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Warum hochintelligente Menschen über wenig soziale Kompetenz verfügen

in Welt

Während es hochintelligenten Menschen leicht fällt, logisch zu denken, erfahren die meisten von uns mit einem hohen Intelligenzquotienten ein gewisses Maß an sozialem Unbehagen, Mangel an sozialer Kompetenz und werden als sozial unfähige Genies gebrandmarkt. Und das hat folgende Gründe…

Wenn Ignoranz ein Segen ist, ist dann Intelligenz ein Fluch? Hat es irgendwelche Schattenseiten, hochintelligent zu sein? Intellektuelle Fähigkeiten sind bei Weitem die großartigsten Gaben, die ein menschliches Wesen besitzen kann. Aber die Realität ist: Einige von uns werden klüger geboren als andere; einige von uns verfügen über eine überdurchschnittliche Intelligenz; und für einige von uns, die hochintelligent sind, ist es in vielerlei Hinsicht ein Fluch.

Die meisten von uns wissen nicht, dass es einen neurologischen Zusammenhang zwischen sozialer Unbeholfenheit und hoher Intelligenz gibt. Während es hochintelligenten Menschen leicht fällt, logisch zu denken, erfahren die meisten von uns mit einem hohen Intelligenzquotienten ein gewisses Maß an sozialem Unbehagen, Mangel an sozialer Kompetenz und werden als sozial unfähige Genies gebrandmarkt.

Es liegt nicht daran, dass hochintelligente Menschen in sozialer Hinsicht Dummköpfe wären, sondern weil sie die Welt auf einer ganz anderen Ebene wahrnehmen als der Rest von uns. Menschen, die auf sozialem Gebiet verunsichert sind, sind gewöhnlicherweise hochintelligent, und umgekehrt. Dies sind die Gründe dafür, warum hochintelligent zu sein sowohl ein Segen als auch ein Fluch ist:

  1. Sie zerbrechen sich endlos den Kopf über Antworten

Hochintelligente Menschen haben ein gutes Auge für Details. Sie denken zuviel nach, indem sie andauernd alles Mögliche analysieren, was in ihrem Leben und darüber hinaus passiert. Sie tendieren dazu, darüber nachzugrübeln, was sie/andere sagen/tun und sich lange Zeit gedanklich in Schlussfolgerungen/Lösungen zu vertiefen. Indem sie die Dinge überanalysieren, distanzieren sie sich dadurch von Unterhaltungen der breiten Masse der Bevölkerung, über die sie denken, dass sie nur von geringem Wert sind.

  1. Sie haben andauernd Selbstzweifel

Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind. – Charles Bukowski

Indem sie eine eher objektive Sichtweise besitzen, sind hoch intelligente Menschen verunsicherter, verfügen über ein höheres Maß an Selbsterkenntnis und zweifeln andauernd an sich selbst. Indem sie überaus selbstkritisch sind, sind diese Personen in einem sozialen Umfeld dadurch sehr befangen, kritisch und wertend. Sie achten nicht darauf, mit dem Strom zu schwimen und werden bei sozialen Interaktionen frustriert.

  1. Sie haben hohe Standards

Hochintelligente Menschen wissen genau, was sie wollen, was sie reden und was sie tun – in jedem Bereich ihres Lebens. Dies ist der Grund, warum sie dazu tendieren, hohe Erwartungen zu haben, sowohl an sich selbst als auch an diejenigen um sie herum. Sie wissen, wie sie mit logischen Situationen umgehen sollen, aber soziale Situationen sind nicht logisch. Wenn ihre Erwartungen mit der rauen Wirklichkeit konfrontiert werden und mit Menschen durchschnittlicher Intelligenz, werden sie verunsichert.

  1. Sie verabscheuen oberflächliches Gerede

Große Leute sprechen über Ideen. Durchschnittliche Leute sprechen über Dinge. Kleine Leute sprechen über Leute.— Anonym

Gewöhnliche Leute plaudern, lachen übereinander, machen nur so aus Spaß dumme Dinge und diskutieren über banale Dinge wie Essen, Kosmetik und Fußball, um eine Unterhaltung in Gang zu halten. Hochintelligente Menschen fühlen sich fehl am Platz, während sie unter Menschen sind, weil sie nicht den Enthusiasmus aufbringen können, sich an alltäglichen Unterhaltungen zu beteiligen.

  1. Sie sind sich Ihrer geistigen Verfassung bewusst

Die amerikanische Autorin und Gründerin von Soul Anatomy, Brianna Wiest, sagt, dass hochintelligente Menschen in hohem Maße darauf eingestellt sind, wie jemand denkt, fühlt oder eine Situation wahrnimmt, und zwar ein bisschen mehr als das, was angemessen und einer gesunden Funktionsweise zuträglich wäre, ohne übermäßig viel zu denken, sich Sorgen zu machen und zu versuchen, auf die geistige Verfassung von jemand zu reagieren, anstatt auf die Wirklichkeit, die er oder sie darstellt.“ Daher ist alles, worüber sie nachdenken, wie gerne sie entkommen würden.

  1. Sie leiden an allgemeiner Besorgnis

Psychiater beim SUNY Downstate Medical Centre in New York haben herausgefunden, dass höhere Grade an Intelligenz und erhöhte Grade an Besorgnis miteinander in Zusammenhang stehen. Ein beunruhigter Geist ist andauernd damit beschäftigt, Ideen, Informationen und Erfahrungen aus verschiedenen Blickwinkeln gleichzeitig zu untersuchen. Daher sind für hochintelligente Menschen soziale Verbindlichkeiten zu erdrückend.

Zitat: „Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen aus, der ihn benutzt? – Albert Einstein“

  1. Sie sind sehr vorsichtig

Hochintelligente Menschen denken analytisch, selbst wenn es um Dinge geht wie zwischenmenschliche Beziehungen. Es fällt ihnen schwerer, sich zu öffnen, weil ihr analytisches Gehirn niemals damit aufhört, über Situationen aus der Vergangenheit nachzudenken, als sie eine nicht so angenehme Erfahrung durchlebt haben.

  1. Sie verstecken ihre Schwachstellen

Hochintelligente Menschen lernen aus ihren Fehlern und verändern ihr Verhalten als Reaktion auf begangene Fehler. Jedoch raubt ihnen diese vorsichtige Haltung wesentliche soziale Kompetenzen. Niemand will mit jemand interagieren, der nicht willens ist, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen; jemand, der ungewollt ein Signal aussendet, dass er gleichgültig oder distanziert ist; jemand, der nie versagt hat.

  1. Sie werden obsessiv

Wenn sich hochintelligente Menschen Themen öffnen, die sie interessieren, werden sie so erregt und enthusiastisch, dass sie dazu tendieren, die Unterhaltung an sich zu reißen und sie erscheinen dadurch aggressiv rechthaberisch, besserwisserisch und wütend.

  1. Sie können keine Konflikte vermeiden

Hochintelligente Menschen geraten oft mit anderen in Konflikt, weil sie unabsichtlicherweise damit anfangen, andere zu korrigieren, als ein übermäßig streitlustiger Debattierer zu wirken und bei sozialen Konversationen intellektuell wetteifernd zu sein. Diese Menschen sind einfach so klug und auf einer anderen Wellenlänge, dass es ihre Fähigkeit beeinträchtigt, mit anderen in Beziehung zu treten.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/highly-intelligent-people-poor-social-skills/

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3 Comments

  1. -ist eher ein Fluch,normales Geschwätzt kann man nicht ausstehen-z.b wie findest du das Wetter ,was kochst du heute schönes .mensch ist das kalt heute ,usw usw usw bääääääääääääääääh………..anpassen mit dem Storm zu schwimmen geht nicht ,sicherlich nicht leicht mit all den Dingen zu leben,aber …..wenn man dazu noch eine Gewisse Gabe hat -man sieht mehr als andere,man hört mehr als andere,man fühlt mehr als andere usw dann sind diese Menschen aber trotzdem in der Lage zu lieben ,sicherlich nicht ganz einfach ,weil man ja ständig denken muss ,aber es funktioniert ,aber nur mit dem gewissen etwas am Gegenüber.

  2. Ehe mich das soziale Umfeld noch mehr belastet, ziehe ich den Stecker und mich selbst aus dem System. Da ich mein Leben mit einer wunderbaren Partnerin teilen darf und wir ein gemeinsames Kind vor Jahren zeugten, fällt dies nicht immer leicht. Berufs-„kollegen“, Schule des Kindes, Nachbarschaft……Läßt sich auf ein, für beide Seiten erträgliches Minimum reduzieren.

    Der Lauf im „Hamsterrad“ bleibt trotzdem bestehen.

    Ich habe die Idee, nach der Auswanderung, einen völlig anderen Weg zu beschreiten.

    Die Frage „Ob ich es schaffe ?“, scheint wieder ein Teil des Selbstzweifels zu sein, der wohl eher ein „Fluch“ zu sein scheint. Zumal ich mich nicht der Verantwortung meiner Frau und meinem Sohn gegenüber entziehen möchte.

    Es stellen sich viele Fragen. Nicht auf alle gibt es Antworten.

  3. Interessanter Artikel, allerdings muss ich in einigen Punkten widersprechen. Nicht alle hochintelligenten Menschen sind sozial auffällig. In meiner Jugend durfte ich ein Internat für intelligente, begabte Menschen besuchen und durfte die Facetten erleben. Auch ich habe einen Großteil meines Lebens Intelligenz als Fluch betrachtet. Aber ich vertrete nicht die Auffassung, dass analytische Intelligenz per se Hand in Hand mit sozialer Inkompetenz gehen muss. Es fällt teilweise schwieriger, aber gerade diese Hypersensibilität kann im sozialen Bereich auch hilfreich sein. Mir hat sie viel wehgetan, aber im Umgang mit anderen war sie ein Segen. Es gibt auch mittlerweile unglaublich viel Forschung in Richtung multipler Intelligenzen. Aus eigenen Erfahrungen würde ich diesen schon sehr viel eher vertreten und auch, dass diese Intelligenzen nicht in Zusammenhang stehen müssen bzw. Soziale Intelligenz bis zu einem gewissen Grad auch erlernt werden kann. Fakt ist aber, dass sozial inkompatible Menschen auffallen und das sehr viel eher als jemand der gelernt hat sich wie ein Chamäleon der Umgebung anzupassen. Ich habe mich viel mit meinen Selbstzweifeln beschäftigt, auch vor dem Hintergrund, dass ich wissen wollte, warum ich nicht dem Klischee entspreche. Dabei habe ich herausgefunden, dass die wenigsten hochintelligenten Menschen irgendeinem Klischee entsprechen. Aber diese fallen weniger auf 😉 der Moment an dem man akzeptiert wie man ist, kann man sich auch eine Umgebung suchen an der man sich nicht fehl am Platz fühlt. Ich für meinen Teil werde nie akzeptieren, dass ich an etwas nichts ändern kann womit ich mich unwohl fühle.

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