich sogar „über die aktiven Konfliktzonen hinaus ausgedehnt“, so Colin. Außerdem sei jetzt, nach dem Niedergang von ISIS, Al-Nusra die einzige militärisch ernst zu nehmende Gruppe in Syrien. Dann präsentiert Colin die Blaupause, wie über westliche Waffenlieferungen an so genannte gemäßigte Rebellen in Idlib die dort gut integrierte Al-Nusra quasi direkt unterstützt werden kann. Eventuelle Kritiker einer solchen Politik könnten mit dem Verweis auf das neue, „moderate Gesicht von Al-Kaida in Syrien“ abgewiesen werden.

Zu guter Letzt argumentiert Colin, dass Al-Kaida/Al-Nusra das Zeug dafür habe, in Syrien in Zukunft eine ähnlich bedeutende politische und militärische Rolle zu spielen wie derzeit Hisbollah im Libanon. Mit anderen Worten: Der RAND-Experte Colin legt den Strategen in Washington nahe, schleunigst ihr politisches und militärisches Gewicht hinter die moderaten Kopfabschneider von Al-Kaida in Syrien zu werfen, wenn Washington den Stellvertreter-Krieg in Syrien am Leben halten will.

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Russland verdreifacht Goldreserven als Vorbereitung für uneingeschränkten Wirtschaftskrieg mit den USA

in Geopolitik/Wirtschaft

Die Zentralbank der Russischen Föderation hat das Tempo ihrer Goldankäufe mehr als verdoppelt und ihre Goldreserven verdreifacht – von ungefähr 600 Tonnen auf 1.800 Tonnen – indem sie laut des World Gold Council ihre internationalen Goldreserven auf den höchsten Stand bringt, seit Putin vor 17 Jahren zum Präsidenten wurde.

Der Anstoß für die massive Erhöhung an russischen Goldreserven, ist ihre Bestrebung, sich der Vorherrschaft des US-Dollars und dollarbasierter Bezahlsysteme zu entziehen. Gegenwärtig sind laut James Rickards, dem Autor von Währungskrieg, über 60 Prozent der globalen Reserven und 80 Prozent der globalen Zahlungen in Dollar ausgewiesen.

Außerdem sind die USA das einzige Land, das beim Internationalen Währungsfonds, der als globaler Kreditgeber letzter Instanz bekannt ist, über ein Vetorecht verfügt. Daher ist Gold eine der ausschlaggebendsten Waffen, die Russland bei seinem Krieg zur Befreiung aus der Hegemonie des Petrodollars in der Hand hat.

Der Grund, warum Gold von so entscheidender Bedeutung ist, liegt darin, dass es nicht von US-basierter ökonomischer Kriegsführung manipuliert werden kann, da es nicht wie andere Formen Digital- und Papier-Giralgeldes eingefroren werden kann.

Gold kann einfach auf Paletten geladen und in ein anderes Land geliefert werden, um eine Bezahlung vorzunehmen, und dadurch anvisierte ökonomische Sanktionen umgehen, die oft von den Vereinigten Staaten als Mittel benutzt werden, bei dem Versuch, eine geopolitische Übereinstimmung von Seiten Russlands oder anderer Länder zu erzwingen. Die strategische Bedeutung von Gold ist so groß, dass selbst als die Ölpreise und russischen Finanzreserven 2015 zusammenbrachen, Russland weiterhin Gold erwarb.

Tatsächlich beliefen sich der russische Anteil des gesamten von Zentralbanken angekauften Goldes während des zweiten Quartals 2017 auf 38 Prozent. Die massive Zunahme an russischen Goldreserven hat stattgefunden, während Russland gleichzeitig mehr als zwei Jahre lang davon Abstand genommen hat, ausländische Währungen anzukaufen.

Selbst als die weltweite Nachfrage nach Gold im zweiten Quartal auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren fiel, behauptete Russland seine starke Position aufgrunddessen, dass Gold eine der geopolitisch sichersten Investitionen der Welt ist. In einer Zeit verstärkter ökonomischer Kriegsführung, im Zuge dessen der Petrodollar von den USA als Waffe eingesetzt wird, ist Gold ein Mittel, um US-Sanktionen zu umgehen.

„Gold ist ein Vermögenswert, der unabhängig von irgendeiner Regierung ist und angesichts dessen, was üblicherweise an Reserven gehalten wird, faktisch jeder westlicher Regierung“, sagte Matthew Turner, Analyst für Metalle bei der Macquarie Group in London. „Dies könnte Anreize schaffen, angesichts dessen, dass Russland mit finanziellen Sanktionen konfrontiert ist.“

Zusätzlich dazu, der größte internationale Ankäufer von Gold zu sein, ist Russland auch einer der drei größten Goldproduzenten der Welt, indem die russische Zentralbank unter Zuhilfenahme kommerzieller Banken Gold von inländischen Minen ankauft, anstatt auf dem freien Markt.

Russlands beschleunigtes Tempo bei Ankäufen von Goldbarren begann 2007, indem sich die russischen Lagerbestände an Gold nun gegen Ende Juni auf 1.556 Tonnen vervierfacht haben. Hinsichtlich der gesamten Reserven kommt Russland nun direkt hinter China und verfügt mit einer Gesamtsumme an Reserven von ungefähr 367 Milliarden Euro über mehr Goldreserven als Indien, Mexiko und die Türkei zusammengenommen.

Zusätzlich verfolgt Russland gleichzeitig andere strategische Dollar-Alternativen außer Gold. So haben Russland und China für regionale Handelspartner ein Zahlungssystem ohne Dollars aufgebaut.

Eine der bedrohlichsten Anwendungen des US-amerikanischen Finanzeinflusses, war sein Einsatz des SWIFT-Bezahlsystems, das als Dreh- und Angelpunkt des globalen Geldtransfers fungiert, indem die USA damit drohen, andere Nationen vom System auszuschließen, wenn diese sich weigern, sich den Diktaten der US-Vorherrschaft zu unterwerfen.

Russland ist sich seiner Anfälligkeit gegenüber der US-Dominanz deutlich bewusst und hat eifrig darauf hingearbeitet, diese Anfälligkeit zu reduzieren. Daher hat Russland im Gegenzug eine Alternative zu SWIFT erschaffen.

„Es gab die Bedrohung, von SWIFT ausgeschlossen zu werden. Wir haben unser Transaktionssystem aktualisiert, und wenn irgendetwas passiert, werden alle Operation im SWIFT-Format weiterhin funktionieren. Wir erschufen ein analoges System“, berichtete die Vorsitzende der russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, gegenüber Wladimir Putin.

Russland ist Berichten zufolge auch Teil eines chinesischen Plans, eine neue internationale Währungsordnung zu installieren, die US-Dollars ausschließt. Laut diesem Plan, kann China russisches Öl mit Yuan kaufen und Russland kann dann diese Yuan an der Schanghaier Börse gegen Gold eintauschen.

Verweise:

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China führt goldgestützten „Petroyuan“ ein, um den US-Petrodollar zu vernichten

in Geopolitik/Wirtschaft

Finanzanalysten weisen zunehmend darauf hin, dass China einige große Pläne in Bezug auf Ölmärkte hegt, und dass wenn diese Pläne von Erfolg gekrönt sind, die USA Gefahr laufen könnten, dass der Dollar als globale Leitwährung in Gefahr ist. Dazu CNBC am Dienstag:

China strebt danach, eine weitreichendere Maßnahme gegen die globale Dominanz des Dollars einzuleiten, und es könnte bereits Anfang dieses Jahres soweit sein.

Die neue Strategie besteht darin, die Hilfe des Energiemarktes in Anspruch zu nehmen: Peking könnte in den kommenden Monaten eine neue Möglichkeit einführen, um den Ölpreis festzusetzen – aber im Unterschied zu den Verträgen, die auf dem US-Dollar basierten, der momentan die globalen Märkte dominiert, würde dieser Richtwert Chinas eigene Währung nutzen.

Während Analysten darin übereinstimmen, dass China einen schweren Stand bei der Entmachtung des Petrodollars hat – der momentan dazu herangezogen wird, um den Preis von zwei Dritteln des weltweit vermarkteten Öls festzusetzen – würde eine ausgedehnte Übernahme des „Petroyuan“, wie CNBC schrieb „einen Schritt in Richtung einer Herausforderung des Dollarstatus als weltweit stärkste Währung darstellen“.

Chinas Plan ist es, durch künftige Rohölverträge – Übereinkünfte, eine spezielle Handelsware zu einem speziellen Preis und Datum zu verkaufen – Öl an den Yuan zu koppeln. Das Land erklärt, dass sein Petroyuan – von dem manche sagen, dass er vor Ende des Jahres aus der Taufe gehoben werden würde – an den Börsen von Schanghai und Hongkong vollständig in Gold eintauschbar sein werde.

Die Einführung des Petroyuan wird es den Ländern erlauben, sowohl ihre Abhängigkeit vom Dollar zu beschränken –  als auch US-Sanktionen zu umgehen – um Öl durch alternative Mittel zu kaufen und zu verkaufen. Dies ist von großer Bedeutung, wie Gal Luft, Co-Direktor des Institute for the Analysis of Global Security, sagt.

„Es ist nicht alleine ausschlaggebend – zumindest noch nicht“, sagte Luft zu CNBC. „Aber es ist ein weiterer Indikator für den extrem langsamen, und ich betone den Ausdruck ‚extrem langsamen‘ Niedergang des Dollars.“

Es gibt viele Herausforderungen für den Erfolg des Petroyuan, einschließlich der Tatsache, dass die Märkte jahrzehntelang in Dollar gehandelt haben. Eine weitere, sagt John Driscoll, Direktor von JTD Energy Services in Singapur, ist die chinesische Regierung selbst.

„Meine größten Vorbehalte gelten der Rolle der chinesischen Zentralregierung, potenziellen staatlichen Interventionen und Günstlingswirtschaft gegenüber chinesischen Unternehmen“, sagte Driscoll zu CNBC. „China mag zwar der weltweit am schnellsten wachsende und überragende Energieverbraucher sein, aber seine Zentralregierung spielt auf dem Energiesektor eine dominante Rolle.“

Aber als weltgrößter Importeur von Rohöl, sei China in einer Position, um Forderungen stellen zu können, wie manche Analysten erklären. Dies ist auch genau das, was es gegenüber Saudi-Arabien tun wird, prophezeit Carl Weinberg, Chef-Ökonom und geschäftsführender Direktor bei High Frequency Economics. Er sagt auch, dass dies einen Dominoeffekt auf die globalen Märkte ausüben werde.

„Ich glaube, dass die Festsetzung des Ölpreises in Yuan kommen wird, und sobald die Saudis den Schritt gehen, ihn zu akzeptieren – wozu die Chinesen sie drängen werden – dann wird der Rest des Ölmarktes sich ihnen anschließen“, sagte er Anfang Oktober zu CNBC.

Adam Levinson, ein Hedgefonds-Manager bei Graticule Asset Management Asia, scheint dem beizupflichten. Er sagte am Dienstag zu Bloomberg, dass der Start des Petroyuan ein „Weckruf“ für sämtliche Investoren sein werde, die bisher nicht auf Chinas Pläne geachtet haben.

Verweise:

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Aufgedeckt: Millionen Euro an europäischer Sozialhilfe flossen an IS-Terroristen in Syrien [Video]

in Geopolitik/Welt

Von rt.com – Bild: Ein IS-Kämpfer filmt andere IS-
Mitglieder während einer Parade in Rakka, Syrien, 30. Juni 2014 – Quelle: Reuters

 
Das Wohlfahrstssystem ist außer Kontrolle“: EU-Bürger, die dem IS beigetreten sind, haben Sozialhilfe aus ihrer europäischen Heimat von Syrien aus bezogen. Die Auszahlungen an europäische IS-Kämpfer sollen sich auf mehrere Millionen Euro belaufen.

An der Spitze der zahlenden Länder  steht Frankreich. Mittels eines ausgeklügelten Systems wurden Staaten getäuscht und die Gelder ins Ausland verschoben. Der französische Abgeordnete Thierry Mariani sagt, die Regierung sei bereits vor 2 Jahren über die Vorkommnisse informiert worden. Bei getöteten Dschihadisten wurden Dokumente gefunden, die dies belegen.

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Iran bietet Russland Hilfe bei Abstoßung des Dollars an: „Um die Amerikaner zu isolieren“

in Geopolitik

Von rt.com

Die beste Weise, den US-Sanktionen gegen den Iran und Russland zu begegnen, sind nach Ansicht des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei, gemeinsame Bemühungen, die amerikanische Währung im bilateralen Handel zu verdrängen.

 

Indem wir die negative Propaganda der Feinde ignorieren, die versuchen, die Beziehungen zwischen den Ländern zu schwächen, können wir die US-Sanktionen zunichte machen, indem wir Methoden wie die Abschaffung des Dollars anwenden und ihn durch nationale Währungen bei Transaktionen zwischen zwei oder mehr Parteien ersetzen; so isolieren wir die Amerikaner“, sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Teheran.

Die Wirtschaftsbeziehungen haben laut Khamenei ein enormes Verbesserungspotenzial. „Im Transportsektor können wir die Zusammenarbeit ausbauen, indem wir die Hauptachse vom Hafen von Tschahbahar zum Hafen von Sankt Petersburg nutzen – aber auch in anderen Wirtschaftsbereichen“, sagte er.

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US Air Force: Keine böse Absicht – Wir sammeln biologische Proben von Russen für normale Forschung

in Geopolitik/Welt

Von rt.com

Dass die Anforderung für Proben genetischen Materials gerade auf die russische Bevölkerung fiel, sei keine böse Absicht, erklärte der Sprecher des US Air Education and Training Command (AETC). Doch Strategiepapiere von US-Denkfabriken weisen in eine andere Richtung.

Bereits im Juli hatte eine Ausschreibung des AETC Stirnrunzeln und Verwunderung verursacht. In dieser ging es um den Ankauf bzw. die Beschaffung von Ribonukleinsäure- (RNA) und Synovialflüssigkeitsproben mit speziellem Augenmerk auf Russen. Darin hieß es, alle Proben – 12 im Bereich der RNA und 27 in jenem der Synovialflüssigkeit – „sollen in Russland gesammelt werden und müssen kaukasisch sein“. Die US-Luftwaffe stellte zudem klar, dass sie Gewebeproben aus der Ukraine nicht berücksichtigen würde, erläuterte die Gründe dafür aber nicht.

Laut AETC-Sprecher Captain Beau Downey führt das molekularbiologische Forschungszentrum der 59. medizinischen Gruppe derzeit „Studien am Bewegungsapparat durch, um verschiedene Biomarker im Zusammenhang mit Traumata zu identifizieren“.

Erste Serie von Proben stammt bereits aus Russland

Downey erklärte diesbezüglich gegenüber RIA Nowosti, dass die Studie zwei Probensätze erforderte, also Krankheits- und Kontrollproben von RNA und Synovialmembran. Den ersten Satz habe bereits ein „in den USA ansässiges Unternehmen“ gestellt.

Die Anfrage [durch das Forschungszentrum] hat nicht spezifiziert, woher die Proben stammen sollten, aber für die Fortsetzung der Studie waren ähnliche Proben erforderlich. Da der Lieferant ursprünglich Proben aus Russland zur Verfügung gestellt hatte, die für die Forschungsarbeit an der anfänglichen Gruppe von Krankheiten geeignet waren, sollte die Kontrollgruppe der ergänzenden Proben auch russischen Ursprungs sein“, sagte er. „Das Ziel ist die Integrität der Studie, nicht die Herkunft [der Proben].“

Aber was war genau Inhalt des Vertrages?

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Montag, im ganzen Land werde russisches Genmaterial gesammelt.

Wissen Sie, dass biologisches Material im ganzen Land gesammelt wird, von verschiedenen ethnischen Gruppen und Menschen, die in verschiedenen geografischen Regionen der Russischen Föderation leben? Die Frage ist: Warum wird es gemacht? Es wird zielgerichtet und professionell gemacht. Wir sind offenbar eine Art, die großes Interesse hervorruft“, erklärte Putin gegenüber dem Menschenrechtsrat Russlands, ohne genau zu spezifizieren, wer hinter den Aktivitäten im Zusammenhang mit den biologischen Proben steckt. „Lasst sie tun, was sie wollen, und wir müssen tun, was wir tun müssen“, ergänzte er.

Die Tatsache, dass speziell und explizit russische Gewebeproben auf der Anforderungsliste stehen, ließ die Frage aufkommen, ob das Pentagon denn am Ende an einer biologischen Waffe arbeite, die es ermögliche, gezielt Russen ins Visier zu nehmen.

Ich sage nicht, dass es darum geht, einen biologischen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Aber an diesen Szenarien wird zweifellos gearbeitet. Das heißt, für den Fall, dass dies nötig werden sollte“, schrieb Franz Klinzewitsch, der erste stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Verteidigung und Sicherheit des Föderationsrates, auf Facebook.

Es sei auch kein Geheimnis, dass verschiedene Ethnien unterschiedlich auf biologische Waffen reagieren. Daher die Sammlung des biologischen Materials von Russen, die an verschiedenen geografischen Orten leben: „Im Westen wird alles äußerst gewissenhaft und bis ins kleinste Detail geprüft.“

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte am Dienstag, dass die russischen Geheimdienste im Besitz von Informationen sind, die darauf hindeuten, dass NGOs genetisches Material aus der Bevölkerung sammeln.

Einige Abgesandte führen tatsächlich solche Aktivitäten durch, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und andere Organisationen. Solche Fälle wurden registriert, und Sicherheitsdienste sowie der Präsident sind natürlich darüber informiert“, sagte er.

Denkfabriken sprechen Optionen für biologische Waffen an

Die derzeitigen Bemühungen stellen nicht den ersten Versuch ausländischer Stellen dar, Proben russischen genetischen Materials in Russland zu sammeln, sagte Igor Nikulin, ein ehemaliges Mitglied der Biologischen Waffenkommission der Vereinten Nationen, gegenüber RT.

Solche Versuche wurden bereits in den 1990er Jahren unternommen, als es ein Menschliches-Genom-Projekt gab, dann gab es auch in den 2000er Jahren verschiedene Programme […] unter verschiedenen Vorwänden, einschließlich der nobelsten, aber aus irgendeinem Grund geschieht all dies unter Federführung des US-Militärdepartements, und das weckt Verdacht“, sagte Nikulin.

Er bemerkte, dass in der Regel „Proben von Europäern der slawischen Völkerfamilie, vor allem Russen“ begehrt sind. „Blutproben werden zur Analyse entnommen, und wenn eine Organisation im Ausland ist, bleibt immer unbekannt, was sie mit den Ergebnissen macht“, sagte er.

 

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Putins Rache: Petro-Yuan beendet die Ära des Petrodollars

in Geopolitik/Wirtschaft

Von rt.com

Der Schlüssel zum kommenden Petro-Yuan liegt in Moskau. Und sollte es der chinesischen Währung schließlich tatsächlich gelingen, die Funktion des langjährigen Petrodollars an sich zu reißen, wird Washington selbst daran schuld sein.

Die Nachricht, dass China plant, bis Ende dieses Jahres einen auf Yuan lautenden Ölterminkontrakt auf den Markt zu bringen, überrascht viele Analysten. Russland-Experten sind jedoch nicht im Geringsten darüber verwundert. Vielmehr hatte sich dieser Schritt ankündigt, seit Moskau nach der Ukraine-Krise im Jahr 2014 seinen zuvor über ein Vierteljahrhundert andauernden Versuch aufgegeben hat, sich in den Westen zu integrieren. Eine Katastrophe, die, wie der Kreml den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union vorwirft, als Teil dessen entstanden ist, was er als Versuch betrachtet, den russischen Einfluss in dessen „nahem Ausland“ zu verringern.

Pekings ambitionierter Plan zielt darauf ab, den Handel mit dem „schwarzen Gold“ vom bislang auf dem Weltmarkt unangefochtenen Petrodollar auf den nun auf die Tagesordnung gelangten Petro-Yuan zu verlagern. Davon profitiert China, indem es seine Währung international attraktiver macht und für mehr Energiesicherheit sorgt. Die größten Gewinner werden aber wohl in Moskau sein. Denn jede Verschlechterung des Dollar-Status im globalen Maßstab schmälert Washingtons Fähigkeit erheblich, über Sanktionen einen Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen.

Arabische Ölländer als entscheidender Faktor für die Zeitenwende hin zum Yuan

Als größter Erdölproduzent der Welt ist Russland für das Projekt in Peking von entscheidender Bedeutung. Und andersherum ist China als größter Rohölimporteur der Welt und – gemessen an der Kaufkraftparität – das Land mit der größten Wirtschaft das einzige Land, das genug Gewicht hat, um die amerikanische Finanzhegemonie herauszufordern.

Natürlich können Wladimir Putin und Xi Jinping ihre Ziele nicht allein erreichen. Denn wenn der Petro-Yuan Erfolg haben soll, müssen andere führende Ölförderländer ebenfalls mit an Bord kommen. Und während Iran, Indonesien und Venezuela ihr Interesse an dem Projekt bereits bekundet haben, liegt der Schlüssel zum weiteren Durchbruch jetzt darin, auch die arabischen Staaten zum Handel in Yuan zu bewegen. Und das bedeutet im Wesentlichen, dass die Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien dafür maßgeblich ist.

Schließlich wurde der Petrodollar 1974 in Dschidda geboren, als der damalige US-Finanzminister William Simon die Saudis davon überzeugte, dass Amerika der sicherste Ort sei, um ihre Öleinnahmen zu parken. Und dieser Cashflow hat es den USA jahrzehntelang erlaubt, über ihre Verhältnisse zu leben. In den letzten Jahren haben sich jedoch die Beziehungen verschlechtert, da Washington seine eigene Frackingindustrie unterstützt, die die Erdölpreise in den Keller treibt und den Saudis schwere fiskalische Schmerzen bereitet hat. Der Hauptgrund für die sich zeitgleich entwickelnde Entspannung zwischen Riad und Russland ist demgegenüber ein gegenseitiges Bestreben gewesen, einen weiteren Rückgang der Energieerträge zu verhindern. Als Ergebnis dessen besuchte König Salman Anfang dieses Monats Moskau, wo sicherlich auch der Yuan-Plan auf der Tagesordnung stand.

„China wird Saudis ins Boot holen“

Informierte Analytiker beharren darauf, dass die Saudis an Bord kommen müssen: „Ich glaube, dass die Yuan-Verpreisung des Öls kommt und sobald die Saudis diese akzeptieren – und die Chinesen werden sie zwingen, das zu tun – dann wird sich der Rest des Ölmarktes mit ihnen bewegen“, erklärt Carl Weinberg, Chefvolkswirt und Geschäftsführer bei High-Frequency Economics, gegenüber CNBC.

Die Wurzeln des Petro-Yuan liegen in einer Reihe von „Farbrevolutionen“ auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR, die Moskau davon überzeugt haben, dass der Westen die Russische Föderation nie als gleichberechtigten Partner behandeln würde.

Den Höhepunkt dieser Entwicklung bildete eine Rede im März 2014 im majestätischen Großen Kremlpalast, in der Wladimir Putin vor über 1.000 russischen Würdenträgern sprach. Und das war keine gewöhnliche Grundsatzrede. Denn die Spannungen zwischen Russland und dem Westen waren auf einem Niveau, das seit dem Kalten Krieg nicht mehr zu beobachten war.

Nur wenige Wochen zuvor war die ukrainische Regierung gewaltsam abgesetzt worden, und Moskau hatte inmitten des Chaos hastig seine „verlorene Provinz“ auf der Krim resorbiert – eine strategisch wichtige Halbinsel, die 1954 in einem umstrittenen Schritt an Kiew übergeben worden war, als die beiden einen Unionsstaat gründeten. Gleichzeitig tobten in den ostukrainischen Städten Donezk und Lugansk bereits pro-russische Proteste.

Damals sagte ein ernster Putin den denkwürdigen Satz: „Wenn man die Feder bis an ihr Limit zusammendrückt, wird sie hart zurückschnappen. Daran muss man immer denken.“

Seitdem die Vereinigten Staaten erstmals gegen Russland Sanktionen verhängt haben, zunächst im Jahr 2012, angeblich wegen des Todes eines Anwalts namens Sergei Magnitski, und die Europäische Union im Jahr 2014 als Reaktion auf die Krise in der Ukraine nachzog, hat Moskau nach Wegen gesucht, um diese Zwangsmaßnahmen zurückzudrängen.

Putins Erbe: Das Ende der Dollardominanz

Die Gegenmaßnahmen gegen die EU waren relativ unkompliziert: ein Verbot der Einfuhr von Nahrungsmitteln, was den positiven Nebeneffekt hatte, dass die einheimische russische Agrarindustrie, nachdem sie anfänglich zur Inflation beigetragen hatte, einen deutlichen Zuwachs an eigener Kraft erfuhr. Aufgrund der weitaus geringeren Handelsabhängigkeit ist es jedoch schwieriger, Washington mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Und das ist bis jetzt so geblieben.

Es besteht kein Zweifel daran, dass Moskau darauf hofft, eine US-Wirtschaftskrise inszenieren zu können, um seinen ewigen Feind dauerhaft zu schwächen. Tatsächlich verhält es sich so, wie auch CNBC feststellt: „Russland und China haben versucht, in einem Nicht-Dollar-Umfeld zu arbeiten, was den Handel mit Öl betrifft. Beide Länder haben auch ihre Anstrengungen erhöht, Gold abzubauen und physisches Gold zu erwerben, wenn oder falls der Dollar kollabiert.“

Wenn die Saudis nicht mitspielen, riskieren sie, weitere Marktanteile zu verlieren – insbesondere nach der Inbetriebnahme neuer Gas- und Ölpipelines von Russland nach China im nächsten Jahr. Und es besteht auch die Aussicht, dass chinesische Investoren im nächsten Jahr den Börsengang des Staatsriesen Saudi Aramco boykottieren könnten.

Mittlerweile gibt es hohe Erwartungen an den Petro-Yuan. Denn alles, was die Fähigkeit der Amerikaner, einen Wirtschaftskrieg zu führen und den eurasischen Raum zu destabilisieren, schwächt, ist ein großer Sieg für den Kreml. Darüber hinaus könnte Putin auch das Ende der Dollardominanz als wichtigen Teil seines künftigen Vermächtnisses betrachten, da er sich auf seine wahrscheinlich letzte Periode als russischer Präsident vorbereitet.

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Der eigentliche Profiteur des Konflikts in Katalonien: Die Finanzindustrie

in Geopolitik/Wirtschaft

Von rt.com

Mit der Unabhängigkeitserklärung durch das katalanische Parlament hat der Konflikt zwischen den Separatisten in Barcelona und der spanischen Zentralregierung in Madrid einen neuen Höhepunkt erreicht. Nun droht die Auseinandersetzung in offene Gewalt umzuschlagen.

von Ernst Wolff

Da schon jetzt feststeht, dass keiner der Kontrahenten als Sieger aus diesem Konflikt hervorgehen wird, stellt sich die Frage: Wem nützt er? Die Antwort ist schwer zu glauben: Der größte Nutznießer der gegenwärtigen Entwicklung ist niemand anderes als der Schuldige an der Misere – die Finanzindustrie.

Kein europäisches Land wurde stärker von der Finanzelite geplündert

Die separatistische katalanische Bewegung konnte nur deshalb so stark werden, weil die sozialen Gegensätze in Spanien in den vergangenen Jahren explodiert sind. Das wiederum ist vor allem auf die hemmungslosen Aktivitäten des immer mächtiger gewordenen und vor Kriminalität strotzenden spanischen Bankensektors zurückzuführen.

Kein anderes Land in Europa hat eine derartige Plünderungsorgie durch die Finanzelite erlebt wie Spanien. Ab 2001 ließen Spekulanten nach der Liberalisierung des Bodenrechtes innerhalb von nur sieben Jahren vier Millionen Wohnungen hochziehen. Die Folge: 2008 platzte die bis dahin größte Immobilienblase in Europa und stürzte Spanien in seine schwerste Krise der Nachkriegszeit.

Kurz darauf geriet das Land dann auch noch in den Strudel der Eurokrise und wurde unter die Zwangsverwaltung der Troika aus der EZB, EU und des IWF gestellt. Zusammen mit der Zentralregierung in Madrid erlegte die Troika der arbeitenden Bevölkerung ein Sparprogramm auf, das den Lebensstandard breiter Einkommensschichten drastisch senkte. Das Ergebnis war eine gewaltige Volksbewegung gegen die Austerität, die vom Staat mit aller Härte unterdrückt wurde.

Die Banken wurden mit Samthandschuhen angefasst

Anders wurde mit den Banken umgegangen: 2011 wurden sechs praktisch bankrotte regionale Sparkassen von der Regierung verstaatlicht und zur Gruppe Bankia zusammengeschlossen. Zu ihrem Chef wurde mit Rodrigo Rato (ehemaliger Chef des IWF und von 1996 bis 2004 spanischer Superminister für Wirtschaft und Finanzen) genau der Mann ernannt, der die Immobilienblase als zuständiger Minister juristisch ermöglicht hatte.

Mehr lesen –„Spanien über alles“ – Ukrainische Freischärler wollen im Dienste des Königs gegen Katalanen kämpfen

Die Rettung der Bankia-Gruppe kostete die spanischen Steuerzahler 22,4 Milliarden Euro. Da der anschließende Börsengang enttäuschend verlief, muss ein großer Teil des Geldes als verloren gelten. Rato wird den Verlust nicht mehr als Bankia-Chef miterleben, er trat nach einem Jahr von seinem Posten zurück, kassierte eine Millionenabfindung und wurde 2017 wegen Untreue zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.

Eine weitere Fusion – die der Bankia mit der Banco Mare Nostrum – wird die spanischen Steuerzahler mit zusätzlichen 1,1 Milliarden Euro belasten. Erst vor kurzem hatte die Großbank Santander 51 Prozent ihres Immobilien-Portfolios zu einem Drittel des Buchwertes an die  US-amerikanische Investmentgesellschaft Blackstoneverkauft und den amerikanischen Finanzgiganten damit zum größten privaten Immobilienbesitzer Spaniens gemacht – zu einer Zeit, da zehntausende durch die Krise verarmte Spanier mit Zwangsräumungen zu kämpfen haben.

Im Juni dieses Jahres übernahm die Großbank Santander die Banco Popolar Espanol für den symbolischen Preis von einem Euro, nachdem es zum ersten Mal in Spanien zur Anwendung des seit 2016 in der EU gesetzlich vorgeschriebenen „Bail-in“ gekommen war. Das heißt: die Aktionäre der Banco Popolar wurden um 1,3 Milliarden Euro und die Halter bestimmter (nachrangiger) Anleihen um zwei Milliarden Euro erleichtert.

Händeringend gesucht: Eine Ablenkung von den wahren Schuldigen

Diese Bail-in-Regelung ist in doppelter Hinsicht ein politischer Sprengsatz: Zum einen bringt sie zahlreiche Kleinaktionäre um ihr Geld und sorgt damit für zusätzlichen Unmut innerhalb der arbeitenden Bevölkerung, zum anderen wird sie ein juristisches Nachspiel haben, da einige Hedgefonds bereits angekündigt haben, gegen den Verlust ihrer Gelder zu klagen.

Ein solcher Prozess ist für die Banken natürlich sehr gefährlich, da er ein Schlaglicht auf ihre kriminellen Aktivitäten werfen und der Öffentlichkeit vor Augen führen würde, dass kein anderes Land der Eurozone in den vergangenen zehn Jahren eine derartige Konzentration im Finanzsektor erlebt hat wie Spanien. Von den 55 Banken, die während des Baubooms Kredite vergaben, sind nur noch 13 als selbständige Einheiten erhalten. Sechzig Prozent aller Spareinlagen entfallen auf die drei größten Bankengruppen des Landes; die fünf größten Banken, die 1998 noch über einen Marktanteil von 34 Prozent verfügten, haben diesen inzwischen auf 62 Prozent ausgeweitet – alles mit voller Unterstützung der EU und der Zentralregierung in Madrid.

Was kann der Finanzelite in dieser Situation Besseres passieren, als dass eine regionale politische Gruppierung sie aus der Schusslinie nimmt, indem sie die Wut und die Aufmerksamkeit der gesamten spanischen Bevölkerung (und der europäischen Öffentlichkeit) auf einen langsam eskalierenden und möglicherweise auf einen Bürgerkrieg hinauslaufenden Konflikt zwischen Separatisten und Nationalisten lenkt …?

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Neue Indizien: Brutale Raubüberfälle in Belgien der 1980er Jahre mutmaßlich durch Gladio-Geheimarmee

in Geopolitik/Welt

Von rt.com

Eine Serie von Raubüberfällen auf Supermärkte und Juweliere aus den 1980er Jahren rückt in Belgien wieder in die Schlagzeilen. Damals starben 28 Menschen, 40 wurden verletzt. Nun eröffnen ein Waffenfund und das „Geständnis“ eines Polizisten neue Perspektiven.

 

Die so genannte Brabant-Bande hat bei 16 Überfällen auf Supermärkte, Restaurants oder kleine Läden zwischen 1982 und 1985 völlig willkürlich 28 Menschen erschossen, darunter auch Kinder und hilflose Passanten, die auf dem Boden kauerten oder einfach nur in einem Auto saßen. Zudem blieben mindestens 20 Verletzte und zahllose traumatisierte Menschen zurück.

Die Opfer waren unter anderem Familien beim Feierabendeinkauf, ein Taxifahrer, ein Juwelier und ein Supermarkt-Filialleiter, zwei Polizisten und ein dreizehnjähriger Junge auf einem Fahrrad. Die „Killer von Brabant“ waren 1982 plötzlich im Süden von Brüssel aufgetaucht. Was sie antrieb, ist bis heute unklar. Geld allein kann es nicht gewesen sein. Die vier Männer, die mit abgesägten Jagdflinten um sich schossen, erbeuteten beispielsweise im August 1982 in einem Lebensmittelgeschäft Tee, Wein und Champagner. Und erschossen dabei einen Polizisten.

Mit diesem Phantombild wurde der so genannte Riese gesucht.

Keine hohe Beute, unverhältnismäßige Brutalität

Einen Tag vor Heiligabend im selben Jahr stahlen die Räuber aus einem Restaurant Zigaretten und Champagner, und wieder musste ein Mensch dafür sterben. Sie raubten zwar auch einmal Waffen und drei kugelsichere Westen, aber oftmals auch nur Whisky, Kaffee und Pralinen. Bei ihren Überfällen auf Supermärkte kamen die Gangster zwar auch zu Geld, doch das Verhältnis zwischen dem erbeuteten Gut und der Anzahl der Opfer machte schon damals viele stutzig.

Im September 1985 überfiel die Bande an einem Tag gleich zwei Delhaize-Supermärkte und floh mit umgerechnet 30.000 Euro. Doch dabei starben acht Menschen, vier wurden verletzt. Am 9. November 1985 erschossen sie im Delhaize von Aalst acht Personen und verletzten neun. Der Wert der Beute hier: rund 22.500 Euro. Nach diesem blutigen Überfall verschwanden die Gangster plötzlich komplett und ohne Spuren. Es gab zwar Gerüchte, dass einer der Täter verletzt worden sein könnte. Aber Beweise dafür gab es nie.

Bis heute konnte keiner der Täter dingfest gemacht werden, obwohl Augenzeugen schon damals durchaus brauchbare Beschreibungen lieferten. Es soll sich immer um drei Männer gehandelt haben. Von einem, den die Medien aufgrund seiner Körpergröße den „Riesen“ nennen, existierte sogar ein Phantombild.

Jugendliche melden mysteriösen Waffenfund

Doch in der vergangenen Woche geriet der Fall wieder in die Schlagzeilen, nachdem drei Jugendliche der Polizei mitgeteilt hatten, sie hätten im Kanal zwischen Charleroi und Brüssel ein Gewehr, einen Revolver und rund 1.000 Schuss Munition gefunden.

Der Fund datiert offenbar bereits auf das Frühjahr 2017 zurück, aber die Jugendlichen informierten offenbar erst jetzt die Behörden, nachdem sie im Fernsehen einen Bericht über das Gangstertrio gesehen hatten. Die Metallkisten lagen nicht weit von der Stelle entfernt, an der die Polizei schon 1986 eine Pistole und kugelsichere Westen im Wasser gefunden hatte. Die von den drei Jugendlichen gemeldeten Waffen und Munition waren offenbar in Metallkisten verstaut, die mit den Aufschriften „Rijkswacht“ beziehungsweise „Gendarmerie“, der alten Bezeichnung der Polizei in Belgien, versehen waren.

https://twitter.com/EsRevorTeR/status/922022990283452416?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=https%3A%2F%2Fdeutsch.rt.com%2Feuropa%2F59938-belgien-steckte-hinter-brutalen-raubueberfaellen-der-1980er-jahre-das-gladio-netzwerk%2F

Und noch eine weitere Begebenheit befördert nun erneut die unter der Oberfläche stets kursierenden Theorien über eine mögliche Undercoveraktion der belgischen Polizei im Stile des „Gladio-Netzwerks“ der NATO: Unter Tränen gestand der Bruder des ehemaligen Polizisten Christiaan Bonkoffsky gegenüber dem belgischen TV-Sender VTM, dass Bonkoffsky ihm vor zwei Jahren auf dem Sterbebett gebeichtet habe, der „Riese“ zu sein. Und tatsächlich zeigt das vorhandene Phantombild eine frappierende Ähnlichkeit mit dem früheren Polizisten – die Größe stimmt ebenfalls.

Starke Indizien, dass Bonkoffsky der „Riese“ war

Inzwischen tauchte sogar ein Jugendfreund auf, der die Polizei bereits 1998 darauf aufmerksam gemacht haben will, dass Bonkoffsky der „Riese“ sein könnte. Bonkoffsky war ihm damals mit rechtsradikalen Sprüchen aufgefallen, sagte der Mann am 23. Oktober bei VTM. Es müsse ein Staatsstreich kommen, „um die Macht an uns zurückzugeben“, habe Bonkoffsky damals getönt. War also Bonkoffsky tatsächlich der ominöse „Riese“?

Neben der Ähnlichkeit mit dem Phantombild sprechen noch andere Indizien dafür: So soll Bonkoffsky in der Zeit der Überfälle jedes Mal dienstfrei gehabt haben, und nach einem Überfall soll er sich wegen einer Fußverletzung krankgemeldet haben. Beim darauffolgenden Angriff, so behaupten Augenzeugen, habe einer der Räuber gehumpelt. Zwei Millionen Seiten umfasst die Akte zu den Verbrechen mittlerweile. Zeitweise arbeiteten über 100 Personen in der Sonderermittlungsgruppe – ohne Erfolg.

Die fehlenden Resultate bei den Ermittlungen beförderten in Belgien schon früh Verschwörungstheorien: Da halte jemand die Hand drüber und manipuliere Ermittlungsergebnisse, da bestünden sicher Verbindungen nach ganz oben, weil eine Art Terrorgruppe den Staat destabilisieren wolle, um rechte Kräfte ans Ruder zu bringen, hieß es. Die neuen Spuren geben derlei Gerüchten zumindest teilweise neue Nahrung. Denn Bonkoffsky war bis kurz vor Beginn der Raubserie Mitglied der Elite-Einsatzgruppe Diane, die in Belgien nach den Olympischen Spielen 1972 zur Terrorabwehr eingerichtet worden war.

Allerdings war Bonkoffsky aus der Einheit geflogen, weil sich aus seiner Waffe bei einer Übung versehentlich ein Schuss gelöst hatte. Es war zwar niemand verletzt worden, doch so etwas dürfe einem Anti-Terror-Kämpfer nicht passieren, hieß es. Auf der anderen Seite könnte alles auch eine konstruierte Legende sein. Steckt hinter den Verbrechen in Belgien also eine Art Ableger des „Gladio“-Netzwerks? Diese „Stay-behind“-Organisation sollte im Falle eines Krieges gegen die Staaten des Warschauer Vertrags im westeuropäischen Hinterland tätig werden.

Wie viele „Gladiatoren“ wirkten in Eigenregie weiter?

Die Existenz dieser Organisation wurde 1990 in Italien aufgedeckt. Offiziell soll sie Ende der 1960er Jahre ihre Tätigkeit eingestellt haben, damals endete zumindest Dokumenten des US-Kongresses zufolge die offizielle Finanzierung. Einige Angehörige des Netzwerks könnten jedoch ihre Verbindung aufrechterhalten und in Eigenregie tätig geworden sein, um die Politik in westeuropäischen Staaten zu beeinflussen. So werden „Gladio“-Strukturen für zahlreiche Terrorakte in Westeuropa in den 1970er und 1980er Jahren verantwortlich gemacht, die ursprünglich linken Untergrundgruppen in die Schuhe geschoben worden waren und in weiterer Folge den Weg für immer neue „Antiterrorgesetze“ ebneten. Für eine Verbindung zu den Vorfällen in Belgien spricht zudem, dass die Ermittler schon früh beobachtet hatten, dass die „Killer von Brabant“ mit erstaunlicher Präzision und Professionalität vorgingen, wie man sie etwa erfahrenen und trainierten Polizisten zusinnt.

Schon damals fiel immer mal wieder der Name der Diane-Einsatzgruppe, weil die Täter auf eine ähnliche Weise vorgingen, wie es die Sonderkräfte trainiert hätten. Später, 1997, soll Bonkoffsky gar von einem Zeugen als möglicher Verdächtiger benannt worden sein. Doch diesen Hinweis taten die Ermittler offenbar als unseriös ab.

„Wer hier ermittelt, riskiert immer noch sein Leben“

Der Justizminister Belgiens, Koen Geens, dämpfte indes die Hoffnungen auf eine Lösung des Falles. Die Spur sei den Behörden schon im Februar zugetragen worden und sei zweifellos „interessant“. Aber ein handfester Beweis für ihre Zuverlässigkeit habe sich noch nicht gefunden, sagte er vor einem eilig einberufenen Parlamentsausschuss. Schließlich habe es damals noch keine DNS-Spuren oder Handydaten gegeben.

Ein belgischer Privatdetektiv ist diesbezüglich jedoch ganz anderer Ansicht.

Alle Ermittler und Untersuchungsrichter, die im Moment mit dem Dossier beschäftigt sind, spielen mit dem Feuer“,

warnte Ben Zuidema am vergangenen Samstag in einem Interview mit der belgischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws. „Wer das untersucht, riskiert noch immer sein Leben.“ Der „Privatschnüffler“ selbst arbeitete Anfang der 1980er noch als Undercoveragent mit der Gruppe „Diane“ zusammen. Er sei damals erstaunt gewesen, wie schnell seine Informationen in andere Kreise durchgesickert seien:

Das System war damals schon verrottet. Ehrlich, ich vertraue nach all den Jahren niemanden mehr.

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