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Chemische Waffen

Was die Medien Ihnen nicht über den Angriff mit chemischen Waffen in Syrien berichten

in Geopolitik

Am Dienstag hat sich in Syrien ein weiterer Angriff mit chemischen Waffen ereignet. Dieser spezielle Angriff fand in der Provinz Idlib statt, und Berichten zufolge sind als Ergebnis davon Dutzende gestorben.

Für Syrien sind Angriffe mit chemischen Waffen nichts Neues. Bereits 2013 gab es zwei besonders verheerende Angriffe, mit denen die Obama-Regierung einen direkten Angriff gegen die Assad-Regierung zu rechtfertigen versuchte.

Die UNO untersuchte 2013 gründlich den ersten Angriff. Carla del Ponte von der Untersuchungskommission der UNO sagte schließlich, dass die Indizien darauf hindeuten, dass der Angriff von den syrischen Rebellen ausgeführt wurde – nicht von der syrischen Regierung. Trotzdem nahm die Unterstützung für die syrischen Rebellen von Seiten der USA und ihrer Verbündeten noch mehr zu, was ernsthafte Fragen über Obamas Aufrichtigkeit aufwirft, wenn er chemische Angriffe verurteilt.

Der Gewinner des Pulitzer-Preises, Seymour Hersh, fand heraus, dass der zweite große Angriff in ähnlicher Weise begangen wurde. Hersh kam zu dem Ergebnis, dass die USA ziemlich offensichtlich versuchten, die Beweismittel in einen anderen Kontext zu stellen, um einen Angriff gegen Assad zu rechtfertigen, ohne überhaupt die Al-Nusra-Front in Betracht zu ziehen, eine Terrorgruppe mit Zugang zu Nervenkampfstoffen, die als einer der Hauptverdächtigen hätte gelten sollen.

2016 kam die UNO zu der Schlussfolgerung, dass die syrische Regierung während des jahrelang andauernden Konflikts tatsächlich chemische Waffen einsetzte, aber dass ISIS dies ebenfalls getan hatte. Und dies angesichts der Tatsache, dass die UNO 2013 auch verkündete, dass das Regime überhaupt keine chemischen Waffen mehr besitze.

Diese Tatsachen werden jedoch bei sämtlichen „seriösen“ Kommentaren über den kürzlichen Angriff in Syrien weitgehend ausgeblendet. Obwohl diese Berichte zugänglich und verfügbar sind, hat die Welt sich stattdessen dazu entschlossen, sie in eklatanter Weise zu ignorieren und einmal mehr überstürzt Assad die Schuld in die Schuhe zu schieben. Es ist auch erwähnenswert, dass eine der Quellen, die Syrien und/oder Russland die Schuld an diesem Angriff gibt, die sogenannte Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) ist, eine Organisation, die von einem einzigen Anti-Assad-Dissidenten in Coventry, England, betrieben wird. Dass diese Behauptungen durch den Syrischen Zivilschutz gestützt werden, trägt jedoch nicht zu ihrer Glaubwürdigkeit bei, angesichts der Tatsache, dass seine Führung laut Alternet-Berichten durch eine „pro-interventionistische Agenda angetrieben wird, die durch westliche Regierungen und Gruppen für Öffentlichkeitsarbeit konzipiert wurde, um ihnen den Rücken zu stärken“.

Und so verdammen die Medien und Politiker die Assad-Regierung auf’s Schärfste, ohne irgendeine der Geheimdienstinformationen direkt zu bestätigen. Beim Stand der Veröffentlichung dieses Artikels, brachte der Guardian drei Top-Schlagzeilen: eine berichtete über den Angriff und die nächsten beiden verurteilten direkt Assad (siehe hier und hier).

Sogar eine neuseeländische Zeitung, der New Zealand Herald, brachte einen ambitionierten Artikel mit dem Titel Donald Trump is the only leader who can stop Syrian atrocities [Donald Trump ist der einzige Staatschef, der die syrischen Gräueltaten beenden kann]. Nein – es ist nicht [die Satirezeitschrift] The Onion.

In dem Artikel ignoriert die Autorin alle vorher erwähnten Berichte in Bezug auf die Angriffe von 2013, indem sie behauptet, dass in diesem Jahr „das syrische Regime Sarin benutzte“. Sie behauptet auch, dass als Reaktion darauf „Obama nichts getan hat“.

Die Behauptung, dass Obama „nichts getan hat“, ergibt aber gar keinen Sinn. Alleine 2016 warf Obama über 26.000 Bomben ab – von denen fast die Hälfte in Syrien gelandet ist. Diese Bomben regneten in unmittelbarer Verletzung internationaler Gesetze auch auf syrische Truppen herunter. Als Präsident beaufsichtigte Obama auch die Ausgaben der CIA für die Ausbildung syrischer Rebellen in Höhe von ungefähr einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Indem Befürchtungen, dass „Fake News“ unsere demokratischen Institutionen bedrohen, sowohl von Seiten der Mainstream-Medien als auch des Präsidenten aufrechterhalten werden, stellt sich die Frage, wie sonst wir diese einseitigen Berichte über Syrien nennen können, wenn nicht als „Fake News“? Nachrichten sollten auf Beweisen basiert sein, und sich nicht an einer außenpolitischen Agenda oder einem Regimewechsel orientieren.

Vielleicht setzte die syrische Regierung chemische Waffen ein, womit sie angesichts dessen, dass unmittelbar darauf eine internationale Ächtung und Rufe nach Kriegseinsätzen auf dem Fuße folgen, eine Dummheit begangen hätte, da die USA nur wenige Tage zuvor offen erklärten, dass sie in Erwägung ziehen, Assad künftig in Ruhe zu lassen. Aber was wäre, wenn die syrische Regierung nicht verantwortlich wäre, und der Angriff, wieder einmal, von den syrischen Rebellen begangen worden ist? Wird sich die Welt geschlossen hinter die Aufrufe der Kongressabgeordneten Tulsi Gabbard stellen, mit der Bewaffnung terroristischer Gruppierungen in Syrien aufzuhören?

Oder ist es so, dass wir uns nur an Angriffen mit chemischen Waffen stören, wenn es Anzeichen dafür gibt, dass die syrische Regierung dahintersteckt?

Man sollte im Hinterkopf behalten, dass wenn die Rebellen den Angriff verübt haben, die USA eigentlich etwas dagegen tun könnten, angesichts dessen, dass Amerika und seine Verbündeten sie aktiv unterstützen. Gruppierungen die Unterstützung zu entziehen, die auf diese Taktiken zurückgreifen, würde die Sicherheit Syriens erhöhen. Daran besteht jedoch kein Interesse, weil es den Anschein hat, dass die Medien bei dieser Geschichte ihre Aufmerksamkeit nur darauf richten, Unterstützung für eine Fortsetzung des Krieges und Blutvergießens im Nahen Osten zu gewinnen – und sonst gar nichts.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/media-isnt-telling-yesterdays-chemical-attack-syria/

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Monsanto versorgte Israel mit chemischen Waffen; trägt Schuld an Kriegsverbrechen

in Politik

Monsantos Geschichte als Unternehmen in der Lebensmittelbranche und im Pestizidgeschäft ist mittlerweile sehr gut dokumentiert. Der agrarwirtschaftliche Gigant taucht weltweit in vielen Schlagzeilen auf; zum Beispiel geht es um die Vergabe von Patenten für synthetisches Marihuana an Monsanto, oder um den Massenselbstmord von indischen Bauern, oder um den 08/15-Prozess zur Fremdbestäubung von Nutzpflanzen. Kurzum: Monsanto ist in jeden Vorfall in der agrarwirtschaftlichen Welt involviert. Ein weiterer erschreckender Vorfall bringt Monsanto nun in Verbindung mit der Nutzung von Phosphorbomben gegen Palästinenser im Gaza-Streifen in den Jahren 2008 und 2009.

Palestinian civilians and medics run to safety during an Israeli strike over a UN school in Beit Lahia, northern Gaza Strip early on January 17, 2009. A woman and a child were killed early today in the Israeli strike on the UN-run school in northern Gaza where civilians were sheltering from the fighting, medics and witnesses said. Fierce clashes were underway around the school as Israeli tanks exchanged fire with Palestinian militants, they said. AFP PHOTO / MOHAMMED ABED ALTERNATIVE CROP (Photo credit should read MOHAMMED ABED/AFP/Getty Images)
Palästinensische Zivilbürger und Sanitäter bringen sich während eines israelischen Angriffs auf eine Schule der Vereinten Nationen in Beit Lahia im nördlichen Gaza-Streifen in Sicherheit. Der Angriff fand am frühen Morgen des 17. Januar 2009 statt. Eine Frau und ein Kind wurden während des israelischen Angriffs auf die von den Vereinten Nationen betriebene Schule im nördlichen Gaza-Streifen getötet. Zivilbürger hatten dort Schutz vor den Kämpfen gesucht, sagten Sanitäter und Augenzeugen. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen im Umkreis der Schule, als sich israelische Panzer und palästinensische Militanten einen Schusswechsel lieferten, sagten sie. (Quellenangabe: MOHAMMED ABED/AFP/Getty Images)

Es ist nicht das erst Mal, dass Monsanto mit chemischen Waffen in Verbindung gebracht wird. Im Rahmen der Verwendung von Agent Orange im Vietnamkrieg tauchte Monsantos Name aus und seitdem hat die Firma einige Anstrengungen unternommen, um sich von ihrer Geschichte loszulösen. Jetzt sind stark nachbearbeitete Dokumente der U.S.-Army aufgetaucht, die Monsanto als den alleinigen Hauptlieferanten von Phosphorbomben (White Phosphorus, WP) nennen. Gleichermaßen erschreckend ist der Appell an die Regierung, Monsanto bei der Versorgung und Produktion dieser Chemikalie zu unterstützen; die Begründung lautet: um das Risiko zu reduzieren für den „Kämpfer im Krieg in Zeiten des nationalen Notstands“.

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Ja, ihr habt richtig gelesen. Den Dokumenten zufolge ist die Verwendung von Phosphorbomben durch Monsanto im Gaza-Streifen besonders verbreitet; es wird von 180.000 Pfund (rund 81.646 Kilo) Phosphorbomben berichtet. Die Website Current Events Inquiry hat vor einiger Zeit Dokumente dazu veröffentlicht, welche die Aktivitäten der mit dicht besiedelten zivilen Gebieten in Verbindung bringt, die angegriffen worden waren. Klickt hier um zu der Seite zu gelangen, auf der die Dokumente gehostet werden und erfahrt mehr darüber.

In den nachbearbeiteten Dokumenten steht, dass Phosphorbomben so lebensgefährlich sind, dass die Lagerung in „Unterwasser-Lagertanks bei PBA in Pine Bluff, Arkansas“ gerechtfertigt ist. In einem anderen Artikel berichteten ein Brigadegeneral der ägyptischen Armee im Ruhestand und ein Experte in Militärangelegenheiten über die verheerenden Effekte von Phosphorbomben.

Zu ihrer Verwendung sagte Safwat Al-Zayat: „In dem Fall, dass ein Gebiet mit weißem Phosphor kontaminiert wird, lagert sich das Phosphor im Boden, im Flussbett oder auf dem Grund eines Sees ab und sogar in Fischen. Wenn der menschliche Körper Kontakt mit weißem Phosphor hat, verbrennt es die Haut und das Fleisch; nur die Knochen bleiben übrig“, fügt er hinzu und erklärt, dass diese verbotene Waffe von Israel verwendet wird.

Israels Verwendung der tödlichen Substanz in zivil besiedelten Gebieten richtet sich gegen die internationalen Menschenrechte und stellt ein Kriegsverbrechen dar. Ein 71 Seiten langer Bericht der gemeinnützigen Organisation Human Rights Watch skizziert die Konsequenzen nach Augenzeugenberichten.

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„… Forscher für Human Rights Watch im Gaza-Streifen fanden unmittelbar nach dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen verbrauchte Geschosse, Kanister-Innenisolierungen und Dutzende von verbrannten Filzkeilen, die weißes Phosphor beinhalteten. Die Fundstücke lagen auf den Straßen der Stadt, auf den Dächern von Wohngebäuden, in Innenhöfen von Wohnblocks und in einer Schule der Vereinten Nationen. Der Bericht legt auch ballistische Beweise vor, Fotografien und Satellitenbilder, sowie Dokumente vom israelischen Militär und von der Regierung.“

Nach der aktuellen Beweislage (und weiteren Beweisen) steht Monsanto jetzt auf derselben Stufe wie Israel mit seinen Verbrechen gegen die Menschheit; trotzdem ist das U.S.-Militär dafür, dass die Produktion von Phosphorbomben weitergeführt wird.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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