Wie sich herausstellte, sind einige Verschwörungstheorien über Monsanto und Roundup wahr

in Gesundheit/Umwelt/Welt

Wenn wir nur einen Cent für jede abenteuerliche Verschwörungstheorie bekämen, wonach große Firmen-Komplotts die Schätze der Erde ausbeuten, die Umwelt zerstören und Menschen mit unbekannten Karzinogenen vergiften, wobei sie für all das Politiker „kaufen“, um ihre Spuren zu verwischen, dann wären wir wohl bereits reich.

Das Problem ist natürlich, dass manchmal die Verschwörungstheorien sich als wahr erweisen. Nehmen wir mal den Fall des 60-Milliarden-Dollar Agrar-Chemie-Riesen Monsanto und deren umstrittenes Herbizid namens ‚Roundup‘ als Beispiel. Für diejenigen, die nicht mit dem Thema vertraut sind, Roundup ist Monsanto’s Unkrautvernichter-Verkaufsschlager, dem man nachsagt, die US-Landwirtschaft transformiert zu haben, und tatsächlich wird in der landwirtschaftlichen Produktion heutzutage überwiegend gentechnisch verändertes Saatgut verwendet, das resistent gegen die Chemikalie ist. Über Jahre hinweg hatte das Unternehmen den Landwirten stets versichert, dass ihr Unkrautvertilgungsprodukt absolut unbedenklich in der Anwendung sei. Als Beweis dafür pries Monsanto die Zulassung der Chemikalie durch die Environmental Protection Agency (EPA), die US-Umweltschutzbehörde, an.

Freigegebene und unlängst veröffentlichte Gerichtsdokumente zeigen scheinbar einen verblüffenden Aufwand von Seiten sowohl Monsanto’s als auch der EPA, in gemeinsamer Zusammenarbeit die unabhängige, wenngleich unbequeme, Krebsforschung aus dem Weg zu schaffen und / oder zu diskreditieren, welche von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt worden war… Mehr dazu später. Bevor wir zu den konkurrierenden Studien kommen, ist hier zunächst ein kurzer Blick auf die „umfassende“ Arbeit, die Monsanto und das EPA getan haben, bevor sie ursprünglich Roundup für unbedenklich erklärten (Hinweis: nicht viel!). Wie der Auszug unten offenbart, erklärte die EPA Roundup tatsächlich für sicher, ohne auch nur Tests auf seine eigentliche Zusammensetzung hin unternommen zu haben, sondern verließ sich auf Forschungsergebnisse der Industrie hinsichtlich lediglich eines aktiven Wirkstoffs dieses Produktes. „Mindeststandards der EPA erfordern keine Daten über menschliche Gesundheit in Zusammenhang mit dem Produkt als solches – in diesem Falle Roundup. Stattdessen erfordern EPA-Vorschriften nur Studien und Daten bezüglich des aktiven Bestandteils, welcher im Fall von Roundup den Namen Glyphosat trägt.

Als Folge davon ist die wissenschaftliche Literatur, welche die EPA überprüft hat, nicht nur in erster Linie von der Industrie zur Verfügung gestellt, sondern sie beschäftigt sich zudem lediglich mit einem Teil der chemischen Bestandteile, die das Produkt Roundup bilden.“ Nun, falls das noch nicht genug ist, Donna Farmer, Monsanto’s leitender Toxikologe, gab in ihrer Äußerung zu, dass sie „nicht sagen kann, dass Roundup keinen Krebs verursacht“ weil „[wir] [Monsanto] keine Karzinogenitätsuntersuchungen bezüglich Roundup gemacht haben.“

Und für den Fall, dass Sie eher der super-skeptische Typ sind sind, hier ist Farmer’s ursprüngliche E-Mail, aus dem Jahr 2009, in welcher es ziemlich klar zu sein scheint: „Man kann nicht sagen, dass Roundup keine Krebserkrankungen verursacht.. wir haben keine Karzinogenitätsuntersuchungen mit Roundup durchgeführt“.

Und während die obigen Enthüllungen an sich schon ziemlich vernichtend sind, ist es hier, wo die Dinge doch wirklich interessant werden. Zu Beginn des Jahres 2015, als deutlich wurde, dass die IARC der Weltgesundheitsorganisation an ihrer eigenen, unabhängigen Studie über Roundup arbeitete, rief Monsanto sofort eigene Anstrengungen ins Leben, um präventiv alle Ergebnisse zu diskreditieren, die womöglich als „unbequem“ angesehen werden könnten. Vielleicht konnte Monsanto, der 60-Milliarden-Dollar-Riese, sich die Rechnung über 250.000 Dollar für die Durchführung einer legitimen wissenschaftlichen Studie unter Leitung von anerkannten Wissenschaftlern „nicht leisten“?

Stattdessen, beschlossen Sie, die wesentlichen Teile ihres Berichts in Ghostwriter-Manier selbst zu verfassen, und die unabhängigen Wissenschaftler dann einfach nur „ihren Namen daruntersetzen zu lassen“.“Ein weniger teurer/schmackhafterer Ansatz könnte sein, Experten nur für die strittigen Bereiche, Epidemiologie und eventuell Wirkungsweise (je nachdem, was sich aus dem IARC Treffen ergibt) heranzuziehen, und wir machen die anderen Abschnitte in Ghostwriting … aber wir würden somit die Kosten gering halten, indem wir das Schreiben selbst erledigen, und sie würden es sozusagen lediglich herausgeben und ihre Namen daruntersetzen.“

Schließlich, wenn alles andere fehlschlagen sollte, kann man immer noch diese „besonderen Gefälligkeiten“ in Washington D.C. einfordern, für die man so ansehnlich über die Jahre hinweg bezahlt hat. Jess Rowland, stellvertretender Abteilungsleiter der EPA im Amt für Chemische Sicherheit und Verhütung von Umweltschäden und Vorsitzender der Krebs-Bewertungs-Kommisson der Agentur, versichert an dieser Stelle, dass er voll und ganz seine Rolle als „Vorsitzender der Krebs-Bewertungs-Komission“ wahrnehmen werde, um jegliche potenziell schädliche Forschung aus dem Weg zu schaffen … „wenn ich das aus dem Weg räumen kann, sollte ich eigentlich eine Medaille bekommen.“

All das wirft die Frage auf, ob der Washington-D.C.-Sumpf möglichweise zu groß ist, um überhaupt trockengelegt werden zu können?

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://anonhq.com/turns-conspiracy-theories-monsanto-roundup-true/

 

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2 Comments

  1. warum fragt den niemand öffentlich angie was sie davon hält.
    Vermutlich wissen die das alles und unterzeichnen eine schweigeverpflichtung bevor die diäten erhöht werden. o
    Hätte ich nicht drei söhne wäre mir das auch egal,
    WannbeginntderNWOkrieg?
    Mfg
    Frank

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