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Polizeistaat

Gewalt und Unruhen in Paris wegen Polizeibrutalität halten an

in Welt

Paris ist in Flammen aufgegangen, aber nicht wegen eines Terrorangriffs, sondern wegen der Attackierung und Misshandlung eines jungen schwarzen Mannes. Die Proteste halten seit fast einer Woche an, wobei sich zunehmend Gewalt ausbreitet, indem die Proteste weiterhin andauern. Bisher hat die Polizei 17 Menschen wegen des Zertrümmerns von Fensterscheiben, Verbrennen von Autos und der Störung der öffentlichen Ordnung verhaftet.

Das Opfer der Polizei wurde als ein schwarzer Mann namens Theo identifiziert. Es wurden keine zusätzlichen Informationen über seinen Nachnamen veröffentlicht, jedoch rief er über die Medien zu einem Ende der Gewalt auf. Laut Theo wurde er auf der Straße von vier Polizisten angehalten, um eine in Frankreich übliche Überprüfung der Identität durchzuführen. Sie fingen daraufhin unmittelbar damit an, ihn zu beleidigen, rassistische Bemerkungen zu machen und ihn mit Schlagstöcken zu traktieren, ohne dass sie vorher provoziert worden seien, wie Theo erklärte. Zu einem Zeitpunkt stieß einer der Beamten das Ende eines Schlagstocks in sein Rektum, wodurch ein „tiefer Riss im Analbereich“ verursacht wurde. Sie schlugen ihn weiter und setzten gegen ihn Tränengas ein.

Natürlich verteidigt die Polizei ihre Handlungen und erklärte, dass der „tiefe Riss im Analbereich mit einem Unfall zusammenhänge“. Sie argumentierten, dass Theos Hose herunter gerutscht sei, was es ermöglicht haben soll, dass der Schlagstock in ihn eindringen konnte. Es scheint, dass alle Polizisten auf der ganzen Welt darin geübt sind, ihren eigenen Ärsche zu retten, selbst wenn es bedeutet, dass sie wegen ihres Fehlverhaltens unverhohlen die Öffentlichkeit belügen. Alle vier Beamte wurden wegen des Vorwurfs des Einsatzes exzessiver Gewalt verhaftet. Einem der Beamten wurde eine schwere Form der Misshandlung zur Last gelegt. Die Vorstellung, dass „es ein Unfall war“ gewesen sein konnte, war für die Strafermittler zu offensichtlich falsch, um darüber hinwegsehen zu können.

Wenn dieser Fall in Amerika passiert wäre, hätten wir davon noch nicht einmal etwas gehört. Vorfälle von sexuell motivierter Polziegewalt sind zu einer alltäglichen Erscheinung in den US-Nachrichten geworden. Zu sehen, dass das französische Strafrechtssystem so schnell reagiert hat, um gegen die beteiligten Beamten zu untersuchen und Anklage zu erheben – besonders bei einem Fall, bei dem es nicht um Mord geht -, hat eine Vorbildfunktion für die USA. Die Tatsache, dass die französischen Bürger dazu bereit waren, dafür beinahe eine Woche lang auf die Straße zu gehen, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, ist ein weiteres gutes Beispiel für die USA, deren Bürgern es allem Anschein nach überhaupt nichts ausmacht, die Polizei ungeschoren mit Mord davonkommen zu lassen.

Die Demonstrationen der Bürger begannen am Freitag, dem 3. Februar. Sie hielten über das Wochenende und die Woche hindurch an, indem mehrere Tausend Protestierende ihre Unterstützung für Theo bekundeten. Die Proteste schlugen in Gewalt um, als die Polizei und Protestierende nicht nur im Stadtzentrum zusammenstießen, sondern auch überall in den Pariser Vororten. Laut der Polizei waren die gewalttätigen Ausschreitungen intensiv, aber sehr vereinzelt. Die große Mehrheit der Menschenmenge beteiligte sich in keinerlei Weise an der Gewalt gegen Menschen oder Eigentum.

Indem die Proteste nun schon sechs Tage lang anhalten, sind keine Anzeichen dafür zu erkennen, dass die Bürger Frankreichs gewillt sind, die Straßen zu räumen. Viele haben diese Demonstration mit den Pariser Unruhen von 2005 verglichen. Diese wurden damals ebenfalls durch ein Vorkommnis ausgelöst, in das die Polizei verwickelt war, als zwei Jugendliche von einem Verhör flohen und versehentlich durch einen Stromschlag getötet wurden, als sie sich in einem Kraftwerk versteckten. Diese Unruhen führten damals zum Tod dreier Menschen und zu über 3.000 Gefangennahmen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/violence-and-riots-in-paris-over-police-brutality-continue/


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Wie ihr euch vor den neugierigen Blicken der Regierung schützen könnt

in Onlinewelt

Ob ihr euch dessen bewusst seid oder nicht, ob ihr es glaubt oder nicht, ihr werdet ständig von Big Brother beobachtet – übermäßig aufdringlichen demokratischen Regierungen, kontrollwütigen autoritären Regimen und Geheimdiensten, die sich eher wie Regierungsspione verhalten. Also wie könnt ihr euch online davor schützen und sichergehen, dass ihr auch offline unbehelligt bleibt? Es gibt viele Möglichkeiten, euch vor dem auf der Lauer liegenden großen Bruder zu schützen, fast unsichtbar zu werden und zu vermeiden, dass ihr auf Schritt und Tritt verfolgt werdet…

  1. Irreführen, fehlinformieren, auf die falsche Spur locken

Solltet ihr die sozialen Medien komplett meiden, weil das Abgreifen von Daten auf allen größeren Social Media-Netzwerken vorkommt? Auf keinen Fall! Wenn ihr den Versuch unternehmt, euch unauffindbar zu machen, um das Risiko dafür zu senken, online überwacht werden zu können, ist das gelinde gesagt ein hoffnungsloses Unterfangen. Wenn ihr online keine Spuren mehr hinterlässt, werdet ihr auffallen wie ein bunter Hund. Obwohl es so aussehen mag, dass keine Nachrichten gleichbedeutend mit guten Nachrichten sind, wird Big Brother dafür sorgen, dass keine Nachrichten über euch im Internet, letztendlich für euch schlechte Nachrichten bedeuten. In dem Moment, in dem ihr beschließt, euch selbst eine Entziehungskur für soziale Medien zu verordnen, werdet ihr gerade dadurch die Neugier darüber auf euch lenken, wer ihr seid und was ihr in eurem alltäglichen Leben so alles anstellt. Das ist sogar noch schlimmer.

Um gegenüber Big Brother den Spieß umzudrehen, müsst ihr die nachverfolgbaren Spuren von euch zu einer Art Fehlleitung manipulieren. Behaltet euer Profil bei den sozialen Medien und verlasst die gewohnten Wege: Teilt, liket, postet Inhalte, die die neugierigen Blicke dazu verleiten, ein ungenaues psychologisches Profil über euch anzulegen; sorgt grundsätzlich dafür, dass Big Brother sich auf die linke Hand konzentriert, während ihr eure Bewegungen mit der rechten Hand ausführt. Ihr könnt auch ein Fake-Profil oder mehrere neue Profile anlegen, um sie noch mehr zu verwirren.

facebook

  1. Ändert eure Kaufgewohnheiten

Wenn Ihr online mit eurer Kreditkarte einkauft, hinterlasst ihr aufgrund der Artikel, die ihr kauft, wann ihr sie kauft und wo ihr sie kauft, bei den an euch interessierten Personenkreisen unabsichtlich ein Muster darüber, wie ihr euch verhaltet und was eurem Charakter entspricht. Fällt euch auf, wie Facebook für euch Werbeanzeigen für etwas einblendet, das ihr auf Google sucht, sogar dann, wenn ihr nicht bei Facebook eingeloggt seid?

Wenn Facebook Zugang zu eurer Suche auf Google und anderen Websites haben kann, wie stellt ihr eine Geheimhaltung sicher, während ihr online einkauft – wenn ihr wisst, dass euch auch Big Brother beobachtet? Haltet euch an Währungen wie Bitcoin oder Zahlungen per Nachnahme, um zu kaufen, was ihr braucht; kauft verschiedene Artikel, kauft von verschiedenen Internetseiten, kauft international – kurz gesagt, brecht mit eurem Muster. Ihr könnt auch solche Optionen in Betracht ziehen, wie Tauschhandel zu betreiben und gegenseitig Dienstleistungen anzubieten, anstatt bei allem auf nur eine Methode zu vertrauen.

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  1. Investiert in eine Smartphone-Hülle gegen Überwachung

Wie verbergen hochrangige Regierungsbehörden ihre Aktivitäten? Indem sie ihre Gebäude mit einer Kupfer-Abschirmung umgeben. Warum Kupfer? Weil Kupfer ein hochleitendes Metall ist, das es dem Benutzer ermöglicht, der Überwachung durch die Blockierung elektromagnetischer Felder zu entkommen (elektromagnetische Felder ermöglichen es anderen, in euren Informationen zu schnüffeln und eure Aktivitäten zu beobachten). Eure Smartphones benutzen ebenfalls elektromagnetische Felder, also wenn ihr euch frei bewegen wollt, ohne euch darüber Sorgen zu machen, wer euch im Auge behält, müsst ihr euch eine Anti-Überwachungs- oder Faraday-Hülle für euer Smartphone besorgen.

Spionagesichere Smartphone-Hüllen, wie zum Beispiel Tunnel, ermöglichen es, sowohl euren Aufenthaltsort und eure Daten zu verbergen als auch euch davor zu warnen, wenn euch jemand überwacht. Der Whistleblower Edward Snowden plant, ein Gerät zu entwickeln, das einer modifizierten iPhone6-Hülle ähnelt, und das von seinen Entwicklern als eine Art „Selbstüberprüfungsgerät“ bezeichnet wird, das sowohl dazu gedacht ist, die Benutzer zu benachrichtigen, wenn ihr Smartphone Daten übermittelt als auch Smartphone-Kameras daran zu hindern, ungewollte Überwachung zu ermöglichen. IBTimes schreibt:

Das Gerät beinhaltet einen kleinen eingebauten einfarbigen Bildschirm, über den der Vorgang überwacht werden kann, wenn ein iPhone Daten überträgt, die hintere Kamera bedeckt und sogar das iPhone mit zusätzlicher Batterie-Leistung aufgeladen werden kann. Wenn man das Gerät mit dem SIM-Karten-Steckplatz eines Smartphones verbindet, um über die interne Antenne Telefonie, GPS, Bluetooth und WLAN zu benutzen, kann das Gerät die Funktionen überwachen und Alarm auslösen, wenn ein Smartphone irrtümlicherweise Daten über Radiosignale überträgt, die einen Nutzer potenziell dem Risiko aussetzen, entdeckt zu werden. Sie sagen, dass sie auch das Smartphone sofort komplett ausschalten kann.

tunnel

  1. Verschlüsselung, Verschlüsselung und nochmals Verschlüsselung

Ja, Verschlüsselung. Verschlüsselung funktioniert, wie Snowden betont. „Richtig implementierte starke Crypto-Systeme sind eines der wenigen Dinge, auf die man vertrauen kann. Leider ist die Endgerätesicherheit so schrecklich schwach, dass die NSA häufig Möglichkeiten findet, sie zu umgehen.“

Wie funktioniert es? Überlegt euch Folgendes: Wenn ihr eure Kreditkarte benutzt, um online einzukaufen, verschlüsselt euer Computer diese Information, damit andere nicht eure persönlichen Daten stehlen können, während sie an eine dritte Partei übertragen werden, um eine Finanztransaktion auszuführen. Auf ähnliche Weise könnt ihr sowohl eure Identität schützen als auch eure Daten vor Leuten, die sie nicht sehen sollen. Dies wird durch Verschlüsselung eurer Festplatte und eurer sensiblen Dateien erreicht, um eure E-Mails und das Windows eures Computers zu verschlüsseln. Um den Inhalt eurer Dateien geheimzuhalten, euren Cloud-Speicher geschützt, wichtige E-Mails sicher oder euer ganzes Betriebssystem verborgen, könnt ihr alles verschlüsseln, damit niemand ohne eure Zustimmung oder euer Passwort in eure Privatsphäre eindringen kann.

encryption

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com


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