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Völkermord: Was die australisch-amerikanische und indonesische Partnerschaft verheimlicht

in Kriminalität

Westpapua, eine Provinz in Indonesien, hat eine kontinuierliche Vernichtung durch Völkermorde erfahren, die vom indonesischen Militär verübt wurden. In einem Videoclip, der einige Fakten und Zahlen dokumentiert, präsentiert Moore die knallharte Wirklichkeit, während die australische Regierung gegenüber den Gräueltaten eine Auge zugedrückt hat.

Ironischerweise hatten im 2. Weltkrieg die „Krausköpfe“ Symbolcharakter in Bezug auf die Unterstützung und Fürsorglichkeit gegenüber australischen Soldaten bei einigen der brutaleren Szenen australischer Kriegsgeschichte. Ihr Einschreiten rettete zahllosen Menschen das Leben und australische Kinder wurden darin unterrichtet, ihre Tapferkeit und Mitwirkung nachzuvollziehen.

Aber wie Moore aufzeigt, wird die australische Regierung – ungeachtet dessen, dass sie die herrschende Partei ist – nichts gegen die Verbrechen sagen, die die indonesische Regierung in den letzten Jahrzehnten in Westpapua begangen hat. Das indonesische Militär verhält sich ganz ähnlich, wie es bereits in der Vergangenheit der Fall war.

1965-66 tötete Indonesien über eine Million „Kommunisten“ aufgrund politischer Überzeugungen. Darüber hinaus wurden durch die Invasion Osttimors – die 1975 begann und schließlich 1999 endete, als die UNO intervenierte – weitere 200.000 Menschen getötet, obwohl man davon ausgeht, dass die Zahl noch höher liegt.

Das indonesische Militär vergrößert sich in einem alarmierenden Maße, während die australische Regierung die Ausbildung von einigen Soldaten ohne Kosten für die Indonesier übernimmt. In dem Videoausschnitt wird berichtet, dass die Nation ein jährliches Budget erhält, das 8,1 Millionen US-Dollar [ca. 7,2 Millionen Euro] entspricht. Ihre Verbrechen werden weiterhin dokumentiert, aber es gibt keine wirtschaftliche Sanktionen. Die einzigen existierenden Standards sind, dass Indonesien keine Produkte „aus zweiter Hand“ ins Ausland verkauft.

Der grundsätzliche Umgang Indonesiens mit den Menschenrechten ist laut der an der Sydney University betriebenen Friedens- und Konfliktforschung beinahe unhinterfragt und unüberprüft durchgegangen. Ihr Bericht A slow-motion genocide: Indonesian rule in West Papua [Ein Zeitlupen-Völkermord: indonesische Herrschaft in Westpapua] stimmt mit den Abscheulichkeiten überein, auf die Moore unsere Aufmerksamkeit lenkt.

„Indonesien drang 1962-63 in Westpapua ein. Es annektierte das Territorium 1969 durch den absurden, von den Vereinten Nationen beaufsichtigten, Act of Free Choice, in einem Schein-Referendum, bei dem es nur 1.054, durch Indonesien handverlesenen Personen, abzustimmen erlaubt war“, wie die alternative Nachrichtenseite GrünLinks dokumentiert hat: „Australien hat lange die indonesische Besetzung Westpapuas unterstützt und hilft beim Training militärischer Einheiten mit, denen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.“

Bild: Indonesisches Militär mit einem osttimorischen Gefangenen

Der Bericht legt nahe, dass als Ergebnis der indonesischen Besetzung über eine halbe Million Menschen getötet wurden:

„Australien, das durch den Lombok-Vertrag (der selbst auf der Unterdrückung internationaler Unterstützung für Westpapua basiert) ein quasi-militärischer Verbündeter Indonesiens ist, findet sich einer zunehmend peinlichen Lage wieder: als selbsternannter Befürworter von Menschenrechten, der dennoch aktiv eine militärischen Besetzung protegiert, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord nach sich zieht.“

Einige wertvolle Ressourcen hinter dem Blutvergießen?

In der indonesischen Provinz Papua befindet sich Freeports Grasberg-Mine. Die Mine ist eine der größten und ergiebigsten Bergbauunternehmungen der Welt, indem sie für die indonesische Regierung und ihre Mutterkonzerne „kolossale Profite“ aus Kupfer und Gold generiert: Freeport McMoRan Copper & Gold und RioTinto.

Obwohl die Minen zu einigen der größten gehören, machen sie laut Global Policy Forum die Menschenrechtsverletzungen und Korruption zu einem komplizierten Unterfangen. Grasberg ist auch Indonesiens „größte Quelle für Steuereinkünfte – für andere ist es ein Symbol der Korruption und Vetternwirtschaft dieser Nation“.

WWF Global deutet darauf hin, dass sich die Lebensdauer der Mine weitere 30 Jahre ausdehnen könnte, was verheerende Konsequenzen für die Umwelt und die einheimische Bevölkerung nach sich ziehen würde. Entwaldung, Umweltverschmutzung und Überschwemmungen sind nur einige der Altlasten der Mine. Die Überflutung des Flusses Aikwa im Jahre 1991 zerstörte eine große Menge an Tieflandwald und „bedroht weiterhin die Stadt Timika“.

Viel Blutvergießen umgibt die Geschichte der Minen, die in den 1970ern ihren Anfang nahmen, einschließlich der „extralegalen Tötungen von bis zu 200 Menschen zwischen 1975 und 1997, im Gebiet von Freeport und drumherum, fast alle von ihnen unbewaffnete Zivilisten“, wie der WWF-Bericht erklärt.

Sie können hier (http://www.mining.com/indonesia-probing-allegations-of-extortion-to-freeport-mcmoran-by-senior-officials/) und hier (http://www.cs.utexas.edu/users/cline/papua/mines.htm) mehr über die Grasberg-Mine nachlesen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/genocide-australian-indonesian-partnership-hiding/


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