WikiLeaks: Alkoholindustrie bestach Kongress, um Cannabis zu denunzieren

in Gesundheit

Gerade erst durchgesickerte Informationen enthüllen, dass Bedienstete einiger der führenden Alkoholhersteller in Amerika Geld dafür ausgaben, um Mitglieder des Kongresses dazu zu bewegen, sich dem angeblichen Problem des „Fahrens unter Marihuana-Einfluss“ zu widmen.

Wenn man die Auswirkungen von Marihuana und Alkohol vergleicht, ist Alkohol unangefochten. Angefangen damit, dass Alkohol für beinahe 88.000 Todesfälle in den Vereinigten Staaten pro Jahr verantwortlich ist und Marihuana für „0“.

Außerdem können Menschen an einer Überdosis Alkohol sterben, was bei Marihuana nahezu unmöglich ist. Salon teilt mit, dass während der Konsum von Alkohol das menschliche Gehirn schädigt, dies bei Marihuana nicht der Fall ist. Natürlich behaupten wir nicht, dass Rauchen letztendlich nicht auch seinen Tribut auf Kosten der Lunge fordern wird, aber man fand heraus, dass Kiffen weit weniger schädlich für die körperliche Gesundheit ist als regelmäßiger Alkoholkonsum. Außerdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass laut Forschungsergebnissen Alkohol die weitaus süchtigmachendere Substanz ist.

Leider werden die Durchschnittsamerikaner nicht über diese Tatsachen informiert und sie glauben immer noch, dass Marihuana eine Einstiegsdroge für letztendlich härtere Substanzen ist. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die US-Regierung offenkundig jahrzehntelang über Cannabis – und die Spannbreite seiner Nutzungsmöglichkeiten – gelogen hat.

Die weitverbreitete medizinische Anwendung kann jahrtausendelang zurückverfolgt werden, als chinesische Ärzte das Kraut als Betäubungsmittel verwendeten, indem sie die pulverisierte Pflanze zur Anwendung vor Operationen mit Wein mischten. In Ägypten wurde die Pflanze zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten benutzt, einschließlich Hämorrhoiden. Und in Indien schwor man allgemein auf Cannabis, um eine Vielzahl von Erkrankungen zu behandeln, einschließlich Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Störungen des Magen-Darm-Traktes und Schmerzen.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es in den Vereinigten Staaten immer noch als vollkommen akzeptabel betrachtet, Cannabis anzubauen und zu ernten. Allerdings nahmen die Dinge eine Wendung zum Schlechteren, als während der Weltwirtschaftskrise Befürchtungen gegenüber dem Kraut aufkamen und Marihuana in über 20 Staaten verboten wurde.

Entgegen der Tatsache, dass die Unabhängigkeitserklärung auf Hanfpapier verfasst wurde und dass die Cannabispflanze für eine Reihe von Anwendungen benutzt werden kann – die sich nicht auf die Industrie, Kleidung und Medizin beschränken – wird sie von den Mainstream-Medien zumeist immer noch gebrandmarkt.

Könnte dies möglicherweise auf die Alkoholindustrie zurückzuführen sein, indem sie Beamte besticht, um das Kraut zu diskreditieren und loszuwerden? Laut einer kürzlich auf WikiLeaks enthüllten Information ist genau das der Fall.

Kürzlich wühlte sich ein Blogger für die Internetseite der Cannabis-Industrie Marijuana.com durch Hunderte von geleakten DNC-E-Mails nach irgendwelchen Hinweisen über das verkannte Kraut. Dabei wurde er in der Huddle-Ausgabe vom 24. Mai 2016 fündig, einem täglichen Newsletter für „Capitol Hill-Insider“, der von der Politico-Internetseite produziert wird.

Laut eines Berichts beinhaltete die Ausgabe eine bezahlte Werbung von Wine & Spirits Wholesalers of America (WSWA). Hier ein Auszug daraus:

Während die WSWA bezüglich des Themas der Legalisierung einen neutralen Standpunkt einnehmen, sind sie davon überzeugt, dass die Legalisierung von Marihuana eine angemessene und effektive Regulierung zum Schutz der Öffentlichkeit vor den Gefahren sicherstellen muss, die mit dem Missbrauch und der Zweckentfremdung von Marihuana in Zusammenhang stehen…In den Jahren seit der Staat den medizinischen Gebrauch legalisiert hat, haben die Strafverfolungsbeamten in Colorado eine signifikante Zunahme von Verkehrstoten dokumentiert, bei denen die Fahrer positiv auf Marihuana gestetet wurden…

Der Kongress sollte die Sektion 4008 der FAST-Verordnung (PL 114-94) im FY 2017-Mittelzuweisungsvorgang voll finanzieren, um die Häufigkeit von Fahren unter Marihuana-Einfluss zu dokumentieren, Beeinträchtigungsstandards zu entwerfen und Methoden zur Entdeckung von Fahrbeeinträchtigungen festzusetzen.

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Zusätzlich dazu, dass diese spezielle Information auf der Internetseite von WikiLeaks erschienen ist, ist sie auch auf InboxCart zu finden, einer Internetseite zur Archivierung von Newslettern. Jedoch scheint es, dass die Werbung und Nennung des Sponsors nur in der Version erschienen ist, die direkt zum Posteingang von Kongressmitgliedern und „Beltway-Insidern“ geschickt wurde, weil das WSWA-Statement nicht im Text dieser Ausgabe des Huddle-Archivs auf Politico zu finden ist.

Laut HighTimes wird die Regierung eine jahrelange Untersuchung durchführen und dann Empfehlungen aussprechen, einschließlich eines „Beeinträchtigungsstandards“ für Fahren unter Marihuana-Einfluss, so wie dies vom Fixing America’s Surface Transportation (FAST) Act verlangt wurde, den Obama letzten Dezember unterschrieb.

In einer Presseerklärung äußerten sich die WSWA folgendermaßen über die Gesetzgebung:

Es gibt gegenwärtig keinen wissenschaftlichen Konsens hinsichtlich der Menge, ab der der Marihuana-Konsum einen Fahrer beeinträchtigt sowie keine effektive Möglichkeit, diese Beeinträchtigung in der Praxis zu messen. Dies ist problematisch für die Strafverfolgung, die im Gegensatz dazu, schnell und effektiv eine wissenschaftliche und durch das Gesetz unterstützte Bemessung der Beeinträchtigung durch Alkohol festsetzen kann.

Viele glauben, dass die Alkoholindustrie sich darüber bewusst ist, dass indem Marihuana zunehmend in der Freizeit genutzt und weniger tabusiert wird, sich wahrscheinlich immer mehr Leute für das Kraut entscheiden, als ihre Gesundheit und geistige Zurechnungsfähigkeit dem Konsum von Spirituosen zu opfern, was auch zu geringeren Profiten für die Bier-, Wein- und Schnapshersteller sowie -verkäufer führen wird.

Daraus resultiert, dass die Industrie alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um die Legalisierung von Cannabis zu verhindern, so dass der Kommunikationsdirektor für das Marijuana Policy Project, Morgan Fox, zur Vorsicht mahnt, indem er sagt:

Niemand sollte unter Marihuana-Einfluss fahren und wir sollten sicherlich mehr Forschung über alle Aspekte der Substanz betreiben, einschließlich seiner Auswirkungen auf das Fahren. Jedoch ist es für die Alkoholindustrie schwierig, einen legitimen Grund dafür zu haben, das Thema aufzugreifen, angesichts dessen, dass Fahren unter Marihuana-Einfluss bereits illegal ist und die bestehenden Forschungsergebnisse zeigen, dass die Auswirkungen von Marihuana auf das Fahrverhalten deutlich geringer sind als bei Alkohol. Sie würden gut daran tun, stattdessen Forschungen darüber zu finanzieren, wie das Fahren bei Trunkenheit verringert werden kann.

Ohne Frage ist die Sicherheit auf den Straßen und Autobahnen in den USA ein kritisches Problem, aber das Thema „Fahren unter Marihuana-Einfluss“ wird weitgehend falsch interpretiert. Zum Beispiel hat Colorado eine Zunahme bei den Unfalltoten beobachtet, seit das Kraut 2012 legalisiert wurde, aber die Zunahme bei den Todesfällen stimmt mit dem nationalen Trend überein und hängt höchstwahrscheinlich mit dem niedrigen Ölpreis (und dem Migrantenzustrom in den Staat) zusammen.

Außerdem versäumten es die WSWA zu erwähnen, dass 2011 eine Studie zu dem Ergebnis kam, dass in Staaten, die medizinisches Marihuana legalisiert hatten, ein Rückgang der Verkehrstoten zu verzeichnen war.

Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com

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