Kreml: „Wir heulen nicht rum, trotz täglicher Cyberangriffe aus den USA“

in Geopolitik/Onlinewelt
Von rt.com
 

Moskau registriert täglich Cyberattacken vom Territorium der Vereinigten Staaten aus. Die Führung des Landes macht aber keine lächerlichen Anschuldigungen, dass es vom Weißen Haus oder den US-Geheimdiensten gesteuerte Angriffe sind, sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.
 

„Hacker-Attacken, die vom US-Territorium aus durchgeführt werden, registrieren wir täglich, dazu gehören auch Angriffe auf die Website des russischen Präsidenten“, sagte Peskow am Donnerstag gegenüber Journalisten und fügte hinzu, dass ähnliche Angriffe auch „aus vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt kommen.“

Auf die Frage, ob er damit impliziere, dass der Kreml glaube, Washington oder die US-Geheimdienste könnten etwas mit diesen Cyberattacken gegen Russland zu tun haben, betonte Peskow, dass er nur über das „US-Territorium“ als Quelle der Hackerversuche sprach. Über den Urheber selbst sage das nicht viel aus:

„Ich möchte die Öffentlichkeit nicht zum Lachen bringen, indem ich behaupte, dass das offizielle Washington dahinter steckt. Eine bloße Tatsache, dass ein Hackerangriff vom Territorium eines Staates aus durchgeführt wird, ist in keiner Weise ein Beweis dafür, dass die offiziellen Behörden daran beteiligt sind.“

Als Reaktion auf Peskows Kommentare sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert: „Das überrascht mich nicht. Ich denke, das ist eine Art Propaganda, und das ist alles, was ich dazu sagen werde.“

Bereits am Mittwoch erklärte der stellvertretende Außenminister Russlands, Sergej Rjabkow, während einer Parlamentsanhörung, dass „28 Prozent aller Angriffe auf die russische Cyber-Infrastruktur vom US-Territorium aus durchgeführt wurden“. Der Anteil ausländischer Hacking-Versuche gegen Einrichtungen der USA, die von russischem Territorium ausgehen, mache hingegen nur zwei oder drei Prozent aus.

Moskau hat sich bei zahlreichen Gelegenheiten an Washington gewandt und vorgeschlagen, bilaterale Konsultationen zur Bekämpfung der Internetkriminalität einzuberufen. Den Aussagen Rjabkows zufolge zeigte die US-Seite jedoch kein Interesse an der Initiative und vermied die Zusammenarbeit.

„Vielleicht war es auf diese Weise bequemer für sie, einen Vorwand für noch mehr grundlose Anschuldigungen gegen Russland zu finden“, sagte Rjabkow.“

Die US-Demokraten beschuldigten immer wieder russische Hacker, die sie mit der russischen Regierung in Verbindung bringen, sich in die US-Präsidentschaftswahl im letzten Jahr eingemischt und Donald Trump an die Macht gebracht zu haben. Ähnliche Vorwürfe von Wahlbeeinflussung, die auch nie mit wirklichen Beweisen untermauert wurden, waren die Wahlen in Frankreich, Großbritannien und einigen anderen Ländern.

Anfang dieser Woche beschuldigte ein unbegründeter Bericht von CNN auch die „russischen Hacker“, den laufenden Streit zwischen Katar und der Arabischen Liga veranlasst zu haben, indem sie sich in die Website der staatlichen QNA-Nachrichtenagentur einhackten.

Moskau hat alle Hack-Anschuldigungen nachdrücklich und konsequent bestritten. Russlands Präsident Wladimir Putin unterstrich letzte Woche, dass einige „patriotisch gesinnte Hacker“ sicherlich in Russland existieren könnten, aber „auf einer staatlichen Ebene haben wir noch nie an Cyberattacken teilgenommen“.

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