Studie bestätigt: Alkohol ist im Straßenverkehr zehnmal tödlicher als Cannabis

in Gesundheit/Welt

Eine Prüfung von über 3.600 Fällen kommt zu dem Schluss, dass Alkohol zehnmal tödlicher auf der Straße ist als Cannabis – eine Tatsache, die gerade erst durch die Legalisierung bestätigt wird. Gegner der Legalisierung haben lange argumentiert, dass legales Cannabis eine erhebliche Gefahr auf den Straßen darstellen würde, aber wie sich einmal mehr bestätigen lässt, ist es in der Tat viel „sicherer“ als Alkohol, eine Droge, die allein auf Amerikas Straßen Hunderttausende von Menschen getötet hat.

Die Studie wurde in Frankreich durchgeführt und konzentrierte sich auf Daten aus allen tödlichen Unfällen in Frankreich im Jahr 2011.

Sie bewertet das erhöhte Risiko, unter dem Einfluss verschiedener Substanzen zu fahren, und stellte fest, dass „Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol 17,8-mal häufiger verantwortlich für einen tödlichen Unfall sind“, im Vergleich zu völlig nüchternen Fahrern. Fahrer, die unter dem Einfluss von Cannabis stehen, sind dagegen 1,65-mal häufiger für einen tödlichen Unfall verantwortlich.

Die Ergebnisse dieser Studie sind sehr relevant für die Debatte über die Legalisierung von Cannabis und bestätigen weiterhin die Argumente, die von Befürwortern der Legalisierung angebracht werden.

„Diese Ergebnisse stimmen mit den neuesten Studien zu Alkohol und Cannabis und dem Risiko für das Autofahren überein. Anfang dieses Jahres untersuchte David Bienenstock die Schätzungen über Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss und stellte fest, dass THC-positive Fahrer ein um 5% höheres Unfallrisiko haben als Fahrer ohne Drogen oder Alkohol im Körper. Diese Zahl stammt aus der bisher größten nationalen Fall-Kontroll-Studie in den USA, die von der dortigen Bundesbehörde für Verkehrssicherheit veröffentlicht wurde. Die gleiche Studie ergab, dass Fahrer mit einem Blutalkoholspiegel von 0,8 Promille, die gesetzliche Grenze in den meisten US-Staaten, um 293% wahrscheinlicher in einen Unfall verwickelt waren. Fahrer, die mit SMS-Textnachrichten beschäftigt waren, trugen eine um 310% höhere Unfallwahrscheinlichkeit.“

Im Jahr 2015, zeigte eine damals erste Studie ihrer Art, dass Cannabis geringe bis gar keine signifikanten Auswirkungen auf das Fahren hatte, und schloss die folgenden vier wichtigen Erkenntnisse ein:

Fahrer unter dem Einfluss von nur Cannabis zeigten im Vergleich zu Fahrern, die unter dem Einfluss von Alkohol oder beiden Substanzen standen, eine geringe Einschränkung ihrer Fahrtüchtigkeit.

Fahrer mit Blutkonzentrationen von 13,1 μg/l THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol, das den Wirkstoff in Cannabis darstellt) zeigten eine ähnliche Beeinträchtigung wie Fahrer mit einer 0,8 Promill-Atemalkoholkonzentration, die gesetzliche Grenze in den meisten Staaten. Die derzeitige gesetzliche Grenze für THC liegt in den USA beispielsweise in Washington und Colorado bei 5 μg/L.

Fahrer, die Alkohol und Cannabis zusammen konsumieren, haben ein höheres virtuelles Risio als diejenigen, die beide Substanzen unabhängig voneinander verwenden, obwohl der Konsum beider Substanzen die Beeinträchtigung nicht verdoppelt.

Die Mundspeichelanalyse eines Fahrers kann den kürzlichen Konsum von Cannabis erkennen, obwohl es nicht als ein zuverlässiges Maß für eine tatsäschliche Beeinträchtigung angesehen werden sollte.

Alkohol ist jedoch weithin dafür bekannt, dass er auf der Straße sehr gefährlich ist:

„Alkohol ist die am häufigsten vorkommende Droge bei Straßenkontrollen durch die Polizei; Cannabis ist die zweithäufigste, und Cannabis wird häufig mit Alkohol unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte gepaart.

Wir wissen, dass Alkohol gewiss ein Problem ist, aber ist Cannabis ein Problem oder ist Cannabis ein Problem, wenn es mit Alkohol kombiniert wird? Wir haben versucht, es herauszufinden.“ ~ Tim Brown, wissenschaftlicher Mitarbeiter der US-Bundesbehörde für Verkehrssicherheit NADS und Co-Autor der Studie.

Abschließende Gedanken

Obwohl diese Beweise nicht als ein Zeichen dafür angesehen werden sollten, dass mit Cannabis in Verbindung stehende Todesfälle durch Automobile unbedeutend sind, stärkt diese Forschung dennoch das Argument, dass Cannabis auf vielfache Weise viel „sicherer“ ist als Alkohol. Dies unterstützt die Sichtweise, dass die Legalisierung weitaus positivere Auswirkungen auf die Gesellschaft hätte, als weiterhin die oft erschreckende Kriminalisierung dieser natürlichen Pflanze fortzuführen und die Justiz- und Gefängnissysteme zu überlasten.

Verweise:

 

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