Investigativ & Unabhängig – Mit der Kraft des Internets

Category archive

Geopolitik - page 17

Israelische Denkfabrik: Zerstörung des IS wäre „strategischer Fehler“

in Geopolitik

Von Gegenfrage.com

 

Eine israelische Denkfabrik schreibt in einer neuen Analyse, dass die Zerstörung des Islamischen Staats aus westlicher Sicht ein „strategischer Fehler“ sei. Ein geschwächter IS, der Krieg gegen „andere böse Jungs im Nahen Osten“ führt, sei wesentlich nützlicher und würde Geheimdienstarbeit ersparen.

Der Westen sollte die weitere Schwächung des Islamischen Staates (IS) anstreben, ihn aber nicht zerstören. Ein schwacher aber funktionierender IS könne leicht untergraben werden, die Akteure konzentrierten sich somit auf sich gegenseitig und nicht auf westliche Ziele, zudem werde so das „iranische Streben nach regionaler Hegemonie“ behindert. Dies schreibt die israelische Denkfabrik Begin-Sadat Center for Strategic Studies (BESA) in einer Analyse vom August 2016.

Der IS sei vor allem dort erfolgreich, wo politische Leere herrscht und wo sie „gegen das geschwächte Militär gescheiterter Staaten“ kämpfen. Sobald der IS auf gut ausgebildete Truppen stoße, würden die Kämpfer zum Rückzug gezwungen. Der IS sei ein Magnet für radikale Muslime, die somit einfach zu identifizieren seien, wodurch aufwendige Geheimdienstarbeit eingespart werden könne. „Wenn er vollständig besiegt wird, bleiben diese Menschen wahrscheinlich zuhause und machen dort Schwierigkeiten“, so der Think Tank weiter.
„Verliert der IS sein Territorium … wird er mehr Terroranschläge außerhalb seiner Grenzen durchführen. Der Zusammenbruch des IS wird eine terroristische Diaspora hervorrufen, die muslimischen Immigranten im Westen könnten sich weiter radikalisieren. Die meisten Antiterror-Behörden verstehen diese Gefahr. Eine Verlängerung der Lebensdauer des IS führt wahrscheinlich zum Tod von mehr muslimischen Extremisten durch die Hände der anderen bösen Jungs im Nahen Osten und wird dem Westen vermutlich viele Terroranschläge ersparen.“

„Darüber hinaus könnte ein schwacher IS die Attraktivität der Idee eines Kalifats untergraben. Eine dysfunktionale und umkämpfte politische Einheit fördert den Frust der Anhänger eines Kalifats besser, als wenn [der IS] von der mächten US-geführten Koalition zerstört wird … Die westliche Ablehnung der Brutalität und der Unmoral des IS sollte nicht über die strategische Deutlichkeit hinwegtäuschen.“

Das Begin-Sadat Center for Strategic Studies ist eine israelische Denkfabrik, die eine „realistische, konservative, zionistische Agenda bei der Suche nach Sicherheit und Frieden für Israel“ zur Aufgabe hat und sich in der Bar-Ilan Universität befindet. BESA hat kooperative Beziehungen mit führenden strategischen Forschungsinstituten auf der ganzen Welt, von Ankara über Washington, London oder Seoul. Das Center führt spezielle Analysen durch, unter anderem im Auftrag des israelischen Außenministeriums oder der NATO.

Den ganzen Bericht gibt’s hier: besacenter.org, Info über die Denkfabrik: wikipedia (en)

Verwandte Artikel:


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

US-Geostrategen räumen amerikanische Beteiligung am Putsch in der Türkei ein

in Geopolitik

Von Kopp Verlag

 

Die Regierung Obama und der US-Geheimdienst CIA halten weiterhin an der wahrheitswidrigen Schutzbehauptung fest, amerikanische Dienste seien in keiner Weise an dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli in der Türkei beteiligt gewesen, der von der von der CIA-gesteuerten türkischen Organisation des islamischen Predigers Fethullah Gülen unternommen worden war. Aber nun sind einige hochrangige amerikanische Geheimdienstinsider selbst mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit getreten. Dies deutet auf einen massiven internen Fraktionskampf innerhalb führender Kreise in den USA. Diese und andere Entwicklungen bekräftigen den Eindruck, dass dies das bizarrste Präsidentschaftswahljahr in der amerikanischen Geschichte werden könnte.

Der erste, der offen einräumte, die amerikanischen Geheimdienste hätten beim Putschversuch gegen Erdoğan, der erfolgte, nachdem Erdoğan einige Tage zuvor eine strategische politische Wende weg von den USA und hin zu Russland vollzogen hatte, durchaus ihre Hand im Spiel gehabt, war niemand Geringerer als Zbigniew Brzeziński, der immer noch zu den führenden Insidern des amerikanischen Geheimdienstestablishments gehört. Er beriet nicht nur Präsident Obama, sondern war als Nationaler Sicherheitsberater unter Präsident Jimmy Carter der entscheidende Architekt der Terroroperationen der afghanischen Mudschahedin gegen die sowjetischen Streitkräfte, die im Dezember 1979 in Afghanistan einmarschiert waren.


In einer Twitter-Meldung schrieb Brzeziński in seinem eigenen Blog @zbig in einer kurzen Zusammenfassung eines Artikels, der in Kürze auf the-american-interest.com erscheinen soll:

»Die amerikanische Unterstützung für den Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan war ein schwerer Fehler, der dem Ansehen der USA erheblich schaden könnte.

Die Türkei war dabei, nach dem Scheitern der Syrienpolitik der letzten fünf Jahre ihre Außenpolitik zu überdenken. Die amerikanische Fehleinschätzung im Zusammenhang mit der Unterstützung des Putschversuches und die Tatsache, dass die USA dem führenden Kopf hinter dem Putsch [dem islamischen Prediger Fethullah Gülen, der sich gegenwärtig im Exil in Pennsylvania aufhält, W.E.] Unterschlupf gewährt hatten, waren so schwerwiegend, dass man den früheren Verbündeten der USA, die Türkei, nicht dafür verurteilen kann, sich von den USA abzuwenden und ihre Politik zu überdenken.

Eine mögliche Koalition zwischen Russland, der Türkei und dem Iran böte die Chance, die Syrienkrise zu beenden. Sollte Erdoğan auch nur über ein geringes Maß an Weisheit verfügen, müsste er zu dem Schluss kommen, dass er sich keine unabhängige Glaubwürdigkeit verschaffen kann, wenn er sich auf die Hilfe einiger ›im Untergang begriffener‹ arabischer Länder stützte.«

Mit der Formulierung »›im Untergang begriffener‹ arabischer Länder« bezog sich Brzeziński mit Sicherheit auf Saudi-Arabien und Katar, die seit 2011 zu den wichtigsten Finanziers des Terrorkrieges in Syrien gehören.

Zusammen mit Henry Kissinger zählt Brzeziński zu den führenden Architekten der amerikanischen Außenpolitik der Nachkriegszeit. Er war Gründungsdirektor der Trilateralen Kommission, die von David Rockefeller ins Leben gerufen wurde, und besitzt auch heute noch angeblich die höchste Geheimdienst-Sicherheitsfreigabe. Dieser Umstand würde auch seine Verärgerung über das maßlos inkompetente Vorgehen der amerikanischen Dienste im Umgang mit der Beziehung zur Türkei erklären.

Interessanterweise handelt es sich bei der Person, die im US-Außenministerium nicht nur für den verheerenden Putsch in der Ukraine vom Februar 2014, sondern auch für die Türkei persönlich verantwortlich ist, um die glücklose neokonservative, ewige Kriegstreiberin Victoria »F… the EU« Nuland, die mit dem neokonservativen Strategen Robert Kagan verheiratet ist.

Auf die offenherzige Kritik Brzezińskis folgte eine noch detailliertere Darstellung der Verbindungen amerikanischer Dienste zu Fethullah Gülen aus der Feder des US-Diplomaten und Außenpolitikers Arthur H. Hughes. Dem einflussreichen islamischen Prediger Gülen (dem Kopf der nach ihm benannten Gülen-Bewegung) wird von der türkischen Regierung Verrat und die Unterstützung des Putschversuches vom 15. Juli vorgeworfen. In einem Gastartikel im EU-Internet-Magazin EurActiv.com bestätigte Hughes am 17. August die engen Verbindungen zwischen Gülen und der CIA: »Gülen floh mithilfe des [US-] Diplomaten Morton Abramowitz und der CIA-Mitarbeiter Graham Fuller und George Fidas sowie des oben erwähnten Paters Alexander Karloutsos in die USA.«

Gülens CIA-Freund Bartholomeos I.

Hughes‘ Artikel schlug in vieler Hinsicht wie eine Bombe ein. Dies gilt insbesondere für seine detaillierten Ausführungen zu den engen Beziehungen zwischen der CIA, Gülen und dem derzeitigen griechisch-orthodoxen Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomeos I. Zum »oben erwähnten« Pater Alexander Karloutsos schreibt Hughes:

»… Pater Alexander Karloutsos gehört zur amerikanisch-israelischen Lobby im Patriarchat von Konstantinopel. Er leitet das Büro für Öffentlichkeitsarbeit und steht Erzbischof Demetrios [Primas der orthodoxen Erzdiözese von Amerika und Exarch des Atlantischen und Pazifischen Ozeans] nahe. Aufgrund seiner engen Verbindungen zu hochrangigen Regierungsvertretern und griechisch-amerikanischen Milliardären kontrolliert er praktisch als einziger die Geldströme von den USA zum Fener [dem griechisch-orthodoxen Stadtviertel Istanbuls, W.E.]. Dies eröffnet ihm weitreichende Möglichkeiten, Druck auf den Ökumenischen Patriarchen auszuüben. Zugleich unterhält Karloutsos gute Beziehungen zum früheren CIA-Direktor George Tenet und dem Prediger Fethullah Gülen, der mit dem amerikanischen Geheimdienst zusammenarbeitet. Das bedeutet, dass die Höhe der Finanzierung direkt davon abhängt, inwieweit die führenden Köpfe des Patriarchats die Aufgaben erfüllen, die ihnen von ihren amerikanischen Kontrolleuren erteilt werden.

Zudem ist Patriarch Bartholomeos I. bereits häufiger persönlich mit Gülen, oder ›Hodscha Effendi‹, wie er ihn nennt, zusammengetroffen. So trafen sie sich etwa am 6. April 1996, um über die Aussichten des interreligiösen Dialogs zu sprechen. Wenig später floh Gülen … in die USA.«

George Tenet verfügt über griechische Wurzeln und ist ein enger Verbündeter des politischen Lagers der Clintons und war von 1997 bis 2004 sowohl unter Präsident Bill Clinton als auch unter George W. Bush CIA-Direktor. Die Clintons haben sich öffentlich positiv zu Gülen geäußert. Man gewinnt den Eindruck eines engen Netzwerkes aus CIA, Gülen und dem Patriarchat von Konstantinopel, das mit den Geldern »griechisch-amerikanischer Milliardäre« finanziert wird.

Arthur H. Hughes setzt sich in seinen Kommentaren nicht zufällig mit den Ereignissen in der Türkei und dem Nahmittelosten auseinander. In den 1990er-Jahren war er unter Clinton amerikanischer Botschafter im Jemen und wurde dann stellvertretender Staatssekretär mit dem Verantwortungsbereich Nahmittelosten im US-Außenministerium. Im amerikanischen Verteidigungsministerium war er in gleicher Funktion für den Nahmittelosten und Südasien zuständig und als stellvertretender Missionschef der US-Botschaft in Tel Aviv tätig.

Sein Hinweis auf die Verbindungen Gülens zur CIA und dem Patriarchat von Konstantinopel verweist auf eines der vor der Öffentlichkeit streng verborgenen, aber sehr einflussreichen, verdeckten CIA-Netzwerke weltweit, das antirussische Orthodoxe Patriarchat von Konstantinopel unter Patriarch Bartholomeos I. Hughes erklärt, wenn Erdoğan und die türkische Regierung tatsächlich ernsthaft zukünftige Putschversuche vereiteln wollten, sollten sie das Patriarchat von Konstantinopel genauestens unter die Lupe nehmen.

Wie der Autor William Engdahl in seinem Buch The Lost Hegemon: Whom the Gods would destroy (Deutsche Fassung Amerikas heiliger Krieg) dokumentiert hat, setzten sich Graham Fuller und George Fidas, beide jahrzehntelange hochrangige CIA-Mitarbeiter, maßgeblich dafür ein, Gülen 1999 gegen den Widerstand des Außenministeriums und des FBI eine Green Card und eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in Saylorsburg im US-Bundesstaat Pennsylvania zu verschaffen. Damals liefen Ermittlungen türkischer Behörden gegen Gülen, die ihm Anstiftung zum Verrat vorwarfen.

or Kurzem fühlte sich Fuller genötigt, in seinem Blog zwar einzuräumen, dass er mitgeholfen habe, Gülen eine Green Card zu beschaffen. Er bestritt aber eine Beteiligung Gülens an dem gescheiterten Putsch.Türkischen Berichten zufolge hielten sich Fuller und ein anderer hochrangiger CIA-Mitarbeiter, Henri J. Barkey, in der Nacht des Putschversuches in einem Luxushotel auf einer der Prinzeninseln im Marmarameer nur etwa 20 Minuten von Istanbul entfernt auf. Bei einem späteren Zusammentreffen im Rahmen eines Forums der neokonservativen Washingtoner Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies (FDD), dessen Vorsitzender der frühere neokonservative CIA-Direktor James Woolsey III. ist, rissen Barkey und sein Gastgeber einige klägliche Witze über Barkeys Anwesenheit in Istanbul in der Putschnacht.

In einer Hinsicht hat Brzeziński recht. Der Putschversuch Gülens, der zum Sturz Erdoğans nach dessen Annäherung an Moskau führen sollte, war in der Tat ein »schwerer Fehler«. Er zog nicht nur eine weitgehende Zerschlagung der Gülen-Netzwerke und -medien in der Türkei nach sich, sondern eröffnete einen offenen Dialog zwischen Erdoğan und der türkischen Regierung unter Ministerpräsident Binali Yıldırım mit Russland und dem Iran über eine »Beendigung« des Krieges in Syrien, bei der der gegenwärtige syrische Präsident Baschar al-Assad zumindest in der Übergangsphase noch eine gewichtige Rolle spielen würde.

Diese strategische Neuorientierung Erdoğans in Richtung Osten nach dem gescheiterten CIA-Putsch hat das Pentagon bereits veranlasst, in aller Stille seine nuklearen Sprengköpfe vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Nähe der syrischen Grenze nach Rumänien zu verlegen.

Parallel dazu erklärte der türkische Ministerpräsident am 20. August gegenüber Medienvertretern, es sei durchaus möglich, dass Russland gegebenenfalls den Luftwaffenstützpunkt Incirlik nutzen werde. Diese Bemerkung hat in Langley, in Foggy Bottom (»neblige Senke« – ein passender Name für den Sitz des US-Außenministeriums in Washington) und im Weißen Haus sicherlich für schmerzhafte Blähungen gesorgt.

Der 15. Juli könnte daher als einer der Tage in die Geschichtsbücher eingehen, an denen die amerikanische globale Machtprojektion der sogenannten Neuen Weltordnung David Rockefellers und seiner Freunde eine schwere Niederlage einstecken musste.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

Die CIA setzte bereits zehnmal Geheimarmeen ein, um ausländische Regierungen zu stürzen

in Geopolitik

Langley, Virginia –Indem immer mehr Beweise ans Licht kommen, dass die US-Regierung insgeheim dem Islamischen Staat (IS) behilflich war, ist es an der Zeit, auf einige Vorfälle aufmerksam zu machen, als die Central Intelligence Agency (CIA) bereits geheime Armeen schuf. Laut einer derzeit gängigen Theorie wird vermutet, dass die USA im Geheimen den Islamischen Staat (IS) unterstützten, damit die Islamisten die Regierung des syrischen Präsidenten Assad destabilisieren. Wenn das zu weit hergeholt erscheint, sollte man bedenken, dass die CIA bereits einmal einen Krieg wegen Bananen vom Zaun brach…was im wahrsten Sinne des Wortes „bananas“ [engl. „verrückt“] ist.

Kuba: Wahrscheinlich die bekannteste Geheimarmee. Castro verstaatlichte die Vermögen von westlichen Unternehmen, nachdem seine Regierung an die Macht gekommen war, und so beschlossen die USA die Regierung Kubas zu stürzen und eine Marionettenregierung einzusetzen. Wie bei den meisten durch den US-Geheimdienst unterstützten Armeen, ist ihr dies nicht gelungen…und zwar auf jämmerliche Weise: Die Invasion in der Schweinebucht führte dazu, dass sich 1.400 von den USA trainierte Kubaner innerhalb von nur 24 Stunden Castros Truppen ergaben.

El Salvador: Die US-unterstützte salvadorianische Regierung wurde mit oppositionellen kommunistischen Rebellen konfrontiert. Der US-Geheimdienst sah eine naheliegende und einfache Lösung: den Einsatz von Todesschwadronen. Der US-Geheimdienst trainierte und beriet regierungstreue Truppen, damit diese Dörfer massakrierten und brachte die Vertreibung von über einer Million Menschen auf den Weg. Sofort nach dem Waffenstillstand gab es eine Generalamnestie für Leute, die an Kriegsverbrechen beteiligt waren. Es wurde zwar entschieden, dass dieser Straferlass illegal sei, aber er ist nichtsdestotrotz immer noch in Kraft geblieben. Bei denjenigen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, wird oft eingebrochen und dabei werden Beweise für eine CIA-Beteiligung gestohlen.

Afghanistan: Die USA bewaffneten und trainierten während Operation Cyclone Mudschaheddin-Kämpfer. Später sollten viele dieser Kämpfer den Kern der fundamentalistischen Terrorgruppen bilden, die wir heute bekämpfen (oder möglicherweise unterstützen). Ja, Osama bin Laden war einer der Kämpfer, die von der CIA in Afghanistan ausgebildet wurden. Die ganze Operation wurde ausgeführt, um die sowjetische Invasion zu stoppen.

Guatemala: Diese kleine CIA-Eskapade ist der Ursprung des Begriffs „Bananenrepublik“. Der demokratisch gewählte Präsident von Guatemala entschloss sich, die United Fruit Company für ihr jahrzehntelanges Verkehren mit Diktatoren des Landes zu bestrafen. Er begann eine Gesetzgebung vorzuschlagen, um das Monopol des multinationalen US-Konzerns auf nahezu alles in dem Land zu beenden. Was also hätte die CIA anderes dagegen tun können, als die legale Regierung zu stürzen und einen Krieg auszulösen…um Bananen?

Kongo: In den 1960ern war Belgien dabei, seine Kolonialherrschaft über den Kongo zu beenden. Anstatt Selbstbestimmung zu erlauben, führte die CIA Attentate durch, bewaffnete Rebellentruppen, brachte europäische Söldner ins Land und unterstützte sie sogar mit geheimen Luftstreitkräften.

Nicaragua (das zweite Mal): In den 1980ern übernahmen die linksgerichteten Sandinisten die Macht, während die CIA die oppositionellen Contra-Milizen unterstützte. Die Behörde beschaffte ihnen Waffen, unterhielt für sie den Handel mit Kokain und trainierte die Organisation, die für ihre Kindersoldaten bekannt wurde, um Massaker bei Bildungszentren und Kriegsverbrechen ungefähr jeder erdenklichen Art zu begehen.

Angola: Die CIA heuerte französische und südafrikanische Söldner an, um Gruppierungen des rechten Flügels bei ihrem Kampf gegen die Volksbewegung zur Befreiung Angolas (MPLA) behilflich zu sein. Die Gruppierung konkurrierte nach der portugiesischen Dekolonialiserung mit verschiedenen anderen paramilitärischen Organisationen im Kampf um die Machtübernahme innerhalb des Landes. Vorhersehbarerweise verlor die Söldnerarmee der CIA.

Ukraine (das erste Mal): Während des Zweiten Weltkriegs gründeten die Nazis eine Partisanengruppe in der Ukraine, um vorrückende sowjetische Truppen zu bedrängen und zu verlangsamen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs begann der US-Geheimdienst damit, die Partisanengruppe zu finanzieren und ihr Hilfestellung zu leisten. 1952 wurden die Partisanen von den Sowjets vernichtend geschlagen.

Venezuala: 2002 versuchte eine Gruppe innerhalb Venezuelas, die Regierung zu vertreiben. Die USA verleugneten rundweg ihre Beteiligung. Natürlich gibt es mehr als genug Beweise dafür, um die Bush-Regierung mit der Verschwörung in Verbindung zu bringen. Es gibt sogar Indizienbeweise neueren Datums in Form eines zweiten Versuchs.

Ukraine (das zweite Mal): Die aktuellste Revolution in der Ukraine könnte zwar aus einer Eigendynamik heraus begonnen haben, aber sie wurde vom US-Geheimdienst vereinnahmt. Die Revolution führte lediglich einmal mehr dazu, eine US-Marionettenregierung zu installieren. Die USA entschieden sich dafür, buchstäblich Nazis zu installieren. Diese Tatsachen werden von den US-Medien weitgehend ignoriert.

Würde ein US-Geheimdienst also heimlich eine brutale mörderische paramilitärische Gruppe unterstützen, um ein Land zu destabilisieren, das sich auf der Abschussliste der USA befindet? Die Antwort lautet: Der US-Geheimdienstapparat hat genau das bereits seit ungefähr 60 Jahren getan.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

Nordkorea schießt Unterwasser-Rakete in Richtung Japan ab, Japanischer Premier verurteilt den Test

in Geopolitik

Mitarbeiter der Verteidigungsministerien in den Vereinigten Staaten und Südkorea haben bestätigt, dass Nordkorea mit Erfolg ein ballistisches Geschoss von einem Unterseebot aus in Richtung Japan abgefeuert hat, eine so genannte U-Boot-gestützte ballistische Rakete (SLBM, Submarine-launched ballistic missile).

Laut Reuters hat Nordkorea die Rakete am Mittwoch, den 23. August 2016 circa gegen 5:30 morgens Ortszeit (20:30 GMT) abgefeuert. Die vereinten südkoreanischen Stabschefs und das Verteidigungsministerium erklärten Reuters, dass das tödliche Projektil in der Nähe der Küstenstadt Sinpo abgefeuert worden war, wo Nordkorea einen Untersee-Stützpunkt errichtet hat.

s-3-56-e1472073333555[1]

In den Berichten hieß es, dass die Waffe ungefähr 500 Kilometer (311 Meilen) in Richtung von Japan geflogen ist. Reuters meldete, dass der Test die deutliche Verbesserung der technologischen Kompetenz Nordkoreas im Umgang mit Atomwaffen zeigt.

Der Test fällt auf einen Zeitpunkt, zu dem die Vereinigten Staaten und Südkorea mit ihren jährlichen militärischen Exerzierübungen auf der koreanischen Halbinsel beginnen. Die gemeinsamen militärischen Übungen laufen unter dem Codenamen Ulchi-Freedom. Die BBC berichtet, dass mehr als 80.000 Truppen der Vereinigten Staaten und Südkoreas an einer größtenteils computersimulierten Übung zur Verteidigung Südkoreas involviert sind, die auf einer fiktionalen Invasion Nordkoreas basiert. Abgesehen davon bereiten sich die Vereinigten Staaten auch darauf vor, ein Anti-Raketen-System in Südkorea zu erreichten; dabei handelt es sich um ein Terminal High Altitude Area Defense-System (THAAD).

Nordkorea hat das militärische Aufrüsten auf der Halbinsel mehrfach verurteilt und behauptet, die Vereinigten Staaten und Südkorea planen eine Invasion. Das führte zu militärischen Vorbereitungen in Nordkorea für den Fall eines tatsächlichen Angriffs.

s-2-57[1]

Experten sagten Reuters: Weil Nordkorea dazu in der Lage ist, eine Rakete von einem Unterseeboot aus abzufeuern, könnte es dem isolierten Land dabei helfen, dem Einsatz von THAAD in Südkorea zu entgehen. Es heißt weiterhin, dass das Land jetzt noch gefährlicher ist, seit Nordkorea das Geschoss von dem Unterseeboot aus abgefeuert hat. Experten zufolge könnte Nordkorea nun immer noch einen Angriff aus dem Wasser heraus einleiten, auch wenn seine landgestützten Waffenarsenale zerstört sind – und manchmal ist es schwer, einen solchen Angriff zu entdecken.

Das japanische Verteidigungsministerium hat die von Nordkorea getestete Waffe als KN-11 markiert und bekanntgegeben, dass die Rakete in das Japanische Meer gefallen ist. Japan hat ebenfalls bestätigt, dass die Rakete in seine Luftraumüberwachungszone (ADIZ, Air Defense Identification Zone) gefallen ist; ein Gebiet im Luftraum, innerhalb dessen ein Land Sicherheitskontrollen unter internationalem Recht durchführt.

In Reaktion auf den Raketenabschuss von Nordkorea in Richtung des japanischen Territoriums hat der japanische Premierminister Shinzo Abe bei einer Pressekonferenz bestätigt, dass das Geschoss in die ADIZ des Landes abgestürzt ist.

s-6....-2-e1472073282904[1]

Premierminister Abe sagte, dass dies ein unverzeihlicher und rücksichtsloser Akt von Nordkorea gewesen sei, der eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit seines Landes dargestellt hat. „Das stellt eine schwerwiegende Bedrohung der Sicherheit Japans dar und ist eine unverzeihliche Handlung, die den Frieden und die Stabilität vor Ort deutlich beschädigt.“ Abe sagte außerdem, dass Japan einen formellen Protest gegen Nordkorea eingereicht hat und dem Land zu verstehen gegeben hat, dass es über den Abschuss der Waffe in Richtung des japanischen Territoriums verärgert ist.

Nordkorea wurde seitens der Vereinten Nationen verboten, ballistische oder Nukleartechnologie einzusetzen. In den letzen Monaten hat Nordkorea jedoch zum wiederholten Male Raketentests durchgeführt. Mitarbeiter des Geheimdienstes der Vereinigten Staaten glauben, dass Nordkorea bald den fünften Atomwaffen-Test in diesem Jahr durchführen könnte.

s-1-59[1]

Beobachter sagen, dass insbesondere bei SLBMs Bedenken bestehen – aufgrund der Mobilität der Unterseeboote und der Mühelosigkeit, mit der die Vorbereitungen zum Abschuss unentdeckt durchgeführt werden können. Man geht davon aus, dass derzeit nur sechs Länder über SLBM-Technologie verfügen, darunter die Vereinigten Staaten, Russland und China.

Joshua Pollack, ein Redakteur des Nonproliferation Review aus den Vereinigten Staaten, erklärte Reuters, dass es bei der Beherrschung der SLBM-Technologie vor allem um Prestige geht. Er sagte, dass es für jede Nation einen militärischen Durchbruch darstellt, das nach dieser Technologie strebt. „Ich denke, dass sie zuallererst als Demonstration der schieren technischen Fähigkeiten dient und, dass man damit Status und Respekt einfordert“, sagte er.

s-4-52-e1472073317841[1]

Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel begann bereits im Juni 1950. Der kommunistische Block unterstützte Nordkorea, wohingegen der Westen sich auf die Seite Südkoreas stellte. Der Krieg endete im Juli 1953 mit einer militärischen Pattsituation zwischen den beiden Ländern. Seitdem ist das Verhältnis zwischen den beiden Ländern angespannt bis feindselig.

Kürzlich haben sich die beiden Länder in ihren Bemühungen auf geheime militärische Aufrüstung und Übungen fokussiert; daraus schließen nun viele, dass sich die beiden Länder auf zukünftige Auseinandersetzungen vorbereiten.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

USA bereiten Chaos in Mazedonien, Serbien und Griechenland vor

in Geopolitik

Von Bürgender auf gegenfrage.com

 

Serbische und mazedonische Medien warnen vor von den USA finanzierten Unruhen in ihren Ländern. Als Begründung wird eine Vereinbarung Russlands und der Türkei genannt, das Gasprojekt Turkish Stream fortzuführen.

 

Das Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in der vergangenen Woche schmeckt den USA überhaupt nicht. Jedenfalls laut russischen, serbischen und mazedonischen Medien. Demnach wurde während des Treffens beschlossen, das Turkish Stream Projekt fortzuführen. Dieses konkurriert mit der Trans-Adriatic Pipeline (TAP), welches von den USA unterstützt wird. „Die USA möchten, dass Russland in allen Bereichen vor allem wirtschaftlich isoliert wird, und wollen die drei Balkanstaaten unter Washingtons Schirmherrschaft wissen“, meldet Macedonia Online.

„Obama Portrait 2006“ لAri Levinson (Autumnfire), minor cleanup edit by Chicago god. – عمل شخصي، مُرخّص بCC BY-SA 3.0 من ويكيميديا كومنز
„Obama Portrait 2006“ لAri Levinson (Autumnfire), minor cleanup edit by Chicago god.

„Die USA haben fast einen Krieg in Mazedonien ausgelöst, was eine Botschaft an Belgrad darstellte, dass sie das gleiche Schicksal erwarten würde, wenn sie Washingtons Wünsche nicht erfüllen“, meldet der Serbian Daily Informer. Moskau und Ankara haben einen Vertrag unterzeichnet, nach dem die Gasleitung von Russland und der Türkei zu jeweils 50 Prozent finanziert wird. Die Pipeline wird unter dem Schwarzen Meer verlaufen, weiter durch Griechenland, Mazedonien, Serbien, nach Österreich und in die EU. Zudem brachten die Türkei und Russland den Vorschlag, bilaterale Geschäfte in ihren eigenen Währungen durchzuführen, statt in US-Dollar. Russland handelt bereits mit einigen Ländern in lokalen Währungen, darunter China, Iran und Indien.

„Die USA  haben in der Vergangenheit sehr deutlich gemacht, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun werden, um das Turkish Stream-Projekt zu verhindern, wie es vor einem Jahr in Mazedonien zur Schau gestellt wurde, und vor wenigen Wochen In der Türkei“, schreibt Macedonia Online weiter. „Trotz aller Ruhe in Mazedonien sagte der US-Außenminister vor über einem Jahr, dass Mazedonien in der Schusslinie sei … Kurz später gab es plötzlich einen Abhörskandal, den anschließenden Terrorangriff in Kumanovo, dem ein aus dem Ausland gelenkter Staatsstreich folgte“, so das Magazin weiter.

„Serbiens Premierminister gewann mit überwältigender Mehrheit seine Wahlen, doch war er sechs Monate lang nicht in der Lage, eine Regierung zu bilden. Und dies kam nach der Ankündigung Serbiens, dass man sich seine Zukunft nicht vom Westen diktieren lassen wird. Vucic scheint die Lage falsch eingeschätzt zu haben, wie weit Washington bereit ist sicherzustellen, dass die Region keine Geschäftsbeziehungen mit Russland und jetzt der Türkei pflegt. Vucic sieht sich bereits mit Protesten von US-finanzierten NGOs konfrontiert. Die Türkei erlebt ihre eigene von den USA geführte „Revolution“, nur eine Woche nach der Entschuldigung Erdoğans an Moskau für den Abschuss des Jets, der daraufhin anbot, alle ins Stocken geratenen Projekte fortzusetzen, mit Schwerpunkt auf das Turkish Stream-Projekt.“

Der serbische Informer schreibt, dass ein Wirtschaftsblock mit Russland, der Türkei, Serbien, Griechenland, Bulgarien, Mazedonien und Bosnien – ein „orthodox-türkischer Pakt“ – die größte Gefahr für die nationalen Interessen der USA darstellen würde. Einem solchen Pakt „wäre niemand in der Lage, sich zu widersetzen“, schreibt das Blatt weiter.

Quellen: macedoniaonline, informersalon


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

Berichten zufolge transportieren die USA Atomwaffen von der Türkei nach Rumänien. Aber warum?

in Geopolitik

(ANTIWAR) Nach wochenlangen Spekulationen über die Sicherheit der taktischen Atomwaffen der USA innerhalb des Luftwaffenstützpunktes der Militärbasis Incirlik in der Türkei tauchen jetzt Berichte auf, dass die USA gerade dabei sind, die Waffen nach Deveslu in Rumänien zu transportieren.

Das rumänische Außenministerium hat „vehement dementiert„, dass dies der Fall ist, während die US-amerikanische Luftwaffe sich weigert, genauere Kommentare zu der Sache abzugeben. Dort heißt es, dass es sich dabei um reine „Spekulationen“ handelt. Die Berichte tauchten bei Euractiv auf; dort heißt es nur, dass es sich um „mehr als 20“ Waffen handelt. Vorherige Berichte sind davon ausgegangen, dass die USA nicht weniger als 50 Waffen dort stationiert haben.

Ein Bericht von Anfang der Woche warnte davor, dass die Waffen Gefahr laufen, beschlagnahmt zu werden, solange sie noch in der Türkei und nur 70 Meilen (ca. 113 Kilometer) von der syrischen Grenze entfernt. Mehrere ehemalige Beamte haben darauf hingewiesen, dass die Waffen keinen praktischen Nutzen haben und derzeit einfach nur eine Bürde sind.

Die Umlegung der Waffen nach Rumänien hat angeblich „Russland verärgert“; und zwar insofern, als dadurch diese Waffen näher an die russische Grenze befördert werden. Es wird jedoch nicht davon ausgegangen, dass das auf eine Veränderung der Machtverhältnisse in der Region hinausläuft, da die Waffen nahezu unbrauchbar sind, da bei ihrem Gebrauch das Risiko der Eskalation zu einem totalen Atomkrieg besteht.

Verwandte Artikel:

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

Syrien wird zum Pulverfass des Weltkriegs: China tritt der russischen Allianz mit Assad bei

in Geopolitik

Syrien — Laut Berichten des staatlich betriebenen chinesischen Nachrichtenkanals Xinhua, in denen Bemerkungen von hochrangigen Militärbeamten während einer seltenen Reise nach Damaskus zitiert werden, strebt das chinesische Militär danach, engere Verbindung mit dem vom Krieg zerrissenen Syrien aufzubauen. China bietet humanitäre Hilfe an und will sogar das syrische Militärpersonal ausbilden.

Am vergangenen Dienstag ist Guan Youfei, der Direktor des Büros für militärische Kooperation von Chinas zentraler Militärkommission, nach Syrien geflogen, um dort mit dem syrischen Verteidigungsminister Fahad Jassim al-Freij zu diskutieren, heißt es bei Xinhua. Direktor Guan wies in seinem Gespräch mit Xinhua auf die historische Verbindung zwischen den beiden Ländern hin und betonte die positive Rolle, die China für die Bestrebungen nach einer Beendigung der Kämpfe in Syrien gespielt hat.

Reuters weist darauf hin, dass Xinhua mit anderen Worten die Aussage von Guan wie folgt wiedergibt: „Das Militär von China und von Syrien pflegt traditionell eine freundliche Beziehung und Chinas Militär ist gewillt, den Austausch und die Kooperation zu stärken.“

China hängt vom Nahen Osten für Ölimporte ab, hat aber in der Vergangenheit dazu tendiert, die Diplomatie den Mitgliedsstaaten des Weltsicherheitsrats zu überlassen — vornehmlich den USA, Großbritannien, Frankreich und Russland. In letzter Zeit hat China sich jedoch selbst verstärkt eingebracht.

So schreibt etwa Reuters:

„Aber China hat in letzter Zeit versucht, sich mehr daran zu beteiligen. Unter anderem haben sie Abgesandte entsendet, die dabei helfen sollen, eine Beendigung der gewaltsamen Auseinandersetzungen dort auf diplomatischem Weg zu erzielen, indem sowohl die syrische Regierung als auch Vertreter der Opposition an einen Tisch gebracht werden.“

Diese Nachrichten treffen nun ein, da die Mächte der syrischen Regierung mit Unterstützung von russischen Luftstreitkräften die Belagerung von Aleppo organisiert haben; die Stadt stellt die letzte Hochburg der Feinde dar. Syrische und russische Kräfte haben humanitäre Korridore eingerichtet, über die Zivilbürger und sogar Rebellen entkommen können – und sie halten täglich einen Waffenstillstand ein, damit den Fliehenden die Flucht gelingen kann. In Anbetracht dieser Entwicklungen scheint es, dass das letzte Gefecht mit den Rebellen unmittelbar bevorsteht.

Dazu hat auch der Underground Reporter zuvor Folgendes geschrieben:

„Alle Beweise deuten auf die Tatsache hin, dass die syrische Regierung den Versuch unternimmt, den Rebellen innerhalb von Aleppo die Chance auf Kapitulation zu ermöglichen, ohne dass weiteres Blut vergossen werden muss. Die Rebellen sind jedoch anscheinend standhaft. Vor kurzem wurde berichtet, dass 7.000 Kämpfer sich aus dem Südwesten auf dem Weg in Richtung Aleppo befinden.“

Interessanterweise — und natürlich auch beunruhigenderweise — weist Xinhua darauf hin, dass der Direktor Guan sich während seines Aufenthalts in Damaskus am vergangenen Dienstag mit einem russischen General getroffen hat; allerdings stellte die Agentur keinen weiteren Kommentar zu dieser Tatsache zur Verfügung.

Im April hatte China einen speziellen Gesandten nach Syrien geschickt, um auf eine friedliche Lösung des Konflikts hinzuarbeiten. Der Mann, der zur Teilnahme an den Gesprächen geschickt wurde, hatte zuvor „Russlands militärische Rolle in diesem Krieg angepriesen und gesagt, dass die internationale Gemeinschaft härter daran arbeiten sollte, den Terrorismus in der Region zu bekämpfen“, so heißt es bei Reuters.

Die Aussicht der chinesischen Beteiligung in Syrien könnte sich für genau diese „internationale Gemeinschaft“ als problematisch erweisen. Während China bislang keinen Wunsch daran geäußert hat, sich direkt an den Kämpfen zu beteiligen, werden sich durch seine Anwesenheit mit großer Wahrscheinlichkeit die Spannungen zwischen dem Land selbst und den Vereinigten Staaten weiter zuspitzen.

Erinnert euch daran, dass die USA und China am Rande eines totalen Seekriegs in der südchinesischen See stehen, bei dem keine Seite auch nur einen Zentimeter nachgeben will. Ruft euch auch ins Gedächtnis, was die von den USA angeführte NATO in Osteuropa entlang der Grenze zu Russland macht: Manche würden es Provokation nennen; den Versuch, eine Reaktion vom russischen Militär zu erzeugen.

Jetzt mit der Präsenz von China in Syrien — und das sogar auf der Seite der russischen und syrischen Kräfte — hat sich die letzte verbleibende globale Großmacht in den derzeit am meisten brenzligen und umstrittenen militärischen Konflikt auf dem Planeten eingemischt.

Zero Hedge fasst es an dieser Stelle sehr treffend zusammen:

„Das heißt, dass jetzt in diesem Moment jede große Supermacht auf der Welt offiziell in den syrischen Krieg involviert sind. Dieser Konflikt ist zu vielen Gelegenheiten sehr treffend ein Pulverfass dafür genannt worden, was der nächste grobale Militärkonflikt sein kann — immerhin sind alle dafür benötigten Teilnehmer jetzt offiziell darin involviert.“

Von James Holbrooks für undergroundreporter.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

 

Verwandte Artikel:


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

Ex-CIA-Agentin zu den Amerikanern: Es ist an der Zeit, über die wirklichen Ursachen von Terrorismus zu sprechen

in Geopolitik

Infolge eines weiteren Terroranschlags teilte eine frühere Antiterror-Agentin des CIA ihre Sichtweise über die Gründe für solche tragischen, absichtlichen Blutbäder mit. Zum ersten Mal sprach Amaryllis Fox mit Al Jazeera Plus (AJ+) über Terrorismus, unangebrachte Darstellungen darüber, warum er geschieht und die zugrunde liegenden Beweggründe, die dafür ausschlaggebend sind — wodurch sie die Amerikaner und diejenigen an den Schalthebeln der Macht letztendlich dazu drängt, eine andere Haltung bei der Bekämpfung der nicht enden wollenden Gewalt einzunehmen.

Wenn ich eine Lektion aus meiner Zeit bei der CIA gelernt habe, dann ist es dies: Alle glauben, dass sie zu den Guten gehören, sagt Frau Fox, die zurzeit dabei ist, ihren CIA-Schutz zu verlieren, wie AJ+ berichtet. Sie ist nun eine Friedensaktivistin und betreibt die Internethandelsfirma Mulu, die gefährdete Gemeinschaften auf der ganzen Welt unterstützt.

Fox war während der 2000er Jahre als eine Antiterror- und Geheimdienstbeamtin Mitarbeiterin bei heimlichen Aufgaben. In ihrer ersten öffentlichen Erklärung über ihre Zeit dort, sprach sie über die Einschränkungen der öffentlichen Wahrnehmung Amerikas in Bezug auf den Krieg gegen den Terror:

Die Unterhaltung, die im Moment in den Vereinigten Staaten und in Übersee über ISIS und die Vereinigten Staaten im Gange ist, ist mehr denn je allzu stark vereinfachend. Fragen Sie die meisten Amerikaner, ob ISIS eine existenzielle Bedrohung für dieses Land darstellt, dann antworten sie mit „ja“. Aber an dieser Stelle hört die Unterhaltung dann auch schon auf.

Während eine Mehrheit der Amerikaner den Terrorismus fürchtet, hat es sich jedoch als strittig herausgestellt, einen Konsens bei der Frage zu erreichen, wie man richtig mit ISIS umgehen soll. Fox erklärte, mit welcher Einfältigkeit die Konflikte auf beiden Seiten betrachtet werden:

Wenn man in Irak oder Syrien die Straße entlang geht und irgendjemand fragt, warum Amerika Bomben abgeworfen hat, bekommt man zur Antwort: Sie führen Krieg gegen den Islam.

In Amerika lautet die Frage: Warum wurden wir am 11. September angegriffen?

Fox sagt, wenn diese Frage gestellt wird, bekommt man zur Antwort: Sie hassen uns, weil wir frei sind.

Allerdings bestreitet sie die Richtigkeit dieser Annahmen, indem sie auf die mächtige Kraft hinweist, die diesen Konflikt in erster Linie antreibt:

Dies sind Geschichten, die von einer wirklich kleinen Anzahl von Leuten auf beiden Seiten fabriziert werden, die eine große Menge an Macht und Wohlstand ansammeln, indem sie den Rest von uns dazu bringen, sich gegenseitig zu töten.

Tatsächlich verwenden beide Seiten des Konfliktes beträchtliche Anstrengungen darauf, sich für den Nachweis einzusetzen, dass ihre jeweiligen Kreuzzüge gerechtfertigt sind. Nach Jahrzehnten eines ausgedehnten Konfliktes ist die breite Öffentlichkeit in den Vereinigten Staaten großteils abgestumpft gegenüber dem Krieg und oft ignorant gegenüber seinen aktuellen Erscheinungsformen.

Fox fordert dieses Paradigma heraus:

Ich glaube, die Frage, die wir als Amerikaner stellen müssen, um unsere Auslandspolitik zu hinterfragen, ist, ob wir nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Die einzige reale Möglichkeit, seine Feinde zu entwaffnen, ist Ihnen zuzuhören. Wenn man sie ausreden lässt, wenn man tapfer genug ist, sich wirklich ihre Geschichte anzuhören, kann man in den meisten Fällen erkennen, dass man an ihrer Stelle einige der gleichen Entscheidungen getroffen hätte wie sie.

Während die Amerikaner in Trauer über den letzten Amoklauf sind, ist natürlich zweifelhaft, dass sich viele Bürger wirklich mit der US-Außenpolitik befassen, die solchen Terrorismus provoziert. Stattdessen konzentrieren sie sich verständlicherweise auf das, was ihrem Land angetan wird. Aber Fox bietet eine einzigartige Perspektive an, die Einblicke in den „Feind“ gewährt.

Ein Al-Qaida-Kämpfer brachte einmal während einer Nachbesprechung folgendes Argument vor, erinnerte sie sich. Er sagte, all diese Filme, die Amerika herstellt — wie „Independence Day“, „Die Tribute von Panem“ und „Star Wars“ — handeln von einer kleinen, kampfeslustigen Bande von Rebellen, die innerhalb der begrenzten Möglichkeiten alles in ihrer Macht stehende tun, um einen technologisch fortgeschrittenen Eindringling von außen zu vertreiben. „Und was ihr nicht versteht“, sagte er, „ist, dass für uns, für den Rest der Welt, Ihr das Imperium seid und wir sind Luke und Han. Ihr seid die Aliens und wir sind Will Smith.“

Jedoch stellte sie auch die Ansicht des Al-Qaida-Kämpfers infrage, indem sie argumentierte, dass diejenigen, die auf beiden Seiten des Konflikts vor Ort kämpfen, oft die gleichen Gründe dafür anführen, dies zu tun:

Aber die Wahrheit ist, wenn man mit Leuten spricht, die wirklich auf beiden Seiten vor Ort kämpfen, und sie fragt, warum sie da seien, dann geben sie zur Antwort, dass es mit Hoffnungen für ihre Kinder oder bestimmten politischen Entscheidungen zu tun habe, die sie für grausam oder unfair halten, sagt sie.

Und während es leichter sein könnte, seinen Feind als böse abzutun, ist es eigentlich eine erstaunliche Sache, ihnen über ihre politischen Bedenken zuzuhören, weil solange der Feind ein unmenschlicher Psychopath ist, der einen angreift, gleichgültig was man tut, solange hört es nie auf. Aber wenn wenn man sich bewusst macht, dass der eigentliche Feind eine bestimmte Politik ist, gleichgültig wie kompliziert sie auch sein mag — dann kann man darauf aufbauen.

Indem Terrorangriffe immer mehr zu einer normalen Erscheinung in westlichen Ländern werden — und indem die westlichen Interventionen unaufhaltsam weitergehen — könnte sich an diesem Punkt ein offenes Ohr für die Sorgen des Feindes als die effektivste Antiterror-Maßnahme erweisen, zu der die Vereinigten Staaten in der Lage sind; vorausgesetzt, dass es ihnen wirklich darum geht, der Gewalt Einhalt gebieten zu wollen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

Ist das der wahre Grund, warum die USA plötzlich Libyen bombardieren?

in Geopolitik

(UR) LibyenAm Montag hat das US-amerikanische Verteidigungsministerium eine Pressekonferenz abgehalten, während der Peter Cook, der Pressesprecher des Pentagon, den Reportern gegenüber enthüllt hat, dass das Militär der Vereinigten Staaten — auf die Anfrage hin des offiziell anerkannten Verwaltungsorgans von Liyben, dem Government of National Accord (GNA, etwa: Regierung des nationalen Einvernehmens) einen Angriff mit präzise gerichteten Luftangriffen auf ISIL-Ziele in der nördlichen Stadt Sirte zu fliegen begonnen hat.

„Mit dem GNA (UN-unterstützte Militärs) abgestimmte Einsatztruppen waren darin erfolgreich, bislang Territorium von ISIS im Umkreis von Sirte zurückzugewinnen“, erläuterte Cook während des Briefings „und zusätzliche US-Luftangriffe werden ISIS in Sirte weiter bekämpfen, so dass das GNA einen entscheidenden strategischen Vorteil erzielen kann.“

Bei dem GNA handelt es sich um die Interimsregierung, die von den Vereinten Nationen eingerichtet und im März installiert wurde. Es ist der Versuch, die Instabilität und die Gefechte zu bekämpfen – sowohl politisch als auch militärisch – und das allgegenwärtige Chaos, das Libyen in den Jahren nach der US-Intervention im Jahr 2011 erfasst hat.

Diese Intervention resultierte im Tod des Anführers Muammar Gaddafi und zwang seine Familie dazu, in benachbarte Regionen zu fliehen. Einer seiner Söhne wurde jedoch von Rebellen in der südlichen Wüste Libyens gefasst. Er wurde daraufhin der Kriegsverbrechen beschuldigt und von einem Gericht in Tripoli zum Tode verurteilt.

Aber nichts davon ist wirklich neu. Gaddafis Herrschaft ist schon lange Geschichte und sein Sohn wurde vor mehr als einem Jahr verurteilt. Was die Unruhen in Liyben angeht: sie dauern weiterhin unvermindert an, aber es geschehen dort keine großen Entwicklungen, über die man berichten könnte – bis auf eine.

ISIS verliert in Libyen an Macht und wird schwächer

Vor zwei Wochen berichtete Joe Dunford, der Vorsitzende der Vereinten Stabschefs – einer der zwei Männer, die sich für die Luftangriffe vom vergangenen Montag gegen ISIL aussprachen – bei einer Pressekonferenz, dass ihm „die Entwicklungen Mut machen“, die es zu ISIL in Libyen zu vermelden gibt.

Allerdings sagte er noch mehr darüber hinaus:

„Ich glaube nicht, dass irgendein Zweifel daran besteht, dass der Islamische Staat heute in Libyen schwächer ist, als er es noch vor ein paar Monaten war; das steht gar nicht zur Debatte.“

Außerdem behauptete er, dass die Anzahl der ISIL-Mitglieder in Sirte – genau die Stadt, die Ziel der jüngsten Luftangriffe war – auf nur ein paar Hunderte geschrumpft sei.

Mit dieser Information im Hinterkopf fühlten sich einige Reporter bei der Pressekonferenz am vergangenen Montag zu der Frage verpflichtet: Warum also jetzt?

„Könnten Sie uns etwas dazu sagen: warum jetzt?“, fragte ein Journalist den Pressesprecher Cook. Weiterhin wurde gefragt, ob „Sirte jetzt gerade in irgendeiner Weise entscheidend ist, so dass die Luftangriffe das Blatt wenden könnten?“

Cook antwortete daraufhin: „Ich denke, was sich gerade geändert hat, sind die genauen Anfragen, die wir vom GNA erhalten haben.“

Das beantwortet jedoch nicht die Frage.

Cook ging dazu über, ähnlich ablenkende Antworten auf ähnlich direkte Fragen zu geben, die sich während des Briefings um das Timing der Angriffe drehten. Schlimmer noch: Er weigerte sich, Details darüber bekanntzugeben, wie diese Anfragen von den USA überprüft worden waren, bevor sie sich zum Angriff entschlossen hatten.

Legale Autorisierung für die Angriffe

Die Luftangriffe wurden von Präsident Obama abgesegnet, sagte Cook. Sie waren vom Verteidigungsminister Ash Carter und dem Vorsitzenden Dunford empfohlen worden.

Als man ihn nach der rechtlichen Befugnis fragte, unter deren Autorisierung die Angriffe durchgeführt werden, zitierte Cook die im Jahr 2001 verabschiedete Authorization for the Use of Military Force (AUMF, etwa: Ermächtigung der Verwendung der Streitkräfte). Dabei handelt es sich um einen Beschluss, der unmittelbar nach 9/11 verabschiedet wurde und Präsident Bush einen weiten Ermessensspielraum dafür einräumte, wie er jene zur Verantwortung ziehen wolle, die für den Angriff verantwortlich waren.

Doch das AUMF, das es dem Präsidenten erlaubt, die War Powers Resolution zu umgehen und das Militär in andere Länder auch ohne die Zustimmung des Kongresses zu entsenden, steht unter heftigem Beschuss von den Anhängern der Verfassung. Denn das AUMF gab beispielsweise das grüne Licht für den Irak-Krieg im Jahr 2003 – und nicht eine Kriegserklärung vom Kongress, wie es die Verfassung eigentlich vorsieht.

Seit dieser Zeit wurde dieser Beschluss wiederholt als Rechtfertigung dafür herangezogen, um Militärschläge in Ländern des Nahen Ostens und in Nordafrika durchzuführen. Im Grunde genommen heißt das: Wohin die Terroristen gehen, dorthin geht auch der Krieg gegen den Terror.

Tatsächlich ist das sogar fast genau die Zusammenfassung, die Senator Lindsey Graham während einer Anhörung im Jahr 2013 vor dem Armed Services Committee im Senat vortrug. Dort tat er seine Meinung kund und sagte, dass „der Kriegsschauplatz im Grunde überall dort ist, wo der Feind festlegt, dass er sein soll.“

Was die Ziele vom Montag betrifft, so sagte Cook dass die Luftangriffe ein paar militärische Vehikel und einen Panzer ausgeschaltet hätten. Diese Enthüllung veranlasste eine eindeutig skeptisch eingestellte Reporterin dazu, dem Pressesprecher eine weitere Frage des gesunden Menschenverstands zu stellen.

„Bitte entschuldigen Sie, dass ich so eine dumme Frage stelle“, beginnt sie ihren Satz, „aber wie kann es sein, dass die Vernichtung eines Panzers und zweier ISIS-Vehikel so kritisch für die Befreiung von Sirte ist, dass dazu Luftangriffe vonnöten waren?“

Cook antwortete, indem er auf Präzision und die Notwendigkeit verwies, zivile Opfer zu vermeiden. Damit gelingt es ihm aber wieder nicht, die Grundfrage zu beantworten, die von den Reportern gestellt wird: Was passiert da jetzt gerade in Libyen, das so wichtig ist, dass eine neue Kampagne mit Luftangriffen geführt werden muss?

Die Rückkehr des Sohnes

Während es sein mag, dass auf libyschem Boden gerade nichts geschieht, das auf einmal US-amerikanische Luftangriffe notwendig machen würde – bis auf die verwirrende Dezimierung der Anzahl an ISIS-Kämpfer, die durch diese Angriffe eigentlich erst beseitigt hätten werden sollen – ist vor Kurzem tatsächlich etwas geschehen, das der Grund dafür sein könnte, warum die USA jetzt gerade an ihren Fingernägeln knabbern.

Muammar Gaddafis Sohn Saif – der gefangengenommen und zum Tode verurteilt wurde – ist aus unerklärlichen Gründen aus dem Gefängnis entlassen worden.

1438120285448

Am 7. Juli berichteten Gaddafis Anwälte France 24, dass der bekannteste Sohn des ehemaligen libyschen Anführers im April aus der Haft entlassen worden war; er sei „bei bester Gesundheit und in Sicherheit und in Libyen.“

Saif wurde als der wahrscheinliche Nachfolger Gaddafis betrachtet. Der Sohn hatte die Haltung seines Vaters nach der US-amerikanischen Intervention im Jahr 2011 vollständig unterstützt. Jetzt da er frei ist, will Saif „zur politischen Vereinigung Libyens beitragen“, so heißt es seitens eines seiner Anwälte.

2011221105733711371_20

On July 7, Saif al-Islam Gaddafi’s lawyers told France 24 that the most prominent son of the former Libyan leader had been released in April and was “well and safe and in Libya.”

Und er hat das Zeug dazu, es zu schaffen.

Saif hat einen Ph.D. (Doktortitel) in globaler Ordnungspolitik von der London School of Economics. Er war ein Mitglied der High Society in England, wo er gelebt hatte, bevor er nach Libyen zurückgekehrt war, um seinen Vater zu unterstützen.

Der The Guardian schrieb im Jahr 2011 – kurz nachdem er in Den Haag als mutmaßlicher Kriegsverbrecher bezeichnet worden war – dass Saif „eine magnetische Präsenz auf britische Politiker, Bankiers und Geschäftsleute ausübte, die mit Libyen und seinen Ölreichtum verhandeln wollten, aber nicht mit dem international Ausgestoßenen, zu dem sein Vater geworden war.“

Es ist von großer Bedeutung, wo dieser „magnetisch anziehende“ und exzellent vernetzte Lieblingssohn seit seiner Entlassung gelebt hat. Zintan, die Stadt im Süden Libyens, in der er gefangengenommen und eingesperrt worden war, ist auch die Stadt, die Saif zu seiner Heimat auserkoren hat.

Aber Zintan ist auch die Heimat einer der zwei größten Miliz-Gruppen innerhalb von Libyen, die seit Jahren darum kämpfen, das Machtvakuum in der fragmentierten Nation zu füllen. Sowohl Zintan und ihre Rivalin Misrata weigern sich – wie andere politische und militärische Fraktionen innerhalb von Libyen – die von den Vereinten Nationen installierte GNA anzuerkennen.

Im Angesicht der Tatsache, dass die Zintani sich heftig gegen das Gaddafi-Regime gewehrt hatten, hinterfragen jedoch viele die Motive hinter der Entlassung von Saif und den augenscheinlichen Zufluchtsort, zu dem Zintan für ihn geworden ist.

Professor Yehudit Ronen, eine Libyen-Expertin an der israelischen Bar-Ilan-Universität, sprach kürzlich dazu mit der Jerusalem Post:

„Seine aktuelle Freilassung hat Diskussionen in Libyen und im Ausland herbeigeführt. Plan die bewaffnete Miliz in Zintan, die ihn freigelassen hat, seine Rückkehr ins Zentrum der politischen Bühne Libyens?“, sagte sie. Sie stellte weiterhin die Frage, ob die Zintani „sich vorstellen, sein politisches Charisma, seine Erfahrung, diplomatisches Talent und sein Netzwerk für sich zu vereinnahmen, um die Oberhand im chaotischen und gewaltsamen Kampf Libyens zu erlangen, der tatsächlich zu einem tragischen Stillstand gekommen ist?“

Es scheint also, dass der Erbe des Anführers, gegen den die USA eine brutale Militärkampagne geführt haben um ihn zu verstoßen, das Spielfeld wieder betritt. Auch da er es sich augenscheinlich wünscht, „zur politischen Einheit Libyens beizutragen“, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die USA die aktuellen Ereignisse als eine potenzielle Gefahr für die GNA sehen, also die installierte Regierung, die sie in der Machtposition haben wollen.

Vergesst nicht, dass es sich bei der rechtlichen Befugnis, die als Rechtfertigung für die weitestgehend ineffizienten Luftangriffe am vergangenen Montag verwendet wurde, um die AUMF handelt; ein Beschluss, der dem Präsidenten im Grunde die Macht einräumt, das Militär dorthin zu senden, wo auch immer er es haben will. Wenn also der Einfluss von ISIS in Libyen sinkt – laut der Aussage des Vorsitzenden Dunford – ist es nur logisch zu fragen, ob es bei den Angriffen weniger um die Bekämpfung von Terrorismus ging, sondern mehr darum, den Rahmen zu schaffen für eine verlängerte Kampagne gegen einen andere, wenngleich bislang nur vermutete, Gaddafi-geführte Macht in Libyen zu führen.

Übersetzt aus dem Englischen von UndergroundReporter.


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...

Neuer Bericht: US-Zwischenhändler fädeln 1,3 Milliarden-Dollar-Waffenhandel zwischen europäischen Regierungen und dem Nahen Osten ein − manche der Waffen landen bei ISIS

in Geopolitik

Ein neuer Bericht, der von zwei investigativen Nachrichtenkanälen in Osteuropa verfasst wurde, hat aufgedeckt, dass die Vereinigten Staaten ein geheimes Programm geleitet haben, um Waffenverkäufe zwischen einigen ost- und mitteleuropäischen Ländern mit dem nicht zur Ruhe kommenden Nahen Osten zu koordinieren.

Die Untersuchungsstellen Balkan Investigative Reporting Network und Organized Crime and Corruption Reporting Project gaben an, dass dadurch, dass die Vereinigten Staaten diese Rolle übernahmen, Waffen im Wert von ungefähr 1,3 Milliarden Dollar von Ost- und Mitteleuropa in den Nahen Osten verkauft wurden. Die Investigatoren nannten den belastenden Bericht: Making a Killing: The 1.2 Billion Euros Arms Pipeline to Middle East. Sie verbrachten über ein Jahr damit, um den Fall zu untersuchen.

s-3-3-e1470129616955

Dem Bericht zufolge wurde die Mehrheit der Waffen nach Syrien und Yemen verschickt. Einige der Waffen sollen in den Händen von terroristischen Organisationen gelandet sein, so wie beim sogenannten Islamischen Staat von Irak und Syrien (ISIS) und der Al-Nusra-Front.

Die investigativen Journalisten untersuchten den Waffenverkauf von Ost- und Mitteleuropa in den Nahen Osten von 2012 bis 2016. Sie befragten (sowohl namentlich bekannte als auch anonyme) Personen, die Beteiligte oder genaue Beobachter des andauernden Krieges im Nahen Osten sind. Es wurde herausgefunden, dass die beiden Länder Kroatien und Tschechische Republik ihre Waffen seit 2012 in die Region geschleust haben.

Diese beiden Länder sollen Wegbereiter von Waffenverkäufen in den Nahen Osten sein. Abgesehen von diesen beiden Ländern sollen sich auch andere, wie Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Montenegro, Rumänien, Serbien und die Slowakei, am Waffenverkauf beteiligen. In all diesen Ländern sollen sich ihre Regierungen darüber bewusst sein, wohin ihr militärisches Gerät gelangt. Die Vereinigten Staaten sollen Unterstützer sein, indem sie eine Vermittlerrolle zwischen den Käufern und Verkäufern einnehmen.

s-2-4-e1470129633747

Der Bericht offenbarte, dass es seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten zur Routine wurde, dass Frachtflugzeuge von Flugplätzen in Osteuropa aus abheben, um tödliche Waffen in den Nahen Osten zu transportieren. Zwei Länder, die Türkei und Saudi-Arabien, wurden auch als Empfängerländer der Waffen identifiziert. Von Saudi-Arabien und der Türkei aus werden die Waffen dann an Rebellen in Syrien, Yemen und anderen Orten verteilt, wo die Kämpfe in der Region anhalten. Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate sollen ebenfalls zu den Käufern gehören.

Jedoch besagte der Bericht, dass die meisten der Waffen nach Saudi-Arabien geschickt werden. Es heißt, dass Saudi-Arabien mit Hilfe der Vereinigten Staaten, neben anderen Waffen und Munition, bisher 18.500 Raketenwerfer, 10.000 AK-47-Gewehre, 3.000 Panzer und 250 Flugabwehrgeschütze von den Verkäufern in Mittel- und Osteueropa erworben hat.

s-4-3-e1470129602600

Wenn die Waffen in diesen Ländern ankommen, werden sie in die Kriegsgebiete weitergeleitet. Der frühere amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Stephen Ford, gab gegenüber den Ermittlern zu, dass die Waffen über geheime Kommandozentralen in Jordanien und der Türkei, die als Military Operation Centers (MOCs) bekannt sind, in Kriegsgebiete verschickt werden.

Von den MOCs werden die Waffen dem Bericht zufolge über Land an die syrische Grenze gebracht, oder von Flugzeugen aus der Luft abgeworfen. Einige davon sind dem Bericht zufolge für den Gebrauch durch die Freie Syrische Armee (FSA) gedacht.

Ein anonymer FSA-Kommandeur aus Aleppo sagte zu den Journalisten: Es interessiert uns nicht, aus welchem Land die Waffen kommen, wir wissen nur, dass sie aus Osteuropa stammen.

Ehrlicherweise gab Ford zu, dass der Waffenhandel von der CIA durch geheime Zentren in der Türkei, Jordanien und andere Golf-Staaten koordiniert wird.

s-1-4-e1470129646526

Er sagte auch, wenn es nötig wird, kauft das Kommando für Spezialoperationen der Vereinigten Staaten (SOCOM) die Waffen direkt von den Verkäufern, indem Kämpfer in Syrien und Yemen damit beliefert werden.

Abgesehen von diesem Eingeständnis Fords, förderten die Investigatoren auch Indizien aus anderen geheimen Quellen zutage, denen zufolge SOCOM verschiedene Frachtschiffe von Häfen in Rumänien und Bulgarien beauftragt hat, ungefähr 4.700 Tonnen an Waffen und Munition nach Syrien zu liefern, einschließlich schwerer Maschinengewehre, Raketenwerfern, Mörser- und Handgranaten.

Der Forscher über Rüstungskontrolle von Amnesty International, Patrick Wilcken, wird in dem Bericht mit den Worten zitiert: Die Beweise deuten auf eine systematische Verbreitung von Waffen an militante Gruppen hin, die beschuldigt werden, gravierende Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Wenn dies der Fall ist, sind die Lieferungen laut des Vertrages über den Waffenhandel der Vereinten Nationen (ATT) und nach internationalem Recht illegal.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


Ihr wollt uns unterstützen? Dann klickt einfach HIER

loading...

Loading...
Gehe zu Top