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Bill Gates empfiehlt dringend, Roboter zu besteuern, wenn sie menschliche Arbeit auf dem Stellenmarkt ersetzen

in Wirtschaft

Auf der ganzen Welt ersetzt Automatisierung allmählich menschliche Arbeitskraft auf dem Stellenmarkt. Anfang des Jahres offenbarte eine von der Universität Oxford in Großbritannien durchgeführte Studie, wie die schnelle Entwicklung künstlicher Intelligenz bald viele Menschen arbeitslos machen wird, insbesondere die Mittelschicht in den westlichen Gesellschaften.

Die Studie machte deutlich, dass bis zum Ende der nächsten beiden Jahrzehnte erstaunliche 47 Prozent der Jobs verschwunden sein werden, die derzeit noch von Menschen erledigt werden. Diese Jobs würden sich nicht einfach in Luft auflösen, sondern aufgrund von Fortschritten auf dem Gebiet künstlicher Intelligenz vielmehr von Maschinen übernommen.

Grafik: “Wahrscheinlichkeit, dass Roboter Ihren Job in den nächsten 20 Jahren übernehmen werden, 1 = sicher. (Größte Wahrscheinlichkeit von oben nach unten:) Telefonverkäufer, Buchhalter und Rechnungsprüfer, Verkäufer im Einzelhandel, technische Redakteure, Immobilienmakler, Textverarbeiter und Schreibkräfte, Mechaniker, Berufspiloten, Ökonomen, Gesundheitstechnologen, Schauspieler, Feuerwehrmänner, Redakteure, Chemieingenieure, Kleriker, Sporttrainer, Zahnärzte, Erholungstherapeuten.”

Laut den Autoren der Studie, wird sich wegen der Fortschritte bei künstlicher Intelligenz nicht nur das ganze Beschäftigungskonzept dramatisch verändern, sondern der Trend ist auch unumkehrbar. Abgesehen von dieser Studie der Forscher aus Oxford, sind auch andere Studien und Berichte zu ähnlichen Schlussfolgerungen gekommen.

Obwohl sich unter den Entwicklern künstlicher Intelligenz Widerstand gegen diese Studien und Bedenken regen mag, ändert dies nichts an der Tatsache, dass das was sie erschaffen, düstere Aussichten für unsere Wirtschaft mit sich bringen wird. Prominente Persönlichkeiten, die das drohende Unheil erkannt haben, haben die Alarmglocken geläutet. Andere sind noch weiter gegangen, indem sie Vorschläge darüber unterbreiten, wie wir die Aussichten der bevorstehenden Gefahr für unseren Lebensunterhalt abmildern können.

Der amerikanische Tycoon Bill Gates ist Mitgründer des Technikgiganten Microsoft. Als jemand, der sein Vermögen mit der Technologieindustrie verdient hat, erwarten viele Leute von ihm, dass er eine uneingeschränkte Entwicklung künstlicher Intelligenz begrüßt.

Jedoch hat Gates eine andere Haltung eingenommen und zwar eine unerwartete: 2015 widersprach Gates offen einem von Microsofts Forschungschefs, Eric Horvitz, indem er sagte, dass die Menschen sich über die Bedrohung Sorgen machen sollten, die die Entwicklung künstlicher Intelligenz für sie darstellt. Horvitz hatte zuvor gesagt, dass er nichts Verkehrtes an künstlicher Intelligenz erkennen könne, und dass ungefähr ein Viertel der Ressourcen seines Teams auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz konzentriert würden.

Allerdings sagte Gates, dass er die Leute nicht verstehen könne, denen die Möglichkeit keine Schwierigkeiten bereite, dass sich künstliche Intelligenz zu weit entwickelt, um von den Menschen kontrolliert werden zu können. Nicht nur das, es macht Gates auch Sorgen, dass diese Maschinen auch Kontrolle über die Menschen ausüben können. Er ist auch besorgt darüber, dass die neuen Maschinen bald viele Leute arbeitslos machen können.

Gates schlägt nun Regierungen auf der ganzen Welt eine umfassende Strategie vor, jede einzelne Maschine zu besteuern, die einen Job von einem menschlichen Wesen übernimmt. Mit anderen Worten: Gates sagt, dass wenn ein Roboter den Job eines Menschen ersetzt, dieser auf einem ähnlichen Niveau besteuert werden sollte, wie der menschliche Arbeiter durch die Regierung besteuert werden würde.

Gates sagte im Februar dieses Jahres in einem Interview mit Quartz, dass wenn die Geschäftswelt menschliche Arbeitskräfte ersetzen wolle, dies einige Konsequenzen nach sich ziehen solle. Laut Gates sollte zumindest darüber diskutiert werden, da sich die Notwendigkeit dafür von selbst verstehe.

„Wenn im Augenblick ein menschlicher Arbeiter in einer Fabrik eine Arbeit im Wert von 50.000 US-Dollar erledigt, wird dieses Einkommen besteuert. Wenn ein Roboter ins Spiel kommt, um das Gleiche zu tun, sollte man darüber nachdenken, den Roboter in gleichem Maße zu besteuern“, sagte er.

Gates führte dies weiter aus, indem er sagte, dass Unternehmen zwar weiterhin gute Waren und Dienstleistungen bereitstellen wollen, aber abgeneigt sind, dafür menschliche Arbeitskräfte einzusetzen. Laut Gates wollen Unternehmen künstliche Intelligenz auf unfaire Weise dazu benutzen, um ihre Profite zu erhöhen, während sie die sozialen Auswirkungen ignorieren, indem die Leute arbeitslos werden.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Gates über künstliche Intelligenz und Jobverlust gesprochen hat. 2014 sprach er am American Enterprise Institute, indem er davor warnte, wie unbewusst sich die Leute darüber sind, wieviele Jobs wegen der rasanten Automatisierung und den Fortschritten bei künstlicher Intelligenz wirklich auf dem Spiel stehen.

Gates ist nicht der einzige, der wegen der starken Zunahme künstlicher Intelligenz in letzter Zeit besorgt ist, sondern auch der britische theoretische Physiker Stephen Hawking und der amerikanische Geschäftsmann Elon Musk, die zusammen mit anderen prominenten Persönlichkeiten im akademischen und unternehmerischen Bereich, alle schwerwiegende Bedenken über die Entwicklung künstlicher Intelligenz zum Ausdruck gebracht haben.

Besonders Professor Hawking glaubt, dass die Art und Weise, wie die Menschen nach künstlicher Intelligenz streben, die Zukunft der Menschheit an einen Abgrund führt.

„Die Entwicklung einer vollkommen künstlichen Intelligenz könnte das Ende der menschlichen Rasse besiegeln. Sie könnte ein Eigenleben entwickeln und sich selbst in immer größerem Maße neu erschaffen. Menschen, die durch langsame biologische Evolution eingeschränkt sind, könnten damit nicht konkurrieren und würden überflüssig“, sagte Hawking 2014 über künstliche Intelligenz.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/bill-gates-strongly-suggests-taxing-robots-if-they-replace-human-labor-on-the-job-market-video/


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Der Genozid, den die Welt ignoriert

in Menschenrechte/Welt

Wenn ihr noch Beweise dafür braucht, dass Politiker und die Mainstream-Medien sich genau aussuchen, welche unterdrückerischen Konflikte sie herauspicken und darüber berichten, um geopolitische Ambitionen zu unterstützen, dann müsst ihr einfach nur „West Papua“ (oder „Papua Barat“ bzw. „Westpapua“) googlen.

Habt ihr davon schon einmal etwas gehört? Ist es euch je passiert, als ihr zuhause gesessen habt und die Nachrichten im Fernsehen verfolgt habt, dass der Nachrichtensprecher Westpapua erwähnt hat?

Es ist seltsam, dass auf die Unterdrückung dort wenig bis gar keine Medienaufmerksamkeit gerichtet ist – wenn man bedenkt, dass es in dem Bericht einer kürzlich durchgeführten Erkundungsmission von der katholischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Erzdiözese von Brisbane in Australien (Brisbane Archdiocese’s Catholic Justice and Peace Commission) heißt, dass Westpapua einen „Völkermord in Zeitlupe“ durchmacht. Der Bericht warnte davor, dass die indigene Bevölkerung von Westpapua Gefahr läuft, zu einem „anthropologischen und musealen Ausstellungsstück einer vergangenen Kultur“ zu werden.

Wenn ihr erfahrt, was den Konflikt in Westpapua anheizt, wird schnell klar, warum dieses Thema kaum Aufmerksamkeit von unseren friedliebenden Politikern und den Medienunternehmen erhält.

Westpapua beherbergt eine der größten Goldminen der Welt (und die drittgrößte Kupfermine), die unter dem Namen Grasberg Mine bekannt ist. Das amerikanische Bergbauunternehmen Freeport McMoRan hält die meisten Anteile an Grasberg. Das Unternehmen besitzt Kapitalrücklagen im Wert von geschätzt 100 Milliarden US-Dollar (ca. 93,8 Milliarden Euro) und die Firma ist Indonesiens größter Steuerzahler.

Geld und Geopolitik triumphieren meistens über Menschenrechte. Seitdem die Suharto-Diktatur in Indonesien Westpapua im Jahr 1969 im Rahmen eines UN-Referendums annektiert hat – das größtenteils als Landnahme aufgefasst wurde – wurden ungefähr 500.000 Einwohner Westpapuas getötet, die für die Unabhängigkeit gekämpft haben.

Dem Unternehmen Freeport McMoRan wurden die Rechte an der Grasberg-Goldmine übergeben, als die indonesische Regierung im Jahr 1967 die Berechtigung unterzeichnete, dass Mineralreichtum von der Stätte abgebaut werden darf. Um diese ziemlich sprichwörtliche Goldmine zu erhalten, geht das indonesische Militär mit roher Gewalt gegen die ortsansässige einheimische Bevölkerung vor. Benny Wenda, ein gebürtiger Einwohner Papuas, der sich sein ganzes Leben lang schon für die Unabhängigkeit einsetzt, beschreibt die Erfahrungen, die Bewohner vor Ort aufgrund der Anwesenheit des indonesischen Militärs durchmachen mussten:

„Jetzt werden Benny und seine Mutter und Tanten jeden Morgen auf dem Weg zu ihren Gärten angehalten und von indonesischen Soldaten durchsucht. Oft zwingen die Soldaten die Frauen dazu, sich im Fluss zu waschen, bevor sie sie auf brutale Weise vor den Augen ihrer Kinder vergewaltigen. Viele junge Frauen, darunter auch drei von Bennys Tanten, sind im Dschungel aufgrund des Traumas und der Verletzungen gestorben, die ihnen während dieser Übergriffe zugefügt wurden – oftmals geschieht dabei auch Genitalverstümmelung. Jeden Tag mussten sich Papua-Frauen am Militärposten melden, um Lebensmittel aus ihren Gärten zu liefern, sauberzumachen und für die Soldaten zu kochen. Gewalt, Rassismus und erzwungene Unterwürfigkeit wurden zum Teil der täglichen Routine.“ [Fettung hinzugefügt]

Australien ist ein Land mit einer engen, wenngleich verwirrenden Beziehung zu Indonesien – und spielt eine Rolle dabei, dass jedwede ordentliche Diskussion zu diesem schrecklichen Thema zunichtegemacht wird. Im November des vergangenen Jahres hat die indonesische Regierung Australien darum gebeten, Druck auf die pazifischen Nationen auszuüben, die damit begonnen haben, ihre Unterstützung für die Bemühungen der Unabhängigkeit von Westpapua auszudrücken. Damit wurden diese kleinen Inseln effektiv daran gehindert, sich in Indonesiens Angelegenheiten „einzumischen“. Australien hat sich bis jetzt als mitschuldig in dieser Angelegenheit erwiesen und hat sogar das indonesische Militär mit der notwendigen Ausrüstung beliefert, um unter der ortsansässigen Bevölkerung verheerenden Schaden anzurichten.

In letzter Zeit wurden jedoch einige Fortschritte gemacht. Die zwei Länder haben ihre militärischen Verbindungen ausgesetzt, nachdem ein indonesischer Militärbeamte „anstößiges“ Material auf einer australischen Militärbasis gefunden hat; darunter Dokumente, die suggerieren, dass Westpapua ein Teil von Melanesien ist und deshalb unabhängig sein sollte.

Ungeachtet dessen hat Papua die höchste Armutsquote in Indonesien: fast dreimal so hoch wie der nationale Durchschnitt. Die Region hat auch die höchsten Sterblichkeitsraten bei Säuglingen, Kindern und Müttern in Indonesien; darüber hinaus auch die schlechtesten Gesundheitsindikatoren und die niedrigste Alphabetisierungsrate.

Stellt euch vor, wie sehr die Einwohner von Westpapua ihren Lebensstandard verbessern könnten, wenn man es ihnen erlauben würde, dass sie ihre eigenen Ressourcen selbst kontrollieren – ohne dass das indonesische Militär mit aller Gewalt ihr Leben zerstört.

In der Zwischenzeit macht ein amerikanisches Minenunternehmen weiterhin hunderte Milliarden Dollar auf Kosten von unschuldigen Eingeborenen.

Von Darius Shahtahmasebi für theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

 

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Paukenschlag: Österreichischer Bundeskanzler enthüllt, dass Wurstverkäufer mehr Steuern bezahlen als Amazon und andere Konzerngiganten

in Wirtschaft

Der amtierende österreichische Bundeskanzler, Christian Kern, hat gesagt, dass kleine Wurstverkäufer in seinem Land mehr Steuern bezahlen als große multinationale Konzerne wie Amazon, Starbucks und andere, die in Österreich Geschäfte betreiben.

Kern ist Parteivorsitzender der sozialdemokratischen SPÖ und Chef der zurzeit amtierenden gemäßigten Regierungskoalition des Landes, der über profundes Wissen darüber verfügt, wie das Steuersystem des Landes funktioniert.

Kerns Aussage kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem eine kürzliche Entscheidung der EU-Kommission verfügte, dass Apple der Republik Irland bis zu 13 Milliarden Euro an Steuern plus Zinsen nachbezahlen muss. Die Kommission fand heraus, dass die irische Regierung absichtlich ihr Körperschaftssteuersystem geschwächt hatte, wodurch Apple begünstigt wurde.

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Kern sagte, dass Staaten der Europäischen Union (EU) mit geringer Körperschaftssteuer die Wirtschaft der EU schwächen, während sie den Konzernen nützen. Kern enthüllte, dass große multinationale Konzerne aufgrund der niedrigen Körperschaftssteuer des Landes zurzeit Österreich ausbeuten. Er beschrieb die Situation als vollkommen inakzeptabel.

In einem Interview mit der Zeitung Der Standard sagte Kern: „Jedes Wiener Kaffeehaus, jeder Würstelstand zahlt in Österreich mehr Steuern als ein globaler Konzern. Das gilt für Starbucks, Amazon und andere Konzerne.“

Außer Amazon und Starbucks kritisierte Kern auch Internetgiganten wie Facebook und Google, die massive Internet-Werbeeinnahmen erzielen, aber nur eine relativ kleine Anzahl an Bürgern des Landes beschäftigen. Er schätzte, dass diese beiden Konzerne in dem Land Werbeeinnahmen von mehr als 100 Millionen Euro jährlich erhalten.

„Die saugen das Werbevolumen, das aus der Wirtschaft kommt, massiv auf, zahlen aber weder Körperschaftssteuer noch Werbeabgabe in Österreich“, sagte Kern.

Amazon boxes are seen stacked for delivery in the Manhattan borough of New York City, January 29, 2016. REUTERS/Mike Segar/File Photo

Kern lobte auch die Entscheidung der EU-Kommission, Apple anzuweisen, seinen Steuerverpflichtungen gegenüber der Republik Irland nachzukommen. Trotz der Unzufriedenheit irischer Beamter mit der Anordnung, warnte Kern die Regierungen in der EU, nicht länger darüber hinwegzusehen, wie Konzerne ihre eigenen Länder über den Tisch ziehen.

„Was Irland, die Niederlande, Luxemburg oder Malta hier tun, ist unsolidarisch gegenüber der restlichen europäischen Volkswirtschaft“, sagte Kern verbittert. Dann rief er zu einem neuen Steuersystem für EU-Mitgliedsstaaten auf, das sicherstellen wird, dass Körperschaften ihren Steuerverpflichtungen gegenüber dem Land nachkommen, in dem sie Geschäfte machen.

Am 30. August 2016 beendete die EU-Kommission ihre dreijährige Untersuchung über Apples Steuerkonzept, wodurch ans Licht kam, wie der Technikgigant von der irischen Regierung steuerlich mit Samthandschuhen angefasst wurde und dadurch gegen die Beihilfevorschriften der EU verstieß.

Als die Regelung angekündigt wurde, gab die US-Regierung eine Erklärung ab, in der sie die EU-Kommission dafür kritisierte, dass es unfair sei, amerikanische Unternehmen anzugreifen, die in der EU Geschäfte machen.

Es heißt, dass die Regelung die Missgunst der amerikanischen Regierung auf sich gezogen habe, indem leitende Regierungsangestellte darüber verärgert seien und Druck auf Präsident Obama ausüben, seinen Einfluss geltend zu machen, um im Geheimen zu versuchen, die Regelung im Rahmen eines Rechtsbehelfsverfahrens aufzuheben.

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Apple hat angekündigt, gegen die Regelung Berufung einlegen zu wollen. Sogar die irische Regierung, die sich eigentlich über die Regelung freuen sollte, sympathisiert mit Apple. Die Regierung ist auch ein starker Unterstützer, um gegen die Regelung vorzugehen.

Beobachter sagen, dass die irische Regierung den Raubzug des Konzerns gegen das Land auf ähnliche Weise unterstütze, wie das System in den USA funktioniert.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Endlich eine Idee, die Weltfrieden bringen könnte – und sie verbreitet sich viral

in Politik/Wirtschaft

Vereinigtes Königreich Eine Aktivistengruppe, die sich der Mission verschrieben hat, den unerbittlichen Zyklus von Kriegen zu beenden, hat innerhalb eines Monats bereits 100.000 $ zur Erreichung ihres Ziels gesammelt. Der Aufruf von World Citizen Solutions (Weltbürgerinitiative, hier die deutsche Kampagnenseite) richtet sich an alle, die genug davon haben, dass ihre Steuerzahlungen zur Finanzierung von Kriegen verwendet werden, gegen die sie sich vehement aussprechen. Das Ergebnis: ein bemerkenswerter Geldfluss zur Unterstützung.

In der Indiegogo-Kampagne (welche aber schon beendet wurde) versprechen wagemutige Behauptungen den Unterstützern, dass sie „Teil von etwas Wegweisendem“ sein werden. Spendern wird angeboten, echte und nachhaltige Veränderungen zu bewirken und damit die Menschheit positiv zu beeinflussen, sowohl heute als auch in Zukunft. Es gibt aber eine neue Kampagne, um das Projekt via Bitcoins zu unterstützen: https://www.startjoin.com/BRY5st

Unsere Macht zurückholen

Ken O’Keefe, der Gründer der World Citizen Solutions sagte:

„Die Herausforderung an die Menschheit an diesem entscheidenden Zeitpunkt in der Geschichte ist es, einem Monster entgegenzutreten, das alles daran setzt, sein tyrannisches System der menschlichen Versklavung auszuweiten. Gleichzeitig erweitert sich das menschliche Bewusstsein zu einer nie dagewesenen Ausbreitung: Das stellt für die Tyrannen eine schwerwiegende Bedrohung dar. Nur eine dieser Mächte, die Menschheit oder die Tyrannei, kann Erfolg haben. Die Welt, die wir an unsere Kinder und an zukünftige Generationen übergeben, wird von unserem Erfolg oder unserem Versagen in dieser Frage definiert werden. Ironisch daran ist, dass die Tyrannen keine Macht haben außer jener, die wir unbeabsichtigt an sie abgetreten haben… Um eine bessere Welt zu erschaffen, müssen wir unsere Macht einfach wieder zurückholen. Das ist mein ultimatives Ziel: eine bessere Welt. Meine Erkenntnisse dazu beruhen auf dem Wissen, dass die Erreichung dieses Ziels nicht allein an mir liegt, sondern an uns.“

Die Kampagne wird bereits von mehr als 1.300 Leuten unterstützt und verspricht ihren Anhängern eine gesetzlich zulässige Möglichkeit, sie von ihren steuerlichen Verpflichtungen zu entbinden. Die Kampagne behauptet, dass Steuerzahler zu Komplizen des ständigen Krieges gemacht werden und Kriegsverbrechen mitfinanzieren.

Hört sich gut an, oder?

Mit ihrer Behauptung, zu 100% der Mission verschrieben zu sein, den andauernden Zyklus der Kriege zu beenden, verfolgt World Citizen Solutions die Mission, ein Zeitalter einzuleiten, die sie „eine bleibende Ära von Frieden und Gerechtigkeit“ nennen. Das Team entwickelt gesetzmäßige und soziale strategische Initiativen, von denen es behauptet, sie werden tiefgreifende Auswirkungen haben, die Menschheit aus ihrem aktuellen Paradigma zu erlösen.

„Die Träne unter meinem Auge steht für die Trauer, die ich empfinde, wenn ich all den Wahnsinn sehe, in den die Menschheit involviert ist“ Ken O’Keefe

Das Projekt ist das Baby des Ex-US-Marinesoldaten Ken O’Keefe, der heute ein Konfrontationen nicht scheuender Anti-Kriegs-Aktivist ist. Er ist ein vielfach respektierter Autor und Dozent, der seine US-amerikanische Staatsbürgerschaft offiziell abgelegt hat; heute ist er irischer, hawaiianische und palästinensischer Staatsbürger. Er ist der Gründer der Human Shield Action to Iraq (etwa: Aktion menschlicher Schutzschild im Irak) und diente auch als Kapitän in der Free Gaza Mission im Jahr 2008 (Mission zur Befreiung von Gaza). Er überlebte Israels Angriff auf die Mavi Marmara im Jahr 2010.

Zudem ist er ein Bootskapitän, Tauchlehrer und sozialer Unternehmer. O’Keefes Bemühungen retteten bereits bedrohte Schildkröten auf Hawaii und jede Menge andere Meereslebewesen. Er war zudem erfolgreicher Lobbyist für die Erbauung des Marineschutzgebietes an der Nordküste und gründete Deep Ecology (Tiefenökologie) — einen Tauchbetrieb auf Hawaii, dessen Schwerpunkte auch auf Bildung und Umweltschutz liegen. Als rechtmäßig anerkannter Weltbürger behauptet O’Keefe, dass seine vorbehaltlose Loyalität seiner gesamten menschlichen Familie und dem Planeten Erde gilt.

Das Video kann mit deutschen Untertiteln angesehen werden. Im Video zur Kampagne von World Citizen Solutions kommen verschiedene Unterstützer zu Wort:

Wir haben ein wunderschönes Zuhause, unseren Planeten, den wir umsorgen müssen. Doch das 20. Jahrhundert war das bisher blutigste Jahrhundert in unserer Geschichte: zwei Weltkriege, Atombomben, der komplette Wahnsinn. Heute sind wir sieben Milliarden und wir glauben, dass wir unsere eigene Wirklichkeit erschaffen können. Wir befinden uns momentan vor dem Abgrund eines dritten Weltkriegs. Wenn wir pessimistisch sind, glauben wir, dass wir nichts tun können und dass es immer schon so war. O’Keefe jedoch lehnt diese Weltsicht ab und glaubt daran, dass wir eine bessere Wirklichkeit erschaffen können, wenn wir die Verantwortung dafür übernehmen. Die so genannten demokratischen Führer heute dienen nur den Banken und einem System, das gemacht ist, um uns finanziell zu versklaven und uns mit unseren Steuern für die Kriege zahlen zu lassen. Wir können uns aus diesem System zurückziehen, indem wir uns von dem Vertrag lösen, der durch die Staatsbürgerschaft geschlossen wird und der uns dazu bringt, für diese Kriege zu zahlen. Denn so sind wir zu Komplizen geworden. Dieser Ausstieg ist friedlich und rechtlich zulässig. Wir glauben an die Macht, die in den Menschen liegt; O’Keefe selbst ist jedoch nur ein Einzelner, der seine Ideen vorbringen kann, aber er ist nicht alleine, denn andere glauben auch daran, dass wir diese Welt zum Besseren verändern können. Auf der ganzen Welt haben die Menschen aufgehört zu glauben, dass sich die Liebe zum eigenen Vaterland dadurch ausdrückt, dass man andere Länder zerstört. Protest alleine reicht jedoch nicht, wir müssen aufhören, diese Kriege mit unseren Steuergeldern mitzufinanzieren.

O’Keefe sagte, die Unterstützung der Kampagne und die schiere Menge der Menschen, die ihre Macht zurückerlangen wollten und ihre Menschlichkeit wiedergewinnen wollten, haben ihn inspiriert und motiviert. Alle Spenden — der höchste Einzelbetrag liegt bisher bei 3.000 $, die große Mehrzahl ist jedoch geringer — werden verwendet, um die „bescheidenen, aber realistischen“ Löhne für ein kleines Team zu zahlen, das die wesentliche Arbeit leistet.

„Glaubt mir, ich habe versucht, die Welt ehrenamtlich zu verändern und das funktioniert einfach nicht“, sagte er. „Man kann sich darauf nicht verlassen und leider werden die etablierten Mächte Eindringlinge einsetzen, die über die ‚ehrenamtliche Tätigkeit‘ nahe an einen herankommen.“ Nachdem er behauptet, „das schon mitgemacht zu haben“, bezahlt O’Keefe gerne ein kleines Team, dem er dafür komplett vertrauen kann.

Obwohl World Citizen Solutions bislang noch nicht genauer erläutert hat, wie die angekündigten Ziele erreicht werden sollen — das Unterfangen findet bislang bei mehr als 1.300 Unterstützern Anklang – sind viele zweifellos inspiriert von der Integrität von O’Keefe, der sein Können definitiv unter Beweis stellt. Updates zur Kampagne findet ihr hier und hier auf der deutschen Seite der Kampagne.

Von Michaela Whitton bei theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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