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Schwimmende Solarenergie-Farm könnte täglich 20 Tonnen Gemüse produzieren

in Welt/Wirtschaft
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Die Zukunft der Landwirtschaft ist nachhaltig und findet nicht an Land statt.

Die Zukunft der Agrikultur ist angebrochen mit der so genannten Smart Floating Farm (etwa: intelligente, schwimmende Farm), die von der Firma Forward Thinking Architecture entworfen worden ist und 8.000 Tonnen Gemüse pro Jahr produzieren könnte. Das Konzept wurde als einer der Gewinner des Sustainable Entrepreneurship Award 2016 (SEA; etwa: Preis für nachhaltiges Unternehmertum) in der Kategorie Lifestyle and Culture (Lebensweise und Kultur) ausgewählt.

Die modular aufgebauten, schwimmenden Farmen sind noch nicht Realität, aber das Konzept dahinter ist nachhaltig und dringend notwendig, da die Anzahl der Erdenbewohner rapide anstiegt und der Zugang zu natürlichen Ressourcen in gleichem Maße abnimmt.

Im Hinblick auf die Entfernung von traditioneller Landwirtschaft an Land gab es bereits mehrere Farmkonzepte; unter anderem vertikale, hydrophonische Gärten, die in städtischen Umfeldern zum Einsatz kommen, um eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Die Smart Floating Farm (SFF) reiht sich unter den Konzepten ein, die Farmen an Land ersetzen wollen. Ihr großer Ernteertrag könnte sie zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten im Wettbewerb darum machen, wer bestimmt, was als nächstes in der Nahrungsmittelproduktion geschehen wird.

Bildquelle: Forward Thinking Architecture

Als Inspirationsquelle dienten chinesische schwimmende Fischfarmen; und die neuen Gemüsefarmen bringen die Nahrungsmittelproduktion auf die nächste Stufe, indem sie 200×350 große Einheiten verbinden, die rechteckig sind und über Stege mit anderen Modulen verbunden werden können. Die Farmen sammeln das Sonnenlicht und das Regenwasser ein, das zur Aufzucht der Erntepflanzen verwendet wird; und sie entsalzen sogar das Meerwasser unter sich, um so unabhängig wie möglich existenzfähig zu sein.

Die Macher hinter dem Design stellten jedoch klar, die Farmen sind „nicht dafür gedacht, alle Hungersnöte und Probleme mit Hunger auf der ganzen Welt zu lösen oder bestehende traditionelle Agrikultur zu ersetzen. Der Lenker hinter dem Projekt ist offen gegenüber einer neuen Initiative, die ergänzend und kompatibel zu anderen bestehenden Produktionsmethoden sein kann, um dabei zu helfen, Probleme in verschiedenen Teilen der Welt zu reduzieren, die mit Lebensmittelrisiken zusammenhängen.“

Die Einheiten bestehen aus drei Ebenen. Die erste von ihnen besteht aus einem Dach, auf dem sich eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung befindet, die mit Oberlichtern, Solarpaneelen, Regenwasserauffangstationen, Windturbinen und Wellenenergiekonvertierungssystemen ausgestattet ist. Die mittlere Ebene ist diejenige, auf der das Treibhaus installiert würde, das mit komplett automatisierten hydrophonischen und mikroklimatischen Kontrollfunktionen ausgestattet wäre, die zur Aufzucht von Erntepflanzen dienen. Die unterste Ebene würde Fischfarmen beherbergen, ein Schlachthaus, Wellenbarrieren und Schutzvorrichtungen, eine Entsalzungsanlage und eine Verpackungsfabrik.

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Bildquelle: Forward Thinking Architecture

Die hydrophonischen Bestandteile würden dafür sorgen, dass das Treibhaus unabhängig von Erdboden existieren kann und keine Pestizide benötigt, nicht auf Niederschlag oder fruchtbaren Boden angewiesen ist – allesamt Ausschlag gebende Gründe, warum wir uns von traditionellen Formen der Landwirtschaft abwenden sollten. Der Wechsel weg von traditioneller Landwirtschaft ist auch durch eine Reihe weiterer Faktoren herbeigeführt worden. Weniger Verfügbarkeit von freien Flächen an geeigneten Orten für die Landwirtschaft ist ein wesentlicher Grund, aber auch der Klimawandel, Dürreperioden und der Schaden an wildlebenden Tieren und natürlichen Ressourcen haben dafür gesorgt, dass diejenigen, die sich mit Innovationen beschäftigen, infrage stellen, wie die Zukunft der Landwirtschaft aussehen könnte. Der Wechsel hin zu Wasserflächen ist grandios, da es genug Raum auf den Ozeanen gibt, wo Farmen installiert werden könnten. Dadurch könnten regionaler Anbau und die Versorgung mit Nahrungsmitteln besser verfügbar sein für die Menschen, die in Küstenregionen leben oder sogar an großen Seen.

Mit diesem Design würden die Abläufe nahezu automatisch erfolgen und nur wenig menschliche Einmischung wäre nötig, um die Farmen das ganze Jahr über laufen zu lassen. Welche Arten von Erzeugnissen und Fischen in den Farmen angebaut würden, hinge davon ab, was in der jeweiligen Region benötigt würde. Die Firma hat allerdings schon einmal eine Karte für die möglichen Kombinationen von Feldfrüchten entwickelt, die sie mithilfe der Farmen erzeugen könnten.

Mögliche Gemüsesorten & Fischarten

Bildquelle: Forward Thinking Architecture

Wie steht ihr zu diesen schwimmenden Farmen? Bitte teilt, liket und kommentiert diesen Artikel!

Quelle des Titelbilds: Forward Thinking Architecture. Artikel von Brianna Acuesta für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

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Vergesst die 7 Planeten der NASA: 8. Kontinent der Erde vor der Küste Australiens entdeckt

in Welt
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Ein neuer Kontinent würde vielgestaltige politischen und wirtschaftliche Folgen mit sich bringen: Eine sechsjährige Studie des GNS Science Research Institute in Neuseeland hat ergeben, dass sich fossile Brennstoffe im Wert von mehreren Milliarden Dollar in der Region befinden könnten, die der Küste vorgelagert ist.

Ein Team bestehend aus 11 Geologen aus Neuseeland und Australien hat den 8. Kontinent unseres Planeten entdeckt. 94% davon liegen unter Wasser im südwestlichen Areal des Pazifischen Ozeans. Mit seinen rund 4,9 Millionen Quadratkilometern Landmasse ist der kleinste Kontinent der Welt – der den Spitznamen Seeland (Englisch: Zealand) trägt – der jüngste und dünnste Kontinent und außerdem derjenige, dessen verhältnismäßig größter Anteil versunken ist. Seine Kruste ist zwischen 10 Kilometer und 30 Kilometer dick; auf bis zu 40 Kilometer verdickt sie sich unter Teilen der südlichen Insel von Neuseeland.

Den Forschungsergebnissen zufolge, die im Journal GSA Today der Geological Society of America (etwa: Geologische Gesellschaft von Amerika) veröffentlicht wurden, umfasst Seeland insgesamt ungefähr zwei Drittel des benachbarten Australiens. Damit ist es der siebtgrößte geologische Kontinent. Augenscheinlich war Seeland, das ungefähr dieselbe Fläche hat wie Indien, früher einmal Teil des Superkontinents Gondwana (wie auch Indien, Australien, die Antarktis, Afrika und Südamerika), der vor 100 Millionen Jahren versunken ist.

@TravelLeisure: Wissenschaftler geben bekannt, dass es einen neuen 8. Kontinent gibt – er heißt: Seeland (…)

Zuvor hatten die Forscher Seeland für eine zusammengewürfelte Collage aus Fragmenten der kontinentalen Kruste gehalten. Andere, darunter auch der National Geographic, bezeichneten Seeland als einen Mikrokontinent: eine gut definierte Landmasse, das die geologischen Kriterien aufgrund der kontinentalen Kruste erfüllt, aber geologisch gesehen vom nächstgelegenen Kontinent abgetrennt ist – in diesem Fall von Australien. Aber der führende Autor Nick Mortimer, der einem Team aus acht Geologen am GNS Science (GNS steht für Geological and Nuclear Sciences – Geowissenschaften und Nuklearwissenschaften) vorsteht, ist anderer Ansicht:

„Da es >1 Mkm2 – größer als eine Milliarde Quadratkilometer – ist und von gut definierten geologischen und geografischen Grenzen umgeben ist, ist Seeland nach unserer Definition groß genug, um als Kontinent bezeichnet zu werden. Mit seinen 4,9 Mkm2 ist Seeland in erheblichem Maße größer als alle anderen Formationen, die als Mikrokontinente und kontinentale Fragmente bezeichnet werden. Seeland ist ~12x so groß wie Mauritius und ~6x so groß wie Madagaskar. Es ist außerdem in wesentlichem Maße größer als das Gebiet der größten intraozeanischen magmatischen Großprovinz (Large Igneous Province), das Ontong Java-Plateau (1,9 Mkm2).“

Die Geologen, die daraus schlossen, dass Neuseeland und Neukaledonien nicht einfach nur Inselketten sind, sondern Teile einer 4,9 Millionen Quadratkilometer großen Region, die von Australien getrennt ist, hatten verschiedene geologische und geophysische Beweisketten untersucht, um Argumente für Seeland zu finden – dass es nämlich nicht eine Ansammlung von teilweise untergegangenen Kontinentalfragmenten ist, sondern ein kohärenter, 4,9 Mkm2 großer Kontinent – und das insgesamt über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg.

Markierung der räumlichen Grenzen von Seeland. Fotoquelle: geosociety.org

Der Name Seeland ist eine Erfindung des Geophysikers Bruce Luyendyk aus dem Jahr 1995. Seeland ist eine Sammelbeschreibung für Neuseeland, für den Chatham Rise, für das Campbell Plateau und für den Lord Howe Rise. Mortimer nennt Seeland eine „Realisierung“ und nicht eine „Entdeckung“. Denn Neuseeland wird bereits seit Jahren von Experten aus dem Bereich als eigener Kontinent in Betracht gezogen. In seinem Paper mit dem Titel Seeland: der versteckte Kontinent der Erde (Zealand: Earth’s Hidden Continent) schreibt Mortimer:

„Es handelt sich hierbei nicht um eine plötzliche Entdeckung, sondern um eine graduelle Realisierung; noch bis vor 10 Jahren hätten wir nicht genug Daten oder das Vertrauen in unsere Interpretation gehabt, um dieses Paper zu verfassen. Seit der Name zum ersten Mal von Luyendyk (1995) vorgeschlagen wurde, hat die Verwendung des Namens Seeland für einen Kontinent im südwestlichen Teil des Pazifischen Ozeans einen moderaten Aufschwung erfahren.“

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„Der wissenschaftliche Wert davon, dass Seeland als Kontinent klassifiziert wird, besteht in weitaus mehr als nur einem Extranamen auf der Liste. Dass ein Kontinent so untergetaucht und trotzdem zusammenhängend sein kann, macht aus ihm ein nützliches und Denkanstöße lieferndes geodynamisches Endstück bei der Erforschung der Kohäsion und Zersplitterung der kontinentalen Kruste.“

Eine vereinfachte Karte zur Darstellung der tektonischen Platten und Kontinente der Erde, darunter auch Seeland. Fotoquelle: geosociety.org.

Es gibt keine öffentliche Institution, die neue Kontinente anerkennen könnte. Die Geologen glauben jedoch, dass Seeland all die Schlüsselattribute besitzt (Erhebung, Geologie, Struktur der Kruste, sowie Grenzen und Bereich der Kruste), die dafür notwendig sind, dass es als Kontinent anerkannt werden könnte. Die vier Attribute, die es besitzt und in denen es den sieben bekannten Kontinenten (Afrika, Antarktis, Australien, Nordamerika, Südamerika, Europa und Asien) ähnelt und mit denen wir vertraut sind, lauten wie folgt:

  1. Hohe Erhebungen relativ gesehen zu den Regionen, die von der ozeanischen Kruste geplättet wurden;
  2. Breites Spektrum an kieseligen magmatischen, metamorphen und sedimentären Steinen;
  3. Dickere Kruste und geringere Struktur der seismischen Geschwindigkeit als in den ozeanischen Krustenregionen; und
  4. Gut definierte Begrenzungen um ein Gebiet herum, das groß genug ist, um als ein Kontinent zu gelten, anstatt als ein Mikrokontinent oder als ein kontinentales Fragment.

Was aber bedeutet die Entdeckung eines über lange Zeit versteckten Kontinents für die Menschen, die oben auf der Spitze von Seeland leben? Der Sydney Morning Herald stellt dazu diese Beobachtung an:

„Die politischen und wirtschaftlichen Folgen eines neuen Kontinents wären unterschiedlicher Art. Die Frage danach, wie genau definiert werden kann, was zu Neuseeland und was zu Australien gehört, sticht insbesondere hervor angesichts des Abbaus von Rohstoffen in küstennahen Bereichen (Offshore) in diesem Gebiet. Eine sechsjährige Studie des GNS Science Research Institute aus Neuseeland hat ergeben, dass fossile Brennstoffe im Wert von mehreren Milliarden Dollar in dieser Region in Küstennähe verborgen liegen könnten.“

@newscientist: Willkommen auf Seeland. Innerhalb der Umzäunung befindet sich eine altertümliche Welt, in der die zerstörten Spezies von Neuseeland wieder aufblühen können (…)

Der Ko-Autor der Studie Vaughan Stagpoole, seines Zeichens Geophysiker und Vorsitzender der Abteilung für marine Geowissenschaften am GNS Science (das Institut wird von Neuseeland finanziert), merkte an:

„Seeland einen Kontinent zu nennen ist mehr eine Formalität und größtenteils von wissenschaftlichem Interesse. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Vorteile wie Mineralien, Öl und Gas wurde das bereits vor einer Weile festgestellt. Für den Moment ist es eine technische Angelegenheit und eine, die die Macht des Volkes betrifft. Das ist eine extreme Grenze.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

 

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Nicht in Geschichtsbüchern: Der belgische Hitler – Millionen Afrikaner versklavt, verstümmelt, ermordet

in Menschenrechte/Welt
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Sein Name war König Leopold II. von Belgien und diese Ausgeburt des Bösen tötete über 10 Millionen unschuldige Menschen in einem Gebiet, das heutzutage unter dem Namen Demokratische Republik Kongo bekannt ist.

Von den Europäern, die um die Kontrolle über Afrika am Ende des 19. Jahrhunderts kämpften, hinterließ König Leopold II. von Belgien wohl das größte und grausamste Vermächtnis. – BBC

Eine Herrschaft des Terrors

Leopold wollte seinen Traum erfüllen, Belgien als imperiale Macht zu etablieren. Deshalb führte er die ersten europäischen Versuche an, die zur Erschließung des Kongobeckens führen sollten. Dort gründete er seine eigene private Kolonie – den sogenannten Freistaat Kongo – im Jahr 1885. Dies geschah unter dem Vorwand, dass er die Lebensbedingungen der einheimischen Bewohner verbessern wollte; allerdings annektierte er das Land dann im Jahr 1908 als Belgisch Kongo.

Unter der Terrorherrschaft, die von Leopold errichtet wurde, verloren nicht weniger als 10 Millionen Afrikaner ihr Leben aufgrund der Habgier, der Ausbeutung und der Brutalität eines einzigen Mannes, den Afrika und die Welt niemals vergessen dürfen. Er stellte sich selbst als Philanthrop dar, der bemüht sein wollte, das Herz Afrikas für die christlichen Missionare zu öffnen – und für westliche Kapitalisten und für die westliche Zivilisation. Dafür machte Leopold sich zu einer letztendlich erfolgreichen Mission auf, in deren Rahmen er ein großes Vermögen mit seinen neuen Besitztümern erlangte, indem er allenortes Gräueltaten gegen seine kolonialen Subjekte begang.

Er hat den Kongo „gekauft“ und das Volk versklavt. Damit wurde das ganze Land zu seiner eigenen persönlichen Sklavenplantage. Er tarnte seine geschäftlichen Transaktionen als „philanthropische“ und „wissenschaftliche“ Bemühungen unter dem Banner der International African Society. Er nutzte das Sklavenverhältnis, um ihre Arbeitskraft für sich zu nutzen. Die Sklaven sollten die kongolesischen natürlichen Ressourcen abbauen und zu Dienstleistungen erbringen. Seine Herrschaft wurde in Arbeitslagern umgesetzt, durch körperliche Verstümmelung, Folter und mit seiner privaten Armee. – Films For Action

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Dieses Foto zeigt einen Mann namens Nsala Wala. Mit auf dem Bild sind die Hand und der Fuß seiner Tochter. Alice Harris, die als Missionarin im Kongo arbeitete, hat das Foto im Mai des Jahres 1904 aufgenommen, nachdem er mit einem kleinen Paket in ihre Missionsstation in Baringa gekommen war, das die verstümmelten Körperteile enthielt.

Leopold selbst hat niemals einen Fuß in „seinen“ Kongo gesetzt – in all den 23 Jahren – aber sein „Radiergummi-Terror“ und seine Barbarei kannten keine Grenzen. Da die Wirtschaft des Kongo größtenteils auf Zwangsarbeit basierte, waren die Auswirkungen zerstörerisch. 10 Millionen Kongolesen wurden entweder ermordet oder schufteten sich zu Tode unter der Geißel von Leopolds privater Armee. Frauen wurden ausgehungert und systematisch vergewaltigt, man schnitt den Arbeitern die Hände ab und Hunderttausende eingeborene Menschen wurden Entführungen ausgesetzt, außerdem Raubzügen und dem Niederbrennen ganzer Dörfer. Der Autor von König Leopolds Geist Adam Hochschild schreibt dazu:

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„Einige wurden zu Tode geschlagen oder ausgepeitscht, weil sie die strengen Produktionsquoten für Elfenbein und die Kautschukernte nicht erfüllten, die von Leopolds Handlangern auferlegt wurden. Einige arbeiteten sich zu Tode, wurden zu Arbeit unter sklavenartigen Bedingungen als Portiers, Kautschuksammler oder Minenarbeiter gegen geringe oder gar keine Bezahlung gezwungen. Einige starben an den Krankheiten, die von den Europäern in den Kongo eingeführt (und dort überall verbreitet) wurden. Wieder andere starben aufgrund der zunehmend häufigen Hungersnöte, die sich durch das Kongobecken zogen, während Leopolds Armee im Land wütete, Nahrungsmittel und Ackerfrüchte für seine eigene Nutzung beschlagnahmte und dabei die Dörfer und Felder zerstörte.

Geiselnahme und das grausige Verstümmeln von Händen (bei Leichen oder bei lebendigem Leibe) gehörten zur mutwilligen Politik der Regierung – ein Mittel, um andere zur Unterordnung zu zwingen. Während sich der „Gummiterror“ durch den kongolesischen Regenwald ausbreitete, wurden ganze Dörfer ausgelöscht: Hunderte tote Körper wurden in Flüsse und Seen geworfen, während Körbe voller verstümmelter Hände regelmäßig den weißen Offizieren gezeigt wurden – als Beweis dafür, wie viele Menschen getötet worden waren.“

Der seltsame Fall der weltweiten Unwissenheit

Habt ihr euch jemals gefragt, warum die Welt und die Medien sich nicht an Leopold erinnern und warum sein Name keine Angst, keinen Hass und kein Leid auslöst? Leopold sorgte dafür, dass seine Verbrechen niemals in die Geschichtsbücher gelangen würden. Kurz nach der Übergabe der Kolonie, schreibt Hochschild, brannten die Hochöfen in der Nähe von Leopolds Palast ganze acht Tage lang und verwandelten so die meisten der kongolesischen Staatsdokumente in Asche und Rauch.

Gibt es eine versteckte Agenda, die besagt, dass man nicht über die Genozide in Afrika sprechen soll, die von den europäischen kapitalistischen Monarchen verübt worden sind? Es gibt eine Wikipedia-Seite mit dem Titel Genocides in History („Genozide in der Geschichte“, nur auf Englisch und auf Spanisch verfügbar), aber der kongolesische Genozid taucht in dieser Liste nicht auf – obwohl der Versuch, einen Großteil einer Bevölkerung zu eliminieren sehr wohl ausreicht, um laut der UN-Konvention als Genozid durchzugehen. Fragt ihr euch nicht auch, warum?

Er ist Teil einer langen Geschichte der Kolonialisierung, des Imperialismus, der Sklaverei und des Genozids in Afrika, die nicht mit der sozialen Konstruktion des Narrativ der weißen Überlegenheit in unseren Schulen harmoniert. So etwas passt einfach nicht nahtlos in ein kapitalistisches Curriculum. Geschichten, welche das Narrativ der weißen Überlegenheit über die Untermenschlichkeit der Menschen in Afrika unterstützen, dürfen in die Aufzeichnungen der Geschichte eingehen. Der weiße Typ, der den Kongo in seine eigene persönliche teils Sklavenplantage, teils Konzentrationslager, teils christliches Ministerium umgewandelt hat und dabei 10 bis 15 Millionen Kongolesen in dem Prozess umgebracht hat, fällt unter den Tisch. – Liam O‘Ceallaigh

König Leopolds Geist: Eine Dokumentation über Habgier, Terror und Heroismus in Kolonialafrika

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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15 Jahre Terror: Diese Zeitraffer Karte zeigt alle Attentate seit 9/11

in Kriminalität
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Milan R Vuckovic, ein Berliner Designer und Daten-Spürhund, hat eine unglaubliche Zeitraffer-Karte erstellt, auf der jeder einzelne terroristische Anschlag der letzten 15 Jahre verzeichnet ist, bei dem mehr als 20 Menschen getötet wurden – vom 9/11 Anschlag auf die Twin Towers bis zum 13/11 Anschlag auf Paris. Das Video, “15 Years of Teror” betitelt, endet mit dem Schlusswort: “In den letzten 15 Jahren hat keine terroristische Organisation ihr Endziel erreicht – sorgen wir dafür, dass das auch so bleibt.”

Vuckovic nutzte ein Paar grundsätzliche geometrische Formen, um die Opferzahlen zu symbolisieren – und wenn sie auf der Karte erscheinen, verbleiben sie, gleich einer Narbe nach einem echten Kampf bei der Bevölkerung, auch an dieser Stelle. Dadurch sieht man auf der Karte, wo besonders oft Anschläge ausgeübt wurden und welche einzelnen Anschläge einen großen weltweiten Einfluss hatten.

Die Daten, die für die Karte notwendig waren, holte Vuckovic sich von der Global Terrorism Database ein. “Wegen der riesigen Menge an Daten ist es relativ wahrscheinlich, dass Fehler auftreten (bei der exakten Chronologie, den Orten und den Opferzahlen). Dieses Video soll als Annäherung dienen (vor allem bei den unordentlichen Abschnitten).”, schreibt er in einem Kommentar unter dem YouTube Video.

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Gegenüber der IBTimes UK äußerte sich Vuckovic wie folgt: “Ich habe mich zu diesem Video entschieden, nachdem ich von den Anschlägen auf Paris und im Libanon erfahren habe, und nachdem ich zwei Abhandlungen gelesen hatte: How successful is terrorism? (von James M. Lutz und Brenda J. Lutz) und Why terrorism does not work (von M. Abrahms). Wir sollten potenzielle zukünftige Terroristen darüber aufklären, wie Terrorismus heute und auch in der Vergangenheit daran gescheitert ist, seine Ziele zu erreichen.”


Verfasst von Vandita @ anonhq.com

Ins Deutsche übersetzt von Murphy

Feature Image (C) AnonHQ

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