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Palmöl

Was haben Klimawandel, Kinderarbeit und die Ausrottung von Tierarten miteinander zu tun? Palmölproduktion

in Umwelt
A worker holds a handfull of palm oil seeds in Serba Jadi, East Aceh, on December 11, 2010. Rampant deforestation, which makes ways for palm oil and acacia plantation areas, makes Indonesia the world's third-largest greenhouse gas emitters, according to some estimates. According to Greenpeace, forests covering the equivalent of 300 football fields are eradicated every hour in Indonesia, which along with Malaysia produces 80 percent of the world's palm oil, used for among other things cosmetics, food and fuel. AFP PHOTO / SUTANTA ADITYA (Photo credit should read SUTANTA ADITYA/AFP/Getty Images)
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Titelbild: Ein Arbeiter hält am 11. Dezember 2010 in Serba Jadi, Ost-Aceh, eine handvoll Palmölsamen in der Hand. Zügellose Entwaldung, die Platz schafft für die Palmölproduktion und Akazienplantagen, macht Indonesien laut manchen Schätzungen zum Land mit dem drittgrößten Treibhausgasausstoß. Laut Greenpeace werden in Indonesien – das zusammen mit Malaysia 80 Prozent des weltweiten Palmöls produziert, das unter anderem für Kosmetik, Nahrungsmittel und Treibstoff benutzt wird – jede Stunde Wälder von einer Größe beseitigt, die 300 Fußballfeldern entspricht. – (SUTANTA ADITYA/AFP/Getty Images)

Palmöl ist ein Bestandteil in tausenden von alltäglichen Produkten, die auf den Regalen von Supermärkten zu finden sind. Weltweit ist es einer der größten Verkaufsschlager. Shampoo, Kosmetik, Fastfood, Treibstoff und viele der Produkte in unserem Haushalt wurden auf irgendeine Weise verarbeitet, die mit Palmöl in Zusammenhang steht. Leider ist die Palmölproduktion allzuoft gleichbedeutend mit der Zerstörung tropischer Regenwälder und Torflandschaften, was verheerende Auswirkungen für den Wildtierbestand, die einheimische Wirtschaft und unseren Planeten hat.

Zwar ist der schlechte Ruf der Palmölindustrie durchaus bekannt, aber über Konsequenzen davon, was passiert, wenn man diese Industrie weiter gewähren lässt, kann dies möglicherweise anders aussehen. Eine Gruppe ungewöhnlicher Wissenschaftler hat sich zusammengeschlossen, um die Union of Concerned Scientists [UCS/Vereinigung besorger Wissenschaftler] zu bilden. Ihre Statistiken und Forschungen sind alarmierend. 50 Millionen metrische Tonnen an Palmöl wurden 2012 pro Jahr produziert, was eine Verdopplung seit 2000 darstellt. Es ist eine ständige Zunahme zu verzeichnen, indem mehr als ein Drittel des gesamten pflanzlichen Öls weltweit aus Palmöl gewonnen werden.

Es ist keine Überraschung, dass die Produktion von Palmöl weiter zunimmt. Es ist gesünder, arm an Transfetten und das Potenzial für Biodieseltreibstoff dehnt sich immer mehr aus. Der Anbau der Pflanze ist laut UCS sehr ertragreich, indem pro Hektar die fünf- bis achtfache Menge im Vergleich zu anderen konkurrierenden Feldfrüchten zur Ölproduktion erzielt wird. Die Arbeitskosten sind generell niedrig und es ist insgesamt ein kostengünstiges Öl. All dies sind Argumente für die Fortsetzung der Produktion.

Eine Palmölplantage. Es war einmal ein Regenwald.

Allerdings können die geringen Produktionskosten generell auf Zwangs- und Kinderarbeit zurückgeführt werden. Die hohen Erträge pro Hektar löschen schnell den Regenwald und die Ökosysteme aus, die für die einheimischen Bauern und gefährdete Tierarten wie den Sumatra-Orang-Utan, Zwergelefanten und Tiger von essenzieller Bedeutung sind. Weltweit handelt es sich um eine Gesamtmenge von 40,6 Millionen Morgen [16,4 Millionen Hektar]. Von dieser Zahl werden 85 Prozent in Indonesien und Malaysia angebaut.

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Die “kohlenstoffreichen” Regenwälder und Torfgebiete, die für die Palmölproduktion ausgelöscht werden, sind “nirgendwo sonst auf der Welt zu finden”, wie UCS erklärt. Nicht nur steht dies auf dem Spiel, sondern auch die Klimaerwärmung wird nun mit der Zerstörung und Rodung dieses Landes in Verbindung gebracht.

Was können wir tun?

Nachhaltiges Palmöl ist eine Realität, aber bislang sind die Bemühungen unzureichend, um ein Gleichgewicht herzustellen.

UCS hat Lösungen für eine Produktion ohne Umweltzerstörung angeboten, die von der Ausbildung für die Entwickler zur Erhöhung der Erträge durch den Anbau auf erodiertem Land bis hin zu Regierungsvorgaben zur Erarbeitung von Richtlinien reichen, die dringlich umgesetzt werden – und am wichtigsten: dass die Konsumenten “ihren Einfluss ausüben”.

Tabelle: “Warum wird Palmöl bei den meisten Produkten nicht als Inhaltsstoff aufgelistet? Nur wenige Hersteller – meistens in der Bio-Branche – kennzeichnen ihre Produkte so, dass sie Palmöl und Palmfett beinhalten. Die meisten Unternehmen verschleiern es, indem es es als “pflanzliche Öle und Fette” bezeichnen. [Linke Spalte:] Englische und lateinische Namen für Palmöl. [Rechte Spalte:] Wahrscheinlich handelt es sich um Palmöl…”

Wenn wir jetzt nichts dagegen unternehmen, können wir darauf wetten, dass der Sumatra-Tiger innerhalb von drei Jahren ausgerottet sein wird, und der Orang-Utan in fünf bis zehn Jahren. Auf Borneo und Sumatra wurden bereits über 90% des Lebensraums dieser Tiere zerstört. Die Ökosysteme werden weniger Einheimische ernähren und die Zwangsarbeit wird zunehmen. Die Umweltverschmutzung wird beträchtlich zunehmen, wobei die landwirtschaftlichen Gebiete zu den weltweit am meisten verschmutzten gezählt werden.

Wir nehmen nicht nur stillschweigend die Zerstörung unserer Wälder, Tiere und des Klimas hin, sondern wir unterstützen damit jedesmal Sklaven- und Kinderarbeit, wenn ein wir ein Palmölprodukt kaufen. Wir unterstützen damit, dass Kinder zu genau dieser Zerstörung beitragen, weil es alles ist, was sie zum Überleben tun können…es gibt keinen Lebensunterhalt mehr für einheimische Bauern.

Es kann nachhaltig sein, also warum kämpfen wir nicht dafür?

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/48781-2/

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Die Erde hat in den letzten 40 Jahren die Hälfte ihres Wildtierbestandes verloren und der Rest könnte bald ausgerottet sein

in Tierrechte
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Die moderne Form des Menschen, Homo sapiens genannt, wandelt erst seit lediglich 200.000 Jahren auf der Welt umher. Während dieser Zeit haben Menschen jeden Kontinent besiedelt und einen zivilisierten Lebensstil angenommen, der uns beständig auf einen zerstörerischen Weg gebracht hat, indem er durch Gier angetrieben wird.

Die Zivilisation, so wie wir sie kennen, begann vor ungefähr 6.000 Jahren. Viele der frühen Zivilisationen entstanden in Flusstälern einschließlich der Kulturen des Alten Ägypten, Mesopotamiens und des Industals. Das fruchtbare Land und die nahegelegenen Wasserquellen brachten für die Menschen ideale Bedingungen der Kultivierung mit sich, wodurch Ackerbau leichter und berechenbarer war. Zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte waren die Völker in der Lage, sich aufgrund eines Überschusses an Nahrung zu vergrößern.

Jedoch dauerte es noch bis zur industriellen Revolution, die im 19. Jahrhundert einsetzte, bis die Welt wirklich begann, unter den Auswirkungen des Menschen zu leiden. Vor der industriellen Revolution betätigten sich ungefähr 80 Prozent der Menschen zur Ernährung der Weltbevölkerung in der Landwirtschaft. Heute sind nach offiziellen Angaben nur noch weniger als ein Prozent der US-Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Diese Statistik verdeutlicht das wahre Ausmaß der industriellen Revolution. Die Industrialisierung hat fast jeden Aspekt unseres alltäglichen Lebens ermöglicht – wozu unter anderem moderne Transportmittel, Technologie, Medizin und die Herstellung von Waren gehören.

Machen wir einen Sprung in die heutige Zeit: Die Weltbevölkerung beträgt derzeit ungefähr 7,5 Milliarden, die natürlichen Ressourcen versiegen, die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen unser Überleben und ganze Spezies und Lebensräume wurden im Namen der Gier zerstört.

Und so stellt sich die Frage, wieviele Spezies und natürliche Lebensräume als Resultat des menschlichen Verlangens nach Fortschritt und Profit bereits verloren gegangen sind? Laut einer Analyse des WWF sind allein in den letzten 40 Jahren bereits ungefähr 50 Prozent der Spezies an Land sowie in den Flüssen und Meeren als ein Ergebnis von Lebensraumverlust und nicht-nachhaltiger Jagd verlorengegangen. Da jedoch noch nicht einmal alle Spezies, die die Erde bewohnen, überhaupt entdeckt worden sind, geht man davon aus, dass die Gesamtzahl der verlorengegangen Spezies eigentlich viel größer ist. Tatsächlich schätzen Experten den rapiden Verlust an Spezies zwischen 1.000 und 10.000 Mal höher ein als die natürliche Aussterberate.

In einem Versuch, die Ernsthaftigkeit der Situation zu erfassen, haben wir eine dreiteilige Serie zusammengestellt, die sich der Erforschung der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf alle Lebensbereiche der Erde widmet – Land, Flüsse und Meere. Der erste Teil dieser Serie wird sich auf die auf dem Land lebenden Spezies konzentrieren, indem die Fälle einzelner Spezies erforscht werden, die von nicht-nachhaltigem Handel, Lebensraumverlust und Klimwandel betroffen sind.

Nicht-nachhaltiger Handel und Wilderei

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Menschliche Aktivitäten – die zu Lebensraumverlust, Klimawandel, Umweltverschmutzung, nicht-nachhaltigen Handel, Beifang und Konflikten zwischen Menschen und Tieren führen – haben in vielen Fällen die Ausrottung von Spezies bewirkt – oder werden dies noch tun. Unter den vom Aussterben bedrohten Tieren, befinden sich auch solche mit dem höchsten Symbolcharakter.

So werden etwa Elefanten und Nashörner von Wilderern auf nicht-nachhaltige Weise aufgrund ihres wertvollen Elfenbeins bzw. ihrer Hörner gejagt. Tatsächlich töteten Wilderer zwischen 2007 und 2014 30 Prozent der Elefanten der afrikanischen Savanne – ungefähr 144.000 Tiere – wie aus neuen Daten hervorgeht. Mittlerweile ist die Population in Tansania innerhalb von fünf Jahren um 60 Prozent gesunken, und im gleichen Zeitraum in Mosambik um 53 Prozent. Viele dieser Tiere leben in streng geschützten Nationalparks; allerdings leiden viele der Parks unter knappen Ressourcen, weshalb der Schutz der Tiere eine nahezu unlösbare Aufgabe geworden ist.

Im Bestreben, den Fortbestand der Spezies sicherzustellen, arbeiten Tierschutzorganisationen mit Gemeinschaften und Schulen vor Ort der Nationalparks zusammen. Man erhofft sich dadurch, dass die Bildungsmaßnahmen von Kindern und lokalen Gemeinschaften über die langfristigen Vorteile der Bewahrung von Wildtieren und Umwelt, ein geringerer Anteil der lokalen Anwohner von der Gelegenheit von der Wilderei angelockt wird, die ihnen ein geringes Risiko und hohe Gewinne verspricht.

Verlust des Lebensraums

Während jedoch nicht-nachhaltiger Handel den Bestand einzelner Spezies bedroht, gefährdet der Verlust von Lebensraum weltweit eine große Anzahl von pflanzlichen und tierischen Spezies. Tatsächlich geht man davon aus, dass Lebensraumverlust heute die größte Bedrohung für den Fortbestand des Lebens auf diesem Planeten darstellt.

Die sich im Wachstum befindliche Palmölindustrie zum Beispiel, bedroht die Biodiversität und Ökosysteme in den Ländern, in denen sie tätig ist. Bei Palmöl handelt es sich um eine Art Pflanzenöl, das zum menschlichen Verzehr geeignet ist und aus der Palmfrucht gewonnen wird, die überall in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika angebaut wird, wobei 85% des gesamten Palmöls von Indonesien und Malaysia produziert und exportiert werden.

Um Palmöl zu produzieren, müssen große Waldgebiete für die Entstehung von Palmölplantagen gerodet werden. Laut Angaben des World Wildlife Fund (WWF) [der laut der Dokumentation Der Pakt mit dem Panda übrigens daran mitschuldig ist], wird jede Stunde ein Stück Regenwald von der Größe von 300 Fußballfeldern gerodet, um Platz für die Palmölproduktion zu machen. In Indonesien gilt aufgrund der nicht-nachhaltigen Entwicklung der Palmölindustrie der Fortbestand eines Drittels aller Säugetierarten als gefährdet. Wenn sich daran nichts ändert, könnten freilebende Orang Utans laut Untersuchungsergebnissen innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre ausgerottet sein, und die Tiger auf Sumatra in weniger als drei Jahren.

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Palmöl, das am meisten konsumierte Pflanzenöl der Welt, ist in ungefähr der Hälfte aller abgepackten Produkte enthalten, die im Supermarkt verkauft werden. Im Endeffekt unterstützen die Verbraucher dadurch unbewusst eine Industrie, die rücksichtslos die Biodiversität zerstört und zum Klimawandel beiträgt. Zu den Produkten, die üblicherweise Palmöl beinhalten, gehören Lippenstifte, Eiscreme, Reinigungsmittel, abgepacktes Brot, Shampoo und Biodiesel.

Indem sich die Produzenten vor der Verantwortung drücken, auf nachhaltige Quellen umzustellen, liegt es an den Verbrauchern, die Flut an Palmöl im Supermarkt einzudämmen. Unmask Palm Oil ist eine Kampagne, die den Verbrauch von zertifiziertem nachhaltigem Palmöl (CSPO) unterstützt, was den Verbrauchern helfen wird, eine besser informierte Entscheidung zu treffen, wenn sie Palmölprodukte kaufen, die aus nachhaltigen Quellen enthalten.

“Indem wir auf CSPO drängen und klare Angaben verlangen, können wir sicherstellen, dass das Problem nicht auf andere Teile der Welt verlagert wird, oder auf Öle, die weniger produktiv sind als Palmöl, und darum sogar noch mehr Land beanspruchen würden”, sagt der Gründer von Unmask Palm Oil, Ben Dowdle.

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Mit der Einführung einer gut umgesetzten Regulierung und einem ordentlichen Management, um die Entwaldung zu stoppen, kann die Palmölproduktion sowohl nachhaltig als auch umweltfreundlich sein. Palmöl beansprucht nur einen Anteil von fünf Prozent der Gesamtfläche, die für die Produktion von Pflanzenöl gebraucht wird, aber es liefert 38 Prozent des globalen Nachschubs an pflanzlichem Öl. Gegenwärtig beträgt der durchschnittliche Ertrag von Palmölplantagen 2-4 Tonnen pro Hektar; jedoch glauben Wissenschaftler, dass diese Menge mit der Einführung verbesserter Methoden des Plantagenmamagements und der Pflanzenauswahl schließlich auf 50 Tonnen pro Hektar erhöht werden könnte.

Von den Herstellern aus den USA, der EU und Kanada wird verlangt, dass sie die Öle speziell kennzeichnen. In den sechs Monaten, die zur Einführung einer klareren Kennzeichung in der EU führen, stieg die Nachfrage nach CSPO um 67 Prozent, woraus hervorgeht, dass eine Kennzeichnungsrichtlinie eine Veränderung bewirken könnte. Unmask Palm Oil arbeitet nun daran, dass sowohl in Australien als auch in Neuseeland ähnliche Vorgaben umgesetzt werden.

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Klimawandel und Lebensraumverlust an Land

Weltweit lassen sich Beispiele für den Verlust von Lebensräumen finden, die durch den Klimawandel ausgelöst werden. Eisbären in der Arktis zum Beispiel, sind bei der Jagd auf vereiste Meere angewiesen. Indem jedoch weltweit die Temperatur ansteigt, ist in der Arktis eine Tendenz festzustellen, dass das Eis der Meere immer dünner wird und weiter schmilzt, was es für die Eisbären zunehmend schwierig macht, zu jagen und zu überleben. Dieses Thema wird beim zweiten Teil der Serie Vitality of Wildlife in the Anthropocene Epoch weiter untersucht.

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Während die Notlage der Eisbären im zurückliegenden Jahrzehnt regelmäßig dokumentiert wurde, scheint es, dass der Klimawandel für einige Spezies besonders verheerende Konsequenzen hatte. Die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte ist ein Nagetier mit einem langen Schwanz und Tasthaaren, das auf einem winzigen Aufschluss im Great Barrier Reef lebte.

Das Nagetier, das man für das einzige endemische Säugetier des Great Barrier Reef hielt, gilt als erste aufgrund des durch Menschen verursachten Klimwandels ausgerottete Säugetierart. Das Säugetier lebte auf Bramble Cay, einem 3,6 Hektar großen, mit Gras bedecktem Inselchen, das zum australischen Great Barrier Reef gehört, aber aufgrund des ansteigenden Meeresspiegels sein Zuhause verlor, wodurch die Spezies ausgerottet wurde.

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Jeden Tag werden Dutzende verschiedener Spezies – sowohl tierische als auch pflanzliche – als Ergebnis menschlicher Aktivitäten ausgerottet. Laut Berichten sind Amphibien am stärksten bedroht, indem eines von drei Amphibien derzeit von der Ausrottung gefährdet ist. Mittlerweile werden 1.851 Fischarten für bedroht gehalten – was nach einer Einschätzung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) von 2010, 21 Prozent aller Fischarten entspricht -, und wozu auch mehr als ein Drittel aller Haie und Rochen gehören. Indem wir damit beginnen, das Ausmaß der Bedrohung anderer Arten von Spezies zu erforschen, enthüllen die Zahlen eine ernüchternde Wahrheit im Hinblick auf die Biodiversität und den Fortbestand des Wiltierbestandes auf unserem Planeten.

Im nächsten Teil unserer Anthropozän-Serie werden wir uns näher mit den Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Ausrottung und Bedrohung von Meeresspezies befassen. Außerdem werden wir uns auch gegenwärtige und zukünftige Lösungsansätze zur Erhaltung der Biodiversität der Erde betrachten.

Bild: Flickr, Megan Coughlin (CC BY-ND 2.0)

Verweise:

http://www.bbc.com/news/science-environment-29418983

http://wwf.panda.org/about_our_earth/biodiversity/biodiversity/

https://peerj.com/articles/2354/

https://www.savetherhino.org/africa_programmes/north_luangwa_conservation_programme_zambia/conservation_education_programme

http://wwf.panda.org/about_our_earth/species/problems/habitat_loss_degradation/

http://www.saynotopalmoil.com/Whats_the_issue.php

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Pakt_mit_dem_Panda

http://www.worldwildlife.org/pages/which-everyday-products-contain-palm-oil

https://www.theguardian.com/environment/2009/nov/15/lucy-siegle-sustainable-palm-oil

http://www.newshub.co.nz/nznews/zoos-join-the-fight-against-unsustainable-palm-oil-2016081506

http://www.livescience.com/55947-arctic-sea-ice-melt-new-normal.html

http://www.nytimes.com/topic/subject/global-warming-climate-change?inline=nyt-classifier

https://www.theguardian.com/environment/radical-conservation/2016/jun/29/bramble-cay-melomys-australia-extinction-climate-change-great-barrier-reef

http://www.endangeredspeciesinternational.org/amphibians4.html

http://www.biologicaldiversity.org/programs/biodiversity/elements_of_biodiversity/extinction_crisis/

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Indonesien brennt, aber warum sieht die Welt nicht hin?

in Umwelt/Welt
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Berichten zufolge haben wir es mit einer der schlimmsten Umweltkatastrophen des 21. Jahrhunderts zu tun: Weite Teile Indonesiens stehen momentan in Flammen. Waldbrände zerstören das Land, die aufgrund einer ganzen Reihe von Substandard-Umweltpolitikrichtlinien entstehen konnten.

Wegen der Abholzung der Wälder ist das Land karg: Die Kanäle sind ausgetrocknet und der Regenwald wird niedergebrannt, weil er für den Bau von Plantagen weichen muss. Palmöl ist einer der wesentlichen Gründe dafür, warum die Regenwälder beseitigt werden müssen.

Die Medien haben noch gar nichts darüber berichtet, um auch nur ansatzweise die Tragweite dessen zu vermitteln, was hier vor sich geht. Diese Brände produzieren derzeit und haben in den vergangenen drei Wochen bereits mehr CO2 produziert und in die Luft entlassen, als die jährlichen Emissionen in ganz Deutschland insgesamt ausmachen.

Die Brände sind umso tragischer, als sie in einem Teil der Welt gelegt wurden, dessen Ökosystem bereits sehr fragil ist und wo bereits so viele Spezies der vom Aussterben bedrohten Tiere ausgelöscht worden sind. Das heißt im Klartext: Die Zukunft sieht finster aus für die Orang-Utans, die Tier und die Rhinozerosse, die einst den üppigen grünen Regenwald ihr Zuhause nannten, der jetzt von einem feurigen Inferno zugrunde gerichtet wird.

Die Verschmutzung durch die CO2-Emissionen verursacht auch in der menschlichen Bevölkerung verheerende Zerstörung. Man hat den Anwohnern Gesichtsmasken gegeben, die sie tragen sollen – diese aber bieten nur minimalen Schutz, da die Luft so dick ist mit all dem giftigen schwarzen Rauch. Die Politiker sind sogar dazu gezwungen, diese Masken im Parlament zu tragen.

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Die Wälder werden bis auf den Boden niedergebrannt und in weiten Teilen des Landes schwelt sogar der gesamte Boden noch. Ein Großteil der Erde besteht aus Torf, der wochenlang brennen kann, manchmal sogar über Monate hinweg, wenn er einmal Feuer gefangen hat. Gefährliche Gase wie Methan, Karbonmonoxid, Ozon und exotische Gase wie Ammoniumzyanid entweichen in die Luft. Die Bevölkerung hat keine andere Wahl als sie einzuatmen.

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Der indonesische Präsident Joko Widodo befindet sich in einer schwierigen Position. Er weiß, wie gefährlich der Brandrodungsprozess ist. Aber jahrelange Korruption und die von Verdrießlichkeit gekennzeichneten Beziehungen zwischen dem Staat und der Bevölkerung bedeuten, dass das Treiben seinen gewohnten Gang weitergeht.

Während die Medien ihrer eigenen bizarren Agenda folgen und sich entschieden haben, über die Geschichte nicht in den Mainstream-Medien zu berichten, scheint es, dass nichts dafür getan wird, um diesen schrecklichen Prozess aufzuhalten. Aber wir können etwas ändern, indem wir die Nachfrage nach Palmöl weltweit verringern – das gelingt, indem wir uns dafür entscheiden, diejenigen Firmen zu boykottieren, die Palmöl in ihren Produkten verwenden. Starbucks, PepsiCo, Kraft Heinz und Unilever sind allesamt dafür bekannt, dass sie Palmöl verwenden. Sie sind die Firmen, denen ihr euer Geld ganz bewusst nicht geben solltet, wenn euch die verheerende Zerstörung berührt, die gerade für Palmöl in Indonesien angerichtet wird.

Die Brände in den Wäldern von Indonesien bedrohen die Orang-Utans:

Von organicandhealthy.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Quellen:

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Herzzerreißendes Bild eines Orang Utans, der sich an den letzten Baum klammert, enthüllt den wahren Tribut, den die Palmölindustrie fordert

in Tierrechte/Umwelt
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Das ist der Preis für Palmöl. Schauen Sie genau hin.

Wussten Sie schon? Jede Stunde wird eine Waldfläche von einer Größe bis zu 300 Fußballfeldern gerodet. Palmöl, eine Art pflanzliches Öl, das aus der Palmfrucht gewonnen wird, wird bei einer Reihe von Produkten eingesetzt, die von Konsumenten bereitwillig benutzt werden.

Das Pflanzenöl ist in ungefähr 40-50% aller Haushaltsprodukte zu finden und wird bei allem verwendet, von Shampoo und Backwaren bis zu Nutella und Reinigungsmitteln. Leider ist der Inhaltsstoff für die Umwelt und die Tierwelt verheerend – allen voran für Orang Utan-Populationen.orantuan1

Laut One Green Planet sind Palmölplantagen verantwortlich dafür, dass jedes Jahr ungefähr 1.000 Orang Utans getötet werden. Das liegt hauptsächlich daran, dass Wälder für die Produktion gerodet werden. Mittlerweile sind nur noch 6.300 frei lebende Orang Utans in Sumatra übrig geblieben, und zwei Spezies von Orang Utans werden nun als gefährdet eingestuft.

Während Aktivisten das Bewusstsein für das Problem erhöhen, wird noch nicht genug dagegen unternommen. Bis ein großer Prozentsatz der Konsumenten es ablehnt, Produkte zu kaufen, die Palmöl beinhalten, werden die Wälder weiterhin für Plantagen gerodet. Dies darf nicht weiterhin zugelassen werden, und einige wenige ergreifende Bilder bekräftigen diese Aussage.

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Kürzlich stieß International Animal Rescue (IAR) auf einen verängstigten Orang Utan, der sich an den letzten Baum auf einem zerstörten Feld klammert. Er war “hilflos, am verhungern und dem Tod geweiht”, gaben die Aktivisten bekannt.

Das Zuhause des Orang Utans wurde zerstört, wahrscheinlich um Platz zu machen für eine Palmölplantage, und das herzerreißende Bild zeigt ihn, wie er sich verunsichert an den Baum klammert und nicht weiß, was er als Nächstes machen soll.

Dazu sagt IAR:

Zum Glück erreichte unser Team diesen Orang Utan gerade noch rechtzeitig, und es war dadurch in der Lage, ihn an einem anderen Ort in Sicherheit zu bringen.

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The Dodo erklärt dazu, dass die wenigen Orang Utans, die die Zerstörung ihres Zuhauses überleben, bei IAR in guten Händen sind. Aktivisten der Organisation kümmern sich darum, den Affen die medizinische Versorgung und Fürsorge zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen, damit sie den Rest ihres Lebens in Frieden und Sicherheit verbringen können.

Während die Arbeit von IAR bewundernswert ist, handelt es sich dabei nur um einen allerletzten Versuch, um die Wildtiere zu schützen, die durch die menschlichen Aktivitäten benachteiligt werden. Klicken Sie hier, um mehr über die Produkte zu erfahren, die Palmöl beinhalten und die Sie wahrscheinlich kaufen, und erwägen Sie, IAR eine Spende zukommen zu lassen, indem Sie diesem Link folgen.

Denken Sie daran, dass Sie mit ihrem Geld entscheidenden Einfluss ausüben und Ihr Aktivismus auf diese Weise weit wichtiger ist, als Ihnen möglicherweise bewusst ist.

Bitte kommentieren Sie unten, was Sie darüber denken, und teilen Sie diese Nachricht!

Verweise:

http://www.internationalanimalrescue.org/

https://www.thedodo.com/orangutan-last-tree-rainforest-1747799617.html

https://www.internationalanimalrescue.org/donate

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Frankreich führt Palmölsteuer ein zum Schutz der Regenwälder und Orang-Utans in Indonesien

in Umwelt
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Frankreichs Nationalversammlung plant gerade, eine neue Abgabe auf Palmölimporte aus Indonesien und Malaysia einzuführen, die sich im Jahr 2017 auf 30 € pro Tonne belaufen und im Jahr 2020 auf 90 € pro Tonne erhöht werden wird.

Wieder einmal ist Frankreich jedermanns Lieblingsland. Die fortschrittliche Nation hat nicht nur die  absichtliche Zerstörung von Nahrungsmitteln durch Supermärkte strafbar gemacht, es war auch führend bei der grünen Reform, dass alle neuen Gebäude nun entweder einen grünen Garten oder Solarmodule auf ihren Dächern haben müssen.

Nun versucht Frankreich, eine Palmölsteuer einzuführen, die den Regenwäldern in Indonesien und Malaysia nutzen und die wertvolle Tierwelt schützen soll.

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Falls ihr es noch nicht wissen solltet, Palmöl ist ein beliebter Rohstoff vieler Produkte, einschließlich Snacks, Waschmittel, Kosmetika und unzähliger anderer Billigprodukte. Leider zerstört die Herstellung dieses Öls die Umwelt und die Orang-Utan Population auf Sumatra.

In den letzten zehn Jahren ist die Orang-Utan Population durch Verlust ihres Lebensraumes um 50 % zurückgegangen. In Zahlen ausgedrückt: Es gibt nur noch 6.300 Orang-Utans auf Sumatra. Häufig werden die Affen verbrannt oder abgeschlachtet, wenn Arbeiter den Regenwald abholzen, um Platz für die Palmöl Plantagen zu machen.

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Zusätzlich werden durch Abholzung eines Torfwaldes in der Größe eines Hektars 6.000 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. Offensichtlich stehen die kurzfristigen Gewinne durch Palmöl in keinem Verhältnis dazu.

Glücklicherweise setzt Frankreich nun dieser Brutalität ein Ende.

One Green Planet berichtet, dass die Nationalversammlung eine neue Abgabe auf Palmölimporte aus Indonesien und Malaysia plane, die sich auf 30 € pro Tonne im Jahr 2017 belaufen und im Jahr 2020 auf 90 € pro Tonne erhöht werden wird.

Während die Regierungen von Indonesien und Malaysia Protest einlegten (da sie die weltgrößten Palmölhersteller sind), treibt Frankreich die Gesetzeseinführung voran. Das Land hat die Steuer schon abgeschwächt, da anfangs 300 € pro Tonne geplant wurden.

Zwar muss das Gesetz, was Teil eines weiteren Gesetzes zur Artenvielfalt ist, noch den Senat passieren; es wird jedoch erwartet, dass dieses im Mai oder Juni durch sein wird. Staatssekretärin für biologische Vielfalt, Barbara Pompili, sagte der Nationalversammlung:

„Mit der Einführung einer Steuer auf Produkte, die weltweit anerkannt im Zusammenhang mit der Abholzung des Regenwaldes stehen, setzt Frankreich ein starkes Zeichen in Sachen Umweltschutz.“

Während Verbraucher die Möglichkeit haben – und sicherlich auch die Pflicht –, Produkte aus Palmöl zu boykottieren, ist es genauso die Pflicht der Regierung, Maßnahmen zu ergreifen. Die Besteuerung des Rohstoffes wird hoffentlich zu einem merklichen Rückgang im Verbrauch und zu einem Anstieg innovativer Lösungen führen.

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