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Wie hoch ist die wahre Inflation?

in Wirtschaft

Die individuelle Inflation ist abhängig vom eigenen Verhalte – Singles sind kaum davon betroffen, wenn Kinderkleidung teurer wird. – Foto: iStock

Die Älteren erzählen oft: Früher hatte ich im Aldi für 100 Mark eingekauft und der Einkaufswagen war bis zum Rand voll. Heute bekomme ich für 100 Euro noch nicht einmal die Hälfte.

Denn sobald die Inflation höher wird als die Zinsen, die man auf das Sparbuch bekommt, findet eine schleichende Enteignung der Sparer statt. Das gute alte Sparbuch verliert immer mehr an Wert. Angela Merkel sagte mal:

Die Inflation ist eine der perfidesten Formen der Enteignung der kleinen Sparer ohne Sachwerte.

Das Statistische Bundesamt erklärt, dass die Verbraucherpreise 2017 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, es benutzt dazu den sogenannten Verbraucherpreisindex. Doch ist das die wahre Inflation? Inflationsrate und Verbraucherpreisindex werden oft verwechselt oder sogar als identisch betrachtet.

Um sich in der Wirtschaft einer Berechnung der Inflation anzunähern, wird eine andere Methode und eine einfache Formel benutzt: Inflation ist der Zuwachs der Geldmenge („M3“) minus dem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes. Inflation hat demnach etwas mit der Geldmenge und dem Bruttoinlandsprodukt zu tun, also den im Land innerhalb eines Jahres hergestellten und verbrauchten Waren und Dienstleitungen

Dabei stieg im September 2017 die Geldmenge um 5,1 Prozent, das BIP um 2,3 Prozent. Somit käme man näherungsweise auf 2,8 Prozent „Wahre Inflation“.

Die tatsächliche wahre Inflation ist nicht einfach zu ermitteln. Sie liegt jedoch über dem vom statistischen Bundesamt angegeben Wert von 1,8%.

Hinzu kommt: Durch unterschiedliches Einkaufsverhalten hat jeder eine individuelle Inflationsrate. Wer mit dem Fahrrad fährt ist nicht so stark von einer Benzinpreiserhöhung betroffen wie ein Autofahrer, der jeden Tag 100 km zurücklegt. Wer Biolebensmittel kauft, interessiert sich mehr für den Preisanstieg im Biosegment als für den Preisanstieg bei chemisch gedüngten Lebensmitteln.

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Bedenklich: Keine Gesundheitskontrolle beim Familiennachzug

in Gesundheit

Asylbewerber, die sich in dementsprechenden Unterkünften aufhalten, bekommen normalerweise einen Gesundheitscheck. Da nachkommende Familien aber dezentral untergebracht werden, entfällt hier die Gesundheitskontrolle.

Im Jahr 2016 registrierte das Robert Koch Institut knapp 6000 Fälle von Tuberkulose in Deutschland. Im Jahr zuvor, in dem die Flüchtlingskrise begann, war die Zahl nur geringfügig niedriger. Damit waren die Zahlen nach einem Tiefstand im Jahr 2012 deutlich angestiegen. Das Institut bestätigte zudem einen Zusammenhang mit der aktuellen Einwanderung.

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich identifizierte zwischen Februar und November 2016 einen multiresistenten Tuberkuloseerreger bei acht Migranten aus dem Horn von Afrika. „Der Erreger wies eine neuartige Kombination von Resistenzen gegen vier verschiedene Antibiotika auf, die noch nie beschrieben worden war“, sagt Peter Keller, Leiter Diagnostik des NZM, der den Keim identifiziert hat.

In den folgenden Monaten wurde der gefährliche Keim bei weiteren Patienten nachgewiesen, die alle aus Ländern am Horn von Afrika nach Europa migrierten. Insgesamt identifizierte das NZM den Erreger zwischen Februar und November 2016 bei acht Migranten aus Somalia, Eritrea und Djibouti.

Unter diesen Gesichtspunkten sollte man davon ausgehen, dass Deutschland längst Pflichtuntersuchungen für alle ankommenden Migranten eingeführt hat, auch für zukünftig ankommende Verwandte. Wie aus einem Bericht von „Tichys Einblick“ hervorgeht, wurden zumindest Migranten, die in einer Aufnahmeeinrichtung oder Gemeinschaftsunterkunft wohnen, bisher aufgefordert, „eine  ärztliche Untersuchung zu dulden“. Die Dunkelziffer derer, die sich aus verschiedenen Gründen einer Routineuntersuchung entzogen haben, ist allerdings kaum abzuschätzen. Ohne diese wäre es wiederum schwer zu erklären, wie es im letzten Jahr immer wieder zu Fällen einer Ansteckung mit Tuberkulose kommen konnte.

Noch dramatischer könnte es aber beim zukünftigen Familiennachzug werden. Da der Familiennachzug zum größten Teil in dezentrale Unterbringungen erfolgt, so Tichys Einblick, „greift hier das Infektionsschutzgesetz §36 Absatz 4 ebenso wenig, wie das Asylverfahrensgesetz §62.“

Oder ganz klar und konkret von A. Wallasch formuliert:

Beim gesamten Familiennachzug, beim schon gewesenen und noch kommenden, entfallen die für Asylbewerber sonst gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen auf ansteckende Krankheiten.“

Fallen die Pflichtuntersuchungen bei den nachziehenden Familienmitgliedern weg, dann sind natürlich auch alle bisherigen Untersuchungen der Asylbewerber zwecklos gewesen, zumindest dann, wenn eine flächendeckende Abwehr ansteckender Krankheiten das ursprüngliche Ziel gewesen ist.

Das Auswärtige Amt, dass für den Familiennachzug zuständig ist, vermeldet laut Tichys:

Nach § 62 AsylG sind Ausländer, die in einer Aufnahmeeinrichtung oder Gemeinschaftsunterkunft wohnen, verpflichtet, eine ärztliche Untersuchung zu dulden. (…) Personen, die im Wege des Familiennachzugs zu anerkannten Schutzberechtigten nach Deutschland kommen, können der Regelung nur unterfallen, wenn sie in einer Aufnahmeeinrichtung oder Gemeinschaftsunterkunft wohnen.“

Die bisher theoretisch geforderten Untersuchungen bei Asylbewerbern sind demnach bisher nur lückenhaft durchgeführt worden, und wenn sie stattfanden, dann sind sie bis heute überwiegend noch nicht ausgewertet. Das geht zumindest aus weiteren Nachfragen des Magazins bei der niedersächsischen Landesaufnahmebehörde hervor.

Von dort heißt es „dass das Land zwar „zu den Hochzeiten des Flüchtlingszuzugs im Herbst und Winter 2015/2016“ dafür Sorge getragen hat, dass „die vorgesehenen Verfahrensabläufe grundsätzlich eingehalten worden sind“, aber dies konnte nicht im vollen Umfang möglich gemacht werden. Die Vielzahl der Einrichtungen und Notunterkünfte hätte das verhindert.

Konkret schreibt man Tichys:

Zu dieser Zeit standen die notwendigen Personal- bzw. technischen und medizinischen Ressourcen nicht immer hinreichend kurzfristig zur Verfügung.“

Zwar seien die Untersuchungen, die tatsächlich durchgeführt wurden, dokumentiert, aber eine Auswertung dazu sei allerdings technisch nicht möglich, heißt es von dort. Somit könne man die gewünschten Zahlen leider nicht liefern.

Abschließend bestätigt die Landesaufnahmebehörde gegenüber dem Magazin, dass der Nachzug von Angehörigen weder nach den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes noch vom Asylrecht beurteilt wird.

(mcd)

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Kinderschänder auf Bewährung darf weiter an Berliner Grundschule arbeiten

in Welt

Ein Erzieher, der jahrelang einen Jungen in einem Weddinger Kiez-Club missbraucht hatte, darf weiterhin an einer Grundschule arbeiten.

Am Donnerstag entschied eine Richterin am Amtsgericht Tiergarten in Berlin, dass ein Erzieher, der wegen sexuellen Missbrauchs eines Jungen angeklagt war, auf Bewährung frei kommt. Auch darf er weiterhin an einer Grundschule arbeiten.

Die Anklage liegt laut der „BZ“ bereits seit September 2014 bei der Staatsanwaltschaft. Eine Begründung, warum es erst nach fast drei einhalb Jahren zur Verhandlung kommt, gibt es vor Gericht nicht.

Die Anklage lautete: Sexueller Missbrauch eines Kindes im Hausaufgabenraum eines Weddinger Kiez-Clubs vom Sommer 2011 bis Januar 2014. Strafbar nach §§174 und 176 Strafgesetzbuch. Er soll 30 selbstständige, sexuelle Handlungen „an einer Person unter 16 Jahren, die ihm zur Erziehung und Betreuung“ anvertraut war, vorgenommen haben. Gleichzeitig werden ihm in 20 Fällen „sexuelle Handlungen an einer Person unter 14 Jahren“ zur Last gelegt.

Wie die Berliner Zeitung weiter berichtet, war der Junge 12, als der Missbrauch begann. Das habe der Erzieher gewusst. Während er unter seiner Aufsicht Hausaufgaben machte, habe er ihm „die Hose geöffnet“, ihn „mehrere Minuten gestreichelt“.

Weiterhin Erzieher? Kein Problem

Der Erzieher habe alles gestanden, berichtet das Berliner Blatt weiter, könne sich aber an Details nichts mehr erinnern. Nach seiner fristlosen Kündigung im November 2013 habe er den Jungen nicht mehr gesehen. Er hätte in der Zwischenzeit freiwillig eine Therapie gemacht und 2000 Euro an den Jungen bezahlt.

Und was mache er heute, fragte die Richterin? „Ich arbeite an einer Grundschule“, habe der Angeklagte geantwortet. Und seit wann? „Seit 2014“, so seine Antwort, aber er „trainiere jetzt keine Fußballmannschaften mehr“.

Der Staatsanwalt beantragte, zwei Drittel der Vorwürfe gegen den Angeklagten einzustellen. So kam es dann auch.

Da der Erzieher nicht vorbestraft war, konnte er offenbar unbehelligt die letzten Jahre an einer Grundschule arbeiten. Der Angeklagte möge aber „überdenken, wo er sein Tätigkeitsfeld sucht“, heißt es in der Verhandlung.

Daraufhin der Verteidiger: „Die Altersgruppe, mit der er in der Grundschule arbeitet, ist nicht von seiner Neigung erfasst.“ 

Nach vierzig-minütiger Sitzung war das Urteil gesprochen: „Zwei Jahre Haft auf Bewährung für zehn Fälle von sexuellem Missbrauch eines Schutzbefohlenen in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch eines Kindes. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.“

Nach dem Strafgesetzbuch wäre ein Berufsverbot möglich, so BZ abschließend. In der Praxis werde dies jedoch aus Gründen der Verhältnismäßigkeit selten verhängt. Und bei Ersttätern fast gar nicht.

(mcd)

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Selbstzensur: Angst vor Pekings Sanktionen – Hotelkette Marriott entfernt Organraub-Bücher aus Hotel in China

in Geopolitik/Welt

Die internationale Hotelkette Marriott geriet in der letzten Woche zwei Mal in Verlegenheit gegenüber der chinesischen Regierung. Neben „falschen“ Büchern in der Lobby, hatten sie auch noch Tibet und Taiwan als eigenständige Länder bezeichnet.

Die internationale Hotelkette Marriott entschuldigte sich erst letzte Woche bei der chinesischen Regierung, weil sie auf ihrer Webseite Tibet und Taiwan als eigenständige Länder aufgeführt hatte. Am Sonntag schlitterte das Unternehmen erneut in einen Fauxpas mit den Herren von Peking.

Im „Westin Hotel“ in Chongli, einem Skigebiet etwa drei Stunden nordwestlich der chinesischen Hauptstadt, lagen einige Kopien des Buches „Bloody Harvest“ (Blutige Ernte) in der Lobby. Das Buch beinhaltet einen detaillierten Bericht darüber, dass Falun Gong-Praktizierende in China für ihre Organe getötet werden. Die Meditationsbewegung ist seit 1999 in China verboten und wird schwer verfolgt. Die Kommunistische Partei verleumdete die Bewegung als „bösen Kult“, nachdem ihre Anhängerschaft in den Neunziger Jahren größer wurde, als die der KP Chinas selbst.

Nachdem die Hotelleitung durch einen „Bloomberg“-Artikel von der Anwesenheit des Buches erfahren hatte, ließ sie das Buch entfernen und benachrichtigte darüber das örtliche Büro für öffentliche Sicherheit, heißt es in einer Stellungnahme per E-Mail gegenüber dem Nachrichtenmagazin Bloomberg.

„Da man dem Sicherheitsbüro Auskunft erteilte, werde man dies nicht weiter kommentieren“, teilte ein Vertreter der Marriott-Hotelgruppe mit.

Die Bücher in englischer Sprache können an vielen Touristenstandorten sowie Hotels, Restaurants und bei Einzelhändlern außerhalb Chinas gefunden werden. Wie die Bücher ausgerechnet in das Marriott Hotel in China, das als Olympiagebäude ausgebaut wird, gelangen konnte, ist unklar.

Chinas Nationale Tourismusbehörde hat bisher nicht auf eine Anfrage reagiert, berichtet Bloomberg.

Der Vorfall veranschauliche ganz deutlich, welchen Herausforderungen multinationale Konzerne in China gegenüber stehen, wenn sie politische Kontroversen mit China vermeiden wollen, schreibt Bloomberg weiter.

Tibet und Taiwan als Teil von Chinas Hoheitsgebiet

Der globale Beherbergungsbetrieb entschuldigte sich letzte Woche dafür, Tibet und Taiwan auf seiner chinesischsprachigen Website als „Länder“ aufgeführt zu haben. China betrachtet beide als Teil seines Hoheitsgebiets.

Ermutigt durch seine wachsende wirtschaftliche und geopolitische Kraft, verstärke China die Kontrolle ausländischer Unternehmen und zeige wenig Toleranz gegenüber Verletzungen politischer roter Linien, heißt es weiter.

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„Können Müll nicht mehr nach China schicken“: EU-Kommission stellt Anti-Plastik-Strategie vor

in Umwelt

Die EU schickt ihren Plastikmüll nach China. – Foto: Guang Niu/Getty Images

Bürger und Unternehmen in der Europäischen Union sollen deutlich mehr Plastik recyceln und gleichzeitig weniger Abfall produzieren. Bis 2030 solle „das gesamte Verpackungsmaterial auf dem EU-Markt wiederverwertbar sein“, teilte die EU-Kommission mit.

Bürger und Unternehmen in der Europäischen Union sollen deutlich mehr Plastik recyceln und gleichzeitig weniger Abfall produzieren.

Bis 2030 solle „das gesamte Verpackungsmaterial auf dem EU-Markt wiederverwertbar sein“, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Straßburg mit. Ihr neuer Strategieplan sieht auch vor, Recycling profitabler zu machen und den Verbrauch von Einweg-Plastik zu reduzieren.

„Einfach zu sagen, ‚Lasst uns Plastik verbieten‘ wird nicht funktionieren“, sagte Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans am Dienstag. Plastik sei unverzichtbar – vor allem brauche es aber besseres Plastik.

Die EU setzt deshalb auf einen Mix aus wirtschaftlichen, freiwilligen und unterstützenden Maßnahmen. So sollen etwa wirtschaftliche Anreize für die Recycling-Industrie und einheitliche Kennzeichnungen für biologisch abbaubare Ersatzprodukte geschaffen werden. Eine erste EU-Richtlinie sieht vor, dass in allen europäischen Häfen Sammelstellen für auf See anfallende Abfälle eingerichtet werden. Die Nutzung von Mikroplastik etwa in Kosmetika soll eingeschränkt werden.

Bislang exportieren die Mitgliedsstaaten rund die Hälfte des eingesammelten und sortierten Plastikmülls ins Ausland, 85 Prozent davon nach China. Die Volksrepublik hat den Import von Plastikmüll zu Anfang des Jahres jedoch fast vollständig eingestellt.

Timmermans sieht das als Gelegenheit: „Wir können unseren Müll nicht mehr nach China schicken“, sagte Timmermans der Nachrichtenagentur AFP. Das sei die Gelegenheit, „um zu zeigen, dass wir auch hier recyceln können“. (afp)

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„Sanchi“-Untergang in China: Experten warnen vor Umweltkatastrophe von historischem Ausmaß

in Umwelt

Titelbild: Ein Löschboot vor dem brennenden Öltanker SANCHI vor der Küste von Shanghai. – Foto: 

Nach dem spektakulären Tankerunglück vor der Küste Chinas warnen Experten vor einer Umweltkatastrophe von historischem Ausmaß. Die „Sanchi“ war am 6. Januar mit 136.000 Tonnen Leichtöl an Bord auf hoher See mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und sofort in Brand geraten.

Nach dem spektakulären Tankerunglück vor der Küste Chinas haben die Behörden der Volksrepublik zunächst beteuert, dass die Umweltauswirkungen durch das austretende Leichtöl begrenzt seien.

Doch Experten warnten vor einer Umweltkatastrophe von historischem Ausmaß. Schließlich trete nach der Explosion und dem Untergang des iranischen Öltankers „Sanchi“ auch Ölkondensat aus, das zwar auf den ersten Blick nicht zu sehen, für die Meeresbewohner aber besonders giftig sei. Inzwischen warnen auch die chinesischen Behörden, dass sich der Ölteppich weiter ausbreitet.

Die „Sanchi“ war am 6. Januar mit 136.000 Tonnen Leichtöl an Bord auf hoher See mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und sofort in Brand geraten, alle 32 Besatzungsmitglieder – 30 Iraner und zwei Bangladescher – kamen dabei vermutlich ums Leben. Nach mehreren Explosionen sank die „Sanchi“ am Sonntag. Chinesischen Medienberichten zufolge könnte ihr eigener Tank bis zu tausend Tonnen Treibstoff enthalten haben.

Seines Wissens sei noch nie soviel Ölkondensat – ein besonders hochwertiges Leichtöl – auf einen Schlag in die Umwelt gelangt, sagte der US-Berater für Öl-Katastrophen, Richard Steiner, der Nachrichtenagentur AFP. Ihm sei kein Fall bekannt, bei dem mehr als tausend Tonnen Kondensat ins Meer gelangt seien, sagte Steiner. Bei den meisten Fällen sei es sogar weniger als eine Tonne.

Selbst wenn nur 20 Prozent der Ladung ins Meer gelangt seien, entspräche dies in etwa der Menge an Rohöl, die bei der Havarie des Öltankers „Exxon Valdez“ 1989 vor Alaska ausgelaufen sei, verdeutlichte Steiner das Ausmaß der Umweltkatastrophe.

Die staatliche chinesische Meeresbehörde hatte dagegen am Wochenende noch erklärt, es seien keine größeren Umweltschäden zu erwarten. Ein hochrangiger Vertreter der Behörde sagte dem Staatssender CCTV, das Leichtöl an Bord der „Sanchi“ habe „weniger Auswirkungen auf das Meer“ als andere Ölarten. Für den Menschen seien ohnehin nur minimale Auswirkungen zu befürchten, da der Tanker so weit von der Küste entfernt sei.

Doch am Montag gab die Behörde dann eine neue Einschätzung: Das Öl breite sich aus, der Ölteppich sei „sehr viel größer“ als noch am Sonntag, hieß es. Flugzeuge entdeckten laut der Meeresbehörde drei verschiedene Ölteppiche von bis zu 18,2 Kilometern Länge, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Diese würden sich wegen des Winds und der Meeresströmung Richtung Norden bewegen.

„Die Beseitigung der Umweltverschmutzung ist eines unserer Ziele“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang. „Niemand möchte eine neue große Katastrophe erleben.“

Laut CCTV konnte das Feuer an der Unglücksstelle am Montag gelöscht werden. Zwei Schiffe versprühten Chemikalien, um den Ölteppich aufzulösen.

Dass das iranische Schiff sank, bevor die Ölladung komplett verbrannt war, ist für den Leiter des Pekinger Instituts für Öffentliche und Umweltangelegenheiten, Ma Jun, das Schlimmste, was nach der Havarie passieren konnte. „Das Ölkondensat ist für alle Meereslebewesen besonders giftig“, sagte Ma der Zeitung „Global Times“.

Anders als Rohöl bildet Ölkondensat keinen Teppich auf der Meeresoberfläche, sondern erzeugt unter Wasser eine giftige Säule aus Kohlenwasserstoffen. Für die Wale, Seevögel, Fische und das Plankton im Ostchinesischen Meer bedeute dies Lebensgefahr, sagte Steiner. Darüberhinaus könnten bei den Tieren chronische Krankheiten verursacht oder ihre Fortpflanzung gehemmt werden.

Selbst wenn die „giftige Phase“ des Tankerunglücks nach wenigen Monaten beendet sei, könnten die Auswirkungen auf die Umwelt „viel länger“ dauern, warnte Steiner. Da aber niemand die Umweltauswirkungen wissenschaftlich untersuche, „werden die Regierungen und Schiffseigner wahrscheinlich zu Unrecht behaupten, dass der Schaden nur begrenzt ist“.

„Vor unseren Augen entfaltet sich eine Umweltkatastrophe“, warnte am Montag auch der Meeresschutzexperte von WWF Deutschland, Stephan Lutter. Nun beginne „ein Wettlauf mit der Zeit“. (afp)

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Verurteilter Krankenpfleger Niels H. wegen 97 weiteren Morden angeklagt

in Kriminalität

Titelbild: Foto: Sean Gallup/Getty Images

Der ehemalige Krankenpfleger Niels H. ist wegen Mordes an sechs Menschen bereits verurteilt worden. Nun erhob die Staatsanwaltschaft erneut Anklage – diesmal wegen 97-fachen Mordes.

Im Fall der beispiellosen Mordserie des ehemaligen Krankenpflegers Niels H. aus Niedersachsen hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen 97-fachen Mordes erhoben. Das teilte die Behörde am Montag in Oldenburg mit. Demnach sind die letzten toxikologischen Tests an potenziellen Opfer abgeschlossen.

Nach Angaben der Ermittler ließ sich bei drei zunächst als Verdachtsfällen geführten Toten nicht mit erforderlicher Sicherheit nachweisen, dass H. ihren Tod herbeiführte. Daher kamen nicht wie zunächst erwartet 100 neue Fälle zur Anklage.

Der frühere Krankenpfleger ist bereits wegen sechs weiterer Taten rechtskräftig verurteilt, so dass nach jetzigen Stand von 103 mutmaßlichen Taten auszugehen ist. Zwischenzeitlich waren die Ermittler nach eigenen Angaben von 106 ausgegangen.

H. verbüßt bereits eine lebenslange Haftstrafe. Er arbeitete von 1999 bis 2005 als Krankenpfleger auf Intensivstationen in Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst in Niedersachsen. 2000 begann er nach den Ermittlungsergebnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft damit, Intensivpatienten eigenmächtig Medikamente zu verabreichen, um Herz-Kreislauf-Stillstände auszulösen. Dann belebte er sie wieder. Viele starben dabei.

Für die Prüfung der Anklage zuständig ist das Landgericht Oldenburg. Es entscheidet darüber, ob der Prozess eröffnet wird. Wann damit zu rechnen ist, war zunächst noch unklar. (afp)

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Drohnen: Mit zunehmender Verbreitung wächst Markt für Abwehr

in Welt

Titelbild: PETER PARKS/AFP/Getty Images

Rund 600.000 Drohnen waren im vergangenen Jahr in Deutschland im Einsatz. Bis 2020 dürften es demnach mit etwa 1,2 Millionen doppelt so viele sein. Dieser Drohnen-Boom beflügelt auch die Nachfrage nach Schutzmaßnahmen gegen potenziell gefährliche Flugobjekte.

Der Drohnen-Boom beflügelt auch die Nachfrage nach Schutzmaßnahmen gegen potenziell gefährliche Flugobjekte.

Der Markt für Drohnenerkennung und -abwehr wachse rasant, berichtet Christian Jaeger von der Elektroniksystem- und Logistik-GmbH (ESG) mit Sitz in Fürstenfeldbruck bei München.

Auf rund 600.000 schätzt die Deutsche Flugsicherung (DFS) die Zahl der Drohnen, die im vergangenen Jahr im privaten und kommerziellen Einsatz waren. Bis 2020 dürften es demnach mit etwa 1,2 Millionen doppelt so viele sein.

Damit nimmt auch das Gefahrenpotenzial zu. Dazu gehöre der Schmuggel von Handys, Drogen oder Waffen in Gefängnisse mit ferngesteuerten Drohnen oder Rauschgifttransporte an Landesgrenzen, sagt Jaeger. Ein Problem seien auch Behinderungen durch Drohnen im Luftverkehr. Firmen klagten über Fälle von Industriespionage durch fremde Flugkörper. Am bedrohlichsten sei jedoch die Terrorgefahr durch Drohnen.

Das Erkennen unbemannter Flugobjekte von Piloten mit bösen Absichten ist aus Expertensicht viel einfacher als deren Abwehr. Die Kasseler Firma Dedrone arbeitet mit einem Mix aus verschiedenen Sensoren, um heranfliegende Drohnen zu erspähen. Dagegen ist sogenanntes Jamming – der Einsatz elektronischer Störmaßnahmen etwa zur Blockade von Funksignalen zwischen Pilot und Drohne – nur Behörden vorbehalten.

Ein GPS-Signal-Störer auf dem Dach eines mobilen Detektions-Systems zur Abwehr von Drohnen wird auf der Messe Perimeter Protection in Nürnberg präsentiert. – Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Telekom wirbt dafür, auch Privatfirmen das Jamming zu erlauben, sofern eine Gefahr für Dritte ausgeschlossen werden könne. „Der Schutz von 70.000 Menschen in einem Fußballstadion oder 10.000 Menschen in einer Eventarena darf nicht an Zuständigkeitsproblemen scheitern“, sagt Markus Piendl, Sicherheitsexperte bei der Telekom. (dpa)

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Berlin vermeidet Kritik an türkischer Offensive gegen YPG – kann Vorgehen völkerrechtlich nicht einordnen

in Geopolitik

Die Bundesregierung habe kein vollständiges Lagebild und könne das türkische Vorgehen völkerrechtlich daher nicht einordnen, sagte heute die Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

Deutschland vermeidet nach der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG im Norden Syriens offene Kritik an der Regierung in Ankara.

Die Bundesregierung habe kein vollständiges Lagebild und könne das türkische Vorgehen völkerrechtlich daher nicht einordnen, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, am Montag in Berlin.

Die Türkei selbst berufe sich gegenüber den UN auf ihr Selbstverteidigungsrecht. Man müsse einerseits die Sicherheitsinteressen der Regierung in Ankara berücksichtigen, sagte Adebahr. Andererseits bedeute weitere Gewalt für die Menschen in Syrien keine Verbesserung, sondern eine Verschlimmerung ihrer Lage.

Über all diese Fakten werde am Abend der UN-Sicherheitsrat mit den Beteiligten sprechen. „Das ist eine Debatte, die wir ganz sicher unterstützen“, erklärte die Sprecherin.

Türkei verfügt über mehr Leopard-Panzer als Deutschland

Berichte über den Einsatz von Deutschland an die Türkei gelieferter Leopard-2-Panzer im Norden Syriens bestätigte die Bundesregierung nicht. „Außer den Bildern aus den Medien, die Sie alle kennen, haben wir keine eigenen Erkenntnisse über den Einsatz von Leopard-Panzern“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Holger Neumann.

Der NATO-Partner Türkei hatte nach seinen Worten in den 80er und 90er Jahren 397 Leopard-1-Panzer bekommen. Von 2006 bis 2011 habe die Türkei dann noch 354 Leopard-2-Panzer erhalten. Die Türkei verfügt damit über mehr Kampfpanzer als die Bundeswehr.

Der Leopard wird von den deutschen Rüstungskonzernen KMW und Rheinmetall gebaut. Zu einem Medienbericht, wonach Bundesaußenminister Sigmar Gabriel die Modernisierung türkischer Leopard-Panzer durch Rheinmetall gestatten will, wollte sich Adebahr nicht äußern.

Yildirim: Türkei will 30 Kilometer breite Sicherheitszone in Nordsyrien schaffen

Die türkische Armee war in den vergangenen Tagen in die nordsyrische Provinz Afrin eingerückt, um die mit den USA verbündete Kurdenmiliz YPG von dort zu vertreiben. Ziel der „Operation Olivenzweig“ ist nach Aussage von Ministerpräsident Binali Yildirim die Schaffung einer 30 Kilometer breiten Sicherheitszone.

Indem sie sich direkt gegen eine mit dem NATO-Partner USA verbündete kurdische Miliz stellt, eröffnete die Türkei eine neue Front im Syrien-Konflikt. Deutschland und die Türkei bemühen sich seit einigen Monaten um einer Verbesserung ihrer angespannten Beziehungen.

(reuters/as)

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Die heutige Schule hat ein Problem – sie kann zu Mitläufern und überforderten Menschen führen

in Welt

Die klassischen Lerntechniken wie das Einmaleins, das Auswendiglernen von Gedichten, das Vorlesen von Texten und das kontinuierliche Üben in der Schule gingen weitgehend verloren. Hausaufgaben-machen ist verpönt – doch warum? Und welche Folgen hat das?

Mit den Achtundsechzigern veränderte sich die Schule in Deutschland. Die politisch linksgerichtete Bewegung überprüfte die schulische Bildung, ihre Struktur und ihre Konzeption daraufhin, ob sie die „unteren Klassen“ benachteiligt, wie Hermann Giesecke schreibt. Die Folgen können heutzutage in der Gesellschaft gesehen werden. Der deutsche Erziehungswissenschaftler Hermann Giesecke war von 1967 bis 1997 Professor für Pädagogik und Sozialpädagogik an der Universitität Göttingen.

Seither „wurde nahezu das ganze Schulsystem darauf ausgerichtet, die leistungsschwächeren Schüler als milieubedingt entschuldbar zu betrachten und mit Hilfe von Gesamtschulen, Orientierungsstufen, Förderstufen, verlängerter Grundschulzeit, Leistungskursen und den Methoden des individualisierenden Unterrichts zu fördern“.

Die PISA-Ergebnisse zeigen jedoch, dass dies weitgehend vergeblich war. Die soziale Ungleichheit im Bildungswesen hat sich über die Jahre kaum verändert.

Hermann Giesecke nannte bereits 2003 eine Ursache dafür:

Nahezu alles, was die moderne Schulpädagogik für fortschrittlich hält, benachteiligt die Kinder aus bildungsfernem Milieu.“

Bekannt ist das Schlagwort des „Offenen Unterrichtes“. Im „Offenen Unterricht“ sollen die Kinder lernen, selbstorganisiert und selbstbestimmt zu lernen. Dabei sollen die „individuellen fachlichen und überfachlichen Lerninteressen der Kinder das Lerngeschehen bestimmen“ (Wikipedia), zusätzlich sollen die Kinder das soziale Geschehen und die Interaktionen miteinander selbst regeln.

Doch „Offener Unterricht“ schadet und behindert Kinder der bildungsfernen Schichten beim Lernen, schreibt Giesecke. Damit verbunden ist der Abbau des klassischen, lehrerbezogenen Unterrichts, eine „übertriebene Subjektorientierung“ (fühle selbst was dir wichtig ist und handle danach) konnte beginnen. Die Leistungen, die die Kinder bringen sollten, werden unklarer und relativiert.

Kinder, die von Hause aus den eher bürgerlichen Schichten angehören, schadet diese Art des Unterrichtes ebenfalls, doch sie können noch damit klarkommen. Sie können sich organisieren und konzentriert lernen, sie genießen es auch, frei forschen zu können und ihre Zeit frei einzuteilen. Doch wenn sie immer wieder angehalten werden, auf ihre Mitschüler Rücksicht zu nehmen, tut das mit der Zeit auch nicht mehr gut.

Der Lehrer muss der Regisseur sein – und nicht nur ein Moderator

Manchen Bildungspolitikern, Schulleitern und Lehrern scheint die Meta-Studie von John Hattie (2009, dt. 2013) nicht bekannt zu sein. In der Meta-Studie wurden die Ergebnisse von über 50.000 Einzelstudien aufgearbeitet und der Einfluss vieler Faktoren nach ihrer Wirkung für das schulische Lernen und die Leistungen der Schüler zusammengefasst. In Kurzform (Zitat):

  • „Was schadet? Sitzenbleiben, Fernsehen und Sommerferien.
  • Was hilft nicht und schadet nicht? Offener Unterricht, jahrgangsübergreifender Unterricht, Team Teaching.
  • Was hilft ein wenig? Klassengröße, finanzielle Ausstattung, Hausaufgaben.
  • Was hilft ein wenig mehr? Zusatzangebote für Leistungsstarke, kooperatives Lernen, direkte Instruktion.
  • Was hilft besonders gut? Lernstrategien, Lehrerfeedback, Unterrichtsqualität.“

Demnach sind die Strukturfragen für den Lernerfolg eher wenig bedeutsam, ob dort 20 Computer oder nur einer steht, ist vielen klassischen Lehrern unwichtig.

Entscheidend sind das Feedback des Lehrers, Lernstrategien und die Qualität des Unterrichts, also das Handeln und die Einstellungen des Lehrers.

Für Michael Felten, Gymnasiallehrer und Schulentwickler, steht im Schulwesen eine Revolution an, wie er auf „Bildung aktuell“ schreibt: „Genau dort, bei der Sicht der Lehrperson, steht eine förmliche Revolution für den bislang selbstlern-euphorischen Schulreformdiskurs an.“

Hattie charakterisiert nämlich den lernwirksamen Lehrer als activator (Regisseur) und grenzt ihn damit deutlich ab vom facilitator (Moderator). Eine lernförderliche Lehrperson muss Kapitän der Lerngruppe sein – und nicht nur ihr Lernbegleiter. Quelle

In vielen Artikel kann dies in ähnlicher Form nachgelesen werden. Zum Beispiel in der „FAZ“, 2010:

„Pädagogische Zurückhaltung mag Abiturienten beflügeln, Pubertierende aber verlieren so oft wichtige Orientierung. Bei selbständiger Arbeit machen viele Schüler um schwerere Aufgaben öfter als nötig einen Bogen, mit engerer Anleitung hätten sie die vielleicht lösen können. Und beim Stationenlernen sind die Jugendlichen zwar ständig beschäftigt, stellen aber ohne lehrergeleitetes Unterrichtsgespräch nur selten gedankliche Zusammenhänge zwischen den Lernportionen her.“

Die Leistungsabstände werden größer, je offener der Unterricht ist

Dr. Frank Lipowsky, Professor für Erziehungswissenschaften, sowie Dr. Miriam Lotz von der Universität Kassel stellten in ihrem Buch „Ist Individualisierung der Königsweg zum Lernen?“ (2015) fest, dass Formen der Individualisierung des Unterrichts nicht oder nur wenig geeignet sind, den Abstand zwischen leistungsschwächeren und -stärkeren Schülern zu verringern. Ganz im Gegenteil:

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass sich die Leistungsschere zwischen stärkeren und schwächeren Schülern, wenn sich der Unterricht durch wenig Lehrerlenkung und wenig Strukturierung auszeichnet, eher weitet.“

So können insbesondere Schüler mit geringen Vorkenntnissen benachteiligt werden, „da die Komplexität der behandelten Probleme und Aufgaben das Arbeitsgedächtnis der Schüler zu stark belastet und damit das Lernen und Verstehen neuer Inhalte erschwert.“ (siehe Buch, S. 167f).

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