Genozid gegen Muslime geht weiter in Myanmar, Friedensnobelpreisträger schweigt [Video]

in Menschenrechte/Politik/Welt

Mehrere Menschenrechtsgruppen haben zahlreiche Fälle von Misshandlungen und Rechtsverletzungen seitens des Militärs gegen die Rohingya dokumentiert. Dazu gehören unter anderem Massentötungen, Vergewaltigungen, Folter und Festsetzung.

Im Juli 2016 berichteten wir über erneuten Gewaltausbruch gegen die muslimische Bevölkerungsminderheit des ehemaligen Unruhestifer-Landes in Südostasien, Myanmar, auch bekannt als Burma.

Myanmar ist seit Erlangung seiner Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft in einen der weltweit längsten Bürgerkriege verwickelt. Während dieser Zeit berichteten die Vereinten Nationen und mehrere andere Menschenrechtsorganisationen über fortgesetzte und systematische Menschenrechtsverletzungen in dem Land.

Im Staat Rakhine ist die ethnische Minderheit der Rohingya seit Jahren der Unterwerfung ausgesetzt.  In der Tat ist die Unterwerfung der Rohingya-Muslime staatlich gebilligt.

Myanmar ist ein überwiegend buddhistisches Land. Die Rohingya werden von den buddhistischen Hardlinern im Land als staatenlos betrachtet. Viele Menschen betrachten sie als von den Briten während der Kolonialzeit vom benachbarten Bangladesh ins Land gebrachte illegale Einwanderer. Das ist wahr. Die Briten „IMPORTIERTEN“ die Rohingya aus dem heutigen Bangladesh, um als Landarbeiter für die Produktion von Rohstoffen zu dienen und so ihre heimischen Industrien in Großbritannien zu bedienen. Als die Briten Myanmar verließen, vergaßen sie indes die Rohingya. Das ist die Grundlage für diese derzeitige Situation in Myanmar.   Können Sie erkennen, was der von Gier und Egoismus getriebene Kolonialismus verursacht hat?

Die Rohingya-Flüchtlinge sind daher weitgehend in armselige Flüchtlingslager verbannt worden und unterliegen starken Beschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit und des Zugangs selbst zu grundlegenden Dienstleistungen.

Rohingya Muslims cry as Border Guard Bangladesh (BGB) catch them in a check post in Cox’s Bazar, Bangladesh, November 21, 2016. REUTERS/Mohammad Ponir Hossain

Im Jahr 2012 brach religiös motivierte Gewalt in Rakhine aus. Die Rohingya wurden hart getroffen. Viele mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Schätzungen zufolge waren aufgrund der Gewalt mehr als 100.000 Rohingya-Muslime gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

Seit diesen Gewaltausbrüchen gibt es bis heute keinerelei Anzeichen für eine friedliche Lösung. In der Tat hat sich die Situation immer weiter verschlechtert. Die Regierung des Landes, die von der durch Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gegründeten Nationalen Liga für Demokratie geführt wird, hat darauf mit dem Einsatz des Militärs zur Wiederherstellung der Ruhe in von Gewalt gegen die Rohingya betroffenen Gebieten reagiert.

Aber weil die meisten dieser Soldaten Buddhisten sind und die Rohingya-Muslime hassen, haben sie anstatt der Durchsetzung von Gesetz und Ordnung zu dienen, ihre Waffen gegen die schutzlosen Flüchtlinge gewandt, die sie eigentlich vor Gewalt bewahren sollten.

Mehrere Menschenrechtsgruppen haben zahlreiche Fälle von Misshandlungen und Rechtsverletzungen seitens des Militärs gegen die Rohingya dokumentiert. Dazu gehören unter anderem Massentötungen, Vergewaltigungen, Folter und Festsetzung.

Die in den Vereinigten Staaten ansässige Aktivistengruppe Human RightsWATCH hat offen die Aktionen von Myanmars Militär gegen die Rohingya-Muslime als klaren Fall von „ethnischen Säuberungen“ bezeichnet.

Nach Ansicht von Professor William Schabas, einem Völkermord-Experten, bedeutet die Tatsache, dass Myanmar die nationale Identität der Rohingya leugnet, dass das Land nicht will. dass sie leben. „Der Versuch, die Identität der Menschen zu leugnen, in der Hoffnung, dass sie irgendwann verschwunden sein werden, ihre Geschichte zu leugnen, ihnen das Recht abzusprechen, zu leben, wo sie sind – das alles sind Anzeichen dafür, dass es nicht unseriös ist, wenn man den Begriff „Völkermord“ heranzieht, sagte Schabas.

Seit Oktober 2016 hat sich die Situation in Myanmar für die Rohingya immer weiter verschlechtert. Am 9. Oktober griff eine Gruppe von militanten Islamisten drei Grenzposten an der Grenze zwischen Myanmar und Bangladesch an, wobei neun Polizisten getötet wurden. Myanmars Militär behauptete, der Angriff sei von der Organisation zur Solidarität mit den Rohingya durchgeführt worden. Das Militär rief dann eine Operation ins Leben, deren Aufgabe als Terrorismusbekämpfung beschrieben wurde.

Jedoch hat diese sogenannte Terrorismusbekämpfungsoperation für die Rohingya zu einer humanitären Katastrophe geführt. India Express berichtet, dass während der vom Militär durchgeführten Aktion zur Bekämpfung des Terrorismus mehr als 100 Rohingya getötet, mehrere andere festgenommen und etwa 1200 von Rohingya bewohnte Gebäude abgebrannt wurden.

Darüber hinaus gab es zahlreiche Berichte, die nahelegen, dass viele schutzlose Rohingya Frauen mit vorgehaltener Waffe von Armeeoffizieren vergewaltigt und missbraucht wurden. Während der Operation blockierte das Militär jede Form von humanitärer Hilfe für die betreffenden Gebiete. Dadurch waren mehr als 30.000 Rohingya zu einer gefährlichen Flucht in benachbarte Gebiete gezwungen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten der Verfolgten sind Reisbauern und Kleinhändler, die bereits vor Beginn der militärischen Operation nur in entsetzlichen Bedingungen gelebt haben.

Aufgrund der beunruhigenden Berichte aus Myanmar erklärte das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen, dass die Verfolgung der Rohingya-Muslime durch das Militär „Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkomme“. Im November 2016 schickten die Vereinten Nationen ihren ehemaligen Chef Kofi Annan nach Myanmar, um eine dauerhafte Lösung für das Rohingya-Problem zu finden. Bei seinem Eintreffen traten Annan jedoch buddhistische Demonstranten gegenüber, die geltend machten, dass sie gegen eine ausländische Intervention seien.

Während die Vereinten Nationen und andere Menschenrechtsgruppen nach einer dauerhaften Lösung für die Krise streben, schweigt Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi weiterhin. Derzeit bekleidet San Suu Kyi das Amt des Staatsrats von Myanmar. Das ist eine der einflussreichten Positionen im Lande.

Das Schweigen der Nobelpreisträgerin von 1991 hat internationale Kritik auf sich gezogen. Sogar 23 Nobelpreisträger haben einen offenen Brief an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gesandt, in dem sie Vorwürfe über Suu Kyi ausprechen, da diese nichts dafür tue, den Rohingya dabei zu helfen, dem durch das Militär gegen sie entfesselten Terror zu entkommen.

Desweiteren haben andere Menschenrechtsgruppen gemeinsam eine Petition auf Change.org gestartet, um Unterschriften dafür zu sammeln, dass der Suu Kyi seinerzeit verliehene Nobelpreis wegen ihrer Untätigkeit in der Rohingya-Krise aberkannt wird. Bislang haben mehr als 200.000 Menschen die Petition unterzeichnet. Sie können hier klicken, um Ihre Unterschrift ebenfalls der Petition hinzuzufügen. Die Rohingyas brauchen unsere Hilfe. Wie die Videos zeigen, sind die Rohingya die derzeit in der Welt am meisten verfolgten Menschen.

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com   http://anonhq.com/genocide-against-muslims-unfolding-in-myanmar-nobel-peace-prize-winner-silent-video/

Tretet unserer Facebook neuen Gruppe bei, um aktuelle und wichtige Ereignisse und Geschehnisse mitzudiskutieren
loading...

Loading...

2 Comments

  1. Diese Berichterstattung scheint mir recht einseitig. – Human Rights Watch – wer ist das ?
    Wer finanziert diese NGO ? Wer hat Interesse daran, sich in die inneren Angelegenheiten Myanmars einzumischen ? 2010 war ich eben dort im Nordwesten des Landes, und das Erste, was mir die stolzen Nachkommen des ehemaligen Reiches Arakan zu klagen hatten war, dass die Muslime ihre Frauen und Mädchen nicht respektierten. Machen wir nicht just ähnliche Erfahrungen in Europa ? Fährt man in die Dörfer, begegnen einem überall Fahrrad-Dreiräder mit Batterie und Lautsprecher, die die Menschen mit dem Koran belästigen. Abgelumpte Bangladeshi lungerten in den Straßen von Sittwe herum. Die Burmesen – sie repräsentieren zig verschiedene ethnische Gruppen – müssen selbst genug ums Überleben kämpfen, da brauchen sie sicherlich keine “ kulturelle Bereicherung “ mehr.
    Bitte nicht zu vergessen, dass die Eroberung Indiens durch den Islam fast zur kompletten Ausrottung des Buddhismus geführt hat – über Jahrhunderte.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*