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Geopolitik - page 17

Nordkorea warnt vor ‚Thermonuklear-Krieg‘, nachdem Trump mit Angriff droht

in Geopolitik/Welt

Die Trump-Regierung hat es geschafft, die Spannungen auf der Korea-Halbinsel weiter zu erhöhen, nachdem sie eine Marine-Kampfgruppe in den westlichen Pazifischen Ozean entsandt und mit einem „präventiven Angriff“ gegen Nordkorea gedroht haben, falls das Land mit einem Atombomben-Test weitermache.

Als Reaktion auf das Säbel-Rasseln der Trump-Regierung warnte Nordkorea am Freitag vor einem drohenden „thermonuklearen Krieg“ und drohte mit einem eigenen präventiven Angriff, wenn die USA „rücksichtslose Aggression“ zeigten.

In einem exklusiven Interview mit der Associate Press sagte Vize-Minister Han Song Ryol, dass „Pjöngjang die Trump-Regierung für ‚böser und aggressiver‘ hält als die seines Vorgängers, Barack Obama,“ so AP. „Er fügte hinzu, dass Nordkorea sein Atom-Arsenal in ‚Qualität und Quantität‘ weiter aufbauen werde und sagte, dass Pjöngjang bereit sei, in den Krieg zu ziehen, wenn Trump das wolle.“

Und in einer Erklärung, die dem Institut für Abrüstung und Frieden des nordkoreanischen Außenministeriums zugeschrieben wird, warnen Beamte:

Die USA kreieren auf der koreanischen Halbinsel den weltweit größten Hotspot, riesige nukleare strategische Einrichtungen, die ernsthaft Frieden und Sicherheit der Halbinsel bedrohen und die Situation dort an den Rand eines Krieges treiben.

Dies hat eine gefährliche Situation geschaffen, in der ein thermonuklearer Krieg jeden Augenblick ausbrechen könnte.

„Wir verfügen bereits über ein starkes nukleares Abschreckungspotential, und wir werden gewiss nicht unsere Hände in den Schoß legen im Angesicht eines US-Präventivangriffes“, sagte Han gegenüber AP. „Was auch immer aus den USA kommt, wir werden damit fertig werden. Wir sind vollständig darauf vorbereitet.“

China warnte am vergangenen Freitag ebenfalls vor einem bevorstehenden Krieg und appellierte an beide Seiten, sich zurückzunehmen, da man anderenfalls „einen irreversiblen Weg“ gehe.

Außenpolitische Experten, Friedensaktivisten und Politiker fordern das Weiße Haus auf, die ernste Gefahr zu erkennen, die durch Trumps aggressives Vorgehen gegenüber Nordkorea verursacht wird.

Wie Peace Action in einer Pressemitteilung am späten Donnerstag sagte: „Schon wieder scheint die Trump-Regierung Nordkorea mit einem präventiven Krieg zu bedrohen. Die bloße Bedrohung durch einen derartigen Angriff hat bereits auf der koreanischen Halbinsel zur erheblichen Zunahme von Spannungen egeführt. Diese Drohung etwa wahrzumachen, könnte zu einem umfassenden Krieg führen und die Invasion in den Irak als eine der katastrophalsten außenpolitischen Fehlentscheidungen in der US-Geschichte in den Schatten stellen.“

„Wenn die unvermeidliche Vergeltung kommt, welche Form wird sie annehmen?“ fügte die Gruppe hinzu. „Nordkorea könnte Artillerie-Feuer nach Südkorea bringen, es könnte US-Militärinstallationen bombardieren oder Truppen entsenden, die nach Süden über die Grenze strömen.“

„Angesichts der Tatsache, dass einige der nordkoreanischen Atomsprengköpfe wahrscheinlich einen US-Angriff überleben werden, ist das Szenario im schlimmsten Fall geradezu erschreckend“, sagte Peace Action. „Sollte Präsident Trump einen solchen rücksichtslosen Angriff genehmigen, würde er Millionen von Südkoreanern und die dort stationierten rund 28.500 US-Soldaten in unmittelbare Gefahr bringen.“

Und während dieses gefährlichen Spiels mit dem Feuer bezüglich Nordkorea genießt Trump seine siebte Reise zu seinem Golf-Resort in Palm Beach seit seiner Amtsübernahme als US-Präsident – und am vergangenen Wochenende war er ohne jegliche Begleitung durch leitendes Personal.

Trump’s offensichtliche Gleichgültigkeit gegenüber der heraufziehenden Gefahr eines Atomkrieges ist Beobachtern nicht entgangen:

Verweise:

Verwandte Artikel: 

GEFÄHRLICH: USA und Südkorea vereinbaren, Raketen-System vorzeitig zu aktivieren – Herausforderung für Russland und China

http://derwaechter.net/gefahrlich-usa-und-sudkorea-vereinbaren-raketen-system-vorzeitig-zu-aktivieren-herausforderung-fur-russland-und-china

Nordkoreas Kim will nicht, dass Ihr diese 20 Fotos seht

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Falsche Schlagzeile in chinesischen Medien hätte beinahe Krieg in Korea ausgelöst

in Geopolitik/Welt

Wie erwartet – und befürchtet – während der alljährlichen Parade „Tag der Sonne“ (zur Feier des Geburtstages des Gründers der Nation), sprengte Bloomberg die Nachrichten mit einer Schlagzeile, wonach die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet habe, dass Nordkorea ein Projektil abgefeuert habe.

Auf seiner Website nahm Bloomberg sofort die Geschichte auf und titelte „Nordkorea feuert Projektil ab, so die Medien: Xinhua“(in einem URL [Web-Adresse], der immer noch lautet: http://www.bloomberg.com/news/articles/2017-04-15/Nordkorea-Feuer-Projektil-Medien-sagt-xinhua)

Allerdings scheint es, dass die Algoritmen beim Scannen der Überschrift einen kolossalen Fehler machten, und dass Xinhua die eigentlichen Ereignisse völlig falsch interpretiert hatte, wonach nämlich, wie CBC und Reuters berichteten,  eine neue U-Boot-Rakete zum ersten Mal bei der Parade gezeigt wurde:

NORDKOREA U-BOOT-RAKETE ZUM ERSTEN MAL BEI MILITÄRPARADE ZU SEHEN: RTRS

Nordkorea hatte seine von U-Booten aus abzufeuernden ballistischen Raketen (SLBM) zum ersten Mal am vorigen Samstag vor einer riesigen Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang gezeigt.

Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder der Pukkuksong-2 SLBMs auf Lastwagen, die darauf warten, vor dem Führer Kim Jong-un präsentiert zu werden.

Unmittelbar danach beeilten sich Xinhua – und Bloomberg – eine Klarstellung zu veranlassen, um zu vermeiden, was leicht zu einer militärischen Konfrontation hätte führen können.

XINHUA BERICHTIGT SCHLAGZEILE ÜBER NORDKOREANISCHE RAKETE

N.KOREA ZEIGT RAKETE BEI MILITÄRPARADE: XINHUA

Als Ergebnis liest sich die Bloomberg-Schlagzeile – mit einem URL, der immer noch sagt „Nordkorea feuert Projektil ab„- nun folgendermaßen:

Und so wäre der 3. Weltkrieg beinahe entstanden.

Wie CNN berichtete, zeigte das nordkoreanische Regime bei der Militärparade im Herzen von Pjöngjang erwartungsgemäß einige Stücke aus seinem neuesten Arsenal. Bilder im Staatsfernsehen zeigten Tausende von Soldaten, die neben Panzern, Ballons und enormen Menschenmassen in Formation marschierten. Führer Kim Jong Un wurde gezeigt, wie er lächelnd aus einer Beobachter-Box heraus Beifall klatschte.

An einer Stelle brachten die Soldaten ihm einen Gesang entgegen. „Wir werden für Dich sterben!“ riefen Sie aus, wie CNNs Will Ripley, der bei der Veranstaltung war, berichtete. Für Nordkoreaner, ist der 15. April ein glückliches Datum, an dem Millionen Menschen die Geburt des Gründers der Nation feiern.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://anonhq.com/wrong-headline-chinese-media-almost-kicked-off-war-korea/

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GEFÄHRLICH: USA und Südkorea vereinbaren, Raketen-System vorzeitig zu aktivieren – Herausforderung für Russland und China

in Geopolitik/Welt

Chinesische und russische nationale Sicherheitsbedenken wurden von den Vereinigten Staaten und Südkorea ignoriert, indem soeben der Plan zur vorzeitigen Installation des THAAD-Systems vereinbart wurde.

Seir die Vereinigten Staaten, damit begonnen hatten, dieses umstrittene Anti-Raketen-Abwehrsystem – die ‚Terminal High Altitude Area Defense‘ (THAAD) – in Südkorea zu installieren, haben sowohl China als auch Russland starken Widerspruch geäußert.

China und Russland sind nicht nur regionale Mächte im Osten, sondern auch bedeutende globale Akteure. Die Tatsache, dass Südkorea den Vereinigten Staaten gestattet, ein brisantes Waffensystem wie THAAD quasi „vor deren Haustür“ einzusetzen, kommt einer Bedrohung der nationalen Sicherheit für diese Länder gleich. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Vereinigten Staaten, wenn China oder Russland THAAD etwa in Mexiko stationieren würden, es seinerseits als militärische Aggression gegen die USA darstellen würde.

Die Vereinigten Staaten machen geltend, von Nordkoreas zunehmend provokativem Verhalten auf der koreanischen Halbinsel im Zusammenhamg mit dessen Atomraketenprogramm zutiefst beunruhigt zu sein, und deshalb erfolge der Einsatz des Waffensystems, um die südkoreanischen und US-Interessen zu schützen. THAAD ist ein fortgeschrittenes anti-ballistisches Raketensystem, das konstruiert wurde, um Raketen mit kurzer und mittlerer Reichweite sowie Mittelstreckenraketen in der Endphase ihres Fluges abzuschießen und dadurch unschädlich zu machen.

Die jüngste Entwicklung ist nun, dass trotz des Widerspruchs seitens China und Russland gegen den Einsatz der Waffe, Südkorea und die Vereinigten Staaten soeben vereinbart haben, die Bereitstellung, Installation und vorzeitige Aktivierung des Waffensystems beschleunigt voranzutreiben.

Laut Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap, ist die Entscheidung, das THAAD-System vorzeitig zu aktivieren, während der Gespräche zwischen dem amtierenden südkoreanischen Präsidenten Hwang Kyo Ahn und US-Vizepräsident Mike Pence getroffen worden. Derzeit besucht Pence Südkorea für Gespräche inmitten steigender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

Am Sonntag, dem 16. April, hat Nordkorea Berichten zufolge einen Raketentest durchgeführt, jedoch explodierte das Geschoss kurz nachdem es abgefeuert worden war. Präsident Donald Trump hat seine Bereitschaft betont, Nordkorea wegen seines Atomprogramms mit Gewalt zu begegnen.

Nordkorea hat mit Trotz reagiert. Am Freitag, den 14. April, hatte das Land eine Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang veranstaltet und seine Militärtechnik präsentiert. Sowohl China als auch Russland haben auf Zurückhaltung zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea gedrängt.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Pence am Montag, 17. April, sagte Hwang, „Wir haben uns darauf geeinigt, die Bereitschaft der Allianz zwischen der Republik Korea [Südkorea] und den USA weiter zu stärken, um den Bedrohungen seitens Nordkorea durch einen schnellen Einsatz von THAAD zu entsprechen.“

Desweiteren warnte Pence Nordkorea, dass die „Ära der strategischen Geduld vorbei ist“, wobei er den Ausdruck seines Chefs [Trump] wiederholte, dass „alle verfügbaren Optionen auf dem Tisch sind.“

Das THAAD-System, welches nunmehr demnächst aktiviert werden soll, scheint eine Reichweite von 200 km haben und ist in der Lage, sich nähernde Sprengköpfe zu zerstören, indem man sie noch mitten im Flug abfängt. Das System war zuvor von den Vereinigten Staaten in Guam und Hawaii installiert worden.

Trotz Trump’s öffentlichen Geredes über die mögliche Verwendung von militärischen Gewalt gegen Nordkorea, hat er insgeheim auf China gezählt, um Pjöngjang zu überreden, sein Atomprogramm nicht weiterzuverfolgen. Vor kurzem, als der chinesische Präsident Xi Jinping Trump in Mar-a-Lago in Florida besuchte, hieß es, Nordkorea habe hoch oben auf der Agenda gestanden. Herr Xi versprach seine Hilfe bei der Abwendung eines möglichen militärischen Konflikts auf der koreanischen Halbinsel.

Allerdings dürfte die jüngste Ankündigung der Aktivierung von THAAD die Chinesen wahrscheinlich verärgern, was es höchstwahrscheinlich macht, dass sie sich von den Verhandlungen mit Pjöngjang zurückziehen und den USA das Feld überlassen werden, um sich mit seinen nordkoreanischen Schwierigkeiten selbst zu beschäftigen.

Unmittelbar nachdem Präsident Hwang die Aktivierung von THAAD angekündigt hatte, kündigte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, im Rahmen einer eiligen Pressekonferenz an, dass China „nachdrücklich dagegen“ sei, dass das Waffensystem eingesetzt wird, und entschlossene Maßnahmen ergreifen wird, um eigene Sicherheitsinteressen zu verteidigen.“

China ist der Auffassung, dass THAAD eine Bedrohung für seine Ansprüche im Südchinesischen Meer ist, welches es als seinen territorialen Besitz betrachtet. Seit dem Einsatz von THAAD in Südkorea ist China im Umgang mit Seoul hart gewesen.

China hat in diesem Jahr wirtschaftlichen Druck gegen Südkorea begonnen, um es davon abzuhalten, das Waffensystem zu installieren.  Das bevölkerungsreichste Land der Welt forderte seine Bürger auf, alles aus Südkorea zu boykottieren.

China stornierte ein Milliarden-Dollar-Immobilienprojekt mit dem südkoreanischen multinationalen Einzelhandelskonglomerat Lotte, weil das Unternehmen Land für die Installation von THAAD aufgegeben hatte.

Südkoreanischen Popstars, die im April in China auftreten sollten, wurde die Erteilung von Visa verweigert. China hat auch südkoreanische Fernsehdramen und Sendungen aus seinen Programmen entfernt und hat alln Online-Reisebüros angewiesen, um den Verkauf von Tourpaketen für Südkorea zu stoppen.

Dies ist ein hoher Preis for südkoreanische Unternehmen, die Geschäfte in China machen. China hatte ohnehin bereits weiteren wirtschaftlichen Druck schon vor der Ankündigung, dass THAAD bald aktiviert würde, geplant

Anfängliche Schätzungen deuten darauf hin, dass der chinesische Wirtschaftsdruck die südkoreanische Wirtschaft allein in diesem 261 Milliarden Dollar kosten wird. Jetzt, wo Südkorea THAAD früher als erwartet erwartet aktiviert, kann man gewiss, erwarten, dass weitere chinesische Wirtschaftssanktionen gegen das Land in den kommenden Tagen erfolgen werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/u-s-south-korea-agree-activate-thaad-early-defiance-russia-china/

 

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USA testen neue Atombombe, die nach Deutschland, Türkei, Italien,Niederlande und Belgien kommen

in Geopolitik/Welt

Von deutsche-wirtschafts-nachrichten – Ein erfolgreicher Test der neuen B-61 Thermonuklearbombe aus dem Jahr 2015. (Foto: USAF)

Die US-Luftwaffe hat erfolgreich eine neue Atombombe getestet. Ein „nicht nuklearer Test-Satz“ einer B61-12 Thermonuklearbombe wurde von einem F-16 Jet über der Wüste von Nevada abgeworfen, wie die US National Nuclear Security Administration am Freitag bekanntgab. Der Test wurde bereits am 14. März durchgeführt, wurde jedoch erst jetzt bekanntgegeben.

Der Test soll wichtige Aufschlüsse über das Verhalten der Bombe geben. Die Produktion der ersten Serie soll 2020 fertiggestellt sein. Dann werden 20 Bomben nach Büchel in Deutschland gebracht und dort stationiert. Weitere 20 Bomben gehen nach Belgien, 70 nach Italien, 20 in die Niederlande und 50 in die Türkei.

Die Bombe ist eine modernisierte Fassung der B61, die schon seit fast 50 Jahren im Arsenal der US-Air Force und der Nato.

Der Test zeigt, dass die US-Regierung entschlossen ist, ihre Waffensysteme zu erneuern und auch einzusetzen. US-Präsident Donald Trump setzt in dieser Hinsicht nahtlos die Politik seiner Vorgängers Barack Obama fort.

Erstmals hatte das US-Militär zuvor seine größte nichtatomare Bombe im Kampf eingesetzt und tötete nach afghanischen Angaben 36 mutmaßliche IS-Kämpfer in der Provinz Nangarhar. Zivilisten seien nicht verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kabul am Freitag mit. Der US-Militärkommandeur in Afghanistan, General John Nicholson, rechtfertigte den Abwurf: „Es war der richtige Zeitpunkt, sie taktisch einzusetzen – gegen das richtige Ziel auf dem Schlachtfeld“, sagte er in Kabul. US-Präsident Donald Trump sprach von einem „sehr erfolgreichen Einsatz“.

Der Test soll wichtige Aufschlüsse über das Verhalten der Bombe geben. Die Produktion der ersten Serie soll 2020 fertiggestellt sein. Dann werden 20 Bomben nach Büchel in Deutschland gebracht und dort stationiert. Weitere 20 Bomben gehen nach Belgien, 70 nach Italien, 20 in die Niederlande und 50 in die Türkei.

Die Bombe ist eine modernisierte Fassung der B61, die schon seit fast 50 Jahren im Arsenal der US-Air Force und der Nato.

Der Test zeigt, dass die US-Regierung entschlossen ist, ihre Waffensysteme zu erneuern und auch einzusetzen. US-Präsident Donald Trump setzt in dieser Hinsicht nahtlos die Politik seiner Vorgängers Barack Obama fort.

Erstmals hatte das US-Militär zuvor seine größte nichtatomare Bombe im Kampf eingesetzt und tötete nach afghanischen Angaben 36 mutmaßliche IS-Kämpfer in der Provinz Nangarhar. Zivilisten seien nicht verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kabul am Freitag mit. Der US-Militärkommandeur in Afghanistan, General John Nicholson, rechtfertigte den Abwurf: „Es war der richtige Zeitpunkt, sie taktisch einzusetzen – gegen das richtige Ziel auf dem Schlachtfeld“, sagte er in Kabul. US-Präsident Donald Trump sprach von einem „sehr erfolgreichen Einsatz“.

Die Entwicklung der Bombe hat 314 Millionen Dollar gekostet.

Nicholson sagte, er sei stets in Kontakt mit der Regierung in Washington gewesen. Seine Entscheidung, den etwa zehn Tonnen schweren Sprengsatz vom Typ GBU-43 einzusetzen, beruhe auf seiner Einschätzung der militärischen Notwendigkeit vor Ort und nicht auf weitergehenden politischen Überlegungen. Afghanische und US-Soldaten hätten vor Ort den Einsatz beobachtet und berichtet, „dass die Waffe ihr Ziel voll und ganz erreicht hat“.

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sagte der Welt, er halte den Einsatz der Riesenbombe grundsätzlich für gerechtfertigt. „Die Zerstörung der Tunnelsysteme der Terroristen ist ein wichtiges und legitimes militärisches Ziel“, sagte er. „Wenn dabei die Regeln des Humanitären Völkerrechts eingehalten werden, kann ein Angriff auch mit einer sehr schweren Bombe erfolgen.“ Vorrang müsse aber der Schutz der Zivilisten haben.

Dagegen forderte der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele in der Neuen Osnabrücker Zeitung ein weltweites Verbot von sogenannten Superbomben. „Solche Bomben dürfen nicht mehr gebaut werden. Sie müssen weltweit geächtet werden.“ Er warnte vor einer dramatischen Eskalation des Krieges, der Weg zur Atombombe sei dann nicht mehr weit. Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, mäßigend auf die US-Regierung einzuwirken.

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Wer hat in Syrien Giftgas eingesetzt?

in Geopolitik

Von Daniele Ganser auf rubikon.news.de

Auch im Krieg gibt es Gesetze und Regeln. Die Verwendung von Giftgas und vergifteten Waffen ist in allen Kriegen weltweit streng verboten. Der Einsatz von Giftgas wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu Recht als schwerer Verstoss gegen das Völkerrecht und Kriegsverbrechen eingestuft.

In Syrien ist es in Khan Scheikhun am 4. April 2017 zu einem Giftgasangriff gekommen der mehr als 70 Todesopfer forderte. Doch wer dahintersteckt, ist bisher völlig unklar. Waren es die Gegner von Assad? Akteure aus dem Ausland? Oder das syrische Militär? Weil viele Fragen offen sind, wäre Zurückhaltung und Vorsicht in der Analyse geboten. Doch die Massenmedien in Deutschland und der Schweiz tun das Gegenteil.

Blick und Bild trommeln für den Krieg

Blick und Bild haben den Giftgasangriff ohne Beweise sofort Präsident Baschar al-Assad angelastet, und damit die Bombardierung von Syrien durch US-Präsident Donald Trump vermeintlich gerechtfertigt.

In der Schweiz titelte die Gratiszeitung Blick am Abend am 7. April: „Trumps Antwort auf die toten Kinder … Er rächt Assads Giftgas-Angriff auf unschuldige Zivilisten.“ Ganz ähnlich lautete die Bild Schlagzeile in Deutschland am 8. April: „Trump rächt Syriens vergaste Kinder“. Bild druckte auf der Titelseite amerikanische Raketen gemeinsam mit einem syrischen Kind mit Sauerstoffmaske ab. Kommentar: „Nach Assads Giftgas-Angriff vom Dienstag: Ein Kleinkind wird mit Sauerstoff versorgt“.

Tonkin-Lüge

Die Journalisten von Bild und Blick müssten wissen, dass List, Lüge und Täuschung immer zum Krieg gehören. Wenn sie Lügen ungeprüft an die Massen weiterreichen, treiben sie die Gewaltspirale an. Historikern wie mir sind viele Fälle bekannt, wo Kriegslügen grosses Leid erzeugt haben.

Am 4. August 1964 hatte US Präsident Lyndon Johnson am Fernsehen behauptet, dass das amerikanische Kriegsschiff Maddox im Golf von Tonkin mit Torpedos von Vietnam angegriffen worden war. Heute wissen wir, das war eine Lüge. Die Maddox wurde nie von Torpedos getroffen. Johnson hatte damals wörtlich gesagt, „wiederholte feindliche Handlungen gegen amerikanische Schiffe im Golf von Tonkin haben mich heute gezwungen, das Militär der USA anzuweisen, zu reagieren … es braucht Härte, um den Frieden zu sichern.“ Johnson eskalierte damit den Vietnamkrieg, der erst 1975 endete.

Die Tonkin-Lüge hatte fatale Folgen: Rund drei Millionen Vietnamesen wurden im Vietnamkrieg getötet, viele davon Kinder. Die USA verloren 58.000 amerikanische Soldaten, mehr als in jedem anderen Krieg. Zudem setzten die USA das chemische Entlaubungsmittel Agent Orange ein. Dies hat bei ungeborenen Kindern im Mutterleib zu schweren Missbildungen geführt. Gemäss Schätzungen des Roten Kreuzes litten 2002 in Vietnam rund eine Million Vietnamesen an den Spätfolgen von Agent Orange, darunter etwa 100.000 Kinder mit Fehlbildungen. Wenn daher nun im Kontext von Syrien mit dem Verweis auf Kinder für den Krieg geworben wird, ist dies äusserst zynisch.

Trump und die schönen Kinder

Präsident Trump begründete seinen Angriff auf Syrien mit dem Verweis auf das Giftgas. Assad habe

„einen schrecklichen Chemiewaffenangriff auf unschuldige Zivilisten verübt … Sogar wunderschöne Babys wurden brutal ermordet bei dieser sehr barbarischen Attacke. Kein Kind Gottes sollte jemals so einen Horror erleben … Wir beten für das Leben der Verwundeten und für die Seelen der Verstorbenen. Und wir hoffen, dass, solange Amerika für Gerechtigkeit steht, sich am Ende Frieden und Harmonie durchsetzen werden.“

Ob jedoch die USA für Gerechtigkeit stehen, wird von immer mehr Menschen hinterfragt. Bekannt ist inzwischen, dass die USA die Gegner von Assad bewaffnen und trainieren. Dies ist ganz klar illegal. Vorsicht ist geboten. Gerade dann, wenn mit dem Verweis auf tote Kinder die Emotionen der Massen geschürt werden. Schon im Golfkrieg 1990 wurde mit der Brutkastenlüge die Bevölkerung gezielt schockiert.

Die Brutkastenlüge

Am 10. Oktober 1990 erzählte ein 15-jähriges Mädchen, das als Nayirah vorgestellt worden war, vor dem Menschenrechtsausschuss des US-Kongresses unter Tränen, dass sie während der Invasion von Kuwait durch Irak in einem Spital in Kuwait gearbeitet und beobachtet habe, wie irakische Soldaten Säuglinge aus den Brutkästen genommen hätten, um sie auf den Boden zu werfen, wo sie dann starben. Das war gelogen. Aber Präsident Bush Senior griff diese brutale Geschichte auf, wiederholte sie in zahlreichen Reden und behauptete, 312 Neugeborene seien auf diese Art gestorben.

Erst nach dem Krieg stellte sich heraus, dass die Brutkastengeschichte eine infame Lüge war und dass Nayirah nie im Spital in Kuwait gearbeitet hatte, sondern Nijirah al-Sabah hieß und die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA war. Die Bush-Administration und das Königshaus von Kuwait hatten die Öffentlichkeit getäuscht.

Keine Empathie mit den Kindern im Irak

Nach dem Sieg über den Irak im Krieg 1991 verhängten die USA ein Wirtschaftsembargo über das Land, welches vielen Irakern das Leben kostete, darunter auch Kindern.

„Wir haben gehört, dass nun eine halbe Million Kinder gestorben sind“, sorgte sich die amerikanische Fernsehjournalistin Lesley Stahl 1996 über die fatalen Folgen des amerikanischen Embargos für die Zivilisten im Irak. Die Journalistin befragte vor laufender Kamera Madeleine Albright, die seit 1993 als amerikanische UNO-Botschafterin der Administration Clinton amtierte, ob das Embargo noch gerechtfertigt sei:

„Ich meine, das sind mehr Kinder als die, welche in Hiroshima verstarben, ist es [das Embargo] diesen Preis wert?“

UNO-Botschafterin Albright überlegte einen Moment lang, dann sagte sie kalt:

„Ich glaube, das ist eine sehr schwierige Entscheidung, aber der Preis – wir glauben, es ist diesen Preis wert.“

Daraus geht klar hervor: Das US-Imperium hat nie Empathie mit toten Kindern im Nahen Osten gehabt. Wenn nun im Kontext des Syrienkrieges die Bilder von toten Kindern herumgereicht werden, ist das aus historischer Perspektive völlig empathielos.

Giftgasangriff in Khan al Assal am 19. März 2013

Der syrische Bürgerkrieg ist ein dreckiger Krieg. Die USA, Frankreich, Grossbritannien, Saudi-Arabien, Katar und die Türkei versuchen, Assad zu stürzen, und bewaffnen und trainieren Rebellen und Terroristen. Russland, Iran und China versuchen das zu verhindern,wollen Assad an der Macht halten und verstärken die Schlagkraft des syrischen Militärs. Wer in diesem Durcheinander wo und wann Giftgas eingesetzt hat, wird immer schwieriger zu durchschauen.

Der erste Einsatz von Giftgas ereignete sich am 19. März 2013 in Khan al-Assal nahe Aleppo. Sofort zirkulierte durch die Medien die Behauptung, die syrische Regierung von Präsident Assad sei für den Einsatz verantwortlich gewesen. Doch das stimmte nicht:

„Wir haben Zeugenaussagen von Ärzten, Flüchtlingen in benachbarten Ländern und Spitalmitarbeitern, dass chemische Waffen verwendet wurden – nicht von der Regierung, aber von der Opposition“, erklärte die Schweizerin Carla del Ponte, die frühere Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien.

Auch der Schweizer Arzt Franco Cavalli bestätigte:

„Der einzige gesicherte Fall von Giftgaseinsatz in Syrien (Aleppo) wurde eindeutig den Dschihadisten zugeschrieben.“

Die Rebellen hatten scheinbar im Rahmen einer False Flag-Operation das Kriegsverbrechen der Regierungsarmee in die Schuhe geschoben, um Assad zu diskreditieren. Doch dies schlug fehl.

„Für den ersten Chemiewaffeneinsatz in Khan al-Assal nahe Aleppo, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen, waren die Dschihadisten unter den Aufständischen verantwortlich“, bestätigte auch der gut informierte Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt (ZEFAW) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Giftgasangriff in Ghuta am 21. August 2013

Der UNO-Sicherheitsrat nahm sich der Angelegenheit an und entschied, Experten nach Syrien zu schicken, um den Giftgasangriff von Khan al Assal zu untersuchen. Hätte diese Arbeit durchgeführt werden können, wäre die False Flag-Operation vermutlich aufgeflogen. Die UN-Chemiewaffen-Inspektoren kamen am 19. August 2013 in Damaskus an, doch noch bevor sie ihre Arbeit aufnehmen konnten, kam es am 21. August 2013 in Ghuta bei Damaskus zu einem zweiten und noch viel größeren Giftgasanschlag, der zwischen 300 und 1.500 Todesopfer forderte.

Das US-Imperium machte sofort Assad für das Verbrechen verantwortlich. „Wir sind bereit, zuzuschlagen, wann immer wir wollen“, erklärte Präsident Barack Obama am Fernsehen. „Welche Botschaft senden wir, wenn ein Diktator Hunderte von Kindern vergasen kann und keine Strafe erhält?“

Ob Assad oder die von den USA, der Türkei und Saudi-Arabien unterstützen Rebellen für den Ghuta-Anschlag verantwortlich waren, war damals völlig unklar. Der amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh stellte klug die Gretchenfrage: „Wessen Sarin?“, und zeigte auf, dass Dschihadisten hinter dem Anschlag standen.

Schon im Mai 2013 „hatte die CIA die Obama-Administration darüber informiert, dass al-Nusra mit Sarin arbeitet, und auch alarmierende Berichte verfasst, dass eine weitere radikale sunnitische Gruppe im Syrienkrieg, die al-Qaida im Irak (AQI), ebenso wusste, wie man Sarin produziert“, enthüllte Hersh.

Das waren brisante Nachrichten. „Denn al-Nusra ist dafür bekannt, dass sie unzählige Selbstmordanschläge gegen Christen und nichtsunnitische Muslime“ in Syrien ausgeführt haben. Al-Nusra wolle in Syrien Assad stürzen und die Scharia einführen.

David Shedd vom amerikanischen Geheimdienst Defence Intelligence Agency (DIA) war im Juni 2013 darüber informiert worden, dass „al-Nusra die Fähigkeit hatte, Sarin zu beschaffen und einzusetzen“, der israelische Geheimdienst konnte sogar eine Probe des verwendeten Sarin liefern, fand Hersh heraus.

Doch Präsident Obama „ignorierte die Daten zu al-Nusra und deren Fähigkeit, Sarin einzusetzen, und behauptete weiterhin, nur die Assad-Regierung verfüge über Chemiewaffen“, erklärt Hersh.

Die Rolle der Türkei beim Ghuta-Anschlag 2013

Mutige türkische Abgeordnete des Nationalparlaments griffen die Resultate von Hersh auf, gingen der Giftgasaffäre nach und fanden heraus, dass Dokumente und Material aus einer staatsanwaltlichen Untersuchung in Adana gegen einen mit Sarin aufgegriffenen Händler bestätigten, dass nicht Assad sondern seine von den NATO-Ländern unterstützten Gegner das Giftgas eingesetzt hatten.

„Wir haben Telefonaufzeichnungen die zeigen: ISIS erhielt das notwendige Material, um tödliches Saringas zu produzieren aus der Türkei“, enthüllte der türkische Parlamentarier Eren Erdem von der Partei CHP im Oktober 2015. „Der Westen ist heuchlerisch, was die ganze Affäre betrifft“, erkannte Erdem.

Man wolle diesen chemischen Terroranschlag nicht klären, weil eben nicht Assad, sondern die von den USA und der Türkei unterstützen Gegner von Assad für den Anschlag in Ghuta verantwortlich seien.

Der türkische Präsident Erdogan wollte das nicht hören und ließ den Abgeordneten Erdem wegen Hochverrats anklagen. „Ich erhalte Todesdrohungen“, berichtete Erdem. „Aber ich bin als Patriot gegen diese Sache (mit dem Giftgas), weil das den Ruf meines Landes ruiniert.“ Er habe ein Dossier „mit all den Details, wie das Sarin in der Türkei produziert und an die Terroristen geliefert wurde.“

Michael Lüders bei Markus Lanz

Nach dem Anschlag in Khan Scheikhun wurde der Giftgaseinsatz von Ghuta in den Medien nochmals aktuell. Doch obschon die Fakten darauf hindeuten, dass damals eben nicht Assad, sondern die von der NATO unterstützten Rebellen verantwortlich waren, schob die Süddeutsche Zeitung die Schuld erneut Assad in die Schuhe.

Unter dem Titel «Das Gift, die Lügen und die Schuld» erklärte die Zeitung am 5. April 2017 ihren verwirrten Lesern: „Einheiten der syrischen Armee hatten im August 2013 bei Angriffen auf Vorstädte von Damaskus mit Sarin mehr als 1400 Menschen getötet.“

Eine präzisere Analyse präsentierte der Nahostexperte Michael Lüders im ZDF in der Talkshow von Markus Lanz am 5. April 2017. Lüders führte aus, dass schon 2013 beim Giftgasangriff in Ghuta Gas verwendet worden sei, das der türkische Geheimdienst an die Nusra-Front, den Al-Kaida-Ableger in Syrien, geliefert habe. Lüders sagte:

„Mittlerweile wissen wir, dass es mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit nicht das Regime war, das für diesen Giftgasangriff verantwortlich war.“

Wem nützt es?

Um List und Kriegslügen zu durchleuchten müssen Forscher und wache Medienkonsumenten sich stets fragen: Wem nützt das? Diese Kernfrage formulierte Prof. Günter Meyer am 6. April auf WDR5 im Morgenradio als die Journalistin mit ihm über den Giftgasanschlag in Khan Scheikhun sprach.

Meyer gab gleich selbst die Antwort:

„Eindeutig nicht dem Regime“. Denn Assad sei „auf allen Fronten auf dem Vormarsch. Die Rebellen erleiden überall Niederlagen und sind vor der Vernichtung. In dieser Situation ist das der letzte verzweifelte Versuch der Dschihadisten, das Blatt zu wenden.“

Gut möglich, so Meyer, dass es sich um einen Angriff unter Falscher Flagge durch die Rebellen gehandelt habe, um die USA zum Eingreifen zu bewegen.

Auflage der Zeitungen bricht ein

Wir befinden uns heute in der Medienrevolution. Immer mehr Menschen recherchieren im Internet und machen sich selber ein Bild von der Welt. Boulevardzeitungen wie Blick und Bild schüren mit Schlagzeilen wie „Trump rächt Syriens vergaste Kinder“ die Emotionen der Massen.

Aber die Auflage bricht ein. Bild vom Axel-Springer-Verlag ist zwar noch immer die auflagenstärkste Zeitung in Deutschland, aber sie befindet sich im klaren Abwärtstrend. Verständlicherweise wollen immer weniger Menschen sie lesen. Die verkaufte Auflage betrug im Jahr 2000 noch über vier Millionen Zeitungen. 2010 war die Auflage bereits auf unter drei Millionen gesunken. Und derzeit wollen nur noch 1,6 Millionen Menschen für das Produkt etwas bezahlen.

Auch bei der Schweizer Boulevardzeitung Blick vom Ringier-Verlag zeigt der Trend klar noch unten. Zuerst gab es Blick nur gegen Bezahlung und die Auflage betrug über 300.000 Exemplare. Doch die bezahlte Zeitung ist inzwischen auf 150.000 Zeitungen eingebrochen. Nur weil das Produkt Blick am Abend, auch aus dem Ringier-Verlag, gratis abgegeben wird, hat es noch eine Auflage von 280.000 Stuck.

Die Hoffnung besteht, dass sich immer mehr Menschen von der Kriegspropaganda abwenden und dafür nicht mehr bezahlen. Wenn die freien Mittel zu unabhängigen Stimmen der Friedensbewegung fliessen und Medienprodukte wie der Rubikon, NachDenkSeiten, Infosperber, Hintergrund und KenFM gestärkt werden, kann sich ein fundamentaler Wandel vollziehen.

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Reiseführer für die nächste Invasion: WikiLeaks veröffentlicht Nordkorea-Handbuch der US-Armee

in Geopolitik

Von rt.com – Foto: Quelle: Reuters © Ints Kalnins
 
In praktischer Taschenbuchgröße wird das Handbuch des amerikanischen Verteidigungsministeriums als Einführung zu Nordkorea angepriesen. Das Handbuch ist eines von Vielen, die den Marine Corps bei ihrer Orientierung in Nordkorea für den Fall des Kriegseintritts Unterstützung bieten soll.
 

WikiLeaks veröffentlichte ein Handbuch für den Krieg der Zukunft. Es ist eine Einführung in die Welt Nordkoreas aus Sicht der Amerikaner. Der Stand aber ist allerdings von 1997. Das taschenbuchgroße Informationsbuch beginnt mit einer kurzen politischen und ökonomischen Einführung und geht dann in eine Beschreibung der nordkoreanischen Infrastruktur zu Straßen, Wasserverbindungen, Leitungen, Häfen und Flughäfen über.

Es folgen Kapitel zu Militäreinheiten und Struktur, Kriegsgerät. Im Anhang gibt es weitere Informationen zu sonstigen Gefahren, Verhaltensweisen und Elemente, die man in jedem Reiseführer finden könnte und der Orientierung in einem fremden Land dienen.

Zum kulturellen Hintergrund heißt es:

„Die Nordkoreaner sind eine Gesellschaft mit gemischten altertümlichen, indigenen Traditionen mit einem System der totalitären Ideologie, die die Sowjetunion Endes des Zweiten Weltkriegs dem Land aufbürgte.“

Bis zum Kommunismus hätten die Menschen in einer homogenen und friedlichen Gesellschaft gelebt.

„Die Durchschnittsperson ist ahnungslos, was in der Welt draußen geschieht.“

Dies widerspricht den Aussagen des letzten Überläufers, Thae Yong-ho, der als Botschafter Nordkoreas in London abgestellt war und sich gegen seine Heimat wandte. Er selbst berichtete, dass auf dem Schwarzmarkt Nordkoreas südkoreanische und chinesische Popkultur, wie auch Fernsehserien beliebt seien.

Yong-ho hätte durch die verbotenen Medien erst gelernt, was Demokratie sei. Die Nordkoreaner bedienen sich chinesischer Mobiltelefone und Laptops, wie auch ausländischer Computerprogramme, um die Informationsblockaden zu umgehen. Lautsprecher beschallen den Norden mit Nachrichten, immer wieder werfen ausländische Drohnen USB-Sticks mit Medieninhalten über Nordkorea ab.

Der Bericht beschreibt weiterhin die DPRK, Demokratische Volksrepublik Koreas, als das militaristischste Land, in welchem 25 Prozent des BIPs für das Militär ausgegeben werden und 40 von 1.000 Menschen den Dienst an der Waffe ableisten. Über 1,2 Millionen sind Teil der Streitkräfte, fünf Millionen Reservisten kann Kim Jong-un im Kriegsfall heranziehen.

Das Handbuch hält fest, dass Nordkorea in der Lage sei, chemische Waffen herzustellen. Mindestens acht Industrieanlagen sollen zu diesem Zweck im Bedarfsfall vorhanden sein. Biologische Waffen aus nordkoreanischer Hand seien allerdings nicht bekannt.

Auch in chemisch kontaminiertem Umfeld könne die Armee Pjöngjangs durch ihre Struktur agieren. Jedem Heer sei eine chemische Verteidigungseinheit zugewiesen. Diese Verteidigungseinheiten sind in der Lage chemische Gefahren aufzuspüren und zu dekontaminieren.

Die US-Regierung ist der Ansicht, dass bei einem Überraschungsangriff durch Nordkorea chemische Waffen zum Einsatz kämen, mit denen versucht werden würde, fremde Armeen zu demoralisieren. Die Politik Pjöngjangs mit seinem Militär richte sich auf drei Ziele aus:

  1. Eventuelle Wiedervereinigung
  2. Das Überleben des Regimes und Führung eines geeinten Koreas
  3. Die Nutzung von Militärmacht, um eine Wiedervereinigung zu erzielen

Um Seoul zu erreichen beschreibt der „Reiseführer in den Krieg“ drei Wege. Ein Weg in den Süden ist über die Ostküste, die Landwege führen über die Region Kaesong-Munsan und Chorwon. Besonders auf Nachtangriffe habe sich Nordkorea spezialisiert.

Im Anhang findet sich ein koreanischer Sprachführer, der auf das Militär ausgelegt ist. Darüber hinaus gibt es Verhaltensregeln bei Verletzungen und Hitzeschock sowie bei Entführungen. Detailliert wird das vorhandene nordkoreanische Kriegsgerät mit seiner Strategie besprochen.

Schaubilder verdeutlichen den Aufbau und die Aktionen des Militärs. Gewarnt wird vor einem Zusammenhalt der Bevölkerung im Kriegsfall, die durch den nordkoreanischen Führer und seinen Vater indoktriniert wurden, um für ihr Land zu sterben. Ob dieses Handbuch allerdings wirklich zum Einsatz kommt, liegt am diplomatischen Willen der aneinandergeratenen Parteien.

Die USA haben in dieser Woche ihre nukleare Spürnase WC135-C ins japanische Okinawa verlegt, um nordkoreanische Atomwaffentests ausfindig zu machen. China und Südkorea sind sich einig, dass sich Nordkorea von seinen Nuklearwaffenambitionen verabschieden solle.

In einem Telefongespräch zwischen Xi Jinping und Trump machte der chinesische Präsident bekannt, dass sein Land weiterhin auf eine friedliche Lösung mit Nordkorea setzt. Trump hatte einen Tag zuvor mitgeteilt, dass er mit oder ohne die Unterstützung Chinas gegen Nordkorea handeln werde. Südkorea fürchtet sich, nach Trumps Überraschungsangriff auf eine syrische Militärbasis, vor unüberlegten Aktionen der Amerikaner.

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Putin: Chemiewaffen-Angriff in Syrien war Operation unter „Falscher Flagge“, mehr ist in Vorbereitung

in Geopolitik/Welt

Eine weitere Gelegenheit hat sich aufgetan, um Bewusstsein dafür zu schaffen, was unter dem Begriff „Falsche Flagge“-Terrorismus bekannt ist. Falsche Flagge-Terrorismus meint ein Desaster, welches von einer Gruppe von Menschen in der Absicht organisiert wurde, jemand anderen dessen zu beschuldigen, um eine bestimmte eigene Handlung rechtfertigen zu können. Die Anschläge des 11. September 2001 lenkten eine Menge Aufmerksamkeit auf dieses Thema, und in mehreren Umfragen kommt zum Ausdruck, dass die Mehrheit der Amerikaner die offizielle Erklärung der Regierung zu diesen Ereignissen nicht glauben. Hinzu kommt, dass Studien von Physikern und Ingenieuren auf der ganzen Welt veröffentlicht worden sind, die alle veranschaulichen, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass es sich bei dem, was wir sahen, eigentlich um einen kontrollierten Abriss handelte.

„Alle drei Gebäude wurden durch sorgfältig geplanten, arrangierten und kontrollierten Abriss zerstört“ – so Professor Lynn Margulis von der Abteilung für Geowissenschaften an der Universität von Massachusetts.

Seit dem 11. September sind mehrere Angriffe als Operation unter Falscher Flagge qualifiziert worden, von denen der jüngste der Chemiewaffen-Angriff vom 4. April 2017 auf das Dorf Khan Sheikhounin in Syrien ist, bei dem mindestens 70 Menschen ums Leben kamen. Die USA und ihre Verbündeten beschuldigen den syrischen Präsidenten Assad, diesen Angriff gegen seine eigenen Landsleute ausgeführt zu haben. Die Beweise, die sie dafür vorlegen, sind jedoch mangelhaft. Es tritt einfach nur eine politische Figur im Fernsehen auf, oder ein populärer Nachrichtensender, und behauptet, man habe geheimdienstliche Erkennntnisse, wonach es sich um einen Angriff des Assad-Regimes handele. Indes haben wir auf der anderen Seite Beispiele, Dokumente und eine Reihe von Politikern, Akademikern, Journalisten und mehr, die alle eine andere Geschichte erzählen.

Der russische Präsident Vladimir Putin ist derjenige, der zuletzt diese Stimmung auszudrückte, wie Sie einem Ausschnitt aus einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella in Moskau entnehmen können: „Wir haben Berichte aus mehreren Quellen, dass weitere Angriffe unter Falscher Flagge, wie dieser, – und ich kann es nicht anders bezeichnen – in anderen Teilen von Syrien, einschließlich der südlichen Vorstädte von Damaskus, vorbereitet werden. Sie planen, dort Chemiewaffen einzusetzen und dann die syrische Regierung zu beschuldigen, den Angriff verübt zu haben.

Der 11. September ist am Anfang dieses Artikels erwähnt, und in der Pressekonferenz diskutiert Putin, wie er und Präsident Mattarella sich stark daran erinnert fühlten, was im Irak nach dem 11. September passiert ist, wobei er darauf hinweist, dass die USA und ihre Verbündeten behaupteten, Chemiewaffen seien seinerzeit im Irak gefunden worden, als Teil von Beständen an Massenvernichtungswaffen. Dies endete in der völligen Zerstörung des Landes, dem Wachstum der Krieg-gegen-den-Terror Industrie, und dem Entstehen des ‚Islamischen Staates‘.

„Der globale Krieg gegen den Terrorismus ist ein Unterfangen der USA, das unecht ist, es basiert auf vorgetäuschten Prämissen. Demnach stellen Amerika und die westliche Welt einem fiktiven Feind, dem Islamischen Staat, nach, wobei der Islamische Staat in Wirklichkeit vollumfänglich von der westlichen Militärallianz und den amerikanischen Verbündeten im Persischen Golf unterstützt und finanziert wird. . . . Sie sagen, Muslime seien Terroristen, aber was tatsächlich geschieht ist, dass Terroristen in Amerika ‚geschaffen‘ werden. Sie sind nicht das Produkt der muslimischen Gesellschaft, und das sollte für jedermann völlig klar sein. . . . Der globale Krieg gegen den Terrorismus ist eine Erfindung, eine große Lüge und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. “ Michel Chossudovsky

Putin und andere haben diese Stimmung bereits seit längerer Zeit zum Ausdruck gebracht. Neulich sagte er bei seinem Vortrag auf der 13. Jahrestagung des Valdai International Discussion Club, die globale Gemeinschaft werde der Mächtigen müde, und wie diese weiterhin „Bedrohungen, imaginäre und mythische Bedrohungen wie etwa diejenige der ‚russischen militärischen Gefahr‘ behaupten“, und das erkläre es als ein „profitables Geschäft, das verwendet werden kann, um neues Geld in die nationalen Verteidigungsbudgets zu pumpen, Verbündete dazu zu bringen, sich den Interessen einer einzigen Supermacht unterzuordnen, die NATO zu erweitern und ihre Infrastruktur, Militäreinheiten und Armee näher an unsere Grenzen heranzubringen.“

Er beschreibt dann die antirussische Propaganda, welche die USA in den letzten Jahren verbreitet habe:

Ein weiteres mythisches und imaginäres Problem ist, was ich nur als Hysterie bezeichnen kann, welches die USA über die angebliche russische Einmischung in die amerikanische Präsidentschaftswahl im vergangenen November entwickelt haben. Die Vereinigten Staaten haben, so scheint es, viele wahrlich dringende Probleme, von kolossaler Staatsverschuldung über die Zunahme der Gewalt mit Gebrauch von Schusswaffen bis hin zu Fällen von willkürlichem Handeln der Polizei.

Michel Chossudovsky Ist ein preisgekrönter Autor, emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ottawa, Gründer und Direktor des Centre for Globalization (CRG) und der Herausgeber von Global Research. Er hat als Gastprofessor in Westeuropa, Südostasien, dem Pazifik und Lateinamerika gelehrt, hat als Wirtschaftsberater Regierungen von Entwicklungsländern gedient und hat mehrere internationale Organisationen beraten. Er ist der Autor von elf Büchern, einschließlich ‚Die Globalisierung der Armut und die neue Weltordnung ‚ (2003), Amerikas ‚Krieg gegen den Terrorismus‘ (2005), ‚Die globale Wirtschaftskrise‚, und weitere.

Es ist gewiss wichtig, Leute wie ihn zu erwähnen. Er ist einer von vielen Akademikern in diesem Bereich, die das Bewusstsein für den Plan zur Destabilisierung mehrerer Länder schaffen, und er ist großartig darin, alle Beweise dafür zu liefern, zumal es keine dafür gibt, dass diese Angriffe tatsächlich das sind, was die Massenmedien behaupten.

Er hat vor kurzem einige sehr empfehlenswerte Artikel veröffentlicht:

‚Das Pentagon trainierte Syriens Al-Qaida-„Rebellen“ in der Verwendung von Chemiewaffen‘

‚Die Syrien Chemiewaffen-Saga: Die Inszenierung der durch US und NATO gesponserten Humanitären Katastrophe‘

Als Teil ihrer Vault 7-Veröffentlichtlung hat Wikileaks neulich auch Details über ein CIA-Programm bekannt gemacht, das es ihnen ermöglicht, einen Computerfehler zu inszenieren, der zu einem Systemzusammenbruch führt. um dann ausländische Kräfte des Hacking beschuldigen, während es tatsächlich von der CIA selbst herbeigeführt worden war, sogenanntes Marble Framework. Es sieht also so aus, als ob Falsche-Flagge-Ereignisse nicht nur in der „wirklichen“ Welt auftreten, sondern auch in der Cyberwelt. Nach dem was wir wissen, muss man annehmen, dass eines Tages ein massiver Cyber-Angriff in den Vereinigten Staaten auftreten wird, für den ausländische Kräfte beschuldigt werden, was die USA daraufhin als Rechtfertigung verwenden werden, um drastischere Maßnahmen zur Erhöhung der nationale Sicherheit zu ergreifen.

Wikileaks hat auch eine Reihe von geheimen diplomatischen Kabelberichten veröffentlicht. Speziell einer davon zeigt, wie es das primäre Ziel der US-Außenpolitik war, die syrische Regierung zu destabilisieren (Quelle).

Die Liste der Beweise ist umfangreich, und sogar hochrangige Militärpersönlichkeiten aus den USA unterstützen sie. Ein Beispiel wäre der ehemalige Vier-Sterne-General Wesley Clark, der von 1997-2000 der oberste alliierte NATO-Kommandeur für Europa war. In einem Interview mit Democracy Now sagte Clark, dass die USA Pläne gehabt hätten, in Länder im Nahen Osten, einschließlich Syrien, ohne irgendeinen gerechtfertigten Grund einzurücken. Er brachte die Stimmung von einigen innerhalb des amerikanischen Militärs zum Ausdruck, wonach sie ein „gutes Militär“ seien und „Regierungen stoppen“ könnten. Er sprach von einem Memo, das beschrieb, wie die USA „planten, sieben Länder in fünf Jahren für sich herauszuholen, beginnend mit dem Irak, und dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan, und zum Abschluß Iran.“ (Quelle)

Diese Art des Denkens erinnert an ein Zitat von Mark Twain, einem Mann, der seiner Zeit deutlich voraus war.

„Die Staatsmänner werden billige Lügen erfinden und die Schuld auf die angegriffene Nation schieben, und jeder wird sich über jene das Gewissen beruhigenden Unrichtigkeiten freuen, wird sie fleißig studieren und sich weigern, irgendwelche Widerlegungen von ihnen zu untersuchen. Und so wird er durch und durch bald davon überzeugt sein, dass der Krieg gerecht ist und wird Gott für den besseren Schlaf danken, den er nach diesem Vorgang der grotesken Selbsttäuschung genießt. „- Mark Twain

Hier sind einige weitere Originalveröffentlichungen, die ein bisschen mehr ins Detail gehen:

Another Syrian Chemical Weapons Attack Just Happened: The Final False Flag Before A Full US Intervention?
(‚Ein weiterer syrischer Chemiewaffenangriff ist soeben passiert: Die letzte Falsche Flagge vor einer vollständigen US-Intervention?‘)

Developing: The US Just Fired 50 Tomahawk Missiles At A Syrian Military Base: But Why?
(‚Entwicklung: Die USA haben soeben 50 Tomahawk-Raketen auf eine syrische Militärbasis abgefeuert: Aber warum?‘)

Assad’s Top Political Advisor Says US Missile Strike Killed The People Fighting Terrorists
‚(Assad’s politischer Top-Berater sagt, dass der US-Raketenangriff die Menschen getötet habe, welche gegen Terroristen kämpfen‘)

15 Quotes On False Flag Terrorism & The Secret Government That Will Make You Rethink Your Patriotism
(’15 Zitate über Falsche-Flagge-Terrorismus & die Geheime Regierung, welche Sie Ihren Patriotismus überdenken lassen‘)

Declassified CIA Report Exposes 25 Years Of US Plans To Destabilize Syria
(‚Freigegebener CIA-Bericht enthüllt 25 Jahre US-Pläne zur Destabilisierung Syriens‘)

Unten ist ein Video von Richard Dolan, der seine Graduiertenarbeit an der Universität von Rochester abschloss, wo er die US-Strategie im Kalten Krieg, Europäische Geschichte und Internationale Diplomatie (Geopolitik) studierte. Zuvor hatte er an der Alfred Universität und der Oxford Universität studiert und war Finalist für ein Rhodes Stipendium.

Er recherchiert sehr gründlich und ist zudem ein unabhängiger Denker, eine hochwirksame Kombination, um Bewusstsein in einer Welt zu erwecken, die immer noch dabei ist, solche Konzepte wie Falsche Flagge-Terrorismus zu erkennen.

Ein Wort über das menschliche Bewusstsein

Es ist wichtig zu bedenken, dass es gerade jetzt eine enorme Verschiebung im menschlichen Bewusstsein gibt, und mehrere Beispiele aus den Bereichen Gesundheit, Finanzen, Politik und Bildung beweisen es. In den vergangenen Jahrzehnten und vor allem in den letzten Jahren sind neue Informationen ans Tageslicht gekommen, welche die Wahrnehmung vieler über das Geschehen auf unserem Planeten vollständig verändern. Es ist so etwas wie das heutige Äquivalent zu der seinerzeitigen Erkenntnis, dass die Erde keine Scheibe, sondern ein Kugel ist.

Wenn es um das Thema Krieg geht, ist insbesondere der Falsche Flagge-Terrorismus für uns ein ähnlich bedeutender Erkenntnismoment. Über Jahre hinweg sind die Massen mit Patriotismus indoktriniert worden, der diejenigen ehrt, die hinauszogen, um für die Freiheiten zu sterben, die wir genießen. Aber was passiert, wenn dieser Soldat aufwacht und erkennt, dass er nicht kämpft, um sein Land zu beschützen, sondern vielmehr für die Welt der goßen Unternehmen, für das große Kapital und die globalen Eliten, die nichts anderes wollen, als diejenigen Länder zu destabilisieren, die sie noch nicht beherrschen? Wir haben es am Beispiel Irak gesehen.

Unser Verstand weitet sich gegenüber neuen Erklärungsmöglichkeiten über unsere Welt, und viele dieser Möglichkeiten, wie das, was derzeit im Nahen Osten geschieht bzw. bereits geschehen ist, kann sehr beängstigend und beunruhigend wirken. Diese Arten von Realisierungen haben das Potenzial, die Weltanschauung einer Person vollständig zu verschieben, und das ist nicht immer ganz einfach.

Diese massive Verschiebung im Bewusstsein umfasst viele Aspekte der Welt, und der Bereich der Geopolitik ist einer von ihnen. Was wir auf einer physischen Ebene sehen, ist Täuschung, Zerstörung und Manipulation – aber wir fangen an, es zu durchschauen. Wirklich wichtig ist, wie wir uns entscheiden, es zu betrachten. Glauben Sie, dass die Welt zur Hölle geht und es nichs gibt, was man dagegen tun kann, oder sehen Sie diese Ereignisse als Hinweis darauf, dass größere Veränderungsprozesse stattfinden?  Diese tragischen Ereignisse stellen eine Gelegenheit dar, eine Chance, sind ein notwendiger Schritt, ein Geburtsschmerz in der Wiedergeburt der menschlichen Erfahrung. Alles, was jetzt geschieht, ist die Chance für uns alle, aus unserem Schlummer aufzuwachen und zu sehen, dass wir jetzt mehr denn je die Möglichkeit haben, für uns selbst zu denken und unseren Planeten aus den Händen derer zu nehmen, denen nicht das Wohlergehen des Ganzen am Herzen liegt.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  True Activist  http://www.trueactivist.com/putin-chemical-attack-in-syria-was-a-false-flag-more-are-being-prepared/

 

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Wladimir Putin warnt George Soros: Wir werden Revolutionsversuche in Russland und Eurasien verhindern

in Geopolitik

Von rt.com

Russland wird nicht zulassen, wenn externe Kräfte seine Innenpolitik durch Proteste sowie Gewalt destabilisieren und es wird seine Verbündeten vor dieser Art von Bedrohung schützen, sagte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Fernsehinterview. Eine verklausulierte, aber unmissverständliche Ansage an US-Milliardär und Berufsputschist George Soros.

Buchempfehlung: George Soros von Andreas von Rétyi

„Uns sind unterschiedliche Theorien bekannt, die in verschiedenen Teilen der Welt umgesetzt werden und zu schwerer Instabilität in diesen Regionen führen. Natürlich dürfen wir nichts davon zulassen und wir werden in Russland mit allen Mitteln angemessene Schritte dagegen unternehmen, aber auch unsere Partner bei der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit [OVKS] dabei unterstützen“, sagte Putin dem TV-Sender Mir.

Die OVKS ist ein Militärblock, der seine Arbeit im Jahr 2002 begann. Derzeit sind sechs ehemalige Sowjetrepubliken Mitglied bei der Organisation: Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Russland.

Der Vorgang des Sturzes eines politischen Regimes durch organisierte Straßenproteste, anstatt den Weg der rechtmäßigen demokratischen Verfahren zu gehen, ist unter dem Begriff Farbrevolution bekannt. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Organisatoren der ersten derartigen Ereignisse einprägsame, merkliche und gewaltfreie Namen für sie verwendeten. Als Beispiele können die vom George-Soros-Netzwerk in Georgien 2003 durchgeführte Rosenrevolution und die Orangene Revolution in der Ukraine im Jahr 2004 genannt werden.

Hohe russische Beamte bezeichneten die Farbrevolutionen immer wieder als die größte Bedrohung für die internationale Sicherheit und die Machtverhältnisse in der Welt. Putin bezeichnete die Farbrevolutionen schon zuvor als das Hauptinstrument, das von zerstörerischen Kräften im geopolitischen Kampf verwendet wird. In der modernen Welt wird Extremismus als geopolitisches Werkzeug für die Umverteilung von Interessensphären verwendet. Wir können die tragischen Folgen einer Welle der sogenannten Farbrevolutionen sehen. Wir sehen den Schock der Menschen in den Ländern, die diese unverantwortlichen Experimente des verdeckten oder manchmal brutalen und direkten Eingriffs in ihr Leben durchleben mussten“, sagte er Ende 2015.

Mitte des Jahres 2015 ordnete das russische Verteidigungsministerium eine Erforschung der Farbrevolutionen an, mit dem Ziel der Vorbeugung von Situationen, mit denen Russland 1991 und 1993 konfrontiert wurde. Außerdem versprach Nikolaj Patruschew, der Leiter des russischen Sicherheitsrats, im selben Jahr, einen detaillierten Aktionsplan zur Verhinderung von Farbrevolutionen oder anderen Versuchen des gewaltsamen Umsturzes der rechtmäßig gewählten Regierung durch Massenproteste auf den Straßen zu entwickeln. Er teilte mit, dass der Rat eine Liste der vorgeschlagenen Maßnahmen vorbereitet habe, die eine mögliche Bedrohung, einschließlich einiger Schritte gegen „Netzwerkaktivitäten des Protests“ und die Propagandaarbeit gegen das „romantisch-revolutionäre Stereotyp“, negiere.

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WikiLeaks enthüllt: US-Politikberater sagte 2012 zu Hillary Clinton „Al-Kaida ist auf unserer Seite“

in Geopolitik

Von rt.com

WikiLeaks hat eine Mail aus dem Jahre 2012 veröffentlicht, in welcher der außenpolitische Chefberater der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton, Jacob Jeremiah Sullivan, ihr ein Update zur Lage in Syrien gab. Demnach habe der al Kaida-Führer al-Zawahiri alle Muslime zum Kampf gegen die syrische Regierung aufgefordert. Der Betreff der Mail lautet: Al-Kaida ist auf unserer Seite.
 

Sullivan informiert Clinton in der Mail, die am 12. Februar 2012 um 15:30 Uhr verschickt wurde, über die aktuelle Lage in Syrien. Als Informationsquellen nutzt er klassifizierte und deklassifizierte Depeschen aus der US-Botschaft in Kairo und freizugängliche Agenturmeldungen von Reuters.

Er erwähnt zunächst eine Mail aus der US-Botschaft in Kairo, in der auf einen Brief des russischen Außenministers Sergei Lawrow Bezug genommen wird. In der Nachricht spricht dieser über die russische Unterstützung für eine Feuerpause in Syrien und die Entsendung von Beobachtern unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga.

Nach Verweisen auf neuaufflammende Kämpfe in Homs kommt zum Abschluss ein klassifizierter Teil ins Spiel, bei dem erst am 30. Oktober 2015 der Status in „deklassifiziert“ umgewandelt wurde:

„Al Zawahiri drängt Muslime die Opposition zu unterstützen.
Al-Kaida-Führer Zawahiri hat in einer Videoaufnahme die Muslime in der Türkei und im Mittleren Osten dazu aufgerufen, den Rebellen-Kräften in ihrem Kampf gegen Unterstützer des syrischen Präsidenten Assad zu helfen. Al Zawahiri ermahnt die syrische Bevölkerung zudem, sich nicht auf die AL [Arabische Liga], die Türkei oder die Vereinigten Staaten für Beistand zu verlassen.“

Bisher haben weder der einstige außenpolitische Chefberater Jacob Jeremiah Sullivan noch Hillary Clinton auf die Veröffentlichung durch WikiLeaks reagiert.

 

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US-Medien spekulieren über Machtkampf im Weißen Haus

in Geopolitik

US-Präsident Trump hat eigentlich andere Probleme: die Krise in Syrien, der Nordkorea-Konflikt. In seinem eigenen Haus aber toben Auseinandersetzungen, die US-Medien als „kriegerisch“ bezeichnen. Im Zentrum: Trumps Schwiegersohn.

Washington

. Der „West Wing“ im Weißen Haus ist legendär. Ein Ort voller Geschichten von Krieg und Frieden, politischen Siegen und Niederlagen, historischen Präsidenten wie John F. Kennedy oder Ronald Reagan.

Donald Trump ist kaum drei Monate im Amt – schon tobt rund um sein Oval Office ein Machtkampf. Seit Tagen zitieren US-Medien Insider aus dem politischen Zentrum der Weltmacht. Die Hauptfrontlinie: eher liberale Kräfte gegen rechtskonservative Ideologen.

„Ich liebe eine Schießerei“

Im Mittelpunkt: Trumps umstrittener stramm konservativer Chefstratege Stephen Bannon und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Bannon soll gesagt haben: „Ich liebe eine Schießerei“.

Mike Allen vom politischen Newsletter „Axios“ kommentierte: „West wing at war“ – der Westflügel im Krieg. CNN fühlte sich eher an eine „Seifenoper“ erinnert. Nun bestätigte Trump indirekt den Machtkampf unter seinen Top-Beratern. Der „New York Post“ sagte er: „Steve ist ein guter Kerl, aber ich habe ihnen gesagt, sie sollen es in Ordnung bringen, oder ich werde es machen.“ US-Medien kommentierten, mit diesen Aussagen drohe Bannon ein Abgang aus dem Weißen Haus.

Es wäre ein ziemlicher Einschnitt. Denn eigentlich war der Plan Trumps zum Amtsantritt: sein eher liberaler Schwiegersohn Kushner, Stabschef Reince Priebus und Bannon sollten eng zusammenarbeiten. Das scheint aber nicht zu klappen, ganz im Gegenteil. Je konkreter die Politik wird – Beispiel Syrien-Krise – desto konkreter werden offenbar die inhaltlichen Gegensätze.

Bannon war angeblich gegen den Syrien-Luftangriff

Vor einer Woche vollzog Trump eine radikale Kehrtwende in seiner Syrien-Politik. Als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff befahl er einen Luftangriff auf einen Flugplatz der syrischen Armee. Dabei war das Mantra Trumps noch im Wahlkampf gewesen: wir halten uns aus Syrien raus, soll sich die Arabische Liga doch darum kümmern. Was zähle, sei eine „America first“-Politik – „Amerika zuerst“.

Für diese Linie steht vor allem Bannon. Als Investmentbanker reich geworden, zog der heute 63-Jährige zunächst als Chef der rechten Webseite Breitbart gegen das Establishment zu Felde. Dann wurde er Trumps Wahlkampfmanager und Chefdenker im Weißen Haus.

Als Ziel hatte er die „Dekonstruktion“ des Staates ausgegeben. Die Zeitungen weltweit waren nach Trumps Amtsantritt voll von Berichten über die Macht Bannons und die Gefahren.

Nur noch zweite Wahl? Trumps bisheriger Chefstratege Stephen Bannon. – Foto AP

Der Schwenk in der Syrien-Politik aber habe gezeigt, dass Bannons Stern sinke, kommentierten US-Medien. Denn er sei gegen einen Luftangriff gewesen. Und bereits vor dem Syrien-Angriff war bekannt geworden, dass Bannon nicht mehr Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat der USA ist – seine Berufung in das wichtige Gremium war schon höchst ungewöhnlich.

 

Trump-Schwiegersohn- der „Secretary of Everything“

Dagegen scheint die Rolle von Jared Kushner in den vergangenen Wochen immer wichtiger zu werden. Trumps „Secretary of Everything“ nannte CNN den Schwiegersohn des Präsidenten. Kürzlich tauchte er im Irak auf, an der Seite von Joseph Dunford, Chef des US-Generalstabes, zu Gesprächen über den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Kushner war – wie auch Bannon – auf einem Foto zu sehen, als Trump mit seinen engsten Beratern die Syrien-Luftangriffe verfolgte. Und er saß beim Dinner mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Florida neben dessen Frau.

Der 36-Jährige hat ein Büro im Westflügel („West Wing“) – und eine lange Liste an Zuständigkeiten. Eine Auswahl: er soll den Friedensprozess im Nahen Osten voranbringen, den Regierungsapparat umkrempeln und ein gewichtiges Wort mitsprechen bei den Beziehungen zu wichtigen Ländern wie China oder Mexiko. In Deutschland und Europa wäre eine solche Rolle undenkbar für den Schwiegersohn eines Staatschefs – in den USA ist dies Realität.

Kushner wirkt wie ein smarter Typ mit Harvard-Abschluss, schon im Trump-Wahlkampf spielte er eine entscheidende Rolle. Aufgewachsen ist er in einer Familie reicher Demokraten in New Jersey an der US-Ostküste, sein Vater Charles ist Immobilienunternehmer.

Der Familie werden derzeit wegen des Baus eines Wolkenkratzers in New York potenzielle Interessenskonflikte vorgeworfen. Zusammen mit seiner Ehefrau Ivanka Trump gilt Kushner als das eigentliche „Power Couple“ der neuen Präsidentschaft – Anti-Nepotimusregeln hin oder her.

Der Umtriebigste am „Hof von König Donald“

Über politische Erfahrung verfügt Kushner allerdings nicht – als Trumps Schwiegersohn aber ist er Mitglied des Familien-Clans. Kushner sei der Umtriebigste von allen am „Hof von König Donald“, und derjenige, der am schwersten zu feuern sei, schrieb die „Washington Post“.

Die Kernfragen lauten nun: wie lange dauert der Machtkampf noch, wem vertraut Trump letzten Endes am meisten? Und im Falle eines Abgangs von Bannon: was wären die Auswirkungen?

Würde sich die Politik Trumps ändern – und würde Bannon bei einem erzwungenen Rücktritt zum Gegner Trumps? Nicht nur das politische Washington wartet auf Antworten.

Von dpa/RND/zys

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