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anonymous

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Unglaublich, was Obama da sagt: Warum dieses Video dem Internet Angst macht

in Medien

Von utopia.de

Im Internet kursiert aktuell ein Video von Barack Obama, in dem der ehemalige amerikanische Präsident sich von einer ungewohnten Seite zeigt: Er flucht, beschimpft Donald Trump und sagt Dinge, die er so öffentlich eigentlich nie sagen würde. Das Video hat eine wichtige Botschaft.

„Du wirst nicht glauben, was Obama in diesem Video sagt“ – so heißt der kurze Clip auf YouTube, der am Dienstag hochgeladen wurde. Schon mehr als zwei Millionen Mal wurde das Video bislang aufgerufen.

„Donald Trump ist ein Volldepp“, sagt Obama in dem Clip. Außerdem: „Bleibt wachsam, Bitches“. Obama hat aber auch eine ernstere Botschaft an die Zuschauer: „Wir treten in eine Zeit ein, in der unsere Feinde es so aussehen lassen können, als ob jemand alles Mögliche sagt. Selbst wenn ich diese Dinge nie sagen würde.“ Hier wird klar: Das Video ist ein Fake – es hat jedoch eine eindrucksvolle Nachricht.

Nicht Obama spricht

Codex Humanus

Die Fälschung ist überraschend gut, auch nach mehrmaligem Ansehen würde man keinen Verdacht schöpfen, dass hier etwas nicht stimmt (abgesehen von dem merkwürdigen Inhalt der Rede). Produziert wurde das Video von US-Schauspieler und Regisseur Jordan Peele und der Online-Plattform „BuzzFeed“. Peele ist in der zweiten Hälfte des Videos zu sehen. Es ist auch seine Stimme, die in dem Video zu hören ist.

Das Video ist ein sogenannter „Deepfake“ – ein verfälschtes Video, das mithilfe von künstlicher Intelligenz hergestellt wurde. Peele und BuzzFeed nutzten dafür zwei Programme: Adobe After Effects und FakeApp, eine Anwendung, mit der sich das Gesicht in einem Video bearbeiten lässt. Insgesamt 56 Stunden soll die Videoproduktion gedauert haben.

Deepfakes auf YouTube

Auf YouTube kursieren bereits mehrere solcher Deepfakes, auch eines mit Angela Merkel. In dem Video hält sie eine Rede, statt ihrem Gesicht ist jedoch das von Donald Trump zu sehen – das Video sieht ebenfalls erschreckend realistisch aus (ab Sekunde 9):

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Gesundheitsminister Spahn kann sich nicht vorstellen seine Eltern zu pflegen

in Politik

Von epochtimes.de

Der Bundesgesundheitsminister kann sich nach eigenen Worten nicht vorstellen, seine Eltern selbst zu pflegen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich nach eigenen Worten nicht vorstellen, seine Eltern selbst zu pflegen.

„Meine Eltern würden es auch nicht erwarten, dass ich meinen Beruf aufgebe, um sie zu pflegen“, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung „Maischberger“.

Der auch für Pflege zuständige Minister ergänzte: „Ich würde so oft wie möglich versuchen, zuhause zu sein und mitzuhelfen.“ Alle würden in ihren Familien das Thema weit wegschieben – „meistens, bis es zu spät ist“.

Der Minister kündigte in der Sendung auch höhere Beiträge zur Pflegeversicherung an.

Codex Humanus

„Ich kann Ihnen jetzt schon sagen, wir werden in den nächsten Jahren nochmals erhöhen müssen, da muss man kein Riesen-Mathematiker sein“, sagte Spahn.

Der CDU-Politiker kündigte auch an, sich um den Pflegenotstand zu kümmern. Spahn will Pflegekräfte aus dem Ausland holen und die Ausbildung neu regeln. (dpa/so)

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„Giftgas in Duma“: Vermehrt Hinweise auf Inszenierung – Westen macht gegen OPCW-Untersuchung mobil

in Geopolitik

Von rt.com

Am Dienstag sind OPCW-Vertreter in der syrischen Stadt Duma eingetroffen, um Behauptungen über einen Giftgasangriff auf den Grund zugehen. Indes mehren sich Hinweise, dass der Vorfall inszeniert wurde. Der Westen zieht daher die OPCW-Ergebnisse bereits in Zweifel.

In der Nacht zum vergangen Samstag griff die Allianz aus Großbritannien, Frankreich und den USA mehrere Ziele in Syrien an. Ziel der Attacke sei es gewesen, ein angeblich existierendes Chemiewaffenprogramm auszuschalten. Laut Darstellung der beteiligten Länder sei dieses Ziel erfolgreich umgesetzt worden.

So sei eine Chemiewaffenfabrik in Damaskus zerstört worden. Tatsächlich handelte es sich bei der von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mehrfach kontrollierten Einrichtung laut deren Mitarbeitern um eine zivile Forschungseinrichtung. Die OPCW hatte dies erst in ihrem jüngsten Bericht vom März bestätigt.

Vorwand für den Militärschlag war ein angeblicher Chemiewaffeneinsatz vom 7. April in Duma bei Damaskus, bei dem laut islamistischen Aufständischen Dutzende Zivilisten getötet wurden. Der Westen macht die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad dafür verantwortlich.

Am Tag des Angriffs waren OPCW-Ermittler in Syrien eingetroffen, um den Vorfall zu überprüfen. Planmäßig sollten sie am Mittwoch ihre Arbeit vor Ort in Duma aufnehmen. Für die zeitliche Verzögerung zwischen ihrem Eintreffen in Syrien und der Arbeitsaufnahme in Duma macht der Westen Moskau verantwortlich.

„Zum heutigen Zeitpunkt verweigern Russland und Syrien den Kontrolleuren immer noch den Zugang zum Ort des Angriffs“, heißt es in einer Erklärung des französischen Außenministeriums vom Dienstag. Demnach sei es zwingend notwendig, dass die internationalen Prüfer vor Ort forschen könnten.

An der Erklärung des Außenministeriums sind zwei Dinge bemerkenswert. Zum einen der Einlass, dass eine Überprüfung vor Ort „zwingend notwendig“ sei. Wenn dies der Haltung von Paris entspricht, warum hat Frankreich dann Syrien nach dem Motto „erst schießen, dann aufklären“ angegriffen, ohne ein Untersuchungsergebnis abzuwarten? Und warum ist eine Untersuchung überhaupt noch zwingend notwendig, wo Paris doch behauptet, über Beweise für die Verantwortung der syrischen Armee für den Giftgaseinsatz zu verfügen?

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Zum anderen ist es allein dem Drängen Moskaus und der syrischen Regierung zu verdanken, dass die OPCW überhaupt Ermittler nach Syrien zur Untersuchung des Vorfalls entsandte, wie aus einer Erklärung der Organisation hervorgeht.

Russlands OPCW-Vertreter Alexander Schulgin erklärte zu dem Vorwurf, die Arbeit der Ermittler zu behindern:

Diese Behauptung, dass Russland die Ankunft der OPCW-Experten verhindere, ist eine eklatante Lüge. Wissen Sie, Russland und Syrien haben gemeinsam dem technischen Sekretär vorgeschlagen, sofort ein Expertenteam nach Ghuta zu schicken, um festzustellen, was dort passiert ist. […] Und als die Experten der OPCW ihre Vorbereitungsarbeiten in Beirut durchführten und am nächsten Tag nach Damaskus und nach Duma aufbrachen, führten unsere amerikanischen Partner, ohne mit der Wimper zu zucken, diesen Angriff durch. Stellen wir uns also die Frage, wer den internationalen Experten bei der Aufnahme ihrer Arbeit im Wege steht und wer ihnen hilft. Ich denke, die Antwort ist klar: Es sind die Amerikaner, die Briten und die Franzosen, die ihnen im Weg stehen.

Kurz nach der Russland belastenden Erklärung des französischen Außenministeriums trafen die OPCW-Ermittler am Dienstagnachmittag – und damit einen Tag früher als erwartet – in Duma ein.

Hinweise auf Inszenierung verdichten sich

Währenddessen verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Duma wie von Moskau vermutet um eine Inszenierung handelt. Denn nach der Einnahme der Stadt durch die syrische Armee können sich dort nun auch westliche Reporter frei bewegen. Darunter der renommierte britische Journalist Robert Fisk, dessen Erfahrungsbericht aus Duma vom Independent veröffentlicht wurde.

Fisk sprach mit dem leitenden Arzt der örtlichen Klinik, die sich im Untergrund in einem weit verzweigten Netz von Tunneln und Räumen befindet, wo sich in den vergangenen Jahren ein Großteil des Alltags der Menschen abgespielt hat. Dr. Assim Rahaibani schilderte die Ereignisse aus der Nacht des angeblichen Chemiewaffenangriffs.

Ich war in dieser Nacht mit meiner Familie im Keller meines Hauses, 300 Meter von hier [dem Krankenhaus] entfernt, aber alle Ärzte wissen, was passiert ist. Es gab heftigen Beschuss [durch die Regierungsarmee], und Flugzeuge waren in der Nacht ständig über Duma – aber in dieser Nacht war es windig, und riesige Staubwolken [durch Explosionen] drangen in die Keller und unteren Stockwerke ein, wo die Menschen lebten. Die Menschen trafen dann hier ein und litten unter Hypoxie, Sauerstoffmangel. Dann schrie jemand an der Tür, ein ‚Weißhelm‘, ‚Gas!‘, und Panik breitete sich aus. Die Menschen begannen, sich mit Wasser abzuspritzen. Ja, das Video wurde hier gedreht, es ist echt, aber was Sie sehen, sind Menschen, die an Hypoxie leiden – nicht an einer Gasvergiftung.

Dr. Rahaibani bezog sich dabei auf von den Weißhelmen veröffentlichte Videoaufnahmen, die den Einsatz von Giftgas beweisen sollten. Westliche Regierungen verweisen immer wieder auf die von ihnen finanzierten Weißhelme als Kronzeugen in ihrer Anklage gegen Damaskus, Giftgas gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. So auch im Fall des mutmaßlichen Giftgasangriffs in Duma.

Codex Humanus

Laut Fisk dokumentierten die Weißhelme dort einmal mehr ihre Nähe zu Dschihadisten, indem sie sich kollektiv mit ihnen in den von der Regierung im Rahmen eines Evakuierungsabkommens bereitgestellten Bussen nach Idlib abtransportieren ließen. Die Provinz wird weitgehend von al-Qaida kontrolliert.

Mehr zum Thema – Syrien: Al-Qaida-Chef lobt Weißhelme als „verborgene Soldaten der Revolution“

In der verwaisten Zentrale der Weißhelme in Duma habe er nur militärische Tarnuniformen, Betten und medizinisches Material vorgefunden, berichtet Fisk, der offenbar keine Zeugen für einen Chemiewaffeneinsatz gefunden hat.

Ebenso erging es dem Reporter Pearson Sharp von One America News Network. Auch er sprach nach eigenen Angaben mit Ärzten, Beamten und vielen Zivilisten. Mitarbeiter des Krankenhauses, die zum Zeitpunkt der angeblichen Giftgasattacke im Dienst waren, hätten ihm einen Chemiewaffeneinsatz nicht bestätigen können, so Sharp.

Zuvor schon hatten russische Vertreter dem Krankenhaus in Duma einen Besuch abgestattet. In einer Presserklärung heißt es:

Die Militärärzte des Zentrums für die Versöhnung der Konfliktparteien haben die medizinische Einrichtung der Stadt besucht. Bei den dort behandelten Patienten wurden keine Anzeichen einer chemischen Vergiftung beziehungsweise einer Einwirkung giftiger Substanzen festgestellt. Das Ganze beweist ein weiteres Mal, dass in der syrischen Stadt Duma keine Chemiewaffen eingesetzt wurden, wie die ‚Weißhelme‘ behauptet haben.

Am Freitag präsentierte das russische Verteidigungsministerium dann ein Video mit zwei Augenzeugen, deren Aussagen sich mit den Angaben des von Robert Fisk zitierten Arztes Rahaibani decken.

Tags zuvor musste US-Verteidigungsminister James Mattis vor dem US-Kongress einräumen, dass die USA über keinen „tatsächlichen Beweis“ für eine Täterschaft des syrischen Militärs verfügten.

Kriegsallianz macht bereits gegen OPCW-Untersuchungsergebnisse Stimmung

Sollten die OPCW-Ermittler die Berichte der Reporter vor Ort bestätigen, wonach es keinen Chemiewaffenangriff in Duma gegeben hat, würden nicht nur die drei Staaten brüskiert, die Syrien aufgrund eines von Islamisten fingierten Giftgaseinsatzes angegriffen haben. Auch deren Unterstützer verlören an Glaubwürdigkeit, die wie Deutschland, die NATO und die EU die völkerrechtswidrigen Militärschläge begrüßten.

Vorsorglich ziehen Vertreter der Kriegsallianz daher die Ergebnisse einer OPCW-Untersuchung bereits in Zweifel. So erklärte der OPCW-Gesandte der USA, Kenneth Ward:

Unserem Verständnis nach haben die Russen den Angriffsort besucht. Wir sind besorgt, dass sie dort mit der Absicht herumgepfuscht [„tampered“] haben, um die Bemühungen der OPCW-Mission zu vereiteln, eine effektive Untersuchung durchzuführen.

Ähnlich lautete die Stellungnahme des französischen Außenministeriums:

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Beweise und entscheidende Elemente von diesem Ort verschwinden, der übrigens vollständig von den russischen und syrischen Streitkräften kontrolliert wird.

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ZDF, n-tv, AFP: Auch im Mainstream wächst der Zweifel an Giftgaseinsatz in Duma

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ZDF, n-tv, AFP: Auch im Mainstream wächst der Zweifel an Giftgaseinsatz in Duma

in Geopolitik

Von rt.com

Wurde in Duma Giftgas eingesetzt? Und wenn ja, wer war dafür verantwortlich? Mit solchen Fragen hielt sich der Westen nicht lange auf. Er wusste sofort: Damaskus ist schuld. Doch selbst in Mainstream-Medien wachsen die Zweifel an dieser einfachen Deutung.

Nachdem sie selbst mit Augenzeugen vor Ort sprechen konnten, wachsen selbst in den Mainstream-Medien die Zweifel an der Darstellung westlicher Regierungen, laut der die syrische Armee am 7. April Giftgas in der Stadt Duma bei Damaskus eingesetzt hatte. Nach Angaben islamistischer Aufständischer wurden dabei Dutzende Zivilisten getötet.

Der mutmaßliche Chemiewaffeneinsatz diente den USA, Frankreich und Großbritannien als Begründung für Militärschläge, die sie in der Nacht zum vergangenen Samstag gegen mehrere Ziele in Syrien ausführten. Ziel der Attacke sei es gewesen, ein angeblich existierendes Chemiewaffenprogramm auszuschalten. Die EU und die NATO begrüßten den nach weit verbreiteter Auffassung völkerrechtswidrigen Angriff.

Mehr zum Thema –  Duma in Syrien: Chronologie eines angeblichen Chemiewaffeneinsatzes

„Keine Giftgasattacke“ – Aussagen des medizinischen Personals

Es sind vor allem die Aussagen des medizinischen Personals im örtlichen Krankenhaus von Duma, die im Widerspruch zum westlichen Narrativ stehen. Bei der Klinik handelt es sich um ein Provisorium, errichtet im Untergrund der Stadt. Sowohl Agence France-Presse (AFP), die drittgrößte Nachrichtenagentur der Welt, als auch die britische Zeitung Independent beschäftigten sich in Beiträgen mit der Frage, ob Chlorgas oder eine andere Chemikalie gegen die Einwohner Dumas in der Region Ost-Ghuta eingesetzt wurde.

In einem französischsprachigen Videobericht sprach AFP mit Marwan Jaber, einem Medizinstudenten, der die Folgen des angeblichen Angriffs in der örtlichen Klinik miterlebte.

Einige der Opfer litten an Asthma und Lungenentzündungen. Sie wurden routinemäßig behandelt und einige wurden sogar nach Hause geschickt. Sie zeigten keine Symptome eines chemischen Angriffs. Aber einige Ausländer traten ein, während wir uns mitten im Chaos befanden, und bespritzten die Leute mit Wasser, und einige von ihnen filmten es sogar“, so Jaber.

Jabers Aussage stimmt mit der des leitenden Arztes der Klinik überein. Dr. Assim Rahaibani sagte gegenüber dem Journalisten Robert Fisk vom Independent, er sei zu diesem Zeitpunkt zwar nicht in der Klinik gewesen, doch „alle Ärzte“, mit denen er zusammenarbeite, wüssten, „was passiert ist“.

Augenzeugen: Atemprobleme nicht durch Giftgas verursacht

Laut Rahaibani seien Staubwolken, die durch Explosionen infolge Beschusses durch die Armee entstanden sind, in Kellerräume vorgedrungen, in die sich die Menschen zu ihrem Schutz zurückgezogen hatten. Er beschreibt die Situation folgendermaßen:

Die Menschen trafen dann hier ein und litten unter Hypoxie, Sauerstoffmangel. Dann schrie jemand an der Tür, ein ‚Weißhelm‘, ‚Gas!‘ und Panik breitete sich aus. Die Menschen begannen, sich gegenseitig mit Wasser abzuspritzen. Ja, das Video wurde hier gedreht, es ist echt, aber was Sie sehen, sind Menschen, die an Hypoxie leiden – nicht an einer Gasvergiftung.

In seinem Artikel schildert Fisk, wie die Einheimischen, mit denen er sprach, den Berichten über einen Giftgasangriff „keinen Glauben schenken“. Laut diesen seien die Geschichten über die chemischen Gräueltaten von Präsident Bashar al-Assad von bewaffneten islamistischen Gruppen verbreitet worden, die selbst tausende Menschen in Ghuta inhaftiert und versklavt hätten, bevor die Region im April von der Armee befreit wurde.

Einem Bericht des deutschen Senders n-tv zufolge ist unklar, ob der Angriff überhaupt stattgefunden hat. Denn die meisten Einheimischen hätten dem Sender vor laufender Kamera gesagt, dass sie überhaupt keine Chemikalien gerochen haben. Ein Bewohner berichtete hingegen, er erinnere sich an einen „seltsamen Geruch“ und habe dann ein Glas Wasser zu sich genommen, woraufhin es ihm wieder besser gegangen sei. Laut einem anderen Mann, der sein Gesicht nicht zeigen wollte, habe es jedoch einen „Geruch von Chlor“ gegeben.

 

Demgegenüber bekräftigte Marwan Jaber gegenüber dem Sender: „Am Samstag vor einer Woche haben wir Patienten mit Atemproblemen behandelt, aber Chlor- oder Gasvergiftungen? – Nein, das sind andere Symptome.“

Auch in einem Beitrag des ZDF-heute journal vom Mittwoch wurden Zweifel an der westlichen Darstellung laut:

In der jetzt von Assad und russischen Truppen kontrollierten Rebellenhochburg sollen russische Spezialisten ein Labor der Rebellen für chemische Waffen entdeckt haben. Diese Behälter seien mit entsprechenden Chemikalien gefüllt. Aussagen eines Arztes einer nahen Klinik legen nahe, dass dort ein Angriff mit chemischen Kampfstoffen für Kameras inszeniert beziehungsweise vorgetäuscht worden sei.

„Nichts davon ist bisher unabhängig überprüft, aber das waren die Aussagen der Gegenseite bisher ja auch nicht“, schließt Moderator Klaus Kleber den Beitrag ab.

Medizinstudenten: Wurden unwillentlich zu Komplizen einer Inszenierung

All diese Medienberichte decken sich mit den Aussagen zweier Männer, die in einem Video auftauchen, das von westlichen Regierungen und Medien als Beweis für eine Giftgasattacke herangezogen wird. Das Video wurde in jener örtlichen Klinik gedreht, in der die beiden Männer zum Zeitpunkt der angeblichen Attacke gearbeitet hatten. Es zeigt, wie sich die anwesenden Personen gegenseitig mit Wasser abspritzen. Im Gespräch mit russischen Militärvertretern sagten die beiden Männer, sie seien unwillentlich zu Komplizen einer Giftgas-Inszenierung geworden.

Wir haben gearbeitet und nicht darauf geachtet, wer uns gefilmt hat. Sie filmten uns, und dann kam ein Mann herein und fing an zu schreien, dass dies ein chemischer Angriff sei. […] Die Leute bekamen Angst und begannen, sich gegenseitig mit Wasser zu besprühen und Asthmasprays zu inhalieren. Die Ärzte sagten uns, dass es keine chemische Vergiftung gab“, so der erste Augenzeuge.

Auch der zweite Zeuge, der Medizinstudent Halil Aschsich, sprach davon, dass sich Menschen aufgrund von Atemproblemen in die Notaufnahme begeben hätten, die durch Rauch ausgelöst worden seien. Dann sei ein Fremder hereingekommen und habe von einer Giftgasattacke gesprochen.

Die Leute bekamen Angst, die Angehörigen der Verletzten begossen einander mit Wasser. Andere Menschen, die medizinisch nicht ausgebildet waren, sprühten Kindern ein Mittel gegen Asthma in den Mund. Wir sahen keinen einzigen Patienten mit Anzeichen einer chemischen Vergiftung.

Ärzte und Mediziner, die vom russischen Zentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien befragt wurden, bestätigten, dass es während des Zeitraums des angeblichen Gasangriffs keine Berichte über Patienten mit chemischen Vergiftungen in Duma gab. Kurz vor dem Angriff auf Syrien musste US-Verteidigungsminister James Mattis vor dem US-Kongress einräumen, dass die USA über keinen „tatsächlichen Beweis“ für eine Täterschaft des syrischen Militärs verfügten.

Vergangenen Samstag trafen Experten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Syrien ein. Sie sollen den mutmaßlichen Giftgaseinsatz untersuchen. Am Dienstag konnten sie erstmals Duma besuchen.

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Russland nimmt nach Sperrung von Messenger-Dienst Telegram Facebook ins Visier

in Medien

Russland hat den Messanger-Dienst Telegram sperren lassen. Jetzt nimmt die zuständige Behörde Facebook ins Visier.

Nach der Sperrung des beliebten Messenger-Dienstes Telegram in Russland hat die zuständige Behörde am Mittwoch eine Überprüfung des Online-Netzwerks Facebook bis Ende des Jahres angekündigt.

Der Leiter der Aufsichtsbehörde Roskomnadsor, Alexander Scharow, sagte ider Zeitung „Iswestija“ vom Mittwoch, Facebook müsse einige Kriterien erfüllen. Dazu gehöre, dass die persönlichen Daten der russischen Nutzer in Russland gespeichert werden müssten. Außerdem müssten alle verbotenen Informationen gelöscht werden.

Facebook liege bezüglich der Einhaltung der entsprechenden Gesetze bereits beträchtlich hinter der Zeit zurück, sagte der Behördenchef. Bei Nichterfüllung der Kriterien stelle sich natürlich die „Frage der Sperrung“.

Codex Humanus

Die russischen Behörden hatten am Montag mit der Sperrung von Telegram begonnen. Richter hatten die Blockade angeordnet, nachdem der Online-Dienst den russischen Geheimdiensten die Entschlüsselung privater Chats verweigert hatte. „Iswestija“ zufolge sperrte Roskomnadsor bis Dienstagnachmittag 19,4 Millionen IP-Adressen, die zur Nutzung von Telegram verwendet wurden. Am Abend waren noch 16,4 Millionen Adressen gesperrt, wie das dem Kreml nahestehende Blatt berichtete.

Richter hatten die Blockade angeordnet, nachdem der Online-Dienst den russischen Geheimdiensten die Entschlüsselung privater Chats verweigert hatte. Die Sperrung wurde aber häufig umgangen – unter anderem durch verschlüsselte VPN-Verbindungen oder sogenannte Proxys.

Facebook und Telegram werden gerne von Gegnern des russischen Präsidenten Wladimir Putin für Mitteilungen benutzt oder um Protestaktionen zu koordinieren.

Die Menschenrechtsorganisation Agora, deren Anwälte Telegram vertreten, erwägt nach eigenen Angaben rechtliche Schritte. „Wir werden bis Anfang Mai alle Zeugenaussagen und Fakten sammeln und den Generalstaatsanwalt auffordern, die Rechtmäßigkeit des Vorgehens von Roskomnadsor zu überprüfen“, kündigte Agora-Chef Pawel Tschikow auf seinem Telegram-Kanal an.

Die Brüder Pawel und Nikolai Durow gründeten Telegram im Jahr 2013. Seitdem wuchs die Zahl der Nutzer weltweit auf mehr als 200 Millionen. (afp)

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Israel bereitet sich auf angeblichen iranische Angriff vor – Teheran warnt USA vor zweitem Vietnam

in Geopolitik

Von rt.com

Israel rüstet sich für einen Vergeltungsangriff Irans. Teheran macht Israel für iranische Tote bei Luftangriffen in Syrien verantwortlich. Die IDF ist in höchster Alarmbereitschaft. Der iranische Parlamentssprecher erinnert derweil die USA an ihre Niederlage in Vietnam.

Die Feierlichkeiten zum israelischen Tag der Unabhängigkeit finden in diesem Jahr in einer höchst angespannten Atmosphäre statt. Die syrisch-israelische Grenze könnte bald zum Schauplatz von Zusammenstößen mit syrischen oder (pro)iranischen Einheiten werden. Die israelische Luftwaffe, die für den 19. April bereits auf dem Himmel über Tel Aviv-Jaffa übte, schreckte Anwohner auf. Sicherheitsbehörden veröffentlichten daraufhin eine Stellungnahme, um den Menschen die Sorge zu nehmen, es könnte sich dabei um den Kriegsbeginn gegen den Iran oder gegen die Hisbollah handeln.

New York Times: Hoher IDF-Repräsentant hat Angriff bei Homs bestätigt

Unter den vier getöteten Iranern, die bei dem jüngsten Luftschlag in der Nacht zum Montag nahe der Luftwaffenbasis T-4 im syrischen Homs ihr Leben ließen, war auch ein Oberst. Die Basis gilt als Schlüsselstellung der iranischen Revolutionsgarden. Mehrere Akteure vor Ort haben Israel der Urheberschaft des Angriffs beschuldigt, weder die IDF noch das Verteidigungsministerium in Jerusalem wollten diese Angaben bis dato jedoch bestätigen. Auf den seit 1967 großteils von Israel kontrollierten Golanhöhen hält sich die IDF unterdessen für mögliche Vergeltungsmaßnahmen der Iraner bereit. Diese könnten in Form von Raketen erfolgen, die im dortigen Niemandsland einschlagen, oder eines Schlages, der den Unabhängigkeitstag „Jom haAtzma’ut“ am 19. April stört.

Die New York Times zitierteinen hochrangigen IDF-Vertreter, der ausgesagt habe, dass Israel in der Tat für den Angriff auf die T-4 verantwortlich sei. Zuvor hatte Israel noch abgestritten, den Angriff ausgeführt zu haben. Der stellvertretende Chef der Hisbollah erwartet nun Vergeltungsmaßnahmen, die von den Iranern selbst ausgehen und nicht von der Hisbollah.

Codex Humanus

US-Präsident Donald Trump wurden Berichten zufolge im Vorfeld des militärischen Angriffs am Samstagmorgen auf Syrien verschiedene Optionen eines Militärschlags vorgelegt. Die extremste Variante beinhaltete auch den Angriff auf iranisches und russisches Militär. Sein Verteidigungsminister James Mattis riet ihm davon jedoch ab.

Am Samstagmorgen griffen die USA gemeinsam mit den Franzosen und Briten Ziele unweit der Hauptstadt Damaskus an, die vermeintliche Kapazitäten der Regierung Baschar al-Assads schwächen sollten, Chemiewaffen zu entwickeln. Theresa May erklärte, dass die Raketen eine nationale Angelegenheit gewesen seien, als Antwort auf den angeblichen Chemieangriff in Duma. Der Militärschlag fand statt, bevor OPCW-Experten in Syrien auf Einladung Assads nach Beweisen zu der angeblichen Attacke suchen konnten. Danach erklärte Trump die Mission seiner Streitkräfte für erfüllt.

Sorge vor Angriffen auf israelische Diplomaten 

Am Dienstag hielt der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu anlässlich einer Gedenkveranstaltung für getötete Mitarbeiter des Außenministerium eine Rede und widmete sich der Bedrohung Israels durch den Iran:

Die Kräfte der Dunkelheit und des Terrors denken, dass sie durch den Schlag gegen unsere Vertreter unser internationales Ansehen schädigen könnten. Aber das genaue Gegenteil ist eingetreten.

Der Terror des Iran habe mit der Einnahme der US-amerikanischen Botschaft 1979 begonnen und halte bis heute an. Die Iraner hielten sich dabei nicht an internationale Abmachungen, beispielsweise über die Immunität von Diplomaten. Die „Aggression der Terroristen“ werde man mit „Kraft und Nachdruck“ begegnen.

Erinnerungen an Vietnam 

Der iranische Parlamentssprecher Ali Laridschani weckte unterdessen bei einem Treffen mit dem vietnamesischen Außenminister Nguyen Puh Trong Erinnerungen an den Vietnam-Krieg:

Die Amerikaner haben aus der Vietnam-Kapagne gegen das Land nichts gelernt und machen mit ihren Handlungen genauso weiter. Heute haben wir andere Umstände in der Welt und keiner akzeptiert, schikaniert zu werden.

Die Bombardierungen Syriens hätten lediglich zum Ziel, den Terroristen die Möglichkeit zu geben, sich neu zu organisieren. Die Probleme Syriens, so Laridschani, lassen sich nicht durch Bombardierungen lösen: „Syrien will eine politische Lösung.“ Phu Trong sprach sich im Namen seines Landes gegen jede Form von Gewalt aus, welche die „Stille in egal welcher Region stört“.

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8 alltägliche Dinge, die uns dümmer machen

in Gesundheit/Umwelt

Von utopia.de

Die moderne Gesellschaft hat viele Vorzüge –  vor allem viele technische Entwicklungen erleichtern uns das Leben. Es gibt jedoch auch Nachteile: Viele Dinge, die wir nahezu täglich tun (oder nicht tun), machen uns dümmer.

Ständig googeln

Mit dem PC, Laptop, Smartphone oder Tablet sind wir ständig mit dem Internet verbunden. Wir haben damit Zugriff auf alle möglichen Informationen. Das ist einerseits gut, denn so haben wir Zugriff auf unendlich viel Wissen. Anderseits führt das dazu, dass wir ständig googeln – und jede Antwort sofort parat haben.

Wir müssen uns nicht mehr bemühen, um an Informationen zu gelangen. Dadurch vergessen wir sie auch wieder schneller – bis wir sie das nächste Mal googeln.

Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie veröffentlicht im Science-Magazin: „Das Internet ist zu einer grundlegenden Form eines externen oder transaktiven Gedächtnisses geworden, in dem Informationen kollektiv außerhalb von uns selbst aufbewahrt werden.“

Sprachassistenten wie Siri und Alexa nehmen uns nicht nur das Suchen nach Informationen und Problemlösen ab, sondern auch das Tippen. Adressen und Telefonnummern können wir uns dank Google und Smartphone nicht mehr merken – besser gesagt versuchen wir es gar nicht  mehr.

Günstige Klamotten kaufen statt Selbermachen

Billigklamotten und Fast-Fashion: Selber nähen lohnt sich nicht mehr. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Unsere Mütter oder Großmütter konnten noch stricken – und zwar nicht nur Mützen oder Socken, sondern auch aufwändigere Teile wie Pullover oder Strickjacken. Auch Kleidung selber zu nähen war nicht ungewöhnlich. Heute wird Kleidung jedoch so billig verkauft, dass es sich nicht mehr lohnt, sie selber herzustellen – und wir haben eine weitere Fähigkeit verloren.

Einkaufen in immer vollen Supermärkten

Verpackung vermeiden: Sonderangebote meiden
Ständige Verfügbarkeit im Supermarkt (Foto: Capitalism von Robert Agthe unter CC-BY 2.0)

Erdbeeren im Winter oder Kiwis aus Neuseeland – in unseren Supermärkten bekommen wir zu jeder Zeit Obst, Gemüse und andere Lebensmittel aus der ganzen Welt. Dadurch wissen wir gar nicht mehr, was eigentlich bei uns wächst, und wann. Wir kennen unsere Umwelt und die Abläufe der Natur nicht– und brauchen einen Saisonkalender, um möglichst umweltfreundlich einzukaufen.

Supermarkt-Tricks: so werden wir geschummelt!

Uns mit einem Fitnesstracker beobachten

Fitness-Armband
Immer mehr Leute nutzen Sport-Uhren und Fitnesstracker. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)

Fitness-Tracker und Sportuhren sollen dabei helfen, den Alltag möglichst gesund zu gestalten. Sie zeigen uns, wie viele Schritte wir gegangen sind, wie hoch unser Puls beim Joggen war oder geben uns Trainingsempfehlungen.

Aber auch hier besteht die Gefahr, dass sie uns zu viel Arbeit abnehmen – und wir am Ende verlernen, unseren Körper selbst zu verstehen. Brauchen wir wirklich ein Gerät, das uns sagt, ob wir uns heute ausreichend bewegt oder wie gut wir geschlafen haben?

Auf das Mindesthaltbarkeitsdatum verlassen

Mindesthaltbarkeitsdatum
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nur eine Richtlinie. (Foto: © Utopia)

Seit den 80er-Jahren werden in Deutschland Lebensmittel mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum gekennzeichnet. Das Problem: Die Konsumenten verlassen sich auf dieses Datum, anstatt auf ihre Sinne und prüfen nichr einfach, ob etwas noch essbar ist. Ziemlich dumm, denn dadurch landen jedes Jahr tonnenweise Lebensmittel unnötigerweise im Müll.

Vergiss das Mindesthaltbarkeitsdatum – viele Lebensmittel halten länger als du denkst

Mit Navigationssystemen fortbewegen

Navigationssystem GPS
Wir verlassen uns auf Navis, statt auf unseren Orientierungssinn. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)
Codex Humanus

Ob das Navi im Auto oder Google Maps auf dem Smartphone – viele verlassen sich lieber auf Navigationssysteme, statt auf den eigenen Orientierungssinn. Das Ergebnis: Wir finden uns nicht mehr ohne diese technischen Hilfen zurecht. Selbst bei kurzen Strecken prüfen wir die Route auf dem Handy – wo Osten oder Westen ist, wissen viele selbst in der eigenen Stadt nicht mehr.

Laut einer Studie des University College London hat diese Abhängigkeit auch einen Einfluss auf unser Gehirn. In der Studie mussten Taxifahrer in einer Simulation bestimmte Routen abfahren, während die Forscher ihre Hirnaktivitäten maßen. Ein Teil der Probanden musste sich dabei selbst auf der Strecke zurechtfinden, der andere Teil wurde von einem Navigationssystem geführt.

Das Ergebnis: Bei der Gruppe ohne GPS war die Hirnaktivität im Hippocampus höher. Der Hippocampus ist die Schnittstelle zwischen dem Kurz- und Langzeitgedächtnis und spielt daher beim Lernen und Merken von neuen Informationen eine wichtige Rolle.

Fertiggerichte und Junkfood essen

Chips, Pommes und Co.: Besonders Fast Food enthält viele Transfette.
Zu viel Junkfood kann eine Auswirkung auf Denkleistungen haben. (Foto: CC0 / Pixabay / skeeze)

Wir haben wenig Zeit und sind außerdem ständig unterwegs. Oft kommt deswegen Fertigessen auf den Tisch – oder Nudeln mit Soße und andere unkomplizierte Gerichte, die schnell gehen. Die Kunst zu kochen lernen viele von uns gar nicht mehr.

Unser Bedürfnis nach schnellem Essen könnte darüber hinaus auch einen direkten Einfluss auf unser Gehirn haben – zumindest was Junkfood angeht. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die viel salz- und zuckerhaltiges Junkfood essen, in ihrer Lern- und Erinnerungsfähigkeit beeinträchtigt waren. Junkfood soll auch die Bildung von neuen Neuronen negativ beeinflussen.

Gesunde Mittagspause: 12 Tipps für gesünderes Essen am Mittag

Soziale Medien nutzen

Social Media Facebook Erfolg
Soziale Medien können auch einen Einfluss auf Gedächtnisleistungen haben. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de – LoboStudioHamburg)

Studien zu sozialen Medien gibt es viele: Sie sollen uns süchtig machen, die Wahrscheinlichkeit für Depressionen erhöhen und unserem Selbstbild schaden.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2013 kommt noch zu einem weiteren Schluss: Soziale Medien haben auch einen negativen Einfluss auf unsere Denkleistungen. Für die Studie sollten Studenten soziale Netzwerke besuchen und anschließend Rechenaufgaben durchführen. Vor allem Probanden, die sich ihre eigenen Seiten in den sozialen Medien angesehen hatten, schnitten dabei schlecht ab.

Auch der ehemalige Facebook-Miteigentümer Sean Parker geht davon aus, dass soziale Medien eine negative Auswirkung auf unseren Verstand haben können: „Nur Gott weiß, was es mit den Gehirnen unserer Kinder anrichtet“, sagte Sean Parker in einer Podiumsdiskussion 2017.

Es ist nicht alles schlimm

Auch wenn viele der modernen Errungenschaften offensichtlich einen negativen Einfluss auf uns haben – es ist nicht alles so schlimm, wie es scheint. Die ständige Verfügbarkeit von Informationen aus dem Internet beispielsweise ist auch eine große Chance: Wir können uns theoretisch Wissen aus den verschiedensten Quellen aneignen und dadurch viel informierter sein als Menschen aus früheren Generationen.

Wir verlieren Fähigkeiten wie Nähen oder Stricken, bekommen dafür jedoch andere Kompetenzen: Fotografieren oder Bildbearbeitung beispielsweise. Dank Smartphone und den sozialen Medien rücken wir außerdem näher zusammen: Wer Freunde oder Verwandte im Ausland hat, weiß, wie viel einfacher und schneller die Kommunikation mit ihnen in den letzten Jahren geworden ist. Ob technische Geräte vorteilhaft für uns sind, oder uns eher verdummen, hängt vor allem davon ab, wie wir sie nutzen.

Und für alle, denen ihr Leben jetzt unnötig kompliziert erscheint: 12 praktische Minimalismus-Tipps, die dein Leben leichter machen

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Viraler Facebook-Post: So sehen Traumstrände wirklich aus

in Umwelt

Wer an Bali denkt, stellt sich wahrscheinlich weiße Sandstrände unter Palmen und rauschende Brandung vor. Damit liegt man auch gar nicht so falsch – nur sind die Strände oft unter einer dicken Schicht Plastikmüll begraben. In einem Facebook-Post macht eine US-amerikanische Bloggerin auf die erschreckenden Zustände aufmerksam.

„This is Bali“, schreibt die Bloggerin Amelia Whelan auf Facebook. „Das ist der reale Sch***, den du in deinem Newsfeed nicht siehst.“ Dazu postet sie eine Reihe von Fotos und Videos, die sie an einem Strand auf der indonesischen Touristeninsel Bali aufgenommen hat – Bilder von unfassbaren Mengen Plastikmüll, der sich dort angesammelt hat.

Sie will klar machen: So sehen vermeintliche Traumstrände auf der ganzen Welt aus – nur will das keiner sehen. Deshalb tauchen solche Fotos normalerweise weder auf Hotelwebsites noch auf glattgebügelten Facebook- und Instagram-Accounts auf (übrigens sonst auch nicht auf denen von Amelia Whelan).

This is Bali. This is the Philippines. This is Asia. This is Indonesia. This is Hawaii. This is the real sh*t that…

Gepostet von Amelia Whelan am Sonntag, 8. April 2018

Whelan schreibt: „Das ist der Strand direkt vor dem beliebten Touristenziel, das du und deine Freunde schon seit Jahren auf eurer Liste habt. Das ist der Strand direkt neben dem berühmten Surfspot, zu dem du schon immer raus paddeln wolltest. Das ist der Strand um die Ecke von dem süßen Hipster-Café, das diese tollen Acai-Bowls verkauft, die du schon immer mal probieren wolltest. Das ist der Strand direkt unter dem schönen Infinity Pool, in dem du schon immer ein Foto machen wolltest. “

„Reduziere deinen Plastikkonsum!“

Die Lifestyle-Bloggerin zeigt nicht nur schockierende Bilder, sondern ruft in ihrem Post auch dazu auf, aktiv zu werden, um etwas gegen die Plastikflut zu unternehmen. Sie schlägt zum Beispiel vor, man solle seinen Plastikkonsum reduzieren, unterwegs wiederverwendbare Taschen, Becher, Strohhalme, Wasserflaschen usw. dabei haben, Lebensmittel in Plastik meiden und lernen, richtig zu recyceln.

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„Der Pate“ der städtischen Landwirtschaft, der Tonnen von Bio-Lebensmitteln angebaut hat, um Tausende in seinem Ghetto zu füttern

in Welt

WILL ALLEN scheint bereits die Voraussetzungen für einen landwirtschaftlichen Traum erfüllt zu haben, der auf zwei Hektar in einem von Milwaukees wirtschaftlich am meisten benachteiligten Viertel aufgebaut wurde.

Will Allen ist ein legendärer Stadtbauer, der CEO von Growing Power und ein Alleskönner.

„Ich fing damit an, weil ich beweisen wollte, dass man in einer städtischen oder kleinen Farm Geld verdienen kann“, berhauptet Will Allen. „Es hat einfach funktioniert und wir bauten die Infrastruktur immer weiter auf, obwohl es viele Neinsager und Kritiker gab.“

Es gibt keinen besseren Weg, Neinsager zu m Schweigen zu bringen, als die größte städtische Farm der Welt zu bauen, und genau das hat Will Allen mit Growing Power getan. Sein gemeinnütziges Netzwerk von städtischen Farmen produziert mehr als 1 Million Pfund Lebensmittel pro Jahr auf nur 300 Hektar, dank innovativer Anbautechniken und einer festen Verpflichtung zu seiner Mission.

Seine Organisation Growing Power hat sechs Gewächshäuser und acht Heime für Gemüse, Kräuter und Gemüse; Stifte für Ziegen, Enten und Truthähne; ein Hühnerstall und Bienenstöcke; und ein System zum Aufziehen von Fischen: Tilapia und Barsch. Es gibt eine fortschrittliche Kompostieranlage – eine virtuelle Wurmfarm – und ein Labor, das daran arbeitet, Lebensmittelabfälle zu Dünger und Methangas für Energie umzuwandeln.

Mit einem Personal von etwa drei Dutzend Vollzeitbeschäftigten und 2.000 Einwohnern, die sich als Freiwillige engagieren, bringt seine Operation bezahlbare Produkte im Wert von etwa $ 500.000, Fleisch und Fisch hervor. Produziert wird alles in einer stinknormalen – wie er es nennt – „Essenswüste“einer typischen amerikanischen Stadt, aus der man normalweise Essen nur aus Lebensmittelgeschäft kriegt, und wo Bier, Zigaretten und verarbeiteten Lebensmitteln die meistgekauften Produkte sind, frisches Gemüse und Obst ist oft nicht verfügbar und wenn, dann sehr überteuert, typisch Amerika halt.

Jetzt, mit einem $ 500.000 „Großzügigen Spende“, den die John D. und Catherine T. MacArthur Foundation ihm zuerkannt hat, träumt Herr Allen größer.

„Ich würde es gerne sehen, wie sich Growing Power in ein fünfstöckiges vertikales Gebäude verwandelt, das völlig unabhängig vom Stromnetz ist und wo Menschen lernen können, in ihre Gemeinden auf der ganzen Welt zurückzukehren und gesundes Essen anzubauen.“

Für Herrn Allen, bisher nur der zweite Landwirt, der die Auszeichnung jemals gewonnen hat, sind seine Bemühungen laut der Stiftung nicht nur dazu gedacht, die Menschen gut ernährt zu halten. Er sieht Growing Power als eine Möglichkeit, Menschen zu organisieren, deren Stimmen selten gehört werden, und Rassismus zu bekämpfen.

„Ich bin zuerst ein Bauer, und ich liebe es, Nahrung für Menschen anzubauen“, so Mr. Allen. „Aber es geht auch um wachsende Macht.“

Während den letzten 16 Jahren, durch Verkäufe und Erlöse aus Zuschüssen, hat er die Betriebe von Growing Power in Milwaukee und Chicago erweitert, das Evangelium der urbanen Landwirtschaft auf der ganzen Welt verbreitet und landwirtschaftliche Interessierte ausgebildet.

Herr Allen, der auf einer Farm außerhalb von Washington DC aufwuchs, und mit einer beachtlichen Körpergröße von 2,01m gesegnet wurde, spielte eine Zeit lang nach dem College Profi-Basketball, hauptsächlich in Europa. Im Jahr 1993 verließ er einen gutbezahlten Job bei Procter & Gamble und kaufte einen Straßenbauernhof in Milwaukee, auf der wirtschaftlich heruntergekommenen Nordseite – der letzte verbleibende registrierte Bauernhof in der Stadt – und beteiligte lokale Jugendliche daran.

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Jetzt, zusammen mit seiner Hauptfarm in Milwaukee, hat Growing Power, eine Non-Profit-Gruppe, eine 40 Hektar große Farm in einer nahe gelegenen Stadt und Gärten in der ganzen Stadt. Die Gruppe hat auch Niederlassungen in Chicago, darunter ein Garten am Cabrini-Green-Wohnprojekt und städtische Farmen in Grant und Jackson Parks.

Zusätzlich zu den Einzelhandelsumsätzen in der Zentrale in Milwaukee verkauft Growing Power an Lebensmittelkooperativen, andere Einzelhandelsgeschäfte und etwa 30 Restaurants in den Regionen Milwaukee und Chicago.

Der Hauptsitz von Growing Powers sieht aus wie ein Bauernhof, der eine Lackierung benötigt und sich wie ein Gemeindezentrum aus den 1960er Jahren anfühlt. Jung und Alt flanieren, shoppen und warten auf eine Tour oder ein Training oder eine Konferenz.

Es gibt eine konstante Aktivität mit Projekten in verschiedenen Stadien der Fertigstellung. Schlammverkrustete Stiefel teilen sich den Platz mit Pick-Achsen und Töpfen mit Salatblättern.

„Es ist ein verrückter Ort“, betont Allen.

Wie bei jedem erstklassigen Landwirt kümmert sich Mr. Allen besonders um seine Böden. Mit Millionen von Kilo Lebensmittelabfällen produziert seine Farm endlose Komposthaufen, die dann von Tausenden von Kilo Würmern angereichert werden. Dies ist essentiell für das, was er als den hochwertigsten Dünger der Welt bezeichnet.

„Es gibt Würmer in jedem Topf Erde und jedes Tablett mit Gemüse in diesem Gewächshaus“.

Sein Essen, frei von Chemikalien, schmeckt besser, behauptet Herr Allen. „Und das verstehen die wirklich guten Köche.“

Paul Kahan, der Küchenchef und geschäftsführende Partner der preisgekrönten Chicagoer Restaurants Blackbird und Avec, ist einer der Köche, die mit der Organisation von Mr. Allen zusammengearbeitet haben.

„Sie sind wundervolle Leute und machen einige interessante Dinge, die zu dem passen, was wir versuchen zu tun“, so Herr Kahan. „Wir kaufen regelmäßig Produkte wie Tomaten, aber sie haben ein paar Dinge, die wir ganz besonders lieben und zu schätzen wissen:: Erbsen, Rote Beete, Kapuzinerkresse und Baby-Senf.“

Er habe alles von seinen Eltern gelernt. „Wir müssen zurückgehen, wenn die Leute etwas miteinander teilen und aufeinander aufpassen“, sagt er. „Das ist der einzige Weg, wie wir überleben werden.“

„Was für einen besseren Weg“, sinniert er, „als es mit Essen zu machen?“

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Generation Z schnupft Kondome und zieht sie wieder aus dem Hals

in Welt

Das Internet hat das Aufwachsen unserer Kinder sehr verändert. Teenager haben wahrscheinlich schon immer „dumme Sachen“ gemacht, aber jetzt sieht man sie vielleicht direkt auf Video, und Millionen von Menschen könnten Zeuge einer früheren, privaten, verrückten Geschichte werden.

Urbane Legenden und Gerüchte waren der alte Weg: Was man sich nur durch Geschichtenerzählen in Erinnerung rufen kann, ist für jeden auf der Welt auf YouTube sichtbar.

Vor einigen Monaten gab es die „Tide Pod Challenge“, wo amerikanische Teenager Waschmittelpads vor Kamera aßen, um sich 15 Minuten Ruhm im Internet zu sichern.

Jetzt ist ein neuer Trend entstanden: Kondome durch die Nase ziehen und aus dem Hals ziehen. Und jetzt sind es nicht nur Teenager, sondern auch Erwachsene, die dabei ihre großartige Leistung für immer und ewig auf YouTube festhalten. Wie war das nochmal mit der Unendlichkeit des Universums und der Unendlichkeit der menschlichen Dummheit?

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Die „condom-snorting challenge“ ist also wieder da. Aus den Archiven der dümmlich-lustigen bis lebensgefährlichen „Viral Challenges“ ist diese besonders glorreiche Mutprobe auferstanden.

Die vornehmlich von Teenagern veröffentlichten Videos haben Medien wie die „Washington Post“ und „Forbes“ auf den Plan gerufen, die vor potenziell gefährlichen Folgen des Kondomdurchziehens warnen.

Der Medizin-Professor und „Forbes“-Autor Bruce Lee führt zwei medizinische Fälle an, in denen Frauen beim Oralsex Kondome eingeatmet oder verschluckt haben. Die eine erlitt einen teilweisen Lungenkollaps, die andere eine Blinddarmentzündung.

Die Generation Z, also die Menschen auf der Erde, die derzeit Teenager sind, bauen sich den Ruf auf, dass sie Konsequenzen gerne ignorieren.

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