BND sieht nicht die Gülen-Bewegung hinter dem Putschversuch in der Türkei

in Geopolitik

Von rt.com

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) sieht in der Gülen-Bewegung nicht die Drahtzieher hinter dem Putschversuch in der Türkei.

 

sagte Kahl. Für den 55-jährigen ist die Gülen-Bewegung keine islamistisch-extremistische oder gar terroristische Bewegung:

„Die Gülen-Bewegung ist eine zivile Vereinigung zur religiösen und säkularen Weiterbildung.“

Kahl wirft Erdoğan vor, unter einem Vorwand mehr als hunderttausend Beamte entlassen und mehrere Tausend Menschen inhaftiert zu haben. Die Vorwürfe könnten für weitere diplomatische Verwicklungen mit Ankara sorgen.

In dem Gespräch mit dem Spiegel warnte Kahl zudem auch vor einer zunehmenden Bedrohung Deutschlands und Europas durch Russland.

„Die russische Bedrohung hat sich verschärft“,

so der BND-Chef. Er fügte an:

„Russland hat die Kampfkraft an der Westgrenze verdoppelt. Das kann man nicht alles als Defensive gegen den Westen beurteilen.“

Kahl warnt auch vor einer Beeinflussung der Bundestagswahlen durch Russland:

„Wir müssen zumindest damit rechnen, dass es passieren kann,“

so der BND-Chef. Das ist insoweit eine überraschende Aussage, da die Deutschen Geheimdienste noch im Februar zugeben mussten, dass sie keinerlei Belege für derartige russische Aktivitäten gefunden haben.

Nach einer fast einjährigen Untersuchung kamen der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) zu dem Ergebnis, dass es keine Beweise für eine gezielte russische Desinformationskampagne gibt.

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