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Warum Impfstoffe, Pestizide und Chemtrails die Top 3 der Massenvernichtungswaffen sind

in Umwelt von

Ehe wir uns näher mit diesen äußerst umstrittenen Themen befassen, ist zu klären, was man im Einzelnen unter diesen Begriffen versteht, denn man muss immer auch betrachten, was sie für die heutige »Wissenschaft«, die Politik, die Umwelt und natürlich für die menschliche Gesundheit und Sicherheit bedeuten.

 

von S. D. Wells

Eine Massenvernichtungswaffe ist eine chemische, nukleare, radiologische oder biologische Waffe, die eine große Anzahl von Menschen töten oder stark beeinträchtigen kann, ganz zu schweigen von den massiven Schäden an menschengemachten Bauwerken und der Biosphäre.

Pestizide sind die einzigen toxischen Substanzen, die absichtlich in unserer Umwelt ausgebracht werden (und zwar regelmäßig), um Lebewesen zu töten. »Pestizid« ist der Oberbegriff für Substanzen, die Unkraut (Herbizide), Insekten (Insektizide), Pilze (Fungizide) und Nagetiere (Rodentizide) oder andere landwirtschaftliche Schädlinge (pests) töten.

Chemtrails sind Teil einer fortlaufenden Massenverteilung von biologischen Abfallprodukten und Pestiziden in der Luft. Anfangs schauen sie wie normale Kondensstreifen am Himmel aus, sie sind aber leicht davon zu unterscheiden. Denn sie lösen sich viel langsamer auf, weil sie nicht durch eine normale Kondensation auf Wasserbasis gebildet werden. Chemtrails sind also viel dichter als Kondensstreifen und breiten sich häufig x- oder gitterförmig am Himmel aus.

Impfstoffe sind experimentelle Injektionen von krankmachenden Wirkstoffen, die beim Menschen eine unnatürliche überbordende Immunreaktion auslösen sollen, um die Auswirkungen späterer Infektionen durch »wilde« Pathogene zu mildern. Die Wirksamkeit von Impfungen wurde weder in der Theorie noch in der Praxis jemals schlüssig nachgewiesen.

Tatsächlich erwachen »abgetötete« oder »abgeschwächte« Mikroben und Viren im geimpften Menschen wieder zum Leben und rufen die höchst ansteckende Krankheit hervor, vor der die Immunisierung eigentlich schützen sollte, und sorgen für deren Ausbreitung. Selbst wenn das geimpfte Opfer von dem inaktiven Virus nicht sofort krank wird – bekannte krebserregende Wirkstoffe und genetisch veränderte Organismen sind inzwischen in allen Impfstoffen enthalten, auch in Grippeschutzimpfungen, und können kurz- wie langfristig zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen.

Einige dieser Wirkstoffe oder »Hilfsmittel« sind Quecksilber (als Thiomersal ausgewiesen), Mononatriumglutamat (MNG), Formaldehyd (Balsamierflüssigkeit) und Aluminium (das nachweislich Alzheimer auslösen kann). Kein einziger Impfstoff hat sich jemals als für den menschlichen Körper sicher erwiesen – trotz bezahlter, von den Herstellern veröffentlichter Studien. Heute übliche Impfungen tragen erwiesenermaßen zur Ausbreitung von mehr als 25 ansteckenden Krankheiten bei, darunter Kinderlähmung und Masern.

Biologische und chemische Waffen werden in Amerika und in Entwicklungsländern zur Bevölkerungskontrolle eingesetzt

Kein anderes Land der Welt hat ein größeres Interesse daran, das Bevölkerungswachstum einzuschränken, als die USA, insbesondere wenn es um Eugenik geht – um das ethnischen Profiling und die gehinderte Vermehrung der farbigen Bevölkerung –, während die Globalisten und Superreichen behaupten, den Minderheiten und Unterprivilegierten mit »Nahrung« und »Medikamenten« zu helfen.

Tatsächlich erlaubt das US-Gesetz, chemische und biologische Wirkstoffe an der Zivilbevölkerung zu testen. Es gibt zwar keine entsprechende Genehmigung, aber kein demokratisches Abstimmungsverfahren schützt hier das Wohlergehen von Menschen, Tieren und der Umwelt. Und viele selbst erklärte Philanthropen wie Bill Gates oder George Soros unterstützen Entvölkerungsmaßnahmen durch die Finanzierung, Promotion und Verbreitung gentechnisch veränderter Lebensmittel (krebserregender, pestizidbeladener Nahrungsmittel) sowie durch die Impfung ahnungsloser Bürger mit toxischen Substanzen.

Unter dem Deckmantel der Nächstenliebe werden »unerwünschte« Bevölkerungsschichten durch Lebensmittel und Medikamente, die ihnen angeblich helfen sollen, systematisch ausgemerzt. Impfstoffe wie jene gegen DTaP und HPV machen weibliche Teenager unfruchtbar. Die Kenya Catholic Doctors Association klagt die UNICEF und die WHO an, Millionen von Mädchen am Beginn ihres gebärfähigen Alters unter dem Deckmantel des »Anti-Tetanus«-Impfprogramms (finanziert von der kenianischen Regierung) sterilisiert zu haben. Wissenschaftliche Studien unabhängiger Laboratorien ergaben, dass mindestens ein halbes Dutzend der getesteten Tetanus-Impfstoffe aus verschiedenen Regionen Kenias die schlimmsten Befürchtungen bestätigen: Sie wurden positiv auf das hCG-Antigen getestet, das in Verhütungsimpfstoffen enthalten ist.

Zika-Virus-Schwindel: Tatsächlich verursacht die Ausbringung von »Naled« die Geburtsfehler, die die Massenmedien auf Zika zurückführen

Gerade jetzt findet auf einem 25 Quadratkilometer großen Gebiet im Miami-Dade County ein von der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA und der Gesundheitsbehörde CDC genehmigter Krieg gegen Menschen statt – unter dem Vorwand des Zika-Virus-Schwindels. Das höchst toxische Insektizid »Naled« enthält Dibrom, das schon in geringen Konzentrationen beim Menschen nachweislich zu Geburtsfehlern führt. Im Endeffekt wird hier also im Namen der Insektenbekämpfung ein Massenvernichtungsmittel eingesetzt – und die US-Bevölkerung ist durch fluoridiertes Wasser und Pharmazeutika derart verblödet worden, dass sie tatsächlich glaubt, die Regierung würde sich um sie sorgen und wolle ihr helfen.


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Aufgedeckt: Arbeitsamt entlarvt Märchen vom Fachkräftemangel als dreiste Lüge der Politik

in Wirtschaft von

Von Von  von epochtimes

Wie eine Analyse des Arbeitsamtes zeigt, gibt es keinen flächendeckenden Fachkräftemangel in Deutschland. Wer aber hat dieses Märchen in die Welt gesetzt, wie es in Medien und Politik seit Jahren erzählt wird?
Arbeiter montieren S-Klasse-Limousinen auf dem Fließband im Mercedes-Benz Werk der Daimler AG am 24. Januar 2014 in Sindelfingen.Foto: Thomas Niedermueller / Getty Images

 

„Aktuell zeigt sich nach der Analyse der Bundesagentur für Arbeit kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland“. Dieser Satz stammt aus der Fachkräfteengpassanalyse der Agentur für Arbeit vom Dezember 2016 und stellt die Debatte um den Fachkräftemangel in Deutschland vollständig auf den Kopf. Darauf verweist das „Manager Magazin“.

Lediglich gebe es regionale Unterschiede, welche Fachkräfte wo gesucht würden. In manchen Regionen sei es geografisch bedingt für manche Branchen schwierig. Einige Branchen, die wenig aus dem Hochschul- und Universitätsbereich einstellten, zeigten tatsächlich einen landesweiten Mangel an Fachkräften. Dies gelte aber überhaupt nicht für Branchen, die zum Beispiel Ingenieure einstellen.

Kampf der Unternehmen um niedriges Lohnniveau „schmutzig und kalkuliert“

Aus Sicht des Manager-Magazins ist der allgemeine Fachkräftemangel jedenfalls ein Märchen, dass nicht in Betrieben entstanden ist, sondern von Lobbyisten und Politikern ausgedacht wurde.

So kommen zum Beispiel das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) 2015 nach eigenen Studien zu dem Ergebnis, „dass bis 2029 bis zu 390.000 Ingenieure in Deutschland fehlen würden“.

Dort habe man sich aber schon in seiner Prognose von 2009 um 140.000 Arbeitskräfte verrechnet, so das Magazin. Dieser Fakt werde nur gern ignoriert.

 

Seitens der Industrie wird die Stimmung vom Mangel an Fachkräften verbreitet. Daimler, VW, Audi, Opel – „alle machen das Spiel mit“. Industriezweige würden bewusst Studien, Expertengremien und Cheflobbyisten auf Themen ansetzen und instrumentalisieren. Gerade beim Thema Ingenieure sei dies oft der Fall. Ziel sei das Lohnniveau niedrig zu halten. Je mehr Fachkräfte auf den Markt strömten, desto niedriger könne das Lohnniveau gehalten werden.

Fakt sei jedenfalls, dass Vakanzen von Ingenieuren dieser Unternehmen deutlich länger offen seien – im Schnitt 110 bis 125 Tage, so das Magazin. Wie konstatiert wird, laufe bezogen auf Ingenieure und viele andere Studienrichtungen der Kampf schmutzig und kalkuliert ab.

Bestimmte Branchen haben Fachkräftemangel wegen sehr hohem Kostendruck

Sicher gebe es echten Fachkräftemangel, jedoch nicht branchenübergreifend. So hätten Branchen, die keine große Lobby hinter sich haben, Fachkräftemangel. Diese Branchen stellen zum Beispiel Erzieher, Pflegekräfte, Maschinenbauer oder Handwerker ein. Hier habe die Politik versäumt zu reagieren.

So gebe es gerade im Pflegebereich wegen der älter werdenden Gesellschaft zwar mehr Arbeit. Aufgrund des Kostendrucks werde aber am Gehalt der Fachkräfte gespart. Durchschnittlich verdienen laut aktuellen Studien Pflegefachkräfte im Schnitt 2.000 bis 2.200 Euro brutto. In Städten, wie Düsseldorf, München oder Köln könne man aber davon kaum eine Familie gründen und vernünftig leben. In diesem Bereich stehen derzeit 100 offenen Stellen 80 Bewerber gegenüber, was einen deutlichen Fachkräftemangel bedeutet.

Wegen den Versäumnissen von Politik und Wirtschaft, diese Menschen respektvoll und leistungsgerecht zu bezahlen, dürften zukünftig immer weniger Jugendliche eine Ausbildung in Pflegeberufen wählen. Dies gelte ähnlich für andere gewerbliche Berufe.


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Eilmeldung: Terroranschlag in London

in Welt von

Neuester Stand: 4 Tote und mind. 20 Verletzte, viele schwer.

London – Schüsse vor dem britischen Parlament in London!

Polizisten eröffneten das Feuer auf einen Mann mit Messer, der einen oder mehrere Beamte attackiert haben soll. Ein Polizist ist dabei getötet worden, meldete „BBC“.

► Zuvor soll der Attentäter nach Augenzeugenberichten mit einem Auto in Fußgänger auf der Westminster Bridge gerast sein und dort mindestens fünf Passanten umgefahren haben!

Die Schnauze des dunklen Autos ist zerstört. Neben dem Fahrzeug kümmern sich Helfer um mindestens einen Verletzten – ein weiterer Körper im oberen Bilddrittel scheint abgedeckt
Foto: / AP Photo / dpa

 

Eine Frau wurde bei der Attacke getötet, meldet die Nachrichtenagentur „Reuters“ und bezieht sich dabei auf einen Arzt des St. Thomas’ Hospital in London. Andere Opfer hätten „schreckliche Verletzungen“ erlitten.

„BBC“ hatte berichtet, dass auch der Angreifer erschossen worden sei. Mittlerweile gilt dies nicht mehr als gesichert.

Ist das der Moment der Festnahme? Schwer bewaffnete Polizisten haben einen Mann festgesetzt. Auffällig: Der zweite Beamte von links scheint mit seinem rechten Fuß auf einem Gegenstand zu stehen. Die Nahaufnahme zeigt: Es ist ein Messer
Foto: Stefan Rousseau / dpa
Deutlich ist das auf dem Boden liegende Messer in unmittelbarer Nähe des Festgenommenen zu erkennen Foto: AP

 

Deutlich ist das auf dem Boden liegende Messer in unmittelbarer Nähe des Festgenommenen zu erkennenFoto: AP

Weiterlesen auf: http://www.bild.de/news/2017/news/eilmeldung-news-parlament-50961540.bild.html


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Kanzlerkandidat Schulz will Langzeiterwerbslose unter Androhung von Strafen zum unbezahlten Sozialdienst verpflichten

in Politik von

Von rt.com

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hält Hartz-IV-Sanktionen für notwendige Erziehungsmittel. Die Union will Langzeiterwerbslose unter Androhung von Strafen zum unbezahlten Sozialdienst verpflichten. Ist das verfassungskonform? Karlsruhe will entscheiden.
 
von Susan Bonath

Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) macht auf sozial. Er will die Agenda 2010 reformieren. Dass es sich dabei um das umfassendste Projekt für Sozialabbau und die Ausdehnung eines Niedriglohnsektors in der deutschen Nachkriegsgeschichte handelt, stört ihn jedoch weniger. Bis zu zwei Jahre länger sollen Erwerbslose Arbeitslosengeld I erhalten. Bedingung: Sie müssen sich marktgerecht weiterbilden. „Je besser qualifiziert die Menschen sind, desto höher ist die Chance, in den Arbeitsmarkt zu kommen“, sagte Martin Schulz am Freitag in einem Interview mit der Rheinischen Post. Die Bildung müsse den Bedarf des regionalen Arbeitsmarktes im Auge behalten, da die Wirtschaft heute anders als 2003 unter Fachkräftemangel leide.

Keine sozialen Wohltaten

Das Perfide an Schulz’ Plan: Es steckt nicht nur neoliberale Motivation dahinter, erwerbslos Gewordene mit dem avisierten Arbeitslosengeld II zielgerichteter in den Arbeitsmarkt zu pressen. Sein Ansinnen würde nämlich auch die weniger Betroffenen tangieren, nämlich rund 800.000 Bezieher von Arbeitslosengeld I. Die Masse, etwa 4,3 Millionen Langzeiterwerbslose und deren 1,7 Millionen Kinder, hätte nichts davon. Schulz beabsichtigt keineswegs, ihnen das Leben zu erleichtern. So erklärte er im Interview:

 „Manche unterstellen ja, beim ALG II geht es um soziale Wohltaten. Im Kern geht es um den Standort Deutschland. Wenn wir den Fachkräftemangel nicht in den Griff bekommen, schadet das massiv unserer Wettbewerbsfähigkeit.“

Die 4,3 Millionen Hartz-IV-Bezieher will der SPD-Kanzlerkandidat hingegen weiterhin mit Sanktionen in jede zumutbare Arbeit – zu jedem Lohn, versteht sich – zwingen. Dass Sanktionen zum Beispiel bei 15- bis 24jährigen schon bei der ersten „Pflichtverletzung“ zum vollständigen Entzug der Lebensgrundlage führen, hält er für keine Schikane. Dass jeden Monat mehr als 7.000 Menschen von einem vollständigen Entzug aller Mittel betroffen sind, findet er auch nicht schlimm. Das Thema werde überhöht, meint Schulz und wiegelt ab: Es gehe darum,

“dass sich selbstverständlich auch Bezieher von Hartz IV an bestimmte Spielregeln halten und etwa verabredete Gesprächstermine einhalten.“

Arbeitsdienst für Hartz IV

Die von Schulz entfachten Diskussionen um Hartz IV und den angeblichen Fachkräftemangel bewegen auch die CDU. Sie verlangt, Langzeitarbeitslose unbezahlt dort einzusetzen, wo Privatiers keine größeren Profite generieren können: im sozialen Sektor. Es handelt sich um einen Ersatz des früheren Zivildienstes.

Dies fordern Unionspolitiker seit 2011 immer wieder. Vergangene Woche meldete die Bild, dass Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU und der CDU-Generalsekretär Peter Tauber den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages beauftragt hätten. Dieser soll „die rechtlichen Grundlagen für eine ersatzweise Heranziehung von Hartz-IV-Beziehern prüfen“, heißt es. Linnemann bestätigte dem Blatt:

“Es darf keine Denkverbote geben. Hartz-IV-Bezieher sollte zugemutet werden können, auch in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern zu arbeiten, um mögliche Engpässe zu überbrücken.“

Auch Otto Wulff, Mitglied des CDU-Bundesvorstands und Chef der Senioren-Union, begrüßte das Ansinnen. Er will den Pflegenotstand mit solchen Billigkräften beheben. Ob man bereits darüber nachdenkt, Hartz-IV-Betroffene unter Sanktionsdrohungen auch zum Kriegsdienst einzuziehen, ließen die christdemokratischen Politiker allerdings offen.

Entzug von Grundrechten und Verelendung

Unterdessen hat das Bundesverfassungsgericht angekündigt, noch in diesem Jahr darüber zu entscheiden, ob Hartz-IV-Sanktionen als Druckmittel gegen Erwerbslose mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sind. Das Sozialgericht Gotha hatte im August 2016 eine entsprechende Vorlage eingereicht. Dafür holte Karlsruhe auch Stellungnahmen von Sozialverbänden ein.

Der Verein Tacheles legt auf 79 Seiten dar, warum er Kürzungen des Existenzminimums für einen Verstoß gegen die Verfassung, das Völkerrecht, den UN-Sozialpakt und die UN-Behindertenrechtskonvention hält. In seiner Stellungnahme mahnt der Verein unter anderem, dass Sanktionen brutale Folgen für die Betroffenen, aber auch die gesamte Gesellschaft hätten. Die jährlich mehr als 400.000 Betroffenen seien von teils massiver Verelendung bedroht.

„Die Folgen reichen von Energie- und Wohnungsverlust bis hin zum Verlust der Krankenversicherung“

Ähnlich sieht es der Paritätische Gesamtverband. Er bezeichnet die Kürzungen von Hartz IV als einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Grundrecht. Wie das Sozialgericht Gotha und der Verein Tacheles beklagt der Paritätische ebenfalls, dass nicht nur die Menschenwürde und das Sozialstaatsgebot dadurch verletzt würden. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und freie Berufswahl wird den Sanktionierten vorenthalten. Die Diakonie betont noch einen weiteren Aspekt:

“Personen mit einem besonderen sozialarbeiterischen Beratungsbedarf, zum Beispiel in Folge von psychischen Problemen, Suchterkrankungen, starken persönlichen Schwierigkeiten, funktionalem Analphabetismus oder interkulturellen Verständigungsproblemen, werden besonders häufig mit Sanktionen belegt.“

Lediglich der Deutsche Verein hält Kürzungen des derzeitigen Existenzminimums um bis zu 30 Prozent für legitim. So unterscheidet er zwischen purer physischer Existenz und soziokultureller Teilhabe. Ersteres beinhalte Essen, Trinken, Kleidung, Energie und Obdach. Dies sei mit 70 Prozent vom Regelsatz gerade noch einlösbar. Aus Erziehungsgründen sei es legitim, so der Deutsche Verein, wenn Hartz-IV-Betroffene zur Strafe, etwa für den Abbruch eines Ein-Euro-Jobs, ein Quartal auf Mobilität, Bildung, Telekommunikation und Freizeitgestaltung verzichten müssten.

Allerdings warnt der Deutsche Verein vor höheren Strafen. Diese stünden in keinem Verhältnis zur beklagten Pflichtverletzung. Besonders drastisch gelte dies für den vollständigen Entzug der Lebensgrundlage. Werden auch die Kosten für die Unterkunft gestrichen, drohe zwangsläufig die Obdachlosigkeit. Hinzu kämen Schulden bei der Krankenkasse. Werden Beträge nicht gezahlt, hätten Betroffene zudem nur Anspruch auf minimale Notversorgung, so der Verein.


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USA: Riesige Plakatwand zeigt US-Präsident Donald Trump mit russischer Flagge und Atompilzen

in Welt von

Von rt.com
 

In Phoenix im US-Bundesstaat Arizona ist am Freitag eine riesige Anti-Trump-Plakatwand aufgestellt worden. Sie zeigt den US-Präsidenten vor Atompilzen, die bei Kernwaffenexplosionen entstehen, und neben einer Symbolik, die an die Nazi-Zeit erinnert. Außerdem ist eine kleine Russland-Fahne an seinem Jackett zu sehen. Das Plakat soll vier Jahre lang an der Grand Avenue stehen bleiben.

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Bundesregierung eröffnet deutsche Wahllokale für türkische Wahlen

in Welt von

Von info-direkt.eu

 

Die deutsche Bundesregierung will jetzt Türken ermöglichen, in Deutschland in eigenen Wahllokalen am türkischen Verfassungsreferendum teilzunehmen.

Zuvor gab es teilweise heftige Angriffe Erdogans gegen die Bundesrepublik, weil einzelne deutsche Städte Wahlkampfauftritte türkischer Politiker verhindert hatten.

1,5 Millionen Türken können in Deutschland wählen

Insgesamt 13 Wahllokale darf die Türkei nun laut einer Verbalnote der Merkel-Regierung zwischen dem 27. März und dem 9. April in Deutschland eröffnen. Einzige Bedingungen seitens der Merkel-Regierung um die Wahllokale zuzulassen: „Transparenz über die Wahlkampfauftritte“ sowie ein Ende der Pöbeleien türkischer Politiker.

Durch die Erlaubnis könnten dann die rund 1,5 Millionen türkischen Wahlberechtigten mit deutschem Pass direkt in der Bundesrepublik ihre Stimme beim Erdogan-Referendum abgeben. Denn das türkische Wahlrecht sieht keine Briefwahl vor. Geplant sind die Wahllokale u.a. in Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, Köln und Düsseldorf.

Heftige türkische Ausschreitungen mitten in Europa

Besondere Brisanz gewinnt die Entscheidung vor dem Hintergrund türkischer Ausschreitung in Europa vor dem umstrittenen Referendum. So kam es aufgrund des konsequenten Vorgehens der Niederlande gegen türkische Wahlpropaganda im eigenen Land u.a. in Rotterdam zu starken Ausschreitungendurch türkische Erdogan-Unterstützer.

Auch in Österreich sorgt das Erdogan-Referendum angesichts der vielen im Land lebenden Türken für reichlich Konflikte. Aufgrund aggressiv eingeforderter türkischer Wahlkampfauftritte befürchten österreichische Politiker parteiübergreifend eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit.


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BND sieht nicht die Gülen-Bewegung hinter dem Putschversuch in der Türkei

in Geopolitik von

Von rt.com

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) sieht in der Gülen-Bewegung nicht die Drahtzieher hinter dem Putschversuch in der Türkei.

 


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NATO und EU am Terrorismus beteiligt: Wie Bulgarien Drogen und Waffen an den IS lieferte

in Kriminalität/Welt von

Von Thierry Meyssan von voltairenet – Titelbild: Boyko Borissov – Kopf der bulgarischen Mafia

 

Die am besten gehüteten Geheimnisse fliegen auf. Das Mafia-Kartell, das Bulgarien regiert, hat sich dabei ertappen lassen, dass es auf Anforderung der CIA gleichzeitig in Libyen und in Syrien Drogen und Waffen an al-Qaida und den Islamischen Staat (Daesh) geliefert hat. Die Angelegenheit ist besonders schwerwiegend, weil Bulgarien nicht nur Mitglied der NATO, sondern auch der Europäischen Union ist.

Es scheint, dass der Anfang zufällig war. Seit etwa dreißig Jahren wurde Fenetyllin in westdeutschen Sportlerkreisen als Dopingmittel gebraucht. Trainer Peter Neururer zufolge nahmen es mehr als die Hälfte der Spieler regelmäßig. Für bulgarische Schwarzhändler war das eine Chance. Zwischen der Auflösung der Sowjetunion und dem Eintritt in die Europäische Union begannen sie, es selbst herzustellen und heimlich unter dem Namen Captagon nach Deutschland zu exportieren.

Zwei Mafiagruppen lieferten sich eine starke Konkurrenz, Vasil Iliev Security (VIS) und die Security Insurance Company (SIC), von der Karatekämpfer Bojko Borissow abhängig war. Dieser Spitzensportler, Lehrer an der Polizeiakademie, gründete eine Personenschutzfirma und wurde Leibwächter sowohl des früheren pro-sowjetischen Präsidenten Todor Schiwkow wie des US-freundlichen Simeon II. von Sachsen-Coburg und Gotha. Sobald der letztere Ministerpräsident geworden war, wurde Borissow zum Generalsekretär des Innenministeriums ernannt, dann zum Bürgermeister von Sofia gewählt.

2006 zeichnete der US-Botschafter in Bulgarien (und spätere Botschafter in Russland) John Beyrle in einer geheimen Mitteilung, die durch Wikileaks bekannt gemacht wurde, ein Porträt von ihm. Er stellt ihn als eng verbunden mit zwei großen Mafiachefs vor, Mladen Mihalew („Majo“ genannt) und Roumen Nikolov (genannt „Der Pascha“), den Gründern des SIC.

2007 versichert die U.S. Congressional Quarterly auf der Grundlage eines Berichts durch eine große Schweizer Gesellschaft, er habe zahlreiche Untersuchungen im Innenministerium vertuscht und sei selbst in 28 Mafia-Morde verwickelt. Er sei ein Partner von John E. McLaughlin, dem stellvertretenden Direktor der CIA, geworden. In Bulgarien habe er ein geheimes Gefängnis der Agentur eingerichtet und im Rahmen eines Angriffsplans gegen den Iran geholfen, eine Militärbasis zur Verfügung zu stellen, führte die Zeitschrift aus.

2008 kennzeichnete Jürgen Roth, der deutsche Fachmann für das organisierte Verbrechen, Bojko Borissow als bulgarischen „Al Capone“. Als Borissow Ministerpräsident geworden war und sein Land bereits die Mitgliedschaft in der NATO und der EU hatte, wurde er von der Agentur gebeten, den geheimen Krieg gegen Muammar al-Gaddafi zu unterstützen. Bojko Borissow lieferte Captagon, das von der SIC hergestellt war, an die Dschihadisten von al-Qaida in Libyen. Die CIA machte diese synthetische Droge attraktiver und effektiver, indem sie sie mit Haschisch, einer natürlichen Droge, mischte, was – im Sinne der Arbeiten von Bernard Lewis – die Manipulation der Kämpfer erleichtert und diese furchterregender macht. In der Folgezeit weitete Borissow seinen Handel nach Syrien aus.

Doch das Wichtigste kam, als die CIA die Eigenheiten eines ehemaligen Mitgliedsstaates des Warschauer Paktes, der der NATO beigetreten war, nutzte und ihm für 500 Millionen Dollar Waffen sowjetischer Bauart abkaufte und nach Syrien transportierte. Es handelte sich vor allem um 18.800 tragbare Abschussgeräte für Panzerabwehrgranaten und um 700 Panzerabwehr-Lenkwaffensysteme „Konkurs“.

Als die Hisbollah ein Team nach Bulgarien schickte, um über diesen Handel Erkundigungen einzuziehen, wurde ein Reisebus mit israelischen Urlaubern Ziel eines Attentats in Burgas, das sieben Tote und 32 Verletzte zur Folge hatte. Sofort beschuldigten Benjamin Netanyahu und Bojko Borissow den libanesischen Widerstand, während die Presse der NATO-Länder in vielen Meldungen ein vermeintliches Selbstmordattentat der Hisbollah unterstellte. Schließlich beobachtete die Gerichtsmedizinerin Dr. Galina Mileva, dass die Leichen nicht mit den Beschreibungen durch die Zeugen übereinstimmten; ein Verantwortlicher für Spionageabwehr, Oberst Lubomir Dimitrov, stellte fest, dass es sich nicht um einen Selbstmordattentäter gehandelt habe, sondern um einen einfachen Bombenträger, und dass die Bombe aus der Entfernung vermutlich ohne sein Wissen ausgelöst worden sei. Während die Presse zwei Araber kanadischer und australischer Nationalität beschuldigte, nannte die Sofia News Agency einen US-amerikanischen Mittäter, der unter dem Pseudonym David Jefferson bekannt war. Als die Europäische Union die Angelegenheit in Beschlag nahm, um die Hisbollah als „terroristische Vereinigung“ einzustufen, konnte somit der bulgarische Außenminister der kurzen Periode, in der Borissow von der Exekutive ausgeschlossen war, Kristian Vigenin, hervorheben, dass in Wahrheit nichts erlaube, das Attentat mit dem libanesischen Widerstand in Verbindung zu bringen.

Ab Ende 2014 hörte die CIA mit ihren Bestellungen auf und wurde durch Saudi-Arabien ersetzt, das auf diese Weise nicht nur Waffen sowjetischer Bauart kaufen konnte, sondern auch Rüstungsmaterial der NATO wie die drahtgelenkten Panzerabwehrraketen BGM-71 TOW. Bald wurde Riad durch die Vereinigten Arabischen Emirate unterstützt. Die beiden Golfstaaten sicherten sich selbst die Lieferung an al-Qaida und Daesh über Saudi Arabian Cargo und Etihad Cargo zu, entweder in Tabuk an der saudisch-jordanischen Grenze oder an der emirati-französisch-US-amerikanischen-Basis von Al-Dhafra.

Im Juni 2014 setzt die CIA noch eins drauf. Diesmal geht es darum, Bulgarien die Verlegung der russischen Ferngasleitung South Stream über sein Staatsgebiet zu verbieten, die Westeuropa hätte versorgen können. Diese Entscheidung, die Bulgarien um sehr wichtige Einnahmen bringt, erlaubt einerseits, entsprechend dem Plan von Wolfowitz das Wachstum der EU zu verlangsamen und andererseits, die europäischen Sanktionen gegen Russland unter dem Vorwand der Ukraine-Krise zu verhängen, außerdem noch die Schiefergasvorkommen in Osteuropa zu entwickeln und schließlich das Interesse am Umsturz der Arabischen Republik Syrien wachzuhalten, dem potentiellen Exporteur von Gas in großem Stil.

Nach den jüngsten Nachrichten besteht Bulgarien – Mitgliedsstaat von NATO und EU – weiterhin darauf, illegal Drogen und Waffen an al-Qaida und Daesh zu liefern, trotz der Resolution 2253, die kürzlich einstimmig durch den Sicherheitsrat der Uno angenommen wurde.


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Türkei blockiert Projekte zwischen Österreich und NATO – Kommt als nächstes die eurasische Neuorientierung?

in Geopolitik von

Von Von Ali Özkök von rt.com

Ankara hat Österreichs Beteiligung an zahlreichen NATO-Projekten blockiert. Darunter fallen politische Veranstaltungen und Militärübungen. RT Deutsch sprach mit Vertretern aus Österreich und der Türkei über die zwischenstaatlichen Streitigkeiten.

 

Die Pressesprecherin der türkischen NATO-Mission sagte am Donnerstag, dass die Türkei in der NATO ihr Handeln alleine gegen gemeinsame Projekte mit Österreich richtet.

Österreich ist als neutraler Staat nicht Mitglied der NATO, arbeitet mit der westlichen Militärallianz jedoch im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) und des Euro-Atlantischen Partnerschaftsrats (EAPC) eng zusammen.

Im vergangenen Jahr forderte Wien den endgültigen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara. Der Grund war die Reaktion der türkischen Regierung gegen Elemente, die sie hinter dem gescheiterten Putschversuch im vergangenen Juli vermutet.

Österreich verbot jüngst auch Kundgebungen von Anhängern der türkischen Regierungspartei AKP im Vorfeld des bevorstehenden Verfassungsreferendums. Nun will die Türkei offenbar gemeinsame Projekte zwischen Österreich und der NATO für Gegenmaßnahmen nutzen.

Der türkische Parlamentsabgeordnete der Regierungpartei AKP Muzaffer Yurttas bemerkte im Gespräch mit RT Deutsch:

“Zwischen der Türkei und der NATO gibt es einen Vertrauensbruch, der sich zunehmend verschärft. Die Beziehungen werden schwieriger. Sollte die Vertrauenskrise sich nicht beseitigen, wird unser Bündnis mit der NATO von Tag zu Tag schwieriger. Die Sicherheit der Türkei hat Priorität.”

“Es gab einige Spannungen mit Österreich. Daraus resultierte eine Blockade. Diese richtet sich nur gegen Österreich, andere Parteien werden nicht angesprochen”, so Fatma Pasaoglu, Pressesprecherin der türkischen Mission zur NATO in Brüssel.

RT Deutsch sprach mit dem ehemaligen österreichischen Nationalratsabgeordneten, Reinhard Firlinger. Der Politiker sieht die Entwicklung kritisch und sagte:

“Die türkische Reaktion ist überzogen.”

Das österreichische Verteidigungsministerium bestätigte eine Blockade gemeinsamer Projekte durch die Türkei, die das zweitgrößte Heer im westlichen Bündnis unterhält. Das Ministerium behauptet, dass die Türkei auf diese Weise möglicherweise alle 22 NATO-Partnerstaaten einengt. Der Pressesprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Hirsch, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die türkische Blockade von NATO-Partnerprogrammen mit Österreich bereits vor einigen Monaten begann.

Für Firlinger ist die türkische Reaktion auf Österreich innerhalb der NATO eine “Stellvertreter-Auseinandersetzung”. Gegenüber RT Deutsch erläuterte er:

“Es macht den Anschein, man geht den Konflikt nach dem Motto an: Wegen Österreich kriegt die NATO jetzt ein Problem.”

Reuters berichtete, dass Österreich tatsächliche Komplikationen fürchtet, wie zum Beispiel bei Missionen im Kosovo, wo es gemeinsame Trainingsprogramme gibt.

“Wir bedauern die aktuelle Situation und die Auswirkungen auf unsere Kooperationsprogramme”, zitierte AFP einen namentlich nicht genannten NATO-Beamter.

Man zähle auf die Partner Türkei und Österreich, dass diese ihre bilateralen Fragen so schnell es geht lösen, fügte die Quelle hinzu. Mittel- bis langfristig könne die Blockade zu Problemen führen, weil es die Fähigkeit des Bündnisses behindere, neue Missionen zu starten.

Firlinger, der bis 2002 Abgeordneter im Nationalrat von Österreich war, hingegen glaubt an eine zu große Abhängigkeit von der Türkei:

“Ich persönlich bin der Meinung, dass die EU ihre Außengrenzen selbst schützen muss und das nicht der Türkei in irgendeinem bezahlten Deal überlassen darf. Der Fehler lag bei Merkel.”

Der türkische Politiker der Regierungspartei AKP, Aydin Binboga, der bis zum 7. Juli vergangenen Jahres Volksvertreter in Ankara war und eine hochrangige Beraterstelle beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan anstrebt, bewertet die Reaktion der Türkei anders. Gegenüber RT Deutsch führte er an:

“Das ist einzig und allein eine Reaktion der Türkei auf die Forderungen Österreichs, die EU-Beitrittsverhandlungen Ankaras zu beenden. Außerdem gehört Österreich zu jenen Ländern, die die Politik Erdogans kontinuierlich anschwärzen.”

In Bezug auf die NATO-Beziehungen bemerkte Binboga:

“Österreich ist kein NATO-Mitglied. Die Türkei ist nicht nur ein NATO-Mitglied. Sie gehört zu den ältesten und einflussreichsten Mitgliedern des Bündnisses. Abgesehen von seiner EU-Mitgliedschaft kann Österreich hingegen auf eine Ebene mit Kasachstan oder der Schweiz gestellt werden.”

Für den hochrangigen AKP-Politiker aus Istanbul war die Reaktion “unausweichlich”. Binboga geht von anhaltend schlechten zwischenstaatlichen Beziehungen aus, allerdings in Grenzen:

“Österreich stellt sich fortwährend gegen die Türkei. Im Moment haben wir es hier mit einem Kräftemessen zu tun. Der psychologische Krieg wird weitergehen. Letztlich geht es hier auch um einen Wahlkampf. Deshalb wird die Türkei diesen Konflikt auch nicht weiter eskalieren.”

Auf die Frage, ob die Türkei in Reaktion auf die Konflikte mit der EU auch das Flüchtlingsabkommen auflösen könnte, sagte der libanesische Politikanalyst der renommierten türkischen Denkfabrik SETA, Schadi Zahed, dass die gegenwärtigen politischen Debatten mit Vorsicht zu genießen sind. RT Deutsch teilte er mit:

“Auch wenn die Türkei mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens droht, kann sie die damit verbundenen Risiken nicht einfach auf sich nehmen, insbesondere nicht wegen des anstehenden Referendums. Die Regierung greift für gewöhnlich auf solche Taktiken zurück, um sich Aufmerksamkeit in Europa zu verschaffen. Aber das kann sich auch ändern, je nach politischen Kurs, den Europa in Zukunft einschlägt.”

Der Politikberater Binboga sieht die EU vor größeren Problemen als allein dem Streit mit der türkischen Regierung. Binboga erläuterte auf Nachfrage von RT Deutsch:

“Die EU steht ohnehin vor dem Zerfall. Wenn rechte Bewegungen an die Macht kommen, könnte sich die Zusammensetzung der EU schnell verändern. Politische Sanktionen könnten sich ausweiten. Wirtschaftliche Sanktionen sind schwer für beide Seiten.”

RT Deutsch fragte, ob eine russisch-eurasische Neuausrichtung der Türkei als Alternative in Ankara wahrgenommen wird? Der AKP-Politiker beantwortete:

“Natürlich, die Türkei denkt ernsthaft über einen Beitritt zur Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit nach, die von Russland und China dominiert wird. Die USA wissen darüber Bescheid und sind offen besorgt. Für die Türkei ist ehrlich gesagt eine Brückenfunktion zwischen den USA und Eurasien die beste Variante. Die Türkei könnte in Zukunft das verbindende Glied werden, deshalb ist eine pro-westliche Einseitigkeit nicht geboten. Ich kann versprechen, dass ein neues System für die Türkei kommt.”


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Deutsche Goldbestände: Warum die Bundesbank nicht mehr Gold aus New York abziehen darf

in Wirtschaft von

Von norberthaering.de

Die Bundesbank hat am 9. Februar mit großer Fanfare verkündet, dass sie ihre geplanten Goldverlagerungen von 300 Tonnen aus New York nach Frankfurt 2016 bereits abgeschlossen hat. Die Erfolgsmeldung lenkt davon ab, dass nun entgegen deutschem Interesse dauerhaft ein sehr großer Teil des deutschen Goldes in New York bleiben wird, verwahrt von einer Organisation, die den Wall-Street-Banken gehört, in einem Land, dessen Präsident rechtsstaatliche Grundsätze für eine Zumutung hält. Weshalb das so ist, ist nicht allzu schwer zu erraten.

Ich will die Bundesbank nicht kritisieren. Sie hat so viel Gold aus New York geholt, wie man dort bereit war, ihr zu geben. Sie dürfte hart verhandelt und dafür sogar tief in die Trickkiste gegriffen haben. Jedenfalls hat der 2012 an die Öffentlichkeit gelangte kritischen Rechnungshofbericht, der sie unter Zugzwang setzte, ihrer Verhandlungsposition gegenüber New York alles andere als geschadet. Denn die Federal Reserve of New York wurde auch im eigenen Land bereits verdächtigt, dass mit dem Gold etwas nicht stimmen könnte, das sie nicht nur gegen Kriminelle, sondern auch gegenüber den Besitzern hermetisch abschirmt. Der Verdacht schwirrte durch die notorisch viel gelesenen Medien der Gold-Bugs, dass sie deshalb nicht bereit sei, den Eigentümern etwas davon herauszugeben. In dieser Situation konnte sie ohne massiven Reputationsverlust der unter Druck der Öffentlichkeit stehenden Bundesbank unmöglich eine Teilherausgabe des deutschen Goldes verweigern.

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Die Informationen darüber, wann die Bundesbank und andere Notenbanken wie viel Gold aus New York ausgehändigt bekamen, und die diversen Widersprüche, in die sich die Bundesbank verstrickte, sind alle kaum mit der offiziellen Lesart in Einklang zu bringen, dass die Bundesbank einfach sagen durfte, wie viel Gold sie haben wollte, und die New York Fed dieses bereitwillig aushändigte. Sie passen dagegen sehr gut zu folgender Lesart.

Die Niederländer funken dazwischen

Im Sommer 2013 fing die Bundesbank mit einem ersten Transport von 5 Tonnen an. Dann kamen die Niederländer und mindestens ein anderer und erklärten, wenn die Deutschen Gold abziehen dürfen, wollen wir unseres auch ausgehändigt bekommen. Daraufhin stoppten die Amerikaner die Aktion, bis eine Formel gefunden war, die es erlaubte, die Abzüge eng zu begrenzen, ohne jemanden etwas verwehren zu müssen, was man anderen gestattete. Diese Formel scheint etwas nach der Art gewesen zu sein wie: Jeder der will, darf die Hälfte seines Goldes im Heimatland verwahren und wir geben so viel raus wie dafür unbedingt nötig ist.

Als das geklärt war, waren zuerst die Niederländer dran, und erst als diese im Sommer 2014 die 90 Tonnen abgezogen hatten, die sie abziehen durften, konnte die Bundesbank wieder loslegen und kam im Rest des Jahres 2014 immerhin auf 85 Tonnen. Im Jahr 2015 gab es neben der Bundesbank noch einen unbekannten Eigentümer, der knapp 30 Tonnen abzog. Die Bundesbank bekam 99 Tonnen.

2016 schließlich gab es außer der Bundesbank niemand mehr, der Gold abzog, was wohl erklärt, warum die Amerikaner in diesem Jahr freigiebiger waren als die Bundesbank eigentlich erwartet hatte. Sie händigten ihr die ganzen noch zugeteilten 111 Tonnen aus. Während sich die Bundesbank nach ihrem revidierten zweiten Lagerstellenkonzept bis 2020 Zeit lassen wollte, bis die Hälfte des Goldes in Frankfurt ist, wird sie nun den aktuellen Verlautbarungen zufolge schon 2017 so weit sein.Man kann nicht genug betonen: Die Zusage der Bundesbank an die Deutschen, 300 Tonnen Gold aus New York zu holen, ist vor allem als Zusage an die Amerikaner zu lesen, nicht mehr als 300 Tonnen aus New York zu holen.

Denn dafür, 1236 Tonnen Gold in New York zu lagern, verwahrt von einer Organisation, die den Wall-Street-Banken gehört, in einem Land, dessen Präsident rechtsstaatliche Grundsätze für eine Zumutung hält, gibt es aus deutscher Sicht keinen vernünftigen Grund.



Bedenken des Rechnungshofs weitgehend ignoriert

Den massiven Bedenken des Rechnungshofs an der Goldlagerung in New York wird durch die bescheidenen Goldverlagerungen nach Frankfurt nicht ernsthaft Rechnung getragen. Nach wie vor gilt, obwohl die Bundesank zwischenzeitlich anderes behauptete, dass sie keinen Zugang zu dem eigenen Gold in New York hat, und nicht prüfen kann, ob dort alles mit rechten Dingen zugeht.

Grund zum Zweifeln hat die Bundesbank durchaus geliefert. So schmolz sie 2013 und 2014 insgesamt 55 Tonnen des Goldes ein, und vernichtete damit alle Beweise, falls etwas damit nicht gestimmt haben sollte. Sie sagte, es gebe externe Zeugen, aber sie benennt diese nicht. Wir sollen ihr einfach glauben, dass alles in Ordnung war. Dabei könnte die Bundesbank, wenn das nicht stimmen würde, dies unmöglich zugeben. Das würde das Vertrauen in die New York Fed und letztlich in das dollarbasierte Weltfinanzsystem zerstören. Bevor die Bundesbank diese atomare Option zündet, wird sie zehnmal lügen, wenn es sein muss. Umgekehrt wäre es ihr ein leichtes gewesen, zu beweisen, dass alles in Ordnung war.

Die großen New Yorker Bestände rechtfertigt die Bundesbank (notgedrungen) damit, dass bei der dortigen Federal Reserve, viele Länder und Institutionen Goldlagerräume hätten. Man kann dort also Gold an offizielle Adressen übertragen, ohne dass es die Tresorräume verlassen muss. Aber, auch Zürich, wo Österreich einen Teil seines Goldes lagert, ist ein wichtiger Goldhandelsplatz. Die Schweiz ist ein Nachbar und ein kleines, neutrales Land. Anders als die USA hat es nicht die Macht und kaum das Interesse, Deutschland die Herausgabe des Goldes zu verweigern. Dennoch verzichtet die Bundesbank darauf, hier einen Teil ihres Goldes zu lagern.

Wichtiger aber: Gold ist Geld, dessen hervorstechende Eigenschaft darin besteht, dass es auf (physischen) Besitz basiert, nicht auf dem Vertrauen in die Bereitschaft und Fähigkeit eines anderen, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Andernfalls hat man nur einen Zettel, auf dem steht, dass man das Gold haben kann, wenn man will. Die USA sind viel zu mächtig, als dass man sich auf so ein Versprechen verlassen sollte. Sie haben die übrige westliche Welt schon einmal 1971 enteignet, indem sie ihr Versprechen brachen, die bunten Dollarscheine, die sie uns für unsere Waren gegeben hatten, jederzeit auf Verlangen in Gold einzutauschen. Sie haben uns also schon einmal in großem Umfang das uns versprochene Gold verweigert. Wir sind trotzdem Freunde geblieben, weil wir nicht anders konnten.

Der Rechnungshof hatte es als rechtswidrig bezeichnet, dass die Bundesbank noch nie eine Inventur ihres Goldes in New York vorgenommen hat, und zwar, weil sie die Lagerräume nicht betreten darf, wie der Rechnungshof feststellte. Der Bundesbank-Vorstand hat bei der Vorstellung seiner Verlagerungspläne der Öffentlichkeit und dem Parlament in Aussicht gestellt, von den Amerikaner schon bald Prüfrechte eingeräumt zu bekommen. Davon hat sich aber nichts bewahrheitet. Der Rechnungshof hatte auch moniert, dass die New York Fed keinerlei Haftung für das Gold in ihrer Obhut übernimmt. Sollte sich irgendwann herausstellen, dass es ganz oder teilweise fehlt, haben wir Pech gehabt. Auch daran hat sich ziemlich sicher nichts geändert. Trotzdem schweigt der Rechnungshof; ein Indiz dafür, dass der Bericht von 2012 nur der Unterstützung der Verhandlungen mit New York diente.

Vitales Interesse der USA an unserem Gold

Für die USA ist durchaus wichtig, die Kontrolle über möglichst viel des weltweit vorhandenen Notenbankgoldes zu behalten. Denn eine goldgedeckte Währung wäre eine große Bedrohung für die Führungsrolle des Dollar im Weltfinanzsystems. Deshalb hat der Internationale Währungsfonds seinen Mitgliedern 1978 auf Betreiben der USA ausdrücklich verboten, ihre Währungen mit Gold zu decken. So eine Verpflichtung lässt sich allerdings relativ leicht abschütteln, weil der IWF keine Armee hat. Tut man es allerdings, bricht man internationale Abkommen und hat damit den USA den perfekten Vorwand gegeben, die Herausgabe des Goldes zu verweigern, das für die Golddeckung nötig wäre. Darum geht es, nicht um den Marktwert des Goldes in New York, der im Verlustfall durchaus verschmerzbar wäre.


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