Untersuchungen zeigen: “Nachtschwärmer” sind intelligenter und kreativer

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Microsoft-Mitbegründer Bill Gates, mit einem Nettowert von 75 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt, meinte es durchaus nicht als Scherz, als er einst sagte, dass er bei Microsoft stets “einen faulen Mensch für einen schwierigen Job” einstelle bei, weil “eine faule Person einen Weg finden wird, ihn auf einfache Art zu erledigen.”

Wenn Sie sich bereits selbst dazu gezwungen haben, früh aufzustehen, um es den “produktiveren” Frühaufstehern gleichzutun, es Ihnen aber schwerfällt, am frühen Morgen aus dem Bett zu kriechen, sollten Sie sich deswegen nicht schlecht fühlen – es könnte nämlich sein, dass Ihr Körper biologisch darauf programmiert ist, den Tag später zu beginnen, und es ist für Ihr eigenes Wohl, eigentlich.

Gleich fünf neuere Studien haben herausgefunden, dass Menschen, die spät schlafen und anschließend spät aufstehen, nicht faul sind – tatsächlich sind Nachtschwärmer demnach klüger, heiterer, wohlhabender, aktiver und kreativer als die besser angesehenen Frühaufsteher.

Nachteulen sind intelligenter

Was haben wohl Barack Obama, Charles Darwin, Adolf Hitler, Winston Churchill, James Joyce, Marcel Proust, Keith Richards und Elvis Presley gemeinsam? Sie sind/waren Nachtschwärmer, die das alte Sprichwort – früh zu Bett gehen und früh aufstehen macht den Menschen gesund, reich und klug – widerlegen.

Eine von Forschern an der London School of Economics and Political Science durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass diejenigen, die neue evolutionäre Muster schaffen (im Vergleich zu denen, die sich an den von unseren Vorfahren entwickelten “normalen Schlafrhythmus” halten), und welche zu den Ersten zählen, die etwas ändern (nach Neuem suchen), progressiver und intelligenter sind. Die Forscher gelangtem zu dem Schluss, dass “die intelligenteren Kinder sich wahrscheinlich eher zu “Nachteulen”-Erwachsenen entwickeln, die spät zu Bett gehen und spät aufwachen, und zwar sowohl an Wochentagen als auch am Wochenende.”

President Barack Obama talks on the phone with Prime Minister Naoto Kan of Japan from the Treaty Room office in the White House residence, Wednesday night, March 16, 2011.
(Official White House Photo by Pete Souza)

Nachteulen sind heiterer, wohlhabender

Nach Untersuchung des Biorhythmus – oder der “natürlichen Körperuhr” – von rund 1.000 Jugendlichen, fanden Forscher der Universität von Madrid heraus, dass Nachtschwärmer, die nachts lange aufblieben und später aufwachten, besser abschnitten als diejenigen, welche früh zu Bett gingen und anschließend früh aufstanden – die Art von Intelligenz, welche in direktem Zusammenhang mit innovativem Denken, repräsentativen Jobs und höheren Einkommen steht. Sie fügten hinzu, dass die Frühaufsteher sich indes bessere Examensergebnisse sichern, möglicherweise, weil der Unterricht zu einer für Nachtschwärmer ungünstigen Tageszeit stattfindet.

Jim Horne, Professor für Psychophysiologie an der Loughborough Universität, sagte:

“Es ist eine interessante Studie. “Nachtmenschen” neigen stärker dazu, die extrovertierten kreativen Typen zu sein, die Dichter, Künstler und Erfinder, während die “Morgenmenschen” eher die Typen sind, die sich von jemanden bzw. von etwas ableiten, wie wir es zum Beispiel oft bei Beamten und Wirtschaftsprüfern sehen.

“Wir haben Morgen- und Abend-Typen analysiert und fanden heraus, dass die Persönlichkeitstrukturen typischerweise andersartig waren. Abend-Typen waren mehr sozial und zu Menschen hin orientiert. Sie werden wahrscheinlich bei kryptischen Kreuzworträtseln gut sein, während Morgen-Typen sich für die logisch-orientierteren entscheiden.”

Berühmte Frühaufsteher sind George W. Bush, Thomas Edison, Napoleon, Condoleezza Rice, und Ernest Hemingway.

 

Nachteulen sind kreativer

Forscher an der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen in Mailand untersuchten 120 Männer und Frauen unterschiedlichen Alters und kamen zu dem Ergebnis, dass Nachtschwärmer eher kreative Denker sind, wohl aufgrund ihrer Fähigkeit, außerhalb der Norm zu leben. Basierend auf den Ergebnissen von drei Tests, folgerten die Forscher, dass “Abend-Typen jeden Test auf der Grundlage dieser Kriterien meisterten (Originalität, Ausarbeitung, Anpassungsvermögen und Flexibilität als Faktoren), während Morgen-Typen und Menschen zwischen den beiden Extremen kaum Werte über 50 erreichten.”

Professor Marina Giampietro, Hauptautor der Studie, sagte:

“In einer Situation zu sein, die von der herkömmlichen Gewohnheit abweicht – eine Situation, die Nachtmenschen häufig erleben – kann zur Entwicklung eines nicht-konventionellen Geistes ermutigen und der Fähigkeit, alternative und originelle Lösungen zu finden.”

Nachteulen sind aufmerksamer und aktiver

Nachtschwärmer haben das Sagen, buchstäblich. Leute, die spät schlafen gehen und spät aufstehen, sind weniger schläfrig, können länger wach bleiben, haben schnellere Reaktionszeiten und können nach dem Aufwachen für mehr Stunden geistig wach bleiben als Menschen, die früh schlafen und früh aufstehen.

Eine an der Universität Lüttich in Belgien durchgeführte Studie hat 15 extreme Nachtschwärmer und 16 extreme Frühaufsteher analysiert. Sie maßen ihre Hirnaktivität, nachdem sie zuerst aufgewacht waren, und dann noch einmal 10,5 Stunden später. Die Studie fand heraus, dass “10,5 Stunden nach dem Aufwachen, die Frühaufsteher eine geringere Aktivität in Hirnregionen hatten, die für Aufmerksamkeit und den Biorhythmus zuständig sind, im Vergleich zu Nachtschwärmern. ”

Woman Working in Dark Office

Nachtschwärmer sind weniger stressbelastet

Forscher von der University of Westminster analysierten den Speichel von 42 Probanden mit unterschiedlichen Schlafgewohnheiten acht Mal während des ganzen Tages und über zwei Tage hinweg und fanden dabei heraus, dass diejenigen, die früher aufgewacht waren – vor 7 Uhr – eine höhere Konzentrationen von Cortisol aufwiesen, dem Haupt-Stresshormon des Körpers, als diejenigen, die später aufgewacht waren. In einer 10-wöchigen Folgestudie stellte das Westminster-Team fest, dass Frühaufsteher über mehr Muskelschmerzen klagten, Erkältungssymptome, Kopfschmerzen,und deutlich schlechtere Laune.

“Diese Arbeit ist interessant, weil sie eine physiologische Grundlage für die häufig berichteten Unterschiede zwischen Früh- und Spätaufsteher liefert. Das frühe Aufwachen war mit mehr Konzentrationskraft verbunden, beschäftigter zu sein und mehr Ärger im Laufe des Tages zu erleben, sowie mehr Verärgerung und weniger Energie am Ende des Tages. Andererseits waren Spätaufsteher gemächlicher und weniger beschäftigt. Es ist möglich, dass Cortisol zu diesen Unterschieden im Temperament beiträgt, da es dafür bekannt ist, die Stimmung und Konzentration beeinflussen zu können.”

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von   AnonHQ.com  http://anonhq.com/studies-show-late-sleepers-smarter-creative/

 

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