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Warum hochintelligente Menschen chaotisch sind, lange aufbleiben und gerne fluchen

in Welt

Es liegt nicht daran, dass intelligente Menschen faul oder vulgär sind, sondern weil sie die Welt auf einer ganz anderen Ebene wahrnehmen als der Rest von uns.

Hochintelligent zu sein, ist sowohl ein Segen als auch ein Fluch. Während hochintelligente Menschen sehr anpassungsfähig, leidenschaftlich neugierig, aufgeschlossen und empfindsam gegenüber den Gefühlen anderer, zufriedener mit weniger Freunden sind, hohe Selbstkontrolle und einen großartigen Sinn für Humor haben und Parallelen zwischen scheinbar getrennten Ideen ziehen können, sind sie es, die dazu tendieren, chaotisch zu sein. Sie bleiben auch länger wach, fluchen mehr und sind in gewissem Maße sozial besorgt, während es ihnen an sozialen Kompetenzen fehlt und sie deswegen als sozial unfähige Genies gebrandmarkt werden.

Intelligente Menschen sind chaotisch

Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen aus, der ihn benutzt? – Albert Einstein

Sind Sie unorganisiert? Nun, das ist eine gute Sache. Mit den Worten des Autors Steven Johnson gesprochen: „Je unorgansierter Ihr Gehirn ist, desto klüger sind Sie.“

Bei einer an der Universität von Minnesota durchgeführten Studie, fanden die Forscher heraus, dass „ein unordentlicher Schreibtisch seine eigenen Vorteile mit sich bringen könne, indem kreatives Denken gefördert und neue Ideen stimuliert werden.“

Frühere Arbeiten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein steriles Umfeld die Leute dazu verleitet, gute Dinge zu tun: Nicht kriminell zu werden, keinen Abfall herumliegen zu lassen und mehr Großzügigkeit walten zu lassen. Wir fanden jedoch, dass man daraus wirklich wertvolle Resultate erzielen kann, wenn man sich in einem choatischen Umfeld befindet.

In einem unaufgeräumten Raum zu sein, führt zu etwas, von dem Firmen, Industrien und Gesellschaften mehr wollen: Kreativität. Unordentliche Umgebungen scheinen dazu anzuregen, aus der Tradition auszubrechen, was frische Ansichten hervorbringen kann. Im Gegensatz dazu fördern ordentliche Umgebungen Konventionen und auf Nummer sicher gehen zu wollen.

Intelligente Menschen fluchen gerne

Benutze nie ein großartiges Wort, wenn ein kleines schmutziges reicht. – Johnny Carson

Ist Fluchen ein Zeichen von Intelligenz? Nun, ob Sie es glauben oder nicht, die Antwort lautet „ja“. Fluchen wird mit höherer Intelligenz und einem größeren Vokabular in Zusammenhang gebracht.

In einer Studie von 2014, die im Language Sciences Journal veröffentlicht wurde, wurde herausgefunden, dass ein reiches Vokabular an Schimpfwörtern vielmehr als ein Zeichen rhetorischer Stärke verstanden werden kann, anstatt als Versuch, verbale Defizite zu kaschieren.

Menschen, die häufig fluchen, haben mit größerer Wahrscheinlichkeit ein größeres Vokabular als ihre Gegenüber mit einer anständigen Ausdrucksweise. Eine vulgäre Zunge bedeutet nicht, dass der Sprecher faul oder unerzogen ist. Stattdessen sind diejenigen, die selbstbewusster tabuisierte Wörter benutzen, auf anderen Gebieten redegewandter.

Intelligente Menschen bleiben lange auf

Sie nennen uns Träumer, aber wir sind diejenigen, die nicht schlafen. – Anonym

Nicht weniger als fünf Studien haben ergeben, dass Menschen, die spät schlafen und folglich spät aufstehen, nicht faul sind – tatsächlich sind Nachteulen klüger, aufgeweckter, ergiebiger und kreativer als die besser angesehenen Frühaufsteher.

Speziell ergab eine von der London School of Economics and Political Science im Jahre 2009 durchgeführte Studie, dass Spätaufsteher weniger schnell ermüden als diejenigen, die Wert darauf legen, beim Anbruch der Dämmerung aufzustehen. Die Forscher schlussfolgerten, dass „intelligentere Kinder mit größerer Wahrscheinlichkeit zu nachtaktiven Erwachsenen werden, die sowohl an Wochentagen als auch an Wochenenden spät ins Bett gehen und spät aufstehen“.

Intelligentere Individuen sind mit größerer Wahrscheinlichkeit Nachteulen. Der Effekt des Intelligenzquotienten der Kindheit auf drei von vier Maßeinheiten der Nachtaktivität ist signifikant positiv, selbst abzüglich einer großen Anzahl demographischer und biologischer Variabeln, von denen erwartet wird, dass sie den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/why-highly-intelligent-people-are-messy-stay-up-late-and-love-swearing/

Emma Morano ignorierte medizinischen Rat, wurde zur ältesten Person der Welt und stirbt mit 117

in Gesundheit

Emma Morano, die älteste Person der Welt ist im Alter von 117 Jahren gestorben. Indem sie medizinischen Rat ignorierte, blieb sie dabei, was ihr mit 20 geraten wurde, und überlebte jeden.

Die älteste Person der Welt ist im Alter von 117 Jahren gestorben. Emma Morano starb am 15. April zuhause friedlich in ihrem Sessel. Das Leben von Emma Morano, die im malerischen Verbania in der Nähe des Lago Maggiore in Norditalien wohnte, erstreckte sich über drei Jahrhunderte, und sie war einer der fünf ältesten der Welt, die je registriert wurden.

2016 wurde Morano von AFP interviewt; ihr Geheimnis für Langlebigkeit war, nur einmal pro Tag eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, die aus zwei rohen Eiern und Keksen bestand. Weil sie ihre Zähne verloren hatte, konnte sie nicht viel mehr schaffen.

Moranos Tod wurde von ihrem Arzt, Dr. Carlo Bava, berichtet. Ein Betreuer hatte den Arzt darüber informiert, dass Morano aufgehört hatte zu atmen, als sie nachmittags in ihrem Sessel saß.

Dr. Bava sah seine Patientin zum letzten Mal am Freitag. „Sie dankte mir und hielt meine Hand“, erinnerte er sich. Dr. Bava sah bei ihr 25 Jahre lang nach dem Rechten.

„Sie leidete nicht. Ich bin froh, dass sie nicht leiden musste, sondern auf diese Weise ruhig aus dem Leben geschieden ist“, sagte Dr. Bava.

Bis vor wenigen Wochen, so Dr. Bava, sei sie noch ganz die Alte gewesen, und gesprächig wie immer.

Morano hatte laut einem Interview mit AP gestanden, dass sie ihren gerechten Anteil an Kummer erlebte. Sie verlor einen Sohn durch eine Krankheit, die nun als plötzlicher Kindstot oder SIDS bekannt ist, als er sechs Monate alt war. Morano nahm auch ihren Mut zusammen, ihren Mann Anfang des 20. Jahrhunderts zu verlassen, nachdem er sie geschlagen hatte.

Dr. Bava beschrieb Morano als eine „sehr entschlossene“ Frau, die ihren Mann während der Zeit des Faschismus „aufgegeben“ hatte „als von Frauen erwartet wurde, dass sie sich sehr stark unterordnen“.

Sie arbeitete nach ihrem Ruhestand weiter bis zu ihrem 75. Lebensjahr, und ignorierte den Rat von anderen medizinischen Spezialisten, die sie davon gewarnt hatten, jeden Tag Eier zu essen – was man ihr geraten hatte, als sie 20 Jahre alt war. Sie sagte auch, dass sie glaubt, dass ein entscheidender Faktor war, dass sie um 19 Uhr ins Bett gegangen und vor 6 Uhr früh aufgewacht sei. Ihre Schwester lebte auch bis zu ihrem 102. Lebensjahr.

Bis zu ihren letzten Lebensjahren erledigt Morano weiter ihre eigene Haushaltsarbeit und kochte.

Morano, die 1899 geboren wurde, war die letzte lebende Person, die noch im 19. Jahrhundert auf die Welt gekommen ist. Sie erlebte zwei Weltkriege, 90 italienische Regierungen und die Einführung des Digitalzeitalters.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/emma-morano-ignored-medical-advice-ended-worlds-oldest-person-dies-aged-117/

Oxforder Wissenschaftler bestätigt, dass Arbeits- und Schulbeginn vor 10 Uhr eine Qual ist

in Gesundheit

Dr. Paul Kelley, ein ehrenamtlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der klinischen Forschung am Sleep and Circadian Neuroscience Institute der Universität Oxford und einer der führenden Schlafexperten Großbritanniens, sagt, dass es für Erwachsene und Heranwachsende einer Qual gleichkomme, sie vor 10 Uhr morgens dazu zu zwingen, mit der Arbeit zu beginnen, denn Schlafentzug führt zu körperlicher Erschöpfung und mentalem Stress.

Dr. Kelley, der davon überzeugt ist, dass Arbeits- und Schultage zu früh (um 9 Uhr) beginnen, unterstreicht daher die Notwendigkeit, den Beginn von Arbeit und Schule den natürlichen Biorhythmen von Erwachsenen und Heranwachsenden anzupassen, wie er beim jährlichen britischen Wissenschaftsfestival in Bradford gegenüber dem Publikum erklärte:

Ihre Leber und Ihr Herz haben verschiedene Verhaltensmuster, die nach einer zwei- bis dreistündigen Zeitverschiebung verlangen. Wir können unsere 24-Stunden-Rhythmen nicht verändern. Man kann nicht lernen, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen. Ihr Körper ist auf Sonnenlicht eingestellt und Sie sind sich dessen nicht bewusst, weil er vom Hypothalamus gesteuert wird, und nicht vom Sehvermögen.

Dies ist ein Thema von enormem gesellschaftlichem Ausmaß; das Personal sollte um 10 Uhr mit der Arbeit beginnen. Man kommt nicht vor 55 Jahren zum [9 Uhr-]Ausgangspunkt zurück. Das Personal leidet normalerweise unter Schlafentzug. Wir haben es mit einer unter Schlafentzug leidenden Gesellschaft zu tun. Es ist ausgesprochen schädlich für die Körperfunktionen, weil man die physikalischen, emotionalen und performativen Systeme des Körpers beeinträchtigt.

Dies gilt bei umfassenderer Betrachtung auch für Gefängnisse und Krankenhäuser. Sie wecken die Leute auf und geben ihnen zu essen, was sie nicht wollen. Man ist gehorsamer, weil man überhaupt nicht bei der Sache ist. Schlafentzug ist eine Qual. Dies ist ein internationales Problem. Jeder leidet darunter, dabei gibt es gar keine Notwendigkeit dafür.

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Dr. Kelley sagt, dass Schüler in Großbritannien pro Woche ungefähr 10 Stunden Schlaf verlieren, weil sie dazu gezwungen sind, zu früh aufzustehen. Und so ruft er zu einem Ende eines frühen Beginns an Schulen, Hochschulen und Universitäten auf, um „die Lebensqualität ganzer Generationen von Kindern zu verbessern“.

Im Alter von 10 steht man auf, um in die Schule zu gehen und es passt zu unserem „Neun-bis-fünf-Lebensstil“. Wenn man ungefähr 55 ist, gewöhnt man sich an dasselbe Muster. Aber dazwischen ändert es sich beträchtlich, und abhängig vom Alter, braucht man einen ungefähr drei Stunden späteren Beginn, was vollkommen natürlich bedingt ist.

Während seiner Arbeitszeiten im Jahre 2009 als Schulleiter an der Monkseaton Middle School in North Tyneside, verlegte Dr. Kelley den Schulbeginn von 8:30 Uhr auf 10 Uhr und fand heraus, dass sich durch den um eine Stunde späteren Beginn, die Noten in Kernfächern um 19% verbesserten. Da sein früheres Experiment ein Erfolg war, betont er, dass Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren um 8:30 oder später mit der Schule beginnen sollten, 16-Jährige um 10 Uhr und 18-Jährige um 11 Uhr.

Wenn Schulen überall in Großbritannien die neuen Schulbeginnzeiten übernehmen würden, um sie der natürlichen inneren Uhr des Körpers anzupassen, fügt er hinzu, würde die General Certificate of Secondary Education (GCSE)-Leistung um ungefähr 10% steigen. Um zu sehen, ob später beginnende Unterrichtsstunden die Prüfungsergebnisse verbessern können, nehmen bereits ungefähr 30.000 GCSE-Schüler von über 100 Schulen aus ganz England an einem vierjährigen Experiment der Universität Oxford teil. Die Ergebnisse werden für 2018 erwartet.

Professor Colin Epsie, der die Schlafstudie leitet, sagte zu The Telegraph:

Ihre Eltern denken, es liegt daran, dass Sie faul und starrsinnig sind und, dass alles in Ordnung wäre, wenn Sie früher schlafen gingen. Aber die Wissenschaft sagt uns, dass Teenager morgens mehr schlafen müssen. Die gesellschaftlich vorgegebene Rahmen für das Lernen heißt Schule, aber das Gehirn ist auf Schlaf programmiert. Und so erforschen wir die Möglichkeit, dass wenn man die Startzeit der Schule bis 10 Uhr verschiebt, dies die Lernleistung verbessern könnte.

Für das akademische Jahr 2016-2017 leiten Dr. Kelley, sein Kollege von der Universität Oxford, Dr. Russell Foster sowie Professor Steven Lockley von der Harvard Medical School eine Forschungsstudie mit dem Titel Teensleep in ungefähr 100 GCSE-Schulen, um zu vergleichen, wie es den Schülern mit Beginn um 9 Uhr im Unterschied zu einem Beginn um 10 Uhr ergeht.

Die Wissenschaft sagt dazu, dass sie besser abschneiden werden. Sie werden mehr schlafen, sie werden weniger Stress und Missstimmung haben, sowie eine geringere Menge an Medikamenten (bzw. Drogen) einnehmen – sowohl legale als auch illegale. Ich kann nicht vorhersagen, um wieviel es ihre GCSE-Ergebnisse verbessern wird, aber ich würde darauf wetten, dass es eine statistisch auffällige Veränderung zum Positiven gibt.

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Ein ähnlicher Schritt könnte auch erwachsenen Arbeitern helfen, findet Dr. Kelley, weil „der Biorhythmus von Erwachsenen vor dem Erreichen eines Alters von 55 Jahren den normalen Arbeitszeiten von neun bis fünf vollkommen zuwiderläuft, was eine ernsthafte Beeinträchtigung für die Leistung, Stimmung und geistige Gesundheit darstellt“.

Die derzeit üblichen [Schlaf-]Muster erhöhen das Risiko für Diabetes und Schizophrenie. Es ist kein Zufall, dass 70% der Geisteskrankheiten im Alter zwischen 11 und 24 auftreten. Ein gesellschaftlicher Wandel könnte zu einer Verbesserung der Noten bei Schülern sowie zu einem Gesundheits- und Leistungsschub von Angestellten führen.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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